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Plattenspieler bis 1000€ AT vs Technics+A -A |
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Mulokaj87
Ist häufiger hier |
#1
erstellt: 13. Mai 2026, 14:04
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Hallo zusammen 😊 ich suche aktuell einen neuen Plattenspieler bis etwa 1000 € und würde mich über Erfahrungen und Empfehlungen freuen. Wichtig für mich: - mindestens Halbautomatik bzw. Endabschaltung / Auto-Lift - wohnzimmertaugliches Design - langlebig & zuverlässig - unkompliziert im Alltag - eher Musik genießen statt ständig basteln/tunen 😄 Mein aktuelles Setup: - Marantz Model 40n - Marantz CD 60 - Dynaudio Evoke Lautsprecher Musik: - Soul - Hip-Hop - Motown - 80s allgemein - generell eher musikalisch/warm statt analytisch Der Plattenspieler steht im Wohnzimmer mittig zwischen CD-Player und Verstärker und sollte optisch gut ins Setup passen. Wichtig ist mir daher auch Verarbeitung, Haptik und allgemeine Wertigkeit. Aktuell tendiere ich vor allem zu: - Audio Technica AT-LP8X - Technics SL-1500C Der Technics scheint laut vielen Meinungen technisch/mechanisch stärker zu sein, während mir der Audio-Technica optisch und vom Gesamtgefühl extrem gut gefällt. Der LP8X wäre bei einem Händler für 799 € zu bekommen, der Technics für 849 €. Mich würden vor allem interessieren: - echte Erfahrungen - Verarbeitung/Haptik im Alltag - Klangcharakter - Passung zu Marantz + Dynaudio - Halbautomatik/Auto-Lift Erfahrungen - Tonarmqualität - ob ihr in meinem Fall eher „technische Perfektion“ oder „Wohnzimmer-/Musikgefühl“ priorisieren würdet 😊 Andere Empfehlungen bis ca. 1000 € mit mindestens Auto-Lift/Endabschaltung gerne willkommen. Vielen Dank! Mulo |
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marantz-fan
Inventar |
#2
erstellt: 13. Mai 2026, 17:32
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Hallo Mulo, mit der Forderung nach Halbautomatik schränkst Du die Auswahl natürlich ziemlich ein. Ich denke mit den beiden von Dir schon vorausgesuchten Kandidaten liegst Du schon mal grundsätzlich nicht falsch. Aus heutiger Sicht würde ich auch nicht mehr auf Direktantrieb und Tonarm mit SME-Kupplung verzichten wollen. Den Audio Technica kenne ich nur vom Papier und da schaut er mal gar nicht so schlecht aus. Der Technics ist natürlich der Klassiker mit im Zweifel sicherlich höherem Wiederverkaufswert. Ich habe eine Zeitlang den größeren Bruder 1300G besessen. Die Verarbeitung, der massive Plattenteller und der Antrieb haben mir sehr gefallen (ist beim 1500C zwar etwas "einfacher", aber immer noch sehr gut). Ich habe den 1300G dann aber später doch gegen den Denon getauscht, weil der den m.E. hochwertigeren und schwereren Tonarm hat. In der Preisklasse um 1000€ machst Du mit dem Technics aber sicher nichts falsch. Gerne hätte ich Dir noch den Thorens TD-403DD ans Herz gelegt, aber der erfüllt leider Deine Anforderung nach Halbautomatik nicht.
Seehr gute Basis ... das meine ich tatsächlich ernst, der eingebaute PhonoPre ist nämlich so gut, dass Du Dir um einen externen erst mal keine Gedanken machen musst. Bei MM-Systemen musst Du lediglich ein wenig auf die Kapazität achten (die Eingangskapazität der Marantz-Vorstufe liegt bei 220pF), Du kannst aber bspw. auch sehr gut High-Output MC-Systeme mit niedriger Ausgangsspannung einsetzen, da der Marantz eine hohe Eingangs-Empfindlichkeit hat und super wenig rauscht! Zumindest der 1500C hat aber auch einen eigenen Phono-Entzerrer an Bord, den Du aber in Verbindung mit dem Marantz eigentlich nicht bräuchtest.Für den Klang ist weniger der Plattenspieler selbst, sondern in erster Linie der TA verantwortlich. Da bekommst Du mit dem Technics (Ortofon 2m Red) zwar schon einen besseren mit auf den Weg als beim AudioTechnica-Dreher (AT-95E), aber der lässt sich später sowieso recht einfach aufrüsten bei Bedarf. Insofern muss das nicht unbedingt kaufentscheidend sein, allerdings sollte man das schon beim Preisvergleich mit berücksichtigen. Zur Tonarmqualität: Neben einer guten Lagerung solltest Du unbedingt auf Höhenverstellbarkeit achten (VTA) und auf die effektive Tonarmmasse, die die Eignung für bestimmte TA einschränken kann (MCs mögen bspw. häufig gerne eher schwere Tonarme). Da Du bei beiden Drehern durch das SME-Bajonett aber auch die Headshell tauschen kannst (etwa durch eine schwerere ersetzen), hast Du sogar darauf Einfluss. Zumindest beim Technics kann man dann bei Bedarf auch ein Zusatzgewicht am Tonarmende montieren. Ob das bei dem AT auch geht, weiß ich leider nicht. Insgesamt ist mindestens der Technics also schon ein sehr flexibler Dreher, der in dieser Preisklasse kaum zu schlagen sein wird. Falsch machst Du aber sicherlich mit beiden nichts - wie gesagt, den AT kenne ich leider nicht aus eigener Erfahrung. Vielleicht kann hier ein anderer User mehr beitragen. |
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Mulokaj87
Ist häufiger hier |
#3
erstellt: 13. Mai 2026, 18:36
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Danke dir nochmal für die ausführliche Einschätzung 🙂 Genau zwischen diesen Punkten bin ich aktuell tatsächlich ziemlich hin- und hergerissen. Zum einen zwischen Halbautomatik/Auto-Lift und einem komplett manuellen Spieler, weil man dort natürlich nochmal mehr Auswahl hätte. Andererseits bin ich auch ein eher gemütlicher Mensch 😄 Gerade abends nach der zweiten oder dritten Platte werde ich vermutlich eher entspannt auf dem Sofa versinken und in mich gehen 🤣 Deshalb finde ich Auto-Lift bzw. Endabschaltung schon ziemlich charmant. Vollautomatisch muss es aber nicht zwingend sein. Aktuell ist es bei mir tatsächlich so: Optisch gefällt mir der Audio-Technica am besten. Der wirkt für mich wohnlicher, eleganter und einfach irgendwie mehr nach „Musik genießen im Wohnzimmer“. Der Technics ist für mich dagegen wahrscheinlich die technisch pragmatischere bzw. rationalere Wahl — also der klassische „solide Ingenieurs-Plattenspieler“. Was mich an beiden Spielern reizt, ist aber die Möglichkeit, später unkompliziert mal unterschiedliche Tonabnehmer/Systeme auszuprobieren. Nicht, weil ich dauerhaft am Gerät selbst optimieren möchte oder ständig andere Tonarme etc. im Kopf hätte, sondern einfach aus Interesse an verschiedenen Klangcharakteren. Ich glaube nämlich, dass die Basis bei beiden für mich erstmal absolut reichen würde. Ich bin da eher pragmatisch: Wenn das Gerät schön aussieht, zuverlässig funktioniert und musikalisch Spaß macht, bin ich eigentlich glücklich 😄 Als Familienvater mit zwei kleinen Kindern und generell stressigem Alltag suche ich eher etwas, bei dem irgendwann Feierabend ist, man eine Platte auflegt und einfach Musik hört — ohne sich ständig mit Milligramm an Änderungen oder endlosen Optimierungen zu beschäftigen. Genau deshalb tue ich mich aktuell so schwer mit der Entscheidung, wohlwissend das es für den Preis fantastisch klingende und aussehende manuelle Plattenspieler gibt. |
