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Optimale Lautsprecher für meinen Raum gesucht (mit Aufstellungsvorschlägen).

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tomatoes
Stammgast
#1 erstellt: 22. Nov 2010, 09:49
Liebe Hifi-Freunde,

ich hoffe ihr werdet mich etwas erhellen in meinem bisherigen Wissen.

Ich habe viel gelesen in letzter Zeit, und möchte mal in ein paar Fragen Klarheit bringen.

Also, es geht um den Klang im Allgemeinen und um die verschiedenen Meinungen.

Ich versuche es jetzt mal, mit meinem biherigen Wissen darzustellen,

1) Es gibt viele Leute, die nicht an den Verstärkerklang glauben. Andere wiederrum meinen, eklatante Unterschiede zu hören. Ich meine damit auch nicht den Vergleich zwischen verschiedenen Bauarten (Röhre usw..).
Ich meine, dass wenn es ihn gibt, ist das verschwindend gering. (subjektiv)
Also wäre für mich Fakt, dass der Klang schon nicht vom Verstärker abhängt bzw. nicht so stark, dass man jetzt wirklich am Ergebnis viel ändern könnte.

Warum also einen unglaublich teuren Verstärker/receiver kaufen? Das es in der Power Unterschiede gibt, OK. Aber ansonsten???

2) Die Quelle (gehen wir mal von einem CDP aus) ist auch nicht wirklich ausschalggebend. Natürlich gibt es auch hier Leute die Unterschiede hören, mir scheint es jedoch am Wichtigsten zu sein, dass der CDP gut verarbeitet ist und ein leises Laufwerk hat. Also für den Klang im Endeffekt auch nicht das entschiedende Glied der Kette.

Warum als einen teuren CDP kaufen?

3) Bei einem Plattenspieler hingegen kann ich gut nachvollziehen, dass verschiedene Tonabnehmersysteme usw. den Klang beeinflussen, auch mag es verschiedene Ansichten zu den diversen Antribssystemen geben. Daher möchte ich diesen nicht wirklich für dieses virtuelle Beispiel der Klangkette hernehemen.

4) Bleiben aber letztlich nur noch die Lautsprecher. Wenn man es so darstellt wie ich oben, sind das die Einzigen Komponenten die den Klang wirklich beeinflussen. Also sollte hier das meist Geld investiert werden.

Was sollte man also für die LAutsprecher ausgeben, um ein ordentliches Ergebnis zu bekommen?

Ich habe jetzt eine menge gelesen, ich habe mir auch in letzter Zeit einiges an Hifi zugelegt. Ich kann es aber noch nicht testen, da ich mitten in einem Umzug stecke. Das geht auch noch ein bisschen. Aber damit ihr mal wisst was momentan alles bei mir zu hause rumsteht und darauf wartet, getestet zu werden:

Es ist ja auch die Frage, wo man ansetzen sollte, wo man besser neu kauft, wo man hochwertig kauft, .....

1) Komplette Philips Anlage, die 900er Serie.

Philips FA 930
Philips FT 950
Philips CD 930

2) Einen kleinen Marantz 2215B

3) Einen kenwood KA-3700

4) einen Onkyo tx-SR 705

5) Canton Fonum 701

6) ganz alte kleine Standboxen Pioneer CS-777

7) In Planung: die Neviges (aus Interesse an einem Horn)

8) In Planung: Die Chlang II

9) Einen Dual 1225

10) Einen Garrard Zero 100s (wird gerade restauriert)


Ich möchte jetzt mal wissen, ob meine Annahmen oben so stehen gelassen werden könne oder ob ich da ein völlig falsches Hifi-Bild in mir herumtrage.

Es gibt einfach tausende Meinungen, so wie ich jetzt meine kundgetan habe, aber es muss doch ein paar Parameter geben, an denen man sich als Einsteiger bzw. als einer, der noch nicht so viel verschiedenes hören und probieren konnte, orientieren kann.

Grüße
Malte
Highente
Inventar
#2 erstellt: 22. Nov 2010, 09:54
Hallo,

du hast leider die wichtigste Komponente vergessen, nämlich die RAUMAKUSTIK. Das Zusammenspiel zwischen Raumakustik und Lautsprecher ist Klangentscheidend. Daher ist es nicht so wichtig wie viel du für Lautsprecher ausgibts, sondern das du die für den Raum passenden Lautsprecher findest.

Highente


[Beitrag von Highente am 22. Nov 2010, 09:57 bearbeitet]
tomatoes
Stammgast
#3 erstellt: 22. Nov 2010, 09:59
Stimmt,

sorry. Das wollte ich eigentlich auch dazu schreiben. dass das eine wichtige Rolle spielt ist mir klar.

Aber was hälst Du von den anderen "Behauptungen" meinerseits?

Ist da meine Einschätzung so falsch?
AudioDidakt
Stammgast
#4 erstellt: 22. Nov 2010, 10:07
Lautsprecher und Raumakustik machen am meisten aus.
Verstärker geben schon ihren "Senf" dazu. Aber man hört die Unterschiede nur marginal. Beipiel: Ich habe einen Sansui-Fimmel. Meine beiden "Schätze" im Hörraum sind einen AU 8500 von 1972 und ein G90X von 1984. Ich hab im Blindtest versagt!!!

Anders CD-Player. Hab mir eine Playstation getuned und sie deutlich im Blindtest von meinem 300€ HK HD970 unterscheiden können. Sie klingt sehr fein und vinylig. Der HK trocken und nicht ganz so seidig.
Hab die PS sogar gemessen der Frequenzgang ist schnurgerade (also daran liegt es nicht!)

Ich sags mal so was das Lesesgerät "versaut" kann selbst der Beste Verstärker und der Beste Lautsrecher nicht wieder hinzudichten.

Hier muss aber gesagt werden dass die meisten CD.Player einen sehr guten Standart hinlegen. Wärend schlechte Tonabnehmer/Nadeln bei Plattenspielern deutlich unterscheidbar sind.
tomatoes
Stammgast
#5 erstellt: 22. Nov 2010, 10:14
Dann liege ich mit meinen Einschätzungen ja garnicht mal so daneben.

Sobald die neue Wohnung fest steht, werde ich Bilder einstellen, denn dann brauche ich richtig Hilfe. Ich möchte mir ideale Lautspecher bauen. Ja, der Selbstbau hat es mir in diesem Bereich angetan.

