Erstanlage Regallautsprecher ca 500€ von Auswahl überfordert :(

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SoundyMcSoundface
Neuling
#1 erstellt: 05. Jul 2018, 00:39
Hallo Leute! Ich bin auf der Suche nach Regallautsprechern um die 500€.
Leider bin ich recht neu in der Szene und habe wenig Ahnung.
Ich hab den Fragebogen mal ausgefüllt. Hoffe jemand von euch kann mir etwas weiterhelfen.

Wie viel Geld kann ausgegeben werden?
400-600€ für das Paar Regallautsprecher

-Wie groß ist der Raum?
30m^2
-Wie können die Lautsprecher aufgestellt werden? (eine kleine Skizze mit Aufstellungsort, Möbeln und Hörplatz ist sehr hilfreich)
Wohnzimmer

Die meiste Zeit sitze ich am Schreibtisch. Wenn ich Filme schaue aber auf der Couch. Das ist dann nicht ideal.

-Sollen es Standlautsprecher, Kompakte, ein Sub/Sat System oder sonst was werden?
Fürs erste sollen es Regallautsprecher werden. Mittelfristig möchte ich es zu einem 2.1 ausbauen. Vielleicht sogar 5.1.

-Wie groß dürfen die Lautsprecher werden?
Solange es Regallautsprecher sind, müsste ich Platz finden.

-Steht ein Subwoofer zur Verfügung? (wenn ja, bitte genau beschreiben)
Noch nicht.

-Welcher Verstärker wird verwendet?
Ich überlege mir den Yamaha Rx-S601D zu holen, da er 5.1, Bluetooth, Wlan, DAB und HDMI unterstützt und hübsch aussieht. Bin aber für andere Vorschläge offen.

-Was soll über die Lautsprecher gehört werden ?
Ich höre hauptsächlich Soul, Rock und Elektro. Ich fänd es aber schön wenn Klassik auch gut klingen würde. Ich nutze die Boxen auch für Filme. Wichtiger ist mir aber Musik.

-Wie laut soll es werden?
Nachbar-verträglich(?)

-Wie tief sollen die Lautsprecher kommen (Hz)?
Da ich plane mein Setup um einen Subwoofer zu erweitern ist es glaube ich nicht so kritisch. Ansonsten je tiefer desto besser oder?

-Wird großer Wert auf Neutralität gelegt?
Im besonderen Maße wichtig ist es mir nicht.

- Welche Lautsprecher wurden bisher gehört und was hat daran gefallen/nicht gefallen?
Zur Zeit hab ich eine Micro HiFi Anlage von LG (LG fa163-D0P). Bei der Anlage ist der Lüfter sehr laut, der Sound ist nicht sehr klar, der Bass dröhnt und sie ist recht alt (Radio und CD-Player kaputt).

-Wird auf irgend etwas Spezielles Wert gelegt (Breitbänder, Sub-Sat Kombination, geschlossene Bauweise, Anzahl der Wege, Hersteller, Aktivbox, Horn...usw.)
Da ich mir einen Verstärker hole scheinen passive Boxen sinnvoll (stimmt das?). Deutscher Hersteller wäre schön, ist aber eher nachrangig.

- Standort + Radius (wg. Händler/Produktempfehlung + wie weit bist Du bereit zu fahren)
Ich wohne in Braunschweig. 100km Radius wäre okay für mich. Ich war bereits bei einem Händler in Braunschweig (Ferner) aber der hatte nichts in meiner Preisklasse.

Ich habe bereits im Internet ein wenig recherchiert und bin auf einige Boxen in meiner Preisklasse gestoßen, habe aber kaum Ahnung wie ich die vergleichen soll. Gefunden hab ich zB:
Dynaudio Emit M10, Teufel Theater 500, Klipsch 160 M, Dali Zensor 3, Nubert NuLine 24, Nubert nuBox 383…

Ich hoffe, dass mir jemand von euch ein wenig Kontext zu den verschiedenen Lautsprechern geben kann bzw. mir sagen kann worauf man achten sollte. Falls jemand einen Händler kennt, bei dem man boxen in der Preisklasse findet und probehören kann, wäre das echt super!

Vielen Dank euch schoneinmal!
Lieben Gruß,
SoundyMcSoundface
Tywin
Inventar
#2 erstellt: 05. Jul 2018, 07:07
Hallo,

ist Dir der Unterschied zwischen "echten Regallautsprechern" und Kompaktlautsprechern die fälschlich als Regallautsprecher bezeichnet werden klar?

