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Studio Monitor Genelec 8050 oder K+H O300 für Wohnzimmer?

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dr-dezibel
Stammgast
#1 erstellt: 17. Aug 2007, 20:35
Im Hifi-Bereich habe ich schon einiges probiert und so bin ich nun auf der Suche nach Verbesserung über die Studio-Monitore gestolpert.
Hier im Forum habe ich mich auch schon über dieses Thema informiert.
Aus optischen Gründen sollten es weisse LS sein, was die Auswahl sicher etwas eingegrenzt.
So habe ich die Genelec 8050 oder 8040 und die K+H O300 im Auge.
Der Raum ist etwa 25 qm groß, Hörbereich ist etwa aber nur 16 qm.
Der Abstand zu den LS wird ca.2,8-3m sein und zwischen den LS ca. 2,5m.
Quellen CD/PC/DVD, Vorverstärker soll der Denon DN-A7100 aus der Professional-Reihe werden (Surround, aber vorerst nur als Stereo D/A-Wandler und Vorstufe genutzt).
Musik ist alles von Jazz bis Metal.
Hohe Lautstärke ist aber nicht unbedingt gefordert.
Welchen Monitor könnt ihr mir empfehlen?
Probehören? Klar, aber für die K+H müsste ich 200km zu Hörzone nach München fahren.
Ich habe im Umkreis nur eine Händler, der mir ein Paar Genelec extra zum Hören anfordern würde, aber ich sollte schon vorher wissen ob 8040 oder 8050.
Deshalb würde ich erst mal ein paar Meinungen haben um die Auswahl einzugrenzen.
Holzöhrchen
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 17. Aug 2007, 21:33

Probehören? Klar, aber für die K+H müsste ich 200km zu Hörzone nach München fahren.

Ich dachte, Hörzönchen schickt die einem auch zu
Holzöhrchen
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 18. Aug 2007, 11:59
Huhu, Hörzönchen. Bitte melden
dr-dezibel
Stammgast
#4 erstellt: 18. Aug 2007, 16:12
Alle Monitor-Freaks in Urlaub?

Habe noch etwas recherchiert und die O300 soll ja eher für richtiges Nahfeld geeignet sein?
Hüb'
Inventar
#5 erstellt: 19. Aug 2007, 16:19
Die O300 funktioniert auch bei größeren Abständen sehr gut.

In dieser Preisklasse würde ICH allerdings keine Kaufentscheidung treffen, ohne die LS in den eigenen 4 Wänden gehört zu haben.

Grüße

Frank
Haltepunkt
Inventar
#6 erstellt: 19. Aug 2007, 18:27
Ich würde erstmal den Hörabstand überdenken. 2,8m..3m sind im Wohnraum mit den beiden LS ohne Abstriche nicht zu machen.
Wenn's dabei bleibt, würde ich aus 2 Gründen zur Genelec 8050 tendieren:
- das höhere Bündelungsmaß
- der höhere Maximalpegel im Bassbereich. Bei Deinem bevorzugten Programmmaterial kann die Hummel bei diesem Hörabstand schnell an ihre Grenzen stoßen. Deinen Pegelbedarf kennst aber nur Du selbst.

Grüße
Martin
dr-dezibel
Stammgast
#7 erstellt: 19. Aug 2007, 19:31

Hüb' schrieb:

In dieser Preisklasse würde ICH allerdings keine Kaufentscheidung treffen, ohne die LS in den eigenen 4 Wänden gehört zu haben.