Ich hoffe, dass sich dann viele einfinden werden, die mir mit Rat zur Seite stehen werden. ich werde Euch sicherlich auf dem Laufenden halten.

Zu der Playstation, ich habe eine PS3.
Was hast du an dieser "getuned" ?


[Beitrag von tomatoes am 22. Nov 2010, 10:15 bearbeitet]
gambale
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 22. Nov 2010, 10:21
ist vom Ansatz her schon alles so richtig. Die Quellen sind, was Markengeräte betrifft, heutzutage alle so gut, das ne Diskussion über Unterschiede nicht lohnt (Analog a la Plattendreher ausgenommen..)
Bleibt wirklich nur Raum und LS.Bei der Wahl des LS ist der Hörabstand wichtig.. Nahfeld bis 2 Mtr. oder darüber....
ab 4 Mtr ist Wiedergabe in hoher Qualität nur noch mit LS möglich, deren Bündelungsverhalten dafür geeignet ist (Studiomonitore/Elektrostaten...)da sonst mehr Diffusschall als Direktschall den Hörplatz erreicht.
Den Raum als solches fürs Hören in hoher Qualität einzurichten, ist nicht billig (prof.Einmessung Akustikelemente etc) und kollidiert oft mit ästhetischen Vorstellungen des Wohnens bzw mit den Vorstellungen der Partnerin.
Auf vielen Bildern von Besitzern zumindest nicht unbedingt guter, aber sehr teurer Anlagen kann man aufgrund der Beschaffenheit des Raumes, Boden, Wände Möblierung schon von vornerein ausschließen, das man hier qualitativ hochwertig Musik hören kann.
Das Geld wird hier oft an den falschen Stellen investiert.
Schwerste Verstärkerbolliden, sauteure CDP´s und große Bassreflex-LS, das ganz an die Wand gequetscht und davor nackter Holzfussboden. Da wird jeder 50 Euro Kopfhörer besser klingen, kein Zweifel


[Beitrag von gambale am 22. Nov 2010, 10:23 bearbeitet]
talarion
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 22. Nov 2010, 10:34
Zum Verstärker:
Verstärker werden aus aktiven Bauelementen aufgebaut, wie z.B. Röhren, Transistoren oder OPVs, wobei OPVs auch intern aus Transistoren bestehn. Diese aktiven Bauelemente arbeiten aber extrem nichtlinear, was zu teilweise starken verzerrungen führt. Um Verstärkerschaltungen linear zu bekommen, muss großer schaltungstechnischer aufwand betrieben werden, Gegenkopplungen, Arbeitspunkt- und Spannungsstabilisierung, thermische Stabilisierung usw. Es gibt viele verschiedene Ansätze, wie man das machen kann, und in der Anfangsphase waren diese Probleme eher schwierig in den Griff zu bekommen. Da hat eine gut entwickelte Schaltung sicherlich besser geklungen als eine schlechte Schaltung. Aber mittlerweile ist die Technik so ausgereift und die Schaltungen soweit erprobt, dass es keine größere Schwierigkeit mehr ist, einen linear arbeitende Schaltung zu produzieren. Man kann sogar auf feritge ICs zurückgreifen, wo solche Schaltungen auf einem kleinen Chip untergebracht sind. Wenn man nicht grade ein Modell erwirbt, bei dem extreme Sparpolitik im Vordergrund steht, sollte man heutzutage eigentlich kaum mehr Unterschiede hören.

Zum CDP:
Die Digitale Codierung auf der CD ist so ausgelegt, dass ein gewisses Maß an Lesefehlern wieder korrigiert werden kann, und ein einigermaßen gutes Laufwerk, vor allem wenn es nicht bewegt wird, wird dieses Maß auch kaum überschreiten können. Da sollte es also keine Probleme geben, und CDs anmalen oder Schwingunsstabilisierte Laufwerke kann man eigentlich in die Abteilung Voodoo schieben. Wo es aber unterschiede gibt, ist bei der DA Wandlung. Zu dem Thema sollte vielleicht jemand anderes was schreiben, da ich hier nicht genau weiss welche Standards gelten und wie gut die Wandler in den Geräten sind, aber ich denk mal dass es da schon Unterschiede zwischen preiswerten und hochwertigeren Geräten gibt. Aber auch hier wird ab einer gewissen Preisklasse der Unterschied eher gering bleiben. Aber ein Player für mehrere tausen Euro is auch hier total überzogen, ich glaub kaum dass der wirklich mehr kann als einer für 300 Euro... aber wie gesagt, zu dem Thema wär ich auch auf andere Meinungen gespannt.

Schallplatte und Röhrenverstärker:
Hier kann man die größten Konfigurationen vor nehmen. Ein Röhrenverstörker arbeitet immer noch reltiv nichtlinear, ebenso wie ein Tonabnehmer eines Plattensoielers. Da muss man schon ein wenig experimentieren, um eine subjetiv gute kombi aus Plattenspieler, Verstärker und Box zu finden. Hier können schon hörbare Unterschiede auftreten, und man hat den Endklang seiner Anlage am stärksten in der Hand. Was auch der Grund ist, warum diese Geräte immer noch so beliebt sind.
gambale
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 22. Nov 2010, 10:49

tomatoes schrieb:
Ich möchte mir ideale Lautspecher bauen. Ja, der Selbstbau hat es mir in diesem Bereich angetan...?


hast du Erfahrungen in diesem Bereich bez. eine technische Ausbildung??

wenn nicht, wird dein Ziel, dir ideale LS zu bauen sicher ein sehr steiniger Weg werden, obwohl es im DIY Bereich schon sehr tolle Konzepte bzw Ergebnisse gibt, aber frag mal die Leute, wie lange sie gebraucht haben, oft über "try and Error"

Ich wollte mir das nie antun. Gehez.B. zu den Herstellern von Studiomonitoren. Da sitzen Dipl.Ingeneure, die ihr Handwerk verstehen und keine Bastler und Designer, wie es sie teilweise in kleinen Hifi Manufakturen gibt...


