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Elac 208.2 - Newbie Fragen - sehr lang

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Autor
Beitrag
Viererkette
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 13. Jan 2007, 01:56
Moin,

da ich hier Newbie bin und kaum Hintergrundwissen habe, habe ich ein paar (vielleicht zu) grundlegende und einfache (oder zu komplizierte) Fragen:

Ich besitze seit einiger Zeit einen HK AVR 21, den ich mit einem günstigen 5.1 System von Magnat betrieben habe. Dass dieses Paket eher bescheiden klingt, brauche ich euch wohl nicht zu sagen. Deshalb schaue ich mich seit einiger Zeit nach einem neuen System um, das nicht wirklich den höchsten Ansprüchen genügen muss, aber einen guten klang haben soll.
Dabei bin ich mir nich nicht einmal sicher, ob ich ein Stereo System aufbauen möchte oder doch eine AV-Lösung suche...

Nach eingen Hörproben von Receivern, Vollverstärkern, LS etc. im unteren bis mittleren Preissegment, habe ich mich nun entschieden, erst einmal passende LS zu finden, die meinen Ansprüchen genügen. Dabei bin ich auf die ELAC 208.2 gestossen. Ich habe die LS mit verschiedenen Receivern (Stereo, 6.1, 7.1) gestestet und mit anderen (Canton GLE, Canton Karat, JBL, ...) verglichen. Positiv ist mir aufgefallen, dass die LS schön differenziert klingen, einen knackigen aber nicht zu starken Bass haben und gleichmässig, also linear mit der Lautstärke klingen. (Witziger Weise habe mir die ELAC zunächst gar nicht so toll gefallen, nach vielen Vergleichen und unterschiedlicher Musik aber immer mehr zugesagt - vor allem bei höheren Pegeln) Lange Rede, ... ich habe nun ein Angebot für beide LS zu einem Preis von 1000€ und denke, dass ich darauf mein System aufbauen könnte. Allein das vollständige Setup ist mir noch nicht ganz so klar.

Der Vorteil der Elac ist, dass mir der Klang (unabhängig vom Musikstil, Rock, Pop, Soul, Jazz) gut gefällt, nur der Bass könnte etwas voller sein, was sich ja durch einen Sub beheben liesse. Ich überlege nun entweder, ein reines Stereo Setup aufzubauen - hier denke ich an einen Verstärker (Receiver), einen CDP und event. einen Sub. Oder aber, ich investiere in die Zukunft, kaufe einen AVR (DVD, SUB, Center, Rears) wobei ich hier zunächst nur ein Stereo System aufbauen würde und dann nach und nach die Komponenten erweitern würde. Auf lange Sicht, würde ich hier natürlich mehr investieren aber dafür nicht alles auf einmal kaufen. Anfangen könnte man generell mit den LS, den AVR 21 noch ein paar Wochen benutzen und dann weiter schauen.

Was ist also mein Problem? Nun, die Fragen, die ich habe sind:

- Wie schätzt ihr die ELAC (relativ zum Preis von 500€/Stück) ein? Gibt es Alternativen, die ähnlich teuer/günstig sind?

- Soll ich lieber ein Stereo-System kaufen anstelle eines Surround-Systems? (Hier hat mich die Qualität der Stereo Verstärker - bei gleichen Preisen - im Vergleich der AVR's eigentlich schon überzeugt.) Ich veranschlage hier ca. 400-500 Euro für den Verstärker bzw. Receiver. AVR sind natürlich ungleich teurer - d.h. eigentlich, wenn ich ehrlich bin, tendiere ich doch zum Stereo-System. Die AVRs, die mich ansprechen, kosten doch eher so um 2000€.

- Sollte ich mich für ein Stereo-Sytsem entscheiden, welchen Receiver oder auch Vollverstärker könnt ihr mir empfehlen? Getestet habe ich bislang nur diese: einen HK (der sehr starke aber auch z.T. breige Bässe hatte), einen Onkyo (der mir sehr gut gefallen hat - auch schon in der AVR Version) und einen Marantz (den ich ähnlich, wie den Onkyo einschätzen würde.) Ach ja, auch noch einen Yamaha, der sehr claen klang aber in Endeffekt dann doch zu clean war. Preis: ca. 500€, es sei denn, dass der ultimative Amp für 600 zu haben ist

- Wie relevant ist der Hörraum? Ich habe zur Zeit noch ein relativ kleines Wohnzimmer (etwa 6x4 Meter), was sich aber in absehbarer Zukunft auch ändern könnte. Ich sollte die Komponenten also nicht zu klein auslegen.

- Was könnt ihr mir bezüglich eines CD oder DVD-Players empfehlen? Wieviel sollte man bei einer solchen Konfiguration investieren? Ist ein CD-Player zu bevorzugen?

- Welchen Sub könnt ihr mir zu den Elac LS empfehlen? Oder sind diese LS nix und sollte ich besser die Kombination xyz wählen?

Das sind also meine Fragen. Zugegeben, das Ganze ist sehr vage, ich habe nur wenige Infos für euch, um ein abschliessendes Bild zu geben aber, ..., vielleicht könnt ihr mit dennoch helfen...

Besten Dank, Ralf

P.S.: Ich höre verschiedene Arten von Musik, Rock, Alternative, Soul, Jazz und TripHop. Ich will aber ein System, was alles einigermassen gut abbilden kann.
CarstenO
Inventar
#2 erstellt: 13. Jan 2007, 06:08
Hallo Viererkette, ich denke, im Stereoforum bist mit Deinem Anliegen genau richtig. Auch bin ich der Meinung, dass Du in der Reihenfolge, mit den Boxen zu beginnen, völlig richtig liegst. Du wirst jetzt wahrscheinlich im Folgenden vielen Boxenalternativen genannt bekommen. Entscheidend ist aber was Dir gefällt.


Viererkette schrieb:
Dabei bin ich auf die ELAC 208.2 gestossen. ... ich habe nun ein Angebot für beide LS zu einem Preis von 1000€ und denke, dass ich darauf mein System aufbauen könnte.


Ja, gute Entscheidung.


Viererkette schrieb:
Ich überlege nun entweder, ein reines Stereo Setup aufzubauen - hier denke ich an einen Verstärker (Receiver), einen CDP und event. einen Sub. Oder aber, ich investiere in die Zukunft, kaufe einen AVR (DVD, SUB, Center, Rears) wobei ich hier zunächst nur ein Stereo System aufbauen würde und dann nach und nach die Komponenten erweitern würde.


Du investierst nicht in die Zukunft, wenn Du Dich für AV entscheidest. AV und Stereo entwickeln sich parallel für verschiedene Anwendungsbereiche.


Viererkette schrieb:
Wie schätzt ihr die ELAC (relativ zum Preis von 500€/Stück) ein? Gibt es Alternativen, die ähnlich teuer/günstig sind?


Es gibt viele Alternativen, die aber alle einen anderen Klangcharakter haben. Ich halte die 208.2 für einen absolut guten Lautsprecher. 500 EUR/Stück ist ein guter Preis. Bestimmt wird Dir einer der Nachredner einen Versender nennen, bei dem Du die Box für 399 plus 49 Euro Versand bekommst. Aber: Lass den Händler leben, der Dich beraten hat.


Viererkette schrieb:
Soll ich lieber ein Stereo-System kaufen anstelle eines Surround-Systems? (Hier hat mich die Qualität der Stereo Verstärker - bei gleichen Preisen - im Vergleich der AVR's eigentlich schon überzeugt.) Ich veranschlage hier ca. 400-500 Euro für den Verstärker bzw. Receiver. AVR sind natürlich ungleich teurer - d.h. eigentlich, wenn ich ehrlich bin, tendiere ich doch zum Stereo-System. Die AVRs, die mich ansprechen, kosten doch eher so um 2000€.


Wenn Du AV brauchst, könntest Du ja Dein Altsystem parallel weiter betreiben. Also: Am besten Stereo, wenn es schon zur Auswahl steht. Wie Du selbst herausgefunden hast, musst Du für entsprechende AV-Geräte deutlich mehr bezahlen.


Viererkette schrieb:
Sollte ich mich für ein Stereo-Sytsem entscheiden, welchen Receiver oder auch Vollverstärker könnt ihr mir empfehlen? Getestet habe ich bislang nur diese: einen HK (der sehr starke aber auch z.T. breige Bässe hatte), einen Onkyo (der mir sehr gut gefallen hat - auch schon in der AVR Version) und einen Marantz (den ich ähnlich, wie den Onkyo einschätzen würde.) Ach ja, auch noch einen Yamaha, der sehr claen klang aber in Endeffekt dann doch zu clean war. Preis: ca. 500€, es sei denn, dass der ultimative Amp für 600 zu haben ist ;)


Meine Favoritenkombi an der Elac FS 208.2 ist Onkyo A-9555 mit DX-7555 für zusammen 1200 EUR. Andere Alternative: Cambridge Audio Azur 640 A/C zum gleichen Preis.


Viererkette schrieb:
Wie relevant ist der Hörraum? Ich habe zur Zeit noch ein relativ kleines Wohnzimmer (etwa 6x4 Meter), was sich aber in absehbarer Zukunft auch ändern könnte. Ich sollte die Komponenten also nicht zu klein auslegen.


