Onkyo TX 4500

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_ardbeg_
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 18. Sep 2009, 07:42
Hallo Zusammen,

ich hätte mal eine Frage zum oben genannten Receiver.

Wenn ich den Receiver einschalte, und haben den LS-Wahlschalter auf A stehen, bekomme ich böse Knackser, da das LS-Relais direkt anzieht. Ich muss ihn immer einschalten und dann die LS dazuschalten.
Ist das normal oder sollte das Relais später schließen?
Wenn das so ist, woran kann es liegen? Trockene Elkos?
Danke schon mal und viele Grüße

Ardbeg
RetroFelix
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 18. Sep 2009, 11:41
Hallo ardbeg,

hmmh das könnte schon ein trockener Elko sein, nämlich der, der durch sein Aufladen für die Verzögerung sorgt(wenn das bei deinem Verstärker so ausgeführt ist).

greetz Felix
semmeltrepp
Gesperrt
#3 erstellt: 18. Sep 2009, 12:01
5 Sekunden bis zum "Klacken" des Relais sollten normal sein. Womöglich ist da wirklich ein Elko trocken und die Zeitkonstante "geht etwas vor" .
armin777
Gesperrt
#4 erstellt: 19. Sep 2009, 06:22
Hallo Ardbeg,

schau Dir mal die Schutzschaltung genau an. Ich habe es leider schon oft erleben müssen, dass manche Zeitgenossen die Schutzschaltung überbrücken, dann geht sie sofort an, sobald man einschaltet, weil sie vorher eben nicht anging un dman das Gerät nicht verkaufen könnte.

Natürlich wäre es auch durchaus denkbar, dass der Elko in der Schutzschaltung (steht in der Nähe des Relais und ist meist zwischen 100 und 470µF groß) keine Kapazität mehr hat und daher keine Zeit benötigt (semmeltrepp schrieb, sie gehe vor, meint aber wohl dasselbe)- dies wäre die einfachere Variante.

War der Fehler schon, als Du das Gerät bekommen hast - oder stellte er sich erst nach und nach ein?

Beste Grüße
Armin
_ardbeg_
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 19. Sep 2009, 11:26
Hallo Zusammen,

erstmal vielen Dank für die Antworten.

Ich habe das Gerät jetzt doch nochmal aufgeschraubt und mir die Platine genau angeschaut.
Ich hatte nach dem Kauf alle Elkos der Netzteil- und Endstufenplatine gewechselt, da manche schon anfingen auszulaufen. Das Gerät funktionierte zwar von Anfang an, aber erst nach dieser Tätigkeit mit dem Klang, den das gute Stück haben sollte.
Ich bin mir jetzt nciht mehr 100% sicher, ob die Probleme mit der Einschaltverzögerung von Anfang an da waren, aber ich meine doch, ist halt shcon zwei Jahre her.
Jedenfalls bezweifel ich, dass es an den Elkos liegt, die sind ja erst zwei Jahre alt. Auch kann ich keine "Basteleien" erkennen.
Ich habe die Diode D701 (wer helfen mag, aber den Schaltplan nicht besitzt, bitte PM an mich) getaucht, weil die vom ausgetretenen Elektrolyt versaut hab, mit einem Ersatztyp, den mir der Elektronikhändler empfohlen hatte. Kann sie einfluss haben? D708 und 709 scheinen i.O.
Ich hoffe ihr könnt mir weiterhin bei der Suche des Fehler ein wenig unter die Arme greifen.
Danke und viele Grüße

Ardbeg
_ardbeg_
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 19. Sep 2009, 11:28
P.S. @Armin

Ein so schönes Exemplar wie deins, hätte ich auch gern ;-)
Hast du rein zufällig noch ein passendes Balance-Poti?
_ardbeg_
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 19. Sep 2009, 11:42
Eins könnte vielleicht noch interessant sein, aber vielleicht auch vollkommen unwichtig.
Die beiden Transistoren Q903 und Q904 werden verglichen mit den anderen beiden sehr sehr warm, das Kühlblech kann man kaum anlangen.
armin777
Gesperrt
#8 erstellt: 19. Sep 2009, 12:16
Hallo Ardbeg,

welchen TX-4500 meinst Du denn? Ich besitze doch gar keinen.
Meinst Du vielleicht ein Kundengerät, was ich restauriert habe?

Wenn Transistoren so heiß werden, das man das Blech kaum anfassen kann, ist meistens etwas faul. Habe aber derzeit kein SM zur Hand, dass ich Dir weiter helfen kann. Das was Du mit Auslaufen meinst, ist meist nur Klebstoff auf der Platine, der soll die Elkos im Lötbad während der Fertigung fixieren.

