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Tuning für Td 160 MK II von Thorens?

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Autor
Beitrag
max_samhain
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 18. Mrz 2012, 18:09
Hallo,
ich habe seit einigen Jahren einen Thorens td 160 mk II in Betrieb, der vorher von meinem Vater gebraucht wurde. Eigentlich hatte ich immer damit gerechnet, mir mal was "Besseres" zu kaufen, wenn die finanziellen Möglichkeiten da sind, aber mittlerweile steht es für mich eigentlich fest, dass ich keinen anderen Plattenspieler mehr möchte, zumal ich mit dem Thorens noch nie Probleme hatte.
Nun bin ich zufällig auf einen Artikel gestoßen, in dem es speziell um die Zargen von PLattenspielern geht. Hier wurde gesagt, dass gerade bei Massenartikeln wie den Thorens und Dual-drehern früher kaum auf das Material der Chassis geachtet wurde. Dass diese "Dämpfungsplatte", die sich unter dem Thorens befindet, nicht so der Hit sein soll, habe ich schon öfter gehört. Dass das ganze Chassis materialtechnisch daneben, oder zumindest stark ausbauwürdig ist, war mir neu.
Ich spiele nun mit dem Gedanken, meinen Thorens in naher Zukunft mal ein bisschen aufzubessern und ihm eine komplett neue Zarge zu verpassen. Wenn ich grad schonmal dabei bin, würde ich mir eventuell noch eine automatische Endabschaltung besorgen. Habe mal gehört, dass die nachgerüstet werden kann.
Hat hier jemand Erfahrungen in dieser Richtung gesammelt?
Was ich gerne wissen würde:
1. Ist der klangliche Unterschied im Vergleich mit den serienmäßigen Zargen wirklich hörbar?
2. Welches Material wäre für meinen TD 160 MK II besonders zu empfehlen?
3. Was würde es ungefähr kosten, solch eine massive Echtholzzarge beim Schreiner anfertigen zu lassen? (Bin auf ein paar Internetseiten gestoßen, wo Zargen speziell für Thorensspieler etc. verkauft werden, die erschienen mir persönlich aber recht teuer. Sowas kostet doch bestimmt keine 400 Euro)
4.Auf was muss ich achten, wenn ich meinen Dreher mit einer Endabschaltung versehen möchte?
vielen Dank
Grüße
Max


[Beitrag von max_samhain am 18. Mrz 2012, 18:10 bearbeitet]
jottklas
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 18. Mrz 2012, 18:33

max_samhain schrieb:

Was ich gerne wissen würde:
1. Ist der klangliche Unterschied im Vergleich mit den serienmäßigen Zargen wirklich hörbar?
2. Welches Material wäre für meinen TD 160 MK II besonders zu empfehlen?


Hallo Max,

ich habe selbst schon einen TD 166 Spezial "getunt" und behaupte einmal, dass sich eine stärkere Zarge klanglich eher nicht bemerkbar macht. Ich konnte zumindest keine signifikanten Unterschiede ausmachen.

Ich habe damals rund um die Original-Zarge 12 mm MDF aufgeleimt, die Seitenteile dabei etwa 3 cm höher gelassen, eine 16 mm MDF-Platte als Bodenplatte eingeschraubt, diese mit drei größeren Montagelöchern versehen, um besser an die Federdämpfer zu kommen, alles gespachtelt , mehrfach geschliffen, lackiert und mit Stahlwolle endbehandelt.

Die Zarge sah wirklich gut aus, aber "gehört" hat man sie nicht.

Eine nachrüstbare Endabschaltung ist mir nicht bekannt, nur das sogenannte Q-Up, dass lediglich den Tonarm aus der Auslaufrille hebt. Gibt's schonmal in der Bucht für ca. 60 €.

Gruß
Jürgen


[Beitrag von jottklas am 18. Mrz 2012, 18:34 bearbeitet]
Archibald
Inventar
#3 erstellt: 18. Mrz 2012, 18:45
Hallo Max,

die Thorens-Techniker haben seinerzeit ihr Handwerk verstanden ! Was glaubst Du wohl, warum ein TD 160 einen derart guten Ruf hat ? Wie bereits andernorts gepostet, käme für mich, sollte ich irgendwann einmal noch ein Laufwerk benötigen, ein getuntes Laufwerk keinesfalls in Frage. Die Jungs bei Thorens wußten was sie taten und die Wahrscheinlichkeit, dass ein getunter Thorens nachher schlechter ist, ist relativ hoch, ich würde mir in diesem Fall dann lieber einen ungetunten größeren kaufen. Entwerte das wirklich gute Laufwerk nicht, warte es falls nötig vernünftig, Joel aka violette wird Dir ggf. mit Rat und guten Produkten weiterhelfen und kaufe für die geplanten Tuningausgaben, falls erforderlich, einen guten Tonabnehmer und für den Rest Schallplatten. Von dieser Lösung wirst Du im Zweifel eher etwas haben.

