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Riemenspur am Teller

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Nihil21
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 19. Jul 2013, 21:10
Hallo!
Ich habe vor kurzem von Project das Xperience Comfort Modell gekauft und habe letztens bemerkt, dass der Riemen der um den Teller läuft, dort eine unschöne Ablagerung hinterlässt. Ich weiß nicht warum das passiert. Ob das eine art chemische Reaktion ist? Und worauf ist dieser Rückstand zurück zu führen. Auf den Riemen selbst oder auf den Teller?
Ich weiß nicht ob ich das irgendwie Beseitigen kann. Wollte da jetzt nicht mit einem nassen Lappen und Spüli oder ran. Hat jemand auch schon solche Erfahrungen gemacht und was habt ihr dagegen gemacht?
Ist das irgendwie zu beseitigen? Oder soll ich das evtl. reklamieren?
8erberg
Inventar
#2 erstellt: 20. Jul 2013, 09:52
Hallo,

mit Isopropanol oder Spiritus entfernen, macht nix - ist mehr oder weniger normal.

Allerdings in so großen Mengen in so kurzer Zeit spricht für "vorgeschädigten" Riemen, entweder Sonneneinstrahlung (UV-Einfluß) oder Material.

Peter
Nihil21
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 20. Jul 2013, 10:42
Sonneneinstrahlung habe ich auch schon vermutet. Aber eigentlich kann das nicht sein, da ich den Plattenspieler in der Regel mit einem Tuch abdecke, solange ich ihn nicht benutze.
dannewitz
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 20. Jul 2013, 10:55
So etwas nennt man Abrieb und sollte nur bei Fam. Pingelich täglich gesäubert werden. Ansonsten ist etwas Abrieb auf glatten Flächen ist wie in der F1 immer gut für die Haftung. Also wie bei allen AnnaLogis ein bischen Ignoranz bei Staub und ähnlich Unwichtigem hilft bei der Hör-und Lebensqualität.
8erberg
Inventar
#5 erstellt: 20. Jul 2013, 10:57
Hallo,

jein, es kommt auf die beiden "Partneroberflächen" an.

Was mich immer nur wundert: bei meinen über 35 Jahre alten Duals findet sich so gut wie "garnix" an Abrieb....

Peter
Nihil21
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 20. Jul 2013, 13:31
Das man bei alten Geräten solche Ablagerungen und Reaktionen nicht vorfindet verwundet mich nicht. Die Materialien die heute verwendet werden, sind ja zum teil auch ganz andere. Der Plattenteller von meinem Thorens besteht aus einem ganz anderen Material als der von meinem Project.
Ich vermute mal das ein Großteil aller Produkte die heute gefertigt werden und auf den Markt kommen schädliche Auswirkungen auf uns und die Umwelt haben können. Sicher nicht alle. Aber sicher wesentlich mehr als das vor 30 Jahren der Fall war.
tomtiger
Moderator
#7 erstellt: 20. Jul 2013, 15:57
Hi,


Nihil21 (Beitrag #6) schrieb:
Ich vermute mal das ein Großteil aller Produkte die heute gefertigt werden und auf den Markt kommen schädliche Auswirkungen auf uns und die Umwelt haben können. Sicher nicht alle. Aber sicher wesentlich mehr als das vor 30 Jahren der Fall war.


richtig, ist ja nicht so, dass man viele Dinge in den letzten 30 Jahren verboten oder eingeschränkt hätte wie FCKW, Schwermetalle, Blei, Quecksilber, Asbest, ....


LG Tom
Nihil21
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 20. Jul 2013, 17:04
Jaha! Natürlich. Die Palette an Materialien die verwendet werden ist heute aber sicher größer als damals. Ist ja auch eigentlich egal.
8erberg
Inventar
#9 erstellt: 20. Jul 2013, 17:38
Hallo,

nein, ist es nicht: heute muss wenn eine neue Substanz entwickelt wird ein Riesen-Brimborium an Tests durchgeführt werden.

Wenn es mit Lebensmitteln in Kontakt kommt, als Kinderspielzeug o.ä eingesetzt wird. gibt es nur Positivlisten (also Sachen die dran dürfen, alles andere ist verboten). Selbst die Chinesen, auf die sonst so gerne geschimpft wird haben inzwischen strenge Kontrollen und die Grenzwerte von kritischen Substanzen liegen im Bruchteil von den, was noch in den 70ern oder 80ern erlaubt war.

Es wird heutzutage viel von Leuten erzählt, die damals in der Schule in Naturwissenschaften nicht aufgepasst haben weil sie Journalismus studieren wollten. Und diese wollen uns heute (mit der großen "Ahnung") was erzählen. Allein schon den Mist den ich stets im Fernsehen über mein Fach höre.
Ich komme aus der Kunststoffverarbeitung und bilde mir ein entsprechende Kenntnisse und nach über 30 Jahren auch Erfahrungen zu haben, da ich überwiegend Lebensmittelhersteller und verarbeitende Betriebe berate.

