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ich bin einfach nur fertig..!

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falk
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 16. Jul 2004, 13:12
hallo zusammen,

falls es mal wen interessiert, hier die geschichte meiner ersten lautsprecheranschaffung:

mitte 2003 habe ich mir nach langem suchen (das hat sicher auch mit dem studium der ein oder anderen sog. fachzeitschrift begonnen) ein paar neue lautsprecher zugelegt. ich hatte mich für die quadral aurum vulkan entschieden.
sicher war anfänglich für mich auch das allgemeine meinungsbild entscheidend. was hält man also von der box, eine etage unter dem flagschiff titan, etc. und das hörte sich alles ganz vielversprechend an; mit dem teil aus der referenzklasse...

dann fand ich in berlin doch auch einen händler, bei dem ich die möglichkeit hatte, die vulkan probe zu hören. also gleich 'ran und termin vereinbart. meiner meinung nach, hatte ich hier schon den ersten fehler gemacht: als testmusik wählte ich fast ausschließlich die sog. "audiophile" mukke, wie sara k., loreena mck. und zusätzlich sehr basslastige sachen, wie z.bsp. seeed. (muss halt auch mal sein)

wichtig war für mich, dass der lautsprecher "groß" klingt, mächtig pegel bringt und unser wohnzimmer (knapp 45m²) ausfüllt. ganz ehrlich, mit der angespielten musik dort im studio, war ich richtig happy. und im überschwang meiner glücksgefühle habe ich dann zugeschlagen.

und das war der nächste punkt: auch ich gehöre zu denen, die auf die finanzen acht geben müssen. und bei den quadral hatte ich die möglichkeit vom listenpreis mit nun 4.000,- eumel, 1.200,- zu sparen. was für eine gelegenheit!!! ein referenzlautsprecher, und billiger als 'n neuer hut!

die lautsprecher laufen seit diesem tag an meiner elektronik mit vor-/endkombi rb und rc 1090 von rotel. eigentlich eine feine sache.

das zur vorgeschichte. nun ging ein halbes jahr ins land und ein guter freund schafft sich zu seinem av- rundum- krach receiver von pioneer zwei neue hauptlautsprecher an:
canton L 800. na ja, dann hört man halt mal 'rein und freut sich mit... doch es kam ganz anders!

zum hörtest kam eine sacd (philips beipack, unverkäuflich) mit ich glaube den londoner symphonikern, welche die filmmelodien diverser bekannter klassiker einspielten. unter anderem auch die waltons (kein scherz). ach so, zur beachtung: alles drehte sich um reinen 2-kanalbetrieb, der rest war abgeschaltet und der verstärker im stereobetrieb.

also so was hatte ich noch nicht erlebt. ich dachte ich sitzte im konzert. kein witz, da tat sich wirklich eine bühne auf (wahrscheinlich ist davon immer die rede, tiefe und staffelung etc.) die oboe konnte dermaßen genau geortet werden, also gänsehaut war garnichts. wie musste sich das erst bei mir anhören!

also schnell die scheibe mit nach hause, rein in den denon 2900 und..? die entäuschung war groß. keine bühne, matter klang und die brillianz war weg. das haben wir dann noch einmal mit normaler rockmusik versucht, mit dem selben ergebnis. jetzt konnte ich nicht mehr schlafen. da muss doch eine lösung her! und die sah wie folgt aus: die dicken vulkan mit dem kombi zum kumpel und direkt vor ort an seinem verstärker dem vergleich gestellt. man glaubt es nicht, das gleiche ergebnis! wir waren zu dritt und hatten ohne zögern, schon beim anspielen der titel die selbe meinung: die stimmen kamen nicht deutlich, obertöne waren matt und leise, die besagte bühne tat sich nicht auf, nur bei musik, wie z.b. sara k. waren die unterschiede marginal. bei normaler rockmusik (wir nahmen sheryl crow oder cat stevens) nervte die vulkan regelrecht.

