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Zusammenstellung der Anlage-> Boxen?

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Beitrag
folkmusic
Stammgast
#1 erstellt: 24. Feb 2003, 23:55
Hallo zusammen,
ich stehe da vor einem kleine Problem.
Ich habe mir eine Pro-Ject Perspective mit Ortofon VMS 30 Tonabnehmer zugelegt. Als Verstärker habe ich einen Musical Fidelity, Typ David (Class A Schaltung mit 2x20 Watt). Nun stehe ich vor dem Problem welche Boxen am besten zu der Kombination passen (Standboxen oder Regallautsprecher?), da der Verstärker ja nicht gerade "extrem" stark ist.
Ich habe schon mal an die B&W CDM1NT gedacht, da die mir auch sehr gut gefallen.
Ich hoffe mir kann jemand weiterhelfen.
Vielen Dank und schöne Grüße,

Folkmusic


[Beitrag von folkmusic am 25. Feb 2003, 01:16 bearbeitet]
Sonus
Stammgast
#2 erstellt: 25. Feb 2003, 09:19
eine schöne, vielversprechende Kombination
der Plattenspieler plus Musical.

Wenn Du mit B&W hochschwanger gehst dann nehme sie
doch.

Ob Stand oder Regallautsprecher, der Wirkungsgrad ist entscheidend.
Bin mir aber fast sicher das die echten 20 Watt einen Lautsprecher
gut auf Trab bringen.

Über Alternativen zum B&W möchte ich überhaupt nichts sagen.

Sonus
folkmusic
Stammgast
#3 erstellt: 25. Feb 2003, 10:52
Danke Sonus!
Wobei ich mir nicht so klar darüber bin wie ich nun den Satz
"Über Alternativen zum B&W möchte ich überhaupt nichts sagen."
interpretieren soll. Ich denke ich werde mir die Boxen mal zum probehören in die Wohnung stellen und dann höre ich mal. Da mir aber ein bischen die Orientierung und wohl auch das Fachwissen - die Anlage wird der erste Versuch mich ein bischen intensiver mit dem Thema zu beschäftigen - fehlt, wäre ich für Alternativen und ein bischen Background zum Thema sehr dankbar.
Bis dann und danke!
Gruß,
Folkmusic
Sonus
Stammgast
#4 erstellt: 25. Feb 2003, 11:09
na gut, wenn es nicht unerwünscht ist

Ein A1X von Musical lief mit TMRLautsprecher
hervorragend. Plattenspieler war LinnBasic/K5.

Ansonsten vielleicht Spendor S 3/5
Rogers LS 3/5a oder 5/9 , in diese Richtung.

Mußt Dich damit näher beschäftigen, mehrmals
reinhören, in eigenen 4 Wänden hören.
Nichts übers Knie brechen, es muß Dir gefallen.

Sonus
Tantris
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 25. Feb 2003, 11:13
Hallo Folk,

von der B&W CDM1 kann ich Dir nur abraten - die Box ist deutlich verfärbt, und durch die Fehlkonstruktion des "freistehenden" Hochtöners sehr aufstellungskritisch und in Wohnräumen mit sehr schlechter Abbildung behaftet.

Wenn es schon B&W sein muß, dann schau Dir lieber die Modelle DM601S2 oder DM602 an.

Ob das mit der geringen Leistung hinhaut, kann ich Dir natürlich nicht sagen - einen ordentlichen Wirkungsgrad sollten die Boxen schon haben. Ehrlich gesagt sehe ich auch den Sinn nicht so ganz, Boxen danach auszusuchen, ob sie zum Verstärker passen. Sinnvoller ist doch, die Boxen danach auszusuchen, ob sie zur Raumakustik und zum Einsatzzweck passen - anschließend wird dann der Verstärker so gekauft, daß er die Boxen antreiben kann. In Deinem Fall würde ich Dir deshalb raten, den Verstärker zu verkaufen, wenn er nicht ausreicht.

