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Anfänger sucht Hilfe beim ersten Plattenspieler

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Nicolas92
Stammgast
#1 erstellt: 21. Jan 2013, 22:36
Hallo

Hab die Musik aus den 60ern/70ern für mich entdeckt und höre momentan ziemlich viel Led Zeppelin,Deep Purple,Van Morrison usw...
Leider sind die Aufnahmen über Internet/Simfy und zum Beispiel Led Zeppelin/Mothership die ich als CD besitze ziemlich schlecht.

Möchte mir deshalb einen Plattenspieler zulegen und über Ebay Plattensammlungen aufkaufen

Ich besitze momentan als Verstärker den Onkyo A-5VL und als Lautsprecher die Dali Zensor 7.

Als Budget habe ich mir vorgenommen so um die 250-350 Euro auszugeben. Ich denke dass bei dem Budget ein Gebraucht-kauf die bessere Alternative wäre und finde den Dual 721 ganz interessant.

Ich war auch schon in 2 Hifi-Läden und die haben mir bei dem Budget unter anderem den Rega RP1 empfohlen und von einem Gebraucht-Kauf eher abgeraten.

Was könnt ihr mir empfehlen und was haltet ihr von dem Rega ?

Habe gelesen dass man Plattenspieler lieber nur abholen sollte und das würde die Suche ziemlich eingrenzen.

Mein Onkyo hat einen Phono-Eingang aber ich glaube ein Externer Phono-Verstärker wäre besser ?

Vielen Dank schonmal
Jens1066
Inventar
#2 erstellt: 21. Jan 2013, 23:01
Hallo Nicolas,

zunächst mal Glückwunsch zu Deiner Entscheidung. Habe hier auch CD´s, die grottenschlecht klingen, jedoch als Vinyl genial sind.

Dass die im HiFi Geschäft einen neuen Dreher empfehlen ist klar, die wollen ja verkaufen. Bei deinem Budget würde ich Dir auf jeden Fall einen gebrauchten Dreher empfehlen. Das sage ich aus dem Grund, weil ich einen NEUEN gekauft habe. Qualitativ kommt er vom Antrieb her (mit einem Preis von 600 €) nicht an meinen alten Wega Dreher von 1978 ran und der geht in Auktionen deutlich unter 100 € raus.

Allerdings sind die Gebrauchtpreise im Moment ziemlich versaut. Vor 3-4 Monaten waren die noch deutlich niedriger. Hat wahrscheinlich nicht zuletzt mit diesem Forum zu tun, dass manche Geräte (die sicher nicht schlecht sind) zu sehr gehypt werden. Somit steigen halt auch die Preise. Im Sommer könnte es wieder besser werden.
Paddi1232
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 21. Jan 2013, 23:06
Gebrauchtkauf ist immer so ne Sache... ich mags auch nicht, da ich meine Komponenten am liebsten selbst "entjungfern" möchte (und weil ich schon diverse male massiv "eingefahren" bin bei Gebrauchtkäufen) aber es gibt hier genügend Leute die darauf schwören. Wenn man bedenkt wie lange man mit seinem Dreher eine Freude haben möchte is halt die Frage wie viel 150€ da wirklich sind. Aber muss jeder selbst entscheiden ^^

Grundsätzlich wäre der integrierte Phono Verstärker in deinem Setup absolut ausreichend. Da kannst du also mal sparen.

Den Rega Dreher hab ich mir vor ner Weile mal angesehen und fand ihn auch soweit ganz in Ordnung. Allerdings würde ich ihn nicht gegen meinen Pro-Ject Debut III eintauschen. Das wären wohl auch so die zwei sinnvollsten Spieler in der Preisklasse wenn man sich auf Neukauf einschießt.

Im Bezug auf Gebrauchtkauf gibts hier genügend andere Spezialisten die sich bestimmt auch noch zu Wort melden.

