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Geschlossener GHP - Subwoofer mit Mivoc AWX 184

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THWO
Stammgast
#1 erstellt: 08. Sep 2012, 20:26
Hatte vor einigen Jahren mal einen geschlossenen Sub mit dem hervorragenden AWX 184 gebaut. Und nun wollte man gerne einen zweiten haben...

Kammervolumen rd. 75 Liter, die aus der eigentlich zu kleinen Kammer resultierende Frequenzgangüberhöhung wird mit einer Batterie parallel geschalteter Kondensatoren egalisiert (800 mF). Angefeuert wird das Ganze mit dem Hypex DS 4.0.

Ich habe bislang keinen trockeneren, präziseren Subwoofer egal für welches Geld gehört. Als Musik-Subwoofer halte ich ihn in dieser Konfiguration für kaum zu übertreffen. Er geht bis in tiefste Tonlagen hinunter, jedoch ohne jedes Wummern und Wabern, kein subsonisches Drücken auf den Ohren. Vielleicht würden Hardcore-Fans der Earthquake-Heimkinofraktion hier noch ein wenig "mehr" wünschen, doch für Musik in meinen Augen - sorry: Ohren - ein optimaler Ergänzer. Knochenhartes Peng und weg. Zudem ist die für so einen Chassisriesen recht kompakte Bauform auch noch recht gut in eine Möbelierung zu integrieren.

Das Modell besteht durchgängig aus 38mm starken Wänden (zwei 19er MDF-Bretter aufgedoppelt). Erneut sollte es seitlich abgerundete vertikale Kanten erhalten. Für möglichst exakte Ausführung habe ich beide hintereinander gelegt und erst grob mit dem Elektrohobel und anschließend mit 80er und später feinerem Sandpapier bearbeitet:



Die fertigen Seiten:




Der mächtige Tieftöner soll von hinten eingebaut werden. Damit er dann auch wirklich paßgenau zum Frontwandausschnitt sitzt, erhielt die Frontplatte auf ihrer Rückseite zunächst eine 5mm tiefe Einfräsung mit dem Außendurchmesser des Chassis, als Führung.

Anschließend wurde auf der Vorderseite eine großzügige Wölbung mit Radius von ca. 25mm angebracht. Da ich hierfür keinen ausreichend großen Fräser besitze, habe ich wieder einmal zu meinem, wie ich es nenne, "Treppchentagebau" gegriffen, indem ich diese Wölbungskontur durch millimeterweises Verringern des Radius´ bei gleichzeitiger Zunahme der Frästiefe Ring für Ring eingefräst habe:




Bei solch minimalen Frässchritten fasert MDF auf, trotz scharfen Fräsers.


Nach energischem Grobschliff läßt sich jedoch schon mehr erkennen:


Der Zusammenbau:








Hierdurch muß der Tieftöner später schräg hineingeschoben und im Inneren noch gedreht werden, bevor er festgeschraubt werden kann. Ein Spiel von Millimetern!


Die passende Rückwand, mit 4mm starken Bitumenplatten beklebt:


Fertig zur Endmontage:


Abschließende Deckschicht aus 3mm MDF-Platte für Boden und Decke verschließen die Stoßkanten und erleichtern es dem Lackierer:


Planfräsen der überstehenden Ecken:


Fertiges Rohgehäuse:


Nach dem Lackieren wird er so aussehen wie sein älteres Brüderchen (Audi Moro-blau):



Gruß,
Till
nowayz
Stammgast
#2 erstellt: 08. Sep 2012, 22:20
Klasse Bericht, Wie ist die Rückplatte befestigt?
Finish vom Autolacker? Wäre für mich auch interessaant, wie viel muss man da etwa einplanen?
jones34
Inventar
#3 erstellt: 08. Sep 2012, 22:31
Hi Till

Super Sache.
Gibts dazu noch irgendwas Simmulationsmäsiges?
Messungen?


Gruß
captain_carot
Inventar
#4 erstellt: 08. Sep 2012, 23:45
Sehr schick.

Ein paar Fragen erlaubt?

Gibt/gab es dazu eine Simu oder Messung?

Seh ich das auf den Bildern richtig, dass zwar gedämmt aber nicht weiter verstrebt ist? Evtl. noch Optimierungsbedarf oder passt´s so auch bei hohen Pegeln?

Ansonsten bekommt man da spontan Lust, nen etwas größeren Sub zu bauen.
THWO
Stammgast
#5 erstellt: 09. Sep 2012, 19:33
Messungen liegen noch nicht vor. Im Übrigen läßt sich aufgrund der zahlreichen Einstellmöglichkeiten des Subwoofermoduls einschl. Entzerrung fast jeder Tiefgang einstellen. Vom erstgebauten Sub weiß ich noch, daß er ohne Entzerrung bis knapp 40 Hz linear hinunterläuft, um dann abzufallen. Mit der Digitalweiche der Subwooferendstuife kann er problemlos bis 30 Hz gezogen werden, anschließend fällt er dann steilflankiger ab. Für Musikwiedergabe ein geradezu perfektes Verhalten, da subsonisches Wabern ausgeschlossen bleibt und große Orgeln mit uneingeschränkter Wucht den Raum füllen. Überhaupt stellt sich mit ihm eine enorme Verbesserung der räumlichen Bühne im Gesamtgeschehen ein. Hier bewahrheitet sich, daß viele Rauminformationen in den tiefen Frequenzen enthalten sind. Aber auch bei Filmen läßt er es richtig krachen, habe eigentlich nichts vermißt. Und supertrocken, wie schon gesagt, was ich der scheinbaren Fehlanpassung durch das "Überdruckgehäuse" zuschreibe.

Die Berechnung der erforderlichen Kondensatoren-Batterie habe ich analog der in Hobby HiFi in 20004 veröffentlichten Formel durchgeführt. Angesichts fast vier cm starker, innen aber nur 30chm tiefer Seitenwände hat sich eine zusätzliche Verstrebung als nicht erforderlich herausgestellt. Selbst bei enormen Pegeln rührt sich da vibrationstechnisch gar nichts mehr. Das Ding ist trotz seiner kompakten Ausmaße so schwer, daß es im Endzustand alleine kaum noch getragen werden kann.

Bei einer externen Lackierung kommt es kostenseitig natürlich immer auf das Entgegenkommen des Ausführenden und den anfallenden Arbeitsumfang an. Natürlich spielen auch die Kosten der Materialien eine Rolle, es gibt auch entsetzlich teure Speziallacke. Mein Autolackierer gehört zu der eher teuren, allerdings auch zu der absolut erstklassigen Liga. Sein Unternehmen hat sich auf die Luxuskarossen der ganzen Region spezialisiert. Allein in seine Halle zu gehen (offen auf dem Hof steht da nichts herum) läßt mich wie ein kleines Kind träumen... Ein Paar normaler Standboxen kosten zwischen 600 und 1200 Euro, bei Wünschen nach bestimmten Lacken oder optischen Eigenschaften ist nach oben alles offen.

Der Sub wird vermutlich zwischen 400 und 500 Euronen erfordern. Aber das ist kein Maßstab, ich habe hier im Forum schon Berichte über nur Bruchteile solcher Lackiererkosten gelesen. Manche Schreiner lackieren ebenfalls. Vielleicht lassen sich dort noch günstigere Tarife finden. Mir ist allerdings uneingeschränkte Top-Qualtät wichtig, daher bin ich gerne bereit, für gute Arbeit auch einen guten Preis zu akzeptieren. Dieser tut mir einmal weh, während ich mich anschliueßend viele Jahre an einem hervorragenden Finish erfreuen kann.

Mein Abnehmer hat entschieden, mit der Lackierung aus Kostengründen noch etwas zu warten und den Sub erst einmal unlackiert in Betrieb zu nehmen. Daher habe ich ihn nun fertig bestückt:

Hier sieht man, wie kompakt das Ganze um den Tieftöner herum gebaut ist:


Die Kondensatoren-Batterie (in Reihe zum Tieftöner-Pluspol):




Spielfertig bestückt:



Gruß,
Till
captain_carot
Inventar
#6 erstellt: 09. Sep 2012, 21:36
Ok, das ist wirklich eng.

Das heisst dann wohl, mit nicht aufgedoppelten Seitenwänden wäre Verstrebung sicher sinnvoll, so bringt´s nicht mehr wirklich was.

Ansonsten wirklich einfach super.

