SHURE Tonabnehmer richtig einordnen ?

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#linn-fan#
Inventar
#1 erstellt: 22. Sep 2018, 13:12
Hallo Gemeinde,

dieser Thread richtet sich an die alten Hasen und SHURE Spezies,

nachdem ich durch einen Beifang Feuer gefangen habe mit einem Shure M 75 ED und ganz hin und weg bin wie das spielt, habe ich versucht mich in die historische und qualitative Rangfolge der SHURE Tonabnehmers einzufuchsen und verirre mich im Dschungel des schier unerschöpflichen Angebotes, obwohl ich mich auf die hochwertigeren Modelle mit elliptischen Nadelschliff beschränke (0,2x0,7 und schärfer)

Ich bin mittlerweile da angekommen, dass das wohl durchgängig die ED/XE/HE Typen sind

Wo ich aber nicht mehr weiterkomme ist die zeitliche Reihenfolge (welches System gab es von wann bis wann) und welches System ist gegenüber einem anderen wie qualitativ einzustufen.

Startpunkt ist das M 75 ED
Dann gab es wohl parallel das 95er (wo war da der offizielle, katalogseitige Unterschied?)
Heute noch neu kaufen kann man das 97er XE

Vinylengine führt insgesamt 16 Modelle auf, die nach erster, grober Wahrnehmung zeitlich und qualitativ eingeordnet werden können

M75
M78
M8D (wohl ein sehr frühes Modell mit sphärischer Nadel)
M80 (wohl ein noch früheres Modell, also auch nix mit elliptisch)
M91
M92
M93
M94
M95
M97
M99 (T4P?)
ML 120HE
ML 140HE
ULTRA300
ULTRA400
ULTRA500
BC70
BC80
BC90

Das V15 steht hier ganz bewusst nicht, darüber ist genug gesagt

Jetzt könnte ich mich selber stundenlang durchs Netz graben. Aber vielleicht ist hier ja jemand dabei, der die Liste zeitlich und qualitativ ordnen kann. Qualitativ meint dabei möglichst wenig Subjektivität, wobei das Wort "subjektiv" bewusst gewählt ist, da eine Bewertung von TA schlussendlich nicht 100% objektiv sein kann.

Oder anders gefragt, wenn Verfügbarkeit und Budget gegeben wären, wie würde ein SHURE Fan die Liste sortieren
Mit der Ergänzung um ED/HE/XE/ oder was auch immer, was den genauen Typ beschreibt
Und vielleicht mit einer kleinen Bemerkung warum?

Danke im Voraus.

R.


[Beitrag von #linn-fan# am 22. Sep 2018, 13:54 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#2 erstellt: 22. Sep 2018, 15:59
Tja, bei Shure sind eben viele Modelle zeitlich überlappend; und mitunter wurden bei Herauskommen eines Nachfolgemodells die Vorgängermodelle in einer neuen, etwas untergeordneten Modellreihe weitergebaut.

Hier die imo wichtigsten Modelle chronologisch ein bisschen gruppiert und mit einigen Bemerkungen so aus dem Gedächtnis heruntergeschrieben (Irrtümer daher vorbehalten, in dem Fall bitte Korrekturhinweise). M55 & Co. lass' ich der Übersichtlichkeit halber mal weg. Die V15 sind hingegen sehr wichtig, um den Überblick zu behalten, deshalb sind sie hier natürlich aufgeführt. Punkto korrekter Reihenfolge lehne ich jede Haftung ab.

- Shure M71: Vorgänger (?) vom M75, Einschübe gegenseitig kompatibel
- Shure V15 Mk. nix
- Shure M44

- Shure M75: Diverse Spezialausführungen, z.B: mit Dual-Klick für TK's; Schliffe: Rundnadel (M75-T2), getippt stumpf elliptisch 0.4x0.7mil (z.B: M75-6s), nackt scharf geschliffen 0.2x0.7mil (M75ED, später teilweise nur noch getippt), nackt hyperelliptisch (M75HE). Nadelschliffe anhand der Farben der Einschübe erkennbar.
- Shure V15II

- Shure M91: Im Prinzip Weiterentwicklung des M75; N75-Nadeln passen.
- Shure V15III: scharfe elliptische Nadel oder HE, gegen Ende auch Microridge-Nadel.

