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Neues TA-System

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MAG63
Stammgast
#1 erstellt: 20. Okt 2015, 12:47
Hallo zusammen,

meinem Dreher will ich ein neues TA-System spendieren. Die Auswahl habe ich im Vorfeld auf zwei Kandidaten eingeschränkt, dass Audo Technica AT150MLX und das Ortofon VM Silver, preislich liegen beide Systeme etwa im gleichen Bereich.

Laufen soll das System auf meinem Thorens TD 125 #16810 mit SME 2009 S2 imp..

Da ich bei anderen Systemen an diesem Arm mit dem original Headshell schlechte Erfahrungen gemacht habe, soll das neue System an einem anderen Headshell montiert werden, entweder das Technics, dass auf den Bildern abgebildet ist oder ein Audio Technica MG10.

- Welches System haltet ihr in Verbindung mit dem SME Arm für besser bzw. sinvoller?
- Welche Veränderungen werden durch das schwerere Headshell zu erwarten sein und müssen berücksichtigt werden?
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 20. Okt 2015, 15:26
Hallo!

Ehrlich gesagt keines von beiden, wie du vermutlich weißt hat dein SME Messerlager. Diese haben nicht dso gute Führungseigenschaften so das ich dir hier zu einem weniger scharfen Schliff raten würde.

Zwar befindet sich mein alter SME-3009 S2 imp mittlerweile in der Vitrine da ich ihn nicht mehr verwende aber ich hatte seinerzeit damit erhebliche Probleme bei der Systemwahl.

So richtig klang der alte imp. -zumindestens auf meinen Laufwerken-, eigentlich nur bei mäßig scharfen Schliffen. Die besten Ergebnisse erzielte ich eigentlich mit dem Fine-line-Schliff von Ortofon, deswegen würde ich dir hier zu einem VM-blue, OM(S)-30 oder einem 2M-bronze raten. Bei schärferen Schliffen wirkte das Klangbild recht gestresst und die Verzerrungen im Hochtonbereich waren bei entsprechender Musik kaum zu überhoren.

Neben den erwähnten Fine-Line-Schliffen waren noch das Grado Statement Platinum sowie das Shure Shure M97xE recht gute Mitspieler des alten SME´s während ein AT-440 MLa, und ein VM-silver weit unter ihren Möglichkeiten blieben.

Du kannst es gerne selbst mit schärferen Schliffen versuchen aber ich denke nicht das du hier mehr Erfolg haben wirst, nebenbei bemert hilft auch der Wechsel der Headshell in dieser Beziehung kein bischen weiter, diese Idee war mir natpürlich auch gekommen, aber du kannst dir bei dem alten imp. eher einen Wolf justieren als ihn mit einem richtig scharfen Schliff zum klingen bringen.

Aber möglicherweise muß da jeder seine Erfahrungen selbst machen.

MFG Günther
Wuhduh
Inventar
#3 erstellt: 20. Okt 2015, 16:23
Salute !

SME hat sich sowohl bei den Tonarmen als auch insbesonders bei dem nach dieser Firma benannten Patent zum Anschluß von Headshells etwas gedacht. Wenn man das Original-Headshell nicht verwenden will, laden halt alle anderen zum männlichen Spieltrieb ein, der sehr schnell ins Geld geht und zum Abdriften in den Voodoobereich verleitet.

Der Improved war wohl nicht der konstruktive Knaller und die Einschränkung auf einfachere Schliffe halte ich für berechtigt. Etliche MC-Ortofone laufen an dem Tonarm prima und mit einem Beigeschmack von Retro.

Es ist zwar Deine Entscheidung gewesen, aber ... eine harte Auflage hat auf einem Zamak-Teller überhaupt nix zu suchen. Egal aus welchem Material. Am wenigsten auf einem derartig schwabbelig abgestimmten TD125. Du hast bzgl. der Klangoptimierung eines m. E. ziemlich gemütlich klingenden TD125 einen falschen Gedankenansatz. Irgendwer hat Dir da einen Floh ins Ohr gesetzt.

Aber ich möchte hier keine Diskussion lostreten.

MfG,
Erik
MAG63
Stammgast
#4 erstellt: 20. Okt 2015, 19:28

Hörbert (Beitrag #2) schrieb:


Ehrlich gesagt keines von beiden, wie du vermutlich weißt hat dein SME Messerlager. Diese haben nicht dso gute Führungseigenschaften so das ich dir hier zu einem weniger scharfen Schliff raten würde.


