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Showdown Nubert NuVero 140 gegen Gauder Cassiano als Ersatz für Nubert NuWave 125

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JTR1969
Inventar
#1 erstellt: 01. Dez 2016, 01:50
Hallo,

in der Folge meine Erfahrungen zu einem etwas ungleichen, aber ungemein spannenden Test:

Teil 1 - Rahmenbedingungen
Hintergrund des Tests ist die Überlegung mein altes Nubert NuWave 125er Set zu ersetzen. Kern des Surroundsets (11.1) sollen dabei die Stereoboxen sein. Damit soll zum einen damit dynamisches Heimkino, sowie hochwertiges Stereo möglichst bis in den Basskeller (30Hz) möglich sein. Denn ich will mich im Bassbereich (125er plus ATM = bis 25 Hz linear) nicht hörbar verschlechtern und jegliche Aufnahmen ohne Sub wiedergeben können (Sub nur für Heimkino).

Die Lautsprecher: Meine alten Nubert NuWave 125 (das Nubert Top LS-Modell vor 10 Jahren sowie Nubert NuVero 140 und zum Vergleich absolute High End Boxen Gauder Cassiano (bzw. als Isophon Cassiano) mit Diamant Hochtöner. Interessant auch deswegen, weil die Nuberts für unter 5000€ und diese Gauder Boxen für nicht unter 15000 € zu haben sind.

Die Elektronik:
AVR: Denon 4810 (noch) plus potente Rotel 1575 Schaltendstufe ("Digitalendstufe"). Daneben eine Lexicon RX-7 7-Kanal, 50kg Monster High End Analog Endstufe (UVP 7800 €) sowie eine Chord High End Stereo Vor-Endstufenkombination CPA 2200 und SPM 1200C für jenseits der 10000 €. Die Lexicon wollte ich als Mehrkanalendstufe betreiben, um den Receiver zu entlasten und 11.1 zu ermöglichen (meine bisherige Chord SPM 600 Schaltendstufe ist leider defekt und da der Denon nur 9 Endstufen besitzt musste ersatz her. Leider passt die Lex meiner Frau nicht, da neue Hifi Möbel ins Haus kommen und sie nicht zu stellen ist. Daher habe ich sie erstmal noch zum Testen. Zumindest mittelfristig soll die 1575 den Job der Endstufe erledigen. Die Chords sollen ein mögliches Nadelör bei der Elektronik zum Test verhindern. Zuspieler in diesem Fall ist ein Marantz CD 67 MKII SE. Für den Denon fungiert ein schnöder Panasonic BDT220 per HDMI Verbindung als Zuspieler. Leider hat die High End Surround Vorstufe Lexicon MC12 eines Freundes nicht mehr rechtzeitig zum Test den Weg in meinen Testraum gefunden. Wäre sicher auch ein interessantes Testobjekt und der perfekte "Zuspieler" für die RX-7 gewesen.
Bei Tests mit dem Denon 4810 wurden beide Boxenpaare auf die Haupthörzone und auf Zone 2/3 gelegt, um mit zwei Tastendrücken sofort umschalten zu können. Damit können sofort Klangunterschiede erfahren werden.
Bei allen Elektronikvergleichen bzw. Boxenvergleichen wurde die Lautstärke so gut es geht mit Mess Apps fürs Smartphone abgeglichen.
Der Raum:
qadratisch 5,2x6,6 m, Front an der schmalen Seite, Sitzposition fast mittig im Zimmer. Boxenaufstellung aktuell mit Wides über Audyssey DSX. Später dann wohl mit Decken LS und dann wohl leider ohne DSX, da nicht mehr in den neuen Receivern integriert.
Leider modern eingerichtet, sehr schallhart ohhne Akustikoptimierung.

Die Fragen, die es zu beantworten gilt:
Können die NuVero die NuWave bei mir distanzieren und die Gauder sich von den NuVero absetzen? Hat hierbei die Elektronik einen Einfluss?
Erhören von Unterschieden (Klangfarbe, Auflösung etc.) der Boxen im Vergleich der jeweiligen Elektronik und Einfluss der Raumakustik.
Die Gauder habe ich für fast eine Woche vom Hifi-Forum Baiersdorf zur Verfügung gestellt bekommen sowie eine Optimierung des Raumes mit Absorbern für den Bassbereich und Mittel-Hochton Bereich sowie Aufstelloptimierung und Entkoppelung der Gauder Cassiano. Dabei war auch klar, dass hier die Nuberts gegen die Gauders antreten sollen. Heiko Neundörfer (Hifi-Forum) wollte dabei beweisen, dass eine NuVero keine ernsthafte Konkurrenz zur Gauder darstellt.
An dieser Stelle noch mal ein Riesendankeschön für diesen Wahnsinns-Service . Danke auch für die High End Ohren meines Vaters, der immer noch das Gras wachsen hört und auch für Herrn Neundörfer für seine Klangeindrücke.

...weiter gehts mit Teil 2....

Boxentest1 Boxentest2
HeimkinoMaxi
Inventar
#2 erstellt: 02. Dez 2016, 00:06
MEEEEA geile Idee , danke vielmals für den Beitrag. Sowas ist genau mein Ding nur leider nicht meine Preisklasse

Btw konntet ihr auch den AVR direkt testen , also ohne dedizierte Endstufen? Das wäre mal spannend für mich. Welchen wirklich hörbaren Unterschied es bei "besseren" Endstufen gibt gegenüber denen eines AVR
ATC
Inventar
#3 erstellt: 02. Dez 2016, 01:44
Equipment für 20/30 Kilotacken im Raum und dann die Smartphone App....

Bin mal gespannt ob die Lautsprecher auf der ungünstigen, mittigen Sitzposition noch "wirken".
(Nubert und Gauder stünden bei mir persönlich sehr weit hinten auf der Liste, wie kommt man genau zu den Modellen? Noch weiterer Lautsprecher geplant?)
HeimkinoMaxi
Inventar
#4 erstellt: 02. Dez 2016, 10:34
Welche Modelle hätten dir denn noch mehr zugesagt in so einem Test ? Ich denke nämlich dass zumindest die NuVero für viele der bezahlbare "Einstieg" in echtes HighEnd ist. Der Vergleich mit einer so viel teureren Box ist schon ganz spannend soweit


[Beitrag von HeimkinoMaxi am 02. Dez 2016, 10:36 bearbeitet]
JTR1969
Inventar
#5 erstellt: 02. Dez 2016, 11:15
@HeimkinoMaxi
Ja das war auch ein wichtiger Punkt, ob die Vorstufe oder die Endstufe oder beides Nadelöre darstellen können, gerade wenn sehr hochwertige Lautsprecher angeschlossen werden. Und mich hat es auch gereizt noch bezahlbare normalo Lautsprecher wie meine Nuwaves oder auch die NuVero mit einer extrem teuren Box zu vergleichen

@ATC
Ja sorry, aber das Messequipment war wirklich nicht die tolle Sorte, aber in der Not weil nix vorhanden war hat die App aber sehr reproduzierbare ERgebnisse gebracht. Auf jeden Fall ist Einpegeln absolut Pflicht bei sowas. Als Testton hab ich auch nicht einen bestimmten Herzton genommen, sondern Rosa Rauschen, damit der gesamte Frequenzbereich erfasst wird.

Für die Lautsprecher habe ich mich deshalb entschieden, weil ich ja schon die NuWaves habe und dann die NuVeros die logische Weiterentwicklung sein könnten. Generell hab ich schon sehr viele LS in allen Preislagen und unterschiedliche Konzepte (herkömmliche Konzepte, Magnetostaten, Elektrostaten aktiv etc....) gehört und bin regelmäßig auf Vorführungen. An die Gauder bin ich zufällig rangekommen als ich mir die Rotel als neue Endstufe gekauft hatte und einen Vergleich mit Krell und Lexicon an einer anderen Gauder im HifiForum gemacht hatte. Dabei kam dann die Möglichkeit zustande alles bei mir daheim zu testen.
Aber natürlich haben andere Hersteller auch super Boxen im Angebot. Nur auf ein lineares Bassfundament wie bei einer 125er oder 140er bauen nur sehr wenige auf, gerade in der Preisklasse...



