Gehe zu Seite: |vorherige| Erste 2 3 4 5 Letzte |nächste|

Was taugen die Ost-Gerätschaften (ex-DDR)?

+A -A
Autor
Beitrag
DOSORDIE
Inventar
#201 erstellt: 29. Mai 2010, 00:57
Also ich hätt gern immernoch nen Trabant 601 S, aber die sind so schweineteuer. Ich hab mal meiner damals besten Freundin versprochen, dass ich nen himmelblauen Trabant kaufe (ja wegen Sonja Schmidt, süßes Lied, oder? Das hat sogar mehr Charme als das knallrote Gummibot, obwohl es glaub ich die Ostvariante dazu war) und wir gemeinsam damit nach Rom fahren, wie Stumpfi... Ich werde glaub ich niemals einen besitzen, auch ist da mit der Originalaustattung nicht viel zu machen, schon allein Autoradios gabs von RFT keine wirklich brauchbaren, dazu dann noch diese ätzende Revolverschaltung, ich fürchte mich davor, wahrscheinlich kann ich das Ding garnicht fahren und mein Pioneer Radio mit Autoreverse Logic Cassettendeck und CD Wechsler würde sich nicht wirklich gut darin machen, dann muss man noch drauf achten, dass man nicht die 6V Version hat... Echt schade, zu viel Bastelarbeit, ich brauch auch ein zuverlässiges Auto, weil ich davon nicht viel Ahnung habe und ich habe mal gehört, dass die Dinger ständig kaputt gehen.

LG, Tobi
Mayall
Inventar
#202 erstellt: 29. Mai 2010, 01:05
Ein Trabant der ständig kaputt geht, wo gibt es denn so was?
Man muß mit diesem Auto umgehen können, dann gibt es auch keinne Probleme. Das dieses Fahrzeug nicht zuverlässig sein soll kann doch nur ein Lacher sein!!!
DB
Inventar
#203 erstellt: 29. Mai 2010, 10:21

DOSORDIE schrieb:
Ich werde glaub ich niemals einen besitzen, auch ist da mit der Originalaustattung nicht viel zu machen, schon allein Autoradios gabs von RFT keine wirklich brauchbaren,

Naja, RDS (obwohl in der DDR erfunden), DSP und ähnlichen Krempel darfst Du da nicht erwarten, aber ein ordentliches Stern Transit sollte schon gehen.


DOSORDIE schrieb:
dazu dann noch diese ätzende Revolverschaltung, ich fürchte mich davor, wahrscheinlich kann ich das Ding garnicht fahren

Die Schaltung lernt man schnell und wer Trabant fahren kann, der kann jedes Auto fahren.


DOSORDIE schrieb:
dann muss man noch drauf achten, dass man nicht die 6V Version hat...

Warum? Anderen Generator rein, andere Birnen, der Starter kann bleiben (so viele 6V-Exemplare gibt es ohnehin nicht mehr).


DOSORDIE schrieb:
Echt schade, zu viel Bastelarbeit, ich brauch auch ein zuverlässiges Auto, weil ich davon nicht viel Ahnung habe und ich habe mal gehört, dass die Dinger ständig kaputt gehen.

Nun, dann solltest Du Dir eher ein "Premium-Class"-Fahrzeug von Herstellern aus Bayern, der niedersächsischen Pampa oder mirwegen mit den vier Donuts am Kühlergrill kaufen -welches Dich bei der Durchsicht mehr kostet als das, was Du im Jahr am Trabant reparierst.
Meine Eltern sind 1982 mit dem Trabant im Urlaub den kaukasischen Bergring gefahren (9000km). Ohne jegliche Probleme. Ohne ADAC. Ohne OBD2. Ohne ESP, ABS, TDI, FSI, LMA und wie das alles heißt. Rallye Dakar? Pipikram.

Mich haben die Erlebnisse in meinem Bekanntenkreis übrigens nachhaltig von deutschen "Premiumfahrzeugen" kuriert. Ich brauche was, was klaglos seinen Dienst verrichtet und im Falle eines Falles auch billig reparierbar ist. Ach ja, hatte ich schon erwähnt, daß 1988 offenbar ein gutes Autojahr war?

MfG
DB
Dynacophil
Gesperrt
#204 erstellt: 29. Mai 2010, 11:41
bei mir hört das Interesse für KFZ Anfang der 70er auf... kann mit allem was dann kam nix anfangen.
Mayall
Inventar
#205 erstellt: 29. Mai 2010, 12:37
Wir sind "zwar nur" jedes Jahr mit dem Trabant nach Brünn zum Motorrad -Rennen gefahren, waren aber 4 Mann und ein HP 300 hinten im Schlepp dran und natürlich vollgepackt bis unters Dach. Ausser einmal ein Keilriemen und ich glaube in 7 Jahren 2 Reifen ist nichts auseinander gefallen!
Mein kumpel ist mehrere Male mit dem Trabant nach Bulgarien auch mit Hänger gefahren und ist immer sehr gut zurückgekommen! Das zum Thema Trabant und Defekte.

DB: in wie fern war für Dich 1988 ein gutes Auto - Jahr?
DOSORDIE
Inventar
#206 erstellt: 29. Mai 2010, 13:00
Wie denn RDS in der DDR erfunden? Schon klar, deshalb hat das nicht mal die HMK 200 obwohl um die Zeit in der BRD bereits die ersten RDS Empfänger aufkamen... ;-)

LG, Tobi
Mayall
Inventar
#207 erstellt: 29. Mai 2010, 14:36

DOSORDIE schrieb:
Wie denn RDS in der DDR erfunden? Schon klar, deshalb hat das nicht mal die HMK 200 obwohl um die Zeit in der BRD bereits die ersten RDS Empfänger aufkamen... ;-)

LG, Tobi


Mein Guter, es wurden sehr viele gute Sachen in der DDR erfunden, kamen aber leider nicht zur Anwendung weil man zum Teil das Patent komplett für Devisen verramscht hat!
DOSORDIE
Inventar
#208 erstellt: 29. Mai 2010, 14:50
Halte ich trotzdem für ein Gerücht. Im Wiki steht es wurde 1983 von der Europäischen Rundfunkunion konzipiert...
DB
Inventar
#209 erstellt: 29. Mai 2010, 14:54
Das RDS wurde damals für den von Heliradio entwickelten Empfänger "Programat" (vom Design eher einer Schreibmaschine ähnlich) erfunden, Herbst 1968 war das. Nicht Jahre trennten Heli vom Rest ... es waren Lichtjahre.