Gruß Archibald
Fhtagn!
Inventar
#4 erstellt: 18. Mrz 2012, 18:49
Sinn und Zweck einer Subchassiskontruktion ist die Abkopplung des Chassis, auch von der Zarge.

Stelle deine Frage mal im Analog-Forum. Dort kann man dir sogar sagen, wie die verschiedenen Holzarten einer Zarge klingen.

Mit dem 160er bist du doch schon gut bedient, ich würde mich in Punkto Plattenspieler nicht verrückt machen und höchstens mal den Tonabnehmer oder Phono Pre zweckt Aufrüstung in betracht ziehen. Da liegt eigentlich immer das größte Potential zur Klangverbesserung, nicht bei der Zarge.

Ich habe auch schon einige Zargen gebaut, allerdings konnte ich noch nie einen Unterschied heraushören. Ich mache sowas auch nur aus Gründen der Optik, ist eben ein Hobby.....

Gruß
Haakon
Weidenkaetzchen
Gesperrt
#5 erstellt: 18. Mrz 2012, 19:00
Joa....eigentlich sollte durch die Federaufhängung des Subchassis eine Entkopplung stattfinden. Tut sie auch sehr gut! Somit ist es eigentlich obsolet über das Design einer neuen Zarge nachzudenken.
Das einzige was einem stabileren Lauf immer gut tut ist Masse! Aber da muss man schonüberlegen wieviel davon sinnvoll ist. Wenn du nicht vor dem Plattenspieler rumtrampelst und noch mit provozierendem Stampfen versuchst ihn aus dem Tritt zu bringen, dann reicht die Werkszarge vollkommen aus.
jottklas
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 18. Mrz 2012, 19:04

Fhtagn! schrieb:

Ich habe auch schon einige Zargen gebaut, allerdings konnte ich noch nie einen Unterschied heraushören. Ich mache sowas auch nur aus Gründen der Optik, ist eben ein Hobby.....


Nur die Optik sollte auch der Grund für eine neue Zarge sein, da man davon ausgehen kann, dass die Entwickler von Thorens, Dual, PE, Braun und Co. wussten, was sie taten. Ich habe mich trotz meiner eher bescheidenen Holzbearbeitungskünste auch nur daran gewagt, weil die Originalzarge starke Macken aufwies...

Gruß
Jürgen
max_samhain
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 19. Mrz 2012, 11:43
Nun ja, in dem Artikel hatte sich das irgendwie ganz logisch angehört, aber gerade im Hifi-Bereich wird ja auch gerne aus ner Mücke ein Elefant gemacht. Ganz so billig ist so'ne Zarge ja nun auch nicht, und wenn der klangliche Unterschied kaum wahrzunehmen ist, werde ich die Idee wohl verwerfen. Optisch sieht der Thorens noch zu gut aus, um handeln zu müssen.

Aber, nochmal zu der Endabschaltung: Es gibt doch einige Thorens, die dem Td 160 Mk II von der Technik und dem Aufbau her recht nahe kommen und über eine autom. Endabschaltung verfügen. Ich habe bei meinen Eltern zum Beispiel noch einen td 145 mk II stehen, der eine autom. endabschaltung hat. Der td 126 mk II meines Vaters hat auch eine. Müsste es dann nicht möglich sein, solch eine Endabschaltung in einen td 160 mk II zu verfplanzen? Habe bei ebay ab und an schonmal eine als Ersatzteil gesehen.
Grüße
MAx
dobro
Inventar
#8 erstellt: 19. Mrz 2012, 13:26
Hallo Max,

ich hatte jahrelang einen TD 160 B MK II mit dem TP 16-Tonarm. Riemen wechseln und hin und wieder das Öl, war alles was der nötig hatte. Gut, die Cinchstecker neigen hier und da einen Wackeligen zu bekommen und die Bodenplatte könnte etwas massiver sein. Ich würde höchstens den TD 147 als Vergleich in der Verarbeitung hinzuziehen. Der hätte dann auch eine Endabschaltung. Ob die nachrüstbar ist - keine Ahnung.

