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Alter Kenwood oder neuer Pro-Ject Debut III

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Autor
Beitrag
alex.hil
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 21. Sep 2008, 17:08
Hallo,

ich stehe nun vor einer Entscheidung meinen alten Kenwood KP 2022A (70 er Jahre Player) zu behalten und zu "tunen" oder mir einen neuen Pro Ject Debut 3 zu kaufen. Ich besitze zur Zeit noch wenig Schallplatten und bin eher ein Einsteiger. Den Kenwood hatte ich vor einiger Zeit geschenkt bekommen.
(so sieht der kenwood aus: http://cgi.ebay.de/K...QQrdZ1QQcmdZViewItem )

Ich würde eher zu dem Pro Ject greifen, da ich diesen später nach belieben auch schön aufrüsten kann. Der Kenwood ist in einem schlecht Zustand. Es muss also wahrscheinlich mind. die Nadel (vllt. Tonabnehmer), Riemen und Halterungen getauscht werden. Da nun einige hier im Forum eher ältere Player bevorzugen, bin ich nicht mehr mit dem Kauf des Pro Jects sicher...

Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir bei meiner Entscheidung weiterhelft.

Dank

Gruß alex
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 21. Sep 2008, 18:37
Hallo!

Der KP-2022A ist sicher nicht das beste Gerät aus der Sparte Plattensieler das Kenwood je gefertigt hat.

Als Anfänger wärst du m.E. mit einem Pro-Ject besser bedient. Allerdings würde ich den Kenwood an deiner Stelle zum tiefer Einsteigen in die Materie nutzen und ihm dabei gleich eine gründliche Generalüberholung angedeihen lassen. Es könnte sein das du mit der Zeit das alte Möbel noch schätzen lernst, nimm dir dazu genug Zeit, zum Musikhören hättest du ja dann den Pro-Ject.

MFG Günther
silberfux
Inventar
#3 erstellt: 21. Sep 2008, 18:52
Hi, da Du den Kenwood ohnehin schon mal hast, würde ich keinen Project Debut, der keine wirkliche Verbesserung wäre, dazu kaufen. Sondern gönne dem Kenwood einen Riemen und ein ordentliches System für zusammen gut 100 €. Und tu´ 200 € in den Spartopf für einen ordentlichen gebrauchten Dreher, mit dem Du 1-2 Klassen aufsteigen kannst.

Einen Project Debut III "nach Belieben auf(zu)rüsten", halte ich für einen teuren Irrweg. Entweder man nimmt ihn so wie er ist, eben als Einsteigermodell, oder man strebt gleich nach Höherem...

Gruß von Silberfux


[Beitrag von silberfux am 21. Sep 2008, 18:59 bearbeitet]
alex.hil
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 21. Sep 2008, 19:29
Hallo,

ja das ist wirklich für mich ein heikles Thema. Ist denn dieser Pro Ject so schlecht?! Zumindest lese ich öfters im Forum das. In den Tests wurde er gut bewertet. Ich richte mich eher an diesen Dingen, aber ich finde die Idee gar nicht mal so übel den Kenwood später zu verbessern und den Pro Ject wirklich nur als Einstiegsmodell zu nutzen. ich überlege dazu einen Hifi Händler anzurufen und mal allgemein zu fragen was so eine Aufrüstung kosten würde.

Ich danke schonmal für die Antworten

Mit freundlichen Grüßen
Alexander
Soulific
Stammgast
#5 erstellt: 21. Sep 2008, 20:07
Hallo Alexander,

ProJect hat, aus welchen Gründen auch immer, einen schlechten Ruf hier im Forum. Es gibt aber auch viele glückliche Besitzer. Generell ist der Debut ein sehr einfaches, aber funktionales Gerät. Ob er eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Kenwood darstellt kann ich nicht sagen. Ich kenne das Gerät nicht. Der ProJect ist in jedem Fall ein gutes Gerät gerade für den Einstieg.
Die 70er Jahre Einstiegsplayer, die ich kenne lohnen heute zumeist keine großen Investitionen mehr. Die lange Zeit hat die Geräte meist nicht besser werden lassen. Eine intensive Wartung ist Pflicht.
Hier mal eine kleine Checkliste:
1. Lager reinigen, ggf. polieren und neu fetten
2. die Tonarmlager kontrollieren und ggf. neu justieren
3. den Motor kontrollieren, läuft er ruhig?, braucht er Öl?
4. einen neuen Riemen einsetzen
5. die vermutlich billigen, alten Cinchstecker tauschen
6. eine neue Nadel oder besser noch einen neuen Tonabnehmer montiern
7. vielleicht eine neue Matte auf den Plattenteller
8. den Tonarm neu justieren
9. endlich Musik hören.

Danach kennst du deinen Plattenspieler bestimmt besser als je zuvor. Der finazielle Aufwand ist relativ gering. Wie Silberfux gesagt hat sind 100€ für einen Tonabnehmer angemessen. Neuer Riemen, gescheite Cinchstecker und ein paar Tropfen Öl kosten vielleicht noch mal 15-20€. Eine dicke Plattentellerauflage aus Gummi gibt es auf dem Flohmarkt oder im Netz mitunter für ganz kleines Geld.

Den ProJect brauchst du nur aufstellen und fertig. Ich würde kein System montieren, welches deutlich mehr als 150€ kostet. Wie du siehst ist der Sprung vom Kenwood nicht soo groß. Er klingt ziemlich sicher ein Quentchen besser und ist ohne großen Aufwand betriebsbereit. Ich würde bei einem Händler vor Ort kaufen, der eventuell mit Rat und Tat zur Seite steht.

Lieben Gruß,
Sebastian
pet2
Inventar
#6 erstellt: 21. Sep 2008, 20:12
Hallo,

ich habe bisher erst 2 vergleichbare Kenwood Plattenspieler (KD-1022 + KD 2033) restauriert, bin also kein wirklicher Kenwood Spezialist.
Die Tellerlager waren bei beiden sehr massiv und hochwertig aufgebaut.
Allerdings besitzen einige dieser Modelle Kunststofflagerspiegel.
Diese lösen sich mit der Zeit gerne auf und bilden mit dem Öl eine zähflüssige, schmierige Pampe.
Diese Lagerspiegel läßt sich aber sehr einfach durch eine Hartmetalscheibe ersetzen.
Dann das ganze reinigen und neu mit Öl befüllen und schon hat man ein wirklich gutes Tellerlager.
Eine Schwachstelle der Tonarme ist oft ein erhöhtes Lagerspiel. die Lager lassen sich aber problemlos mit etwas Feingefühl nachstellen.
Das waren eigentlich schon die Schwachpunkte.
Nun einfach noch ein brauchbares System für den mittelschweren-schweren Tonarm montiert und vielleicht einen neuen Riemen montieren und schon ist er fertig, der Project Debut Killer .
Aber eigentlich ist doch jeder hifitaugliche Markenplattenspieler der damaligen Zeit ein Project Debut Killer :D.

Gruß

pet

Ps:
Hier:
http://www.williamth...173-182_p2470_x2.htm
wäre mal ein passendes System mit hervorragenden Preis/Leistungsverhältnis.

Ps2:
Tests in sogannten Fachzeitschriften nutzen heute nur noch dem, der sie interpretieren kann (und natürlich den Anzeigenkunden).
Beispiel:
Die Zarge eines Rega P1 wurde als eine resonanzarme Konstruktion in Verbundholzweise beschrieben.
Diese sei zudem in dezentem Grau, mit einer kontastierenden schwarzen Umrandung gehalten.

Tatsächlich handelt es sich dabei um eine beschichtete Spanplatte mit einem schwarzen Kantenumleimer .


[Beitrag von pet2 am 21. Sep 2008, 20:39 bearbeitet]
alex.hil
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 22. Sep 2008, 07:01
Hallo,

vielen Dank für die Antworten. Ich habe jetzt auch erstmal bei einem lokalen Hifi Laden über eine Generalüberholung angefragt. Was mich jetzt z.B. bei dem Pro Ject stören würde, wäre das fest eingebaute Cinchkabel.

mal schauen was die so schreiben.

Gruß alexander
Ludger
Inventar
#8 erstellt: 22. Sep 2008, 12:06
Hallo,
eins vorweg: ich hatte selbst weder einen Project Debut noch einen Kenwood KD 2022 zu Hause.
Allerdings hatte ich vor einiger Zeit einen Kenwood KD 2055 zur Überarbeitung (Riemen, Systemeinbau). Der ist ja wirklich wertig verarbeitet und sieht mit seiner Kunststeinzarge auch noch sehr gut aus.
Aber klanglich- das war eine große Enttäuschung, erheblich schlechter als ein Thorens TD 166.
Nur so zum Vergleich: Plattenteller wiegt beim 2055 gut 1 Kilo, beim TD 166 2,7 Kilo.
Ob also ein 70er-Jahre Plattenspieler besser ist als ein moderner, darf durchaus angezweifelt werden.
Und ob ein resonierendes Kunststoffgehäuse, wie in den 80ern verbaut, besser ist als ein schlichtes, aber technisch ausreichendes Brett, darf ebenso angezweifelt werden (ich denke da mit Grausen an den für damalige Verhältnisse gar nicht mal so billigen Tangentialspieler meines Bruders).
Gruß
Ludger


[Beitrag von Ludger am 22. Sep 2008, 12:09 bearbeitet]
directdrive
Inventar
#9 erstellt: 22. Sep 2008, 15:58
Moin,

nur 'mal kurz zur Information, vielleicht mehr für die bisherigen Antwortenden als für Alex, der kennt den Spieler ja...