Wenn nicht, solltest Du Dich damit befassen.

Z.B. die Zensor 3 ist ein Kompaktlautsprecher und die Zensor 1 + Pico sind Regallautsprecher.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 05. Jul 2018, 07:11 bearbeitet]
WiC
Inventar
#3 erstellt: 05. Jul 2018, 14:49
Hallo,

Die meiste Zeit sitze ich am Schreibtisch. Wenn ich Filme schaue aber auf der Couch. Das ist dann nicht ideal

das wird es auch mit Boxen für € 10.000.- nicht sein.

wohnzimmer

Der Hörplatz sollte am grünen x sein, wenn er am roten x ist wird das (Stereo) nie richtig funktionieren.

Info: http://audiophysic.de/aufstellung/regeln.html

LG


[Beitrag von WiC am 05. Jul 2018, 15:00 bearbeitet]
noexen
Inventar
#4 erstellt: 05. Jul 2018, 20:59
ich denk es ist auch wichtig zu wissen, das unterschiedliche passive lautsprecher mit unteschiedlichen verstärkern und/oder vorverstärkern/DAC auch unterschiedlich klingen, und zwar erheblich.

einen (vermutlich) eher hell abgestimmten yamaha verstärker würde ich evtl. nicht unbedingt mit einem lautsprecher kombinieren der im hochtonbereich ohnehin schon sehr (für manche zu sehr) präsent ist (z.b. Dali Zensor).


räumlich hast du vor allem abgesehen der wandnahmen aufstellung das problem, das dein rechter LS sehr viel raum hat um abzustrahlen, der linke fast überhaupt keinen.

bei einigen aktiven monitor LS (eher ab dem mittlerem preissegment , wo die "pro" kategorie startet, 200euro plus pro stck.) gibt es die möglichkeit, mittels sogn. acoustic space switches ( und/oder build in equalizer für HF/MF/LFsowie lowcut) anpassungen am einzelnen LS vorzunehmen. damit wird dein problem nicht wirklich gelöst (klar, die bühne wird links nicht breiter...), aber evtl. entschärft (dröhnen vermieden)...

der günstigste der mir da einfällt (nur ca. 250euro das paar) ist die ERIS 5, die auch mit bassreflex-port nach vorn für wandnahe aufstellung geeignet ist...

https://www.bonedo.d...is-5-und-8-test.html

man sollte aber nicht verschweigen das aktive studiomonitore durchaus zu nicht unerheblichem white noise oder brummen neigen (aus hifi sicht). das KANN man hören und das KANN stören, muss aber nicht, je nach nutzung. wenn man im abstand von 1.5m damit zum einschlafen musik hören will sind die meisten der dinger mmn. nicht unbedingt besser geeignet als ein passiv system mit regal/kompaktLS.

auch kann es sein, das sich das problem in luft auflöst, wenn man statt den unbalanced RCA eingängen die (im pro audio bereich üblichen) balanced eingänge (bestenfalls XLR) verwendet. das hängt vom DAC/vorverstärker ab, mein DAC z.b. hat balanced out XLR.


grösser als 5" chassis würd ich aber auf gar keinen fall gehen bei so einer eckenaufstellung, und bassreflexport nach vorn wäre absolut von vorteil, auswahl gibts im preisbereich bis 600 euro so einiges, sogar schon aus dem angehenden pro audio bereich (damit ist nicht gemeint, das man nicht auch mit einer 250euro/paar KRK rokit 5 tolle sachen produzieren kann, aber die rokit ist z.b. aufgrund versch. nachteile eben absolut NICHT pro sondern bestenfalls "entry level pro"...)

spontan würde mir mit bassreflex port nach vorn noch die focal alpha50 einfallen (zu mal focal jmlab ja auch im hifi bereich bekannt ist, und nicht unerhebliche dinge produziert, ich selbst hatte irgendwann mal eine focal jmlab cobalt 816 für ein halbes jahr... war nicht unbedingt schlecht das teil).

die focal ist aber auch gleich wieder etwas grösser, bedenke, jeder cm bei so eckennaher aufstellung zählt... die eris 5 ist dafür das es eine 5" speaker ist schon sehr klein, was kleineres würde mir spontan nicht einfallen unter 600euro und bassreflexport nach vorn. die focal ist schon gleich ganze 4cm breiter und 6cm tiefer...