Es ist leider kaum möglich, Hifi "auf Vorrat" zu kaufen. Mit der 208.2 kannst Du aber auch Räume bis zu 35 (40) qm beschallen.


Viererkette schrieb:
Was könnt ihr mir bezüglich eines CD oder DVD-Players empfehlen? Wieviel sollte man bei einer solchen Konfiguration investieren? Ist ein CD-Player zu bevorzugen?


CD-Player siehe oben.


Viererkette schrieb:
Welchen Sub könnt ihr mir zu den Elac LS empfehlen? Oder sind diese LS nix und sollte ich besser die Kombination xyz wählen?


Bei 24 qm würde ich noch keinen Sub nehmen, sondern erst, wenn der Hörraum größer wird.

Carsten
Viererkette
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 13. Jan 2007, 15:11
Hallo Carsten,

erst einmal vielen Dank, für deine ausführlich Antwort! Insgesamt bestätigt das meine Meinung.


CarstenO schrieb:
Du investierst nicht in die Zukunft, wenn Du Dich für AV entscheidest. AV und Stereo entwickeln sich parallel für verschiedene Anwendungsbereiche.


Ich war lediglich unsicher, ob ich eventuell doch irgendwann noch ein AV-System haben möchte. Die Idee, den alten AV parallel zu nutzen, gefällt mit ganz gut. Zunächst werde ich also erst einmal die LS bei mir testen und darauf dann ein Stereo-System aufbauen.


CarstenO schrieb:
Meine Favoritenkombi an der Elac FS 208.2 ist Onkyo A-9555 mit DX-7555 für zusammen 1200 EUR. Andere Alternative: Cambridge Audio Azur 640 A/C zum gleichen Preis.


Ich glaube, diese (oder eine ähnliche) Onkyo-Kombi habe ich auch schon getestet - gefiel mir wie gesagt ganz gut.


CarstenO schrieb:
Es ist leider kaum möglich, Hifi "auf Vorrat" zu kaufen. Mit der 208.2 kannst Du aber auch Räume bis zu 35 (40) qm beschallen.


Das sollte erst einmal reichen. Eine Loft werde ich wohl in naher Zukunft nicht bewohnen


CarstenO schrieb:
Bei 24 qm würde ich noch keinen Sub nehmen, sondern erst, wenn der Hörraum größer wird.


Das ist interessant und macht die Sache einfacher - und billiger.

Besten Dank noch einmal für die Tipps.

Ralf
Viererkette
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 15. Jan 2007, 18:39
Moin,

ich wollte euch nur kurz mitteilen, dass ich mir nun die Elac 208.2 zugelegt habe und absolut zufrieden bin. Schon an meinem etwas älteren AVR21 klingen sie gut genug, dass ich mir noch etwas Zeit mit dem neuen Vollverstärker lassen kann. Ich wusste gar nicht, wie gut der "olle" AVR noch klingt.

Trotzdem kann ich nicht ganz verdrängen, was noch machbar ist. Demnächst werde ich mir also noch mal in Ruhe die Onkyo Kombination anhören und auch ein paar andere - zum Vergleich.
Allerdings reicht der AVR21 für meine Bedürfnisse, um an und zu mal einen Film zu schauen. Es bleibt also dabei, dass ich ein reines Stereo-System nehme.

Ralf
CarstenO
Inventar
#5 erstellt: 15. Jan 2007, 20:22
Hallo Viererkette, viel Spass mit den neuen Boxen! Carsten
Viererkette
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 24. Jan 2007, 18:09
Man man man, wenn mal einmal anfängt...

Ich hab' euch ja über meinen Kauf der Elac 208.2 berichtet. Zufrieden bin ich immer noch, selbst der alte AVR21 klingt ja, wie gesagt, nicht schlecht an dem LS.

Aber, was soll ich euch sagen: Ich will mehr. Und zwar einen neuen Vollverstärker und über kurz oder noch kürzer auch einen neuen CDP.

Ich hab' nun einige Stunden damit verbracht, mir ein paar Empfehlungen hier im Forum anzusehen, habe Preise studiert und eine kleine Auswahl getroffen. CarstenO war ja bereits so nett, mir den Tipp mit dem Onkyo 9555 zugeben (den habe ich auch schon gehört und für gut befunden) bzw. mal einen Cambridge 640 in Betracht zu ziehen. Diese beiden Geräte will ich mir also auf jeden Fall noch mal anhören (beide mit den entsprechenden CDPs).

Weiterhin sind mir noch folgende Amps und zugehörige Player ins Gesicht gesprungen:

Rotel RA-06
Creek EVO.

Ein Hörtest steht also demnächst mal an (Das Problem wird nur sein, alle Geräte unter gleichen Bedingungen zu testen). Natürlich bestehen auch "leichte" Preisunterschiede zwischen den Geräten, was allerdings bei deutlicher subjektiver Qualitätssteigerung in Kauf genommen werden muss;) Teurer soll es aber nicht werden, D.h., ich werde auf keinen Fall teurere Geräte testen, das birgt mir zu große Gefahren...

Meine Frage daher: Welche Erfahrung habt ihr mit den genannten Amps/Ketten an den Elac 208.2? Mir scheint, dass grundsätzlich alle diese Verstärker mit den LS zu betreiben sind. Stimmt ihr mir da zu oder lässt ein Gerät schon ausschliessen? Welche Alternativen gibt es noch?

Ganz frei von optischen Eindrücken bin allerdings nicht (ich weiss, darauf kommt es nicht an), ein NAD müsste mich also klanglich schon ziemlich überzeugen, damit er eine Chance hat.

Besten Dank für eure Antworten.

Ralf
CarstenO
Inventar
#7 erstellt: 24. Jan 2007, 19:31
Hallo Ralf,

ich kenne im Zusammenspiel mit Elac nur Cambridge Audio Azur 640 A und Creek A 50.

Was soll ich sagen? Der Creek passt prima. Ich glaube, das nennt man musikalisch. Der Evo-Amp klingt etwas anders (straffer im Bass, weniger breiter Raum), habe ihn aber mit der FS 208.2 noch nicht gehört.

Der Cambridge 640 klingt ähnlich "luftig" (wage Beschreibung, ich weiß), aber nicht so präzise wie Creek A 50 oder Evo.

Den Creek EVO CDP besitze ich ebenso wie den CD 50 II, kann beide empfehlen, finde den CD 50 II aber deutlich besser.

Carsten
Hifi_Master
Stammgast
#8 erstellt: 24. Jan 2007, 20:55
Hallo Ralf,

gratuliere zu den neuen LS.

Alle Verstärker die du genannt hast passen gut mit Elac zusammen, mir persönlich gefällt der Rotel zwar nicht an den 208er aber ich meine du solltest den NAD 352 oder 372 ruhig mal an den LS hören, der 1500er von Denon ist auch noch eine Empfehlung wert.

Ich betreibe meine 208er an einem alten Onkyo Verstärker 8640 und bin ganz zufrieden, suche aber auch noch was neues im Laufe des Jahres.

Es gibt hier im Stereobereich unter Lautsprecher einen Elac-Fan-Thread, schaue doch hier auch mal vorbei.

Also, viel Spaß beim testen...

Gruß Rolf
Viererkette
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 24. Jan 2007, 23:39

CarstenO schrieb:

Der Evo-Amp klingt etwas anders (straffer im Bass, weniger breiter Raum), ...


Dann sollte ich mir beide Creeks mal anhören, vor allem, wenn der 50 II tatsächlich deutlich besser ist. Mein HK ist mir im Bass ein wenig zu "schwammig". Hier würde ich wohl etwas knackiges aber auch druckvolles bevorzugen. Das Gesamtbild soll halt schön differenziert aber nicht zu klinisch klingen (anders kann ich es im Moment leider nicht ausdrücken). ...am besten im direkten Vergleich zum Cambridge.



Hifi_Master schrieb:
Hallo Ralf,
mir persönlich gefällt der Rotel zwar nicht an den 208er aber ich meine du solltest den NAD 352 oder 372 ruhig mal an den LS hören, der 1500er von Denon ist auch noch eine Empfehlung wert.


Das mit den NAD hatte ich befürchtet. Ich hab schon einige gute Kommentare über den 352 und den 372 gelesen. Dann werde ich die wohl auch noch mal anhören. Von Denon habe ich zu Anfang meiner Suche, als ich allerdings noch keine LS ausgesucht hatte, ein, zwei gehört. Vom Klang war ich aber nicht ganz so überzeugt. Meist gefielen mir andere Verstärker der gleichen Preisklasse besser im direkten Vergleich.


Hifi_Master schrieb:

Ich betreibe meine 208er an einem alten Onkyo Verstärker 8640 und bin ganz zufrieden, suche aber auch noch was neues im Laufe des Jahres.


Dann werde ich mal fleissig von meinen Hörproben berichten.

Ralf
JanHH
Inventar
#10 erstellt: 25. Jan 2007, 06:55
Ich habe die Elac 209, also die direkten (nahezu identischen) Vorgänger der FS 208.2, und habe diese auch schon an diversen Verstärkern betrieben, kann daher also evtl einiges dazu beitragen.

