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welche Lautsprecher gegen Nubert nuWave10 hören?

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bony
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 26. Dez 2003, 02:03
Hi,

evtl. möchte ich in nächster Zeit meine guten alten Mivoc 220 S gegen neue Lautsprecher austauschen. Ganz besonders interessiert bin ich momentan an der Nubert nuWave10, weil
1. scheinbar viele zufriedene Kunden,
2. scheinbar sehr neutral abgestimmt (was ich bevorzuge),
3. mit ABL aufrüstbar, sobald das Studentenbudget wieder was hergibt,
4. gut auf Surround erweiterbar,
5. mir die ganze "Firmenphilosophie" sehr gut gefällt - geschicktes Marketing hin oder her.

Natürlich möchte ich mich aber auch nach vergleichbaren Angeboten in der Preisregion bis 1300 EUR pro Paar umhören. Welche Lautsprecher würdet ihr gegen die nuWave antreten lassen?
Malcolm
Inventar
#2 erstellt: 26. Dez 2003, 02:08
KEF Q5/7 sowie verschiedene Cantons (nur keine LE´s).
Aber es gibts noch soooo viele andere, die kann hier eh keiner Auflisten. Am besten mal zum Hifi-Händler gehen und hören was er da hat!
Oben genannte sind aber auf jeden Fall eine Hörprobe wert (ich hab mich aber auch für Nulines entschieden)
Lupus66
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 26. Dez 2003, 10:58
bei deinem preislimit schau dir mal die canton karat m 80 dc an. die hab ich gerade bei eBay für 999 euro gesehen (neu / vom fachhändler / inkl. rechnung und garantie)
hab sie mal bei saturn (ca. 1330 Euro) probegehört. der bass braucht kein abl und zur surround-erweiterung kriegste auch alles gewünschte.
lupus
hhasi
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 26. Dez 2003, 11:03
hör dir mal die neuen B&W 704 oder 703 an !
oder B&W DM604 S3
Zeitgeist
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 26. Dez 2003, 11:16
Hi Bony,

lustig - ich hatte bis letztes Jahr auch die Mivoc 220 S. Hab auch lange mit der Nuwave 10 liebäugelt - hab aber dann doch die Canton Karat M80 genommen. Solltest du auf jeden Fall mit in den Vergleich ziehen...

Gruss
Ralph
Malcolm
Inventar
#6 erstellt: 26. Dez 2003, 11:48
@ Zeitgeist:
Hast Du die Nuwave denn damals gehört?
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 26. Dez 2003, 12:22
Daneben sollte man noch Mission und Monitor Audio (dort die Silver S8) dagegen hören.
bony
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 26. Dez 2003, 13:45
Hi,

danke soweit schon mal für die vielen Vorschläge.


Aber es gibts noch soooo viele andere...

Eben :(! Deshalb dachte ich, ich versuche eine Vorauswahl zu treffen, indem ich mal ein paar erfahrene Leute frage. Eine gewisse Klangrichtung habe ich ja schon vorgegeben: Linear, "ehrlich".
Gehören die B&W da dazu? Man liest ja oft, die würden im Bass etwas dicke auftragen.
Kürzlich habe ich mal die Dynaudio 82 und 122 recht günstig gesehen. Wären das auch Kandidaten? Wie sieht es bei Elac aus?
Oh weia! Ich sehe schon, warum scheinbar viele einfach bei Nubert kaufen und glücklich sind - da kommt eine Menge (Hör-)Arbeit auf mich zu.

@Zeitgeist:
Ich werd's ja bald selbst hören, aber wie haben sich denn deinem Empfinden nach andere Boxen gegen deine guten alten Mivoc geschlagen?
LarsAC
Stammgast
#9 erstellt: 26. Dez 2003, 15:08
Eine Audience 82 würde ich mir auf jeden Fall mal anhören. Echt ein Klasse Gerät. Bei Nubert passt dann vom Budget her eher die 125er.

Lars
Zeitgeist
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 26. Dez 2003, 17:35
@malcom: Ja - hab die Nuwave damals bei Nubert gehört. Hat mich klanglich überzeugt. Denke, dass die Nuwave und die Karat recht ähnlich abgestimmt sind (linear). Letztendlich fand ich das Preis/Leistungsverhältnis bei der Canton besser (Strassenpreise! Echtholzfurnier statt schwarzer Folie...) Die Karat hab ich damals gegen B&W CDM 7NT (Fand ich echt entäuschend, klang irgendwie blechern, kistig...) Dynaudio Audience (72? 82? Besser als B&W, aber nicht so dynamisch und anspringend wie die M80...) Mission irgendwas (ebenso wie Dynaudio) gehört.

@bony: War schon ein Aha-Erlebnis nach der Mivoc. Man hört jetzt Details, wie ich sie vorher nur per gutem Kopfhören kannte...

Gruss
Ralph
Malcolm
Inventar
#11 erstellt: 26. Dez 2003, 21:31
"Letztendlich fand ich das Preis/Leistungsverhältnis bei der Canton besser. Echtholzfurnier statt schwarzer Folie..."

Deshalb hab ich mich auch für die Nulines entschieden!
Echtholzfurnier, Frontgitter.... einfach schöner
bony
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 26. Dez 2003, 21:42

Bei Nubert passt dann vom Budget her eher die 125er
Die Audience82 habe ich gerade als (paarweises) Einzelstück für knapp 1500 EUR gesehen; läge dann also eher in der Region nuWave10 + ABL.

Die Lautsprecher werden übrigens in nächster Zeit an einem Onkyo TX-SR600E betrieben, kein HiFi-Bolide also. Möglicherweise sollte die Boxen also auch halbewegs gutmütig sein (Impedanz"löcher"...)
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 26. Dez 2003, 21:43
Die Audience freut sich über sehr potente Leistungsträger, a la Arcam/NAT/Rotel ungemein!
bony
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 02. Jan 2004, 23:24
Hallo,

heute bin ich endlich dazu gekommen, mir ein paar erste Boxen bei zwei HiFi-Händlern in meiner Gegend anzuhören und möchte kurz meine Eindrücke schildern. Vielleicht habt ihr ja ein paar Kommentare dazu. Das sind meine ersten Eindrücke von höherwertigen Lautsprechern; zerreißt mich also nicht gleich, wenn ich hier keine hochpräzise Schilderung abliefere

Der erste Händler hat mir sofort zu Kompaktboxen geraten und hat mich schließlich die Dynaudio Audience 52 STP ausführlich hören lassen. Dieser Lautsprecher ist eine limitierte Auflage der Dynaudio Audience 52 zum 25-jährigen Jubiläum von Stereoplay. Hat mir sehr gut gefallen und ich war sofort überrascht, welchen Tiefgang auch schon eine so kompakte Box bringt. Ab sofort ist eine Kompaktbox eine interessante Alternative für mich. Details arbeitete sie sehr schön heraus, präzise, feine Höhen (nicht nervend, nicht dumpf, hohe Auflösung), sehr lebendig, luftig.
Den Jubiläumsausgaben stehe ich jedoch grundsätzlich etwas skeptisch gegenüber, weil ich mir kaum vorstellen kann, dass sich der relative hohe Aufpreis für die paar Modifikationen lohnt (die 52 STP kostet 1250 EUR). Mit diesem Preis muss sie sich außerdem mit einer nuWave85+ABL messen; mich würde nicht wundern, wenn die Dynaudio diesen Vergleich verlieren würde (bin gespannt).
Bei dem Händler hat mir übrigens sehr gut gefallen, dass er mich erst nach meinem Verstärker gefragt hat und die Boxen dann an einen NAD 320 irgendwas gehängt hat und nicht an einen Vincent, Burmester, Einstein...

Vor der im Hörraum des nächsten Händlers versammelten Elektronik habe ich mich dann auch fast erschrocken. Das Zentrum bildete ein Einstein Röhrenverstärker und ein Einstein Röhren-CD-Player. Drum herum stand allerhand anderes glänzendes. Es kam mir schon ein wenig frevelig vor, als der nette Verkäufer meine für das Probehören zusammengebrannte CD in dem fetten Einstein-Player versenkte. Zu den Boxen führten natürlich kinderarmdicke Kabel :..

Zunächst hörte ich mir eine KEF Q5 an. Mit der feinen Dynaudio noch im Ohr hat sie mich ziemlich entäuscht. Schlechtere Auflösung, verwaschen, aufgeblähter unpräziser Bass. Vielleicht hätte ich mir noch eine Q7 zeigen lassen sollen, die nach dem Frequenzschrieb von Cara Quick zu urteilen etwas neutraler sein sollte. Oder bin ich etwa solch kräftigen Tiefgang von einem Lautsprecher einfach nur nicht gewohnt??

