Sie sind bereits Community-Mitglied? Dann loggen Sie sich hier ein!

Auto-Login
Passwort vergessen?


Plattenspielerkabel verlängern ?

+A -A
Autor
Beitrag
Kleinlaut
Stammgast
#1 erstellt: 20. Okt 2008, 16:45
Hi,
da der Herbst vor der Tür steht, bastelt man ja auch gerne mal wieder oder baut um.
Folgender Ansatz : Ich habe 2 Plattenspieler, einen Denon mit MC DL-103 und einen Revox mit MM Elac ESG. Als Pre nutze ich einen Yamaha C-6 mit 2 Phono-Eingängen.
Ich möchte die beiden Dreher auf ein an der Wand festgedübeltes Regal in Brusthöhe stellen. Das erscheint mir von der Trittschallsicherheit (schwingende Holzböden) und von der Bedienbarkeit her ganz sinnvoll (und von der Optik auch).
Das Problem ist jetzt nur, daß die eingebauten Cinchkabel zu kurz sind, ca. 70 cm, ich bräuchte aber ca. 1,7 Meter.
Da die Kabel schon ziemlich schrottig, dünn und alt sind, dachte ich mir, ich löte einfach ein neues Kabel (Cinch, doppelte Schirmung, OFC) im TT ein und fertig.
Aber Stop, irgendwas war da doch mit Kapazitäten und Abschlusswiderständen bei Phonosignalen.
Weiß vielleicht einer hier aus der Gemeinde, wie lang ich das Phonokabel machen kann, ohne das es sich grossartig auswirkt, oder muss ich mir jetzt einen extra Preamp besorgen, der dicht an den Playern steht ?
Den Yamaha möchte ich nicht auch noch auf ein Regal stellen.

Für Antworten und Vorschläge schon mal im Voraus vielen Dank
Gruss Michael
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 20. Okt 2008, 21:29
Hallo!

Richtig, du kannst nicht irgendein Kabel nehmen und einfach damit das Originalkabel ersetzen, -zumindestens nicht wenn du weiterhin MM-Systeme verwenden willst. Die Originalkabel sind nicht ohne Grund so kurz. Es entspricht der allgemeinen Konvention daß ein Phonokabel inklusive Tonarminnenverkabelung nicht mehr als 100-120 Pikofarad haben soll.

MFG Günther
Kleinlaut
Stammgast
#3 erstellt: 20. Okt 2008, 21:54
Hallo Günther,
heisst das denn, daß ich bei 2 Metern ca. 200 bis 240 picofarad habe ? Ich hatte in der SuFu sowas in der Art gelesen, daß 1 Meter Kabel ca. 100 pF hat.
Das sollte dann doch passen, da bei den TA ja immer solche Werte stehen : 220 pF/ 47 KOhm ?
Oder verstehe ich da jetzt etwas komplett falsch ?
Gruss Michael
jopetz
Inventar
#4 erstellt: 20. Okt 2008, 22:13

Kleinlaut schrieb:
Ich hatte in der SuFu sowas in der Art gelesen, daß 1 Meter Kabel ca. 100 pF hat.

Das kommt sehr aufs Kabel an. Es gibt Kabel mit deutlich unter 100 pF/m, aber auch solche, die mehr haben. Wenn der Hersteller es nicht angibt, ist das reines Ratespiel.

Kleinlaut schrieb:
Das sollte dann doch passen, da bei den TA ja immer solche Werte stehen : 220 pF/ 47 KOhm ?
Oder verstehe ich da jetzt etwas komplett falsch ?

Nicht komplett, aber leider auch nicht ganz richtig.
Der Phono-Pre gehört mit zum Schwingkreis und dessen Kapazität musst du daher dazu addieren. Bei 1,7m solltest du schon schauen, dass das Kabel nicht mehr als ca. 60 pF/m hat -- du kannst es aber natürlich auch einfach ausprobieren, wie allergisch dein System auf eine mögliche Fehlanpassung reagiert...


Jochen
Hörbert
Moderator
#5 erstellt: 21. Okt 2008, 07:04
Hallo!

