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Philips 437 - Nadel springt meist gegen LP Ende!

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krodeux
Neuling
#1 erstellt: 01. Dez 2014, 00:02
Servus Leute, nach langer Zeit kam ich nun auch dazu, mich hier endlich anzumelden!

Mal kurz zu meiner Wenigkeit:
Ich bin 19 Jahre alt und sammle inzwischen für mein Leben gern Schalplatten.
Inzwischen gibt es einen kuriosen Mix von Pink Floyd(70er Psychedelic), Steven Wilson, Genesis(70er), Atlantean Kodex(Doom Metal), Swashbuckle(Trash Metal), Mike Oldfield(Ommadawn,QE2...), Jethro Tull,Marie Deutschland, Grönemeyer, Fates Warning, Ayreon und sogar Modern Talking!

Lange Zeit davor verwendete ich geschenkterweise einen billigen Pearl-Plattenspieler, so ein AllinOne-Gedingse.
Tontechnisch war es fast in Ordnung, nur war der Bass rein gar nicht existent. Und er hatte einige andere Macken, aber das ist jetzt Geschichte.

Nun ist es so, dass ich vor einen Monat einen Philips 437 gebraucht gekauft habe.
Lange Zeit lief dieser einwandfrei, inklusive Abschaltautomatik.

Jedoch musste ich an einen Tag ganz abrupt die Wohnung verlassen und konnte dabei den Gehäusedeckel nicht nach unten klappen! Anscheinend ein Todestoß, weil danach war die Tonqualität alles andere als OK.

Ich als Anfänger weiß zwar, dass Wasser aufgrund von Oxidation keine gute Wahl ist, jedoch war Sliwowitz auch nicht die beste Wahl. Aufgrund von Isopropanolmangel war es halt eine alkoholische Notlösung.
Und klar weder keine Nadelbürste gehabt, also unbenutzter Malpinsel!

Es kam wie es kommen musste, am Schluss war die Nadel unbrauchbar und hat nur noch verzerrt!

Durch die halbe Innenstadt und zig S-Bahnen in Karlsruhe gezwängt, hat mir ein Mitarbeiter in einem HIFI-Laden in KA die Nadel mitsamt Tonabnehmer getauscht.(Mein Tonabnehmer hat meine Reparaturversuche nicht überstanden an den Kontakten! Durchgangsprüfer sagte da nein :D)

Momentan ist es so:

-ALLE 180g Platten, die ich nun abspiele, kann ich auch bis zum Ende abspielen. Ohne, dass es Sprünge gibt. Auch funktioniert immer die Endabschaltung. Darunter waren unter anderem die Steven Wilson Platten, die Neupressung der "Wish You Were Here" und die PictureDisk LPs von Swashbuckle und Avantasia.

-Vorhin habe ich versucht, meine "Supertramp" Platte zu abzuspielen. Kurz nach dem Anfang von "Fool's Overtoure"(Letzter Albumtrack) kommt es zu seehr häufigen Sprüngen.
Die LP ist relativ gut erhalten und wird vor Abspielen immer vor mir gereinigt.

-Meine Oldfield Platte "Crisis" brach gestern Abend schon in der 10.Minute ab mit Hängern, die es davor nie gab. Jedoch ging die B Seite inklusive "Shadow on the Wall" auf den letzten Rillen gut durch.

-Bei einer Platte von der Band "GTR" wiederholt sich das Ende auch häufig, und sobald die Nadel die Auslaufrillen betritt, rutscht sie wieder 3-4cm zurück und spielt letzten Song wieder teilweise ab. Mit Unterbrechungen!

-Bei einer Neupressung der Band "Wassermann's Fiebertraum", welche erst vor kurzem erschien, gab es auch derartige Hänger beim allerletzten Track. Wenn ich den Tonarm manuell auf den letzten Track setze, rutscht der Tonarm manchmal automatisch 2cm, manchmal 5cm zurück.
Auf Dauer dürfte das für zu viele Kratzer sorgen!

Davor war die Originalnadel von Philips, glaub die GP400 verbaut. Die hatte bei ALLEN GENANNTEN keine Probleme!

Noch besser, die Nadel davor hat sogar eine richtig verkratzte 70er Platte der Band "Drugi Način" ohne Sprünge abgespielt, wenn auch insbesondere die ersten paar Minuten stark rauschend.

Momentan ist es so:

Egal, welches Gewicht ich verwende, sei es 1,5g Auflagegewicht(1g Antiskating), noch 2g Auflagegewicht und 1,5g Antiskating, die Nadel hüpft so oder so durch die Gegend! :/

Ich habe auch erstmal versucht, mich schrittweise an das Ideal heranzutasten, indem ich auf die Nullstellung ging, und dann langsam mich an das Antiskating herangetastet habe.
Im Falle einer LP hat es geholfen(Crisis), im Falle der anderen überhaupt nicht.