Beste Grüße
Armin


[Beitrag von armin777 am 19. Sep 2009, 12:16 bearbeitet]
_ardbeg_
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 19. Sep 2009, 12:37
Hallo Armin,

wer lesen kann, ist klar im Vorteil; es war eins deiner Kundengeräte

Das, was da ausgelaufen ist, war so eine trockene schwarze Schicht unter lediglich zwei Elkos, das klebte nichts, war ganz leicht abzukriegen, denke nicht, dass es Klebstoff war.

Per PM scheint man keine Daten verschicken zu können. Hast du Lust und zeit einen Blick darauf zu werfen? Dann könnt ich es dir per Mail zuschicken.

Wie schauts mit dem Balance-Poti aus?
Viele Grüße

Ardbeg
armin777
Gesperrt
#10 erstellt: 19. Sep 2009, 13:49
Hallo Ardbeg,

muss das Balancepoti denn erneuert werden?? Ich könnte evtl. eines ausbauen, wenn es denn nötig ist.

Wenn Du Daten schicken willst dann direkt auf

armin(at)good-old-hifi.de

Dann poste ich hier, was ich glaube, woran es liegen könnte. Wird aber erst Montag etwas, ich mache jetzt Feierabend und Wochenende.

Beste Grüße
Armin
_ardbeg_
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 19. Sep 2009, 14:33
Hallo Armin,

danke, dass du dir die Zeit nimmst!!
Bin auf den Anfang kommender Woche gespannt, ob du einen Verdächtigen hast!!
Schönes Wochenende

Ardbeg
armin777
Gesperrt
#12 erstellt: 21. Sep 2009, 07:31
Hallo Ardbeg,

also ich habe mir das Schaltbild mal angeschaut - die Transistoren Q902 und Q904 erzeugen etwa +/- 23Volt für den Phonovorverstärker und den Voverstärker - da wird nicht viel Leistung vebraten. In beiden Ausgängen liegt je ein Widerstand (R912 und R918) zur Strombegrenzung, kann also eigentlich nichts verkehrt sein, solange das Gerät (besonders im Phonozweig) noch arbeitet. Die hohe Wärme erklärt sich wohl aus der Tatsache, dass an den Eingängen der beiden zu warmen Transistoren 41 Volt anliegen und somit hohe Verlustleistungen abgeliefert werden müssen.

Also keine Gefahr von dort!

Beste Grüße
Armin
_ardbeg_
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 21. Sep 2009, 07:51
Hallo Armin,

danke für die schnelle Antwort und vor allem für die Erklärung der hohen Temperatur der beiden Freunde
Auch wenn ich jetzt Gefahr laufe digital geköpft zu werden:
Die Phonostufe funktioniert nicht
Dann mach ich mich mal nochmal ran...
Wenn du derweil irgendwelche Tips hast; kann sie sicher gebrauchen.
Danke schon mal,

Ardbeg
armin777
Gesperrt
#14 erstellt: 21. Sep 2009, 08:02
Hallo Ardbeg,

na, also dann haben wir doch schon mal einen Hinweis!

Miss am besten mal den Spannungsabfall über R912 und R918 - dann wissen wir, wo der Hase im Pfeffer liegt.

Beste Grüße
Armin
_ardbeg_
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 21. Sep 2009, 08:17
Hallo Armin,

die Spannungen:

über den Widerständen:

R912: 0,4V
R918: 0,5V

BP+ und BP- sind sauber bei knappen +-23V

Das scheint doch zu passen oder?
Der Vorverstärker läuft ja auch über diese Versorgung und funktioniert einwandfrei.
Ich gleiche mal die Spannungen des Manuals aus dem Schutzschaltungsteil derweil ab.
Danke und viele Grüße

Ardbeg

P.S. Echt Klasse, dass du mit deinem geballten Wissen den Leuten hier zur Seite stehst!!!
_ardbeg_
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 21. Sep 2009, 08:32
Da bin ich schon wieder.
Die Spannung an den Transistoren sind alle i.O.
Mir scheint so, als wenn die Verzögerung aus Q706 und C706 aufgebaut wird, oder?
Kann ich D708 mal rauslöten um zu schauen, ob die den C706 kurzschließt oder ist das gefährlich?
Die Phonoplatine schaue ich mir danach an
Danke!!!
audiophilanthrop
Inventar
#17 erstellt: 24. Sep 2009, 16:52
Die Verzögerung kommt im Prinzip durch R716 und C706 zustande, wenn ich das richtig sehe. D708 kannst du mal auslöten und prüfen, sollte sich in Vorwärtsrichtung wie eine gewöhnliche Si-Diode verhalten und rückwärts ca. 6 V Spannungsabfall produzieren (5,6 V oder 6,1 V nom). Ohne würde ich den Receiver aber nicht betreiben, Q705 wäre evtl. nicht so begeistert.

Bei der Phonoplatine am besten mal mit Oszi prüfen, ob was rauskommt... nicht daß das Signal danach verlustig geht. Den Eingangsumschalter (Phono 1/2) auch abklopfen.
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