[Beitrag von gambale am 22. Nov 2010, 10:50 bearbeitet]
tomatoes
Stammgast
#9 erstellt: 22. Nov 2010, 10:50
Hallo,

ja die Überlegung mit dem CDP ist nicht uninteressant.
Gerade wenn man mal überlegt, dass imk Car-Hifi-Bereich mittlerweile 24 Bit D/A Wandler zum Einsatz kommen. Ich habe keine Ahnung was da im Home-Hifi gerade standard bzw. gehoben ist.
Aber ich wollte auch nicht behaupten, das der 49,90€ billig Player das alles kann. Ich habe mich da unklar ausgedrückt, aber wenn der CDP gut verarbeitet ist und ein leises Laufwerk hat, dann ist man meistens in der Preisklasse, in der ich davon ausgehe, dass gescheites Material verbaut ist (eben die bis 500,-€ klasse). ich habe schon wirkliche billigplayer gehört. Auch CD´s in DVD playern wie cyberhome und einen TCM. Am Meisten ist mir aufgefallen, dass eben die Laufwerke abartig laut sind, und die Haptik total besch.. ist. Klanglich kann ich das nicht unterscheiden, da ich noch nicht in den Hörvergleich eingestiegen bin. Aber ich habe diesen Cyberhome-Recken noch zu hause im Keller, so wie auch die TCM Kiste. Werde diese auch mal anschließen. Ich habe oben nur das gepostet, was eventuell dann endgültig zum Einsatz kommen wird.
ich denke wenn es wirklich teurer wird, dann bezahll man einen großteil für Exklusivität, Name und Image.

Und noch ein Dankeschön an alle, die sich hier zu Wort gemeldet haben und noch werden.

Grüße
Malte
talarion
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 22. Nov 2010, 10:56
Für zwischendurch:

Schau dir mal an, was die hier für CD Player und DA Wandler haben, da hauts dir den Vogel raus!

MBL
tomatoes
Stammgast
#11 erstellt: 22. Nov 2010, 10:56
Halt

entshculdigung, da habe ich wohl noch eine sprachliche Ungenauigkeit eingebaut.

Ich möchte einen Lautsprecher nachbauen, nicht selbst entwickeln.

Man wird doch sicherlich anhand der Fotos, der Raumbeschaffenheit und der Größe des Raumes als erfahrener User einen vorschlag bezüglich der Lautsprecher machen können.

Handwerklich bin ich nicht unbegabt, so dass ich sicher bin, der Bau selbst ist das kleinste Problem.

Ich denke halt, dass ich bei einem Selbstbau für mein Geld bessere Qualität erhalte als wenn ich los gehe und mir ein paar Lautsprecher für das gleiche Geld besorge. Bei Dynaudio zb bezahlt man ja einiges für den Namen.

Und im extremfall baut man dann nochmal, wenn man doch garnicht mit dem Ergebnis zufrieden ist. Das ist beim Kauf nicht so einfach bzw. einfach noch viel teurer.

Oder ist diese Einstellung falsch. Ich meine, geht man da besser anders ran?

Grüße
Malte

edit:
Hallo talarion,
ja, das sieht schon toll aus und die Bauteile sind sicherlich auch sehr hochwertig, aber was hört man da noch im Unterschied? Ich kann es nicht sagen. Ich habe sowas noch nicht gehört.


[Beitrag von tomatoes am 22. Nov 2010, 11:02 bearbeitet]
Highente
Inventar
#12 erstellt: 22. Nov 2010, 11:03
Die MBL 101E sind übrigens die Lautsprecher die mich bisher am meisten beeindruckt haben. Leider für meinen Geldbeutel zu teuer und für meinen Raum auch nicht zu gebrauchen.

Highente
gambale
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 22. Nov 2010, 11:06

Highente schrieb:
Die MBL 101E sind übrigens die Lautsprecher die mich bisher am meisten beeindruckt haben. Leider für meinen Geldbeutel zu teuer und für meinen Raum auch nicht zu gebrauchen.

Highente


mal ketzerisch gefragt: für welchen Raum sind die denn überhaupt zu gebrauchen?

diese Rundumsauce kann natürlich gefallen, hat nur mit neutraler Wiedergabe so gar nichts zu tun und Phantomschallquellenortung bzw präzise Stereobühne kannste komplett vergessen. Wenn einem das egal ist, dann mal raus mit den Talern...
Dagegen ist ne Klein + Hummel 0 500 bzw ne Geithain 901 oder 800 ja nen Schnäppchen vom Grappeltisch, wenn man dann auch noch die hohen Kosten für die Elektronik zur MBL addiert.(bei aus meiner Sicht mind. zehnmal so guter Performance) habe die MBL auch mal gehört, die konnte mich noch nicht mal im Bass überzeugen (undefiniertes Geblubber, mag u.U. am Programmmaterial gelegen haben...)...


[Beitrag von gambale am 22. Nov 2010, 11:17 bearbeitet]
talarion
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 22. Nov 2010, 11:59
Das war auch als Extrembeispiel gedacht. Die haben den DA Wandler komplett aus dem CD Player rausgenommen und in ein extra Gerät gepackt, das von den Ausmaßen her so manchen Vollverstärker übertrumpft. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es da einen klanglichen Vorteil gegenüber einem sehr guten und bezahlbaren CD Player gibt. Da steckt aber auch ne Menge Marketing dahinter denk ich mal. Wer sich schon Boxen für 200.000 Euro kauft, der kauft auch gleich noch das passenden CD Laufwerk mitsammt DA Wandler dazu. Die Boxen sind sicherlich Weltklasse. Ich hab selber schon radialstrahlende Boxen gehört, aber die Bela Luna von Duevel. Kosten 8000 und machen schon einen wahnsinnug guten Klang. Also zumidnest vom Konzept der radial strahlenden Boxen bin ich überzeugt.
Highente
Inventar
#15 erstellt: 22. Nov 2010, 12:19
Ich habe die Referenzkette von MBL mal auf einer WOH vorgeführt von M.B. in einem größeren Konferenzraum eines Hotels gehört. Die "livhaftige" Wiedergabe hat mich absolut fasziniert. Gespielt wurde die LP des Auftritts von Harry Belafonte in der Carnegie Hall 1959.

