Yamaha P750 Tonarmlager

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d0um
Stammgast
#1 erstellt: 27. Jan 2016, 18:15
Hallo allerseits,

Habe hier besagten Dreher bei dem das vertikale Tonarmlager völlig hinüber ist.
In einem englischsprachigem Forum habe ich gelesen, dass es bei diesem Modell wohl öfters Probleme durch zu feuchte Lagerung gibt.
Der Widerstand ist schlichtweg zu hoch, ohne Gegengewicht müht er sich gerade so ab um von alleine abzusinken, aber eine Benutzung ist leider unmöglich.

Leider weiß ich nicht wie ich an das Lager komme. Rechts und links scheint es eine Blende zu geben die die Lager verdecken, aber bevor ich mich daran versuche diese Blenden(ohne nennenswerten Spalt, selbst mit einem scharfen Messer wird es schwierig werden)zu entfernen wollte ich fragen wie die Erfolgsaussicht generell ist und ob vielleicht Jemand schon das gleiche Problem hatte.

MfG
Marcel
Wuhduh
Inventar
#2 erstellt: 28. Jan 2016, 01:30
Nabend !

Vielleicht hat zusätzlich / alternativ einer der vielen Vorbesitzer über längere Zeit " vergessen ", den Riegel für die Tonarmhöhenverstellung auf " LOCK " zu stellen. Da könnte einiges hinüber sein.

Ich nahm vor Weihnachten von 2 Auktionen präventiv Abstand, weil auf den Bilder eindeutig die Schalterfehlstellung zu sehen war.

MfG,
Erik
d0um
Stammgast
#3 erstellt: 28. Jan 2016, 11:26
Hallo und vielen Dank,

Also die Höhenverstellung arbeitet einwandfrei.
Habe mal die Blenden des TA-Lagers entfernt, es bleibt wohl nur das zerlegen/reinigen/fetten übrig.
Ein vorsichtiges Fetten hat keinen nennenswerten Unterschied gebracht, aber das habe ich auch nicht erwartet bei evtl. korrodiertem Lager.
IMG_20160128_091926


Wie gehe ich vor? Muss ich zuerst die innere oder die äußere Schraube lösen?

MfG
Marcel
evilknievel
Inventar
#4 erstellt: 28. Jan 2016, 13:44
Hallo,

du mußt zuerst die äußere lösen.
Allerdings wird das Lager auf keinen Fall gefettet oder geölt, sondern sollte nur blitzblank gereinigt werden. Möglicherweise enthaltener Schmier muß raus.
Ich kenne den Dreher und somit den Tonarm nicht, aber aller Erfahrung nach greift die innere Madenschraube in ein Kugellager.
Ob die Kugeln beim entfernen rauspurzeln oder nicht, kann ich dir nicht sagen (tendenziell nicht). Vorsicht ist geboten. Eventuell reicht eine Nachjustierung des Lagerspiels. Madenschrraube minimalst lockern. 1/8 Drehung kann schon zu viel sein.
Sicherheitshalber´beim rumfummeln den Plattenspieler senkrecht stellen, so daß die Lager von oben zu bearbeiten ist.

Gruß Evil


[Beitrag von evilknievel am 28. Jan 2016, 13:45 bearbeitet]
d0um
Stammgast
#5 erstellt: 28. Jan 2016, 14:24
Hallo allerseits,

Habe das Lagerspiel jetzt testweise mal erhöht indem ich die Madenschraube gelockert habe.
Der Tonarm funktioniert so ganz gut, die Auflagekraft stimmt.

Jedoch sind zwei weitere Probleme aufgetretren:
Erstens läuft er nur mit 45 UPM, egal welche Geschwindigkeit ich einstelle. Das könnte ein Kontaktproblem am Wählschalter sein.
Und zweitens funktioniert die Automatik nicht, wenn ich Stoppe fährt der Arm zum Ausgangspunkt der Platte und fängt immer wieder von vorne an.
Summa Summarum doch zu viele Macken für das Teil, werd aber mal nachschauen ob ich einen defekt erkennen kann.

MfG
Marcel
Hmeck
Inventar
#6 erstellt: 28. Jan 2016, 15:34
Zur Lagerreinigung:

es ist sicherlich einen Versuch wert, in das Lager etwas rückstandslos verdunstendes Lösungsmittel (Kontakt WL, Spriritus, Isopropanal) einzutäufeln und dann mit Pressluftspray (mit Sprühröhrchen) auszupusten.
evilknievel
Inventar
#7 erstellt: 28. Jan 2016, 16:11
Wie gesagt ich kenne den Dreher nicht, aber bei Dual macht man in diesem Fall ein Reset, in dem man die Automatik bei verriegeltem Tonarm durchlaufen läßt. Dann renkt sich die Mechanik wieder ein. Eventuell hast du beim Aufsetzten des Plattentellers nicht die richtige Stelle erwischt.
auf depress Cut achten in Bild 1:
http://www.vinylengine.com/library/yamaha/p-750.shtml

Zum Drehzahlproblem kann ich nichts sagen.

Gruß Evil
d0um
Stammgast
#8 erstellt: 28. Jan 2016, 16:33
Hallo allerseits,

Das Mechanikproblem ist behoben, aber ich habe nicht schlecht gestaunt bei der Menge an Plastik.
Ein bisschen Fetten hat ausgereicht.
IMG_20160128_141945

Bleibt noch das Geschwindigkeits Problem.
An dem Wahlschalter liegt es nicht. Den dazugehörigen Schalter habe ich mit dem Multimeter durchgemessen, er schaltet einwandfrei.
Man sieht den Schalter nicht im Bild, aber die beiden orangefarbenen Kabel die von rechts kommen und auf die Platine führen kommen von dem Schalter.

Also kann der Defekt nur an der Elektronik liegen. Und ich denke das nicht nicht reparabel, schon garnicht falls es an irgendeinem exotischen IC oder so liegt.

MfG
Marcel
evilknievel
Inventar
#9 erstellt: 28. Jan 2016, 19:14
Könnte eine kalte Lötstelle sein. Ich hatte mal ein Philips, der wollte auch nicht umschalten. Da hab ich auf Verdacht nachgelötet und schwupps es ging wieder.

Ich würde die Flinte diesbezüglich nicht ins Korn werfen. Du hast ja technisch ein paar Grundkenntnisse.
Schau dir mal diese Serviceanleitung an, eventuell ist die Steuerplatine die gleiche oder zumindest ähnlich:
http://www.vinylengine.com/library/yamaha/p-751.shtml

Keine Ahnung ob dich das weiterbringt.

Gruß Evil
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