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Karat M90 vs. Elac 209

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Autor
Beitrag
JanHH
Inventar
#1 erstellt: 10. Aug 2005, 01:13
Hallo,

manch einer wird jetzt denken "Nein, nicht schon wieder der Jan mit diesem Thema", aber nachdem ich hier so viel damit genervt hab, will ich jetzt noch mal mein Resümee zu dem Thema abgeben.

Hab die Boxen jetzt im gleichen Raum, an der gleichen Anlage, mit den gleichen CDs, verglichen. Anlage: Arcam Alpha 7/Accuphase C202/Burmester 878.

Resultat:

Beide Boxen klingen gut (ach sowas..), aber es gibt schon einiges an Unterschieden:

- Bei der Canton ist der Bass fetter, bei der Elac eher schlank, aber geht dafür (seltsamerweise) tiefer runter, ist viel trockener und präziser, bei der Canton "blubbert" er dann tendenziell eher mal. Bei der Elac kann man teilweise knochentrockene Bässe hören, die eine Art "subsonischen" Effekt haben, man spürt sie eher als dass man sie hört, so eine Art ganz tiefen Tiefbass, der immer noch recht druckvoll rüberkommt. Die Canton hat da nix anzubieten, dafür ist der "obere" Bass fetter. Die Canton hat mehr wumms im Bass, die Elac ist trockener, präziser und geht tiefer runter. Der Canton-Bass ist zudem sehr stark von der Hörposition abhängig (kein Wunder), die Elac ist konstanter in der Hinsicht.

- In den Höhen sind sie nicht so weit auseinander, der Canton-Hochtöner kann mit dem Jet von der Elac erstaunlich gut mithalten. Allerdings bietet die Elac dieses Jet-typische "glitzern", was die Canton nicht hat. Die Elac hat bei den Höhen immer ein bisschen "mehr", nicht was die Lautstärker der Höhen angeht, sondern irgendwie als ob da einfach das akustische Signale "tiefer" analysiert wird. Das mag mach einem jedoch schon zu viel sein, die Canton ist etwas weicher und angenehmer in den Höhen, und auch noch sehr präzise und durchsichtig. Gegen den Jet kommt die Canton meiner Meinung nach nicht an (ist halt aber auch nicht weltbewegend schlechter).

- In Bezug auf die räumliche Darstellung ist die Canton "weiter", der Raum wird grösser, sie klingt offener und luftiger. Die Elac tendenziell etwas zugeschnürter, die Instrumente sind "näher dran", dafür aber auch präziser an ihrem Ort, mehr zum "greifen" als bei der Canton. Vermutlich ein Effekt der unterschiedlichen Hochtöner.

Ein Vergleich trifft es auch noch ganz gut: Die Elac "tänzelt" eher, die Canton "marschiert".

Mir gefällt die Elac besser, die im Fazit trockener, präziser, direkter und einfach "spassiger" klingt. Die Canton weicher, luftiger und etwas weniger "trocken". Die Elac hat diesen quasi süchtig machenden Effekt, dass sie der Musik so viel "drive" verleiht, dass man unmittelbar mitgeht, immer lauter drehen will etc., was bei der Canton ausbleibt. Die Elac vermittelt einfach mehr Fun an der Musik.

Dem jungen Mann, der mir die Canton abgekauft hat, gefällt diese allerdings besser. So solls ja auch sein, beide zufrieden ;).

Tja, das ist so mein Fazit zu dem Thema.

Gruß
Jan


[Beitrag von JanHH am 10. Aug 2005, 01:17 bearbeitet]
Leon-x
Inventar
#2 erstellt: 10. Aug 2005, 06:32
Hallo

Netter Bericht.

Allerdings solltest du zur Vollständigkeit deine Raumgegebenheiten darstellen und wie du die LS aufgestellt (Wandabstand und Entfernung untereinander und zum Hörplatz) hast. Oder auch was alles ausprobiert wurde.(Anwinkeln der LS)


In Bezug auf die räumliche Darstellung ist die Canton "weiter", der Raum wird grösser, sie klingt offener und luftiger. Die Elac tendenziell etwas zugeschnürter, die Instrumente sind "näher dran", dafür aber auch präziser an ihrem Ort, mehr zum "greifen" als bei der Canton. Vermutlich ein Effekt der unterschiedlichen Hochtöner.