Tante Edith sagt, dass da wer schneller war ^^


[Beitrag von Paddi1232 am 21. Jan 2013, 23:07 bearbeitet]
*mps*
Stammgast
#4 erstellt: 21. Jan 2013, 23:10
Hallo Nicolas

Auch von mir Glückwunsch zur Entscheidung

Da du mit der Dali einen echt guten Speaker schon hast würd ich bei deinem Buget Nägel mit Köpfen machen

Bis 350€ bekommst einen schönen und guten Thorens (gebraucht)

Schau nach nem TD 320 ger, das dürfte zu machen sein, Deine Speaker werdens dir zurüchzahlen

Grüsse
Michael
Jens1066
Inventar
#5 erstellt: 21. Jan 2013, 23:29
Gerade der Thorens gehört mMn zu den gehypten. Meist bekommt man die entweder ohne System bzw. dann mit dem 20€ Teil, AT95 von Audio Technica. Spielt zwar, aber ein adäquates für den 320 kostet dann mind. 200 € extra. Das sollte man bedenken. Also bitte nichts überstürzen, außer Du findest wirklich ein Knallerangebot mit gutem System. Oder leg noch was drauf, hol Dir einen Dreher für 200 € und plan noch ein System für 200€ ein, dann hast Du was, mit dem Du wirklich über längere Zeit glücklich bist.

Wie gesagt, aus eigener Erfahrung rate ich bei diesem "geringen Budget", was nicht heißt, dass das wenig Geld ist, von einem Neuen ab. Da sind selbst 600 € zu wenig, denn da hängt auch nur ein 80€ System dran, da fallen dann auch nochmal 200€ für ne gute Nadel an. Ansonsten das ist Geld rausgeschmissen und wird den Dali in keinster Weise gerecht.
Nicolas92
Stammgast
#6 erstellt: 21. Jan 2013, 23:47
ok vielen dank schonmal für die Antworten

im Forum wurde mir eben ein Dual 731Q angeboten

"DUAL 731, braunmetallic, optisch und technisch top, mit TKS60E und guter Originalnadel, 150 Euro"

was haltet ihr von dem ? optisch gefällt der mir richtig gut

aber was bedeutet an der Front diese quartz phase locked loop ?
Moorkind
Stammgast
#7 erstellt: 22. Jan 2013, 08:27
Ich kann hier nur der Aussage von Jens zustimmen. Nichts überstürzen und in Ruhe schauen. Der 731Q ist bestimmt kein schlechter Plattenspieler, kommt mMn aber an die "Seele" eines 721 nicht heran. Ist aber Geschmackssache. Habe mir letzes Jahr einen DP37 von Denon für ca. 180,- Euro gefischt und den PS auch selber abgeholt. Dann im Sommer kam noch ein anderes Systen drauf (DL110 für 140,- Euro). Am System sollte man nicht sparen, wie Jens es auch schon erwähnt hat. Dann wirst Du viele Jahre Deine Freude an der Kombo haben. Bei mir vergeht kaum ein Tag an dem der PS nicht läuft!


[Beitrag von Moorkind am 22. Jan 2013, 08:28 bearbeitet]
schmiddi
Inventar
#8 erstellt: 22. Jan 2013, 09:08
Der Dual ist ein sehr guter Plattenspieler, allerdings hat er einen ULM Tonarm (Ultra Low Mass) mit einer speziellen Headshell. Das schränkt dich in der Wahl der Tonabnehemr stark ein. Du müsstest um normale Halb-Zoll Systeme zu montieren einen Adapter kaufen.

Ansonsten ist das ein hervoragender PS, wenn er dir gefällt machst du damit nichst falsch. Manche sagen, dass es einer mit der besten Plattenspieler ist, die Dual je gebaut hat.
Nicolas92
Stammgast
#9 erstellt: 22. Jan 2013, 10:33
ja überstürzen werde ich nichts , zumal ich ja noch gar keine Platten besitze

Möchte aufjedenfall einmal vernünftig "investieren" damit ich auch länger was von dem Plattenspieler habe.

Das mit dem ULM Tonarm ist dann ja nicht so toll fürs spätere aufrüsten, aber was sagt ihr zu der originalen Nadel und dem TKS60E Tonabnehmer der ja auch noch dabei ist. Falls dieser ziemlich gut ist, müsste ich ja auch gar nicht aufrüsten.

Wichtig ist mir auch eine langlebigkeit und das an dem Plattenspieler nichts irgendwie repariert werden muss. Er sollte also in einem guten Zustand sein und auch nicht zu alt sein. Oder hat das Alter keine Auswirkungen wenn der Plattenspieler gut ist ?