- Shure M95: Im Prinzip ein leicht abgespecktes VIII, von Rundnadel (G) über stumpfe Ellipse (EJ) und scharfe Elipse (ED) bis HE. Schliffe aufgrund der Farbe des Nadeleinschubes erkennbar.

- Shure V15IV: HE und Microridge
- Shure M97: als EJ (stumpfe Ellpise, ED (scharfe Ellipse) und HE; im Prinzip ein abgespecktes V15IV.

- Shure V15V: als HE und MR
- Ultra 500: Im Prinzip ein gesupertes V15V mit selektierter MR-Nadel.

- Shure M97xE: Downgegradeter Mexico-Made-Nachfolger des M97; nur noch gebondete, scharfe Ellipse
- Shure V15VxMR: Mexico-Made-Nachfolger des V15V MR, gem. verbreiteter User-Meinung nicht mehr ganz so gut wie das V15V.


T4P-Modelle wie das M92 (stumpfe Ellipse) und M99 (scharfe Ellipse) kämen da auch noch hinzu, ebenso DJ- (z.B. M35) und Broadcast-Modelle (SC39) und Spezialmodelle wie etwa das Tracer für die Revox-Dreher (das auf dem M97 basieren dürfte) sowie die VST- und kleineren Ultra-Modelle.

Dann noch zu Deiner Frage nach qualitativer Einschätzung: Für mich wird im Prinzip jeder dieser Tonabnehmer dann interessant, wenn er eine gute ED-Nadel (in nackter Ausführung noch aus US-Produktion) oder eine HE-Nadel aufweist. Ich möchte aber festhalten, dass auch die Rundnadeln ihre Fans haben. Die Microridge-Nadeln sind Highend, aber nur noch ganz selten zu finden und dann zu Mondpreisen. Immerhin kommt da die SAS-Nachbaunadel von Jico, die im Grunde ja auch eine MR-Nadel ist, erfreulich nahe ran. Das Ultra 500 mit Originalnadel schliesslich gilt mitunter schlicht als bestes MM-System aller Zeiten.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 22. Sep 2018, 21:48 bearbeitet]
klausES
Inventar
#3 erstellt: 22. Sep 2018, 16:24
Sehr informativer Thread für Shure interessierte wie mich.
Und gleich auf die Beobachtungsliste gesetzt.
Bedanke mich jetzt schon für eure Arbeit die eine solche ausführliche Zusammenstellung macht.
Dan_Seweri
Inventar
#4 erstellt: 22. Sep 2018, 17:06
Leider gibt es in diesem Forum keinen "Gefällt mir"-Knopf. Der Beitrag #2 vom Marsilio hätte einen dicken Daumen nach oben verdient.
#linn-fan#
Inventar
#5 erstellt: 22. Sep 2018, 18:20
Großartig. Diesem Forum und Manuel im Besonderen ein großes Dankeschön


K
@Manuel: kannst du an der Stelle noch mal korrigierend eingreifen. Da scheint dir eine Unachtsamkeit unterlaufen zu sein. Dann wärs perfekt

Marsilio (Beitrag #2) schrieb:
- Shure M91: Im Prinzip Weiterentwicklung des M91;


Und wenn jetzt noch jemand Produktionszeiträume kennt?

R.


[Beitrag von #linn-fan# am 22. Sep 2018, 18:23 bearbeitet]
Tattermine
Stammgast
#6 erstellt: 22. Sep 2018, 19:13
Erstmal beide Daumen hoch von mir als bekennendem Shure-Fan.