MfG
DB
Mayall
Inventar
#210 erstellt: 29. Mai 2010, 15:08
Wo ist denn der Unterschied zwischen einem Konzept und einer realen Sache.
Ich kann zB ein Konzept erstellen, dass ich mir etwas besorgen muß was benötigt wird. Warum soll man etwas nochmal erfinden worauf schon ein Patent besteht wenn es doch verhältnismäßig billig zu haben ist.
DOSORDIE
Inventar
#211 erstellt: 29. Mai 2010, 15:34
Hieß das da auch RDS und funktionierte genau gleich? Wie groß wäre so eine 8 Bit Schaltung gewesen, wenn es keine integrierten Schaltungen gab? Hat da einer gesagt (wenn das Ding nicht gebaut wurde) "Es wär toll, wenn das Gerät über Nixieröhren den Namen des Senders anzeigen könnte und mit Hilfe von 2 Empfängern wo der eine immer sucht ob es noch ne stärkere Frequenz gibt wo der selbe Sender aufgeschaltet ist automatisch hin und herschaltet...", oder hat der das inklusive Schaltungen so entwickelt wie das in den 80er Jahren dann schliesslich im Volvo landete und die haben es sich nur abgeguckt?

Ich mein da gabs ja nich mal LEDs oder LCD Displays, das wäre schweineteuer gewesen das umzusetzen. Es gab keine Heimcomputer und nix und der erste Tuner mit Digitalanzeige kam auch erst Anfang der 70er in den USA auf den Markt, ich glaub der war von Scott.

Ich will ja die DDR nicht schlecht machen und auch nicht unterstellen, dass das nicht möglich gewesen wäre, aber in den 60er Jahren waren Computer so groß wie ganze Wohnzimmer und vom C64 artigen Heimcomputer war man damals noch weit eintfernt, auch von Mikroprozessoren und IC Logiken. Es wäre sicherlich irgendwie realisierbar gewesen, aber wie groß hätte das dann sein müssen und wie teuer? Ein SABA Freiburg 14 hatte damals den Motorensuchlauf, das Gerät kostete 900 DM, das war zu dem Zeitpunkt eine unvorstellbar hohe Summe, die Amerikaner (Fisher und Co) bauten bereits HiFi Bausteine im 19" Maß, wo allein der Verstärer schon 1500 DM mindestens kostete, wie hätte ein RDS Empfänger zu diesem Zeitpunkt denn bitte massentauglich sein sollen? Das hätten sich im Westen höchstens Reiche kaufen können und im Osten evtl. irgendwelche Walter Ulbrichts...

So richtig kann ich mir das nicht vorstellen, die Idee war vielleicht da, aber die Umsetzung?! Es gab in den 30ern ein Radio von Körting, da waren 100erte von Lampen drin, jedes beleuchtete einen Sender hinter der Skala, wenn man den Sender einstellte, leuchtete die Lampe auf. Ist schon RDS nah, aber da ist es nicht wirklich möglich die Buchstaben vom Sender aus zu ändern...

LG, Tobi
Mayall
Inventar
#212 erstellt: 29. Mai 2010, 15:46
Vielleicht ist es auch eine Frage der allgemeinen Einstellung zur Sache überhaupt.
Unter dem Motto was nicht sein darf ist es auch nicht kommt man nicht weiter!
Es gibt etliche beweisbare und hinterlegbare Sachen wo die Bundesrepublik nicht einmal nur der DDR hinterherhecheln konnte. Ic bin ganz sicher kein Ostalgiker und auch kein Fan der DDR, aber was Recht ist muß auch Recht bleiben! Das die DDR in der Mikroelektronik dem Weltmaßstab weit hinterher hechelte ist nun hinreichend bekannt! Aber, mein Guter, was ist zum Beispiel im Bereich der Chemie, des Anlagenbaus und und und?!
DB
Inventar
#213 erstellt: 29. Mai 2010, 16:53

DOSORDIE schrieb:
Hieß das da auch RDS und funktionierte genau gleich? Wie groß wäre so eine 8 Bit Schaltung gewesen, wenn es keine integrierten Schaltungen gab? Hat da einer gesagt (wenn das Ding nicht gebaut wurde) "Es wär toll, wenn das Gerät über Nixieröhren den Namen des Senders anzeigen könnte und mit Hilfe von 2 Empfängern wo der eine immer sucht ob es noch ne stärkere Frequenz gibt wo der selbe Sender aufgeschaltet ist automatisch hin und herschaltet...", oder hat der das inklusive Schaltungen so entwickelt wie das in den 80er Jahren dann schliesslich im Volvo landete und die haben es sich nur abgeguckt?

Der Programat hatte keine Leuchtreklame dran, sondern er unterschied die Sender nach ihrem Inhalt (Kultur, Nachrichten, U-Musik usw.). Dazu braucht man keinen Rechner.



DOSORDIE schrieb:
Ich will ja die DDR nicht schlecht machen und auch nicht unterstellen, dass das nicht möglich gewesen wäre, aber in den 60er Jahren waren Computer so groß wie ganze Wohnzimmer und vom C64 artigen Heimcomputer war man damals noch weit eintfernt, auch von Mikroprozessoren und IC Logiken. Es wäre sicherlich irgendwie realisierbar gewesen, aber wie groß hätte das dann sein müssen und wie teuer?

Siehst Du doch. So groß wie eine Schreibmaschine.



DOSORDIE schrieb:
Ein SABA Freiburg 14 hatte damals den Motorensuchlauf, das Gerät kostete 900 DM,

Das kurz nach dem Programat 1970 vorgestellte RK5 brauchte dazu keinen Motor mehr, das hatte einen vollelektronischen Sendersuchlauf, auch wenn man das dem Gerät äußerlich nicht ansieht.


