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[Baubericht] Heimkinobau "Binaptikum"

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binap
Inventar
#1 erstellt: 23. Mrz 2012, 19:37
[Baubericht] Heimkinobau "Binaptikum"

Binaptikum_Trailer1_521

11_2015_9

Einleitung
Die Ausgangslage (01.05 2009)
Decke und Wohnraumfenster
Das Schließen der Decke und der Bau des Grundgerüsts der Abkofferung (04.05.2009)
Decke verspachteln und Podestgrundgerüst (24.05.2009)
Behandlung der Kinowände und Absorberbau (31.05.2009)
Behandlung der Kinowände und Absorberbau (Fortsetzung) (31.05.2009)
Das Absorbermaterial ist endlich da (03.06.2009)
Heizungsdemontage (07.06.2009)
Ermittlung der Erstreflexionen der Fronts an Wänden und Decke (11.06.2009)
Deckenoptimierung, Tapezieren und Podestarbeiten (28.06.2009)
Die Decke bekommt Farbe (30.06.2009); Der Isover-Tag: Das Podest bekommt seine Füllung (12.07.2009); Die Kantenabsorber
Die Deckenabsorber (19.07.2009)
Die Frontwand, Abriss über Hygrometer und Raumluftentfeuchter (26.07.2009)
Bau der Frontwand (05.08.2009); Auf Teppichsuche; Die Front bekommt "Farbe"
Podest-Teppich und Bestuhlung 2.Reihe (09.08.2009)
Minipodest und Bestuhlung 1.Reihe (12.08.2009)
Verkleidung der Abkofferung (17.08.2009)
Bau der Beamerhalterung (05.09.2009)
Der Einbau des Ikea-Regals
Juchuu, der Teppich ist drin (12.09.2009)
Diverses (Abkofferung, Absorberbau, etc.) (18.09.2009)
Einbau des Lichtschlauchs und Fertigstellung der Front (27.09.2009)
Installation der Rollo-Leinwand (28.09.2009)
Der Rückschlag (30.09.2009); Der erste Testlauf (01.10.2009); Leidiges Thema Schallschutz... (07.10.2009); Weiterbau der Abkofferung (11.10.2009); Der Einbau der Spotbeleuchtung
Dokumentation Absorberbespannung (13.10.2009)
Bestandsaufnahme (12.12.2009)
Das Dilemma mit der Schallschutztür (15.12.2009)
Fertigstellung des Hochregals (04.01.2010)
Der Einbau der schallhemmenden Tür (05.01.2010)
Bodenschiene und Schließzylinder für die Schallschutztür (08.01.2010)
Podestarbeiten: Seitliche Teppichverkleidung und Montage der Trittleisten (20.01.2010)
Fertigstellung der Abkofferung hinter der Tür (23.01.2010); Absorber als Kabelabdeckung (07.02.2010)
Der Umzug des Spectral Racks (29.06.2010)
Lichtschlauch kaputt... (28.08.2010); Licht aus / Licht an (Exkurs)
Installation des Kinect-Sensor und Kinect-Test (17.11.2010)
Der Stellplatz für den Subwoofer (22.11.2010)
Der Subwoofer bekommt ein neues Gewand (28.11.2010)
Das Projekt "Harmony" (05.01.2011)
Veröffentlichung des Binaptikums im BluLife-Magazin 03/2012 des bluray-disc.de-Portals (04.10.2012)
Veröffentlichung des Binaptikums in der Zeitschrift AUDIOVISION 11/2012 in der Rubrik "Leseranlage" (11.10.2012)
Exkurs: Absorberdicke und Wirksamkeit (17.10.2012)
DSPeaker Anti-Mode 8033 Cinema (07.11.2012)
Mein neues Spielzeug ist eingetroffen oder auch Wie schließt man drei Tuner an ein SAT-Kabel an (30.12.2012)
Harmony-Konfiguration, die Zweite - oder Wie implementiere ich ein Gerät, was eigentlich zuviel ist... (21.01.2013)
Harmony-Konfiguration, die Dritte - oder Warum sind Sat-Receiver immer so störrisch (23.01.2013)
Erste Smartphone-App von THX (30.01.2013)
Der wandernde Sub (17.03.2013)
Binaptikum durchfeuchtet (05.06.2013)
Binaptikum wieder einsatzbereit (07.07.2013)
Die dauerhafte Ankopplung des Heco Phalanx 12A an seinen Standsockel (05.08.2013)
Mein neues Schätzchen (Xtreamer Ultra 2) (27.08.2013)
Das Wohnzimmer bekommt sein erstes Update (10.02.2014)
Das Wohnzimmer bekommt neue Front-Lautsprecher (12.06.2014)
Das Wohnzimmer bekommt einen neuen Center-Lautsprecher (22.06.2014)
Darbee Darblet DVP 5000 - bringt mir das was? (20.07.2014)
Das Darbee Darblet DVP 5000 ist getestet und gekauft - ein beeindruckender HDMI Video Enhancer (24.07.2014)
Das Binaptikum bekommt seine lange gesuchten Getränkehalter (11.09.2014)
Getränkehalter zum Zweiten - Der Besuch des großen Mannes (11.02.2015)
Binaptikum-Ton-Update - Neue Fronts Jamo Concert 11 (18.03.2015)
Binaptikum-Bild-Update - 3D-Beamer SONY VPL HW 40 ES (26.03.2015)
Die Harmony 1100 geht in Rente - Das Einrichten der Logitech Harmony Ultimate (22.04.2015)
Einbau der Decken-Diffusoren im Heimkino-Rückraum (01.05.2015)
Neuer Blu-ray-Player Panasonic DMP BDT700 (06.05.2015)
Einbau der IR-Erweiterung für den 3D-Betrieb (externer 3D-Sync-Sender TMR-PJ2) (11.05.2015)
Getränkehalter zum Dritten - Umbau und Optimierung (19.05.2015)
Erweiterung der Deckendiffusorfläche im Rückraum (12.07.2015)
Mein 3D-Brillen-Arsenal: Sony TDG-PJ1 und XpanD X105 (13.07.2015)
Ein neuer Subwoofer zieht ein: SVS PB 2000 (08.08.2015)
Mein neues Movie-Collectables-Präsentationsregal (28.11.2015)
Endlich eine Türverkleidung: Han Solo in Carbonite (28.02.2016)


Einleitung

Hallo Heimkino-Begeisterte und die es noch werden wollen,

da ich nun mehrfach sehr postives Feedback bezüglich meines Keller-Heimkinos bekommen habe und auch die Frage nach mehr Informationen bzw. Bildern aufkam, möchte ich hier in diesem Thread die Entstehung nachträglich dokumentieren. Vieleicht läßt sich der ein oder andere dadurch inspirieren, ein ähnliches Projekt in Angriff zu nehmen.

Eine vorausgehende Planung mit ausgeklügelter 3D-Animationssoftware und unfangreichen Berechnungen und Detailskizzen hat übrigens nicht stattgefunden und dies war mir ehrlich gesagt auch viel zu aufwendig. Ich hatte eigentlich die ganze Zeit über lediglich einen Zettel mit den Raummaßen und einer kleinen Bleistift-Skizze, wie man die Decken-Abkofferung für die Beleuchtung mit möglichst wenig (der vorhanden) Holzteilen aufbauen könnte. Auch bin ich kein Schreiner oder Handwerker, eher ein Bürohocker, der aber nicht unbedingt zwei linke Hände hat. Holzlatten, ein paar Holzbalken sowie zwei Packen Dämm-Mineralwolle waren eh noch vom Hausbau übrig. Stichsäge, Handkreissäge und Bohrmaschine sind neben normalen Standardwerkzeug ebenfalls vorhanden; das einzige was ich zusätzlich angeschafft habe, war ein Elektro-Tacker (ein Muss!!). Und dann braucht man nur viel Zeit, Elan und notwendigerweise das Verständnis von der Frau, wenn man mal wieder hämmernd und sägend stundenlang in den Keller abgetaucht ist...

Mit Akustikmessungen habe ich (bisher) ebenfalls nichts am Hut und einfach nur das umgesetzt, was meiner Meinung nach Sinn machen könnte. Deshalb besteht auch kein Anspruch auf vollständige Sinnhaftigkeit mancher Details. Verbesserungspunkte gibt es natürlich immer, da ein "Heimkino" generell nicht fertig werden kann und dauerhaft optimiert werden muß.

Hier nochmals, wie auch im anderen Thread bereits beschrieben, der aktuelle Status des "Binaptikums".

