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Plattenspieler einstellen

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DerKlausi
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 22. Aug 2010, 16:16
Hallo,

ich habe einen alten (?) Plattenspieler geerbt.

Es handelt sich um einen Universum BSR C164 mit paar Platten aus den 80ern.

Ich habe das Problem das er zwar spielt, aber nicht immer die Spur weiterwechselt, er läuft dann in der gleichen Spur erneut.

Ahnung habe ich absolut keine. Es gibt diverse einstellmöglicheiten, einmal das armgewicht und dessen "feintuning". Das leuchtet mir noch ein.

Dann gibt es zwei schrauben mit Federn, eine horizontal und eine Vertikal. Ich glaube damit stellt man die äußeren Endpunkte und die tiefstmögliche Stellung der Nadel ein.

Dann gibt es noch eine Skate einstellung, die wohl der des gewichtsfeintuning ähnlich eingestellt werden sollte.

Ich habe diverse Einstellungen versucht, aber es nicht hinbekommen das die Platte bzw. die Nadel fortlaufend in der Spur läuft.

Liegt es evtl. an der Nadel?

Was ist das Teil überhaupt wert?

Hoffentlich kann mir hier jemand helfen

Grüße, Klaus
Wuhduh
Inventar
#2 erstellt: 22. Aug 2010, 20:29
Bitte nicht weiter nachdenken, sondern nur noch umweltfreundlich entsorgen.
ichwillhifi
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 23. Aug 2010, 19:30
Hallo Klaus!

Ganz so drastisch wie der Vorredner würde ich es nicht betrachten obwohl da was Wahres dran ist. Wenn Dir Deine Platten lieb sind, dann spiel sie nicht mit einer Nadel ab, die Du nicht kennst und von der Du nicht weist, wie lang die schon genudelt oder missbraucht worden ist.

Einen Plattenspieler einzustellen ist eine sehr weitläufige Frage. Deshalb hier nur mal kurz:

Das Gewicht hinten ist die Auflagekraft. Hier sollte man eine Tonarmwaage haben um diese korrekt einzustellen. Alle Hausmethoden sind nicht exakt.

Das Antiskating dient dazu, der Tendenz des Arms, durch die Drehung Richtung Plattenmitte zu laufen, entgegenzuwirken. Es wird erreicht, dass beide Rillenflanken gleich abgetastet werden und so beide Kanäle (links - rechts) gleich laut sind. Ausserdem wirkt es Verzerrungen entgegen. Die korrekte Einstellung kann/sollte man mit einer Messschallplatte ermitteln.

VTA: Der Nadelkörper muss parallel zur Platte stehen, um ein korrektes Eintauchen der Nadel in die Rille zu gewährleisten. Dafür ist ein höhenverstellbarer Arm notwendig, da die Systeme alle unterschiedlich hoch sind.

Nadelbefestigung: Bei der Einstellung versucht man, ein Optimum an Verzerrungsfreiheit dadurch zu erreichen, dass der Spurfehlerwinkel (Nadel steht nicht parallel in der Rille) möglichst klein ist. Dies erreicht man durch die Einstellung mit einer Schablone, die 2 Nullpunkte definiert. Durch vor- und zurückschieben des Systems in den Langlöchern des Headshells erreicht man ein Optimum. Auch hier gilt: Schablone kaufen, von Schön, Feickert, Pro-jekt oder Ortofon oder oder oder. Je mehr Geld Du hier ausgibst, desto einfacher und besser funktioniert es.

Die Anschaffung einer Testplatte, Schablone, Waage und eines Linienblocks wird den Wert Deines Plattenspielers leider um ein vielfaches Übersteigen.

Es macht dann richtig Spass, wenn Du Dich erst mal richtig in die Materie einliest. Das verrückte an diesem Hobby - Schallplatten - ist, dass alle Parameter einstellbar sind und Nuancen über Wohl oder Wehe entscheiden.

Dieses Universum bleibt Dir mit Deinem Universum aber verborgen, denn er wird Töne erzeugen können, aber das was auf der Schallplatte drauf ist nicht in Gänze reproduzieren. Genau darum geht es aber, deshalb der ganze Aufwand. Um das zu verstehen, musst Du mal einen wirklich guten Dreher gehört haben und danach Deinen Dreher anschmeissen.