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Klaus_N
Inventar |
#4
erstellt: 13. Mai 2026, 19:16
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Wäre ein automatischer Tonarmlift zum Nachrüsten (z.B. Audio Technica AT6006R oder Pro-Ject Q Up) eine Option? |
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Rabia_sorda
Inventar |
#5
erstellt: 13. Mai 2026, 20:02
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Beide sind sogar verwandt. Etwas geschichtlich abgeschweift: Hideo Matsushita (Audio-Technica) ist nämlich der Neffe von Konosuke Matsushita (Panasonic/Technics). Beide sind leider mittlerweile verstorben und bei Technics kann Konosuke natürlich nun keinen Einfluss mehr ausüben. Bei AT wirkt aber seit rund 30 Jahren Kazuo Matsushita, welcher der Sohn von Hideo ist und führt heute noch das Familienunternehmen. Fazit: Beides sind qualitativ gute Dreher, nur würde ich persönlich wohl zu dem Technics greifen. Die Gründe wurden schon genannt. |
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Mulokaj87
Ist häufiger hier |
#6
erstellt: 13. Mai 2026, 20:40
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Das mit der Geschichte zwischen Audio-Technica und Technics/Panasonic finde ich tatsächlich super interessant 🙂 Das wusste ich vorher überhaupt nicht. Vor allem spannend, dass Audio-Technica heute noch familiengeführt ist und damit offenbar weiterhin gewisse traditionelle Werte und Kontinuität im Unternehmen vorhanden sind. Sowas finde ich bei Firmen generell sympathisch. Und die Idee mit einem nachträglichen Tonarmlift finde ich grundsätzlich auch nicht uninteressant. Das würde ich aktuell zwar nicht direkt als feste Lösung einplanen, aber ich bin da offen und möchte mir erstmal verschiedene Vorschläge und Möglichkeiten anschauen. Falls mich irgendwann ein komplett manueller Plattenspieler wirklich umhaut, könnte so ein Lift genau die richtige Ergänzung sein. |
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Rabia_sorda
Inventar |
#7
erstellt: 13. Mai 2026, 20:51
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Das freut mich, denn solche Dinge finde ich auch sehr interessant. Andere hingegen oftmals nicht und ich werde für solche "Ausschweifungen" sogar noch angemacht - die würden ja nicht zu dem dem Thema passen und somit mehr als nur OT sein. P.S.: Noch so nebenbei eingeworfen: Toshio Iue (Sanyo/Fisher) war der Schwager von Konosuke Matsushita.... [Beitrag von Rabia_sorda am 13. Mai 2026, 20:59 bearbeitet] |
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Mulokaj87
Ist häufiger hier |
#8
erstellt: 13. Mai 2026, 21:16
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Doch, ich finde solche Dinge tatsächlich sehr interessant 🙂 Für mich gehört sowas irgendwie auch mit dazu. Klar entscheidet am Ende natürlich das Produkt selbst, aber ich merke bei mir schon, dass ich zu Marken immer auch eine gewisse Bindung aufbauen möchte ( so blöd sich das vielleicht anhört 😄 ) Ich bin generell eher jemand, der innerhalb seines Budgets lieber bewusst kauft und dann lange Freude an einer Sache haben möchte. Und da spielen für mich eben nicht nur reine technische Daten eine Rolle, sondern auch solche „Softfacts“ wie: - Geschichte der Marke - Philosophie - Tradition - Firmenkultur - wie ein Produkt insgesamt auf mich wirkt Das macht für mich am Ende oft den Unterschied, ob man etwas einfach nur besitzt oder wirklich gerne nutzt. Deshalb finde ich solche kleinen geschichtlichen Hintergründe ehrlich gesagt eher bereichernd als störend 🙂 Und genau dafür mag ich solche Foren ja eigentlich auch: nicht nur stumpf technische Daten vergleichen, sondern sich austauschen, Erfahrungen teilen und auch mal ein bisschen ausschweifen. |
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Rabia_sorda
Inventar |
#9
erstellt: 13. Mai 2026, 21:24
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Toll! Da sind wir uns ja definitv ähnlich Ich weiß so ein "unnützes Wissen" über Matsushitas Geschichte auch nur, weil ich ein absoluter Fan von Technics (bzw. Panasonic) bin. Ich selbst nutze seit knapp 40 Jahren nur Technics-Produkte und bin damit überaus zufrieden. Pioneer wäre sonst meine 2te Alternative geworden.... Übrigens hat Pioneer auch aktuelle PS anzubieten. Teilweise sind die aber älteren Technics-PS abgekupfert. |
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marantz-fan
Inventar |
#10
erstellt: 13. Mai 2026, 23:07
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Da scheinen wir wohl ganz ähnlich zu ticken, nicht nur weil wir den gleichen Verstärker benutzen... Übrigens auch was die Geschichte / Identifikation mit einem Hersteller betrifft. Noch mal zum Thema: Die beiden Dreher von AT und Technics sind wirklich prima. ABER: Bringt eine (Halb-)Automatik wirklich so viel? Ich meine allenfalls bei der letzten Platte, bei der man dann einschläft ... in allen anderen Fällen muss ich doch eh zum Plattenspieler, um die Platte zu wenden oder eine neue aufzulegen. Du würdest die Auswahl beträchtlich vergrößern, wenn auch rein manuelle Dreher in Betracht kämen.Der von mir oben schon erwähnte Thorens TD-403 liegt zwar etwas über Deinem Budget, hat aber bereits einen Tonabnehmer der 200€-Klasse montiert (Ortofon 2m Blue) und zudem einen ganz tollen Tonarm. Oder vielleicht ein Magnat MTT 990, der hat einen in dieser Preisklasse seltenen 10-Zoll-Tonarm, um noch mal einen zu nennen.