Grundriss des Binaptikums
Grundriss

Lautsprechersystem als 7.1 Aufbau:
Fronts: 2 x Jamo Concert 11 (Jamo D870) (2)
Center: Jamo Center Concert (D8CEN) (3)
Surround: 2 x Jamo D8SUR (Dipol/Bipol) (4)
Surround Back: 2 x Jamo D8SUR (Dipol/Bipol) (5)
Subwoofer: SVS PB 2000 mit 12" Treiber, 17 - 260 Hz +/- 3 dB, 500 Watt Dauerleistung (1100 Watt Peak)(6)

Verstärkung:
Main/Rear: Harman Kardon AVR 8500 THX Ultra (Endstufen aufgetrennt und Nutzung als 5-Kanal-Endstufe)
Rear Surround; Harman Kardon PA2000 (Nutzung als 2 Kanal-Endstufe für die Rear Surrounds),
Vorstufensektion: Onkyo TX-NR 809 (Nutzung als 7.1-Vorstufe)

Projektion und Leinwand:
Beamer: Sony VPL HW40 ES (1080p, 3D) (7)
Externer 3D-Sync-Sender: Sony TMR-PJ2 (11)
3D-Brillen: 5 x Sony TDG-PJ1 (IR), 2 x XpanD X105 (IR)
Video-Prozessor: Darbee Darblet DVP 5000 HDMI Video Enhancer
Leinwand: Grobi Pro Rollo 270cm, Rolloleinwand 16:9 Format, sichtbarer Bildbereich 265 x 150 cm, Gain 1,0 (1)

Einzelkomponenten:
Sat-Receiver 1: HDTV-Receiver Kathrein UFS-912 mit TitanNit 1.69 (1080i)
Sat-Receiver 2: HDTV-Receiver GigaBlue HD 800 Quad mit OpenATV im Flash (1080p)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (1080p)
Blu-ray-Player 3D: Panasonic DMP BDT700 (1080p)
Multimedia 1: HTPC Xtreamer Ultra 2 (Boot von SSD: OpenElec/XBMC mit Backrow-Skin, 1080p)
Multimedia 2: Xbox 1 mit XBMC (720p)
Multimedia 3: Xbox 360 + Kinect (1080p)
Multimedia 4: Sony PS3 Slim (1080p)
Multimedia 5: Apple TV, Version 3 (1080p)
Multimedia 6: Amazon Fire TV 2 (1080p)

Heimkinosteuerung
Universalfernbedienung: Logitech Harmony Ultimate
Funk-Tastatur 1: Logitech diNovo Mini Blutooth Keyboard
Funk-Tastatur 2: Logitech K400 Keyboard
Lichtsteuerung: Marmitek IRRF 7243 Infrarot X10 Netzleitstelle, Steckdosen bzw.- Lichtsteuerung (Lampen und Lichtschlauch) über X10-Protokoll
- LM12 Lamp-/dimmer module, plug-in, on / off / dim (für den Lichtkranz)
- AM12 Appliance module, plug-in, on / off (für Steckdosenleisten, Subwoofer)
- AW12 Appliance module, MicroModule, on / off (für Aussenschalter, Spotbeleuchtung)

Kinoraum
Größe: 5,83m x 3,86m x 2.40m
Sitzplätze: 4 (2. Reihe) + 3 (1.Reihe)
Getränkehalter: 5 x Speedmaster Cupholder, modifiziert (12)
Schallschutztür: Herholz SST 3-2, Schallschutzklasse 3, erf. RW: >37dB
Raumluftentfeuchter: Duracraft DD-TEC10E Luftentfeuchter
Raumluftfeuchtemessung: TFA Digitaler Thermo-Hygrometer KLIMA GUARD
Hifi-Rack: Spectral Sideboard (9)

Raumkorrektur (Bassbereich)
Automatischer Equalizer : DSPeaker Anti-Mode 8033 Cinema

Akustische Massnahmen:
DIY-Absorber: 6 Module Deckenabsorber (in die abgehängte Decke integriert), 4 Module Wandabsorber, 8 Module Eckabsorber, Offenes Podest mit Bassabsorber, Kantenabsorbern im Deckenfries.
Die Einzel-Module bestehen aus mit Stoff bespannten Holzrahmen, Absorbersmaterial: Gesamtdicke 11cm aus Isover SSP2 (40mm) + SSP1 (30mm) + SSP1 (30mm), das 30cm hohe Podest ist komplett bin Isover-Mineralfaserwolle befüllt. Die SSP2 besitzen zusätzlich ein aufgeklebtes Glasfaserflies, um Faserflug zu unterbinden. (8)
Skyline-2D-Diffusoren: 8 Module Sonitus "Bigfusor" an der Decke (240cm x 120cm), 1 DIY-Modul "BinaFusor" an der Rückwand (60cm x 60cm) (10)

Hinweis: Die akustischen Maßnahmen wurden bisher mangels Messequipment noch nicht auf Wirksamkeit geprüft und ausgemessen und beruhen lediglich auf persönlicher Erfahrung und Überlegung.

Mein Credo:
Wenn man bisher gar nichts in Richtung Akustikoptimierung unternommen hat und wenn man eben keine Eckabsorber und keine Absorber an den Erst-Reflektionsstellen an Decke und Wänden hat, dann führt das Aufstellen eben dieser auch immer zu einer Akustik-Verbesserung, und das auch ohne Messung.


Ansicht links mit Wandabsorbern zwischen DVD-Regalen und Bildern
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Front-Ansicht mit Leinwand und zugeschalteten Lichtkranz. Unter der Leinwand auf der Mittenkonsole, in der
der Centerspeaker untergebracht ist, ist der Xbox 360 Kinect-Sensor fest montiert.
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Ansicht hinten links Collectables-Regal, Eckabsorber und Wandabsorbern zwischen Hifi-Rack und Bildern
11_2015_6

Eingangsbereich hinten rechts mit Beamerregal
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Hifi-Komponenten und Goodies (Oxmox Dobby, Kill Bill-Uma, Terminator Skulls)
DSC_0105

Kino-Bestuhlung zwei-reihig auf offenen Podest, rechts außen der SVS-Sub, Diffusoren an Decke und Rückwand
11_2015_5



Seit einiger Zeit wurde ein Philips Hue System intergriert, hier ein paar Impressionen mit aktiven Lichtkranz in meiner Lieblingsfarbe:

DSC_0515

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DSC_0524


Film ab...


[Beitrag von binap am 16. Jan 2017, 12:56 bearbeitet]
binap
Inventar
#2 erstellt: 23. Mrz 2012, 20:03
1. Mai 2009

Die Ausgangslage

Wir schreiben das Jahr 2009, Anfang Mai, und ich hab jetzt Lust dazu, das ganze Chaos im Keller zu beseitigen und diesen leeren Kellerraum endlich seiner eigentlichen Bestimmung zuzuführen. Ausserdem hat die Frau (im folgenden Regierung genannt) ein Ultimatum gestellt, endlich das Zimmer im Obergeschoss von meinem "Hifi-Schrott" zu befreien, da der Raum dringend anderweitig benötigt wird.

Und so sah das damals aus:

Kellerraum links
Keller1

Kellerraum rechts
Keller2

Kellerraum hinten links mit Schornstein (mit grünen Rigips-Platten verziert) und Heizkörper
Keller3

Kellerraum hinten rechts
Keller4

Kellerraum hinten
Keller5

Kellerraum vorne mit normalen Wohnraumfenster
Keller6

Kellerwände inklusive Decke ist aus Stahlbeton gefertigt und es hallt beim Händeklatschen wie Peitscheschläge... Am Boden ist lediglich der schmimmend verlegte Estrich vorhanden. Holzbalken sind vom Bau übrig und eignen sich hervoragend, die Betondecke irgendwie "abzuhängen".
rudi2407
Inventar
#3 erstellt: 23. Mrz 2012, 20:16
Hi binap,

habe Dein Kino im Bilder-Thread gesehen und finde es einfach TOP.
Gratulation dazu!!!

Bin nun auf Deinen Baubericht gespannt.

Gruß rudi
Tonie1000
Inventar
#4 erstellt: 24. Mrz 2012, 00:24
Hallo binap,

Ich finde Dein Heimkino auch sehr gelungen.
Über Deinen nachträglichen Baubericht freue ich mich auch sehr.
Man kann sich da wirklich gute Inspirationen holen.
Möchte mein (Heimkino) wenn alles hinhaut im Sommer auch etwas optimieren.

Grüße aus der Pfalz

Tonie
binap
Inventar
#5 erstellt: 24. Mrz 2012, 02:14
Decke und Wohnraumfenster

Die Decke sollte doch irgendwie abgehängt werden, um die Raum-Akustik zu verbessern und das Hallige abzumildern. Dazu sollten die noch vom Bau vorhanden Kanthölzer an die Decke gedübelt und die Zwischenräume anschließend mit Mineralwolle verfüllt werden. Das ganze mit Rigipsplatten zumachen und glücklich sein. Zumindest war das damals meine laienhafte Vorstellung von einer "Akustikdecke". Immer noch besser eine "schwingende" Rigipsplatte haben als eine blanke Betondecke...
Das Anbringen der Balken an die Decke war übrigens eine Tortur, das Bohren der Bohrlöcher mit einen sündhaft teuren Kobaltbohrer ein wahre Herausforderung. Diese Arbeit war eigentlich die größte Plackerei des gesamten Projekts, da ich gerade diese Arbeit ohne Mithilfe stemmen mußte. Einzig zwei ausziehbare Stützen wurden als "Hilfshände" eingesetzt. Da kam es schon vor, dass der eine oder andere Balken von der Decke fiel, bevor ich überhaupt eine Schraube eindrehen konnte.
Naja, nach einigen Stunden Arbeit waren dann endlich sechs dieser Kanthölzer (eigentlich waren es jeweils ein Kantholz 8x4 und eine Holzlatte 8x2, die zu 8x6cm zusammengeschraubt waren) längs an der Decke befestigt. Zuvor hatte ich noch eine Aussparung in das Kantholz gesägt, der als Kabeldurchgang diesen sollte. Und da hingen sie nun erst einmal, da ich mich erst auf das "Fensterproblem" konzentrieren wollte...

Schnell war mir klar, wie die Ausrichtung des Heimkinos im Kellerraum erfolgen sollte. Da ich keine Lust hatte, bei jedem Betreten des Raumes gegen den linken Front-Lautsprecher zu stossen, mußte die Leinwand folglich auf der anderen Seite des Raumes ihren Platz finden. Leider war hier das Wohnraum-Fenster, was die Sache nicht einfacher machte. Ein anfänglicher Gedanke, das Fenster zuzumauern, war aufgrund berechtigter Angst vor der Regierung schnell verworfen. Also was tun? Das Fenster mußte irgendwie verschlossen werden (lichtdicht war es glücklicherweise bereits durch den vorhandenen Aussenrollo), aber gleichzeitig weiterhin problemlos zugänglich sein, da ich nicht auch noch eine zusätzliche Lüftung einbauen wollte.
Beim Besuch im Baumarkt fand ich dann die Lösung in einem einfachen Schienensystem für Schranktüren, die für mein Vorhaben ideal waren: Zwei einfache Flügeltüren, die zur Seite geschoben und dann "irgendwie" in der Wand verschwinden sollten. Als Türen dienen zwei Spanplatten, die einfach in das auf eine Holzlatte montierte Schienensystem eingehängt werden.

