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DUAL 1249 System???

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Beitrag
Jazzpa
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 14. Feb 2009, 11:39
Erstmal Moin!

Zugegeben, ich bin über 4 Jahre hier angemeldet, meist als stiller Mitleser. Aber ich habe hier außerordentlich viel gelernt und gelegentlich auch eine tolle Beratung bekommen. Leider hat sich in diesen 4 Jahren auch nie mein Status des bettelarmen Schülers geändert, weshalb der Aufbau einer Hifi Anlage mehr als schleppend voran ging. Aber nun scheint eine Grundversorgung gegeben. In diesem Thread hier hatte ich schon meinen Hörraum, Vorlieben etc. geschildert und Beratung zu meiner Elektronik bekommen:
http://www.hifi-forum.de/viewthread-32-24376.html

Ich "fahre" nun einen Onkyo A-9155 als Amp und ein Onkyo DX-7355 als CD Player ist schon vor Monaten bestellt, aber kann und kann nicht geliefert werden. Aber bald wird er auch sicherlich eintrudeln :-)
Befeuert werden damit wie im verlinkten Thread schon zu sehen, 2 steinalte Wharfdale Laser 50.

Was fehlt mir da noch? Genau! Ein analoges Laufwerk!
Ende März werde ich Geburtstag und spätestens dann auch um die 250 Euro zum Verprassen zur Verfügung haben. Aber man möchte sich natürlich schon vorher informieren und Rat einholen.
Mein Verstärker HAT nur nen MM fähigen Phonoeingang hat. Ich möchte ungern einen Phono-Vorverstärker kaufen müssen und ein MC System betreiben.

Also, was suche ich jetzt? Einen Plattenspieler, höchstwahrscheinlich gebraucht, der mit System und allem drum und dran, das ich zum Betrieb brauche, nicht mehr als 250€ Kosten darf. Am liebsten noch drunter. Dafür dann natürlich soviel Qualität und Sound wie möglich.

Die Flut an gebrauchten Modellen ist schier unübersichtlich und ich als Leihe mit fast Null praktischer Erfahrung mit Plattenspielern kann ihr einfach nicht Herr werden. Zudem habe ich bei Online Käufen (wohl begründete) Angst, dass er auch heil bei mir ankommt. Über regionsbezogene Suche bei Ebay finde ich kaum brauchbares. Es wäre mir auch recht, wenn mir einer aus dem Forum ein konkretes Angebot macht
Hinzu kommt noch die Angst mit der kompatiblität des Systems. Auch da habe ich quasi keine Erfahrung, ob ich wechseln kann und muss, da ich ja nen MM Eingang habe.

Ich denke, ihr müsst mir wirklich ein bisschen unter die Arme greifen, ich fühle mich da leicht überfordert, die richtige Entscheidung zu treffen.


Um vllt. schon etwas konkreter zu werden, nenne ich vllt. einfach mal ein paar Modelle, die ich ins Auge gefasst habe.
Als Neugerät gefällt mir optisch der Pro-Ject Debut III gut. Ich habe gutes und schlechtes über ihn gehört. Preislich ja meine Richtung und dieses schlichte moderne Design trifft eigentlich genau meinen Nerv. Ich frage mich nur, ob so ein "Brett" viele Nachteile hat, wo andere Modelle doch Subchassis und was weiß ich noch alles haben.
Gebraucht habe ich mir ein bisschen die DUAL Reihe angeguckt. Wäre ein Dual CS 731Q was für mich? Kann ich da ein MM System raufsetzen und bleibe innerhalb meines Budgets?
Kann ich da als Leihe überhaupt was?


Vielen Dank fürs Lesen und liebe Grüße

Jasper


EDIT: Tatsächlich ein MM


[Beitrag von Jazzpa am 14. Feb 2009, 13:15 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 14. Feb 2009, 11:55
Hallo!

250€ mitsamt MC-System ist nicht gerade üppig, an deiner Stelle würde ich mir die ganze Sache noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Brauchst du wirklich einen Plattenspieler?

Für 250 bekommst du gerade eben mal ein MC-System das seinen Namen verdient, - ein Goldring - Eroica LX L. Aber woher soll da noch der Plattenspieler kommen?

Selbst bei Gebrauchtgeräten ist der Preis mittlereile nicht mehr bei 50-60 Euro für einen Dual der 7xxer Reihe. Tauglich sind Plattenspieler wie CS-701, CS-704 oder CS-721 allemal, allerdings nährt sich der Preis für diese Plattenspieler bei Ebay inzwischen auch schon der 200 Euro Marke. Da reicht der Rest der Summe die du im Auge hast auch nirgends mehr hin.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 14. Feb 2009, 14:22 bearbeitet]
silberfux
Inventar
#3 erstellt: 14. Feb 2009, 12:26
Hallo Jasper,

ich hab grade mal nachgegoogelt. Danach hat Dein 9155 einen Vorverstärker für MM, nicht für MC. Du solltest das bitte nochmal genau überprüfen, bevor Du unter falschen Voraussetzungen entscheidest. Schau doch mal unter http://www.eu.onkyo.com/de/ir_img/18546854_daf3580a05.jpg !!

Und aus der Gebrauchsanweisung: http://www.eu.onkyo....9355_9155_En_Web.pdf

"The A-9355/A-9155’s PHONO input jacks are for use
with moving-magnet (MM) type cartridges."

"If the turntable has a moving-coil (MC) type cartridge,
you’ll need a commercially available MC
phono preamp. In this case, connect the turntable to
the phono preamp’s input, and connect the phono
preamp’s output to the A-9355/A-9155’s PHONO
L/R jacks."

M.E. ein klarer Fall. Wenn Verstärker der Consumer-Class überhaupt Vorverstärker haben, dann entweder nur MM oder MM und MC, aber ich kenne keinen, der nur einen MC-Vorverstärker hat.

Herzl. Gruß

silberfux
Jazzpa
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 14. Feb 2009, 13:11
Oooh, verzeihung! Du hast tatsächlich Recht, silberfux. Vielen Dank! Das ist mir jetzt ganz schön peinlich, das Ding steht genau neben mir und die Bedienungsanleitung habe ich zur Hand. Wie kommt es, dass ich fest davon überzeugt sei, es sei ein MC Eingang? Schande auf mein Haupt
Mal Thread Titel und Eingangspost korrigieren...
Musikfloh
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 14. Feb 2009, 13:47

Brauchst du wirklich einen Plattenspieler?

