Welches System an Lenco L75?

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röhren1991
Stammgast
#1 erstellt: 25. Feb 2009, 23:43
Hallo Leute!
Hab seid neuestem einen Lenco L75. Lager augetauscht und gerinigt läuft echt gut nur ein neues System fehlt noch, das alte ist leider nicht mehr benutzbar. Könnt ihr mir da was empfelen? Brauche aber Systeme wlche einen Nadeltausch sowol auf Schellack und Mono Schallplatten erlauben. Dachte an Grado Systeme oder die Ortofon OM Super Serie. Was meint Ihr?

Gruß

röhren1991
Bärlina
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 26. Feb 2009, 02:34
Für diverse Shure gibt es auch noch 78er Nadeln, sogar Original.

Für reine Mono-Schallplatten ist audiophil gesehen auch ein Mono-Abtaster wie z. B. das Denon DL-102 erforderlich. Die Schneidkennlinien bei der Vinyl-Herstellung sind unterschiedlich.

MfG,
Erik
Hörbert
Moderator
#3 erstellt: 26. Feb 2009, 02:37
Hallo!

Falls noch der Original-Tonarm des Lenco verbaut ist wären die von dir genannten Systeme ungeeignet der Original-Lenco-Tonarm hat eine eff.bewegte Masse von so ziemlich genau 24 Gramm. Systeme ab einer Compliance von ca.10-12 sollten in diesem Tonarm gut laufen falls ihr Eigengewicht etwa 7 Gramm nicht übersteigt.

MFG Günther
Bärlina
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 26. Feb 2009, 02:57
Kennt jemand die Compliance bei den Grado- bzw. Ortofon-Nadeln für 78 UPM bzw. Mono ?

Könnte evtl. doch passen ...

MfG,
Erik
Hörbert
Moderator
#5 erstellt: 26. Feb 2009, 11:19
Hallo!

Ich kenne bloß die Compliance das Grado Prestige Mono 78 E, die liegt bei 15. Das fast baugleiche -Mono C dürfte etwa die gleiche haben.

Ein Bekannter von mir (Schellack-Sammler) hat das System auf einem CS-1219 verbaut ist aber nicht so recht zufrieden damit.

MFG Günther
röhren1991
Stammgast
#6 erstellt: 26. Feb 2009, 17:31
Ja was würdert Ihr mir denn empfelen? Es gibt bei mir nur die Wahl zwiscehn Grado und Ortofon OM Serie. Grado Systeme sind ja schon ewas stabiler als ortofon sind die dann beser?

röhren1991
silberfux
Inventar
#7 erstellt: 26. Feb 2009, 19:10
Hi, die Grados kenn ich nicht. Aber die OM-Serie ist viel zu weich aufgehängt für diesen schweren Arm.

Gruß von Silberfux
röhren1991
Stammgast
#8 erstellt: 26. Feb 2009, 19:16
Ja die Grados haben eine Compliance von 20 µm/mN reicht das nicht? Es gibt sonst nur wenige andere Systeme.

röhren1991
Hörbert
Moderator
#9 erstellt: 26. Feb 2009, 22:52
Hallo!
röhren1991
@


Schau mal, bei einer Compliance von 20 hättest du in den schwerem Lenco-Tonarm bei einem Korpusgewicht von 5,5 Gramm (Grado) eine Resonanzfrequenz von ca. 5 Hz, -das ist viel zu niedrig.

Auch bei einer Comliance von 15 wärst du etwas unter den 8 Hz die als noch unbedenklich gelten aber immerhin nicht über 7 Hz. Also käme ein Grado Prestige Mono 78 E gerade noch hin. Allerdings kostet das gute Stück an die 200 Euro.

Am besten kämst zu zweifelsohne mit einem Denon DL 103/78 mit einer Compliance von 8 hin hier wärst du bei sicheren 10 Hz. Die Nadelverrundung beträgt 65µm. Allerdings handelt es sich hier um ein Low-Output MC, das heißt du brauchst einen MC-tauglichen Entzerrer für Schellacks mit umschaltbaren Kurven oder aber passende Übertrager b.z.w. ein MC-Prepre. Preislich käme das Denon auf etwa dieselbe Summe wie ein Grado. Zudem müßtest du das System natürlich bei Vinyl-Monos wechseln da das Denon keine austauschbare Nadel hat.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 26. Feb 2009, 23:27 bearbeitet]
Bepone
Inventar
#10 erstellt: 26. Feb 2009, 23:14
Hallo,

eventuell ist röhren1991 etwas verwirrt.
Deshalb kurze Klärung:

Je höher die Compliance, desto weicher, nachgiebiger ist die Nadel aufgehängt.
Je niedriger der Wert, desto härter.