Die Diskussionen über die Qualität der Messerlager kenne ich.



So richtig klang der alte imp. -zumindestens auf meinen Laufwerken-, eigentlich nur bei mäßig scharfen Schliffen. Die besten Ergebnisse erzielte ich eigentlich mit dem Fine-line-Schliff von Ortofon, deswegen würde ich dir hier zu einem VM-blue, OM(S)-30 oder einem 2M-bronze raten. Bei schärferen Schliffen wirkte das Klangbild recht gestresst und die Verzerrungen im Hochtonbereich waren bei entsprechender Musik kaum zu überhoren.

Neben den erwähnten Fine-Line-Schliffen waren noch das Grado Statement Platinum sowie das Shure Shure M97xE recht gute Mitspieler des alten SME´s während ein AT-440 MLa, und ein VM-silver weit unter ihren Möglichkeiten blieben.


Deine Aussage zu scharfen Schliffen am 3009er kann ich nicht ganz nachvollziehen. Das Laufwerk habe ich lange Zeit mit einem Elac ESG 796 HSP Jubiläum im Betrieb gehabt und die Kombi war klanglich meinem Ortofon M20E und VMS 20 überlegen. Die genaue Einstellung des Systems war allerdings recht aufwendig und wurde Softwaregestützt mit ADJUST+ sowie passender Platte durchgeführt. Je schärfer der Schliff, um so genauer sollten die Einstellungen durchgeführt werden.


Wuhduh (Beitrag #3) schrieb:

SME hat sich sowohl bei den Tonarmen als auch insbesonders bei dem nach dieser Firma benannten Patent zum Anschluß von Headshells etwas gedacht. Wenn man das Original-Headshell nicht verwenden will, laden halt alle anderen zum männlichen Spieltrieb ein, der sehr schnell ins Geld geht und zum Abdriften in den Voodoobereich verleitet.


Die Wahl eines anderen Headshell wurde aus der Not geboren, da ich nur ein original zur Verfügung hatte, die original Headshell sehr teuer sind und ich bei einem Systemwechsel nicht ständig alles umbauen wollte. Aus diesem Grund habe ich zum wechseln Technics Headshell genommen, da sie das gleiche Gewicht haben und günstig zu bekommen sind. Das Headshell hatte widererwartend keinen negativen Einfluss auf die Wiedergabe, im Gegenteil. Das ist natürlich meine persönliche Wahrnehmung, ob das schon in den Voodoobereich fällt, keine Ahnung.



Es ist zwar Deine Entscheidung gewesen, aber ... eine harte Auflage hat auf einem Zamak-Teller überhaupt nix zu suchen. Egal aus welchem Material. Am wenigsten auf einem derartig schwabbelig abgestimmten TD125. Du hast bzgl. der Klangoptimierung eines m. E. ziemlich gemütlich klingenden TD125 einen falschen Gedankenansatz. Irgendwer hat Dir da einen Floh ins Ohr gesetzt.


Da bin ich anderer Meinung. Bevor ich mich für die Acrylglasauflage entschieden habe, hatte ich Auflagen aus den verschiedensten Materialien zum Testen hier, darunter Kork/Kok-Gummmi/Filz/Leder/Filz-Naturkautschuk und eine originale Auflage vom 147er. Die Auflage vom 147er war bis dato für mich die erste Wahl. Mit der Acrylauflage hat das Klangbild an Auflösung gewonnen und wurde präziser, vor allem der Bassbereich wurde druckvoller, auch Voodoo ?

Trotzdem noch mal die Frage, welches der Beiden haltet ihr für das bessere System?
Wuhduh
Inventar
#5 erstellt: 20. Okt 2015, 20:20
Nabend !

Die hörbaren Unterschiede bei Tellermatten sind unstrittig.

Allein um Ortofon wegen seiner Preissteigerung von ca. 175,00 Euro zum AUWEIA-Tarif zu ärgern, würde ich das Audio-Technica nehmen.

Ich orakele einmal, daß das Audio-Technica auch an diversen anderen Tonarmen unkomplizierter-gefälliger laufen wird. Deine jetzige Laufwerk-Arm-Kombination wird ja nicht ein Endpunkt bedeuten.