Als nächstes hörte ich mir eine kleine Standbox, die Epos M 15 C, an. Von diesem Hersteller hatte ich bisher noch nie etwas gehört. Wie ich inzwischen weiß, wurde diese Box unter der Federführung von Michael Creek entwickelt. Kurzum - die haben mir überhaupt nicht gefallen. Detailarm, fade, kein Tiefgang, mittenlastig. In meinen Augen die 1400 EUR auf nicht Wert. In einem Auszug aus der Stereo, den mir der Verkäufer mitgab, musste ich dann auch lesen, "Die Weiche besteht aus Gründen der Phasen- und Impulstreue lediglich aus zwei Bauteilen". Möglicherweise lags ja daran, dass mir die Box nicht gefallen hat (?). Da wundert mich schon ein wenig, wie der halbwegs ausgewogene Frequenzschrieb zustande gekommen ist. Vielleicht kanns mir ja jemand von euch erklären (ich weiß nicht viel über Elektroakustik).

Zuguter letzt habe ich mir noch 2 Harbeth Monitore (HL-P3ES-2 ?) vorführen lassen. Die haben mir sehr gut gefallen. Sehr schön verarbeitet, sehr neutral, präzise, sehr detailreich, für die Größe beachtlicher Tiefgang, insgesamt aber irgendwie nicht so lebendig, temperamentvoll und luftig wie die Dynaudio aber höher auflösend. Ist diese "Lebendigkeit" der Dynaudio in Wirklichkeit ein "Fehler"?? Preis der Harbeth: 1500 EUR!! Da müsste sie sich also schon an einer nuWave10+ABL messen lassen.

Der Händler hat mir übrigens angeboten, dass ich meinen Verstärker das nächste mal mitbringe, um die Lautsprecher auch mal an meinem Verstärker vergleichen zu können. Nach diesem netten Angebot hat er dann ausgeholt und meinte, "dann könne man ja auch nach den passenden Kabeln schauen, dies wäre nicht unwichtig...". Da habe ich dann angefangen mit den Augen zu rollen. "Ja, er habe das früher auch nicht geglaubt, messtechnisch wären Unterschiede auch nicht unbedingt nachzuweisen aber das menschliche Ohr sei ja kein Messgerät...". Hmmm, vielleicht sollte ich ja wirklich mal versuchen, Kabel an meinen TX-SR600E zu hängen, die teurer sind als mein Verstärker :?. Sorry, diesem ganzen Kabel-Vodoo stehe ich sehr skeptisch gegenüber :angel. Ansonsten aber klasse Service und Beratung.

Morgen werde ich vielleicht mal noch was von Cabasse, Elac und Monitoraudio hören.
Canton würde mich eigentlich auch interessieren, weiß momentan aber leider nicht, wo ich die am besten zur Probe hören soll. Die kleinen feinen Händler scheinen mir zu fein für Canton zu sein. Promarkt hat nur noch Billigkruscht von Magnat und Quadral in der Hörecke stehen. Im Mediamarkt habe ich auf den Absätzen Kehrt gemacht, als ich gesehen habe wie die Boxen dort aufgestellt waren: Im Regal, direkt an der Wand, Boxenwand an Boxenwand (sogar die Canton Karat ). Da kann man das Probehören wohl gleich sein lassen.

So, freue mich über jeden Kommentar (von denen, die bis hier her durchgehalten habe ;))

Gruß
Christoph
hoschna
Stammgast
#15 erstellt: 03. Jan 2004, 13:29
hallo bony ,toller Bericht was mich aber wundert ist das Dir die Dynaudio besser gefallen als dieQ5.Würde mir an Deiner stelle unbedingt noch die Q7 anhöre.sind bei mir in der engeren Wahl Gruss Lars
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 03. Jan 2004, 13:34
@bony: Hervorragender Bericht *Twothumbsup*

Weiter so!
bony
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 03. Jan 2004, 23:08
Hi,

hier noch ein weiterer Bericht:

Heute habe ich mir bei einem alteingesessenen Händler eine Elac 207.2 (1400.- EUR, ein paar Prozent sollten drin sein) und - außer Konkurrenz - eine Cabasse Iroise II (3600.- EUR ;)) gehört.
Die Hörbedingungen waren leider nicht ganz perfekt; im Hintergrund fand ein Verkaufsgespräch statt und es wurde laut gelacht :..

Die Elac hat mir eigentlich sehr gut gefallen. Sehr hochwertig verarbeitet; technische Vorteile und Nachteile des Bändchenhochtöners hin oder her - sieht klasse aus. Schön auflösend im Hochtonbereich, klar, präzise. Obwohl mir die eher schlanke Abstimmung sehr gut gefällt, würde ich mir vielleicht eine Spur mehr Tiefgang wünschen.
Nachdem ich mir daheim gerade nochmal ein paar Stücke angehört habe, merke ich doch, dass ein ordentlicher Bass was schönes ist8) - unterhalb 80Hz unterstütze ich meine alten Mivoc 220 S dezent durch einen Canton Plus C (31cm-Chassis, geschlossen), der an einem Onkyo A-8630 hängt. Bei entsprechender Aufstellung und Regelung habe ich übrigens nicht das Gefühl, als wäre mein Raum mit dem Tiefgang überfordert, womit größere Boxen, bzw. Boxen mit ABL bei mir wieder ein Stein im Brett hätten. Vorteil eines Subwoofers ist natürlich, dass er im Raum relativ einfach verückbar ist; wenn die tiefen Töne aus den Lautsprechern kommen, ist man etwas eingeschränkter (sonstige "Subwooferankoppelungsprobleme" mal außer Acht gelassen).
Positiv an der Elac vielleicht auch der mit 89dB recht hohe Wirkungsgrad. Bei meinem momentan eher schwachen Verstärker, möglicherweise nicht ganz zu verachten. Nachdem ich heute wieder gehört und gelesen habe, dass Dynaudio-Boxen, die mir bisher ganz gut gefallen haben, nicht ganz verstärkerunkritisch sein sollen, steht Elac mit sicherheit momentan weit oben auf meiner Liste.

Die Cabasse, die ich außer Konkurrenz bei einem anderen Kunden mithören konnte, hat mich dann begeistert. So ein Auflösung und luftige Räumlichkeit habe ich bisher noch nie aus einem Lautsprecher hören können. Begeistert haben mich vor allem die zwar nicht unbedingt abgrundtiefen aber absolut präzisen und knackigen Bässe. Da kam schon fast Life-Atmosphäre auf. Die Verarbeitung mit Echtholz und massiven Aluminiumeinsätzen... natürlich auch eine ganz andere Liga.
Ein wenig Verwundert hat mich der im Nachhinein bei Cara gelesene Frequenzschrieb der Cabasse, der eine deutliche Überhöhung im Bassbereich zeigt. Von einem aufgeblähten oder gar blubberigen Bass, wie man es oft bei billigeren Modellen mit solchen Überhöhungen findet keine Spur. Auch sonst schien mir als Laie der Frequenzgang nicht gerade harmonisch auszusehen. Möglicherweise sieht man daran aber, dass man von einem Frequenzschrieb nicht unbedingt auf bestimmte Qualitäten schließen kann.

Danach konnte ich es dann doch nicht lassen, beim Mediamarkt vorbeizuschauen und mir trotz der unmöglichen Aufstellung der Boxen, eine Elac 208.2 und eine Canton Ergo 900 DC anzuhören. Wenigstens wurde ich dort absolut in Ruhe gelassen und es war endlich mal ein direkter Vergleich per Umschaltbox möglich.

Die 208.2 spielte mit der schon bei der 207.2 gehörten schnörkellosen Elleganz, natürlich mit ein wenig mehr Tiefgang als die 207.2.
Die 900 DC hatte deutlich mehr Tiefgang. Das Klangbild war (zumindest in dieser absolut unterirdischen Aufstellung) räumlicher und luftiger als bei den Elacs. Frauenstimmen (z.B. Eva Cassidy - Fields of Gold) kamen auf der Elac jedoch klarer und natürlicher; bei der Canton schien irgendwie ein Vorhang dazwischen. Möglicherweise spielt hier die Elac gerade im mittleren Frequenzbereich besser, denn der Hochtonbereich war auch bei der Canton sehr präsent (?).
Auf die Schnelle konnte ich gar nicht beurteilen, was mir nun besser gefällt. Die schnörkellose Direktheit der Elac hat mich dann aber doch mehr überzeugt.