Nicht von Heli, aber auch sehr interessant: R700, eine Magnetbandmaschine mit kontaktlos gesteuertem Laufwerk (4 Motoren, Doppelcapstan, Bandzugregelung), Bj. ca. 1967.

MfG
DB
germi1982
Moderator
#214 erstellt: 29. Mai 2010, 17:50
Die ersten ICs konnte man ab Anfang der 70er Jahre in den Geräten finden. Bei Telefunken dann auch in den Transistorradios, da stand dann drin "1 IC (entspricht 5 Transistoren)". Und dann ging die Entwicklung dermaßen schnell, wenn man dann ein paar Jahre später schaut, die Modelle TRX 2000 und 3000 die es ab 1976 bzw. 1978 zu kaufen gab hatten 26 ICs mit ca. 4000 Halbleiterfunktionen.

Und heute haben wir ICs die haben mehrere hundert Millionen Halbleiterfunktionen, Tendenz steigend, das sind die CPUs in unseren PCs.

Und dieses tolle Gerät das DB hier eingebracht hat wurde übrigens auch von Walter Bruch (Leiter der Entwicklungsabteilung bei AEG Telefunken und Erfinder des PAL Standards, deswegen auch "Papa PAL" genannt) 1974 zum 50 jährigen Bestehens des Rundfunkes auf einer Messe angesprochen. Übrigens kann ich nur empfehlen mal seinen Vortrag anzuhören mit seinen Ausblicken in die Zukunft. Das meiste davon was damals Zukunftsmusik war und nach Science Fiction klang hat sich heute so eingestellt wie er es seinerzeit vorraussagte, solche Sachen wie E-Mails die wir heute täglich nutzen hat er damals schon in diesem Vortrag als Zukunftsperspektive gesehen.

Und zum Thema RDS, man kann jedes Stereogerät mit einem RDS-Empfänger ausrüsten. Es gibt auch Leute die haben das gemacht. Bei den alten SABA-Receivern aus den 70ern waren teilweise die Digitalanzeigen nicht langzeitstabil. Ersatz nicht mehr möglich weil die ICs nicht mehr gefertigt wurden. Also das originale Display raus und ein RDS-Modul mit Display vom Conrad eingebaut. Funktioniert wunderbar. Als Vorraussetzung gilt aber, dass ein Stereodekoder vorhanden sein muss, denn dort wird das Signal abgegriffen.


[Beitrag von germi1982 am 29. Mai 2010, 23:44 bearbeitet]
DOSORDIE
Inventar
#215 erstellt: 29. Mai 2010, 18:06
Na das is dann aber auch nich direkt RDS, sondern PTY. RDS selbst heißt ja eigentlich nur, dass Zusatzinformationen, wie Sendername und Titelinformationen über eine 8 Bit Austastlücke im Display angezeigt werden können. Das mit dem Doppeltuner gabs übrigens auch ohne RDS schon von Becker, da hieß das dann Diversity Tuner und es gab und gibt dann noch die AF Funktion, die meisten Radios machens automatisch, bei manchen muss man dann AF für Alternative Frequency drücken oder halt aktivieren, damit es automatisch umschaltet, Alternative dazu ist PI Seek, PI Seek richtet sich dann nach der RDS Lücke. Die alten Becker Radios konnten am Verkehrsfunkstandort (da stand dann neben der Frequenzanzeige bei den besseren Radios noch n Buchstabe für den Standort des Senders, wonach sich das Gerät dann irgendwie gerichtet hat, wenn auf Cassettenbetrieb geschaltet war und der Sender weg ging) und irgendeiner im Gerät gespeicherten ROM Tabelle auch schon vor RDS Sendernamen anzeigen. Ich fürchte nur, wenn man so ein altes Mexico heute betreibt steht da viel Blödsinn drin, SWF und SDR z.B. und bei den Privaten erst...

PTY (Programmtyp) ist die Funktion, die nach Sparten auswählen lässt. Wenn ein Hörspiel läuft steht dann z.B. DRAMA im Display, man kann dann noch zig andere Sachen eingeben und den Sendersuchlauf danach suchen lassen. Lange Zeit wurde in der BRD gar kein PTY ausgestrahlt.

EON (Enhanced Other Networks) heißt die Funktion, mit der man z.B. Verkehersdurchsagen abhören kann, während man ein Programm hört, das gar keinen Verkehrsfunk ausstrahlt. Das Radio schaltet dann während der Verkehrsfunkdurchsage auf den anderen Sender um, nachdem sie beendet ist gehts wieder automatisch zurück auf den Sender, den man eigentlich hören möchte, bei vielen Radios kann man auch einstellen, dass zusätzlich zu den Nachrichten mit umgeschaltet wird...

Dann gibts noch TMC (Traffic Message Channel), da werden die letzten 20 Verkehrsdurchsagen digital gespeichert und sind wenn man grad bock hat halt abrufbar, im Display stehen dann zusätzlich Uhrzeit, Datum und Sender von dem aufgezeichnet wurde...

Dann gibts noch die REG Funktion, da kann man nochmal zusätzlich nach Regionalkennung aussortieren oder auch nicht, ich schalte das immer aus, weils eh nie funktioniert. MDR1 Thüringen ist ein ganz anderer Sender als MDR1 Sachsen Anhalt, beispielsweise, die haben eine völlig andere Kennung, auch ohne die REG Funktion würde das Radio nicht automatisch auf Thüringen schalten, wenn Sachsen Anhalt nicht geht, mir sind keine Sender in der Nähe bekannt wo das möglich wäre bis auf hr4 vielleicht, die haben zeitweise Regionalinformationen, da steht dann hr4 Nord oder hr4 Ost im Display, aber den Sender höre ich nicht, insofern ist mir das egal.

Schon krass, was in der DDR so entwickelt wurde, aber wie gesagt hat nicht viel gebracht, wenns nicht möglich war, das marktfähig zu machen.