Ich wünsche viel Spaß bei der Suche! [Beitrag von marantz-fan am 13. Mai 2026, 23:09 bearbeitet] |
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Rabia_sorda
Inventar |
#11
erstellt: 13. Mai 2026, 23:32
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Ich selbst würde ja zu einem älteren, also gebrauchten PS von Technics greifen. Nicht nur, weil sie durchaus günstiger zu erstehen wären, sondern weil sie durchaus jeden Komfort bieten und sie nochmals mindestens 20 Jahre lang durchhalten. Normalerweise sind diese PS "unkaputtbar" und falls es dennoch mal zu Problemen führen sollte, dann liegt es nur (eher selten) an einer mangelhaften Wartung. Bei deren riemengetrieben PS sollte dann mal der Riemen erneuert werden und / oder ein wenig Schmierung des Plattentellerlagers/Motorlagers erfahren (nach SM vorgehen). Ich besitze seit etwa 1979 einen ungewarteten (und damals "günstigen") Technics SL-B303 und der läuft heute noch ohne Probleme. |
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Mulokaj87
Ist häufiger hier |
#12
erstellt: 13. Mai 2026, 23:52
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Ich glaube, ich habe mittlerweile auch etwas besser verstanden, warum mich Halbautomatik bzw. Auto-Lift so anspricht 🙂 Das ist bei mir gar nicht nur reine Bequemlichkeit. Ich bin einfach nicht der feinmotorischste Mensch und neige eher dazu, bei empfindlichen Dingen etwas zu verkrampfen, weil ich Angst habe, etwas kaputt zu machen. Gerade bei so einem filigranen Thema wie Tonabnehmer/Nadel gibt mir ein guter Lift einfach ein entspannteres Gefühl beim Auflegen. Dazu kommt natürlich noch der Familienalltag 😄 Ich höre Musik zwar oft ganz bewusst, aber eben auch gerne nebenbei beim Kochen, Aufräumen oder wenn mit den Kindern etwas ist. Deshalb finde ich eine Endabschaltung bzw. Auto-Lift im Alltag schon ziemlich angenehm. Genau deswegen tue ich mich aktuell wahrscheinlich auch so schwer zwischen den vielen tollen manuellen Drehern und den komfortableren Lösungen 🙂 Gebraucht würde ich grundsätzlich tatsächlich nicht ausschließen 🙂 Allerdings muss ich auch ehrlich sagen, dass der Plattenspieler bei mir nicht in einem dedizierten Hörraum stehen wird, sondern ganz normal im Wohnzimmer. Dadurch ist er für mich eben nicht nur ein Audiogerät, sondern auch ein Stück weit Möbelstück bzw. Teil des gesamten Wohnkonzepts. Deshalb suche ich schon etwas, das optisch gut mit meinen beiden Marantz-Geräten (Model 40n & CD60) harmoniert und insgesamt dieses wohnliche, hochwertige Gesamtbild unterstützt. Was mich beim Technics aktuell etwas beschäftigt: Je mehr ich mich einlese, desto häufiger stolpere ich über Themen wie: - Höhenschlag/Wobble beim Teller - Probleme bzw. Spiel beim Lifthebel - Auto-Lift-/Endabschaltungs-Themen - teilweise abgeschnittene letzte Tracks bei bestimmten LPs Ich weiß natürlich auch, dass sich solche Dinge im Internet oft sammeln und verstärken. Trotzdem zeigt es mir irgendwo auch: Der Technics hat zwar technisch/mechanisch sicherlich einige Vorteile, ist aber eben auch nicht vollkommen „perfekt“. Und genau deshalb lande ich gedanklich immer wieder beim Audio-Technica, weil mir dieser optisch einfach deutlich besser gefällt und ich das Gesamtpaket extrem stimmig finde. Meine Hoffnung war deshalb eigentlich, neben Leuten mit Technics-Erfahrung vielleicht auch jemanden zu finden, der den Audio-Technica selbst besitzt oder längere Zeit genutzt hat, damit man die beiden im Alltag etwas besser gegeneinander abwägen kann 🙂 Ursprünglich hatte ich übrigens auch mal den Pro-Ject A2 mit auf dem Schirm, weil Vollautomatik natürlich erstmal charmant klingt. Nach vielem Lesen und Videos schauen hatte ich aber irgendwann den Eindruck, dass die anderen beiden insgesamt doch die robustere bzw. langfristig sorgenfreiere Lösung wären — gerade auch durch Direktantrieb und den geringeren Wartungsaufwand im Vergleich zu einem klassischen Riemenantrieb. |
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Rabia_sorda
Inventar |
#13
erstellt: 14. Mai 2026, 00:25
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Einen PS aus der Hoch-Zeit der PS wäre sicherlich nicht verkehrt, jedoch muss man natürlich auch erwähnen, dass man somit einen "Oldtimer" besitzt. Einen Oldtimer muss man entweder selbst warten/reparieren können oder halt die Kosten für eine Wartung/Reparatur in einer Fachwerkstatt aufbringen. Ich habe den Vorteil, dass ich alles selbst ermöglichen kann (Hifi + Kfz)....(OK, liest sich gerade etwas "provokativ" ).