Zwei Punkte sind im Laufe der Zeit dabei klargeworden:

- Die Elac-Boxen sind so gut, dass man sie mit Verstärkern, die preislich "passend" sind, bei weitem nicht ausreizt. Ich habe sie an "normalen" Mittelklasseverstärkern betrieben und an highendigen Sachen, und die Unterschiede waren gross. Das mit weitem Abstand beste war eine Burmester 878-Endstufe. Der klangliche Unterschied zu den sonstigen Verstärkern war dermassen gross, dass man durchaus zum Einsatz solcher Kaliber raten kann. Vor allem der Hochtöner bringt da einiges.

- Die Elacs klingen am besten mit Verstärkern, die eine ähnliche Klangcharatkeristik haben (wobei die 209 soweit ich weiss noch etwas "krasser" klingen als die 208.2). Also eher kühl, klar, energiegeladen und direkt, als warm und schönfärberisch. Ich hatte mal eine Accuphase E-302 daran angeschlossen, das klang irgendwie belanglos, nach gar nix. Meine standardmässig an den Elacs betriebenen audiolabor stark-Monoblöcke, die *sehr* kühl und kraftvoll klingen, treten diesen hingegen so richtig in den allerwertesten, und es macht richtig Spass.

Gruß
Jan
Viererkette
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 25. Jan 2007, 14:46
Hallo Jan,

besten Dank erst einmal für deine Ausführungen.


JanHH schrieb:

- Die Elac-Boxen sind so gut, dass man sie mit Verstärkern, die preislich "passend" sind, bei weitem nicht ausreizt. ... dass man durchaus zum Einsatz solcher Kaliber raten kann.


Das ist zunächst mal eine gute Nachricht, man freut sich ja, wenn man in seinem Kauf bestätigt wird. Andererseits greift hier meine "freiwillige Selbstbeschränkung". Hier komme ich in Preiskategorien, die ausserhalb meines gesetzten Budgets liegen. Es wird also wohl bei meiner bisherigen Auswahl bleiben.


JanHH schrieb:

- Die Elacs klingen am besten mit Verstärkern, die eine ähnliche Klangcharatkeristik haben (wobei die 209 soweit ich weiss noch etwas "krasser" klingen als die 208.2). Also eher kühl, klar, energiegeladen und direkt, als warm und schönfärberisch.


Hier kann ich erste Hör-Ergebnisse liefern. Ich habe heute Vormittag einen Kurztest mit einem Rotel RA-06, einem RA-04 und einem Cambridge 640A gemacht. Der CDP war jeweils ein Cambridge 840 und die LS kleine Elacs. Vom Aufbau also etwas anders als bei mir zuhause.

Was soll ich sagen? Die Amps klingen beide natürlich deutlich besser als mein AVR21, keine Frage. Selbst die kleinen Elacs haben da (abgesehen von einem etwas dünnen Bass) gut mitgehalten.

Der RA-06 klingt sehr schön klar, deutlich, differenziert. Ich war sehr beeindruckt von seinem Klang. Alles war sehr sauber und dynamisch. Diese Kombination ist wohl ein Beispiel für die klangliche Übereinstimmung von LS und Amp in Bezug auf die Klangeigenschaften.

Danach kam dann der Cambridge dran. Zunächst fand ich den Sound zu "dumpf". Nach einiger Zeit und unterschiedlichen Stücken sowie einigen Wechseln, kamen die Vorzüge des Cambridges zum Vorschein. Er klingt wärmer und weniger "aggressiv" in den Höhen. Auch bei höherer Lautstärke wirkt er nicht aufdringlich.

Letztlich noch der RA-04. Ihn würde ich klanglich zwischen RA-06 und Cambridge einordnen. Für den Preis kann er eine ganze Menge, wenn er auch nicht die Brillianz des RA-06 hat, so hat er doch eine gewisse Wärme. Der Verstärker könnte eine Alternative sein.

Nachteilig war natürlich, dass ich zum einen keine eigene CDs dabei hatte und andererseits alle drei Verstärker an einem einzigen CDP gehört habe. Ausserdem muss ich natürlich meine eigenen LS testen. Deshalb geht der Test am Wochenende erst einmal weiter, mit eigener Musik und z.T. in den eigenen vier Wänden.

Bin mal gespannt, was dabei heraus kommt.
Hifi_Master
Stammgast
#12 erstellt: 25. Jan 2007, 15:12
Hallo Ralf,

wenn du nachher bei dir zuhause an deinen LS und mit deiner Musik ähnliche Ergebnisse erzielst/hörst, dann bist du ja auf dem richtigen Weg.

JanHH hat recht, die Erfahrung habe ich auch gemacht, das gerade die Elac LS mit der Qualität der Elektronik enorm zulegen können, mein Highlight an den Elac war hier mal ein Musical Fidelity A5 für 2.200,- Euro, besser als an diesem Verstärker habe ich in meinen Räumen die 208er noch nicht gehört.

Dieser Preis ist mir für die 208er aber zu hoch, ich überlege mal in eine ganz andere Richtung, aber im Moment stecke ich im Umzug und habe dafür keine Zeit/Geld.

Gruß Rolf
CarstenO
Inventar
#13 erstellt: 25. Jan 2007, 17:30
Hallo zusammen,

folgender Erfahrung von Jan schließe mich größtenteils an:


JanHH schrieb:
Die Elac-Boxen sind so gut, dass man sie mit Verstärkern, die preislich "passend" sind, bei weitem nicht ausreizt. Ich habe sie an "normalen" Mittelklasseverstärkern betrieben und an highendigen Sachen, und die Unterschiede waren gross. Das mit weitem Abstand beste war eine Burmester 878-Endstufe. Der klangliche Unterschied zu den sonstigen Verstärkern war dermassen gross, dass man durchaus zum Einsatz solcher Kaliber raten kann.


Dies trifft nicht nur auf die Elacs zu, sondern auch auf viele andere mir bekannte Boxen.

Carsten
JanHH
Inventar
#14 erstellt: 26. Jan 2007, 05:30
So extrem teuer ist das nicht.. Burmester 878 bei 3-2-1 meistens so um die EUR 800,-. Würde ich mir ernsthaft überlegen. Es dürfte nix besseres geben, was halbwegs bezahlbar ist. Und passende Vorstufen sind halbwegs erschwinglich.. z.B. die Sony TA-E 80 ES (um die 250-300). Eine bezahlbare Traumkombination. Was da an Glanz und Pracht im Hochtonbereich kommt, ist schon beeindruckend (ausserdem ist es einfach geil, ein Gerät zu besitzen, auf dem "Burmester" steht ).


[Beitrag von JanHH am 26. Jan 2007, 05:33 bearbeitet]
Wilder_Wein
Inventar
#15 erstellt: 26. Jan 2007, 14:04

JanHH schrieb:
ist schon beeindruckend (ausserdem ist es einfach geil, ein Gerät zu besitzen, auf dem "Burmester" steht ).


Hallo Jan,

das kann ich mir gut vorstellen, so ein Gerät würde auch mein Wohnzimmer richtig gut schmücken.

Aber kanne es sein, dass dabei die Objektivität ein wenig auf der Strecke bleibt!?


Viererkette schrieb:



Hifi_Master schrieb:
Hallo Ralf,
mir persönlich gefällt der Rotel zwar nicht an den 208er aber ich meine du solltest den NAD 352 oder 372 ruhig mal an den LS hören, der 1500er von Denon ist auch noch eine Empfehlung wert.


Das mit den NAD hatte ich befürchtet. Ich hab schon einige gute Kommentare über den 352 und den 372 gelesen. Dann werde ich die wohl auch noch mal anhören. Von Denon habe ich zu Anfang meiner Suche, als ich allerdings noch keine LS ausgesucht hatte, ein, zwei gehört. Vom Klang war ich aber nicht ganz so überzeugt. Meist gefielen mir andere Verstärker der gleichen Preisklasse besser im direkten Vergleich.


Wenn ich Deine Worte richtig deute, dann hast Du ein Problem mit dem Design der NADs? Stimmts...

Trotzdem, höre dir einen NAD C 352 einfach mal an deiner Elac an. Ich hatte damals eine 209.2 an einem NAD C 352 und das passte hervorragend.

Gruß
Didi
Harmanator
Stammgast
#16 erstellt: 27. Jan 2007, 12:31
Die Elac sind schon tolle LS, mit dem extrem dynamischen Jethochtöner würde ich mir auch einen eher warm klingenden
Verstärker suchen.
Auf Dauer macht das einfach mehr Spaß.

Vielleicht gefällt dir ja dieser Verstärker von Advance Acoustic

Die Optik von NAD gefällt mir auch nicht.
CarstenO
Inventar
#17 erstellt: 27. Jan 2007, 16:23

Harmanator schrieb:
Die Elac sind schon tolle LS, mit dem extrem dynamischen Jethochtöner würde ich mir auch einen eher warm klingenden
Verstärker suchen.


Hallo Harmanator,

diese Empfehlung teile ich nicht. Der Jet-Hochtöner löst fein auf, betont aber den Hochtonbereich nicht. Bei der Abstimmung der FS-208.2 wäre ein neutral bis analytisch-hell klingender Amp wohl die bessere Wahl, wenn die Box ausgereizt werden soll.