LG, Tobi
DB
Inventar
#216 erstellt: 30. Mai 2010, 11:00
Entwickelt wurde eine ganze Menge, auf dem Gebiet der Fahrzeugindustrie sei dem interessierten Menschen hier das Automoblimuseum in Zwickau ans Herz gelegt.
Das Problem lag zumeist im "dürfen". Damit hatte auch Heliradio so seine Sorgen (siehe RK90).

Der Trabant 601 war keinesfalls der Endpunkt der Entwicklung, Nachfolger gab es zuhauf; auch für den Wartburg.
Es wurde auch nicht nur an kleinen Schüsseln entwickelt, durchaus respektable Wagen waren dabei, z.B. der Sachsenring P240 oder der Horch 920S, von dem es nur noch ein eiziges Exemplar gibt, hier Klick! zu sehen.

Ist aber wurscht, die Entwicklung nach der Wende hat das alles überrollt.
Schlußendlich gab es die überaus fähige Treuhandanstalt, welche die Unternehmen zu realistischen Preisen an gutwillige Investoren mit überlegenen und zukunfstfähigen Konzepten verkaufte, um den Schuldenberg der neuen Kolonie Neufünfland zu mindern und Arbeitsplätze zu erhalten.
Ich bitte, den triefenden Sarkasmus meines letzten Satzes nicht zu übersehen.

MfG
DB
Mayall
Inventar
#217 erstellt: 30. Mai 2010, 11:21

DB schrieb:
Entwickelt wurde eine ganze Menge, auf dem Gebiet der Fahrzeugindustrie sei dem interessierten Menschen hier das Automoblimuseum in Zwickau ans Herz gelegt.
Das Problem lag zumeist im "dürfen". Damit hatte auch Heliradio so seine Sorgen (siehe RK90).

Der Trabant 601 war keinesfalls der Endpunkt der Entwicklung, Nachfolger gab es zuhauf; auch für den Wartburg.
Es wurde auch nicht nur an kleinen Schüsseln entwickelt, durchaus respektable Wagen waren dabei, z.B. der Sachsenring P240 oder der Horch 920S, von dem es nur noch ein eiziges Exemplar gibt, hier Klick! zu sehen.

Ist aber wurscht, die Entwicklung nach der Wende hat das alles überrollt.
Schlußendlich gab es die überaus fähige Treuhandanstalt, welche die Unternehmen zu realistischen Preisen an gutwillige Investoren mit überlegenen und zukunfstfähigen Konzepten verkaufte, um den Schuldenberg der neuen Kolonie Neufünfland zu mindern und Arbeitsplätze zu erhalten.
Ich bitte, den triefenden Sarkasmus meines letzten Satzes nicht zu übersehen.

MfG
DB


Wenn es gerade um die Fahrzeugindustrie und deren Überführung in altbewährte Hände von sozialeingestellten Persöhnlichkeiten geht, muß man ganz unbedingt eine sich dafür schier Heldenhaft und mit ausserordentlicher und überragender Fachkompetenz ausgestatteten Führungspersöhnlichkeit mit Namen Dr. Birgit Breuel nennen, welche zurecht für ihre überragende Arbeit und nie endenwollendes Sozialarrangement mit dem Titel Managnerin des Jahres 1993 von der uns bestens bekannten Bundesregierung ausgezeichnet wurde

Darauf jetzt wirklich ein Grosses
WinfriedB
Inventar
#218 erstellt: 05. Jun 2010, 13:46

mayallis schrieb:

Mein Guter, es wurden sehr viele gute Sachen in der DDR erfunden, kamen aber leider nicht zur Anwendung weil man zum Teil das Patent komplett für Devisen verramscht hat!


Ein mir bekanntes Beispiel aus einem anderen Bereich ist die Belichtungsmessung auf der Filmebene (durch Messung des vom Verschlußtuch bzw. Film reflektierten Lichts). Zuerst realisiert in einer Olympus-Kamera. Entwickelt wurde das aber vom VEB Pentacon, der das Patent an Olympus verscherbelte.

Es gab auch mal eine Weltraum-Multispektral-Kamera von Zeiss-Jena. Die Patent-Verkaufsverhandlungen wurden in letzter Minute durch die sowjetischen Freunde gestoppt.
Mayall
Inventar
#219 erstellt: 05. Jun 2010, 14:56
Hallo Winfried,

genau, denn diese Kamera flog dann 1978 mit Sigmund Jahn und Valerie Bykowski mit in den Weltraum. Die Legende besagt das man mit dieser MKF 70, so hat sie glaube ich in der Abkürzung geheißen Menschen auf der Erde sehen konnte!
hf500
Moderator
#220 erstellt: 05. Jun 2010, 18:28
@DOSORDIE

Moin,
was fuer eine RDS-Austastluecke?
Habe ich was verpasst?

Die RDS-Daten werden auf den Stereo-Pilotton aufmoduliert. Es ist nicht notwendig, das ein RDS-tauglicher Empfaenger einen Stereodecoder hat, man braucht nur das NF-Signal, bevor es in den Deemhasistiefpass kommt. also direkt vom Demodulator.

Das genannte Becker mit automomer Senderindentifikation gab es auch von Blaupunkt, nannte sich dort PCI (nicht das Radio, sondern das System ;-).
Das System ermittelt seinen ungefaehren Standort aus dem ARI-Regionalcode und gleicht die empfangenen Sender mit einer intern abgelegten Sendertabelle ab. Das System hat ziemlich zuverlaessig funktioniert, mit Doppeltuner gab es dann Autodiversity mit unhoerbarer Umschaltung.
Dank der Weitsicht der Rundfunkanstalten, das ARI-System abzuschalten, funktionieren die damit ausgeruesteten Blaupunkt und Becker nicht mehr, d.h. nicht besser als jedes Standardradio ohne RDS auch. Tolle Wurst :-(.

73
Peter
semmeltrepp
Gesperrt
#221 erstellt: 05. Jun 2010, 18:30

hf500 schrieb:

Moin,
was fuer eine RDS-Austastluecke?
Habe ich was verpasst?