Einen Plattenspieler braucht man nicht, den will man
dobro
Inventar
#6 erstellt: 14. Feb 2009, 13:57
Hallo Jasper,

wenn du schnell bist bekommst du im dual-board für kleines Geld noch einen passenden Plug-and-Play-Spieler:

http://www.dual-board.de/thread.php?threadid=21440

Der Kollege will ihn ansonsten bei e... einstellen. Ich habe mir selbst kürzlich einen Dual 714 Q im gewarteten Zustand gekauft. Das Gerät macht Spaß und ist unkompliziert. Einziges Manko ist die ULM-Geschichte. Du brnötigst einen Adapter auf 1/2", um andere als die ULM-Systeme verbauen zu können.

Dies wäre ein Angebot aus dem audio-markt.

http://www.audio-markt.de/_markt/uploaded/6989020247_g.jpg

Das System kann bei Gelegenheit gegen ein besseres getauscht werden. Ansonsten klingen die rega-Derivate-Dreher sehr ordentlich. Ich habe einen p3 mit RB-300. Mir macht das Gerät sehr viel Spaß. Es hat nur leider so gar keine Automatik. Wenn der Dreher ruhig steht, spielt er auch ruhig.

Ein Kollege von mir will bald seinen neuwertigen pro-Ject expression II als Comfortvariante (mit Geschwindigkeitseinstellung ohne Umlegen des Riemens und mit Endabschaltung) für ca. 250 € verkaufen. Das Gerät hat nicht viel gelaufen - bei seinen vielen anderen Plattenspielern. Als System ist nach wie vor das Standard AT 95 verbaut.

Anfangs ist sicherlich ein Thorens TD 115 auch nicht die schlechteste Wahl. Der Dreher bietet im ordentlichen Zustand ebenfalls eine Endabschaltung. Der Tonarm ist auch nicht schlecht. Kürzlich wurde im AAA noch einiges über ihn geschrieben:

http://www.analog-fo...hread&threadID=51648

Kannst ja mal ein wenig lesen ...

Viel Spaß noch bei der Suche.

Gruß
Peter
Hörbert
Moderator
#7 erstellt: 14. Feb 2009, 14:36
Hallo!

Wenn man von einem MM-System ausgeht ergibt sich ein etwas anderes Bild. Die Summe ist zwar eigentlich immer noch nicht ausreichend um ein rundum zufriedenstellendes Ergebniss zu erzielen aber immerhin, mit etwas Geduld bei Ebay, oder etwas Glück durch ein günstiges Angebot hier im Forum könnte damit ein Ergebniss der angehenden Mittelklasse erzielt werden.

An deiner Stelle würde ich nach einem ungehypten Plattenspieler wie z.B. dem Fisher MT-6355 -ein solides Gerät bei dem halt viel Kudststoff verbaut wurde, aber jedem heutigem Einsteigerdreher klar überlegen-, Ausschau halten.

Somit stünde die Chance sehr gut das du noch genügend finanziellen Spielraum für ein System hast das deutlich über der Einsteigerklasse liegt.

MFG Günther
Musikfloh
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 14. Feb 2009, 14:43
Wenn Du noch etwas drauflegst, könntest Du diesen nagelneuen Dreher erstehen.

@Günther
Was hältst Du von dem?


Flo
TSstereo
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 14. Feb 2009, 14:50

Musikfloh schrieb:
Wenn Du noch etwas drauflegst, könntest Du diesen nagelneuen Dreher erstehen.

@Günther
Was hältst Du von dem?


Flo



..."Manueller, designorientierter Plattenspieler" - überteuerter Einfachstdreher!

Für diesen Preis völlih undiskutabel. Ein Brett mit einem Billigmotor und einen mehr als zweifelhaften Tonarm.

So etwas nennt man auch Rausch-und Rumpelgenerator.



[Beitrag von TSstereo am 14. Feb 2009, 14:51 bearbeitet]
Jazzpa
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 14. Feb 2009, 14:56

Musikfloh schrieb:
Wenn Du noch etwas drauflegst, könntest Du diesen nagelneuen Dreher erstehen.

@Günther
Was hältst Du von dem?


Flo



Wie ich das sehe, ist das der Debut III mit besserem Tonabnehmer, oder? Manmanman, der sieht echt lecker aus. Aber wie kommt es, dass das Ding so flach ist? Ist der nicht anfällig für Vibrationen etc?
TSstereo
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 14. Feb 2009, 14:59
Bepone
Inventar
#12 erstellt: 14. Feb 2009, 15:04
Hallo,

ich finde, für 250€ lässt sich schon etwas richtig gutes finden. Allerdings gebraucht.

Wenn ich von mir ausgehe: Einen Dual 1246 (Vollautomat, Wechsler, Riemenantrieb) für insgesamt 60€ incl. Transport ersteigert.
Die Nadel des DMS 242 E war verschlissen, da habe ich noch eine neue originale für 20€ gekauft.

Macht 80€ und ist eine richtig gute Zusammenstellung (keinesfalls nur Einstiegsklasse)!!
Der Dual 1246 spielt ordentlich auf, ist aber nicht ganz lautlos im Antrieb.


Eins ist hier aber klar: Der Dual brauchte eine Revision. Reinigung und Neuschmierung der Mechanik und aller Lager (incl. gängigmachen des Pitches), neuer Riemen (nochmals 10€) sowie Einstellen der Tonarmlager (hatten viel zuviel Spiel).
Man muss also, wenn man diesen Weg wählt, bastlerisch fähig und auch gewillt sein.


Und da wären, wenn ich nur den reinen Plattenspieler rechne, noch 180€ Spielraum für ein System übrig! Und da bekommt man doch schon sehr gute MM-Abtaster, oder?
Z.B. sollte das AT 440MLa schon recht gut sein und dabei deutlich günstiger als 180€.

Es wäre sogar möglich, ein Shure V15/III zu erstehen nebst Jico SAS - Nadel...


Noch ein Beispiel: Einen Kenwood KD-3100 (Halbautomat, flüsterleiser Direktantrieb) habe ich für 40€ ersteigert. Dazu noch ein Denon DL-160 gekauft, 140€. Auch eine sehr gute Kombination, die glücklich machen kann.
Kostenpunkt: Insgesamt 180€!