Highente
talarion
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 22. Nov 2010, 12:26
Und würdest du sagen, dass der Sound gelitten hätte, wenn man statt der MBL CD Player und Wandler billigere Geräte verwendet hätte? Z.B. einen CD Player für 200 Euro? Bzw wenn man vielleicht sogar einen ganz anderen Verstärker verwendet hätte, irgend ein Vollverstärker im 500 Euro Bereich, sofern er die benötigte Leistung bringt.
gambale
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 22. Nov 2010, 12:48

Highente schrieb:
Ich habe die Referenzkette von MBL mal auf einer WOH vorgeführt von M.B. in einem größeren Konferenzraum eines Hotels gehört. Die "livhaftige" Wiedergabe hat mich absolut fasziniert. Gespielt wurde die LP des Auftritts von Harry Belafonte in der Carnegie Hall 1959.

Highente


du meinst mit Live, das die MBL den von den Mikrofonen eh schon eingefangenen Raum der Carnegie Hall noch mal einen eigenen zusätzlichen diffusen Raumeindruck des Wiedergaberaumes hinzufügt??
ich kann daran nichts erstrebenswertes erkennen, zumindest dann nicht, wenn man an einer Wiedergabe so nahe wie möglich am Original interessiert ist.
dem Hörer wird durch eine Pseudo Räumlichkeit vorgegaukelt, das das etwas mit Live zu tun hätte..dabei wird hier der Klangfarbenverfälschung durch die volle Einbeziehung des Wiedergaberaumes Tür und Tor geöffnet.
Avar Bose hat mit diesem Marketinggag Tausende von Breitband Kofferradios auch 901 genannt an den damlas ahnungslosen Käufer gebracht.
Insofern ist die MBL 901 eigentlich nur Bose auf höherem Niveau.
Highente
Inventar
#18 erstellt: 22. Nov 2010, 12:50
Um mal wieder etwas beim Thema zu bleiben. Ich denke Lautsprecher und Raumakustik haben den größten Einfluss auf den Klang. Als nächstes würde ich mich um eine sehr gute Quelle kümmern. Beim Verstärker ist die Vorstufe wichtiger als die Endstufe. Die Endstufe muss aber kräftig genug sein die angeschlossenen Lautsprecher anständig befeuern zu können.

Highente
Osyrys77
Inventar
#19 erstellt: 22. Nov 2010, 12:53
Hi tomatoes,

neben den Lautsprechern und Raumakustik hast du jedoch die ALLERWICHTIGSTE Komponente vergessen...die Kabel die verwendet werden!

Ok, ok, ich hör´ ja wieder auf! Jetzt mal ernsthaft, ich glaube schon, dass du dir soweit die richtige Meinung gebildet hast, welche Komponenten wirklich ausschlaggebend sind.

Durch die hunderten Diskussionen hier im Forum und in anderen Foren sowie die ganzen Berichte in diversen Magazinen können schon einen "verunsichern". Das Thema hat mich dann auch so lange beschäftigt bis ich mit meinen anderen HiFi-Kollegen/Verrückten uns entschlossen haben einige Tests durchzuführen und die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

Ohne jetzt grossartig auf die Tests einzugehen, hier die Kandidaten welche wir verglichen haben.

Lautsprecher:
B&W 804s
Nubert NuVero14
Canton Ergo RCA

Verstärker:
Accuphase E408
NAD M3
Denon 3805
Technics ...Mist die genau Bezeichnung fehlt mir jetzt, es war aber ein alter 5.1 Receiver der DM500 (DM steht für Deutsch Mark) Klasse.

Quellen:
Accuphase DP-67
NAD M5
Denon DVD 3930
Philips DVD...(war ein Geschenk im Möbelhaus)

Ergebnis:
Alle 5 Testkandidaten (fairar weise gebe ich zu, mich eingeschlossen) konnten bei normaler und leicht gehobener Lautstärke nicht nur Ansatzweise sagen, welche Kombi gespielt hat. Bei den Quellen dachten wir erst, dass es halt an digitaler Übertragung lag, doch die Ernüchterung kam als wir alles digital angeschlossen haben und jeder von uns klaglich im Blindtest versagt hat.

Basierend auf diesen Ergebnis will ich nicht behaupten, dass es sowas wie Verstärkerklang gibt oder dass Quellen unterschiedlich klingen. Ich will nur sagen, dass es zwei Möglichkeiten gibt:

1. Wir sind wirklich alle Hörgeschädigt

2. Die Unterschiede bei unterschiedlichen Verstärkern bzw. Quellen sind so gering, dass wir nun wissen, dass es mehr bringt das meisten Geld in Lautsprecher zu investieren.

Bevor mich hier alle wieder steinigen. Ich weise noch mal darauf hin, dass ich nicht behaupte, dass es keine Unterschiede gibt. Ich wollte einfach nur das Ergebnis unserer Tests posten und die für uns gewonnen Erfahrungen....auch wenn die heissen mag, dass ich hörgeschädigt bin....wenigstens weiss ich das jetzt!

Ok, noch mal zurück zu den Lautsprechern. Die drei Kandidaten die wir benutzt haben, konnte jeder von uns zu 100% bei egal welcher Musikrichtung klar identifizieren. Alle drei sind natürlich komplett anders ausgelegt.

Die Ergo RCA spielt sehr dynamisch und ist schon sehr auf Effektmacherei ausgelegt. Ich selbst betreibe die RCL zu Hause und muss sagen, dass mir die dynamische spielweise sehr zusagt, wobei sich das im Laufe der Zeit auch ändert. Viele junge Leute mögen die Canton-Lautsprecher deswegen. Je mehr man jedoch der Musik erliegt und mehr und mehr nach komplexer Musik auf der Suche ist um gefordert zu werden (am Ende landen wir alle bei Free Jazz:-)) um so weiter emfpindet man sehr neutral klingende Lautsprecher und guckt sich mehr und mehr nach britischen Herstellern um.

Die B&W 804S war so ein Kandidat. Was hier an Auflösung im Mitten- und Hochtonbereich geboten wurde, das hat einen echt erschlagen. Die Detailwiedergabe war wie eine Flut an Informationen die man erst mal verarbeiten musste. Als wir von der RCA auf die 804S umgeschaltet haben dachte erst jeder...hmm, da fehlt doch etwas....irgendwie unspektakulär, doch nach ca. 30min hören intensiven Hörens, wo jeder der Probanten für sich versucht hat den Bühnenaufbau zu anlysieren, als wir da wieder auf die RCA zurück geschaltet haben, da waren wir uns alle einige, dass eigentlich bei der RCA was fehlt und nur ein Teil des Klangs wiedergegeben wird.