#linn-fan# (Beitrag #5) schrieb:
@Manuel: kannst du an der Stelle noch mal korrigierend eingreifen. Da scheint dir eine Unachtsamkeit unterlaufen zu sein. Dann wärs perfekt

Marsilio (Beitrag #2) schrieb:
- Shure M91: Im Prinzip Weiterentwicklung des M91;

Ich vermute, hier ist eine Weiterentwicklung des M75 gemeint, da würde mich interessieren, ob die Weiterentwicklung noch in was anderem bestand als in der veränderten Form des Plastikgehäuses um die Generatorkapsel.


[Beitrag von Tattermine am 22. Sep 2018, 19:13 bearbeitet]
faxe
Stammgast
#7 erstellt: 22. Sep 2018, 19:53
Danke auch!
das_t.
Inventar
#8 erstellt: 22. Sep 2018, 20:18
danke, manuel, für diesen erhellenden streifzug. vllt. lässt sich dieser fred iwann einmal oben anpinnen...

mille gracie!
t.

ad-mh
Inventar
#9 erstellt: 22. Sep 2018, 21:00
Anpinnen macht Sinn...
frank60
Inventar
#10 erstellt: 22. Sep 2018, 21:23
T4P Tonabnehmer gab es von Shure sehr viele.

M92 gab es auch als LT und LT-EP Variante
M94LT Biradial 0,4x0,7mil
M96LT Biradial 0,2x0,7mil
M97LT Hyperelliptisch 0,2x1,5mil
M104E Biradial 0,2x0,7mil
M105E Biradial 0,2x0,7mil
M110HE Hyperelliptisch 0,2x1,5mil
M111HE Hyperelliptisch 0,2x1,5mil

Das sind die mir bekannten T4P, zusätzlich zu den von Manuel bereits erwähnten.


[Beitrag von frank60 am 22. Sep 2018, 21:24 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#11 erstellt: 22. Sep 2018, 21:46

frank60 (Beitrag #10) schrieb:
T4P Tonabnehmer gab es von Shure sehr viele.

M92 gab es auch als LT und LT-EP Variante
M94LT Biradial 0,4x0,7mil
M96LT Biradial 0,2x0,7mil
M97LT Hyperelliptisch 0,2x1,5mil
M104E Biradial 0,2x0,7mil
M105E Biradial 0,2x0,7mil
M110HE Hyperelliptisch 0,2x1,5mil
M111HE Hyperelliptisch 0,2x1,5mil

Das sind die mir bekannten T4P, zusätzlich zu den von Manuel bereits erwähnten.


Den M75/M91.-Vertipser habe ich korrigiert, danke für den Hinweis. Bei den T4P habe ich den Überblick nicht da ich kein T4P-Dreher habe. Hätte ich einen so würde ich wohl ein Vermögen für ein M110HE oder M111HE ausgeben - das klingt doch schon richtig spannend.

Ergänzen möchte ich noch, dass verschiedene Shure-Tonabnehmer auch unter dem Label Dual auftauchten, so entspricht beispielsweise das Dual D105 dem M95.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 22. Sep 2018, 21:48 bearbeitet]
#linn-fan#
Inventar
#12 erstellt: 23. Sep 2018, 10:13

Marsilio (Beitrag #2) schrieb:

- Shure M97xE: Downgegradeter Mexico-Made-Nachfolger des M97; nur noch gebondete, scharfe Ellipse


Können wir diesbezüglich noch etwas Licht ins Dunkel bringen?

Sowohl die BDA auf Vinylengine, als auch die Website von Sure sprechen von ◦Polished natural gemstone oder polished natural diamond Vinylengine

Klingt für mich wie ganzer Stein.

R.
Dan_Seweri
Inventar
#13 erstellt: 23. Sep 2018, 10:35
Ich habe zwei Nadeln für das M97xE vorliegen. Beide sind gebondet.
Marsilio
Inventar
#14 erstellt: 23. Sep 2018, 14:04
Nun gut, das wird wohl schon ein Naturdiamant sein, aber eben nicht nackt sondern nur ein quasi aufgeklebter Diamantsplitter. Immerhin mit einem Verrundungsradius von 0.2x0.7mil schön scharf geschliffen.

