Dali Opticon 5 vs. B&W 683 S2

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Antilope_100
Neuling
#1 erstellt: 10. Jun 2018, 19:12
Liebe Community,

nach zahllosen Stunden Review-Lesen bin ich nun so klug wie je zuvor. Was ich suche:

Ich möchte klangtechnisch bei mir zu Hause den nächsten Schritt gehen und gerne bis 1.500 Euro zwei ordentliche Standboxen aufstellen. Aktuell habe ich noch kompakte Kef iQ3, die zwar in ihrer Klasse toll sind bzw. waren, aber mich eben nicht mehr so reizen. Ich hatte bereits auf gut Glück die gelobten Dali Spektor 6 bestellt, die mir vom Klang her aber nicht so gut gefallen haben. Gerade im direkten Vergleich mit den Kef hat mir die Wärme gefehlt und Tiefen und Höhen haben insgesamt kein so angenehmes Gesamtbild ergeben - daher habe ich diese wieder zurückgeschickt. Mit der Erkenntnis, dass sich meine Ansprüche mit 600 Euro wohl einfach nicht befriedigen lassen.

Musikalisch liegt mein Fokus auf populärer Musik, sehr HipHop-lastig. Ich höre aber auch viel Singer-Songwriter-Sachen und alle Arten von Gitarrenmusik (Death Metal etc. ausgenommen).
Audiophile Referenzgenres im Klassikbereich spiele ich sehr selten, häufiger noch New York Jazz, Rudi van Gelder Aufnahmen und sowas - ist aber definitiv nicht der Fokus.

Mein Wohnzimmer ist ca. 25 qm groß, Laminatboden mit zwei dicken Teppichen und viel Freiraum. Ich kann gerne noch ein Foto von der Wand machen, wenn das hilft. Als Verstärker habe ich einen Marantz PM6006, als Quelle einen Marantz CD5005, Spotify via Google Audiocast und einen Reloop RP7000.

Da ich mit der Dali die eingangs erwähnte nicht so tolle Erfahrung gemacht habe, bin ich den Opticon 5 etwas negativ voreingenommen. B&W finde ich als Marke toll, vor Ewigkeiten habe ich bei einem Bekannten mal Kompakte B&W gehört, die mir bis heute gut in Erinnerung geblieben sind. Aktuell gibt es bei Alternate 15% auf die B&W, ich weiß aber nicht, wie lange. Daher bin ich für jeden Tipp dankbar, wie ich am besten weitermache. Einfach beide (oder ganz andere?) bestellen möchte ich ungern, da das logistisch für mich nicht einfach zu bewerkstelligen ist.

Danke für Eure Hilfe.

Edit: Ich habe mich in meiner Recherche vor allem von der Bestenliste der Stereo leiten lassen. Darin tauchen die Klipsch RF bspw. gar nicht auf...?

Edit 2: Je mehr ich mich damit befasse, desto mehr liebäugle ich mit den Klipsch RP-280F (auch aufgrund der Optik...). Hat jemand Erfahrungen, wie diese bei wenig Abstand zur Wand funktionieren? Vielleicht sogar direkt im Vergleich zu den Dali Opticon 5?


[Beitrag von Antilope_100 am 11. Jun 2018, 10:45 bearbeitet]
Bum666
Stammgast
#2 erstellt: 11. Jun 2018, 06:10
Hi Antilope,

