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Nass abspielen gegen Haarkratzer?

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Autor
Beitrag
Janek
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 13. Dez 2010, 22:43
Bevor mich jemand auf die SuFu verweist: das habe ich bereits gemacht, aber keine wirkliche Antwort gefunden. Meistens ging es um nass abspielen und Staub. Als Besitzer einer Plattenwaschmaschine, Carbonbürste und eines mitfahrendes Besens und Hauben auf den Drehern, ist Staub nicht so das Problem.

Ich kaufe ofter gebrauchte LPs und bei einigen stören mich die feinen Haarkratzer, die entstanden sind, als der Vorbesitzer die Platte aus der - meistens ungefütterten - Innenhülle geholt oder wieder reingeschoben hat. Können durch Nassspielen auch diese Störgeräusche gemindert werden?
kölsche_jung
Inventar
#2 erstellt: 13. Dez 2010, 23:08
die von dir beschriebenen Wischer dürften eigentlich gar nicht weiter stören.
die Nadel taucht in die Rille ein und tastet da an den Rillenflanken ab, die Rillen"spitzen" haben zur Nadel eigentlich gar keinen Kontakt (ebenso wie der Rillen"boden") ...

... hab da mal was von dual gefunden ...

Klick mich

klaus
Wuhduh
Inventar
#3 erstellt: 14. Dez 2010, 00:19
Nabend !

Alle Kratzer sind mechanische Beschädigungen des Vinyls und können nicht mehr entfernt werden.

Das Nassabspielen soll u. a. nur den Schmutz aus der Rille aufschwemmen, damit die Nadel relativ ungehindert wandern kann. Da sich gleichzeitig die Reibung verringert, muß auch die Antiskatingeinstellung verändert werden.

Die Störgeräusche sind echte Fehler im vinyl oder halt total festgebackener Schmutz.

MfG,
Erik
doppelkopf0_1
Stammgast
#4 erstellt: 14. Dez 2010, 17:28
Tach .

Ich hab die Erfahrung gemacht das Hairlineverschandelte Platten , die mit Rundnadeln fürchterlich geknistert haben , mit "scharfen Schliffen" , Shibatta , Gyger S , VdH1 recht gut abspielbar sind .
Papa_San
Stammgast
#5 erstellt: 14. Dez 2010, 17:56
Moin Janek

leider hilft das Nassabspielen nicht gegen Kratzer. Egal wie fein sie auch sind. Zumindest war das bei mir die letzten 30 Jahre so.

Gruß
Siggi
Janek
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 15. Dez 2010, 00:50
@Dirk

Interessanter Ansatz, ich habe ein Ortofon OMB 20-System mit Auflagegewicht max. 1,75g. Ist das ein Rundschliff oder spitz?

Probleme habe ich vor allem mit einer gebrauchten Platte, auf der gar keine großen Haarkratzer zu sehen sind und die noch ziemlich gut aussieht, auch schon drei mal mit PWM gewaschen. Ist zwar schon leicht besser geworden, wobei das Vinyl sich relativ schnell wieder statisch auflädt, obwohl ein Besen mitläuft. Die Rillen scheinen übrigens nicht sehr tief gepresst zu sein. Das Label ist Enigma Europe, die Platte ist der Soundtrack zu "Terminator 1", Pressung wahrscheinlich original von 1984, "Printed in the EEC". Obwohl das "EEC" auf ein Land schließen lässt, das man lieber nicht namentlich erwähnen möchte. Die besten Pressungen kamen damals ja immer aus West-Deutschland, den Niederlanden, Österreich oder Großbritannien. Schlecht fand ich immer Pressungen aus Spanien oder Portugal.

Ich habe schon Platten aus dieser Zeit mit deutlich mehr Gebrauchspuren abgespielt, die fast gar nicht knisterten. Bin mittlerweile ziemlich ratlos mit diesem verflixten Vinyl.
Archibald
Inventar
#7 erstellt: 15. Dez 2010, 07:20
Hallo Janek,

das Ortofon hat meines Wissens eine elliptische Nadel und somit keinen konischen Schliff (Rundschliff). Wenn Deine Platte nicht ordentlich gepreßt wurde oder in der Vergangenheit mit einem defekten Tonabnehmer abgetastet wurde, wirst Du nie zu einem befriedigenden Ergebnis kommen. Naß abspielen hilft allerdings effektiv gegen statische Aufladungen. Ich spiele seit 1976 naß ab.

Gruß Archibald
kölsche_jung
Inventar
#8 erstellt: 15. Dez 2010, 09:09

Janek schrieb:
...."Printed in the EEC". Obwohl das "EEC" auf ein Land schließen lässt, das man lieber nicht namentlich erwähnen möchte. ...


steht für "printed in european economic community", also der europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), einem "Vorläufer" der EU


Janek schrieb:
...
Bin mittlerweile ziemlich ratlos mit diesem verflixten Vinyl.

Nicht alles was man sieht, hört man und nicht alles was man hört, sieht man ...

klaus
Papa_San
Stammgast
#9 erstellt: 15. Dez 2010, 11:09
Moin Janek

Janek schrieb:

Ich habe schon Platten aus dieser Zeit mit deutlich mehr Gebrauchspuren abgespielt, die fast gar nicht knisterten. Bin mittlerweile ziemlich ratlos mit diesem verflixten Vinyl.


Ein Problem bei vielen Gebrauchtplatten aus dieser Zeit,gerade Jazz und Klassik,ist,dass sie damals nass abgespielt wurden.
Das Knistern kriegt man dann auch beim einmaligen Nassfahren nicht weg. Erst nach mehrmaligen Abspielen liefen die bei mir knisterfrei. Der Dreck hat sich halt über die Jahre regelrecht eingefressen.

Wenn Du ein absolut störungsfreie Wiedergabe haben willst,mach doch folgendes: Wasch deine Platten mit der Maschine und einer Lenco-Mischung (ON empfiehlt eine Alkoholkonzentration von nicht mehr als 30% !) und spiel sie danach nass ab. Ist zwar sehr aufwändig,da man nach dem Abspielen die Platte noch mal waschen sollte,aber das Ergebnis ist absolut überzeugend. Kein Knistern mehr wegen statischer Aufladung oder Dreck!
Ich hab seit 2 Monaten eine ON und mache das so. Allerdings auch nicht bei jeder Platte.

Gruß
Siggi


[Beitrag von Papa_San am 15. Dez 2010, 11:21 bearbeitet]
Archibald
Inventar
#10 erstellt: 15. Dez 2010, 12:06
Hallo Janek,

ich verwende ein Lenco Clean L und Isopropanol mit destillierten Wasser (1:4).

Gruß Archibald
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