Deckenbalkenunterkonstruktion für die Rigipsdecke, in der rechten Ecke die blauen "Hilfshände"
Deckenbalken

Fenster mit Flügeltüren geöffnet
Schiebetüren offen

Fenster mit Flügeltüren geschlossen
Schiebetüren geschlossen


[Beitrag von binap am 25. Mrz 2012, 03:00 bearbeitet]
binap
Inventar
#6 erstellt: 24. Mrz 2012, 11:20
4. Mai 2009

Das Schließen der Decke und der Bau des Grundgerüsts der Abkofferung

Für den Bau der Abkofferung, die später die Kantenabsorber sowie den Lichtschlauch aufnehmen soll, wurde zuerst einmal eine durchgängige Holzleiste 30 cm unterhalb der Decke an die Wand gedübelt. Daran wurden dann im Abstand von jeweils 60cm aus jeweils zwei Holzleisten geschraubte Holzwinkel befestigt und diese wiederum an den Deckenkanthözern verschraubt. An der Vorder- und Rückwand mußte noch als zusätzliche Fixierung eine weitere Holzleiste angebracht werden. An die Unterseite der Holzwinkel werden dann später 35cm breite Rigipsplatten geschraubt, die den Abschluß der Abkofferung bilden.

Abkofferungsgerüst im Türbereich - Kabeldurchführung/Kabalkanal hinter Kamin
Abkofferung Tür

Nachdem das Grundgerüst der Abkofferung montiert ist, wurde schrittweise noch vorhandene Steinwolle (60mm Dicke) passend zugeschnitten, in die Zwischenräume der Kanthözer der Decke eingelgt und dann mit Rigipsplatten verschlossen und an den Deckenbalken verschraubt. Damit die Steinwolle während der Montage nicht herausfällt, diese einfach mit Kreppband befestigen.
(Anmerkung: über die Sinnhaftigkeit der ganzen Aktion habe ich mir leider erst später Gedanken gemacht)

Verschließen der Decke - Rückwand rechts
Decke Regips1

Verschließen der Decke - Rückwand
Decke Regips2


[Beitrag von binap am 25. Mrz 2012, 03:18 bearbeitet]
Crouti
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 24. Mrz 2012, 20:06
Hi binap,

Respekt, schaut echt super aus dein Heimkino.
Freu mich schon auf den weiteren Verlauf des Threads.

Mich würden speziell die Absorber interssieren.

Ist das wirklich ne Rolloleinwand ? Sieht auf den Bilder eher wie ne Rahmenleinwand aus!


[Beitrag von Crouti am 24. Mrz 2012, 20:08 bearbeitet]
binap
Inventar
#8 erstellt: 24. Mrz 2012, 22:43
Danke Crouti. Die Absorber sind übrigens wirklich sehr einfach nachzubauen, ich geh darauf noch ein.
Die Leinwand ist übrigens wirklich nur eine Rollo, da eine Rahmenleinwand aufgrund des Fensters sehr schlecht umzusetzen ist. Ich bin noch auf der Suche nach eine Art Klappmechanismus, aber das muß auch noch halbwegs gut ausschauen und das ist nicht so einfach.
binap
Inventar
#9 erstellt: 25. Mrz 2012, 02:57
24. Mai 2009

Decke verspachteln und Podestgrundgerüst

Die Decke ist nun vollständig mit Rigipsplatten verschlossen und die gefarsten Stosskanten halbwegs ordentlich verspachtelt. Die Akustik bei den Klatschgeräuschen hat sich merklich verbessert, das Hallen hat deutlich nachgelassen.

Verspachtelte "Akustik"-Decke
Decke verspachtelt

Jetzt war es mal an der Zeit über das Podest nachzudenken, auf dem dann die Kinositze fest montiert werden sollen. Das vorne offene Podest sollte natürlich gleichzeitig als groß dimensionierter poröser Absorber herhalten. Da ich vom Hausbau noch zwei große Rollen "Universal-Filz Metac UF/F-035" übrig hatte, war naheliegend diese als Füllmaterial für das Podest zu verwenden.

Dieser Filz wurde natürlich primär für die Wärmedämmung meines Hauses eingesetzt und ist eigentlich eher ungeeignet für akustische Massnahmen. Denn für poröse Absorber ist er eigentlich zu "dünn", d.h die wichtige Kenngröße des "längsspezifischen Stromungswiderstand" liegt hier nur bei etwa 5 kPa s/m2.
Der ideale Stromungswiderstand hängt von der Dicke ab, die der poröse Absorber letztendlich haben soll. Mit zunehmender Dicke muß auch Material mit niedrigen Strömungswiderständen eingesetzt werden, d.h.für das Podest ist auch Absorbermaterial mit niedrigeren längsspezifischen Stromungswiderstand verwendbar, da die Längs- und Quermoden hierbei durch viel mehr Filzmaterial laufen müssen. Für die geplanten 10cm dicken Wandabsorber ist der Filz allerdings gänzlich ungeeignet, da mußte dann Material mit einem deutlich größeren längsspezifischen Stromungswiderstand von mindesten 11 kPa s/m2 angeschafft werden.

Das 35cm hohe Podestgerüst habe ich aus 8x8cm Kanthölzern als Füße und einigen Brettern zusammengeschraubt; als Bodenplatte wurden zwei dicke Verbundstoffplatten aus dem Baumarkt ausgesucht. Es sollte ja auch einiges an Gewicht aushalten und hier wollte ich nicht am falschen Ende sparen. Zum Verschrauben war es allerdings noch zu früh, da auch der weiße Heizkörper an der Rückwand noch zu demontieren und zu streichen war. Zur genauen Bestimmung der Podest-Breite wurde auch einer der kürzlich auf ebay erstandenen Kino-Klappsitze (zehn Stück zum Schnäppchenpreis in meiner Lieblingsfarbe blau) provisorisch montiert, damit auch wirklich vier Stück der Kinositze in einer Reihe auf das Podest passten.

Podestrohbau
Podestrohbau


[Beitrag von binap am 25. Mrz 2012, 03:01 bearbeitet]
sebnest
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 25. Mrz 2012, 08:04
Hallo Binap,

vielen Dank für deinen tollen Bericht. Ich denke von so einem Projekt träumt jeder Mann, der sich auch nur im geringsten für Heimkino interessiert. Du hast es, wie ich finde, super umgesetzt und ich bin gespannt auf den weiteren Bericht.
wissl
Inventar
#11 erstellt: 25. Mrz 2012, 08:12
Ganz ehrlich !!!
Ich bin schwer beeindruckt
Bitte weitere Bilder und Erklärungen.
So ein Kino möcht ich mir auch bauen.
Vielen Dank.
binap
Inventar
#12 erstellt: 25. Mrz 2012, 11:09
@sebnest und wissl
Danke für das Lob. Ich mächte auch damit zeigen, dass das ganze eigentlich nicht unbedingt so schwer umzusetzen ist. Hauptproblem ist doch immer einen passenden und exklusiven Raum zur Verfügung zu haben und meistens geht das auch immer nur im Eigenheim (sofern die Regierung mitspielt...). Aber dann kann man recht schnell was daraus machen, sofern man ein paar Tipps befolgt. Auch muß man kein Handwerker sein oder alles von Grund auf akribisch planen und durchmessen. Zumindest hab ich das nicht gemacht.
binap
Inventar
#13 erstellt: 26. Mrz 2012, 16:34
31. März 2009

Behandlung der Kinowände und Absorberbau

Die grundsätzliche Frage, die ich mir zu dieser Zeit stellte, war "Wie sollen denn überhaupt die Wände des Kinos aussehen?" Einzig die Farbe war bis dato festgelegt, schwarz, schööööön schwarz sollte es sein. Die ursprüngliche Idee war eigentlich die Wände komplett mit Stoff bzw. Bühnenmolton zu verkleiden, so wie ich es auch bei einem Bekannten gesehen hatte: Der Bau einer ausreichenden Anzahl von Holzrahmenmodulen (raumhoch, 80 cm breit, 5 cm tief, mit einer Querstrebe ) in 8er-Form aus Dachlatten. Die Zwischenräume dann mit Mineralwolle verfüllen, den Rahmen mit schwarzen Stoff bespannen und dann die Module mit Silikon direkt an an die Betonwände kleben.
Nach Diskussion mit anderen Heimkinobegeisterten stellte sich aber sehr schnell heraus, dass die Gefahr einer Überdämpfung des Heimkinos sehr wahrscheinlich ist, sofern man wirklich den gesamten Wandbereich in dieser Art verkleidet. Auch wurden Fragen aufgebracht, die auf den Umstand des ungewollten Baus einer Wärmedämmung hindeuteten, welche dann aber auch den Einsatz einer diffusionsoffenen Folie hinter dem Tuch erfordern würde (Probleme mit einer eventuellen Verschiebung des Taupunkts)
Komplett andere Möglichkeiten wie das Verarbeiten von Heraklithplatten (sogenannte "Sauerkrautplatten" o.ä.) waren sehr schnell verworfen (zu häßlich) oder zu teuer (z.B. mit Basotect-Platten).
Ich habe mich dann dazu entschlossen, für mich die goldene Mitte zu treffen und nicht alles zuzubauen, sondern nur an den wichtigsten Stellen poröse Absorber anzubringen (und zwar an den Stellen der Erstreflexionen der Fronts an Decke und Wänden) und den Rest lediglich zu tapezieren und schwarz zu streichen. Hierbei hat sich der Grundsatz bewährt, etwa zwischen 50 und 60 Prozent der gesamten Wand- und Deckenfläche mit Absorbern zu belegen. Die Tapete der Wahl sollte dann auch eine möglichst grobkörnige Raufaser sein, der man theoretisch auch leicht diffus wirkende Eigenschaften nachsagen könnte.