Carsten
Viererkette
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 27. Jan 2007, 22:52
Moin zusammen,


Hifi_Master schrieb:

wenn du nachher bei dir zuhause an deinen LS und mit deiner Musik ähnliche Ergebnisse erzielst/hörst, dann bist du ja auf dem richtigen Weg.


auf dem richtigen Weg bin ich jetzt, habe aber leider noch keine Lösung gefunden.

Ich habe nun in den letzten beiden Tagen eine NAD-Kette beim Händler getestet und je eine Cambridge Azur 640 und eine Rotel 06 Kette mit nach Hause genommen.

Zum NAD: man ist der hässlich. Aber ich muss zugeben, der Klang ist nicht schlecht, warm und trotzdem gut auflösend. Das Problem ist, dass ich die Kombi im eigenen Hörraum testen müsste. Alles andere ist mir nach meinen bisherigen Erfahrungen zu riskant.

Interessanter ist daher der Test mit der Rotel und der Cambridge-Kombi. Während beim Händler noch beide in Betracht kamen, tendiere ich jetzt noch mehr zum Rotel.
Der warme Sound des Azur ist klasse, um leise im Hintergrund Musik zu hören, der klare analytische Klang des Rotels ist allerdings bestechend. Jede Kleinigkeit ist zu erkennen, jedes Instrument ist gut zu identifizieren und das über alle Frequenzbereiche.

Allerdings hab ich ja auch schon angedeutet, dass ich noch nicht ganz zufrieden bin. Das Problem mit dem Rotel ist, dass das Ganze, je nach Musikrichtung, etwas anstrengend wird. Der Sound ist eben sehr direkt und weniger räumlich als beim Cambridge etwa. Die Musik bzw. insbesondere die mittleren Frequenzen sind sehr präsent, gerade bei Rock und Alternative (Bush, Korn, etc.) aber auch bei manchen Pop-CDs. Hier könnte ich mir vorstellen, dass hier weniger mehr wäre.

Ich bin aber nicht sicher, wo die Lösung liegt...


JanHH schrieb:

So extrem teuer ist das nicht.. Burmester 878 bei 3-2-1 meistens so um die EUR 800,-. Würde ich mir ernsthaft überlegen. Es dürfte nix besseres geben, was halbwegs bezahlbar ist.


Ich fürchte, dass es nicht so sehr die Qualität des Verstärkers ist. Die Lösung mit einer getrennten Vor- und Endstufe, die sicherlich klanglich noch mal einen Quantensprung bringen würde aber auch (wie gesagt) mein gesetztes Budget übersteigen würde, würde wohl für meinen Hörraum überdimensioniert.


Harmanator schrieb:

Die Elac sind schon tolle LS, mit dem extrem dynamischen Jethochtöner würde ich mir auch einen eher warm klingenden
Verstärker suchen. Auf Dauer macht das einfach mehr Spaß.


Wie gesagt, der Cambridge hat mir nicht so zugesagt. Den Klang empfinde ich zwar als angenehm aber auch nicht für alle Arten von Musik und auch nicht dann, wenn es lauter wird. Hier fand ich die Auflösung nicht mehr so toll. Vom grundsätzlichen Klangbild erinnerte mich der Cambridge ein wenig an den HK, der auch in den Mitten zu wenig anbietet.


CartsenO schrieb:

diese Empfehlung teile ich nicht. Der Jet-Hochtöner löst fein auf, betont aber den Hochtonbereich nicht. Bei der Abstimmung der FS-208.2 wäre ein neutral bis analytisch-hell klingender Amp wohl die bessere Wahl, wenn die Box ausgereizt werden soll.


Mein rein subjetiver Höreindruck geht bisher auch ein wenig in die Richtung. Allerdings ist mir noch nicht klar, wie ich noch mehr an mein Ideal komme. Ich denke, es sind mehrere Faktoren:

- Gibt es eventuell einen Amp der zwischen dem Rotel und dem Cambridge liegt (aber wohl deutlich näher beim Rotel)? Es sollte also einer sein, der eine gute Auflösung hat aber auch eine gewisse Wärme bzw. ein bischen weniger deutlich in den Mitten ist. Hier wäre eventuell der Rotel RA-04 interessant, den ich wohl mal zuhause antesten müsste.

- Auch ist eventuell mein Hörraum ein Problem. Es sind zwar ca. 24qm aber aufgrund des Schnitts, stehen die LS relativ nah beim Sitzbereich. Ich kann also nicht die lange Seite des Raums nutzen.

- Natürlich muss man sich nach jahrelanger Benutzung eines HK AVRs mit schlechten LS erst einmal an einen guten Sound gewöhnen.

Das sind also meine weiteren Eindrücke aus den Tests. Das Ganze ist doch schwieriger als ich zunächst dachte und kostet eine Menge Zeit. Auf der anderen Seite, ist das testen ja auch ganz interessant. Vielen Dank jedenfalls für eure Comments, vielleicht könnt ihr mir ja noch ein paar Tipps geben.

Ralf
Wilder_Wein
Inventar
#19 erstellt: 28. Jan 2007, 01:23

Viererkette schrieb:

Zum NAD: man ist der hässlich. Aber ich muss zugeben, der Klang ist nicht schlecht, warm und trotzdem gut auflösend.


Hallo,

ging mir am Anfang auch so, ich fand die Dinger potthässlich, wollte unbedingt was schönes mit gebürsteter Alufront und edler Optik haben.

Trotzdem habe ich mich damals breitschlagen lassen und mir den NAD C 352 gekauft, der Klang im Verhältnis zum Preis hat mich einfach überzeugt.

Heute, nachdem ich schon mehrfach meine Komponenten getauscht habe, muss ich sagen, in den eigenen 4 Wänden sehen die NAD deutlich besser aus als beim Händler...ich finde sie mittlerweile richtig schön.

Aber es ist natürlich Geschmackssache und wem die Dinger nicht gefallen......es gibt ja genug andere am Markt.
Gruß
Didi
Hifi_Master
Stammgast
#20 erstellt: 28. Jan 2007, 06:48
Hallo Ralf,

du bist ja richtig aktiv...

Den NAD musst du auf jeden Fall zu Hause hören um dir sicher zu sein, Wilder Wein hat mit seiner Aussage recht, das die NAD´s zu Hause besser aussehen, als wenn sie beim Händler so rumstehen.

Die 06er von Rotel kenne ich jetzt nicht, aber vielleicht solltest du mal einen Marantz ausprobieren, ich kenne hier zwar nicht die kleineren Modelle, aber den PM 17MKII und den PM15S1 und mir haben die sehr sehr gut an den 208er gefallen.

Vielleicht solltest du den Denon 1500AE doch mal zu Hause hören, ich finde den richtig gut.

Aber die Sache ist schwer, ich habe meine Elac jetzt 8 Monate und habe bis Oktober viel getestet und habe immer noch keinen gekauft, was definitiv nicht am Budget lag.

Naja, veilleicht solltest du mal eine teueren Verstärker probehören und dann sehen/hören ob du da findest, was du suchst, dann braucht man nur etwas länger zu sparen .

Gruß Rolf
ManniZ
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 28. Jan 2007, 15:22

Hifi_Master schrieb:


Die 06er von Rotel kenne ich jetzt nicht, aber vielleicht solltest du mal einen Marantz ausprobieren, ich kenne hier zwar nicht die kleineren Modelle, aber den PM 17MKII und den PM15S1 und mir haben die sehr sehr gut an den 208er gefallen.



Hallo

Den 17er hatte ich mal, den 15er habe ich jetzt, sowie die 208.2. Der 17er hatte etwas mehr Wärme, dafür war er unpräziser im Bass, der 15er ist da deutlich durchsichtiger, paßt m.E. besser zu der Elac. Noch ein Sprung nach oben wäre dann der 11er, der klingt zwar vordergründig etwas heller, dadurch daß er noch präziser ist, in allen Bereichen, aber trotzdem finde ich die Mitten/Höhen nicht lästig, was beim 15er manchmal vorkommt, je nach Lautstärke und Musikrichtung. Ich denke auch, wenn man die Elacs wirklich ausreizen will, dann sollte der Verstärker mindestens in der Preisklasse liegen, was die Ls kosten, Listenpreis!

MfG

Manni
CarstenO
Inventar
#22 erstellt: 28. Jan 2007, 16:41

ManniZ schrieb:
Ich denke auch, wenn man die Elacs wirklich ausreizen will, dann sollte der Verstärker mindestens in der Preisklasse liegen, was die Ls kosten, Listenpreis!


Oder auch darüber!
Wilder_Wein
Inventar
#23 erstellt: 28. Jan 2007, 18:32
Hallo,

als ich damals die Elac 209.2 bei H+I in Mannhim gehört habe, liefen die an einem goßen Musical Fidelity A308!

http://www.musicalfidelity.com/products/archived/a308int.html

Ich weiß nicht ob ich gesabbert habe, aber das klang dermaßen genial, ich war absolut begeistert, auch die Optik war der Hammer.

Das Ding war preislich allerdings jenseits meiner Preisklasse, aber vielleicht sollte man einfach die aktuellen MF mal mit ins Boot nehmen.....