ich stand vor kurzem vor einem ähnlichen Problem. Ich war mit meinen Elac FS197 auf keinen Fall unzufrieden, hatte nach 2 Jahren aber einfach mal Bock zu testen. Habe sie kurzum eingepackt & einen Termin beim Hifi-Laden gemacht. Der vertreibt Dynaudio & B&W, zu den Dynaudios bin ich nicht gekommen, weil bereits vorher 3h vergangen sind. Im direkten Vergleich wurden die Elacs gegen die 683s2 & 704s2 gehört. Das ganze an einem Rotel A14, wobei das wie ich jetzt ebenso weiß, nichts zur Sache tut.
Die 683s2 konten meinen FS197 in keinster Weise das Wasser reichen, für mein Empfinden kamen die einfach nicht aus dem Quark, spielten dumpf & träge. Ganz anders die 704s2, die haben ganz ähnlich meiner Elac's unten rum gekickt & oben schön crisp & perlig gespielt. Der riesen Unterschied jedoch war, dass die Mitten viel präsenter waren.
Danach habe ich mir noch die 702s2 angehört, welche natürlich noch eine ganze Ecke voluminöser spielen.

Letztendlich habe ich mich für den Mittelweg entschieden. Die 703s2 spielen im Moment an einem AVR x3400 (wegen XT32), und ich bin wirklich TipTop zufrieden. Mein Wozi misst im übrigen 20qm, habe nicht dass Gefühl, dass die 703 überdimensioniert sind. Da ich vorher mit den Elac's, welche im Tief,- Hochtonbereich ähnlich der 704s2 spielten auch sehr zufrieden war, denke ich dass diese auch etwas sein könnten.

Die B&W 704s2 werden des öfteren bei Kleinanzeigen für 1700,- - 1800,-€ angeboten. Da die erst letzten Herbst auf den Markt kamen, und B&W die Garantie via Ownerscard überträgt, hast du somit bis mind. 2027 Garantie auf die Teile.
Lange Rede kurzer Sinn, die 704s2 würde ich für dein Budget definitiv favorisieren, für max. 2300,- die größeren 703s2.

Gruß
Jörg
ATC
Inventar
#3 erstellt: 11. Jun 2018, 06:32
Hallo,

sehr schwierig jetzt aus dem Stand DEN Lautsprecher zu nennen, welcher dich sicher glücklich macht.
Ich würde wie immer, erst mal bei diversen Händlern aufschlagen und möglichst viele Lautsprecher miteinander vergleichen.

Gruß
Antilope_100
Neuling
#4 erstellt: 11. Jun 2018, 08:01
Hallo zusammen,

vielen Dank schon mal für die ersten Antworten.

@Bum666: Vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Ich lese nun immer häufiger, dass die B&W 683 S2 bei vielen Leuten gar nicht so toll ankommen. Die 704 S2 hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm. Ich habe zumindest einen gut ausgestatteten B&W Händler in der Nähe, dann kann ich die beiden mal vergleichen.

Ein anderer Händler hat aktuell die Dali Opticon 5 als Ausstellungsexemplare günstig abzugeben, die werde ich mir dann auch nochmal anhören. Ist nur blöd, wenn man wirklich keinen direkten, zeitnahen Vergleich im ähnlichen Hörraum bekommt...

@ATC: Klar, das werde ich tun. Das habe ich mit meiner Ungehört-einfach-mal-bestellen-Aktion gelernt. Ich bin dennoch für Tipps und Anregungen dankbar, welche Lautsprecher aufgrund meiner beschriebenen Situation oben vielleicht besser oder schlechter geeignet sind.
JULOR
Inventar
#5 erstellt: 11. Jun 2018, 13:20

nach zahllosen Stunden Review-Lesen bin ich nun so klug wie je zuvor.

Jo. Das hilft auch nicht weiter, dient im Grunde nur einer Marktübersicht. Das Gleiche gilt für die sogenannte "Bestenliste". Persönlich hilft mir dieses Schöngeschwurbel überhaupt nicht weiter und die Punktevergabe ist sowas von willkürlich und subjektiv, dass sich die Balken biegen.
Was man von solchen Tests halten kann, steht z.B. hier: www.av-wiki.de/testberichte

