Muffsy-Preamp Bausatz - Ein kurzer Bericht

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dkarDaGobert
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 27. Sep 2016, 15:44
Thread abgetrennt HIERAUS

Nachdem ich hier im Thread auf den Muffsy-Preamp gestoßen bin, hab ich ihn mir direkt mal bestellt.
Nach nun knapp 1 Woche kamen heute die Bauteile an. Zur Info an Wuhduh - der Versand erfolgt aus Schweden, daher entstehen keine Zoll/EUST-Kosten.

Mal schauen, wann ich zum basteln komme


[Beitrag von Pilotcutter am 28. Sep 2016, 16:45 bearbeitet]
höanix
Inventar
#2 erstellt: 27. Sep 2016, 17:53
wie hast du ihn bestellt?
Komplett mit Gehäuse und allem?
Wenn ja, wieviel kostet er dann?
dkarDaGobert
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 28. Sep 2016, 14:24

höanix (Beitrag #46) schrieb:
wie hast du ihn bestellt?
Komplett mit Gehäuse und allem?
Wenn ja, wieviel kostet er dann?


kompletten Bausatz über die Website - 143$ bzw. 128€
Das Gehäuse hab ich mir für 18$ inkl. Versand über aliexpress.com geordert, dauert noch bis das mit Standardversand + Verzollung bei mir eintrifft, musste dort aber eh was bestellen.

gestern daheim kurz aufgelötet
WP_20160927_20_52_39_Pro

heute auf Arbeit nochmal über die Miniwelle geschoben, nun sehen die Lötstellen auch perfekt aus.
Fehlen nurnoch Gehäuse und das bestellte Netzteil
WP_20160928_15_50_08_ProWP_20160928_15_50_19_Pro
PS: vielleicht mag ein Mod das ganze mal aus dem eigentlichem Thema lösen und hierfür in einen eigenen Thread verschieben - wäre bestimmt sinnig.


[Beitrag von dkarDaGobert am 28. Sep 2016, 15:59 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#4 erstellt: 28. Sep 2016, 20:36
Hallo!

Hier nochmal - der Vollständigkeit halber - der Link auf die Homepage.
Sieht interessant aus, vor allem, weil man die Kiste einfach anpassen kann.

Welche Variante (-> OpAmps) hast Du denn bestellt?

Parrot
ad-mh
Inventar
#5 erstellt: 28. Sep 2016, 21:31
Danke für die sinnvolle Trennung des Fadens.
Das Thema ist sehr interessant.
dkarDaGobert
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 28. Sep 2016, 22:19

ParrotHH (Beitrag #4) schrieb:

Welche Variante (-> OpAmps) hast Du denn bestellt?
Parrot


hab die teureren OPA2143PA ausgewählt, wobei ich ja nicht denke, dass ich da einen Unterschied erkennen würde.
Smoke_Screen
Stammgast
#7 erstellt: 30. Sep 2016, 22:50
Den OPA2134PA hab ich auch schon in diversen Phonovorstufen ausprobiert.
Fand ich persönlich nicht so toll und den wesentlich billigeren NJM2068DD in
jedem Fall besser imho. Im aktuellen Renovierungsprojekt (Sony TA-F450D)
konnte ich es mir auch diesmal nicht verkneifen diverse Opamps auszuprobieren.
Unter anderen die OPA`s 2107,2134,2228 und 2604.

F450D Phonopre

Bin aber wieder beim 2068 hängen geblieben.



[Beitrag von Smoke_Screen am 30. Sep 2016, 22:54 bearbeitet]
bapp
Inventar
#8 erstellt: 03. Okt 2016, 13:41
Was hat das sinnlose Gebastel hier für eine Relevanz?
Zu einem OPA gehört zwingend auch seine Schaltungsumgebung - und die ist in dem Sony-Gerät fest vorgegeben. Es wird also das Originalteil immer am besten angepasst sein.

Die Einschätzung
Fand ich persönlich nicht so toll und den wesentlich billigeren NJM2068DD in jedem Fall besser imho.
zeugt im übrigen auch nicht von großem Sachverstand.
Smoke_Screen
Stammgast
#9 erstellt: 03. Okt 2016, 21:59
bapp @: Keine Ahnung warum dir das so auf die Nüsse geht,aber anstelle hier einen intellektuellen Schlappschuss
loszulassen,schau erst einmal in die Schaltpläne für den Muffsy und den F450D. Beide sind übrigens öffentlich zu-
gänglich. Anschließend,nachdem du verstanden hast was dort abgeht,kannst du mir gerne sachlich begründen was
wo und wie deiner Meinung nach angepasst werden sollte.

bapp
Inventar
#10 erstellt: 04. Okt 2016, 16:25
Nödu, habe keine Lust, mich eingehender mit den jeweiligen Beschaltungen zu beschäftigen. Ich überlasse das gerne den Profis - die verstehen wesentlich mehr davon. Man muss auch gar nichts anpassen, sondern einfach nur das Original drinlassen, oder sich an deren Vorgaben halten.
Es wäre vielmehr an dir, hier mal handfeste Messergebnisse zu präsentieren, mit denen sich deine Präferenzen auch nachvollziehen ließen. Ansonsten wage ich nämlich zu behaupten, dass mit der OPA-Tauscherei außer Bastlerstolz nichts zu holen ist.
Und komm' bitte nicht mit Bühnenbreite und -tiefe oder Ähnlichem.
Smoke_Screen
Stammgast
#11 erstellt: 04. Okt 2016, 18:34

bapp (Beitrag #10) schrieb:
Nödu, habe keine Lust.....


Aaach so,na dann ich auch nicht.
dkarDaGobert
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 12. Okt 2016, 15:34
das bestellte Gehäuse ist gestern aus China eingetroffen
wurde als zollfreie Ware vom Zoll deklariert, somit belaufen sich die Gehäusekosten inkl. Versand auf 16,21€.
Versanddauer waren knapp 2 Wochen, geplant hatte ich mit 28-45 Werktagen


[Beitrag von dkarDaGobert am 12. Okt 2016, 15:35 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#13 erstellt: 16. Jan 2017, 02:19
Hallo!