Dann greife zu dem welcher dir richtig erscheint! Aber hast du dir auch mal die PS von Pioneer angeschaut? |
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Mulokaj87
Ist häufiger hier |
#14
erstellt: 14. Mai 2026, 11:15
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Ich habe mir die Pioneer-Modelle inzwischen auch mal etwas genauer angeschaut 🙂 Grundsätzlich finde ich die technisch und von der Verarbeitung her schon interessant, allerdings sehe ich für meinen persönlichen Anwendungsfall aktuell keinen wirklichen Vorteil gegenüber dem Technics. Deshalb bleibt es bei mir wahrscheinlich eher weiterhin die Entscheidung zwischen dem Audio-Technica und dem Technics. Die beiden sprechen mich insgesamt einfach deutlich mehr an — jeweils nur auf eine andere Art 😄 Ich hoffe weiterhin auf spannende und persönliche Erfahrungen von Leuten, die einen der beiden Plattenspieler wirklich länger im Alltag nutzen. Vielleicht kann ich daraus ja noch den ein oder anderen Punkt für meine finale Kaufentscheidung mitnehmen 🙂 |
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8bitRisc
Inventar |
#15
erstellt: 14. Mai 2026, 13:28
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Ich werfe hier noch zwei Player von Dual ins Rennen: - CS-529BT: fernbedienbarer Vollautomat mit Riemenantrieb mit vormontierten 2m red - CS-618Q: Direktantrieb mit Halbautomatik und vormontierten 2m blue |
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Mulokaj87
Ist häufiger hier |
#16
erstellt: 14. Mai 2026, 13:56
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Der Dual CS 618Q sieht tatsächlich auch ziemlich interessant aus 🙂 Den werde ich mir definitiv nochmal genauer anschauen. Ebenso werfe ich aktuell auch den Technics SL-40CBT mit ins Rennen. Gerade optisch finde ich den durchaus spannend. Hat hier vielleicht jemand mit einem der beiden Modelle längere Alltagserfahrungen gemacht? Würde mich wirklich interessieren, wie die sich im normalen Betrieb schlagen 🙂 |
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Rabia_sorda
Inventar |
#17
erstellt: 14. Mai 2026, 16:12
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Ich wollte nur mal zeigen was es alles so gibt und technisch möglich ist: (Nein, das Video ist nicht KI-generiert, den gibt es wirklich) Mag-Lev Audio ML1 |
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Mulokaj87
Ist häufiger hier |
#18
erstellt: 14. Mai 2026, 16:28
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Absolut verrückt 😅 aber auch irgendwo sehr cool 🙂 |
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marantz-fan
Inventar |
#19
erstellt: 14. Mai 2026, 19:00
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Ups, die haben ja beide keine Halbautomatik mehr... Den Technics würde ich aber im Vergleich zum nur wenig teureren 1500C gleich von der Liste streichen. Der 1500C hat das hochwertigere Gehäuse, einen besseren Tonabnehmer und v.a. die sehr gelungene Höhenverstellbarkeit des Tonarms(!) (VTA), auf die ich nicht mehr verzichten wollte. Es macht Dich deutlich flexibler bei der Tonabnehmer-Wahl (Aufrüstmöglichkeiten). Letztendlich auch noch die von Dir so geschätzte Halbautomatik. Und das alles für nen Hunderter mehr... Der Dual gefällt mir auch sehr, hat aber leider ebenfalls keine Möglichkeit zur VTA-Einstellung. Aber vielleicht ist Dir das auch gar nicht so wichtig? In geringem Maße kann man ggfs. auch mit unterschiedlichen Tellerauflagen den VTA beeinflussen. Ansonsten spricht nicht viel gegen den Dual. |
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marantz-fan
Inventar |
#20
erstellt: 14. Mai 2026, 19:09
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Meiner Meinung nach best-buy in der Preisklasse: Thorens TD-403DD (Kundenrückläufer, justhifi)Zudem hat der TA den einzigartigen epileptischen Nadelschliff! ![]() |
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8bitRisc
Inventar |
#21
erstellt: 14. Mai 2026, 19:55
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Der TD-403DD ist ein Top-Player aber er hat keine Halbautomatik. Der Dual 618Q kommt bereits mit einem guten 2m blue daher. Der 1500c hat nur ein 2m red. |
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Klaus_N
Inventar |
#22
erstellt: 14. Mai 2026, 20:17
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Der TD402 DD hat eine automatische Endabschaltung (ohne automatische Liftfunktion) |
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Mulokaj87
Ist häufiger hier |
#23
erstellt: 15. Mai 2026, 00:08
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Ich habe mich jetzt tatsächlich für den Audio-Technica entschieden 😊 Über Kleinanzeigen habe ich einen gefunden, mit dem ich mich mit dem Verkäufer einigen konnte. Ich hole ihn morgen für 400 € ab, was ich ehrlich gesagt für einen ziemlich fairen Preis halte. Zudem ist die Originalrechnung dabei und der Plattenspieler hat noch sechs Monate Garantie. Die Ersparnis gegenüber einem neuen Technics oder anderen Kandidaten investiere ich dann lieber später noch in eine hochwertige Shibata-Nadel – entweder direkt von Audio-Technica oder vielleicht auch mal Richtung Nagaoka, was ich ebenfalls sehr spannend finde. Ich denke, damit habe ich für mein Budget am Ende ein wirklich rundes Gesamtpaket gefunden: hochwertiger Direkttriebler, komfortable Bedienung, wohnzimmertaugliche Optik und trotzdem genug Potential nach oben 😊 Zum Thema Nadel/Tonabnehmer werde ich wahrscheinlich dann nochmal einen eigenen Beitrag eröffnen 😊 Da würde ich gerne nochmal etwas brainstormen und von euren Erfahrungen profitieren, gerade was Shibata, Nagaoka & Co. angeht. Vielen Dank auf jeden Fall an alle für die vielen Meinungen, technischen Erklärungen und auch die kleinen Ausschweifungen zwischendurch. Genau dafür mag ich solche Foren eigentlich. [Beitrag von Mulokaj87 am 15. Mai 2026, 00:10 bearbeitet] |
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Mulokaj87
Ist häufiger hier |
#24
erstellt: 15. Mai 2026, 00:14