Ich hoffe, Dir deine Freude nicht genommen zu haben. Wenn ja, dann oute ich mich hier als einer, der auch mit einem CEC für 15€ angefangen hat. Danach kam ein Dual, dann kamen Nägel mit Köpfen. Mein Equipment ist über nun fast 10 Jahre gewachsen und an der 15 hängen ein paar Nullen.

Das Beste meiner Meinung nach ist, einen fertig eingestellten Spieler zu besorgen (Rega P3 oder Project Debut 3/Xpression) und erst mal Platten zu hören. Wenn es Dir gefällt, kannst Du die Geräte versilbern und Dich langsam einleben. Es wird Dir einiges kaputtgehen, Du wirst Dich ärgern, aber es macht riesigen Spass, eine gute Platte zu hören.

Für mich ist das wie ein Vergleich zwischen einem Automatenkaffee oder einem aus einer Siebträgermaschine!

Grüsse

Christian
Burkie
Inventar
#4 erstellt: 24. Aug 2010, 06:14
Hallo,

wenn man schon so € 400 bis 500 ausgeben will, sollte man auf jeden Fall den Technics SL-1200 ins Auge fassen und sich einmal anschauen. Die Verarbeitung ist sehr gut und robust, und die technischen Daten sprechen für sich, sind häufig besser als diese HiFi- oder High-End-Plattenspieler.
Von diesen werden häufig vorsichtshalber erst gar keine technischen Daten veröffentlich oder gemessen, damit es nicht zu blamabel wird. Stattdessen wird von "musikalischem Klang", "straffem Grundton" und ähnlichem Firlefanz fabuliert.

Grüße
Fhtagn!
Inventar
#5 erstellt: 24. Aug 2010, 08:39

Burkie schrieb:
Technics SL-1200 ins Auge fassen und sich einmal anschauen. Die Verarbeitung ist sehr gut und robust, und die technischen Daten sprechen für sich, sind häufig besser als diese HiFi- oder High-End-Plattenspieler.


Der Technics 12xx ist ein HiFi Plattenspieler, schon immer gewesen.......
ichwillhifi
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 24. Aug 2010, 11:28
Der Technics ist ein toller Hifi-Plattenspieler. Ein rundum Sorglos Paket. Auf jeden Fall. Ich habe auch einen, einen SP 12, neben dem SP10 der Urvater aller Technics-Direkttriebler.

Und jetzt nehmen wir den SL 12xx in die Liste der empfehlenswerten PS für den Einstieg auf.

Achtung! Ab hier meine persönliche bescheidene Meinung:

Allerdings: Es ist schlicht falsch, im Qualitäten anzudichten, die er nicht erfüllen kann. Dass er beispielsweise besser ist als ein sauber justiertes High-End-Gerät ist eine Mär. Es geht nicht um Messwerte, es geht um Töne. Reproduzierte Töne. Da interessiert mich nicht ein Messwert. Nur meine Ohren.

Ein Garrard 401 rumpelt beispielsweise ziemlich deutlich im Vergleich zu einem Technics. Würdest Du ihn deswegen stehen lassen und einen Technics vorziehen? Ich für meinen Teil im Leben nicht. Eigene Meinung aus.

Also:

Technics SL 12xx
Rega P3
Project Debut/Xpression

Was könnte man für den Einstieg denn noch empfehlen?

Grüsse

Chris


[Beitrag von ichwillhifi am 24. Aug 2010, 11:29 bearbeitet]
DerKlausi
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 21. Sep 2010, 15:29
Hallo,

mir hat der Universum das Universum eröffnet. Meine Plattensammlung hat durch Flohmärkte und Ebay enorm zugenommen.

Ich werde mir wohl einen Technics 1210 mk5 zulegen, mit einem Shure m97xE als Tonabnehmer. Später noch ein guter Stereo Vollverstärker und Boxen. Zumindest ist das meine heutige Planung.

Ich kann jedenfalls sagen das ich ein neues Hobby entdeckt habe

Grüße, Klaus
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