Gruß, M.
Werner_B.
Inventar
#6 erstellt: 25. Feb 2003, 11:19
folkmusic,

ich hatte im letzten Jahr Kompaktboxen gesucht und gefunden, aber keine B&W. Die B&W Nautilus 805 ist beim ersten Anhören schon ausgeschieden (ohne dass ich einen Vergleich gemacht hätte!), weil sie viel Hall produziert. Ich höre u.a. auch Klassik, habe Live-Konzert-Hörerfahrung und durch den Hall klang Kammermusik nach grosser Philharmonie, Philharmonie nach grosser Kirche. Schauerlich. Die CDM1-NT hatte ich ich auch noch angehört, war etwas weniger krass, aber im Prinzip hat sie dieselben Probleme.

Habe noch viele weitere gehört: Chario Academy Millenium I, Sonus Faber Concerto Home, Dynaudio 1.3. Bei anderer Gelegenheit auch welche von T+A, Mission, Elac, Quadral Aurum. Hatte früher Braun CM7.

Unter diesen sind mit Sicherheit am erträglichsten Dynaudio, Elac, Quadral. Aber: gegenüber meinen (ca. 15 Jahre alten) Braun konnte ich keine substantielle Verbesserung erkennen. Ich war ziemlich frustriert und hatte die Kaufabsicht schon fast ad acta gelegt.

Durch Leute wie Malte (hier im Forum als Tantris) und andere aus dem Profibereich bin ich dann auf Studiomonitore aufmerksam geworden (ich hatte auch so Vorurteile von wegen zu analytisch etc pp), habe mir schliesslich Klein+Hummel O300D gekauft (aktive LS), weil sie als einzige alle meine Kriterien erfüllen konnten, und weil sie akustisch einen erheblichen Fortschritt dargestellt haben gegenüber allem, was ich zuvor gehört hatte. Sind allerdings mit ca. Euro 4000-4500 das Pärchen nicht ganz billig, werden aber ziemlich sicher die nächsten 20 Jahre bei mir stehen bleiben.

Ansonsten hätte ich evtl. noch Versuche Richtung Nubert (ein Bekannter von mir ist ausserordentlich zufrieden damit), Canton (Karat-Serie), evtl. Cabasse unternommen. Das scheinen die seriöseren Hersteller zu sein, die sich um einigermassen gute Konstruktionen bemühen, wenig bis gar kein Sounding betreiben.

Bei Nubert bekommst Du z.B. eine NuWave3, wenn Du das ABL-Modul dazunimmst, kommst Du mit den Boxen praktisch so tief im Bass wie mit Standboxen oder meinen Hummeln. Der Haken: du brauchst eine auftrennbare Vor- und Endstufe (oder getrennte Vor-/Endverstärker), um das Modul einschleifen zu können. Die Endstufen sollten auch eher kräftig sein (z.B. NAD C350 oder C370) - Dein Verstärker ist dazu mutmasslich zu schwach.

Gruss, Werner B.
folkmusic
Stammgast
#7 erstellt: 25. Feb 2003, 11:47
Danke,
was ich irgendwie nicht ganz verstehe ist warum die B&W, Nautilus 805 und CDM1NT, in einigen Zeitungen diese "fabelhaften" Testergebnisse hinlegen und so hoch bewertet werden.
Gruß,
Folkmusic

PS.: Für weitere Anmerkungen zu meiner als erstes gestellten Frage bin ich naturlich auch dankbar.
Tantris
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 25. Feb 2003, 11:55
Hallo Folk,

das ist ganz einfach zu verstehen:

B&W schaltet gigantisch viele Anzeigen in den entsprechenden Blättern, macht viel PR (konstenlose Boxen zum Verlosen, Sponsern von Konzertreisen etc.) und läßt sich vermarktungstechnisch von den Journalisten "beraten" - da ist es doch ganz logisch, daß sie gute Einstufungen in den "Bestenlisten" bekommen. Die Bestenlisten sind doch ohnehin nur Vermarktungs- und Positionierungsinstrument, mit Klang hat das nichts zu tun.

Gruß, M.
Werner_B.
Inventar
#9 erstellt: 25. Feb 2003, 11:58
folkmusic,

"was ich irgendwie nicht ganz verstehe ist warum die B&W, Nautilus 805 und CDM1NT, in einigen Zeitungen diese "fabelhaften" Testergebnisse hinlegen und so hoch bewertet werden."