Nachtrag Equipment:
Ich habe bewusst auf den "Kabelklangbereich" verzichtet. Als Chinchkabel fungierten Nubert Hifi-Chinchkabel (nur bei der Verbindung Chord Vor Endstufe bzw. Marantz CD-Player zur Chord Vorstufe hab ich die Verkabelung von meinem Vater beibehalten, da waren die teureren Oelbach sowie ein mir unbekanntes Fabrikat angeschlossen).
Als Haupt-Boxenkabel diente ein 6 mm2 Kupfer/Silberlitzen (OFC) Kabel mit Bananas sowie ein 4 mm2 Silentwire LS8, also alles im Bereich <20€/m.
HeimkinoMaxi
Inventar
#6 erstellt: 02. Dez 2016, 12:40
Ich spare auf lange Sicht bereits auf eine Maranz Vorstufe und denke daran statt der Maranz Mehrkanal Endstufe dann Nupower D oder Crown XLS Fabrikate zu nutzen. Da die Crown eigentlich Studioendstufen sind bin ich auf deinen Vergleich sehr sehr gespannt. Grds müssten die Crown wie eigentlich "alle" separaten Endstufen besser sein als die mikrigen in den AVRs ; wobei hier wieder ein Vergleich zwischen HiFi Endstufen und "Profi" Endstufe vorläge ... ich weiß nur dass der Heimkino Club München teils mit AV Vorstufen und Crown Endstufen ( oder Rotel ) arbeitet wenn sie ihre DIY Lautsprecher verbauen.

Könntest du dazu am Rande auch Erfahrungen geben wie es mit dem Unterschied von HIFI Endstufen zu "anderen" aussieht ?


Und ich finde persönlich den NuVero Vergleich genial weil es an sich die bezahlbarste HighEnd Box am ganzen Markt ist !
ALUFOLIE
Inventar
#7 erstellt: 02. Dez 2016, 13:02
Wunderbar, wie fruchtbar die Werbeaussagen eines Herstellers sein können. "Bezahlbare High End Lautsprecher". Meiner Meinung nach kann man auch für weniger Geld einen Klang bekommen, der über Jahre zufrieden stellt / glücklich macht.

Nichtsdestotrotz finde auch ich den Vergleich zwischen den 3 Speakern sehr interessant. Würde ich gerne selber machen können.
HeimkinoMaxi
Inventar
#8 erstellt: 02. Dez 2016, 13:57
Naja ich bin da bei dir , hab selber ja "nur" Dali Zensor 5 und viel mehr gab mein Budget damals nicht her. Eine NuLine 264 würde wahrscheinlich in vielen Blindtests gar nicht so sehr schlechter oder anders klingen als eine 10k € Box. Wer weiß ...

Was die NuVero 140 so besonders macht ist das geniale Rundstrahlverhalten mit tollem Bass der bei sehr geringem Klirr bis 25Hz heranreicht wenn der Amp das liefert HighEnd könnte hier nicht besser getroffen sein wenn man es von ganz unten bis ganz oben neutral , linear und wirklich Pegelstabil mag. Irgendwann wird es Voodoo mit dem "noch besser klingen" für mich zumindest
JTR1969
Inventar
#9 erstellt: 02. Dez 2016, 14:58
Das mit Voodoo ist so eine Sache. Nach meinen Erfahrungen mit Blindtests trennt sich die Spreu vom Weizen und die Meisten (in diesem Fall Hörer) sind allenfalls in der Lage, dass sie Unterschiede wahnehmen, ohne sagen zu können was besser, was schlechter ist. Dazu zähle ich zB mit einem so wie die Meisten - schlechten Hörgedächtnis.
Aber es gibt nachweislich Personen, die trotz Blindtest Dinge/Unterschiede reproduzierbar hören können, die mir nicht begreiflich sind. Das kann einem viel Geld sparen
HeimkinoMaxi
Inventar
#10 erstellt: 02. Dez 2016, 15:06
Bin ich total bei dir ! Aber wenn ICH über einer NuVero keinen Unterschied mehr hören kann oder keine Verbesserung dann ist alles teurere am Ende doch nicht mehr als eine Beruhigungspille für das HiFi Gewissen da ja irgendjemand mit Goldohren diese Unterschiede die mir subjektiv entgehen evtl doch hören kann
Daher hört bei mir alles über einer NuVero auf Sinn zu machen ...besser höre ich einfach nicht
MasterKenobi
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 02. Dez 2016, 15:40
Nach diesen 58 Seiten stellt eine Nuvero nicht die Fahnenstange dar, sondern wird selbst von kleineren, günstigeren Lautsprechern geschlagen und das in allen Disziplinen. http://www.nubert-forum.de/nuforum/viewtopic.php?f=16&t=35236. Irgendwann wird dort sogar gegen eine ganz große Nuvero verglichen.
Für mich ist das jedoch ein recht unfairer Vergleich gewesen, da dort zwei komplett andere Techniken miteinander verglichen wurden. Passiv vs aktiv. Und zweites hat allein schon wegen ihrer Technik die Nase vorn. Unabhängig erstmal von Abstimmung, Klirr und Abstrahlverhalten.


[Beitrag von MasterKenobi am 02. Dez 2016, 15:43 bearbeitet]
HeimkinoMaxi
Inventar
#12 erstellt: 02. Dez 2016, 15:46
Auf welcher Seite genau wird dort dieser NuVero / Altiv Box Vergleich gezogen ?
JTR1969
Inventar
#13 erstellt: 02. Dez 2016, 17:23
Das eine NuVero nicht ende der Fahnenstange ist auch klar. Das war die 125er für mich auch nicht - sondern sie kann ein Kompromiss aus Charakter/Leistung, Design und Kosten darstellen.
Aber eine relativ linear abgestimmte Box zu finden, die in der Lage ist bis unter 30 Hz zu spielen (in dem Fall die NW 125 wie die NV 140er bis 25 Hz) in Anbetracht des Preises dürfte schwierig werden. Das hat auch die drei-viermal so teure Cassiano nicht geschafft - was aber auch nicht ihr Anspruch war. Hierzu hätte ich die Gauder Berlina RC9 zum Test nehmen müssen, die für knapp 100000€ dann endlich bis 30 Hz runter geht. Dafür nach Audio Testschrieb aber mit einer Bassüberhöhung bei 40-70 Hz, war mir nicht so gut gefällt. Wer schon mal den Frequenzgang der NV 140 (z.b. Test Stereoplay 06/2015) gesehen hat weiß wie linear die NV 140 abgestimmt ist. Dagegen ist die Gauder schon welliger (siehe Audio Testschrieb der Gauder Berlina RC9), d.h. wohl eben nicht mehr linear. Dass das aber u.U. nicht immer das entscheidende Kriterium ist haben meine Testerfahrungen gerade bewiesen, aber dazu in Kürze mehr.

Noch mal zu NV: Auch der Tiefgang der kleinen NuVeros ist schon erstaunlich. Ich konnte beispielsweise die NV 11 auch schon hören und war baff was aus diesem kleinen Böxchen an Bassimpulsen rausgeschleudert werden.

Letztlich hat jede Box ihren eigenen Charakter, und teilweise werden Schwächen vom Einen als nogo entlarvt und vom Anderen geliebt. Daher ist es auch nicht leicht einen neutralen Test zu schreiben, trotz meines Versuches hier, ist es nur ein subjektiver Test, da ich ja keine Messschriebe vorweisen kann.


Ich bin noch am verarbeiten des Tests und auch noch dabei.
Werde die ersten Ergebnisse denke heute noch reintipsen...


[Beitrag von JTR1969 am 02. Dez 2016, 17:25 bearbeitet]
JTR1969
Inventar
#14 erstellt: 02. Dez 2016, 19:45
Nun zu den Testergebnissen:

Teil 2 - Test NW 125 geg. NuVero 140 ohne raumakustische Verbesserung
Elektronik: Denon 4810, Rotel 1575, CD's zugespielt per Panasonic BD Player Ton über HDMI

Noch ein Nachtrag zum 4810: Für beide Zonen wird hier das unverfälschte Stereosignal wiedergegeben, also Direct, ohne Audyssey oder andere Klangveränderungen. Zur Sicherheit wurden die Boxen auch verstellt, d.h. die Position der jeweils anderen Box eingenommen, um zu starke Raumeinflüsse bezüglich der Boxenaufstellung auszuschließen. Ebenfalls wurden beide Boxen abwechselnd an die Haupt- „Neben“ Zone 2/3 angeschlossen, um mögliche Verfälschungen des Receivers aufzudecken.