Besonders hier wäre es interessant wie du die M90 angewinkelt hast. Denn viele trauen sich nicht aufgrund des seitlichen Basstreiber die LS auf den Hörplatz auszurichten in der Meinung im Bass geht ihnen dann was verlore. Dennoch werden solche LS wie auch Audio Physik Tempo oder Mains LE eher empfohlen auf den Hörplatz auszurichten. Dies ist auch mein Empfinden bei den Karats. Garnicht oder nur leicht angewinkelt ergibt es eine weiträumige Darstellung die etwas Ortungsschärfe vermissen lässt. Richtet man sie (annähernt) auf den Hörplatz aus wird zwar die Bühne wie bei der Elac kleiner aber wesentlich prezieser. Im Allgemeinen empfinde ich die Karats etwas sensibler als andere LS beim Centimeterrücken.

Einige Faktoren spielen eben stark in die Beurteilung rein.
Ansonsten viel Spaß und Freude mit deinen Elac.


Gruß Leon


[Beitrag von Leon-x am 10. Aug 2005, 14:44 bearbeitet]
Hifi_Master
Stammgast
#3 erstellt: 10. Aug 2005, 17:46
Hallo JanHH,

ich lese jetzt ca. ein halbes Jahr hier im Forum nur mit und habe viele gute Informationen erhalten.
Mich beschäftigt ebenfalls gerade die Anschaffung einer neuen Stereokette, nachdem ich dies vor 3 Jahren aufgegeben habe.

Rein zufällig interessiere ich mich für die gleichen LS wie du und habe gestern diese ca. 2 Stunden probegehört.
Erst mal gratulation zu deinem guten Bericht, der sich mit meinen Erfahrungen komplett deckt.

Ich habe in einem Studio von ca. 30qm die LS aufstellen können wie ich wollte, da ausser mir niemand anwesend war (ein Verkäufer natürlich), also haben wir die Boxen 2,5m auseinander gestellt und ebenso weit weg gesessen.
Gehört habe ich am einem Denon PMA2000R MKIV und als CD den Cambridge Azur 640C, wie gesagt ich war auch von den Elac total begeistert und die Karat M90DC hat mich etwas enttäuscht, der Bass war zu aufdringlich, egal ob die Boxen gerade oder leicht angewinkelt waren, auch eine B&W 703 und eine Canton Vento 809DC, welche ich aus Interesse mal mithörte, haben mir nicht besser gefallen.
Da in dem Studio noch ein paar Elac 208.2 standen, wollte ich diese mit der 209.2 noch vergleichen, um mal den Unterschied zu hören, der ja aufgrund des doch deutlich höheren Preises der 209.2 vorhanden sein sollte, dieses habe ich dann auch getan und was soll ich sagen, die gefielen mir noch mal besser als die 209.2. Die haben mehr Spaß gemacht, ich hatte das Gefühl die 208.2 wirkt spritziger und schneller als die 209.2 und klang bei leisen Passagen ebenfalls besser, klarer.
Nun habe ich während des Probehörens mit dem Verkäufer überlegt, welchen Verstärker ich denn kaufen könnte und da der Cambridge CD ja schon mal da war, klemmten wir den Verstärker Azur 640A anstelle des Denon an. Diesen verglich ich dann ebenfalls mit den 208.2 und 209.2 und ich muss sagen, die Kombi hat mir super gefallen, ich hätte am liebsten alle CD´s von Dire Straits nacheinander gehört.

An meiner Entscheidung der 208.2 hat dies nichts mehr ändern können, die gefielen mir einfach besser als die 209.2. Sie hat zwar nicht ganz den Bass, aber vielleicht ist es genau das was mich begeistert. Meine Kombi ist gefunden und ich werde sie in den nächsten 2 Wochen erhalten

Ich wünsche dir viel Spaß mit deinen neuen Lautsprechern.

Grüße Rolf


[Beitrag von Hifi_Master am 10. Aug 2005, 19:15 bearbeitet]
Dana_X
Stammgast
#4 erstellt: 11. Aug 2005, 15:42
Hallo zusammen !

Auch ich möchte gerne meine Geschichte zum Thema Probehören im Hifi-Studio mit eigenem CD-Sortiment beisteuern.