An einem Tonarm mit hoher effektiver Masse wie beim Lenco L75 benötigt man ein härter aufgehängtes System - also eines mit niedriger Compliance.


Gruß
Benjamin
röhren1991
Stammgast
#11 erstellt: 26. Feb 2009, 23:16
Was haltet ihr den von dem AudioTechnica AT 440 MLa?

röhren1991
Hörbert
Moderator
#12 erstellt: 26. Feb 2009, 23:26
Hallo!

Mal davon abgesehen daß es vom AT-440 MLa weder eine Mono noch eine Schellack Version gibt und es im Lenco-Tonarm genau so grenzwertig wie die Schellack-Grados wäre ist das für seinen Preis ein recht gutes Abtastssystem, etwas hell abgestimmt für meinen Geschmack, -aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden-,

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 26. Feb 2009, 23:27 bearbeitet]
röhren1991
Stammgast
#13 erstellt: 26. Feb 2009, 23:30
ja meinst du denn das das geht? Weil es kaum ander MM-Systeme mit so harter Nadel gibt. Für Mono und Schelack würde ich dan auf die OM Serie von ortofon zurückgreifen.
Hörbert
Moderator
#14 erstellt: 26. Feb 2009, 23:42
Hallo!

Es gibt eine ganze Reihe von hart aufgehängten Magnetsystemen, z.B. die Disco-Systeme von Shure, das sind eigentlich nix weiter als die alten HiFi-Systeme der 60ger Jahre neu aufgelegt.

Auch hier wirst du fündig: http://www.williamth...a_c32-173-182_x1.htm

Zumindestens das Nagaoka MM 321 BE sollte passen. Auch das Nagaoka NM 11 A Tonabnehmer käme in Frage, das ist fast schon zu hart aufgehängt.

Du siehst also das es einige Alternativen gibt die nicht mal allzu teuer sind.

MFG Günther
röhren1991
Stammgast
#15 erstellt: 28. Feb 2009, 10:47
Aber sind diese Systeme mit der "harten" Nadel nich schädlciher für di Platten als andere "weichere"?
pet2
Inventar
#16 erstellt: 28. Feb 2009, 14:04
Hallo,

ich konnte diesbezüglich bisher noch keine nachteiligen Erfahrungen mit härter aufgehängten Nadeln machen.
Meine ersten selbstgekauften Platten wurden Anfang/Mitte der 70er Jahre mit einer Auflagekraft von 4,5 Gramm abgespielt.
Die Compliance eines Dual CDS 650 mit DN 8 dürfte so bei ca. 8 gelegen haben.
Wichtiger ist da in meinen Augen eine intakte Nadel und eine angemessene Auflagekraft, also keineswegs zu niegrig.

Ein weiterer Weg Vinyl und Schellackplatten abzuspielen, wäre ein zweites Headshell.
Diese Headshells bekommt man zwar üblicherweise nicht für kleines Geld, aber oft ist noch ein klassisches Tonabnehmersystem montiert.
Für diese Systeme gibt es sehr häufig auch Schellacknadeln.
Zudem kann man das Headshell mit montierten Schellacksystem gleich gewichtsmäßig so verändern, daß keine Neueeinstellung der Auflagekraft nötig ist.
Das ist bei einem Lenco L75 nach meiner Meinung nicht wirklich gut gelöst.

Gruß

pet
raphael.t
Inventar
#17 erstellt: 28. Feb 2009, 17:22
Hallo!

Das Shure M 44 geht gut mit Lenco L 75/78.
Ist aber kein System für 78 U/min.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
röhren1991
Stammgast
#18 erstellt: 04. Mrz 2009, 19:10
PhonoPhono hat mir für den Lenco die Ortofon OM-Serie empfolen. Was meint Ihr dazu?
Bärlina
Hat sich gelöscht
#19 erstellt: 04. Mrz 2009, 19:39
Phonophono würde Dir bestimmt auch gerne ein Ortofon SPU mono verkaufen ....

" Silberfux " hat diverse Lenco und kennt sich auch mit den Ortofon's aus. Er wird sehr wahrscheinlich recht haben.

Bei der OM-Serie muß außerdem bestimmt der Tonarm in der Höhe verstellt werden.

Gibt es keine ( mehrsprachige ) Tipps auf den Seiten von " Lencolovers " bzw. " Lencoheaven " ?