Nun habe ich sogar den Plattenspieler schräg gestellt, was einen interessanten Effekt zu Folge hatte:

Meine JethroTull Platte bekam logischerweise ab den letzten 2 Songs die Hänger, und ich habe manuell den Tonarm gehoben und auf die nächste Rille vorsichtig befördert. Irgendwann ging die Nadel in die Auslaufrille rein, versuchte zurück zu fahren, und fuhr wieder in die Auslaufrille zurück.
Bedeutet, der Plattenspieler hätte sich nie im Leben automatisch ausgeschaltet mehr, da der Tonarm die Auto-Abschaltung niemals hätte aktivieren können!

Kurzzeitig schien es so, als gäbe es bei 0,7g Auflagegewicht und Null Antiskating keine Probleme, aber letztendlich führte es dazu, dass der Tonarm fast die halbe LP zurück rutschte, sobald ich den Tonarm ab Plattenmitte aufsetzte.
Und wenn der Plattenspieler schräg aufgestellt ist, dann verschwindet beim Springen meist ein Tonkanal, statt dass es zu Verzerrungen kommt! Hängen bleibt sie aber dennoch, also definitiv keine Dauerlösung :/

Fragt mich nicht, wie die neue Nadel heißt, es lassen sich keine Details zu herauslesen und die Rechnung zum Austausch ist dank einer höheren Macht namens "Frau" nicht auffindbar!

Sollte ich gleich übertreiben und das Auflagegewicht auf 3g oder mehr setzen? Könnte evtl. die Platten auf Dauer zu sehr verletzen, zu wenig Gewicht macht das ganze jedoch nur sprunghafter.

Ohne Antiskating keine Chance, aber alles über glaub 1,8 Antiskating lässt den Tonarm viel zu weit zurückgleiten.

Habe mal einen Tipp aufgeschnappt, man solle den Arm gewichtslos mal leicht anpusten und sehen, ob dabei ein Widerstand auftritt an einer Stelle.
Es ist keiner aufgetreten.

Ich kann zwar mit einem Lötkolben notfalls umgehen, habe aber an sich von der Mechanik keine Ahnung.

Lange Googleorgien habe ich schon hinter mir, und ohne Führerschein den Plattenspieler "mal eben" zum HiFi Laden zum bringen ist alles andere als meine erste Wahl.

Evtl. hat einer von euch einen Tipp, wie ich das ganze beheben kann!

Ist zwar toll, dass ich anscheinend alle aktuellen Alben abspielen kann, da 180g inzwischen zu einem Standard verkommen ist, aber auf "Supper's Ready" und "Fool's Ouverture" möchte ich nun ungerne verzichten

Vielen lieben Dank im Voraus von einem bisher reinen Mitleser, ich hoffe der Beitrag ist nicht zu wenig ausführlich
doc_barni
Inventar
#2 erstellt: 01. Dez 2014, 05:39
Hallo krodeux,

zunächst einmal: willkommen bei den analogies....lauter freundliche und nette Menschen...
zu deinem Problem:

Wenn dein Tonarm wirklich frei beweglich ist, ( kein Lagerschaden, keine widerstandsleistende Kabel) , dein AS nicht am Ende ausgetritxt wird, durch altes Fett z.B. ( es bremmst dann, wo es gleiten sollte) bleibt eigentlich deine Nadel nur noch als Verdächtiger übrig...

über 2 gr. Auflagedruck zu gehen halte ich nicht für hilfreich. Gut wäre., eine andere Nadel incl. headshell zum schnellen Wechsel aufzutreiben, um die Fehlerquelle zu orten...

freundliche Grüsse

Wolfgang


[Beitrag von doc_barni am 01. Dez 2014, 06:13 bearbeitet]
akem
Inventar
#3 erstellt: 01. Dez 2014, 08:49
Elementar ist erstmal, den Tonabnehmer zu ermitteln, damit man weiß, was der für eine Auflagekraft benötigt. Wenn die Rechnung nicht mehr auffindbar ist, dann mal bei dem Laden nachfragen, der den TA montiert hat. Oder mal ein paar Fotos von der Seite und von unten hier einstellen, irgendjemand kennt das Ding dann schon...
Dann: haben die den TA mangels Dreher dazu einfach mal irgendwie auf dem Headshell festgeschraubt? Oder war der Dreher in der Werkstatt und der TA wurde fachgerecht justiert? Und hast Du vor dem Einstellen der Auflagekraft den Tonarm ausbalanciert und dann die Skala des Gewichts genullt (also die Skala auf Null gedreht und das Gegengewicht dabei festgehalten)?