Wenn ich was neues konstruiere muss ich den Nachweis über eine spätere Entsorgung antreten können, im Gegensatz zur Atomindustrie...



Peter
tomtiger
Moderator
#10 erstellt: 20. Jul 2013, 17:56
Hi,


Nihil21 (Beitrag #8) schrieb:
Die Palette an Materialien die verwendet werden ist heute aber sicher größer als damals. Ist ja auch eigentlich egal.


das sehe ich genau anders rum. Vor über 150 Jahren hat man weniger eingesetzt, weil weniger da war. Vor 30 Jahren als Anfang der 1980er Jahre, kam mit den Grünen auch ein gewisses Umweltbewusstsein durch, damals wurde aber an sich alles, was Sinn machte auch eingesetzt, eine Prüfung, insbesondere Langzeitwirkungen, war eher selten.

Ich würde daher annehmen, dass Du gute Chancen hast, dass eine Plattenspielerzarge aus den späten 1970er/frühen 1980er Jahren eher Lösungsmittel, Pestizide und Fungizige (Holzschutzmittel), Formaldehyd, etc. abgibt als moderne.

Ich habe eher den Eindruck, dass die Palette an zulässigen Materialien immer mehr abnimmt.

LG Tom
volvo740tius
Inventar
#11 erstellt: 20. Jul 2013, 19:06
Hallo,


Nihil21 (Beitrag #8) schrieb:
Die Palette an Materialien die verwendet werden ist heute aber sicher größer als damals. Ist ja auch eigentlich egal.


es ist insofern egal, dass z. B. aus Kunststoffen Weichmacher ausdünsten die wahrscheinlich ebenso gefährlich sind. Wenn man sich aber über das alles noch Gedanken macht, schließt man besser gleich das Bündnis mit dem Strick.

Gruß Thomas
8erberg
Inventar
#12 erstellt: 20. Jul 2013, 19:14

volvo740tius (Beitrag #11) schrieb:
Hallo,

es ist insofern egal, dass z. B. aus Kunststoffen Weichmacher ausdünsten die wahrscheinlich ebenso gefährlich sind. Wenn man sich aber über das alles noch Gedanken macht, schließt man besser gleich das Bündnis mit dem Strick.

Gruß Thomas



Da gehts schon los.... exakt werden Weichmacher eingesetzt bei PVC und einigen PS-Sorten sowie bei Elastomeren, also wirklich eine sehr überschaubare Anzahl von Kunststoffen.

Wenn jemand sagt aus einem Polybeutel oder einer Tupperdose kommt Weichmacher raus beweist er das er von Kunststoffen keinerlei Ahnung hat, da kann die Journallie noch 10 x diesen Mist behaupten. Falsch ist und bleibt falsch.

Peter
Wuhduh
Inventar
#13 erstellt: 20. Jul 2013, 19:19
Nabend !

Nach ca. 30 Jahren dürfte sich schon länger das Thema Ausdünstungen erledigt haben. Ansonsten würde ja schon eine weitere Generation Analogies verseucht werden oder bereits per Muttermilch sein.

Die Mischungen der Antriebsriemen sind im Laufe der Jahrzehnte verändert worden, in dem z. B. der Anteil an Naturkautschuk verringert wurde. Daraus ergeben sich auch die Unterschiede in Elastizität, Beständigkeit und Preis.

Die aktuellen weißen Riemen von Rega werden als logüsche Schlußfolgerung keinen Naturkautschuk mehr enthalten, denn der ist schwarz. Werden die Innenteller dann mit der Zeit den Riemen optisch verhunzen oder bildet sich eine kreideähnliche Spur auf Pulley und Innenteller ?

MfG,
Erik
Nihil21
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 20. Jul 2013, 19:21
Nun gut. Wurden ein paar ordentliche Argumente gebracht gegen die ich nicht anstinken kann.
Die Richtlinien sind sicher streng. Keine Frage.

Aber da ganze hat inzwischen nichts mehr mit dem eigentlichen Thema zu tun. Wobei die Frage ja auch schon geklärt wurde.
volvo740tius
Inventar
#15 erstellt: 20. Jul 2013, 19:36

8erberg (Beitrag #12) schrieb:

Da gehts schon los....


Das seh ich genauso, da ich nicht behauptet habe das aus allen Kunststoffen etwas ausdünstet. Das sollte nur als Beispiel dienen, da man immer irgendwo Stoffen ausgesetzt ist, die auf Dauer nicht gesund sind.

Also immer schön locker bleiben.