was will ich damit sagen?! keine ahnung, sicher hätte ich bei meiner damaligen auswahl mehr und direkter vergleichen sollen. doch was ist denn nun mit den tests? sicher soll das keine hilfe oder erst recht kein ratgeber sein, aber die beiden lautsprecher, von denen hier die rede ist, liegen mächtig weit auseinander. ich begreif's einfach nicht, wieviel kohle muss denn da an die angeblichen fachzeitschriften (alle drei!) fließen, damit, entschuldigt, so ein schrott, wie die vulkan hochgetestet wird?

ich bin jetzt jedenfalls schlauer und werde die drei nächsten versuche (europa II, b&w 802 und c4) ausgiebiger, wenn möglich auch zu hause, testen. hoffentlich wird's jetzt richtig.

hoffentlich hat's nicht zu sehr gelangweilt, aber ich musste das mal loswerden.

viele grüße

falk


[Beitrag von falk am 16. Jul 2004, 13:13 bearbeitet]
Master_J
Inventar
#2 erstellt: 16. Jul 2004, 13:19

ich bin jetzt jedenfalls schlauer und werde die drei nächsten versuche (europa II, b&w 802 und c4) ausgiebiger, wenn möglich auch zu hause, testen.

Genau.
Der Raum hat genausoviel Einfluss auf den Klang, wie die Box selbst.

Gruss
Jochen
falk
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 16. Jul 2004, 13:26
hallo jochen,

sicher ist der test in meinen eigenen räumen der einzig wahre, doch erklärt mir das einfach nicht diesen unglaublichen unterschied zu den l 800 im gleichen raum.

grüße

falk
Master_J
Inventar
#4 erstellt: 16. Jul 2004, 13:31
Da hast Du auch wieder recht.

Daher immer selbst hören, nicht nach Tests kaufen.

Gruss
Jochen
Werner_B.
Inventar
#5 erstellt: 16. Jul 2004, 13:32
falk,

ja, ja, doch. Stichwort Frequenzgang im Diffusfeld und Abstrahlcharakteristik, kann wesentliche Unterschiede machen. Ich habe nach ähnlichem Frust, einer Tour durch HiFi-Läden (kein Fehlkauf zum Glück, da rechtzeitig gemerkt) mich für Studiomonitor Klein+Hummel entschieden. Durch die schmalere und gleichzeitig gleichmässigere Abstrahlcharakteristik reduziert sich der Raumeinfluss.

Ich hatte das Glück (obwohl das für die Vorführung eigentlich schlecht ist) die LS in halligen Räumen zu hören, dort treten solche Unterschiede drastischer zu Tage als in gut bedämpften. Schwächen sind damit leichter zu erkennen. Die K+H waren im halligen Raum schon gut, zu Hause noch besser.

Verwende mal bitte die Suchfunktion, über Studiomonis wurde schon viel geschrieben.

Gruss, Werner B.
Malcolm
Inventar
#6 erstellt: 16. Jul 2004, 13:35
Ich hab schon von jemandem gelesen der über ähnliche Probleme klagte. Bei dem haben neue Frequenzweichen Wunder geholfen.... habe aber keine Ahnung mehr wo der Thread herkam!
falk
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 16. Jul 2004, 13:39
hallo,

nee, nee, 'rumschrauben (frequenweiche) werde ich (oder andere) an den dingern bestimmt nicht. die müssen so schnell wie möglich weg!

grüße

falk
Malcolm
Inventar
#8 erstellt: 16. Jul 2004, 13:43
Da lag es daran dass auf der Frequenzweiche etwas defekt war. Gab (glaube sogar kostenlosen) Ersatz von Quadral. Also komplett neue Weichen. Die konnten recht einfach ausgetauscht werden, danach gab es einen überglücklichen der ein paar super "Vulkane" für 1200€ bekommen hat
Malcolm
Inventar
#9 erstellt: 16. Jul 2004, 13:44
ps.: Eine Mail an Quadral schreiben und fragne ob das Problem bekannt ist. Sollte in den Preisregionen jawohl nicht das Problem sein ein paar Zeilen zu tippen.
Und wenn doch: Neues Hobby suchen, gärtnern oder so....
falk
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 16. Jul 2004, 13:55
hallo malcolm,

danke für den tipp,
spaten, hacke und gießkanne habe ich schon. dann kann's ja losgehen.

falk
martin
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 16. Jul 2004, 14:06
Hi falk,


... doch was ist denn nun mit den tests?