Hier im Forum gibt es viele zufriedene Besitzer der Dali, der B&W oder der Klipsch und genauso viele Kritiker. Welcher LS der bessere ist, hängt allein von deinem Hörgeschmack ab und auch vom Raum. Und in deiner anvisierten Preisklasse gibt es viele gute LS, ich bin da bei Dynaudio gelandet, die mir besser gefallen als deine Kandidaten. Aber besser oder schlechter sind sie nicht, nur anders. Die KEF-R-Serie kann man da nochmal anhören, die finde ich auch sehr gelungen. Aber auch abseits des Mainstreams wie bei ATC oder PMC gibt es richtig gute LS. Da hilft nur vergleichen, vergleichen und vergleichen. Und die zwei besten testet man dann zuhause. Oder man lässt sich hiervon leiten:

B&W finde ich als Marke toll



[Beitrag von JULOR am 11. Jun 2018, 13:22 bearbeitet]
Bum666
Stammgast
#6 erstellt: 11. Jun 2018, 20:46
Meine Herangehensweise war folgende. Als erstes meine maximale Preisvorstellung ausloten, auch immer etwas oberhalb & unterhalb im Auge haben.
Optik spielte bei mir keine unerhebliche Rolle, mein Wunsch war, wie auch schon bei der Elac, ein schlanker Lautsprecher in einem matten Weiß. Ebenso war mir wichtig, dass der Hochtöner auch ohne die oft sehr hässlichen magnetischen Stoffrahmen hinter einem Schutz spielt. Eine möglichst cleane Front wäre auch von Vorteil.
Mit diesen Vorstellungen konnte ich die Schlinge schon sehr eng ziehen, eventuell hätte ich mir auch mal ein paar Nuberts angehört...
Finde die neue 700er Serie ,gerade in weiß, sehr elegant zurückhaltend. Die gefasten Einfassungen der Chassis wirken sehr edel und unaufdringlich.

Und das wichtigste:
Klanglich sind es meine bisher besten Lautsprecher, aber wer will sich schon downgraden...

Probehören macht auf jeden Fall maximalen Sinn, aber man sollte versuchen nicht wild drauf loszuhören, da man schnell überfordert sein könnte.
Am besten die 3 mit den meisten Pro's anhören, und sich entscheiden...



Gruß
Jörg
Antilope_100
Neuling
#7 erstellt: 11. Jun 2018, 21:27
Danke für Eure Antworten. Ich war heute bei einem HiFi-Fachhändler und konnte die Dali Opticon 5, Cabasse Jersey MC170 und Q Acoustics 3050 Probehören. Um es ganz kurz zu machen, die Cabasse haben mir in Summe am meisten getaugt. Bei den Dali kamen mir die Höhen wieder sehr spitz vor - eine tolle Raumaufteilung des Sounds, aber das Gesamtbild passt nicht so richtig zusammen meiner Meinung nach. Mit Dali werde ich wohl nicht mehr wirklich warm.

Nun möchte ich aber dennoch unbedingt die Klipsch RP-280F hören. Der Fachhändler meinte zwar, dass diese aufgrund des Horns gerade im Hochtonbereich sehr eigen klingen und bei schlechteren Aufnahmen etwas nervig klingen können, aber ich probiere es dennoch mal. Um das ganze abzurunden werde ich den B&W 682 S2 bzw 700 aber dennoch mal einen Besuch in einem anderen Fachgeschäft abstatten. Wenn dann nichts überzeugt, werden es wohl ein wenig unerwartet die Cabasse...
Könnt Ihr die Meinung zu den Klipsch teilen?
ATC
Inventar
#8 erstellt: 12. Jun 2018, 17:53
Jou,

wenn dich die Opticon nerven, dann kann das bei den Klipsch auch passieren....
die Q Acoustic haben wahrscheinlich nicht genervt, oder?

Phonar Veritas p4 next, wäre mir jetzt noch in den Sinn gekommen, auch bezüglich der Aufstellung.