Eigentlich hatte ich das ganz anders geplant: Den Link auf den Muffsy-Bausatz hatte ich meiner Freundin letztes Jahr per WhatsApp geschickt, mit dem dezenten Hinweis, dass ja bald Weihnachten ist. Ein passendes Gehäuse hatte ich mir dann schon direkt in China bestellt.

Hat irgendwie nicht geklappt. Stattdessen bekam ich einen kleinen Synthesizer-Bausatz von ihr...
Weiber! Musste ich mir das Ding halt selbst bestellen.

Ich habe aber erst mal das Kit mit dem normalen NE5532 bestellt. OpAmps kann ich ja immer noch tauschen, da müssten sogar noch ein paar passende in meinem Bauteilkästchen herumliegen, mit denen ich mal den armen TEC TC-754 traktiert habe, dessen Phono-Stufe ebenfalls auf dem NE5532 basiert. Ich bin damals nach ein paar Umsteckereien aber reumütig zur Originalbestückung zurückgekehrt.

Am Wochenende habe den Muffsy also zusammengelötet, und eben hat er seinen ersten Testlauf erfolgreich absolviert. Der erste Eindruck ist hervorragend, wiewohl er an meinem zweiten Neuzugang der Woche, einem High-Output-MC SAE1000E, erstmal nichts großartiges leisten muss, außer dass ich ihn direkt auf 46dB Verstärkung aufgrund der vergleichsweise geringen Ausgangsspannung des SAE von 2,5mV eingestellt habe.

Was mir direkt auffällt: das Ding ist extrem (!) rauscharm. Da kann der Trigon Vanguard II nicht mithalten und der interne Phono-Pre des TEC-754 erst recht nicht.

Auf den Receiver gestellt brummte er ein wenig. Und mit offenem Gehäuse vertrug er sich nicht mit der Fritz!Box, die ca. 30cm daneben steht. Da war ein Tickern zu hören. Sobald der Gehäusedeckel aber drauf ist, kehrt Totenstille ein.

Ich werde irgendwann mal ein paar Testtracks mit dem Muffsy aufnehmen, um den Frequenzgang zu checken, aber da komme ich gerade nicht zu. Vielleicht reiche ich noch ein paar Fotos nach.

Bis dahin von mir erstmal: Daumen hoch!

Parrot
hajott54
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 16. Jan 2017, 21:04
Hallo Parrot,

super, das die Geschichte mit dem Muffsy (PP3?) weitergeht. Sehr daran inteessiert mehr zu erfahren, um
dann evtl selbst ein kleines Bastelprojekt aufzulegen. Als in die Zarge eingebauten Phonopre.
Gruß
Hajott54
maicox
Stammgast
#15 erstellt: 16. Jan 2017, 22:20
Hallo Parrot,

Ich habe vor ein paar Wochen auch gerade einen Phono- Pre. zusammen gelötet. Die von mir verwendete Schaltung ist für den NE5532 ausgelegt.
Infos findet man hier: LINK


Hier mal mein "Test"- Aufbau auf Lochraster- Platine:

HPIM6341


Der kleine Trafo verursachte beim Testlauf allerdings schon ein nicht unerhebliches "Brummen", da ich den dummerweise viel zu dicht an die Audio- Seite gelötet hatte. Das ärgerlichste daran: Eigene Dusseligkeit.

Nun hätte ich den Trafo einfach wieder auslöten können und anders bzw. auch außerhalb verbauen können. Ich bin dann aber einen kleinen Schritt weiter gegangen. Und dieses war sehr gut so! Der Phono- Preamp. bekam eine Akku- Stromversorgung verpasst. Das hat wirklich viel "Ruhe" in den VV gebracht!

Der Aufbau ist momentan als Provisorium auch wieder recht einfach gehalten. Zwei kleine 6V /1,2Ah- Blei-Vlies- Akkus wurden nun in Reihe geschaltet. Über einen zweipoligen Ein/Ein- Kippschalter kann momentan zwischen "Laden" und "Ein" geschaltet werden. Eine XLR- Einbaubuchse dient zum Anschluss des Akku- Ladegerätes. Dieses ist geregelt und kann bei Bedarf auch als Erhaltungs- Lader verwendet werden.

Hier in meinem Eigenbau- Spezial- Gehäuse:

20161213_175306


Dann habe ich mir zwei Burr- Brown OPA2134 organisiert, um für mich einmal zu Testen ob da nun wirklich Unterschiede wahrnehmbar sind. Infos im Netz gibt es ja reichlich - mit den unterschiedlichsten Meinungen dazu.

Ich für mich kann nur schreiben dass sich das Ganze nun für meine Ohren noch besser anhört. Der Preamp hat damit noch eine ordentliche Schippe oben drauf gelegt.

20161213_175439


Ich persönlich kann Dir nur den Tipp geben den "BB"- OPA2134 mal zu Testen. Ob er nun in Deine Schaltung sauber passt, bzw. sich klanglich noch etwas tut, kann ich Dir natürlich nicht garantieren. Versuch macht Klug.
ParrotHH
Inventar
#16 erstellt: 16. Jan 2017, 23:36

hajott54 (Beitrag #14) schrieb:
super, das die Geschichte mit dem Muffsy (PP3?) weitergeht.

Hallo hajott54,

ja, es handelt sich um die aktuellste Version, also den von Dir genannten PP-3. Mit ein wenig Geduld hat man das Gerät einigermaßen schnell zusammengelötet. Und im billigen China-Gehäuse wirkt das ganze sogar erstaunlich edel. Blöd ist nur, dass die Anschlussterminals an einer Seite so dicht am Rand sind, dass sich die Platine der Verstärkerplatine nicht mehr in die Aussparungen des Gehäuses schieben lässt. Hätte man vorher wissen müssen. Nun müsste ich die Dinger auslöten und mit etwas Abstand zur Platine wieder einlöten. Aber so einfach bekommt man sie nun nicht mehr da raus, also lasse ich es so. Die Platine "liegt" daher jetzt quasi im Gehäuse auf der oberen Schiene, wobei sie auch dabei einigermaßen fest sitzt.