Die NuVero14, hmmm wie soll ich das sagen, spielte irgendwo dazwischen und war irgendwie so wie schon von vielen gehört. Nubert hat versucht den perfekten Lautsprecher zu finden und dabei ging irgendwie der eigentliche Charackter den ein Lautsprecher haben sollte verloren.

Ich werde mir mal die B&W 804 Diamond nach Hause holen und mal ausgiebig testen.

Was ich sagen will, echt großen Respekt davor, dass du dir deine Lautsprecher selbst bauen willst. Die Entwicklung und der Aufwand von einem neuen Verstärkerboliden ist immer noch lächerlich zur der Entwicklung von einem neuen hochwertigen Lautsprecher. Wie paar andere hier schon gepostet haben, von der elektronikseite her sind die Standards mittlerweile so weit, dass falls es bauteilemässig bzw. schaltungsmässig Verbesserungen gibt die im Klang gar nicht mehr hörbar sein dürften.

Die Kunst ist, war und wird auch immer bleiben die eletrische Energie in kinetische Energie (Schalldruck) zu wandeln und dafür eine Chassis zu entwickeln, welches das Potenziall auch maximal unterstüzt.....doch das ist natürlich auch nur meine eigene Meinung.

Gruß

Osyrys


[Beitrag von Osyrys77 am 22. Nov 2010, 12:58 bearbeitet]
_ES_
Administrator
#20 erstellt: 22. Nov 2010, 13:01

Die Entwicklung und der Aufwand von einem neuen Verstärkerboliden ist immer noch lächerlich zur der Entwicklung von einem neuen hochwertigen Lautspreche



Na, ich weiss nicht..
cr
Moderator
#21 erstellt: 22. Nov 2010, 13:08
Inwieweit macht es überhaupt Sinn, neue Verstärker zu entwickeln? Es gibt ja genug funktionierende Schaltungskonzepte......
Und die Anforderungen an enen Verstärker sind seit den 70er Jahren dieselben, außer dass man nun einige Komponenten weglassen kann (Phono, Tape-Kopier/Monitorschaltung)
gambale
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 22. Nov 2010, 13:09

Highente schrieb:
Um mal wieder etwas beim Thema zu bleiben. Ich denke Lautsprecher und Raumakustik haben den größten Einfluss auf den Klang. Als nächstes würde ich mich um eine sehr gute Quelle kümmern. Beim Verstärker ist die Vorstufe wichtiger als die Endstufe. Die Endstufe muss aber kräftig genug sein die angeschlossenen Lautsprecher anständig befeuern zu können.

Highente


das ist ja gerade der Widerspruch: du sagst, Lautsprecher und Raumakustik haben den größten Einfluss auf den Klang und dann findest du ein Konzept toll, wo man Klangverfälschungen durch ungebremsten Einfluß der Raumakustik in Kauf nehmen muß, um einen Pseudo Live Eindruck zu erreichen?? Verstehe ich nicht so ganz


[Beitrag von gambale am 22. Nov 2010, 13:11 bearbeitet]
_ES_
Administrator
#23 erstellt: 22. Nov 2010, 13:15
@cr:

Ach, da gibt es ein paar Gründe.
Zum einen kann es sein, das evtl. Bauteilabkündigungen zur Nachentwicklung eines bewährten Konzeptes führt, wenn man die Daten des Vorgängers beibehalten will.
Zum anderen Anpassung an die Leistungsanforderung zuzüglich verbesserten technischen Eigenschaften, wie Schutzschaltungen, Bandbreite, Verhalten im kritischen Lastbereich, etc..
Dann natürlich auch noch schlicht allgemeine Verbesserung der technischen Daten- ein paar promille weniger Klirr, etc..
Neuentwicklung wegen Klangverbesserungen kann man sich aber aus dem Kopf schlagen, was da propagiert wird, ist reines Marketing.
Ausnahme die Verbesserungen im Bereich der digitalen amps, die teilweise auch heute noch mit den Lastimpedanzen zu kämpfen haben.
tomatoes
Stammgast
#24 erstellt: 22. Nov 2010, 13:32
Mensch,

da geht man schnell mal zum Mittagessen und wenn man wieder kommt ist hier so viel geschrieben. Wunderbar.

ich muss sagen dass sich meinen Eindruck, den ich oben schildern wollte, bestätigt hat.

Ich werde jetzt warten bis der neue Hörraum gesetzt ist, und dann werde ich anfangen nach dem richtigen Lautsprecherkonzept zu suchen. Die Neviges werde ich trotzdem bauen, falls mir noch ein Pärchen Fe206 in die Hände fällt. Leider gibt es das Chassis nicht mehr und der Nachfolger hat ganz Andere Parameter. Sonst hätte ich schon begonnen.

Ich sehe in meinen Komponenten die ich oben genannt habe jetzt keine Schwachstelle und freue mich schon auf einen Hörtest. Nur schade dass der kleine Marantz etwas wenig Power hat. Da muss dann schon ein Wirkungsgradstarker Lautsprecher her. Ich dachte ja, die Neviges würden da super passen.

Grüße
arneleiser
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 22. Nov 2010, 13:42
ich sach nur

AKTIV



alles andere macht doch heute garkeinen sinn mehr.

am besten den pc als quelle - gute soundkarte - digitaleweiche - und drei gute chassis pro seite.

und schon haste mit ein wenig einstellarbeiten ein system, was fast alles an die wand spielt.

mikro brauchste noch.

und es kostet soviel wie andere menschen für kabel ausgeben


gruß arne
_ES_
Administrator
#26 erstellt: 22. Nov 2010, 13:43
Wie ging der alte Werbespruch von Malen nach Zahlen noch?
"Jeder kann malen!"...


[Beitrag von _ES_ am 22. Nov 2010, 13:43 bearbeitet]
Highente
Inventar
#27 erstellt: 22. Nov 2010, 13:46

gambale schrieb:


das ist ja gerade der Widerspruch: du sagst, Lautsprecher und Raumakustik haben den größten Einfluss auf den Klang und dann findest du ein Konzept toll, wo man Klangverfälschungen durch ungebremsten Einfluß der Raumakustik in Kauf nehmen muß, um einen Pseudo Live Eindruck zu erreichen?? Verstehe ich nicht so ganz :?