Gruß Thomas
tomtiger
Moderator
#16 erstellt: 20. Jul 2013, 20:06
Hi Erik,


Wuhduh (Beitrag #13) schrieb:
Die aktuellen weißen Riemen von Rega werden als logüsche Schlußfolgerung keinen Naturkautschuk mehr enthalten, denn der ist schwarz.


also eigentlich ist Naturkautschuk, also Latex, bräunlich transparent. Sieht ungefähr so aus:



Gummi wird häufig mit diversen Rußen vermischt, was die Eigenschaften verändert und ihn schwarz macht. Naturkautschuk wäre auch nicht lange haltbar (ist sehr feuchtigkeitsempflindlich) ist dafür aber kompostierbar. Der einzige Plattenspielerriemen, der mir bislang untergekommen ist, der annähernd optisch an Naturkautschuk erinnerte, war der des HK ST-7, aber da bin ich auch recht sicher, dass das irgendein Kunststoff war.



volvo740tius (Beitrag #15) schrieb:
Das sollte nur als Beispiel dienen, da man immer irgendwo Stoffen ausgesetzt ist, die auf Dauer nicht gesund sind.


Korrekt, die Annahme war aber, dass es früher, also vor 30 Jahren, deutlich weniger Schadstoffe waren. Gerade bei Kunststoffen meine ich, war es früher deutlich mehr, und vor allem deutlich weniger reglementiert.

LG Tom


[Beitrag von tomtiger am 20. Jul 2013, 20:07 bearbeitet]
volvo740tius
Inventar
#17 erstellt: 21. Jul 2013, 01:02
Hallo,


tomtiger (Beitrag #16) schrieb:



Gerade bei Kunststoffen meine ich, war es früher deutlich mehr, und vor allem deutlich weniger reglementiert.


Dem stimme ich zu, die Forschung über mögliche gesundheitliche Gefahren eilt der Industrie ja auch ständig nur hinterher ohne auch irgendwie eine Punktlandung zu machen.

Gruß Thomas
germi1982
Moderator
#18 erstellt: 21. Jul 2013, 16:45

Nihil21 (Beitrag #6) schrieb:
...Die Materialien die heute verwendet werden, sind ja zum teil auch ganz andere. Der Plattenteller von meinem Thorens besteht aus einem ganz anderen Material als der von meinem Project.
....


Ist eine Preisfrage, damals gabs auch Plattenspieler die einen sogenannten "Sandwichteller" aus Stahlblech wie der Pro-Ject hatten. Das waren aber durch die Bank Einsteigergeräte. Gute Plattenspieler hatten einen antimagnetischen Teller aus Materialien wie Zink- oder Aluguss.


...Gummi wird häufig mit diversen Rußen vermischt, was die Eigenschaften verändert und ihn schwarz macht.


Richtig, wird bei Autoreifen auch gemacht...die bestehen bis zu einem Drittel aus Ruß. Damit wird die Steifigkeit und die Haftfestigkeit des Reifens auf der Straße und dessen Abriebfestigkeit beeinflusst.

Wie das genau mit dem Ruß funktioniert wissen selbst die Forscher in dem Bereich nicht...fest steht aber, dass Ruß zu 95-98% aus reinem Kohlenstoff besteht. Früher hat man das eher als Abfall betrachtet der bei ungeregelter Verbrennung im Kamin oder Ofen entstanden ist, aber seit ein paar Jahrzehnten ist das ein Rohstoff.


[Beitrag von germi1982 am 21. Jul 2013, 16:45 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#19 erstellt: 21. Jul 2013, 19:06
Danke für die Nachhilfe in Sachen " Schnuller einfärben " ! Wieder eine BL geschlossen !

Aaaaber, fernab jeglicher Korinthenkackerei und dennoch um gorräckte Begriffsdefinition bemüht:

Der entstehende Ruß ist somit nur ein Abfallprodukt , kein ROHstoff im biologischen Sinne.

MfG,
Erik
germi1982
Moderator
#20 erstellt: 21. Jul 2013, 21:07

Wuhduh (Beitrag #19) schrieb:
....
Der entstehende Ruß ist somit nur ein Abfallprodukt , kein ROHstoff im biologischen Sinne.

....


Ruß wird mittlerweile extra hergestellt, in verschiedenen Qualitäten, Körnungen etc. Ist also mittlerweile Haupt- statt Neben- bzw. Abfallprodukt. Es wird auch als Farbpigment eingesetzt, zum Beispiel unter der Bezeichnung Pigment Black bzw. Carbon Black.

Die Degussa stellte im Werk Kalscheuren (bei Köln) das Zeug tonnenweise her...Kapazität des Werkes liegt bei 160.000 Tonnen pro Jahr. Und die Degussa hatte vierzehn weitere Rußwerke.


http://www.unternehmen-schule.de/Downloads/Degussa

Aber um beim Thema zu bleiben, ich glaube kaum dass der Ruß sich aus dem Gummi löst. Der kommt vor der Vulkanisation rein. Eher zerbröselt der Gummi als dass sich da Bestandteile rauslösen.

Ist der Riemen evt. mit organischen Lösungsmitteln in Kontakt gekommen die Gummi auflösen wie Aceton oder sowas in der Art?


[Beitrag von germi1982 am 21. Jul 2013, 21:32 bearbeitet]
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