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Empfehlungen zum Tonarmwechsel

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fork
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 26. Jan 2004, 12:50
Wer hat schon mal den Tonarm an seinem Dreher gewechselt und welche Erfahrungen hat er damit gemacht? Ich betreibe zur Zeit einen RB300 (TA-System ist ein Goldring1042) an einem AS Samba und habe schon mal über einen Umstieg nachgedacht. Weniger aus klanglichen, sondern eher aus praktischen Gründen. Man kann den RB300 nicht so ohne weiteres höhenverstellen. Das ist beim AS Tirdofolonlager, das ja im Chassis bewegt wird nicht optimal da Arm und Teller dann nicht mehr parallel laufen. Weiterhin hat man keine Möglichkeit am Headshell den Azimut zu verstellen. Man muß halt drauf vertrauen, daß es passt. Außerdem ist man in der Cinch-Verkabelung nicht flexibel, da es keine Buchsen gibt, sondern die Cartridgekabel direkt ins Cinchkabel münden. Klar, daß ist nichts worüber man jeden Tag stolpert, aber irgendwie will man ja immer irgendwas probieren, umbauen, verändern und verbessern.

Also zu meinen Fragen:
- Läßt sich eigentlich jeder bessere Arm auf jedem besseren Dreher montieren oder gibt es da Inkompatibilitäten?
- Was sind denn so generell die Empfehlungen bzgl. Tonarm und worauf sollte man achten?
- Wie immer spielt natürlich auch das Budget eine Rolle. Ich habe habe zur Zeit aber noch keine Vorstellung was man ausgeben muß/soll. Eine Preisvorstellung für eine sinnvolle Verbesserung wäre nicht schlecht.
- Und schließlich: Wo bekommt man sowas am besten?

fork
Albus
Inventar
#2 erstellt: 26. Jan 2004, 15:48
Tag fork,

zuerst kommt bei Derartigem das Budget, so meine Erfahrungen. - Ich hatte einst einen Technics EPA 500 Tonarm, einen SME Leichttonarm (S-förmig) auf separaten Laufwerken, und kurz einen SME 3009 (J-förmig). Der EPA war ein teures Stück, bestehend aus einer Basis und diversen Tonarmrohren unterschiedlichster effektiver Masse. Die SME waren auch nicht billig, aber sZt weit verbreitet, Abkömmlinge des 3009 gibt es noch heute. So wie Tonabnehmer nicht universell sind, so haben auch Tonarme ihren eingeschränkten Bereich der Optimalität. Ein Tonarm, der sämtliche nützlichen Einstellmöglichkeiten mitbringt und das Maß höchster Qualität markiert, ist der TriPlanar, der in seiner aktuellen Version ein Vermögen kostet.

Kommt man vom RB 300 her, der seine Macken hat, sollte man nachdenken über Arm und System und Laufwerk zusammen. Ein langer Arm hat auf einem kurzen Laufwerk nichts zu suchen. Ein Arm braucht eine genügend große Basis, die manches Laufwerk nicht als stabil zur Verfügung stellt. Läuft der Motor im Laufwerk, dann müssen Abnehmer und Arm eine elektrisch unangreifbare Einheit bilden. Der Arm selbst muss im Lager reibungslos, dabei stabil sein. Das Rohr darf nicht mitsingen, sich mitdrehen bei etwa schweren Abnehmern (daher muss man wissen, welche Abnehmer man will und nicht will). Möglich, der Arm benötigt für bestimmte Abtaster eine Dämpfungseinrichtung. Simpel, hat das Laufwerk eine Haube, dann muss der Armstummel hinten unter die Haube passen. Man kann sich mit Einpunktspitzenlager-Armen ein nie endenwollendes Problem auf ein Laufwerk montieren. Das Gegengewicht eines annähernd optimalen Arms ist immer nah am Drehpunkt, weshalb es ein Arm mit unterschiedlich schweren Gegengewichten sein sollte. Hat der Arm vorn eine Befestigung für SME-Headshells, dann sollte man unbedingt auf eine Headshell mit zwei Haltestiften achten (einer oben zieht die Hedshell aus der Waagerechten). Gute Headshells sind absolut selten. ... ...

Die Sache will sehr gut überlegt sein, weil man sich teuer vertun kann. - Es gibt gebrauchte SME 3009 für immer noch einige Hunderte Euro - nach meiner Ansicht sind die es nicht Wert. Die Tonarmgeometrie der SME 3009, 3012 ist über die Jahre mehrfach geändert worden (verbessert, heißt es).

Soweit für den Anfang.