Angefangen mit richtigem Hifi bin ich so 1989, da konnte ich mir aufgrund meiner Lehre zum erstenmal "was Eigenes" gönnen.

Ich sparte auf einen Yamaha RX-1050, einen Sony X559ES Swoboda und Elac ELR 75 Regallautsprecher.

Nachdem mir dann noch ein Arbeitskollege ( Gott sei dank ) in meinen alten Kadett C gefahren war und ich 2200 DM von der Allianz bekam. konnte ich loslegen.

Diese Kombo hatte über 10 Jahre auf dem Buckel bis ich über heimkino nachdachte. Mit dem Klang war ich stets Superzufrieden, die Elacboxen waren perfekt.

Mein Problem war nun : Ich brauche einen AV-Receiver und neue LS. Da ich keinen adequaten Center zu den alten Elac´s fand, kaufte ich mir die Elac 207 und den Center 201. Hinten kamen Elac Cinemasat 2 zum Einsatz.Als Subwoofer nahm ich den Heco Sub 30A. Als Receiver griff ich zum Yamaha RX-V 750. Was soll ich sagen : Im Heimkinoton war ich durchaus angetan, Effekte vom Bass ok, aber wo war mein Hifi Stereo Ton ? Trotz eigentlich etwas Besserer LS war von Stereo nix zu hören.

Also habe ich nochmals gespart um dann schnell noch einen bezahlbaren Boliden ( Yamaha AZ1 ) für 1700€ zu kaufen ehe er auslief.

Damit war der Stereoklang auch wieder auf einem guten Niveau, Heimkino war Spitzenklasse.

Nach weitren Sparmonaten habe ich dann überlegt ich möchte einfach in Stereo noch mehr. Habe mir meine CD Sammlung geschnappt und bin in ein Hifi Studio gegangen.

Da ich den Ortsansässigen Besitzer des Studios bereits seit Jahren kenne ( hatte dort alle anderen Komponenten gekauft ), konnte ich mich frei ausbten und die vorhanden LS nach belieben aufstellen und selber hören. Als Verstäker wurde eine Rotel Kombi aus 1067 / 1098 zur Verfügung gestellt. ( Die vorstufe ist die mit dem Display, hab die Nr. evtl falsch im Kopf. )

Die LS die ich vorfand waren :

Elac 208.2 / 209.2 / Elac Spirit of Music
Quadral Aurum 90 / Quadral Vulkan und Titan.

Obwohl die großen out of budget waren habe ich Sie trotzdem gehört.

Und was soll ich sagen :

Die Elac Spirit of Music fand ich scho nam Besten, aber zu groß und zu teuer für mich.

Aber dann : Zu meiner absoluten Überraschung fand ich dann die Elac 208.2 am Besten ! Knachige präzise Bässe, griffig, luftige höhen. Wirklich toll !

Die 209.2 war auch Spitze, aber ein wenig zu aufdringlich. Vielleicht liegt es an der d´appolito Anordnung der 208.2, aber sie gefällt mir besser.

Eine klien Enttäuschung waren die ebenfalls nicht grade billigen Aurum 90. Da hatte ich viel erwartet aber bekam nichts zurück. Wenig Bass, blasse Mitten, keine Ausstrahlung. Ob Sie nicht zur Rotel passen, kann ich nicht sagen, jedenfalls eine echte Niete für meinen Geschmack.

Die Titan war vermutlich zu groß für den Raum ( 35 qm ), sie war mir zu präsent, aber gleichzeitig zu schwammig. Brachial bei höherer LS, zurückhaltend bei leisen teilen.

Die Vulkan ist sehr neutral, aber auch nicht grade griffig und straight. irgendwie hab ich mich nicht mit der Basswiedergabe anfreunden können.

Mein Fazit war : Die ELAC´s hab ich bestellt ( 208.2 ) und bin heute, 5 Monate nach der Anschaffung rundherum zufrieden mit diese Lautsprechern. ich hätte nicht gedacht das man für einen vergleichsweise vernünftigen Preis ( habe 1140 € bezahlt ) so schöne LS bekommen kann.

Im Zusammenspiel mit dem AZ1 habe ich einen perfekn Heimkinoton und einen Topstereo Klang. insbesondere der tiefe, kräftige aber stets knackige Bass ist sehr hervorzuheben.