Beide Boxen stehen von der Wand ca. 0,5 m entfernt.

Grundsätzlich ist die NuVero im Bassbereich deutlich dynamischer v.a. bei leisen Tiefbassanteilen.
Es fällt auf, dass die NW 125 im Tiefbassbereich bei leisen Tönen deutlich zurückhaltender zu Werke geht. Entweder sind die kleineren 18er Treiber der NV hier im Vorteil (schneller), oder es ist die allgemeine Abstimmung.
Bei Testtönen zwischen 20 und 40 Hz scheinen beide Boxen ähnlich laut die Töne wiedergeben zu können. Auch Raummoden werden ähnlich angeregt (die unterste bei mir ca. bei 34 Hz).
Der Mittenbereich ist dabei präsenter als bei der NW und etwas wärmer. Hier spielt die NW, deutlich heller und weniger gut ortbar. Ich habe das früher immer als räumlich beschrieben, bin mir aber nicht mehr so sicher ob es nun Klangcharakter oder Schwäche darstellt. Es hört sich irgendwie abgekoppelt vom Tiefton und Hochtonbereich an. Nicht schlecht, aber eben ein besonderer Charakter - ich habe mich über die Jahre daran gewöhnt und finde es gut.
Die NV spielt vom Basskeller bis in die Höhen gleichmäßig dynamisch und irgendwie wärmer. Auflösungsunterschiede oder weitere Charakteristika konnten nicht ausgemacht werden.

Mir scheint die NV 140 deutlich aufstellungskritischer bezüglich der Wandentfernung zu sein. Während die NW 125 auch näher als 0,5 m entfernt kein übermäßiges Dröhnen verursacht, neigt die NV140 hier deutlicher zum Dröhnen. Ein Wandabstand von mind. 0,5 m ist Pflicht. Ansonsten kann man aber auch die mitgelieferten Schaumstoffstopfen bzw. den Klangwahlschalter verwenden, um an die Aufstellungsposition anzupassen. Generell ist dieses Feature bei Nubert schon super. Hier können Höhen, Mitten und Bässe angepasst werden (geht bei der NW125 auch, aber nicht ganz so abgestuft im MittelHochton Bereich). Bei der Gauder ist dies zumindest für den Bassbereich möglich, aber sehr unkomfortabel an der Unterseite der Box.

Weiter mit Teil 3, Test Gauder mit raumakustischen Maßnahmen
ALUFOLIE
Inventar
#15 erstellt: 02. Dez 2016, 20:47

JTR1969 (Beitrag #14) schrieb:
Bei der Gauder ist dies zumindest für den Bassbereich möglich, aber sehr unkomfortabel an der Unterseite der Box.


Da hat der Entwickler ja richtig mit gedacht
JTR1969
Inventar
#16 erstellt: 10. Dez 2016, 20:21
Sorry, hatte noch keine Zeit meine Erfahrungen zu posten, jetzt gehts weiter:

Teil 3 - Test Gauder ohne Raumakustische Maßnahmen

War nur ganz kurz am Laufen, da konnte ich mir kein abschließendes Urteil bilden.



Teil 4 - Gauder plus raumakustische Optimierung mit Absorbern für Mittel-Hochton vorne mittig und hinten in den Ecken sowie Bassabsorber in den vorderen Raumecken. Dabei wurden die Gauder perfekt von Heiko Neundörfer aufgestellt (u.a.mit Spikes entkoppelt). Als Elektronik haben wir gleich auf die Chord - High End – Elektronik zurückgegriffen.
Das Ergebnis war, dass ich meine Testmusik noch nie so gehört habe wie in diesem Moment. Schwer das in Worte zu fassen, ihr kennt das „Geschwafel“ in den Testberichten der Presse. Aber es geht über die Tonalität, die LS-charakteristisch ist hinaus. Auflösung, und Durchhörbarkeit (kein Klangbrei), kein Dröhnen, Präzision im kompletten Frequenzspektrum, Schnelligkeit der Bassimpulse waren extrem gut. ABER wie würden die NV 140 mit der Akustikoptimierung spielen?

Weiter geht’s mit Teil 5
coreasweckl
Inventar
#17 erstellt: 10. Dez 2016, 21:12
"Auflösung, und Durchhörbarkeit (kein Klangbrei), kein Dröhnen, Präzision im kompletten Frequenzspektrum, Schnelligkeit der Bassimpulse waren extrem gut."

das gibt es auch für viiiiiiel weniger Geld z.B. im Musikantenstadl Laden und dessen Spitzenprodukten , in kleinerer Form auf die Konsole neben Mischpult gestellt.

In größerer Ausführung dann eben auf den Boden oder solide Stands gestellt und Schnelligkeit im Bass ist bei guten Lautprechern allein eine Frage des Raumes.."Schnelligkeit im Bass!" ist ein beliebtes Modewort in der Hifi Welt.

Es gibt einen E Bass, Kontrabass,Basedrum etc.etc.
Wie der auf dem Tonträger zu klingen hat, sagt dir in etwa ein Referenzkopfhörer . Entsprechend muß man an der Entzerrung der LS bzw Aufstellung und Abhörposition schrauben, bis es in etwa so ähnlich klingt....Alles andere ist aus meiner Sicht halt launiges Reden, daß die Hifi Welt allein für sich hat...


[Beitrag von coreasweckl am 10. Dez 2016, 21:16 bearbeitet]
JTR1969
Inventar
#18 erstellt: 10. Dez 2016, 23:02
Im Prinzip hast du Recht, cih bin ja auch kein Tontechniker oder Boxenbauer. Dafür gibts messtechnische Parameter. Wie auch immer hab ich alles nicht messen können. Ich hatte jedenfalls eine andere Wahrnehmung der Platzierten Instrumente, Klarheit, Staffelung und 3 Dimensionalität der Abbildung. Wir haben uns auf 3 Stücke, die aber nur zum Teil wiedergegeben werden reduziert. Die kenne ich aus zig Hörsessions in und auswendig und in dieser Zeit (2 Wochen) habe ich diese fast nur noch gehört. Zusätzlich kenn ich meinen Abhörraum logischer Weise auch.
Die Hörerfahrung ist halt schwer zu beschreiben, aber wie immer ist der 1:1 Vergleich per sofortiger Umschalten mehr entscheidend, da das Akustische Gedächtnis seehr kurz ist (zumindest bei mir).
coreasweckl
Inventar
#19 erstellt: 11. Dez 2016, 01:07

JTR1969 (Beitrag #18) schrieb:
...Die kenne ich aus zig Hörsessions in und auswendig und in dieser Zeit (2 Wochen) habe ich diese fast nur noch gehört. Zusätzlich kenn ich meinen Abhörraum logischer Weise auch.
Die Hörerfahrung ist halt schwer zu beschreiben, aber wie immer ist der 1:1 Vergleich per sofortiger Umschalten mehr entscheidend, da das Akustische Gedächtnis seehr kurz ist (zumindest bei mir).


du hast da natürlich auch viel Richtiges gesagt, besonders der letzte Satz wird ja von vielen Hifi Fans eher geleugnet, weil viele Diskussionen über die Qualitätsunterschiede von LS dann eigentlich fast überflüssig wären. Ich habe als alter Sack auch viel Geld verbraten und bin den damaligen Händlern auf den Leim gegangen, hab Lautsprecher gekauft, über die ich aus heutiger Sicht lieber den Mantel des Schweigens legen möchte..

ich gehe auch heute trotzdem gerne noch auf Hifi Messen, aber eher mit einem Schmunzeln, was Aussteller bzw. Händler da bez. ihrer Produkte da teilweise so behaupten..
Zweck0r
Moderator
#20 erstellt: 11. Dez 2016, 01:42

JTR1969 (Beitrag #16) schrieb:
ABER wie würden die NV 140 mit der Akustikoptimierung spielen?