Grüße

Frank
:prost


Eh klar!
Ich möchte hier nur ein paar kompetente Meinungen sammeln, um die Auswahl einzugrenzen.
dr-dezibel
Stammgast
#8 erstellt: 19. Aug 2007, 19:35

Haltepunkt schrieb:
Ich würde erstmal den Hörabstand überdenken. 2,8m..3m sind im Wohnraum mit den beiden LS ohne Abstriche nicht zu machen.
Wenn's dabei bleibt, würde ich aus 2 Gründen zur Genelec 8050 tendieren:
- das höhere Bündelungsmaß
- der höhere Maximalpegel im Bassbereich. Bei Deinem bevorzugten Programmmaterial kann die Hummel bei diesem Hörabstand schnell an ihre Grenzen stoßen. Deinen Pegelbedarf kennst aber nur Du selbst.

Grüße
Martin


Beim Hörabstand geht nichts mehr, 2,80m ist die Untergrenze.
Wie wirkt sich das Bündelungsmaß aus?
dr-dezibel
Stammgast
#9 erstellt: 19. Aug 2007, 19:50
Wie kann man die Kandidaten in etwa klnaglich beschreiben?
Und sind die klangmäßigen Unterschiede zwischen der Genelec 8050 und der 8040 so gravierend wie der Preisunterschied?
Haltepunkt
Inventar
#10 erstellt: 20. Aug 2007, 13:53

dr-dezibel schrieb:

Wie wirkt sich das Bündelungsmaß aus?


Mit steigendem Hörabstand reduziert sich der Direktschallanteil des Gesamtschallfelds am Hörplatz. Da die Genelec den Schall stärker bündelt, also die gleiche Energie in einem schmaleren Bereich abstrahlt, erzielst Du damit tendenziell mehr Direktschall am Hörplatz als bei der Hummel.
Ab einem gewissen Hörabstand ist der sich aufbauende Nachhall (Diffusschallfeld) im Raum gleich laut wie der Direktschall. Dieser Bereich nennt sich Hallradius und ist bei der Genelec somit größer als bei der Hummel. Darüberhinaus überwiegt der Diffusschall. Das dürfte bei Deinem Hörabstand gegeben sein, egal ob mit der Hummel oder der Genni.
dr-dezibel
Stammgast
#11 erstellt: 20. Aug 2007, 19:42
Danke!
Jetzt hab ichs geschnallt, warum die Genelec die bessere Wahl für mich sein dürfte - sofern sie mir klangmäßig zusagt.
Poison_Nuke
Inventar
#12 erstellt: 20. Aug 2007, 20:06
wie sieht es denn mit der Genelec 1032APM aus?
kostet zwar etwas mehr, bietet dafür aber noch bessere Wiedergabeeigenschaften für solche Distanzen, vorallem das Bündelungsmaß ist nochmal ne ganze Ecke besser wie bei der 8050, aber auch die Pegelfestigkeit sollte hier nochmal ein wenig höher liegen

wie sind überhaupt die Abstände zu den umgebenen Wänden?
Weil prinzipiell richtet sich das Kriterium für "Nahfeld" und "Hallradius" usw nicht nur nach dem Abstand Hörer - Lautsprecher, sondern primär aus dem Verhältnis aus Abstand Hörer-Lautsprecher zum Abstand Lautsprecher-Wände

Idealerweise ist das Verhältnis immer kleiner 1, also Wandabstände größer wie Hörabstand, dann ist man im Nahfeld drin. Der Übergangsbereich (beides gleich), wird Midfield genannt, und alles andere ist dann Farfield.
dr-dezibel
Stammgast
#13 erstellt: 21. Aug 2007, 13:36

Poison_Nuke schrieb:

wie sieht es denn mit der Genelec 1032APM aus?
kostet zwar etwas mehr, bietet dafür aber noch bessere Wiedergabeeigenschaften für solche Distanzen, vorallem das Bündelungsmaß ist nochmal ne ganze Ecke besser wie bei der 8050, aber auch die Pegelfestigkeit sollte hier nochmal ein wenig höher liegen


Danke für deine Empfehlung, aber die passen optisch überhaupt nicht zu meinen Anforderungen (s. oben).