Einmal von klanglichen Aspekten abgesehen, lässt mich die Preis- und Produktpolikit von Canton mit dem Kopf schütteln. Die 900 DC kostet bei MM 398.-, UVP dürfte wohl doppelt so hoch gelegen haben. Unglaublich eigentlich auch die RC-L, die, wie ich hörte, mal einen UVP um die 6000.- DM hatten und einem jetzt für 350.- EUR hinterhergeschmissen wird. Aus welchen Quellen stammen eigentlich diese RC-Ls, die ja schon eine ganze Weile nicht mehr im Programm ist? Scheint also ob da noch irrsinnige Lagerbestände abzubauen wären. Da ich das Gefühl habe, dass man mit einem Lautsprecher auch ein Stück Emotion mitkauft, fällt Canton schon aus diesem Grunde eigentlich wieder aus der Auswahl heraus.

Irgendwann in den nächsten Wochen steht nun ein Besuch bei Nubert an...


[Beitrag von bony am 03. Jan 2004, 23:23 bearbeitet]
hoschna
Stammgast
#18 erstellt: 04. Jan 2004, 01:00
Moin bony,habe mir eben die Elac angesehen und mit erstaunen festgestellt das sie 4ohm hat,und sogar bis auf 3,4 runter geht.Wenn ich nun einen 8 ohm Verstärker habe kann das doch das Ende bedeuten,oder mache ich da einen Denkfehler.Gruss Lars
bony
Hat sich gelöscht
#19 erstellt: 04. Jan 2004, 01:12
Hallo,

heutzutage gibt es nur noch sehr wenige echte 8 Ohm Boxen. Selbst viele Boxen, die mit 8 Ohm angegeben werden, sind in Wirklichkeit 4 Ohm Boxen. Die Impedanz ist kein fester Wert, sondern frequenzabhängig. Sie schwankt z.B. bei einer 4 Ohm Box zwischen minimal 3,2 Ohm und ca. 20 Ohm. Für eine 4 Ohm Box ist eigentlich festgelegt, dass die Impedanz keinesfalls unter 3,2 Ohm fallen darf. Canton gibt für seine Boxen beispielsweise an 4-8 Ohm. Eigentlich ist das Quatsch; in Wirklichkeit sind es 4 Ohm Boxen.

Eigentlich sollte alle Verstärker heutzutage mit 4 Ohm Boxen zurecht kommen, ganz besonders bei den üblichen Lautstärken. Für den Fall des Falles besitzen eigentlich alle modernen Verstärker Schutzschaltungen, die den Verstärker bei Überlastung abschalten.

Sicher hast du schon gelesen, dass es Lautsprecher gibt (oft High-End-Lautsprecher), die sehr "verstärkerkritisch" sind. Das liegt oftmals an Impedanzminima, die bei manchen Boxen auf unter 2 Ohm fallen. Diese Boxen benötigen Verstärker mit einer hohen stromlieferfähigkeit.

Sehr Aufschlussreich fand ich zu diesem Thema diesen Artikel von Herrn Nubert.
Squirrel.D.Schmidt
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 04. Jan 2004, 02:31
@bony

Was die Beurteilung der Harbeth angeht, deckt sich das genau mit meinem Empfinden. Lass Dir da mal ein Paar Extender drunterstellen. Ich bearbeite so ein Team mit einer Rotel 981 und einem PC (igitt) und das geht sauber durch jeden Stil und jede Lautstärke. Eine wirklich gute Allroundbox, allerdings mit gewissen Ansprüchen an die Endstufe.

Vor ein paar Wochen hatte ich das Zeug in einem Saal mit 80 Personen, habe mit Brian Ferry angefangen, as time goes by, da haben einige Gäste erst mal den Pianisten gesucht.


have fun,

Andreas
Pianoforte
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 04. Jan 2004, 12:11
Hallo bony,

ein sehr informativer Bericht zu Elac und Canton. Ich selbst betreibe die Elac 207.2 und kann daher Deine Beurteilung nur bestätigen.

Die Elac hatten es mir auf der diesjährigen HighEnd angetan. Ich hatte sie dort im Vergleich zur Karat M80 und zur Mission 753 gehört. Speziell Stimmen klingen sehr klar und präzise, so als stünden die Sängerinnen im Wohnzimmer.

Nach einigen Monaten mit den Boxen bin ich selber am Schwanken, möchte gerne dieses Präzision behalten gepaart mit der Dynamik z.B. einer Canton.
Inzwischen habe ich sehr viel possitives zu Dynaudio Audience (speziel 82) gelesen. Wie ist Dein Höreindruck im Vergleich zu Elac?

Die Elac´s sind sehr ausgeglichen im Frequenzgang. Im Audio Test zeigt die Karat M80 eine Anhöhung des Bassbereichs. Du schreibst dies auch über die Cabesse. Frage mich, eine lineare Box ebenfalls so dynamisch aufspielen kann.

Gruß Harald



@hoschna
kein Problem mit normalen Verstärkern. Betreibe die Box derzeit noch an einem gewöhnlichen, nicht absolut strompotenten Denon Verstärker.
bony
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 04. Jan 2004, 13:35
Hallo,

die Dynaudio Audience 82 habe ich leider noch nicht gehört, obwohl ich gerade ein verlockendes Angebot vorliegen hätte. Für meinen momentanen Hörraum ist sie vielleicht doch ein wenig zu mächtig und außerdem liest man ja immer wieder, dass sie recht hohe Ansprüche an den Verstärker stellt, dessen Austausch/Ergänzung in nächster Zeit bei mir wohl nicht drin ist. Beim Hören der Audience 52 ist mir jedoch aufgefallen, dass diese irgendwie luftiger und spielfreudiger klingt als eher nüchterne trockene Monitore wie die Harbeth, ohne dabei wesentlich an Ortung und Präzision einzubüßen. Ob Dynamik unbedingt was mit "Sounding" zu tun haben muss, kann ich mit meiner wenigen Erfahrung nicht beurteilen. "Räumlichkeit" bzw. "Luftigkeit" hat scheinbar oft etwas mit einem (gewollt ?) gestörten Abstrahlverhalten einer Box zu tun, was oft zu Lasten der Präzision und Ortbarkeit geht.
Bei der Cabasse hat mich erstaunt, dass sie trotz der ausgeprägten Bassanhebung nicht lästig aufgedunsen klang und trotz der Luftigkeit sehr präzise spielte (wobei ich die Cabasse nicht mit mir bekanntem Material gehört habe).

Ich persönlich tendiere inzwischen fast eher zu dem etwas direkteren ehrlichen Klangbild. In dieser Hinsicht bin ich auch mal gespannt auf die Produktpalette von Nubert, die ja mit der ehrlichen direkten Ausrichtung ihrer Lautsprecher sehr werben. Dort wird mich dann auch interessieren, ob das mehr an (linearem) Tiefgang (--> ABL-Module) auch mehr Dynamik bringt. Die Elac 207.2 dürfte mit ihren 15cm-Tiefmitteltöner(che)n etwas Schwierigkeiten haben im Tiefgang mitzuhalten.

BTW:
Kennt jemand die Eckfrequenzen des Frequenzgangs der Elac 207.2 (-3dB-Punkt)? Ich habe hier nur die Herstellerangabe (Übertragungsbereich).
Pianoforte
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 05. Jan 2004, 19:32
Hatte die Nuwave10 schon gehört, allerdings an anderer Elektronik und in einem anderen Raum als meine Elac´s. Die Abstimmung erschien mir ähnlich, tolle Dynamik, vielleicht nicht ganz die Präzision des Jet-Hochtöners. Bin gespannt auch Deine Hörerfahrung.
Das 3dB Module gefiehl mir hier gut, schien etwas zusätzliche Wärme in das Musikgeschehen zu bringen.
hoschna
Stammgast
#24 erstellt: 05. Jan 2004, 20:01
Hallo piano,habe jetzt die 207.2 ins Auge gefasst hatte erst die Audience 122 im blick,wurde mir aber von abgeraten,da die 122 viel Leistung benötigt und mein Verst. (marantz pm7200)dies wohl nicht schafft.Frage mich was Du an Elektronik hast wenn Du die 82 betreiben willst.Elac und Dynamic gibt mir natürlich jetzt zu denken Gruss Lars
JoergSch.
Stammgast
#25 erstellt: 09. Jan 2004, 16:15
Hallo,

nach neun Jahren mit meiner B&W CDM 1 kam nach einem Versuch mit einer Nuline 80 vor Weihnachten doch das Gefühl auf, das mehr geht, vor allem im Bassbereich. Die Nuline habe ich wieder zurückgeschickt, da der präsente Hochtonbereich mich auch nach einer Woche immer noch nervte. Hier macht die Nubert für meinen Geschmack einfach zuviel, speziell in meinem wenig bedämpften Hörraum Dazu kommt,dass ich mit AVM sicher hochauflösende Vor-/Endstufen betreibe.