Eine Basotectplatte an der Decke hat bei meinen NV 60 die Abbildung deutlich verbessert - obwohl ich direkt davor sitze (<1m Abstand). Bei größeren Hörabständen dürfte noch wesentlich mehr drin sein.
JTR1969
Inventar
#21 erstellt: 11. Dez 2016, 11:38

coreasweckl (Beitrag #19) schrieb:

JTR1969 (Beitrag #18) schrieb:
...Die kenne ich aus zig Hörsessions in und auswendig und in dieser Zeit (2 Wochen) habe ich diese fast nur noch gehört. Zusätzlich kenn ich meinen Abhörraum logischer Weise auch.
Die Hörerfahrung ist halt schwer zu beschreiben, aber wie immer ist der 1:1 Vergleich per sofortiger Umschalten mehr entscheidend, da das Akustische Gedächtnis seehr kurz ist (zumindest bei mir).


du hast da natürlich auch viel Richtiges gesagt, besonders der letzte Satz wird ja von vielen Hifi Fans eher geleugnet, weil viele Diskussionen über die Qualitätsunterschiede von LS dann eigentlich fast überflüssig wären. Ich habe als alter Sack auch viel Geld verbraten und bin den damaligen Händlern auf den Leim gegangen, hab Lautsprecher gekauft, über die ich aus heutiger Sicht lieber den Mantel des Schweigens legen möchte..

ich gehe auch heute trotzdem gerne noch auf Hifi Messen, aber eher mit einem Schmunzeln, was Aussteller bzw. Händler da bez. ihrer Produkte da teilweise so behaupten.. :prost


Thats it, daher kann ich nur jedem empfehlen vor dem Kauf bei sich zu hause zu hören. Daher auch noch mal ein Riesenlob an HifiForum Baiersdorf. Wer darf schon fast ne Woche 20 k -Lautsprecher mit nach Hause nehmen und bekommt noch eine Raumakustikoptimierung dafür.
JTR1969
Inventar
#22 erstellt: 11. Dez 2016, 12:40
Schreck ich hab ja noch keine Fotos von den Cassiano und den raumakustischen Maßnahmen gepostet:

P1180075 P1180074 P1180077

Links die Gauder für den Einzeltest an der Chord, hier hat Herr Neundörfer darauf bestanden die NV und die NW aus dem Zimmer zu nehemen (Induktion). Hinten rechts die provisorischen Bassabsorber.

Bild mitte: Absorber für Mittel/Hochtonbereich in den Raumecken (hier hinter den SurroundBacks. Dadurch wurde der Nachhall auf ein erträgliches Maß reduziert.

Bild Rechts: die Tests Gauder gegen NV an den diversen Elektronik Teilen. Hinter dem Plasma wieder Absorber.
Meine Rahmenleinwand hab ich gar nicht gehängt, alles Tests lediglich Stereo. Fürs Heimkino blieb letztlich keine Zeit mehr.
JTR1969
Inventar
#23 erstellt: 11. Dez 2016, 14:20
weiter im Test:

Teil 5 - Test Gauder gegen Nubert Nuvero 140 mit raumakustischer Optimierung

Elektronik 1: Denon 4810 mit Rotel RMB 1575 (beide LS an der Rotel)

Das war für mich ein extrem wichtiger Test, da ich mit der Rotel und einem Receiver der Klasse eines 4810 in die Zukunft gehen will. Alles andere kostet extrem viel und was bringts? Gut das hab ich dann auch noch gemerkt

Hierbei hatte ich wiederum Unterstützung, um meine Wahrnehmung vergleichen zu können. Denon wiederum als Zuspieler, um mit zwei Tastendrücken hin und herschalten zu können.

Das Ergebnis hat mich etwas umgehauen, da hier die NV140 der Gauder in nichts nachsteht oder sogar in einigen Bereichen schlägt. So z.B. im Bass deutlich (auch bei Musik, Instrumental Trommeln etc) da hier die NV gerade bei leisen Passagen tiefer geht. Das war auch nicht verwunderlich, wenn man die Grenzfrequenzen und Abmaße der Boxen vergleicht. Dafür spielt die Gauder etwas kontrollierter im Tiefstbass, was aber wohl an den Raummoden liegt, (bei mir 34 Hz) welche die Gauder mit der unteren Grenzfrequenz von 39 hz deutlich weniger anregt, als die 140 mit 25 Hz. Zudem stand die NV und die Gauder weiter im Raum, als es dann in Zukunft sein würde. Also vermeintlicher Pluspunkt für die Cassiano, aber wir wissen ja um die Klanganpassung der Nuberts. Diese wird bei den NV auf die Spitze getrieben. Bassschalter absenken, oder insgesamt 2 Schamstoffstopfen für die Bassreflexrohre und die 140 spielt im Bassbereich sauberer und (zurückhaltend) und vielleicht so kontrolliert wie die Gauder (da haben wir aber nicht getestet). Eins steht aber fest, selbst bei Musik gibt es einige Stücke (meist hochwertige Aufnahmen oder Elektropop) bei denen 39 Hz (-3db) etwas zu wenig ist.
Die Mitten sind bei der Gauder an dieser Kette im direkten Vergleich deutlich wärmer, und prägnanter aber fast langweilig zugehangen. Es fehlt etwas Auflösung und die 3 dimensionale Abbildung, wie sie noch mit der Chord da war.
Da die Gauder generell über den etwas wärmeren sowie prägnanteren Mittenbereich verfügt, hatten wir zum Test die NV 140 weiter versucht anzupassen. So die Mitten angehoben und die Höhen abgesenkt. Den Mittenschalter stellten wir aber später wieder auf neutral. Mit den abgesenkten Mitten kam die NV dann an den extrem guten Diamanthochtöner der Gauder ran und spielte für mich seidiger, weniger scharf bei toller Auflösung (gut zu hören bei scharf geschlagenen Triangeln, Hit Hats, Ride Becken). Insgesamt spielt die NV wie aus einem Guss vom Tiefstbass bis in die höchsten Tönen (zumindest bis zu den 14 k, die ich im Moment wahrnehmen kann ). Generell war der Zugewinn an Klangqualität zum Raum ohne raumakustische Maßnahmen fast schon als extrem zu bezeichnen.
Um auszuschließen, dass der der Denon bei den unterschiedlichen Ausgängen in die Klangqualität reinpfuscht haben wir dann die Lautsprecher an den Ausgängen des Denon gewechselt, sowie die LS Kabel gewechselt. Zusätzlich haben wir die Lautsprecher am Aufstellungsort vertauscht um den Raumeinfluss auszuschließen, aber es blieb bei dem Eindruck. Das viel übrigens mir und meinem Vater gleichermaßen auf. Im direkten Vergleich für mich und auch für meinen Vater deutlicher Sieg für die Nubert (an dieser Kette).


Allerdings hat mir Herr Neundörfer vorher schon mit auf den Weg gegeben, dass die Gauder mit den Keramiktreibern eine sehr schnelle, starke Endstufe benötigt. Beim Test im Hififorum-Baiersdorf hatte ich schon meine Lexicon RX-7 gegen eine Krell sowie die Rotel 1575 an den Gauder Vescova gehört. Mir kam vom Gefühl her die Rotel schlechter vor. Die Lex und die 5 Kanal Krell waren sehr ähnlich während die Rotel im Mitten/Hochtonbereich schärfer und unharmonischer spielte. Im Bassbereich haben sich alle nix geschenkt, da war für mich gleichstand.
Insgesamt war ich mit dem Klang der Rotel zufrieden und hab die Rotel gekauft. Hintergrund war der, meine Frau zukünftig neue Hifi Möbel aussuchen darf, und gleichzeitig der Boxenupgrade vor sich geht. Grundsätzlich hatte ich mich für die Lex als neue Endstufe entschieden, da sie sicher über alle Klangzweifel erhaben wär (Verstärkerklang, wenns den gibt ist er für mich immer nicht so wahrnehmbar gewesen) und jeden LS antreiben kann, den es bezahlbar zu kaufen gibt. Nach dem Kauf zeigten sich aber die Nachteile: 180 W Leerlaufstromaufnahme, wahrnehmbares Brummen durch die 2 großen Ringkerntrafos, was aber bei solchen Monstern normal ist und Panzerschrankabmasse die gut ins dedizierte Heimkino aber weniger gut ins Wohnzimmer in Designmöbel passen und zum Schluss wird sie auch noch richtig heiß , wenn sie wie bei uns im Staub und kindersicherem Hifi Möbel stehen soll – kurz und gut für eine Familie, wo die Anlage den ganzen Tag im Wohnzimmer läuft (Kinder TV, WII-Spiele, TV, Musik Heimkino etc) trotz sicher tollem Klang suboptimale Alltagstauglichkeit.
Daher auch der Test in den eigenen 4 Wänden Rotel gegen Lex an guten LS mit Raumakustikoptimierung.