Gönne ihm einen schönen Tonabnehmer - ich fand die AKG-Systeme mit dem Tonarm immer top.

Gruß
Peter
Pilotcutter
Administrator
#9 erstellt: 19. Mrz 2012, 13:38

Müsste es dann nicht möglich sein, solch eine Endabschaltung in einen td 160 mk II zu verfplanzen?


Nein, es ist nicht möglich! Die verschiedenen Techniken der Thorens Enabschaltungen, fangen ja bereits beim Tonarm an, d.h. unten an der Tonarmachse sind schon entsprechende Bauteile verarbeitet, die eben "Meldung machen" an andere Bauteile und elektronische Schaltungen, wann der Tonarm die Endrille erreicht hat. Ferner ist der Topnarmlift auch in diese Technik/Schaltung mit eingebunden, weil der sich ja bei Erreichen der Endrille heben muss. Dazu wird dann noch dem Motor der Strom gekappt. Die Endabschaltung ist nicht ein austauschbares Bauteil, sondern teilweise eine recht komplizierte Schaltung und Mechanik, die eben Arm, Motor und Lift unter Kontrolle hat.

Die einzige verbleibende Möglichkeit, ist sich einen dieser alten Tonarmlifte zu besorgen. Die sind aber recht teuer. Wenn man ständig bei laufender Platte einschläft o.ä. lohnt sich solch ein Teil, ansonsten nicht.

Tonarmlifter

Gruß. Olaf


[Beitrag von Pilotcutter am 19. Mrz 2012, 13:46 bearbeitet]
raphael.t
Inventar
#10 erstellt: 19. Mrz 2012, 14:24
Hallo!

Aber es gab auch einen TD 160 mit Endabschaltung, nur fällt mir die Typenbezeichnung nicht ein.

Grüße Raphael
Rillenohr
Inventar
#11 erstellt: 19. Mrz 2012, 15:33
Ich glaube, das war der TD 160 E (E = Endabschaltung)

Wenn du unbedingt eine Endabschaltung möchtest, dann hilft nur der Kauf eines TD 145, 147 usw. Alles andere geht nicht so ohne weiteres und lohnt sich auch nicht.

Von diesem ganzen unüberlegten Herumgebastel an den Geräten haben unter dem Strich nur eBay und die Paketdienste etwas! Und evtl. die Schrottsammler und Ersatzteiljäger!
Weidenkaetzchen
Gesperrt
#12 erstellt: 19. Mrz 2012, 18:12
Meine Endabschaltung am TD 145 MK2 ist ehh deaktiviert. (weiß gar nicht ob da noch Teile von verbaut sind), da ich einen anderen Arm transplantiert habe .
Endabschaltung ist eh son Kram. Dann kann man sich gleich nen CD Spieler holen
max_samhain
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 20. Mrz 2012, 09:12
Naja, ob 'n automatischer Plattenspieler mit 'nem CD-PLayer zu vergleichen ist, sei mal dahingestellt. Das herausragende Argument für nen Plattenspieler, egal ob manuell oder automatisch, ist für mich in erster Linie der Klang und darüber hinaus die Tatsache, dass viele Alben auf CD gar nicht zu bekommen sind (oder zumindest nur remastered).
Ansonsten kann ich zu den hier genannten Tuningmaßnahmen eigentlich nur sagen, dass ich das alles bereits in die Tat umgesetzte habe. Gute Kabel waren schon dran, als ich das Gerät bekommen habe. Als TOnabnehmer ist ein Nagaoka MP 200 verbaut. Da ist aber auch das Problem. Leider ist die Endabschaltung ja nicht nur dazu da, das Liften des Tonarms zu ersparen. Ich verfüge über keinen CD-Spieler oder Ähnliches, von daher läuft mein Dreher bei jeder Gelegenheit, wenn ich zuhause bin. Dadurch ergeben sich leider auch immer wieder Momente, in denen man grad abgelenkt ist oder aus anderen Gründen nicht rechtzeitig rüberhasten kann, um den Arm zu liften. Und ich habe leider ein paar PLatten, die die Nadel von der Endrille schnell aufs Label hüpfen lassen (Auflagekraft und Antiskating ist richtig eignestellt). Gerade weil ich einen recht teuren Tonabnehmer habe, gefällt mir das natürlich gar nicht.

