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Kaufberatung für Neuling bis ca. €150: Thorens vs Dual vs Braun vs Pro-ject vs Sony

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mmkpsu
Neuling
#1 erstellt: 17. Nov 2008, 21:29
Hallo liebe Hifi-Forumianer,

in letzter Zeit kehre ich immer wieder gerne auf diese Seite zurück, um mich über euer geballtes Hifi-Wissen zu freuen, besonders da jetzt für mich ein Plattenspielerkauf aussteht. Nachdem ich aber so viel gelesen habe, und sich bei mir die Fragen immer weiter türmen, dachte ich mir, dass ich aktiv einfach mal um eure Hilfe bitten sollte. Vielleicht könnt ihr mir ja ein paar gute Tipps zum PS-Kauf geben. Ich wollte aber einige Anregungen schon mal vorgeben:

Preislich wollte ich mich bei ca. €150 bewegen, was nicht viel ist, aber für ein gebrauchten Spieler wie ich ihn suche ausreichen könnte.

Ferner habe ich durchs stöbern hier im Forum schon ein paar Ideen sammeln können, welcher PS es denn nun werde könnte. Hier ein paar Optionen für einen PS:

I) Braun PS 500: meinem Verständnis nach mit der beste Braun PS, und mir gefällt das Design sehr gut, Reibradantrieb also höhere Rumpelwerte(?);

II) Thorens 145-166: siehe Kaufberatung von Holger ; wohl sehr gute Dreher mit verständlicher Technik, gutem Sound, gute Ersatzteilversorgung, zukunftssicher da hohes Tuningpotential;

III) Dual 701, ggf. auch 600er: ebensfalls guter PS, aber mehr Technik (wenn Vollautomatik) und daher höherer Wartungsaufwand und komplexer für einen Anfänger wie mich zu verstehen; m.E. nicht ganz so hübsch und das Auge hört ja mit ;

IV) Sony TTS-2500: Direktgetriebener PS, Fast das Beste was Sony rausbrachte zu der Zeit, weniger Wartung da direct drive, zum Klang konnte ich nicht so viel finden, aber hier im Forum scheint man mehr auf Riehmenantrieb zu schwören. Echt hübsch in guter Zarge, und vernünftiger Tonarm der ebenfalls sehr edel daherkommt.
Siehe hier: Sony TTS-2500

V) Project Debut III: habe ich eigentlich schon verworfen, da die alten gebrauchten Klassiker wohl den Pro-ject in Sachen Qualität und Sound übertreffen. Minimalistisches Design find ich ganz cool, muss aber nicht sein.

Vielleicht noch was zu meiner Anlage: NAD C352 Verstärker, NAD PP2 Phone Vorverstärker, Elac 246 LS,
Musikgeschmack für Analog: Klassig, Oper, Jazz, klassik Rock

Die Frage ist jetzt: welchen PS könntet ihr mir davon empfehlen umd warum? Oder vielleicht besser: welchen würdet ihr sofort disqualifizieren? Gibt es noch andere Alternativen, die ich noch nicht auf dem Schirm habe? und wie sieht das mit dem System aus, was würde zu der Empfehlung und meinem Setup gut passen?

Ich danke euch schon recht herzlich im Voraus, und freu micht auf den einen oder anderen Tipp!

VG
Michael


[Beitrag von mmkpsu am 17. Nov 2008, 21:46 bearbeitet]
CyberSeb
Inventar
#2 erstellt: 17. Nov 2008, 22:52


Hallo Michael!

Und willkommen im Hifi-Forum!



Dieses Thema wird hier alle paar Tage gefragt und wir hatten GENAU diese Diskussion in diesem Thread:

http://www.hifi-foru...um_id=26&thread=8523

Das solltest Du auf jeden Fall einmal durchlesen.

Du hast Dir ja schon einige schöne Geräte herausgesucht und Dich sehr gut informiert (von der Project-Pappschachtel mal abgesehen ). Die Geräte sollten ALLE gut sein, vorausgesetzt, sie sind gewartet.