@Kleinlaut

Das heißt genau wie es da steht, nämlich daß dein gesamtes Phonokabel inklusive Tonarminnenverkabelung nicht mehr als höchstens 120 Pikofarad haben sollte. ( Ein zeitgenössisches MM von Goldring z.B. hat eine Kapazitätsempfindlichkeit von 150-200 Pikofarad, bei 120 Pikofarad Kabelkapazität bleiben gerade noch 80 Pikofarad für den Entzerrereingang) Es gibt spezielle Niederkapazitive Koaxkabel mit 40-60 Pikofarad/Meter, allerdings nicht ganz billig. Handelsübliches HiFi-Koaxkabel hat 120-200 Pikofarad/Meter und ist somit nicht sonderlich als Phonokabel geeignet.

MFG Günther
Kleinlaut
Stammgast
#6 erstellt: 21. Okt 2008, 08:13
OK, dann Danke erstmal für die Antworten. Ich denke, daß ich dann die alten Kabel dranlasse und einen PhonoPre mit aufs Regal stelle.
@Jochen : Ich sehe mich schon beim Ausprobieren : Immer schön 5 cm Kabel abtrennen, neu verlöten und danach Hörtest, ob ich den Höhenabfall bemerke, wieder 5 cm Kabel abschneiden usw.
Gruss Michael
silberfux
Inventar
#7 erstellt: 21. Okt 2008, 08:30
Hallo Michael,

hast Du in diesem Zusammenhang schon mal dran gedacht, den VV von unten an dem Regal zu befestigen, auf dem die Dreher stehen?

Gruß von Silberfux
Kleinlaut
Stammgast
#8 erstellt: 21. Okt 2008, 09:03
DAS ist natürlich auch eine Idee. Auf die naheliegendsten Dinge kommt man ja manchmal nicht. Da hätte ich dann kein Platzproblem und von der Optik ginge es auch noch.
Prima , Danke
Gruss Michael
Suche:
Das könnte Dich auch interessieren:
ELAC ESG 796. und welchen Phono-Pre?
klingt_wie_kaput am 01.09.2013  –  Letzte Antwort am 11.10.2013  –  6 Beiträge
Denon DP 37F und Denon DL 103 - Passt das?
dobro am 15.09.2010  –  Letzte Antwort am 16.09.2010  –  6 Beiträge
in der Beek Typ 2 mit Denon DL 103
Thrax am 30.11.2007  –  Letzte Antwort am 02.12.2007  –  5 Beiträge
Denon DL 103 oder Ortofon?
Christian_Böckle am 30.01.2004  –  Letzte Antwort am 05.06.2004  –  18 Beiträge
Problem mit Denon DL 103 ?
Pizza_66 am 06.04.2012  –  Letzte Antwort am 11.04.2012  –  17 Beiträge
Problem mit Elac Plattenspieler
_Q_ am 20.01.2006  –  Letzte Antwort am 20.01.2006  –  4 Beiträge
Phono Pre.
fencki am 16.11.2010  –  Letzte Antwort am 19.11.2010  –  14 Beiträge
Denon DL 103 oder DL 110?
DJ-Spacelab am 21.11.2004  –  Letzte Antwort am 07.04.2008  –  17 Beiträge
Phono Vorverstärker für 2 Dreher
macrooky am 15.04.2015  –  Letzte Antwort am 16.04.2015  –  7 Beiträge
Welches MC topt Denon DL-103 ?
hoersen am 13.12.2005  –  Letzte Antwort am 14.12.2005  –  4 Beiträge
Foren Archiv
2008

Anzeige

Aktuelle Aktion

Top Hersteller in Analogtechnik/Plattenspieler Widget schließen

  • Yamaha
  • Canton
  • Magnat
  • Klipsch
  • Dali
  • Denon
  • Marantz
  • Heco
  • Rotel

Forumsstatistik Widget schließen

  • Registrierte Mitglieder806.744 ( Heute: 65 )
  • Neuestes MitgliedKaebbi
  • Gesamtzahl an Themen1.344.795
  • Gesamtzahl an Beiträgen17.654.953