Endstufe L-08m wieder zum Laufen bringen

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clausa
Stammgast
#1 erstellt: 23. Apr 2008, 09:36
Hallo, habe seit kurzem zwei Kenwood L-08m Endstufen.
Eine defekt, eine große Klasse.
Ich will die defekte wieder zum Laufen bringen. Das gute Stück leuchtet an der Anzeigenlampe auf wenn man Strom darauf gibt. Der Traffo summt ganz leise höhrbar. Das erste Relais schaltet wenn man den Ein-Aus Schalter drückt. Das zweite klacken, der gesunden Endstufe, bleibt allerdings aus.
Die Sicherungen sind überprüft.
Beim Öfnnen konnte ich folgendes feststellen: Das Ding hat 6 Ring-emitter. 4 davon hatte durchgang zwischen Basis und emitter, 2hatten keinen. Vergleichsmessung bei der gesunden Endstufe ergaben das kein Ring-emitter durchgang hat und das offensichtlich auch so gehöhrt. Der Zugang ist Kinderleicht, und die Emitter mit zwei Handgriffen getauscht. Nun die Frage: Wenn ich die Dinger austausche möchte ich nicht das die Emitter mir um die Ohren fliegen, falls das nicht das Ursprungsproblem war. Wie kann ich das verhindern? Wie steht es mit den Elko`s. Sollten die auch gleich getauscht werden?
Vieleicht noch viel einfacher: Hat noch jemand eine einzelne L-08m rumstehen, die ihr armes Leben als Subwoofer-endstufe fristen muß?
Gruß
Claus
Ingor
Inventar
#2 erstellt: 26. Apr 2008, 15:22
Ich würde sämtliche Spannungen an den Transistoren der Endstufe messen und aufschreiben. Das Gleiche bei der funktionierenden Endstufe. Natürlich weichen die Spannungen voeinander ab, aber mit ein bisschen Glück erkennt man ganz dicke Hunde z.B. bei der Basisspannung. Ansonsten bleibt leider nur großflächig die umliegenden Bauteile messen. Vor allem natürlich die Transistoren in der Treiberstufe.
rorenoren
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 26. Apr 2008, 20:14
Moin,

ich habe mal für einen Kumpel so eine Endstufe "repariert".

Hinterlistig, das Teil.

Alle Transistoren durch Ersatztypen getauscht, war vielleicht der Fehler.

In der Treiber und Vorstufe waren auch einige Transistoren defekt.

Alles erneuert, und ausprobiert.

Sicherung blitzte auf.

Nochmal alles überprüft und evtl. Problemstellen nachgelötet, lief!

Der Kumpel hatte das Gerät als Bassverstärker in seiner Band laufen.

Einen ganzen Probeabend hielt die Endstufe durch, wurde kaum warm, alles gut.

Nur beim Ausschalten brannte die Sicherung wieder durch und auch mit einer neuen war nichts mehr zu machen.

War wohl wieder alles durch, hatte aber keine Lust mehr.

Nur so als Demoralisierung!

Heute kosten Transistoren vermutlich "nix" mehr, da lohnt es sich eher, damals waren die Dinger noch richtig teuer.
(ca 15 DM das Stück)

Ich wünsche dir trotzdem viel Glück mit der Reparatur, suche aber gründlichst nach weiteren Fehlern.

In gleichstromgekoppelten Verstärkerstufen kann wirklich alles andere defekt sein.

Ich habe noch den (schlecht kopierten) Schaltplan, wenn du ihn brauchst scanne ich ihn dir ein.

Spannungsangaben kann man leider nicht lesen, wie auch den Rest der Schrift, aber besser als nichts.

Gruus, Jens
clausa
Stammgast
#4 erstellt: 28. Apr 2008, 21:46
Ja,... Danke ihr beiden.
Jens wenn du willst,kannst du mir gerne den Schaltplan zukommen lassen. Ich tu dann mal so als könnt ich etwas damit anfangen. Nein,Spaß beiseite. Das wäre wirklich nett
und würde zumindest ein Stückchen weiterhelfen.
Frag doch mal deinen Kumpel, ob er die L-08m noch hat!
Viele Grüße ins Forum
rorenoren
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 29. Apr 2008, 04:16
Moin,

der ist leider vor einigen Jahren verstorben.