und egal ob passiv oder aktiv LS... auf gute entkopplung achten, dh. entweder absorberplatte (sowas gibts ab 20euro und tut den job, is aber evtl. zu niedrig) oder gummipucks oder desktop stands wie z.b. die fluid audio DS5 (nicht supertoll, aber günstig und funzen einwandfrei)

bei passiven LS würde ich alternativ jedenfalls unbedingt mit einem kanalunabhängigem EQ (soft/hardware) arbeiten...

hoffe ich konnte helfen...

edit: grade mal nachgesehen die alpha50 kostet auch "nur" noch um 400euro das paar, ich vermute das wird sie gegenüber der halb so teuren ERIS E5 wert sein, hier ist der author-gleiche test der 65er, ich glaub er mag die box...

https://www.bonedo.d...l-alpha-65-test.html


[Beitrag von noexen am 05. Jul 2018, 21:19 bearbeitet]
Tywin
Inventar
#5 erstellt: 05. Jul 2018, 21:21
Hallo,


ich denk es ist auch wichtig zu wissen, das unterschiedliche passive lautsprecher mit unteschiedlichen verstärkern und/oder vorverstärkern/DAC auch unterschiedlich klingen, und zwar erheblich.


wenn Du Verstärker und DAC aus dem Text weglassen würdest, dann stimmt das Wort "wissen".

Ansonsten ist es Deine persönliche Meinung die ich hinsichtlich funktionierender geeigneter HiFi-Technik gar nicht teile.

Es gibt aber sicherlich auch Audio-Geräte mit Labeln unter denen nur eine sehr geringe Zahl Geräte zu weit überhöhten Preisen mit viel Geschwurbel an Leichtgläubige vermarktet wird die hinsichtlich HiFi nicht richtig funktionieren weil sie nach dem Gusto der Erbauer den Frequenzgang von Musik verändern.

Man kann sich aber auch an erfahrene Massenhersteller halten die es aus guten Gründen tunlichst vermeiden solche im Sinne von HiFi fehlerhaften Geräte zu verkaufen

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 05. Jul 2018, 21:23 bearbeitet]
noexen
Inventar
#6 erstellt: 05. Jul 2018, 21:32
>wenn Du Verstärker und DAC aus dem Text weglassen würdest, dann stimmt das Wort "wissen".

ähh ich will keinen streit anfangen, aber du willst mir sicher nicht ernsthaft erklären wollen, das unterschiedliche vollverstärker, vorverstärker und natürlich insbesondere DAC nicht unterschiedlich klingen, oder? und das war eine tatsachen feststellung meinerseits, keine wertung. oder hab ich hier was falsch verstanden?
Tywin
Inventar
#7 erstellt: 05. Jul 2018, 21:44
Du und ich werden hier nicht zusammen streiten obwohl ich Dich offenbar richtig verstanden habe und Du offenbar mich richtig verstanden hast. Das Thema ist hier genügend behandelt:

http://www.hifi-forum.de/viewthread-108-7738.html


[Beitrag von Tywin am 05. Jul 2018, 21:48 bearbeitet]
noexen
Inventar
#8 erstellt: 05. Jul 2018, 21:52

Du und ich werden hier nicht zusammen streiten obwohl ich Dich offenbar richtig verstanden habe und Du offenbar mich richtig verstanden hast


lol, der thread war mir unbekannt, den muss ich mir man ansehen, hoho...
ähh ok. jaaa, hmmm... wie auch immer, dann streiten wir mal nicht und, ja, ich formulier es dann mal um in

"ich weiss, das mein gehör mir sagt, das unterschiedliche vorverstärker/vollverstärker/DAC unterschiedlich klingen"

und bin dann mal raus...
angenehmen abend.


[Beitrag von noexen am 05. Jul 2018, 22:12 bearbeitet]
SoundyMcSoundface
Neuling
#9 erstellt: 05. Jul 2018, 22:27
Hallo alle zusammen,

vielen lieben Dank erstmal für die schnellen Antworten!


ist Dir der Unterschied zwischen "echten Regallautsprechern" und Kompaktlautsprechern die fälschlich als Regallautsprecher bezeichnet werden klar?