Die Kosten für die Lackierung sind natürlich ne Hausnummer, wenn aber nachher das Ergebnis entsprechend ist, warum nicht?
THWO
Stammgast
#7 erstellt: 09. Sep 2012, 23:21
Es gibt ja viele Wege zum Ziel...

Hier sind es zwei 19er Platten. Man könnte aber ein Sandwich aus Multiplex und MDF bauen, was sicher noch besser wäre. Verstrebungen im Inneren können bei der hier gewählten Bauweise mit von innen verschraubtem Tieftöner nur nach dessen Einsetzen verbaut werden und müßten reversibel sein. Würdest Du das Chassis von vorne in die Front einlassen, ist das hinsichtlich Versteifungsrahmen einfacher.

Aber wie gesagt, bei so dicken Wänden plus 4mm Bitumenplatten rührt sich nichts mehr.

Und günstigere Möglichkeiten zum Lackieren gibt es sicherlich ebenfalls. Werde ich für mein aktuelles Projekt (http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browseT&forum_id=267&thread=333&back=&sort=&z=1) vielleicht auch in Anspruch nehmen...


Gruß,
Till
THWO
Stammgast
#8 erstellt: 09. Sep 2012, 23:27
Muß noch einmal nachsetzen: Angesichts des überaus günstigen Tieftöners und den überschaubaren Kosten für das Holz ist das Ding hier einfach nur eine Granate. Und wer will, kann mit dem gleichen Chassis auch einen riesigen Baßreflex-Sub aufbauen oder sogar ein Horn-Sub. Der Tieftöner macht Vieles mit. Hängen die Restkosten noch vom verwendeten Modul ab.

Insgesamt ermöglicht der Mivoc einen Sub auf Referenzniveau zu einem - vergleichsweise - sehr günstigen Preis. Ein wirklich feines Spielzeug, und mit herrlichen Nebenwirkungen...


Till
Chevprolet
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 21. Sep 2012, 17:55
Hallo,

könntest du die Innenmasse des Gehäuses noch nennen? Das wäre super - Danke!
THWO
Stammgast
#10 erstellt: 21. Sep 2012, 18:50
Außen B / H / T 53,9 / 62,6 / 37,6 cm
Innen B / H / T 47,5 / 55,6 / 30,0 cm

Front und Rückwand bestehen aus jeweils zweimal 19mm MDF, die Seitenwände sowie Boden und Decke aus jeweils zweimal 16mm MDF. Boden und Decke werden von den umlaufenden Wänden eingefasst. Zwecks optischem Abschluß (und für einfacheres Lackieren) wurden Boden und Decke abschließend noch einmal mit einer vollfllächigen 3mm MDF-Platte (mit etwas Übermaß) "furniert" und die umlaufenden Kanten per Bündigfräser plangefräst.

Innen habe ich das Gehäuse mit 4mm starken, selbstklebenden Bitumenplatten ausgekleidet.

Um den Tieftöner bei der Montage von der Rückseite her auch wirklich paßgenau über der Öffnung zu positionieren, habe ich auf der Rückseite der Frontwand (vor dem Zusammenbau und vor der frontseitigen Einfräsung des Membrandurchmessers) eine Vertiefung mit dem Außendurchmesser des Chassis von 5mm angebracht. So kann der schwere Tieftöner praktisch blind "einrasten".

Inzwischen läuft er schon zur vollen Zufriedenheit seines Abnehmers. Je nach Material dezent oder mit ungeheurer Wucht, als schlüge eine gewaltige Eisenfaust ein. Und das stets ohne das geringste Dröhnen, ohne irgendeine Andeutung von Unsauberkeit. Unglaublich trocken und präzise. Das Ding macht süchtig.

Gruß,
Till

Edit: Angefeuert wird er durch eine Hypex DS 4.0, welche hier aber locker überdimensioniert ist. Mit einer Hypex DS 2.0 wird er genauso gut bedient. Mit einer solchen hatte ich ihn vorher ausgetestet.


[Beitrag von THWO am 21. Sep 2012, 18:53 bearbeitet]
PokerXXL
Inventar
#11 erstellt: 21. Sep 2012, 19:01
Moin Till

Mal wieder ein Klasse Bericht von dir.
Deine Beschreibung vom Klang her ,wenn man denn bei Subs davon reden kann ,weckte Erinnerungen in mir.
Vor ein paar Jahren hat sich ein Kumpel von mir 2 von den Woks für seinen Escort geholt, was schon für den leichten Kinnladeneffekt bei dem Mivoc-Mann in Solingen sorgte,als er hörte das die in den Ford sollten.
Verbaut hatte er die in jeweils 50l GHP.
Ordentlich befeuert und der richtigen Musik war das knochentrocken und absolut brutal.

Greets aus dem Valley

Stefan
Felix_DassDu
Stammgast
#12 erstellt: 21. Sep 2012, 19:12
hast du den jetzt verkauft oder behalten oder was hast du damit gemacht?
THWO
Stammgast
#13 erstellt: 21. Sep 2012, 21:32
Den Sub habe ich für Jemanden gebaut, der genau diesen schon einmal von mir gebaut bekommen hatte und der jetzt einen zweiten dazu haben wollte.

Wie er dunkelblau lackiert aussieht, habe ich weiter oben gezeigt.


Gruß,
Till
Grosser09
Inventar
#14 erstellt: 24. Sep 2012, 14:43
Moin moin,

wieder einmal sehr schön gebaut und der Bericht auch!
Du bist aber auch fleißig zur Zeit am bauen!
THWO
Stammgast
#15 erstellt: 24. Sep 2012, 15:09
Vielen Dank!

... hatte sich zufällig so ergeben und wurde deshalb eingeschoben. Unter Anderem deshalb war es im anderen Bauthread auch ein wenig ruhiger in der letzten Zeit.

Vielleicht kann ich einmal ein Photo des neuen Subs im Gesamtarrangement zusammen mit dem ersten machen und evtl. posten, wenn Zustimmung erfolgt.

Beide gemeinsam führen trotzdem zu keinerlei Übertreibung, denn das kann man ja einstellen. Mein Abnehmer hat sich übrigens dazu eine zweite Hypex DS 4.0 geleistet, sodaß auch die beiden Subs in Stereo statt in zusammengeführtem Mono laufen. Egal, ob man das jetzt wirklich heraushört oder nicht, ist das schon eine kleine Sensation...

Gruß,
Till
THWO
Stammgast
#16 erstellt: 24. Okt 2012, 11:16
Kleiner Nachtrag nach einer entsprechender PN - Rückfrage:
Der Subwoofer beinhaltet keinerlei Dämmaterial. Lediglich eine Bedämpfung aller Innenwänder ringsum mit 4mm Bitumenplatten.

Inzwischen hat mein Abnehmer umfangreiche "Sessions" mit den Subs genossen. Selbst bei sehr hohen Pegeln bleibt die Wiedergabe staubtrocken, hochpräzise und, wenn die Musik das so vorsieht, auch mit brachialer Wucht. Die Vorstellung einer riesigen, einschlagenden "Eisenfaust" paßt gut. Kein Nachwabern. Kein Wummern.
Einfach Peng und weg.


Gruß,
Till
captain_carot
Inventar
#17 erstellt: 24. Okt 2012, 11:36
Entschuldigung, aber umgekehrt. Keine Bedämpfung aber Dämmung per Bitumen, nur so als Anmerkung.
THWO
Stammgast
#18 erstellt: 24. Okt 2012, 12:00


Till
piccobagno
Stammgast
#19 erstellt: 28. Okt 2012, 12:50
Hallo, dies soll dann wohl mein erster Beitrag hier sein....

Im November letzten Jahres baute ich diese beiden hier:

Kompakte

Die passende Frequenzweiche wurde teilweise aus der Klang und Ton übernommen.
Da ich keinen Subwoofer wollte, nutzte ich für die unteren Lagen das DSP-Modul von der Hifiakademie, welches in einen 2.1 Receiver verpflanzt wurde.......der Klang? Einfach sagenhaft! Durch die Mögliche Entzerrung und exakte Anpassung auf den persönlichen Geschmack via DSP war ich rundum zufrieden.

Wie gesagt, war ich....sobald etwas lauter wurde, klang es naturgemäß etwas gepresst...stieg der Pegel noch ein wenig an, kamen selbst die Illuminator TMT schnell an Ihre Grenzen....

Noch immer kam ein Subwoofer für mich nicht in Frage ( Wummern, Wabern, Raummoden etc)
Da das Interesse trotz allem immer noch vorhanden war, stolperte ich durch Zufall über diesen Beitrag von Till.