Tja, auflösen kann ich den Wiederspruch auch nicht. Die Lautsprecher haben sich mir irgendwie ins Hirn gebrannt. Mit Live meine ich eine Stimme, die so klingt als wäre der Künstler im Raum und diesen Eindruck haben mir bisher nur die MBL vermittelt.

Highente


[Beitrag von Highente am 22. Nov 2010, 13:47 bearbeitet]
tomatoes
Stammgast
#28 erstellt: 22. Nov 2010, 13:48
Hallo R-Type,

meintest Du mich mit dem malen nach Zahlen??


Wenn ja, dann sag doch was ich falsch mache.
talarion
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 22. Nov 2010, 13:49
Also mal zum Thema Liveklang, ich war schon auf vielen Konzerten (Hauptsächlich im Bereich Rock, Progressive Rock/Metal) und ich muss ganz ehrlich sagen, dass der Sound oft sehr schlecht war. Bei einem Konzert hängt es meiner Meinung nach noch viel extremer davon ab, wo im Raum man sich befindet. Da hab ich meistens einen viel besseren Sound, wenn ich eine gute Aufnahme über eine gute Anlage höre, und zwar im Welten besser. Vielleicht ist es im klassischen Bereich anders, wenn alle Instrumente unverstärkt und in einem gut entworfenen Konzertsall zu hören sind, statt komplett elektronisch über Lautsprecher, aber zumindest bei der Musik die ich höre, bin ich mit einer Anlage in der Regel besser beraten. Vielleicht ist es auch längst überfällig, dass ich mir mal ein gutes Klassikkonzert in einem schönen Saal anschaue.
Highente
Inventar
#30 erstellt: 22. Nov 2010, 13:50
wohl eher den "aktiv"isten.
_ES_
Administrator
#31 erstellt: 22. Nov 2010, 13:52

tomatoes schrieb:
Hallo R-Type,

meintest Du mich mit dem malen nach Zahlen??


Wenn ja, dann sag doch was ich falsch mache.


Achwas, ich bezog mich da auf die scheinbare Leichtigkeit Dinge zu tun, für die es sonst einer gewissen Präparation bedurfte.
Highente
Inventar
#32 erstellt: 22. Nov 2010, 13:56
Da stand ich doch etwas aufm Schlauch und hab erstmal gegoogelt.

Präparation steht für:

in der Biologie die Haltbarmachung von tierischen Körpern, siehe Taxidermie
in der Empirie der definierte Anfangszustand eines zu untersuchenden Systems, siehe Experiment
in der medizinischen Anatomie das gezielte Freilegen und Darstellen von anatomischen Strukturen, siehe Präparierkurs
in der Geowissenschaft die Aufarbeitung geologischer und paläontologischer Funde, siehe Präparator#Der geowissenschaftliche Präparator
in der Zahnmedizin bedeutet Präparation das Beschleifen eines Zahnes, um ihn später mit Füllungen, Inlays und künstlichen Kronen oder Brücken zu versorgen, siehe Präparation (Zahnmedizin)
in der Textilindustrie ist die Präparation das Aufbringen einer Flüssigkeit auf synthetische Fasern, siehe Imprägnierung
im Alpinsport das Verfestigen und Glätten des Schnees durch Pistenfahrzeuge, siehe Skipiste
in allen Skisportarten das Ausbessern des Belags, Wachsen sowie Schleifen der Kanten, siehe Skiservice
in der Metallografie bedeutet Präparation die Herstellung eines einwandfreien, zur makro- bzw. mikroskopischen Beobachtung geeigneten Schliffes des zu untersuchenden Werkstoffes.

Highente
_ES_
Administrator
#33 erstellt: 22. Nov 2010, 14:16
Auch Vorbereitung genannt...
UweM
Moderator
#34 erstellt: 22. Nov 2010, 14:52

gambale schrieb:

das ist ja gerade der Widerspruch: du sagst, Lautsprecher und Raumakustik haben den größten Einfluss auf den Klang und dann findest du ein Konzept toll, wo man Klangverfälschungen durch ungebremsten Einfluß der Raumakustik in Kauf nehmen muß, um einen Pseudo Live Eindruck zu erreichen?? Verstehe ich nicht so ganz :?


hallo,

woher willst du wissen, dass dort der Raumeinfluss "ungebremst" war? Davon wurde doch hier noch gar nichts geschrieben.
Ich habe die großen MBL mal in einem ebenfalls sehr großen Raum gehört, wo sie sich auch lautstärkemäßig austoben konnten. Die Lautsprecher waren mit großem Wandabstand platziert und die Wand hinter den LS mit Absorbern versehen.
Da gab es auch bei der Ortbarkeit nichts zu meckern.

Grüße,

Uwe
gambale
Hat sich gelöscht
#35 erstellt: 22. Nov 2010, 16:21

UweM schrieb:


hallo,

woher willst du wissen, dass dort der Raumeinfluss "ungebremst" war? Davon wurde doch hier noch gar nichts geschrieben.
Ich habe die großen MBL mal in einem ebenfalls sehr großen Raum gehört, wo sie sich auch lautstärkemäßig austoben konnten. Die Lautsprecher waren mit großem Wandabstand platziert und die Wand hinter den LS mit Absorbern versehen.
Da gab es auch bei der Ortbarkeit nichts zu meckern.

Grüße,

Uwe


hallo Uwe,

ich zitiere einfach mal Malte Ruhnke, der sagt zur MBL im Ganzen folgendes:

"......einige Klarstellungen:

Die Frequenzgangmessungen der "Stereophile" sind alles andere als unangreifbar und sollten erstmal genau methodisch untersucht werden, bevor daraus irgendwelche Schlüsse zu ziehen sind. Wenn ich die Publikation mal lobend erwähnt habe, dann wegen der Messungen zur Directivity, die sind wirklich sehr aussagekräftig.

......Davon abgesehen ist eine untere Grenzfrequenz von 40 Hz (-3dB) für eine mannshohe Box dieser Preisklasse eher peinlich.