Bis zur kompletten Tonabnehmer-Produktionseinstellung von Shure war das M97xE mit einem Kaufpreis von rund 130.- auch sehr vernünftig positioniert. Aus meiner Sicht neben dem Sumiko Pearl in dieser Preisklasse das interessanteste Angebot, zumal ja Jico auch fürs M97xE eine SAS-Nadel gebracht hatte. Ich denke, dass das M97xE mit der SAS-Nadel sehr nahe ans Shure V15VxMR herankommt.

LG
Manuel
herrdadajew
Inventar
#15 erstellt: 23. Sep 2018, 14:08
[
zumal ja Jico auch fürs M97xE eine SAS-Nadel gebracht hatte. Ich denke, dass das M97xE mit der SAS-Nadel sehr nahe ans Shure V15VxMR herankommt.


...die man in der Boronausführung leider zur zeit nicht bekommt...
#linn-fan#
Inventar
#16 erstellt: 23. Sep 2018, 17:02
Manuels Beitrag hat ja erstes Licht ins Dünkel der Vielfalt gebracht, dennoch stehe ich vor den Angeboten im Netz immer so so ein klein wenig wie der Ochs vorm Sonntach

Die Modell ML120/140HE wurden hier noch nicht erläutert und werden auch zu sagen wir mit Gold aufzuwiegenden, Preisen gehandelt. Ebenso die BC70/80/90 Modelle, die es Markt scheinbar gar nicht gibt ??????

Wie passen die denn in die Historie. Vor allem, da die Bauform der ML-Modelle ja doch etwas vom Shure-" Standard" abweichen

Und dann tauchen um Netz Sachen auf wie

- SHURE VST III-P Ultra Group Special Edition
oder
- Shure M97 HE era IV

Alles Etikettenschwindel oder offizielle Bezeichnungen?

R.


[Beitrag von #linn-fan# am 23. Sep 2018, 19:36 bearbeitet]
fotoralf
Inventar
#17 erstellt: 23. Sep 2018, 18:28
Kurz noch, der Vollständigkeit halber, ein paar Links zu Shure selbst:

User Guides für Tonabnehmer:

https://www.shure.co...inued-products/phono

Produkt-Broschüren von 1933 bis 1985:

http://www.shure.com...e-catalogs-1933-1984

Letztere dürften bei der zeitlichen Einordnung helfen.

Ralf
Marsilio
Inventar
#18 erstellt: 23. Sep 2018, 19:59

#linn-fan# (Beitrag #16) schrieb:
- SHURE VST III-P Ultra Group Special Edition
oder
- Shure M97 HE era IV

Alles Etikettenschwindel oder offizielle Bezeichnungen?

R.



Das von Dir erwähnte Shure M97HE era IV ist nichts anderes als ein Shure M97 - eben mit der hyperelliptischen Nadel. Zudem hat Shure lustigerweise die Tonabnehmer aus der Zeit des Shure V15IV selber als "IV-Ära" bezeichnet. Deshalb in meinem ersten Posting auch der Verweis auf die Wichtigkeit der V15-Modelle in der Shure-History.

Beim VST bist Du hingegen auf die VST- und Ultra-Serie gestossen. Das war - etwas vereinfacht - so eine Art Edelmarke im Hause Shure, vergleichbar mit Lexus bei Toyota oder DS bei Citroën. Das Shure VST III war im Prinzip ein leicht veredeltes V15III.
Ausserdem kommt hier auch bereits der Name "Ultra" ins Spiel. Da gab es das Ultra 300 und das Ultra 400. Mit diesen beiden Modellen stieg Shure auf den Zug der Anfangs der 80er-Jahre gerade angesagten Modeerscheinung von sogenanten "LowMass"-Tonabnehmern auf, also besonders leichten Tonabnehmern. Bekannteste dieser Art waren die Ortofon OM-Reihe, aber auch Stanton und Philips hatten mit ihren Modellen HZ9S respektive GP351 richtig gute Systeme dieser Gattung in ihren Reihen. Auch die Shure ML120 und ML140 sind recht hochwertige Vertreter dieses Spezis - ohne dass ich es weiss würde ich mal vermuten, dass sie den Ultra 300 und Ultra 400 ziemlich ähnlich sind, zumindest lassen die Fotos diese Schlussfolgerung zu.