Poison_Nuke schrieb:

wie sind überhaupt die Abstände zu den umgebenen Wänden?
Weil prinzipiell richtet sich das Kriterium für "Nahfeld" und "Hallradius" usw nicht nur nach dem Abstand Hörer - Lautsprecher, sondern primär aus dem Verhältnis aus Abstand Hörer-Lautsprecher zum Abstand Lautsprecher-Wände

Idealerweise ist das Verhältnis immer kleiner 1, also Wandabstände größer wie Hörabstand, dann ist man im Nahfeld drin. Der Übergangsbereich (beides gleich), wird Midfield genannt, und alles andere ist dann Farfield.


Die Auftstellung wird entsprechend "normalen" LS sein.
ca. 25-30cm von der Rückwand entfernt.
Links ist bis zur Seitenwand 3m Platz und Rechts ist ca. 50-70cm bis zum Fenster, aber mit Vorhang davor.
Daher sind von seitlich kaum Reflexionen zu befürchten.
Aber eben nicht Nahfeld.
Poison_Nuke
Inventar
#14 erstellt: 21. Aug 2007, 17:15

dr-dezibel schrieb:
Rechts ist ca. 50-70cm bis zum Fenster, [...] Daher sind von seitlich kaum Reflexionen zu befürchten.



wären auf beiden Seiten 3m, dann würde ich mit dieser Aussage konform gehen, aber 70cm bei fast 3m Hörabstand ist nen Witz bezüglich der Reflexionsstärke
dr-dezibel
Stammgast
#15 erstellt: 21. Aug 2007, 20:04
Was soll am Vorhang schon reflektieren?
Poison_Nuke
Inventar
#16 erstellt: 21. Aug 2007, 20:30
Wenn ich das richtig verstanden hab, dann ist 70cm nebem dem LS eine komplette Wand mit Fenstern usw drin?
und da ein Vorhang den Schall beinah unverändert durchlässt, ist der eh irrelevant für eine akustische Betrachtung.

wie sieht die Raumgeometrie denn genau aus?
Gene_Frenkle
Inventar
#17 erstellt: 21. Aug 2007, 20:43
Die K&H konnte ich leider noch nicht höre. Allerdings hat Adam-Audio doch neuerdings seine Lautsprecher auch in weiß lieferbar. Beim direkten Vergleich Adam mit Genelec fand ich die Genelec im Hochtonbereich minimal harscher. Subjektiv boten die Genelec eine etwas höhere Präzision. Die Adams dagegen waren etwas angenehmer. In wieweit sich das in Deinem Hörraum auswirkt vermag ich nicht zu sagen. Die Unterschiede waren eher subtil. Beide Geräte sind allerdings in jedem Falle eine dicke Empfehlung. Optisch gefallen mir die Genelecs allerdings besser.
ICG
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 21. Aug 2007, 23:45

Haltepunkt schrieb:
Wenn's dabei bleibt, würde ich aus 2 Gründen zur Genelec 8050 tendieren:
- das höhere Bündelungsmaß
- der höhere Maximalpegel im Bassbereich. Bei Deinem bevorzugten Programmmaterial kann die Hummel bei diesem Hörabstand schnell an ihre Grenzen stoßen. Deinen Pegelbedarf kennst aber nur Du selbst.


Mal eine dumme Frage.. wieso sollen die Klein und Hummel schneller an die Grenzen stoßen als die Genelec?

Beides sind geschlossene Lautsprecher, gibt also bei keinem einen Prinzipbedingten Vorteil bei einem und im Baßbereich ist der Maximalpegel, egal wie hoch der Wirkungsgrad ist, von der Fläche x Hub begrenzt. Beide haben aber einen 20er TT, wobei bei den Klein + Hummel der Tieftöner weitaus weniger weit rauf spielen muß wegen der großen Mitteltonkalotte, also deswegen doch grade einen Dynamikvorteil haben sollte?!
Hüb'
Inventar
#19 erstellt: 22. Aug 2007, 04:21
Die Genelec sind BR.
Die Abgabe des TT an die MT-Kalotte bringt dynamisch keine Vorteile, da für den Hub des TT kaum relevant.

