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Nubert LS zu linear - suche Alternativen zum Probehören!!!

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Matze81479
Stammgast
#1 erstellt: 03. Feb 2004, 17:08
Hallo zusammen,

ich habe derzeit eine Nubert Nuwave 10 und eine Nuline 100 mit ABL-Modul zum Probehören zu Hause. Bei der Nuwave 10 war schnell klar, dass diese für meinen Geschmack zu linear/analytisch ist. Bei der Nuline 100 schwanke ich von Tag zu Tag zwischen Kaufen und Weiter-Umschauen hin und her. Die prägnanten Höhen beider LS haben mich anfangs am meisten gestört. Ich wurde nach einiger Zeit regelrecht müde beim Hören, und von entspanntem Geniessen der Musik konnte nicht die Rede sein.

Leider weiss ich noch nicht so recht, welche Fachbegriffe am besten zu dem von mir Gesuchten passen. Fehlende "Wärme" scheint aber mal sicher zu sein. Ein Händler überzeugte mich aber gerade davon, dass mein Wunsch nach einem "warmen, räumlichen und audiophilen" Klangbild genau die Begriffe zusammenfasst, die es nicht zusammen gibt. Ich beschreibe es jetzt einfach mal so: Ich möchte meine Musik (70% Pop/Rock - von Queen über Robbie Williams bis zu Eric Clapton, 30% Klassik) zur Entspannung genießen können, ohne ständig das Gefühl zu haben, ich müsse im Auftrag des Produzenten alle Fehler der Aufnahme finden. Ob ich nun bei guten Aufnahmen ein genaues Abbild der Bühnenbesetzung aufmalen könnte interessiert mich eigentlich auch nicht so sehr, allerdings möchte ich schon den Eindruck haben, mitten drin zu sitzen - aber eben auf eine "angenehme" Art und Weise. Nachdem ich mit Nubert's ABL Modul den Bassbereich etwas angehoben und die Höhen etwas abgesenkt habe konnte ich mich erstmals entspannt zurück lehnen und einfach nur genießen. Trotzdem blieb der Eindruck: das geht bestimmt noch besser - mit einem noch angenehmeren, "volleren" Klangbild ...

Ich hoffe Ihr könnt meine Klangwünsche ein wenig nachvollziehen?! Welche Standlautsprecher kämen denn für weitere Hörtests in Frage? Die Preisgrenze lag zwar bisher so bei 2000,- fürs Paar. Doch mittlerweile möchte ich einfach nur noch "meinen Wunsch-LS" finden und wäre zur Not auch bereit, das Doppelte zu investieren ...

Sehr interessant neben konkreten LS-Tipps wären auch eher allgemeine Kategorisierungen wie "Nubert klingt eher analytisch, Elac dagegen ...", falls dies möglich ist.

Vielen Dank schon mal für eure Tipps
Matthias
Matze81479
Stammgast
#2 erstellt: 03. Feb 2004, 17:22
Kleine Ergänzung noch:

Könnt ein kures Statement zum Klangbild folgender LS geben? Das war bisher meine beabsichtigte Probehörliste:
(1) Elac FS 208.2
(2) Elac 518
(3) Phonar P-40 II s
(4) B&W Nautilus 804
(5) B&W CM6
(6) Canton Carat L800 DC
(7) Canton Ergo RCA
(8) Dynaudio Audience 82

Aber wie gesagt: Weitere Tipps sind sehr gerne willkommen!!!

Viele Grüße
Matthias
justanotherboy
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 03. Feb 2004, 17:22
Hallo Matze,

ohne die leidige Nubert-Diskussion von neuem zu entfachen (Suche benutzen) hier meine persönliche Meinung:

Ich würde an deiner Stelle lieber ein lineares Modell (egal welchen Herstellers) suchen. Und dann so vorgehen, wie du im Prinzip bei den Nuberts mit dem ABL-Modul verfahren bist, sprich per Elektronik den Klang je nach Aufnahme, falls es nötig ist, deinem Geschmack entsprechend anzupassen.
Ein "warmer" Lautsprecher drückt jedem Musikstück seinen Stempel auf, klar kannst du u.U. auch das per Elektronik glattbügeln, aber für HiFi ist soetwas von vornherein der falsche Ansatz.
LarsAC
Stammgast
#4 erstellt: 03. Feb 2004, 17:26
Ausprobieren. Die Audience 82 ist in jedem Fall ein guter Gegenpol zur Nubert'schen Abstimmung. Probier die doch mal.

Lars
Master_J
Moderator
#5 erstellt: 03. Feb 2004, 17:27

Die Preisgrenze lag zwar bisher so bei 2000,- fürs Paar. Doch mittlerweile möchte ich einfach nur noch "meinen Wunsch-LS" finden und wäre zur Not auch bereit, das Doppelte zu investieren ...

Wow, da hat's aber einen erwischt.

In Deinem Profil steht, dass Du 85er Waves hast.
Gefallen Dir die besser als die 10/100?

Gruss
Jochen
sound67
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 03. Feb 2004, 17:38

Und dann so vorgehen, wie du im Prinzip bei den Nuberts mit dem ABL-Modul verfahren bist, sprich per Elektronik den Klang je nach Aufnahme, falls es nötig ist, deinem Geschmack entsprechend anzupassen.
Ein "warmer" Lautsprecher drückt jedem Musikstück seinen Stempel auf, klar kannst du u.U. auch das per Elektronik glattbügeln, aber für HiFi ist soetwas von vornherein der falsche Ansatz.


Im Gegenteil: es ist der richtige Ansatz.

@Matze

Wenn Du Dir einen "wärmeren" Klang wünschst, liegst Du mit vielen englischen Boxen richtig. Die sind nämlich mittel bis sehr stark mittig abgestimmt, und das ist auch der Grund, warum sie als "warm" oder "rund" wahrgenommen werden. Mit keiner Elektronik kannst Du die Nuberts (oder andere "analytische" Boxen) so (ver)trimmen, dass aus ihnen Schallwandler mit "warmer" Wiedergabe werden.

Die Dynaudios sind m.M.n. da der falsche Weg. Die klingen sehr gut, aber doch mehr auf Transparenz ("Dänen lügen nicht") als auf Homogenität gestylt. Das trifft auf die Audience ebenso wie auf die Contour Serie zu, natürlich mit steigender "Qualität".

B&W Boxen (SEHR mittenlastig, habe die 804 auch gehört) oder KEFs (etwas gebremster, aber doch deutlich auf Homogenität ausgerichtet) könntest Du mal ausprobieren, auch Sonus Faber Grand Piano Home (fand ich fast etwas ZU entspannend ). Welchen Verstärker betreibst Du an der Box?