MfG,
Erik
MAG63
Stammgast
#6 erstellt: 20. Okt 2015, 21:06
Falls das AT150er wirklich nicht mit dem SME harmonisiert, könnte ich noch auf einen modifizierten Rega RB300 ausweichen, der SME wäre mir auf Grund der flexibleren Einstellmöglichkeiten aber lieber.
Hörbert
Moderator
#7 erstellt: 20. Okt 2015, 21:06
Hallo!


........für das bessere System?........


Kommt auf den Einsatzzweck und die Kapazitätslage an, das AT ist hier etwas kritischer und sollte nicht eingesetzt werden wenn die über-alles Abschlußkapazität 200-220 Pikofarad übersteigt, das Ortofon sollte eine über-alles Abschlußkapazität zwischen 280 und 330 Pikofarad vorfinden,

Bei Rock-Pop würde ich eher zum AT greifen, bei Klassik und ruhigerem Jazz zum Ortofon.

MFG Günther
MAG63
Stammgast
#8 erstellt: 20. Okt 2015, 21:28
Von der Musikrichtung ist das TA-System für Rock-Pop und Jazz gedacht, die Kabel des SME und des Rega liegen etwa bei 100pF bis zum PreAmp und der ist einstellbar, alles kurze Wege, dass müsste also passen.
Hörbert
Moderator
#9 erstellt: 20. Okt 2015, 22:19
Hallo!

Weißt du zufällig auch wie hoch die Grundeingangskapazität der Phono-Entzerrer Schaltung ist? Die wird leider selten in den technischen Daten angegeben und somit oft in die Rechnung nicht mit einbezogen. Falls du den SME noch mit dem Originalkabel nutzt dürfte die Kabelkapazität bei ziemlich genau 125 Pikofarad liegen,(+/- 5 Pikofarad Produktsteuung) -das ist jedenfalls der Wert den der meinige inklusive Tonarmverdrahtung aufzuweisen hat.

Ein Rega RB-300 sollte falls er noch Originalverkabelt ist bei ziemlich genau 130 Pikofarad (+/- 10 Pikofarad, das liegt an der etwas höheren Produktstreuung gegenüber den alten SME´s) liegen, viel Spielraum für das AT hast du hier also nicht und es hängt somit alles von der eigentlichen Eingangskapazität der Schaltung ab.

Möglicherweise mußt du auf das Ortofon ausweichen, falls du dich dazu entschließen könntest den Rega zu nutzen solltest du die eventuell überlegen gleich auf ein 2M-black mit Shibatanadel zu setzen, die beiden Komponenten bilden ein recht gutes Gespann. Solltest du dich eher auf den SME festlegen wollen könntest du auch mit einem 2M-bronze anfangen und dir dann für den RB eine -black-Nadel irgendwann nachkaufen.

Optisch macht der alte SME natürlich einiges mehr her als der RB-300 aber technisch gesehen ist es genau umgekehrt.

MFG Günther
MAG63
Stammgast
#10 erstellt: 25. Okt 2015, 16:11

Hörbert (Beitrag #9) schrieb:
Hallo!
Weißt du zufällig auch wie hoch die Grundeingangskapazität der Phono-Entzerrer Schaltung ist? Die wird leider selten in den technischen Daten angegeben und somit oft in die Rechnung nicht mit einbezogen. Falls du den SME noch mit dem Originalkabel nutzt dürfte die Kabelkapazität bei ziemlich genau 125 Pikofarad liegen,(+/- 5 Pikofarad Produktsteuung) -das ist jedenfalls der Wert den der meinige inklusive Tonarmverdrahtung aufzuweisen hat.


Das Laufwerk wird an einem Vanguard II betrieben. Laut der BDA "Die Eingangskapazität ohne zugeschaltete Kapazität beträgt beim Vanguard II
ca. 60 – 100pF. Jede Kapazität, die zugeschaltet wird, muss zu dieser Eingangskapazität hinzuaddiert werden." Ich nehme an, dass damit die Grundeingangskapazität der Phono Entzerrer Schaltung gemeint ist. Zuschalten lassen sich 47/100/147pF über Mäuseklavier.

Die Tonarminnenkabel des SME wurden erneuert mit "van den Hul MSS-7", Daten über die Kabelkapazität liegen mir nicht vor, schätze die liegen zwischen 20-30pF, das Cinchkabel zum PreAmp hat eine Kapazität von 70pF/m (gemessen) und ist ca. 70cm lang. Das sollte für den Betrieb des TA 150MXL reichen.