ABer nochmal eine andere Frage, wo wir gerade dabei sind: Ich habe mir letzte WOche einen neuen Riemen gekauft (original Thorens) und seitdem läuft mein Dreher irgendwie nicht mehr so rund. Speziell wenn ich auf 45rpm höre, fängt der Teller unheimlich zu rumpeln an, wenn ich starte. Da wackelt das ganze Laufwerk mit. Das Ganze beruhigt sich dann ziemlich schnell wieder und nach ein paar Sekunden läuft er wieder ganz normal, aber ein wenig komisch kommt mir das ja schon vor. Liegt das daran, dass der Riemen sich noch ein wenig weiten muss? Oder lässt es eher auf einen Defekt am MOtor oder so schließen?
vielen Dank
Max
Pilotcutter
Administrator
#14 erstellt: 20. Mrz 2012, 09:35

max_samhain schrieb:
Ich verfüge über keinen CD-Spieler oder Ähnliches, von daher läuft mein Dreher bei jeder Gelegenheit, wenn ich zuhause bin. Dadurch ergeben sich leider auch immer wieder Momente, in denen man grad abgelenkt ist oder aus anderen Gründen nicht rechtzeitig rüberhasten kann, um den Arm zu liften. Und ich habe leider ein paar PLatten, die die Nadel von der Endrille schnell aufs Label hüpfen lassen (Auflagekraft und Antiskating ist richtig eignestellt). Gerade weil ich einen recht teuren Tonabnehmer habe, gefällt mir das natürlich gar nicht.


Wenn Schallplatte das einzige Wiedergabemedium ist, würde ich 'mal über einen 2. Dreher nachdenken. Wenn man solch einen Sonntagsdreher hat mit gutem TA und ihn zu sehr beansprucht ohne richtig konzentriert dabei zu sitzen, täte sich zB ein "günstiger" Dual (505-3 oder so) ganz gut. Die haben eine Abschaltung. Wenn man dem eine OM20 Nadel verpasst, macht der als Alltagsdreher eine gute Figur. Oder einen alten Dual mit Wechslerstange, dann kannste gleich bis zu 10 Plattenseiten am Stück hören.

Gruß. Olaf
dobro
Inventar
#15 erstellt: 20. Mrz 2012, 09:58
Hallo Max,

neue Riemen machen gelegentlich etwas Ärger. Der lässt mit der Zeit nach. Wenn man darauf nicht warten will, kannst du den Riemen um einen Eimer spannen. Das soll zumindest helfen. Ich würde eine Zeit lang die Schaukelei erdulden. Der Teller des 160er ist schwer genug um den Riemen auch schnell verschleißen zu lassen, warum also beschleunigen.

Wenn dich das mit der Endabschaltung stört, würde ich auch über einen Zweitdreher nachdenken.

Vielleicht ein 145er oder 147er. Dann könntest du ggf. sogar die Arme einfach umbauen ...

Gruß
Peter
Pilotcutter
Administrator
#16 erstellt: 20. Mrz 2012, 10:03

dobro schrieb:
Vielleicht ein 145er oder 147er. Dann könntest du ggf. sogar die Arme einfach umbauen ...


Welche Arme, von wo nach wo umbauen?
dobro
Inventar
#17 erstellt: 20. Mrz 2012, 10:32
Hallo,

na ja, wenn er auf beiden Drehern den TP 16 MK III hat/hätte könnte er die Rohre tauschen ...

Gruß
Peter


[Beitrag von dobro am 20. Mrz 2012, 10:33 bearbeitet]
Rillenohr
Inventar
#18 erstellt: 20. Mrz 2012, 10:43

max_samhain schrieb:
... Gerade weil ich einen recht teuren Tonabnehmer habe, gefällt mir das natürlich gar nicht.


Besorg dir einen 145er oder 147er mit demselben Tonarm oder einen anderen an den das MP200 passt mit Endabschaltung (passt es eigentlich optimal zum TP16 MK? ?), und mach den 160er zum Zweitgerät, dann hat die liebe Seele ihre Ruhe.

Neue Riemen ziehe ich immer über einen Blumentopf zum Längen, wie schon gesagt wurde. Das Ruckeln nervt doch sehr.


[Beitrag von Rillenohr am 20. Mrz 2012, 10:43 bearbeitet]
Pilotcutter
Administrator
#19 erstellt: 20. Mrz 2012, 10:43

dobro schrieb:
na ja, wenn er auf beiden Drehern den TP 16 MK III hat/hätte könnte er die Rohre tauschen ...