Gruß, Thomas
Matze81479
Stammgast
#7 erstellt: 03. Feb 2004, 17:41
Hallo Master J,

Oh ja, stimmt! Profil ist nun auf dem neuesten Stand Die NuWave 85 hatte ich zuerst zu Hause. War aber bei der Lieferung beschädigt worden, und nach Umtausch und Probehören direkt in SG bei Nubert wurde es dann doch die NuWave 10. Tja und dann halt auch noch die Nuline 100. Ich habe ja schon ein schlechtes Gewissen Nubert gegenüber. Aber was soll ich machen - die Firmenphilosophie und der Service gefallen mir super, aber der Klang entspricht halt einfach noch nicht meinem Ideal ...

Ach so, mein Zimmer ist übrigens ca. 4,5 x 7,5m groß, die LS stehen mit Abstand von ca. 1m zu Seite/Rückwand an einer der kurzen Seiten (Dachschräge beginnt gleich über den LS).

Gruß, Matthias
Master_J
Moderator
#8 erstellt: 03. Feb 2004, 17:51

Ach so, mein Zimmer ist übrigens ca. 4,5 x 7,5m groß, die LS stehen mit Abstand von ca. 1m zu Seite/Rückwand an einer der kurzen Seiten (Dachschräge beginnt gleich über den LS).

Hehe, bei mir ist's fast genauso.

Du hast doch schon eine gute Auswahl auf der "Probehör-Wunsch-Liste".
Die solltest Du mal abarbeiten.
Vielleicht ist Deine Traumbox dabei...

Die Canton RC-A ist übrigens recht nubisch abgestimmt.

Bei Deinem Budget kannst Du problemlos in einem HighEnd-Fachgeschäft "wüten".
Wo kommst Du her?

Gruss
Jochen
tjobbe
Inventar
#9 erstellt: 03. Feb 2004, 17:59
Moin Matthias,

also ich würde bei Nubert nicht wg. dem schlechten Gewissen kaufen... wenn's nicht stimmt dann stimmts eben nicht. und damit müssen die Jungs eben rechnen (ist halt eines der Probleme des Direktvertriebs...)

ich würde in deinem Fall auch die Cantons dann weglassen und ev. mal eine Mission versuchen..(782/783 vielleicht), die im Bass+Mitteltonbereich sehr neutral sind, sich aber im Hochtonbereich etwas zurück nehmen....

@Thomas & Sonus Faber Grand Piano Home: hoffe das heißt nicht du bist dabei eingeschlafen .... :D, na schön&stimmig sind die auch für meine Ohren, aber der Bass hat mich nicht überzeugt... das war zu weich und zu wenige Konturen drin... (war allerdings nur zum Spaßhören da und nicht um "was zu kaufen")

Cheers, Tjobbe
justanotherboy
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 03. Feb 2004, 18:13

Im Gegenteil: es ist der richtige Ansatz.


Mit keiner Elektronik kannst Du die Nuberts (oder andere "analytische" Boxen) so (ver)trimmen, dass aus ihnen Schallwandler mit "warmer" Wiedergabe werden.


Hi sound,

sorry, aber beide Aussagen sind einfach nicht richtig.

1) Was sollte daran der richtige Ansatz sein, sich absichtlich stark verfälschende Lautsprecher zu kaufen und diese dann mittels Elektronik glattzubügeln.

2) Du sprichst selbst von warmen Klang und meinst damit Mittenbetonung. Das erreicht man bereits mit einfachen Equalizern.
Matze81479
Stammgast
#11 erstellt: 03. Feb 2004, 18:15
@Master_J:

Bei Deinem Budget kannst Du problemlos in einem HighEnd-Fachgeschäft "wüten". Wo kommst Du her?

Aus München (was aber nicht heisst, dass ich ne Villa in Grünwald und nen Jaguar vor der Türe hab). Ich bin da eher der Typ, der das Gefühl haben muss, "LS fürs Leben" gefunden zu haben. Und die dürfen dann schon auch mal was kosten Tipps für gute Hifi-Fachgeschäfte in München?

@Tjobbe und Sound67:

ev. mal eine Mission versuchen..(782/783 vielleicht), die im Bass+Mitteltonbereich sehr neutral sind, sich aber im Hochtonbereich etwas zurück nehmen....


liegst Du mit vielen englischen Boxen richtig. Die sind nämlich mittel bis sehr stark mittig abgestimmt, und das ist auch der Grund, warum sie als "warm" oder "rund" wahrgenommen werden

Das hört sich gut an. Entspricht auch ungefähr dem, was ich mir vorstelle: Klarer Sound, nicht nervig, und nur soweit "gesoundet" wie dies für ein entspanntes Musik-Geniessen (auch nach einem anstrengenden Arbeitstag) notwendig ist. Welche LS kommen denn überhaupt aus UK bzw. besitzen ein derartiges Klangbild?

Grüße, Matthias
dr_szell
Stammgast
#12 erstellt: 03. Feb 2004, 18:28
Hallo Matze,

zu zweien der Lautsprecher deiner liste kann ich aus eigener erfahrung berichten (meine meinung):

canton karat l800:
diese besaß ich etwa 1 jahr und habe sie wieder verkauft.
scharfe höhen, synthetischer mitteltonbereich. stimmen klangen einfach nicht. der test in stereo(10.2003), der einzige der ein wenig kritik durchblicken ließ, kommt meinen erfahrungen nahe. keine wärme im klang, allerdings extrem pegelfest, hochauflösend und bei kino/dvd hervorragend. aber bei musik wenig mitreißend.
diese lautsprecher zerlegen in meinen augen musik in seine frequenzbereiche, geben sie aber nicht als plastisches ganzes wieder.

dynaudio audience 82:
diese besitze ich nun, auf anhieb bei musik eine welt besser für mich, plastische warme stimmenwiedergabe ohne an auflösung einzubüßen. bei stimmen wunderschön, einfach musik als ganzes erleben.
auch sehr belastbar und kein anflug von schärfe.
ich bin extrem zufrieden und weiß, dass selbst irgendwann bei einer weiteren steigerung diese lautsprecher nicht verkauft werden.

gruß - dr_szell
MH
Inventar
#13 erstellt: 03. Feb 2004, 18:32
hi,

die Kombonation Lautsprecher und verstärker halte ich für sehr wichtig. Alternativ zu anderen Lautsprechern kannst Du auch einmal einen (ruhig älteren)Accuphase versuchen.