MfG,
Erik
Ludger
Inventar
#20 erstellt: 04. Mrz 2009, 23:22
Hallo,
die OM-Serie dürfte, zumindest rechnerisch, überhaupt nicht passen, ich würde auch, wenn du kein spezielles 78er oder Mono-System findest, ebenfalls das Nagaoka MM 321 empfehlen.
Die 10er-Compliance passt rechnerisch sehr gut, das AT 440 ist problematisch, da es dafür sehr unterschiedliche Angaben gibt (von 10 bis 40).
Gruß
Ludger
Wolfsburg - Werder 2:5 !!!
röhren1991
Stammgast
#21 erstellt: 04. Mrz 2009, 23:26
Hmm aber bei der OM.Serie hat die Schellacknadel eine Compliance von 15 und die Mono-Nadel 7 das dürfte doch gehen.
Ludger
Inventar
#22 erstellt: 04. Mrz 2009, 23:34
Hallo,
wenn die Werte stimmen, dürfte es passen, bei Compliance=15 wird es allerdings schon knapp.
Auf der Phonophono-Seite habe ich die Werte allerdings nicht gefunden, wo hast du die denn her? Hier: http://www.akustiktune.at/ortofon.htm ?
Die normale OM-Serie, von der ich ausgegangen war, ist zu weich aufgehängt.
Gruß
Ludger
röhren1991
Stammgast
#23 erstellt: 04. Mrz 2009, 23:37
Von Ortofon selbst. Na ja vür Vinyl kann ich ja dann das Nagaoka nehmen.
torbi
Inventar
#24 erstellt: 05. Mrz 2009, 14:51
Andererseits, war die Originalbestückung für die Lencos nicht ein System von ADC? XLM-irgendwas (ich komme nicht drauf). Soweit ich mich erinnere, waren die auch eigentlich viel zu weich?

Nur als Einwurf, es kann sein, dass ich mich hier irre.

Viele Grüße, Torben
Ludger
Inventar
#25 erstellt: 05. Mrz 2009, 15:00
Hallo Torben,
es war meist das ADC 220X, ob da die Angaben zur Compliance stimmen, müsste man vielleicht auch mal hinterfragen.
Aber jenseits dessen, der Arm hat eine effektive Masse von ca. 25 Gramm, meine Messungen dazu wurden im Forum bei Lenco-Heaven auch bestätigt.
Da sollte die Compliance maximal nur 15 betragen.
Gruß
Ludger
Hörbert
Moderator
#26 erstellt: 05. Mrz 2009, 17:12
Hallo!

Ja, das ursprünglich im Lenco verbaute ADC 220X war für den Tonarm viel zu weich aufgehängt und trug damals sehr viel zu seinem schlechten Ruf bei.

Ein Freund von mir hat vor einigen Jahren einen sehr gut erhaltenen L75 mit ebendiesem Originalsystem erworben und es mit einer neuen NOS-Nadel ausgestattet. Das Ergebniss im Lencotonarm war nicht zum anhören. Ein Wecsel auf ein wesentlich härter aufgehängtes System half dem Lenco auf die Beine.

Nachdem er das ADC 220X eine Weile rumliegen hatte hat er es mal spaßeshalber in einem leichten Unipivot-Tonarm (Sonus irgendwas) ausprobiert, das Ergebniss war recht gut, seitdem ist diese Kombination (ADC-Lenco) eines seiner beliebtesten Beispiele für ein mismatch zwischen Tonarm und System.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 05. Mrz 2009, 18:12 bearbeitet]
Ludger
Inventar
#27 erstellt: 05. Mrz 2009, 17:15
Hallo Hörbert,
ich habe vor einiger Zeit auch mal aus einem Lenco das ADC 220X ausgebaut und in einem leichteren Tonarm eingebaut, ich war ebenfalls überrascht. Es war etwas zu präsent, machte seine Arbeit aber mehr als ordentlich.
Gruß
Ludger
Hörbert
Moderator
#28 erstellt: 05. Mrz 2009, 18:19
Hallo!

Weiß der Teufel warum die damals bei Lenco auf diese Art und Weise dem Plattenspieler jede Marktchance versaut haben. Offenbar saß da niemand der auch nur ein wenig Wissen über die Technik hatte mit in der Entscheidungskette.

Für das verbaute ADC gibt es angeblich noch bessere Nadel die das System noch einmal etwas voran bringen. Ich selbst habe es bislange nicht und habe mich auch deswegen noch nie drum gekümmert, aber es gibt hier -soweit mir bekannt- wohl einige Kenner des Systems und seiner Möglichkeiten

MFG Günther
röhren1991
Stammgast
#29 erstellt: 05. Mrz 2009, 19:06
Weis jemand von euch wie groß die Compliance bei dem Shure Schellacksystem M 78 S ist? Vielleicht geht das ja an dem Lenco besser.
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