Grüße

Frank


[Beitrag von Hüb' am 22. Aug 2007, 04:22 bearbeitet]
ICG
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 22. Aug 2007, 06:18

Hüb' schrieb:
Die Genelec sind BR. ;)


Ah, okay, das ändert die Sache dann natürlich. Damit ziehe ich meine Einwände zurück.


Hüb' schrieb:
Die Abgabe des TT an die MT-Kalotte bringt dynamisch keine Vorteile, da für den Hub des TT kaum relevant.


Eigentlich schon, jedenfalls vorausgesetzt daß das Gehäuseprinzip das gleiche ist. Der Hub wird natürlich nicht (wesentlich) weniger aber der große Hub erzeugt dann weniger Intermodulationsverzerrungen, spielt viel freier, sauberer als wenn er von dem am Grenzbereich arbeitenden Baß wieder gegeben werden müßte. Auch wenn es keine Intermodulationsverzerrungen sein sollten sondern 'nur' normaler Klirr, wäre ein 3-Weger im Vorteil, ich kenne zumindest keine 20er Baßlautsprecher, die im Mitteltonbereich nicht auch deutliche Steigerungen im Klirr mit sich bringen, wenn der Pegel stark steigt oder die Chassis sogar an ihre mechanische Grenze gelangen.


Hüb' schrieb:
Grüße

Frank
:prost


Auch Grüße

Auch Frank

Haltepunkt
Inventar
#21 erstellt: 22. Aug 2007, 10:47
@dr-dezibel

Die Genelec 8040A und 8050A wurden in der verblichenen Zeitschrift "Production Partner" Ausgabe 9/2004 ausgiebig getestet. Klanglich werden die sich nicht viel geben. Die Unterschiede sind in der unteren Grenzfrequenz (- 3db bei 40 Hz bzw. 34 Hz) und im max.Pegel zu suchen. Die klangbestimmenden Frequenzgänge bzw. Abstrahleigenschaften sind sehr ähnlich. Ist ja auch Sinn der Sache.
Im Hummel-Thread habe ich einzelne Grafiken daraus gepostet. In der Antwort AHs finden sich die von ICG angesprochenen IM Verzerrungen.

http://www.hifi-foru...10998&postID=538#538

Grüße
Martin
dr-dezibel
Stammgast
#22 erstellt: 22. Aug 2007, 11:44

Poison_Nuke schrieb:


wie sieht die Raumgeometrie denn genau aus?


So, hier habe ich mal kurz eine Skizze gemacht.

Der Abstand zu den LS ist ca.2,8m und zwischen den LS ca. 2,2m.

Im linken Bereich ist eine Essecke, die habe ich jetzt nicht eingezeichnet.

Rechts das Fenster mit Vorhang darunter der Heizkörper.
Hinter den Übergardinen rechts und links vom Fenster ist Noppenschaumstoff, ebenso hinter der Couch und unter dem Tisch.

Hinter der Couch befindet sich ein großes Billy-Regal mit Büchern/Cds. etc.



[Beitrag von dr-dezibel am 22. Aug 2007, 11:50 bearbeitet]
dr-dezibel
Stammgast
#23 erstellt: 22. Aug 2007, 11:49

Haltepunkt schrieb:
@dr-dezibel

Die Genelec 8040A und 8050A wurden in der verblichenen Zeitschrift "Production Partner" Ausgabe 9/2004 ausgiebig getestet. Klanglich werden die sich nicht viel geben. Die Unterschiede sind in der unteren Grenzfrequenz (- 3db bei 40 Hz bzw. 34 Hz) und im max.Pegel zu suchen. Die klangbestimmenden Frequenzgänge bzw. Abstrahleigenschaften sind sehr ähnlich. Ist ja auch Sinn der Sache.
Im Hummel-Thread habe ich einzelne Grafiken daraus gepostet. In der Antwort AHs finden sich die von ICG angesprochenen IM Verzerrungen.

http://www.hifi-foru...10998&postID=538#538

Grüße
Martin




Danke für deine Antwort und den Link!