Ein Rega RB-300 sollte falls er noch Originalverkabelt ist bei ziemlich genau 130 Pikofarad (+/- 10 Pikofarad, das liegt an der etwas höheren Produktstreuung gegenüber den alten SME´s) liegen, viel Spielraum für das AT hast du hier also nicht und es hängt somit alles von der eigentlichen Eingangskapazität der Schaltung ab.


Der RB300 ist mit einem Tungsten Incognito Silver durchverkabelt, über die Kabelkapazität habe ich im Netz nichts gefunden, muss ich bei Gelegenheit mal durchmessen. Bei einem geschätzten Wert von 130pF sollte auch das an der Vanguard II passen.



Möglicherweise mußt du auf das Ortofon ausweichen, falls du dich dazu entschließen könntest den Rega zu nutzen solltest du die eventuell überlegen gleich auf ein 2M-black mit Shibatanadel zu setzen, die beiden Komponenten bilden ein recht gutes Gespann. Solltest du dich eher auf den SME festlegen wollen könntest du auch mit einem 2M-bronze anfangen und dir dann für den RB eine -black-Nadel irgendwann nachkaufen.


Bei der Preisgestaltung der Ortofonsysteme kommt ein 2M-bronze/black für mich nicht in Frage. Da würde ich eher in ein Audio Technica AT33PTG II investieren. Das AT33PTG II würde dann auf meinem anderen 125er mit schwerem 3009er Arm einziehen und das da montierte Ortofon SL15 auf den 3009 S2 imp. Das VM Silver wurde nur eine Option, da ich den Systemträger bereits habe und ich den Nadeleinschub sehr günstig bekomme.



Optisch macht der alte SME natürlich einiges mehr her als der RB-300 aber technisch gesehen ist es genau umgekehrt.
MFG Günther


Das Audio Technica AT150MLX ist bestellt und sollte Mitte der nächsten Woche kommen. Dann werde ich das System an beiden Armen ausgiebig testen.



Jetzt habe ich aber noch eine andere Frage in Zusammenhang mit der Kapazität der Cinchkabel bzw. Stecker. Bei Einsatz eines MM Systems sollte die Kabelkapazität ja so gering wie möglich sein, da sich die Kapazitäten im Strang addieren. Bei den meisten Kabeln die als Meterware verkauft werden, sind Angaben zur Kabelkapazität vorhanden und man hat einen Richtwert.

Bei den angebotenen Cinch-Steckern sieht das aber ganz anders aus, dabei werden meist nicht einmal Angaben über das Material gemacht. Welchen Einfluss haben die Stecker auf die Kapazität und den Klang?

Was haltet ihr von diesen beiden Steckervarianten bei denen zumindest Angaben zum Material gemacht werden.

http://www.ebay.de/i...f:g:iJsAAOSwEK9Ty1Gk

http://www.yourhifi.de/furutech-fp-126-g-gold-cinch-stecker.html


[Beitrag von MAG63 am 25. Okt 2015, 16:12 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#11 erstellt: 25. Okt 2015, 22:20
Hallo!


........Welchen Einfluss haben die Stecker auf die Kapazität und den Klang?........


Die kannst du eigentlich getrost aus der Rechnung streichen, hier sind bestenfalls 3-% Zentimeter leitente Strecke vorhanden und du brauchst schon eine sehr hochwertige durchstimmbare LCR-Brücke um hier überhaupt zu einem Meßergebniss zu kommen. In diesem Bereich sind selbst bei sehr hochwertigen gerade noch bezahlbaren LCR-Brücken die Meßfehler fast so groß wie der ermittelbare Wert.


.......Bei Einsatz eines MM Systems sollte die Kabelkapazität ja so gering wie möglich sein,.......


Nicht ganz, sie sollte passend sein, d.H. auch wenn der Entzerrer anpassbar ist sollte die Kabelkapazität immer so gewählt werden das sich ein mittleres Ergebniss erzielen läßt, da ich auch bei den Abtastsystemen mit Fertigungstoleranzen zu rechnen habe ist es immer günstig Luft nach oben und unten zu haben.


....Die Eingangskapazität ohne zugeschaltete Kapazität beträgt beim Vanguard IIca. 60 – 100pF....