Wenn Du ein blutiger Anfänger bist, ist es sicherlich gut, ein überholtes (!) Gerät zu kaufen. Es sei denn, du magst basteln. Aber auch dabei wird Dir hier geholfen.

Gruß, Seb
(hört mit Dual 701 )
mmkpsu
Neuling
#3 erstellt: 18. Nov 2008, 07:03
Hi Seb,

danke für die Ermahnung zu einem überholten Gerät (werde ich mir sehr zu Herzen nehmen! ) und dem Hinweis zu dem anderen Fred. Ich hatte den Fred schon vor meiner Anfrage hier im Board (an-)gelesen, bin aber nicht wirklich schlau raus geworden...es ist nicht das ich zu faul bin zum lesen, aber ich hatte mir erhofft eine "Zusammenfassung" des dort gesagten bzgl. der Duals und Thorens PS zu bekommen. Klar ist aber, dass man bei einem vernünftigen Dual oder Thorens nicht viel falsch machen kann.

Deshalb ist es für mich wahrscheinlich intersanter eure Einschätzung zu dem Sony Direktdreher und dem Braun PS-500 im Vergleich zu den beiden Standards hier im Board zu kriegen; Die Alternativen wurden m.E. nicht wirklich in dem Thread behandelt und die Frage ist jetzt ob ich die genannten Alternativen überhaupt in Erwägung ziehen sollte, oder lieber mich auf Dual/ Thorens beschränke sollte. Was ist die allgemeine Einstellung zu japanischen Direktdrehern? Vor- und Nachteile eines Brauns zu den anderen deutschen Drehern?

Danke nochmals und VG!
Michael
dobro
Inventar
#4 erstellt: 18. Nov 2008, 08:16
Hallo Michael,

im Dual-board bietet gerade jemand eine Menge Plattenspieler an ...

Denke daran, dass neben dem Spieler ggf. noch Folgekosten auf dich zukommen. Bsp. Du kaufst einen Dreher für 50 €, neues System, z.B. AT 120 = ca. 70 €, dann ggf. noch diverse Pflegeartikel = 20 €. Dann sind deine 150 € bereits erreicht. Oder ein Riementriebler. Oft sind neue Riemen erforderlich. Da sind dann auch schnell 20 € inkl. Versand zu rechnen ...

hier der Link ins Dual-board.

http://www.dual-board.de/thread.php?threadid=19984

Schau vor allen Dingen mal unten, was er noch so verkaufen will. Ein 1246er/1229/721/731 wären auch interessante Dreher. Ebenfalls der von Seb restaurierte Universum:

http://hifi4me.de/de...a36a57c3785ab6HIFIde

...er ist es doch, oder?

Gruß
Peter
Soulific
Stammgast
#5 erstellt: 18. Nov 2008, 10:49
Hallo,

den Sony bekommst du eigentlich nicht für 150€ und wenn doch, dann heisst es zugreifen. Ich habe meine beiden für 350€ (nicht so schöner Zustand) und 550€ (makellos) verkauft. Für den Spieler gibt es keine Ersatzteile mehr und die Strobolampe geht häufig kaputt, da muss man dann basteln. Ansonsten ist der Spieler wirklich Top und auch der 10" Arm ist von hervorragender Qualität.

Lieben Gruß
Sebastian
CyberSeb
Inventar
#6 erstellt: 18. Nov 2008, 11:13
Hallo zusammen,

Michael: Zu dem Braun und Sony kann ich nichts sagen. Ich bin wirklich "Dual-geschädigt". Diese Geräte sind für mich als Plattenspieler perfekt. Ich zitiere mich mal aus dem anderen Thread:

"Alle Dual Geräte haben (für mich) besondere Vorteile: kardanischer Tonarm, die beste, alltagstaugliche Vollautomatik, Subchassis und die Haube bleibt in jedem Öffnungswinkel stehen."


dobro schrieb:
Ebenfalls der von Seb restaurierte Universum:

http://hifi4me.de/de...a36a57c3785ab6HIFIde

...er ist es doch, oder?