Da werde ich mich mal einlesen.
Poison_Nuke
Inventar
#24 erstellt: 22. Aug 2007, 17:59
also doch richtig gedacht8)

ich hoffe, den Noppenschaumstoff hast du wenigstens mit den Noppen Richtung Wand angebracht? Weil Noppen Richtung Raum ist das akustisch schlimmste, was man machen kann. Umgedreht ist es hingegen recht sinnvoll


eine Drehung um 90° der Höranordnung samt Couch (so dass die Couch mehr oder weniger als Raumteiler fungiert), wäre wohl nicht machbar?
dr-dezibel
Stammgast
#25 erstellt: 23. Aug 2007, 15:36

Poison_Nuke schrieb:
also doch richtig gedacht8)

ich hoffe, den Noppenschaumstoff hast du wenigstens mit den Noppen Richtung Wand angebracht? Weil Noppen Richtung Raum ist das akustisch schlimmste, was man machen kann. Umgedreht ist es hingegen recht sinnvoll



Willst du mich für blöd verkaufen??


Poison_Nuke schrieb:

eine Drehung um 90° der Höranordnung samt Couch (so dass die Couch mehr oder weniger als Raumteiler fungiert), wäre wohl nicht machbar?


Nein, da
1. die Couch zu groß
2. sonst der TV vor dem Fenster steht
Poison_Nuke
Inventar
#26 erstellt: 23. Aug 2007, 17:36

dr-dezibel schrieb:
Willst du mich für blöd verkaufen??


hab ich sicher nicht vor.
Hab das deshalb nur gefragt, weil ja doch der größte Teil aller Anwender von Noppenschaum es so macht, dass die plane Seite an der Wand ist, bzw halt die Noppen in den Raum hineinragen, was akutisch aber der größte Fehler überhaupt ist.
Wenn du es hingegen schon so gemacht hast, dass die Noppen zur Wand zeigen, dann ist doch allesn in Ordnung
ICG
Hat sich gelöscht
#27 erstellt: 23. Aug 2007, 17:39

Poison_Nuke schrieb:
hab ich sicher nicht vor.
Hab das deshalb nur gefragt, weil ja doch der größte Teil aller Anwender von Noppenschaum es so macht, dass die plane Seite an der Wand ist, bzw halt die Noppen in den Raum hineinragen, was akutisch aber der größte Fehler überhaupt ist.
Wenn du es hingegen schon so gemacht hast, dass die Noppen zur Wand zeigen, dann ist doch allesn in Ordnung :prost


Gibt's dafür auch eine Erklärung, warum es der größte Fehler überhaupt ist?
Poison_Nuke
Inventar
#28 erstellt: 23. Aug 2007, 18:02
kommt durch die Dämpfung von Schallwellen. Je weiter ein Absorber von der Wand entfernt ist, desto tiefer seine untere Wirkfrequenz. Beim Noppenschaumstoff ist es so, dass halt in "normaler" Anwendung immer weiter von der Wand weg immer weniger Absorptionsmaterial ist, wodurch die hohen Frequenzen sehr stark, die tiefen aber sehr wenig bedämpft werden, wodurch eine extreme Hochtonüberdämpfung entsteht.

Wenn man die Noppen Richtung Wand macht, dann ist der Großteil der Absorbermasse etwas von der Wand entfernt, wodurch der Hochton nicht so stark bedämpft wird, dafür aber die tiefen Frequenzen etwas mehr, wodurch sich ein wesentlich ausgeglicheneres Klangbild ergibt.