Gruß
Benjamin
Hörbert
Moderator
#13 erstellt: 14. Feb 2009, 15:18
Hallo!

@Musikfloh

Die Pro-Jects sind besser als ihr Ruf, richtig aufgestellt auf einer Wandhalterung und mit passendem System versehen kann man damit durchaus Musik hören. Allerdings sind sie nicht sonderlich ausbaufähig (was in diesem Fall kaum eine Rolle spielen würde, -denke ich mal-.)

Allerdings wäre m.E. sobald wieder Geld dafür verfügbar wäre als erstes eine bessere Nadel für das VinylMaster White fällig, zumindestens die Fine-Line des -blue sollte es schon sein. Damit hätte man schon ein recht zufriedenstellendes Ergebniss erzielt. Ich denke mal mit der verfügbaren Summe der einzige Weg wenn es denn ein Neugerät sein soll.

MFG Günther
Jazzpa
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 14. Feb 2009, 15:32

Hörbert schrieb:
Hallo!

@Musikfloh

Die Pro-Jects sind besser als ihr Ruf, richtig aufgestellt auf einer Wandhalterung und mit passendem System versehen kann man damit durchaus Musik hören. Allerdings sind sie nicht sonderlich ausbaufähig (was in diesem Fall kaum eine Rolle spielen würde, -denke ich mal-.)

Allerdings wäre m.E. sobald wieder Geld dafür verfügbar wäre als erstes eine bessere Nadel für das VinylMaster White fällig, zumindestens die Fine-Line des -blue sollte es schon sein. Damit hätte man schon ein recht zufriedenstellendes Ergebniss erzielt. Ich denke mal mit der verfügbaren Summe der einzige Weg wenn es denn ein Neugerät sein soll.

MFG Günther


Leider kann ich den Plattenspieler nur auf mein Rack stellen. Ich würde es jetzt nicht als besonders massiv oder vibrationsresistent bezeichnen. Fällt ein "Brett" damit weg?


@ Bepone, TSstereo & dobro:
Danke für die Vorschläge und Beispiele.


Muss ich beim Kauf eines gebrauchten Drehers fast immer davon ausgehen, ein neues System kaufen zu müssen?


[Beitrag von Jazzpa am 14. Feb 2009, 15:34 bearbeitet]
Bepone
Inventar
#15 erstellt: 14. Feb 2009, 15:54
Hallo,


Muss ich beim Kauf eines gebrauchten Drehers fast immer davon ausgehen, ein neues System kaufen zu müssen?

Ja, das musst du (bzw. eine neue Nadel).
Es sei denn, der Verkäufer kann glaubhaft versichern oder besser noch beweisen, dass seine Nadel noch einwandfrei intakt und abspielfähig ist.

Bei Angaben wie "Die Nadel ist noch gut" oder "Nadel wurde kaum benutzt" musst du trotzdem davon ausgehen, dass sie doch irgendwie defekt ist, sei sie verbogen oder verschlissen. So ist jedenfalls meine Erfahrung.


Gruß
Benjamin
Jazzpa
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 14. Feb 2009, 16:00
Und dann ist es wahrscheinlich gleich günstiger, ein höherwertigeres System mit einzusetzen, oder?
Bepone
Inventar
#17 erstellt: 14. Feb 2009, 16:20
Das kommt darauf an, welches System eingebaut ist.
Bedenken solltest du, dass eine neue Nadel häufig fast genauso teuer ist wie ein ganzes System.
Oder aber du bekommst für das eingebaute System gar keine neue (und originale!) Nadel mehr.

Das musst du aber dann im Einzelfall entscheiden.
Jazzpa
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 14. Feb 2009, 19:05
Gibt es für die meisten alten Player denn noch hochwertige kompatible Systeme?
Hörbert
Moderator
#19 erstellt: 14. Feb 2009, 19:14
Hallo!

@Jazzpa

Das kommt auch auf den Fußboden an auf dem dein Rack steht. Der Pro-Ject ist nicht sehr gut gegen Erschütterungen abgepuffert. Er hat weder große Masse die einiges braucht bis sie reagiert noch eine großartige Federung oder gar ein Sub-/Schwingchassis zu bieten die ebenfalls einiges Verkraften können.

Dazu kommt das Plattenspieler als einzige HiFi-Komponenten nachweislich Mikrophonieempfindlich sind. Je leichter die ganze Geschichte gebaut ist und je weniger sie gegen äussere Einflüsse gepuffert ist um so schneller läßt sie sich vom Lautsprecherschall in Rückkopplung versetzen. Paradoxerweise kommt man mit solchen Einsteigerplattenspielern wie dem hier zur Debatte stehendem Pro-Ject Debut III dann am besten zurecht wenn man sich mit Plattenspielern ohnehin sehr gut auskennt. Als Newcomer tut man sich wesentklich leichter ein Gerät wie den bekannten Technics SL-1200 MKII in den Griff zu bekommen.

Aus dieser Perspektive wäre ein hochwertigeres Gebrauchtgerät wohl eher anzuraten, allerdings schnappt da schnell bei deinem Budget die Preisfalle zu. Eines der Geräte die auch bei suboptimaler Aufstellung wenig Probleme machen kostet mittlerweile auch gebraucht schon richtig Geld, da wird dann der Etat für´s Abtastsystem unter umständen so stark eingeschränkt daß die Freude am Schallplattenhören sich nicht recht einstellen will.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 14. Feb 2009, 19:27 bearbeitet]
Bepone
Inventar
#20 erstellt: 14. Feb 2009, 19:20

Gibt es für die meisten alten Player denn noch hochwertige kompatible Systeme?


Ja sicher. Achte darauf, dass der Plattenspieler die Halbzoll-Befestigung an der Headshell hat (2 Langlöcher im Abstand von 1/2 Zoll). Dann kannst du jedes System mit der Halbzollnorm dort anschrauben.
Etwa 90% aller vernünftigen Plattenspieler haben diese Norm sowie 95% der heute erhältlichen Systeme.

Alle Dual-Plattenspieler haben z.B. diese Norm, außer die neueren, die mit ULM-Technik daherkommen. Das steht dann aber auch drauf bzw. es wird darauf hingewiesen.
(Ich will dich hier aber nicht unbedingt auf Dual fixieren, es gibt auch viele andere tolle Plattenspieler, auch Japaner).