Habe nun einen meiner normalen MM-Tonabnehmer (Sony XL35 mit SAS-Nadel) an den Dual gehängt, der an den Muffsy angeschlossen ist. Auch das klingt prima.

Ja, das Konzept lässt einen automatisch daran denken, sowas direkt in die Zarge eines Plattenspielers zu bauen. Irgendwo auf der Homepage des Muffsy ist auch ein kleiner Bericht eines Kunden verlinkt, der das in seinem Dual so gemacht hat. Mache ich vielleicht auch noch. Allerdings würde ich versuchen wollen, nicht noch einen Trafo zu verbauen, sondern den bereits verbauten mitzunutzen. Na ja, mal schauen.

Allerdings war eines der Motive für den Muffsy, dass ich gelesen hatte, dass Ortofon 2m Black könnte mit 33kOhm einen fast perfekt linearen Frequenzgang hinlegen. Den kann ich aber bei den mir vorliegenden Phono-Pre´s nicht einstellen. Daher "brauche" ich den für den Technics SL-1210 MK II, wenn das 2m Black daran hängt.

Muss ich mir also später vielleicht noch einen besorgen...

Eines des Mysterien des Geräts ist für mich übrigens noch die Kapazität. In den technischen Daten steht nur, man könnte sie bei Bedarf ergänzen (dafür sind auf der Platine bereits Plätze vorgesehen). Soll heißen: Ansonsten 0pF? Glaube ich eher nicht...

Parrot
ParrotHH
Inventar
#17 erstellt: 16. Jan 2017, 23:46

maicox (Beitrag #15) schrieb:
Ich habe vor ein paar Wochen auch gerade einen Phono- Pre. zusammen gelötet. Die von mir verwendete Schaltung ist für den NE5532 ausgelegt.
Infos findet man hier: LINK

Wo ist das dazugehörige Acryl-Gehäuse?

Ja, die OpAmp-Frage...

Ich habs ja gesagt, ich müsste mal kramen, ein paar habe ich hier noch rumfliegen, weiß aber gerade nicht, welche... könnten sogar die OPA2134 dabei sein. Ich werde es probieren, gestern war ich erst mal froh, dass das Ding einfach sofort funktioniert hat, als ich es unter Strom setzte. Hatte eher mit größeren und kleineren Katastrophen gerechnet. Und so habe ich dann bei einem Glas Wein ein paar Platten aufgelegt, und "meinem Werk" bei der Arbeit zugehört...

Verschlimmbessern kann ich ihn ja immer noch

Parrot
ad-mh
Inventar
#18 erstellt: 16. Jan 2017, 23:58

ParrotHH (Beitrag #16) schrieb:
Eines des Mysterien des Geräts ist für mich übrigens noch die Kapazität. In den technischen Daten steht nur, man könnte sie bei Bedarf ergänzen (dafür sind auf der Platine bereits Plätze vorgesehen). Soll heißen: Ansonsten 0pF? Glaube ich eher nicht...
Parrot


Es gibt einen Grundkapazität der Schaltung. Dazu werden die Ergänzungen addiert, die Du einlöten kannst.


ParrotHH (Beitrag #17) schrieb:
... und so habe ich dann bei einem Glas Wein ein paar Platten aufgelegt, und "meinem Werk" bei der Arbeit zugehört...
Parrot


So etwas macht einen Riesenpsaß, gell? Viel Spaß mit dem Projekt.
maicox
Stammgast
#19 erstellt: 17. Jan 2017, 00:19
Hallo,


ParrotHH (Beitrag #17) schrieb:

Wo ist das dazugehörige Acryl-Gehäuse?


Kommt noch



ParrotHH (Beitrag #17) schrieb:

Ich habs ja gesagt, ich müsste mal kramen, ein paar habe ich hier noch rumfliegen, weiß aber gerade nicht, welche... könnten sogar die OPA2134 dabei sein. Ich werde es probieren, gestern war ich erst mal froh, dass das Ding einfach sofort funktioniert hat, als ich es unter Strom setzte. Hatte eher mit größeren und kleineren Katastrophen gerechnet. Und so habe ich dann bei einem Glas Wein ein paar Platten aufgelegt, und "meinem Werk" bei der Arbeit zugehört...

Verschlimmbessern kann ich ihn ja immer noch

Parrot


Jup! Das macht Spaß wenn man die Kiste zusammengelötet hat und dann auch tatsächlich Töne kommen.

Mach das Ganz mal auf einer Lochrasterplatine! Das macht auch Spaß!

Und: Akku- Betrieb ist auch noch eine Möglichkeit!

Weiterhin viel Spaß beim Basteln und Ausprobieren.
ParrotHH
Inventar
#20 erstellt: 17. Jan 2017, 00:40

ad-mh (Beitrag #18) schrieb:
Es gibt einen Grundkapazität der Schaltung. Dazu werden die Ergänzungen addiert, die Du einlöten kannst.

Genau, nur wie hoch ist die? Wenn Du dir die Schaltung anschaust, dann ist vor dem OpAmp nix, der 200pF Kondensator ist ja optional. Bleiben nur die Kapazitäten der Anschlussdrähe, der Leitbahnen und der restlichen Bauteile.

Im Datenblatt steht: "Input Capacitance: Optional"

Läuft das, analog z. B. zum Trigon Vanguard auf irgendeinen Wert unter 100pF hinaus?


maicox (Beitrag #19) schrieb:
Mach das Ganz mal auf einer Lochrasterplatine! Das macht auch Spaß!

Und: Akku- Betrieb ist auch noch eine Möglichkeit!

Weiterhin viel Spaß beim Basteln und Ausprobieren.