Soviel zu meiner Erfahrung, die sich im Bezug auf meinen Vorredner erstaunlicherweise deckt was den Elac Vergleich angeht.

Grüße
Sascha
JanHH
Inventar
#5 erstellt: 16. Aug 2005, 04:25
Ein Bekannter von mir (eigentlich ein ebay-Käufer, der meine Karat M90 kaufen wollte, jedoch nach probehören bei mir davon Abstand genommen hat, haha) findet interessanterweise die 208.2 auch besser als die 209.2 (Er findet allerdings, dass sie im Bass nicht tief genug runtergehen, was ich mir kaum vorstellen kann, das muss an der Vorführsituation gelegen haben).

Um Missverständnisse auszuräumen, ich habe die 209 (also das Vorgängermodell der 208.2) und nicht die 209.2., bin mir nicht sicher ob das so klargeworden ist.

Zu der Frage mit der räumlichen Situation: Der Raum ist knapp 22 qm gross (ca. 5,80 x 3,70), also an sich gross genug, und die Boxen stehen ziemlich frei, eigentlich optimal, mit ziemlich viel Abstand zu den Wänden (ca 70-90 cm). Angewinkelt hatte ich beide nicht.

Tja ich denke auch so oft, es ist erstaunlich was für gute LS Elac doch baut. Dass die Karats besser abschneiden bei der Presse kann ich mir auch nur damit erklären, dass Canton mehr Geld für Werbung ausgibt. Die Elacs scheinen mir doch sehr viel ausgefeilter und "ehrlicher" zu sein. Alleine der Bass.. es ist unglaublich, was für ein Tiefbass aus den relativ zierlichen 209 mit den kleinen Chassis herauskommt. Man spürt es richtig und der ganze Raum vibriert. Die Karats haben da gar nix zu bieten, dafür einen ziemlich fetten "oberen" Bass, der dafür eher unpräzise ist. Bessere Elac-Modelle kenne ich gar keine (ausser einmal ganz kurz bei MM die 518 gehört), würden mir vermutlich auch sehr gut gefallen. Naja aber an sich bin ich mit den 209 mehr oder weniger wunschlos glücklich (was Lautsprecher angeht).


[Beitrag von JanHH am 16. Aug 2005, 04:33 bearbeitet]
Hifi_Master
Stammgast
#6 erstellt: 16. Aug 2005, 05:53
Hallo,

nachdem ein Freund von meiner Entscheidung gehört hat wollte er sich mein Ergebnis selber mal anhören und wir sind noch mal los um die genannten Boxen zu vergleichen.
Sein Ergebnis hat sich mit meinem gedeckt, er war von der M90 auch total enttäuscht. Da wir da aber nun mal dawaren und Zeit hatten, hörten wir uns noch die üblichen Verdächtigen an und die Canton M80 und L800. Die M80 gefiel uns dann etwas besser als die M90, weiterhin machten die Elac das rennen, selbst die neue Focale Profile 918 wollte uns nicht gefallen. Als wir dann die Canton L800 anhörten war es aus, die haben die Canton Karat Serie wieder nach ganz oben gehoben, dieser Lautsprecher klingt sowas von genial, das wir fast sprachlos waren. Da konnten auch die Elac nicht mehr mithalten, egal welcher Pegel, einfach nur ein sauberer Klang und ein trockener Tiefbass. Gehört haben wir an einem Marantz PM17MKII und den dazugehörigen Marantz CD.
An meiner Entscheidung, die 208.2 zu nehmen hat dies nichts mehr geändert, da die L800 mit 46cm Tiefe nicht in meinen Wohnraum passt.

Unser Fazit nach dem Testhören: meine Entscheidung für die Elac 208.2 war richtig, wenn ich den Platz hätte, würde ich aber die L800 von Canton nehmen, da die Räumlichkeit, Klarheit und Präzision der L800 die 208.2 doch deutlich distanziert.

Dies nur so am Rande.

Grüße Rolf
Dana_X
Stammgast
#7 erstellt: 18. Aug 2005, 19:59
Hi !

Die Canton Karat habe ich mir auch angesehen, fidne sie toll aber leider häßlich !

Ich kann mich mit der Form und dem Bass an der Seite einfach nicht anfreunden.

Wie standen die Bässe als du Probe gehört hast ? Zueinander oder voneinander weg ?