Die RP 280F wandnah....da braucht man eine gute Akustik....
Antilope_100
Neuling
#9 erstellt: 12. Jun 2018, 22:24
Welche Kef würdet Ihr denn empfehlen? Meine alten iQ3 mag ich von der Charakteristik eigentlich sehr. Die R-Serie wird empfohlen, aber einige Händler haben mir gesagt, dass die nun wohl bald eingestellt werden. Was ist mit der Q-Serie?

@ATC: Oh man, das mit den Klipsch sagen mir echt viele. Ich finde sie nur optisch wirklich überragend, sodass ich sie mir eventuell doch zum probieren bestelle.
Pauliernie
Inventar
#10 erstellt: 12. Jun 2018, 22:36
Hallo,

die R-Serie (500,700) liegt vom Budget weit über den den bisher genannten Modellen. Ob der Mehrpreis sich lohnt kannst Du nur durch einen Hörtest ermitteln. Die Q-Serie spielt preislich unter der R-Serie.
Letztendlich musst Du in weiteren Hörtests herausfinden welcher LS passt.


[Beitrag von Pauliernie am 12. Jun 2018, 22:37 bearbeitet]
ATC
Inventar
#11 erstellt: 12. Jun 2018, 22:51
Hallo,

dann musst du die Klipsch eventuell so weit auswinkeln, das der Hochton so gefällig wird wie du es gerne hättest.
Und bezüglich Bass, entweder entzerren oder die BR Öffnung verschließen.
Anfangs uneingespielt ist die Klipsch etwas harsch, also nicht sofort wieder einpacken. Sie sind ein gutes Beispiel dafür das sich manche, nicht alle, Lautsprecher klanglich noch etwas verändern.

Gruß
Sockenpuppe
Stammgast
#12 erstellt: 13. Jun 2018, 05:57

die R-Serie (500,700) liegt vom Budget weit über den den bisher genannten Modellen.


Als Aussteller 1400 Euro das Paar. KEF R 700

Und nigelnagelneu 1889 Euro das Paar. KEF R 700

mit frdl. Gruß
Antilope_100
Neuling
#13 erstellt: 14. Jun 2018, 11:40

ATC (Beitrag #11) schrieb:

Und bezüglich Bass, entweder entzerren oder die BR Öffnung verschließen.
Anfangs uneingespielt ist die Klipsch etwas harsch, also nicht sofort wieder einpacken. Sie sind ein gutes Beispiel dafür das sich manche, nicht alle, Lautsprecher klanglich noch etwas verändern.

Gruß


So, die Klipsch stehen nun bei mir zuhause zum Test. Ein paar Fragen hierzu:
Womit verschließt Ihr denn die BR-Öffnung? Einfach ein bisschen Stoff hinten rein fürs erste? Was genau ist mit "Entzerren" gemeint?

Und zum Thema einspielen: Wie lange und womit kann ich denn die LS einspielen? Ist hierfür eine bestimmte Lautstärke oder ein bestimmter Frequenzbereich notwendig?

Danke und viele Grüße
Antilope
ATC
Inventar
#14 erstellt: 14. Jun 2018, 12:20
Ich hatte mir mal Basotect zurechtgeschnitten,
Schaumstoff ginge auch, aber zum Testen auch zwei Paar Wintersocken....

Einspielen, da gibt es sogar CDs für, aber normale Musik auch mit Bassanteil funktioniert da natürlich auch,
20-30 Stunden bei einer Lautstärke welche um die 80db liegen sollte.
Ist das zu laut kann man auch die Lautsprecher Gesicht an Gesicht stellen, einen Lautsprecher verpolen,
und dann während des Einspielens eine Decke drüberwerfen...

Entzerren bedeutet gerade im Bassbereich auf die Raumeinflüsse hin zu reagieren,
Überhöhungen oder Senken mit einem DSP, EQ oder ähnlichem anpassen damit es ausgewogen klingt und nichts dröhnt oder dergleichen.

Gruß
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