Puh, Lochraster... dann könnte ich ja gleich wieder einen Kosmos-Elektronikbaukasten kaufen.

Ein Akku passt so schlecht in die Dual-Zarge, dafür habe ich eben im Servicemanual nachgeschaut, da steht, dass im Dual an der Sekundärwicklung des Trafos 16,5V anliegen. Das würde genau passen...

Oh je...

Parrot
maicox
Stammgast
#21 erstellt: 17. Jan 2017, 01:01
Hallo,

Die Akkus würden locker in eine Zarge passen. Die sind nur ca. 25 x 55 x 95 mm. Auch kann man diese liegend montieren.

Aber muss ja nicht.
ad-mh
Inventar
#22 erstellt: 17. Jan 2017, 01:08
Ich würde im schlechtesten Fall von gerundet 50pF ausgehen.

Phonobox DS: Grundkapazität 47pF + eingestellte 100pF = 150 pF
http://www.project-a...anual_phonoboxds.pdf
Albus hatte beim ART DJ bei Einstellung 100 pF ebenfalls etwa 150pF gemessen.
Andere Dokumentationen ergeben Ähnliches.

Selbst gemessen... negativ.
hajott54
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 17. Jan 2017, 12:18
Moin Parrot,

danke für die Info. So langsam sammeln sich hier Beiträge, die es für einen nicht so versierten Bastler wie mich später leichter machen. Löten kann ich zwar super und alles was Metallarbeit und Mechanik ist ist auch mein Ding- aber mit el. Schaltungen habe ich es nicht wirklich.
Mein letztes Elektonikding war der Bau der Komparatorplatinen für die Philips MFB Steuerung- vor über 30 Jahren.
Gruß

Hajott54
ad-mh
Inventar
#24 erstellt: 17. Jan 2017, 17:06
Ähnlich wie bei mir.
Ich kann löten und ein bischen messen aber keine Schaltungen lesen. Habe es halt nicht gelernt.
Dafür gibt es zur Not gute Freunde.
ParrotHH
Inventar
#25 erstellt: 18. Jan 2017, 12:34

ad-mh (Beitrag #24) schrieb:
Ich kann löten und ein bischen messen aber keine Schaltungen lesen. Habe es halt nicht gelernt.

Das sind an sich perfekte Voraussetzungen für so ein Projekt. Viel mehr isses bei mir ja auch nicht, wobei ich eben anhand des konkreten Objektes versuche, die Schaltung auch zu verstehen.

Gestern habe ich dann noch ein wenig mit Kopfhörer gehört, und musste leider feststellen, dass der Muffsy immer noch allergisch auf mein WLAN reagiert. Außerdem höre ich bei angeschlossenem MM-System ein ganz leises Netzbrummen, wenn ich den Lautstärkeregler ganz aufreiße. An sich nicht schlimm, da im Alltagsbetrieb weit unter der Hörschwelle, aber wenn man es erst mal weiß...

Die Stärke des Effekts ist abhängig vom angeschlossenen Tonabnehmer. Beim High-Output MC ist er gar nicht vorhanden, bzw. nicht wahrnehmbar, mit dem Dual DM240e ist er lauter als beim Sony XL35a, beim Ortofon OM nochmal ein wenig leiser.

Eigentlich kann es sich nur um Ripple aus der vorgeschalteten Stromversorgung handeln. Dem werde ich bei Gelegenheit mit meinem Oszilloskop nachgehen, kann ich das endlich auch mal wieder benutzen. Kann aber ein wenig dauern, da ich nun erst mal eine Weile unterwegs bin.

Dann habe ich auch mal die OpAmps getauscht. Drin sind jetzt ein Paar LME49720. Ich höre keinen Unterschied. Klang vorher gut, klang nachher gut. Ein Paar OPA2134 habe ich auch gefunden, mal schauen.

Parrot
ParrotHH
Inventar
#26 erstellt: 31. Jan 2017, 16:32
So,

dem bin ich Brummen am Wochenende nachgegangen, und muss zunächst sagen, dass meine Behauptung, das käme von der Stromversorgung ziemlicher Blödsinn war. Und zutreffend zugleich.

Blödsinn deshalb, weil die Muffsy-Platine zur Stromversorgung eine schnurgerade Gleichspannung erzeugt, und natürlich auch die OpAmps problemlos mit dem lächerlichen Restripple klarkommen.

Zutreffend deshalb, weil es die Stromversorgung anderer Geräte waren/sind, die Ärger machen. Wie das so ist, sammeln sich mit der Zeit riesige Mengen von Strom- und Netzwerk- und Verbindungskabeln an so einem Anlagen-Hotspot an. Und die Kabel kann man ab einer gewissen Anzahl nicht mehr "ordentlich" verlegen. Ist einfach so, habe ich schon hunderte Male probiert. Im Ergebnis kreuzen sie ihre Wege, und laufen auch mal parallel. Und so spratzte offenbar ein ordinäres Stromkabel irgendwo in eine der Cinch-Leitungen.

Den gleichen Effekt kann ich beim Trigon Vanguard II, oder jedem anderen Hochpegelgerät, durch bewusste Kabelführung ebenfalls leicht herbeiführen.

Der Muffsy ist also unschuldig!

Derzeit überlege ich, alle meine Cinch-Kabel gegen etwas selbstkonfektioniertes und - vor allem - geschirmtes auszutauschen. Hat da jemand Erfahrungen, was für ein flexibles, nicht zu dickes und günstiges Kabel geeignet ist? Ich habe beim Aufarbeiten diverser Dreher gerne das Sommer Cable Onyx verbaut, das gut zu verarbeiten ist und zumindest eine halbwegs ordentliche Schirmung hat.