Zum Klang kann ich nur sagen, Bass top, Rest klar und luftig. Aber die Box ist nicht grade klein.

Zum Preis : Ist halt auch ne Ecke teurer als die 208.2, gehört eher in die Liga 209.2.

Zu Elac habe ich auch noch was zu berichten.
Ein Bekannter hat einfach keinen Platz für Standboxen, der hat nun die 204.2 gekauft, ich war hin und weg. Eine echte Alternative wenn man keinen Platz hat.
Besonders der Bass kommt ähnlich wie bei der 208.2.
Respekt


Grüße
Sascha
Hifi_Master
Stammgast
#8 erstellt: 19. Aug 2005, 05:26
Hallo Dana_X

bei mir standen die L800 mit den Bässen zueinander hin.
So wäre die Aufstellung wohl auch richtig.
Die L800 kann ich für 1.600 Euro in silber haben. Das sind ca. 500 Euro mehr als für die 208.2. Der Klanggewinn der L800 zu der 208.2 liegt nach meiner (Hör)Erfahrung aber noch etwas darüber. Das Design der Canton finde ich klasse.
Die L800 ist ja nur ein bisschen zu tief (46cm), der Rest ist ok. Wie schon gesagt, für mich zu tief, obwohl ich schon alles probiert diese Boxen doch unterzukriegen weil das Preis/Klangverhältnis für mich persönlich absolut top ist.

Gruß Rolf
Hifi_Master
Stammgast
#9 erstellt: 19. Aug 2005, 05:50
Was ich vergessen habe zu erwähnen, die 204.2 habe ich auch gehört, zusätzlich auch in Verbindung mit dem Sub 211.2 und ich muss dir zustimmen, das sind ganz feine Kompaktboxen, die haben einen sehr sauberen Klang und machen richtig Spaß. Diese Kombi war auch bei mir mal in der Favoritenrolle, habe mich aber dann für Standboxen entschieden.

Gruß Rolf
Leon-x
Inventar
#10 erstellt: 19. Aug 2005, 06:29
Hallo Hifi_Master.

Nach jemand der die L 800 ansatzweise mag.

Jedenfalls finde ich auch die größeren Karatsmodelle mit mehr Membranfläche besser als die Kleineren.

Richtig ist natürlich die Aufstellung mit dem Bass zueinander. Die LS sind ja auch zudem mit Links und Rechts gekennzeichnet.

Gegenüber der Breite fällt halt eher die Tiefe bei der L 800 groß aus. Allerdings kann ich bei mir feststellen das die L gegenüber der Rückwand aufstellungsunkritischer ist als andere LS. Da kann man um die 40cm ranrücken. Jedenfalls funktioniert es bei mir ohne Probleme. Sollte es trotzdem leicht Dröhnen verschliesst man das Bassreflexrohr Hinten.
Nur zu den Seitenwänden braucht sie wie fast jeder LS gut 60-70cm Platz.

Als perfekten LS würde ich die L 800 auch nie sehen. Hat genau so leichte Schwächen. Dennoch beeindruckt mich immer wieder ihre Spielschnelligkeit wie sie Anschläge raushaut. Kommt noch ein Subwooferähnliches Bassfundament im Heimkinobetrieb dazu.

Nach ersten Gerüchten will Elac bald den Nachfolger der 209.2 mit X-Jet vorstellen. Könnte interessant werden. Jedenfalls purzeln bei einigen Händlern angeblich schon die Preise. Abwarten.


Leon
Hifi_Master
Stammgast
#11 erstellt: 19. Aug 2005, 06:54
Hallo Leon_x

ich habe schon gemerkt das die L800 hier nicht oft vertreten ist.
Zu dem aufstellen kann ich nur sagen, mein Wohnzimmer hat 26qm und der seitliche Abstand wäre nicht das Problem, ich habe immer noch den Klang im Ohr und suche den Platz, den ich brauche.
Wir haben auch die Elac 608 und die neue 607 X-Jet gehört. Diese Elac sind beides natürlich tolle LS, aber ausserhalb meines Budget´s.
Den Unterschied mit dem X-Jet fanden wir jetzt nicht so gravierend, deshalb zweifle ich auch daran, das die 209 X-Jet um so viel besser wird. Aber als dies ist ja Geschmackssache.