Dieser LowMass-Trend währte aber nicht allzu lange, die Leute kauften lieber die bekannt-bewährten Tonabnehmer (deshalb sind die LowMass-Tonabnehmer heute nur noch selten anzutreffen) und wirklich längerfristitg vermochte sich eigentlich nur Ortofon mit der heute noch erhältlichen OM-Reihe mit solchen Tonabnehmern auf dem Markt zu halten.

Das Ultra 500 war dann wieder ein ganz klassischer Tonabnehmer auf der Basis des V15V MR.

Hier noch einige Bilder - links das V15V, mitte das Ultra 500, rechts das ebenfalls erwähnte Philips GP351.
Shure V15V SAS DSC_0245 Philips GP351

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 23. Sep 2018, 20:31 bearbeitet]
#linn-fan#
Inventar
#19 erstellt: 23. Sep 2018, 23:46

fotoralf (Beitrag #17) schrieb:
Kurz noch, der Vollständigkeit halber, ein paar Links zu Shure selbst:

User Guides für Tonabnehmer:

https://www.shure.co...inued-products/phono

Produkt-Broschüren von 1933 bis 1985:

http://www.shure.com...e-catalogs-1933-1984

Letztere dürften bei der zeitlichen Einordnung helfen.

Ralf


Ein Hoch dem Spender der Links.

Die BC-Modelle habe ich darin zwar nich gefunden, aber DAS bringt mal Licht ins Dunkel

R.


[Beitrag von #linn-fan# am 24. Sep 2018, 13:14 bearbeitet]
vinylrules
Inventar
#20 erstellt: 24. Sep 2018, 08:09
Das VST III ein aufgemotztes V15/III? Ich dachte das und das VST V sind abgemagerte Ultra? Wer weiß was genaues?
Marsilio
Inventar
#21 erstellt: 24. Sep 2018, 12:19

vinylrules (Beitrag #20) schrieb:
Das VST III ein aufgemotztes V15/III? Ich dachte das und das VST V sind abgemagerte Ultra? Wer weiß was genaues?


Da muss ich jetzt auch passen - das VST III hatte meines Wissens nur eine elliptische Nadel, was nachher kam, da weiss ich nicht weiter. Das ganze lief dann irgendwann unter dem "Ultra-Series"-Label.

Vielleicht weiss da jemand mehr.

LG
Manuel
Dan_Seweri
Inventar
#22 erstellt: 24. Sep 2018, 13:36

Marsilio (Beitrag #21) schrieb:
Da muss ich jetzt auch passen - das VST III hatte meines Wissens nur eine elliptische Nadel, was nachher kam, da weiss ich nicht weiter.

Das VST III hatte eine hyperelliptische Nadel. Es hat denselben Generator mit 1.000 Ohm Gleichstromwiderstand wie das V15VxMR.

Nahezu ALLE Fragen zu Nadelschliffen bei Shure beantwortet übrigens die Shure Stylus Cross Reference: https://www.kabusa.com/shurecross.pdf


[Beitrag von Dan_Seweri am 24. Sep 2018, 13:38 bearbeitet]
#linn-fan#
Inventar
#23 erstellt: 24. Sep 2018, 14:14
Na so allmählich sammeln sich ja wahrlich alle Informationen zu den Shure TA. Großartig.

R.