Parrot
ParrotHH
Inventar
#27 erstellt: 31. Jan 2017, 16:43

ParrotHH (Beitrag #16) schrieb:
Blöd ist nur, dass die Anschlussterminals an einer Seite so dicht am Rand sind, dass sich die Platine der Verstärkerplatine nicht mehr in die Aussparungen des Gehäuses schieben lässt. Hätte man vorher wissen müssen. Nun müsste ich die Dinger auslöten und mit etwas Abstand zur Platine wieder einlöten. Aber so einfach bekommt man sie nun nicht mehr da raus, also lasse ich es so. Die Platine "liegt" daher jetzt quasi im Gehäuse auf der oberen Schiene, wobei sie auch dabei einigermaßen fest sitzt.

Fast vergessen.

Auch das ist mittlerweile gelöst. Und zwar dadurch, dass ich den Rand der Platine an der gegenüberliegenden Seite ein ganz klein wenig abgefeilt habe. Das bringt dann genau den Bruchteil mehr Abstand, mit dem die Platine dann in die Führungsschiene des Gehäuses geschoben werden kann. Die Platine war also auf der einen Seite schlicht einen Hauch zu breit.

Parrot
maicox
Stammgast
#28 erstellt: 31. Jan 2017, 20:36
Hallo,


ParrotHH (Beitrag #26) schrieb:
Zutreffend deshalb, weil es die Stromversorgung anderer Geräte waren/sind, die Ärger machen. Wie das so ist, sammeln sich mit der Zeit riesige Mengen von Strom- und Netzwerk- und Verbindungskabeln an so einem Anlagen-Hotspot an. Und die Kabel kann man ab einer gewissen Anzahl nicht mehr "ordentlich" verlegen. Ist einfach so, habe ich schon hunderte Male probiert. Im Ergebnis kreuzen sie ihre Wege, und laufen auch mal parallel. Und so spratzte offenbar ein ordinäres Stromkabel irgendwo in eine der Cinch-Leitungen.


Ähnliche Probleme hatte ich hier mit "einstreuenden" Steckernetzteilen. Ich hatte mir zwei LED- Lampen mit "Schwanenhals" gekauft. Diese sollten zur Beleuchtung von Plattenspielern herhalten. Kaum hatte ich die Steckernetzteile eingesteckt ging es los.


ParrotHH (Beitrag #26) schrieb:

Den gleichen Effekt kann ich beim Trigon Vanguard II, oder jedem anderen Hochpegelgerät, durch bewusste Kabelführung ebenfalls leicht herbeiführen.


So bin ich auch drauf gekommen. "Sortierte" man die Kabel, trennt diese voneinander und legte sie dann in einem gewissen Abstand zueinander hin, wurde es "ruhiger".



ParrotHH (Beitrag #26) schrieb:

Derzeit überlege ich, alle meine Cinch-Kabel gegen etwas selbstkonfektioniertes und - vor allem - geschirmtes auszutauschen. Hat da jemand Erfahrungen, was für ein flexibles, nicht zu dickes und günstiges Kabel geeignet ist?


Aus den oben genannten Gründen habe ich dann alle meine Cinch- Strippen verbannt und mir selbst welche gebaut. Seit dem ist "Ruhe" eingekehrt! Und das merklich.

Ich verwende fast immer handelsübliches RG58 Koaxialkabel mit flexiblem Innenleiter. Damit habe ich alle fast alle "normalen" Cinch- Leitungen ersetzt. Als Stecker verwende ich auch recht einfache Metall- Stecker, welche einfach nur einen festen Sitz und einen guten "Kontaktübergang" bieten.

Bei Plattenspielern verwende ich auch RG58- oder RG62- Kabel in gewünschter Länge. Handelt es sich um einen "Schwabbler" (Dual oder auch Thorens) verwende ich das RG58 Kabel eher nicht, da dieses zu steif und unflexibel ist. Da kommt dann RG174 zum Einsatz.

Kabel und auch Stecker verwende ich meistens aus dem Hause mit dem großen "C"

Bestell- Nummern :
RG 58: 602327
RG 174: 600841
Stecker: 737309 oder auch die: 1361526

Bisher bin ich sehr zufrieden damit und es kam nicht mehr zu hörbaren Problemen durch Einstreuungen.
ParrotHH
Inventar
#29 erstellt: 07. Feb 2017, 01:29
So, hier noch ein wenig Preamp-Porn...

Am Wochenende habe auf die Preamp-Platine noch "Sockel" auf die Plätze für die optionalen Kapazitäten gelötet. Da kann ich nun nach Bedarf Kondensatoren stecken.

Aus dem Gehäuse gezogen sieht das Maschinchen so aus:
Muffsy Phono Preamp

Und so, wenn es dann wieder drinne ist:
Muffsy Phono Preamp

Von vorne...
Muffsy Phono Preamp

Von hinten...
Muffsy Phono Preamp

Ein Bild mit Deckel drauf erspare ich Euch

Parrot
Viper780
Inventar
#30 erstellt: 18. Feb 2017, 01:00
Sehr hübsch, was ist das für ein Gehäuse?

Zum Kabel: schau dir mal das Belden 8255 an. relativ flexibel und minimale Kapazität
ParrotHH
Inventar
#31 erstellt: 21. Feb 2017, 13:18

Viper780 (Beitrag #30) schrieb:
Sehr hübsch, was ist das für ein Gehäuse?

Hallo!

Ich habe mir in China das hier bestellt. Einwandfrei verarbeitet.

Parrot
baludebear
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 22. Apr 2017, 12:36
@ParrotHH
Welches Steckernetzteil hast Du und wo gekauft?
ParrotHH
Inventar
#33 erstellt: 24. Apr 2017, 11:15
Hi!

Das Netzteil hatte ich mir vor Jahren mal als Ersatz für meinen Thorens TD 320 MK II gekauft.
Nichts besonderes, es liefert 16 V Wechselspannung , max. 600mA.