Rolf
Dana_X
Stammgast
#12 erstellt: 22. Aug 2005, 11:05
Zum X-Jet muß ich sagen das ich den Center damit gehört habe, und damit waren selbest die viel zu leisen Stimmen von Herr der Ringe - Die Gefährten super trnsparent und laut !

Was für ein sensationelles Erlebnis. Aber was soll ich sagen, 3000€ uvp für einen Center sind ne Menge Holz. Außerdem bekomme ich sowas bei meiner Frau einfach nicht durch, der Sprung von meinem CC 200.2 mit Jet III zum X-Jet sind für Sie vermutlich zuRecht zu gering ! Un der kostet nur 20 % davon :).

Das die preise purzeln lag daran, das Elac im frühling entschieden hatte die Mattschwarzen Serien zu streichen. Da haben Sie die Läger geleert und den Händlern die Päärchen verbilligt abgeboten. Habe aber nun gehört das die Nachfage nach den Mattschwarzen LS wieder gestiegen ist und ab KW 34 wieder angeboten werden.

Zur Karat : Wenn die Bässe nach innen zeigen müssen, wie weit muß der Seitenabstand dann zum Schrank sein, der bei mir direkt daneben steht ( da stehen jetzt meine 208.2, 50 cm von der Wand rücklings weg, leicht angewinkelt zur Hörposition in 35 qm Wohnzimmer mit 6m x 5,50 kantelänge ).

Zum 211.2 Subwoofer von Elac kann ich nur sagen :

Selbst wenn man Standboxen hat die zum reinen Stereohören hergenommen werden, eine 5.1 DTS Musik DVD wie Hells freezes over von den Eagles muß man auf diesem Sub einfach mal gehört haben. Ein Traum für einen wahrhaft bürgerlichen Preis. Gemessen am mehrwert eines tollen Woofers für Heimkino und Musikdvd´s ist jeder € gut angelegt. Der Sub spielt extrem musikalisch, ist pfeilschnell im Anschlag, geht aber auch brutal runter und das Wichtigste für mich : Er erzeugt im Filmbetrieb reichlich Körperschall ohne dabei auch nur das geringste Verwirbelungsgeräusch zu erzeugen.
Ein perfektes Testszenario ist in dem Film Monster AG hinterlegt.
Die Stelle wo das Glotzkowski von dem kleinen minimonster in die hand gebissen wird und boo daraufhin lachen muß und eine SUPER Stromaufladung hinlegt, muß man gehört haben.

Wer die Ausgabe für einen vernünftigen Subwoofer scheut oder nur 300 € anlegen möchte, dem sei dringend angeraten ein Feuerzeug mit ins Geschäft zu nehmen und bei 90 DB Filmton im Laden mal dahinter zu halten. Sollte es das feuerzeug auspusten wäre dringend davon abzuraten ihn zu kaufen, er dröhnt schlicht zu laut, kommt er dann wie so oft Wandnah in die Ecke ist mit schönem Kinosound essig.

@ Leon-X : An welchem Verstärker setzt du die Canton´s ein und hast du ein Heimlino mit diesen LS in Betrieb ?

MFG
Sascha
Hifi_Master
Stammgast
#13 erstellt: 22. Aug 2005, 11:43
Hallo Dana_X

schau mal bei Leon_X ins Profil, da wirst du staunen womit er die Canton betreibt.

Rolf
Leon-x
Inventar
#14 erstellt: 22. Aug 2005, 14:42
Hallo Dana_X

Hatte auch schon anderer Amps an den Karats dran. Von H/K 7300 über Arcam 300 bis zu Stereoamps ala Denon PMA 2000 und Arcam A 90.

Die seitlichen Basstreiber sollten natürlich nach Innen zeigen um auf der Bühne zwischen den LS das Bassfundament aufzubauen.

Zu einem Hinderniss sollte gut 50cm Platz sein. Gibt auch Canton so an.

Ein Bild meiner Anlage und Thread zum Thema seitliche Basstreiber gibt es hier:

http://www.hifi-foru...049&postID=last#last

In meine Raumecken kommen in diser Woche noch Absorber/Cornerblöcke zur Verfeinerung.
Der Teppich wurde durch einen Hochflor ausgetauscht.
Besser ist es natürlich immer wenn sich nichts bzw höchstens ein Center zwischen den Karats befindet.
Aber wie im anderen Thread beschrieben habe ich keine Probleme mit dem Bass auf der "Phantombühne" zwischen den LS.