Der KP-2022A war als Nachfolger des KP-2022 in den frühen 70ern Kenwoods kleinstes Modell, wurde ab '75 noch vom KP-1033 unterboten. Die Verarbeitung ist sehr anständig, schweres Stahlblechchassis auf stehenden Federn, stabile Holz-Zarge. Das Tellerlager neigt zur Problematik, wie sie von pet2 schon genannt wurde, der Teller ist eher leicht, der Motor ein einfacher vierpoliger Synchronmotor. Der Antrieb des genannten KP-2055 unterscheidet sich hier nur wenig, dieser kann dadurch auch kaum von der aufwendigen Zargenkonstruktion profitieren, so wie es beispielsweise der direktgetriebene KD-550 kann.
Schön ist der Tonarm - tolles stabiles Headshell, jedoch ohne Antiskating und mit 215 mm auch nicht länger als der des Pro-ject...
Im großen und ganzen ist der 2022A ein sehr netter Oldie, in gutem Zustand schön für Sammler, dabei durchaus alltagstauglich, warm und direkt im Klang, aber auch ziemlich undifferenziert.

Ich betreibe selbst derzeit einen alten Kenwood, aber bei allem Fantum und aller Liebe zu so einem netten Oldie wie dem KP-2022, würde ich keine großen Investitionen in den Kenwood mehr tätigen. Was im Umkehrschluß aber auch keine ausdrückliche Empfehlung für den Pro-ject sein soll....


Grüße, Brent
Metal-Max
Inventar
#10 erstellt: 22. Sep 2008, 16:05
Sind denn die beiden genannten die einzigen Alternativen? Der Gebrauchtmarkt ist riesig. Wenn du vorm Rumbasteln und Warten zurückschreckst, kannst du ein Gebrauchtgerät vom Händler beziehen. Wenn du die 300€ für den Pro-Ject in was schönes aus den 70ern investierst, dazu noch ein neues System der 150-200€-Klasse, dann hast du einen Spieler im Wohnzimmer, der zehn Debuts an die Wand spielt.

Gruß, Max

Tante Edit sagt:
Ich möchte den Debut keinesfalls schlecht machen, mehr ist heutzutage für 300€ Ladenpreis nicht drin, mit den Mittel- und Oberklasse 70er-Spielern, egal ob deutsch oder japanisch, kann er es aber einfach nicht aufnehmen.


[Beitrag von Metal-Max am 22. Sep 2008, 16:12 bearbeitet]
alex.hil
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 22. Sep 2008, 16:06
Hallo,

@Brent... scheint als würdest du dich super mit dem Kenwood auskennen (sehr gute Antwort). Vielen Dank bisher für die Antworten.
Ich bin momentan dabei, wie "Günther" schon gesagt hat, den Pro Ject für den Anfang zu nehmen und den alten Kenwood vllt. nach und nach ein bisschen verfeinern. Ich hätte eine solide Basis und könnte ein wenig aus dem Kenwood rausholen ohne viel Geld zu investieren.

Was mich leider bei dem Pro Ject stört ist das eingebaute (1,1m) lange Cinchkabel... naja aber ich muss mich halt damit abfinden.

Zudem warte ich noch auf eine Antwort von meinem lokalen Hifiladen.
Da bin ich selber noch sehr gespannt drauf was die dazu zu sagen haben.


Mit freundlichen Grüßen
Alexander
alex.hil
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 22. Sep 2008, 16:14
Hallo,

@Max. Ja ich habe mich auch nach alternativen wie DUAL oder Thorens umgeschaut und auch bei einigen Sachen (ebay) geboten. Leider will ich da nicht zu hoch gehen, da ich, wenn ich einen ersteigert hätte, auch noch darin investieren müsste (in den meisten Fällen). Da ich nun einen alten Player hatte war nun die Frage Generalüberholung oder neues Gerät.

Aber ich gebe dir Recht, es gibt sicherlich super gebrauchte Player. Leider möchte ich da nicht einsteigen, dann wäre ich ja total überfordert, an der ganzen Fülle von Gebrauchten.
Oder kann man generell sagen, welcher Hersteller besonders bei älteren Player auftrumpft. Thorens, Dual oder Technics habe ich öfters gelesen. Kann man davon ausgehen egal welches Modell, die immer gut sind (oder viel besser als Pro Ject, ohne große Investition)?


Mit freundlichen Grüßen
Alexander

P.S. ich bin wirklich nur ein Anfänger
Das einzige Hi Fi (mässiges) ist der AKG K701 Kopfhörer. Alles andere eher bescheiden


[Beitrag von alex.hil am 22. Sep 2008, 16:18 bearbeitet]
Metal-Max
Inventar
#13 erstellt: 22. Sep 2008, 16:22
Dual und Thorens waren in der Tat ganz groß damals. Schau einfach mal weiter oben hier im Analogunterforum in die angepinnten Threads "Dual-Kaufberatung" und "Thorens-Kaufberatung". Gerade, wenn du völliger Einsteiger bist, lohnt es sich, über einen Gebrauchten einzusteigen, jedenfalls wenn du einen Händler zur Hand hast, der Gebrauchtgeräte führt, bzw eine Hifi-Werkstatt in der Nähe hast. (Natürlich nur, wenn du nicht selbst basteln möchtest.)
Diese Geräte sind allesamt sehr servicefreundlich aufgebaut, so dass eine Reperatur/Wartung, sofern überhaupt nötig, in 95% der Fälle kein Problem darstellt.
Wenn du nur die Hälfte des ProJect-Preises anlegst (inkl System und Wartung), bekommst du schon was sehr schönes und hast noch Geld für Platten übrig.
Ein weitere Bonus ist der Komfort, fast alle Mittelklasse-Spieler von damals, jedenfalls von Dual, sind Vollautomaten.

Gruß, Max


[Beitrag von Metal-Max am 22. Sep 2008, 16:23 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#14 erstellt: 22. Sep 2008, 18:57
Hallo!

Ich würde nach wie vor den Nutzen eines -wenn auch einfachen "Alltagsplattenspielers" wie z.B. dem Debut nicht unterschätzen.

Mit so einem Gerät hast du Zeit und Ruhe bei einer Restauration auch mal einige Zeit zu Pausieren und ganz nebenbei hast du einen Maßstab den es zu erreichen und gegebenenfalls zu Übertreffen gilt.

Ich sammle und restauriere selbst gerne alte Geräte, (vor allem Plattenspieler/Laufwerke von denen ich mittlerweile einige habe) und hätte zu Anfang ohne ein "Alltagsgerät" nicht auskommen wollen.

MFG Günther
pet2
Inventar
#15 erstellt: 22. Sep 2008, 19:46
Hallo,

ein Project Debut als Referenzplattenspieler .
Obwohl, vielleicht sollte ich mir auch mal so ein Teil anlachen.
Und dann werde ich einen Dual 430 (den süßen kleinen ) mal so gnadenlos tunen, daß er lässig davonzieht .

Mal ernsthaft:
Du bekommst gelegentlich auf Flohmärkten Dual Plattenspieler für um die 20 €.
Nimm so einen als Alltagsplattenspieler.
Ich habe zb. vor 2 Wochen einen 505-4 mit Dual DMS 168E (entspricht dem Ortofon OMB 20) und guterhaltener Originalnadel für schlappe 20 € bekommen.
Ausser einer verkratzten Haube, hatte er keine weitern Mängel.
Der 505-4 ist zwar auch nicht gerade der solideste Dual, aber er wird noch heute produziert und für eher unangemessene 450 € angeboten.
Besser wie ein Project Debut ist er aber sicher allemal

Gruß

pet


[Beitrag von pet2 am 22. Sep 2008, 19:47 bearbeitet]
Haiopai
Inventar
#16 erstellt: 22. Sep 2008, 19:57
Moin zusammen ,ich würde einen Project Debüt nicht unterschätzen ,nur weil er eine einfache Konstruktion ist .

Der Tonarm zum Beispiel ist ursprünglich eine Tesla Entwicklung ,welche auch schon über 20 Jahre alt ist und zu Zeiten von Lenco Plattenspielern ,auf denen er verbaut war ,mit dem SME 3009 auf eine Stufe gestellt wurde .

Sofern ein Debüt vernünftig aufgestellt wird kann man trefflich darüber streiten ,ob denn so komplizierte Dinge wie
Sub Chassis ala Thorens ,Dual oder Linn überhaupt nötig sind .