Nö, aber da hat wohl jemand RDS mit Videotext verwechselt.
Mayall
Inventar
#222 erstellt: 05. Jun 2010, 18:38

semmeltrepp schrieb:

hf500 schrieb:

Moin,
was fuer eine RDS-Austastluecke?
Habe ich was verpasst?



Nö, aber da hat wohl jemand RDS mit Videotext verwechselt. ;)

kann ja maaaal passieren.
Mayall
Inventar
#223 erstellt: 01. Jul 2010, 04:03
Meine Herren, geht es in diesem Thread noch irgendwann einmal weiter?
DB
Inventar
#224 erstellt: 01. Jul 2010, 08:46
Tja, was willst Du denn nun wissen?

MfG
DB
Matthi007
Gesperrt
#225 erstellt: 01. Jul 2010, 13:48
Mein erstes Kassettenabspielgerät war ein Minett.
Danach folgte ein KR650 mit LED

Beide Geräte liefen und liefen.Hatte echt keine Probleme damit
Mayall
Inventar
#226 erstellt: 01. Jul 2010, 19:23

Matthi007 schrieb:
Mein erstes Kassettenabspielgerät war ein Minett.
Danach folgte ein KR650 mit LED

Beide Geräte liefen und liefen.Hatte echt keine Probleme damit :D


Bei dem Minett, Sonett, Anett und dem großen Sternrecorder waren die Andruckrollen der große Schwachpunkt und der Grund zu meistens längeren Werkstattaufentalten. die Elektronik war eigentlich Grundsolide.
Matthi007
Gesperrt
#227 erstellt: 01. Jul 2010, 21:41
Und schwehr dadurch aber auch
massive Technik eben!!!
Mayall
Inventar
#228 erstellt: 02. Jul 2010, 00:15

Matthi007 schrieb:
:* Und schwehr dadurch aber auch
massive Technik eben!!!


Das waren die vergleichbaren °Westgeräte° in dieser Zeit aber auch!
sehrinteressiert
Ist häufiger hier
#229 erstellt: 11. Jul 2010, 12:27
UI Ui Ui

Wenn ich so eure Erfahrungen von den Henkelmännern höre, kann ich nicht mitziehen.
Von nem Teil meines Jugendweihegeldes hatte ich mir einen Anette gekauft. Das Dreckding war schon während der Garantiezeit zig mal inner Werkstatt. Den habe ich sogar immernoch. Nach kurzer Funktionsprobe neulich, stellte ich fest, dass alles unverändert mies an dem Teil ist. Die 750 Mark hätte ich damals wohl besser anlegen sollen.
Bis jetzt ist mir auch kein anderer richtig funktionierender (ausser einem SKR 1200 Party?) Henkelmann untergekommen. Alle hatten irgendein; oder mehrere Probleme. Diese waren für mich fast alle mit etwas Löterei und Abstimmerei zwar lösbar, sind aber nur für Sammler lohnenswert. Da ich jedoch kein Sammler bin, habe ich das ganze irgendwann mal sein lassen, zu viel Zeitaufwand, für Sachen, die mir persönlich nix bringen.
Allerdings benutze ich hier ganz aktuell einen Grundig Kassettenrecorder am Pool. Ist Baujahr ca 1981, mono, aber funzt wie neu und klingt verdammt gut.
Soviel von mir dazu.

Gruss
Mayall
Inventar
#230 erstellt: 11. Jul 2010, 12:40
Hi Maik

hatte genau die selben Probleme mit dem Anett, war mehr in der Werkstatt Friedemann in BTF als bei mir zu Hause.
Besser war dann der große Sternrekorder welcher dann auch lange funktionierte. Heute läuft das Teil noch in meiner Garage als Radio bestens.
Schön mal wieder etwas von dir gehört zu haben.
DB
Inventar
#231 erstellt: 11. Jul 2010, 13:26
Ich hatte einen R4100. Über das Gerät kann ich mich nicht beschweren, eine einzige Reparatur gehabt (Motor).
Von Klang, Empfang und Funktionsumfang her besser als der Stereorecorder von Telefunken, den ich mir nach der Wende in einem schwachen Moment kaufte.

MfG
DB
Mayall
Inventar
#232 erstellt: 11. Jul 2010, 13:30
Ich hatte solch einen Radiorekorder während der Wende geschenkt bekommen, er hat kein Jahr gehalten.
Es war so ein japanisches Billigteil.
sehrinteressiert
Ist häufiger hier
#233 erstellt: 11. Jul 2010, 14:26

den ich mir nach der Wende in einem schwachen Moment kaufte


Jo, das haben wir wohl alle getan. Wurden eines besseren belehrt. Qualität hat seinen Preis. Aber wie gesagt, Anfang der Achtziger waren die Westtteile auch noch besser.

Auch die teureren Dinger bei uns waren schon ne Spur besser.
Ich musste damals knapp kalkulieren, hatte keine richtige Ahnung von dem Kram, liess mich nicht wirklich beraten. Und so wurde es halt dieses grässliche Annette.

@Ingo
Den Friedemann gibts immernoch. Kämpft sich so mehr schlecht als recht durchs Leben, bei der schwachen Kaufkraft hier.
Übrigens war dein Besuch im RFT Dingens Forum recht kurz, oder? Hast du dich wieder ausgeklinkt, oder was?

Maik
Mayall
Inventar
#234 erstellt: 11. Jul 2010, 15:18
Maik, mir ist solch ein Verstärker Fera HV 15 aus 1971 zugeflogen, welcher aber einmal durchgecheckt werden müßte!
Verdammt, gerade fällt mir Friedemann ein, der ja schon ewig in BTF seine Werkstatt hat. Da werde ich gleich in der nächsten Woche einmal vorbei fahren.
Rein äusserlich mit kompletten funiertem Holzgehäuse in einem wirklich Neuwertigen Zustand muß er technisch nachgesehen werden. Laut Vorbesitzer soll er ja noch funktionieren, aber er war über 20 jahre sorgfältig weggepackt und nun traue ich mich nicht ihn zu starten. Könnte ja wirklich dabei richtig kaputt gehen.
Aus diesem Grund war ich im RFT F. gewesen. Bin jetzt am nachdenken denn dort war jemand "BEI BTF" her. Warst Du es vielleicht?