[Beitrag von #linn-fan# am 25. Sep 2018, 10:40 bearbeitet]
Albus
Inventar
#24 erstellt: 24. Sep 2018, 14:43
Tag,

man kann sich bei Shure mehr oder weniger gründlich informieren: https://www.shure.co...hono-cartridge-vst-v
VST betrifft wesentlich die Verpackungsvariante und die Verbreitung, in den USA in großem Umfang über Radio Shack.
Ferner ist ein Vergleich der Spezifikationen mit den Bezugsobjekten erhellend (Abweichungen betreffen bspw. Abtastfähigkeit, Kanalgleichheit, Kanaltrennung, Gewicht, etc.). Alles schrittweise in der Library der Vinylengine zu haben.

Freundlich
Albus
Marsilio
Inventar
#25 erstellt: 24. Sep 2018, 16:02
Also, ich glaube ich hab's raus: Das VST-III war in der Tat so eine Art downgegradetes V15V. Das mit der elliptischen Nadel ist ein Holzweg, da bin ich wohl draugeraten weil hier in der Schweiz einer seit Monaten versucht, so eins loszuwerden - aber wie ich vermute nicht mit einer ursprünglichen HE- sondern einer elliptischen N95-Ersatznadel:
https://www.tutti.ch...ial-edition/15657041

Hier noch ein Thread zum Thema:
https://www.analog-f...altes-shure-vst-iii/

Das VST-V erinnert dann doch sehr stark an ein V15V - aber sicher nicht an ein Ultra:
https://www.ebay.de/...9:g:wtEAAOSw5ZBWNF~9

LG
Manuel


PS In den 80er-Jahren hatte Shure eine schon fast surreal anmutende Modellvielfalt, wobei ich da mal schwer vermute, dass oft der gleiche Inhalt einfach mal etwas anders bezeichnet und leicht umdesignt wurde. Unglaublich, dass dieser grosse Hersteller nun im Phonosektor out ist...


[Beitrag von Marsilio am 24. Sep 2018, 16:13 bearbeitet]
Dan_Seweri
Inventar
#26 erstellt: 24. Sep 2018, 16:31

Albus (Beitrag #24) schrieb:
VST betrifft wesentlich die Verpackungsvariante und die Verbreitung, in den USA in großem Umfang über Radio Shack.

Die VST-Modell wurden unter anderem auch in "Shure Ultra Group"-Verpackungen vertreiben. Hat nichts mit Radio Shack zu tun. Verwechselst Du hier nicht etwas mit den RXT-Modellen? RXT waren die Tonabnehmer, die Shure unter dem "Realistic"-Hausmarken-Label für Radio Shack (war in den 80ern und 90ern sowas wie der "Mediamarkt der USA") hergestellt hatte.


[Beitrag von Dan_Seweri am 24. Sep 2018, 16:31 bearbeitet]
fotoralf
Inventar
#27 erstellt: 25. Sep 2018, 10:14

Dan_Seweri (Beitrag #26) schrieb:
...unter dem "Realistic"-Hausmarken-Label für Radio Shack (war in den 80ern und 90ern sowas wie der "Mediamarkt der USA")...


Eher Völkner oder Conrad der USA. Umfangreiches Bastler- und Bauteilesortiment sowie Bausätze und Fertiggeräte fast nur unter Hausmarke. Gab es bis in die 80er in Europa auch unter dem Namen Tandy.

Ralf
tomtiger
Administrator
#28 erstellt: 25. Sep 2018, 19:12
Hi,


#linn-fan# (Beitrag #16) schrieb:
Und dann tauchen um Netz Sachen auf wie

- SHURE VST III-P Ultra Group Special Edition
oder
- Shure M97 HE era IV

Alles Etikettenschwindel oder offizielle Bezeichnungen?


ich kenne das Shure V15 V-P, ein V15V als T4P Version, "-P" für P Mount.

Siehe auch hier

LG Tom
mkoerner
Stammgast
#29 erstellt: 25. Sep 2018, 19:46
Das VST-V, das ist ein selektierter V15VMR Body mit einer besseren Nadel (nicht nur selektiert, die war afaik auch technisch aufwändiger als die V MR). Die Nadel jedenfalls klingt eindeutig besser als eine normale V15VMR. Wenn ich mich richtig erinner wird in der Bedienungsanleitung darauf hingewiesen dass auch die V15VMR Nadel als günstige Ersatzalternative taugt.