Trigon gibt die Werte ungewöhnlich ehrlich an, normalerweise kann man froh sein wenn man auch nur einen gemittelten Wert erhält, leider bleibt dir das inviduelle Durchmessen deer beiden Kanäle nicht erspart wenn du dich auf das AT kaprizierst das zwischen 150 und allerhöchstens 220 abgeschlossen werden mag, auch hier sollte möglichst ein Endwert von ca. 180-190 Pikofarad am günstigsten sein.


......Die Tonarminnenkabel des SME wurden erneuert mit "van den Hul MSS-7", Daten über die Kabelkapazität liegen mir nicht vor, schätze die liegen zwischen 20-30pF, das Cinchkabel zum PreAmp hat eine Kapazität von 70pF/m (gemessen) und ist ca. 70cm lang.......


Hier sollte für jeden Kanal eine über-alles-Messung der Kabellage mit der Headshell die dafür verwendet wird vorgenommen werden das sollte auf einfachem Weg endgültige Klarheit schaffen.

MFG Günther
Wuhduh
Inventar
#12 erstellt: 25. Okt 2015, 23:04
Nabend !

@ Martin:

Wäre es nicht ein Old-school-Klassentreffen, wenn Du das SL-15 auf dem 3009 imp. montieren würdest ? Sowas wurde doch gerne damals kombiniert = REEEEEETRO !

Von der Serienqualität der taiwanesischen Stecker würde ich nicht viel erwarten.

Furutech und Co. sind für mich so eine Grauzone.

Die Möglichkeit von Kontaktproblemen dürfte zumindest bei Steckern mit Spannhülsen geringer sein.

Ich halte die OEHLBACH 4125 CJG 65 für ordentliche Stecker, die sich gut konfektionieren lassen und an vielen Buchsen für einen satten Massekontakt sorgen. Ich weiß nicht, ob es eine Art vergoldeter Federmetall ist.

MfG,
Erik
tomtiger
Moderator
#13 erstellt: 25. Okt 2015, 23:56
Hi,


MAG63 (Beitrag #10) schrieb:
Bei Einsatz eines MM Systems sollte die Kabelkapazität ja so gering wie möglich sein, da sich die Kapazitäten im Strang addieren.


zur Ergänzung von Günters Stellungnahme hier ein Bild,

bzw. hier einige Grafiken.

Niedrige Kabelkapazität ist von Vorteil, weil dazuschalten geht immer, wegnehmen nicht. Mann muss aber idR. nicht jedem pF und um jeden Preis nachjagen (es sei denn, man ist sonst wirklich an der Grenze).

LG Tom
MAG63
Stammgast
#14 erstellt: 04. Nov 2015, 19:49
Die Bestellung des AT150MLX habe ich kurzfristig storniert, da sich eine andere Option ergeben hat. Zufällig habe ich ein gebrauchtes Ortofon 2M Black angeboten bekommen, dass nicht einmal 100 Std. gespielt hat, also gerade eingespielt ist und das für 50% des Neupreises.

Zusätzlich habe ich die Option auf einen Micro Seiki MA-505, hinter dem ich schon lange her jage und der sich bestimmt nicht schlecht auf einem 125er machen wird. Der MA-505 sollte in der Lage sein, Systeme wie das AT150MLX, AT33 PTG II, Ortofon 2M Black und andere Systeme für Mittelschwere Arme zu tragen und in Szene zu setzen.


Was haltet ihr vom MA-505 im Vergleich zum SME 3009 und Rega RB300?
Hörbert
Moderator
#15 erstellt: 04. Nov 2015, 20:20
Hallo!

Welcher MA-505?

Ich selbst habe den MK nix, (nicht wechselbares S-Tonarmrohr. eff bewegte Masse ziemlich genau 15 Gramm mit Originalheadshell) in der Zukauf-Version. Das ist ein veritables Stück japanischer Maschinenbaukunst und man kann bei ihm u.a. während des Abspielvorganges die Tonarmhöhe verändern ohne das es zu Störungen kommt. Zudem hat er das nette Gimmik das ein einmal eingestelltes Antiskating bei der Veränderung der Auflöagekrafteinstellung mit angepasst wird.