Erwischt! Am Preis geht natürlich noch einiges, das ist eher so eine Art Mondpreis (man kann es ja mal probieren ).

Ich hätte hier demnächst auch noch einen Dual 1218 anzubieten. Aber ich glaube Michael verlangt nach "mehr".

Aber ausschließlich an Selbstabholer derzeit (PLZ 90556), ich habe keine großen Kartons mehr.

Gruß, Seb
mmkpsu
Neuling
#7 erstellt: 19. Nov 2008, 12:15
Moin Leute,

besten Dank für eure Hinweise! Ja, ein gut unterhaltenes Gerät sollte es schon werden. Aber als Anfänger ist man sich nicht immer bewusst, was da alles auf einen zukommen kann, deswegen sind eure Hinweise so wichtig.

Schade, dass keiner was zum Braun sagen kann. Ich hatte gelesen, dass es bei dem PS z.T. zum brummen kommen kann, was natürlich sehr unschön wäre.

Ebenfalls schade finde ich, dass ich den Sony also höchst wahrscheinlich nicht für meine Preisvorstellung bekommen werde...aber gut zu wissen, dann kann ich den schon mal abschreiben.

Eine Frage zu den Duals: was ist das besondere an einem "kardanischen Tonarm"? Mehr Einstellungsmöglichkeiten?

Und noch ne Frage, vielleicht eher philosophischer und daher gewagterer Natur: Wieviel macht bei einem PS eigentlich die einzelnen Komponenten beim Klang aus? OK, ich will kein Brummen oder andere Störgeräusche, einen guten Motorgleichlauf, der Teller sollte nicht eiern, und der Tonarm sollte die Einstellungsmöglichkeiten bieten, dass System optimal auf der Platte zu halten...

Beim System würde ich gefühlsmässig sagen, hey, da spielt die Musik, das ist das Herz eines PS. Das ist Feinmechanik mit Köpfchen. Aber dem System wird m.E. keine so grosse Bedeutung beigemessen wie den anderen Komponenten eines PS...

Aber darüber hinaus, was bringt z.B. ein toller SME-Arm für €800, wenn doch auch ein kardanischer ULM Tonarm von Dual mir eine optimale Einstellung erlaubt, und das für ein Zehntel des Preises?

Vielleicht um die Frage mehr auf den Punkt zu bringen: wieviel ist bei einem PS Voodoo und wo ist wirklich was dran, besonders für mich als Laien?

So, ich weiss, grosse, gewagte Fragen von einem Neuling, aber vielleicht kann ja doch der eine oder dazu beitragen, meine Ignoranz zu lindern.

Besten Dank schon mal für euer Feedback. Ich bin gespannt auf eure evtl. Antworten.

VG
Michael
dobro
Inventar
#8 erstellt: 19. Nov 2008, 13:10
Hallo Michael,

dir ist noch nicht bewusst, welchen Glaubenskrieg du mit deinen Fragen anfachen wirst. Immerhin geht es um das feinmechnische Wunderwerk, genannt Plattenspieler, es geht um Glaube und Kindheitsträume, um Antriebe - Reibrad, Riemen, Direct-Drive, es geht um Lager der Plattenteller und der Tonarme, es geht um Plattentellerauflagen, Tonarme, die verstellbar und solche die nicht verstellbar sind, um Tonarmlängen, um Aufhängungen usw. und nicht zuletzt um das System und solchen Dingen wie Tonarminnenverkabelungen und Kapazitäten, Resonanzfrequenzen, Standorte der Player, Justage der Tonköpfe nach den verschiedenen mathematischen Methoden - habe ich was vergessen? Ach ja, die Hersteller, da gibt es richtige Lager. Manche schauen über den Tellerrand hinaus und geben zu, das auch andere Hersteller gute Plattenspieler bauen, für andere ist es DIE Marke und alles Andere eher Nebensache. Ich beziehe jetzt keine Stellung. Ich habe rega, Dual, Thorens und ggf. bald einen Philips Plattenspieler. Ich hatte auch schon einen einfachen DJ-Plattenspieler und einen Universum - aller MicroSeiki XXX hatte ich auch schon. Mit geht es im wesentlichen um die Musik, das die Dreher allesamt eine gute Haptik haben und für einen akzeptabelen finanziellen Aufwand ein möglichst gutes Ergebnis erzielen. Was dabei akzeptabel ist, ist für jeden sicherlich anders. Für den einen ist es schnell ein Tausender für den anderen ist es eher ein 50er bis 100er.