Es gibt dann noch die T4P-Norm, hier wird das System einfach eingesteckt und muss gar nicht justiert werden. Entsprechende Systeme gibt es auch noch, wenn ihre Auswahl auch nicht so vielfältig wie die der Halbzollsysteme ist.
Auf dem Plattenspieler steht dann "T4P" drauf.


Worauf du weiterhin achten musst, ist, dass die Nadelnachgiebigkeit des Systems zur effektiven Masse des Tonarmes passt. Aber da finden sich auch immer kompatible Partner. Die Auswahl ist riesig.


Gruß
Benjamin
Bepone
Inventar
#21 erstellt: 14. Feb 2009, 19:28
@Günther:


Aus dieser Perspektive wäre ein hochwertigeres Gebrauchtgerät wohl eher anzuraten, allerdings schnappt da schnell bei deinem Budget die Preisfalle zu. Eines der Geräte die auch bei suboptimaler Aufstellung wenig Probleme machen kostet mittlerweile auch gebraucht schon richtig Geld, da wird dann der Etat für´s Abtastsystem unter umständen so stark eingeschränkt daß die Freude am Schallplattenhören sich nicht recht einstellen will.

Ich habe doch mit meinen Beispielen vorhin gezeigt, dass man mit 250€ gut auskommen kann.
Die von mir genannten Geräte sind keine Leichtgewichte, sauber verarbeitet, machen richtig gut Musik und sind umempfindlich gegen Trittschall (bei mir, ich habe einen alten Fußboden mit Holzdielen, der Plattenspieler steht auf dem Tisch!)

Inwieweit die Plattenspieler aber empfindlich gegen laute Musik sind, kann ich weniger sagen, da ich mehr mit Kopfhörern höre.


Auch weiß ich nicht, ob das Niveau Jazzpa ausreichen würde, ich bin jedoch höchstzufrieden und genieße meine Platten zur Zeit auf dem Dual 1246 mit Shure V15/III und Jico-SAS-Nadel. Das hat mich alles weit unter 250€ gekostet.

Okay, ich habe auch den Hang zum Basteln, deshalb bin ich z.B. nicht auf gewartete Geräte vom Händler mit Garantie angewiesen. Das würde dann allerdings viel teurer kommen.


Gruß
Benjamin
Musikfloh
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 14. Feb 2009, 19:34
Warum ist die Sache mit den Plattenspielern nur so kompliziert?
Hörbert
Moderator
#23 erstellt: 14. Feb 2009, 19:48
Hallo!

@Bepone

Schon richtig, -aber-, ein ungewarteter 20-25 Jahre alter Plattenspieler der zu allem Überfluß noch die letzten 10-15 Jahre unverpackt auf einem Dachboden oder in einem Keller stand ist zu 90% definitiv Generalüberholungsbedürftig. In mir sträubt sich alles einem Newcomer so etwas in die Hand zu drücken, klar kommen etliche damit nach ein paar anlaufschwierigkeiten auch zurecht. Aber Restaurieren ist nicht jedermanns Sache. Gerade bei alten Direkt getriebenen HJapanern wie z.B. dem Hitachi PS-38 oder PS-48 die immer noch für kleines Geld zu haben sind ist oft eine neue Teflonscheibe als Lagerspiegen fällig. Aber ich würde keinem Neuling dazu Raten das Lager zu öffnen wenn er nicht weiß was er tut oder zumindestens einen kompetenten Ratschlag dazu einholen kann. Wie es mit den Duals steht hast du selbst schon geschrieben. Bleiben also die Geräte überig die schier "unkaputtbar" sind, (z.B. alte Thorens und alte Technics der SL-1300er bis SL-1500er MK nix Reihe.) aber die haben mittlerweile recht gepfefferte Preise.

Ein generalüberholtes Gerät bei einem der kompetenten Händler will auch bezahlt sein, 150 Euro oder gar mehr sind da recht schnell weg.

MFG Günther
Jazzpa
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 14. Feb 2009, 20:18
Also vielen Dank für die vielen Ratschläge. Ich hab schon wieder ne Menge Tipps mitgenommen

Zum Basteln kann ich sagen, dass ich zwar noch nie nen Plattenspieler besessen habe, allgemein aber schon ein Bastler bin. Also technisches Verständnis, Fingerfertigkeit und Lötfähigkeit sind in gewissem Maße durchaus entstanden.
Lager ölen, Mechanische Teile tauschen, solang mir jemand sagt, wonach ich zu suchen habe, schrecken mich nun nicht ab.

Gruß Jasper
Bepone
Inventar
#25 erstellt: 14. Feb 2009, 20:21
Hallo Günther,

da gebe ich dir natürlich uneingeschränkt recht, das habe ich ja auch selbst geschreiben.

Solange wir nicht wissen, wie Jazzpa dazu steht, erübrigt sich eine Diskussion.
Oh, ich sehe gerade, Jazzpa hat eine Bastelei nicht ausgeschlossen.



Ich gehe wahrscheinlich immer zu stark von mir aus - angefangen habe ich mit einem RFT-Gerät, und da war basteln von vornherein angesagt.


Edit:
Jazzpa, natürlich wird dir hier auch beim Basteln mit Rat und Tat zu Seite gestanden!


Gruß
Benjamin


[Beitrag von Bepone am 14. Feb 2009, 20:25 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#26 erstellt: 15. Feb 2009, 15:15
Hallo!

@Jazzpa

Gut, unter dieser Voraussetzung steht ja dem Erwerb eines älteren -Restaurationsbedürftigem- Plattenspieler nichts im Wege. Der Haupttreffer wäre wohl ein CS-1249, viel Mechanik, Syncronmotor, Riemenantrieb und keine komplexe Elektronik verbaut. Der Plattenspieler geht als Bastlergerät bei Ebay oft unter 70 Euro raus, (hier ist z. B. grad einer: http://cgi.ebay.de/D...C39%3A1%7C240%3A1318 )

Ersatzteile, Riemen u.s.w. sind noch relativ gut zu kriegen.

Von den ungleich komplizierteren Direktangetriebenen Modellen würde ich an deiner Stelle -falls sie als defekt verkauft werden-, ohne profunde Elektronikkentnisse zumindestens vorerst die Finger lassen.