Den Plan versuche ich evtl. heute abend mal zu scannen.

Du kannst mir deine Emailadresse schon mal per PM zukommen lassen.

Gruss, Jens
armin777
Gesperrt
#6 erstellt: 29. Apr 2008, 08:19
Hallo clausa,

habe in den 80er Jahren als Techniker in einer Kenwood-Werkstatt viel der L-08M auf dem Tisch gehabt zur Reparatur. Ich rate Dir von einer Selbst-Reparatur absolut ab.
Die Dinger brennen sehr gerne von vorn bis hinten ab - ohne jeden erkennbaren Grund. Ursache: Eigenschwingen mit Frequenzen von über 50 kHz! Die von Dir ganz richtig bezeichneten Ringemitter-Transistoren sind heute nur noch sehr schwer erhältlich und darüber hinaus sehr teuer. Eine Reparatur sollte daher, wenn überhaupt, nur noch aus Liebhaberei vorgenommen werden. In einer Werkstatt, die das kann, mußt Du mit 3-400 Euro rechnen!

Beste Grüße
Armin
clausa
Stammgast
#7 erstellt: 30. Apr 2008, 11:59
Das habe ich schon öfters gehöhrt das die sich aufschwingen. Kann man da nicht etwas machen? In welchem Teil treten denn die Schwingungen auf ? Hilft da nicht ein entsprechendes Bauteil um dies zu vermeiden? 50KHz ist doch außerhalb des höhrbaren Bereichs. Da muß sich doch etwas machen lassen. Sind die L-07 MkII auch Aufschwinggefährdet?
audiophilanthrop
Inventar
#8 erstellt: 30. Apr 2008, 14:26
So einen Designfehler bügelt man nicht mal eben schnell aus. Sonst hätten die von Kenwood das ja hingekriegt - war ja nicht deren erster Verstärker. Da müßte man sich mal Schaltung und Boardlayout genau ansehen, vielleicht fällt einem ja was auf.
rorenoren
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 30. Apr 2008, 16:19
Moin,

Edit:
ich schrieb gerade eben:

mein schei....... Scanner wird nicht erkannt.
Schei...... Windows Dreckmist!

Wäre ich nur nicht zu blöd, Linux zu verstehen und zu installieren.


Alles Quatsch,

SCSI Karte war nicht ganz eingesteckt.
(Wackliger Rechner)


Ich versuche den Plan abzufotografieren.


Habe gescannt, werde gleich senden.

Gruss, Jens


[Beitrag von rorenoren am 30. Apr 2008, 16:52 bearbeitet]
armin777
Gesperrt
#10 erstellt: 01. Mai 2008, 08:52

clausa schrieb:
Das habe ich schon öfters gehöhrt das die sich aufschwingen. Kann man da nicht etwas machen? In welchem Teil treten denn die Schwingungen auf ? Hilft da nicht ein entsprechendes Bauteil um dies zu vermeiden? 50KHz ist doch außerhalb des höhrbaren Bereichs. Da muß sich doch etwas machen lassen. Sind die L-07 MkII auch Aufschwinggefährdet?


Hallo clausa,

ja, die L-07 und auch die MKII haben diese Neigung ebenfalls. Für diese gibt es von KENWOOD veröffentliche Modifikationen um die Schwingneigung einzudämmen (diverse Kondensatoren in Styroflex-Typen austauschen!).

Für die L-08M gab es keine offizielle Modifikation, aber in unserer KENWOOD-Vertragswerkstatt hatte man den C29 (22µF/35V) als häufigsten Übeltäter identifiziert! Durch gleichen Wert ersetzen, der alte hat lediglich keine Kapazität mehr!