Sorry fürs Abschweifen, der nächste Teil bringt Aufschluss:


[Beitrag von JTR1969 am 11. Dez 2016, 20:27 bearbeitet]
JTR1969
Inventar
#24 erstellt: 11. Dez 2016, 21:21
Gerätekette 2: Denon 4810 mit Lexicon Rx-7

Die Rotel ist auf dem Papier sehr stark (500W all Channels driven und Dämpfungsfaktor 400 ), also mehr als die Lexicon. Aber alleine die Optik spricht für die Lexicon, Stromlieferfähigkeit pur…. Mein Ziel war es im Grunde zu zeigen, dass ein schnödes 11 kg Gerätchen sich als gleichwertig erweist.

Angeschlossen an die Lexicon spielte die NV dann für alle Beteiligten in den Mitten (hört sich bescheuert an aber wir haben für alle Charakteristiken in den 3 Stücken Passagen gehabt, die wir in und auswendig kennen, in den Mitten war es eine sehr helle leicht kratzige Frauenstimme) wärmer und für meinen Vater deutlich harmonischer mit nochmals weiterer Bühne sowie mehr Präzision. Da war ich an der Grenze dessen, was ich wahrnehmen kann. Das einzige was ich definitiv als deutlichen bewertungsrelevanten Unterschied ausmachen konnte war der Höhentest bei Ambra – Walking in the Air. Bei lauten Lautstärken war die Rotel nervig, die Lex viel weicher und weniger schrill. Wurde die Lex an die Gauder angeschlossen waren fast sämtliche negativen Seiten wie an der Rotel weg. Zu diesem Zeitpunkt bin ich als Tester ausgestiegen, die Ohren waren überlastet, ich konnte mir kein sicheres Urteil mehr erlauben.

Gerätekette 3: Chord Vor- Endstufe

Jetzt kam noch der Test mit der Chord an den beiden LS. Dass die Kombi anders klingen kann liegt sicher auch an den anderen DA Wandlern im Marantz CD –Player.
Für den Test ist hier wie immer trotz Einpegeln der Nachteil vorhanden, dass die Umsteckerrei auch im Blindtest Zeit kostet und ich dann höchstens noch klangfarbenunterschiede sowie Frequenzspektren (zumindest im Bass) wahrnehmen kann.
Die Chord spielte hier für mich absolut genial (siehe wieder die Eindrücke aus dem ersten Test). Die NV hatte sicher den Kopf vorne im Tiefstbassbereich (logisch) wenn uns aber der Tiefbass der Cassiano etwas kontrollierter vorkam. Laut meinen Ohren meines Vaters hatte die NV aber keinen Chance gegen die Cassiano. Die Cassiano kommt quasi aus dem Mittenbereich, hier strahlt sie mit 3 dimensionaler Abbildung Präzision und Auflösung. Die NV fällt hier deutlich ab ohne wirklich schlecht zu sein. Im Ansatz konnte ich bei den Blindtests dies erkennen. Deutlich wurde aber auf jeden Fall die unterschiedlichen Klangfarben. Die Gauder wärmer im Mittenbereich und nicht so tief herabreichend. Daher war ein Wiedererkennen quasi schnell möglich. Außerdem standen die Boxen nicht an der gleichen Stelle aber die Sitzposition schon ;).
Die Ortbarkeit und v.a. die Mittenortung war für mich bei beiden Boxen sehr gut aber mir breiter Bühne und viel Räumlichkeit. Da ich den Ohren meines Vaters aus der Erfahrung der Vergangenheit mit einigen Blindtests 100% vertraue, kann ich getrost das Fazit schreiben, dass die Cassiano die deutlich bessere Box ist aber auch supergute Vorstufen und Verstärkerelektronik benötigt und umsetzt. Die NV ist hier wesentlich unkritischer, kann Top Elektronik auch in besseren Klang wandeln, hat den tiefer reichenden Bass kommt aber insgesamt nicht an die Klangqualität der Cassiano ran. Passender wäre sicher ein Vergleich der NV110 gegen die Cassiano gewesen, vielleicht wäre der Bass der NV110 etwas kontrollierter und hätte auch die 34 Hz Raummode weniger „angepackt“.

Was die Elektronik anbelangt kann ich nicht sicher sagen, ob die Chord Vorstufe, die Endstufe oder beides in Kombination den Unterschied macht. Aber es war für mich weit weniger deutlich (bezogen v.a. auf die Performance der Gauder) wie der Wechsel der Endstufe. Oder anders herum die Denon AVR 4810 Vorstufe macht einen relativ guten Job.
aandre.n3u
Neuling
#25 erstellt: 02. Jan 2017, 17:11
Servus zusammen.

Ich hab mir gerade deinen Test durchgelesen. Danke dafür, ist nicht selbstverständlich alles zu Posten!
Ich kann aus eigener Erfahrung nur etwas über die NuVero 140 sagen, gestestet an höherwertigen Vollverstärker und einem AVR, hierzu gleich, es gab KEINEN Klangunterschied, darum gehe ich auch nicht näher darauf ein.

Wie du es schon selbst gesagt hast, der Vergleich mit der 110 wäre vermutlich "besser" gewesen, die große Nubert ist einfach eine andere Liga (Leistungs/Größentechnisch)!

Die NuVero 140 ist ein guter Lautsprecher, sehr kräftig im Bass (wenn man will) allerdings ist die Auflösung nicht wirklich gut, z.b. eine Canton Chrono 509.2DC spielt mehr Details. Grob kann man sagen, wer sehr gern laut hört und richtig Bass mag, ohne dabei auf Details besonderen Wert zu legen, dem kann ich die NuVero 140 bedingungslos ans Herz legen! Ein Subwoofer wird definitv überflüssig für Musik in z.b 30qm. Optimale Einstellung für die "sauberste" Wiedergabe der NuVero 140 sind. Bass Neutral Mitten Prägnant Hochton Sanft. Stopfen rein! (Geschlossen)

Ich für meinen Teil, habe die Nubert trotzdem zurück gehen lassen.
Pegel und Bass ist für mich nicht alles, für die Größe der Standlautsprecher und den vielen Chassis nicht wirklich verwunderlich.
Besondern loben möchte ich trotzdem die vielen Einstellungsmöglichkeiten auf der Rückseite, diese erlauben sehr viel Spielraum auch bei der Aufstellung!

Grüße
André
HiFi_Sepp
Inventar
#26 erstellt: 02. Jan 2017, 18:00
Entschuldige bitte, aber ich kann Deine Meinung da nicht teilen, André.

Man kann der NuVero 140 oder den Nuveros allgemein ankreiden, daß diese Lautsprecher im Mitten und Hochtonbereich nervig sein können, aber die Auflösung der 140er ist nach meiner Erfahrung der Canton Chrono deutlich überlegen. Die Chrono würde ich von der Auflösung eher z.B. mit einer NuBox gleichsetzen.
Fand ich ehrlich gesagt nix besonderes.

Es ist richtig, daß Bass nicht alles ist und wirklich schwer einen Laustsprecher zu finden, der im Bassbereich mit der NuVero 14 mithalten kann. Dagegen gibt es aber Lautsprecher wie z.B. die Sonus Faber Venere 2.5, die bessere Auflösung und für meinen Geschmack eine angenehmere Wiedergabe im Mitten und Hochtonbereich haben. Leider ist der Bass richtig Mau.

Ich wollte damit jetzt keinen Glaubenskrieg lostreten, sondern nur meine Höhrerfahrungen mitteilen.
Lautsprecher sind letztlich auch Geschmacksache.