Ich für meine Begriffe halte einen Project Debüt vom Preis/Leistungs Verhältnis für allemal besser als einen heutigen Dual 505-4 für 450 Euro .
Auch wenn er nur ein MDF Brett mit Motor ,Lager und Tonarm ist ,weniger kann oft mehr sein .

Gruß Haiopai
Hörbert
Moderator
#17 erstellt: 22. Sep 2008, 19:59
Hallo!

@pet2

Nix gegen die Duals, aber der derzeitige Pro-Ject - Debut III hat gegenüber seinen Vorläufern ganz nett zugelegt, Metallaussenteller, der Tonarm ist von einer mittlerweile recht erträglichen Qualität und mit dem richtigen System macht er sogar recht nett Musik. Ich schätze mal du hast noch eines der älteren Modelle vor Augen. Ich konnte bei einen Bekannten vorletztes WE einen IIIer in Augenschein nehmen und auch mit einem VM-red hören. Gar nicht mehr so schlecht die Kiste. Nur das gebamsel am Tonarm stört mich nach wie vor.

MFG Günther
Yorck
Gesperrt
#18 erstellt: 23. Sep 2008, 08:15
Project Debut=Abfall ist

http://img228.imageshack.us/img228/5594/15421jpgge8.th.jpg

PE geheim, bis die Geburt jener Partie diesen in die Freiheit klang.
Wie moderne Audio-und langweilig, und ich denke nur?
Mein PE hat auch angegeben das.
PE 2020 erinnert auch nie genug, um die Menschen nur über den soliden, fetten Rumms zu springen.
Gefällt Ihnen das?
Mono denken, Stereo hören, Trio leben als
"gute Perpetuum kann verstehen".
Nadel der Zahl "412 oder V15/3" !
Das Problem darin besteht, des Backen Blatt...
Heilen Band um zu verhindern, dass externer Schaden
errichtet wurde für das ungleiche Backblech werden mag.

Das Dadaismus des Jedi Meisters Joda ist

Auf deutsch, nimm den PE2020,
http://cgi.ebay.de/P..._trksid=p3286.c0.m14
denn nur ein guter 12-20 Kilo Spitzenreibradplattenspieler
in unbestrittener High End Qualität macht auf dauer wirklich glücklich, vergiss Project, diese Geräte beiten NULL Gegenwert für teures Geld und keinen Komfort=teuer bezahlter Abfall.

Wenn Du Jazz, Rock und Klassik in Vollendung mit gutem Bass und Drive hören willst, tuts NUR der Pe2020 Spitzenreibraplattenspieler so dermaßen gut, dass Du beim Hören laufend eine Gänsehaut bekommst, wenn Du ein sehr gutes Tonabnehmersystem mit dem PE2020 kombinierst.
Ich empfehle ein Shure V15/3 oder ein Philips GP412/2.
In den späten 60ern und frühen 70ern war der PE2020 schlichtweg "der Plattenspieler" unter den bedeutendsten Muikkritikern, die darauf professionell die neu erschienenen Klassik-Platten analysierten.
Was besseres im Klang und in massivster Solidität gibt es weltweit nicht !
Neu schon gar nicht.

http://cgi.ebay.de/P..._trksid=p3286.c0.m14

http://www.infinite-power.de/z-pe2020l.htm

http://freenet-homepage.de/plattenwechsler/pe2020.htm



Diese Spitzengeräte sind eine Lebensinvestition und werden immer wertvoller. Nie wieder wurde ein Plattenspieler so wertig in der Mechanik und bei der Tonarmkonstruktion gebaut. Der PE2020 hat eine DIAMATIK, das ist einmalig, denn das gerät erkennt auf mechanischem Wege welche Art der Platte oben drauf liegt und legt immer den Tonarm korrekt auf die richtige Einlaufrille! Das Gerät ist darum weltweit Kult.

P.S. Wenn es unbedingt ein DD sein muß nimm direkt den Dual 701, der ist einfach und schlicht der beste Consumer DD Plattenspieler der Welt.
http://freenet-homepage.de/plattenwechsler/dual701.htm

Hier kannst Du lesen, der 701 ist besser als die beste Laborschallplatte
da kommt nichtmal ein Linn in XXXXL Ausbaustufe für 8000 Euro mit, schon gar nicht beim Preis, denn ein 701 und auch den PE2020 bekommst Du selbst gegenüber eines Project Debut für vergleichsweise fast lau (NOCH )

http://dual.pytalhost.eu/701t/

Beste Grüße

Dirk


[Beitrag von Yorck am 23. Sep 2008, 11:00 bearbeitet]
Ludger
Inventar
#19 erstellt: 23. Sep 2008, 08:23
Hallo,
Alexander schrieb: "P.S. ich bin wirklich nur ein Anfänger"
Ob da ein alter Reibradspieler eine sinnvolle Empfehlung ist?
Um nicht missverstanden zu werden: ich habe selbst 2 Lenco L75 und bin mit dem Klang mehr als zufrieden, aber einem Anfänger würde ich diese Modelle nicht empfehlen.
Gruß
Ludger


[Beitrag von Ludger am 23. Sep 2008, 08:24 bearbeitet]
Yorck
Gesperrt
#20 erstellt: 23. Sep 2008, 08:30
Dann sollte der Dual 701 eigentlich keine Rätsel aufgeben...übrigens der PE2020 ist so schwer nicht in der Wartung, zumeist mal aufmachen und mit Ballistol alle Gelenke der Mechnik ölen genügt, schließlich konnten und können auch alte Opis mit einem PE2020 umgehen, so sollte (eigendlich) einjeder, der ein Handy bedienen kann auch einen PE2020 handhaben können, ich finde den Umgang damit einfach. (Es muß ja kein kaputter PE gekauft werden )

Also ein Project Debut muß da eher öfters justiert werden, da man sehr viel dran herumfummeln muß, alleine das Wechseln der Geschwindigkeit von 45 auf 33 mit dem Umlegen des Gummiriemens am Teller ist so eine Fummelei.
Auf die kann man wirklich verzichten.
Auch das Antiskating mit Angelschnur ist vielmals fummeliger als das sehr eimple Einstellen des AS mit Skala und Fein-Regelautomatik (!) beim PE2020.
Noch genauer gehts natürlich mit Testschallplatte DHFI2.

Beste Grüße

Dirk


[Beitrag von Yorck am 23. Sep 2008, 08:34 bearbeitet]
Ludger
Inventar
#21 erstellt: 23. Sep 2008, 09:38
Hallo Dirk,
also, meine Frau (von meiner Tochter mal ganz zu schweigen) kann definitiv besser mit dem Handy umgehen als ich, aber an meine Plattenspieler lass ich sie nicht ran.

Wenn sich Alexander einen neuen oder einen fertig eingestellten Player kauft, braucht nichts mehr eingestellt etc. werden, das scheint mir sein Wunsch zu sein.

Einen DUAL 701, den ich auch sehr schätze, hatte ich vor einiger Zeit noch zu Hause, die Kontaktprobleme an der wirklich nervigen Headshell habe ich noch gut in Erinnerung.

Ich würde ja durchaus einen guten gebrauchten Spieler empfehlen, der sollte dann aber fix und fertig gewartet und eingestellt sein.
Gruß
Ludger


[Beitrag von Ludger am 23. Sep 2008, 09:40 bearbeitet]
Yorck
Gesperrt
#22 erstellt: 23. Sep 2008, 11:09
Halllo,

na also das DUAL 701 Headshell ist sehr einfach zu bedienen, da nervt nichts, ist solide wie ein Fels wenn es nicht am Befestigungsnocken ausgenudelt ist...die Kontakte einmal mit dem Glasfaserradierer reinigen...Brummthema Ende...kein Akt.

Jeder Zündkerzenwechsel an einem Motorrad ist 100x schwieriger als den DUAL ein bissl bei guter Gesundheit zu erhalten.
Jede Maschine braucht mal Öl und Wartung..auch ein ProJect oder Linn.

Gerade bei dem "FIX UND FERTIG EINSTELLEN" misstraue ich bei Autos und Plattenspielern dem sog. Fachhandel sehr...eine DHFI 2 Testschallplatte habe ich dort in den wenigsten Fällen gesehen...da wird nach Augenmaß einfach ein System rangeknallt und gut iss dem Kunden wird dann werweißwas in Rechnung gestellt.

Ich vetraue nur mir was meinen Plattenspieler betrifft, ich finde es gut wenn man sich mit diesem mechanischen Gerät ein bissl näher beschäftigt, sonst kann man auch gleich CD hören. Das festigt auch das Verständnis und Verhältnis zum Medium Schallplatte.

Vor allem, besser am Anfang den Dreher ein wenig kennenlernen und schönmachen als irgendwann einmal mit zickigen oder nervigen Preoblemen überfordert zu werden. Sowas kann einem bei einem Project oder Linn auch ganz fix passieren. Ich jedenfalls helfe mir dann lieber günstig und schnell auch Sonntags selber. (Zumeist passieren die Mallheure nämlich dann )

Also ein Plattenspieler ist doch sooooo simpel, sowas kann mit ein bissl gutem Willen wirklich jeder bedienen und warten.