Gruß
MH
sound67
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 03. Feb 2004, 18:42
Wie gesagt, die B&W (sowohl die 703er/704er als auch die Nautilus 804) empfand ich persönlich als etwas ZU mittenlastig. Stimmen sprangen einem (anschlossen an einen Marantz PM 17 Verstärker) geradezu entgegen, aber IMHO ging das ein bischen auf Kosten der Transparenz. Vielleicht ist dieses Charakteristikum in bestimmten Räumen und mit analytischen Verstärkern nicht so hervorstechend, aber ich habe B&Ws jetzt schon in 3 versch. Hörräumen Probe gehört und jedes Mal diesen Eindruck gehabt.

Allerdings, die große Nautilus klang dann schon toll. Wenn Du also 9000 pro Box erübrigen kannst - und noch mal 8.500 für den Accuphase, an dem ich die gehört hab.

Deshalb fiel meine Wahl letztlich auf eine KEF Reference. Die klingt auch in meinen eigenen Räumen sehr schön warm.

Gruß, Thomas
sound67
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 03. Feb 2004, 18:49

Was sollte daran der richtige Ansatz sein, sich absichtlich stark verfälschende Lautsprecher zu kaufen und diese dann mittels Elektronik glattzubügeln.


Und was sollte daran RICHTIG sein, Lautsprecher zu behalten, die einem gar nicht gefallen und zu versuschen DIESE dann mit Elektronik krumm zu bügeln?


Du sprichst selbst von warmen Klang und meinst damit Mittenbetonung. Das erreicht man bereits mit einfachen Equalizern.


Na, mit Hifi hat das dann nichts mehr zu tun.

Gruß, Thomas
Matze81479
Stammgast
#16 erstellt: 03. Feb 2004, 18:57
@ dr_szell:

dynaudio audience 82:
diese besitze ich nun, auf anhieb bei musik eine welt besser für mich, plastische warme stimmenwiedergabe ohne an auflösung einzubüßen. bei stimmen wunderschön, einfach musik als ganzes erleben.

Danke für die präzise Beschreibung. Exakt das hatte ich als Klangwunsch versucht zu beschreiben. Ich werde die Audience 82 auf jeden Fall probehören!!!

@ MH:

die Kombonation Lautsprecher und verstärker halte ich für sehr wichtig. Alternativ zu anderen Lautsprechern kannst Du auch einmal einen (ruhig älteren)Accuphase versuchen

Au weia, mein HK 4550 ist ja auch gerade mal erst 3 Wochen alt. Kauf bei "Ich bin doch nicht blöd", und ob die so tolerant sind und ihn auch nach über 14 Tagen noch zurücknehmen?! Einen Accuphase haben sie bestimmt nicht zum Tausch ... Doch ist der HK 4550 nicht auch eher in die Kategorie "englisch warm" einzuordnen?

Grüße, Matthias
Etka_Wolles
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 03. Feb 2004, 19:00
@ matze

hi,
also ich habe die Phonar P40IIs und bin sehr damit zufriefen.
ich weiß nicht genau wie ich das klangbild beschreiben soll. meiner meinung ist die P40 ein echter allrounder und kommt mit jeder art von musik klar.

ich würde es mal so formulieren:
- sehr neutral

- je nach musik wärm und feinfühlig oder aber auch dynamisch und kraftvoll bis brutal (im positiven
sinn )

- zu keiner zeit aufdringlich, weder höhen, mitten
noch tiefen stellen sich in den vordergrund

meines erachtens, für das geld eine rundum gelungener lautsprecher mit weitem einsatzbereich (in meinem falle auch als fronts fürs heimkino)

mfg, Etka
justanotherboy
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 03. Feb 2004, 19:38
Hi Thomas,

natürlich sollte jeder die Lautsprecher kaufen, die ihm gefallen. Nur das einzige, was einem an einem Lautsprecher gefallen kann, ist die Optik. Gefällt einem die Wiedergabe über einen neutralen Lautsprecher nicht, so gefällt einem die Aufnahme nicht (guter Hörraum mal vorausgesetzt). Zur Anpassung der Aufnahme an den eigenen Geschmack ist es m.A.n. durchaus legitim elektronische Hilfsmittel einzusetzen. Den Lautsprecher an sich so auszuwählen, dass er die Aufnahme hörbar verfremdet ist nicht richtig, da er jede Aufnahme in derselben Weise verfremden wird. Wenn einem das gefällt, ist das ok, aber das ist nicht HIFI.

Kurzum, aktiver Eingriff zur Verbesserung von schlechten Aufnahmen oder zur weiteren Optimierung von richtig konstruierten Lautsprechern hat eine Menge mit HiFi zu tun.

Btw. so viele schlechte Aufnahmen gibts nun auch wieder nicht, dass man neutrale LS nicht ertragen kann.

Mein Tip an dich, Matze ist: Gehe erstmal in ein Musikhaus o.ä. und lass dir mal ein paar gute aktive Monitore vorführen, damit du überhaupt eine gewisse "Referenz" hast. So bekommst du annähernd eine Vorstellung, wie das "Original" klingt. Erst dann machen aussagen wie warm, etc. Sinn. Wenn du eine sehr "warme" Aufnahme über neutrale LS hören wirst, wird diese auch warm klingen. Wenn du aber deine Aufnahmen nicht einordnen kannst, wirst du auch nicht entscheiden können, ob dir jetzt die Box oder die Aufnahme nicht gefällt.
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#19 erstellt: 03. Feb 2004, 19:52
Hi,

ich würde dir noch empfehlen KEF Q/KEF XQ probezuhören. Händler findest du unter www.kefaudio.de

Alternativ solltest du dir mal einige Alternativen von Monitor Audio anhören. Als Händlertipp in München kann ich dir www.hifi-weiler.de ans Herz legen.

Markus

P.S. aber nichts geht bei deinem Budget über probehöre, probehören, probehören!
MH
Inventar
#20 erstellt: 03. Feb 2004, 20:00
hi sound67,

ich wollte legiglich zum Ausdruck bringen, dass auch der Verstärker maßgeblichen Einfluss auf den Klang hat.
Wenn Du Accuphase und Krell miteinder vergleichst, glaubst du nicht, dass es derselbe Lautsprecher ist.

Gruß
MH
Malcolm
Inventar
#21 erstellt: 03. Feb 2004, 20:28
Mit welcher Elektronik hörst Du denn?
An einem Kenwood-Amp waren mir meine Nulines auch ein bisschen zu spitz, aber seit ich ne Rotel Kombi hab bin ich vollauf glücklich
sound67
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 03. Feb 2004, 20:39

ich wollte legiglich zum Ausdruck bringen, dass auch der Verstärker maßgeblichen Einfluss auf den Klang hat.


Hi:

Hab auch nichts anderes behauptet. Ich hatte den OP auch schon nach dem Verstärker gefragt, den er benutzt.