Näheres dazu findet ihr auf meiner Homepage im Teil "Raumakustik" und im Akustikforum hab ich das ganze auch u.a. hier: http://www.hifi-foru...um_id=72&thread=1558 ausführlicher erklärt
oder auch in anderen Threads im Akustikforum
ICG
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 23. Aug 2007, 18:11

Poison_Nuke schrieb:
kommt durch die Dämpfung von Schallwellen. Je weiter ein Absorber von der Wand entfernt ist, desto tiefer seine untere Wirkfrequenz. Beim Noppenschaumstoff ist es so, dass halt in "normaler" Anwendung immer weiter von der Wand weg immer weniger Absorptionsmaterial ist, wodurch die hohen Frequenzen sehr stark, die tiefen aber sehr wenig bedämpft werden, wodurch eine extreme Hochtonüberdämpfung entsteht.

Wenn man die Noppen Richtung Wand macht, dann ist der Großteil der Absorbermasse etwas von der Wand entfernt, wodurch der Hochton nicht so stark bedämpft wird, dafür aber die tiefen Frequenzen etwas mehr, wodurch sich ein wesentlich ausgeglicheneres Klangbild ergibt.


Das ist schon richtig, es kommt aber stark darauf an, was man dämpfen möchte, deswegen kann man nicht grundsätzlich sagen, daß es verkehrt oder 'das schlimmste was man überhaupt machen kann' ist.


Poison_Nuke schrieb:
Näheres dazu findet ihr auf meiner Homepage im Teil "Raumakustik" und im Akustikforum hab ich das ganze auch u.a. hier: http://www.hifi-foru...um_id=72&thread=1558 ausführlicher erklärt
oder auch in anderen Threads im Akustikforum :prost


Danke für die Links.
Poison_Nuke
Inventar
#30 erstellt: 23. Aug 2007, 19:17
der Hochtonbereich ist so oder so schon deutlich stärker bedämpft wie der Rest. Man würde also die Neutralität extrem verschlechtern. Und wenn man schon Studiomonitore kaufen möchte, dann wird man IMHO sicher nicht darum bemüht sein, durch akustische Maßnahmen die Neutralität wieder zu runinieren
ICG
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 23. Aug 2007, 20:38
Noppenschaumstoff wird manchmal auch benutzt um Vibrationen zu mindern, hierbei ist der Absorbtionseffekt am besten mit der glatten Fläche zur dämpfenden Fläche hin vollflächig verklebt. Wie gesagt, es kommt auf die Situation an, die man akustisch vorfindet, was sinnvoll ist. Deswegen ist es falsch grundsätzlich - mit dazu noch absolutem Anspruch -pauschal zu sagen so herum wäre es 'das schlimmste' überhaupt.
Poison_Nuke
Inventar
#32 erstellt: 23. Aug 2007, 20:51
Noppenschaumstoff hat kaum nennenswerten Einfluss auf Körperschall, schon gar nicht hinter einer Gardine. Wer damit Körperschall minimieren will, der nimmt Schwerschaum

in dem Kontext gesehen ist meine Aussage also schon angebracht
ICG
Hat sich gelöscht
#33 erstellt: 23. Aug 2007, 21:46
Aber er hat Einfluß bei dem Tisch.Deine Aussage hat also auch im Kontext keine Richtigkeit mit so einem absoluten Anspruch. (Ob Noppenschaumstoff dafür das beste Material ist, ist wieder eine andere Frage).

Überhaupt ist 'Noppenschaumstoff' kein genormter Begriff für die Dämmungseigenschaften sondern gibt die Form an (Noppen eben), es gibt auch Noppenschaumstoffplatten aus Schwerschaum.