Ja richtig. Einfach ein Sonntags- und ein Alltagstonarmrohr zum Umstecken mit Sonntags- und Alltagssystem.
einfach eine Reservebank einrichten, so wie ich das auf meinem verflossenen TD-160 MKII hatte:

IMG_2199




edit:
Besorg dir einen 145er oder 147er mit demselben Tonarm oder einen anderen an den das MP200 passt (passt es eigentlich optimal zum TP16 MK? ?), und mach den 160er zum Zweitgerät, dann hat die liebe Seele ihre Ruhe.


TD-146 u.a. gehen auch. Die späteren TP-11 Tonarme hatten ja auch die Endrohre TP-63. Die Dreher mit TP-11 sind meist nicht ganz so teuer wie die mit TP-16.


[Beitrag von Pilotcutter am 20. Mrz 2012, 10:50 bearbeitet]
dobro
Inventar
#20 erstellt: 20. Mrz 2012, 11:03
Hallo Pilotcutter,

dein TD 160 ist aber ein schönes Gerät, sieht auch toll gepflegt aus. In der Holzzarge auch seltener, oder?

Gruß
Peter
Pilotcutter
Administrator
#21 erstellt: 20. Mrz 2012, 11:10
Geputzt und überholt ist er.

Die Zarge ist von einem TD-165 special. Normal haben die TD-160 MK2 meist die Aluzargen, die ich auch habe, aber die sah nicht gut aus und etwas Holz (oder weiß wie der TD-160Mknix nebenan) ist mir immer lieber.
max_samhain
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 20. Mrz 2012, 11:19
Hey,
vielen Dank für die hilfreichen Antworten. Wie ich am Rande bereits erwähnt habe, verfüge ich noch über einen td 145 mk II, der in meinem alten Zimmer im Haus meiner Eltern ein Schattendasein fristet. Da ich eh selten bei meinen Eltern bin und dann auch nicht unbedingt einen PLattenspieler im Zimmer brauche, könnte ich den wirklich mal mitnehmen. Könnte ihm dann sogar noch meinen Goldring gx1012 verpassen, den ich vor dem Nagaoka verbaut hatte.
Das ist schon wirklich eine gute Idee, dann muss ich jetzt nur noch einen entsprechenden Platz für das gute Gerät finden.
Wegen dem Riemen: das habe ich mir im Prinzip gedacht, so schlimm ist es ja auch nicht. Werde ihn einfach drauflassen und abwarten.
euch noch einen schönen Tag!
viele Grüße
Max
Pilotcutter
Administrator
#23 erstellt: 20. Mrz 2012, 11:32
Ja, genau, warum in die Ferne schweifen, wenn das Glück so nahe liegt?!

Besonders die beiden 160MK2 und 145MK2 sind zwei Vorzeigelaufwerke der Thorens Dynastie und der 14x/16x Reihe. Absolute Felsen in der Brandung.
Da kann fast nichts kaputt gehen und wenn doch, lässt sich alles von alten Drehern untereinander ersetzen. Wenn das Tellerlager sauber und recht spielfrei und mit etwas Öl läuft, drehen die noch Jahre ihre Runden.

Auf alle Fälle würde ich die beiden auch zusammenführen und sie je nach Laune abwechselnd spielen lassen. Dann haste ja auch einen mit Endrillenautomatik.


Gruß. Olaf
max_samhain
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 20. Mrz 2012, 11:41
ach, Olaf, da würde mir doch no eine Kleinigkeit einfallen.
Natürlich habe ich schonmal Öl benutzt, um Beispielsweise ne Fahrradkette oder n Türscharnier zu ölen. Aber ein PLattenspieler ist ja doch ein wenig empfindlicher und von daher möchte ich da doch ein wenig überlegter rangehen. Du hattest ja empfohlen, den Dreher ab und an zu ölen und hast dies bestimmt selber schon getan, von daher kannst du mir da vielleicht ein paar Tipps geben. Brauche ich da spezielles Öl? Oder kann ich irgendein beliebiges Uinversalöl (wie Ballistol) verwenden? Welche Teile werden geölt? Sollte ich irgendwelche Vorsichtsmaßnahmen treffen? (ich gehe davon aus, dass die Elektronik möglichst vom Kontakt mit Öl verschont bleiben sollte).
Danke
tomtiger
Moderator
#25 erstellt: 20. Mrz 2012, 11:45
Hi,

ob Du eine Zarge hörst ist immer eine Frage, wo das Problem ist. Ich habe TD 166 MK irgendwas, da besteht die "Zarge" aus ein paar billigsten Holzbrettchen mit Plastikfolie drauf.