[Beitrag von binap am 27. Mrz 2012, 08:37 bearbeitet]
Blein
Inventar
#14 erstellt: 26. Mrz 2012, 16:36
Hallo binap

Schau Dir doch mal diesen Link an (evtl. kennst Du ihn aber schon). Scheint auch für Dich eine Interessante Idee zu sein. Zumindestens was eine RahmenLW mit Klappmechanismus anbelangt.

http://www.grobi-shop.tv/watch.php?v=WDLP-yYfZPc
binap
Inventar
#15 erstellt: 27. Mrz 2012, 00:04

Schau Dir doch mal diesen Link an (evtl. kennst Du ihn aber schon).

Klar, kenn ich den, wie auch die anderen Grobi-Videos. Hab dort auch vor Ort meinen Beamer gekauft
Das Problem ist aber die Maskierung. Ich hätte eben gerne eine echte Maskierung, und das in Kombination mit einer klappbaren Leinwand. Und da hab ich bisher noch nichts passendes gefunden. Aber ich brauch ja auch noch was zum Optimieren.


[Beitrag von binap am 27. Mrz 2012, 00:05 bearbeitet]
binap
Inventar
#16 erstellt: 27. Mrz 2012, 00:53
Behandlung der Kinowände und Absorberbau (Fortsetzung)

Bevor ich mich aber auf den Bau der eigentlichen Wandabsorber konzentriert habe, sollten erst einmal die Raumecken entsprechend versorgt werden. So waren sechs Module mit Holzrahmen zu bauen, die ich dann im 45 Grad Winkel diagonal hochkant in die Raum-Ecken stellen wollte, so dass sich dadurch ein Hohlraum-Dreieck hinter den Absorbern und der Wand bildet.

Die Rahmen sollten natürlich dann noch mit schwarzen Stoff bezogen werden. Hierzu wollte ich dann den bereits schon Monate vorher bei Gerriets bestellten schwarzen Stoff verwenden, der eigentlich als Komplettverkleidung der Wände eingeplant war. Dies ist auch der Grund, warum ich für die Absorber keinen echten Akustikstoff verwendet habe, sondern eben diesen hier:

Unisatin von Gerriets:
Artikelname: Objektstoff Unisatin
Artikelnummer: 15511001
Breite: 120 cm
Gewicht: 250 g/m²
Material: Baumwolle

Der Stoff bedämpft mir natürlich zusätzlich die Höhen, was ein entsprecheden Akustikstoff eben nicht machen würde. Aber da ich den Stoff ja eh schon gekauft hatte, was solls...

Als Absorbermaterial kamen die folgenden Materialien in Betracht:

- Isover Akustik TP und TF
- Isover SSP-1/SSP-2
- Rockwool Thermarock 40
- Rockwool Schallschluckplatte RAF

Entschlossen habe ich mich dann für das Isover SSP-1 bzw. das SSP-2, welches zusätzlich auf einer Seite mit einem Glasflies als Faserschutz beklebt war. Beim Händler wurden dann zwei Gebinde Isover SSP2/50mm (2 x 10 Platten) und ein Gebinde SSP1/30mm (16 Platten) bestellt. Die Platten wollte ich kombinieren, um auf eine Gesamtdicke von 11cm zu kommen (SSP2/SSP1/SSP1). Der längsspezifische Stromungswiderstand beträgt bei diesen Schallschluckplatten laut Datenblatt: kPa s/m² ≥ 11, also ein idealer Wert für meinen geplanten Einsatz als Absorbermaterial.

Für das Basteln der sechs Rahmen der drei Eckenabsorber wurden im Baumarkt dann 30m Holzbretter, passende Metall-Winkel und Schrauben besorgt; passend zu den Maßen des SSP-Isovers (600mm x 1250mm). Und so sahen die Teile nach der Montage aus:

Die zusammengebauten 6 Rahmenmodule der Ecken-Absorber
Eckabsorberrahmen1

Testaufbau vorne rechte Ecke und linke Ecke
Absorberrahmenbau2

Testaufbau hinten rechte Ecke
Eckenabsorberbau3


[Beitrag von binap am 27. Mrz 2012, 00:56 bearbeitet]
binap
Inventar
#17 erstellt: 27. Mrz 2012, 09:57
3. Juni 2009

Das Absorbermaterial ist endlich da

So weiter gehts. Einen Tag vorher hatte ich bereits das Isover direkt im Werk abgeholt, da ich nicht erst auf den Lkw-Transporter zu meinem Baustoffhandel warten wolte. Aufgrund des relativ "günstigen" Preises hatte ich gleich einen zweiten Pack SSP2/50mm mitgenommen (und sogar noch eine orangefarbene Isover-Warnweste abgestaubt, die man bei "Beladen" der Ware tragen mußte (Arbeitschutz..).

Die Rückseite der Holzrahmen wurden jetzt mit Packschnur zickzackförmig bespannt, damit die Platten nicht durchfallen. Hier kam dann auch zum ersten Mal mein funkelnagelneuer Novus-Elektro-Tacker zum Einsatz. Dieser Tacker ist übrigens für die Umsetzung des Gesamtprojekts sehr hilfreich, ich würde sogar sagen, überlebensnotwendig. Das Isover wurde dann entsprechend zugeschnitten (jeweils zwei Lagen SSP1/30mm und eine Lage SSP2/50mm mit Glasvliesabschluß) und die Matten dann in die Rahmen gelegt. Jetzt fehlte eigentlich nur noch die Stoffbespannung.

Die weitere Planung sah dann vor, als nächstes noch ein paar zusätzliche Holzrahmen zu bauen, mit den Maßen der Isoverplatten (1250x600), die ich dann an den Seitenwänden an den ersten Reflexionstellen der Front-Lautsprecher montieren wollte. Für die "missglückte" Decke war erst einmal nur tapezieren und "dunkelblau streichen" vorgesehen; allerdings mußte hier noch eine Lösung zur Optmierung gefunden werden.
Die restlichen SSP2-Platten sollten übrigens später ihren Platz in der Abkofferung finden und dort als Kantenabsorber dienen.

Die mit Packschnur bespannten Rahmen
Rahmen mit Isover1

Test-Aufstellung der vorderen Ecken-Absorberrahmen
Rahmen mit Absorber2
binap
Inventar
#18 erstellt: 28. Mrz 2012, 00:07
5. Juni 2009

Ich hatte mir jetzt auch nochmal Gedanken zu meiner abgehängten Decke gemacht, um diese akustisch etwas nachzubessern. Die Idee war, das Rigips zwischen der Lattung mit einer Stichsäge aufzusägen (genau entsprechend der Maße zweier längs gelegter Schallschluckplatten) und anstelle des ursprünglich vorhandenen Dämm-Materials/Rigips entsprechend SSP2-Matten einzulegen. Ein dünner stoffbespannter Rahmen würde die Decke dann wieder abschließen. Das Ganze solte dann auch wieder sehr sauber aussehen, da dadurch die Absorbermatten in die Decke intergriert wären. Dadurch ist auch wieder ein farbliches Schmankerl gesetzt, da die Decke dunkelblau werden sollte (in der gleichen Farbe wie die Kinositze) und dazwischen die schwarzen Absorberrahmen seht schön zur Geltung kommen würden. Geht man wieder von den Erstreflexionen der Frontlautsprecher an der Decke aus, wären dann sechs Schallschluckplatten zu integrieren (sechs Stück SSP2 mit den Maßen 1250x600/50mm, jeweils zwei längs aneinander in Richtung der Deckenkanthölzer).

Die Spiegelmethode
Es wurde bereits des öfteren von den Erstreflexionspunkten der Frontspeaker an Wänden und Decke gesprochen. Wie kann man diese nun bestimmen? Sehr einfach eigentlich: nach der altbekannten Spiegelmethode und des Prinzips Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel.
Ein Spiegel wird an die linke bzw. rechte Wand gehalten und solange verschoben, bis man den linken bzw. rechten Front-Lautsprecher von der auszumessenden Hörposition aus im Spiegel sehen kann. Hier muß man darauf achten, dass eben nicht nur der "Sweet Spot" (also der mittlere zentrale Sitzplatz) berücksichtigt wird, sondern möglichst alle anderen Sitzplätze ebenfalls. Logischerweise kann man dieses nur zu zweit bewerkstelligen: Der Eine sitzt am Hörplatz, der Andere verschiebt den Spiegel bis der Erste entsprechend Laut gibt..

Somit stand der folgende Plan für die nächsten Arbeiten fest:

1. Heizung an der Rückwand
Heizung abklemmen, abmontieren und schwarz streichen

2. Tapeten
Tapezieren der Wände mit Rauhfaser Erfurt 79/Erfurt Rustic/Praktiker-Markt- Erfurt extra-grob (alles das gleiche) und Schwarz streichen bzw. Rollen. Diese Tapete war die grobkörnigste Rauhfaser die ich im örtlichen Handel gefunden hatte.

3. Seitenwände
Pro Wand der Bau von zwei weiteren Rahmen mit SSP-Platten (Maße wie die der SSP-Platten, Aufbau wie Eckenabsorber, d.h. 110 mm Dicke) und Platzierung dieser waagerecht nebeneinander auf Ohrhöhe (d.h. etwa auf halber Wandhöhe) an der Wand.