@JTR1969
Danke für Deine Mühe und den langen Bericht


[Beitrag von HiFi_Sepp am 02. Jan 2017, 18:01 bearbeitet]
HeimkinoMaxi
Inventar
#27 erstellt: 02. Jan 2017, 18:27
Fand jetzt ehrlich gesagt die Auflösung ebenfalls exzellent bei der NV140 , nervige obere Anteile empfinde ich nicht so. Das Problem habe ich aber auch mit meinen Dali nie gehabt , andere schon. "Zu viel" Bass finde ich weniger schlimm da man den leicht absenken kann. Zu wenig dagegen ist murx. Finde ICH zumindest. Ich hab kurz nach der NV140 noch B&W um 8000€/Stk und Canton K gehört. Die NV140 hat für meinen Geschmack die anderen in allen Belangen deutlich deklassiert. Aber subjektives Empfinden ist eben immer anders
aandre.n3u
Neuling
#28 erstellt: 02. Jan 2017, 19:32
Da gibt es nichts zu entschuldigen, jeder hat ein anderes Ohr, bei dem Vergleich allerdings am selben Platz und im selben Raum hört man die Unterschiede der Boxen deutlich.
Keine Frage, die Chrono ist der NuVero 140 in allen Bereichen unterlegen und klingt auch nicht besonders (andere Preisklasse eben), doch die Auflösung ist definitiv besser, die richtigen Titel in guter Qualität natürlich Pflicht.

Bei den Höhen stimme ich vollkommen zu, diese haben mich bei der Nubert auch etwas genervt, darum empfehle ich auch die Einstellung Sanft.
Die Mitten haben auf Neutral aber ein "Loch", darum bevorzuge ich Prägnant.

Das eine NuVero 140 die Canton K´s deklassiert ist aber Unsinn und liegt vermutlich nur daran, das der Geldbeutel Ohren bekommen hat
Beschreibe doch mal die Vorteile bitte.


Grüße
André
aandre.n3u
Neuling
#29 erstellt: 02. Jan 2017, 19:48
Ich bin der Meinung, um wirklich Lautsprecher zu finden, die einem klanglich am besten gefallen, dürfte man die Lautsprecher die gerade spielen NICHT sehen und den PREIS auch nicht kennen... das würde nämlich Einbildungen aufgrund von Optik oder Preis ausschließen!

Die Macht der Einbildung wird nämlich sehr unterschätzt, darum liebe ich Blindtest´s.


Grüße
André
HeimkinoMaxi
Inventar
#30 erstellt: 02. Jan 2017, 21:13
Ich kann es schwer beschreiben und der Vergleich hinkt etwas da mehrere Minuten bzw sogar Stunden zwischen den Lautsprechern lagen. Die NuVero haben einfach bei allen Musikstücken überzeugt , MICH zumindest berührt. Der Hochton kam mir gleich bekannt vor. Späteres Googeln ergab dass Dali wohl die Hochtöner der Nuberts baut. Evtl habe ich mich so an Dali gewöhnt dass mir die NuVeros deshalb besser als andere gefallen. Bei den Nuberts hatte ich das Gefühl den Klang greifen zu können. Dichte Atmosphäre und super Bass ! Die B&W gefielen mir gar nicht, leider. Mir kam es so vor als ob die Nubert vordergründiger in den Mitten spielte. Etwas räumlicher und mit mehr Bass. Die Canton sind schon großartige Lautsprecher aber mir persönlich zu luftig und grazil im Klang. Das Kernige fehlte mir einfach. Sie waren MIR zu kalt. Mein Freund sieht das ganz anders und mein anderer Kollege war von den B&W geflachst med. also liegt es wohl nur an meinen Ohren.

Und nein , Geldbeutel haben meine Ohren keine bekommen da ich mir aktuell keine dieser Boxen leisten kann. Ich habe nur spaßhalber hören wollen was nach obenhin geht. Für mich steht fest dass ich neben Dali nur Nubert kaufen werde. Vorausgesetzt die Marken behalten ihren Klang bei. Auch in günstigeren ( hochwertigen ) Serien hat mich neben der Opticon 8 nur die NuLine 284 wirklich begeistert. Ich kann es heute nur leider nicht mehr besser umreißen. Beim nächsten Probehören schreibe ich das ausführlicher. Aus der Erinnerung heraus aber heute wenig sinnvoll


[Beitrag von HeimkinoMaxi am 02. Jan 2017, 21:15 bearbeitet]
ATC
Inventar
#31 erstellt: 02. Jan 2017, 21:39
Hmm,

im selben Raum kannst du (welche K überhaupt?) die Canton und die NuVero nicht gehört haben.

Die Canton K ist im Vergleich zu der NuVero die Warme, und die NuVero die Kalte.

Die NuVero spielt mit mehr Höhenanteil, die K hat trotzdem die bessere Auflösung.
Dies wird sehr gerne verwechselt.

Desweiteren gibt es kaum eine Marke bei welchen es so schwierig ist den Klang so richtig frei von den Lautsprechern zu lösen,
hab ich selten bei einer NuVero erlebt.

Die Dali Opticon,
deren Probleme in der Auflösung erhört man sehr schnell wenn man zu der Rubicon umschaltet.

Möchte dir nicht zu Nahe treten, aber irgendwie scheinen hier ein paar Defizite in der Wahrnehmung vorzuliegen,
nicht böse gemeint.
DaleWintry
Stammgast
#32 erstellt: 02. Jan 2017, 21:43

HeimkinoMaxi (Beitrag #30) schrieb:
Der Hochton kam mir gleich bekannt vor. Späteres Googeln ergab dass Dali wohl die Hochtöner der Nuberts baut.

Die Hochtöner der Nuvero sind Seas 27TFF von Scanspeak und werden nach Vorgaben von Nubert bestückt.

Servus


[Beitrag von DaleWintry am 02. Jan 2017, 22:26 bearbeitet]
aandre.n3u
Neuling
#33 erstellt: 02. Jan 2017, 22:19
Hallo,

ich hatte den Vergleich mit den älteren Canton´s Chrono 509.2DC und der aktuellen Reference 3K, warum soll das nicht gehen?

Verstehe nicht, warum meine Wahrnehmung nicht i.O. sein sollte, ich habe geschrieben die Canton hat die bessere Auflösung, das trifft auch auf die Chrono zu, auch hab ich gesagt das ich die Höhen bei der NuVero 140 auf Sanft empfehle, da mir die Höhen sonst zu dominant waren.

Unterscheidet sich jetzt nicht wirklich von deiner Erfahrung, hast du ein Defizit?



Grüße
André


ps: ich kann absolut nachvollziehen was man an einer NuVero 140 findet, die Auflösung hat mich trotzdem enttäuscht.
HeimkinoMaxi
Inventar
#34 erstellt: 02. Jan 2017, 22:27
Nein ich hab ja oben gesagt und geschrieben dass ich keinen objektiven Vergleich ziehen kann. Aber so wie ich es gehört habe gefiel mir die NuVero am besten. Und ja die Canton 3K klangen für mich in der Hörumgebung ausgezeichnet. Aber sie sind und waren für mich immer noch Canton vom Klang. Ich werde aber bald mal wieder Probehören und evtl zeigt sich dann die von dir gesagte Wärme.
Dass die NuVero oder Nubert generell den Klang weniger ablösen stimmt schon. Gerade die NuBox ist hier nicht gerade ein Glanzstück Dass eine Opticon nicht mit Epicon oder Rubicon mithalten kann sollte klar sein. Aber um 2500€ Paarpreis sollte das hier richtig gesehen werden.. Aber egal , back to topic.


Nubert sagte in einer Presseauskunft selbst dass sie mit Dali gemeinsam den Hochton entwickelt haben und dieser dort gebaut wird. ODER ich habe das falsch verstanden was ebenfalls sein könnte

IMG_1764


Zum Vergleich der Lautsprecher - ich finde es nicht gerade fair anderen Wahrnehmungsfehler vorzuwerfen. Wir reden hier immerhin von absoluten Toplautsprechern. Ich habe klargestellt dass es sich bei meinen Höreindrücken nicht um representative Tests gehandelt hat. MIR gefiel die NuVero besser als die anderen obwohl die NuVero in einem normalen Wohnraum spielte während die Canton und B&W beim Händler in einem sehr trockenen guten Hörraum spielte
Ich habe keinen Wahrnehmungsfehler nur einen anderen Geschmack. Gut , mag sein dass die Canton besser auflösen ...die Chrono lösen auch besser auf als meine Dali Zensor von früher trotz ähnlichem Preises. Aber die NuVero sind diesbezüglich absolut iO für mich. Aber ich gebe zu dass ich für einen echten Vergleich beide nebeneinander bei gleichem Pegel und gleichen Lied hätte hören müssen


[Beitrag von HeimkinoMaxi am 02. Jan 2017, 22:33 bearbeitet]
DaleWintry
Stammgast
#35 erstellt: 02. Jan 2017, 22:32
Der dänische Hersteller ist Scanspeak. Ich hatte noch Seas im Kopf, die für die alte Nuvero die Hochtöner hergestellt haben.