Beste Grüße

Dirk


[Beitrag von Yorck am 23. Sep 2008, 11:13 bearbeitet]
alex.hil
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 23. Sep 2008, 14:41
Hallo,

erstmal vielen Dank für die Antworten.

Da habe ich wieder was angezettelt .
So ich habe nun Kontakt mit meinem lokalen Hifi Store gehabt und die Empfehlung ging eindeutig an den Debut 3 für den Einstieg (oder Thorens TD158) Für den Preis gibt es (neu) nichts besseres. Simpler Aufbau und musikalisch ist er.

Zu meiner Entscheidung:
Meinen Entschluss jetzt (für manche leider) einen Debut 3 zu kaufen ist einfach. Ein einfacher Spieler ohne große "Erwartungen". Die Empfehlungen hinsichtlich der älteren Plattenspieler, wie dem DUAL 701 oder PE2020 nehme ich sehr gerne an und werde... wenn ich nun komplett vom analogen Fieber gepackt wurde und auch dementsprechend eine größere Sammlung an Schallplatten habe, in Betracht ziehen. Ich weiß diese Plattenspieler sind super und auch der Preis (sofern keine hohen Gebote bei Ebay eingehen) stimmt. Nur für den Anfang werde ich mich mit einem Einsteiger begnügen und meine ersten Erfahrungen sammeln.
Den Kenwood werde ich nach und nach aufrüsten.


Bei späteren Plattenspieler werde ich eure Empfehlung beherzigen und versuchen einen besseren Spieler für mich zu finden.

Das nächste was ich machen werde ist einen Debut 3 in dem Hifi Store mal anzuhören. Vielleicht wird er meinem Geschmack nicht zusagen und ich werde mir den PE2020 oder den Dual D701 mal genauer unter die Lupe nehmen. Wenn der Debut III mich nicht überzeugt sehe ich den D701 als gute Alternative.

Wie aber "Ludger" schon sagt, wäre ich eher mit einem simplen und einfachen Player zufrieden. Es soll mein Einstieg in die "analoge" Welt sein und mich nicht überfordern oder vor "Herausforderungen" stellen.


Mit freundlichen Grüßen
Alexander

P.S. ach ja vielleicht wäre das ein guter Punkt zu sagen das meine Schmerzgrenze bei 250 Euro liegt. (neu oder gebraucht, aber in sehr gutem Zustand).

P.S. @Dirk
Da ich schon einen alten Kenwood habe, werde ich erstmal an dem ein bisschen basteln und so meine Kenntnisse erweitern. Dann hätte ich einen Spieler und ein "Bastelobjekt"
(nette Beschreibung des PE 2020 )


[Beitrag von alex.hil am 23. Sep 2008, 14:47 bearbeitet]
Soulific
Stammgast
#24 erstellt: 23. Sep 2008, 17:49
Hallo Alex,

du machst deinen Weg sicherlich. Den Debut III zum Hören und den Kenwood zum Basteln, das ist doch mal ein guter Anfang.

Viel Spaß und hoffentlich bis bald hier im Forum,
Sebastian
pet2
Inventar
#25 erstellt: 23. Sep 2008, 19:56
Hallo,

ich finde ja, daß die ganze Welt voll faszinierender Plattenspieler ist, da braucht es keinen Project Debut.
Ich verstehe auch nicht wirklich, warum ein Project Debut als idealer Einsteigerplattenspieler bezeichnet wird.
Ich hatte mal das zweifelhafte Vergnügen ein Ortofon OMB 20 an einem solchen Project zu justieren.
Also für Anfänger finde ich das jetzt aber wirklich nicht besonders geeignet.

Heute abend habe ich auf dem Weg nach Hause mal wieder bei einem Gerümpelladen gehalten.
Mitgenommen habe ich einen Elac Miracord 630.
Technisch fehlte ihm eigentlich nichts.
Gekostet hat der Spaß 20 € inclusive noch guter Originalnadel, Wechslerachse und Singlepuck.

Warum schreibe ich das?

Um bei einem solchen Elac den Überhang einzustellen genügt es, einen kleinen auf dem Chassis befestigten Dorn unterhalb der Nadel nach oben zu ziehen und die Schraube auf der Kopfseite des Headshells solange zu drehen, bis die Nadel direkt über dem Dorn ist.

Warum baut so etwas niemand mehr?

Unvermögen? Gedankenlosigkeit oder vielleicht die Einsicht, daß man mit einer entsprechend esotherischen Beschreibung in Verbindung mit dem herrschenden Mainstreamdesign ao ziemlich jedes einen Lifestyle repräsentierende Gerät an den Mann bringen kann.

Offenbar mutiere ich so langsam zum Konsumverweigerer :D.

Gruß

pet
CyberSeb
Inventar
#26 erstellt: 23. Sep 2008, 22:02
@Alexander:

Ich selbst würde mir keinen Project kaufen - die Gründe wurden hier schon genannt. Allerdings bin ich auch seit längerer Zeit "Plattenspielerbaster" und weiß, wie man die Dinger behandeln und restaurieren muss.

Von daher ist deine Idee gar nicht so schlecht. Mit dem Project kannst Du sicherlich erstmal gut Musik hören. In der Zwischenzeit kannst du an dem Kennwood herumbasteln, dir vielleicht einige andere (kleinere) Duals zulegen und damit herumspielen. Dabei könntest du recht schnell feststellen, dass selbst einfachste Einsteiger-Plattenspieler von damals (Dual 1214, 1216, ...) gar nicht mal schlechter als der Project sind ...

Irgendwann bist Du so weit, und Du weißt, was dich an dem Project stört und Du hast dann genug Bastelerfahrung. Dann würde ich mir einen schönen Klassiker raussuchen - was durchaus was kosten darf - und den dann herrichten. Z.B. einen schönen Dual 701, 721, 704 oder 731. Alles vom Feinsten. Aber die sind mit 100-200 Euro nicht billig und es wäre ärgerlich, sie als Anfänger gleich zu verhunzen.

Den Project kannst Du dann sicherlich recht gut wieder verkaufen.

Ich habe hier sowohl den 701 als auch den von Dirk hochgelobten PE 2020. Daran ist Dirk nicht ganz unschuldig - trotzdem, herausgesucht habe ICH mir die Geräte.

Dirk hat, was den PE angeht, durchaus Recht. Es ist ein absoluter Leckerbissen aus den 60ern. Vom Feinsten und äußerst hochwertig. Aber es ist ein Treibradgerät und der Antrieb ist nicht annähernd so leise, wie z.B. der vom 701. Darum steht der 2020 auch bei mir unten im Regal und darf Schellackplatten abspielen. Ich würde den 2020 echt gerne mehr nehmen, aber er hat absolut keine Chance gegen den 701 ... vorhin erst wieder probiert. Es ist sehr schade ...


Viel Spaß dabei - und halte uns auf dem Laufenden.



Gruß,
Sebastian


[Beitrag von CyberSeb am 23. Sep 2008, 22:08 bearbeitet]
CyberSeb
Inventar
#27 erstellt: 23. Sep 2008, 22:10
Ach ja: unten in meiner Signatur findest einen Link zum PE2020-Video.

Wer sich einmal an die Automatik eines Dual oder PE gewöhnt hat, kann über einen Project, bei dem man zur Geschwindigkeitsumschaltund sogar den Plattenteller abnehmen muss nur lachen bzw. weinen.

Gruß,
Sebastian
alex.hil
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 24. Sep 2008, 07:02
Hallo,

@Dirk. Ich werde mir die Idee mit dem PE2020 oder Dual 701 später aufgreifen.
Ich kann mir vorstellen, das ich vielleicht nächstes Jahr, wenn ich etwas mehr vom analogen Klang verstehe, auch in Sachen Plattenspieler mitreden kann.

Ich könnte, wie schon Sebastian sagt, meine ersten Bastelerfahrungen mit dem Kenwood sammeln, bevor ich mich an die "Großen" heranwage. Auch wenn diese leicht zu pflegen sind, so ist es für mich vllt. besser einen kleinen Start hinzulegen. Zudem werd ich mir mal den Debut 3 in Ruhe mal anhören.
Es sollte jetzt nur ein Player sein, der gut spielt, während ich Zeit habe mal auch ebay nach den Duals und PEs zu durchforsten und vllt. auch einen zu ersteigern.


Aber vielen Dank für die guten Tipps.
Und ich werde euch auf den laufenden halten, ob nun der Debut 3 so schlecht ist. .

Mit freundlichen Grüßen
Alexander
Yorck
Gesperrt
#29 erstellt: 24. Sep 2008, 08:27
Huhu,
viel Glück dennoch mit dem Project....
Es ist ja kein Problem sich von einem Päppchen wie dem Debut zu einem
PE2020 hochzuhören

Ich jedenfalls kann den PE2020 als Spaßmaschine nur empfehlen...das Teil ist
XXXXL schwer und eine Freude jeden Abend wenn ich Heim komme.