Beste Grüße
Armin
clausa
Stammgast
#11 erstellt: 05. Mai 2008, 20:56
Danke Jens für die Pläne! Sind wirklich schwer zu erkennen,
aber kostet halt mehr Mühe. Danke. Armin, Hast du evtl noch gut lesbare Pläne?
Ansonsten hat niemand noch eine Kenwood L-08m rumstehen???
Gruß
clausa
Stammgast
#12 erstellt: 17. Mrz 2009, 11:35
Habe sie jetzt reparieren lassen.
War vergleichsweise günstig.
Einfach gut!
clausa
Stammgast
#13 erstellt: 17. Mrz 2009, 11:37
Armin hattest recht.
Die Werkstatt hatte selbst mit gutem Schaltplan alle Hände voll zu tun.
clausa
Stammgast
#14 erstellt: 17. Mrz 2009, 11:38
Danke Jens,
wenn du den Schaltplan brauchst...
Gruß Claus
HisVoice
Inventar
#15 erstellt: 17. Mrz 2009, 16:19

clausa schrieb:
.............
Ansonsten hat niemand noch eine Kenwood L-08m rumstehen???
Gruß


Doooooch

Aber noch auf dem OP Tisch

Sollte am WE wieder "laufen" mit einer L08C , einer der Monos wurde mit einer defekten L07C "hochgejagt" (um die muß ich mich auch noch kümmern,aber das hat Zeit,hier spielt ja noch eine frisch überholte an der passenden Kombi)

Bei der L08M hat es vier der sechs Endstufentransistoren gehimmelt einen Treiber (2SC2378) und vier Widerstände ,also alles noch im grünen Bereich

Grüße Martin


[Beitrag von HisVoice am 17. Mrz 2009, 16:20 bearbeitet]
clausa
Stammgast
#16 erstellt: 17. Mrz 2009, 20:14
Toll, ich dachte schon wir zu zweit auf dieser Welt.
Aber es gibt noch einen Dritten!!
Machst du die Rep selber?
Seit wann hast du die L-08m?
Und wo bitte bekommt man ein L-08c her???
Brauchst du noch Bezugsadressen für die Ringkerntransmitter?? Ich glaube ich habe sogar noch welche übrig. Als "Anfänger " wurde mir abgeraten mich selber an die Rep zu machen. das würde mich ja total schärfen.
Betreibst du noch weitere solche Schätze?
Gruß
Claus
clausa
Stammgast
#17 erstellt: 17. Mrz 2009, 20:16
Übrigens benutzte ich 2sc2556 und 2SA1095er Ringkerntransmitter.
hf500
Moderator
#18 erstellt: 17. Mrz 2009, 21:16

clausa schrieb:
Übrigens benutzte ich 2sc2556 und 2SA1095er Ringkerntransmitter.


Moin,
um Himmels willen, hier vermischen sich aber mehrere Begriffe ;-)

Ein Ringkerntransmitter waere ein Sender, der irgendwas mit einem Ringkern hat (Vervielfacherdrossel eines Maschinensenders? ;-)

Damit sich das Kuddelmuddel nicht einbrennt:

Was Du meinst, ist ein Ringemittertransistor.

;-)

73
Peter

2SA1095: 160V, 15A, 150W, 60MHz

2SC2556 kann nicht stimmen, denn das ist ein Videotransistor:
130/40V, 1A, 200MHz
clausa
Stammgast
#19 erstellt: 18. Mrz 2009, 00:40
Danke Peter
hat ich doch fast geschrieben.
clausa
Stammgast
#20 erstellt: 18. Mrz 2009, 00:43
2sc2565 toshiba
Gruß
umzugsfahrer
Schaut ab und zu mal vorbei
#21 erstellt: 18. Mrz 2009, 09:57
Hi,


Ansonsten hat niemand noch eine Kenwood L-08m rumstehen???


Na gut, dann stelle ich mich einfach mal in die Reihe.

Bei mir laufen auch 2 08M zu meiner Zufriedenheit. Ich habe sie weil sie mE gut sind und mir das Design gefällt.

Sie wurden wohl durch den Vorbesitzer bereits überholt/bzw. er hat sie überholen lassen - na ja, mal schauen wie lange sie halten.

Falls Du mir auch den Schaltplan mailen könntest - das wäre echt klasse - nur falls mal was dran kommen sollte.


Und wo bitte bekommt man ein L-08c her???


Das wird extrem schwierig - sie taucht vielleicht einmal im Jahr in der Bucht auf und dann mit vielen Scheinen "beschwert" wieder unter.