Um nochmal auf den Noppenschaumstoff hinter den Gardinen usw. zurückzukommen: Er hat geschrieben "Hinter den Übergardinen rechts und links vom Fenster ist Noppenschaumstoff, ebenso hinter der Couch und unter dem Tisch.". An keiner dieser Stellen wird der Noppenschaumstoff direkt beschallt, deswegen ist eine höhere Absorbtion im Hochtonbereich bei diesen Anwendungen vollkommen irrelevant (soviel zum Kontext). Es bringt ja auch nix einen Raum einseitig (zu) stark zu dämpfen, die geringere Dämpfung kann also durchaus praxisbezogen richtig sein. Es gibt in der Praxis oftmals Probleme mit der Haltbarkeit der Verklebung, wenn sie nur punktuell (d.h. auf den Noppen) erfolgt weil entweder der Kleber nicht hält oder einfach die Spitzen der Noppen abreißen. Wie man die Materialien anwendet ist also immer ein Kompromiss und stark Situationsabhängig.

Wäre es besser gewesen, den Noppenschaumstoff mit den Noppen zur Fläche zu verkleben? - Bei den meisten Flächen - ja!

Ist es tatsächlich ein (grober) Fehler gewesen, den Schaumstoff so zu verarbeiten? - NEIN!

Mag sein daß ich das ein wenig kleinkariert sehe was die Formulierung angeht. Ich hab aber ein Problem damit wenn jemand andere als möglichst unwissend (dumm?) dastehen lassen will mit in den Raum geworfenen absoluten Anforderungen/Behauptungen.
Poison_Nuke
Inventar
#34 erstellt: 24. Aug 2007, 06:21
ich will hier keinen als Dumm darstellen. Wenn sich jemand dahingehend beleidigt fühlt, dann entschuldige ich mich dafür.
Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass herkömmlicher Noppenschaumstoff, wie man ihn nunmal verwendet, nur wie von mir beschrieben sinnvoll einzusetzen ist.

Schwerschaumplatten mit Noppen haben nebenbei keinen weiteren Sinn, es gibt sie auch so nicht einfach so zu kaufen und außerdem hätte dr-dezibel das dann wohl geschrieben




Hinter den Übergardinen rechts und links vom Fenster


An keiner dieser Stellen wird der Noppenschaumstoff direkt beschallt

Gegen dich muss ich jetzt aber schon was schreiben:
wirklich auskennen tust du dich in der Akustik wohl nicht?
weil das ist fachlich definitiv komplett falsch


Des Weiteren:
warum sollte man den Noppenschaumstoff mit den Noppen an die Wand KLEBEN
Mach dich doch also bitte erstmal mehr zum entsprechenden Thema schlau, bevor du Aussagen anderer Leute versuchst zu zerlegen/wiederlegen, nur weil dir die Ausdruckweise nicht passt.
ICG
Hat sich gelöscht
#35 erstellt: 24. Aug 2007, 10:03

Poison_Nuke schrieb:
Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass herkömmlicher Noppenschaumstoff, wie man ihn nunmal verwendet, nur wie von mir beschrieben sinnvoll einzusetzen ist.

Schwerschaumplatten mit Noppen haben nebenbei keinen weiteren Sinn, es gibt sie auch so nicht einfach so zu kaufen und außerdem hätte dr-dezibel das dann wohl geschrieben ;)


Ich glaub auch nicht daß dr-dezibel Schwerschaumplatten verbaut hat. Ich nicht gesagt, daß Noppenschwerschaum sinnvoll ist in akustischer Hinsicht. Die Schwerschaumplatten gibt's Noppen-, Pyramiden- und anderen Profil-Oberflächengestaltungen und sogar in verschiedenen Farben, das ist bei den meisten Herstellern dafür da um eine gleichmäßige Optik im Raum zu ermöglichen und um sich von den Konkurrenzherstellern abzuheben.