Die "Einbeziehung des Raumes" (nette Umschreibung für die Erzeugung von sehr starken Reflexionen) ist zumindest bei Stereophonie keine Geschmackssache, sondern ein Wiedergabefehler - darüber ist in der Tat müßig zu diskutieren. Daß dieses Bauprinzip in üblichen Wohnräumen zu extremen Problemen mit der Stereoabbildung führt, liegt auf der Hand - es lohnt ebenso keine Diskussion darüber, ob man da nun scharfe Schallquellenortungen hört oder diffuse Klangwolken. Selbst bei wirklich geringen Hörabständen habe ich bei dem MBL-Rundstrahlern eine so gräuliche Abbildung in Erinnerung, daß ich mich mit Grausen abgewendet habe.

Die Frage, ob man das toll findet, steht auf einem anderen Blatt - ich habe meine ganz spezielle Meinung über Leute, die meinen, so Musik hören zu können, wenn die Diffusität noch nichtmal das Durchhören eines Streichquartettsatzes erlaubt (von Orchestern nicht zu reden) und wenn jedes Hallmuster nach dem eigenen Wohnzimmer statt nach der Berliner Philharmonie klingt. Mit Stereohören hat das jedenfalls nichts zu tun."


ich sehe das eigentlich ähnlich, habe die Dinger auch mal gehört, ein komplexes Drum-Set, aufwendig mikrofoniert, kannste mit den Teilen sauber nebeneinanderaufgereiht m:M. schon nicht hören. Einigen wir uns darauf: Als Klangwolkenzauberer sind die Dinger ganz nett, aber jeden guten aktiven Direktstrahler ziehe ich klar vor....

Gruß Dirk


[Beitrag von gambale am 22. Nov 2010, 16:28 bearbeitet]
_ES_
Administrator
#36 erstellt: 22. Nov 2010, 16:32

......Davon abgesehen ist eine untere Grenzfrequenz von 40 Hz (-3dB) für eine mannshohe Box dieser Preisklasse eher peinlich.


Ich finde eher solch eine Aussage peinlich..
gambale
Hat sich gelöscht
#37 erstellt: 22. Nov 2010, 16:44

R-Type schrieb:

......Davon abgesehen ist eine untere Grenzfrequenz von 40 Hz (-3dB) für eine mannshohe Box dieser Preisklasse eher peinlich.


Ich finde eher solch eine Aussage peinlich.. ;)


finde ich überhaupt nicht, bei der Größe und dem Preis kann man was amtliches erwarten, andere schaffen das ja auch locker für einen Bruchteil des Preises.

und wenn man schon so viel Geld im Hifi Segment ausgibt, dann halt was amtliches, da stimmt dann auch der Tiefbass..

http://www.backesmueller.de/#/bm35_daten?sprache=de

oder passiv:

http://gadgets.fosfor.se/revel-ultima-salon-2/


[Beitrag von gambale am 22. Nov 2010, 16:52 bearbeitet]
UweM
Moderator
#38 erstellt: 22. Nov 2010, 18:01

gambale schrieb:

Die "Einbeziehung des Raumes" (nette Umschreibung für die Erzeugung von sehr starken Reflexionen) ist zumindest bei Stereophonie keine Geschmackssache, sondern ein Wiedergabefehler - darüber ist in der Tat müßig zu diskutieren. Daß dieses Bauprinzip in üblichen Wohnräumen zu extremen Problemen mit der Stereoabbildung führt, liegt auf der Hand - es lohnt ebenso keine Diskussion darüber, ob man da nun scharfe Schallquellenortungen hört oder diffuse Klangwolken. Selbst bei wirklich geringen Hörabständen habe ich bei dem MBL-Rundstrahlern eine so gräuliche Abbildung in Erinnerung, daß ich mich mit Grausen abgewendet habe.

Die Frage, ob man das toll findet, steht auf einem anderen Blatt - ich habe meine ganz spezielle Meinung über Leute, die meinen, so Musik hören zu können, wenn die Diffusität noch nichtmal das Durchhören eines Streichquartettsatzes erlaubt (von Orchestern nicht zu reden) und wenn jedes Hallmuster nach dem eigenen Wohnzimmer statt nach der Berliner Philharmonie klingt. Mit Stereohören hat das jedenfalls nichts zu tun."


Diese Kritik am Urteil einer anderen Zeitschrift hat Audio nicht daran gehindert, z.B. die MBL 101D in die Referenzklasse einzustufen. Zweierlei Maß?

Sicher ist zumindest, dass man für solche Lautsprecher sehr viel Platz zum Aufstellen braucht.

Grüße,

Uwe
cr
Moderator
#39 erstellt: 22. Nov 2010, 18:15
Und warum konkret hat sie schon bei 40 Hz -3dB. Ist das nur eine zufällige Schwankung im Meß-Diagramm (eine Delle) oder gehts gleich unter 40 Hz steil bergab?
Für eine Standbox finde ich das auch nicht so toll, bereits meine alten 25 kg Standboxen gehen gemessen noch nach der alten DIN-Norm bis auf 25 Hz.....
_ES_
Administrator
#40 erstellt: 22. Nov 2010, 18:18
Fast alle Canton Standboxen "haben" sogar 18Hz...toll.
cr
Moderator
#41 erstellt: 22. Nov 2010, 18:24
Ich sag ja nicht dass Bass alles ist, aber wenn eine große teure Standbox zumindest bis 30 Hz hinunterkommt, ist es ja kein Nachteil.
Warum kommt sie denn nicht hinunter? Zu kleine Membranen, zuwenig Volumen?
_ES_
Administrator
#42 erstellt: 22. Nov 2010, 18:36
Keine Ahnung, die Box ist auch eher Sub-/Satsystem.
Vielleicht ist das Bandpassgehäuse zu klein, der Treiber soll jedenfall ein 12" sein, der Frewuenzgang wird mit 20...40000Hz beschrieben.
Was ich wiederum für eine Box dieser Preislage peinlich finde, ist der miese Schalldruck von 81 dB/1m/1W.
cr
Moderator
#43 erstellt: 22. Nov 2010, 18:44

Schalldruck von 81 dB/1m/1W.


So was muß ich nicht haben.
Boxen mit ordentlichem Schalldruck (ab ca. 90 db/m/W) und harmlosen Verfärbungen sind mir lieber.
AudioDidakt
Stammgast
#44 erstellt: 22. Nov 2010, 20:45

Zu der Playstation, ich habe eine PS3.
Was hast du an dieser "getuned" ?