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Kurzer Nachtrag: Hätte ich am Ende den regulären Neupreis zahlen müssen, wäre ich vermutlich eher beim Technics SL-1500C gelandet, auch wenn mir der Audio-Technica optisch persönlich besser gefällt. Das technische Gesamtpaket vom Technics ist für den Preis schon extrem stark. Dadurch, dass ich den LP8X jetzt aber für weniger als die Hälfte bekommen habe, bin ich mit dem Gesamtpaket aus Technik, Optik, Komfort und Preis wirklich sehr zufrieden 😊. Fühle mich mit dem Preis für den Plattenspieler auf jeden Fall sehr viel wohler, weil ich ja nicht nur ausschließlich Schallplatte höre, sondern auch sehr viel CD, Streaming und sogar noch Tapes. [Beitrag von Mulokaj87 am 15. Mai 2026, 00:17 bearbeitet] |
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dialektik
Inventar |
#25
erstellt: 15. Mai 2026, 00:21
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An erster Stelle kommen bei einem Plattendreher für den Klang der Tonabnehmer mit Nadel Wenn es nicht gerade ein Plaste-Dreher von Tchibo, Ikea oder ... ist. |
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8bitRisc
Inventar |
#26
erstellt: 15. Mai 2026, 11:33
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Und wenn er bei dir steht, dann berichte mal über das Gerät. Man findet bisher wenig Erfahrungsberichte zum AT-LP8X. |
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Mulokaj87
Ist häufiger hier |
#27
erstellt: 15. Mai 2026, 13:14
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Das mit dem Tonabnehmer bzw. der Nadel ist mir natürlich bewusst 😊 Genau deshalb freue ich mich eigentlich umso mehr, dass ich mit dem LP8X für 400 € eine aus meiner Sicht sehr solide und hochwertige Basis gefunden habe und trotzdem noch genug Budget übrig bleibt, um später individuell upzugraden – und natürlich auch um Musik zu kaufen 😄 Genau das habe ich heute übrigens direkt gemacht und im örtlichen Plattenladen noch zwei neue LPs mitgenommen. Insgesamt also wirklich ein rundum gelungener Tag 😊 Ich werde den Spieler in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten natürlich ausführlich testen und mich mit einem ersten Eindruck auf jeden Fall diese Woche nochmal hier melden. Vielleicht hilft das ja auch anderen, die bisher noch wenig Erfahrungen zum AT-LP8X finden konnten. |
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Mulokaj87
Ist häufiger hier |
#28
erstellt: 15. Mai 2026, 21:00
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Ich habe jetzt die ersten Stunden gehört, bevor ich aber meinen klanglichen Ersteindruck schildere, schon mal ein paar grundsätzliche Dinge zum Spieler selbst 😊 Vorweg vielleicht noch wichtig: Ich hatte vorher einen Denon DP-47F und war dementsprechend meiner Meinung nach schon einen guten und hochwertigen Plattenspieler gewohnt. Der Audio-Technica wirkt in echt aber noch einmal deutlich schöner als auf Bildern. Insgesamt wirklich sehr hochwertig und massiv gebaut. Auch die Bedienung gefällt mir bisher extrem gut. Die Tasten lassen sich sauber und satt drücken, fühlen sich durch das metallische Finish hochwertig an und vermitteln insgesamt einfach ein gutes Gefühl bei der Bedienung. Besonders überrascht haben mich die Gerätefüße. So gute Füße habe ich im Serienzustand ehrlich gesagt selten gesehen. Sehr flexibel, gut gedämpft, höhenverstellbar und auch optisch/materialtechnisch wirklich hochwertig. Sowas hätte ich mir fast schon für meine Marantz-Geräte gewünscht 😄 Auch die Haube macht einen sehr guten Eindruck. Schön clean mit dem zentralen Logo oben und seitlich jeweils kleinen schwarzen Gummielementen, die optisch gut integriert sind und gleichzeitig verhindern, dass die Haube hart aufliegt. Das mitgelieferte Cinch-Kabel wirkt ebenfalls hochwertig und massiv, die Anschlüsse sind vergoldet und erinnern optisch fast an Hicon-Stecker. Ich lade später noch ein paar Bilder in meine Galerie hoch, damit ihr auch einen optischen Eindruck bekommt 😊 Der musikalische Ersteindruck folgt dann im Laufe des Wochenendes. Bilder LP8X |
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8bitRisc
Inventar |
#29
erstellt: 15. Mai 2026, 23:33
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Dein AT-LP8X sieht wirklich top aus. Ich habe mich vor einiger Zeit mal für den MTT-990 von Magnat interessiert welcher von der Optik vergleichbar ist. Allerdings hat der Magnat keine Halbautomatik. |
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Rabia_sorda
Inventar |
#30
erstellt: 16. Mai 2026, 12:19
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Meinen Glückwunsch zu dem AT-LP8X |
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Mulokaj87
Ist häufiger hier |
#31
erstellt: 16. Mai 2026, 15:53
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Vielen Dank 🙏🏼 So, hier jetzt mal mein erster richtiger Klang- und Gesamteindruck zum LP8X und vor allem auch zum mitgelieferten AT-VM95E 😊 Vorweg vielleicht noch wichtig zur Einordnung: Ich komme vom Denon DP-47F mit Denon DL-110. Dementsprechend bin ich klanglich schon ein etwas höherwertigeres und vor allem musikalisch/wärmer abgestimmtes System gewohnt. Ich glaube, genau deshalb fallen mir gewisse Unterschiede überhaupt auf. Ich habe zum Testen bewusst sehr unterschiedliche Musik gehört: Hip-Hop, R&B, Soul, viele 80er-Alben und allgemein eher musikalische Produktionen. Mein Eindruck vom AT-VM95E ist, dass es insgesamt sehr ausgewogen abgestimmt ist. Ich würde es weder als kühl noch warm, weder als höhen- noch basslastig bezeichnen. Für mich persönlich fehlt bei vielen Musikrichtungen aber ein kleines bisschen mehr Volumen, Wärme und auch etwas mehr Auflösung bzw. dieses gewisse „musikalische Etwas“. Interessant war aber, dass es bei manchen Alben plötzlich extrem gut gepasst hat. Beispielsweise bei Lorde – Heroin hat das System für meinen Geschmack wirklich sehr rund und stimmig performt. Kein Gefühl, dass man mit einem günstigen System unterwegs ist. Ich glaube ehrlich gesagt, dass Audio-Technica das VM95E ziemlich clever abgestimmt hat. Gerade für Menschen mit breitem