Gruß
Peter
CyberSeb
Inventar
#9 erstellt: 19. Nov 2008, 15:14
Hallo zusammen,

@Peter: gut gesagt!

@Michael:

Deine Fragen sind präzise und man merkt, dass Du Dich schon mit der Materie befasst hast. Super!

Ich stelle an einen guten Plattenspieler folgende Anforderungen:

(1) Sehr gute Haptik
(2) Sehr leises, hochwertiges Laufwerk
(3) Guter Tonabnehmer

Alle drei Punkte sind gleich wichtig!

Bei (1) ist es für mich z.B. wichtig, dass der Plattenspieler eine wirklich alltagstaugliche Vollautomatik hat und eine Haube besitzt, die in jedem Winkel offen bleibt. Es gibt nichts dooferes, als eine Haube, die man komplett abnehmen muss! Diese Sachen erfüllen bisher nur die Duals bei mir.

Punkt (2) erfüllen eigentlich alle Direkt-Drive-Plattenspieler. Alle anderen (Riemen und Treibrad) besitzen einen sich schnell drehenden Motor, der durch seine Vibration ein Brummen einstreuen kann. Außerdem muss dieser Motor immer gut geschmiert sein, damit er sich nicht frisst. Ein Direct Drive rumpelt nicht und ist in der Regel absolut "totenstill". Dual-Plattenspieler mit Direct Drive erfüllen das.

Tja, zu (3) gibt es nichts weiter zu sagen. Einen guten TA kannst Du an jedem Plattenspieler montieren.

Zum kardanischen Tonarm: Er bietet keine weiteren Einstellungsmöglichkeiten. Der Tonarm ist bei diesem "Gelenk" so aufgehängt, dass er in jeder Lage perfekt ausbalanciert ist und die Kräfte (Auflagekraft, Antiskating) werden über Federn erzeugt. D.h., Du kannst den Dual sogar im Weltraum betreiben oder auf den Kopf stellen (!) (wenn Du die Platte vorher anklebst) und der Dual spielt sie ab, ohne, dass du irgendwas verstellen musst. Das kannst Du hier sehen:

http://de.youtube.com/watch?v=x5BWzlxP-80



Die kardanische Aufhängung ist finde ich einfach "genial" und es ist mir ein Rätsel, warum das kein anderer Hersteller verwendet hat.

ZUM GUTEN TON GEHÖRT DUAL!

Gruß, Sebastian
xout
Stammgast
#10 erstellt: 19. Nov 2008, 15:19
hühü, ein 491er...
CyberSeb
Inventar
#11 erstellt: 19. Nov 2008, 15:22
Schräges Teil, gell?!

Neee, auch der 491 ist DER Geheimtipp. Für 30 Euro zu haben, ein absolut wunderbares Gerät: perfekte Haptik, tolles Laufwerk, wunderbarer Tonarm! Ich habe inzwischen einen besseren (701) aber der 491 bleibt hier, ist mein "kleiner Schatzi" ...
xout
Stammgast
#12 erstellt: 19. Nov 2008, 15:26
ja voll.

meiner läuft nach unserer reaparaturorgie auch 1a. kann das teilchen mit gutem gewissen empfehlen!

hat der 491er von haus aus eine kardanische aufhängung?
CyberSeb
Inventar
#13 erstellt: 19. Nov 2008, 15:32
Ja, der 491 hat diese kardanische Aufhängung ... natürlich!