MfG
Albus
fork
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 26. Jan 2004, 23:33
Hallo Albus,

herzlichen Dank für die detailierten Ausführungen zum Thema Tonarm. Aber um ehrlich zu sein bin ich jetzt nicht schlauer sondern eher etwas verunsichert. Man kann offenbar beim Tonarm noch mehr falsch machen als beim Tonabnehmer.
Vielleicht hast Du wirklich recht und man sollte mal mit ökonomischen Überlegungen beginnen. Wenn man einen Dreher (ohne Arm) für 1200 Euro, und ein TA-System für 280 Euro hat was sollte/darf denn dann ein passender Tonarm kosten wenn er eine Steigerung zum RB300 darstellt?

Gruß fork
Albus
Inventar
#4 erstellt: 27. Jan 2004, 09:17
Morgen fork,

die Anschaffung eines Tonarmes will wohlüberlegt sein, wie wahr. Bessere Tonarme als der RB 300 liegen im Preisbereich mehrerer Tausender Euros, Neupreise, Gebrauchtpreise sind auch nicht Tiefstpreise, da der Markt eng ist.

Noch nicht erwähnt hatte ich das Vorkommen so genannter struktureller Resonanzen des Tonarmes (Rohr und Lager); der SME III (der Leichttonarm, 5,05 Gramm effektive Masse) hat eine derartige Resonanz bei 250 Hz, der neue SME V ('the best pickup-arm in the world', effektive Masse 10 bis 11 Gramm) hat eine strukturelle Resonanz bei 1600 Hz. Strukturelle Resonanzen führen zu Kolorierungen im Klangbild.

Aber zurück zur Situation. Das Laufwerk fixiert das Niveau des Wiedergabe-Potentials (Erfahrungssatz). Es ist danach verkehrt, auf ein durchschnittliches Laufwerk einen erstklassigen Tonarm zu montieren. Nun, wenn einer ganz genau weiß, er beabsichtigt nur und nur, leichte Magnet-Tonabnehmer oder MC-Tonabnehmer höherer Nadelnachgiebigkeit zu verwenden, dann könnte man nach einem Morch Tonarm (bitte als in dänischer Schreibweise geschrieben zu betrachten) Ausschau halten. Preise so ab 800 Euro, neu. Sehr variable Produkte (Bezugsquelle in Deutschland müßte ich nachschlagen). Dabei handelt es sich um filigrane und zugleich solide Produkte. Mainstream sind die nicht - aber werden seit vielen Jahren, mehr als 10, produziert und sind seither am Markt präsent. Sonst hätte ich keine Anregung, welches Produkt noch in Frage käme. Laß' mich noch hinzufügen, dass ich die SME, alt oder neu, für sehr überteuert halte.

Man macht nichts falsch, geht man mit der Sache Anschaffung eines separaten Tonarmes mit sich und der Möglichkeit etwas gründlicher zu Rate.

MfG
Albus

PS: Síehe www.walrus.co.uk/morch.morch.htm; Tonarme DP 6 und UP 4.


[Beitrag von Albus am 27. Jan 2004, 09:24 bearbeitet]
fork
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 27. Jan 2004, 09:50
Morgen Albus,

ok, Danke. Ich denke ich habe erstmal verstanden und werde mir da wohl noch einige Zeit lassen.
Zum Abschluß und nur um die Richtung des Nachdenkens etwas festzulegen: Was ist denn eigentlich so generell von dem kleinen Dynavector DV501 zu halten?

Gruß fork
Albus
Inventar
#6 erstellt: 27. Jan 2004, 10:17
Tag fork,

die Konstruktion mit Sub-Arm galt nie als unproblematisch wegen der weit auseinanderliegenden Rotationspunkte für vertikal und horizontal. Die Auflagekrafteinstellung am sub-Arm war auch nicht gleitend vorgesehen, sondern in gerasterten Schritten von 5 mN, nicht optimal. Teuer waren die Dynavector Arme immer; die erneuerte verbesserte Version des großen DV 507 (?) soll mehr als 4000 Euro kosten, Listenpreis, die spinnen. Für MC-Tonabnehmer, natürlich Dynavector, galten die Arme als ziemlich gut.

Ich halte von auseinanderfallenden Rotationspunkten nichts.

MfG
Albus
Holger
Inventar
#7 erstellt: 27. Jan 2004, 11:03
Wenn die Sache spruchreif ist, solltest Du unbedingt mal auf die Tonarme von Origin Live schauen, über die hört man wirklich nur Gutes.
Und sie passen in die Bohrung des Rega.

>>> www.originlive.com/
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