Als Weisheit letzten Schluss würde ich die Karat nie bezeichnen. Canton scheibt ja selber in seine Prospekte das die Karatserie eher den Designewüschen der Kunden und dem Marketing folgt. Dennoch hat man versucht Vorteile der Bauart zu nutzen die dem herkömlichen/klassischen Aufbau nicht nachsteht.
In einigen Hörräumen kann die Karat eben ihre Vorteile haben.

Siehe User "Das Phantom" auf Areadvd im Bilderthread:

http://www.areadvd.d...age=20&pagenumber=25

Mit den L 800 hat er endlich Bass an seinem Hörplatz.


Leon


[Beitrag von Leon-x am 22. Aug 2005, 14:56 bearbeitet]
Dana_X
Stammgast
#15 erstellt: 23. Aug 2005, 07:30
Hi !

@Leon-x : Sehr nett anzusehen, hast du ein eigens für Heimkino und Stereo eingerichteten Raum ?

Sowas wäre auch mein Traum, allerdings mag ich Hifi-Stereo am Liebsten ab 30 qm oder mehr und mein Wohnzimmer kann ich für meine Zwecke nicht einfach entfremden

Zum Verstärker : Ist das ein Onkyo 5000 ? Wie findest du ihn ? Wie klingt er im Stereobereich ? Was hast du bezahlt ?
Hast du je einen AZ1 von Yamaha gehabt und kannst mir sagen wie er im Vergleich klingt ( Stereo, bei Heimkino sind alle Boliden so gut das es jedem Freak reichen sollte ) ?. Hab halt noch einen AZ1 und sehe derzeit irgendwie keinen Grund aufrüsten zu müssen.
Da ich noch einige Jahre ( Bis HDTV flächendeckend verfügbar ) nicht auf Plasma wechseln werde, sehe ich keinen Grund einen Verstärker mit HDMI zu kaufen das eh brach liegt. Was bringt schon ein z.B. 3910 via HDMI an einen Onkyo 5000 angeschlossen wenn man das Bild analog am Fernseher ausgeben muß.
Klar ist das bild immer noch toll und auch der Ton bei SACD und DVD-Audio ist nicht zu verachten, allerdings sind die Anschaffungskosten ebenfalls nicht zu verachten und der Nutzen ist eben mangels Plasma / Beamer etc nicht voll gegeben.

Für einige Vergleichsschilderungen wäre ich sehr dankbar.

Grüße
Sascha

p.s. Warum ist der Center silber ?


[Beitrag von Dana_X am 23. Aug 2005, 07:31 bearbeitet]
Leon-x
Inventar
#16 erstellt: 26. Aug 2005, 14:37
Hallo

Hab den Thread ganz übersehen.

Der Raum ist schon mein Wohnzimmer. Bis jetzt hat sich keiner über die Anlage beschwert. Eher im Gegenteil. 30qm muss ich nicht unbedingt für einen Hörraum haben. Mag eher geringe Abstände zu und zwischen den LS. Eine Stereoanlage wo die LS 3m und mehr auseinanderstehen ist weniger nach meinem Geschmack. Jedenfalls wenn der Hörabstand nicht wenigstens genauso groß ist. Mir reichen dann auch 20-25qm wo die Front-LS 2-2,5m auseinanderstehen. Geschmacksache.

Ja es ist ein Onkyo TX-5000.

Gezahlt habe ich damals etwas über 4000,- EUR. Es gibt aber schon Angebote von 3666,- EUR über die im Forum diskutiert wird. Wollte eigentlich nicht mehr als 3500,- EUR für die Verstärkereinheit ausgeben. Aber bei einem guten Angebot, auch noch für ein Gerät mit modularen Aufbau für die Zukunft( DD+ und DTS-HD), muss man halt nochmal überdenken. Gerade im Surroundbereich altert ja die Technik schneller als im Stereosektor.