Die sind Null wert. Aufgabe der Schmierblätter ist es, der verlängerte Arm der Hifi-Vertriebsabteilungen zu sein und bewusst gravierende Mängel von LS zu verschleiern, indem sie keineerlei Messungen veröffentlichen oder Messungen von minderwertigsten LS noch mit Kommentaren wie 'recht ausgewogen' oder ähnlichen Schwachsinn interpretieren.



ich bin jetzt jedenfalls schlauer und werde die drei nächsten versuche (europa II, b&w 802 und c4) ausgiebiger, wenn möglich auch zu hause, testen. hoffentlich wird's jetzt richtig.


Bist Du sicher? Mir scheint es eher, Du machst eine typ. Hifi-Karriere

Du wirst Dir die 3 genannten intensiv anhören und möglicherweise für eine entscheiden. Irgendwann hörst Du wieder irgendwo eine Bessere und die Suche geht von vorne los. Wieder Vorauswahl, Entscheidung, zeitweise Zufriedenheit...wieder etwas Besseres...

Darauf beruht die Branche und ein Großteil der Anfragen im Forum.

Worauf beruht denn Deine Vorauswahl? Da Du selbst von 'hoffen' sprichst, scheinst Du Dir auch nicht sicher zu sein. Wäre es nicht sinnvoller, sich einmal mit den Grundlagen von Wiederegabebedingungen zu befassen um selbst einschätzen zu können, was wirklich wichtig ist und was das Zeugs taugt, das angeboten wird?

Grüße
martin
John_Bowers
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 16. Jul 2004, 16:42
Was martin eigentlich sagen will, ist: Kauf dir Studiomonitore (K+H O300D), denn das ist der Weisheit letzter Schluss. Wegen des Designs aber bitte nur im Dunkeln betreiben.
travolta999
Stammgast
#13 erstellt: 16. Jul 2004, 17:37
@martin
Du hast von "typischer HiFi Karriere" geschrieben.

Zum Thema typische HifiKarriere muss ich mal den hier loswerden:
In Köln gibt es nen Händler mit Schwerpunkt HighEnd(was immer das heissen mag), angefangen von NAD,Rotel über ASR,Brinkmann bis hin zu Levinson, Accuphase, Krell und verdammich hasse nich gesehn.............. Das volle Programm.
Der Händler unterteilt sein Angebot in 5 Kategorien,gemessen am Preis(!): Einstiegklasse, ...., Audiophile-Klasse, ....., HighEnd-Klasse (oder so ähnlich).
Zur offiziellen Garantie kann man dann die sog. Zufriedenheitsgarantie dazukaufen. Diese kostet so um die 20Euro.
Kaufe ich nun ein Gerät für meinetwegen 3000Euro aus der AudiophilenKlasse, kann ich durch die Zufriedenheitsgarantie dieses Gerät innerhalb eines Jahres zum vollen Kaufpreis(!) in Zahlung geben. Vorrausgesetzt ich kaufe ein Gerät der nächst höheren Klasse, die dann meinetwegen so bei 5000Euro anfängt.
Bei Boxxen besteht der Zeitrahmen sogar 2Jahre.

Ich versteh also richtig: Gerät klingt bei mir nicht, kann es aber nicht reklamieren weil Gerät 100% OK... also die Zufriedenheitsgarantie herbeigezogen, Gerät zurück (zum vollen Preis wie gesagt) und ein teureres Gerät geholt. Denn das muss ja dann besser sein............!?!?!?!?!?!

Ja, ja toller Service...
Als ich aber nen Verstärker zu Hause Test hören wollte, hiess es:"Hmmm, jaaa, aber vielleicht oder auch nicht"
Sprich man streubte sich...
... verstehe ich! sonst klappt`s ja nich mit der HiFi Karriere

...sorry! wurde was länger! musste ich aber loswerden.