Nach welchen Plattenspieler sollte ich sonst noch so ausschau halten ?
schmiddi
Inventar
#10 erstellt: 22. Jan 2013, 10:45
Es gibt sehr viele gute gebrauchte Plattenspieler auf dem Markt. Bei deinem Budget hängt das auch von deinem persönlichen Geschmack ab. Was gefällt dir denn optisch?

Möchtest du lieber einen direkt angetriebenen oder lieber einen mit Riemen. Möchtest du einen S-Tonarm oder lieber einen geraden Tonarm. Dies sind auch Dinge die du nach deinem eigenen Geschmack entscheiden kannst.

Wenn dir der Name der auf dem Gerät steht egal ist, kannst du für realitv wenig Geld einen sehr guten PS bekommen. Ansonsten zahlst du eben einen "Hersteller-Aufschlag". Wenn du deine Wünsche ein wenig konkretisiert hast, kann man auch ein paar Empfehlungen geben, aber so wäre die Liste ziemlich lang.
Nicolas92
Stammgast
#11 erstellt: 22. Jan 2013, 11:10
Also optisch finde ich dunkle Holzfarben sehr schön oder schwarz. Aber kein grau und kein weiß

-Dual 721
-Dual 704
-Micro BL-91 L
-Thorens 145/146/147/160
so in der Richtung die gefallen mir alle ganz gut.

http://www.ebay.de/i...&hash=item1c2f728631 zum Beispiel

Was mir noch wichtig ist :

-Guter Klang
-Holzfarben oder Schwarz
-Technisch guter Zustand
-Guter Tonabnehmer mit Option zum aufrüsten
-Gleichmäßges Laufverhalten
-Vollautomatik wäre ganz schön aber kein muss, ( ich denke mal manuell kann nicht so schnell kaputt gehen oder ? )
-Sollte auch nicht allzu alt sein ich denke maximal so 1975 nicht älter
-S Tonarm oder gerade ist egal
-Direkt oder mit Riemen , das was eher nicht so schnell kaputt geht
-Preistabilität
schmiddi
Inventar
#12 erstellt: 22. Jan 2013, 11:31
Ok, du willst also den Hype-Aufschlag bezahlen . Ist nicht weiter schlimm, sind alle gute PS die du auch so kaufen kannst.

Der 704 ist dr halbautomatische Bruder vom 721 und richtig, wo keine Vollautomatik ist, kann auch weniger kaputt gehen. Wobei der 721 mit wenigen Griffen auch wieder repariert ist und weiter 30 Jahre klaglos seinen Dienst versieht.

Grundsätzlich sind die direkt angetriebenen PS wartungsärmer als die mit Riemen. Vom Klang her werden die genannten Plattenspielr sich nichts tun, die Musik macht vor allen Dingen der Tonabnehmer und dann auch noch der Tonarm.

Zur Preisstabilität kann ich nur sagen, dass ein Plattenspielr keine Wertanlage ist. Es ist noch nicht einmal sicher ob die Preise stabil bleiben. Der Markt für Plattenspieler und auch für Vinyl ist halt sehr von Stimmungen abhängig. Im Moment wollen viele wieder LPs hören und kaufen die entsprechenden PS. Die Preise steigen zum Teil in Höhen, die nicht merh nachvollziehbar sind. Diese Stimmung kann aber auch schnell wieder vorbei sein und die Preise fallen ann wieder recht schnell. Daher ist Preistabilität für mich kein Kriterium.

Es ist immer vorteilhaft wenn du einen PS abholen kannst, der Versand ist immer mit einem hohen Risiko verbunden. Du könntest auch mal ins "Dualboard" reinschauden, dort findest du PS zu fairen Preisen.
Jens1066
Inventar
#13 erstellt: 22. Jan 2013, 12:34
Wie schmiddi schon schrieb, 30 Jahre sind kein Problem. Im Gegenteil, die Besten wurden Ende der 70er, Anfang bis Mitte der 80er gebaut. Die Motoren der Direkttriebler wurden fast schon für die Ewigkeit gebaut. Und die Mechanik der meisten Dreher ist, fall überhaupt nötig, mit wenigen Handgriffen wieder auf Fordermann gebracht.