Parrot
ParrotHH
Inventar
#34 erstellt: 28. Apr 2017, 23:47
What a Zufall. Gerade in der Bucht gesehen.
Genau dat isses:

Netzteil passend zu Thorens TD-146 147 166 280 316 318 320 2001 16V AC 500mA

Parrot
baludebear
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 29. Apr 2017, 09:22
Danke für den Tip, war aber leider schon zu Spät.
Hab dieses genommen,hier
DB
Inventar
#36 erstellt: 29. Apr 2017, 09:28
@ParrotHH:
Weshalb baust Du den Entzerrer denn nicht gleich dorthin, wo er hingehört: in den Plattenspieler? Damit wären die empfindlichen Leitungen zwischen Abtastsystem und Entzerrer so kurz wie möglich und genau definiert. Es fiele also die Unwägbarkeit einer separaten Verbindungsleitung zwischen TA und Entzerrer weg.


MfG
DB
ParrotHH
Inventar
#37 erstellt: 29. Apr 2017, 10:30
@DB:

Nachgedacht darüber habe ich natürlich, irgendwo steht das hie rauch. Man könnte das alles gut in einer Dual-Zarge verbauen, auf der Muffsy-Seite ist im Blog ein ähnliches Projekt mit einem Dual 1229 beschrieben .Und man könnte vielleicht sogar den Trafo des Dual nutzen, der nämlich irgendwas um 16V Wechselspannung liefert. Dann würde der Pre mit dem Motor zusammen an- und ausgeschaltet.

Allerdings wäre ich dann auch festgelegt. Wenn man es ordentlich macht wären Zarge, Chassis und Pre dann nämlich miteinander verheiratet. Und ich stöpsel doch so gerne mal um. Und wenn ich den Tonabnehmer wechsele, was auch ständig vorkommt, müsste ich dann zum Anpassen auch noch das Chassis aus der Zarge heben, damit ich an die Schalter und den Sockel für die Zusatzkapazität komme.

An dem Punkt habe ich dann erst mal aufgehört, darüber nachzudenken. Aber noch ist ja nicht aller Tage Abend.

Parrot
akem
Inventar
#38 erstellt: 29. Apr 2017, 10:47
Ein 1229 hat keinen Trafo...

Gruß
Andreas
ParrotHH
Inventar
#39 erstellt: 29. Apr 2017, 11:16
Die Überlegung mit Mitbenutzung des Trafo bezog sich auch auf meine Duals der 6er und 7er-Serie.

Parrot
akem
Inventar
#40 erstellt: 29. Apr 2017, 11:55

ParrotHH (Beitrag #37) schrieb:
auf der Muffsy-Seite ist im Blog ein ähnliches Projekt mit einem Dual 1229 beschrieben .Und man könnte vielleicht sogar den Trafo des Dual nutzen, der nämlich irgendwas um 16V Wechselspannung liefert. Dann würde der Pre mit dem Motor zusammen an- und ausgeschaltet.

Das war dann aber sehr mißverständlich geschrieben...

Gruß
Andreas
ParrotHH
Inventar
#41 erstellt: 29. Apr 2017, 17:31
Hast natürlich recht, Andreas. Es ist halt die Pest mit dem "mal schnell schreiben"...

Es war auch kein 1229, sondern ein 1225, in den jemand den Muffsy implantiert hat. Zu lesen und zu sehen im Muffsy-Blog.

Da ist das alles aber einfach so in die Plastikzarge geschraubt. Ich hätte da "gerne" aber noch irgendeine Art der Abschirmung weil das Ding eben nicht wirklich unempfindlich gegen Einstrahlungen ist. Trotzdem will aber natürlich so einfach wie möglich an das Mäuseklavier und den Sockel für die Zusatzkapazitäten kommen.

Parrot
maicox
Stammgast
#42 erstellt: 29. Apr 2017, 19:46
Hallo,

Ich würde so einen Phono-VV auch nicht unbedingt in die Zarge eines Spielers einbauen. Auch nicht mit entsprechender Abschirmung und/ oder Transformator (wenn nötig). Aber das kann ja jeder für sich selbst entscheiden.

Da ich mehr als einen Spieler hier verwende, ist es nicht so wirklich praktisch.

Aber gut, es soll auch User geben die "nur" einen oder zwei Dreher stehen haben. Da würde es Sinn machen.
Hörbert
Moderator
#43 erstellt: 29. Apr 2017, 23:03
Hallo!


........ Ich hätte da "gerne" aber noch irgendeine Art der Abschirmung weil das Ding eben nicht wirklich unempfindlich gegen Einstrahlungen ist. ........


Das ist eigentlich nicht nötig, Einstrahlungen kommen eher durch das Phonokabel das als Antenne fungiert in die Schaltung als durch irgendwelche Störfelder die man eigentlich vernachlässigen kann da ihre Intensität im Quadrat zur Entfernung abnimmt.

Bei den winzigen Leistungen die in einem PS umgesetzt werden ist das eine ziemliche Lachplatte.

MFG Günther
ParrotHH
Inventar
#44 erstellt: 29. Apr 2017, 23:20
Na ja, der Muffsy steht ca. 50cm von meiner Fritzbox entfernt. Wenn das Gehäuse offen ist, kann ich Störgeräusche hören, die verschwinden, sobald ich das WLAN deaktiviere. Oder eben den Gehäusedeckel aufsetze. Da würde ich mich im Falle eines Einbaus in eine Plastikzarge schon darum kümmern wollen, keine großen Abhängigkeiten bzgl. der Aufstellung mangelns Abschirmung zu erzeugen.

Aber vielleicht habe ich das Ding auch zu lausig intern verkabelt?

Parrot


[Beitrag von ParrotHH am 29. Apr 2017, 23:20 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#45 erstellt: 29. Apr 2017, 23:34
Hallo!


......Aber vielleicht habe ich das Ding auch zu lausig intern verkabelt?........


Möglicherweise gibt es Defizite bei der Masseführung. Hier würde ich mal schauen was zu machen wäre wobei die Masse strikt Sternförmig von der Mittenanzapfung des Trafos laufen soll.

Falls dein Enzerrer assymetrisch versorgt wird kommt hier natürlich als zentraler Massepunkt eher der Minuspol des Siebelkos in Frage.