Gruß, Thomas
bony2
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 03. Feb 2004, 21:13
Hallo,

als einen "klingenden" Lautsprecher empfand ich auch die Cabasse Iroise II. Sehr luftig räumlich. Trockener Bass. Pegelfest.
MH
Inventar
#24 erstellt: 03. Feb 2004, 22:06
was ist ein OP?

Gruß
MH
Matze81479
Stammgast
#25 erstellt: 04. Feb 2004, 00:27
Hi zusammen,

vielen Dank für eure sehr interessanten Antworten und die angeregte Diskussion über Hifi-Philosophien


was ist ein OP?

Hmmm, ich vermute mal dass ich der "OP" bin?! Aber auch mich würd's interessieren was das heisst ...


Ich hatte den OP auch schon nach dem Verstärker gefragt, den er benutzt

Ich hatte ja bereits weiter oben beschrieben dass ich in meinem Rundum-Erneuerungs-Kaufrausch vor ein paar Wochen auch einen neuen Harman-Kardon Receiver HK 4550 und einen NAD C521 BEE CD-Player gekauft habe - meine bisherige "Stereo-Anlage" hatte echt nichts mit "Hifi" zu tun. Ein reiner Stereo-Verstärker kam damals eher weniger in Frage, da ich vielleicht später auf Surround aufrüsten möchte und auch jetzt schon die PC DSP-Karte digital verbinden möchte. Ausserdem bleibt so ja noch die Möglichkeit, an die beiden Fronts per Pre-Out eine Stereo-Endstufe anzuschliessen. Kann man denn sagen, wie sehr sich der Verstärker im Vergleich zu den LS auf bestimmte Klangeigenschaften auswirkt? Bei hochwertigen LS gibts ja doch gravierende Unterschiede. Sind diese bei Verstärkern denn tatsächlich auch so groß?

Viele Grüße (und hoffentlich zahlreiche weitere Empfehlungen!)
Matthias
Malcolm
Inventar
#26 erstellt: 04. Feb 2004, 02:13

Sind diese bei Verstärkern denn tatsächlich auch so groß?

Nein
Würde sagen dass gute LS nach wie vor das wichtigste sind.
Allerdings gibt es einige Kombination die "klingen" einfach nicht. Aber Nubert und Harman geht eigentlich ganz gut....
Was nicht gut ist (IMHO):
Ein älterer Yamaha AV (DSP5 z.B.) hat an den nulines total "dumpf" geklungen, Vorhang-Effekt.
Ein 2-3 Jahre alter Kenwood-AVAmp dagegen war bissig in den Höhen, mit zischendem "S".
An der Rotel Kombi klingen die Nulines angenehmer.
Kein scharfes "S" mehr, entspanntere Höhen, knackigere Bässe.....
MH
Inventar
#27 erstellt: 04. Feb 2004, 02:39
hi Matze,

was für lautsprecher hattest Du denn vorher. vielleicht musst Du Dich ja auch erst an einen linearen Lautsprecher gewöhnen. In deiner angestrebten Preisklasse wirst Du immer einen Unterschied zwischen einer gut und einer schlecht aufgenommenen CD hören.

Gruß
MH
lieberkater
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 04. Feb 2004, 02:40

LS zu linear


Gibt's das??

Könnten die beschriebenen Eindrücke am Hörraum liegen? Etwas hallig, Höhen wenig gedämpft?

Ich würde mal probeweise ein Stoffsofa reinstellen oder spezielle Absorber ausprobieren bevor ich LS auswechseln würde...


[Beitrag von lieberkater am 04. Feb 2004, 02:40 bearbeitet]
Leisehöhrer
Inventar
#29 erstellt: 06. Feb 2004, 00:08
Hi, Verstärker haben meiner Meinung nach nur einen sehr geringen Anteil an der Klangbeeinflussung. Als erstes kommt der Raum. Dann kommt ganz lange garnichts. Dann kommen die Boxen. Dann wieder ganz lange garnichts. Dann doch noch der Verstärker. CD Spieler sind dann bis auf ganz Billigschrott egal bis ganz egal. Nubertlautsprecher sind nicht das Mass der Dinge. Wenn Du Boxen suchst die sich etwas wärmer anhören heisst das noch lange nicht das sie dann gesoundet und verfälschend und sonstwas sein müssen. Eines habe ich noch vergessen, nämlich, die Aufstellung der Boxen. Wo die hingestellt werden ist auch noch wichtig beim klangergebnis.

Gruss leisehörer
LarsAC
Stammgast
#30 erstellt: 06. Feb 2004, 02:13
Naja, so schlimm ist es nun auch wieder nicht. Eine Dynaudio im selben Raum ist schon eine andere Welt als eine Nubert.

Lars
Malcolm
Inventar
#31 erstellt: 06. Feb 2004, 04:01
@ Leisehörer:
Neee.
Bei Dir klingt dass so als bräuchte man eigentlich nur einen guten Raum.... und dann würde eine Aiwa-Kompaktanlage reichen
Die LS sind schon "das wichtigste".
Natürlich müssen sie zu dem Raum passen....
Aber auch bei der Elektronik gibts zum Teil recht große Unterschiede! Gerade im AV-Receiver-Bereich "klingen" die einzelnen Modelle.....
Matze81479
Stammgast
#32 erstellt: 08. Feb 2004, 02:26
Wollte euch mal wieder einen kurzen Zwischenbericht meines LS-Auswahlprozesses geben:

Dienstag Abend Probehören zwischen KEF XQ 5, B&W 703 und T+A TCI 3R. Der Hörraum war sehr gedämmt und nicht allzu groß, Elektronik von Marantz. Die KEF XQ 5 spielte trotz angeblichem "3D-Klang" laut Audio Testbericht wie mit angezogener Handbremse - nichts von Räumlichkeit, Eric Clapton's Gitarre der "Unplugged" CD klang wie aus dem Synthie, und nach ein paar Minuten wurde das Ganze auch ziemlich nervig (bitte verzeiht mir diese subjektive Kritik - aber mein Höreindruck war leider so). Dennoch positiv im Gegensatz zu den Nuberts war, dass Gesangsstimmen weitaus präsenter waren, d.h. Eric Clapton stand nun nicht mehr zwei Meter hinter seiner Gitarre ... Dann schlug mir der Händler anhand dieser Kritik vor, doch mal die T+A TCI 3R zu hören. Diese sei trotz deutscher Herkunft "englisch abgestimmt". In dem wie bereits erwähnt stark gedämmten Hörraum klang der Bassbereich der T+A mehr als trocken, da hingen nicht nur Vorhänge davor, sondern ganze Teppiche. Der Grundtonbereich war aber genau nach meinem Geschmack, und Stimmen klangen sehr warm und angenehm. Wahrscheinlich auch wegen der starken Dämmung des Raumes klangen die Höhen der T+A meines Erachtens sehr matt. Dann die B&W 703: Klare Höhen, Stimmen im Vordergrund, aber niemals aufdringlich, nur der Bassbereich hätte etwas voluminöser sein dürfen (lag aber am Raum!). Und vor allem klang eine Gitarre zum ersten Mal nicht wie eine Harfe, sondern wirklich wie eine Gitarre. Das war's schon fast. Der Händler meinte, nach meiner Beschreibung müsse dann die B&W Nautilus 804 oder 803 genau das Richtige sein. Doch leider hätte er genau diese nicht da. So ein Mist aber auch ...