Wie gesagt, mein Wega ist von 1978 und der läuft ohne Probleme. Drehzahl ist stabil, keinerlei Vibrationen und Geräusche, ganz im Gegensatz zu dem neuen Pro-Ject Dreher. Sobald ich was Gutes aus der oben genannten Zeit, zu einem fairen Preis finde, wird mich wahrscheinlich der Pro-Ject wieder verlassen

Zum Thema Dual kannst Du ja mal hier reinschauen. Da hat DrNice eine gute Aufstellung der Dual Dreher gemacht.
Nicolas92
Stammgast
#14 erstellt: 22. Jan 2013, 12:46
ok ich werde dann mal verstärkt nach dem Dual 721 und 704 ausschau halten

Gibt es Besonderheiten worauf ich achten sollte ? oft wird als tonabnehmer der Shure v15 3 genannt ist dies der originale oder wurde der dann ausgetauscht ?

Welcher Preis ist gerechtfertigt und würdet ihr eher den 704 oder den 721 vorziehen ?

was bedeutet cs und manche Plattenspieler werden ohne cs angeboten ?

Ist es möglich den plattenspieler mir auch zuzuschicken oder sollte ich auf jedenfall den Plattenspieler abholen ? Das würde die suche dann ziemlich eingrenzen
JÄGERSCHNITZELJÄGER
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 22. Jan 2013, 12:56
Moin.
Guck mal ob du einen Rega P3 (nicht P3/24) schießen kannst.
Mehr ist imho erst einmal nicht nötig.
JSJ
StefanPK
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 22. Jan 2013, 13:04
Die Dual heissen alle CS XXX.

Das Shure V15 III war die teurere Option, mit dem der Plattenspieler seinerzeit ausgeliefert wurde. Ob 704 oder 721 ist doch deine Entscheidung, wirkliche für oder wider seh ich nicht. Das mit der Vollautomatik hast du ja selbst angesprochen, wobei auch die nicht wirklich anfällig ist. Ich habe den 721 und da war außer der flackernden Strobolampe noch nichts kaputt, selbst der berühmte Steuerpimpel musste noch nicht getauscht werden.

Ich bin sehr zufrieden mit ihm. Über Preise kann ich dir nichts sagen.

Gruß Stefan
Einfach_Supi
Stammgast
#17 erstellt: 22. Jan 2013, 13:11
@Nicolas: Ich glaub, wenn du für 150 EUR einen Dual 731Q angeboten bekommen hast, solltest du erstmal zuschlage. Da du noch keinen Plattenspieler hast, weißt du ja auch gar nicht, welcher deinem Hörgeschmack entspricht. Also erstmal normal einsteigen, einhören, eventuell ein wenig experimentieren (Aufstellung, Nadel, Phono-Verstärker). Wenn du dann irgendwannweißt, wie du den Klang wünschst, dann kannst du sicherlich den Traum-Spieler finden.
Nicolas92
Stammgast
#18 erstellt: 22. Jan 2013, 13:19
ok war ja erstmal nur eine Überlegung dass ich mich so halb auf den dual 704 und 721 eingeschossen habe

Wie ist der 731q denn im Vergleich zu den anderen beiden ? Ist er höherwertiger durch die höhere Nummer ?

wie gut ist der Tonabnehmer TKS60E des 731ers im vergleich zu dem Shure v15 der anderen beiden ?

und was bedeutet quartz phase locked loop beim 731er ?
8erberg
Inventar
#19 erstellt: 22. Jan 2013, 14:10
Hallo,

der 731q ist (bis auf die Höheneinstellung des Tonarms) von der Platine und der Technik her fast identisch mit dem 721, Unterschied 1 ist der Tonarm (ULM, für leichte Systeme) und Unterschied 2 ist die Ansteuerung des Motors.

Während der 721 noch über keine Quarzregelung des Motors verfügt hat der 731 eine.

Hört man aber nicht, die Gleichlaufschwankungen des 721 sind schon eh absolut unter der Hörbarkeitsgrenze. Mit dem 731 sind sie so gut, dass man nicht mehr drüber reden braucht...