Erfahrungsberichte findest du unter anderem hier:

http://www.hifi-foru...rum_id=101&thread=86

http://www.hifi-foru...7428&back=&sort=&z=1

Der silberne Center. Ja, geht eigentlich kaum anders. Denn die Karat L 800 wird gar nicht offiziell in Schwarz. Canton beliefert einige Ausgesuchte Händler damit. Den CL 400 Center habe ich jedenfalls noch nirgends in Esche Schwarz gesehen.
Nicht schlimm. Bringt etwas Abwechslung rein.


Gruß Leon


[Beitrag von Leon-x am 26. Aug 2005, 14:45 bearbeitet]
Leon-x
Inventar
#17 erstellt: 27. Aug 2005, 08:14
Hallo

Zu deiner Frage mit dem Yamaha.

Den Yamaha Z1 kenne ich leider nicht. Habe nur kurz mal den Z9 sowie den "alter" Denon A1 gehört. Allerdings soll ja der Z1 glaube ich etwas dunkler/wärmer abgestimmt sein als andere, eher analytische, Yamahaverstärker.

Kenne nur Marantz SR-9300, SR12S1, H/K AVR 8500, AVR 7300, Rotel 1067, Vor- Endstufe 1098 + 1075 und eben meinen Onkyo TX-5000. Sonst eher Verstärker der 1000-1500,- EUR Klasse.

Der Onkyo ist bis jetzt der Ausgewogenste von allen und klingt sehr natürlich. Besonders der perzise, druckvolle und trockene Bass ist bis jetzt das Beste was an meinen LS dran war und ist. Lediglich Rotel hat noch einen ähnlichen Bassbereich. Nur ist mir da der Hochton etwas zu gläsern.

Geräte die sonst noch auf dem Markt ineressant sind:
Gut und "günstig" wird sicherlich der neue Marantz SR-9600 sein. Er hat im Gegensatz zum Denon A11 Endstufendirekteingänge um ihn später als Endstufe zu gebrauchen. So kann man auch nach- bzw. aufrüsten. Leider ist die Auswahl an Vorstufen in den einzelnen Preisklassen begrenzt und Neuerungen wie Decoder brauchen schon mal 1,5-2 Jahre länger als bei Receivern.
Die neue Vor-Endstufe von Arcam könnte auch vom Klang her überzeugen. Schade nur dass die Vorstufe keinen modularen Aufbau hat. Zur Not benutzt man halt die internen Decoder der HD-Player und geht per analogen Mehrfachcinch rein. Nur ist man da auch irgendwie etwas eingeschrängt.

Denke schon dass du mit dem Onkyo an deinen Elac noch einen Schritt nach Vorne machst. Besonders im Stereobereich ist der Onkyo mit den richtigen LS sehr gut für einen Receiver.
Aber wenn du eh noch einen guten Yamaha-Amp hast würde ich auch nichts überstürzen.

Ich lege mir auch erst nächstes Jahr einen Projektor oder Großbildschirm zu. Jedenfalls wenn die Geräte für HD etwas weiterentwickelt sind. Mal sehen was die IFA für Aussichten zeigt. Eine Ewigkeit warten werde ich aber sicherlich nicht um bessers Bild als jetzt zu erhalten. Denn Neuerungen kommen immer und man sollte doch lieber im Hier und Jetzt leben.


Leon


[Beitrag von Leon-x am 27. Aug 2005, 08:19 bearbeitet]
Hifi_Master
Stammgast
#18 erstellt: 27. Aug 2005, 08:27
Hallo

ich habe gestern die Elac 208.2 und die Canton L800 an dem Onkyo interesse halber mal gehört.

Was Leon_X da schreibt kann ich nur bestätigen, ein ganz sauberer und trockener Bass, genial. Frauenstimmen klingen an den Canton so sauber und klar das man ein Gänsehaut Feeling bekommt. Die Elac profitiert meiner Meinung nach nich so stark wie die Canton von dem Onkyo, was zum einem auch an der geringeren Membranfläche liegt, die Höhen und mitten sind hier aber auch sehr und klar und die Räumlichkeit nimmt bei beiden noch mal erheblich zu.
Den Yamaha kenne ich ebenfalls nicht, ich kann mir nach der Hörsession gestern aber auch fast keine Steigerung in diesem Segment vorstellen. Leider kostet der Onkyo einen haufen Teuros und da müßte ich passen.

Hat aber Spaß gemacht zu hören, was gute Verstärker auch an Mittelklasse LS noch an Leistung rausholen können.

Rolf
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