4. Erst-Reflexionen
Bestimmung und Markierung der Erst-Reflexionen an Wand und Decke

5. Deckenoptimierung
Partielle Öffnung der Decke mit der Stichsäge und "Einpassen" von drei "Längs-Bahnen" mit jeweils 2 Platten SSP2/50mm, was dann eine Absorber-Fläche von 2,5 Länge und ca. 2m Breite (da die Lattung noch dazwischen ist) ergibt. Bau von dünnen Holzrahmen als Abdeckung und Bespannung (abgestimmt auf die Erst-Reflexionsstellen bzw. etwas aussen herum)

6. Tapezieren der Decke
Tapezieren der Decke mit Rauhfaser und Streichen/Rollen in blauer Farbe (passend zu den Sitzen)

7. Abkofferung
Ausbau der Abkofferung als Kantenabsorber (SSP2 + Bespannung)
Einbau von sechs Halogen-Hochvoltlampen (3 pro Längsseite)
Verlegung von 18m Lichtschlauch rund um den Raum in den Vorsprung der Abkofferung



7. Juni 2009

Heizungsdemontage

An diesen Wochenende war die Heizung und etwas Tapezieren (Rückwand) an der Reihe.
Der Heizkörper wurde abgeklemmt, fix abmontiert, weniger fix das Wasser abgelassen (das stank einfach elkelhaft), zwei Schichten feuerfesten Lack (den für die Grillhalbkugeln) aufgesprüht (stank ebenfalls, aber anders), abtrocknen gelassen und dann wieder in umgekehrter Reihenfolge an der Wand befestigt.
Vor dem Wiedereinbau des Heizkörpers wurde natürlich die Wand zuerst mit Rauhfaser tapeziert und dann der Platz, an der die Heizung hinkam, großzügig schwarz gerollt/gestrichen. Mit dem Resultat war ich ganz zufrieden. Das Thermostat blieb erst einmal weiß (ist es heute auch noch...)
Drei weitere Absorberrahmen für die Wände wurden ebenfalls fertiggestellt, jetzt fehlten nur noch drei (hatte leider zu wenig Holz gekauft ).

Lackierung des Heizkörpers
Heizkörper

Montage des Heizkörpers
Heizkörper2


[Beitrag von binap am 30. Mrz 2012, 16:32 bearbeitet]
cptnkuno
Inventar
#19 erstellt: 28. Mrz 2012, 10:38

binap schrieb:
Das Thermostat blieb erst einmal weiß (ist es heute auch noch...)


Solltest du einmal wechseln wollen:
http://www.wolf-onli...5f8596a867ccf4ae0479
binap
Inventar
#20 erstellt: 28. Mrz 2012, 10:54
Genial. Danke, das wird sofort bestellt.
Ich wußte noch gar nicht, dass es die Köpfe in Schwarz gibt.
Wieder ein Punkt weniger auf der Liste.
Nasty_Boy
Inventar
#21 erstellt: 28. Mrz 2012, 10:59
Und die Heimeier-Thermostate sind eh die besseren
Tjaas
Stammgast
#22 erstellt: 29. Mrz 2012, 21:40
Sehr schönes Heimkino!!! Ich saß zwar nicht drin, aber man sieht diesen gewissen "Wohlfühlcharakter" des Raums!

Danke auch für deinen Baubericht, ich konnte für meinen Teil schon einiges mitnehmen.....bald geht es bei mir auch los"
binap
Inventar
#23 erstellt: 30. Mrz 2012, 09:34
11. Juni 2009

Ermittlung der Erstreflexionen der Fronts an Wänden und Decke

Endlich sieht man auch, dass es vorwärtsgeht. Die bisherigen Basteleien waren immer zeitintesiv und man merkte nicht so recht, was man eigentlich gemacht hat. Auch wurde das Konzept in der Zwischenzeit geändert, da ja ursprünglich alles mit Soff bzw. Molton verkleidet werden sollte. Ich hatte mich wie bereits gesagt nun für den Einbau mehrerer Absorberkästen entschieden und die freien Flächen sollten "nur" mit extra-grober Rauhfaser tapeziert und dann schwarz gestrichen werden.

Da mal wieder Feiertag (Fronleichnam) war, wurde die Zeit genutzt, um wieder etwas vorwärts zu kommen.

Die letzten drei Absorberrahmen sind fertiggestellt und mit SSP versorgt. Jetzt fehlt ingesamt nur noch zwölfmal die Stoffbespannung der Rahmen.
Ich hatte an diesem Tag auch mal testweise einen Stand und die linke Frontbox in den Keller geschleppt, da ich endlich die Reflexionspunkte an Wand und Decke bestimmen wollte. Die Bestuhlung (hintere Reihe) mußte deshalb auch einmal provisorisch aufgebaut und fürs Podest "eingepasst" werden, da ich die verschiedenen Sitzpositionen (sieben an der Zahl) ausmessen wollte um zu gewährleisten, dass auch wirklich alle Sitze berücksichtigt werden.
Meine Frau hatte mich dabei zur Abwechslung auch mal unterstützt; sie durfte sich entsprechend hinsetzen und mir beim Ermitteln der Reflexionspunkte mit dem Spiegel an Wand und Decke helfen
Insgesamt waren dann pro Wand (linke Seite, rechte Seite) jeweils 14 Kreuze zu setzen (sieben für die Erstreflexionen der linken Frontbox auf allen möglichen Sitzpositionen und sieben für die rechte Frontbox).
An der Decke waren entsprechend 28 Kreuze zu setzen. Wie bereits erwartet, wurde der Bereich der Erstreflexionen der Fronts an der Decke so ermittelt, dass auf die Gesamtlänge des Raumes zwei Schallschluckplatten längs hintereinander notwendig waren, um auch hier alle Sitzpositionen zu berücksichtigen (ca. 250cm).

Linke Jamo D830 ohne Frontbespannung mit ST60 Stands zur Ermittlung der Erstreflexionen nach der Spiegelmethode
Testaufbau1

Testaufbau der hinteren Sitzreihe
Testaufbau2

Schrägansicht
Testaufbau3

Blick durch die Kellertür
Testaufbau4


[Beitrag von binap am 30. Mrz 2012, 16:30 bearbeitet]
binap
Inventar
#24 erstellt: 30. Mrz 2012, 16:29
28. Juni 2009

Deckenoptimierung, Tapezieren und Podestarbeiten

Nachdem nun alle Erstreflexionsstellen der Fronts an Wand und Decke bestimmt waren, konnten nun die Arbeiten für die nachträgliche Optimierung der abgehängten "Akustik"-Decke durchgeführt werden.
Um alle angekreuzten Stellen der Erstreflexionen großflächig zu berücksichtigen, wurden die Rigipsplatten der Decke auf 2,50m Länge und ca. 60 cm Breite mit der Stichsäge geöffnet (was übrigens eine sehr staubige Angelegenheit war...) und dann das "alte" Rockwool-Material zwischen den Holzlatten entfernt. Das ganze wurde dreimal durchgeführt, jeweils an den vier inneren Deckenbalken entlang. Die Rigipsplatten ließen sich gerade und sehr sauber aufsägen, da die darunterliegenden Balken als Anschlag für das Sägeblatt verwendbar waren. Das hatte den großen Vorteil, dass dann alles relativ sauber aussah.

Geöffnete Decke mit entfernter Mineralwolle
Deckenoptimierung


Die Rückwand und die linke Seitenwand wurden bereits mit Erfurt Rauhfaser Rustica tapeziert (konventionell mit Einkleistern der Tapete und angemessener Ruhe/Weichzeit) und nach dem Trocknen schwarz gestrichen. An die Decke wurde Erfurt Vliesrauhfaser Rustica direkt aufgeklebt (d.h die Decke wurde eingekleistert und nicht die Tapete).

Tapezierte und gestrichene linke Seitenwand
Tapete3


Am Podest wurden die Bohrlöcher für die Bestuhlung ausgeführt und ein Glasvlies an der vorderen Podestöffnung angetackert (das Vlies stammt übrigens von einer SSP2-Platte). Die Öffnung des Podests wird dann später noch mit Stoff bespannt. Jetzt fehlte nur noch das Füllen des Podests mit Dämm-Material, allerdings hatte ich gerade auf diese Arbeit nicht übermäßig viel Lust, da hier einiges an Mineralwolle eingesetzt werden mußte.

Flusenschutz des Podests mit einem zugeschnittenen SSP2-Glasvlies
Podestvlies

Tapezierte und gestrichene rechte Seitenwand
Wandtapete1

Tapezierte und gestrichene Rückwand
Tapete2


Da durch das Aufstellen des Podests an der Rückwand leider eine Doppelsteckdose unzugänglich wurde, habe ich diese einfach mit einer Dreifachsteckdose verlängert und ins Podest eingebaut, was eine einfach und schnelle Lösung darstellt. Und meine Frau findet dann auch gleich eine Steckdose in Reichweite zum Staubsauger anschließen

Podest mit verlängerter Steckdosenleiste
Steckdose


[Beitrag von binap am 01. Apr 2012, 17:59 bearbeitet]
twingo-fahrer85
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 30. Mrz 2012, 17:41
Danke für die tollen Bilder und das du dir soch eine Mühe gibst hier alles zu erklären und zu bescheiben. Ich hab jetzt schon Ideen für mich bekommen und bin gespannt auf die nächsten Bilder von deinem Binaptikum.
rudi2407
Inventar
#26 erstellt: 30. Mrz 2012, 17:51
Kann ich nur zustimmen, macht Spaß zu sehen wie das Projekt voran schreitet.