Einfach den "Regiehebel" und das Monstrum legt los Hihi..das ist einfach sooo beruhigend wie ein Haustier (Treuer Mops )

Der 701 ist zwar ein Deutscher Rasseschäferhund aber, er braucht mehr Auslauf und ist einfach nicht sooo gemütlich zum Knuddeln

Sebb Dein neuer Icon ist lustig, so sieht man aus wenn die Nadel abbricht oder so hahaha

Beste Grüße

Dirk


[Beitrag von Yorck am 24. Sep 2008, 08:28 bearbeitet]
alex.hil
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 24. Sep 2008, 08:39
Hallo,

das finde ich auch, zumal man sich noch viel mehr freut, wenn man von einem Einsteiger zum Aufsteiger hochgeht. Ich werde die Ebay Aktion mal genauer betrachten und wenn sich die Gelegenheit ergibt schlag ich bei dem PE2020 oder Dual 701 schon zu (aber erst wahrscheinlich nächstes Jahr, je nach analog Fieber :D, zumal ich noch andere kostspielige Hobbys habe).

Mit freundlichen Grüßen
Alexander
Fhtagn!
Inventar
#31 erstellt: 29. Sep 2008, 17:54
Hallo,

ich habe auch neulich einen KP-2022A gekauft, nur so zum Spass.
Qualitativ ist der Dreher sicher nicht das obere Ende der Fahnenstange, aber auch nicht schlecht.
Nach heutigem Maßstab würde ich den in die 500€ Liga einordnen, da man heute darunter wirklich nur Abfall wie den Debut bekommt (Presspan-Teller, kein gar nichts, billigstes Lager und so weiter ).

Wie gesagt, billig gekauft und ca. 2,5 Stunden Arbeit reingesteckt. Danach sah er so aus:





Da kommt der Pro-Ject sicherlich nicht ran. Allein der Motor ist soviel wert wie die Gurke. Das Tellerlager macht einen wertigen Eindruck, alle zu wartenden Teile sind mit Schmierpunkten gekennzeichnet. Auch wenn die Konstruktion einfach ist, sie funktioniert gut.

Mach deinen KP-2022A fit und spendiere ihm ein Denon DL-103, das sollte für den Einstieg in die Analogwelt erstmal reichen.
Das System kannst Du dann auch weiterhin benutzen, und Du hast insgesamt weniger ausgegeben, als Du für die Spanplatte aus dem Fenster geworfen hättest.
Wenn Du Hilfe dabei brauchst, wende dich an mich .

Gruß
HB
Fhtagn!
Inventar
#32 erstellt: 29. Sep 2008, 18:07
Ach ja, hierzu noch:


Soulific schrieb:

1. Lager reinigen, ggf. polieren und neu fetten
2. die Tonarmlager kontrollieren und ggf. neu justieren
3. den Motor kontrollieren, läuft er ruhig?, braucht er Öl?
4. einen neuen Riemen einsetzen
5. die vermutlich billigen, alten Cinchstecker tauschen
6. eine neue Nadel oder besser noch einen neuen Tonabnehmer montiern
7. vielleicht eine neue Matte auf den Plattenteller
8. den Tonarm neu justieren
9. endlich Musik hören.


1. Leicht gemacht, da alle Schmierpunkte gekennzeichnet sind.
2. Normalerweise bei dem Arm nicht notwendig.
3. Siehe Punkt 1.
4. Leicht, da überall zu haben und Aufwand unter 20 Sek.
5. Die verbauten Chinchstecker sind durchaus wertig. Alle Lötstellen sind sehr gut erreichbar (siehe Foto).
6. Neue Nadel schadet nie, ein neuer TA ist auch beim Debut angebracht, wenn man nicht mit dem AT95-Geplärre leben will.
7. Nicht notwendig, die Matte ist gut.
8. Normalerweise bei dem Arm nicht notwendig.


raphael.t
Inventar
#33 erstellt: 30. Sep 2008, 06:39
Hallo HB!

Genau solch einen schönen Kenwood habe ich auch.
Braucht ihn wer?
Ich habe zu viele Plattenspieler.

Grüße Raphael
Haiopai
Inventar
#34 erstellt: 30. Sep 2008, 07:16

Fhtagn! schrieb:
Hallo,

ich habe auch neulich einen KP-2022A gekauft, nur so zum Spass.
Qualitativ ist der Dreher sicher nicht das obere Ende der Fahnenstange, aber auch nicht schlecht.
Nach heutigem Maßstab würde ich den in die 500€ Liga einordnen, da man heute darunter wirklich nur Abfall wie den Debut bekommt (Presspan-Teller, kein gar nichts, billigstes Lager und so weiter ).

Wie gesagt, billig gekauft und ca. 2,5 Stunden Arbeit reingesteckt. Danach sah er so aus:





Da kommt der Pro-Ject sicherlich nicht ran. Allein der Motor ist soviel wert wie die Gurke. Das Tellerlager macht einen wertigen Eindruck, alle zu wartenden Teile sind mit Schmierpunkten gekennzeichnet. Auch wenn die Konstruktion einfach ist, sie funktioniert gut.

Mach deinen KP-2022A fit und spendiere ihm ein Denon DL-103, das sollte für den Einstieg in die Analogwelt erstmal reichen.
Das System kannst Du dann auch weiterhin benutzen, und Du hast insgesamt weniger ausgegeben, als Du für die Spanplatte aus dem Fenster geworfen hättest.
Wenn Du Hilfe dabei brauchst, wende dich an mich .

Gruß
HB


Moin ,ich verstehe nicht ,warum es scheinbar absolut nicht zu schaffen ist ,zu einem Plattenspieler etwas positives zu sagen ,ohne andere Modelle niederzumachen .

Ausdrücke wie Abfall sind völlig fehl am Platz ,zumal man beim Vergleich mit dem Kenwood besser denn Ball flach hält .

Wenn man nämlich ehrlich ist ,muss man zugeben ,das eine vernünftige Qualität beim Kenwood allenfalls bis zum Tellerlager gegeben ist ,alles darunter ist unterste Schublade .

Zarge übrigens wie beim Project kritisiert billigster und sehr dünner Pressspan ,der Deckel von unten getackert ,Glückwunsch das du ihn so locker abgekriegt hast .

Da der Kenwood auch schon einige Jährchen auf dem Buckel hat ,kommt man aber nicht drum rum diesen Deckel mit mehr oder weniger Gewalt abzuhebeln .

Denn nur von unten kann man kontrollieren ,ob die Gummiumhüllung der Motorschmierung noch in Ordnung ist ,bei meinem war sie an drei Stellen gebrochen ,gänzlich porös und musste komplett ersetzt werden .
Hätte ich einfach von oben den Schmierpunkt genutzt ,wäre die Zarge von innen geschmiert worden ,mehr aber auch nicht .

Also einfach mal auf dem Teppich bleiben bei so alten Kisten und nicht erzählen ,das das alles ein Klacks wäre,ganz so ist das nicht .
Jemand der handwerklich nicht ein gewisses Geschick mitbringt schafft es nicht mal mehr den Deckel von unten zu entfernen ,ohne die Zarge irreparabel zu beschädigen ,geschweige denn diesen anschließend wieder sauber zu befestigen .

Wer wirklich basteln möchte ,der tut dem Kenwood was Gutes und baut ihm eine vernünftige Zarge ,selbst ein günstiger Dual 510 ist in dieser Hinsicht solider gefertigt .

Wobei das klipp und klar eine Maßnahme rein aus Spass an der Freude wäre ,denn bei so einem Aufwand täte man ohne basteln auch schon besseres wie eben einen 701 von Dual bekommen .

Gruß Haiopai
alex.hil
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 30. Sep 2008, 16:28
Hallo,

ich hatte in letzter Zeit viel zu tun, nun nehme ich mir ein wenig Zeit fürs Forum ;-).
Ich war nun Samstag in dem Hifi Store und habe mir, nach einer kurzen Einweisung, den Pro Ject Debut III gekauft.

ich werde hier nur ein kurzes Review schreiben, erst wenn im Verlauf der Woche, werde ich einen größeren Testbericht verfassen.

1. Punkt: Design

Hier sehe ich den Pro Ject auf jeden Fall als sehr gelungen an.
Hier gibt es aber auch Sachen zu bemängeln. Die Filzmatte sollte man austauschen, denn wenn ich die Schallplatten abnehme klebt diese förmlich an der Schallplatte. Da werde ich, da es möglich ist, später 80Euro in einen Acrylteller investieren. Mich stört das wenig, dennoch hätte man ein anderes Material nehmen können.

2. Features:

Ich muss leider sagen, das mein Vater mich ausgelacht hat, als ich die Geschwindigkeit umstellen musste, den Teller abnehmen und den Riemen umlegen musste. Das konnte der Kenwood besser ;-). Auch das stört mich ehrlich gesagt nicht, da ich bisher nur eine einzige Platte habe, die 45rpm aufweist, und ich die sehr sehr selten hören werden.