PS: Bist Du der Haudegen?


[Beitrag von Mayall am 11. Jul 2010, 15:22 bearbeitet]
stratihatti
Stammgast
#235 erstellt: 11. Jul 2010, 15:38
Moin, die alten RFT ovalen Radiochassis sind m.E. die besten Vintagechassis die je gebaut wurden.

http://www.exdreamnet.de/forum/user/Hatti/Jd310083.jpg

hier zwar nur ein Bild von den Zweitbesten, die Besten hatten einen etwas anderen Schwirrkonus und anderen Magnet. Aber davon habe ich kein Bild.

Gruß, Hatti
sehrinteressiert
Ist häufiger hier
#236 erstellt: 11. Jul 2010, 19:35
Moin Hatti

Sind das Schallwände da im Hintergrund?
Welche ovalen meinst du eigentlich, die sollten doch ne Bezeichnung haben, L... irgendwas.

@Ingo
Hast PM
DOSORDIE
Inventar
#237 erstellt: 11. Jul 2010, 19:45
Der R4100 ist ganz ok, klanglich für seine Größe wirklich gut, vor allem wenn man einen externen Lautsprecher anschliesst macht das Teil richtig Dampf. Das Cassettendeck hat so seine Macken, im Großen und Ganzen aber ganz gut wieder in Stand zu setzen, macht auch gute Aufnahmen. Allerdings kann ich nicht sagen, dass der Recorder empfangstechnisch besonders gut ist, da sind meine Japaner um Längen besser. Der R4100 ist eben "nur" ein kleiner Mono Radiorecorder, mit mittelmäßigem Empfänger, der merkwürdig zusammengeschustert ist. Ich habe sogar mehrere davon gehabt, aber immer hat sich das Cassettendeck irgendwann verabschiedet und auch hier ist die Qualität so unterschiedlich, bei den Lautsprechern muss man Glück haben, sonst kanns auch passieren, dass ein schlechterer drin ist, ab der KR 450 Serie kanns auch sein, dass da der Capstan aus irgend nem Grund nicht richtig rund läuft, dann bekam man das Gerät neu schon mit einem ganz beschissenen Gleichlauf. Selbst der SKR 700 hat nicht den stärksten Empfänger, aber schon nochmal etwas besser als der KR 450 kann er durchaus mit guten Japanern und westdeutschen Geräten mithalten.

Aber so richtige Ghettoblaster gabs in der DDR halt nicht. Das Größte sind da SKR 500 und 550. Dann gabs noch einen mit abnehmbaren Boxen, aber pottenhässlich EAW irgendwas...

Der R4100 spielt jetzt bei meiner Mutter in der Küche jeden Tag, aber der kleine Grundig Radiorecorder, der vorher da stand hatte wesentlich bessere Empfangsleistung, auch wenn das schon längst kein "Deutsches Qualitätsprodukt" mehr war und damals glaub ich mal 150 Mark gekostet hat, so Anfang der 90er. Challenger stand vorne drauf...

LG, Tobi
stratihatti
Stammgast
#238 erstellt: 11. Jul 2010, 21:39

sehrinteressiert schrieb:
Moin Hatti

Sind das Schallwände da im Hintergrund?
Welche ovalen meinst du eigentlich, die sollten doch ne Bezeichnung haben, L... irgendwas.

@Ingo
Hast PM


Hi Ingo,

OT: ja das waren Schallwände; extrem edge optimiert, mit je 2 Saba, 1 Philips und 1 Wigo.

Die Ovalen auf dem Bild sind: "VEB Funkwerk Leipzig L2659 PBO". Die sind schon genial.
Ein quentchen mehr bringen die aktuell verbauten: "Neuropin Type B2618/5"

Das ist natürlich alles individuell Subjektiv, hat bei mir aber einige in der Vintageszene angesagte Saba, Philips, Wigo, Bauer usw. verdrängt.

Gruß, Hatti
sehrinteressiert
Ist häufiger hier
#239 erstellt: 12. Jul 2010, 19:41
Hi Hatti

Nee, ich bin nich Ingo.

Zu deinen Ovalen: Das sind doch Chassis aus ollen Röhrenradios, oder? Mensch, solcherlei Dinger kullern hier auch noch bei mir rum
Habe auch mal deine Beiträge in der Selbstbausektion gelesen und bin erstmal beeindruckt, bzw. verstehe da ob der vielen mir unbekannten Sachen nur Bahnhof

Maik
Mayall
Inventar
#240 erstellt: 12. Jul 2010, 21:03
Guten Abend,

solche Chassis haben wir in Jugendjahren zum Boxen bauen "Frei aus der Hand" benutzt. Die klangen sogar ganz passabel.

@Maik, ich glaube das Du noch eine PN hast.

stratihatti
Stammgast
#241 erstellt: 13. Jul 2010, 06:40

sehrinteressiert schrieb:
Hi Hatti

Nee, ich bin nich Ingo.

Zu deinen Ovalen: Das sind doch Chassis aus ollen Röhrenradios, oder? Mensch, solcherlei Dinger kullern hier auch noch bei mir rum
Habe auch mal deine Beiträge in der Selbstbausektion gelesen und bin erstmal beeindruckt, bzw. verstehe da ob der vielen mir unbekannten Sachen nur Bahnhof

Maik


Hallo Maik (nicht Ingo) Ingo natürlich auch hallo:-),

Bahnhof verstehen ist doch schon mehr als nix... Liegt wohl daran, das ich anders an die Materie ran gehe.
Du darfst gerne fragen. Bei Bahnhof fällt mir spontan RFT3401 ein, das ist auch ein interessantes DDR-Chassis. In 140 Liter mit dezenter smile-Einstellung am EQ, geile Partypappe.

Die Ovalen sind wohl aus alten Radios, keine Ahnung. Bin lediglich Wessi, Die habe ich aus Neugier inne Bucht geschossen, wie eigentlich alle alten Chassis, die sich im Keller stapeln.

Interressant sind auch die etwas kleineren Ovalen L???? (liegen im Keller, muss ich mal schauen), die benötigen jedoch nen Hochdöner.