Letztlich musste man in St. Georgen "mit den Wölfen heulen", die Japaner hatten alle ihre Spitzenmodelle mit quarzgesteuertem Direktantrieb versehen - egal ob das was "bringt oder nicht".
Ich kann mich noch erinnern, dass deswegen damals heisse Diskussionen in Gang waren (ähnlich schwachmatisch wie heute dieses "Kabelklang"-Gequassel).

Um allerdings noch einen draufzusetzen machten es die Dual-Leute so, dass auch die per Drehzahlfeineinstellung veränderte Geschwindigkeit jeweils vom Quarz "gehalten" wurde... das bot weder Technics noch Sony noch sonst jemand (hat zwar keinen sittlichen Nährwert, aber es "macht was her").

Der ULM-Tonarm wurde speziell für die ULM-Systeme konzipiert, das ULM60E (aus dem Hause Ortofon) ist nicht übel, ich mag es gerne.
Es stellt sich leider das gleiche Problem wie bei den Shure: die guten Nadeln sind Mangelware. Die Nachbaunadeln für das ULM sind Murks, bleibt nur suchen oder mit der einfacheren 55-er Nadel leben.

Für den Umbau auf 1/2-Zoll-Systeme lag dem 731Q ein Umbausatz bei, ist dieser im Laufe der Jahrzehnte verschwunden gibt es die Möglichkeit ihn bei "Dualfred" (siehe Dual-Board) zu erwerben.

Peter


[Beitrag von 8erberg am 22. Jan 2013, 14:13 bearbeitet]
schmiddi
Inventar
#20 erstellt: 22. Jan 2013, 14:46
Das "CS" gehört zum Namen bei den Dual Platennspielern. Da fast alle mit CS anfangen lässt man es manchmal weg.

Ob 704 oder 721 ist die Frage ob du Halb- oder Vollautomatik möchtest. Das Shure V15III war das original System für die Beiden. Das System gibt es nicht mehr neu zu kaufen, du bekommst aber noch sehr gute Nachbaunadeln dafür, Stichwort wäre hier Jico SAS und Shibata von Axel Schürholz, um zwei sehr gute Nachbauten zu nennen.

Bei dem 704 bzw. 721 passen aber sehr viele andere Systeme drunter, du bist da sehr flexibel, weil die Beiden einen höhneverstellbaren Tonarm haben.

Ich habe einen 721 seit 34 Jahren im Einsatz und werde diesen auch nie hergeben, läuft noch einwandfrei.
Du solltest daruf achten, dass die Automatik noch geht, Stichwort "Steuerpimpel", wäre aber kein großes Ding das zu reparieren.

Preis ist immer wchwierig abzuschätzen, du musst immer damit rechnen eine neue Nadel zu kaufen zu müssen. Der 704 aus der Auktion scheint ja ganz gut in Schuss zu sein, ich persönlich würde bis 120,-€ mitgehen. Du musst da eben auch eine neue Nadel einplanen, eine gute Nachbaunadel kostetn dann zwischen 90,-€ und 160,-€ .
RainerT
Neuling
#21 erstellt: 22. Jan 2013, 14:52
Hallo Nicolas,

ich weiß nicht ob du das Geld unbedingt ausgeben willst. Wenn dir aber 704/721 gefällt (ich finde die Zargen unmöglich), dann solltest du mal 604/621 uns Auge fassen. Der Vorteil der 7xx ist der etwas bessere Antrieb, wo ich arge Zweifel habe, dass besonders ein Einsteiger sie hört und der höhenverstellbare Tonarm, der erst Sinn macht wenn man viel mit Systeme herumprobiert. Dafür sind die 6xx deutlich billiger. Bei den 7xx bezahlst du nur zu einem kleinen Teil für bessere Technik drauf und zum größeren Teil für das Prestige. Wenn du schon mehr bezahlen willst, solltest du das eher in Systeme/nadeln investieren oder auch überlegen, ob dir eine besser Phonovorstufe hilft.