Tipp: Für diejenigen, die mehr 45er haben, auf jeden Fall diese Speedbox kaufen, oder anderen Dreher ;-)


3. eingebauter Tonabnehmer

Der eingebaute Tonabnehmer ist wirklich nur für Einsteiger. Dennoch bewies er Qualitäten bei der neu erworbenen Pink Floyd Platte (the dark side of the moon, bei jpc gekauft). Da zeigte der Dreher was er in sich hatte. Wahnsinn bis auf einige wenige Stellen keine Patzer, sehr gute Qualität. Das hat mich dann doch überrascht (positiv :D). Sogar mein Vater ist bei der Qualität sehr sehr still geworden, wo er mich über die nur manuelle Bedienung des Drehers noch immer aufzog. Und darum ging es mir eigentlich auch. Gute Qualität bei der Wiedergabe. Auch die alten Platten wurden gut abgespielt. Er hängte dabei den alten Kenwood (ja sicher alte Nadel und Riemen) locker ab.

Ich habe leider wenig Zeit und werde ich am Samstag oder Sonntag euch einen wesentlich ausführlicheren Bericht schreiben und auch ein paar Bilder dazu packen.



Kleines Fazit: Der Einstieg in die analoge Welt ist mir nun gelungen und ich werde erstmal auf den Flohmärkten nach Schallplatten Ausschau halten und auch neuere holen. Die Qualität der Pink Floyd Platte war sehr gut, deswegen werde ich auch vereinzelt auch bei Neuen zugreifen.


Mit freundlichen Grüßen
Alexander


P.S. Den Kenwood behalte ich und werde Ihn wenn es mir die Zeit erlaubt nach und nach ein bisschen tunen.
CyberSeb
Inventar
#36 erstellt: 30. Sep 2008, 16:51
Hallo Alexander!

Na das klingt ja schonmal sehr gut, viel Spaß mit dem schicken Dreher!

Jetzt hast Du erstmal ein Gerät, auf das Du dich verlassen kannst und das einwandfrei funktioniert. Nebenher kannst du an anderen Geräten basteln und Erfahrungen sammeln.

Sicherlich wird der Project nicht dein letzter Plattenspieler sein ...



Gruß
Sebastian
fibbser
Inventar
#37 erstellt: 30. Sep 2008, 16:52
Hallo Alexander,

ich freue mich sehr für Dich, dass Du einen sehr schönen Einstieg in die analoge Welt der Schallplatten gefunden hast.

Der Project ist bestimmt einer der Spieler, die man in dieser Preisklasse als neu nur empfehlen kann!

Höre mal bissel rein in diese Welt.
Lasse Dir Zeit!

Mit der zunehmenden Anzahl an Hörstunden, wirst Du auch die Schwächen eines Projects aufdecken,

und DAS!!! ist dann Dein Zeitpunkt zu überlegen: gebe ich jetzt Geld für das Pimpen aus (z.B. die 80 Euronen für den Teller) oder versuche ich es wirklich mal mit einem Spieler der damaligen Spitzenklasse...

Wenn dieser Zeitpunkt gekommen ist, lese Dich bissel in das Thema ein, vielleicht wirst Du feststellen, dass nicht alle Töchter, die 30 oder 40 Jahre alt sind, alt und ungenießbar sind...

Genieße Deinen Project jetzt erstmal in vollen Zügen.

Ein Plattenspieler ist ein Spielzeug par exellance...

Ich finde es schön und freue mich für jeden, der diesen Einstieg in diese "anachronistische" Welt gefunden hat...

...aber ist ein Dreher aus den ´70ern nicht auch ein bisschen anachronistisch?

Nur mal so als Gedankenanstoß...

Liebe Grüße
Volker
alex.hil
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 30. Sep 2008, 19:05
Hallo,

und vielen Dank für die Glückwünsche :D.

Ja ich freue mich auch zur Zeit, und es gibt schon einige Schwächen des Pro Jects, die mich aber noch nicht besonders stören. Ich muss sagen, das besonders bei der Coldplay viva la vida Platte der Ton bei einigen Lieder noch etwas "eingeengt" ist aber es dennoch nicht an Bassstärke fehlt. Genauso finde ich den mittleren Bereich als sehr ausgewogen. Es fehlen halt ein wenig die höheren Töne, zumindest auf der Standlautsprecherseite. Ich werde erst in nächster Zeit mir die Platten auf den AKG K701 anhören, die verzeihen weniger Fehler .


Mit freundlichen Grüßen
Alexander


P.S. eine Kopie des Tests eines Debut III: http://www.hifisound..._pdf/PRO-2012500.pdf

nur so zum Interesse, habe ich erst gestern auf der hifisound Seite gefunden.

Ach ja irgendwie reizt es mich mehr den Pro Ject zu "tunen", z.B. mit dem Tonabnehmer Ortofon VM Red... hmmm aber ich muss halt schauen, ob ich vllt. dann doch einen gebrauchten DUAL 701 hole.
Ich lasse mir aber auch vllt eher Zeit und geniesse die neu erworbenen Schallplatten.


@ HB, gutes Bild vom Innenaufbau des Kenwoods, und wenn ich den mal fit machen sollte, werde ich gerne mal dich ansprechen


[Beitrag von alex.hil am 01. Okt 2008, 10:33 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#39 erstellt: 30. Sep 2008, 19:22
Hallo!

Wenn ein 2M dann doch eher das -blue. Oder aber eines der Grados z.B. das Prestige silver. Verbaut ist ja wohl eines der OMB-Systeme von Ortofon. Da würde sich auch anbieten die Nadel gegen eine Nadel 20 (Die heißt wirklich so) zu tauschen, das wäre das einfachste und erfolgreichste Tuning überhaupt.

MFG Günther
CyberSeb
Inventar
#40 erstellt: 30. Sep 2008, 19:23
Hallo Alexander,

viel tunen wirst Du nicht können. Klar wird ein teureres System besser klingen, allerdings kannst du bei dieser "Headshell" den Tonabnehmer nur in einer Position einbauen, was eine genaue Justage unmöglich macht.

Andererseit behält man das bessere System so oder so, die Ausgabe ist also nicht umsonst. Mein AT120E hat jetzt ... vier? ... Plattenspieler hinter sich.

Der Project sieht in dem Test richtig gut aus. Wie die schon so schön schreiben: eine richtig feine Einstiegsdroge!



Den 701 kann ich Dir absolut empfehlen, solange er noch einigermaßen erschwinglich ist (auch andere 7er-Duals). Ich kann Dir gleich mal aufzählen, wo der "besser" ist, als der Pro-Ject:

- Haube bleibt in jedem Öffnungswinkel stehen (so etwas ist wirklich wichtig!)
- Federnd gelagertes Chassis, perfekte Trittschallisolierung
- Erheblich besserer Tonarm mit kardanischer Aufhängung
- Alles kann voll justiert werden ...
- 30cm Druckgussplattenteller (ca. 4 Kilo mit Rotor!)
- Höhere Laufruhe (70 dB) - das hört man wirklich (!)
- Vollautomatik (!!!)
- Stoboskop

Sollte im Bestzustand (!) unter 200 Euro kosten, der Neupreis war 1973 genau 1000 DM, eine Menge Schotter (mehr als 1000 Euro heute).

Diese Punkte gelten für viele Duals, auch "kleine" (Dual 491). Tu einfach mal etwas stöbern, das ist eine Sucht ...

Nur mal um wieder etwas Werbung zu machen. Deine Entscheidung, zuerst den Pro-Ject zu kaufen, ist vollkommen richtig. Man kann (!) nicht sofort mit einem Klassiker einsteigen, wenn man sich noch nicht so gut auskennt. Leider vergessen das einige Zeitgenossen hier immer wieder.

Gruß
Sebastian
Onkel_Siggi
Stammgast
#41 erstellt: 01. Okt 2008, 10:31

CyberSeb schrieb:
Man kann (!) nicht sofort mit einem Klassiker einsteigen, wenn man sich noch nicht so gut auskennt. Leider vergessen das einige Zeitgenossen hier immer wieder.


Da gebe ich dem Seb voll Recht!
Die echten Klassiker sind wirklich nicht für den Einsteiger zu empfehlen. Wobei die technische Seite eigentlich sehr robust ist. Trotzdem: Aufstellung und Justierung sind nicht ohne. Auch das ausrüsten mit vielleicht originalem Zubehör stellt so machen (auch alte Hasen) vor Problemen. Man denke nur mal an die Vielzahl von Systemen.
Es gibt da noch ein Menge mehr an "Kleinigkeiten" anzuführen.
Wenn der unbedarfte dann den Spaß verliert gibt es wieder einen mehr der die alten Schlachtschiffe als "altes rumpeltes Graffel" beschreibt und in die Ecke (oder Bucht ;)) wirft.