Siehe:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kardanische_Aufhängung

Man erkennt es im Prinzip daran, dass über und unter dem Tonarmrohr am Drehpunkt noch eine Lagerspitze sitzt und nicht nur die beiden seitlichen.

Zzz, der 491 ist ein Spitzenteil. Ich glaube kaum, dass es mit anderen Plattenspielern viel besser geht. Der einzige Nachteil ist, dass der Teller halt "klein" ist, das sieht etwas bescheuert aus.

Gruß, Seb


[Beitrag von CyberSeb am 19. Nov 2008, 15:33 bearbeitet]
xout
Stammgast
#14 erstellt: 19. Nov 2008, 15:41
bzgl tellergrösse hast du recht. aber das gleicht der sound aus.
bzgl. kardanischer aufhängung. habe mich schon gewundert, dass der dreher ohne zu meckern sich bewegt, da er ein wenig schräg steht. ich habe leider momentan keinen besseren platz... :/

habe mir einen sansui sr838 durch die lappen gehen lassen. der stand gestern in alles.de. heute war er schon weg, und das für 80€. kenne mich ja nicht soooo aus, aber ich bin zugegebenermassen ein sansui fan. und dieses gerät scheint wohl ein sehr guter dreher von sansui zu sein, dazu mit einem gewissen seltenheitswert.
CyberSeb
Inventar
#15 erstellt: 19. Nov 2008, 15:47
Mmmh, wenn den Sansui so sehe, traue ich mich fast zu wetten, dass da die gleiche Technik drin steckt wie in meinem Universum (und in den ganzen anderen Japan-Drehern aus dieser Zeit ...):



Vermutlich mit Fujiya-Antrieb. Ist aber nur eine Vermutung.

Falls das so ist: nicht schlecht - der 491 ist aber besser.

Dual 491:



Gruß, Seb


[Beitrag von CyberSeb am 19. Nov 2008, 15:48 bearbeitet]
xout
Stammgast
#16 erstellt: 19. Nov 2008, 15:54
...hätte halt optisch einfach sehr gut zum sansui au-x701 gepasst.
CyberSeb
Inventar
#17 erstellt: 19. Nov 2008, 15:55
Das simmt!
directdrive
Inventar
#18 erstellt: 19. Nov 2008, 16:26

CyberSeb schrieb:
Mmmh, wenn den Sansui so sehe, traue ich mich fast zu wetten, dass da die gleiche Technik drin steckt wie in meinem Universum (und in den ganzen anderen Japan-Drehern aus dieser Zeit ...)


Moin,

und die Wette hättest Du glatt verloren

"Die ganzen anderen Japan-Dreher" sind deutlich vielfältiger als man ahnen mag, praktisch alle "großen" Hersteller haben originäre Eigenentwicklungen angeboten, auch wenn Teile oder Motoren zugekauft wurden.
Kenwood oder Sansui z.B. trieben bei manchen Geräten einen außergewöhnlichen Aufwand hinsichtlich der Zargen. Der SR-838 ist allein hinsichtlich der Verarbeitung eigentlich kaum mit dem kleinen Universum und seiner Verwandschaft zu vergleichen.

Preise unter 200,- Euro sind für den 838 übrigens ein Witz, echt Pech gehabt. Nähere Infos gerade zu diesem Laufwerk sind leicht zu finden.

Viele Grüße sendet

Brent
xout
Stammgast
#19 erstellt: 19. Nov 2008, 16:44
jo schade...
der verkäufer war wohl recht ahnungslos und hat sich im nachhinein ein wenig geärgert. die leute haben ihm regelrecht das telefon "eingerannt".
CyberSeb
Inventar
#20 erstellt: 19. Nov 2008, 17:14
Huhu Brent,

alles klar, danke für die Richtigstellung!