Also bin ich in den letzten Tagen mit Cds bewaffnet nach mehr als neun Jahren mal wieder durch Hifi-Studios gezogen. Hier nun mein Eindruck:

B&W 705 und 704 klangen in allen drei Studios trotz unterschiedlicher Elektronik und Hörbedingungen doch ähnlich. Beide lösten Mittel- und Hochtonbereich schön auf, waren hell aber nicht hart und schön räumlich. Beim Umschalten auf die 704 bevorzugt ich diese dann aber wg. des erweiterten Bassbereiches deutlich.

Eine zum Vergleich gehörte Dynaudio Contour 1.4 gefiel mir von der Auflösung und Natürlichkeit noch besser, aber da fehlte wieder Bass. Bis dahin war es also die 704.

im letzten Studio kam dann die grosse Überraschung. Die 704 gefiel mir wie schon vorher gut, bis der Berater auf eine Elac 208.2 umstöpselte, die bei gleicher Lautstärke klang, als wenn jemand einen Vorhang zw. mir und den Musikern wegzog oder anders ausgedrückt, jemand "das Kissen von den Boxen nahm". Ich konnte es kaum glauben, da die Elac dabei auch noch "warm tönte" und überhaupt nicht lästig wurde. Der Unterschied in Auflösung und Direktheit sogar in Räumlichkeit war frappierend. Seine Anlage bestand aus Pioneer AVR Receiver (der Teuerste, ich weiss die Bezeichnung nicht mehr) und einem Sony Player der ES Klasse, verkabelt mit Kimber 4 PR.

Hatte jemand von Euch ähnliche Eindrücke?

Ich würde das Ganze gern zu Hause nachvollziehen - geht aber nicht, da ich nicht beide Lautsprecher auf einmal bekäme. Ich müsste auf jeden Fall bei Ausleihe den vollen Kaufpreis hinterlegen. Ein zweiter Händler (der mit B&W und Dynaudio) würde gar nicht ausleihen, sondern nur nach Kauf umtauschen!

Daher wäre für mich interessant, ob ihr ähnliche Klangeindrücke hattet.

Danke und Gruß

Jörg
hoschna
Stammgast
#26 erstellt: 09. Jan 2004, 20:59
Hallo Jörg,bin gerade aus HH zurück und habe mir die 208.2 bei Media bestellt. Habe 200E anbezahlt.Für mich ist klar,das wenn ich eine Ware mit nach Hause nehme,das ich sie auch komplett bezahle,Du hast 14 Tage Umtauschrecht.Gibst Du die Ware zurück,erhälst Du einen Gutschein,heisst also für mich,gefallen sie mir nicht,kaufe ich die 207.2 und eine Waschmaschine
LarsAC
Stammgast
#27 erstellt: 09. Jan 2004, 21:11

Hallo piano,habe jetzt die 207.2 ins Auge gefasst hatte erst die Audience 122 im blick,wurde mir aber von abgeraten,da die 122 viel Leistung benötigt und mein Verst. (marantz pm7200)dies wohl nicht schafft.Frage mich was Du an Elektronik hast wenn Du die 82 betreiben willst.Elac und Dynamic gibt mir natürlich jetzt zu denken Gruss Lars


Die 82 habe ich letzte Woche an einem NAD 752 gehört, geht prima. So wahnsinnig viel Leistung braucht die nicht, jedenfalls nicht für "humane" Lautstärken.

Lars
schabbeskugel
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 09. Jan 2004, 22:51
gegen die NuWave100?
Die NuWave125+ABL natürlich.

(Die war mir allerdings auch zu groß).

Lies dir 'mal im NuForum die Kommentare von Malte bzw. in diesem Forum von tantris durch (gleiche Person).

Sehr lehrreich.

Im Prinzip gibt es eine Kernaussage, die auf alle nicht-Profi-HiFi-Boxen zutrifft:

Kein Hersteller liefer außführliche Meßdiagramme (Directivity, Abstrahlverhalten, Verzerrungen bei verschiedenen Pegeln, Burst-Messunge ... ...).

Scho irgendwie komisch.

Kunden möglichst dumm halten, damit der keine Fragen stellt.

Ich kaufe z. B. kein Auto mehr, bis mir jemand eine Kurve der Fahrgeräuschslautstärke im Innenraum in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit gezeigt hat.
Drehmomentkurven sind ja anscheinend auch "out"

Gegenbeispiele:
www.me-geithain.de
www.kleinhummel.de
Behringer
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 09. Jan 2004, 23:01



Im Prinzip gibt es eine Kernaussage, die auf alle nicht-Profi-HiFi-Boxen zutrifft:

Kein Hersteller liefer außführliche Meßdiagramme (Directivity, Abstrahlverhalten, Verzerrungen bei verschiedenen Pegeln, Burst-Messunge ... ...).

Scho irgendwie komisch.

Kunden möglichst dumm halten, damit der keine Fragen stellt.


Was hat das mit "dumm halten" zu tun?
Ich kenne keinen der allgemeingültige Einstellungen sowie ein allgemeingültiges Messequipment nennen kann, welches von keiner Seite Kritiken einheimst.

Es kann kaum jemand mit Messungen umgehen, warum soll man diese veröffentlichen?
schabbeskugel
Hat sich gelöscht
#30 erstellt: 09. Jan 2004, 23:12
"Ich kenne keinen der allgemeingültige Einstellungen sowie ein allgemeingültiges Messequipment nennen kann, welches von keiner Seite Kritiken einheimst."

Ich verlange ja kein "Referenzequipment", sondern lediglich eine Herstellerseitige Messungen mit genauen Meßbedingungen, das genügt oft schon.

Sicher kann man über Meßergebnisse streiten, aber auch nur, wenn man welche hat.

Warum kaum einer damit umgehen kann?

Vielleicht weil kaum jemand so etwas gesehen hat?

(Henne/Ei-Problem)
schabbeskugel
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 09. Jan 2004, 23:14
Mit dem Steuersystem muß ja auch jeder einigermaßen zurechtkommen, wenn er eine Steuererklärung abgeben will.

Und das Steuersystem in Deutschland gehört wohl nicht zu den allereifachsten.

(OT: Warum darf man sich nicht selbst vor Gericht verteidigen, das scheint mir kaum komplizierter als eine Steuererklärung?)
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#32 erstellt: 09. Jan 2004, 23:32
hahaha...sorry, wieviele Menschen geben überhaupt eine Steuererklärung ab? Und wieviele Erklärungsblätter sind dabei!

Es gibt immer noch "Interpretationen" der Messungen unter Entwickler. Und einige kennen die Eigenheiten der Mikrofone und der benutzten Messmimik. Andere nicht.

Daneben fehlt es noch an Referenzpunkte. Alle Messungen, die ich bisher in Foren gesehen habe sind falsch! Alleine aus der Tatsache heraus, das Quelle, Messmimik und eingestellte Parameter nicht oder unzureichend angegeben waren. (auch bei Personen welche du als Referenz angegeben hast) Das sagt doch schon eine Menge aus, oder? Es geht nicht um fairness in der Sache sondern um Politikum oder Wissen heraushängen zu lassen.
schabbeskugel
Hat sich gelöscht
#33 erstellt: 09. Jan 2004, 23:47
"hahaha...sorry, wieviele Menschen geben überhaupt eine Steuererklärung ab? Und wieviele Erklärungsblätter sind dabei!"

Alla gut. Dann werde ich vielleicht auch 'mal ein paar "HiFi-Erklärungsblätter" entwerfen

"Es gibt immer noch "Interpretationen" der Messungen unter Entwickler. Und einige kennen die Eigenheiten der Mikrofone und der benutzten Messmimik. Andere nicht."