Ich dachte erlich gesagt, dass es Synonyme sind. Wenn ich es richtig verstehe sind Regallautsprecher, LS die dafür gedacht sind sie ins Regal zu stellen und Kompaktlautsprecher einfach kleine Lautsprecher, denen man am besten viel Platz einräumen sollte. Ist das richtig? Sollte ich dann weil ich so nah an der Wand bin in richtung Regallautsprecher suchen?

Ausserdem hab ich verstanden, dass ich auf eine Bassreflexöffnung achten sollte. Sie sollte nach vorne zeigt bzw. ich soll schauen, dass die LS für Wandnahe Aufstellung geeignet sind.

Was die Receiver- Verstärker- Dac Kombination angeht, werde ich mir wohl noch ein Paar Threads durchlesen müssen. Ich hatte aber Beruflich mal mit RF Verstärkern zu tun, die bis 7GHz hoch funktionierten und ziemlich glatt waren, daher würde ich glauben, dass die Technik im kHz Bereich halbwegs okay sein müsste (auch wenn ich nicht genau weiß, ob der Vergleich hier gut ist).

Gibt es denn irgend ein Kriterium nach denen ich verschiedene LS vergleichen kann?
Frequenzgang ist bei den meisten recht ähnlich. Tiefste Frequenz ist auch ähnlich und wenn ich mir irgendwann einen Sub hole ist die Kategorie so wie so irrelevant (oder?). Was gibt es da noch?
Oder meint ihr ist es sinnvoller zu einem Händler zu fahren, ein paar LS anzuhören und die besten Zuhause auszuprobieren?

Lieben Gruß,
Soundy
Tywin
Inventar
#10 erstellt: 05. Jul 2018, 23:05
Hallo,


Wenn ich es richtig verstehe sind Regallautsprecher, LS die dafür gedacht sind sie ins Regal zu stellen und Kompaktlautsprecher einfach kleine Lautsprecher, denen man am besten viel Platz einräumen sollte. Ist das richtig?


Kompaktlautsprecher sind im Grunde kompaktere Standlautsprecher die man auf Ständern ansonsten wie Standlautsprecher positioniert.


Sollte ich dann weil ich so nah an der Wand bin in richtung Regallautsprecher suchen?


Es kommt auf die konkreten Rahmenbedingungen und die konkreten Boxen an. Dazu kommen gehörte Lautstärke und Musik als entscheidende Faktoren für die Wahl der Lautsprecher hinsichtlich einer Eignung für wandnahe Positionierungen.

Wird nur sehr leise gehört könnte man hinsichtlich eines brauchbaren Klangs auch große Standlautsprecher in ein geeignetes Regal stellen. Will man Lautsprecher auch mal annähernd in der Lautstärke nutzen in der übliche Livemusik zu hören ist, dann wird das in der Regel auf diese Weise nicht gut klingen können.


Ausserdem hab ich verstanden, dass ich auf eine Bassreflexöffnung achten sollte. Sie sollte nach vorne zeigt bzw. ich soll schauen, dass die LS für Wandnahe Aufstellung geeignet sind.


Das entspricht nicht meinen Erfahrungen. Dazu gibt es unterschiedliche Meinungen und Untersuchungen. Z.B. die Zensor 1 mit rückwärtiger BR-Öffnung ist ein echter Wand- und Regallautsprecher wofür auch die integrierte Aufhängevorrichtung ein Merkmal sein kann.

Aus meiner Sicht ist unabhängig vom Vorhandensein oder Lage von BR-Öffnungen der Frequenzgang (Diagramm/Messung) bzw. die Abstimmung eines Lautsprechers ein sicheres Indiz für eine Eignung zur wandnahen Verwendung. Man findet bei solchen Boxen um die 100 Hz einen stark abfallenden Tiefton der ja durch Wandnähe in der Regel massiv aufgedickt wird.

Mit einer mehr oder weniger brauchbaren Mess- und Korrektureinrichtung - wie sie in AVR weitgehend üblich sind - kann aber mehr oder weniger brauchbar jeder Lautsprecher auch wandnah eingesetzt werden.


Gibt es denn irgend ein Kriterium nach denen ich verschiedene LS vergleichen kann?


Mit 40 Jahren HiFi-Erfahrung kann ich mit genügend geeigneten Informationen - ohne ein heimisches Probehören - etwa einschätzen, wann ich mir ein Ausprobieren für meine heimische Nutzung sparen kann. Aber auch dann bin ich nicht vor ungewöhnlichen Überraschungen sicher.

