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Tagebuch meiner Suche (ex-"Tips für gute Stereo-Kette gesucht")

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landschrabbler
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 23. Feb 2006, 17:19
Hallo!

Ich darf mich mal vorstellen: ich bin der Jörg und suche eine neue Stereo-Anlage. Klingt erst mal komisch, ist aber so...

Angefangen hat alles mit dem fatalen Griff ins Zeitschriftenregal. Eigentlich ging es dabei um die Anschaffung eines neuen Bildwiedergabegerätes, aber die gekaufte Zeitschrift beinhaltete außerdem einen Boxen-Test. Thema: die neuen Heco Elans. Als alter Heco-Fan (meine ersten "richtigen" Box waren Heco Superior 700 - die laufen heute noch bei meinen Eltern...) habe ich mich a) sehr über den überragenden Test gefreut, und b) so bei mir gedacht "hm, die höre ich mir doch mal an!" - und das Unheil nimmt seinen Lauf...

Im nächstmöglichen Geizmarkt angekommen, lachte mir prompt deren Verkaufsaktion Canton Ergo 900irgendwas RCL entgegen. Na gut, warum nicht auch mal anhören. Entgegen aller Vorurteile gegen Geizmärkte habe ich dann eine höchst angenehme Stunde verbracht. Der Verkäufer machte sich nicht nur die Mühe, die Cantons (die zu diesem Zeitpunkt nicht im Hörraum standen) für mich anzuschliessen, nein, nach einer kurzen Einweisung in die Anlage lies er mich mit einem Haufen CDs im Hörraum alleine. Neben den Cantons stand hier die Elan 700 sowie diverse Elacs und Quadrals, mal teuere, mal billiger als meine Testobjekte. Befeuert wurde das ganze von einem Denon 1500er Amp plus Denon CDP. Musikalisch hatte ich den "Das Boot"-Soundtrack, die "Best Blue Note Record ever", eine Kruder&Dorfmeister und Bon Jovi "New Jersey" zur Hand. To cut a long story short: die Elans gefielen mir ausnehmend gut. Bei den Cantons hatte ich immer das Gefühl, ich würde überrollt, da war immer gleich der ganze Raum voll mit Musik - ein bißchen too much für mein Empfinden. Gerade bei dem Vorspann zu "Lay your hands on me" fiel das auf. Insgesamt erschien mir die Elan etwas, na ja, luftiger, feiner, kam eher auf den Punkt. Die Elacs (207.2) kamen irgendwie nicht so recht aus sich heraus, das klang ein wenig gequängelt. Dito die Quadrals (Platinum 820), die der Verkäufer vorher noch mit "hören Sie sich die auf jeden Fall auch mal an, die sind hammermäßig" angepriesen hatte. Punktsieg für die Hecos!

Eine Woche später, andere Stadt, anderer Geizmarkt (falls sich jemand fragt: kann der nicht mal in ein anständiges Hifi-Geschäft gehen? a) kommt noch, b) war auf der Durchreise): leider nicht ganz so ungestörtes Hören, diesmal wollte ich wissen, was an dem Lob der Presse für die Canton Ventos dran ist. Problem: keine eigenen CDs dabei, und die LS an unterschiedlichen Quellen. Erstmal kam ein Canton-interner Wettstreit: Vento an Yamaha-Voll-Digital-Kette (die mit dem kleinen Vorverstärker, MX-D1) gegen Karat bzw. Ergo an Marantz. In dieser Konstellation gefielen mir die Ventos nicht wirklich, da kam die Ergo gut mit, die Karat hingegegen klang ein wenig schmal - meines Erachtens nach auch ein Problem der Aufstellung, dass die seitlichen Tieftöner nicht wirklich zum Tragen kamen). Außerdem gab mir der Verkäufer seinen Geheimtip zum Besten: eine Yamaha NS8HX, wieder an der Yamaha-Kette. Wirkte gegenüber der Vento ein wenig stimmiger, hier vermute ich aber, dass Yamaha seine Komponenten gut aufeinander abstimmt.

Wieder eine Woche später, wieder ein anderer Geizmarkt: Auf der einen Seite Heco Elan 700 an NAD-Kette mit Vor- und Endstufe, auf der anderen Seite Canton Vento 809 und Dynaudio Focus 220 an Vincent-Hybrid-Kette mit zwei Monoblöcken. Diesmal musikalisch mit von der Partie: Steve Vai "Infinite collection", wieder K&D und Blue Note. Erst habe ich mir nur die Elan angehört, und war wieder begeistert. Dann gewechselt zu Canton und Dynaudio: die Canton klang um Welten differenzierter und weicher als beim ersten Kontakt - noch mal eine Klasse feiner als die Heco. Nicht umbedingt besser, aber feiner. Der Dynaudio fehlte meinem Empfinden nach das Volumen und die Feinheit.

Bis hierhin waren alle Besuche in den Geizmärkten eher unter dem Gesichtspunkt "Neugier" verlaufen. Aber nun hatte mich der Virus Audio infiziert...

In grauer Vorzeit hatte ich als Nachfolger der Heco Superior 700 die Braun M12 als Hörgerät - leider nur vorübergehend und an nicht wirklich tollem Equipment. Aber bislang war das das Beste an LS, was ich gehört hatte, und damit meine Messlatte für Neuanschaffungen. In Folge zwangen Platz- und/oder Geldmangel bzw. der Trend zum Surroundsound allerdings erstmal zu anderen Lösungen, zur Zeit höre ich ein Elac-Cinema-Set an Yamaha-Receiver, Pioneer-DVD und Denon-CD. Jetzt plane ich die Anschaffung einer (erstmal) reinen Stereo-Kette, allerdings möchte ich mir die Möglichkeit einer späteren Erweiterung in Richtung Multichannel/HomeCinema offenhalten.