Also ging ich gestern zu einem anderen Händler. Ganz andere Bedingungen: größerer, wenig gedämmter Hörraum und eine T+A Anlage. Ich hörte zuerst nochmals die KEF XQ 5 und muss leider sagen, dass sich trotz der sehr unterschiedlichen Bedingen mein oben genannter Eindruck erneut bestätigte. Wenig räumlich, und mir viel zu hoch abgestimmt. Dann nochmals die T+A TCI 3R. Diese war plötzlich wie verwandelt. Die Höhen brilliant, Gesangsstimmen "zum Anfassen", und auch der Bass alles andere als matt - "trocken" dürfte wohl richtig sein, diesmal aber im positiven Sinne. Dann die B&W 703: Insgesamt sehr dynamisch, räumlich und ausgewogen. Der Bass erschien mir entgegen des letzten Eindruckes (im stark gedämmten Hörraum) diesmal fast etwas zu stark ausgeprägt - jedenfalls im direkten Vergleich zur T+A. Und dann die B&W Nautilus 804: Wahnsinn!!! Natürliches, homogenes und trotz der Wärme äußerst räumliches Klangbild. Und wie erhofft etwas tiefer abgestimmt als die 704, was es meines Erachtens für ein entspanntes Hören weitaus angenehmer macht.

Der Händler bot mir an, die 804 gegen eine später verrechenbare Gebühr von 50,- übers Wochenende nach Hause zu nehmen. Und hier sitze ich nun schon seit Stunden und lausche mit Freude, wie toll die 804 mit wirklich allen Musikrichtigungen souverän zurecht kommt. Auch nach mehreren Stunden ist man nahezu ans Stereo-Dreieck gefesselt. Die Höhen nicht mehr nervig wie bei den Nuberts, sondern eher seidig weich. Stimmenwiedergabe perfekt und niemals im Hintergrund. Und in meinem normal gedämmten Raum ist auch der Bass gerade richtig und niemals dröhnend (LS stehen mit Spikes auf Granitplatten, die wiederum mit Absorbern vom Teppichboden entkoppelt sind). Und wieder stellte sich heraus, welch gewaltigen Einfluss der Raum auf das Klangbild hat. Die 804 ist wirklich schon perfekt!

Aber falls es ein "perfekter" geben sollte, dann kann das für mich nur noch die 803 sein (naja, oder nach nem Lottogewinn vielleicht auch >= 802). Ich werde diese in den nächsten Tagen sicherlich auch nochmal gegen die 803 probe hören und dann die Entscheidung für ein 3600,- oder 5100,- großes Loch im Geldbeutel machen Das Wochenende ist aber auf jeden Fall gerettet, und meine Traumlautsprecher sind in greifbare Nähe gerückt

Vielen Dank auch nochmal allen, die mich ermutigt haben, mich nicht mit linearen LS + nachträglicher Klangbeeinflussung zufrieden zu geben. Obwohl ich kein Experte bin würde ich alles darauf setzen, dass es unmöglich ist, den Nautilus-Klang mit linearen LS hin zu biegen!? Ich kann wirklich nur jedem empfehlen, der vor derselben Entscheidung steht: Probehören, Probehören, und falls möglich auch nochmal in den eigenen vier Wänden Probehören ...

Viele Grüße
Matthias
Alfred_Schmidt
Hat sich gelöscht
#33 erstellt: 08. Feb 2004, 16:33
Ich bin sicher, daß die Konstrukteure der B&W Lautsprecher,
mit der Bezeichnung "an Stelle der linearen Nubert"
keine wirkliche Freude hätten ,-)

Sie würden Dir beweisen, daß ihr Lautsprecher selbstverständlich "linearer" ist als jener der Konkurrenz,
lediglich unter anderen Testbedingungen. (realitätsnäheren)
Zudem können zwei Lautsprecher, die auf akustischer Achse
fast identisch gemessen werden, beim Anhören komplett
anders klingen, wäre dem nicht so, wäre es leicht Lautsprecher auszuwählen (und zu bauen)

Zu Deiner Kritik an KEF Lautsprechern.
IMO hättest Du die Reference Standmonitore hören müssen.
Zudem sind KEF LAutsprecher (ähnlich wie Tannoy)
Systeme, die man erst nach einiger Zeit zu lieben beginnt.
Dann jedoch ist man ihnen mit Haut und Haaren verfallen.

Gruß

Alfred
Leisehöhrer
Inventar
#34 erstellt: 08. Feb 2004, 16:37
Hallo Matthias, schön das Du jetzt Lautsprecher gefunden hast die Deinen Idealvorstellungen näher kommen. Du hast auch wunderbar beschrieben welchen Einfluss der Raum hatte.
Das war bestimmt eine Erfahrung die Du so vorher nie für möglich gehalten Hättest oder ? Ich habe hier schon offt gehört das Nubertlautsprecher sehr neutral klingen sollen und wenn einer das nicht mag auf gesoundet stehen soll.
Das sehe ich anders. Eine andere klangrichtung kann genauso wenig oder viel gesoundet sein. Da Du noch keine entgültige Entscheidung getroffen hast möchte ich Dir noch eine Alternative nennen. Hast Du jemals daran gedacht Studiomonitore auszuprobieren ? Bei Deinen finanziellen Vorstellungen geht da schon richtig was.

Gruss leisehörer
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#35 erstellt: 08. Feb 2004, 16:41
Hallo,

aus gegebenen Anlass verlinke ich mal auf einen Thread meines Vornamenvetters
http://www.hifi-forum.de/viewthread-72-69.html


Schönen Sonntag!
Markus
anon123
Inventar
#36 erstellt: 08. Feb 2004, 16:53
Hallo Matze81479,

auch von mir vielen Dank für die ausführliche Beschreibung. Schön, daß Du Dir die Mühe des aufwendigen Probehörens gemacht hast -- sowohl beim Händler als auch zu Hause. Neben objektiven Faktoren (Raumakustik, Aufstellung, ...) kommt es bei Musikhören eben auch sehr auf Emotionalität und den persönlichen, subjektiven, Höreindruck an. Dein Geldbeutel wird es hoffentlich verschmerzen, wenn es eine Nautilus sein soll.