Ein individuell wirklich gutes Ergebnis für sein eingesetztes Kapital kann man nur mit genügend Hörerfahrungen/heimischem Ausprobieren erzielen. Das bedeutet aber nicht, dass nicht viele Menschen mit irgend welchen irgendwie genutzten Anschaffungen bis zum Lebensende zufrieden sind.


Frequenzgang ist bei den meisten recht ähnlich. Tiefste Frequenz ist auch ähnlich und wenn ich mir irgendwann einen Sub hole ist die Kategorie so wie so irrelevant (oder?).


Wenn Du Dir anschaust in welchen Spektrum Musik zu hören ist und was das menschliche Gehör in welchem Alter potentiell leisten kann, relativiert sich vieles was in Werbung/Marketing als wichtig dargestellt wird.

Mit einem oder mehreren gut geeigneten/positionierten/integrierten/eingstellten/angesteuerten Subwoofern kann man im Rahmen der akustischen Rahmenbedingungen ggf. einen wunschgemäßen Tiefton unabhängig von den diesbezüglichen Möglichkeiten der verwendeten Lautsprecher bewirken.

Genügende Lautsprecher, moderne Mess- und Korrekturtechnik mit genügenden manuellen Eingriffsmöglichkeiten plus einem genügend kräftigen Verstärker kann aber auch ohne einen Subwoofer zu einem genügenden Ergebnis führen.

Es gibt aber auch Geschmäcker und Musik wofür Tiefton keine relevante Rolle spielt.


Oder meint ihr ist es sinnvoller zu einem Händler zu fahren, ein paar LS anzuhören und die besten Zuhause auszuprobieren?


Das ist ein übliches sinnvolles Vorgehen. Wenn Dich das Thema näher interessiert solltest Du so viele Boxen und Livemusik wie möglich kennen.

LG Michael


[Beitrag von Tywin am 05. Jul 2018, 23:26 bearbeitet]
sohndesmars
Stammgast
#11 erstellt: 06. Jul 2018, 08:10
Hi Soundy,

das nenn ich mal einen Informations-Overkill Und dazu noch teils widersprüchliche Informationen.

Grundsätzlich: für den Klang sind maßgeblich die Lautsprecher und deren Aufstellung relevant. Alles Andere ist untergeordnet. Und daher ist es wichtig, die Lautsprecher bei dir zu Hause zu hören. Versender wie Teufel, Nubert, Saxx, XTZ sind da schon mal eine große Hilfe. Gute HIFI-Läden leien auch gerne aus, nur gibt es immer weniger davon. Braunschweig sollte aber groß genug sein, dass es da noch einen "Freundlichen" gibt.

In deiner Situation entscheiden sich Viele übrigens für Aktiv-Boxen. Wenn du nur am Schreibtisch hören würdest, wären Nahfeldmonitore am geeignetsten. Da du aber einen Rundumschlag machen willst, und alles abdecken willst, wird es schwierig. Von Teufel gibt es z.B. den Receiver Kombo 62, der ein potenter Stereoreceiver ist, DAB, Bluetooth und einen CD-Player hat, aber vergleichsweise teuer ist (typisch für Elektronik bei Teufel). AV-Receiver, ansich die preiswerteste Lösung, haben meistens kein DAB! Bei MM gab es die Woche z.B. Onkyo AVR TX-NR474 für unschlagbare 190,-Euro (sonst so um die 300,-Euro). Und es gibt auch immer Angebote von Yamaha und Denon. Was Deutsches musst du nicht suchen: da gibt es praktisch nix bezahlbares mehr.

Das du dich auf dem Sofa weit aus dem Stereodreieck entfernst, ist nicht so dramatisch, ist halt die Stereobasis eingeschränkt, na und?

Und konkrete Passiv-Lautsprecher mit gutem Klang und angemessenem Preis-/Leistungsverhältnis: Teufel T 500 FR16, Nubert Nubox 383 (groß!) oder Nuline 34 (angenehm klein). Leider beide mit Bassreflexöffnung nach hinten. Wenn ein HIFI-Laden in der Nähe ist ruhig auch Dali, KEF, Heco, Canton ect. testen.
WiC
Inventar
#12 erstellt: 06. Jul 2018, 08:38

sohndesmars (Beitrag #11) schrieb:

Das du dich auf dem Sofa weit aus dem Stereodreieck entfernst, ist nicht so dramatisch, ist halt die Stereobasis eingeschränkt, na und?