Gruß
Didi
Hifi_Master
Stammgast
#24 erstellt: 28. Jan 2007, 18:43
Hallo Didi,

siehe mal etwas höher, mein Erlebnis entspricht genau deinem, nur ich hatte den A5.

Gruß Rolf
Viererkette
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 29. Jan 2007, 12:14
Soooo, der erste Heimtest ist absolviert.
Sowohl die Cambridge Azur Kette als auch die Rotel 06 Kombi habe ich jetzt übers Wochenende ausgiebig testen können. Im Gegensatz zu meinem letzten Beitrag, habe ich noch mehr CDs ausprobiert, habe verschiedene Kabel getestet und auch unterschiedliche Positionen der LS.

Das Fazit fällt allerdings ein wenig ernüchternd aus. Während mir die Cambridge Kette überhaupt nicht zusagt, geht die Tendenz eindeutig zum Rotel. Aber auch hier habe ich einige Schwächen ausgemacht, die mir doch zu deutlich ausfallen, als dass ich mich für die Kette entscheiden konnte. Die Höhen und Mitten waren im Vergleich zu den tieferen Frequenzen (je nach CD und Musikrichtung) ein wenig bis relativ deutlich dominant. Bei manchen Aufnahmen haben einen die LS regelrecht angeschrien, sodass das Hören eher etwas unangenehm war.

Nachdem ich ein wenig im Elac-Thread gesurft habe, wurde ich auch im Nachhinein durch einige Beiträge dirt bestätigt. Ich wehre mich allerdings noch ein wenig dagegen, nun schon eine Kombi aus Vor- und Endstufe in Betracht zu ziehen und werde erst einmal weiter in dieser Preisklasse suchen.

Demnächst steht erst einmal ein Heim-Test einer Arcam- und eventuell einer Creek-Kette an. Mal sehen, ob ich damit meinem Ideal näher komme. Nein, den NAD habe ich noch nicht zuhause gehört. Abgesehen vom Design gefiel er mir im Geschäft schon nicht hundertprozentig.

Ich fürchte, die Suche geht noch ein wenig weiter. Ich hoffe, es dauert keine Acht Monate, wie bei Rolf.

Bis dann, Ralf
Harmanator
Stammgast
#26 erstellt: 29. Jan 2007, 12:34
Ich weiß nicht, ob dich die ganzen "Exoten" glücklich machen.
Probier doch mal den Marantz PM 7001.
Ich habe die Elac CL 82i an den kleinen PM 4001 und das klingt fantastisch.
Hifi_Master
Stammgast
#27 erstellt: 29. Jan 2007, 12:35

Viererkette schrieb:

Ich fürchte, die Suche geht noch ein wenig weiter. Ich hoffe, es dauert keine Acht Monate, wie bei Rolf.


Hallo Ralf,

ganz so schlimm ist es ja nicht, im Moment beschäftige ich mich mit dem Umzug und zum hören habe ich ja meinen Onkyo, der meiner Meinung nach auch nicht schlechter ist, als die Kandidaten die du gerade testest und ich getestet habe.

Genau aus deinen jetzt gemachten Erfahrungen habe ich auch noch keinen neuen, denn ein wirklich großer Sprung kommt erst in der 1.500,--2.000,-€ und da bin ich bisher nicht bereit zu, das Geld auszugeben.

Ich will es einfach noch nicht wahrhaben, das die Elac danach rufen.

Die Creek Verstärker aus der Evo und Destiny Reihe würden mich aber auch mal an den Elac interessieren, da bin ich schon auf deine Erfahrungen gespannt.

Meine Kinder wollen unbedingt wieder DD/DTS und da überlege ich natürlich auch, ob ein Receiver (z.B.Onkyo 804)mit einer guten Endstufe mein Problem lösen könnte.

Du siehst, ich werde wohl noch ein wenig Zeit brauchen, bis ich fertig bin.

Gruß Rolf


[Beitrag von Hifi_Master am 29. Jan 2007, 12:36 bearbeitet]
the_det
Stammgast
#28 erstellt: 29. Jan 2007, 13:25
Hallo Ralf,


Demnächst steht erst einmal ein Heim-Test einer Arcam- und eventuell einer Creek-Kette an

Ich habe vor kurzem meinen Marantz PM 7200 gegen einen Arcam DiVA A85 getauscht (an Elac 208.2). Mir blieb tatsächlich die Spucke weg, wie detailliert auflösend aber doch niemals kühl oder zu analytisch der Klang war. M.E. haben die Arcam-Geräte eine ganz dicke Empfehlung verdient.

Grüße
Det
Wilder_Wein
Inventar
#29 erstellt: 29. Jan 2007, 14:07

the_det schrieb:
Hallo Ralf,


Demnächst steht erst einmal ein Heim-Test einer Arcam- und eventuell einer Creek-Kette an

Ich habe vor kurzem meinen Marantz PM 7200 gegen einen Arcam DiVA A85 getauscht (an Elac 208.2). Mir blieb tatsächlich die Spucke weg, wie detailliert auflösend aber doch niemals kühl oder zu analytisch der Klang war. M.E. haben die Arcam-Geräte eine ganz dicke Empfehlung verdient.

Grüße
Det


Hallo,

dem kann ich nur beipflichen. Ich hatte einen Arcam A90 und der hat mir in allen Belangen hervorragend gefallen.

Was ich von meinem ehemaligen Marantz PM 7001 absolut nicht behaupten kann. Für mich einer der größten Enttäuschungen.....eine schöne Optik ist halt nicht alles.

Gruß
Didi
the_det
Stammgast
#30 erstellt: 29. Jan 2007, 14:28
Hi Didi,

Was ich von meinem ehemaligen Marantz PM 7001 absolut nicht behaupten kann. Für mich einer der größten Enttäuschungen

Naja, mit dem PM 7200 war ich gar nicht so unzufrieden (bis ich genügend Kohle zusammen hatte, um mir den Arcam leisten zu können ). Für den Preis sicher eine gutes Gerät. Und ich denke, dass mit den KI-Versionen auch noch was geht.

Gruß
Det
Wilder_Wein
Inventar
#31 erstellt: 29. Jan 2007, 14:38

the_det schrieb:
Hi Didi,

Was ich von meinem ehemaligen Marantz PM 7001 absolut nicht behaupten kann. Für mich einer der größten Enttäuschungen

Naja, mit dem PM 7200 war ich gar nicht so unzufrieden (bis ich genügend Kohle zusammen hatte, um mir den Arcam leisten zu können ). Für den Preis sicher eine gutes Gerät. Und ich denke, dass mit den KI-Versionen auch noch was geht.

Gruß
Det


Hallo Det,

den PM 7200 halte ich auch für deutlich besser als den PM 7001!

Gruß
Didi
Hifi_Master
Stammgast
#32 erstellt: 29. Jan 2007, 14:39
Ich hatte ja mal geschrieben (im Elac-Thread), das ich den Arcam FMJ A32 im November testen würde, dies konnte ich leider nur kurz bei meinem Freund an den 209.2.
Aber das war schon echt genial, kam aber an dem MF A5 aber nicht ganz in der Auflösung heran, wobei ich diese nicht direkt vergleichen konnte und der MF kostet ja auch nochmal 350,- Euro mehr.

Aber in dieser Klasse blüht die Elac richtig auf.

Gruß Rolf
Viererkette
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 02. Feb 2007, 15:35
Es gibt wieder Neuigkeiten aus dem Testlabor;)

Ich habe mittlerweile ausgiebig einen Arcam A70 und den passenden CDP (CD73) bei mir getestet. Der Klang der Arcam-Kette gefällt mir recht gut, ich würde ihn als "warm" und "rund" bezeichnen. Insgesamt ist das Ganze sehr "angenehm" - unabhängig von der Musikrichtung und der Qualität der Aufnahme kann man in verschiedenen Lautstärken gut hören. Die Plastikfront ist nicht so doll (allerdings kostet der alternative A32 aus der FMJ Reihe, der eine Alufront hat, auch gleich ca. 1500 €).

So ganz überzeugt bin ich allerdings immer noch nicht. Daher habe ich, mangels Alternativen, einige Verstärker noch mal bei verschiedenen Händlern gehört auch, um ein wenig flexibel zu bleiben. Mittlerweile kann ich aber sagen, dass mir sowohl die Rotel-Kombi (mit den genannten Abstrichen), als auch der Arcam relativ gut gefallen, obwohl es ja wohl zwei unterschiedliche Klangeigenschaften sind, die hier jeweils im Vordergrund stehen.

So wie es aussieht, suche ich wohl etwas, das nicht ganz so scharf in den Höhen 'rüberkommt, wie die Rotel und ein wenig "weniger warm" als der Arcam ist. Da ich ja nicht lernresistent bin, habe ich mir auch noch einmal eine NAD-Kombi angehört, diesmal aber nicht bei einem Discounter, sondern bei einem kleineren Händler. Hier konnte ich in einer vernünftigen Lautstärke in einem relativ kleinen Raum ein Probehören durchführen. Mittlerweile gefällt mir der NAD auch wesentlich besser. Er klingt ein wenig heller als der Arcam und geht schon in die richtige Richtung. Ich muss trotzdem noch sagen, dass wenn ich einen Verstärker finde, der ähnlich (oder ein wenig besser) klingt und auch noch ein besseres Design hat, würde ich diesen dem NAD vorziehen;)

Leider habe ich immer noch keinen Händler gefunden, der mir eine Creek Evo-Kombi vorspielen konnte. Einer, der Creek verkauft, liegt direkt bei mir in der Nähe, der hatte aber bisher keine vollständige Kette da. Und ausleihen wäre auch nur gegen Hinterlegung des vollständigen Kaufpreises möglich. Das wäre kein Problem, wenn man eine Kette ausleiht, wenn es zwei oder drei sind, finde ich es schon heftig.