Poison_Nuke schrieb:
Gegen dich muss ich jetzt aber schon was schreiben:
wirklich auskennen tust du dich in der Akustik wohl nicht?
weil das ist fachlich definitiv komplett falsch


Du hast überlesen daß hauptsächlich abgedeckte Flächen mit dem Noppenschaumstoff versehen wurden und mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen, daß es sinnvoll sein kann daß die Glatte Seite zur Wand muß, ich hab beim mehrfachen hin- und her copy&paste das später nochmal reingepasted und vergessen darauf nochmal einzugehen. Da sind wir dann ja wohl beim Gleichstand.


Poison_Nuke schrieb:
Des Weiteren:
warum sollte man den Noppenschaumstoff mit den Noppen an die Wand KLEBEN
Mach dich doch also bitte erstmal mehr zum entsprechenden Thema schlau, bevor du Aussagen anderer Leute versuchst zu zerlegen/wiederlegen, nur weil dir die Ausdruckweise nicht passt.


Ich hab bisher selber noch keinen Noppenschaumstoff verarbeitet, jedenfalls nicht für Raumakustik. Und? Das bedeutet nicht, daß man die Wirkungsweise nicht kennen kann. Fest steht, daß hinter dem Sofa und unter dem Tisch die stärkere Hochtonabsorption total irrelevant ist, was Du (zu unrecht) als falsch dargestellt hast. Das hab ich klarstellen wollen und hast Du ja indirekt auch zugeben müssen (sonst hättest Du dagegen ja wohl auch noch etwas geschrieben )


Poison_Nuke schrieb:
ich will hier keinen als Dumm darstellen. Wenn sich jemand dahingehend beleidigt fühlt, dann entschuldige ich mich dafür.


Okay, angenommen Jeder macht Fehler, sei es durch Unwissenheit, Flüchtigkeit oder Unachtsamkeit (oder was auch immer), ich denke, solange man einen vernünftigen Ton beibehält und auch auf die Argumente eingeht, läßt sich das alles noch gradebiegen, oder?

@dr-dezibel Um nochmal auf das eigentliche Problem von zurückzukommen: Das Fenster mit seiner stark schallreflektierenden Fläche ist wohl ein großer Teil des Problems. Ich denke, es könnte schon ein gutes Stück besser werden, wenn man die Lautsprecher, Fernseher und auch den Hörplatz ein wenig nach links verschieben würde, genauso könnte ein Eindrehen der Lautsprecher in Richtung Hörplatz eine Verbesserung bringen. Das ist schnell und kostenfrei ausprobiert, schon kleine Fortschritte können eine große Erleichterung sein in dieser Situation.
Das Regal im Rücken ist allerdings nach wie vor ein Problem. Was für Lautsprecher benutzt Du denn momentan?
dr-dezibel
Stammgast
#36 erstellt: 24. Aug 2007, 10:17
Viel verschieben kann ich nicht mehr und eindreht sind die LS bereits.
Das Regal an der Wand hinter mir hat übrigens erheblich was zur Verbesserung der Akkustik gebracht. Vorher war da ja nur eine kahle Wand.
LS sind derzeit Canton RC-L.
Der Hochton-bereich passt recht gut, im Tiefbass ist eine leichte Dröhnneigung vorhanden, die ich mit Blackbox und der Klangregelung am Marantz auch mehr oder weniger (je nach Musikprogramm) im Griff habe.
Ich bin eigentlich mit dem Klang recht zufrieden, möchte aber wieder auf kleinere (und feinere) LS umteigen. Ich denke, dass sich damit auch dass Tiefbassproblem weitestgehend löst.
dr-dezibel
Stammgast
#37 erstellt: 27. Sep 2007, 19:12
Nun habe ich ein Paar Genelec 8050 zur Probe zuhause und einen kurzen Hörbericht hier gepostet:

http://www.hifi-foru...13717&postID=979#979


Nachdem ich schon so zufrieden bin, werden die K+H wohl nicht mehr viel bringen, zumal mir die Optik und der hohe Preis auch nicht so zusagt.


[Beitrag von dr-dezibel am 27. Sep 2007, 19:13 bearbeitet]
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