Kompaktlautsprecher bis 500€/ Paar für wandnahe Aufstellung

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Steve.wi
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 27. Jun 2017, 14:45
Hallo,
nachdem ich gefühlt alle Beiträge hier mit Wandnaher Aufstellung und Kompaktlautsprecher gelesen habe und auch Lautsprecherhersteller gesehen habe, die ich noch nicht kannte, bin ich nun dennoch am Fragen, da mir langsam die Übersicht verloren gegangen ist.

Aufgefallen: Hifi-Test kann man vermutlich wirklich vergessen, denn dort schneiden alle Lautsprecher gut ab und sind „in ihrer Klasse - empfehlenswert“. Was auch immer das aussagt. Für mich leider nicht viel.

Meine Situation ist folgende.
Ich darf nur Wohnraumtauglich das Thema Hifi umsetzen, also nichts globiges.
Unser Wohnzimmer ist wie ich bereits erfahren habe nicht optimal. Das Stereodreieck ist 3,11m breit und 4,15m Entfernung zum jeweiligen Lautsprecher.

Ich habe einen Marantz SR 7009, eine Antimode 2.0 und einen Nubert AW-443 zur Verfügung.
Was mache ich nun daraus?
Der Verstärker hat laut Messung einer Testseite im Stereo 2x 240W an 4 Ohm und 2x 188W an 8 Ohm. Also Leistung wird eher zu viel sein als zu wenig. Da kann der Lautsprecher auch einen schlechten Wirkungsgrad haben.

Ich habe auch schon über Selbstgebaute nachgedacht. Das habe ich früher schon einmal gemacht. Dafür fehlt mir aber heute die Zeit. Die Gehäuse könnte ich dann nur anfertigen lassen, und das wäre dann wohl wieder viel teurer als welche von der Stange zu kaufen.

Wir hören nur Stereo und zwar die Musikrichtungen 80’er, Rock, Punk, etwas Trance und House; die Klassiker der 90’er Dancefloor (falls das noch jemand kennt). Der klangliche Geschmack ist eher etwas „wärmer“ abgestimmt.

Angedacht war, den Tiefton via eines zweiten AW-443 (einer links und einer rechts vorn in der Raumecke) bis 50hz zu betreiben (nat. mit der Antimode 2.0)
Alles darüber sollen die Kompaktlautsprecher erledigen. Was leider wiederum bedeutet, dass sie bis 50hz runter spielen sollen und leider auch eine wandnahe Aufstellung vertragen müssen.

Wie ich erfahren durfte beißt sich genau da die Katze in den Schwanz. „Wandnah und tiefe Frequenz ganz dumme Idee“.

Ich kaufe gern gebauchte Lautsprecher.

Das Preislimit ist 500€ für das Paar.

Leider ist die Tiefe der Lautsprecher hier auch ein nicht zu verleugnendes Kriterium.
Ich habe nur 30cm zur Verfügung, dann kommt die Tapete der Rückwand.

Ich vermute, dass das Bassreflexrohr, welches oft auf der Lautsprecherrückseite ist, nicht direkt an der Wand sein darf.

Leider fehlt mir für die Beurteilung der „was könnte passen“ die Hörerfahrung.

Ich bin auch kein Freund von alles bestellen und tagelang herumhören und wieder zurück schicken. Davon wird nur der Versand reich.

Evtl. habt ihr Erfahrung, welchen Lautsprecher man wandnah bis 50hz (auch bis 60hz) einsetzen kann.
Wandnah ist bei uns: zur Seite 25cm und nach hinten 30cm (linke und rechte Raumecke, direkt auf/ über den zwei AW-443)

Gewünschte Lautstärke ist nach oben offen und wird durch die Lautsprecher beschränkt. Gut wären wenigstens 100dB.