Das die Gerätemasse des Plattenspielers nicht über die Schaltung geführt werden soll ist dir ja wohl klar ebenso das die Gerätemasse und die beiden Schirme des Phonokabels direkt in den Eingangsbuchsen des Enzerrers zusammengeführt werden sollen.

Versuchsweise kannst du noch die Massen der Eingangs- und Ausgangsbuchsen zusammenführen und nur noch miit einer Leitung zum Trafo gehen, das sollte in den allermeisten Fällen eiinen zugewinn bei der Störungsverminderung erbringen.

Solltest du das alles schon gemacht haben weiß ich auch nichts mehr was zur Störungsverminderung gemacht werden könnte, da müsste ich das Gerät auf dem Tisch haben.

Ach ja, Signalleiter L + R hast du verdrallt?

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 29. Apr 2017, 23:35 bearbeitet]
m1rk0
Ist häufiger hier
#46 erstellt: 02. Mai 2017, 22:49
Hallo,

ich habe mir den Bausatz auch bestellt. Er harrt noch seiner Fertigstellung, aber bevor ich das Gehäuse bearbeite (will es etwas anders machen als vorgeschlagen) würde ich das gerne nochmal richtig verstehen...


Hörbert (Beitrag #45) schrieb:
Möglicherweise gibt es Defizite bei der Masseführung. Hier würde ich mal schauen was zu machen wäre wobei die Masse strikt Sternförmig von der Mittenanzapfung des Trafos laufen soll.

Falls dein Enzerrer assymetrisch versorgt wird kommt hier natürlich als zentraler Massepunkt eher der Minuspol des Siebelkos in Frage.

Das die Gerätemasse des Plattenspielers nicht über die Schaltung geführt werden soll ist dir ja wohl klar ebenso das die Gerätemasse und die beiden Schirme des Phonokabels direkt in den Eingangsbuchsen des Enzerrers zusammengeführt werden sollen.


Zunächst mal: Der Muffsy wird mit einem AC-Netzteil betrieben, eine gesonderte Netzteil-Platine erzeugt daraus die symmetrische Versorgung. Auf diesem Bild kann man in etwa die empfohlene Verkabelung sehen (auf der Seite gibt es außerdem den Schaltplan), die Abschirmung aller Ein- und Ausgangsbuchsen ist mit dem Gehäuse verbunden, an dem außerdem die "GND"-Buchse angebracht ist (im Foto nur als Schraube von hinten zu sehen). Die beiden Eingangsbuchsen und die beiden Ausgangsbuchsen werden jeweils über ein Stereokabel (also mit gemeinsamer Schirmung für beide Kanäle) mit der Platine verbunden.

Einen Stern sehe ich in der Verkabelung nicht, ist die gemeinsame Masse auf der Platine und die für Ein- und Ausgang getrennte Verbindung zum Gehäuse ein Problem? Alternativ könnte man ja die Verbindung der Abschirmungen zum Gehäuse durch isolierte Cinch-Buchsen unterbinden, so dass die Masse nur noch auf der Platine zusammenläuft.

Mirko
Hörbert
Moderator
#47 erstellt: 03. Mai 2017, 18:58
Hallo!


......... (auf der Seite gibt es außerdem den Schaltplan),.......


Ja, der Entzerrer ist recht einfach aufgebaut, eigentlich nichts weiter als ein zweistufiger Kleinsignalverstärker mit passiver Entzerrung zwischen den beiden Stufen.

Warum die Entzerrung nicht gleich über die Gegenkopplung der Op-Amps realisiert wird weiß der Teufel, -möglicherweise deshalb weil es so einfacher zu rechnen ist-.

Aber das spielt eigentlich keine Rolle, die kleine Schaltung wird ihren Zweck auch so hinreichend erfüllen.

Oh wow, LM-317-337 habe ich schon gut ein Jahrzehnt in keiner aktuellen Schaltung mehr gesehen, -ich wusste gar nicht das die noch hergestellt werden-. Aber auch das ist egal, -hier wird einer einfachen Einweggleichrichtung deren Hauptnachteil ein höherer Ripple ist der wiederum durch die recht überdimensionierten Siebelkos ausgeglichen wird-, gearbeitet, bei dem winzigen Stromverbrauch der Schaltung kann man natürlich so Arbeiten. Allerdings handelt man sich bei dieser Art Netzteil trotzdem eine größere Brummwahrscheinlichkeit ein als wenn man eine "echte" symmetrische Spannung (also zwei Wicklungen mit Mittenanzapfung) verwendet und eine Zweiwegegleichrichtung verwendet.


..... Auf diesem Bild kann man in etwa die empfohlene Verkabelung sehen .......


Einen Phono-Entzerrer würde ich nie und nimmer so verdrahren, vor allem würde ich keine geschirmten Leitungen zur Platine verlegen sondern die beiden heissen Leiter verdrallt zur Platine führen und die Masse wie schon geschrieben an die Mittenanzapfung (die in diesem Fall nur "virtuell" vorhanden ist) führen (also mit "AC-2 verbinden), dazu genügt ein Leiter vom Gehäuse in dem die unisolierten Buchsen und die Masseklemme verbaut sind und eine zweite Leitung von der Platine die ebenfalls zu AC-2 führt.

Sonst sind eigentlich keine Masseverbindungen notwendig.

Natürlich mißbrauchst du so das Gehäuse als "Massesammelschiene aber das ist in diesem Fall verzeihlich da sich ja sonst keine Schaltungen im gleichen Gehäuse befinden.

Ich denke mal das hier ein Versuch nichts schaden könnte.

MFG Günther
m1rk0
Ist häufiger hier
#48 erstellt: 04. Mai 2017, 19:25
Erstmal danke für Deine Einschätzung!


Hörbert (Beitrag #47) schrieb:
Ja, der Entzerrer ist recht einfach aufgebaut, eigentlich nichts weiter als ein zweistufiger Kleinsignalverstärker mit passiver Entzerrung zwischen den beiden Stufen.