Hat jemand von Euch mal das externe Zusatznetzteil live gesehen - das scheint noch viel seltener zu sein als der Rest der Serie.

LG
Marc
armin777
Gesperrt
#22 erstellt: 18. Mrz 2009, 10:56

clausa schrieb:
Und wo bitte bekommt man ein L-08c her???

Betreibst du noch weitere solche Schätze?
Gruß
Claus


Hallo Claus,

ich kann ja mal für Martin antworten. Den L-08C hat er von mir, weil er ohne Endstufen war und äußerlich wirklich nicht mehr gut aussah. Martin will ihn aber wieder zurecht trimmen, inkl neuer Lackierung! Die L-08M repariert er auch selber, wofür ich Martin wirklich bewundere, denn er ist kein Elektroniker, bekommt aber fast alles wieder hin. Chapeau!

Wenn Du den Rest von Martins Schätzen sehen würdest, würde Dir vermutlich schwindlig werden - ich kenne keine umfassendere KENWOOD-Sammlung!!! So 70-80 Kenwoods sind da schon versammelt.

Im Übrigen sind die 2SC2565 und die 2SA1095 keine Ringemittertransistoren, die kannst Du an 5 Anschlußbeinen erkennen (2 mal Basis, 2 mal Kollektor und einen (Ring-)Emitter). Die hießen bei Kenwood DAT1521N und DAT1521P oder DAT1018N und DAT1018P und waren in den Modellen KA-2200 und Basic M-2 eingebaut.

Beste Grüße
Armin
clausa
Stammgast
#23 erstellt: 19. Mrz 2009, 23:39
das externe Netztein nur auf verschiedenen Seiten im Internet. Würde mich mal brennend interessieren wie das angeschlossen würde. Wenn ich die Seite richtig übersetzt habe können mit mehreren Netzteilen die Leistung gesteigert werden??! So was geht doch gar nicht,Oder?
!Achim sag mal was!
MARTIN
Wie machst du daß, das du alle Geräte rep ohne das gelernt zu haben?
Marc
ich muß das mal altmodisch kopieren.
Gib mir doch mal deine Anschrift bevor das Forum hier schließt. Snüff.

Ich muß bekennen, mir war gar nicht klar daß eine solch hohe Fehlerdichte in einem einfachen Satz stecken kann:

ZITAT: "Übrigens benutzte ich 2sc2556 und 2SA1095er Ringkerntransmitter."

Wenn ich nicht wüßte dass der von mir selber stammt..
Gruß
clausa
Stammgast
#24 erstellt: 14. Apr 2009, 19:56
Letzte Woche ist ein L-08c durch das Netz. Allerdings waren 360 Euro gerade nicht in meinem Geldbeutel. SEHR SCHADE.
Die Monoblöcke dazu hat er auch verkauft, aber die sind irgendwie an mir vorbeigegangen. Wie auch immer die das gemacht haben. Ich habe gut beobachtet.
Grüße
pianonobile
Neuling
#25 erstellt: 03. Apr 2011, 14:50
Hallo aus Düsseldorf,
erst heute bin ich auf diesen Meinungsaustausch gestossen und so möchte ich ordnungsgemäß als L-08 M + C Besitzer melden.
Wobei die Zeit auch am Vorverstärker Spuren hinterlassen hat, aber er funktioniert!

Leider ist vor kurzem eine Endstufe kaputt gegangen und braucht dringend Hilfe.
Ich hatte sie schon in der Werkstatt, aber man gab mir den freundschaftlichen Rat, die Finger davon zu lassen, es wäre zu aufwendig sie zu reparieren.
Dabei ist das Ableben völlig friedlich vor sich gegangen ohne großes Getöse oder
Qualm. Leider weiss ich nicht im Detail was alles kaputt gegangen ist.
Betrieben wurden die Apogee Duettas. Ist auch ein wahrhaft gute Kombination.

Habt Ihr einen Tipp, welche Werkstatt sich damit auskennt und faire Preise hat?
Ich kann mich nicht damit abfinden, daß sie stumm bleiben soll.

Andreas
pianonobile
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