Gruß rudi
Blein
Inventar
#27 erstellt: 30. Mrz 2012, 18:50
Wow, messen hier, messen da. Kreuze hier, Kreuze da. Ob die sich in einem "richtigen Kino" auch so viel Mühe geben......
Zum Glück habe ich doch keinen Keller, sondern nur ein Wohnkino

Aber trotzdem sehr interessant und lehrreich bis hieher
Igelfrau
Inventar
#28 erstellt: 31. Mrz 2012, 16:20
Jepp, liest sich wie live dabei. Tolle Doku allein schon bis hierhin, binap!
Cruiser1985
Inventar
#29 erstellt: 31. Mrz 2012, 16:52
Moin


Bin eigentlich nur im Car HiFi sektor unterwegs und bin eher zufällig auf diesen Beitrag gestoßen.
Muss sagen es gefällt mir sehr, sehr gut was du da baust.
Da kann ich mir sehr viel für mein zukünftiges heimkino abschauen und Anregungen sammeln.


MfG ich
binap
Inventar
#30 erstellt: 01. Apr 2012, 13:46
@all
Vielen Dank für das vielzählige Lob. Es freut mich wirklich, wenn die Bilder manch anderen Heimkinofan (oder sogar Car Hifi-Fan ) zum Nachbauen anregen.
Ich werde versuchen, das nächste Update heute Abend zu geben.
binap
Inventar
#31 erstellt: 01. Apr 2012, 20:27
30. Juni 2009

Die Decke bekommt Farbe

Damit der Raum nicht komplett zu einem schwarzen "Loch" wurde, sollte zumindest die Decke für etwas Auflockerung und Abwechslung sorgen und im gleichen Blauton erscheinen wie meine lang gesuchten dunkelblauen Kinositze. Um genau diesen Blauton zu treffen, hatte ich extra ein Kinositzpolster ins Baucenter geschleppt, um den passenden Farbton am Computer anmischen zu lassen. Hier hat mir dann glücklicherweise die Tocher eines Kumpels, der zufällig auch an diesem Tag mit seiner Familie den Baumarkt besuchte, dabei geholfen, die richtige Farbkarte auszuwählen. Ich selbst hatte anscheinend einen leichten Knick in der Optik, da meine ursprüngliche Wahl für allgemeine Heiterkeit sorgte und irgendwie ziemlich daneben lag. Gut, ich habe dann auf die anderen Leute vertraut, und mir mit deren ausgewählter Farbkombination einen Eimer Farbe anrühren lassen. Skeptisch war ich allerdings noch wegen der Farbintensität, da die Farbmischung in flüssiger Form eigentlich viel zu hell aussah. So lag meine Hoffnung im Nachdunkeln der Farbe nach dem Abtrocknen.
Die Deckenvliestapete wurde zweimal gestrichen und die blaue Farbe dunkelte wirklich deutlich nach beim Trocknen. Und was viel wichtiger war: Der Farbton der Bestuhlung wurde wirklich nahezu perfekt getroffen.

Das Blau macht sich wirklich gut...
Decke1

...und passt fast perfekt zu den Sitzpolstern
Decke2

Schwarz und Blau, das harmoniert genau
Decke3



12. Juli 2009

Der Isover-Tag: Das Podest bekommt seine Füllung

An diesem Tag war großer Isover-Tag und ich hatte endlich die unangenehme Arbeit der Podestfüllung erledigt. Ich kann nur sagen, das A und O ist immer bei solchen Arbeiten ein hochwertiges Mineralwolle-Messer, man sollte da auf keinen Fall sparen. Trotzdem dauerte es, bis alle Klemmfilz-Matten (die noch vom Hausbau übrig waren) entsprechend zugeschnitten waren und im Podest "verstaut" wurden. Danach wurde wieder alles schön zugebrettert; das Ganze wirkt natürlich, da nach vorne hin offen, als großer Bass-Absorber.

Die Plackerei beginnt; es juckt schon beim Hinsehen...
Podestfüllung1

Was da so alles reinpasst...
Podestfüllung2

Es ist vollbracht...
Podestfüllung3



Die Kantenabsorber

Als nächstes waren dann die Kantenabsorber dran (bestehend aus 50mm SS2-Platten). Alles schön zugeschnitten (es lebe das scharfe Mineralwollemesser) und in die Abkofferung rundherum eingebracht, der Raum hinter den Platten blieb hohl). Der Spalt zwischen den Abkofferungsbrettern und der nach unten abschließenden Rigipsplatte (in der die Hochvolt-Strahler noch eingbaut werden) wurde noch mit 2cm-Styroporstreifen zugemacht, damit durch den Spalt keine Glasfasern austreten konnten.

Einbau des Kantenabsorbermaterials
Kantenabsorber1

Kantenabsorber in der Ecke
Kantenabsorber2
binap
Inventar
#32 erstellt: 03. Apr 2012, 15:05
19. Juli 2009

Die Deckenabsorber

Und wieder ein Wochenende vorbei und es war auch einiges an Fortschritt erkennbar.
Das Ziel war es, endlich die Decke komplett zu verschließen und die Bassabsorber in die Deckenaussparung zu integrieren.
Dazu wurden erst einmal die SSP2-Platten passend zugeschnitten und in die drei Aussparungen der Decke eingepasst. Abgedeckt wurden die Platten dann mit selbstgebauten stoffbespannten Holzrahmen.
Aus 24 Metallwinkeln, 96 Mini-Torxschrauben und einigen Metern passend zugesägten 14x14 mm Kantholz wurden dann die sechs notwendigen Holz-Rahmen gebaut. Hierbei hat sich übrigens mein Bosch IXO 4 Minischrauber mit dem neuen Extenderaufsatz hervoragend bewährt. Bequemer konnte man diese kleinen Miniwinkel nicht verschrauben. Anschließend wurden die Rahmen mit einer passend zugeschnittenen schwarzen Stoffbahn bespannt, was sich als etwas nervige Arbeit herausstellte. Der Novus-Tacker hatte hier entsprechend kräftig zu tun, bis alle notwendigen Klammern an der richtigen Stelle waren. Nach einigen Probieren hatte ich allerdings den Dreh raus und es ging etwas fixer mit der Bespannung voran. Die gemachten Erfahrungen konnte ich dann später bei der Bespannung der Wand- und Eckabsorber noch gut gebrauchen.

Die bereits montierten Holzrahmen für die Deckenabsorber
Rahmen Decke1

Der Ixo hatte einiges zu tun, es lebe der Extenderaufsatz
Rahmen Decke2

Die Stoffbespannung
Bespannung Decke


Die sechs bespannten Rahmen wurden dann an die Decke rechtwinklig ausgerichtet, verschraubt und die Schraubenköpfe hinter scharzen Torx-Abdeck-Plättchen (verklebt mit Sekundenkleber) versteckt. Das ganze sah ehrlich gesagt viel besser aus als ich eigentlich erwartet hätte. Hier die komplette Bilderfolge für die Deckabsorber inklusive Abdeckung:

Decke noch offen
Decke offen

Links halb geschlossen/SSP2-Matten sichtbar, mittlere Bahn fertig verschlossen, rechte Bahn noch offen.
Decke halb geschlossen

Decke komplett geschlossen
Decke geschlossen

Schrägansicht
Decke geschlossen schräg
binap
Inventar
#33 erstellt: 04. Apr 2012, 17:11
26. Juli 2009

Die Frontwand

Die Arbeiten an der Frontwand begannen mit dem Herausheben der Fenster-Schiebetüren aus den Schienen. Die Innenfläche der Abdeckung wurden mit 1cm dicken Styropor beklebt, das Ganze anschließend mit meinem schwarzen "Universal"-Stoff bezogen und von hinten festgetackert. Die Metallhalterungen wurden wieder angeschraubt und alles nochmals für die linke Schiebetür durchgeführt. Anschließend wurde alles wieder in die Schienen eingehängt und festgeschraubt.
Als Basis für die Unterkonstruktion hatte ich das Ikearegal "LACK" verwendet, allerdings ohne mittlere "Strebe", da hier ja der Centerspeaker mittig untergebracht werden sollte. Da die Steckdosen, die später noch drei zu installierende Marmitek-X10-Schalter aufnehmen sollten, vom Regal in der Höhe verdeckt wurden, war es notwendig hier noch ca. 8cm aufzustocken (erst einmal mit Holzlatten).
Als nächstes standen die Überlegungen bezüglich der Holzunterkonstruktion für die Rigipsplatten an, damit die beiden Schiebetüren unsichtbar in der Wand "verschwinden" konnten.

Verkleidung der Schiebetüren - Fenster geschlossen
Front1

Verkleidung der Schiebetüren - Fenster offen
Front2

IKEA Regal LACK hält Einzug - ohne Mittelstrebe
Front3


Da in dieser Zeit übrigens das Thema "Kellerfeuchte im Heimkino" sehr aktuell war, hatte ich mir damals von Amazon den Duracraft DD-TEC10E Luftentfeuchter und den TFA Digitaler Thermo-Hygrometer KLIMA GUARD zugelegt.

Duracraft DD-TEC10E Luftentfeuchter
Entfeuchter

TFA Digitaler Thermo-Hygrometer KLIMA GUARD
TFA
-Hoschi-
Inventar
#34 erstellt: 05. Apr 2012, 09:40
Nett Nett..hab mir auch nen Podest gebaut. Da ich leider nicht genug Platz im Keller hatte, sind "im" Podest bei mir Kartons mit "Zeug" drinn
thomas_r.01
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 05. Apr 2012, 10:00
Hallo !
Echt super Raum ,aber wo hast Du den Duracraft versteckt oder benutzt Du den nicht ?
Warum hast Du nirgens Dampfsperren verbaut ,keine Angst das sich Schimmel in der Decke,Podest oder den Ecken bildet,da Du ja alles gedämmt hast .
MfG Thomas
binap
Inventar
#36 erstellt: 05. Apr 2012, 16:24

wo hast Du den Duracraft versteckt oder benutzt Du den nicht ?