Unter diesen Voraussetzungen habe ich dann erst einmal das Angebot geprüft, und suchte mir für den günstigen Wiedereinstieg in die Stereowelt u.a. als potentielle Quellen die Marke Cambridge heraus. Ein Besuch beim örtlichen FACHHÄNDLER half nur halbwegs - der verführte mich nämlich a) gleich noch in die nächsthöhere Preisklasse (640er Kombi), b) mit der Alternative Arcam (A65/CD73 bzw. A80/CD192), und c) mit Linn Lautsprechern! Zuerst mit Katan, dann mit Ninka... musikalisch haben wir uns durch alles mögliche durchgeackert, Jamie Cullum, Herbie Hancock, Joe Satriani - sogar das gute alte Dire Straits "Money for nothing"

Jetzt habe ich richtig Blut geleckt!

Zusammengefasst:
als Lautsprecher haben mir bislang die Heco Elan 700, die Canton Vento 809 und die Linn Ninka gut gefallen - allerdings immer an höchst unterschiedlicher Elektronik. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich diese Kombination höchst merkwürdig liest...

Als Elektronik hat mir die (zugegebenermassen teuerste) Arcam-Kombi gut gefallen - ich hoffe, in naher Zukunft einmal die Rotel-Kombi RA03RCD02 zu hören. Leider hatte der Händler keine Linn Classik da... ich frage mich halt auch, inwieweit aufeinander abgestimmte Komponenten hilfreich sein können (wie z.B. bei der Yamaha), immerhin schreiben ja die Naim-Jünger, dass Naim-LS eigentlich nur an Naim-Elektronik klingen (da werde ich demnächst mal die Allae an 5i testen...)

Langer Rede kurzer Sinn: ich würde mich über kreativen Input bei meiner Suche freuen - ja, ich weiß, hören ist alles, aber ich habe bei meiner Durchforstung dieses Forums schon ein paar interessante Sachen gefunden... wer weiß, vielleicht hat ja jemand noch ein tolle Idee?

Freue mich auf eine spannende Suche und eine rege Diskussion,
yours truly
Jörg
LaVeguero
Inventar
#2 erstellt: 23. Feb 2006, 18:54
Grüß Dich!

Erstmal Glückwunsch zum unterhaltsamen Bericht!

Im Grunde bist Du ja schon den Schritt gegangen, der hier stets gepredigt wird: Selber hören!

Deine bisherigen Erfahrungen sind tatsächlich sehr gemischt. Im Optimalfall solltest Du Dir 2 oder 3 Ketten mal nach Hause holen. Ein Fachhändler wird das im Regelfall gerne tun. Wie groß ist überhaupt Dein Hörraum? Vlt. kommen ja auch Kompakte in Frage!

Beim stöbern durch das Forum werden Dir enorm viele Marken begegnen, die alle gut sind, nur eben unterschiedlich klingen. Daher bleibt mir nichts anderes übrig, als noch ein paar Namen in den Raum zu werfen.

LS:
Tannoy Eyris, Monitor Audio Silver/Gold, KEF, B&W, JMLab Focal

Komponenten:
NAD, Arcam, Atoll, Vincent

Gruß, Rolf
landschrabbler
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 23. Feb 2006, 22:42
Servus Rolf,

jawoll, da hab ich doch ein wenig Info unterschlagen
der Raum ist 4x6m, aber u.a. dank Esstisch nicht voll nutzbar - wahrscheinlich muss ich die LS an der langen Seite aufstellen (wenn es StandLS werden). Bei RegalLS stehen sie an der kurzen Seite. An Kompakte habe ich auch schon gedacht, quasi als Einstieg... warum findet man kein Studio, wo solche LS tatsächlich mal in einem Regal stehen? Im Geizmarkt ist das schon eher wie im Regal, aber im Studio wird die Professionalität oftmals gerne mit schönen Standfüßen unterstrichen

Monitor Audio Silver RS6 habe ich zusammen mit den Linns gehört, hatte ich vergessen zu erwähnen - war so von den Ninkas faszieniert... ich finde das superspannend, dass diese Box mit mir, meinem Hören (und Geldbeutel) "wachsen" kann mittels Bi-/Tri-Amping/Teilaktiv/Vollaktiv. Dafür brauche ich dann aber halt von vornherein Linn-Elektronik.

Kennt eigentlich wer Micromega?
LaVeguero
Inventar
#4 erstellt: 23. Feb 2006, 23:42
Hi!

Bei dieser Raumgröße würde ich schon zu Standboxen greifen.

Nebenbei: Ständer für Kompakte sind kein Schnickschnack, sonder von enormer Bedeutung für die Klangqualität. Eine gute Kompakte ins Regal zu stellen, ist pure Geldverschwendung.

Kompakte machen in kleineren Räumen Sinn, da ein Standlautsprecher klanglich oftmals überdimensioniert ist. Aber, wie ich bereits schrieb, trifft das bei Dir ja nicht zu.
jubbi_25
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 24. Feb 2006, 00:14
Hallo Jörg erst mal Willkommen im Club der Neulinge!
Den Virus der dich gepackt hat kenne ich gut er breitet sich sehr rasch aus.
Es ist aber zum Glück mal ein angenehmer .
Nun wenn ich mal fragen darf wie teuer darf es denn werden
wäre hilfreich um dir Tips zu geben.
Erster Tip: versuche die Komponenten mit zu dir nach hause zu nehmen es gibt Händler die diesen Service anbieten.
Zweiter Tip: Lege das größere Buget für die LS an denn die behälst du sehr wahrscheinlich die längste Zeit.
Kann natürlich nur von meiner Erfahrung sprechen habe eimal LS gewechselt aber 4 mal den Verstärker.
Mein Tip an LS :T+A ,B&W,HECO,und WHARFEDALE.
Lass dein Ohr entscheiden.
Ok genug der Tips wünsche dir viel Glück beim suchen und noch mehr Spaß beim Genießen
black_heart
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 24. Feb 2006, 00:35
Hallo,

@LaVeguero


Eine gute Kompakte ins Regal zu stellen, ist pure Geldverschwendung.