Gruß, Seb
mmkpsu
Neuling
#21 erstellt: 20. Nov 2008, 15:28
Moin Leute,

danke für die Entscheidungshilfen, besonders von Seb! Endlich mal eine klare, gut verständliche Übersicht, was ich von einem PS erwarten darf und auch sollte. Wusste gar nicht, dass die Hauben nicht offen stehen bleiben?! Das wäre für mich in der Tat auch ein KO-Kriterium für andere Spieler und ich würde mich für einen Dual entscheiden müssen. In der Bucht sind z.Z. nur leider keine guten 701er zu haben...

Aber wie sieht das mit den Thorens aus, was spricht euer Erachtens dafür? Directdrive hat doch auch bestimmt nachteile, sonst würden doch die neuen 20000 € PS auch mit DD kommen, und nicht einen Riehmen 3mal um die Ecke zum Teller spannen?

Danke nochmals!

Michael
fibbser
Inventar
#22 erstellt: 20. Nov 2008, 15:46
Hi Michael,

ob DD oder Riemenantrieb ist mMn eine reine Glaubensfrage, wenn mann bedenkt dass reine Riemenspezialisten wie z.B. Brinkmann jetzt DDler um den Preis von rund 9k€ auf den Markt bringen.

Nachteil Riementriebler: Du brauchst alle paar Jahre einen Riemen.

Vorteil Riementriebler: Du brauchst alle paar Jahre nur einen Riemen.

Nachteil DD: wen was an den Motor kommt, hast Du, wenn Du elektrotechnisch nicht bewandert bist ein Problem.

Vorteil DD: Bis was dran kommt, kannst Du Opa werden.

Gute Geräusch- und Fremdspannungsabstände haben Beide, sofern sie gut konzipiert sind, ansonsten sind Beide auch Schrott.

Auch die alten Reibradler habe durchaus ihre Vorzüge und Schwachstellen


[Beitrag von fibbser am 20. Nov 2008, 15:47 bearbeitet]
73newport
Stammgast
#23 erstellt: 20. Nov 2008, 15:54
3 mal um die Ecke macht halt mehr her

Nein, ernsthaft, im Prinzip ist das Jammern auf hohem Niveau. Die richtigen Duals sind m.E. nach unabhängig vom Antriebskonzept zumeist durchdachte,intelligente,fertige und gut klingende pragmatische Plattenspieler. That's it. Plus, sie sind relativ verbreitet.
Thorens in der genannten Preislage (z.B.140/160er) sind natürlich ebenfalls interessant, wollen ein bisschen mehr betütelt werden und wabbeln halt . Sind ebenso gut zu warten und bieten ein bisschen mehr für den Spieltrieb. Optisch sind sie m.E. nach durchaus schlicht, schön und ein bisschen weniger spießig oder aber halt weniger "Panzerschrank" als die Duals, je nachdem wie man es sieht.

Ich würde es weniger von einem bestimmten Modell abhängig machen als vom Angebot selber. Will sagen: halte die Augen nach den genannten Duals/Thorens und den netten guten Holz-Japanern der 70er offen und suche nach gut erhaltenen,idealerweise Erstbesitzer-Geräten. Und achte auf das System bzw. dessen Zustand, denn das macht in dieser Klasse dasselbe aus wie der Rest, monetär gesehen. Das darf dann auch 200€ kosten,ist imho gut angelegtes Geld.

Gruß

Tom
fibbser
Inventar
#24 erstellt: 20. Nov 2008, 16:34
Hugh!

Weise gesprochen, Tom
73newport
Stammgast
#25 erstellt: 20. Nov 2008, 17:05
Danke

Was ich noch vergessen hatte und um die Sache noch schwieriger zu machen: der Braun ist ebenfalls ein exquisites Teil, hat halt einen eigenen urigen Charme, aber nicht schlechter, eben halt nur anders.