Es ist nur so erklärbar, dass die Zeitschriften im wesentlichen durch Werbeeinnahmen finanziert werden ... Wenn man die Preise dieser Presse vergleicht zwischen den 70er-Jahren und heute, dann stellt man fest, dass weit weniger teurer wurden als es der Inflationsrate entspricht (d.h. sie sind heute relativ viel billiger zu kaufen als damals). Das kann nur sein, wenn es andere Finanzierungsquellen gibt. Und wie heisst es so schön in Bayern: wer zahlt, schafft an.

Im übrigen lässt sich auch leicht sehen, dass die Redakteure recht wenig Fach-Know-How haben, die Tests sind subjektive Beschreibungen. Wenn ich z.B. Frequenzgänge sehe, die im Bereich +-4dB "zappeln" und dann lese, dass diese im Mittel ausgewogen seien, dann ist das kabarettreif.

Gruss, Werner B.
SteelRose
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 25. Feb 2003, 12:56
B&W 805 und CDM1NT sind keine schlechten Lautsprecher.
Das ist eben auch Geschmackssache.
Was ich bis jetzt von den Teilen gehört habe war schon
nicht schlecht - obwohl es nur normale Hörräume im
Hifi-Laden waren. Massig andere Lautsprecher im Raum und so.

Ob nun ein Lautsprecher verfärbt ist oder nicht...
Sorry, aber ich finde die Diskussion mittlerweile total albern.
Schliesslich kommt es wirklich auf den Hörraum an, ob Frequenzen verstärkt oder abgeschwächt werden.

Aussagen wie die sind Mist weil *blabla* sind nicht sehr viel Wert.
Ein Auto kauft man (normalerweise) auch erst nach einer Probefahrt und ausführlichen vergleichen.

Frag mal in einem Mercedes Forum, was sie von Audi halten...
Hier ist es eben gemischt, jeder hat seine Meinung und versucht sie dem anderen klar zu machen.

Bei B&W kommt natürlich noch ein Problem dazu:
Die Boxen sehen ganz nett aus und heben sich von der Masse ab.
Sie haben ihren eigenen Stil. Nicht wie die 08/15 Kästen von ELAC, Canton etc.
Ich glaube sowas ist im Audiobereich nicht gewünscht ;-).

Hab ein paar Hörproben genommen und bin selbst jetzt bei viel günstigeren Lautsprechern gelandet:
Ich werde mir die KEF Q1 testweise kaufen (ca. 350,-).
Bei Hörtests gefielen sie mir sehr gut, jaja auch optisch...
Wenn sie sich das nächste Jahr bewähren, werde ich wahrscheinlich
auf die XQ1 oder Referenzserie (201) umsteigen...mal sehn.

Gruss,

SR
wn
Inventar
#11 erstellt: 25. Feb 2003, 13:01
Hallo Steelrose,
ich habe auch die Q1 und bin mal auf Deinen Bericht gespannt nachdem Du die Boxen bei Dir installiert hast.
-Gruss, Wilfried
Werner_B.
Inventar
#12 erstellt: 25. Feb 2003, 13:19
@SteelRose:

"B&W 805 und CDM1NT sind keine schlechten Lautsprecher.
Das ist eben auch Geschmackssache. ... Ob nun ein Lautsprecher verfärbt ist oder nicht...
Sorry, aber ich finde die Diskussion mittlerweile total albern."

Nur dann, wenn man z.B. in Kauf nimmt, dass der Klang deutlich verfärbt ist. Wenn man als Ziel setzt, dass die Wiedergabe sich möglichst genau an's Original zu halten hat, ist es keine Geschmackssache. Ich würde jedenfalls auch keinen Diaprojektor (wenn ich fotografiere, dann steckt die künstlerische Leistung in der Aufnahme, ggf. noch im Labor, aber keinesfalls in der Wiedergabe, einmal abgesehen von Sonderfällen wie Multimediaschauen) oder Fernseher haben wollen, der alles rosa zeigt.

Und die Diskussion ist solange nicht albern wie es Leute gibt, die diese Differenzierung nicht bewusst machen können, weil sie die Hintergründe nicht kennen. Wenn ich ausschliesslich rosa Fernseher kennen würde, dann würde ich vielleicht auch glauben, dass dies das technisch machbare ist, dem ist aber offensichtlich nicht so.

"Aussagen wie die sind Mist weil *blabla* sind nicht sehr viel Wert."