Klar ist alles unendlich kompliziert. Aber wo keine Daten sind, da kann man auch nicht drüber streiten.
Dann ist eben ein (sich selbst einpendelnder) Einigungsprozess bzgl. der Meßverfahren noch erforderlich.

Wäre ja lustig, wenn kein Hersteller von Verstärkern die Leistung angeben würde, gelle?
""Ja, das kann man ja nicht so genau sagen, hängt von der Last, der Stromversorgung, der Umgebungstemperatur, der Abdeckung der Lüftungsschlitze... ... ab. Und es ist zu kompliziert, als dass Sie es verstehen würden.""

Aber zum Glück gibt's ja DIN usw.

"Daneben fehlt es noch an Referenzpunkte. Alle Messungen, die ich bisher in Foren gesehen habe sind falsch! Alleine aus der Tatsache heraus, das Quelle, Messmimik und eingestellte Parameter nicht oder unzureichend angegeben waren. (auch bei Personen welche du als Referenz angegeben hast)"

Jaja, ich sagte ja: inklusive Messbedingungen.
Kann ja ruhig ein bisschen Umfangreiches Protokoll sein.
Es geht ja auch Teilweise um Boxen im Preisbereich einer Eigentumswohnung.

Referenzpunkte? Null Problemo!
Wir legen jetzt eine Box samt Verstärker und Signalquelle fest, die bei Jeder Messung mitlaufen muß.
Muß ja keine besonders teure sein.

"Das sagt doch schon eine Menge aus, oder? Es geht nicht um fairness in der Sache sondern um Politikum oder Wissen heraushängen zu lassen."

Huups, sollte ich mich jetzt persönlich angegriffen fühlen?
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#34 erstellt: 10. Jan 2004, 00:12

Wäre ja lustig, wenn kein Hersteller von Verstärkern die Leistung angeben würde, gelle?


Geben sie diese denn tatsächlich an? Warum gibt es PMP/PMPO, warum gibt es Angaben die nicht stimmen können? (Leistungsaufnahme 160W aber 5x125 Watt sollen rausgehen)

Also welcher Hersteller gibt nun relevante Resultate heraus?
schabbeskugel
Hat sich gelöscht
#35 erstellt: 10. Jan 2004, 00:26
PMPO sagt doch schon viel über das Meßverfahren aus.
Jedenfalls keine DIN-Angabe, sonst stünde es dabei.

Aber:
Genaugenommen gibt es nie irgendwo irgendwelche gültigen Meßwerte, da kein Verfahren so unendlich genau beschrieben werden kann, so daß alle unendlich vielen unvohersehbare Einflüsse berücksichtigt werden können.

Jede Messung sagt überhaupt nix, solange nicht jedes einzelne Atom im Universum zu jedem Testzeitpunkt angegeben wird - und auch nicht angegeben werden kann (Relativitätstheorie?).

Verzichten wir also auf alle Meßwerte, die eh keine sind,
und streiten wir uns morgen lieber über die Geschmacksache "Klang" statt über "Reproduktionsgenauigkeit"

Jetzt ist's Zeit für's Bett.
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#36 erstellt: 10. Jan 2004, 00:42
Und was hälst du von einer Auswahl?
Aber das Beispiel PMPO sollte nur zeigen, das es eine Angabe gibt, welche Bedeutung diese hat oder welche Aussagekraft weiss KAUM jemand! Möchte auch keiner wissen. Denn bei Unterhaltungselektronikprodukten MUSS alles auf die "einfache Wahrheit" herunterreduziert werden. (Somit ist es einfach, das Watt, Bit und Megapixel DAS wichtigste Element sind. Was natürlich vollkommener Bullshit ist°!!!)
schabbeskugel
Hat sich gelöscht
#37 erstellt: 10. Jan 2004, 00:51
"Und was hälst du von einer Auswahl? ..."

Vollste Zustimmung.

Wer sich nicht informiert, ist selber schuld.

Natürlich hast Du recht. Der "Otto-Normalverbraucher" würde nur irritiert von vielen zu interpretierenden Meßergebnissen und würde am Schluß nix kaufen. Ganz schlecht für den Kommerz.

Und so bescheiden sind die meisten Produkte (ausser viellecht Böse) dann halt doch nicht, daß man sich deren schämen müßte (in Relation zum Preis).
bony
Hat sich gelöscht
#38 erstellt: 10. Jan 2004, 02:00
Ich würde die Veröffentlichung von ein paar Messdiagrammen auch begrüßen. Dürfen ja ruhig auch ein wenig geschönt sein, hauptsache, man kann eine Grundtendenz herauslösen. Für eine Box mit angehobenen Bässen und Höhen muss sich z.B. kein Hersteller schämen, es gibt genug Leute, die genau das wollen. Ich persönlich weiß, dass so eine Box meinem Hörempfinden nicht entgegenkommt und könnte sie schon im Vorhinein aus meiner Auswahl ausschließen, bzw. der, der das mag, einschließen.
Pianoforte
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 10. Jan 2004, 10:36
@JörgSch

um hier mal das Thema Meßkuven zu verlassen...
hatte beim Anhören der 207.2 auch einen ähnlichen Eindruck wie Du, plötzlich war der Vorhang vor den Boxen weg. Nur wundert mich, daß die die 208.2 zusagen, wo Du doch den präzisen Klang einer Nuline 80 als störend empfunden hast. IMHO ist die Elac beinahe noch präziser...
JoergSch.
Stammgast
#40 erstellt: 10. Jan 2004, 11:36
Hallo Pianoforte,

die Nuline 80 klang für mich kalt,die Elac blieb trotz hoher Auflösung warm. Muss ich aber unbedingt zu Hause testen.

Gruß

Jörg
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#41 erstellt: 10. Jan 2004, 11:37

Ich würde die Veröffentlichung von ein paar Messdiagrammen auch begrüßen. Dürfen ja ruhig auch ein wenig geschönt sein, hauptsache, man kann eine Grundtendenz herauslösen. Für eine Box mit angehobenen Bässen und Höhen muss sich z.B. kein Hersteller schämen, es gibt genug Leute, die genau das wollen. Ich persönlich weiß, dass so eine Box meinem Hörempfinden nicht entgegenkommt und könnte sie schon im Vorhinein aus meiner Auswahl ausschließen, bzw. der, der das mag, einschließen.



Wobei das ja viele Hersteller machen! In Sonderdrucken von Messungen von diversen Zeitschriften kann man sich Anhaltspunkte von Diagrammen zeigen lassen. (Vorteil: Es ist eine Quelle angegeben und manchmal sogar die Messmimik und dieverwendeten Arbeits-Punkte)
bony2
Hat sich gelöscht
#42 erstellt: 07. Apr 2004, 08:56
Der Vollständigkeit halber:

Gestern habe ich doch endlich mal einen spontanen Abstecher nach Schwäbisch Gmünd gemacht. Seit meinen letzten Hörtests ist ja schon wieder einige Zeit vergangen. Einmal davon abgesehen, dass "Vergleiche" aus dem Gedächtnis heraus sowieso problematisch sind, ist nach der inzwischen verstrichenen Zeit sicherlich keine zuverlässige vergleichende Aussage mehr möglich, außer vielleicht "gefällt mir – käme in Frage" und "gefällt mir gar nicht – käme nie und nimmer in Frage". Im Voraus schon mal: die Lautsprecher der NSF gefallen mir sehr gut und folgend der Versuch, ein paar Eindrücke zu schildern.

Nach einer kurzen Einweisung in die Funktion des Lautsprecherumschalters wurde ich für über anderthalb Stunden, die wie im Flug vergingen, mit einem Vincent SV-238, einem Vincent CD-S3, deren, gemessen am sonstigen Finish der Geräte, lausig billig wirkenden Fernbedienungen und einer Menge nuWaves, nuLines und ein paar kompakten nuBoxen allein gelassen. Auch nach meiner äußerst ausgedehnten Hörsession, hat niemand versucht, mir unbedingt ein Gespräch aufzudrücken. Bei Fragen wäre jedoch jederzeit jemand zur Verfügung gestanden. So ausgedehnt, ausführlich und ungestört konnte ich bisher nirgendwo Lautsprecher hören. Empfand ich als sehr angenehm.