Mein Interesse war geweckt, ogwohl die Abmessungen mir die Haare zu Berge stehen ließen.
Sodann hatte ich einen wirklich super netten E-mail Austausch mit Till, an dessen Ende ich kurzerhand den AWX bestellte.
Das "Monster" kam auch einen Tag später, ich war fassungslos.....riesig!!!!!!
Das "Testhäusschen" war schnell zusammengezimmert, und ein AM 120 von meinem Sohnemann geliehen......

Nach ein wenig herumschieben daheim und einpegeln konnte es dann losgehen:

Das Teil ist der Oberhammer!!!!! Wirklich alle Beschreibungsdetails von Till treffen zu 100% zu!
Peng und weg...knochentrocken, eben die ganzen Wunschgedanken bezüglich der Basserweiterung wurden mehr als erfüllt. Die Eisenfaust hab ich aus Rücksicht auf die Nachbarn noch nicht probiert, aber ich bin mir sicher, das sie vorhanden ist

Der Testkasten sieht noch so aus:
Testgehäuse

Da ich auch hier wie bei den kleinen mit einer Entzerrung arbeiten möchte, um das Gehäuse kleiner zu bekommen, werde ich in kürze noch mit einer Halbierung des Volumens experimentieren was mit einem besseren Sub-Modul einhergehen wird.

Vorerst einmal meinen herzlichsten Dank an Till für dieses wirklich gelungene Projekt, welches eines gezeigt hat: Mit wirklich einfachsten Mitteln, etwas wirklich hervorragendes zu machen!!!!

Viele Grüsse, Dirk
THWO
Stammgast
#20 erstellt: 28. Okt 2012, 19:18
Hallo Dirk,

das ging ja schnell mit Deiner Umsetzung...

... und ich freue mich, daß Dir diese zierliche Beauty zusagt! Mit ein wenig Einspielzeit wird das ganze noch ein wenig souveräner, aber nicht etwa weicher.

Eine weitere spürbare Verkleinerung des Volumens wird die untere fs immer weiter anheben. Zusätzlich wird der ungewollte Pegelanstieg im Oberbassbereich immer kräftiger, was den Kompensationsaufwand in die Höhe treibt. Angesichts der Maße des Tieftöners als Vorgabe für die Höhe und Breite des Gehäuses wird eine Volumensreduzierung vor allem durch eine abnehmende Tiefe des Gehäuses erfolgen (müssen), sofern Du nicht eine doppelte Rückwand mit (sandgefüllter?) ungenutzter Rückwand baust. Meiner persönlichen Ansicht nach stören aber gerade in der Tiefe ein paar Zentimeter oder weniger nicht so sehr, wie z.B. in der Breite. Ist das also wirklich erforderlich, zumal die Tiefe ja ohnehin schon recht überschaubar ausgefallen ist? Hier noch deutlich zu reduzieren, wird zudem die Standfestigkeit reduzieren. Aber ungeachtet meiner eigenen Meinung dazu: Weshalb eigentlich nicht - probiere es einfach aus.

Zur Versöhnung ein Vorschlag für einen nächsten m.E. sinnvollen Schritt:Vielleicht ließe sich jetzt noch darüber nachdenken, Deine wahrhaft gelungenen Zweiwegeriche unterhalb z.B. 40 Hz abzuriegeln. Diese Entlastung dürfte nochmals etwas Präzision in das Gesamtbild bringen. Höher würde ich den "Riegel" allerdings auch nicht ansetzen.

Na dann mal noch viel Freude mit Deinem neuen Spielzeug,
Till
PokerXXL
Inventar
#21 erstellt: 28. Okt 2012, 20:36
Moin Till

Ich habe grad mal BaßCade angeschmissen und mal geschaut wie klein das Volumen für GHP-CB werden darf nach dem was Timmi mal darüber geschrieben hat.
Qtc liegt also bei 0,93 , VB = 42,4L , fs = 67 Hz ,C in Reihe von 843µF
Bei einer ähnlichen Entzerrung wie bei deinem Volumen dürfte die Frequenz also um ca 5 Hz ansteigen.
Was meinst du dazu?

Greets aus dem Valley

Stefan
Felix_DassDu
Stammgast
#22 erstellt: 28. Okt 2012, 20:58
wie kann mann einen aktiv sub mit high level line in bauen?
PokerXXL
Inventar
#23 erstellt: 28. Okt 2012, 21:37
Moin Felix

In dem man ein Subwoofermodul mit High-Level Eingang benutzt wie z.B. hier zu sehen ist.

Mivoc AM80 und AM120
Sam 1-3

Der Schaltungsweg wäre dann z.B für den linken Kanal bei einem AM 80

Lautsprecherausgang Verstärker links --> High Level In links ab da wird intern verzweigt auf den internen Submodulverstärker und an den High Level Out links --> linken Sat-Speaker.

Zu dem Modul brauchst du natürlich noch deinen Treiber und das passende Gehäuse.

Greets aus dem Valley

Stefan
piccobagno
Stammgast
#24 erstellt: 29. Okt 2012, 01:17
@Till

hallo Till, ich denke, die Höhenverschiebung macht das ganze optisch nicht erträglicher.....schmunzel.....

also wenn ich die klassische Formel fürs GHP anwende, komme ich knapp auf eine Volumenhalbierung-somit werde ich das jetzige einfach mal spasseshalber schrittweise verringern, bis ich meine, eine Verschlechterung zu spüren.

Als Endform stelle ich mir eine 3-seitig gerundete Form nach hinten und vorn die Fasen der Sats vor...
welche übrigens durch die geschlossene Bauweise von sich aus nicht mehr viel unter 40hz von sich geben-trotz allem-thanks für den Tip, getrennt wird auf jeden Fall noch durch einen steilflankigeren Hochpass, welcher besser als der im Mivoc ist.

Aber auch schon im absoluten "Bastelstadium" welches auf keinen Fall so bleiben kann, klingt es auf jeden Fall wie aus einem Guss!!!! Der Sub ist für sich selbst absolut nicht vorhanden, bzw warnehmbar!!!!
THWO
Stammgast
#25 erstellt: 29. Okt 2012, 01:51
Dirk, vergiß nicht, daß mein GHP-Sub ja bereits über ein drastisch verkleinertes Gehäuse verfügt...

Dieses also noch einmal halbieren zu wollen bedeutete, sich eher einem Viertel zu nähern... aber probiere es aus; Du kanns ja in Dein Testmodell einfach dicke Steine vibrationssicher einkleben, um die Kammer testhalber zu verkleinern. Also no big deal...

Felix, sofern ich Dich nicht falsch verstanden habe und Du LS-Kabelanschluß statt Cinch suchst, verfügen sehr viele Submodule auch über Lautsprecherkabel-Eingänge. Das AM80 ist hier m.M.n. nicht geeignet, weil es ein festgelegtes, also nicht variables und für Nicht-Mikrobensubs leider ungeeignet hoch liegendes Subsonic-Filter verfügt. Dann schon eher das AM120.

Meine eigenen Erfahrungen sind bestens mit den Hypex-Modulen DS 2.0 und 4.0, wobei das 2.0 bereits mehr als ausreichend ist, in allen Lebenslagen! Eine kleine Investition vielleicht, aber Du wirst damit sicher sehr sehr lange glücklich sein. Andere Hersteller kann ich nicht selber beurteilen, außer den guten alten Thommessen, welcher jedoch aus dem Markt gehen mußte. Vielleicht etwas Gebrauchtes in der Richtung?

Gruß,
Till
piccobagno
Stammgast
#26 erstellt: 29. Okt 2012, 08:18
Guten Morgen allerseits

Wenn ich das Volumen ohne GHP berechne, lande ich bei den derzeit auf die schnelle gebauten 87L netto.

Stefan hat also Recht, nach der klassischen Methode zur GHP Volumenbestimmung ala Hobby-Hifi komme auch ich auf die roundabound 50L

Die Variante mit den Platzhaltern werde ich auf jeden Fall probieren, bevor ich etwas endgültiges baue-das ist schnell zu realisieren und recht objektiv zu vergleichen.

Hab jetzt erstmal ein Modul mit Fernbedienung und PC Anschluss bestellt, so das man das ganze experimentieren bequem im Sitzen erledigen kann.....