Auf deutlich niedrigerem Niveau (CDM 1NT) bin auch ich bei B&W geblieben. Die Reihe-NT nimmt große Anleihe an der Reihe 800, daher kann ich Deine Beschreibungen recht gut nachvollziehen, vor allem was Gitarre und Stimme betrifft. Übrigens reagieren gerade die besseren B&Ws sehr deutlich auf die zuspielende Elektronik (wie alle guten LS). Deinen Geldbeutel dürfte es noch mehr schmerzen, Deinen Ohren wohl noch mehr gefallen, wenn Du statt des H/K-Receivers etwa einmal einen Verstärker von Rotel (für Stereo) hörst. An meinen 1NT macht sich der RA-1060 sehr gut. Wie das dann wohl mit dem 1070 an den 804 ist? Könnte teuer werden und süchtig machen.

Vielen Dank nochmals, (wahrscheinlich) viel Spaß mit den Nautilus und noch mehr Spaß am Musikhören.

Beste Grüße.
jensl
Hat sich gelöscht
#37 erstellt: 09. Feb 2004, 01:30
Für gute Musik, für stundenlanges und jahrelanges Hören insbesondere von Klassik gibt es für mich nur zwei: Spendor oder Harbeth. Harbeth übrigens wieder mit deutschem Vertrieb www.inputaudio.de. Harbeth ist auch Lieferant für das BBC-Equipment, so wie es viele Jahre Spendor für den WDR war.

Alles andere, auch die hochgelobten Dynaudios, hat mich enttäuscht. Allerdings brauchen die Engländer wohl ziemlich hochwertige Elektronik, die ihnen den Hang zur Müdigkeit austreibt.

Jens

P.S.: Spendor findest Du unter www.bt-vertrieb.de
Leisehöhrer
Inventar
#38 erstellt: 09. Feb 2004, 11:18
Aus gegebenen Anlass möchte ich erwähnen das Frequennzgangdiagramme aus Hifimagazinen nicht immer aussagekräftig sind. Ich habe genügend Hifimagazine gelesen um ernsthafte Zweifel an der Aufrichtigkeit der Autoren zu den Themen in den Heften zu haben. Es geht um viel Geld und da lohnt es sich doch auch andere Alternativen auszuprobieren.

Gruss leisehörer
Leisehöhrer
Inventar
#39 erstellt: 09. Feb 2004, 11:44
Hallo Malcolm, ganz so sehe ich das nicht. Gute Lautsprecher sind schon besser.Aber : Ich habe schon gehört wie Lautsprecher Der Marke Cat in einem akustisch günstigen Raum klingen. Gekauft für 50 Euro beim Plus. Heissen Cat 313 glaube ich (kann ich nochmal beim Freund nachschauen). Da ich bei den Cat Boxen auch meine Zweifel hatte wollte ich das auch testen. Ich habe eine CD von Heather Nova reingelegt. Das Ergebnis war so gut das meine Anschauung über Preisleistung bei Hifilautsprechern ins wanken kam. Der Raum war aber nach meinem angereicherten Erfahrungen zum Thema Raumakustik auch sehr gut. Als Verstärker wurde ein alter gebrauchter Seroundreciever von Yamaha benutzt.
Ich bin schon auch der Meinung das sich in dem Raum bessere Lautsprecher nochmals auch um einiges besser anhören können. Ich glaube aber auch das der Freund, wenn er denn möchte, mit wesentlich schlechteren Boxen zu einem guten klangergebnis kommt wie ich in meinem Musikzimmer.
Und zwar durchaus in einem Preisverhältnis von 1000 zu 5000 Euro.

Gruss leisehörer
bony2
Hat sich gelöscht
#40 erstellt: 09. Feb 2004, 13:53

(bitte verzeiht mir diese subjektive Kritik - aber mein Höreindruck war leider so).

Ich verzeihe dir, deckt sich nämlich weitestgehen mit meinem Hörteindruck der KEF Q5.


[Beitrag von bony2 am 09. Feb 2004, 13:54 bearbeitet]
Matze81479
Stammgast
#41 erstellt: 11. Feb 2004, 04:35
@ Alfred Schmidt:

Zu Deiner Kritik an KEF Lautsprechern.
IMO hättest Du die Reference Standmonitore hören müssen.
Zudem sind KEF LAutsprecher (ähnlich wie Tannoy)
Systeme, die man erst nach einiger Zeit zu lieben beginnt.
Dann jedoch ist man ihnen mit Haut und Haaren verfallen


Tja, da könntest du wohl Recht haben: Als ich Samstag Nacht meinen kleinen Statusbericht der Höreindrücke zur B&W Nautilus 804 schrieb (s.o.) war ich mir auch noch sicher, in ihr DIE für mich optimale Box gefunden zu haben: Wärme, tolle Klangfarben, schöne räumliche Darstellung, ... Doch dann nach mehrstündigem Probehören am Sonntag wurde mir die 804 plötzlich etwas zu "anstrengend". Ein bisschen weniger Volumen und etwas mehr Zurückhaltung wären schön gewesen. Dennoch gilt natürlich die Aussage, dass die 804 ein absolut toller LS mit wunderschönen Klangfarben ist.

Ich beschloss jedoch, eure Tipps zu befolgen und mir die landeseigene Konkurrenz der B&W anzuhören. Und vorhin war's dann auch schon soweit: Duell B&W Nautilus 804 gegen KEF Reference 203! Um's gleich vorweg zu nehmen - am liebsten hätte ich die 203 gleich untern Arm gepackt und aus dem Laden geschleppt. In wirklich allen getesteten Disziplinen (Eric Clapton "Unplugged", Pink Floyd "The Wall", Hugh Masekela "Hope", Beethoven "Violin Concerto op.61", Madonna "Ray of Light", Cindy Lauper "At Last", Norah Jones "Come Away with me") stets das gleiche Bild: Beide haben wunderschöne "warme" Klangfarben und einen leicht ausgeprägten Grundtonbereich, der v.a. Stimmen sehr plastisch erscheinen lässt. Die 203 spielte jedoch viel lebendiger und nochmals räumlicher als die 804 (was schon schwer sein sollte). Bei basslastigen Stücken (z.B. Madonna "Substitute for Love"/"Swim") stieg die 203 jedoch zu Höchstleistungen auf. Einen so sauberen und präzisen Bass habe ich zuvor noch nicht gehört. Und trotz der fremden Umgebung des Hörstudios hatte ich den Eindruck, die KEF 203 wolle mir endlich mal zeigen, was tatsächlich auf meinen CDs drauf ist ... Insgesamt kann ich wohl sagen: Die KEF 203 hat die B&W 804 in Grund und Boden gespielt ... und mich an die Grenze meines Budgets

Natürlich hab ich mir die KEF 203 gleich fürs nächste Wochenende reserviert. Werde euch dann sicherlich nochmal berichten. Und vielleicht hab ich mir ja dann auch schon meine "KEF für's Leben" bestellt?!