Doch, doch, das ist eine deutliche Aussage bezogen eben auf das Ziel, dem Original nahe zu kommen. Das kann man natürlich ablehnen, aber ich meine, dass es zumindest bewusst geschehen sollte, indem man die Alternativen gegeneinander abwägt. Ist das denn bereits zuviel verlangt?

"Ein Auto kauft man (normalerweise) auch erst nach einer Probefahrt und ausführlichen vergleichen."

Beim Auto gibt es objektive Kriterien wie Leistung, Beschleunigung, Bremsweg etc etc. Würdest Du heute noch ein Auto kaufen, das den üblichen Tests zufolge erst nach 80m zum Stehen kommt statt nach heutigem Stand der Technik nach ca. 40m? Innerhalb dieses objektiv darstellbaren Rahmens ist es dann natürlich Geschmackssache. Im übrigen ist der Autovergleich recht problematisch, weil es nicht um die (passive!) Wiedergabe eines Fremdproduktes, sondern um dessen aktive Benutzung geht.

"Bei B&W kommt natürlich noch ein Problem dazu:
Die Boxen sehen ganz nett aus und heben sich von der Masse ab.
Sie haben ihren eigenen Stil. Nicht wie die 08/15 Kästen von ELAC, Canton etc.
Ich glaube sowas ist im Audiobereich nicht gewünscht ;-)."

Das ist mit Sicherheit Geschmackssache, darüber diskutiert aber auch kaum jemand. Ich finde z.B. die B&W nicht gerade so sehr attraktiv, haben was barockes - mein Standardausdruck dazu: Neureichenbarock.

Gruss, Werner B.
Sonus
Stammgast
#13 erstellt: 25. Feb 2003, 13:26
folkmusic,

die 20 Watt Class A behalten.

Erspart späteres jammern und klagen.


Sonus
Tantris
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 25. Feb 2003, 13:43
Hallo Steelrose,

Zumindest für typische Hifi-Anwendungen sind CDM1 und N805 ungeeignete und damit schlechte Lautsprecher.



Sorry, aber ich finde die Diskussion mittlerweile total albern.
Schliesslich kommt es wirklich auf den Hörraum an, ob Frequenzen verstärkt oder abgeschwächt werden.


Falsch. Klangfarbenneutralität im Mittelhochtonbereich hängt ausschließlich vom Lautsprecher ab und der Raum verbiegt hier praktisch nichts am Direktschallfrequenzgang. Im übrigen ist der Glaube, durch Kombination eines verfärbten Lautsprechers, der den Schall ungleichmäßig abstrahlt, in einem ungleichmäßig reflektierenden Raum eine neutrale Wiedergabe zu erhalten, absoluter Blödsinn.

Aussagen wie "Kauf Lautsprecher nach Geschmack, Klang ist subjektiv" sind Blödsinn. Wiedergabequalität ist objektiv, nicht subjektiv. Wer glaubt, einen Lautsprecher "nach Hörgeschmack" kaufen zu können, wird auf Dauer bitter enttäuscht werden.

Design von Lautsprechern ist nun wirklich Geschmackssache. Ich persönlich halte es da eher mit "Form follows function", einen Lautsprecher, der durch sein optisches demonstriert, daß seinen Erbauern die Funktion völlig egal war (wie durch die Fehlkonstruktion des aufgesetzten Hochtöners), finde ich nicht sonderlich erstrebenswert.

Gruß,

M.
folkmusic
Stammgast
#15 erstellt: 26. Feb 2003, 05:16
Hallo,
nochmals Dank für die Beiträge. Wenn jedoch die B&W so "verdammt" werden , wäre ich für alternative Vorschläge sehr dankbar (in Verbindung mit o.g. Konstelation).
Da ich mich nicht so sonderlich auskenne wäre es hilfreich wenn ich mir mal durch ein paar Alternativvorschläge einen kleinen Überblick verschafen könnte.
Gruß,
Folkmusic
Werner_B.
Inventar
#16 erstellt: 26. Feb 2003, 09:05
Vorschläge gab's doch schon, Namen sind genannt, musst Du eben noch ein klein wenig selbst recherchieren!?! Wenn Du bei der Nubert NuWave3 das ABL-Modul weglässt, dann sollte das auch mit Deinem Verstärker funktionieren, Du hast dann eben nur so wenig Bass wie mit den meisten anderen Kompaktboxen am Markt.
SteelRose
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 26. Feb 2003, 14:03
Hi,

jaja macht mich nur fertig ;-)