Warum das denn? Könntest du dies bitte näher erläutern.
Habe da andere Erfahrungen gemacht.

@landschrabbler

schon mal an aktive LS gedacht? Gibt da ein paar interessante Alternativen und du musst keinen passenden Verstärker mehr suchen. Eine relativ günstige Vorstufe reicht.

Grüsse
black heart
Karem
Stammgast
#7 erstellt: 24. Feb 2006, 02:20
Also was ich bisher an ner Kombi gehört habe was mir sehr gut gefallen hat waren NaimElektronik 5i & Co an Boxen von Totem Acoustics. IMHO das Beste was ich je von der Box gehört habe und laut diversen Berichten sollen die in jeder Preisklasse fast nicht zu toppen sein. Wenn Du also einen Händler in der Nähe hast: nix wie hin

und jetzt geh ich schlafen
klingtgut
Inventar
#8 erstellt: 24. Feb 2006, 06:34

landschrabbler schrieb:

Monitor Audio Silver RS6 habe ich zusammen mit den Linns gehört, hatte ich vergessen zu erwähnen - war so von den Ninkas faszieniert... ich finde das superspannend, dass diese Box mit mir, meinem Hören (und Geldbeutel) "wachsen" kann mittels Bi-/Tri-Amping/Teilaktiv/Vollaktiv. Dafür brauche ich dann aber halt von vornherein Linn-Elektronik.


Hallo,

und wie hat Dir die Silver RS 6 gefallen ?



landschrabbler schrieb:

Kennt eigentlich wer Micromega? :?


ja


landschrabbler schrieb:
(da werde ich demnächst mal die Allae an 5i testen...)


bitte auch die Ariva nicht vergessen dafür dann aber an der X Serie ,die Kombi bietet meiner Meinung nach mehr Spielfreude und Spass als die Kombi Allae und I Serie, zumal wenn Du wirklich vor hast später mal upzugraden, so wie bei Linn von Dir beschrieben , hast du bei der I Serie keine Chance.

Viele Grüsse

Volker
landschrabbler
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 24. Feb 2006, 10:33
Hallo alle zusammen! Erst mal danke für eure Antworten - das funzt ja...

@LaVeguero:
Das mit den Kompakten und den Füßen verstehe ich schon - kommt auch ein wenig auf den LS an. Eine Infinity Kappa 200 z.B. passt allein von der Tiefe her nicht in ein handelsübliches Regal. Klar klingt das (obwohl man ja manchen Kompakten nachsagt, dass sie erst im Regal "aufblühen"), geht halt nur an der späteren tatsächlichen Aufstellung im Regal meilenweit vorbei. IMHO.
Aber die Entscheidung für StandLS fällt mir nicht schwer
b.t.w.: KompaktLS + Fuss ist ja preislich auch nicht mehr weit weg vom StandLS, und platzmäßig hab ich auch nix gespart...

@jubbi_25:
wie teuer? Kommt drauf an - okay, ist nicht die Antwort, die Du hören möchtest, aber... hab mit einer Kette für 1k€ angefangen und mich dann "hochgehört" - die letztgehörte Arcam/Linn-Kette käme auf gute 4k€. Klar möchte auch ich nicht mehr Geld als möglich ausgeben. Aber wenn's mir Spass macht

@black_heart:
aktiv ist mir bislang halt noch nix über den Weg gelaufen - hätte ich prinzipiell nix dagegen, kenn ich mich halt nur überhaupt nicht mit aus. Wie entwickelt sich sowas preislich?

@Karem:
ah, Totem - da hab ich bislang nur von gelesen, nie gehört, nie gesehen...

@klingtgut:
die RS6 hat mir schon gut gefallen, werde sie mir aber noch mal in Ruhe anhören müssen. Hatte vorneweg die Katan gehört, da fiel mir eins auf: die Katan hat akkustischen Bass (also in diesem Falle das Instrument), egal ob gezupft oder gestrichen, sensationell voll im Raum standen - hätte ich der kleinen Box kaum zugetraut! Danach die RS6 hatte ihre Stärke dann eher bei knalligeren Bässen und Beats - ich denke mal, da spielt das Volumen eine Rolle. Danach kam halt die Ninka dran, da hab ich dann alles andere vergessen

Schön, dass Du Micromega kennst...

Naim: die Ariva hat hier grad keiner, und die Allae höre ich mir eher aus Neugier an (Geldbeutel?). Aber wer weiß...


Jetzt noch mal ein kleiner Ausflug zurück zur Elektronik:
wie gut sind eigentlich Kombigeräte? Z.B. das Linn Classik CD, oder sollte ich doch nach (soweit noch zu finden) Majik und Ikemi suchen? Oder bei Arcam: was steckt eigentlich in dem Solo drin, und wie verhält sich das zu A65/Cd73 - mal ganz abgesehen davon, dass ich dann auch noch gleich einen Tuner onboard habe...

Naja, das WE steht vor der Tür, da werde ich mal ein wenig Hören gehen
LaVeguero
Inventar
#10 erstellt: 24. Feb 2006, 10:44

black_heart schrieb:
Hallo,

@LaVeguero


Eine gute Kompakte ins Regal zu stellen, ist pure Geldverschwendung.


Warum das denn? Könntest du dies bitte näher erläutern.
Habe da andere Erfahrungen gemacht.


Hi!

Ich sehe da sehr viele Probleme: Die Box steht weder nach hinten, noch zu den beiden Seiten frei. Darunter leidet die Räumlichkeit enorm. Der Bass wird überbetont. Das Regal selbst schwingt mit und dröhnt.

Auf einem Ständer ist die Box angekoppelt, da dröhnt nichts. Der Bass wird trockener und präziser. Aber auch die Mitten werden klarer, da die Box mehr Platz hat und nicht direkt die matschigen Reflexionen um die Membrane geschleudert bekommt!

Hinzu kommen noch ganz pragmatische Gründe: Ein Stereodreieck, gleiche Abstände, gleiche Höhe, gleiche Bedingungen zu allen Seiten, sind in einem Regal fast nie zu realisieren.