MFG Günther
Bepone
Inventar
#27 erstellt: 15. Feb 2009, 16:18
Hallo Jasper,

Günther hat recht, mit etwas Glück ist der hakende Tonarm in wenigen Sekunden repariert (z.B. Liftauflage auf korrekte Höhe stellen).

Schlimmstenfalls ist das Lager verstellt, kriegst du auch hin.
Es sei denn, es ist defekt.


Gruß
Benjamin
Bepone
Inventar
#28 erstellt: 15. Feb 2009, 16:22
Nachtrag:

Bei dem Gerät fehlt nicht nur der Tonabnehmer, sondern sogar die entsprechende Trägerplatte (TK), in die der Tonabnehmer eingeschraubt wird.

Nun, diese TKs bekommt man noch neu (es müsste der TK24 sein), kostet dann aber gleich nochmal 20€.


Gruß
Benjamin
Hörbert
Moderator
#29 erstellt: 15. Feb 2009, 16:51
Hallo!

Der CS-1245 dürfte bestenfalls auf so um die 50 Euro steigen. Natürlich ist die Sache ein Risiko, aber das ist immer dabei. Im allerschlimmsten Fall kann man aus zwei solcher "Leichen" immer noch einen funktionierenden CS-1249 zusammensetzen. Auch wenn man dann eventuell sogar noch einige Teile zukaufen muß. Mit ein wenig Glück ist die Reparatur des Plattenspielers in weniger als einem Tag erledigt, zusammen mit einem neuen Riemen und einem neuem TKS (eigentlich müßte es ja noch vorhanden sein, immerhin schreibt der Verkäufer ja daß der Tonarm von der Platte springt.) kann man so einen recht guten Plattenspieler für unter 100 Euro erwerben.

MFG Günther
rkb
Stammgast
#30 erstellt: 15. Feb 2009, 17:05
Wie wäre es mit einem Thorens TD 318.
Die bekommt man schon mal für 100 - 150 Euro, oftmals auch schon mit einem brauchbaren System bestückt.

Am besten bei eBay mal die Suchfunktion verwenden.
Gerät sollte abgeholt werden.

Oder mal einfach in eBay nach Plattenspieler suchen und dann nach Entfernung zum Artikelstandort sortieren.
In 2 bis 4 Wochen findest du sicherlich dann einen für dich passenden.
Nur nicht unbedingt auf einen gewissen sich fixieren, damit man nicht in die Bieterfalle geht...

Finger weg von den Leichtgewichten.
8 kg aufwärts sollte das Ding schon wiegen.
Jazzpa
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 15. Feb 2009, 17:35

Hörbert schrieb:
Hallo!

@Jazzpa

Gut, unter dieser Voraussetzung steht ja dem Erwerb eines älteren -Restaurationsbedürftigem- Plattenspieler nichts im Wege. Der Haupttreffer wäre wohl ein CS-1249, viel Mechanik, Syncronmotor, Riemenantrieb und keine komplexe Elektronik verbaut. Der Plattenspieler geht als Bastlergerät bei Ebay oft unter 70 Euro raus, (hier ist z. B. grad einer: http://cgi.ebay.de/D...C39%3A1%7C240%3A1318 )

Ersatzteile, Riemen u.s.w. sind noch relativ gut zu kriegen.

Von den ungleich komplizierteren Direktangetriebenen Modellen würde ich an deiner Stelle -falls sie als defekt verkauft werden-, ohne profunde Elektronikkentnisse zumindestens vorerst die Finger lassen.

MFG Günther



Und ihr meint, das Haken des Tonarmes wird wirklich leicht zu beheben sein bwz. da kann nicht allzuviel defekt sein?


Gruß Jazzpa


[Beitrag von Jazzpa am 15. Feb 2009, 17:56 bearbeitet]
Bepone
Inventar
#32 erstellt: 15. Feb 2009, 19:00
Hallo,


Jazzpa schrieb:


Und ihr meint, das Haken des Tonarmes wird wirklich leicht zu beheben sein bwz. da kann nicht allzuviel defekt sein?


Hundertprozentig sicher kann man sich nie sein. Ich persönlich denke aber, dass es sich hier um einen eher simplen Fehler in der Mechanik, des Liftes oder der Lagereinstellung handelt. Die Entscheidung musst letztlich aber du treffen!
Jedenfalls sind die Duals ohne Zweifel robuste Geräte, die man, meiner Meinung nach, gut instandsetzen kann (wenn denn nichts wirklich kaputt ist).
Der 1249 soll allerdings eine Schwachstelle haben: Die Tonarmhöhenverstellung (in 2 Stufen).


Ganz ausschließen kann man auch nicht, dass es sich um einen bloßen Bedienfehler des Verkäufers handelt (Auflagekraft zu niedrig).


Du solltest aber noch bedenken, die Haube sieht nicht mehr allzu toll aus auf den Bildern und wie gesagt, der TK scheint nicht mit dabei zu sein (nach den Bildern zu schließen).

Und ein noch nicht angesprochenes Risiko bleibt außerdem: Der Versand eines solchen Gerätes ist heikel, am besten man klärt das vor dem Kauf mit dem Verkäufer ab.


Deshalb sollte das hier vielleicht kein Schnellschuss werden. Es gibt noch andere Geräte und sicher auch mal wieder das eine oder andere Schnäppchen, schau dich ruhig erst noch ein wenig um.
Wenn der 1249 aber in dem Preisrahmen bleibt wie er jetzt noch ist, kannst du fast nichts falsch machen. Ich glaube aber, der Preis wird noch ordentlich anziehen, vor allem kurz vor Schluss (Erfahrung).



Gruß
Benjamin
Jazzpa
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 15. Feb 2009, 19:49
Hm, ich habe mal zugeschlagen. Dachte für die 38,60€ zock ich mal
Da der Verkäufer nur Hifi versendet und in der Beschreibung auf die Verpackung hingewiesen hat, gehe ich stark davon aus, dass er weiß, wie man einen Plattenspieler für den Transport zu präparieren hat.

Auf dass ihr mir bald helfen könnt, meinen Plattenspieler wieder zum laufen zu bekommen


Gruß, Jasper
Hörbert
Moderator
#34 erstellt: 15. Feb 2009, 20:40
Hallo!