Servus
ATC
Inventar
#36 erstellt: 02. Jan 2017, 22:39

HeimkinoMaxi (Beitrag #34) schrieb:
Aber sie sind und waren für mich immer noch Canton vom Klang.


Hmm,
wie klingen denn Canton?

Finde ich immer wieder interessant wie auch die Reference Serie mit in den "Canton Klang" mit einbezogen wird,
diese klingt doch gerade im Hochton und in Sachen "Wärme" DEUTLICH anders als alle anderen Canton,
beim Rest könnte man schon von Canton Klang sprechen, aber bei der K?...Nene

@André
Du warst nicht gemeint, sonst hätte ich dich zitiert.
HeimkinoMaxi
Inventar
#37 erstellt: 02. Jan 2017, 22:46
Ich will den Thread hier eigentlich nicht mit Canton zuspammen aber ich werde bei der nächsten Chance genauer zuhören und genauer hinhören. Tut mir leid wenn ich pauschal nicht das Gefühl hatte dass sie extrem viel besser oder anders spielte als andere Canton die ich kenne. Etwas sanfter und bekömmlicher vielleicht aber keine Welt. In DIESEM einen kurzen Reinhören kann ich mir keine gebührende Meinung bilden. Insofern tut es mir sehr leid dass ich überhaupt etwas gesagt habe. Generell ist es hier im Forum sehr riskant mal einfach seinen Eindruck zu schildern ohne sich anschließend mit einen wissenschaftlich profunden Testaufbau rechtfertigen zu können. Manchmal höre ich nur kurz rein und sage dann "Hop oder Flop" das behalte ich mir auch vor !
ATC
Inventar
#38 erstellt: 02. Jan 2017, 23:11
Du kannst natürlich Hopp oder Flop sagen nach kurzem Reinhören,
kein Problem,
nur musst du halt auch mal damit rechnen das jemand darauf reagiert

aandre.n3u
Neuling
#39 erstellt: 02. Jan 2017, 23:32
Ich finde es überhaupt nicht schlimm, jedem seine Meinung und Vorliebe!
Das Problem sehe ich nur in einem, verschiedene Hörräume! Jeder sollte wissen wie sehr der Klang vom Raum beeinflusst wird.
Leider hat man meistens keine andere Möglichkeit.

Um vielleicht doch etwas beim Thema zu bleiben "NuVero 140 Vergleich" würde ich sagen,
für den "echten" Preis von 4470,-€ sind die Nubert ein guter Standlautsprecher mit ordentlich Bass!
Z.b. eine Canton Reference 5K kann da vom Pegel/Tiefgang nicht mithalten,da nützt auch die "wärmere/bessere Auflösung nichts,
(wenn das jemand sucht), befindet sich aber in der selben Preisklasse bis 5000,-€.
Erst die Reference 3K kann das bieten und klanglich auch übertreffen, kostet allerdings schon "echte" 7500,-€ das Paar!

Deswegen wie schon geschrieben, für Pegel und Bass ist die NuVero140 ein Preis/Leistungs Tipp in meinen Augen.


Grüße
André
ATC
Inventar
#40 erstellt: 02. Jan 2017, 23:41
Nunja,
mehr Pegel und Bass gäbe es auch schon für unter 2k€ mit der Klipsch RF 7 MK II,
wenn es nur darum gehen sollte.
JTR1969
Inventar
#41 erstellt: 02. Jan 2017, 23:48
Kann nach meiner Test-Erfahrungen (nicht nur den oben beschriebenen) nur empfehlen verschiedenste Lautsprecher zu testen!
ABER: Man ist nicht immer in der gleichen Hörstimmung, Stress, Müdigkeit auch Tageszeit bestimmt das Klangempfinden und dann ist halt der Raum absolut maßgeblich in dem gehört wird.
Z.B. hat mir die Gauder vescova (eins unter Cassiano) im Abhörraum vom HifiForum nicht so gefallen wie bei mir daheim nach den raumakustischen Optimierungen an der Chord - Kette.

Ich halte es danach für schlicht unmöglich Lautsprecher in unterschiedlichen Räumen und zudem mit Zeitversatz beurteilen zu können.
Mein Gedächtnis bei "Auflösung" und "Akzentuiertheit" (von ernstzunehmenden Vollbereichs- Hifi-Lautsprechern) übersteht keinen Blindtest lediglich Grobdynamik kann ich mit Zeitversatz beurteilen. Hat man aber die möglichkeit AB Vergleiche mit schnellem Umschalten hinzubekommen, dann ist ein Unterschied in Feindynamik, Klangfarbe etc "sicher" möglich. Das geht nur wenn man die LS wirklich daheim stehen hat.

Da mir das mit den diversen LS - Herstellern zu aufwändig wäre habe ich gleich das Beste vom Besten mit dem realistisch bezahlbaren (NuVero) verglichen. Natürlich hab ich auch schon ein Bild von den NuVeros gehabt auch live gesehen. Daher war schon vorher die Optik nahezu das was wir uns daheim vorstgestellt haben.
JTR1969
Inventar
#42 erstellt: 03. Jan 2017, 00:06

aandre.n3u (Beitrag #25) schrieb:

Ich hab mir gerade deinen Test durchgelesen. Danke dafür, ist nicht selbstverständlich alles zu Posten!
Ich kann aus eigener Erfahrung nur etwas über die NuVero 140 sagen, gestestet an höherwertigen Vollverstärker und einem AVR, hierzu gleich, es gab KEINEN Klangunterschied, darum gehe ich auch nicht näher darauf ein.

Bin auch kein Verstärkerklangfan. Allerdings bei den Gauder war der Unterschied zwischen Denon/Rotel zur Chord-Kette sehr augenfällig. Die Keramiktreiber und der Diamant-HT scheinen hier "schuld" zu sein.


Wie du es schon selbst gesagt hast, der Vergleich mit der 110 wäre vermutlich "besser" gewesen, die große Nubert ist einfach eine andere Liga (Leistungs/Größentechnisch)!


Hab ich zwischenzeitlich nachgeholt. 140er gingen nach Schwäbisch Gmünd zurück und die 110er kamen. Allerdings die Gauder waren da nicht mehr zum Vergleich da.


Die NuVero 140 ist ein guter Lautsprecher, sehr kräftig im Bass (wenn man will) allerdings ist die Auflösung nicht wirklich gut, z.b. eine Canton Chrono 509.2DC spielt mehr Details. Grob kann man sagen, wer sehr gern laut hört und richtig Bass mag, ohne dabei auf Details besonderen Wert zu legen, dem kann ich die NuVero 140 bedingungslos ans Herz legen! Ein Subwoofer wird definitv überflüssig für Musik in z.b 30qm. Optimale Einstellung für die "sauberste" Wiedergabe der NuVero 140 sind. Bass Neutral Mitten Prägnant Hochton Sanft. Stopfen rein! (Geschlossen)


Danke für die Überlegung mit den Stopfen, das hole ich nach
Zur Auflösung: schwer zu beschreiben was letztlich gemeint ist. Ich verwende inzwischen Auflösung und Akzentuiertheit. Die Gauder Cassiano ist nach aller Wahrscheinlichkeit allen hier genannten Lautsprechern von der Theorie her (und von Testergebnissen, wenn man denenen glauben kann) überlegen. Die NuVero 140 spielt alle Details, die auch die Gauder wiedergibt. Der Unterschied liegt zum einen im charakteristischen Frequenzgang der Boxen (Gauder mittenbetont wärmer, NuVero nach den Testschrieb ultaneutral). Aber dann kommt noch die Aktzentuiertheit, Schnelligkeit und Bühnenabbildung mit der Trennung der Instrumente/Klanganteile. Hier spielt die Gauder besser.
Aber wenn man die LS Kabel umsteckt, dazwischen einen Kaffe genießt und wieder das gleiche Stück spielt hört sich das ganze auf der NV140 richtig lecker an und man vermisst nix. Ganz im Gegenteil, da die Gauder die letzte Oktave nach unten vermissen lässt. Und das bleibt leider immer im Gedächtnis. Man muss wissen, was man will...