Den Creek will ich jedenfalls noch unbedingt hören, da ich sehr viel Gutes darüber gehört und gelesen habe. Angeblich soll der Klang eher neutral sein und weniger scharf in den Höhen, als der Rotel.

Nun ja, was soll ich sagen? Das Ganze zieht sich anscheinend doch noch etwas hin. Ist zwar nicht sooo schlimm (Hallo Rolf;)) Ich würde mich aber auch nicht beschweren, wenn wenn ich bald mal die passende Kette finden würde.

Noch was, etwas OT: Ich habe mittlerweile auch einige Kabel (LS und Cinch) ausprobiert. Meist habe ich die etwas besseren vom Händler mit meinen einfachen 2.5qmm LS und sehr einfachen Cinch-Kabeln verglichen. Einen Unterschied habe ich allerdings nicht wirklich ausmachen können.

Ralf
Hifi_Master
Stammgast
#34 erstellt: 02. Feb 2007, 16:35
Hallo Ralf,

bei dir ist ja einiges passiert.
Ich glaube fast, das wir einen ähnlichen Klang bevorzugen.

Die Creek Kombi würde mich allerdings auch interessieren, Händler Mangel habe ich hier ja auch nicht.

Das es bei mir etwas länger dauert hat ja eigentlich nur damit zu tun, das ich schon rechtzeitig über meine Umzugspläne informiert war.
Die Wohnung war auch bekannt und da ich deren Räumlichkeiten kannte, wollte ich natürlich erst danach kaufen.

Aber durch dein Probehören bin ich richtig motiviert auch bald los zuziehen, ab März wäre es dann endlich soweit und bis dahin lasse ich mich von deinen Erfahrungen inspirieren.

Gruß Rolf
Viererkette
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 02. Feb 2007, 16:58
Hallo Rolf,


Hifi_Master schrieb:
Hallo Ralf,
bei dir ist ja einiges passiert.


Ja, man kann sehr viel Zeit damit verbringen, wenn man einmal angebissen hat. Allerdings ist das teilweise nicht so gut fürs Zeitbudget... Andererseits macht es auch Spass, sich verschiedenen Komponenten anzuhören, man kann auch viel in kurzer Zeit lernen, wenn man sich mit Hifi beschäftigt.


Hifi_Master schrieb:

Ich glaube fast, das wir einen ähnlichen Klang bevorzugen.


Dann hoffe ich, dass du etwas von meinen Hörproben profitieren kannst. Ich weiss, ausprobieren muss man letztendlich selber. Aber wahrscheinlich hätte ich mir nicht noch einmal NAD angehört, wenn manche hier nicht so hartnäckig auf den guten Klang verwiesen hätten.


Hifi_Master schrieb:

Die Creek Kombi würde mich allerdings auch interessieren, Händler Mangel habe ich hier ja auch nicht.


Eventuell kann ich nach dem Wochenende schon mehr dazu sagen. Vielleicht kann mir ja auch noch jemand einen Händler-Tipp für den Raum HH geben?



Hifi_Master schrieb:

Das es bei mir etwas länger dauert hat ja eigentlich nur damit zu tun, das ich schon rechtzeitig über meine Umzugspläne informiert war.


Da hätte ich wohl auch noch etwas abgewartet.
Ich kann auch damit leben, wenn es noch etwas dauern sollte.

Gruß, Ralf
Viererkette
Ist häufiger hier
#36 erstellt: 05. Feb 2007, 11:57
Und wieder etwas Neues...

Ich habe nun am Wochenende ausgiebig die Creek Evo-Kette an meinen Elac LS getestet. Mittlerweile bekommt man ja etwas Erfahrung und das Ganze läuft schon relativ automatisiert ab. Zunächst die etwas seichteren Musikrichtungen, dann langsam das Ganze steigern, bis hin zur Metal-Fraktion. Die LS verrücken und noch mal ausgewählte Stücke spielen;)

Insgesamt finde ich, geht der Klang des Creeks in Richtung Rotel. Allerdings Sind die Höhen/Mitten nicht ganz so dominant, wie beim Rotel der Bass klingt irgendwie runder, etwas wärmer - es ploppt also weniger. Im Prinzip also das, was ich gesucht habe. Aber, wie nicht anders zu erwarten: Leider nur im Prinzip...

Am Anfang war ich demnach auch begeistert, Dire Straits, Jamie Cullum, Sade, all das klingt einfach gut. Vielleicht klang der Rotel hier und da etwas brillianter aber dafür auch noch dominanter in den Höhen und Mitten. Dann die Steigerung im Bassbereich: Jazzkantine, Erykah Badu und Fanta4 unplugged. Auch hier kann ich den Creek empfehlen. Im Gegensatz zur Rotel wiederum rundere Bässe - der Creek ist hier vielleicht etwas mehr massenkompatibel.

Die Wahrheit kam bisher aber immer mit den etwas heftigeren Bands ans Licht. So auch diesmal. Zunächst aber noch schnell ein paar ältere und schlechetere Aufnahmen aus dem Popbereich gehört. Kommentar meiner Freundin: "Mmmh, hier fehlt aber was" - vielleicht nicht sehr präzise aber auch nicht falsch. Hier kommt der Creek etwas dünn daher.

Nun aber zu Korn, Bush, Deftones etc. Das Problem, mit dem Creek ist, dass sobald es etwas heftiger wird und sobald mehr Becken und mehr Gitarren eingesetzt werden, wird der Klang des Creeks undifferenziert. Das Ganze wurde anstrengend und hat keinen Spass gemacht. In einer moderaten Lautstärke klang alles noch Ok, sobald man aber nur ein wenig lauter gehört hat, gefiel mir der Klang nicht mehr.

Also LS umstellen und noch einen Versuch. Jetzt klingt es besser, noch nicht perfekt aber besser. Nun also wieder die basslastige Mukke rein: jetz stimmt es hier nicht mehr. So ging es dann einige Zeit bis klar wurde, dass es der Creek auch nicht ist.

Fazit: Wenn man nicht so breit in der Musik aufgestellt ist, klingt der Creek klasse. Aber dann ist auch der Rotel eine gute Alternative. Der Cambridge hat mir bisher am wenigsten gefallen und die Arcam-Kombi war die angenehmste für alle Musikrichtungen. Allerdings fehlte mir hier auch noch ein wenig der Aha-Effekt. Beim Arcam könnte es etwas mehr (Brillianz?, Höhen?, Räumlichkeit?) sein.

Natürlich klingen diese Geräte bisher alle besser, als mein HK AVR21 aber der absolute Kick war noch nicht dabei.
Von den anderen Marken, die ich bisher beim Händler gehört habe (Marantz, Denon, Onkyo, NAD, und so ein sündhaft teures Röhren-Teil) reizt mich im Moment nur noch der NAD (den ich hier aber noch nicht ausleihen konnte). Für den Augenblick bin ich also etwas ratlos. Eventuell gibt es ja noch die richtige Kette, vielleicht muss ich aber doch noch in anderen Preiskategorien suchen. Am besten wäre wohl ein Rotel oder Creek mit einer Smooth-Taste, mit der man dann auf einen wärmeren Sound umschalten kann (Nein, ich meine nicht Loudness;)).

Gruß, Ralf
Hifi_Master
Stammgast
#37 erstellt: 05. Feb 2007, 13:13
Hallo Ralf,

na da hast du ja wieder viel viel Zeit mit "Rücken" und "Hören" investiert.

Es wird dir wie mir ergehen, es dauert etwas länger und am Ende wird man wohl oder übel in der nächsthöheren Klasse landen. Ich habe das gewünschte Aha Erlebnis auch erst bei einem Verstärker gehabt, der den Preis (UVP) der LS übersteigt. Dies dürfte dann im Normalfall aber auch eine langjährige EHE werden.

Also werde ich die Creek Serie wohl erst gar testen , von Rotel war ich schon nicht so begeistert, wenn der Creek nun ähnlich klingt....?, mal schauen.

Ich lasse mich auf jeden Fall jetzt von deinem weiteren Vorgehen mal überraschen. Die NAD´s sind in der Preisklasse in Verbindung mit Elac LS sicher eine der besseren Alternativen, habe ich auch noch so in Erinnerung.

Danke nochmal für deinen langen Erfahrungsbericht.

Gruß Rolf
CarstenO
Inventar
#38 erstellt: 05. Feb 2007, 13:13
Hallo Ralf,
zumindest wäre bewiesen, wie wichtig in einer Anlage der Klang der Elektronik ist.