Das kommt ja wohl auf den Anspruch an, wenn das für dich nicht dramatisch ist schön für dich, hier geht es um HiFi Stereo und damit hat das nichts zu tun.

Wenn es hier nur um Musik im Raum geht, alles klar dann ziehe ich zurück euer Ehren und bin auch raus hier.
Viel Erfolg noch

Edit: Vielleicht sollte man den Thread dann nach "Kaufberatung Surround & Heimkino" verschieben ?

@sohndesmars, du bist gewerblich in der HiFi Branche tätig ? Nur aus Neugier

LG


[Beitrag von WiC am 06. Jul 2018, 08:42 bearbeitet]
sohndesmars
Stammgast
#13 erstellt: 06. Jul 2018, 09:20
Um gleich zwei Fragen zu beantworten: ich war dreißig Jahre im Handel und Service in der HIFI-Branche aktiv. Und dabei ging es mir um den Kunden und seine Wünsche. Eher selten waren da perfektes HIFI-Stereo möglich, was in Wohnräumen fast nie umsetzbar und eher selten gewünscht ist. Konnte ich mir als früher eingeschworener High-Endianer auch nicht vorstellen. Tausende Kunden haben mich eines besseren gelehrt und jetzt, mit etwas Abstand und weniger Verbissenheit will auch ich Musik hören und nicht Verstärker, Lautsprecher, Kabel ect. Und Musikhören geht sogar in mono. Da der Themenersteller gezielt nach Stereoequipment sucht, ist der Thread hier schon gut aufgehoben.

Aktuell bin ich immer noch im UE-Sektor tätig, aber weniger direkt am Endkunden.
*hannesjo*
Inventar
#14 erstellt: 06. Jul 2018, 09:38
K einer kann sich die " Elbphilharmonie " leisten.

Musik ist's, wenn' s gefällt - preiswert oder teuer, vollkommen wurrscht.
Moonlightshadow
Inventar
#15 erstellt: 06. Jul 2018, 10:01
Eine kompetent zusammengestellte Anlage braucht sowieso keinen perfekten Raum, um gut zu klingen. So jedenfalls meine Erfahrung.
sohndesmars
Stammgast
#16 erstellt: 06. Jul 2018, 11:54
Den perfekten Raum, gibt es den? Die Toningenieure hatten einen speziellen Abmischraum mit Nahfeldmonitoren zum Herstellen der "Tonkonserven". Will ich den nachbilden? Oder den Raum, den die Interpreten zur Verfügung hatten? Oder den Raum, den ich mir erdenke? Im Falle einer Lifeaufnahme aus dem Jazzclub: will ich den Club nachbauen?
Lest doch mal bei David aus dem österreichischen HIFI-Forum nach, wie der so den perfekten Raum gestaltet.

Nein, will der Threaderöffner hier nahezu perfekten Stereosound haben, an zwei verschiedenen Punkten, dem Schreibtisch und dem Couchsitzplatz, muss er den Raum vollständig umstellen, oder zwei Anlagen (jaaa, HIFI-Ketten) zusammenstellen (so hatte ich das immer). Solange ich allein lebte war das kein Problem, mit dem perfekten Stereodreieck. Mit Partnerin gibt es andere Prioritäten, nur wenn ich mal allein bin, kann ich mich perfekt positionieren, setzt sich meine Liebste neben mich, ist das schon vorbei. Echtes, perfektes Stereohören ist also eine ziemlich einsame Angelegenheit. Ich löse das Problem übrigens immer öfter mit guten Kopfhörern. Wenn wir zu zweit per Lautsprecher Stereo nahezu perfekt hören wollten, müssten wir uns den Irrsinn des trinauralen Konzeptes bedienen (absolut wohnraumungeeignet).