Hörgeschmack...lecker.
Ich hab noch ein paar alte Platten aus den 80igern.
Industrial von Skinny Puppy, Neubauten, frühe Frontline Assembly usw.
Die Teile hören sich auf meiner neuen Anlage viel zu sanft an.
Nur wenn ich die Höhen bis an den Anschlag aufdrehe, kommt die Stimmung ungefähr rüber.
Alter schlechter Speedmetal brauch meist noch etwas mehr Bass.

Das wäre es doch: Ein Lautsprecherpaar für jeden Musikstil.
Die einen mit viel Auflösung, die anderen mit Schalldruck, das paar mit den aggressiven Höhen für Industrial...

Das Feeling muss eben stimmen, nicht unbedingt der Frequenzgang.

Audiophil ist die Einstellung zwar nicht, aber ist ja hier auch ein Hifi-Forum.
Hifi ist doch die Musik so zu hören, dass sie Spass macht oder?
Insofern ein deeeehnbarer Begriff.

Gruss,

SR
Werner_B.
Inventar
#18 erstellt: 27. Feb 2003, 10:17
@ SteelRose:

"jaja macht mich nur fertig ;-)"

Das ist sicher nicht das Ziel.

"Das Feeling muss eben stimmen, nicht unbedingt der Frequenzgang."

Damit is klar, dass Du eben anderes anstrebst als die möglichst genau am Original orientierte Wiedergabe. Eine Bewertung in gut oder schlecht hängt eben immer von der Zielstellung ab, und Du hast ganz offensichtlich eine andere als ich sie habe.

"Audiophil ist die Einstellung zwar nicht, aber ist ja hier auch ein Hifi-Forum.
Hifi ist doch die Musik so zu hören, dass sie Spass macht oder?"

1. Halbsatz: da kann ich wohl zustimmen. 2. Satz: HiFi steht für High Fidelity, also hohe Wiedergabetreue, das ist genau das Ziel, das ich habe: Wiedergabe möglichst dicht am Original. Mit Spass hat das zunächst nix zu tun. An den Klangreglern beliebig drehen, damit es rumst mag dem einen oder anderen Spass machen, aber das ist eben eine andere Zielstellung.

Und genau diese unterschiedlichen Ziele klar herauszuarbeiten ist wesentlich, um zu verstehen, wie jemand etwas als gut oder schlecht bewertet.

Gruss, Werner B.
deadohiosky
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 27. Feb 2003, 14:43
Wenn der freistehende Hochtöner ein solche Fehlkonstruktion ist, warum verwenden KEF und Tannoy dann das gleiche Prinzip ? Diese Boxen werden doch auch von Fachleuten (Ingenieuren) und nicht von Marketing-Fritzen gebaut.

Ich glaube auch Sony hat solche Lautsprecher im Programm...

Edede
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 27. Feb 2003, 15:21
Werner_B, kann das sein das Deine Braun Lautsprecher geschlossene Boxen sind? Ich glaube in den letzten Jahren bemerkt zu haben das die geschlossenen Boxen von früher häufig den heutigen Bassreflex-Dingern überlegen sind. Leider werden die heute nicht mehr sehr häufig gebaut, aber nachdem ich nun wieder eine habe war sofort ein sehr angenehmer Wiedererkennungs-Effekt da, besonders im Bass. (auch wenn es ja kein akustisches Gedächniss gibt :D)

Hallo Folkmusik, die B&W werden nur von Einzelnen verdammt, andere sind glücklich damit. Hör es Dir zu Haus an. Leih Dir mehrer Boxen Deiner engeren Wahl oder, wenn Dein Händler zu schlecht dafür ist, kauf sie im Versand. Dann hast Du ein Rückgaberecht.


[Beitrag von Edede am 27. Feb 2003, 15:25 bearbeitet]
Werner_B.
Inventar
#21 erstellt: 27. Feb 2003, 15:47
@deadohiosky:

"Diese Boxen werden doch auch von Fachleuten (Ingenieuren) und nicht von Marketing-Fritzen gebaut."