Begonnen habe ich mit der nuWave35. Deren offener, klarer, luftiger Klang hat mir sehr gut gefallen. Der Tiefgang ohne ABL hat mich sehr beeindruckt. Hier ist mir jedoch auch gleich eine des öfteren in diesem Forum mal erwähnte Schwäche aufgefallen: Resonanzen des Hörraums im Bassbereich. So hat mich dann auch der Einsatz eines ABL-Moduls gar nicht mal so sehr vom Hocker gerissen. Der Zugewinn im Bass war zwar durchaus deutlich, bei manchen Stücken meinem Eindruck nach aber bei dieser Akustik sogar eher schädlich für das Gesamtbild. Der erste Hinweis, wie wichtig der Hörraum letztendlich ist.
Im Vergleich zur nuLine30 hatte die nuWave35 für meinen Geschmack eindeutig die Nase vorn. Ich kann zwar nachvollziehen, wenn manchmal geschrieben wird, dass die nuLine etwas gefälliger klänge, mir persönliche hat der analytischere Charakter der nuWave35 aber um einiges besser gefallen. Es klang einfach nochmals klarer, offener, als würde man einen feinen Vorhang wegnehmen.
Natürlich habe ich auch mal kurz die nuBox380 angespielt. Gemessen an ihrem Preis sicherlich eine sehr ordentliche Box. Der Aufpreis zur nuWave35 ist meiner Meinung nach aber auf jeden Fall gerechtfertig. Die nuWave35 klang einfach die für mich entscheidende Portion ausgewogener.
Die nuBoxen 310 und 360 habe ich nur mal ganz kurz angespielt, um festzustellen, dass es schon beeidruckend ist, was aus der kleinen 310 kommt. Die 360 schien mir auf die schnelle etwas "belegter" im unteren Mitteltonbereich als die 380 aber irgendwie auch eine Spur trockener.

Nach ausführlichem Durchhören meines mitgebrachten Materials, drehte ich mich um 180° und wendete mich den Standboxen zu. Zunächst der nuWave10. Diese klang im Bassbereich natürlich schon fülliger als die nuWave35. Insgesamt schien das Klangbild durchaus kompletter, massiver, mit präsenterem Mitteltonbereich, jedoch nicht so fein und zart wie bei der nuWave35. Manchmal hatte ich ein wenig das Gefühl, dass manche Feinheiten durch dieses "massivere" im Vergleich zur nuWave35 fast ein wenig untergingen. Möglicherweise gefällt mir aber einfach die etwas schlankere Art einer Kompaktbox ganz gut. Ich tendieren aber auch hier wieder dazu, diesen Eindruck teilweise auf die Akustik des Hörraumes zu schieben. So kam z.B. bei Chris Rea – Set Me Free die Basedrum auf der nuWave35 mit ABL viel trockener und sauberer als auf der nuWave10. Das Zuschalten des ABL-Moduls war in manchen Stücken für mich zwar hörbar, der Effekt für meine Ohren jedoch eher subtil. Für mich persönlich wäre ein ABL-Modul bei der nuWave10 kein unbedingtes Muss; das Hörerlebnis ist auch ohne schon wirklich komplett. Das ABL wäre lediglich eine Verfeinerung (die auch ein paar Euro kostet), um das letzte aus der Box zu kitzeln.
Beim Umschalten zur nuLine100 war ein kleiner Unterschied hörbar, der nach meinem Empfinden lange nicht so groß war, wie zwischen nuWave35 und nuLine30. Den zuvor bemerkten "Vorhang" der nuLine konnte ich hier nicht ausmachen. Hier war es sogar eher die nuLine, die ich als feiner und schlanker empfand. Bei einem Stück mit gestrichenem Kontrabass fiel mir der natürlich runde warme Klang und der straffe schnarrende Bass des Kontrabasses sehr positiv auf.
Ein Unterschied zur nuWave85 konnte ich natürlich auch hören, kann jedoch nicht genau sagen, wo dieser lag. Der Unterschied wurde auch tatsächlich kleiner, wenn man den Hochtönerabstand ein wenig kompensierte.

Bis hier her musste ich feststellen, dass Unterschiede zwischen den Boxen einer Boxenfamilie zwar deutlich hörbar aber im Verhältnis zu Unterschieden zu Boxen anderer Hersteller eher gering sind. In der "kurzen" Zeit konnte ich auch nicht unbedingt sagen, was "besser" ist. Allenfalls, was mir in dieser speziellen Hörsituation besser gefällt. Aber selbst die Frage nach dem "Gefallen" konnte ich auf die Schnelle nicht eindeutig klären. Der Hörraum scheint zudem wirklich einen sehr großen Einfluss zu haben, ebenso wie die Aufstellung der Box. Eine Box, die tiefer geht, muss in der Gesamtheit nicht unbedingt auch besser klingen. Eine sichere Aussage könnte ich eigentlich nur durch ausführliches Einhören und Vergleichshören der frei aufgestellten Box in meinem Hörraum machen.
Unter den gegebenen Umständen konnte ich die Boxen auch nicht so recht auf ihre räumliche Auflösung hin beurteilen. Möglicherweise ist die Aufstellung mehrerer Boxen nebeneinander hier nicht unbedingt förderlich auch wenn es vielleicht ein eher psychisches Problem ist. Mir fiel es einfach schwer, die nötige Ruhe zu finden, um mich auf diesen Punkt konzentrieren zu können.

Ein wirklich großer Unterschied war für mich dann erst beim Sprung zur nuWave125 bemerkbar. Insbesondere im Mitteltonbereich liegen Welten zwischen der 125 und den kleineren Boxen. Die Mitten kommen glasklar und sehr detailliert. Im Vergleich zur nuWave10 springen sie einen regelrecht an, bzw. bei manchen Aufnahmen schreien sie einen geradezu an. Ich kann verstehen, dass das manche Leute als unangenehm und kalt empfinden. Ganz besonders bei etwas schlecht abgemischten Aufnahmen. Dort wird schonungslos alles offengelegt. Ich hatte teilweise den Eindruck, dass die Box das Tonmaterial regelrecht auseinander nimmt, auffächert und staffelt. Dabei klang sie luftiger, freier und weiträumiger als die kleineren nuWaves. Des öfteren mal geschrieben, dass man sich an den neuen Klang einer Box erst gewöhnen müsse. Den Eindruck hatte ich bei der nuWave10 nicht, jedoch bei der nuWave125. Auf die Schnelle könnte ich also nicht sagen, ob mir diese Charakteristik tatsächlich gefällt. Wie die in einem vorigen Beitrag erwähnte Cabasse, fällt die nuWave125 jedoch preislich und größenmäßig aus meinem Rahmen, sodass ich mich mit dieser Frage (momentan) nicht näher befassen muss ;). Der Charakter der nuWave125 ist Grundverschieden von dem der o.g. Cabasse, die mir spontan eher ins Ohr ging; wie das auf längere Zeit und im direkten Vergleich aussähe ist dann eine andere Frage.

Gelegentlich ist mal zu lesen, die Nubert-Boxen hätten aggressive zischelnde Höhen. Diesen Eindruck kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Ich empfand die Höhen als sehr stimmig. Im Vergleich zu manch anderen Boxen sogar eher zurückhaltend. Bei Cassandra Wilson - Come On In My Kitchen sind mir die scharfen zischelnden S-Laute z.B. auf Genelec 1030-Studiomonitoren recht unangenehm aufgefallen. Auf den nuWaves waren die S-Laute zwar auch sehr deutlich und zischend (so ist die Aufnahme halt) aber nicht unangenehm.

Insgesamt sind alle Boxen sehr ordentlich verarbeitet. Insbesondere das Kirsch-Furnier der nuLines sieht sehr edel aus. Sehr positiv überrascht hat mich das Buchedekor der nuBoxen. Das sieht in Wirklichkeit um einiges besser aus als im Netz und im Katalog; vor allem sieht es ziemlich echt aus.
Dass man sich an der Nextel-Oberfläche der nuWaves auch stoßen kann, kann ich nachvollziehen, insbesondere beim Orange. Von weitem und je nach Lichteinfall sieht es tatsächlich wie knalliges Orange aus. Dann aber wieder, besonders aus der Nähe, eher nach einem Terracotta-Ton; insbesondere mit der seidig-rauen Oberfläche erinnert es wirklich ein wenig an einen Blumentopf (ein sehr schöner Blumentopf). Die seidig-raue Oberfläche kommt meiner Meinung nach auch dem Anthrazit sehr zu gute; dadurch ist die Oberfläche nicht einfach nur dunkel sondern wirkt ein wenig aufgelockerter. Mir haben die nuWaves beim genaueren Ansehen immer besser gefallen.
Die nuWave10 und die nuLine100 und sogar die nuLine120 wirken zierlicher als ich erwartet habe. Bei den kleinen nuWaves und nuLines liegt das sicherlich auch an der schmalen Front.