Abtasttechnisch gesehen ist er allerdings dem RB-300 nicht wirklich überlegen, unter Vorbehalt möchte ich hier von ungefähr gleicher Leistung aussgehen, natürlich ist ein direkter Vergleich hier nicht möglich, obwohl es sich beidemale um einen Tonarm mit dynamisch einstellbarer Auflagekrafteinstellung handelt sind die beiden Tonarme zu verschieden (eff. bewegte Masse, S-Tonarm mit wechselbarer Headshell versus gerader Tonarm mit angewachsener Headshell u.s.w.) um einen wirklichen Abtastvergleich zuzulassen.

Aber im Endeffekt werden beide gleichgut mit Plattenverwellungen, exzentrischen Platten und was der Dinge mehr sind fertig. Mit den richtigen Systemen versehen hat man auf jeden Fall mit einem MA-505 MK nix seine helle Freude.

Leider sind oft Zubehörteile wie die Lateralgewichte u.ä. bei einem Gebrauchtkauf nicht im Paket mit drin, hier beginnt dann die Komplettisierungs-Jagt auf Ebay.

Ach ja, nimm bloß keinen der zuweilen angebotenen Schlacht-MA-505´s da diese in der Regel wichtige Features wie den Tonarmlift nicht mitbringen, sich hier einen Ersatz zu besorgen oder anfertigen zu lassen ist alles andere als trivial.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 04. Nov 2015, 20:21 bearbeitet]
MAG63
Stammgast
#16 erstellt: 04. Nov 2015, 21:24
Hallo Günther,

bei dem Arm handelt es sich um den MK nix mit den folgenden Daten

eff. Länge 237
Überh. 15
eff. Masse 17
TA Gew. 4-16/16-22
AuflageK. 0-3g

der Arm ist komplett mit Lift, Lateralgewicht, Kabel und original Headshell, keiner der aus einem Micro S.. ausgebaut wurde. Optisch ist er für meinen 3009 S2 imp. ein toller Ersatz und sollte es auch technisch sein. Der RB300 ist ja auch kein schlechter Arm, wenn er wie meiner mit vernünftigen Lagern und Tonarmkabeln ausgestattet ist und die Klingel ruhig gestellt wurde.

Wie schätzt du ihn in Verbindung mit den aufgeführten Systemen ein?
Hörbert
Moderator
#17 erstellt: 05. Nov 2015, 09:22
Hallo!


.......Wie schätzt du ihn in Verbindung mit den aufgeführten Systemen ein?......


Weder VM-silver noch AT-150 MLx noch 2M-black finde ich in einem MNA-505 MK nix optimal, hier setze ich dann doch eher auf ein Benz-Micro ACE oder ein Ortofon MC-30S MK-II, auch ein altes Rondo-bronze passt gut zu dem Tonarm.


........Der RB300 ist ja auch kein schlechter Arm, wenn er wie meiner mit vernünftigen Lagern und Tonarmkabeln ausgestattet ist und die Klingel ruhig gestellt wurde...........


Sorry aber hier werden wir wohl nie auf einen Nenner kommen. Das ist jetzt nicht persönlich gemeint sondern soll bloß meinen Standpunkt klarstellen der aus meinen eigenen Erfahrungen resultiert.

Mit solchen Modifikationen habe ich leider keine guten Erfahrungen gemacht, (die nachgereichte Höhenverstellungen von Drittanbietern lasse ich jetz mal aussen vor, die kann wirklich sinnvoll sein ) die Rega-Tonarme ab dem RB-3xx die diesen unterzogen wurden waren hinterher in puncto Abtastsicherheit alle den unmodifizierten Originalen unterlegen. Vor allem finde ich es ziemlich unsinnig sich einen Tonarm mit dynamischer Auflagekrafteinstellung zu nehmen und ihn dann als Tonarm mit statisch geregelter Auflagekrafteinstellung zu nutzen, -dann kann ich gleich hingehen und mir einen Linn Ekos vornehmen, die Feder herausreissen und behaupten ich hätte ihn verbessert.-. -oder auch einen Ikeda-.

Einzig der Umbau der Rega-Tonarmverdrahtung bei dem man die Tonarmmasse von der Masse des linken Kanals trennt und separat herausführt kann, -muß aber nicht-, sinnvoll sein falls Brummprobleme auftreten sollen. Ich warte ja auf ein wirklich sinnvolles Modding die z.B. den Fehler aller Rega-Tonarme beseitigt, nämlich das nicht auf null zu stellende Antiskating.