Gratuliere, jetzt heißt es Daumen drücken daß unsere Einschätzung der Lage richtig war. Auf jeden Fall stehen dir Interessante Bastelabende ins Haus. Hier solltest du dich anmelden und schon mal das Service Manual für den CS-1249 Downloaden: http://www.vinylengine.com/library/dual/1249.shtml Bis der Plattenspieler da ist kannst du dich schon mal vorbereiten und alles Wissenswerte über den Dual sichten. So tust du dir leichter mit der Restauration und den eventuellen unbedingt notwendigen Modifikationen.

MFG Günther
Bepone
Inventar
#35 erstellt: 15. Feb 2009, 21:25
Hallo Jasper,

ein richtiges Schnäppchen!
Mal sehen, was wirklich dahinter steckt. Der 1249 ist jedenfalls ein Spitzen-Plattenspieler, er sollte qualitativ und technisch noch über meinem 1246 angesiedelt sein, und schon mit diesem bin ich sehr zufrieden.

Ergänzung zu Günther's Link:

Hier
findest du noch mehr Material über den Dual (ohne Anmeldung).


Ich bin gespannt auf deinen ersten Bericht oder die erste Frage zum Plattenspieler.


Gruß
Benjamin
TSstereo
Hat sich gelöscht
#36 erstellt: 15. Feb 2009, 21:56

Jazzpa schrieb:
Hm, ich habe mal zugeschlagen.


Na dann viel Spass beim Basteln.....

http://www.zwillingssterne.de/images/1249_innen.jpg



[Beitrag von TSstereo am 15. Feb 2009, 21:59 bearbeitet]
Jazzpa
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 15. Feb 2009, 22:52

TSstereo schrieb:

Jazzpa schrieb:
Hm, ich habe mal zugeschlagen.


Na dann viel Spass beim Basteln.....

http://www.zwillingssterne.de/images/1249_innen.jpg

:*


Danke

Das sieht für mich noch ziemlich unübersichtlich aus. An nem Moped Motor oder den Innereien meines PCs könnte ich wohl mehr machen, aber da werd ich mich schon reinfuchsen.


Gute Nacht, Jasper
Bepone
Inventar
#38 erstellt: 16. Feb 2009, 09:31
Hallo,


Jazzpa schrieb:

Das sieht für mich noch ziemlich unübersichtlich aus.

Genauso war's wohl auch gemeint.

Aber ich bin mir sicher, da fuchst du dich schnell rein, wenn du überhaupt was an der Mechanik (außer die Gelenke reinigen und schmieren) machen musst.
War bei mir jedenfalls so. Es sieht auf den ersten Blick recht wild aus, aber beim genaueren betrachten merkt man, dass es halb so schlimm ist.


P.S. Beim Mopedmotor hatte wiederum ich leichte Probleme, da musste ein Kumpel mit helfen.
Aber mittlerweile liege ich mehr unterm (20 Jahre alten) Auto...


Gruß
Benjamin
TSstereo
Hat sich gelöscht
#39 erstellt: 16. Feb 2009, 13:31

Bepone schrieb:
Hallo,


Jazzpa schrieb:

Das sieht für mich noch ziemlich unübersichtlich aus.

Genauso war's wohl auch gemeint.

Aber ich bin mir sicher, da fuchst du dich schnell rein, wenn du überhaupt was an der Mechanik (außer die Gelenke reinigen und schmieren) machen musst.
War bei mir jedenfalls so. Es sieht auf den ersten Blick recht wild aus, aber beim genaueren betrachten merkt man, dass es halb so schlimm ist.


P.S. Beim Mopedmotor hatte wiederum ich leichte Probleme, da musste ein Kumpel mit helfen.
Aber mittlerweile liege ich mehr unterm (20 Jahre alten) Auto...


Gruß
Benjamin



Das war so gemeint.

Ich stimme dir aber auch zu. Am besten ersteinmal vorsichtig reinigen. Am besten mit einem Pinsel und einem Reinigungsspray was rückstandslos entfettet. Dann mal vorsichtig prüfen per Hand ob alle Hebel und Gelenke dort sitzen wo sie hingehören und leichtgängig sind. Dabei den Arm mal vorsichtig! in alle Positionen bewegen und schauen was da unten passiert. Danach alle Gelenke leicht! einoelen. Am besten geht dafür Nähmaschinenoel. Das ist dafür top geeignet und kostet 2 Euro die Flasche und nicht x-Euro wie s.g. Spezial-Plattenspieleroele.

Fhtagn!
Inventar
#40 erstellt: 16. Feb 2009, 14:30

Hörbert schrieb:
Die Summe ist zwar eigentlich immer noch nicht ausreichend um ein rundum zufriedenstellendes Ergebniss zu erzielen aber immerhin, mit etwas Geduld bei Ebay, oder etwas Glück durch ein günstiges Angebot hier im Forum könnte damit ein Ergebniss der angehenden Mittelklasse erzielt werden.



Das meinst du doch nicht ernst, oder?
Für 250€ kann man ganz hervorrangende Geräte bauen.

Zu den Dual Preisen:
Kauft ihr bei ebay.de?

Ich habe neulich (Dez. 2008) eine komplette Dual Anlage bestehend aus 704 mit V15-III, CV-1400 und C-820 für 83€ in der Bucht gekauft.
In einer normalen Auktion mit brauchbaren Fotos.

Keine Ahnung, wo ihr diese Mondpreise hernehmt...

Gruß
Haakon
Bepone
Inventar
#41 erstellt: 16. Feb 2009, 14:39
Hallo Haakon,


Keine Ahnung, wo ihr diese Mondpreise hernehmt...


bitte vermeide es, wenn du eine Person zitierst, im folgenden Text dann die Mehrzahl zu verwenden.

Es gibt hier durchaus Personen (mindesten eine), die andere (preiswerte) Vorschläge gebracht haben.
Also mal den gesamten Thread lesen


Gruß
Benjamin
Fhtagn!
Inventar
#42 erstellt: 16. Feb 2009, 14:46
OK, sorry,

bitte meinen vorigen Post im SINGULAR lesen.

Bepone
Inventar
#43 erstellt: 16. Feb 2009, 15:17
Eins muss ich aber sagen, Haakon, du scheinst mit deinen 83€ einen richtig guten Schnapper gemacht zu haben. Das ist sicher eher ein Einzelfall denn die Regel.
Wenn man allein die Preise für ein gebrauchtes V15/III ohne Nadel beobachtet...

Ganz zu schweigen von den Preisen, die mittlerweile ein 704 erzielt!
Und dann noch die anderen Geräte dazu...
Mannomann, da hattest du wohl Glück.