Grober Vergleich zu Boxen anderer Hersteller:
Aufgrund des zeitlichen Abstandes und der sehr verschiedenen Hörbedingungen kann ich hierzu natürlich nur ganz grob was sagen. Ggf. müsste ich hier nochmals im engeren Kreis direkt vergleichen. Recht gut gefallen hat mir ja die Elac 207.2, bei der ich jedoch fast ein wenig Dynamik und Spielfreude vermisst habe, die ich bei den nuWaves gefunden habe. Im Hochtonbereich meine ich im Gedächtnis zu haben, dass der Elac-Jet-Hochtöner etwas feiner und höher auflösend zu Werke geht. Das und was letztendlich ausgewogener klingt, müsste jedoch auf jeden Fall in einem näheren Vergleich abgeklärt werden! Die theoretischen Probleme, die bei einem Bändchenhochtöner auftreten können, sind ja ansonsten gelegentlich mal nachzulesen.
Die kompakten Dynaudio 52 habe ich etwas luftiger, räumlicher, "spielfreudiger" als die nuWave35 in Erinnerung. Auch hier könnte ich so nicht sagen, was letztendlich besser ist, bzw. was besser gefällt. Die Dynaudios sind ein gutes Stück teurer als die nuWaves und bieten nicht die Möglichkeit der Ergänzung durch ein ABL.
Die kompakte Harbeth, die mir auch recht gut gefallen hat, ist mir mit 1500 EUR für das gebotene schlichtweg zu teuer. Hier würde ich einer nuWave auf jeden Fall den Vorzug geben.

Welche Boxen habe ich mir bei Nubert nun mitgenommen? Vorerst mal keine, obwohl es klasse Boxen sind und meinen Hörvortellungen sehr entgegenkommen. Ich muss einfach noch ein wenig in mich gehen und mir die verschiedenen Optionen und Vorgehensweisen nochmals genau überlegen. nuWave35+ABL auf Ständern? Das entspricht finanziell der nuWave85, die aber wegen der Höhe problematisch ist. Oder dann doch eher die nuWave10, die in entsprechenden Räumen im Mittelton- und Tieftonbereich mehr zupackt als eine nuWave35? Mit welcher Box fange ich an (Einfluss des Hörraumes...)? ...
Vor allem habe ich aber bei der ganzen Vergleichshörerei in letzter Zeit bemerkt, dass meine 15 Jahre alten Mivoc 220S gar nicht so schlecht sind und für den damaligen Preis tatsächlich ein Schnäppchen waren, sodass ich mir überlegen muss, ob ich nicht doch wesentlich mehr Geld investieren muss, um diese eindeutig zu überflügeln und ob es in diesem Sinne nicht sinnvoller ist, die Investition noch ein wenig zu verschieben und mich zwischenzeitlich lieber mit ein paar guten CDs zu trösten ;).
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#43 erstellt: 07. Apr 2004, 20:49
Hallo bony2,

dieser Bericht alleine verdient es einen eigenen Thread zu bekommen! Hut ab für deine Mühen! *twothumbsup*

Markus

P.s. Weiter so!
bony2
Hat sich gelöscht
#44 erstellt: 09. Jun 2004, 17:18
Der Vollständigkeit halber Nr.2 ;): Ein Hörbericht der nuWave3 (+ABL) gegen meine alten Mivoc 220S.

Momentan gibt es bei Nubert ja ein paar Auslaufmodelle/Restposten im Sonderangebot, z.B. die nuWave3 versandkostenfrei für 188 EUR. Das hat mich nun endlich dazu bewogen, die nuWave3 mal zu Hause gegen meine 15 Jahre alten Mivoc 220S zu testen. Glücklicherweise habe ich letzten Donnerstag Mittag noch eines der letzten "gelborangenen" Exemplare und den Boxenständer Target XL-60 (55 EUR) ergattern können, die bereits am Samstag Vormittag bei mir eintrafen – spitze! Obwohl ich die Boxen in Schwäbisch-Gmünd bereits gesehen habe, war ich positiv von der hohen Verarbeitungsqualität überrascht, auch wenn es hier im Thread " Optik von Nubert-Boxen" einige gegensätzliche Meinungen gibt; für 188 EUR kann man jedenfalls nicht meckern. Wer kam eigentlich auf die Idee, die Farbe der Front "gelborange" zu nennen? Das trifft es wirklich überhaupt nicht. "Terracotta" trifft es um Längen besser! Die Boxen passen sehr gut zu Holzböden (und –Möbeln). Sehr positiv war ich von der Qualität der Boxenständer überrascht, die ja inzwischen leider nicht mehr bei Nubert zu bekommen sind. Sie sind robuster als angenommen. Die Oberflächen aus Stahl sind mattschwarz pulverbeschichtet und die Struktur ist ähnlich wie die des Außenrings des Tief-/Mitteltöners. Mit dem filigranen, leicht geneigten Standrohr gefällt mir der Ständer besser, als der teurere Ständer mit Glasplatte und fettem Alurohr. Ich verstehe allerdings nicht, warum der Ständer nicht auf die Möglichkeit vorbereitet ist, die Kabel im innern zu verlegen. In der oberen Platte, die in das Standrohr zur Montage der Lautsprecherstandfläche eingeschweißt ist, befindet sich zwar ein großes Loch, das aber an der unteren ebenso fehlt, wie in Lautsprecherstandfläche und Fuß.



Verstärker Onkyo TX-SR600E. Direct-Mode. CD über DVD-Player Onkyo DV-SP500, analog angeschlossen. Pegelabgleich mit Rosa Rauschen und Voltcraft Sound Level Meter. Der Wirkungsgrad der Mivoc scheint fast unerheblich kleiner zu sein; ihre Lautstärke muss im Vergleich um eine Einheit angehoben werden (Skala von 0 bis 100).
Die Membranflächen der Tief-/Mitteltöner sind übrigens exakt gleich groß, obwohl der Nubert-TT als 180er und der Mivoc-TT als 164 bezeichnet ist (der Außenring des Nubert-TT ist breiter).
Der Preis der Mivoc als Komplettbausatz lag vor 15 Jahren bei 239 DM pro Box.

Folgendes Foto zeigt die Aufstellung der Boxen. Es ist perspektivisch etwas verzerrt, weil es ohne übermäßigen Aufwand aus zwei Fotos zusammengesetzt wurde.



Nun aber endlich zu den ersten Höreindrücken. Zum Vergleich stehen mir halt leider nur meine alten Lautsprecher zur Verfügung, die wohl die wenigsten kennen werden:
Nach den vielen Lobgesängen auf die Monitor-Qualitäten der nuWave3 war ich ehrlicherweise zunächst fast ein wenig enttäuscht. Gerade im Hochtonbereich hätte ich einen deutlicheren Gewinn in der Auflösung erwartet. Daran gemessen, dass die Kompaktboxen, die ich bisher probegehört habe, preislich zwischen 800 EUR und 1500 EUR lagen, geht das Auflösungsvermögen der nuWave3 aber voll in Ordnung. Jedenfalls hält die Mivoc im Detailreichtum für mich überraschend gut mit. Im Hochtonbereich klingt die Mivoc etwas klarer aber noch nicht scharf; wahrscheinlich sind die Höhen etwas betont. Darauf scheint auch hinzudeuten, dass ich bisher überhaupt nicht nachvollziehen kann, wenn gelegentlich mal geäußert wird, die Nubert-Boxen klängen aggressiv in den Höhen. Desweiteren habe ich bisher den Eindruck, dass die Mivocs etwas räumlicher und luftiger spielen, ohne dass dies aber auf Kosten der Ortungsschärfe geht; der Raum scheint etwas tiefer und weiter, der Ton scheint sich etwas besser vom Lautsprecher zu lösen. Im Mitteltonbereich klingt die Mivoc etwas schlanker. Im Bassbereich geht die Mivoc tiefer, scheint aber leicht überbetont zu sein.
Die nuWave3 klingt allgemein sehr ausgeglichen. Die Höhen scheinen mir eher rund. Die Mitten sind fülliger. Wo Stimmen bei der Mivoc etwas tiefer im Raum erklingen, rücken sie bei der nuWave3 nach vorne und klingen voller und etwas präsenter. Der Klang einzelner Instrumente tritt klar heraus. Insgesamt stimmig aber irgendwie weniger dynamisch, irgendwie glatter und mit weniger räumlicher Tiefe als ich es z.B. bei der Dynaudio52 im Gedächtnis habe. Die Impulsverarbeitung im Mitteltonbereich ist wirklich sehr gut. "Bässe" sind knackig und klar umrissen. Allerdings fehlt mir eindeutig Tiefgang.
Die Güte der nuWave3 ist eindeutig herausgekommen, als ich die Lautsprecher und mich mit ein paar Sinus-Sweeps im Bassbereicht gequält habe. Man spürt deutlich (bzw. spürt es nicht), dass das Gehäuse der nuWave3 sehr aufwändig gedämpft ist. Das nur mit 2 Streben auf halber Höhe versehene Gehäuse der Mivoc aus 20 mm starken Pressspanplatten schwingt deutlich stärker. Zwischen 80 und 60 Hz gibt der Mivoc TM-Töner ein seltsam schnarrendes Eigengeräusch von sich. Bei der nuWave3 klang alles sehr sauber.