Gruß

Tom
dobro
Inventar
#26 erstellt: 20. Nov 2008, 21:06
Hallo,

wenn man schon dabei ist, sollte man auch die alten Chergen der Firmen Telefunken, Siemens, Metz und wie sie alle heißen durchaus nicht vergessen. Ein Telefunken S-600 hatte seinerzeit auch schon das allseits begehrte Shure V 15 III verbaut. Die Teile mit dem "S" sind mit Ortofon-Tonarmen ausgestattet die aber etwas zum verharzen neigen sollen. Sind sie aber aufgearbeitet, stellen sie ernst zu nehmende Konkurrenten zu Dual/Thorens usw. dar. Auch die guten alten Philips AF 877/887/977 sind tolle Dreher, die mitunter für echt kleines Geld über die Theke gehen. Mit den Philips GP 400-412 bekommt man dabei eventuell auch noch sehr gut klingende Systeme. Ein Kollege und ich haben uns noch je einen 877er und 977er gesichert. Subchassis aller Thorens, guter Tonarm mit eingebauter Tonarmwaage, im Falle des 977er Vollautomatik mit quartz-Riemenantrieb - tolle Sache.

Gruß
Peter
73newport
Stammgast
#27 erstellt: 21. Nov 2008, 10:36
Das mit den Philipsen (!?!)stimmt auf jeden Fall. Die genannten sind zwar imho haptisch enttäuschend, aber irgendwie haben die das fertiggebracht, das nicht auf Kosten der Klangqualität zu machen. Die Modelle, die ich in den Händen hatte waren eigentlich mängelfrei und diese eingbaute Tonarmwaage ist eine nette Spielerei, damit kann man unmündige ganz gut beeindrucken

Die Systeme ab dem 400er bis zum Spitzenteil 412 sind allemal top und fast noch ein Geheimtipp. Steht halt nur Philips drauf, das stört manche

Im Gegensatz zu Philips finde ich aber leider, dass man einen der guten Telefunken leider nur sehr selten zu Gesicht bekommt, kann aber auch einfach nur Zufall bei mir sein.

Es lohnt sich auch durchaus bei den Ramsch-Marken ala Universum und Konsorten mal zu schauen, da verstecken sich so manche ungeküsste Frösche.

Gruß

Tom
jottklas
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 21. Nov 2008, 10:46

73newport schrieb:


Was ich noch vergessen hatte und um die Sache noch schwieriger zu machen: der Braun ist ebenfalls ein exquisites Teil, hat halt einen eigenen urigen Charme, aber nicht schlechter, eben halt nur anders.



Ich kann Tom da nur beipflichten! Ich hatte in den letzten Jahren folgende PS zuhause: Thorens TD 280 Exclusiv, Dual 604, Technics SL 1210, Thorens TD 166 Spezial und Braun PS-500.

Die letzten beiden besitze ich aktuell noch, wobei derzeit aber nur noch der Braun benutzt wird. Klanglich kann dem Braun keiner der anderen das Wasser reichen. Er ist dazu noch fantastisch verarbeitet (Guß-Schwingchassis mit Stahlfedern und hydraulischen Öldruckdämpfern).Durch den kombinierten Reibrad-/Riemenantrieb wird eine sehr gute Entkopplung des Tellers vom Antrieb errreicht, so dass die Rumpelwerte im grünen Bereich liegen.

Man muss natürlich auch etwas Glück mit seinem Exemplar haben. Der sehr kräftige Antriebsmotor scheint manchmal zum Brummen zu neigen und die Endabschaltung geht wohl häufiger mal kaputt (bei mir tritt beides nicht auf). Wenn man allerdings die grundsätzlich nötigen Wartungsarbeiten selbst durchführen kann (Einstellen des Schwingchassis, Schmierung des Tellerlagers, Einstellung der drei Ausgleichsgewichte u.a.) dann belohnt einen der Braun mit einem wirklich vorzüglichen Klangcharakter, druckvoll, bassstark, detailreich und irgendwie "livehaftig".

Also, wenn du günstig an ein gut erhaltenes Exemplar kommst, kannst du mit dem Braun nichts falsch machen...

Gruß
Jürgen
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