Von daher wünsch ich dem TE viel Spaß mit seinem Pro Ject!
Vielleicht der Beginn einer neuen Leidenschaft.....die dann auch eines Tages zu weiteren tollen Dreher verführt.
Vielleicht auch zu einem alten 701 ...oder gar zu einem PE 2020!?

Lieben Gruß
Siggi
Ludger
Inventar
#42 erstellt: 01. Okt 2008, 10:42
Hallo Alexander,
vorab wünsche ich dir weiterhin viel Spaß mit dem Project.
Ob allerdings später eine neuer Plattenteller für 80€ sinnvol ist, sei mal dahingestellt, ich persönlich würde mir eine Korkmatte besorgen und das restliche Geld in einen besseren TA stecken.
Ach ja, für sehr viel später: es gibt auch noch andere Oldtimer, die zu empfehlen sind, so z.B. LENCO L75 bzw. 78.
Gruß
Ludger
Soulific
Stammgast
#43 erstellt: 01. Okt 2008, 12:35

CyberSeb schrieb:
Klar wird ein teureres System besser klingen, allerdings kannst du bei dieser "Headshell" den Tonabnehmer nur in einer Position einbauen, was eine genaue Justage unmöglich macht.


Das ist doch totaler Quatsch. Immer schön gegen das Gerät wettern und keine Ahnung haben. Sowas geht mir so enorm auf den Geist. Mindestens twei drittel der Leute, die hier ständig auf ProJect schimpfen haben noch nie einen gehört und die wenigsten von denen einen zumindest live gesehen oder angefasst.


CyberSeb schrieb:
Andererseit behält man das bessere System so oder so, die Ausgabe ist also nicht umsonst. Mein AT120E hat jetzt ... vier? ... Plattenspieler hinter sich.

Das AT ist doch ein Einsteigersystem, warum nimmt man das vier Plattenspieler lang mit? Abgesehen davon kann man den Tonabnehmer nur dann weiter verwenden, wenn der neue Tonarm mit dem alten System harmoniert. ISt ja auch nicht immer gegeben.

Den 701 kann ich Dir absolut empfehlen, solange er noch einigermaßen erschwinglich ist (auch andere 7er-Duals). Ich kann Dir gleich mal aufzählen, wo der "besser" ist, als der Pro-Ject:


CyberSeb schrieb:
- Haube bleibt in jedem Öffnungswinkel stehen (so etwas ist wirklich wichtig!)
- Federnd gelagertes Chassis, perfekte Trittschallisolierung
- Erheblich besserer Tonarm mit kardanischer Aufhängung
- Alles kann voll justiert werden ...
- 30cm Druckgussplattenteller (ca. 4 Kilo mit Rotor!)
- Höhere Laufruhe (70 dB) - das hört man wirklich (!)
- Vollautomatik (!!!)
- Stoboskop


1. Die Haube sollte man doch eh abnehmen, weil sie nur Schall und Vibrationen auffängt. Ist ein guter Staubschutz UND ein guter Resonator so eine Haube.

2. der Debut ist sicherlich empfindlicher gegen Trittschall als der Dual. Voöllig richtig. Der ideale Ort für einen Plattenspieler ist ein Wandregal. Da ist sowieso in Punkto Trittschall recht wenig los.

3. der Tonarm des Debut ist dem des Dual 701 in einigen Punkten sogar überlegen. Er lässt sich in der Höhe verstellen und das Headshell ist steifer und stabiler. Wegen des Tonarmes ziehe ich den Dual 704 und 721 vor. Die sind höhenverstellbar. Anständige (kardanische) Lager haben sie alle.

4. siehe 3. und weiter oben. Da sind dir ein paar Fakten durcheinander geraten.

5. keine Einwände. Der Teller des Dual is in allen punkten hochwertiger als der des Debut.

6. durch den Direktantrieb, das bessere Lager und den schwereren Teller läuft der Dual deutlich ruhiger. Auch da hat der Sebastian vollkommen recht. Und hören tut man das auch bzw. man hört eben nichts .

7. Vollautomatik vs. gar nix. Ein bisschen mehr Luxus als beim Debut darf es für mich auch sein. Ich hab zu viele Singles und eine Endabschaltung ist auch nix blödes.

8. ein Stroboskop braucht man am Debut wohl kaum. Man kann die Geschwindigkeit ja auch nicht regeln. Der läuft entweder fix auf 33 oder auf 45. Ein Argument für den Dual ist das also kaum und auch nicht gegen den ProJect.



CyberSeb schrieb:
Sollte im Bestzustand (!) unter 200 Euro kosten, der Neupreis war 1973 genau 1000 DM, eine Menge Schotter (mehr als 1000 Euro heute).


Natürlich ist der Dual heute für unter 200€ zu bekommen. Ein guter Preis für einen sehr guten Plattenspieler. Ohne Frage. Was der 1000DM heute mehr als 1000€ quatsch immer wieder soll verstehe ich nicht. Der Dual kostet heute was er kostet, was er neu gekostet hat ist doch wurscht. Was er heute neu kosten würde ist doch nix als Spekulation und die Situation heute eine andere als vor mehr als 30 Jahren.


CyberSeb schrieb:
Nur mal um wieder etwas Werbung zu machen. Deine Entscheidung, zuerst den Pro-Ject zu kaufen, ist vollkommen richtig. Man kann (!) nicht sofort mit einem Klassiker einsteigen, wenn man sich noch nicht so gut auskennt. Leider vergessen das einige Zeitgenossen hier immer wieder.

Gruß
Sebastian


Da sind wir uns wieder einig. Gott sei Dank!

Lieben Gruß,
Sebastian
CyberSeb
Inventar
#44 erstellt: 01. Okt 2008, 13:01
Hallo Sebastian,


Soulific schrieb:

CyberSeb schrieb:
Klar wird ein teureres System besser klingen, allerdings kannst du bei dieser "Headshell" den Tonabnehmer nur in einer Position einbauen, was eine genaue Justage unmöglich macht.


Das ist doch totaler Quatsch. Immer schön gegen das Gerät wettern und keine Ahnung haben. Sowas geht mir so enorm auf den Geist. Mindestens twei drittel der Leute, die hier ständig auf ProJect schimpfen haben noch nie einen gehört und die wenigsten von denen einen zumindest live gesehen oder angefasst.


Mir reicht das, was ich im Prospekt gesehen habe. Der Tonarm und die Headshell sind aus einem Stück Metall, an dem vorne zwei Bohrlöcher für den Tonabnehmer sind. Wie willst Du da ein System justieren? Falls ich daneben liege, lasse ich mich gerne eines besseren belehren.




Soulific schrieb:
1. Die Haube sollte man doch eh abnehmen, weil sie nur Schall und Vibrationen auffängt. Ist ein guter Staubschutz UND ein guter Resonator so eine Haube.


Richtig - ist bei den Duals aber nicht nötig, da die Haube an der Zarge befestigt und somit vom Plattenspielerchassis entkoppelt ist. Der Punkt war eher Richtung "Haptik" gemünzt. Für mich gibt es nichts nervigeres, als ständig die Haube abzunehmen. Man weiß nicht, wo man sie hintun soll und sie verschmiert ständig vom Anfassen.


Soulific schrieb:
3. der Tonarm des Debut ist dem des Dual 701 in einigen Punkten sogar überlegen. Er lässt sich in der Höhe verstellen und das Headshell ist steifer und stabiler. Wegen des Tonarmes ziehe ich den Dual 704 und 721 vor. Die sind höhenverstellbar. Anständige (kardanische) Lager haben sie alle.


Das ist nicht Dein Ernst ... Der Project hat keine kardanische Lager. In wie weit die Saphierlager "taugen" oder sogar besser sind als die "Kugellager" bei den Duals, weiß ich nicht. Ansonsten ist der Project-Arm statisch ausbalanciert. Die Duals machen das dynamisch und über eine Feder, gleiches gilt fürs Antiskating (nicht so Faden-Gegackel). Was bei einem Dual-Arm mit Clipsheadshell nicht steif genug sein soll, verstehe ich auch nicht.


Soulific schrieb:
Natürlich ist der Dual heute für unter 200€ zu bekommen. Ein guter Preis für einen sehr guten Plattenspieler. Ohne Frage. Was der 1000DM heute mehr als 1000€ quatsch immer wieder soll verstehe ich nicht. Der Dual kostet heute was er kostet, was er neu gekostet hat ist doch wurscht. Was er heute neu kosten würde ist doch nix als Spekulation und die Situation heute eine andere als vor mehr als 30 Jahren.


Das sehe ich auch ganz anders. Der Dual war damals im Consumerbereich absolute Spitzenklasse (klar gabs noch teurere) und für die meisten Normalverdiener absolut unerschwinglich. Das kann man vom Project nicht gerade sagen.

Es macht wohl auch kaum Sinn, den 701 mit einem Project zu vergleichen. Man sollte den Project eher mit einem Dual 1214 oder 1224 vergleichen (die allerdings vom Antrieb zugegebener Maßen schlechter sind, vom Bauaufwand aber recht ähnlich sein sollten).