Der Luftentfeuchter kommt nur zum Einsatz, falls die Luftfeuchtigkeit im Kino über 70% steigt. Deshalb ist dieser auch nicht fest im Heimkino "verbaut". Probleme mit zu hoher Luftfeuchtigkeit treten vorwiegend nur im Sommer beim Lüften auf, wenn die Temperaturen draußen zu hoch sind oder wenn mal wieder eine Kinect-Session zu schweißtreibend war.

Warum hast Du nirgens Dampfsperren verbaut ,keine Angst das sich Schimmel in der Decke,Podest oder den Ecken bildet,da Du ja alles gedämmt hast.

Nein, das ist ein gedämmter Wohnkeller mit innenliegender Dämmung (Sandwichbauweise). Somit habe ich auch keine Kältebrücken nach oben oder in den Aussenwänden. Über dem Kino befindet sich ebenfalls ein beheizter Wohnraum.
Die Luftfeuchtigkeit wird regelmäßig akribisch kontrolliert und liegt meistens zwischen 50 und 60 Prozent, da sollte sich eigentlich kein Schimmel bilden können.


[Beitrag von binap am 05. Apr 2012, 16:26 bearbeitet]
Ohrenschoner
Inventar
#37 erstellt: 05. Apr 2012, 18:10
Toller Bericht !!
Wenn ich Schimmel wäre würd ich mir n klitzekleines Eckchen mit Blick auf die Leinwand aussuchen u. es mir gemütlich machen...
Blein
Inventar
#38 erstellt: 06. Apr 2012, 11:59
Oder man wüsste wo binamp wohnt
HabIchVergessen
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 06. Apr 2012, 19:54
Adoptier mich bitte Sehr schönes ding.

Ich kann mir vorstellen, das man bei so einem Heim Kino garnicht mehr ins richtige Kino gehen will
binap
Inventar
#40 erstellt: 07. Apr 2012, 21:54
5. August 2009

Bau der Frontwand

Die Frontwand war schon seit längerer Zeit in der Planung und endlich wurde diese dann auch diesem Wochenende im August angegegangen. Mit den restlichen Bauholz wurde eine Holzkonstruktion für die Rigipsplatten sowie ein Unterbau für das Ikearegal erstellt. Der Unterbau wurde dann einfach mit schwarzen Stoffresten bespannt. Bevor allerdings die Schiebetüren und der Rest mit Rigips verkleidet werden konnte, mußten noch die notwendigen Kabelarbeiten erledigt werden.
Es wurden also dreimal Stromkabel inklusive Stecker für die drei Marmitek-X10-Schalter (1x300 Watt dimmbar, 2 x 3000Watt schaltbar), das 10m-Subwoofer-Kabel sowie das 5m Antennenkabel montiert und gehofft, dass die geplanten Kabel-Längen später auch alle wirklich ausreichen würden. Die Lautsprecherkabel wurden erst später passend zugeschnitten und "eingefädelt". Zu meinem Bedauern konnte ich nicht meine HighEnd-LS-Kabel von Oehlbach verwenden (2x4 Meter Symetric One konfektioniert und 2x3 Meter LS214) da ich um die 6m Länge für die linke Frontbox benötigte und ich leider nicht "anstückeln" konnte bzw. wollte. Zumindest hat mir damals "jeder vom Fach" davon abgeraten. Nun gut, dann wurde eben das normale 4mm-OFC-Kabel verlegt und auf das "Highend"-Vodoo verzichtet. Und eigentlich waren und sind die LS214-Kabel sowieso viel zu schön, um hinter der Wand zu verschwinden.
Da die Enden des SAT-Antennenkabels zwecks besserer Verbindung per F-Stecker verschraubt werden sollten, wurde auch noch die normale Antennen-Dose gegen eine Original-Kathrein-Dreifach-Dose ausgetauscht (war ja schließlich fürs Heimkino ).
Danach konnten dann endlich die Gipskartonplatten ausgemessen und zugesägt bzw. "zugebrochen" werden. Dabei wurde das Ikearegal in die Wand integriert, d.h eine Aussparung gelassen, in die das Regal dann später ca. 8cm eingeschoben werden konnte. Abschließend wurden alle Platten verschraubt und die Schraubenköpfe sowie Stosskanten mit Uniflex verputzt.

Soweit so gut, die Schiebetüren machten sich jetzt richtig gut in der Wand und dunkeln auch richtig gut ab. Selbst meine Frau ließ sich zu einem Lob hinreissen


Die rechte Schiebetür verschwindet
Frontaufbau1


Regalunterbau und Kabelage für die X10-Schalter
Frontaufbau2


Die linke Tür ist ebenfalls versteckt
Frontaufbau3


Und alles schön verputzen
Frontaufbau4


Und die Sache ist blickdicht und schöööön schwarz
Frontaufbau5



Auf Teppichsuche

Zu dieser Zeit war ich auch auf der Suche, um einen passenden Teppich ausfindig zu machen.
Mein erster Vorstoss bezüglich Teppichkauf im bekannten Fachgeschäft mit den 3 Buchstaben war bei qm-Preisen zwischen 45€ und 75€ allerdings sehr ernüchternd. Eigentlich war ursprünglich geplant, einen dunkelblauen Teppichbelag zu finden, der zur dunkelblauen Bestuhlung passen sollte. Allerdings war dies nicht möglich, selbst nicht im Fachgeschäft mit seinen 20 Blautönen in Velourqualität. Der Ton war nicht auffindbar (ich hatte natürlich wieder mein Test-Polster dabei und hatte mich auf die Aussage des Fachpersonals verlassen, da mein "Knick in der Optik" sicher immer noch vorhanden war...)
Letztendlich habe ich mich gegen das blaue Velour entschieden und mich entschlossen, eine etwas längere Schlingenware in Schwarz beim Discounter zu holen, mit einem qm-Preis von 9€. Klar war auf alle Fälle, das der Belag unifarben sein mußte, da ich kein Fan von Viereck- oder Sternchenteppich bin (auch wenn das genau diese Orignal-Kinoteppiche sind, sie gefallen mir einfach nicht...)
Die Lieferung des Teppichs sollte dann bereits innerhalb einer Woche erfolgen, ich mußte mich deshalb ziemlich ranhalten mit der Arbeit.


Die Front bekommt "Farbe"

Die Vorderfront wurde einige Tage später fertiggestellt, bis auf die Lautsprecherverkabelung und die beiden Eckabsorberbespannungen (eigentlich waren es vier Bespannungen...). Die unter der Woche verspachtelten Rigipsplatten wurden wieder mit Erfurt Raufaser-extragrob tapeziert und nach dem Trocknen schwarz gestrichen bzw. gerollt. Zwischendurch kam auch endlich einmal mein neuer Duracraft-Luft-Entfeuchter zum Einsatz, da durch das Streichen und Tapezieren (sowie meine eigene Transpiration...) die Luftfeuchtigkeit auf 82% angestiegen war. Bei der Front war erstmals auch ein zweiter Gang mit schwarzer Farbe notwendig, damit genug Deckkraft erreicht wurde.
Das Ikearegal wurde dann nach dem Trocknen der Farbe wieder in die Lücke eingeschoben und gab dem Ganzen ein recht stimmiges Aussehen.


Die scharze Front mit offenen Schiebetüren
Frontaufbau6


Die scharze Front mit geschlossenen Schiebetüren
Frontaufbau7


[Beitrag von binap am 08. Apr 2012, 10:41 bearbeitet]
thomas_r.01
Ist häufiger hier
#41 erstellt: 07. Apr 2012, 22:42
echt super und sehr hilfreich, ich bin gerade am planen und werde jetzt auch meinen Keller in Angriff nehmen und kann echt ne Menge von Dir und dem Blackup gebrauchen ,vor allem weil ich nicht sehr viel Ahnung von der Materie habe.Handwerklich kein Problem aber mit der Akustik und Elektrik oh je .
Meine Frage,meinst Du ich könnte die Wände mit Teppich beziehen ! würde dass was bringen von der Akustik her !natürlich schwarz.
Mfg Thomas
binap
Inventar
#42 erstellt: 07. Apr 2012, 22:50
Hi Thomas,
Ich würde Dir davon abraten, die Wände komplett mit Teppich zu bekleben. Du könnest dadurch leicht den Raum überdämpfen. Besser wäre es, an den wichtigen Stellen, wie den Erstreflexionsstellen der Front-Lautsprecher, Absorber zu installieren.
thomas_r.01
Ist häufiger hier
#43 erstellt: 08. Apr 2012, 07:36
Hi Binap
Danke für die Antwort,war letzte Tage bei GROBI und die hatten oben einen Raum der komplett mit schweren Vorhängen ausgekleidet war incl. Decke .
Das fand ich schon nicht schlecht ,vielleicht kennst du den Raum wenn ich richtig gelesen habe hast Du dort deinen Beamer gekauft,
Naja ich dachte der Teppich würde den gleichen Effekt erzielen nur dass er eben schön glatt an Wänden und Decke klebt.
Mfg Thomas
binap
Inventar
#44 erstellt: 08. Apr 2012, 21:55
9. August 2009

Podest-Teppich und Bestuhlung 2.Reihe

Der Teppich wurde wirklich überpünktlich vom Discounter angeliefert. Nachdem ich das Ungeheuer endlich unter Prodest der "Regierung" ins Wohnzimmer geschleppt hatte ("...das MUSS jetzt sein, sonst bleibt der Teppich noch ewig im Flur liegen...!), war das als erstes benötigte Teppichstück für die Podestoberfläche schnell herausgemessen und fluchs zugeschnitten. Zur Sicherheit hatte ich noch mehrmals nachgemessen, damit später beim Hauptteppich keine wichtigen Zentimeter fehlen würden. Das Teil hatte beim Zuschneiden allerdings heftigst schwarze Flusen an der Schnittkante produziert, die sich an den unmöglichsten Stellen im Wohnzimmer verteilt hatten. Der Teppich war übrigens richtig schwarz; ich hatte das erst im Kinoraum richtig bemerkt, da man nun deutlich den Unterschied zu den eigentlich ebenfalls *schwarzen* Wänden sehen konnte.
Der Teppichzuschnitt passte eigentlich exakt auf das Podest, aber leider "wuchs" er während der Verarbeitung um einige Millimeter, wobei es natürlich immer besser ist, zu viel als zuwenig zu haben.