Natürlich klingt eine 500 Euro Kompakte im Regal besser, als eine für 100 im Regal. Aber ich bezog mich ja auf das verschenkte Potential.


klingtgut
Inventar
#11 erstellt: 24. Feb 2006, 10:44

landschrabbler schrieb:

@klingtgut:
die RS6 hat mir schon gut gefallen, werde sie mir aber noch mal in Ruhe anhören müssen. Hatte vorneweg die Katan gehört, da fiel mir eins auf: die Katan hat akkustischen Bass (also in diesem Falle das Instrument), egal ob gezupft oder gestrichen, sensationell voll im Raum standen - hätte ich der kleinen Box kaum zugetraut! Danach die RS6 hatte ihre Stärke dann eher bei knalligeren Bässen und Beats - ich denke mal, da spielt das Volumen eine Rolle. Danach kam halt die Ninka dran, da hab ich dann alles andere vergessen


Hallo,

wenn Du die RS 6 nochmal in Ruhe hörst solltest Du auf jeden Fall auch nochmal die RS 8 gegenhören.


landschrabbler schrieb:
Schön, dass Du Micromega kennst...


gell


landschrabbler schrieb:
Naim: die Ariva hat hier grad keiner, und die Allae höre ich mir eher aus Neugier an (Geldbeutel?). Aber wer weiß...


wo ist denn "hier" ?


landschrabbler schrieb:

Jetzt noch mal ein kleiner Ausflug zurück zur Elektronik:
wie gut sind eigentlich Kombigeräte? Oder bei Arcam: was steckt eigentlich in dem Solo drin, und wie verhält sich das zu A65/Cd73 - mal ganz abgesehen davon, dass ich dann auch noch gleich einen Tuner onboard habe...

Naja, das WE steht vor der Tür, da werde ich mal ein wenig Hören gehen :P


also der Solo klingt erstaunlich erwachsen,befeuert auch ohne Probleme Standlautsprecher wie die RS 8 und bietet sehr ordentliche Qualität im kompakten Gehäuse.

Viele Grüsse

Volker
landschrabbler
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 24. Feb 2006, 14:48
Mal schauen, ob der Händler die RS8 da hat, dito Solo...
"hier" ist Südfrankreich, weswegen ich u.a. auch nach der "französischen Variante" Micromega gefragt habe - schaut halt so ein bissl aus wie "ich wär gerne Naim"
aber vielleicht tu ich denen da Unrecht, gehört habe ich sie ja noch nicht. Außerdem bedeutet das für mich, dass ich (erstmal) keinen Zugriff habe auf die üblichen Verdächtigen aus deutschen Landen bzw. nicht den eigentlichen Ursprung (wer erinnert sich noch? Heco Elan 700!) meiner Suche vergleich-hören kann.
black_heart
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 24. Feb 2006, 17:16
Hallo,

@LaVeguero


Ich sehe da sehr viele Probleme: Die Box steht weder nach hinten, noch zu den beiden Seiten frei. Darunter leidet die Räumlichkeit enorm. Der Bass wird überbetont. Das Regal selbst schwingt mit und dröhnt.

Auf einem Ständer ist die Box angekoppelt, da dröhnt nichts. Der Bass wird trockener und präziser. Aber auch die Mitten werden klarer, da die Box mehr Platz hat und nicht direkt die matschigen Reflexionen um die Membrane geschleudert bekommt!

Hinzu kommen noch ganz pragmatische Gründe: Ein Stereodreieck, gleiche Abstände, gleiche Höhe, gleiche Bedingungen zu allen Seiten, sind in einem Regal fast nie zu realisieren.

Natürlich klingt eine 500 Euro Kompakte im Regal besser, als eine für 100 im Regal. Aber ich bezog mich ja auf das verschenkte Potential.


Habe meine LS von Ständern ins Bücherregal gestellt, was die Klangwiedergabe aus meiner Sicht verbessert hat. Das Regal schwingt nicht mit und dröhnt auch nicht. Hängt natürlich auch vom Regal und der sonstigen Aufstellung ab. Musik klingt nun direkter, präziser, trockener, ortungsschärfer. Man sollte allerdings darauf achten, dass die LS komplett von Büchern etc. umschlossen sind und der Bassbereich runter geregelt wird (oder BR-Rohr verschließen). Einziger Nachteil bei mir ist eine verringerte Tiefenstaffelung ansonsten nur Verbesserungen. Ich denke kompakte LS im (Bücher-) Regal kann durchaus Sinn machen und Vorteile bringen (vergrößerte Schallwand). Man kann’s ja mal probieren.


@landschrabbler


aktiv ist mir bislang halt noch nix über den Weg gelaufen - hätte ich prinzipiell nix dagegen, kenn ich mich halt nur überhaupt nicht mit aus. Wie entwickelt sich sowas preislich?


Preislich gehts von günstig bis teuer. Hier mal 2 Links zum durchklicken von Händlern, die auch im Forum aktiv sind:
http://www.hoerzone.de/
http://www.clausbuecheraudio.de/mam/

Vorallem die Produkte von ME-Geithain haben mir sehr gefallen. Muss noch ein wenig sparen und dann...
Ansonsten benutz mal die Suchfunktion im Forum und gib aktive Lautsprecher ein, oder so.

Viele Grüsse
black heart
lbeil
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 24. Feb 2006, 20:52
Hallo,

was die Elektronik an geht, habe ich ein paar Tipps für Dich.

Verstärker
Cayin - Röhre
Opera Audio - Röhre bzw. Hybrid (Röhre und Transistor)
Primare - Transistor
Audiolab - Transistor

CD-Player
Cayin - Röhre und Transistor (beide Ausgänge vorhanden)
Opera Audio - Rein Röhre
Audiolab - Transistor
Primare - Tranistor

Lautsprecher
unbedingtes MUSS die RS8 anhören

Versuche Dir verschiedene Konzepte in einem kleinen Studio anzuhören. Das was Dir am besten gefällt auf jeden Fall mit nachhause nehmen und übers Wochenende in Ruhe anhören.