Viele Grüsse, Dirk
Felix_DassDu
Stammgast
#27 erstellt: 29. Okt 2012, 20:26

Moin Felix


Zu dem Modul brauchst du natürlich noch deinen Treiber

Stefan


was ist mit Modul gemeint?
PokerXXL
Inventar
#28 erstellt: 29. Okt 2012, 21:27
Moin Felix

Mit Modul meine ich die Teile aus den beiden Besipiellinks.

Greets aus dem Valley

Stefan
Felix_DassDu
Stammgast
#29 erstellt: 03. Nov 2012, 14:16
hallo,

welches ist besser das Hypex 4.0 oder das Detonation dt300?

weil ich habe hier im forum mitbekommen das das dt300 oft schäden hat?


[Beitrag von Felix_DassDu am 03. Nov 2012, 20:54 bearbeitet]
THWO
Stammgast
#30 erstellt: 03. Nov 2012, 17:40
Die aktuelle Charge von Detonation kann ich nicht beurteilen. Vor mehreren Jahren allerdings hatte ich einmal ein Modul bestellt und nach zwei Reklamationen hintereinander aufgegeben. Aber vielleicht hatte ich - trotz seinerzeit verbreiteter Äußerungen über anscheinend spürbare Qualitätsschwankungen - damals auch einfach nur Pech. Das muß nicht gestimmt haben und heute auch nicht mehr so sein.

Mit den Hypex - Modulen habe ich überaus gute Erfahrungen gemacht. Sehr gute, oräzise Kontrolle. Zumindest hier bin ich davon grundsätzlich überzeugt, daß man gut aufgehoben ist. Für diesen Sub genügt aber auch ein DS 2.0 vollkommen. Die Regeleinheit ist die gleiche, nur die maximale Leistung ist geringer. Aber immer noch weit mehr als ausreichend. Du könntest sogar zwei solcher Subs mit einem DS 2.0 betreiben.Das Einzige, was ich an den Hypex grundsätzlich als verbesserungswürdig ansehe, aber das hat mit reinrassigem Subbetrieb nichts zu tun, wäre eine höhere obere Grenzfrequenz zuzulassen. Gegenüber den 120 Hz bei Hypex "kann" das große Mivoc 180 Hz, glaube ich. Ob es aber auch nur annähernd an die sonstige Qualität der Hypex drankommt, vermag ich nicht zu beurteilen.

Was bei beiden Hypex-Modulen übrigens ganz hervorragend ist, ist die Möglichkeit, über einen kleinen Kippschalter die Trennfrequenzregelung zu überbrücken. Damit wird dann das Modul zu einer reinrassigen Mono-Endstufe! Und gleichzeitig bleiben alle anderen Regelmöglichkeiten wie Phase, stufenlose Entzerrung und Lautstärke aktiv. Hypex erwähnt diese Eigenschaft gar nicht sonderlic, dabei ist das ein echtes Feature in meinen Augen.

Zu anderen Herstellern kann ich nichts aus eigenen Erfahrungen beitragen.


Gruß,
Till
Kekskopf
Stammgast
#31 erstellt: 08. Dez 2012, 21:05
Hi, das Projekt ist ja sehr interessant.
Ich bin auch noch auf der Suche nach einem trockenem Sub als Ergänzung für meine Breitbandhörner.
Dachte erst so an einen großen Ri-Pol (4x 12" / 2x 15") aber da werd ich so bei 500 - 700 Euro stranden, das ist dann doch etwas viel für einen DIY-Sub.

Als Anfeuerung wird eine vorhandene E-800 in Verbindung mit einem vorhandenem standard-PA-Crossover herhalten.

Anwendung wird nur Musik sein, davon allerdings die ganze Bandbreite: von Dubstep-Tiefbass bis schnelle Metal-Kicks.

Hatte mit Subwoofern aber leider immer Probleme mit gleichmäßiger Raumbeschallung, Dröhnen, Raummoden und so weiter. Habe keinen wirklich festen Hörplatz. (Waren aber auch keine tollen Subwoofer dabei )

Werde mal einen Testwoofer mit 12" Carpower Blackbass (<-- das einzige halbwegs "gute" Chassis was ich grad rumfliegen hab) im stabilen GG bauen und mal sehen was rauskommt...

FRAGE:
Wäre es nicht ohne weiteres möglich den 184 einfach in ein etwas größeres ~100l Gehäuse zu pflanzen und dabei die selbe Impulsfertigkeit wie mit 75l+Kondensatoren zu erreichen?
Oder habe ich dann Einbußen oder Nachteile gegenüber GHP?
Ob das Gehäuse nun 75 oder 100l hat reißts für mich nicht raus...

FRAGE:
Den Woofer mal spaßeshalber mit kleiner Füßchen downfire aufgestellt?
Meine Erfahrung ist, dass man so die gleichmäßige Raumausstrahlung noch etwas verbessern kann und der Bass bei gleicher Amplitude etwas stärker rüberkommt. Unterm Strich einfach "interessanter".
THWO
Stammgast
#32 erstellt: 08. Dez 2012, 22:09
Vorausschicken möchte ich, daß ich mir keine "allgemeingültigen" Wissensstände anmaßen möchte, sondern immer nur aus meinen eigenen Erfahrungen und trotz immerhin fast 30 Jahren DIY-Bauens rein subjektiv antworten kann.

Mit dieser Einschränkung muß ich leider feststellen, daß ich bislang noch nie einen wirklich harten, trockenen und blitzsauberen Downfire-Subwoofer gehört habe. Theoretisch ist das sicherlich zutreffend, daß das Anblasen einer Verteilerplatte den Luftdruck / Schall in alle Richtung gleichmäßig(er) verteilt. Gleichzeitig aber erhöhe ich damit auch den Strahlungswiderstand, senke fs und spiele dem Antrieb eine schwerere Membran vor, als er herstellerseitig eigentlich "dachte" bewegen zu müssen. Außerdem handel ich mir eine Überhöhung im Oberbass ein, welche es sorgsam per Filter zu eliminieren gilt. Jede Art üblichen Filters wird dadurch geringflankiger, weil der Anstieg das Ausblenden zum Teil aushebelt. Man benötigt also eine zusätzliche Korrektur. Lediglich einen üblichen BR-Sub ohne zusätzliche Einzelfallabstimmung lediglich nach unten pullern zu lassen, wird hier also zu Fehlern führen.

Ripole haben grundsätzlich das gleiche Problem. Sie blasen beidseitig gegen eine strahlungswiderstand erhöhende Platte. Axel Ridthaler gebührt das Verdienst, die damit verbundenen Schweinereien anscheinend auch in der Praxis in den Griff bekommen zu haben, denn man hört ja durchaus positive Kommentare zu diesem Konzept. Der - für mich - große Charme liegt in dem vergleichsweise sehr kleinen Gehäuse und einer nach vorne und hinten keulenförmig gerichteten Abstrahlung. Da ich inzwischen zu einem glühenden Verehrer Offener Schallwände geworden bin, welche ja ebenfalls gewisse Ansprüche an ihre Aufstellung stellen, könnte ein Ripol auch recht gut dazu passen, vorausgesetzt ich könnte einmal einen selber vorher hören. Ein eigener Versuch war, trotz Herrn Ridthalers eigener Berechnung und Zusendung einer Korrekturweiche speziell hierfür, leider nicht von Erfolg gekrönt. Das Ergebnis war ein unerträgliches Subsonisches Gewabere, egal zu welcher Musik, selbst wenn gar kein nennenswerter Bass enthalten war. Damit möchte ich aber nicht generalisieren, sondern habe daraus geschlossen, daß ich hierfür ungeeignete Chassis verwendet hatte. Angesichts vieler positiver Stellungnahmen in diversen Foren gehe ich also von meinem eigenen Fehler aus, trotz der Vorgaben Herrn Ridthalers. Er vertreibt sein Konzept sicher aus gutem Grunde mit speziell hierfür ausgesuchten Chassis. Wenn also RiPol, dann würde ich sicherheitshalber ein bewährtes Konzept vorher selber anhören und dannn auch wie vorgegeben umsetzen. Positiv scheint in der Tat zu sein, daß Raummoden weniger stark angeregt werden. Wenn Du relativ frei in der Aufstellungsmöglichkeit sein solltest, könnte das vielleicht eine gute Lösung für Deine Raumprobleme sein. EDIT-Anmerkung: Teste dann evtl. auch, ob die erreichbare Maximallautstärke zu Deinen Vorstellungen paßt, denn der vergleichsweise größere Hub der Membranen bringt die Chassis eher an ihre Grenzen als z.B. bei einem BR-Sub.