Hast du bei Dual mal an einen alten Reibradler gedacht? Für deine Musikrichtung auch gut geeignet. An diesem Punkt stellt sich auch die Frage ob ein V15 wirklich viel bringt? Für alter Rockscheiben sind M75/M91 sehr gut geeignet. Das System bekommst du fast geschenkt und da kann man durchaus Originalnadeln zu akzeptablen Preise bekommen. Beim V15 kann man das vergessen. Die seltenen Exemplare die es noch gibt, werden sehr teuer verkauft. als Alternative bleibt noch die Jico Nadel, aber die gehen auch gegen 200€. Für günstige Nachbauten braucht man kein teures V15. Es gibt genügend Leute, die haben viel Spaß mit einem M75 und einem 15€ Nachbau von Cleorec. Bei einem Dual Reibradler solltest du aber defintiv ein gewartetes Gerät kaufen, außer du möchtest auch gleich ins Basteln einsteigen.

Ich habe die Überlegungen zu Dual angestellt, weil ich mich da auskenne. Grundsätzlich gelten die aber auch für andere Marken. Wenn man am Ende das Budget nicht voll ausschöpft, ist das doch auch schön.

Gruß
Rainer
maddin2
Stammgast
#22 erstellt: 22. Jan 2013, 15:19
Machts doch net so kompliziert für den Jungen !!
Der 731 für 150 Euro - sofern ok und mit System - ist einer der besten Dreher aus dem Hause Dual. Ohne wenn und aber. Der Preis passt.

Das verbaute ULM-System müßte ein Ortofon sein. Dafür gibt es imho hervorrangende neue Nadeln.

Das Shure V 15 ist ein System, das extremst (!) gehyped wurde und wird. Nachteil: Sauteuer und: KEINE neuen Originalnadeln mehr.

Fazit:
Ja zum 731.
Der Antrieb hält und ist super, der Tonarm ist ebenfalls gut.

Und wenn Du wirklich irgendwann mal Systeme wechseln möchtest: Für den 731 gibt es seinen Halbzoll-Umrüstsatz. Also alles machbar. Guck mal ins Dual-Board. Dort gibts noch mehr Infos - auch über Halbzollumrüstsatz-Nachbauten (günstiger).

Vergleich 721 / 731:
Der 731 hat einen quarzgesteuerten Direktantrieb. Ob das wirklich hörbar etwas bringt, weiß ich nicht. Beide sind jedenfalls gut.
Der 721 hat einen höhenverstellbaren Tonarm. Das ist sein einziger Vorteil gegenüber dem 731.

"quartz phase locked loop"
bedeutet, dass es sich um eine starre Quartzphase handelt (quartz phase locked), über deren "Hilfe" eine Regelschleife (loop) den Antriebsgleichlauf kontrolliert und nachregelt. Das funktioniert in der Praxis nahezu perfekt und scheint langzeitstabil zu sein (meiner ist über 30 Jahre alt und macht das noch wie am ersten Tag).

Die Abkürzung für die Werbung war "Quartz PLL".
Denn damals war alles was "Quartz" hieß supergut, modern und extrem präzise - egal ob es Sinn machte oder nicht. Sozusagen das Vorgängerwort von "digital"


[Beitrag von maddin2 am 22. Jan 2013, 15:19 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#23 erstellt: 22. Jan 2013, 15:51
Hallo,

jo, über den Sinn und Unsinn vom Quarz hab ich ja schon oben geschrieben...

Der 731 ist wirklich ein sehr guter Dreher, für die Kohle machst Du nix verkehrt. Nur hol ihn lieber ab.... und nehm den Plattenteller für den Transport runter!

Das "CS" vor der Nr. ist bei Dual noch aus der Zeit, als man auch die Laufwerke "so" kaufen konnte, ohne Zarge.

Mit CS war dann die "Componente Schallplattenspieler" gemeint, also Laufwerk incl. Zarge.
CV war in Dual-Sprech "Componente Verstärker", CT also Tuner, CL dann Lautsprecher usw....

Peter
Nicolas92
Stammgast
#24 erstellt: 22. Jan 2013, 16:23
ok dann werde ich wohl das Angebot für den Dual 731Q für 150 Euro annehmen.
Heute abend werden mir noch Bilder geschickt...

Dann hab ich auch noch ein gutes Budget für viele alten Platten...


Ich denke Versand wird bei dem Anbieter auch kein Problem sein , da er mehrere Plattenspieler verkauft und im Forum seit 2006 aktiv ist und dann bestimmt auch ahnung davon hat. http://www.hifi-foru...m_id=170&thread=6408
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