Soweit die allerersten Eindrücke.



Nachdem mir die nuWave3 im Tieftonbereich etwas zu schlank war, habe ich einige Zeit mit mir gekämpft, ob ich ein ABL-3/30 bestellen soll, oder gleich die größere nuWave8, die ebenfalls momentan im Sonderangebot ist. Die sehr geduldige Beratung an der Nubert-Hotline und im nuForum hat mich schließlich in meiner Tendenz zum ABL gestärkt, das ich gestern (Dienstag) bestellt habe und das bereits heute (Mittwoch) (!!!) geliefert wurde. In der kurzen Zwischenzeit habe ich mir fast ausschließlich die nuWave3 angehört. Dabei bin ich dann auf einiges Material gestoßen, mit dem das Auflösungsvermögen der nuWave3 doch recht deutlich wurde. Beim Umschalten auf die Mivoc kann ich manche Dinge zwar auch ausmachen, jedoch wären sie mir dort nicht aufgefallen, weil sie dort nicht präsent sind, bzw. im allgemeinen Klang etwas untergehen. Ganz eklatant fällt das Auflösungsvermögen (leider ;)) bei CDs auf, bei denen im Tonstudio geschlampt wurde, bzw. die Fehler haben, vielleicht, weil es nicht anders ging (z.B. Eva Cassidy - Songbird, eigentlich eine sehr schöne CD, auch auf den nuWave3, aber halt ein paar Fehler). Ein ganz anderes, sehr subjektives Zeichen für die Güte der Box: Bisher habe ich beim Zeitung Lesen im Hintergrund gerne etwas Musik gehört. Nun schaffe ich es einfach nicht mehr, mich auf die Zeitung zu konzentrieren, weil mich die Musik einfach immer wieder einfängt. Gute Boxen sind also schlecht für die Allgemeinbildung! ;).

Der allererste Eindruck vom ABL, mit den ersten Stücken von CD, war ebenfalls fast ein wenig enttäuschend (das ABL für 229 EUR ist dann ja nicht gerade ein Schnäppchen). Zum einen gibt es natürlich viel Material, wo unter 65 Hz gar nicht mehr so viel drauf ist und wenn, versteckt sich der Bass manchmal ein wenig hinter anderen Frequenzen. Der erste Eindruck hat sich aber ins Gegenteil verkehrt, als ich auf die ersten Stück stieß, die wirklich Frequenzen unter 50 Hz beinhalteten. Was einem da manchmal entgehen kann! Eine ganz sachte angetippte Basedrum. Oder auch die knackige Base bei Chris Rea - Auberge - Set Me Free. Oder Effekte bei etwas elektronisch angehauchtem Jazz, wie z.B. Bugge Wesseltoft - Moving. Desweiteren konnte ich feststellen, dass mit einem mal der Klang räumlicher erschien. Er hat nun wieder mehr Tiefe und es klingt nicht so flach. Wirklich der Hammer, was das Teil aus Kompaktboxen herausholen kann!

Mit dem ABL bin ich nun bei 300 EUR pro Box. Das scheint mir eigentlich auch noch sehr o.k.. Mir ist aber natürlich bewusst, dass es ein Menge weiterer guter Hersteller gibt. Hat mir vielleicht jemand einen ganz bestimmten Tip (300 EUR / Box). Inzwischen bevorzuge ich doch Kompaktboxen, weil die sich in meinem momentanen Raum am besten machen und weil sie sich nach einem Umzug und Aufrüsten auf richtig große Lautsprecher (ich habe HiFi-Blut geleckt ;)) gut weiterverwenden lassen (Surround, Schlafzimmer...). Auch gegen Studiomonitore bin ich nicht grundsätzlich abgeneigt, auch wenn das meist keine Schmuckstücke sind :..

Gruß
Christoph


P.S.:
Die Bilder sind mit größeren Versionen verlinkt --> anklicken.
Oller
Ist häufiger hier
#45 erstellt: 09. Jun 2004, 20:10
Hallo bony2,


ich habe auch jahrelang (20 Jahre?, kann das sein?) Mivoc 220s, bzw ich glaube es waren die Vorgänger, gehabt. Ich wollte dann was neues. Habe verschieden Franzosen und Engländer in den Läden probegehört und dann Nuberts nuWave 10 nach ausgiebiger Hörsession in SG mit genommen (nach langer Überzeugungsarbeit durch den Verkäufer. Eigentlich wollte ich die nuWave 35)).

Leider hat diese Box bei mit zu Hause überhaupt nicht geklungen, liegt wohl an meiner Raumakustik. Die Dinger gaben nur dröhnende Bässe und keine Mitten und Höhen wieder. Bei Frauenstimmen habe ich kaum den gesungenen Text verstanden. Klangen völlig anders als in SG. Hab sie nach 3,5 Wochen zurückgesandt.

Habe mich dann völlig frustiert an meinen Internethändler, von dem ich meinen Verstärker und CDP habe, gewandt. Er hat mich telefonisch (lächerlich beim Boxenkauf - oder?) beraten. Meinte ich sollte Compaktboxen nehmen, habe ich dann auch gemacht.

Sind von ASW www.asw-loudspeaker.com, Heisen "Cantius II", sehen ok aus, erscheinen mir aber nicht so massiv zu sein wie die Nubis. Die Terminals sind ziemlich einfach gehalten, Rückseite ist nicht funiert sondern schwarz lackiert (der Rest ist Echtholzfunier oder Lack wahlweise)

Aber der Klang gefällt mir, bin rundum zufrieden.

Gezahlt habe ich 360€ (Ende 2003) fürs Paar. Ich denke hätte ich bei Nubert die nuWave 35 ansttatt den 10ern mitgenommen hätte ich die möglicherweise auch behalten.

Meine Frau mag die ASW auch lieber - aus optischen Gründen. Passendes Holzfurnier ist einfach wohnlicher als schwarze Seitenteile. Ist zwar nebensächlich, stimmt aber irgendwie.


Gruss Oller
bony2
Hat sich gelöscht
#46 erstellt: 11. Jun 2004, 08:19
Ja, die Raumakustik ist ein leidiges Problem. Ich stelle inzwischen auch fest, dass ich so um 45 Hz ein hässliches Resonanzproblem habe. Mal schauen, wie ich dem Problem Herr werden kann.
Peter_H
Inventar
#47 erstellt: 30. Jan 2005, 14:23
Hach, bei sochen Threads geht einem richtig das nostalgische Herz auf.

Meine letzten Lautsprecher waren ebenfalls die Mivoc 220S.

1992 im Rahmen der Anschaffung meiner ersten "richtigen" Anlage gekauft, war ich mit den Teilen bis vor 2 Jahren mehr als zufrieden. Zwischenzeitlich wurde die Anlage 1995 zu "Surround" mittels Center und 2 Rears erweitert.

Vor 2 Jahren meinte dann die Pflege-Nachbarskatze, ihre Krallen in die Membrane einer der Mivoc-Basschassis schlagen zu müssen... Naja, das war dann der eigentliche Auslöser zur Anschaffung der jetzigen Konfiguration (wollte ich ja schon länger - aber da war endlich ein Grund vorhanden ).

Die Mivoc habe ich schön eingewickelt noch im Keller stehen. Das Chassis wird irgendwann mal ersetzt (gibt's nämlich bei Mivoc noch!) und dann... naja, verkaufen? Meinem Bruder geben? Vielleicht für den geplanten Hobbykeller als 2.-Anlage einsetzen? Da bin ich noch unschlüssig...
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