[Beitrag von travolta999 am 16. Jul 2004, 19:31 bearbeitet]
_thomas_
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 16. Jul 2004, 18:30
...deshalb hab ich meine auch verkauft (siehe mein letzter thread). die quadral bauen keine bühne auf
das stand aber in einem test der 3 zeitschriften, ich glaube es war die stereoplay. dort stand "pseudohighendiger bühnenaufbau der schon ??m hinter der box beginnt lag ihr fern". den satz habe ich damals aber eher als positiv aufgefasst und hab sie mir dann blind gekauft. die freude hielt bei mir auch nur 1 jahr
Amerigo
Inventar
#15 erstellt: 16. Jul 2004, 20:53
Drum eben, man kann's nur wiederholen: Selber hören, selber hören, selber hören - im eigenen Raum!

Aber ich finde, du solltest dir nicht wirklich ein Gewissen machen deswegen, schliesslich ist das eine relativ normale Entwicklung, die du hier durchmachst. Und lass dir gesagt sein: einige HiFi "Freunde" kommen niemals so weit wie du, die eigenen Entscheidungen als suboptimal anzuerkennen. Die hören seit 10 Jahren "ihre" Lautsprecher und merken gar nicht, dass es nix bringt.

Schätz dich also glücklich, dass du das Brett vor dem Kopf weg hast.

Mein Tip: Vielleicht mal eine Piega hören.
Master_J
Inventar
#16 erstellt: 17. Jul 2004, 07:37

Als ich aber nen Verstärker zu Hause Test hören wollte, hiess es:"Hmmm, jaaa, aber vielleicht oder auch nicht"
Sprich man streubte sich...
... verstehe ich! sonst klappt`s ja nich mit der HiFi Karriere

Kenne ich.
Bin ich halt weitergewackelt mit den dreitausend Mark in der Tasche...

Gruss
Jochen
John_Bowers
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 17. Jul 2004, 09:11

Drum eben, man kann's nur wiederholen: Selber hören, selber hören, selber hören - im eigenen Raum!

Aber ich finde, du solltest dir nicht wirklich ein Gewissen machen deswegen, schliesslich ist das eine relativ normale Entwicklung, die du hier durchmachst. Und lass dir gesagt sein: einige HiFi "Freunde" kommen niemals so weit wie du, die eigenen Entscheidungen als suboptimal anzuerkennen. Die hören seit 10 Jahren "ihre" Lautsprecher und merken gar nicht, dass es nix bringt.


Der erste Absatz widerspricht dem zweiten. Wenn es deiner Meinung alleine darauf ankommt, dass es subjektiv gefällt, dann ist auch nichts dagegen zu sagen, dass jemand seit 10 Jahren "seine" Lautsprecher hört. Unklar bleibt, was "nix bringt".

Ich nehme mal an, dass du nicht zu den Hifi-Kommunisten gehörst, die meinen, alle müssten aktive Studiomonitore zuhause haben, und wer Hifi-Boxen gut finde, höre falsch.
Hifi-man
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 17. Jul 2004, 16:01
tja, das alles macht unser schönes Hobby "Hifi" so interessant - könnte stundenlang solche Sachen lesen, wie in diesem Thread - irgendwas muss man ja lesen, wenns schon keine Bücher sind

@ falk

Die Canton karat L 800 (3000 Euro) sind z.B. in der Audio garnciht mal so viel schlechter bewertet wie die Vulkan(91 bzw. 87 Klangpunkte). Bei so geringen Punkteunterschieden kommt dann eh der eigene Geschmack als Kriterium hinzu. Daher ist euer Hörvergleich mit beiden Boxen garnciht mal so "unglaublich".

Mitunter hören sich teuere Hifigeräte schlechter an als günstigere, weil sie schwächen der Aufnahme viel mehr aufdecken als es günstigere (etwas auf Sound getrimmte) Geräte tun. Daher hört sich das gro der meisten CD's etwas blass an. Hörvergleiche beim Händler sollten daher auch mit eigenen CD's gemacht werden und nciht mit "hochgezüchteten" Audiophlien scheiben. Die Finale Hörprobe findet dann zu Hause statt, weil als letzte Unbekannte der Raum entscheidend ist.
Werner_B.
Inventar
#19 erstellt: 17. Jul 2004, 19:21
@John_Bowers:


Ich nehme mal an, dass du nicht zu den Hifi-Kommunisten gehörst, die meinen, alle müssten aktive Studiomonitore zuhause haben, und wer Hifi-Boxen gut finde, höre falsch.