Ich bin mir nicht ganz sicher ob die original-Nadel nicht sogar identisch zu der des Ultra 500 ist. Mit einer NeoSAS/R ist das durchaus aber auch sehr gut. Ohne Nadel halte ich den Preis für übertrieben.

Einer meiner absoluten Lieblingsabnehmer. Näher werde ich wohl nicht mehr an ein Ultra 500 rankommen. Hängt bei mir an einem Infinity Black Widow, erste Generation (Der Arm wurde übrigens vom Legendären Micro-Seiki Entwickler designed).

Mike
#linn-fan#
Inventar
#30 erstellt: 08. Okt 2018, 09:30
Moin,

noch mal eine Frag ean die SHURE Spezialisten

ich habe jetzt das M 75 ED und ein M 97 ED. Beide NOS. zu den beiden TAs bleien zwei Fragen offen, die ich trotz Recherche im Netz nicht beantwortet bekomme

  1. vertikale, dynamische Compliance.
    Ich finde keine Werte. Vinylengine schweigt sich aus und was ich finde ist der Wert der horizntalen Compliance. Der ist mit 27 angegeben.
    Damit komme ich aber selbst bei optimistischen Annahmen zur effektiven bewegten Masse niemals > 7Hz

  2. Auflagegewicht mit/ohne dynamic stabilizer, also dem Visier
    In den SHURE Unterlagen auf Vinylengine wird unterschieden zwischen FORCE AT THE STYLYS TIP (max 1,5g) & TOTAL TONARM SETTING WITH DYNAMIC STABILIZER (max 2g)
    Welchen Wert stelle ich denn nun mit der digitalen Tonarmwaage (Messpunkt Nadelspitze) ein, wenn das Visier unten bleiben soll?

R.
Dan_Seweri
Inventar
#31 erstellt: 08. Okt 2018, 09:43

#linn-fan# (Beitrag #30) schrieb:

Welchen Wert stelle ich denn nun mit der digitalen Tonarmwaage (Messpunkt Nadelspitze) ein, wenn das Visier unten bleiben soll?

Wenn Du eine Tonarmwaage benutzt, stellst Du das Gewicht immer mit hochgeklapptem "Visier" ein. Soll der Tonabnehmer mit hochgeklapptem Bügel betrieben werden, stellt Du 1,5 Gramm ein. Sollen die Platten mit abgesenktem Bügel abgespielt werden, stellst Du 2,0 Gramm ein und klappst den Bügel mit dem Bürstchen anschließend runter.
#linn-fan#
Inventar
#32 erstellt: 08. Okt 2018, 09:47

Dan_Seweri (Beitrag #31) schrieb:
Wenn Du eine Tonarmwaage benutzt, stellst Du das Gewicht immer mit hochgeklapptem "Visier" ein.


das scho´ klar. Dass man nicht it Visier/Nadelschutz oder sonstwas misst


Dan_Seweri (Beitrag #31) schrieb:
Soll der Tonabnehmer mit hochgeklapptem Bügel betrieben werden, stellt Du 1,5 Gramm ein. Sollen die Platten mit abgesenktem Bügel abgespielt werden, stellst Du 2,0 Gramm ein und klappst den Bügel mit dem Bürstchen anschließend runter.


Gracias

R.
mkoerner
Stammgast
#33 erstellt: 08. Okt 2018, 11:40
Eigentlich misst man, wenn es geht, die AK für "mit Bürste" auch "mit Bürste", wenn man genau sein will. Das macht aber nur Sinn wenn man auch wirklich auf der korrekten Auflagen-Höhe misst, was nicht mit allen Wagen geht. Wenn das nicht geht ist man tatsächlich mit Bürste oben besser dran...

Mike
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