Bild habe ich aufm Rechner. War mal nen Quick and dirty Versuch, ob man Ovale besser hochkant oder waagerecht einbaut. Ist übriegens für die Abstrahlung (Hochtonabfall unter Winkel) egal.



Schönen Tag, Hatti
sehrinteressiert
Ist häufiger hier
#242 erstellt: 08. Sep 2010, 11:07
Hallo

Ich hole den Fred hier noch mal nach oben. Sommerpause ist vorüber. Nicht einschlafen lassen, das Thema hier. Es gab auch HIFI in der ehemaligen sowjetischen Besatzungszone!


Maik
Jazzy
Inventar
#243 erstellt: 08. Sep 2010, 18:55
Hatti schrieb:

Neuropin Type B2618/5

wohl eher Neuruppin,das sind ja alles Städtenamen,Geithain ja ebenso(noch wesentlich genialer als die ollen Pappkameraden) .
thomas19/
Neuling
#244 erstellt: 21. Apr 2013, 18:56
Hallo Leute,
zu den Spitzen-Geräten von RFT kann man sagen, dass sie sehr aufwendig konstruierte Radioteile hatten, besonders das UKW-Eingangsteil, welches mit Rauschkompensationsspulen u. ZF-Saugkreisen bestückt war. Im ZF-Verstärkerteil mußte man sich lange Zeit mit den Schaltkreisen wie A 225D(TDA 1047) o. A 220D begnügen, da höherwertige IC´s auf der Cocom-Liste standen. Klanglich waren die IC-bestückten NF-Verstärker den Geräten westl. Markenhersteller klar unterlegen, man hatte zu wenig Leute, die in der Lage waren, hochwertige Schaltkreise zu entwickeln. Im RFT-Laden am Senderknopf eines Rema Toccata o. eines Hifi 100 herumzudrehen, dass war schon was besonderes, schließlich konnte sich diese technisch ausgefeilten Geräte kaum einer leisten.
mfG
thomas19/
sehrinteressiert
Ist häufiger hier
#245 erstellt: 21. Apr 2013, 21:17
Hi Thomas


schließlich konnte sich diese technisch ausgefeilten Geräte kaum einer leisten.

Ich habe es mir geleistet Und habe ne Menge Kohle dafür auf den Tisch legen müssen. Das komplette 3930er System hat mir damals finanziell fast den Hals gebrochen. Aber toll war es, das Gefühl, was "Gutes" zu haben.
Enpfangstechnisch sind die alten Tuner von damals (ab den 80er Jahren) den heutigen billigen Einchip Tunern um Welten überlegen. Allerdings gehen die ZF Filter (zumindest bei bestimmten Geräten) schon mal nach so langer Zeit den Bach runter und müssen ersetzt werden. Ein alter SKR 700 durfte sich neulich bei mir mit einer modernen Yamaha Microstereoanlge messen. Das Ergebnis war niederschmetternd für den modernen Kandidaten. Während der SKR noch klar in Stereo empfing, war beim Yamaha nur ein verrauschtes "Etwas" zu hören. Dabei kostete die Yamaha so gute 450 Öre. Also nciht wirklich billig. Gut, dass ich nicht das Geld dafür ausgab, sondern mein Kumpel,

Maik
thomas19/
Neuling
#246 erstellt: 22. Apr 2013, 18:43
Hallo Maik,
ich hatte auch mal einen gebrauchten SKR700 in den Fingern, er funktionierte im Batteriebetrieb(Radio), aber im Netzbetrieb ratterte nur das Relais. Bemerkenswert war das UKW-Eingangsteil, es hatte einen getrennten Oszillator( local Oscilator) u. somit keine Mitzieheffekte bei der Senderabstimmung. Die Abstimmanzeige war auch recht pfiffig gelöst u. er hatte eine Bandsortenumschaltung (Fe-Cro2), was bei westlicher "Henkelware" auch nicht gerade selbstverständlich ist. Leider sind mir beim "Reparieren" der Netzschalter u. der PF2-Schalter kaputtgegangen. Der SKR700 ist wirklich verdammt eng gepackt. Jetzt hab ich meinen MGR 61 Walkman von Sanyo rausgekramt. Der funktioniert fast noch tadellos, nur das Poti kratzt etwas u. beim Kassettenteil löst sich die Bandendabschaltung aus, sobald man die Play-Taste loslässt.
mfG
thomas19/
-marvin-
Ist häufiger hier
#247 erstellt: 27. Apr 2013, 20:53
Hallo an alle Interessierten,
zu diesem interessanten Fred muss ich jetzt doch mal meinen Senf dazugeben
Die RFT-Tuner sind und bleiben Spitzenklasse (ich beziehe mich jetzt mal hauptsächlich auf HMK-T 100/200). Selbst der Onkyo Integra T 4670 (kleiner Bruder vom Referenztuner T 9990) kommt nicht an die Trennschärfe und das Stereobild des HMK-T x00 heran Grund dafür ist ganz klar, man wollte ja noch die Westsender empfangen
Auch die BR 25(E)/26 von RFT sind erstklassige Lautsprecher, für deren Klangqualität man heute neu etwa 1000€ in die Hand nehmen muss. Bassmäßig sind sie nicht so toll, aber sie sind halt als kleine Regallautsprecher und nicht als Standboxen konzipiert worden. Die BR 50 sind auch schön, allerdings im Direktvergleich zur BR 25 etwas mittenlastig und keine wirkliche Steigerung. Aufgrund ihres Preises im Gegensatz zur BR 25 keine gute Investion.
Zu den Verstärkern und dem Laufwerk MU 300 (aus SKR 700 und SK 3930 bekannt) erzähl ich jetzt lieber nix, da graust es mir immernoch
Gruß vom RFT-Sammler und trotzdem HiFi-Etablierten