Ach was, Kommunisten, viel schlimmer: wir sind alle Fundamentalisten reinsten Wassers.

Ernsthaft: die sog. HiFi-Karriere hatte ich im Schnelldurchlauf durch etliche HiFi-Läden. Gängige Vorurteile meinerseits gegen Studiomons incl. (analytisch blablabla ...). Dann erst nach Schilderung meiner Eindrücke nochmal auf Studiomons hingewiesen worden, selbst nachrecherchiert, vor allem probegehört - und seitdem überzeugt! Übrigens: ich bin kein militanter Konvertit geworden (warum auch sollte ich solche unwesentlichen Dinge wirklich wichtig nehmen?), sondern einfach überzeugt ... Ich habe dazugelernt, kann wohl nicht jeder von sich behaupten ...

Gruss, Werner B.
lumi1
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 18. Jul 2004, 08:54
Das größte Problem heutzutage ist, daß bei der LS-Entwicklung der etwaige Hörraum wo die Dinger später stehen, nicht genügend berücksichtigt wird. Es wird auf aalglatten Meßschrieb im "Hörlabor" geachtet. Das kann nichts werden. Weiterhin sind die modernen "Vulkanchen" schon allein mit 45qm überfordert. Unter anderem auch ein Preis des Designs. Ich bin alteingesessener Quadral Fan. Aber das alt bezieht sich vor allem auf die alten Modelle bis Anfang 90. Du brauchst auch nicht mit anderen Amps etc. experimentiern. Einzige Lösung: Versuche in anderes zimmer zu ziehen, und Aufstellung testen. Ansonsten: Ab zu Ebay. Nee, ich will sie nicht,keine Sorge.
falk
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 18. Jul 2004, 17:34
hallo & besten dank für eure beiträge,

wie die sache jetzt aber besser angehen soll, ist doch noch nicht so recht klar.

sicher müssen neue ls nicht nur im laden, sondern auch in meinen räumen gehört werden. weiterhinh sollten sie zu meiner elektronik passen
doch wie soll ich denn, eurer meinung nach, von vornherein, an welchen typ box 'rangehen um keine hifi karriere (was immer das auch ist?) zu machen. was spricht eigentlich gegen einen "aufstieg"?

martin meint doch ich solle mich mit den grundlagen der wiedergabebedingungen befassen. klingt ja toll, doch wie genau? also jetzt mal ohne phrasendrescherei sondern vielleicht 'nen hinweis was besser zu machen.

grüße und dank euch

falk
Hifi-man
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 18. Jul 2004, 21:09
du musst erstmal wissen, was du willst (hast du ja schon oben beschrieben). Raumfüllender Klang, Bass, Pegel usw.... war doch richtig, oder?

Nun suchst du Boxen, die rein vom Papier her, diese Anforderungen erfüllen könnten (die Europa2 und die B&W 802 könnten da schonmal richtig sein). Ob die Piega da passt, da zweifel ich etwas - aber das spielt hier keine Rolle.

Bei dieser Gelegenheit hätte ich den Tipp für dich. Ist preislich und vom Volumen her ne Nummer größer, aber wahrscheinlich wird es dich nach keiner besseren Box mehr sehnen. Hör dir daher unbedingt mal die T+A TCI 1 RE an. Kostet UVP 12.800 Euro. Und im Gegensatz zur Elektronik von T+A klingt sie schön voll und warm ohne dabei aber die Präzision zu vernachlässigen. Die Bässe sind gigantisch - Subwoofer sinnlos Sie sind auch an den Raum anpassbar durch Kippschalter für Bässe, Mitten und Höhen. Der Wirkungsgrad ist ordentlich. Brauchen also keine Über-Endstufen um warmzulaufen. In zu kleinen Räumen sollte man sie aber nciht spielen lassen. Deine 45 qm sind daher optimal. Ich habe mich vor einem halben Jahr auch durch eine ganze Reihe von Boxen um 10.000 Euro gehört, und die T+A TCI 1 RE waren für mich die besten - da hat es schon bei den ersten Klängen "klick" gemacht.