Gruß aus Essen
Steve.wi
WiC
Inventar
#2 erstellt: 27. Jun 2017, 15:51
Hallo,

mein Hörtipp: XTZ Spirit 2

LG
CosmicZ
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 27. Jun 2017, 17:12
Die XTZ kann ich ebenfalls empfehlen, sind klasse Lautsprecher mit sehr feinen Mitten und detailliertem Hochton. In jedem Fall macht es bei der angedachten Aufstellung Sinn, in Richtung Wandlautsprecher zu gehen, insbesondere da du einen bzw. künftig zwei Subwoofer nutzt.
polonius_HSK
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 28. Jun 2017, 07:19
Hallo,
die Nubert WS-14 liegen zwar leicht über Budget (evtl. gebraucht?), sind aber sehr schick und auch für die Wandmontage konzipiert.
Leider ist bei denen bei ~100Hz Schluss. Was aber bei 2 Subs kein Problem sein sollte.
Alternativ die NuLine-24, die gehen bis 55 Hz, brauchen aber etwas Abstand zur Wand.
Steve.wi
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 28. Jun 2017, 08:39
Hallo,

wie bekomme ich den Übergang bei 50 - 60 Hz hin, da die xtz nur bis 87hz (-3db) runter spielen?
Der Sub soll tief getrennt werden.
Die Nuline 24 ist leider zu tief vom Gehäuse her. Da bleibt kaum Abstand zur Wand.

Was ist mit
Dali Opticon LCR, Zensor Pico,
Canton Vento 816.2, Chrono SL 516, Ergo 610,
Dynaudio DM 2/7,
Monitor Audio Bronze 1,
Saxx CoolSound CX20?
Nubert 513
Die könnten doch auch bei wandnaher Eckaufstellung ein brauchbares Ergebnis abliefern.
Habt ihr mit denen schon Erfahrung sammeln können?

Gruß
Steve.wi
CosmicZ
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 28. Jun 2017, 16:55
Naja, wenn die NuLine 24 zu tief sind, wie sollte dann die Nubox 513 passen oder meinst du die 313?
Die Spirit 2 spielt bis 78Hz, da sollte eine Trennung bei 80Hz gut passen. Aus welchem Grund möchtest du bereits bei 50-60Hz trennen?
Die Opticon kostet doch pro Stück schon 150€ mehr als dein Limit für das Paar?
Ich würde keine Kompaktbox so nah an die Wand packen wie du das geplant hast. Dann lieber ein Paar gute Wandlautsprecher, die bei 80Hz trennen und den Rest die Subs übernehmen lassen.
baerchen.aus.hl
Inventar
#7 erstellt: 28. Jun 2017, 18:06
Wenn die Hauptlautsprecher hoch getrennt und die Subs gezwungen werden bis hoch in den Mittelton mitzuspielen, braucht man, weil der Tiefton ortbar wird, ideale Aufstellungsverhältnisse, weil sonst das ganze Klangbild zerreist. Das ist das Dilamma warum z.B. die kleinen Cube Syteme von Bose und anderen so bescheiden klingen. Wenn man ein Konzept mit Subwoofer umsetzt, sollte der Sub daher so tief wie möglich getrennt werden, das schafft mehr Freiheiten bei der Aufstellung


[Beitrag von baerchen.aus.hl am 28. Jun 2017, 18:07 bearbeitet]
ATC
Inventar
#8 erstellt: 28. Jun 2017, 19:02
Hallo,

eigentlich kannst du fast jeden Kompaktlautsprecher kaufen der grossenmäßig passt,
wegen der ecknahen Aufstellung würde ich mir keine großen Gedanken machen,
WENN, man ganz einfach die Trennfrequenz bei 80Hz (wie schon erwähnt) setzt, darunter die beiden Subwoofer arbeiten lässt und das Ganze mit dem AVR anfährt und zusätzlich mit dem Antimode 8033 korrigiert.

Wenn man die kleinen Nubert BR Subwoofer bei 40Hz trennt bekommt man mehr Probleme mit der Gruppenlaufzeit als bei 80Hz,
und zudem sind die Subs dann ja fast arbeitlos, die gehen ja erst ab 30Hz los....