Auf Grund dieser extremen Leichtbauweise (AFAIR hat die "Zarge" nichtmal 0,5 Kilo) kann es durchaus zu hörbaren Problemen kommen.

Ich habe mehrere Zargen gebaut, immer aus einem Multiplexblock (vom Schreiner verleimte Platten) alles nötige ausgefräst bzw. mit dem Forstnerbohrer rausgeholt.

Dazu noch drei höhenvestellbare Füße.

Kostet um die 50 Euro, ist aber eine Menge Arbeit.

Klanglich kann ich nix sagen, weil kein 1:1 Vergleich bzw. Blindtest gemacht wurde.

Ich weiß wirklich nicht, was man sich Thorens dabei gedacht hat, aber selbst die Zarge des Lenco L78 ist dagegen ein Meisterwerk an Stabilität und Masse.

Alleine weil ich die Zarge so nicht haben will, würde ich sie jederzeit austauschen. Aber 400 Euro würde ich nicht zahlen. Wird aber beim Schreiner sicher nicht billiger kommen.

LG Tom
Weidenkaetzchen
Gesperrt
#26 erstellt: 20. Mrz 2012, 11:49
Hallo max,

zum Ölwechsel empfehle ich diesen Thread

http://www.hifi-forum.de/viewthread-185-7240.html

Du kannst aber auch ein Öl von violette benutzen...das ist dann wohl das geeignetere, obwohl ich mit dem Nigrin bislang keine Probleme habe.
Pilotcutter
Administrator
#27 erstellt: 20. Mrz 2012, 11:52

max_samhain schrieb:
Du hattest ja empfohlen, den Dreher ab und an zu ölen und hast dies bestimmt selber schon getan, von daher kannst du mir da vielleicht ein paar Tipps geben. Brauche ich da spezielles Öl? Oder kann ich irgendein beliebiges Uinversalöl (wie Ballistol) verwenden? Welche Teile werden geölt? Sollte ich irgendwelche Vorsichtsmaßnahmen treffen? (ich gehe davon aus, dass die Elektronik möglichst vom Kontakt mit Öl verschont bleiben sollte).


Ab und an soll man den nicht ölen. Wahrscheinlich nach der Werksölung noch einmal m Leben des Drehers, oder alle paar Jahre mal.

Read this completely!

and this

Gruß. Olaf
max_samhain
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 20. Mrz 2012, 12:05
ok, vielen Dank, dann bin ich jetzt erstmal bestens versorgt. Noch mehr Hinwendung kann mein Thorens dann erstmal nicht erwarten.
Grüße
Max
Pilotcutter
Administrator
#29 erstellt: 20. Mrz 2012, 13:04

Weidenkaetzchen schrieb:
Du kannst aber auch ein Öl von violette benutzen...das ist dann wohl das geeignetere, obwohl ich mit dem Nigrin bislang keine Probleme habe.


Es ist einfach wichtig für die Lager der Thorens Dreher, dass sie eigentlich absolut ruhig laufen. Wenn man im Betrieb mit dem Ohr an den Teller geht sollte man im Idealfalle nichts hören. Wenn der Teller dann auch ohne Riemen von gefühlten 33 UPM noch eine Weile von 40-80 Sekunden nachdreht, und man beim Rausziehen der Achse noch unten einen Schmierfilm fühlt und sich die Achse beim Einsetzen ohne Spiel und nur langsam wieder in die Buchse senkt, ist alles in bester Ordnung. ansonsten ölen wie beschrieben.

Gruß. Olaf


[Beitrag von Pilotcutter am 20. Mrz 2012, 13:42 bearbeitet]
Weidenkaetzchen
Gesperrt
#30 erstellt: 20. Mrz 2012, 13:50
Tatatataaa

Soeben im Briefkasten gefunden. Beste Grüße an Joel

DSC00009

DSC00010

DSC00011

Dann weiß ich ja was ich heute noch mache
Pilotcutter
Administrator
#31 erstellt: 20. Mrz 2012, 13:56
Muuuhhhaahaa....