Wenn der Threaderöffner natürlich allein wohnt, wäre vielleicht ein guter Fernsehsessel hilfreich, der an der perfekten Hörposition platziert werden könnte. Kein Witz, so hatte ich das damals gelöst, wenn ich länger Musik oder gute Filme geniesen wollte. Das Sitzmöbel war leicht verschiebbar
noexen
Inventar
#17 erstellt: 06. Jul 2018, 14:29

In deiner Situation entscheiden sich Viele übrigens für Aktiv-Boxen. Wenn du nur am Schreibtisch hören würdest, wären Nahfeldmonitore am geeignetsten. Da du aber einen Rundumschlag machen willst, und alles abdecken willst, wird es schwierig.


also meiner erfahrung sagt mir das qualifizierte 5" nahfeldmonitore einen 30m2 raum vollkommen unproblematisch ausreichend beschallen können. die focal alpha50 kann das mit sicherheit bis zu einer grenze wo die lautstärke das akzeptable mass in einer wohnung überschreitet. das problem ist hier eher das viele nahfeldmonitore eben sehr beam-artig sind und eher intolerant was den "optimalen" abhörplatz angeht, dafür sind sie ja gebaut. d.h. eine gute phantommitte gibts nur wenn man optimal zentriert sitzt (bei den meisten jedenfalls). das kann bei guten hifi LS ganz anders sein, die da viel toleranter sind. ob das für den TO relevant ist, eine andere frage. wie gesagt, full range 8" würd ICH jedenfalls nicht so eckennah plazieren, und aus gründen der boxengrösse nicht über 5" gehen. ne kleine 6" geht sicher auch noch irgendwie, aber die frage ist halt wie klein die dann noch ist und wie sehr sich der abstand zur wand aus platztechnischen gründen verkürzt. die swissonic asm7 ist dafür das sie ein 6.5" chassis hat ziemlich kurz (23cm), bassreflexport nach vorn, mit 450euro bezahlbar. dazu gibts auch den passenden sub, den sub10, der mit 200 öcken auch relativ günstig ist. ob man dann die asm-7 braucht oder nicht alternativ zur asm5 + sub greift (zumal die 5 präziser spielt als die 7, normal), ist eine andere frage und geschmackssacke, ich bin kein subwoofer fan,muss allerdings auch nicht mit so einer komplizierten aufstellung leben...

die asm kombo verwendet sogar jemand hier:
http://www.hifi-forum.de/viewthread-100-2337.html
hier getestet:
https://www.bonedo.d...-und-sub10-test.html

EDIT: nebenbei, nicht erwähnt wurde hier, das eine bassfalle (je nach bauart/qualität/material) auch in der linken ecke helfen kann, so ganz einfacher schaumstoff kram fängt bei 20euro an und kann durchaus wirkung haben, ob zum guten oder zum schlechten kann man nur ausprobieren... https://www.amazon.d...Profil/dp/B004QS8HUW


[Beitrag von noexen am 06. Jul 2018, 16:05 bearbeitet]
gapigen
Inventar
#18 erstellt: 07. Jul 2018, 09:33

Grundsätzlich: für den Klang sind maßgeblich die Lautsprecher und deren Aufstellung relevant.

Wenn Du mit Aufstellung die Raumakustik meinst gebe ich Dir Recht. Ansonsten ist die Raumakustik das wichtigste überhaupt. Du wirst Lautsprecher selbst im 5-stelligen Bereich in einer „Höhle“ nicht zum klingen bringen. Und in einem halligen Zimmer mit nackten Wänden und vielen Fensterflächen auch nicht. Das klingt zwar banal, ist aber die elementare Grundvoraussetzung.
ATC
Hat sich gelöscht
#19 erstellt: 07. Jul 2018, 14:22
Hallo,

um mal auf den Punkt zu kommen,

zu deinem genannten Yamaha würden sich die hier gut machen:
https://www.amazon.d...J8D5H7XD5VY9AY7T7MX5

Gruß
Zweck0r
Moderator
#20 erstellt: 07. Jul 2018, 17:19
Nimm lieber den Yamaha RX-V685 statt der abgespeckten Flunder. Das Einmess-System erlaubt manuelle Nachbearbeitung (PEQ), und auch die Automatik dürfte besser gegen raumakustische Probleme gewappnet sein.

Außerdem hat er Front-Pre-Outs, was die Nutzung von Aktivmonitoren wie z.B. JBL LSR 305 oder 308 ermöglicht (falls es brummt, Trennübertrager wie den Behringer HD-400 zwischenschalten).
noexen
Inventar
#21 erstellt: 09. Jul 2018, 13:21

Trennübertrager wie den Behringer HD-400


das hilft aber nur wenn das brummen vom signaleingang kommt. gegen GRUNDRAUSCHEN eines aktiven monitorLS hilft das ding natürlich nicht...
Zweck0r
Moderator
#22 erstellt: 09. Jul 2018, 22:49
Jeder Verstärker rauscht mehr oder weniger - auch eine Preisfrage.
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