Den Händler findest Du auf der Homepage der Händler:
www.cayin.de
www.operaaudio.de
www.monitoraudio.de

Bei Audiolab und Primare mußt Du beim Vertrieb nachfragen

Primare unter www.audiotra.de
und Audiolab unter henke@wharfedale.de

Gruß und noch viel Spaß beim Höhren

Sascha
landschrabbler
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 24. Feb 2006, 22:56
...oh mann, da wird die Liste der Möglichkeiten ja immer länger erstmal Danke für jeden Input!

Heute hat sich bei einem Erstbesuch in einem weiteren Hörraum endlich mal die Möglichkeit ergeben, die KEF's Q-Serie anzuhören. Zum einen die "alte" Q6, zum anderen die neue iQ9. Amp war der Denon 1500, CDP auch Denon (ich muss da mal besser drauf achten). Hatte leider nur eine eigene CD dabei, Marcus Miller "The sun don't lie" (Jazz).

Soviel vorab: ich war enttäuscht! Egal ob alt oder neu: die KEFs haben einen viel zu starken Bass! Ich habe zuerst die "alte", kleine Q6 gehört. Kaum hatte sie losgespielt, bin ich spontan zum Verstärker gelaufen, um zu prüfen, ob da wer am Bass-Regler rumgespielt hat - dem war nicht so: der Amp lief im Direct-Mode (witzigerweise hat auch der Verkäufer, auf das "Phänomen" angesprochen, genauso reagiert und am Bass-Regler gedreht). Interessanterweise war der gleiche Effekt bei der größeren iQ9 nicht ganz so ausgeprägt. Das klang ungefähr so, wie wenn ich an meinem Subwoofer den Pegel (zu sehr) hochdrehe. Für Mitten und Höhen hat mich der UniQ-Treiber auch nicht endgültig überzeugen können, das klang alles ein wenig überpräsent. Da fehlte so eine gewisse Luftigkeit. Der Unterschied alt/neu ist m.E. nach auch nicht riesig, wenn auch vorhanden.

Daraufhin haben wir nach Alternativen gesucht. Der Verkäufer hat mir daraufhin eine Davis Acoustics (kennt die wer?) Nikita vorgespielt, die allerding an einem Denon 2000 hing. Es ging dabei nur darum, ob ich mit dem Davis-Klangbild überhaupt etwas anfangen könnte, weil dann hätte er da noch was anderes auf Lager. Nun denn, die Nikita (eine übergroße Kompakte für 3k€ das Paar) spielte in die richtige Richtung, woraufhin der Verkäufer eine ander Davis Acoustics aus dem Lager holte (im Wortsinn - wir haben die LS erst mal ausgepackt). Dabei murmelte er etwas von 1200€ das Stück. Angeschlossen wurden sie wiederum an den großen Denon.

Was nun kam, war sensationell: diese Box hat wunderbar frisch aufgespielt, klar und präzise in den Höhen ohne überzubetonen, ausgeglichene Mitten und ein sauberer, präziser Bass. Vielleicht nicht ganz so enorm und druckvoll, aber sauber. Es wird ja gerne von "vom LS losgelöst" geredet; hier passte das. Dagegen wirkten die KEFs wie ein Megaphon (au hauerha, das gibt bestimmt Schelte). Und das schärfste kam hinterher: die 1200€ sind der Paarpreis!

Eine herumliegende Metallica-CD (das schwarze Album) hat mir außerdem an dieser Box zum ersten Mal vor Augen geführt, was eine gute von einer schlechten Aufnahme unterschiedet. Ich wollte eigentlich nur mal hören, wie der LS mit ein wenig "Krach" umgeht. Auftritt "Nothing else matters", eines der zehn Lieder, das ich mit auf eine einsame Insel nehmen würde - nach heute nur noch auf dem MP3-Player und per Ohrstöpsel. Das war, als ob man den Sound vor einem auf eine Leinwand projizieren würde - die räumliche Tiefe eines Blattes Papier. Kann ich mir demnächst meine alten CDs nicht mehr anhören?

Stellen sich mir abschließend zwei Fragen:
a) sind die KEFs wirklich solche (sorry) Krachmacher? Oder lag das an dem kleineren Denon?
b) wie schaffen es die Firmen, dass man heutzutage solche Boxen für soweing Geld bekommt? Die Elan 700, die Vinci, bitteschön auch die RS8 (die 6er war ja schon nicht schlecht) kosten alle grad mal 1200€ und klingen verdammt erwachsen?

Ich freue mich schon auf mein morgiges Wiedersehen mit der Vinci, dann habe ich noch ein paar mehr CDs dabei und die KEF iQ9 kommt noch mal an den selben Amp wie die Vinci - vielleicht bringt's ja was?
landschrabbler
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 25. Feb 2006, 23:31
Update Hörerlebnisse des Wochenendes
vollgepackt mit CDs habe ich mich heute auf den Weg gemacht. Die wichtigste Erfahrung war folgende: Hörgenuss ist abhängig von viel mehr Faktoren als bisher gedacht...

Zuallererst mehr zu meinem "Wiederhören" mit der Vinci. Vieles war heute anders:
a) der Standort, die LS standen an der anderen Wand des Raumes.
b) der Verstärker, heute der Denon 1500, gestern der 2000.
c) die Musik: gestern Instrumental/Jazz, heute mit Gesang.