Viele Grüße
Matthias

PS: Ganz kurz wollte ich auch der KEF XQ5 nochmal ne Chance lassen: Ich bleibe jedoch dabei - die XQ5 ist in meinen Augen alles andere als räumlich, und auch das von den beiden 804 und 203 gewohnte "englisch warme" Klangbild konnte ich trotz gutem Willens nicht finden. In meinen Augen ein merkwürdiger LS, der ganz und gar nicht mit der Reference 203 zu vergleichen ist!!!
Frankster
Stammgast
#42 erstellt: 11. Feb 2004, 15:25
hallo matze,

was mich wundert, das dir die B&W 804 anscheinend besser gefallen hat als die TCI 3R. Die TCI ist mit ihrem trockenem Bass eine echte Ausnahme bei der größe, so satt und trocken klingt kaum eine andere Box. Gerade die plastische Stimmenwiedergabe ist eine der großen Stärken bei der TCI 3R. Was ich von B&W bislang gehört habe war alles zu hell und klang lange nicht so natürlich wie mit der T+A Box. Meine T+A's zu hause (TLS3 aktiv) sind der TCI 3R sehr ähnlich abgestimmt - ich finde die LS bei mir - auch in nur sehr wenig bedämpfter Umgebung und kritischer Aufstellung wirklich gigantisch was Stimmenwiedergaben angeht. Bei Eric Clapton oder rockigen Sachen können nur wenige auch weit teure Boxen mithalten was die Dynamik und impulsivität angeht.

KEF ist aber für meinen Geschmack auch zu hell abgestimmt, kann natürlich sein das Du einen stark bedämpften Hörraum hast - dann passt die T+A Box nur bedingt, wobei die TCI 3R auch eine Höhenanpassung besitzt.

Btw. der Ringhochtöner von T+A klingt grausam wenn er nicht richtig eingespielt ist, wie ein dicker vorhang davor. Erst nach 11 Wochen hat die Box angefangen zu zeigen was sie kann. So kam es, das ich bei einem Händler eine nicht eingespielte T+A Jubilee 25 hörte und sie als wirklich schrecklich fand - aber das lag sicher am nicht abgeschlossenen einspielvorgang.

Grüße,
Frank
Matze81479
Stammgast
#43 erstellt: 11. Feb 2004, 20:47
@Frankster

was mich wundert, das dir die B&W 804 anscheinend besser gefallen hat als die TCI 3R. Die TCI ist mit ihrem trockenem Bass eine echte Ausnahme bei der größe, so satt und trocken klingt kaum eine andere Box.


Hallo Frank,

da stimme ich dir schon zu. Die T+A TCI 3R war nur im ersten Hörraum fürchterlich (Bass nicht trocken sondern dumpf, und der Hochtöner könnte evtl tatsächlich nicht eingespielt gewesen sein). Im zweiten war sie ja dann eine meiner Favoriten.
Für meinen Geschmack ist die TCI 3R aber fast schon wieder zu präzise und trocken und klingt daher vielleicht nicht ganz so "warm" wie die KEF und die B&W. In Punkto Räumlichkeit habe ich aber die B&W 804 schon etwas besser als die TCI 3R in Erinnerung, und die KEF 203 war hier gestern einfach eine Klasse für sich. Ich glaube auch, dass die KEF 203 etwas heller abstimmt ist als die TCI 3R - meines Erachtens aber genau richtig, da Stimmen und auch Gitarren wirklich toll und natürlich klingen. Aber Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden. Sollte mir die KEF 203 am Wochenende in meinen eigenen vier Wänden nicht gefallen, werde ich aber schon noch die TCI 3R genauer prüfen.

Viele Grüße
Matthias
LarsAC
Stammgast
#44 erstellt: 11. Feb 2004, 20:53
Wo liegt die T+A preislich?

Lars
Matze81479
Stammgast
#45 erstellt: 11. Feb 2004, 21:04
Hallo Lars,

ich glaube die T+A TCI 3R liegt bei ca. 4600,-/Paar, die B&W 804 bei 3600,-/Paar, und die KEF Reference 203 bei 5000,-/Paar. Von daher ist ein Vergleich zwischen 804 und 203 nicht ganz gerecht, aber da mir die 804 schon fast zu viel Bass hatte kommt die 803 für mich doch erst mal nicht in Frage. Die TCI 3R und die KEF 203 spielen aber so ziemlich in derselben Liga und sind glaube ich auch beide ca. zwei Jahre alt.

Viele Grüße
Matthias
Frankster
Stammgast
#46 erstellt: 11. Feb 2004, 21:29
@Matze

was die Räumliche Abbildung angeht muss ich dir rechtgeben, die war zwar gut, aber ich hatte mitlerweile in dem Preisbereich auch schon Boxen gehört die das besser können.

Du scheinst zu den Glücklichen zu gehören bei dem der Händler mit allen relevanten Modellen in der Nähe ist und diese dann wohl auch zuhause zu hören. Bei mir war dies nicht der Fall und so musste ich nach besten Überlegungen entscheiden. Das hat eigentlich beim 1. mal geklappt und funktioniert auch hoffentlich jetzt auch wieder.

Ich will jetzt T+A nicht hochjubeln aber noch eine Anmerkung, der T+A typische Klang verstärkt sich, wenn man sowohl Elektronik als auch die LS verwendet. Mir ist das aufgefallen als Dynaudios mal über T+A Elektronik gehört habe. Ich konnte trotz der Dynaudio typischen Klangfarben ganz leicht heraushören das T+A dahinter hängt.

Natürlich könnte man mit Elektronik Zusammenstellungen tricksen, doch optimal ist es in meinen Augen, wenn die Elektronik den Weg die die Lautsprecher gehen unterstützt. Und du bist ja auf der Suche nach einem Kontrast zu Nubert.

In ebay wurde zuletzt eine TCI 3R fast Neu zum Preis von ca. 3000,- angeboten. Da war ich wirklich am überlegen - nur da kam eben auch der gedanke - 2 anlagen mit vergleichbaren klangcharakter bringt sicher nicht den spass, wie 2 recht unterschiedliche anlagen.