Im Prinzip ja, aber es gibt in ordentlichen Firmen immer eine Abteilung namens Produktmarketing. Diese analysiert, was der Markt/Kunde (angeblich) will, schreibt eine Spec und lässt diese vom Engineering umsetzen. So ist das in einer kundenorientierten Firma im Gegensatz zu einer produkt-/technikorientierten. Diese Ausrichtung hat sich wie so oft aus Amerika ausgebreitet. Ich sage nicht, dass dies generell schlecht ist, es hat aber zumindest nicht nur Vorzüge. So hatten viele deutsche Firmen in der Vergangenheit Probleme, weil sie eben genau produkt-/technikgetrieben waren.

@Edede:

"... kann das sein das Deine Braun Lautsprecher geschlossene Boxen sind?"

Ja, die Braun CM7 waren geschlossene 3-Weg. Kompakte Gehäuse aus gegossenem Kunststein (annähernd 15kg pro Box trotz Maßen von ungefähr HxBxT 40x20x30!!!).

Die Hummeln gehen deutlich tiefer trotz fast gleicher Abmessungen (nur werden sie "gelegt" statt "gestellt" ). Deshalb bestand bei mir mit den Brauns immer die Versuchung mit der Loudness durch aufgedickten Oberbass mehr Bass vorzutäuschen. Diese Versuchung besteht mit den Hummeln nicht mehr - alles linear eingestellt auch bei leisem Hören. Nur an den Hummeln habe ich Ortsanpassung im Bass auf -3dB gestellt wegen Wandnähe.

Gruss, Werner B.


[Beitrag von Werner_B. am 27. Feb 2003, 15:49 bearbeitet]
Icarus
Stammgast
#22 erstellt: 27. Feb 2003, 15:48
Hallo Edede,

>Ich glaube in den letzten Jahren bemerkt zu haben das die
>geschlossenen Boxen von früher häufig den heutigen
>Bassreflex-Dingern überlegen sind.

So pauschal kann man das nicht sagen. Sowohl bei geschlossenen, als auch bei BR-LS kann die subjektiv empfundene Basswiedergabe sehr stark durch die Abstimmung beeinflusst werden.

Ein geschlossener Basslautsprecher mit einer kritischen Gesamtgüte von Q=0,5 z.B. ist in seinem transienten Verhalten perfekt, klingt aber sehr, sehr schlank. Bei einer Güte von Q=1 dagegen (andere Gehäusegröße) rutscht 1. die untere Grenzfrequenz nach unten und 2. wird der LS bei seiner Resonanz unkontrollierter (Überschwinger). Dadurch klingt die Basswiedergabe voller und nicht so straff.

Bei BR-Konstruktionen kann man bei insgesamt schlechterem Impulsverhalten ähnliche Effekte erzielen, nur ist dort die Gehäuseabstimmung wesentlich komplexer.

Gruß,
Icarus


[Beitrag von Icarus am 27. Feb 2003, 15:54 bearbeitet]
SteelRose
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 27. Feb 2003, 16:07
Hi Werner B.,

letztlich endet man bei jedem Versuch das optimale und
möglichst realitätsnahe Tonereignis zu reproduzieren doch
immer bei der Aufnahme.
Der Mensch, der die Aufnahme zusammengestellt hat, entscheidet,
wie sie sich zu hause anhört. Er entscheidet, wo er die Höhen wegnimmt, wie er die Sprache
abmischt, wie stark die Bässe ausfallen usw. Er bedient sich dabei doch seiner eigenen Ohren
und nicht irgendwelcher objektiven Frequenzmessungen.

Wer keine CD hat, wo der Mixer nicht geschludert hat, kann sich glücklich schätzen.
Ich hab etliche Lifeaufnahmen, Bootlegs usw. ohne Anpassungen des Frequenzgangs hören sie sich schlecht an.
Klangregler helfen einem oft die Schwäche der Aufnahmen auszubügeln.
Um schliesslich wieder näher an den Originalklang zu kommen oder an den Klang zu kommen, den man als Originalklang vermutet, oder mal gehört hat.

Der Studiomensch ist für mich der Koch.
Die Zutaten sind die aufgenommenen Instrumente.
Manchmal schmeckt alles perfekt, manchmal fehlt
aber eben der Pfeffer oder etwas Salz.
Manche Lautsprecher sind eben besser gewürzt als andere.
Gekauft wird das, was schmeckt.
B&W würzt eben hier und da mehr als andere.