Wenn die Frage gestattet ist - war bei dir auch noch eine vernünftige Nadel mit dabei?



Gruß
Benjamin
Fhtagn!
Inventar
#44 erstellt: 16. Feb 2009, 15:27
Natürlich war die Nadel hinüber, die Haube des 704 hatte einen kleinen Sprung vom Versand und ich hatte auch einiges Gefummel den wieder so richtig zum laufen zu bringen.

CV-1400 und C-820 musste ich aber nur reinigen und fertig. Null Mängel, rein gar nichts.

Ich weiss, dass das günstig war, aber ich hänge auch nicht jeden Tag in der Bucht, dazu habe ich keine Zeit.

Ansonsten habe ich aber auch vieles anderes billigst geschossen, 7 Yamaha Tuner von 1€ bis 11€ z.B.,
Dual 1218 für 2€ (Mittwoch Nacht ohne Fotos).
Und so weiter.

Geduld, abseits der Wege schauen und nicht immer dem Hype nachlaufen

Gruß
Haakon
Hörbert
Moderator
#45 erstellt: 17. Feb 2009, 09:02
Hallo!

@Fhtagn!

Selbstverständlich ist das mein ernst. Ich gehe schließlich nicht von einzelnen "Schnäppchen" aus sodern von der durchschnittlichen Preisentwicklung gebrauchter Geräte die seit Jahren einen stetigen Aufwärtstrend aufweist.

Wenn du für 83€ eine komplette Anlage gekauft hast ist das bestimmt recht schön für dich, -aber ganz sicher kein Regelfall-.

Auch auf dem Gebrauchtgerätemarkt sind 250 Euro keine sehr hohe Summe wenn ich damit -als Newcomer-, einen vernüftigen Plattenspieler nebst ebenso vernünftigem System haben will. Das wäre es 2004-2005 durchaus noch gewesen, -aber inzwischen ist einige Zeit ins Land gegangen-, die Preise haben ernorm angezogen und das vorhandene Angebot ist mittlerweile vergleichweise schmal geworden.


MFG Günther
Jazzpa
Ist häufiger hier
#46 erstellt: 17. Feb 2009, 17:21
So, liebe Forengemeinde.
Auch, wenn der Player noch nicht bei mir angekommen ist, will ich nicht tatenlos sein und schonmal fragen, womit ich an Besorgungen so rechnen muss.

Er scheint ja wirklich keine 1/2" Platte mehr zu haben.


Eine solches ding fehlt also höchstwahrscheinlich am Tonarmkopf, oder?




Würde mich wie schon von Bepone erwähnt um die 15-20€ kosten. Ein neuer Riemen wird höchstwahrscheinlich auch nötig sein, oder? Das wären noch 10€. Weiß noch jemand was für Schmier- und Reinigungsmittel?
Und dann theoretisch nur noch ein System, oder? Hat hier jemand schon ne Ahnung, was ich am besten an den Tonarm eines 1249 hänge? So bis ca. 150€ Wert? Natürlich auch auch gern nen Tacken günstiger
Und inwiefern macht es Sinn bzw. ist es möglich, den "hakenden" Tonarm schon zu reparieren bevor ein Tonabnehmer reinkommt?
Bepone
Inventar
#47 erstellt: 17. Feb 2009, 17:36
Hallo Jasper,

genau das Teil meine ich. Könnte zwar sein, dass es doch mit dabei ist, aber es ist immer praktisch, wenn man mehr als einen davon hat.
So kann man bequem zwischen zwei Systemen wechseln.

Riemen hat "Williamthakker" übrigens auch im Angebot; welcher der passende für den 1249 ist weiß ich aber nicht.
Ich hatte jedenfalls von ihm mal einen für meinen 1246 (war dafür ausgewiesen) bestellt - der war deutlich zu straff und hat somit Antriebsgeräusche erzeugt. Kann natürlich ein Einzelfall gewesen sein.
Vielleicht tut's der alte Riemen erstmal noch ein Stück, notfalls musst du ihn mal kochen.


An den Tonarm sollten sich Tonabnehmer mit höherer Nadelnachgiebigkeit ("Compliance") wohl fühlen.
Einen bestimmten Tip kann ich dir aber nicht geben, dazu habe ich zu wenig Erfahrung mit verschiedenen Tonabnehmern (besonders höherpreisigen). Mein Favorit ist zur Zeit das Shure V15/III mit Jico - SAS - Nadel. Ist aber nicht so einfach zu bekommen.
In deinen Preisrahmen würde jedenfalls ein Audio Technica AT-440 MLa passen. Das hat sogar einen Microline-Schliff.


Dass du den hakenden Tonarm vor dem ersten Abspielen einer Platte reparierst, ist sehr zu empfehlen.
Warte erstmal ab, bis der Plattenspieler ankommt, dann siehst du vielleicht schon die Ursache.



Ach ja, Schmier- und Reinigungsmittel:
Fett von Metallteilen mit Bremsenreiniger, von Kunststoffteilen mit Spiritus oder Isopropanol entfernen (das wirst du sowieso auch für andere Dinge brauchen, z.B. die Nadelreinigung).
Für's Schmieren von den Gelenken Harz- und Säurefreies Fett, für Kunststoffteile (z.B. Kurvenrad) Vaseline.
Teller- und Motorlager mit Motorenöl (z.B. 15W-40 Standardöl), das Tellerlager evtl. mit etwas dickerem Getriebeöl (so habe ich das gemacht).



Gruß
Benjamin
Jazzpa
Ist häufiger hier
#48 erstellt: 17. Feb 2009, 18:37
Vielen Dank

Die meisten Schmier- und Reinigungssubstanzen sollte ich wohl leicht finden, wenn wir sie nicht sogar hier haben.

Mit Riemen und Adapter werd ich dann ersteinmal warten. Ich habe ja noch nichtmal einen Tonabnehmer, den ich wechseln könnte
Ich fragte nur, weil der Verkäufer ja beschrieb, dass der Tonarm haken und damit die Platte springen würde. Ich stelle mir das so vor, dass die Nadel wieder in die vorherige Rille zurückspringt, weil der Tonarm nicht mit in die Mitte möchte. Das lässt sich ohne Tonabnehmer ja schlecht feststellen. Andererseits will ich mir natürlich keine Platte durch "ausprobieren" verkratzen.
Ich werd wohl ganz geduldig warten müssen


Gruß Jasper
Bepone
Inventar
#49 erstellt: 17. Feb 2009, 19:05
Hallo Jasper,

keine Ursache.