Die kleine Spritze ist für das Motorlager, woll?! Aber das steht bestimmt in seiner Anleitung.
Hast Du das direkt von Joel oder von seinem Agenten A.S. aus Dresden?#
Mit der Menge kann man mind. 10 Dreher ölen...

Das Lageröl ist ein Getrieb- oder Hydrauliköl. Entweder ein SAE 80 Getriebeöl oder ein ATF43 Automatikgetriebeöl.

Aber mit Joel's Spritzbesteck ist man auf der sicheren Seite. Jetzt musste aber nur Dein Nigrin Lub da wieder rauskriegen.



[Beitrag von Pilotcutter am 20. Mrz 2012, 14:04 bearbeitet]
BassTrombone
Inventar
#32 erstellt: 20. Mrz 2012, 14:08
ist bestimmt gut...ich habs allerdings mit "Bike Clean" zur Kettenentfettung entfettet, was ich sowieso da hatte und dann mit VW Longlife Öl 5w40 aus der sowieso vorhandenen Nachfüllflasche geschmiert...vor ca. einem Jahr...der teller läuft ca. 60 sec nach und völlig geräuschfrei bei meinem 145 II...mann muss nicht immer extra Geld ausgeben...oft helfen auch vorhandene "Bordmittel".....
Weidenkaetzchen
Gesperrt
#33 erstellt: 20. Mrz 2012, 14:20
Jo ich habs direkt bei Joel bestellt und er steht auch auf dem Brief drauf als Absender...hatte ja auch mit ihm persönlich korresponiert.
Ja die kleine Spritze ist fürs Motoröl
Mein Nigrin ist schon draußen.. wie von Joel beschrieben mit Küchenpapier und dem Holzstäbchen...danach hab ich den Beigefügten Reiniger benutzt aund das Lager damit ausgerieben...jetzt lass ich erst mal trocknen und nachher kommt das neue Öl rein.

Günstiger gehts nicht BassTrombone...das ganze Set (inklusive einem neuen Riemen) kostet 18 Euro incl. Versand
BassTrombone
Inventar
#34 erstellt: 20. Mrz 2012, 14:21
da haste echt...da gibt's preislich ja mal garnix zu meckern....
Pilotcutter
Administrator
#35 erstellt: 20. Mrz 2012, 14:26
Jepp. Falsch kann man da nicht viel machen. Grundsätzlich würde ich kein Automotoröl nehmen, sondern ein sehr hochviskoses Getriebeöl/Hydrauliköl, weil die hohe Viskosität mehr dämpft und für mehr Laufruhe sorgt. Auch haftet höherviskoses besser an Dorn und Buchse.

Ein Motoröl ist ja dünner weil es gepumpt wird, und würde im Plattenlager imho nach unten sinken und nicht die nötige Haftung für die "Aufwärtsschmierung" am Dorn aufbringen.

Aber "kaputt" macht man damit imho nichts.
Spezialized
Inventar
#36 erstellt: 23. Mrz 2012, 20:24
@ Max_samhain

Erst mal passt grundlegend dein Nagaoka MP200 nicht zum TP16 MKII mit 7.5g effekt. Masse.
Der Nagaoka braucht schwere Tonarme ab ca. >18g um sein Potential zu entfalten.

Du liegst momentan bei etwa 14 bis 15 Hz Resonanzfrequenz und das ist ziemlicher murks.
Du verschenkst leider einiges an Klang für das teure ausgegebene Geld.

Joel's Kit würde ich Dir auch empfehlen und der Riemen der dabei ist, ist optimal und hat die richtige Länge. Man sollte Joel nur vorher Informieren welchen Thorens man hat, damit er den passenden beilegt. Wenn man den in der Bucht schießt, steht dann aber auch bei für welchen Dreher usw. ...

Wie schon gesagt, die "Werkszarge" ist völlig in Ordnung und kann nur aus optischen Gründen ersetzt werden.

Also da der Tonabnehmer der entscheidende Faktor ist, würde ich da nochmal ansetzen.

Hier nochmal die techn. Daten deines Drehers:

Klick

Ich persönlich habe den gleichen Dreher wie Du, nur halt sehr stark verändert, so dass mein Nagaoka MP 20 passt, da ich diesen Hersteller sehr für seinen Klang schätze.


[Beitrag von Spezialized am 23. Mrz 2012, 20:29 bearbeitet]
Weidenkaetzchen
Gesperrt
#37 erstellt: 25. Mrz 2012, 17:01

Pilotcutter schrieb:
Muuuhhhaahaa....
Das Lageröl ist ein Getrieb- oder Hydrauliköl. Entweder ein SAE 80 Getriebeöl oder ein ATF43 Automatikgetriebeöl.
:prost


Du...ich hab da noch ne Frage...