Linn könnte evt. auch bei dir passen

also, dann viele grüße und halte uns auf dem laufenden.
frank
Matze81479
Stammgast
#47 erstellt: 12. Feb 2004, 02:26
Hallo Frank,

als ich letzte Woche bei Hifi Concept in München war (einer der führenden High-End Läden in München), boten sie dort die TCI 3R als Aussteller sogar zum Schnäppchenpreis von 2200,-/Paar statt 4600,-/Paar an - allerdings leider in Lack Silber und nicht in einer der Holzvarianten (siehe http://www.taelektroakustik.de/deu/ta2/ls_criterion/tci_3_r.htm). Vielleicht gilt das Angebot ja noch?!

Viele Grüße
Matthias
Frankster
Stammgast
#48 erstellt: 12. Feb 2004, 12:17
wirklich ein hammerpreis - silber wäre auch meine farbe gewesen - wirklich schade, hätte ich 2 wochen früher davon erfahren, hätte ich sicher zugeschlagen.
jetzt habe ich gut doppelt so teure kompakt-LS erworben.

grüße,
frank
DirkHighend
Neuling
#49 erstellt: 14. Mrz 2004, 20:38
Hi Matze,
ich war eigentlich von der 518 von Elac total begeistert.
Alle anderen Boxen klangen nicht annähernd so gnadenlos gut und "warm" und trotzdem geradlinig die Klänge zeichnend wie diese.
Ich möchte wegen des Surround-Klanges davon 4 Stück aufstellen.
Gruß
Dirk
kingickongic
Hat sich gelöscht
#50 erstellt: 15. Mrz 2004, 10:38

@ Alfred Schmidt:

Zu Deiner Kritik an KEF Lautsprechern.
IMO hättest Du die Reference Standmonitore hören müssen.
Zudem sind KEF LAutsprecher (ähnlich wie Tannoy)
Systeme, die man erst nach einiger Zeit zu lieben beginnt.
Dann jedoch ist man ihnen mit Haut und Haaren verfallen


Tja, da könntest du wohl Recht haben: Als ich Samstag Nacht meinen kleinen Statusbericht der Höreindrücke zur B&W Nautilus 804 schrieb (s.o.) war ich mir auch noch sicher, in ihr DIE für mich optimale Box gefunden zu haben: Wärme, tolle Klangfarben, schöne räumliche Darstellung, ... Doch dann nach mehrstündigem Probehören am Sonntag wurde mir die 804 plötzlich etwas zu "anstrengend". Ein bisschen weniger Volumen und etwas mehr Zurückhaltung wären schön gewesen. Dennoch gilt natürlich die Aussage, dass die 804 ein absolut toller LS mit wunderschönen Klangfarben ist.

Ich beschloss jedoch, eure Tipps zu befolgen und mir die landeseigene Konkurrenz der B&W anzuhören. Und vorhin war's dann auch schon soweit: Duell B&W Nautilus 804 gegen KEF Reference 203! Um's gleich vorweg zu nehmen - am liebsten hätte ich die 203 gleich untern Arm gepackt und aus dem Laden geschleppt. In wirklich allen getesteten Disziplinen (Eric Clapton "Unplugged", Pink Floyd "The Wall", Hugh Masekela "Hope", Beethoven "Violin Concerto op.61", Madonna "Ray of Light", Cindy Lauper "At Last", Norah Jones "Come Away with me") stets das gleiche Bild: Beide haben wunderschöne "warme" Klangfarben und einen leicht ausgeprägten Grundtonbereich, der v.a. Stimmen sehr plastisch erscheinen lässt. Die 203 spielte jedoch viel lebendiger und nochmals räumlicher als die 804 (was schon schwer sein sollte). Bei basslastigen Stücken (z.B. Madonna "Substitute for Love"/"Swim") stieg die 203 jedoch zu Höchstleistungen auf. Einen so sauberen und präzisen Bass habe ich zuvor noch nicht gehört. Und trotz der fremden Umgebung des Hörstudios hatte ich den Eindruck, die KEF 203 wolle mir endlich mal zeigen, was tatsächlich auf meinen CDs drauf ist ... Insgesamt kann ich wohl sagen: Die KEF 203 hat die B&W 804 in Grund und Boden gespielt ... und mich an die Grenze meines Budgets

Natürlich hab ich mir die KEF 203 gleich fürs nächste Wochenende reserviert. Werde euch dann sicherlich nochmal berichten. Und vielleicht hab ich mir ja dann auch schon meine "KEF für's Leben" bestellt?!

Viele Grüße
Matthias

PS: Ganz kurz wollte ich auch der KEF XQ5 nochmal ne Chance lassen: Ich bleibe jedoch dabei - die XQ5 ist in meinen Augen alles andere als räumlich, und auch das von den beiden 804 und 203 gewohnte "englisch warme" Klangbild konnte ich trotz gutem Willens nicht finden. In meinen Augen ein merkwürdiger LS, der ganz und gar nicht mit der Reference 203 zu vergleichen ist!!!


Hi!

Da du ja richtig auf den Geschmack gekommen bist möchte ich dir noch einen Lautsprecher ans Herz legen.
Monitor Audio GR 60
Ich habe bereits alle (bis auf die Nuberts) von dir genannten Lautsprecher gehört und teile deine Erfahrungen zum Großteil mit.
Mach dir noch die Mühe und hör dir noch die GR60 an bevor du dich Entscheidest, du wirst es nicht bereuen.
Eine gute Adresse in München wurde von Markus P. bereits genannt www.hifi-weiler.de, kann ich uneingeschränkt empfehlen. Ein wirklich sehr kompetenter Händler.
Freue mich auf deinen Erfahrungsbericht.

Gruß Romeo
razfaz
Ist häufiger hier
#51 erstellt: 07. Nov 2004, 14:29
LOL B&W zu mittellastig. So ein blödsinn !!!
Das ist es ja grade was die andren nicht so gut können Stimmen darstellen.DER FST von B&W ist eine göttliche eingabe in die B&W.
Und zu empfehlen von den die du da geschrieben hast ist natührlich B&W 703/NAutilus 804 ,die Canton L800 DC sind auch klasse.Das gute ist die haben natührlich den großen Tieftöner an der Seite.Was natührlich auch für DVD schauen genial ist.Und natührlich auch für Musik.Aber die B&W 703 macht auch einen perfecten Bass.
Dynaudio etc sind natührlich auch klasse.

Aber ich schwöre auf eins. B&W ist und bleibt das beste was dieser Planet je sah !! Bis auf einige ausnahmen z.b. die Wilson Audio Alexandria oder die Utopia von Focal JM LAB
Subwoofer würde ich z.b. den nubert AW 1000 empfehlen der toll verarbeitet ist.und wahnsinns baß macht.Für 864 EUR gibts nicht besseres.
Man siehe z.b. den Nautilus Sub der mal seine 3000 EUR eben kostet !

könnt ihr mir erzählen was ihr wollt.B&W ist der MErcedes unter den Boxen !(mit)
so hf noch
!
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