Viel mehr Gedanken würde ich mir über die Qualität des Bassbereichs machen,
zwei geschlossene, oder auch nur einer, B&W ASW 610 wären da eine Steigerung in Sachen Präzision.

Bezüglich Kompaktlautsprecher würde ICH kein Modell mit Oberbassbuckel nehmen,
da auch gebraucht möglich ist würde ich persönlich auch nach einem älteren, eventuell geschlossenen Kompaktlautsprecherpaar schauen.

Allerdings, wenn ich den gewünschten Pegel lese von 100db, würde ich was wirkungsgradstarkes wählen, und da sieht es bei Kompakten, gerade geschlossen, mau aus.

ich schau mal ob mir noch was genaues einfällt...hab jetzt Hunger

Vllt kommt Selbstbau doch in Frage,
hier was belastbares...
http://www.lautsprechershop.de/index_kits_de.htm


[Beitrag von ATC am 28. Jun 2017, 19:13 bearbeitet]
Steve.wi
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 29. Jun 2017, 06:19

CosmicZ (Beitrag #6) schrieb:
Naja, wenn die NuLine 24 zu tief sind, wie sollte dann die Nubox 513 passen oder meinst du die 313?

Ohh, da habe ich mich verschrieben. Es sollten nat. die nuBox 313 sein.

Was haltet ihr von gebrauchten Nubert nuLine 34 mit verschlossenem (Stopfen aus Schaumstoff) BR-Rohr?
Den Pegel sollten die schaffen auch wenn man dafür sehr viel mehr Leistung braucht, als z. bsp. bei Klipsch.
Die nuLine 34 könnte ich ein ganzes Stück unter aktuellem Marktwert bekommen.
Ja, sie sind zu tief. Da muss ich mir etwas Einfallen lassen. Vermutlich wird die Ständerkonstruktion auf den AW-443 dann tiefer werden müssen.

Trennfrequenz: Der Marantz SR 7009 bietet leider nur 40, 60, 80hz an. Ich würde da eher die 60hz ins Auge fassen, oder die Trennfrequenz am Sub selbst einstellen.

Gruß


[Beitrag von Steve.wi am 29. Jun 2017, 06:21 bearbeitet]
CosmicZ
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 29. Jun 2017, 08:29

Was haltet ihr von gebrauchten Nubert nuLine 34 mit verschlossenem (Stopfen aus Schaumstoff) BR-Rohr?

Ich bin zwar kein Freund von an die Wand gedrängten Kompaktlautsprechern aber das könnte funktionieren.
Die Trennfrequenz sollte dann sowieso eher nicht auf 50Hz gewählt werden weil die Lautsprecher mit verschlossenem Bassreflexrohr deutlich weniger tief spielen werden. Insofern macht die Trennung bei 60Hz dann schon Sinn.

@baerchen: Das ist schon klar, spielt aber bei einer Trennung bei 80Hz noch keine Rolle.


[Beitrag von CosmicZ am 29. Jun 2017, 08:30 bearbeitet]
waterdrinkingman
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 29. Jun 2017, 11:00
Du hattest zwar (wegen Zeitaufwand) Selbstbaulautsprecher erstmal ausgeschlossen, ich möchte jedoch aufgrund meiner persönlichen Erfahrung die "Wallstreet 3" ins Rennen werfen. Diese hatte ich lange (zeitweise auch mit Subwoofer, um 55Hz angebunden) selbst in Betrieb und habe die lediglich verkauft, weil ich wieder Platz für Standlautsprecher hatte und unbedingt einen AMT Hochtöner haben wollte. Wenn es tatsächlich mehr Pegel sein soll, gibt es die auch mit doppelter Membranfläche (WS 4). Die sind jedenfalls auf Wandbefestigung ausgelegt und machen keine Bass-/Mittenprobleme bei Wandnähe.

Egal wie Du es machst, auch bei Fertigboxen (und bei DIY noch mehr) macht Ausprobieren Sinn. Ansonsten verlässt Du Dich ja auf den Geschmack/die Einschätzung anderer Leute...
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