Soulific schrieb:
Da sind wir uns wieder einig. Gott sei Dank!


So ganz uneinig waren wir uns doch gar nicht. Bei einigen Punkten kann man halt echt getrennter Meinung sein, das ist aber noch kein Grund zum Streiten.

Viele Grüße,
(auch) Sebastian



[Beitrag von CyberSeb am 01. Okt 2008, 13:06 bearbeitet]
Fhtagn!
Inventar
#45 erstellt: 02. Okt 2008, 18:04


Das ist doch totaler Quatsch. Immer schön gegen das Gerät wettern und keine Ahnung haben. Sowas geht mir so enorm auf den Geist. Mindestens twei drittel der Leute, die hier ständig auf ProJect schimpfen haben noch nie einen gehört und die wenigsten von denen einen zumindest live gesehen oder angefasst.


Also, ich habe hier nur auf den Debut gewettert, und das nicht ohne Grund.
Gehört habe ich den schon mehrmals, aber der Horror überkam mich erst nach dem Anfassen und dem Blick unter den Teller.
Was gegen dieses Gerät spricht, ist die totale Abwesenheit jeglicher Finesse und Qualität. Alle (ALLE) Materialien sind billigster Krempel, es ist kein Teil an dem Gerät, dass die 220€ Kaufpreis rechtfertigt.
Soviel mal zu dem Gerät. Wer meine Aussagen ebenfalls als "keine Ahnung" abtun will, dem empfehle ich mal einen Gang zum nöchsten Saturn/Media Markt zum Probehören und -Anfassen. Möge sich jeder seine eigene Meinung bilden.

@ Sebastian: Viel Spass mit dem Dingen, aber die nächsten 220€ solltest Du lieber in etwas brauchbares investieren.
Fhtagn!
Inventar
#46 erstellt: 02. Okt 2008, 18:17

Haiopai schrieb:


Zarge übrigens wie beim Project kritisiert billigster und sehr dünner Pressspan ,der Deckel von unten getackert ,Glückwunsch das du ihn so locker abgekriegt hast .

Denn nur von unten kann man kontrollieren ,ob die Gummiumhüllung der Motorschmierung noch in Ordnung ist ,bei meinem war sie an drei Stellen gebrochen ,gänzlich porös und musste komplett ersetzt werden .
Hätte ich einfach von oben den Schmierpunkt genutzt ,wäre die Zarge von innen geschmiert worden ,mehr aber auch nicht .

Also einfach mal auf dem Teppich bleiben bei so alten Kisten und nicht erzählen ,das das alles ein Klacks wäre,ganz so ist das nicht .
Jemand der handwerklich nicht ein gewisses Geschick mitbringt schafft es nicht mal mehr den Deckel von unten zu entfernen ,ohne die Zarge irreparabel zu beschädigen ,geschweige denn diesen anschließend wieder sauber zu befestigen .

Wer wirklich basteln möchte ,der tut dem Kenwood was Gutes und baut ihm eine vernünftige Zarge ,selbst ein günstiger Dual 510 ist in dieser Hinsicht solider gefertigt .

Gruß Haiopai



Hallo,

naja, eine Kneifzange und etwas Vorsicht, da war die Platte wech . Die Zarge ist übrigens gar nicht so schlecht, mein Kenny hat einen Terror-Versand überstanden, ohne Polster mit montiertem Teller und System im Monsterkarton.

Du hast schon recht, der Kenny ist sicher nicht das beste Gerät, aber für 20€ ist das Preis/Leistungsverhältnis unschlagbar. Qualitativ ist der Arm dem Debut überlegen, ebenso das Tellerlager. Auf viel mehr kommts da auch nicht an, denn aus mehr besteht der Debut nicht .
Übrigens verwende ich nur BRAUN Dreher, keine Kenwoods....
Gruß
HB
alex.hil
Ist häufiger hier
#47 erstellt: 08. Okt 2008, 12:57
Hallo,

da bin ich wieder, nach einer etwas längeren Zeit. Hatte viel zu tun.

Ich habe gleich zu beginn ein paar Fragen zur Einstellung des Gewichts am Pro Ject Arm, ich habe im Internet ein super Video gefunden, dass die komplette Einrichtung in ca. 1:30 Minuten zeigt.

Hier: http://de.youtube.com/watch?v=1MIK9WcSDtU

Hier wird empfohlen auf 1,8 Gramm, so viel ich verstanden habe, zu legen.
Nun bin ich mir da nicht sicher ob das ein bisschen zu viel ist...

Ich habe wie im Video das Ganze ausbalanciert aber auf ca. 11 (Markierung) gedreht. Meint Ihr das dies ausreichen würde? Soll ich vielleicht mehr einstellen?
Und wie steht es mit dem Verschleiss der Platten, erhöht sich dieser nicht, bei höherem Auflagegewicht??

Gleich so viele Fragen

Ach ja zwei Bilder hab ich mal hochgeladen von meinem Pro Ject, Bilder habe ich natürlich selber gemacht und ein wenig "verändert"





Mit freundlichen Grüßen
Alexander
Fhtagn!
Inventar
#48 erstellt: 08. Okt 2008, 19:35
Moin,

wenn das ein OM-10 ist, dann gehören da ca. 1,5 Gramm drauf. Keine Ahnung wie das bei dem "Tonarm" gekennzeichnet ist, 11 ist jedenfalls schon seltsam, 1,1 wäre realistisch. Dann also 15.

Wie soll man eigentlich bei dem "Tonarm" ein System ausrichten? Auf deinen Fotos erkenne ich nur 2 Löcher in halbzoll Abstand, aber keine Möglichkeit zur Justage Oder verstecken sich die Langlöcher unter dem Griff?
Hörbert
Moderator
#49 erstellt: 08. Okt 2008, 23:43
Hallo!

@Fhtagn!

Der Tonarm hat Langlöcher wie fast jeder andere auch. (Ausnahmen sind z.B. die SME-Tonarme) Hier ein Link zu der BDA als PDF: http://www.audiotra....jectmanual-debut.pdf und hier die technischen Daten, -sicherlich kein SP-10- aber ausreichender Gleichlauf und Rumpelabstand. Der Tonarm ist sogar das Highlight des Gerätes. http://www.audiotra....o_Ject_TechDat_d.pdf

Das verbaute OMB-5 kann man z.B. mit einer Nadel 20 kräftig aufwerten, zur Hochzeit des Plattenspielers gab es von Dual und anderen Herstellern ähnlich einfache Geräte für Einsteiger nur eben mit Automatik- b.z.w. Halbautomatikfunktion zu vergleichbarem Preis. (bezogen auf die durchscnittlichen Lebenshaltungskosten)

So schlimm ist der Pro-Ject nicht wie hier manche User tun, natürlich ist er kein High-End Gerät und wirklich nur mit dem allernötigsten ausgestattet. Aber es erfüllt seine Hauptaufgabe, -das Abspielen von Schallplatten mit ausreichender Qualität. Mehr wäre zwar wünschenswert aber nicht unbedingt notwendig.

MFG Günther
alex.hil
Ist häufiger hier
#50 erstellt: 10. Okt 2008, 15:30
Hallo,

vielen Dank für die Antworten.

Nun ich nehme mal an, das die 10 oder 11 für 1,1g Auflagegewicht steht. Sonst macht es für mich keinen anderen Sinn.

Die Frage ist nur noch, ob nicht bei höherem Auflagegewicht, wie etwa 17-20, die Schallplatte eher in Anspruch genommen wird und verschleisst?!

Ansonsten was bewirkt im allgemeinem ein höheres Auflagegewicht?


Mit freundlichen Grüßen
Alexander

P.S. am Montag werde ich versuchen ein etwas größeres Review vom Debut von statten zu geben.

Hörbert
Moderator
#51 erstellt: 10. Okt 2008, 18:17
Hallo!

Im allgemeinen hält sich die Abnutzung durch eine Leicht erhöhte Auflagekraft in Grenzen. Eine Schallplatte kannst du mindestens 500-600 mal abspielen bevor sich überhaupt Abnutzungserscheinungen zeigen. Deine Abtastnadel sollte eine Lebensdauer von 500-2000 Betriebstunden haben. Bei einer Erhöhung der Auflagekraft von ca. 10% sollte sich allenfalls eine Verminderung der Lebensdauer deiner Abtastnadel um ca. 20-50 Betriebsstunden einstellen. Bei deinen Schallplatten sollte sich diese Auflagekrafterhöhung so gut wie gar nicht auswirken.


Bei einer Erhöhung der Auflagekraft (innerhalb der vom Hersteller vorgegebenen Toleranzwerte) werden Verzerrungen vermindert und die Abtastfähigkeit des Systems wird etwas gesteigert. Das kann zu hörbar besseren Ergebnissen führen, vor allen günstige Abtastsysteme gewinnen dadurch einiges an Performace, bei sehr hochwertigen Systemen gewinnst du damit in der Regel so gut wie keinen hörbaren Vorteil.

MFG Günther
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