Angefangen habe ich mit Friedemann, "My blue star", also noch instrumental. Wieder sensationell schön, luftig offen, da fliegt die Musik fast durch den Raum. Nachgelegt Kruder & Dorfmeister, "Useless", da ist ja viel Bass drin... huch, das dröhnt ja wie gestern bei der KEF? Schnell zum Prüfen den Marcus Miller von gestern ("Funny - all she need's is love") nachgeschoben - genau dasselbe! Den Verkäufer darauf angesprochen, bestätigt der, dass diese Seite des Raums weniger dämpft. Außerdem meinte er, dass ja noch keine Spikes an der Box dran wären. Die hat er dann drangebaut, aber geholfen hat's nicht viel. Daraufhin wurde umgebaut, alles rüber auf die andere Seite des Raums, mit dem Ergebniss, dass es zwar besser war, aber immer noch nicht wie gestern. Der Bass war immer noch zu füllig, zu dominant, zu unpräzise. Egal, jetzt wollte ich die LS trotzdem weiterhören, also Jamie Cullum "What a difference a day makes" eingelegt. Da hatte ich das Gefühl, als ob Jamies Stimme durch ein Stück Tuch hindurch kommen würde, irgendwie dumpf. Dann Peter Gabriel "Mercy Street", ähnlich gedämpfte Stimme, und was noch schlimmer war: extremes Zischen bei S-Lauten! Das war dann "Mersssssii Sssstreet"... leider war dann auch schon Feierabend.

Den Hörtest werde ich demnächst noch mal machen, dann mit dem 2000er Amp - ich möchte jetzt wirklich herausbekommen, ob dieser komische Bass am 1500er Denon liegt. Dann bekommen auch die KEFs noch mal eine Chance!

Vorher war ich in einem anderen Studio gewesen, bei denen ich meine Testaktivität eigentlich auf die Elektronik beschränken wollte. Probanden waren die Cambridge Azur 640 Komponenten und die Arcam Divas. Gerade bei Cambridge war ich neugierig auf den CDP und den Musikserver. LS waren B&W CM1 auf Stands. Zuerst kam der Cambridge-interne Vergleich dran, wobei ich zwischen dem reinen CDP und dem Server keinen Unterschied registrieren konnte - kann es sein, dass der Chipsatz hier die Musik macht? Immerhin hat der Server ja einen Brenner mit an Bord, also ein wahrscheinlich komplett anderes Laufwerk. Insgesamt war ich recht angetan von dem Klang, aber dann kamen die Diven dran, und die spielten insgesamt eine ganze Ecke freier daher, offener und spritziger.

Zum Quervergleich durften auch heute wieder die Linn Katan antreten, gleiches Ergebniss, nur noch ein wenig ausgeprägter. Danach wollte ein anderer Kunde die Monitor Audio Silver RS5 an den Cambridges hören, war ein willkommener Wechsel auch für mich. Half den Cambridges auch nicht. Danach den Arcam Solo als Quelle verwendet war das wieder eine andere, bessere Welt, auch mit den RS6. Übrigens, die RS8 wird in Frankreich nicht vertrieben, nach der Vorstellung der RS6 weiß ich aber gar nicht, ob ich es unbedingt noch eine Nummer größer bräuchte.

Im LS-Vergleich war ich ausnehmend positiv überrascht von der kleinen B&W. Im Vergleich mit den Katans gefiel sie mir vor allem, weil sie einfach eine Klasse größer (also volumenmäßig) klang. Ganz so trocken und neutral wie die Katans war sie nicht, eher ein wenig seidiger, weicher. Vor allem in Verbindung mit der Arcam Solo passte halt alles als wärs so geplant. Für die RS6 brauchts dann doch schon den A80.

Verdammt, das wird nicht einfacher... außer, dass ich Cambridge wohl von der Liste streichen kann. Umgekehrt habe ich ja heute gelernt, wieviel auch die passende Kombi ausmachen kann, nochmal, da klang die kleine B&W am Solo fasst so wie die große RS6 an A80/CD192. Und der Preis spielt ja irgendwann auch wieder eine Rolle.

Umgekehrt sieht man am Beispiel der Vinci, wie sehr die Musik die Musik macht - instrumental der Knaller, gesangsmäßig eher lau.

Nun denn, soviel von der Suche, bis demnächst in diesem Theater
Karem
Stammgast
#17 erstellt: 26. Feb 2006, 11:37
sehr interessanter Bericht. Bei Dir kann man die (Leidens-) Geschichte zur tollen Kette schön mitverfolgen

Da Du auch nicht so auf wummendernde Bassboxen aus bist, will ich Dir Totem nochmals an Herz legen. Ich hatte damals die Epos M12.2 gehört, welche mir im Vergleich zu einigen anderen Kompaktboxen am Besten gefallen hatte. Dann hörte ich in einem anderen Geschäft die Kompaktboxen "Rainmaker" im Vergleich zu den Epos 12.2. Der Bass viel präzieser, mehr Details. Als ich dann zu einem anderen Zeitpunkt einmal eine Totem Arrow gehört habe war mir klar, dass ich irgendwann eine Totem besitzen werde.

Im Internet habe ich dann einige interessante Berichte gefunden:
Hier meine Links:
http://www.audiorevi..._121078_1594crx.aspx
http://www.dbaudio.c...otem_hawk_REVIEW.pdf
http://www.positive-feedback.com/Issue10/totemstaff.htm

Ich hoffe ich konnte Dir etwas helfen.
Viele Grüsse
Karem
landschrabbler
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 04. Mrz 2006, 00:08
Hallo an alle!

Willkommen zu einer weiteren Runde meines "ich such ne neue Anlage"-Blogs

@Karem: danke für die Links, hört sich interessant an, leider müßte ich zum nächsten "revendeur" ca. 250km fahren... aber vielleicht ergibt sich ja was. Habe auch in der französischen Presse einen guten Bericht über die Sttaf gelesen.