Es gibt durchaus auch trockene BR-Subs, wenn sie wirklich gut zu Ende entwickelt wurden. Im Handel sucht man sie jedoch meist vergeblich. Da ich nach Top-Qualität strebe, würde ich für den Musikbereich geschlossenen Konzepten den Vorzug geben. Sie scheinen mir zunächst im Vorteil zu sein, was Präzision angeht. Sie klingen für mich auch näher am Originalinstrument, während BR-Subs spektakulärer sein können. BR-Fans werden mir hier vielleicht widersprechen, und das ist auch in Ordnung so. Jeder soll für sich selber sein ideales Konzept suchen und finden.

Das Gehäuse für den AWX 184 auf 100 Liter zu vergrößern, wird den Punch wohl noch nicht sonderlich aufweichen. Vielleicht liege ich ja nicht richtig damit, aber ich führe einen nicht unerheblichen Teil der supertrockenen, hochpräzisen Widergabe auf die "eigentlich" zu kräftige Feder des eingeschlossenen Volumens zurück. 100 Liter werden die unterste Übertragungsfrequenz wohl noch ein wenig absenken. Irgendwann wirst Du aber - da Du vor allem Musikhören anstrebst - an die unangenehme Grenze (subjektive Wertung! Cinemafreunde werden vielleicht genau dieses haben wollen?) des Ultratiefbasses bis Subsonic-Bereichs kommen, d.h. es kommt zum Wabern. Ich persönlich bin deshalb kein Freund von Subs, welche mit hohem Schalldruck noch echte 20 Hz wiedergeben können. Technisch vielleicht cool, musikalisch aber nicht. Ich mag diesen immerwährenden leichten Druck auf den Ohren und dieses Gewabere gerade nicht, aber das ist jedermanns eigene Entscheidung. Vielleicht kommt das bei 100 Litern auch noch nicht so heraus.

Oder Du sagst Dir: Obwohl 100 Liter platzmäßig gingen, probierst Du einfach mal die 75 Liter aus. Ich kann hier Dirks (Piccobagno) Feststellung (s.o.) nur bestätigen: Dieses "Teil" ist der Oberhammer.
Dr. Eisenfaust.

Schnelle Kicks kommen m.W. aus einem möglichst präzisen Oberbass heraus, also um ca. 70-80 Hz. Nicht mehr das klassische Terrain für eine große Subby-Fläche. In etwa diesem Bereich sollte der Sub schon heruntergeregelt werden, damit er auch unter Pegelabfall nicht mehr zu weit nach oben rausläuft. Sonst machen sich z.B. auch Phasenverschiebungen zu den Hauptboxen eher auch hörbar bemerkbar.

Aber Du kannst es ja einfach einmal ausprobieren: Baue eine stabile, aber einfache Testkiste. Ist sie zu groß, kannst Du solange ein paar fette Steine einkleben, bis es volumensseitig paßt. Genauso kannst Du, falls Du nicht die Möglichkeit haben solltest, Frequenzgänge zu messen, auch bei 100 Litern experimentieren, ob es mit einem Reihenkondansator von z.B. 300 oder 400 mF evtl. noch ein wenig präziser wird oder nicht. Und erst anschließend wird das "amtliche" Designstück gezaubert.

Das ist ja das Schöne - hier können wir ohne große finanzielle Abenteuer noch wunderbar spielen...

Hoffe, ich habe jetzt nicht den Oberlehrer abgegeben...
Steht mir nicht zu.


Gruß,
Till


[Beitrag von THWO am 08. Dez 2012, 22:19 bearbeitet]
PokerXXL
Inventar
#33 erstellt: 09. Dez 2012, 02:11
Moin,moin

@ Kekskopf
Bei 100l GG wärst du bei einer Einbaugüte von 0,66 also knapp unter den 0,7,die von vielen als Obergrenze für geschlossene Gehäuse angesehen werden.
Dabei wäre f3 bei 68Hz und f12 bei 32Hz.
Beim GHP Gehäuse mit der von BT als ideal angegebenen Einbaugüte von 0,93 wäre das Gehäuse netto 42l.
Die f3 wäre dabei 73Hz und f12 bei 42Hz.
Wenn ich mich nicht irre wird die Einbaugüte auch als Maß für die Impulsfertigkeit angesehen.
Je niedriger,desto besser die Impulsfertigkeit. (Gefährliches Halbwissen )
Die 75l mit C kann ich bei BaßCade leider nicht simulieren,nur ohne Kondensator.
Die f3 wäre dieselbe wie bei dem 100l Gehäuse ,nur die f12 ist etwas höher mit 35Hz.
Die Gehäusegüte liegt dabei bei 0,74.
Was die Ripole angeht wie sehen denn da deine Hörgewohnheiten in Sachen Pegel aus?
Mein Tischlein (2x18") hat gut mit den Sicas (426er) in dem Gehäuse der Schalmeis mit gehalten,auch bei Pegeln deutlich der Nachbarschaftsfreundlichkeit.
Allerdings steht der auch direkt kurz vor meinen Knien im Gegensatz zu den ca. 2,8m entfernten Schalmeis.
Wie sieht es denn mit Blick auf deine Raumprobleme mit einem SBA oder DBA aus?
Sakly hatte da mit den TB Ovalos wenn ich mich nicht irre sogar ein relativ kleines DBA aufgebaut.
Ich hatte zwar selber noch nicht das Vergnügen,aber lt. den Usern die sowas benutzen kann man dadurch einen schwierigen Raum in den Griff kriegen.

@ Till

Yöpp mit den paar Downfiresubs die ich gehört habe ,ist es mir ganz ähnlich wie dir ergangen.
Hattest du bei deinem Ripolversuch auch einen Subsonic gesetzt?
Ich setzte ja auch keine idealen Treiber in meinem "Tischlein" ein,allerdings auch einen Subsonic bei 25 Hz und obenrum einen High Cut bei zur Zeit bei 70Hz (per DCX).

Greets aus dem Valley

Stefan
THWO
Stammgast
#34 erstellt: 09. Dez 2012, 15:21
Anscheinend sind diese ganzen Hin- und Hersimulationsrechnereien auch nur Zahlengefummel, irgendwie, denn anscheinend hohe fs-Werte wirken vielleicht eher verunsichernd. Der GHP-Sub in der hier umgesetzten Form geht jedenfalls so tief herunter, und zwar laut Ohrenmessgerät auf Signallevel, daß selbst allertiefste Instrumente wie riesige Orgeln oder auch Synthesizer sauber und ohne Verlust wiedergegeben werden. Das ist für mich entscheidend. Nur dieses ultratiefe Dauerwabern fehlt zum Glück. Da fällt er dann offensichtlich sehr steilflankig ab.

Meine Hypex haben einen fest eingestellten Subsonic bei, glaube ich, etwa 17 Herz.

Übrigens macht es extrem viel aus, und zwar vorteilhaft, wenn ein Sub in direkter Hörnähe steht. Besser sind zwei Subs und gegenüber Unipol-Subwoofern ergeben Dipol-Subs, zu denen RiPol ebenfalls zählen dürfen, eine nochmals sauberere Wiedergabelinie. Nicht nur dürfte der Pegel gegenüber einem z.B. 2,5 Meter entferntem Sub um Einiges höher liegen (ich würde einmal auf locker 8-10 dB, bei zwei Subs auf 10-12 dB schätzen, was gerade bei hub-belasteten RiPols sehr positiv wirkt), sondern es treten vor allem auch die Raummoden akustisch stark in den Hintergrund. Nicht immer einrichtungsfreundlich, aber klanglich vermnutlich am besten, sofern man die Phase stufenlos regeln kann. Gute Sub-Module können das.


Gruß,
Till
THWO
Stammgast
#35 erstellt: 09. Dez 2012, 15:30
Zum Thema Aufstellung von Subs - und welchen - kann ich zwei Links empfehlen, die das fundiert unterlegen (durch Rudolfs Hinweise entdeckt):

http://www.hifizine.com/2012/03/on-dipole-subwoofer-placement/

http://mehlau.net/audio/dual_nearfield_sub/

Ausgesprochen aufschlussreich.