Bei fragen zu dieser Box kannst mich gerne fragen, fals du was wissen willst.

Tja, wenn du die passende Box für deinen Musikgeschmack / Raum gefunden hast, kommt die passende Elektronik / Zubehör drann (dennoch muss die gesamte anlage als gesamtkunstwerk in einem Ritt zusammengestellt werden - nicht jetzt das, später wird das gekauft, usw.). Das ist mitunter beim Händler ein mühsammes Unterfangen und nimmt leicht mehrere Tage ein. Die Vorauswahl findet also beim Händler statt, weil dort ja alle Geräte rumstehen. Bevor du dann die mühsam zusammengestellte Kombi aber kaufst, sollte sie in deinem Raum noch probegehört werden. Wenn der tolle Klangeindruck vom Studio dann weiterhin besteht, dann hast du eigentlich alles richtig gemacht. Zur Sicherheit, würde ich dann aber einen 2. Favoriten vom Hörstudio noch mitnehmen (mitunter waren viell. alle Geräte klar, nur beim Verstärker z.B. war es eine knappe Entscheidung). Diesen knappen Vergleich nochmal zu Hause durchführen und dann entscheiden, welcher nun als Sieger hervorgeht, weil ja nun alles in dem Raum spielt, wo es passen soll.

Wiegesagt, versuche einen Händler zu finden, wo du die T+A TCI 1 RE hören kannst. Mich hat sie beeindruckt (an Electrocompaniet Elektronik). Und da du einen ähnlichen Hörgeschmack zu haben scheinst, könnte dieser Lautsprecher interssant für dich sein
arcamalpha
Stammgast
#23 erstellt: 18. Jul 2004, 22:00
Hin und her macht Kassen leer

Hallo Falk,
ich hatte selber schon QUADRAL-Boxen und war damit zufrieden.
Hier mein Tip:
frage doch vor dem Verkauf Deiner VULKANE Deinen Bekannten, ob Du seine Lautsprecher mal bei Dir ranstecken kannst. Möglicheweise liegt Dein Problem ganz woanders (Verstärker, CD-Player, Kabel etc.)
Wenn das Problem dann nicht weg ist, ist´s vielleicht ein Garantiefall. Schliesslich behandeln die Speditionen auch nicht immer alles, wo "Vorsicht Glas" draufsteht, mit der nötigen Rücksicht.

Dir (und allen im Forum) eine gute Woche.

Gruss
Ronny



hallo,

nee, nee, 'rumschrauben (frequenweiche) werde ich (oder andere) an den dingern bestimmt nicht. die müssen so schnell wie möglich weg!

grüße

falk
Werner_B.
Inventar
#24 erstellt: 19. Jul 2004, 08:53
Hi,

Stichwort HiFi-Karriere: das geht ungefähr so, dass die Marketingabteilungen der Industrie (incl. diverser Presseerzeugnisse) einem einreden wollen, dass jedes neue Produkt besser ist als das vorhergehende (natürlich auch, dass teureres besser ist als billigeres). Ist natürlich völliger Blödsinn, gerade bei Verstärkern ist der Fortschritt allenfalls eine Schnecke, so es überhaupt welchen gab während der letzten 10-20 Jahre. Die Produkte sind konstruktiv im wesentlichen ausgereift! Eher das Gegenteil ist der Fall: die schlanken Standlautsprecher erfreuen zwar das Auge, widersprechen damit aber akustisch-physikalischen Gegebenheiten für optimale Wiedergabe. Und die Geiz-ist-geil-Mentalität hat natürlich ihre Spuren hinterlassen: vieles ist eher schlechter geworden als es vor 10-20 Jahren war (was dennoch nicht den eindimensionalen Schluss teuer=gut zulässt, man muss aber intensiver suchen, um die Spreu vom Weizen zu trennen).


wenn du die passende Box für deinen Musikgeschmack / Raum gefunden hast, kommt die passende Elektronik / Zubehör drann (dennoch muss die gesamte anlage als gesamtkunstwerk in einem Ritt zusammengestellt werden - nicht jetzt das, später wird das gekauft, usw.).