Ich für meinen Teil, habe die Nubert trotzdem zurück gehen lassen.
Pegel und Bass ist für mich nicht alles, für die Größe der Standlautsprecher und den vielen Chassis nicht wirklich verwunderlich.
Besondern loben möchte ich trotzdem die vielen Einstellungsmöglichkeiten auf der Rückseite, diese erlauben sehr viel Spielraum auch bei der Aufstellung!


Ja, deswegen ging sie zunächst auch wieder zurück, aber da sauberer Bass (Sub aus) bei Musik süchtig macht, kam sie nun wieder und spielt gerade gegen die 110er
JTR1969
Inventar
#43 erstellt: 03. Jan 2017, 00:09
NV110/140

Hier mal der Größenvergleich 110 / 140

So gut die 110 im Bass ist (fast unglaublich gut), zwischen 110 und 140 hätte Nubert eine 120/130 zu platzieren
aandre.n3u
Neuling
#44 erstellt: 03. Jan 2017, 01:02
In deinem Fall, sehe ich das Problem etwas an der sehr nahen Wandaufstellung, zumindest macht das nochmal einiges aus.
Optisch natürlich im direkten Vergleich aufjedenfall die 140 :D. Ich vermute mal, das Akustikset ist auch wieder auf Reisen gegangen?
Dann wäre vermutlich die 110er doch die vernünftigere Wahl, da kein Potenzial verschenkt wird, ohne das es nicht mehr wirklich schön klingt.

Verstehst du?

Andererseits, wenn die Kohle nicht weh tut, gleich Zukunftssicher denken ^^



Grüße
André


[Beitrag von aandre.n3u am 03. Jan 2017, 01:06 bearbeitet]
ATC
Inventar
#45 erstellt: 03. Jan 2017, 01:13
Wenn die Kohle nicht weh tut,
dann könnte man gebrauchte B&M Prime 14 nehmen und hätte mal wirklich präzisen Bass

Ansonsten bekommt man für den Preis der NuVero 140 auch fast die Aurum Vulkan 8R ...oder die Focal Electra 1038...
HeimkinoMaxi
Inventar
#46 erstellt: 03. Jan 2017, 01:16
JTR hast du schon mal dran gedacht das endgültige System dann aktiv von Akustikern von zB MR-Akustik entzerren zu lassen ? Ob da noch was geht bzw wie du dann das Ergebnis einschätzt wäre mega spannend. Wenn man den Preis der Vergleichsboxen und deiner Kette bedenkt machen da die 600€ für die MR Jungs samt DSP den die mitbringen nicht mehr so viel aus
Evtl spielt eine entzerrte 140 ja sogar die Gauder in sämtlichen Bereichen an die Wand ....


[Beitrag von HeimkinoMaxi am 03. Jan 2017, 01:17 bearbeitet]
ATC
Inventar
#47 erstellt: 03. Jan 2017, 01:22
Fehlende Auflösung z.B. kann leider kein DSP wieder gut machen,
ein begradigter FG ist nur ein kleines Bauteil des Klangkomplex...
aandre.n3u
Neuling
#48 erstellt: 03. Jan 2017, 01:31
Hier geht es doch gar nicht mehr nur um den Klang! Es wird doch auch eindeutig als Wohnzimmer genutzt, da entscheidet die Optik auch sehr viel und die Frau hat die Nuberts abgesegnet....

DSP find ich gut, nutze ich selber, allerdings nur als FineTuning....


Grüße
André
JTR1969
Inventar
#49 erstellt: 03. Jan 2017, 11:38
Hi Andrè, du hast es bezüglich Optik gut beschrieben. Die Optik muss stimmen. Mit dem Klang der Nuwaves war ich zufrieden, ohne direkten Vergleich macht Musik und Heimkino viel Spaß. Aber wir wollten die Surrounds (waren ja insgesamt 6 mit den Wides) von den Säulen an die Wand bringen. Und da hatte ich die NV 50 als relativ eleganten Wand-LS schon immer auf der Rechnung. Diese hängen jetzt und damit ist der Hauptbereich des Wohnzimmers zum ersten mal seit 10 Jahren nicht mehr Boxenorientiert (haben die Surrounds in Kristallweis). Dazu die goldfarbene Front (AW 17, 110/140, 70) ist schon extrem lecker. Gut das eine ist die Optik, das andere der Klang. Dass die Nuveros nicht völlig versagen war klar. Daher eben null Risiko für den Test und vergleichen mit den alten 125ern und der Gauder.

Meine Mindesterwartung bezüglich Klang war, dass die neuen nicht schlechter als die alten klingen sollen und der Tiefgang an die 125er heranreicht. Dass dieser übertroffen wurde (Tiefbassdynamik, nicht Pegel) und v.a. dass sie im Mitteltonbereich total anders klingen hätt ich nicht erwartet. Mit den Mitten hatte ich am Anfang daher das größte Fragezeichen, da ich mich an die 125er gewöhnt hatte.


[Beitrag von JTR1969 am 03. Jan 2017, 12:04 bearbeitet]
JTR1969
Inventar
#50 erstellt: 03. Jan 2017, 11:50

ATC (Beitrag #45) schrieb:
Wenn die Kohle nicht weh tut,
dann könnte man gebrauchte B&M Prime 14 nehmen und hätte mal wirklich präzisen Bass

Ansonsten bekommt man für den Preis der NuVero 140 auch fast die Aurum Vulkan 8R ...oder die Focal Electra 1038... :L


Klar haben andere Hersteller auch schöne und potente Töchter. Aber nur wenn ich diese daheim in den 4 Wänden testen kann, weiß ich welche überhaupt in Frage kommen kann. Bei Nubert (und Teufel) ist das einfach, Box kommt und wird wieder abgeholt. Wie kriege ich die Aurum oder Focal nach Hause geliefert und dann ohne Probleme wieder abgeholt? In meinem Fall hatte ich das Hifi-Forum vor der Tür und das Angebot die Gauder daheim zu testen (bin aber auch dort ein bekannter Kunde). Bei mir ist dabei hängen geblieben, dass in meinen 4 Wänden mit der richtigen Optimierung auch 20000 € Lautsprecher Sinn machen. Die NV sind derzeit für uns Optimal, aber was ist in 5 Jahren? Da wandern die NV vielleicht ins dann dedizierte Grobdynamische Heimkino und die Gauder oder sogar noch andere Boxen ins Wohnzimmer....


Fehlende Auflösung z.B. kann leider kein DSP wieder gut machen,
ein begradigter FG ist nur ein kleines Bauteil des Klangkomplex...


Hast du die Nuvero mal in einem Raum mit anderen Lautsprechern im Blindtest hören können?
JTR1969
Inventar
#51 erstellt: 03. Jan 2017, 12:03

HeimkinoMaxi (Beitrag #46) schrieb:
JTR hast du schon mal dran gedacht das endgültige System dann aktiv von Akustikern von zB MR-Akustik entzerren zu lassen ? Ob da noch was geht bzw wie du dann das Ergebnis einschätzt wäre mega spannend. Wenn man den Preis der Vergleichsboxen und deiner Kette bedenkt machen da die 600€ für die MR Jungs samt DSP den die mitbringen nicht mehr so viel aus
Evtl spielt eine entzerrte 140 ja sogar die Gauder in sämtlichen Bereichen an die Wand ....


Die Gauder konnten erst im optimierten Raum und mit der extrem kräftigen Chord Endstufe ihre Qualitäten ausspielen. Dann hat sich die Bühne aufgebaut (oder wie hier geschrieben wurde der Klang von den LS gelöst). Nicht dass die NV 140 dann schlecht war, sie hat dann auch zulegen können, aber die Chord spielte dann im Mitten-Hochtonbereich deutlich besser. Aber hier sind meine Ohren nahe am Limit.

Unterm Strich lautet mein Fazit, dass man sich weit vor einem Boxenwechsel oder Elektronikwechsel Gedanken über die Raumakustik machen sollte. Ob man da selber ran geht oder machen lässt sei mal dahin gestellt. Ich denke es würde die meisten überraschen, was in ihren Boxen an Klangreserven steckt.

In meinem Fall hatte ich schon vorher eine abgehängte Decke (Im Bereich Sofa, und dem zentral hängenden Beamer) geplant. Das wird als nächstes mit Akustikplatten sowie innen liegendem Absorberschaumstoff, Decken Lautsprechern und integrierter Beleuchtung umgesetzt. Da werde ich mir auch externe Hilfe von meinem Händler vor Ort einkaufen.
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