Den Tonarm kannst du ja auch ohne System instandsetzen. Ob er frei läuft, kannst du ganz einfach feststellen, indem du ihn auspendelst und seitlich leicht anbläst bzw. anhauchst. Dann siehst du schon, wie er reagiert, er sollte nämlich ohne zu Stocken bis zur Mitte laufen. Tut er das, dann springt er auch mit System nicht (mehr).
Aber warte erstmal ab, bis du das ganze am Objekt selbst ausprobieren kannst. Dann kannst du auch ganz gezielt Fragen stellen.
Ist aber natürlich gut, wenn du dich schon mal im Vorfeld informierst und dann sofort loslegen kannst.


Übrigens, ich vergaß vorhin zu Erwähnen: Wenn du dir Vorschläge für einen Tonabnehmer einholen willst, musst du mit angeben, wie er klanglich möglichst abgestimmt sein sollte bzw. welche Musik du damit hören willst.
Es gibt da gravierende Unterschiede zwischen verschiedenen Tonabnehmern.
Schau auch einmal in die Suchfunktion, solche Anfragen werden hier recht häufig gestellt, vielleicht findet sich schon etwas passendes für dich!



Ich werd wohl ganz geduldig warten müssen :KR

Ich kenne auch dieses ganz miese, fiese Gefühl


Edit:
Rechtschreibung korrigiert.


Gruß
Benjamin


[Beitrag von Bepone am 17. Feb 2009, 19:11 bearbeitet]
dobro
Inventar
#50 erstellt: 17. Feb 2009, 20:44
Hallo Jasper,

ich würde als System auch einmal das AT 120 in betracht ziehen. Falls du noch bekommen kannst, wäre das Dual DMS 242/240 mit Originalnadel sicherlich auch nicht verkehrt.

Im dual-board gab es einmal einen sehr ausführlichen Pflegehinweis zum Dual 1229. Den kannst du sicherlich in vielen Teilen auch für den 1249er gebrauchen.

Viel Glück auf jeden Fall mit dem Dreher. Auf das er nicht Schrott ist...ich meine wegen der Probleme mit dem Arm.

Gruß
Peter
Jazzpa
Ist häufiger hier
#51 erstellt: 18. Feb 2009, 19:58
Hab den Thread Titel mal geändert. So, er ist angekommen

Ein DUAL 1249

War wirklich ziemlich gut Verpackt



Okay, rein optisch habe ich keine Mängel oder Defekte wahrgenommen.
Musste das Ding auch gleich aufmachen um zu gucken, ob drinnen alles in Ordnung ist. Auch nichts, was mir ungewöhnliches ins Auge gefallen ist. Abgebrochene oder lose Teile hätte ich wohl selbst ich noch erkannt

Zur Erinnerung: Der Ebay Verkäufer meinte, der Tonarm würde "haken, also die Platte springen".

Dann mal die Bedienungsanleitung, die ich bisher nur als PDF hatte, ausgedruckt und durchgelesen.



Also der Systemschlitten fehlt, da muss ich wohl einen neuen besorgen. Der Teller dreht sich und das Stroboskop funktioniert auch noch.
Da ich noch kein System hab, hab ich den Tonarmkopf mal mit nem Metallteil beschwert um das Tonarmgewicht ranhängen und das ganze halbwegs ausballancieren zu können. Also Metallteil auf Tonarmkopf, Auflagekraft und Anti-Skating auf Null und am Gewicht drehen so gut es geht.
Der Tonarmlift funktioniert ohne Probleme, aber die horizontalen Bewegungen, also das Schwenken des Tonarms machen mir noch Kummer. Frei schwebend oder mit Tonarmlift oben lässt der Arm sich nicht bewegen, wenn ich noch so stark puste. Mit der Hand geht die Bewegung problemlos, nur er ist nicht wirklich leichtgängig, obwohl es kein Haken oder ähnliches gibt. Muss ich die Mechanik dann schmieren? Wenn ja, wo?
Per Automatik (Also Hebel auf Start Position tippen) hebt sich der Tonarm zwar an, Schwenkt jedoch keinen Millimeter rüber zur Platte. Nach einiger Zeit senkt er sich dann wieder.

Es scheint, als würde die Automatik den Tonarm nicht mitnehmen und als würde er allgemein etwas schwer schwenken.
Hat jemand da Lösungsvorschläge oder bessere Diagnosen parat?
Außerdem bin ich mir nicht sicher, aber es schien, als würde der Plattenteller leichte Geschwindigkeitsschwankungen zu haben. Da würde wohl ein neuer Riemen oder kochen (?) für Abhilfe schaffen, oder?



Und noch die Systemfrage! Ich habe keine Ahnung von Tonabnehmern, was geeignet wäre etc. In der Anleitung steht bei den technischen Daten folgendes:



Musikrichtung ist (fast) von-bis. Ich höre gern Black Metal, gerade rumpeligen fiesen Old School Black Metal der 80er. Solche Musik wird noch heute extrem schlecht produziert und soll nicht als Referenz dienen, aber ich dachte, ich erwähne es. Genau so gern höre ich viele andere Subgenres des Metals, viel Thrash Metal z.B.. Aber genau soviel Rock, Folk, Electro, Pop, House, Neo-folk. Jazz und Klassik mag ich auch, werd mir da sicher den ein oder anderen Tonträger holen. Alles zum Teil sehr unterschiedlich, aber ich liebe Musik und an den verschiedenen Richtungen liebe ich das verschiedene. Dann dürfen die auch "verschieden" klingen. Wenn ihr versteht
Zumindest geben sich bei mir Slayer, Tom Petty, Norah Jones und Wagner die Klinke.
Ich weiß, solche "für alle Extreme geeigneten" Systeme gibt es nie, desswegen sollte der Tonabnehmer vom Klang vllt. "neutral" sein. Was denkt ihr?


Budget liegt immernoch bei ca. 150€ maximal.


Liebe Grüße und einen schönen Abend wünscht

Jasper (der dringend eure Hilfe braucht)


[Beitrag von Jazzpa am 18. Feb 2009, 19:59 bearbeitet]
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