Musikgeschmack könnte das fast ein perfekter Allrounder sein. Es erinnert mich ein wenig an die Philosophie eines neutral abgestimmten Studiokopfhörers – nur eben als Tonabnehmer umgesetzt. Wenn man den Preis bedenkt, muss man wirklich sagen: Chapeau Audio-Technica. Das wirkt insgesamt sehr stark durchdacht und für den Preis umgesetzt. Für meinen persönlichen Geschmack werde ich mir zum aktiven und bewussten Hören aber wahrscheinlich etwas in Richtung Nagaoka oder AT-VM95SH holen. Nicht weil das VM95E schlecht wäre – ganz im Gegenteil. Aber meine restliche Kette geht einfach eher in Richtung „warm und musikalisch“. Egal ob Marantz CD60, Model 40n oder Dynaudio Evoke 20 – wenn man über diese Komponenten recherchiert, fallen genau diese Begriffe sehr häufig. Ich bin zwar erst 39, aber meine frühere Bowers-&-Wilkins-Phase mit sehr präsenten Höhen ist definitiv vorbei 😄 (Wobei das VM95E übrigens absolut nicht unangenehm oder spitz spielt.) Das VM95E werde ich trotzdem definitiv behalten. Gerade diese neutrale, ausgewogene Abstimmung finde ich für manche Genres und Alltagssituationen sogar ziemlich clever. Hintergrundmusik, Gartenabende, Familienalltag oder einfach entspannt Musik laufen lassen – genau dafür sehe ich das System auch langfristig perfekt geeignet. Meine Anlage steht schließlich mitten im Wohnzimmer und ist Teil unseres Familienalltags. Zum LP8X selbst: Würde ich ihn empfehlen? Ganz klar ja. Für mich bekommt man hier eine sehr hochwertige Basis mit toller Verarbeitung, sinnvoller Ausstattung und gleichzeitig die Möglichkeit, über das VM-System relativ unkompliziert seinen persönlichen Klanggeschmack zu finden, falls einem das mitgelieferte System zu neutral abgestimmt ist. Und zum Schluss vielleicht noch ein kleines Feedback zur Halbautomatik: Ich komme ursprünglich von einem vollautomatischen Plattenspieler und muss im Nachhinein sagen, dass die Halbautomatik für mich persönlich wahrscheinlich die perfekte Mischung darstellt. Vollautomatisch war im Alltag fast schon „zu bequem“, fast wie eine CD einzulegen. Jetzt habe ich mit Lift und Endabschaltung immer noch Komfortfunktionen, aber gleichzeitig deutlich mehr Vinyl-Feeling. Gerade weil ich feinmotorisch nicht der Geschickteste bin, passt das für mich aktuell perfekt zwischen manuell und vollautomatisch. Da war ich vorher wirklich unsicher, ob ich mit einem manuellen Spieler glücklich geworden wäre. Vielleicht irgendwann mal – aber für meine aktuelle Lebenssituation und Hörgewohnheiten war das hier absolut die richtige Entscheidung 😊 Ich hoffe ich konnte mit meinem sehr persönlichen Feedback den ein oder anderen zur Entscheidung helfen 🙂 |
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Rabia_sorda
Inventar |
#32
erstellt: 16. Mai 2026, 16:16
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Ich fand das günstige "Brot- und Butter"- System von AT in den 90er-Jahren klanglich schon sehr gut. Damals habe ich öfter mal bei den Dingern zugeschlagen und für die damals aufgerufenen Preise für andere Systeme lag der AT bei nur ca. 30 DM. Erst ab etwa 150 DM konnten andere mithalten (meine Erfahrungen). |
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Mulokaj87
Ist häufiger hier |
#33
erstellt: 16. Mai 2026, 16:36
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Das kann ich mittlerweile total nachvollziehen – gerade auch mit Blick auf die Historie von Audio-Technica 😊 Wenn die anderen Nadeln innerhalb des Systems genauso überperformen wie schon das „kleine“ VM95E, dann bin ich wirklich gespannt, welche Erfahrungen ich mit dem Dreher und der Plattform noch machen werde. Die Shibata wird bei mir kurzfristig wahrscheinlich definitiv kommen. Aber wie das bei Hobbys so ist, wird es vermutlich nicht die letzte Nadel bleiben 😄 Vielleicht auch noch interessant für manche, die gerade selbst in der Entscheidungsphase sind: Ein ganz wichtiger Punkt für den Audio-Technica war für mich tatsächlich dieses flexible VM-System. Dass man die Nadeln einfach per Plug & Play wechseln kann, ohne den kompletten Tonabnehmer neu montieren oder ausrichten zu müssen, finde ich im Alltag extrem angenehm. Und ehrlich gesagt ging es mir dabei nicht nur um Komfort oder Klangabstimmung, sondern auch um das Thema Alltag und langfristige Kosten. Als Familienvater mit HiFi-Anspruch, bei dem aber gleichzeitig den ganzen Tag irgendwo Musik läuft, egal ob Vinyl, CD oder Streaming, wollte ich bewusst ein zuverlässiges und langfristig bezahlbares System haben. Wenn eine Nadel irgendwann verschlissen ist oder doch mal etwas passiert, kann man hier relativ entspannt reagieren, ohne direkt Summen auszugeben, die weh tun. Gerade heutzutage mit Familie, Kindern und allgemeinen Lebenshaltungskosten war mir wichtig, dass das Hobby zwar hochwertig sein darf, aber nicht finanziell dominant wird. Und genau deshalb finde ich deine Erfahrungen aus den damaligen DM-Zeiten eigentlich so spannend. Das bestätigt für mich nur, dass Audio-Technica diese Philosophie scheinbar wirklich seit Jahrzehnten verfolgt: sehr gute Qualität zu fairen Preisen und technisch clevere, alltagstaugliche Lösungen. Und ehrlich gesagt merkt man das dem aktuellen System meiner Meinung nach auch heute noch an 😊 [Beitrag von Mulokaj87 am 16. Mai 2026, 16:44 bearbeitet] |
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Rabia_sorda
Inventar |
#34
erstellt: 16. Mai 2026, 17:04
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Ich würde mich dabei aber auch nicht sehr wundern, wenn sie damals auch einiges an Know-how von Technics bekommen haben. Zumal Technics ja schon lange mit Plattenspielern/TA-Systemen "herummachte" und für AT die familiäre Nähe sicherlich dabei förderlich war. AT hatte ihre Systeme womöglich günstiger auf den Markt geworfen, damit Käufer auch mal zu ihren "unbekannten" Produkten greifen. |
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8bitRisc
Inventar |
#35
erstellt: 16. Mai 2026, 19:44