Gruß,
Till
PokerXXL
Inventar
#36 erstellt: 09. Dez 2012, 17:07
Moin Till

Der Raum wird natürlich auch noch einigen Einfluß nehmen die bei den Simus natürlich nicht so stark berücksichtigt werden.
Das geht da nur vergleichsweise grob wie Eck-,Boden- und Wandaufstellung.
Die Frequenzen sind auch pur ohne Boost vom Submodul,deshalb habe ich auch die f12 mit angegeben,damit man weiß wohin die "Reise" geht.

Wegen dem Hypex habe ich grad mal nachgeschaut,es sind sogar nur 12Hz/24dB an Subsonic.
Eventuell lag da der Knausus Knaxus,ich habe den ja bei 25Hz/24dB gesetzt.
Da kam wahrscheinlich noch zuviel von dem Subsonic Gewabber durch.

Das mit dem Pegelgewinn durch räumliche Nähe hatte ich schon bei der Planung zu meinem "Tischlein" mit einbezogen,da der Ripol ja nicht unbedingt zu den wirkungsgard stärksten Sublösungen gehört.
Und die Rechnung ist voll aufgegangen.

Für Kekskopf sehe ich auch die Multisublösung auch als Mittel gegen seine Raumproblem an.
Sei es als Multisub wie in deinen Link oder aber als SBA/DBA .

Greets aus dem Valley

Stefan
THWO
Stammgast
#37 erstellt: 09. Dez 2012, 18:10
Das kann dann sicherlich auch einmal ein spannendes Thema für einen eigenen Thread werden.
Bin schon ganz gespannt.

Gruß,
Till
Maliq
Inventar
#38 erstellt: 09. Dez 2012, 20:52

PokerXXL schrieb:

Für Kekskopf sehe ich auch die Multisublösung auch als Mittel gegen seine Raumproblem an.



Oder vielleicht mal ein paar € in einfache raumakustische Maßnahmen investiert?


Zum Di-/Ripol: Hier gehen die Meinungen extrem auseinander. Ich betreibe einen mit alten Isophonbässen in sehr geringer Abhörentfernung auf Ohrhöhe direkt hinterm Schreibtisch. Die Einbindung und Entzerrung erfolgt via miniDSP. "Subtil" ist vielleicht das beste Attribut für den Klang. "Körperlos" fällt mir beim Hören gerade noch auf. Dass da Bass war, merkt man erst, wenn man den Sub ausschaltet. Vielen ist das vielleicht zu wenig "Bums".
Auch ich sehne mich manchmal nach dem Schub einer großen TML, die ich aber in meiner Butze nicht mehr aufstellen kann. Aber ich ziehe bald um und dann kommt wieder was größeres rein.

GHP wäre für mich mal eine interessante Variante, ich such was kleines fürs Nahfeld. Ich wurschtel die ganze Zeit, aus Kostengründen und einer Portion Lokalpatriotismus :D, mit diesen alten Isophontreibern rum (PSL320/400), die aber aufgrund ihrer sehr hohen Gesamtgüte von ca. 0,8 recht schwierige Patienten sind. Ohne elektronische Maßnahmen wären da nur riesige geschlossene Gehäuse möglich.
Vom User "not0815" http://www.winboxsimu.de/not0815.html hier im Forum wurde mir noch das Prinzip der "Linkwitz-Transformation" http://www.linkwitzlab.com/filters.htm#9 vorgeschlagen, um das Chassis in verträglichen Gehäusegrößen unterzubringen. Vielleicht wäre das auch eine interessante Variante für den Mivoc-TT. Hierzu benötigt man nur eine einfache EQ-Schaltung wie im Link gezeigt http://sound.westhost.com/project71.htm. Die Bauteilgrößen werden wie im Beispiel von "not0815" berechnet:

Leider haut die Formatierung bei den Brüchen nicht hin. Zähler und Nenner sind nach links gerutscht - gemeint ist zB also (fc/fc')-(Qtc/Qtc') usw.


Zur Verbesserung der Tiefbasswiedergabe wird fc elektronisch verringert, Qt ist frei wählbar und die Schaltung kann jeden Qtc des eingebauten Chassis kompensieren, auch Werte über 1,0!. Mit dieser Möglichkeit können alle Lausprecherboxen, bei den große Chassis "versehentlich" in viel zu kleine Gehäuse gesteckt wurden, verbessern werden.

Das ganze unterliegt eigentlich nur der folgenden Einschränkung:

fc Qtc
----------- - -------------
fc' Qtc'
---------------------------------------- > 0
Qtc fc'
------------ - -------------
Qtc' fc


Weiter mit einen Beispiel mit 18 Zoll-Tieftöner.

Vb = 60L
fc = 110 Hz
Qtc = 1,2

Die genauen Werte ermittelt man am besten durch kurzes Ausmessen der TS-Parameter in der fertig aufgebauten geschlossenen Box. Abweichungen vom ursprünglich berechneten sind, da man ja noch mittels Pole-Shifting-Filter korregiert, nicht so wichtig. Sehr wichtig ist nur, daß man zur Berechnung des Pole-Shifting-Filters von den tatsächlichen (gemessenen) Werten von fc und Qtc ausgeht.

Das Ausmessen von fc und Qtc ist auch sehr einfach und auch von - technisch interresierten - Laien ohne weiteres zu bewerkstelligen. Das erforderlich Werzeug beschränkt sich auf ein Ohmmeter, einen Wechselspannungsmesser, einen Sinusgenerator, zweier Lastwiderstände und einem Verstärker. Da nur im Bassbereich (bis max 200 Hz) gemessen wird, ist jeder halbwegs ordentlicher Multitester schon geeignet. Über einen Sinusgerator verfügt auch jeder, der einen PC mit Soundkarte sein eigen nennt. Anleitungen zum Messen der TS-Parameter kann man jedem ordentlichen Lautsprecherbuch entnehmen. Hat man diese TS-Werte der geschlossenen (Bass-)Box kurz ermittelt, müssen noch die "neuen" Werte für die korregierte Box festgelegt werden. Sinvoll wären z.B..

fc' = 18 Hz
Qtc' = 0,707

Hat man auch diese Werte bestimmt, muß nur noch das Pole-Shiftung-Filter berechnet werden. Die Werte der Filterschaltung errechnen sich wie folgt:

Also mit

fc = 110 Hz
fc' = 18 Hz
Qtc = 1,2
Qtc' = 0,707

ergäbe sich somit dann

fc Qtc
----------- - -------------
fc' Qtc'
---------------------------------------- = k (k =Pole-Shifting-Faktor)
Qtc fc'
------------ - -------------
Qtc' fc

k = 2,89

Nun die Bauteilewerte:

R1 ist frei wählbar, sinnvoll sind Werte mit ca. 10k - 200k
R2 = 2 x k x R1
R3 = (fc / fc' ) ² x R1
C1 = (2 x Qtc x ( 1 +k )) / ( 2 PI x fc x R1)
C2 = 1 / (2Pi x fc x Qtc x (1 + k) x R1)
C3 = ( fc' / fc) ² x C1

Hier im Beispiel ergäben sich danach folgendes Bauteilwerte:

R1 = 10k
R2 = 57,8K
R3 = 373K
C1 = 1,35 µF
C2 = 37 nF (nano Farad)
C3 = 36 nF (nano Farad)

Je genauer die tatsächen Bauteilwerte dem rechnerischen Ideal entsprechen, um so genauer ist auch die Korrektur des Pole-Shifting-Filters. Man sollte deshalb durch Zusammenschaltung einzelner Bauteile mit Standardwerten möglich nahe an den erforderlichen Wert herankommen. Als Op sollten rauscharme NF-OP-Amp verwendet werden, z.B. NE 5532 odr NE 5534.


Da die Korrektur signalseitig erfolgt, sind die Bauteile viel kleiner als bei GHP.
Ein direkter Vergleich wäre bestimmt interessant.


Eine Schaltung zu bauen, schreckt vielleicht erstmal ab. Wer jedoch zB einen miniDSP sein Eigen nennt, kann das Ganze auch softwareseitig realisieren! Hier die Links zu Beispielen von der Benutzung der Biquadfilter:

http://www.minidsp.c...s/linkwitz-transform
http://www.minidsp.c...orm?limit=6&start=12

Ziemlich coole Lösung wie ich finde. In der neuen Bude werde ich das sofort ausprobieren

Wenn man die Chassisparameter kennt, kann man einfach in WinISD die zu kleine geschlossene Box konstruieren, den Linkwitzfilter mit gewünschter Grenzfrequenz und Einbaugüte anwenden, die Daten in diese Berechnungstabelle eintragen http://www.minidsp.c...oefs_v1-20101026.zip und die errechneten Filterwerte im DSP einstellen. Echt easy. WinISD zeigt dabei schön das Verhalten des Chassis, wenn man verschiedene Varianten durchspielt. Das Augenmerk sollte da zB auf die Auslenkung liegen, die sprunghaft ansteigt, je tiefer man entzerrt. Alles in allem ist man mit dieser Operation viel präziser als mit dem Setzen einzelner HPF/LPF.