[Beitrag von -marvin- am 27. Apr 2013, 20:54 bearbeitet]
sensor1
Inventar
#248 erstellt: 27. Apr 2013, 21:39
Hi

die Anlage war damals mein ganzer stolz,in Verbindung mit einem ZK246 und einem SK 3000 HIFI. Und sie spielt immer noch. Klanglich würde ich behaupten sind die LS nicht so toll auch die Lautsprecher-Steckverbindung zum RS 5001 war alles andere als optimal. Aber man wusste sich ja zu helfen

MfG sensor

Robotron 1900
-marvin-
Ist häufiger hier
#249 erstellt: 27. Apr 2013, 23:04
Oha ein schönes RS 5001 mit Corona-Lautsprechern.
Das RS 5001 ist und bleibt einfach zeitlos und schön !
x-terminator
Stammgast
#250 erstellt: 28. Apr 2013, 18:51

-marvin- (Beitrag #247) schrieb:
Zu den Verstärkern und dem Laufwerk MU 300 (aus SKR 700 und SK 3930 bekannt) erzähl ich jetzt lieber nix, da graust es mir immernoch

Das war einer der Hauptgründe, weshalb ich mir Ende der 80er lieber eine S-3900 Anlage aus neuwertigen gebrauchten Komponenten zusammengestellt habe als eine neue S-3930 Anlage zu kaufen. Das Laufwerk des SK-3900 war um Längen besser als das des SK-3930. Auch sonst fand ich, dass man bei der S-3930 Anlage einiges eingespart hat. Es gab für die S-3930 auch keinen Mixer/Equalizer mehr wie den SM-3900. Er ließ sich zwar problemlos einbinden, passte aber optisch nicht zu den 3900er Komponenten. An letzterem hatte ich zwei Tonbandgeräte - ein Unitra ZK-246 und ein UHER Royal De Luxe - betrieben. Mit einer ordentlichen UKW-Antenne konnte ich mit dem ST-3900 ohne Probleme in Leipzig NDR1 und NDR2 in Stereo hören. Es gab mit den Geräten auch keine Nennenswerten Probleme. Einzig ein Elko im Netzteil des SM-3900 hatte nach einigen Wochen seinen Dienst quittiert. Nach Austausch desselben lief die Anlage über viele Jahre bis ich sie an einen Sammler verkauft habe.


[Beitrag von x-terminator am 28. Apr 2013, 18:53 bearbeitet]
-marvin-
Ist häufiger hier
#251 erstellt: 28. Apr 2013, 19:15

x-terminator (Beitrag #250) schrieb:

-marvin- (Beitrag #247) schrieb:
Zu den Verstärkern und dem Laufwerk MU 300 (aus SKR 700 und SK 3930 bekannt) erzähl ich jetzt lieber nix, da graust es mir immernoch

Das war einer der Hauptgründe, weshalb ich mir Ende der 80er lieber eine S-3900 Anlage aus neuwertigen gebrauchten Komponenten zusammengestellt habe als eine neue S-3930 Anlage zu kaufen. Das Laufwerk des SK-3900 war um Längen besser als das des SK-3930.

Jup, das schöne 2-Motorenlaufwerk, was technisch sogar dem des Topmodell HMK-D 100/200 ähnelt
Mit dem MU 300 ist man im SK/SDK 3930 einen ganz schönen Kompromiss eingegangen !

x-terminator (Beitrag #250) schrieb:

Es gab für die S-3930 auch keinen Mixer/Equalizer mehr wie den SM-3900.

Das stimmt nicht ganz. Es gab den SM 3930, welcher der technisch verbesserte Nachfolger war und sogar in wesentlich größerer Stückzahl als der SM 3900 hergestellt wurde. Er hat zwar keine Ausgangspegelanzeige mehr, dafür aber einen Kopfhöreranschluss. Außerdem gab es für die Serie 3930 3 verschiedene Plattenspieler; 3 verschiedene Verstärker; zusätzlich zu dem Analogtuner noch einen Digitaltuner, der auf dem HMK-T 210 basiert; ein Receiver (SR 3930) sowie ein Lichteffektgerät (SL 3930). War bloß eine Frage der Verfügbarkeit vor Ort
Gruß Marvin
Suche:
Gehe zu Seite: |vorherige| Erste 2 3 4 5 Letzte |nächste|
Das könnte Dich auch interessieren:
Was taugen ältere Tuner ?
*HRK* am 20.08.2008  –  Letzte Antwort am 10.02.2014  –  53 Beiträge
receiver aus der ddr
thmx am 30.01.2005  –  Letzte Antwort am 31.01.2005  –  9 Beiträge
DDR KUGEL-BOXEN REPARIEREN
fliese66 am 18.05.2009  –  Letzte Antwort am 18.05.2009  –  4 Beiträge
DDR Gerät-- Lautsprecher anschließen
fs50 am 04.05.2010  –  Letzte Antwort am 05.05.2010  –  3 Beiträge
Preise von DDR portables
*TPR* am 02.04.2008  –  Letzte Antwort am 04.04.2008  –  5 Beiträge
DDR Technik an Moderne Anlage?
ronnst am 23.12.2012  –  Letzte Antwort am 23.12.2012  –  4 Beiträge
WAS TAUGEN "ALTE" VERSTÄRKER
gringorianer am 14.11.2007  –  Letzte Antwort am 16.11.2007  –  28 Beiträge
Japanische Anlage aus DDR Zeit
corrosion22000 am 11.03.2006  –  Letzte Antwort am 02.04.2010  –  22 Beiträge
Taugen diese MARANTZ Teile was??
HiFi_OPA am 25.05.2004  –  Letzte Antwort am 29.05.2004  –  39 Beiträge
altes DDR Radio UKW Anschluss
telex am 01.02.2013  –  Letzte Antwort am 01.02.2013  –  2 Beiträge

Anzeige

Aktuelle Aktion

Partner Widget schließen

  • beyerdynamic Logo
  • DALI Logo
  • SAMSUNG Logo
  • TCL Logo

Forumsstatistik Widget schließen

  • Registrierte Mitglieder851.220 ( Heute: 58 )
  • Neuestes MitgliedKäsekroko
  • Gesamtzahl an Themen1.419.984
  • Gesamtzahl an Beiträgen19.037.261

Hersteller in diesem Thread Widget schließen