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Was ich nicht verstehe, daß man einen Denon DP-47F gegen einen neuen Player austauscht. Der Denon ist schon ein ziemlich feines Teil mit dem Dynamic Servo Tracer-Tonarm. Und dann auch noch vollautomatisch wobei Tonarm von Hand in Richtung Einlaufrille schwenken sicherlich auch möglich ist. Oder macht dein Denon Probleme. Dann wird es evtl. schwierig mit einer Reparatur. |
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Rabia_sorda
Inventar |
#36
erstellt: 16. Mai 2026, 20:05
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Die Frage hatte ich mir tatsächlich auch gestellt Aber wie sagt man doch bei unserem Hobby so schön: Jedem Tierchen sein Pläsierchen.... |
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Rabia_sorda
Inventar |
#37
erstellt: 16. Mai 2026, 20:15
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Da fällt mir gerade was ein .... Vor Jahren wurde ich hier mal ausgelacht, dass ich meinen Technics SL-B303 als einen "Vollautomaten" angesehen habe. Dies wurde also belächelt und somit verneint. Das habe ich bis heute noch nicht verstanden. Für mich ist ein vollautomatischer-Plattenspieler ein Plattenspieler, woran man einfach eine LP per einer "Start-/Stopp"-Taste starten + stoppen kann und daran alles selbständig abläuft. Eine Halbautomat ist für mich ein Plattenspieler der nur den Antrieb stoppt und im besten Falle noch den Tonarm zurückführt. Habe ich da einen Denkfehler und falls ja, dann welchen? |
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Mulokaj87
Ist häufiger hier |
#38
erstellt: 16. Mai 2026, 20:32
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Die Frage habe ich mir tatsächlich selbst auch lange gestellt 🙂 Und ganz ehrlich: Der Denon ist technisch bis heute ein wirklich spannender und guter Plattenspieler. Der Servo-Tracer-Tonarm ist beeindruckend, gerade wenn alles sauber funktioniert. Bei mir kamen aber mehrere Dinge zusammen: Zum einen hat meine Tochter leider das DL-110 beschädigt 😅 Dadurch stand sowieso die Frage im Raum, ob ich wieder ein neues System kaufe. Und wenn man ehrlich ist: Ein neues DL-110 oder allgemein ein hochwertiger Ersatz wäre auch nicht gerade günstig geworden. Gleichzeitig hatte ich schon länger den Gedanken im Kopf, irgendwann mal einen moderneren und optisch zeitgemäßeren Plattenspieler zu haben — und damit meine ich ausdrücklich nicht die Technik des Denon schlechtzureden. Die ist selbst heute noch beeindruckend. Mir ging es eher um: * moderne Wohnraumoptik passend zum Rest * einfachere Zukunftssicherheit ( Garantie und. Co ) * modulare Tonabnehmer-/Nadellösungen ( Da technisch nicht begabt ) Dazu kam dann einfach das gute Angebot: Ich konnte den Denon trotz defektem DL-110 noch für einen sehr guten Preis verkaufen und habe den LP8X quasi 1:1 dagegen getauscht, inklusive Restgarantie und funktionierendem System. Und ja 😄 Ich weiß natürlich, dass in HiFi-Foren bei „schöner Optik“ schnell die Vermutung kommt: „Die Frau wollte den hübscheren Spieler.“ Da muss ich aber direkt den Zahn ziehen 😄 Ich bin bei uns tatsächlich die treibende Kraft beim Thema Einrichtung und mag neben guter HiFi eben auch schönes Interieur, ein guten Gin, Design und wohnraumfreundliche Geräte. Und um auch etwas realistischer auf den Denon zu schauen: Der Servo-Arm ist klasse ( solange er funktioniert ). Aber am Ende steckt die Technik eben auch in relativ dünnem MDF mit glänzenden Folienfurnier und einfachen Kunststofffüßen. Das schmälert die Leistung nicht, ordnet den „Legendenstatus“ aber vielleicht etwas ein 😉 Und vielleicht die größte Überraschung für manche: Zwischen dem LP8X mit dem serienmäßigen VM95E und dem Denon mit DL-110 liegen klanglich nicht die Welten, wie man sie sich anhand mancher Diskussionen manchmal vorstellen würde. Ja, Unterschiede sind hörbar, absolut. Aber vieles ist am Ende auch Charakteristik und persönliche Abstimmung 🙂 Und ich bin ehrlich gesagt ziemlich überzeugt davon, dass ich mit der bereits bestellten VM95SH-Shibata-Nadel am Ende neben all den genannten Vorteilen vermutlich sogar die insgesamt höhere Klangqualität erreichen werde 🙂 |
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Mulokaj87
Ist häufiger hier |
#39
erstellt: 16. Mai 2026, 20:38
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@Rabia_sorda Vollautomatik beim Denon hieß ja nicht nur Start und Stop 🙂 Der DP-47F konnte schon deutlich mehr als viele klassische Vollautomaten: - Tonarm per Tastensteuerung bewegen - elektronisches Anheben/Senken - Repeat-Funktion - automatische Erkennung der Plattengröße usw. Da steckt schon extrem viel Technik drin und genau deshalb hatte das Gerät für mich teilweise fast schon etwas von einem CD-Player. Schallplatte auflegen, Knopf drücken und der Rest lief quasi alleine 😄 Solange alles funktioniert, ist das natürlich beeindruckend und komfortabel. Ich persönlich merke aber gerade, dass mir die Halbautomatik des LP8X aktuell unglaublich gut gefällt, weil das Medium Vinyl dadurch wieder etwas mehr Ritualcharakter bekommt. Man setzt die Nadel selbst auf, beschäftigt sich bewusster mit dem Hören, hat aber trotzdem noch Komfortfeatures wie Endabschaltung und automatischen Lift. Für mich ist das momentan ehrlich gesagt der perfekte Mittelweg 🙂 Und ich muss auch offen sagen: Ich bin technisch absolut nicht begabt 😅 Der Denon war damals sogar schon einmal im HiFi-Laden zur Wartung. Ich selbst kann weder reparieren noch großartig basteln. Mir fehlt dafür sowohl das Talent als auch ehrlich gesagt die Geduld 😄 Deshalb war für mich die Überlegung irgendwann auch: Möchte ich nochmal Geld in ein neues System für den Denon investieren und gleichzeitig hoffen, dass die restliche komplexe Technik noch viele Jahre problemlos läuft oder gehe ich auf eine modernere, für mich entspanntere Plattform? Und genau da passt der LP8X für meine aktuelle Lebenssituation einfach ziemlich gut 🙂 Ob der so lange überlebt wie Denon? Keine Ahnung 😅 aber wir schauen mal, was die Zukunft bringt 😊 |
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Rabia_sorda
Inventar |
#40