@Ibeil: das mit der Röhre... hm, der günstigste Einstieg bei Cayin mit 1300€ ist schon satt - bedenke, da muss ja auch noch der CDP und die LS dazu. Opera ist da wohl eh zu teuer. Was hat es mit dem ES-Audio Meiler auf sich? Der wäre noch meine Preisklasse. hat schon mal jemand deren LS gehört, und was ist davon zu halten? 'Tschuldigung, gleite ab... Audiolab würde ich auch gerne mal hören, steht auch schon auf der Liste

Heute gab es mal wieder eine kleines "Shoot-out" in Sachen Elektronik. Probanden einmal mehr die Cambridge 640er, Rotel RA03/RCD02 sowie Atoll IN100 (nur der Amp). Als LS fungierten hier die Dynaudio Focus 140. Begonnen hat das Hören mit den Cambridges und Dire Straits "Money for nothing". Das klappte mit der Focus irgendwie überhaupt nicht (vgl. die kleinen B&Ws letzte Woche, da fing das besser an), der Bass indifferent, die Stimme von Mark Knopfler wirkte, als ob sie da überhaupt nicht reingehörte, auch irgendwie dumpf. Nicht lebendig. Auch bei Jamie Cullum und Peter Gabriel kam nicht so rechte Freude auf. Also fix den Amp gegen den Atoll getauscht, und schon spielte das Ensemble viel freier und dynamischer auf. Bei der Friedemann-CD spielte die Musik auf einmal viel mehr in der Breite - hey, das machte Spass. Als nächstes durfte der Rotel RCD02 am Atoll spielen, was meiner Meinung nach noch mal ein wenig Spritzigkeit hinzufügte, aber allzu gravierend war der Unterschied nicht.

Jetzt wurde der Atoll gegen den Rotel RA03 getauscht. Bei Jamie Cullum über RA03 gefiel mir die Stimme besser als beim Atoll, aber bei "At last" (Lou Rawls & Dianne Reeves auf der Best Blue Note Record in the world... Ever!), ein Lied, bei dem ich die Stimmen geradezu sensationell finde (dieser Kontrast!) kam überhaupt kein Gefühl auf, eine der schlechtesten Darbietungen seit langem.

Interessant für mich: in diesem Studio hing die Decke wieder mal ein wenig tiefer (in den meisten Hörräumen bisher war die Decke auf 3m und mehr), ähnlich wie der Raum, in dem ich letzte Woche die Davis Vinci an Denon gehört hatte. Und wieder wirkte der Bass bei Marcus Millers "Funny - All she needs is love" ein wenig zu füllig. Aber mir kam das vor, als ob das am Raum lag - lieg ich da richtig mit der Vermutung? Außerdem: Das S-Zischen von Peter Gabriel bei "Mercy Street" scheint auch an der Aufnahme zu liegen, denn so richtig im Griff hatte das auch heute keine Kombination (obwohl der Verkäufer mit anderen Cinch-Kabeln dieses Problem in den Griff bekommen wollte - ich hab nix gemerkt).

Tja, ich glaube, dass nach dem heutigen Hörtermin Cambridge zumindest als Amp wirklich von der Liste der potentiellen Kandidaten gestrichen werden kann - leider habe ich letzte Woche nicht die Player beim Arcam/Cambridge-Vergleich getauscht. Habe aber das Gefühl, das der Verstärker hier mehr die Musik macht, weshalb ich den Cambridge CDP weiter auf der Liste lasse.

Ach ja, und die Dynaudios? Die haben auch eine Menge Spass gemacht, einen Austausch der LS habe ich mir heute untersagt, sonst würde ich mich ja gar nimmer auskennen Empfand sie als angenehme Gesellen, die eher zurückhaltend aufspielen, nicht so knochentrocken wie die Katans, nicht so schmeichelnd wie die B&Ws. Wahrscheinlich nennt man das dann neutrale Wiedergabe...

Soviel für heute... to be continued
landschrabbler
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 17. Mrz 2006, 15:16
so, bevor es heute mit einer weiteren Hörrunde weitergeht, muss ich noch das "Event" der letzten Woche dokumentieren...

Ich war also noch ein(inzwischen das dritte)mal bei dem Händler, der mir KEF und Davis an Denon Elektronik vorgeführt hatte. Die doch höchst unterschiedlichen Ergebnisse meiner ersten beiden Besuche liesen mir keine Ruhe...

Diesmal standen auch brav beide Boxen (iQ9 und Vinci) an der gleichen Wand, beide befeuert vom 2000er Denon Amp. Neben dem Vergleich der beiden LS wollte ich heraushören, ob der (hochgelobte) DVD 3910 mit dem "reinen" CDP mithalten kann - den Teil will ich kurz machen, für MICH war ein Unterschied nicht ausmachbar, im GEgensatz zu z.B. dem Vergleich Rotel/Cambridge.

Aber zurück zu den LS: ich muss an dieser Stelle mein erstes Urteil über die KEFs UND die Davis eindeutig revidieren! Ich habe diesmal jeweils gut eine Stunde mit jedem LS verbracht, und die Vinci fing nach 30min an zu nerven. Das wirkte, als ob der Tieftöner richtig läuft: satter, trockener Bass. Das wirkte, als ob der Hochtöner richtig läuft: allerdings in wenig überbetont - was anfangs als "frei und offen" rüberkam, wurde bald überpräsent. Das wirkte, als ob der Mitteltöner falsch verdrahtet wäre - Stimmen fehlte das Volumen, da kam auch kein Gefühl rüber.

Bei den KEFs war der anfangs kritisierte Bass in der neuen Aufstellung weniger überbetont, die Mitten und Höhen wirkten runder als beim ersten Termin (einspielen? Damals kamen die LS ja frisch aus dem Karton...) - insgesamt war das Zuhören viel entspannter als bei der Vinci. Außerdem fiel mir bei KEFs auf, dass es wichtig ist, die richtige Hörposition zu finden. Sobald ich diese verlies, nahm das Hörvergnügen drastisch ab.

Was mich an der Stelle interessieren würde: den Denons wird ja eine gewisse Überbetonung im Mitten/Höhen-Bereich nachgesagt - ist auch darin ein Grund für die Höreindrücke zu suchen? Nun denn, heute abend weiß ich mehr, ein anderer Händler hat die Vincis an Rotel-Elektronik RCD02/RA03 bereit stehen - auch wenn die Vincis ziemlich sicher aus dem Rennen sind (erinnert sich wer an meine Begeisterung, als ich die das erste Mal gehört habe?), da möchte ich doch mal den Einfluss der Elektronik prüfen...