[Beitrag von Maliq am 09. Dez 2012, 23:55 bearbeitet]
Maliq
Inventar
#39 erstellt: 12. Dez 2012, 18:45
Habe die Box, wie im obigen Post erwähnt, gebaut.
Um den Thread hier nicht zu kapern: hier geht's weiter.
THWO
Stammgast
#40 erstellt: 14. Dez 2012, 01:35
Besten Erfolg!!


Gruß,
Till
Maliq
Inventar
#41 erstellt: 14. Dez 2012, 01:58
Hehe, danke!

Alles schwierig, schwierig.



THWO schrieb:
Zum Thema Aufstellung von Subs - und welchen - kann ich zwei Links empfehlen, die das fundiert unterlegen (durch Rudolfs Hinweise entdeckt):

http://www.hifizine.com/2012/03/on-dipole-subwoofer-placement/

http://mehlau.net/audio/dual_nearfield_sub/

Ausgesprochen aufschlussreich.


Gruß,
Till



Die Links sind wirklich sehr gut! Gerade das Material zum Dipolsub bestätigt meine Beobachtungen. Klanglich ist der nun gebaute Unipol voerst ein Rückschritt da bei der jetzigen Raumaufteilung viel aufstellungskritischer. Der Dipol war hingegen regelrecht "pflegeleicht".



[Beitrag von Maliq am 14. Dez 2012, 02:08 bearbeitet]
Kekskopf
Stammgast
#42 erstellt: 27. Dez 2012, 19:11
Sodala,
also der GHP von THWO wird höchstwahrscheinlich gebaut!

Habe mal mit einem 12" Chassis im GG experimentiert im Bezug auf Subwooferaufstellung und hab tatsächlich ein Plätzchen gefunden wo es mir gefällt.
Leider stimmt mit dem Chassis irgendwas nicht, der Blackbass macht komische Geräusche....
Bis zu dem kritischen Pegel ist es aber dennoch ein großer Gewinn mit dem Subwoofer Musik zu hören.
Davon mal abgesehen schwingen die Seitenwände trotz 22mm stärke ordentlich mit.

Nun zu dem Mivoc GHP:

FRAGEN:
- @ THWO die Kondensatoren müssten ja bipolar sein, oder? Wo hast du die her? Ich finde keine (bezahlbaren) im Netz...

- @ THWO die 75l sind das Kammervolumen, ohne dass der Treiber da reingerechnet (abgezogen) wurde, oder?

- Jemand einen Tipp wo man derzeit einen günstigen, neuen AWX 184 bekommt?

- Hat schonmal Jemand Dubstep/ USA-Rap oder andere Tiefbasslastige elektronische Musik auf diesem Wunderwoofer gehört? Sollte er schon können.


Die Kondensatoren will ich von außen schalten können (ich bin experimentierfreudig), deshalb bau ich mir noch ein Drehschalter oder ein 4er Terminal oder sowas rein.
Werkzeug zum entzerren haben ich nicht, längerfristig liebäugle ich aber mit einem miniDSP
Amp: E-800 | X-Over: Stage Line MCX-210

Vielen dank für die Posts bis jetzt, ihr habt mir schon sehr geholfen!!
THWO
Stammgast
#43 erstellt: 27. Dez 2012, 19:55
Die bei meinem Sub umgesetzten Innenmaße...


Außen B / H / T 53,9 / 62,6 / 37,6 cm
Innen B / H / T 47,5 / 55,6 / 30,0 cm

Front und Rückwand bestehen aus jeweils zweimal 19mm MDF, die Seitenwände sowie Boden und Decke aus jeweils zweimal 16mm MDF. Boden und Decke werden von den umlaufenden Wänden eingefasst. Zwecks optischem Abschluß (und für einfacheres Lackieren) wurden Boden und Decke abschließend noch einmal mit einer vollfllächigen 3mm MDF-Platte (mit etwas Übermaß) "furniert" und die umlaufenden Kanten per Bündigfräser plangefräst.

Innen habe ich das Gehäuse mit 4mm starken, selbstklebenden Bitumenplatten ausgekleidet.


führen genau genommen sogar zu einem Kammervolumen von 79,2 Litern. Das heißt, ohne Berücksichtigung des Tieftöners, welcher natürlich einen gewaltigen Platz einnimmt. Die echte Kammer also.

Zu den Kondensatoren: Gibt es denn überhaupt noch mono-polare Kondensatoren im Frequenzweichenbereich? Zum reinen Ausprobieren wirst Du aber alle billigen Kondis verwenden können, derer Du zu einem für Dich akzeptablen Preis habhaft werden kannst. Doch ist es meine eigene Erfahrung, daß die Qualität vor allem bei Kondensatoren einen erheblichen Einfluß auf die Präzision der Wiedergabe hat. Auch hat es eine Auswirkung, ob Du fette Boliden mit hohen mF-Werten verwendest oder lieber eine Vielzahl kleinerer, parallel geschalteter Kondensatoren. Je kleiner, desto schnell und präzise. Ja ich weiß, auch desto teuer.

In meinen beiden bislang umgesetzten Projekten habe ich Kondensatoren mittlere Qualität und Preislage eingesetzt, um auch hier die Kirche im Dorf zu lassen. Es machte für mich konzeptionell wenig Sinn, neben einem Billig-Tieftöner wie dem AWX 184 Kondensatorbatterien zu einem drei- bis vierfachen Preis einzusetzen. Daher habe ich Intertechnik Q4 - Kondensatoren mit Einzelwerten von 100 mF parallelgeschaltet:
https://www.intertec...n-Cap-Q4/1768,de,279

Damit kommen die Kondensatoren auf einen etwa gleichen Preis wie der Tieftöner, wohlgemerkt mit bereits herausragendem Ergebnis. Das ist für mich in Ordnung.

Falls das Thema Kosten für Dich allerdings sehr weit oben auf der "zu beachten - Liste" steht, kannst Du für´s Erste auch einen Kompromiss eingehen und z.B. hier ganz einfache Kondis (Elko glatt) bestellen:
https://www.intertec...te-Folie/1768,de,605
Hier kosten die 100 mF - Kameraden gerade einmal EUR 4,30 / Stück. Diese vielleicht mit wenigstens ein paar von den Q4 kombinieren - sollte bereits ein erstes ordentliches Ergebnis ermöglichen. Und später (bei Gefallen) kannst Du dann je nach freiem Geld immer mal wieder austauschen und aufwerten.

Zum Herumexperimentieren kannst Du die Kondensatoren erst einmal ganz draußen lassen und lediglich außen in die Plusleitung und an die Plus-Klemme des Terminals legen.

Zum Entzerren: In den meisten Submodulen bereits enthalten, habe ich hier aber nicht vermisst - und auch nicht eingesetzt! Das Ding ist, so wie ich ihn gebaut habe, einfach nur hart und trocken und wabert vor allem nicht in diesem unangenehmen subsonischen Segment - da bin ich etwas empfindlich.

Vielleicht ist Dir das Hypex DS 2.0 dann ebenfalls zu teuer. Andere Module werden natürlich auch gehen - nur bitte keins mit zu hoher fest eingebauter Subsonic-Filterung nehmen. Alles was über 20 Hz fest installiert ist, ist für echte Subs Blödsinn und nur dazu gedacht und geeignet, bestimmte Mini-Mikroben nicht ihre glühende Schwingspule auf den Teppichboden spucken zu lassen.

Deine angegebenen Soundquellen kann ich nicht selber beurteilen. Würde aber mal annehmen, daß sich das auf dem Sub bestimmt "länger" unverzerrt und sauber anhört als auf den meisten anderen Konfigurationen.


Gruß,
Till


[Beitrag von THWO am 27. Dez 2012, 20:05 bearbeitet]
vexus79
Ist häufiger hier
#44 erstellt: 01. Jan 2013, 15:39
Hallo Till,

leider haben wir festgestellt, dass unser Bonsai mehr Licht braucht und ich daher einen passenden Tisch am Fenster bauen "muss" ;-) . Ich habe also die Freigabe für einen Sub fürs Heimkino bekommen und finde diesen äusserst interessant.