erstellt: 16. Mai 2026, 20:44
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Eigentlich galt meine Frage mehr der Allgemeinheit. Wie kann man da differenzieren? Ich meine, dass man meinen Technics zu den Vollautomaten zählen kann. Irre ich mich da wohl ? Übrigens kann mein Technics auch die Plattengröße erkennen, hat Repeat und auch einen Tonarm-Lift von "Außen". Aber dies sind alles nur "Features" und es war somit nicht die grundsätzliche Frage. [Beitrag von Rabia_sorda am 16. Mai 2026, 20:52 bearbeitet] |
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Mulokaj87
Ist häufiger hier |
#41
erstellt: 16. Mai 2026, 20:52
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Ah okay 😄 dann hatte ich deine Frage tatsächlich etwas zu sehr auf meinen Denon bezogen. Sorry ✌🏼 |
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Rabia_sorda
Inventar |
#42
erstellt: 16. Mai 2026, 20:55
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Kann passieren (ist ja auch dein Thread ).Hab nun etwas OT reingeworfen.... Dennoch wäre ich an einer Antwort interessiert. |
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dialektik
Inventar |
#43
erstellt: 16. Mai 2026, 21:03
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Natürlich ist der ein Vollautomat nach Beschreibung im HiFi-Wiki, wer behauptet denn das Gegenteil? Ein Vollautomat kann den Tonarm zum Plattenanfang führen und absetzen und am Plattenende zumindest den Tonarm abheben und stoppen und die mir bekannten haben ihn auch zurückgeführt. Plattengröße erkennen und Repeat... sind Zusatzfeatures |
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Mulokaj87
Ist häufiger hier |
#44
erstellt: 16. Mai 2026, 21:09
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Für mein empfinden ist das auch ein Vollautomat. |
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Rabia_sorda
Inventar |
#45
erstellt: 16. Mai 2026, 21:15
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Nun, das ist jetzt etliche Jahre her und ich kann dazu kein Mitglied mehr nennen. Es kam mir nur damals sehr seltsam vor, dass das "uralte" Mitglied (und somit wohl auch etwas betagter) sich darüber lustig machte und mich für blöd erklärte. Da er anscheinend doch etwas "betagter" war, bin ich darauf gar nicht mehr eingestiegen und hatte es so hingenommen. Nunja, durch euren Bestätigungen scheint es wohl so, dass ich doch nicht falsch lag |
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dialektik
Inventar |
#46
erstellt: 16. Mai 2026, 21:19
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Vielleicht meinte der mutmaßlich "Betagte", dass ein Vollautomat auch Plattenwechseln können müsste Ich bin heute auch "betagt" und mit Dual-Automaten mit Wechslern aufgewachsen |
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Rabia_sorda
Inventar |
#47
erstellt: 16. Mai 2026, 21:23
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Wechsler ..... ja richtig, ich erinner mich jetzt noch, dass er zu "Vollautomaten" Wechsler erwähnte ... Wo wir gerade bei ... Tomaten sind ..... meine Pizza ist gerade geliefert worden |
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hpkreipe
Inventar |
#48
erstellt: 16. Mai 2026, 21:39
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Für mich ist das eindeutig: Manuell: Einschalten mit der passenden Drehzahl - per Hand Aufsetzen der Nadel per Hand, wenn der Tonarm dabei einen manuell zu bedienenden Lift hat, ist das trotzdem nicht automatisch. Am Ende der Seite passiert nichts. Der Tonarm muss mit dem Lift per Hand angehoben werden und der Plattenspieler auch aktiv ausgeschaltet werden, sofern der nicht ununterbrochen läuft. Halbautomatik. Der Plattenspieler muss eingeschaltet werden und die Drehzahl passend zur Platte selber gewählt werden. Der Tonarm mit der Nadel wird per Hand in die Rille gesetzt, ein manueller Lift hilft dabei. Am Ende der Pkatte stoppt der Plattenspieler den Antrieb, für mich gehört das Anheben des Tonarms dazu - muss aber nicht. Automatik: Der Plattenspieler verfügt über eine Start und Stop Funktion. Vorwahl der Plattengröße kann notwendig sein, wenn es keine Erkennung gibt - dazu dann auch das Übersteuerten der Geschwindigkeitsvorwahl. Mit der Auswahl der Startfunktion bewegt sich der Tonarm automatisch an den Anfang der LP und der Plattenspieler startet mit der richtigen Geschwindigkeit. Diverse Zusatzfunktionem auch Fernbedienungen und Titelsprung kann es geben - muss aber nicht. Am Ende der Platte stoppt der Plattenspieler. Der Tonarm muss nicht angehoben werden und muss auch nicht automatisch in die Ausgangsposition. Ich würde das aber erwarten - mit der Bewegung bis in die Ausgangsposition und auch, dass man die LP direkt wieder von vorne abgespielt werden kann - also in einer Art Endlosschleife geschickt werden kann, hier könnte auch eine Plattenwechslerfunktion nett sein. Ich hoffe, nichts vergessen zu haben. |
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Rabia_sorda
Inventar |
#49
erstellt: 16. Mai 2026, 21:53
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Deine Hinweise deuten dann darauf, dass ich (immer noch) einen Vollautomaten besitze |
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... das meine ich tatsächlich ernst, der eingebaute PhonoPre ist nämlich so gut, dass Du Dir um einen externen erst mal keine Gedanken machen musst. Bei MM-Systemen musst Du lediglich ein wenig auf die Kapazität achten (die Eingangskapazität der Marantz-Vorstufe liegt bei 220pF), Du kannst aber bspw. auch sehr gut High-Output MC-Systeme mit niedriger Ausgangsspannung einsetzen, da der Marantz eine hohe Eingangs-Empfindlichkeit hat und super wenig rauscht! Zumindest der 1500C hat aber auch einen eigenen Phono-Entzerrer an Bord, den Du aber in Verbindung mit dem Marantz eigentlich nicht bräuchtest.
... in allen anderen Fällen muss ich doch eh zum Plattenspieler, um die Platte zu wenden oder eine neue aufzulegen. Du würdest die Auswahl beträchtlich vergrößern, wenn auch rein manuelle Dreher in Betracht kämen.
).