Ich mag das Aroma auch nicht wirklich und bin sehr auf die KEF gespannt.

Gruss,

SR
Edede
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 27. Feb 2003, 16:10
Nun Icarus, ich habe von meinem Hörempfinden gesprochen, und von häufig, nicht von immer. Mein geschlossener, aktiver JBL-Sub klingt überhaupt nicht schlank. Nur mir erscheinen die geschlossenen Boxen viel trockener und präziser im Bass. Früher gabs hier ja fast nur geschlossene Boxen. (Isophon, Heco, Canton, Braun usw.) Die letzten 20 Jahre hatte ich aber nur Bassreflexboxen (überwiegend größere JBL). Die hatten bestimmt keinen schlechten Bass. Aber jetzt, nach Anschaffung der geschlossenen A2D, weiß ich wieder wie toll das ist. Ich hab ja noch `nen Päärchen A3D. Die sind wirklich gut. Auch im Bass, aber eben, wie soll ich das sagen, "üppiger". Ich weiß allerdings nicht was das für`n Prinzip ist. Die Box ist bis zum "Reflexrohr" vollgestopft mit Watte. Das häufig hrbare Basreflex-"Loch" fehlt jedenfalls.
Aber Loudness benötige ich bei beiden nicht, na gut, dürfte bei `ner aktiven Box auch nicht nötig sein.
Werner_B, Hummeln hab ich nur mal vor vielen, vielen Jahren gehört, die gehörten damals klanglich zum Besten was es gab. Da gabs keine Diskussionen drüber. Na, bei Aktiv ist klar das Du keine Loudness brauchst. Bei den Braun-Boxen kenn ich das aber eigendlich auch nicht, viel Power ist allerdings notwendig. Ich hatte einmal, kurz vor Brauns HiFi-Abschied eine Braun-Bassreflexbox (etwas ganz seltenes). Mit Metall-Hochton-Horn. Die war eigenartigerweise schlank im Bass, aber die konnte dir fürchterlich den Kopf leer pusten (fast PA). Damals fand ich das gut.


[Beitrag von Edede am 27. Feb 2003, 16:22 bearbeitet]
Werner_B.
Inventar
#25 erstellt: 27. Feb 2003, 16:29
@Icarus:

"wird der LS bei seiner Resonanz unkontrollierter (Überschwinger). Dadurch klingt die Basswiedergabe voller und nicht so straff."

So ungefähr könnte ich den Eindruck bzgl. meiner Brauns beschreiben. Die Hummeln sind gerade da weit besser.

Gruss, Werner B.
stadtbusjack
Inventar
#26 erstellt: 04. Mrz 2003, 17:10
Ich kann dir gerade bei schwachen Verstärkern Klipsch Boxen empfehlen! Klipsch Boxen gehören zu den wenigen brauchbaren Horn Systemen auf dem Markt, und haben so einen sehr hohen Wirkungsgrad. Abraten würde ich dir davon höchstens, wenn du Klassik hörst, weil das Hochtonhorn vom Prinzip her nich an die Neutralität von guten Kalotten- oder Bändchenhochtönern heran kommt.

Gruß, Jack
folkmusic
Stammgast
#27 erstellt: 14. Apr 2003, 17:12
Einfach so in den alten Beitrag:
Ich habe mich für die Klipsch RF 3 Mk II entschieden.
Hatte den Verstärker an andere angeschlossen und bin letztendlich an den Klipsch hängen geblieben. Rein subjektiv haben die mir am besten geklungen und wegen des guten Wirkungsgrades bei meinen 2x20W (wie oben beschrieben). Irgendwie hatten die was und bei Nick Cave, den Dire Straits, Wecker und paar Ska- und Folksachen im Test war ich sehr überascht. Außerdem hat der Händler mir die Dinger für eine Woche mit nach Hause gegeben und da kann man dann in aller Ruhe testen.
Als Kabel habe ich das Kimber 8 PR drangehängt. Das muss dann für den Hausgebrauch ausreichen.
Gruß,
Folkmusic



[Beitrag von folkmusic am 14. Apr 2003, 17:26 bearbeitet]
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