Das erste Teppichstück findet seinen Platz auf dem Podest
Podestteppich

Nun konnte auch die Bestuhlung in Angriff genommen werden. Die Sitzhalterungen wurden in das Podest geschraubt und von unten mit Muttern gekontert. Allerdings sollte auch noch der Teppich irgendwie dazwischen. Also mußte das Podest wieder geöffnet werden und dann Schritt für Schritt für jede einzelne Sitzhalterung die Schrauben in die Halterungen gesteckt, der Teppich darunter ausgerollt, dann durch die vorgebohrten Löcher in der jeweiligen Spanplatte (vier ingesamt) geschoben und dann von unten verschraubt werden. Das ganze klingt einfacher als es war, da ich dabei auch wieder Teile der Isover-Dämmung entfernen mußte, um überhaupt an die Schraubenmuttern zu kommen. Auf den Bildern sind die einzelne Schritte etwas besser zu erkennen. Für die letzte Halterung mußte ich dann das Podest nochmals seitlich öffnen um an die letzten beiden Muttern zu kommen, da das Podest von oben ja bereits wieder durch das Einsetzen der letzten Spanplatte komplett verschlossen wurde. Trotzallem ist alles gut gelaufen, die Bohrungen waren genau ausgemessen und alle Abstände hatten auch gestimmt, was sich beim Einsetzen und Verschrauen der Sitzlehnen und -polster dann glücklicherweise bestätigt hatte. Heute weiß ich, dass das Verschrauben mit Einschlagmuttern eigentlich viel einfacher gegangen wäre, aber was solls, hat trotzdem Spass gemacht.


Podestdemontage für die Kontermuttern
Bestuhlung1


Stuhlbein für Stuhlbein wird montiert
Bestuhlung2


Und der Teppich dazwischen verlegt
Bestuhlung3


Die zweite Reihe steht perfekt
Bestuhlung4


Die dunkelblauen Sitze harmonieren übrigens supergenial mit der blauen Decke, auch ohne einen blauen Kinoteppich, den ich anfangs wollte. Der letztendlich gekaufte schwarze langmaschige Teppich sieht meiner Meinung nach auch "edler" aus und ich bin nun ganz froh darüber, mich so entschieden zu haben.
Als nächstes ist das Minipodest für die vordere Dreier-Stuhlreihe dran. Diese Sitzhalterungen wurden allerdings mit "Holzfressern" verschraubt, d.h. diesmal gab es kein Herumgepfriemel mit den Kontermuttern...
binap
Inventar
#45 erstellt: 10. Apr 2012, 02:46
12. August 2009

Minipodest und Bestuhlung 1.Reihe

An diesem Tag wurde das Minipodest (120cm x 255cm x 8cm) für die erste Sitzreihe angegangen. Und zum ersten Mal gingen mir doch tatsächlich die Holzbalken aus, so dass ich etwas stückeln mußte für die Unterkonstruktion. Das Minipodest wurde dann noch mit Steinwolleplatten befüllt, die noch von der Deckenaufreissaktion übrig waren.
Da die Verstrebungen der Holzkonstruktion nicht mit der Position der Sitzhalterungen (sollten ja auf Lücke zur hinteren Vierer-Reihe stehen) einhergingen, mußte ich zwangsläufig noch ein paar zusätzliche Holzklötze "einbauen", damit die zur Befestigung dienenden Holzschrauben auch etwas zum greifen hatten. Das Ganze wurde dann mit 18mm OSB-Platten abgedeckt, verschraubt und die gesamte Konstruktion anschließend mit zwei Schlagdübeln im Estrich "verankert".
Die Positionen der Löcher für die Holzschrauben wurden genau ausgemessen und dann mit dem 10mm-Bohrer vorgebohrt. Bevor allerdings die Sitze aufgebaut wurden, war noch schnell die Vorderseite des Hauptpodests mit Stoff zu verschließen. Alles gut festgetackert und dann das wieder im Wohnzimmer zugeschnittene Teppichstück (natürlich unter gehörigem Aufstand der "Regierung": "..mach bloß die schwarzen Teppich-Flusen überall weg...) darüber gelegt. Später kamen dann noch Alu-Kantenprofile ans Podest. Die acht Lochpositionen wurden auf der Rückseite des Teppichs angezeichnet und mit dem Skalpell ausgeschnitten. Da wieder alle Bohrungen an der richtigen Stelle waren, ging der Aufbau des Sitze dann sehr zügig voran. Die Holzschrauben hatten sich gut im Podest verankert und halten die Sitze nun bombenfest.


Das Minipodest ist verlegt
Minipodest1


Die Stoff-Bespannung für das Haupt-Podest
Minipodest2


Teppichzuschnitt für das Minipodest
Minipodest3


Die Stuhlbeine werden aufgestellt
Minipodest4


Die erste Reihe steht perfekt
Minipodest5


Als nächstes stand die Fertigstellung der Abkofferung samt Beleuchtigung (Einbau des 18m-Lichtschlauchs und sechs Hochvolt-Strahler) an.
jackson_0815
Stammgast
#46 erstellt: 10. Apr 2012, 10:58
Super!
Igelfrau
Inventar
#47 erstellt: 11. Apr 2012, 00:09
Unglaublich, was für eine Arbeit in so einem Heimkino steckt! Das sieht man den fertigen Bildern nicht gleich an. Meinen größten Respekt für diese tolle Umsetzung und Dokumentation.
binap
Inventar
#48 erstellt: 11. Apr 2012, 09:14
Naja, zeitaufwändig ist es schon etwas, aber solange die Familie mitspielt, ist es in Ordnung. Frustrierend sind nur die langwierigen Vorabeiten, wie z.B. Balken dübeln, Rigips verspachteln usw., bei denen man trotz der aufgewendeten Arbeit eigentlich keinen großen Baufortschritt erkennt. Bei anderen Arbeiten, wie Podestbau, Absorberbau, Streichen usw. sieht man wirklich auch am Ende des Tages, was man geschafft hat und das motiviert, immer weiter zu machen. Letztendlich wird man eh nie fertig, weil es immer was zu verbessern gibt.
Ohrenschoner
Inventar
#49 erstellt: 11. Apr 2012, 19:07
Was willst denn da noch verbessern ??
Wenn bei mir mal was ansteht würde ich dich gerne als Baustellenleiter hinzuziehen


[Beitrag von Ohrenschoner am 11. Apr 2012, 19:09 bearbeitet]
binap
Inventar
#50 erstellt: 12. Apr 2012, 23:53
17. August 2009

Verkleidung der Abkofferung

Nun standen die Arbeiten an der Verkleidung der Abkofferung an. Erst einmal wurde durchgängig wandlang der Innenteil der Abkofferung mit den Schallschluckplatten mit scharzen Stoff bespannt und festgetackert. Leider gab es durch die unterschiedliche Aufspannung des Stoffes hier und da ein paar leichte Wellen, welche aber zu verschmerzen sind. Vermeidbar wäre das nur, indem man wiederum kleine mit Stoff bespannte Rahmen gebaut hätte und diese dann in die Abkofferung genau eingepasst hätte (Das ist ein Punkt, den man zukünftig sicher noch optimieren könnte...). Die metallisch schimmernden Befestigungsklammern wurden einfach per Eddingstift schwarz angemalt (einfach aber effektiv) und sind dadurch im Stoff fast nicht mehr zu erkennen.
Der untere Teil der Abkofferung wurde dann mit Rigipsplatten verschlossen, die 6,5 cm nach vorne hin überstehen. Der Überstand sollte dann den 18m langen Lichtschlauch samt Kunststoffhalterungen aufnehmen, der dann wiederum durch eine kleine Zierleiste abgeschlossen wird (Auch hier wieder genug Platz für Optmierung: der Lichtschlauch ist zukünftig durch RGB-LED-Ketten zu ersetzen)
In die Abkofferung sollen dann später pro Längsseite zusätzlich noch 2 x 3 Hochvolt-Strahler eingebaut werden, die die normale "Zimmer"-Beleuchtung ersetzen.
Die beiden Module für den hinteren Eckabsorber wurden nun ebenfalls mit Stoff bespannt, in der Ecke aufgestellt und zwischen Deckenabkofferung und Haupt-Podest verkeilt.


Stoffbespannung in der Abkofferung
Abkofferung Bespannung1


Hinterer Eck-Absorber
Abkofferung Bespannung2


Lichtschlauch inklusive Montage-Zubehör
Lichtschlauch



2. September 2009

Frisch aus dem wohlverdienten Urlaub zurück, konnte jetzt endlich wieder richtig weiter geklotzt werden; Frau und Kinder waren für mehrere Tage aus dem Haus und ich konnte mich nun ganz meinem Hobby widmen. Ehrgeiziges Ziel war es nun, mein Kino-Projekt innerhalb der folgenden drei Wochen fertig zu stellen.
Mittlerweile waren auch meine (kostenlosen gemydealzten ) A3-Filmposter angekommen sowie einige Postkarten-Sets für drei meiner Ikea-Filmrollen-Bilderrahmen.


Schöne Filmposter braucht das Kino
Poster


[Beitrag von binap am 13. Apr 2012, 08:45 bearbeitet]
Ohrenschoner
Inventar
#51 erstellt: 14. Apr 2012, 11:41
Sind Frau u Kind freiwillig gegangen oder hast du sie rausgeschmissen ??
Prima wenn alle mitspielen Sehr inspirierender Bericht !
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