Warum die Entzerrung nicht gleich über die Gegenkopplung der Op-Amps realisiert wird weiß der Teufel, -möglicherweise deshalb weil es so einfacher zu rechnen ist-.

Aber das spielt eigentlich keine Rolle, die kleine Schaltung wird ihren Zweck auch so hinreichend erfüllen.


Was Du schreibst hört sich so an, als ob das ganze nur gerade eben so sinnvoll seinen Dienst tun wird .


Oh wow, LM-317-337 habe ich schon gut ein Jahrzehnt in keiner aktuellen Schaltung mehr gesehen, -ich wusste gar nicht das die noch hergestellt werden-. Aber auch das ist egal, -hier wird einer einfachen Einweggleichrichtung deren Hauptnachteil ein höherer Ripple ist der wiederum durch die recht überdimensionierten Siebelkos ausgeglichen wird-, gearbeitet, bei dem winzigen Stromverbrauch der Schaltung kann man natürlich so Arbeiten. Allerdings handelt man sich bei dieser Art Netzteil trotzdem eine größere Brummwahrscheinlichkeit ein als wenn man eine "echte" symmetrische Spannung (also zwei Wicklungen mit Mittenanzapfung) verwendet und eine Zweiwegegleichrichtung verwendet.


Ich überlege nach Deinen Ausführungen, ob es sinnvoll ist, sich statt der mitgelieferten Netzteilplatine gleich sowas hier in einem separaten Gehäuse aufzubauen:

http://www.ebay.de/i...?hash=item25d36a99a5

Oder gibt es da geeignetere Alternativen? Wenn ich ihn anschließend in ein Plastikgehäuse baue, dann würde ich mir den Netzteil-Bausatz noch zutrauen...


Natürlich mißbrauchst du so das Gehäuse als "Massesammelschiene aber das ist in diesem Fall verzeihlich da sich ja sonst keine Schaltungen im gleichen Gehäuse befinden.


Auch das hört sich wieder so an als ob man da nur was halbgares zusammenbaut. Kannst Du da Alternativen nennen? Ist es sinnvoller (bzw. gibt es die Möglichkeit), das Gehäuse ganz aus der Schaltung rauszuhalten?

Und jetzt noch eine ganz doofe Frage: Warum führt man vom Tonabnehmer eigentlich vier Kabel zum Vorverstärker, wenn die beiden Massen dort ohnehin zusammengeführt werden? Bestünde die professionelle Variante darin, beide Kanäle komplett getrennt aufzubauen?

Mirko
Hörbert
Moderator
#49 erstellt: 05. Mai 2017, 18:22
Hallo!



.......Was Du schreibst hört sich so an, als ob das ganze nur gerade eben so sinnvoll seinen Dienst tun wird .
.........


Aber nein, die Schaltung ist schon ok,nur würde ich sie halt anders aufbauen, sie ist nicht besser oder schlechter als die anderen Varianten auch die es gibt um einen Phono-Entzerrer zu realisieren.

So ein Phono-Entzerrer ist an sich ein recht einfaches Ding und der ganze Bohei der darum gemacht wird ist im Grunde nichts als Marketing-Gebabbel.


.....Ich überlege nach Deinen Ausführungen, ob es sinnvoll ist, sich statt der mitgelieferten Netzteilplatine gleich sowas hier in einem separaten Gehäuse aufzubauen:..........


Nein auf gar keinen Fall, die (LM) 78xx und 79xx Festspannungsregeler die hier verbaut sind haben den (LM)-317/337 Typen nichts voraus.

Eine (sehr kleine) Verbesserung hättest du allenfalls erzielt falls du die beiden Dioden aus der Schaltung herausnimmst und einen Brückengleichrichter benutzt. Dafür bräuchstest du allerdings auch noch einen kleinen Trafo mit 2x der entsprechenden Spannung und Mittenanzapfung den du dann getrost im gleichen Gehäuse unterbringen könntest. Auf keinen Fall solltest du das gesamte Netzteil auslagern. -Es gibt nichts dümmeres als eine getrennte und ausgelagerte Gleichspannungsversorgung, hier handelst du dir auf die Zeit gesehen ganz sicher Brummprobleme ein da die lange Masseleitung hier sich irgendwann sehr deutlich durch erhöhte Übergangswiderstände und das dadurch entstehende Potitentialgefälle bemerkbar machen wird.

Das Streufeld des kleinen Trafos hingegen ist unbedenklich.



.... Ist es sinnvoller (bzw. gibt es die Möglichkeit), das Gehäuse ganz aus der Schaltung rauszuhalten?
.........


Nein so wie es ist ist es gut, dein Gehäuse wirkt durch den Anschluss als Schirmung, idealerweise nimmst du hier ein Gehäuse aus einem einfachen Stahlblech dann hast du gleichzeitig noch eine passable Abschirmung gegen Magnetfelder.


.....: Warum führt man vom Tonabnehmer eigentlich vier Kabel zum Vorverstärker, wenn die beiden Massen dort ohnehin zusammengeführt werden?.....


Na ja, dein Tonabnehmer ist eigentlich ein kleiner Frquenzabhängiger Generator der keine eigentliche Masse kennt, die zwei auf Masse kurzgeschlossenen Leitungen führen das gleiche Signal nur eben invertiert. Es gibt durchaus Entzerrer-Varianten die alle vier Leitungen auswerten aber aus Kostengründen werden diese Schaltungen selten aufgebaut und angeboten. Zudem hättest du einigen Mehraufwand den Abtaster vom Tonarm zu isolieren und die Tonarm-/Plattenspieler-Gerätemasse zu führen.

Der zweite -weniger wichtige- Grund ist eine gewisse Tradition, bei den alten Schaltungen
mit assymetrischer Spannungsversorgung wie sie seinerzeit in den 50ger und 60ger Jahren bei HiFi auschliesslich und auch heute noch viel zu oft verwendet wurden und werden ist diese Leiterführung gar nicht anders möglich.

Es hat ja auch keine echten Nachteile bis auf eine etwas erhöhte Brummneigung.

MFG Günther
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