Carsten
Viererkette
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 05. Feb 2007, 14:16

Hifi_Master schrieb:
Hallo Ralf,
Ich habe das gewünschte Aha Erlebnis auch erst bei einem Verstärker gehabt, der den Preis (UVP) der LS übersteigt. Dies dürfte dann im Normalfall aber auch eine langjährige EHE werden.


Hallo Rolf,

ich hab auch schon überlegt, das Ganze ein wenig ruhen zu lassen und mal etwas entspannter an die Sache zu gehen. Mal ab und zu ein paar Sachen anhören und nur dann, wenn man wirklich überzeugt ist, die Ketten zuhause testen.


Hifi_Master schrieb:

Rotel war ich schon nicht so begeistert, wenn der Creek nun ähnlich klingt....?, mal schauen.


Ich empfand es so, aus der Erinnerung heraus. Aber wie gesagt, für manche Musikrichtungen klang er klasse. Ausserdem habe ich nur eine eingeschränkte Erfahrung, ich kann also nicht sagen, wie die jeweils grösseren Modelle der Hersteller klingen.


CartenO schrieb:

zumindest wäre bewiesen, wie wichtig in einer Anlage der Klang der Elektronik ist.


Hallo Carsten,

Für mich persönlich ist diese Behauptung bewiesen, ja. Mag sein, dass ein Pegelabgleich, eine Positionierung der LS und was weis ich dazu führt, dass die Geräte alle ähnlich klingen. Im normalen Hausgebrauch jedoch, fand ich deutliche Unterschiede. Und darauf kommt es an. Ausserdem macht eine Differenzierung der Hersteller über den Klang natürlich Sinn, zum einen um sich selbst zu positionieren, zum anderen, weil es nunmal unterschiedliche Präferenzen der Käufer gibt. Für mich ein klarer Fall von horizontaler Produktdifferenzierung, ähnlich teure Geräte klingen nicht unbedingt besser aber anders.

- Ralf
CarstenO
Inventar
#40 erstellt: 05. Feb 2007, 14:18
Hallo Ralf,

zu diesem Thema kam hier eine Diskussion auf:
http://www.hifi-foru...m_id=32&thread=17463

Carsten
Hifi_Master
Stammgast
#41 erstellt: 05. Feb 2007, 14:30
Hallo Ralf,

also verglichen mit anderen hier im Forum habe ich auch nur sehr wenig "Hör"- Erfahrung.

Ich freue mich jetzt auch schon wieder auf´s "Probehören", denn seit November habe ich nichts mehr gehört, vielleicht gefällt mir auch deshalb der alte Onkyo so gut, ich habe mich eingehört und laute Pegel kommen wegen der Nachbarn fast gar nicht vor. In 9 Uhr Stellung ist es schon recht laut und da klingt alles gut.

Ich lasse mich aber mal überraschen, was letztendlich wann bei mir stehen wird.

An Carsten kann ich auch nur eine Zustimmung machen, das die Elektronik ein ganz wichtiger Faktor in Bezug auf dem Klang ist.

Gruß Rolf
Viererkette
Ist häufiger hier
#42 erstellt: 12. Feb 2007, 15:58
Kleiner Nachtrag:
Ich war letzte Woche mal wieder unterwegs und wollte mir eine NAD-Kette ausleihen (bzw. kaufen, da ich den vollen Preis hinterlegen musste). Beim testen bin ich dann auf eine Atoll 80 Kette gestossen (worden) und habe die dann erst einmal mitgenommen.

Fazit: Es klingt alles ganz nett. Selbst schlechte CDs kann man sich anhören. Mitten etwas zurückhaltender als bei den meisten anderen Amps, Höhen nicht zu spitz und Bässe waren schön rund.

Mein Freundin hat es dann als guten Kompromis zu den bisherigen Verstärkern bezeichnet. Ich selbst bin aber immer noch nicht zufrieden. Mir klang das Ding zu langweilig. Zwar konnte man sich alles ganz gut anhören, es gab aber auch kein Highlight. Nichts, das so richtig begeistern konnte. Da klangen Rotel, Arcam und Creek doch deutlich charakteristischer.

Die Kette geht also heute wieder zurück. Mal sehen, ob nun der NAD dran ist...

Ralf
Viererkette
Ist häufiger hier
#43 erstellt: 13. Feb 2007, 20:27
So, jetzt habe ich den NAD C372 und die CDP 342 da.

Ich machs kurz... Was mir an der Kette gefällt:

* sie sieht viel hier besser aus, als im Geschäft
* die Verarbeitung ist gut (im Gegensatz zur Atoll)
* das Ding fasst sich auch gut an
* die Kette spielt alle Musikrichtungen ohne nervig zu werden
* der Klang hat schon was, schöne Mitten, volle Bässe
* beide Geräte haben einen ordentlichen Komfort, gute Bedienbarkeit

Was mir nicht gefällt:

* der Klang ist zwar OK aber haut mich nicht von den Socken
* der Aha-Effekt fehlt
* sorry an die NAD-Liebhaber aber ich finde den NAD fast ein wenig langweilig
* der CDP war der erste, der mit gebrannten (natürlich nur Sicherheitskopien;)) Probleme hatte
* Der Verstäker ist ziemlich gross

Insgesamt wäre der NAD wohl ein sehr guter Kompromis. Nur: Ich will keinen Kompromis, sondern einen Verstärker, mit dem ich absolut zufrieden bin.

Zusammenfassung: Am besten hat mir der Arcam gefallen - hier fehlen aber die Mitten/Höhen ein wenig. Bei der Rotel-Kette war der Klang super - hier waren aber die Höhen etwas zu spitz. Ähnliches gilt für den Creek. Cambridge hat mir nicht so zugesagt und NAD kommt irgendwo hinter Arcam.

Tja, ich glaube, ich geb's auf. Vielleicht haben diejenigen von euch recht, die mir einen teureren Amp ans Herz gelegt haben. Allerdings vergeht mir im Moment ein wenig die Lust, hier wieder von vorne anzufangen. Ausserdem gehen mir so langsam die Händler aus;)

Ralf
CarstenO
Inventar
#44 erstellt: 13. Feb 2007, 20:36
Ralf, ich habe Deinen Bericht von vorne bis hinten gelesen. So weit ich die von Dir gehörten Modelle kenne, hast Du verschiedene denkbare Klangcharaktere zu Hause gehabt.

Also, entweder Du testest weiter, dann evtl. so:

Pioneer A-A6-J
Creek 5350 classic
Cyrus 6 VS
Berendsen IPA 80
Rega Mira 3

Oder die Boxen passen vielleicht doch nicht zu Deinem Geschmack?

Carsten
Wilder_Wein
Inventar
#45 erstellt: 13. Feb 2007, 21:54
Hallo Ralf,

ich bezeichne mich jetzt mal als NAD Liebhaber.......Du brauchts aber nicht um Verzeihung zu bitten, wäre ja noch schöner. Auch andere Mütter haben schöne Töchter, nur Du hast die richtige halt noch nicht gefunden.

Jetzt aber noch mal zu den NAD.

Der CD Player nennt sich im Übrigen NAD C 542

Das Problem mit den Selbstgebrannten ist mir bekannt. keine Ahnung was da bei NAD derzeit wieder los ist, aber im Moment wird öfter von diesem Phänomen berichtet. Es scheint Probleme mit der Lasereinheit zu geben, deswegen hat der Player bei gebrannten immer wieder mal leichte Aussetzer. Mein Händler musste auch schon 2 zurücknehmen....traurig aber war. Die Dinger gehen zurück zu NAD und bekommen eine neue Einheit, meiner Übrigens auch, jetzt spielt er absolut leise jede Selbstgebrannte. Ich gebe aber zu, dass dies kein Zustand ist und auch bei mir nur ein Kopfschütteln hervorruft.

Jetzt zum C 372. Ein richtiger Kraftmeier der von den Maßen her tiefer und höher wie sein kleiner Bruder daherkommt.
Ich hatte den C 372 auch vor einiger Zeit in meinem Besitz, damals kostete das Dingen noch 895 Euro. Ganz ehrlich, die C 372 Besitzer werden mich jetzt steinigen, aber ich konnte keinerlei Unterschiede zum C 352 heraushören, und das geht einigen so. Der C 352 kostet immerhin gerade mal 595 Euro, er passt auch optisch besser zu Rest, er ist nämlich genauso tief wie der CDP.

Aber das hilft ja alles nichts, Du wirst wohl weiter deine Zeit bei den Hifi-Händlern dieser Welt verbringen müssen.

Übrigens, der von Carsten erwähnte Pioneer würde mich auch mal interessieren. Habe das Teil zusammen mit dem neuen CDP bei meinem Händler gesehen, optisch fand ich die Dinger richtig schick, auch die Anfassqualität war nicht von schlechten Eltern.

Hattest Du eigentlich schon einen der großen Musical Fidelity getestet? Auch diese solltest Du nicht aus den Augen verlieren.

Also, weiterhin viel Spaß und baldigen Erfolg!

Übrigens, ein Händler hier im Forum schwört auf den Audionet SAM V2 in Verbindung mit Elac. OK, das Dingen ist noch ne Spur teurer, aber ich wollte es mal erwähnt haben.

http://www.audionet.de/german/samv2.html

Gruß
Didi
Viererkette
Ist häufiger hier
#46 erstellt: 13. Feb 2007, 21:59
Hallo Carsten,

danke für die weiteren Tipps!