Gruß
Andreas
gunnarian
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 01. Dez 2014, 12:58
Servus,
eventuell auch mal schauen, ob der Tonarm nicht an den besagten Stellen auf die Liftbank aufläuft.

edit: würde erklären, warum es mit dem 180gr Platten funzt.

Gruß Günther


[Beitrag von gunnarian am 01. Dez 2014, 13:05 bearbeitet]
krodeux
Neuling
#5 erstellt: 02. Dez 2014, 16:07

gunnarian (Beitrag #4) schrieb:
Servus,
eventuell auch mal schauen, ob der Tonarm nicht an den besagten Stellen auf die Liftbank aufläuft.

edit: würde erklären, warum es mit dem 180gr Platten funzt.

Gruß Günther

DAS war der entscheidene Tipp!

Tatsächlich gab es eine Schraube am Tonarm, welche zu fest im Gewinde fest hing und gelockert werden musste. Nun spielt der Plattenspieler auch wieder die Altpressungen problemlos ab!

Ich vermute, dass dank den breiteren Rillen einer 180g Platte der Tonarm nicht soo tief hängen muss, da er mehr Spielraum hat. Nützt bei Altpressungen halt wenig.

Nun funktioniert er klassisch mit 1,75g Auflagegewicht sowie 1,2g AntiSkating!


akem (Beitrag #3) schrieb:

Dann: haben die den TA mangels Dreher dazu einfach mal irgendwie auf dem Headshell festgeschraubt? Oder war der Dreher in der Werkstatt und der TA wurde fachgerecht justiert? Und hast Du vor dem Einstellen der Auflagekraft den Tonarm ausbalanciert und dann die Skala des Gewichts genullt (also die Skala auf Null gedreht und das Gegengewicht dabei festgehalten)?

Gruß
Andreas

Nope, die haben den überhaupt nicht justiert. Die Headshell ist gleich geblieben und der alte Tonabnehmer mitsamt GP400 Nadel wurde entfernt. Dieser wurde durch die den neuen ersetzt, mitsamt neuer Tonnadel.
Genullt habe ich es selbst ebenfalls.

Der Mitarbeiter hat die Justage nur halbfertig gemacht, darin liegt das Problem. Er hat testweise die LP aufgelegt, und nachdem 10sek der Anfang gut lief, sagte "Funktioniert doch!". Falls ich da mal wieder hingehe, weihe ich den Typen mal darauf ein, worauf man noch achten sollte


doc_barni (Beitrag #2) schrieb:
Hallo krodeux,

über 2 gr. Auflagedruck zu gehen halte ich nicht für hilfreich. Gut wäre., eine andere Nadel incl. headshell zum schnellen Wechsel aufzutreiben, um die Fehlerquelle zu orten...

freundliche Grüsse

Wolfgang :prost


Aus geldtechnischer Sicht habe ich momentan keine Ersatznadel, sollte ich mal darauf sparen.
Auf was sollte man da am besten achten? Und wie oft sollte man die Nadel reinigen?
Jetzt habe ich ja mal endlich Isopropanol ^^
akem
Inventar
#6 erstellt: 02. Dez 2014, 16:34
Für die tägliche Nadelreinigung tut es eine kleine Nadelbürste. Wenn Du einen etwas besseren TA gekauft hast sollte im Beipack eine dabei gewesen sein. Ich persönlich mag die "pinselartigen" lieber (Beipack z.B. bei Denon, Audio Technika), die Bürsten mit den dicht gepackten Carbonfasern wie die hier
http://www.audiophil.../Karbon-Nadelbuerste
sind mir etwas zu gefährlich (wegen dem Plastikrand, an dem der Diamant hängen bleiben könnte; hier sind die Borsten ja noch relativ lang, da gibt's auch viel kürzere).
Sowas ist auch okay:
http://shop.ht-audio.de/Ortofon-Nadelbuerste

Für den festen Dreck nach vielen Stunden (so alle ~10-20h) würde ich lieber spezielle Nadelreiniger nehmen und keinen reinen Alkohol, der vielleicht Klebestellen angreifen könnte (viele Diamanten sind am Nadelträger verklebt). Z.B.:
- http://www.audiophil...NIGER-NAGAOKA-AM-801
- http://www.audiophil...AUDIO-TECHNICA-AT607
Hier muß man nicht so auf den Preis schaun, so ein kleines Fläschchen ist eine Anschaffung für's Leben oder zumindest für Jahrzehnte. Ich hab mein Nagaoka-Fläschchen (damals noch rund) jetzt seit über 15 Jahren und es ist immer noch zu mehr als 3/4 voll.

Gruß
Andreas
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