Könnte ich, statt der Kondensatorbatterie direkt ein MiniDSP Modul nehmen würde?

@all: Frohes neues Jahr mit vielen neuen Projekten :-)

Gruss
Eugen
THWO
Stammgast
#45 erstellt: 01. Jan 2013, 16:41
Hallo Eugen,

mein Mitgefühl über die sich nun leider aufdrängende Notwendigkeit eines Subwoofer-Tischleins sei Dir versichert!

Es sollte grundsätzlich eigentlich gut klappen (trotz noch fehlender eigener Erfahrungen mit dem Mini-DSP), sofern Du die Möglichkeit zum Messen des Frequenzgangs hast. Dann kannst Du die Funktion der Kondensatoren über das Equalizing des Mini-DSPs nachbilden. Hierfür würde ich den Sub vielleicht selber auf einen Tisch heben (mit entkoppelnder Unterlage), um die direkten (verstärkenden) Bodenreflektionen möglichst fernzuhalten, und in einem Abstand von etwa 30-40 cm messen (also nicht zu weit entfernt), um möglichst den "reinen" Tieftöner einzufangen. Die Tischkante sollte dabei natürlich nicht hervorstehen. Und auf Kippelsicherheit achten, denn das Ding ist schwer.

Was ich nicht weiß ist, ob Du im Mini-DSP zwei Stereokanäle zu einem Mono-Signal zusammenführen kannst. Wie gesagt, ich habe selber noch nicht damit experimentiert. Sonst *mußt* Du vielleicht leider noch einen zweiten Sub für die nahezu unumgängliche Stereo-Anwendung bauen...? Mein Mitgefühl für Dich wächst unaufhörlich!!

Zudem hast Du mit dem Mini-DSP neben einer Entzerrung im unteren F-Gang auch die Möglichkeit der Korrektur von Raummoden, wobei es sich empfiehlt, diese nicht maximal zu eliminieren, damit es sich an anderen Stellen im Raum dann nicht (zu) schrecklich anhört.

Viel Erfolg, bin gespannt auf Deinen Ergebnisbericht!

Und Euch allen ein gutes Neues Jahr und die Erfüllung wichtiger Wünsche!


Gruß,
Till


[Beitrag von THWO am 01. Jan 2013, 16:42 bearbeitet]
vexus79
Ist häufiger hier
#46 erstellt: 01. Jan 2013, 20:25
Hallo Till,

ok dann müsste es funktionieren, danke.
Ich habe bereits ein MiniDSP im Einsatz und bin sehr zufrieden damit.
Man kann eigentlich alle Ein- und Ausgänge koppeln wie man will.

Die Klangqualität von diesen Geräten (oder besser gesagt, das fehlen des Klangs) ist wirklich sehr gut und es sind viele Möglichkeiten zum Testen da.

Gruss
Eugen
Wissnix
Stammgast
#47 erstellt: 04. Jul 2013, 14:46
Hallo,

gibt es mittlerweile Erfahrungen mit dem 75l GHP Gehäuse und dem AM120 von Mivoc?
Wissnix
Stammgast
#48 erstellt: 17. Jul 2013, 13:12
Ok, wollte mal kurz mal mein Statement hinterlassen....

Ich habe mir den Sub ebenfalls gebaut, da er genau die Membranfläche hat, die ich brauche (meine Nachbarn wohl weniger ) bei doch mehr als akzeptablen Abmessungen. 75l Netto ist echt nix und mein 12" BR Woofer war da größer

Gebaut hab ich das Teil aus 22mm Spanplatte roh, MDF hatte Hornbach nicht und ich bin eher von der ungeduldigen Sorte. Damit das Gehäuse ruhig bleibt wurde es innen mit Steifen versehen und auch hier lassen sich im Betrieb keine Gehäuseschwingungen wahrnehmen.

Als Kondensatoren habe ich IT Elkos gewählt (8x 100uF). Mal sehen, evtl werden sie noch durch Folien-C´s ersetzt.

Beim Modul habe ich mich für das WAM300 DSP von Intertechnik entschieden, da es
a) mit rd 250W an 4Ohm genug Leistung hat
b) 2Ohm stabil ist (ein 2. 18" ist in der Überlegung)
c) dank DSP und passender Software der Frequenzgang hervorragend an die Raumakustik (und persönliche Vorlieben) angepasst werden kann
Das Modul wurde für ein besseres Handling ausgelagert und bekam ein eigenes Gehäuse aus Holz, welches ebenfalls optisch an den Subwoofer/die Satelliten (Udo´s SB18) angepasst wurde.

Apros pros Optik : Die Lautsprecher/ der Sub sind mit cremeweißen Kunstleder bezogen, die Seitenwangen sind schwarz lasiert und bestehen aus aufgedoppelten 6mm Pappelsperrholz.

Wie klingt es? Die Beschreibung "PENG! und weg" trifft es wirklich sehr gut. Da das Wetter zZ überraschend gut ist und ich die Sonne nutzen möchte, habe ich noch nicht viel Zeit für eine genaue Abstimmung investieren können, der DSP wurde auf die schnelle per Software am Mac konfiguriert:
Frequenzweiche : TP ca 70Hz/24dB, Subsonic 20Hz/24dB
EQ: 35Hz +2,5dB ; 25Hz +4dB

Das Teil rockt so schon wirklich gut, kein Wabern sondern totale Kontrolle und extrem präzise. Wenn der Pegel angepasst ist, fällt der Subwoofer bei Musik nicht auf (erst wenn er gemutet/ausgeschaltet wird) - so soll es sein.
Wenn nötig (zB Heimkino) ist er aber auch durchaus in der Lage, das Zimmer abzureissen - brutal tief und dabei immer kontrolliert bei (für mich) schon arg lauten Pegeln....

PS: Damit das Ganze nicht zu unübersichtlich wird (und ich in mehreren Threads posten muss) verweise ich für Bilder mal auf meinen DIY Anlagenthread hier im Forum -> http://www.hifi-foru...um_id=71&thread=9926


[Beitrag von Wissnix am 17. Jul 2013, 13:13 bearbeitet]
Kekskopf
Stammgast
#49 erstellt: 17. Jul 2013, 14:09

Wissnix (Beitrag #48) schrieb:
Ich habe mir den Sub ebenfalls gebaut

Welchen den AWX184 oder den 120?



Wissnix (Beitrag #48) schrieb:
Elkos gewählt (8x 100uF)

µF oder mF ? Der Woofer ist für 800mF konzipiert.

Poste doch auch hier ein paar Bilder
Schreib in ein paar Wochen nochmal wie du ihn findest Dann hat man meist erst den richtigen Eindruck.
THWO
Stammgast
#50 erstellt: 17. Jul 2013, 14:20
Freue mich über Deine positiven ersten Erfahrungen! Gute Idee, später noch einmal zu berichten, zumal der Mivoc sich ja noch einspielen wird. Aufgrund seiner steifen Einspannung wird das etwas dauern und die Qualität noch fortlaufend zunehmen; er wird dann noch etwas "freier" klingen. Irgendwann wirst Du dann vielleicht auch den Pegelregler ein wenig zurücknehmen.

Wenn Du die Kondensatoren irgendwann einmal gegen höherwertige tauschst, wirst Du das ziemlich deutlich hören. Kontrolle und Präzision nehmen noch einmal zu. Überlegenswert ist es, einen der 100er durch eine kleinteiligere Stückelung zu ersetzen; das macht es noch einmal etwas "schneller" (ich weiß, genau genommen kein passender Begriff).

Viel Freude mit Deinem schönen Spielzeug, und ja: Ein paar Photos wären schön!


Gruß,
Till
Wissnix
Stammgast
#51 erstellt: 17. Jul 2013, 15:58
Ok, hier die Bilder....

SB18 und Mivoc AWX184
Mivoc AWX184 und Wyntek WAM300 DSP Aktivmodul

...ich meinte natürlich 800µF - und ich bin mir recht sicher, das der Till auch 800µF (Mikrofarad) meint und nicht 800mF (800 Millifarad), denn das wäre doch extrem teuer und würde in MKP/MKS Ausführung sicherlich ein eigenes 75l Gehäuse brauchen ;).

Die 800µF funktionieren auf jeden Fall bestens
Und klar, ich werde in ein paar Wochen nochmal ein Update liefern
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