CarstenO schrieb:

Also, entweder Du testest weiter, dann evtl. so:

Pioneer A-A6-J
Creek 5350 classic
Cyrus 6 VS
Berendsen IPA 80
Rega Mira 3


Von diesen Modellen kann ich hier lediglich den Creek beim Händler ausleihen, soviel ich weiss. Worin unterscheidet er sich eigentlich klanglich vom EVO oder auch vom Destiny?
Kannst du auch was zum Klang der anderen Amps sagen?


CarstenO schrieb:

Oder die Boxen passen vielleicht doch nicht zu Deinem Geschmack?


Das ist zwar möglich aber ich denke nicht, dass es die LS sind (zumindest hoffe ich es nicht).

Was hälst du von einem grösseren Arcam (A90 oder FMJ). Den Klang fand ich ja auch schon ganz gut.

Ralf
Viererkette
Ist häufiger hier
#47 erstellt: 13. Feb 2007, 22:41
Hallo Didi,


Wilder_Wein schrieb:
Hallo Ralf,
Der CD Player nennt sich im Übrigen NAD C 542


Yup, steht auch so auf dem CDP;)



Wilder_Wein schrieb:

Aber das hilft ja alles nichts, Du wirst wohl weiter deine Zeit bei den Hifi-Händlern dieser Welt verbringen müssen.


Ja, sieht so aus, die Suche geht wohl weiter. Wie gesagt, der NAD wäre ein sehr guter Kompromis für mich aber eben nur ein Kompromis. Auch wenn der kleinere optisch besser...


Wilder_Wein schrieb:

Übrigens, der von Carsten erwähnte Pioneer würde mich auch mal interessieren.


Wenn ich den Pioneer finde, werde ich mal über meinen Eindruck berichten.


Wilder_Wein schrieb:

Hattest Du eigentlich schon einen der großen Musical Fidelity getestet?

Übrigens, ein Händler hier im Forum schwört auf den Audionet SAM V2 in Verbindung mit Elac. OK, das Dingen ist noch ne Spur teurer, aber ich wollte es mal erwähnt haben.


Nein, habe ich nicht. Auch dafür habe ich noch keinen Händler hier in der Nähe gefunden. Ausserdem habe ich mich ja bisher in anderen Preisregionen bewegt und nicht so auf Musical Fidelity geachtet.

Der Audionet ist ja tatsächlich noch mal teurer. Ich glaube, die 3000 Euro müssen dann doch nicht sein.


Wilder_Wein schrieb:

Also, weiterhin viel Spaß und baldigen Erfolg!
Didi


Besten Dank. Ein baldiger Erfolg wäre schon nett. Mittlerweile glaube ich aber auch, dass ich mich erst jetzt so richtig an die LS gewöhnt habe. Ich habe ja relativ schnell nach dem Kauf der LS die Amps getestet, mein Gehör hatte sich also noch nicht so richtig daran gewöhnen können. Eventuell klingen diese Geräte nun auch anders?!

Wie auch immer, falls sich was tut, werde ich wieder davon berichten. Ich habe ja auch schon einige Anregungen in diesem Forum bekommen.

Ralf
Hifi_Master
Stammgast
#48 erstellt: 14. Feb 2007, 14:46
Hallo Ralf,

nicht den Kopf hängen lassen, ich kenne dies ja auch.

So, ich habe den Umzug hinter mir, aber ich bin hier noch lange nicht fertig und meine bessere Hälfte meint, es gäbe wichtigeres als die Anlage aufzubauen. Naja, sie hat ja recht.

Gib nicht auf und lasse dir Zeit, du hast ja schon wieder ein paar gute Vorschläge bekommen.

Manchmal tut eine kurze Auszeit ganz gut.

Gruß Rolf
CarstenO
Inventar
#49 erstellt: 14. Feb 2007, 17:21
Hallo Ralf,

im Vergleich EVO IA und 5350 classic von Creek löst letzterer das Klangbild viel besser von Boxen. Die Boxen scheinen eher zu verschwinden. Die Räumlichkeit ist prima. Gehört habe ich dies an Creek EVO CD und CD 50 II mit den Boxen Mission 700 LE, Castle Pembroke, Castle Richmond, KEF iQ 3, Cyburg Needle (Visaton) und Quadral Maxi 400. Der Rega Mira geht in eine ähnliche Richtung, spielt aber im Hochton zurückhaltender.

Den Creek Destiny Amp habe ich zuhause noch nicht gehört. Die anderen Modelle habe ich nur an fremden Anlagen und auch nicht im Vergleich gehört.

Carsten
Viererkette
Ist häufiger hier
#50 erstellt: 15. Feb 2007, 17:59

CarstenO schrieb:
Hallo Ralf,
im Vergleich EVO IA und 5350 classic von Creek löst letzterer das Klangbild viel besser von Boxen. Die Boxen scheinen eher zu verschwinden. Die Räumlichkeit ist prima.

Der Rega Mira geht in eine ähnliche Richtung, spielt aber im Hochton zurückhaltender.
Carsten


Das hört sich interessant an. Den Classic werde ich noch mal testen, das sollte kein Problem sein. Eventuell komme ich hier auch noch an einen Rega ran. Die zurückhaltenden Höhen, könnten mir passen.

Wenn das beides nichts ist, mache ich tatsächlich erst einmal eine Pause. Eventuell aktiviere ich meinen uralten Akai Verstärker noch mal. Ist zwar reinste Consumer Ware, den AVR kann ich aber - da ich nun einige gute Verstärker gehört habe - nicht mehr hören;)

Ralf
ROBOT
Inventar
#51 erstellt: 15. Feb 2007, 23:33
Hi,

wenn ich mich hier mal einmischen darf

Der erwähnte Pioneer, ein im Handel wohl noch nicht oft vertretenes Gerät, ist laut meinem "Händler des Vertrauens" ein Tipp; selbst konnte ich ihn leider noch nicht hören.
Meine Empfehlung als Alternative (mit Elac 200er und höher) ist auch immer PRIMARE, der I21 Vollverstärker liegt bei 1150 €, ist also im Rahmen (OK richtig "geil" wirds mit den Vor-End-Kombis )
I 21
Rein optisch/haptisch auch eine andere Welt als etwa NAD

Was ich jetzt überlesen habe...mit welchem CD Player testest Du die Amps?

Sehr schön ist in diesem Thread zu sehen, dass all jene die behaupten alle Amps ab 300 € würden gleich tönen (ja sowas wurde hier im Forum schon behauptet) sich wohl irren müssen. Auch die Bemerkung im Eingangspost, dass die Boxen erst gar nicht gefielen, und dann aber nach längerem Hören ihre Qualitäten offenbarten, ist IMHO typisch für diese LS-Serie, das gilt sicherlich auch für andere Produkte weiterer Hersteller. Die LS machen eben nicht auf vordergründigen Effekt (der im ersten Moment spektakulär und beeindruckend ist) wie bei manch anderen, populären Modellen.
Diese gewisse Langzeitqualität ist ein starkes Argument, wie man auch an den relativ wenigen Verkaufsangeboten von Eigentümern dieser LS sieht (in Relation dazu, wie viele verkauft werden, Elac baut immerhin eine ganze Menge).

Trotzdem kann insbesondere der JET seine "Ehrlichkeit" nicht verleugnen, auch wenn Elac in den letzten Jahren die Abstimmung etwas in Richtung "sanfter" geändert hat (das ist z.B. der Unterschied zwischen der 209 und der 208.2 (ja die Logik der Typbezeichnungen bleiben wohl ein Geheimnis von Elac )).

Schlechte Aufnahmen, etwa ältere, schrille Rockaufnahmen aus den 80ern klingen auch schrill, da kann die Box nix für! Daher wird die Suche nach einem Verstärker, welcher alles gut kann, also "audiophile" Aufnahmen entsprechend wiedergeben, aber dann auch "schlechte" Aufnahmen im Kombi mit der 208.2 entschärft weiterzureichen, grundsätzlich schwierig sein. Im Zweifel hilft dann nur die Musiksammlung auszumisten oder andere Aufnahmen zu besorgen.
IMHO ;), sorry wenn leicht offtopic.
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molekül am 21.11.2005  –  Letzte Antwort am 23.11.2005  –  12 Beiträge
Elac 208.2+Unison Unico?
hoschna am 03.04.2004  –  Letzte Antwort am 05.04.2004  –  10 Beiträge
Verstärker für Elac 208.2
jazznova am 04.01.2007  –  Letzte Antwort am 04.01.2007  –  5 Beiträge
Was Tun? Elac FS 208.2 vs EL 170S
Bayard am 01.03.2006  –  Letzte Antwort am 02.03.2006  –  4 Beiträge
ELAC FS 208.2 zu groß für 20 qm?
kaufreiz am 29.12.2003  –  Letzte Antwort am 30.12.2003  –  2 Beiträge
Wie Klingen die elac 208.2?
jerome am 24.11.2003  –  Letzte Antwort am 24.11.2003  –  3 Beiträge
Welche Elektronik zu Elac 208.2?
gertschi8 am 21.02.2004  –  Letzte Antwort am 21.02.2004  –  3 Beiträge
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