Aber auch die KEFs werde ich wohl von meiner Liste streichen. Diese LS scheinen doch sensibel auf ihre eigene und die Position des Hörers zu reagieren - irgendwer Erfahrung damit?

Die Reise geht weiter...
Quo
Inventar
#20 erstellt: 18. Mrz 2006, 14:36
Hallo,
Du machst es Dir nicht einfach.
Die Preisspanne ist auch nicht ohne.
Kenne dein Budget nicht, ich mußte aber irgendwann ein Schlußstrich ziehen und habe mich am Preis-/Leistungsverhältnis gehalten.
Was hat es mit dem ES-Audio Meiler auf sich? Der wäre noch meine Preisklasse. hat schon mal jemand deren LS gehört, und was ist davon zu halten?
Den Meiler kenn ich nicht.
Habe aber die Kompakt-LS von ES-Audio.
Ein unspektakulärer LS im positiven Wortsinne.
Die werden nicht nervig.
Habe mich nach 1,5 Jahren des Suchens für sie entschieden.
Auch gegen Standboxen.
Wenn Du es kannst hör Dir nochmal LS von Acoustic Energy an.
Ist aber alles natürlich Geschmackssache.
Wünsche Dir noch wohlige Pein auf deiner weiteren Suche.
Gruß Stefan
landschrabbler
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 19. Mrz 2006, 19:46
ahhhh, wohlige Pein... das isses...

@Quo:
nein, einfach mach ich mir das wirklich nicht, und aus einer dummen Idee wird auch schnell eine Manie... vor allem, wenn man nicht gleich von Anfang ganz klar finanzielle Grenzen absteckt! Und hat man dann erst mal die erste Grenze überschritten...

Das Budget: war da leider anfangs zu offen, aber inzwischen sollte es 3k€ aber doch nicht überschreiten - ich denke, da findet man schon was Feines für. Stimme Dir auch zu, dass das Preis/Lesitungsverhältnis Teil der Musik ist.

Ach ja, 1,5 Jahre Suche ist auch nicht schlecht

Wegen ES-Audio: interessante Sache, sowohl die LS als auch der Meiler. Als Einstieg in die wunderbare Welt der Röhre scheint der ja genau richtig. Ist aber für mich so'ne Sache, weil ich auch den Versand nach Frankreich einkalkulieren muss, das wird halt schnell teuer. Und wenns dann nicht gefällt? Aber schön, dass sich auch mal wer zu den LS äußert - von denen liest man hier ja (im Gegensatz zum Meiler) eher wenig.

Tja, und was habe ich sonst so gemacht am WE? Mal wieder ein wenig rumgehört...

Im ersten Laden hatte ich wie bereits angekündigt, die Chance, die Davis Vinci noch mal an Rotel zu hören. Das Ergebnis war eindeutig, auch hier waren Stimmen ausdruckslos und die Höhen überbetont - endgültiges AUS!

Die danach zum Vergleich gehörten LS waren Wharfedale Diamond 9.6, B&W 603S, Triangle Antal und JMLab Chorus 726 (alle an Rotel). Die Wharfedale war schnell raus aus dem Rennen, ebenso die JMLab. Die B&W klang am ausgeglichensten, die Triangle etwas heller. Dieser Hörraum war eher klein und die Aufstellung der LS ungünstig (eng beieinander, wenig Platz).

Es folgte ein anderer Hörtest in einem anderen Studio. Hier war der Raum viel größer, und die LS (wenn auch in Wandnähe) freier platziert. An Denon 1500ern durften hier die nächstgrößeren Triangle Celius (allerdings als Auslaufmodell ES, nicht die neue ESW), die nächstgrößere Chorus 736, Cabasse MT4 Moorea, JBL Northridge und Jamo D590 gegeneinander aufspielen. Ergebnis hier: die JBL waren ungefähr so schnell aus dem Spiel wie vorher die Wharfedales, dann die Triangle (die mir hier ein wenig zu höhenbetont aufspielte) und die Cabasse (der ein wenig Wärme und Volumen fehlte). Übrig blieben dichtbeieinander die Jamo und die Chorus 736, wobei die JMLab am augeglichensten spielte - die Jamo hatte allerdings den präziseren Bass, was interessanterweise gerade bei akustischem Bass auffiel (hätte das eher bei kurzen Bass-Stößen erwartet zu hören).

Lernerlebnis dieser Hörtermine einmal mehr: wenn was in dem einen Studio gut klingt, tut es das nicht unbedingt im nächsten, und wahrscheinlich schon gar nicht bei mir zu Hause! Siehe die Triangle (hier hui, da pfui) und die JMLab. Interessant für mich tatsächlich: die Jamos als "Budget"-Alternative (soviel LS für sowenig Geld).

Hinterher habe ich mir dann den Spass gemacht, und bin noch mal "in die Vollen" gegangen
Marantz PM15S1 und SA15S1 an JMLab Profile 928... das war wunderschön
Quo
Inventar
#22 erstellt: 19. Mrz 2006, 20:16
Hi ich nochmal.
Jamo, JBL nicht mein Fall.
Triangle liegt nahe (Frankreich), klingt mir zu "nasal".
Cabasse; durfte neulich die Kara hören. Nicht schlecht hat mich aber nicht vom Hocker gehauen.
Welche LS mich wirklich fasziniert haben, waren Piega.
Die Dinger kannst du in den kleinsten Raum stellen und es klingt trotzdem superb. Sie liegen allerdings weit meines Geldbeutels. Aber das Hörerlebnis war einfach stark.
Völlig unaufdringlich und trotzdem ist alles da.
Die LS kommen aus der Schweiz, dürfte für Dich bezugstechnisch also nicht allzu schwer sein.
Schönen Sonntagabend noch.
Suche:
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