Grrrrhhhh ... Dann soll ich mir also für 10 verschiedene Musikstile 10 LS vorhalten??? Gesamtkunstwerk: wenn ich das schon lese im Zusammenhang mit schnöden technischen Geräten, krieg ich die Krise. Die Musik ist das Kunstwerk, nicht ein popeliges technisches Gerät! Warum bringen die Leute das immer wieder durcheinander??? Ist das denn so schwer zu verstehen, dass die Technik lediglich ein Medium zum Transport der Kunst ist? Ein schnöder Gebrauchsgegenstand!

Die Raumakustik ist in der Tat wesentlich. Es gibt Boxen, die ein relativ enges Abstrahlverhalten haben, damit reduziert sich der Raumeinfluss. Manche haben sehr breites Abstrahlverhalten (z.B. B&W Nautilus 805, selbst gehört), reagieren / interagieren damit sehr stark auf / mit dem Raum. Folge: bei jedem Umstellen, Umzug etc. am besten neue LS kaufen. Mit engem Abstrahlverhalten ist dieses Problem deutlich reduziert. In diese Kategorie gehören viele (nicht alle!) Studiomonitore. Diese Vorzüge waren für mich absolut nachvollziehbar. Z.B. bei meiner Odyssee durch die HiFi-Läden Nautilus 805 als erste gehört, ist sofort wegen der erwähnten Mängel absolut und ohne weiteren Vergleich ausgeschieden. Nachdem kein einziger der gehörten LS (u.a. B&W, Dynaudio, Sonus Faber, Chario, etc.) wirklich besser als meine alten (16 Jahre!) Brauns waren, hatte ich die Kaufabsicht fast schon aufgegeben - WEIL ich eben NICHT die typische HiFi-Karriere wollte mit dem ständig unzufrieden sein und neues kaufen zu wollen. Objektiv gab es nichts besseres als meine Brauns. In Einzelkriterien ja, da gab es besseres, dafür waren andere Punkte wieder schlechter. Es gab letztlich keinen schlüssigen Grund für einen Neukauf, das Thema erschien mir ausgereizt (ich bringe da inzwischen hinreichend Disziplin mit).

Erst nachdem meine Vorurteile gegen Studiomons argumentativ (also theoretisch) weitgehend beseitigt waren, habe ich nochmal recherchiert und mich aufgemacht, das per Gehör nachzuprüfen. Und siehe, es traf. Ich bin mit meinen LS so zufrieden wie nie zuvor. Die bleiben die nächsten 20 Jahre oder länger.

Ganz krass treten die erwähnten Unterschiede übrigens in halligen Räumen zutage. Ich hatte das Glück, dass ich die LS zum Teil in schlechten, halligen Räumen hören konnte. Die B&W war schlicht sch..., die K+H, die ich jetzt habe, waren schon im halligen Raum gut. Zu Hause, mit etwas Bedämpfung, war das Ergebnis dann noch besser ...

Gruss, Werner B.


[Beitrag von Werner_B. am 19. Jul 2004, 08:56 bearbeitet]
martin
Hat sich gelöscht
#25 erstellt: 19. Jul 2004, 08:57
@JohnBowers


Was martin eigentlich sagen will, ist: Kauf dir Studiomonitore (K+H O300D), denn das ist der Weisheit letzter Schluss. Wegen des Designs aber bitte nur im Dunkeln betreiben.


Nein, es sollte ein Plädoyer für bewusste Entscheidungen sein, egal ob hohe Wiedergabetreue oder 'Sound'. Auch wer einen 'Sound' bewusst hoher Reproduktionstreue vorzieht, profitiert von der Kenntnis, welche Parameter für eben diesen persönlich bevorzugten Sound verantwortlich sind. Das macht einen immun gegen Worthülsen von gottähnlich verehrten LS-Entwicklern und deren Lakaien der Schmutzpresse und erspart einem u.U. Fehlinvestitionen.

Mein mittlerweile inflationär gebrauchter Link

http://www.stageaid.de/stageaid/stages3.html

vermittelt die Grundlagen allgemeinverständlich.

Übrigens hat noch keiner die darin enthaltenen Aussagen kritisiert, wie es bei vielen anderen Grundlagenverweisen hier des öfteren der Fall ist

Grüße
martin
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