Ich hatte mal ein dickes Moped...Kawa Z1000ST mit Kardan. Ich weiß noch, da stand in der Reperaturanleitung, dass man das Getriebeöl (für den hinteren Winkelantrieb) nicht wechseln muss, sondern nur bei "zu wenig" auffüllen muss). Wenn das Thorens Lageröl so etwas in der Art ist, dann muss man das ja auch nie wechseln, sondern nur gelegentlich (alle paar Jahrzehnte) nachfüllen. Weil mehr Belastung als bei der Kawa mit doch fast 100 PS am Hinterrad hat der Thorens ja wohl nicht, odda?
tomtiger
Moderator
#38 erstellt: 25. Mrz 2012, 18:36
Hi,


Weidenkaetzchen schrieb:
Wenn das Thorens Lageröl so etwas in der Art ist, dann muss man das ja auch nie wechseln, sondern nur gelegentlich (alle paar Jahrzehnte) nachfüllen.



IdR. findet man heute für diese Dreher kaum erst oder Zweitbesitzer. Wo der Dreher gelagert wurde, wie, etc. kannst Du nicht sagen. Ich habe hier mehrere Lagerbuchsen und Teller, wenn Du die einfach zusammenbaust, wird es Probleme geben, alleine, weil die Buchsen vollgestaubt sind.

Und da ist es wie mit dem Motorrad, wenn Du nicht weißt, wie es behandelt wurde, sicherheitshalber Öl raus, reinigen, neues Öl rein.

War das Gerät permanent in Betrieb, immer gut gewartet, etc.etc., Teller leichtgängig, dann musst Du gar nix machen.

Tatsächlich aber gibt es gerade bei den Thorensen allerlei Seltsamheiten, mir sind schon ölfreie Thorense untergekommen, und solche, wo das Öl durch Schmierfett ersetzt worden war, etc.etc. Mich würde es nicht wundern, wenn es Thorense gibt, die mit Salatöl laufen ...

Wenn ich nicht weiß, wo das Ding herkommt, ist eine Reinigung durchaus nicht unangebracht. Wenn - wie offenbar bei Dir - das vorhandene Öl klar ist, die Achse keine Riefen oder so aufweist, würde ich auch einfach nur einige Tropfen Öl nachfüllen.


LG Tom
Weidenkaetzchen
Gesperrt
#39 erstellt: 25. Mrz 2012, 18:51
mein Thorens läuft bestens...hab den seit über 20 Jahren in Eigenbesitz...kürzlich mal Ölwechsel gemacht, aber eben nur mit "Amateuröl", jetzt eben mit dem richtigen Öl...aber wenn ich mir das so durch den Kopf gehen lasse, dann reicht doch in Zukunft einfach...alle paar Jahre mal ein Tropfen reingeben und gut ist. Weil das Öl ja praktisch nicht altert. Es hat kaum Sauerstoffkontakt und es ist keinen Abgasen oder Verbrennungsrückständen ausgesetzt, oder unter hoher Beanspruchung...Also quasi nur nachfüllen, nicht wechseln.


[Beitrag von Weidenkaetzchen am 25. Mrz 2012, 18:52 bearbeitet]
tomtiger
Moderator
#40 erstellt: 25. Mrz 2012, 19:20
Hi,


Weidenkaetzchen schrieb:
Also quasi nur nachfüllen, nicht wechseln.


so mache ich das auch, prüfen, ob es Riefen an der Achse gibt, für den Fall, dass sich doch Staub oder so ins Lager verirrt haben sollte.

Ich meine, der Riemen hat eher Potential, gelegentlich ausgetauscht werden zu müssen. Hängt aber auch vom Betrieb ab.

LG Tom
tjs2710
Inventar
#41 erstellt: 26. Mrz 2012, 07:34
@weidenkätzchen & tomtiger

Da ich grad auch wieder einen neuen alten Thorens bekommen hab u bei Joel auch schon den Rep-Kit incl Riemen bestellt hab, war das mal ein guter Tipp von euch "...einfach nen Tropfen dazu zum alten Öl".

Da reicht wohl das neue Öl aus dem Kit noch ne ganze Weile, wird wohl mal ein Erbstück werden, wie die Dreher selbst

Schönen Tag noch!
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