So gesehen wundert es mich eigentlich nicht das dein RB-300 sich nicht von deinem SME-3009 S2 imp. absetzen kann.

Aber das kann natürlich jeder halten wie er will.

Deinem modifizierten Rega und deinem SME ist der MA-505 wahrscheinlich heillos überlegen.

Allerdings dürfte das 2M-black auch in deinem modifizierten RB-300 eine sehr gute Leistung erbringen, m.E. eine der Idealkombinationen für einen der Rega-Tonarme. Im MA-505 finde ich das Ortofon allerdings weniger Optimal, hier klingt es etwas komprimiert und neigt ein wenig zu Überschwingern im Tieftonbereich was zwar einen "saftigen" aber auch etwas unkonturierteren Baßbereich ergibt mit einem Hauch zu fetten Anteil an unteren Mitten. Anders ausgedrückt neigen Baritonstimmen etwas zum Bierbauch so das man sich hier eher Baritonnen vorstellt. Aber das hängt natürlich auch vom Rest der Kette und vom Raum ab.

MFG Günther
MAG63
Stammgast
#18 erstellt: 05. Nov 2015, 10:32
Bei der Modifizierung des Rega wollte ich auf die dynamische Verstellung nicht verzichten, aus diesem Grund wurde die Feder auch nicht still geglegt. Für den Fehler mit der Antiskatineinstellung gibt es meines Wissens keinen Lösungsansatz, damit muss mann wohl leben.

Anhand der vielen Hinweise zum Rega habe ich die folgenden Modifizierungen vorgenommen

- Gegengewicht mit tiefem Schwerpunkt
- VTA einstellbar
- Neuverkabelung mit niedrigem Kapazitätswert
- entfettete Präzisions-Kugellager
- spezielle Lackisolierung der Feder für die Auflagekrafteinstellung

Leider konnte ich den Rega bis jetzt noch nicht richtig testen, da ich kein passendes System für den Arm zur Verfügung hatte. Mit dem 2M Black wird sich das ja ändern und ich lasse mich einfach mal überraschen.

Ein direkter Vegleich des Rega mit dem SME wird mMn. sowieso schwer fallen, da beide Arme komplett unterschiedliche Konzepte verfolgen und dadurch die die Einsatzbereich auseinander laufen.

Auf dem MA-505 soll dann später ein schönes MC System laufe, vielleicht ein AT 33PTG II. Alternativ hatte ich an das AT150MLX gedacht, aber wenn das nicht zusammenpasst, ist schade.
akem
Inventar
#19 erstellt: 05. Nov 2015, 12:14

MAG63 (Beitrag #18) schrieb:

- entfettete Präzisions-Kugellager


Darf ich fragen, welche Kugellager Du genommen hast und wo Du die her hast? Ich such nämlich nach guten Lagern für einen RB250.

Gruß
Andreas
MAG63
Stammgast
#20 erstellt: 06. Nov 2015, 20:54

akem (Beitrag #19) schrieb:

Darf ich fragen, welche Kugellager Du genommen hast und wo Du die her hast? Ich such nämlich nach guten Lagern für einen RB250.

Gruß
Andreas


Hallo Andres,

die Lager habe ich in England bestellt, Typ 628/6 ZZ 6x13x5. Habe leider den link des Anbieters nicht mehr gefunden.

Gestern habe ich endlich das 2M Black bekommen, wie vom Verkäufer angegeben in Top Zustand. Der Nadelträger und der Diamant sind unter der Diamantenlupe so sauber, als ob das System neu vom Hersteller kommt. Da für den RB300 das Tonarmbrett noch nicht fertig ist, habe ich das System heute erst mal am SME 3009 montiert und eingestellt.

Was soll ich sage, was das System aus der Rille kratzt, ist der absolute Hammer und verdient .
Mein Ortofon MC SL15 am SME series II spielt ja schon echt klasse, das 2M Blach ist in der Auflösung, Feinzeichnung und Breite der Bühne aber noch einen Hauch präsenter, dafür ist das SL15 aber auch schon 45 Jahre alt.

Wenn der SME eigentlich nicht wirklich für das 2M Black geeignet ist, bin ich auf die Kombi mit dem RB300 echt gespannt. Für den Tipp mit dem 2M Black bin ich euch wirklich dankbar.
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