Hier scheiden sich zwar auch die Geister. Aber Landläufig ist das Modell "SCHP 1000" bzw "1002" das was als "Hifi-tauglich" gilt. Also PS1. Ich habe verhältnismässig wenig gemacht. Die ausgangskoppelkondensatoren ausgetauscht. Am Netzteil ein paar teilchen erneuert. Den Laser justiert.


Die Digitale Codierung auf der CD ist so ausgelegt, dass ein gewisses Maß an Lesefehlern wieder korrigiert werden kann, und ein einigermaßen gutes Laufwerk, vor allem wenn es nicht bewegt wird, wird dieses Maß auch kaum überschreiten können.


Da stimme ich zu. Meine Hör und Experimentiererfahrung mit der PSX sagt mir Ein Laser liest, oder er liest nicht. On oder Off. Da gibts kein gut oder schlecht lesen. Nur Fehler Ruckler oder eben keine. Sie klingt aber definitv besser als der Harman Kardon. Es ist aber nicht der "Sprung" den den die Boxen oder Absorber verursacht haben.


Den Raum als solches fürs Hören in hoher Qualität einzurichten, ist nicht billig (prof.Einmessung Akustikelemente etc) und kollidiert oft mit ästhetischen Vorstellungen des Wohnens bzw mit den Vorstellungen der Partnerin.


Also wenn es ein "Höraum" ist und es nicht unbedingt. Perfekt sein muss, dann reicht es die Punkte an Wand und Decke in denen sich die Lautsprecher vom Hörplatz spiegeln (jap mit Spiegeln arbeiten!) mit Absorbtsionsmaterial (Weichfaserplatter, Dämmhanf, Steinwolle etc) ca. 1mx1mx10cm zu versehen und die Klangqualität nimmt erheblich zu. Erheblich!!

Zu deinem etwaigen Lautsprechervorhaben: Ich habe lange getüftelt bis ich ein gutes Ergebnis zusammen hatte: hier.
Und jetzt hab ich doch alles übern Haufen geworfen. Trotz aller Erfahrung die ich jetzt habe: Ich werde sicher keine Spule mehr hinter meinen Verstärker schalten.. Mittlerweile betreibe ich Breitbänder (audio nirvana Super8cf) mit aktiver entzerrung.
Warn nicht teurer als die vorigen Boxen klingen als hätte jemand die unsichtbare Wand aus meinem Zimmer genommen. So krass detailreich dynamisch und basstrocken. Werd bald ein Fast draus bauen (also mit Subwoofer).
Und das ist meiner Meinung nach die Möglichkeit die Preis Leistungsmäßig am besten greift.
Wenn ich mal "groß" bin werden's mal AER oder Lowther..

Ich persönlich rate dir zu direkt an der Endstufe saugenden Hochwirkungsgradbreitbändern mit Sub (ab 94db/W/m) - sind in Meinen Augen (Ohren!) unschlagbar.
Notfalls aktiv entzerren (is auch nicht schwerer als Frequenzweichen bauen!)
gambale
Hat sich gelöscht
#45 erstellt: 24. Nov 2010, 10:21

UweM schrieb:


Diese Kritik am Urteil einer anderen Zeitschrift hat Audio nicht daran gehindert, z.B. die MBL 101D in die Referenzklasse einzustufen. Zweierlei Maß?

Sicher ist zumindest, dass man für solche Lautsprecher sehr viel Platz zum Aufstellen braucht.

Grüße,

Uwe


Firmen wie MBL sind wichtige Werbekunden.. wenn man deren Spitzenprodukt nicht mindestens dort einordnet, dann wars das mit den Anzeigenschaltungen. Auch die große Burmester B 100 für 45 Riesen , die hier im Forum als glatte Fehlkonstruktion bezeichnet wurde und wohl gravierende Wiedergabemängel aufweißt, genießt Referenzstatus, das sagt doch per se gar nichts....

wenn ich schon monströse Abmaße eines Systems in Kauf nehme, dann würde mich trotz Hornkonstruktion mal interessieren, wie so etwas klingt??.:

http://www.westlakea...ries/tower_sm-1.html

oder

http://www.westlakea...nal_Series/sm-1.html

Gruß Dirk


[Beitrag von gambale am 24. Nov 2010, 10:32 bearbeitet]
Dilbert
Stammgast
#46 erstellt: 24. Nov 2010, 11:45
@tomatoes
Bisher ahst Du noch nicht verraten, welche Musik Du bevorzugst. Bevor Du dich auf ein Konzept (aktiv/passiv)bzw. einen Lautsprecher festlegst, kann ich Dir nur (wie schon in 2 weitern Postings angemerkt) raten, Dir auch einmal guten aktive (Studio-)Monitoren anzuhören. Nicht jedem gefällt ein stark lineares Klangbild, aber Transparenz und Natürlichkeit sind insb. bei Klassik oder akustischem Jazz beeindruckend.
Bei Rock und Pop hingegen kann natürlich ein Horn unglaublichen Spass vermitteln....hat aber streng genommen dann nichts mit hoher wiedergabetreue zu tun.

Dilbert
UweM
Moderator
#47 erstellt: 24. Nov 2010, 11:51

gambale schrieb:

Firmen wie MBL sind wichtige Werbekunden.. wenn man deren Spitzenprodukt nicht mindestens dort einordnet, dann wars das mit den Anzeigenschaltungen. Auch die große Burmester B 100 für 45 Riesen , die hier im Forum als glatte Fehlkonstruktion bezeichnet wurde und wohl gravierende Wiedergabemängel aufweißt, genießt Referenzstatus, das sagt doch per se gar nichts....


Ach Schmarrn!

In all den Jahren in denen so was behauptet wird, lies sich das nicht ein einziges mal nachweisen.
Davon abgesehen ist MBL als Firma gar nicht so groß um richtig mit Geld um sich schmeißen zu können und Rundumstrahler von anderen Firmen wurden in der Presse auch gut bewertet wenn deren Hersteller wenig bis gar nicht inserieren.

Grüße,

uwe
gambale
Hat sich gelöscht
#48 erstellt: 24. Nov 2010, 11:57

UweM schrieb:


Ach Schmarrn!

In all den Jahren in denen so was behauptet wird, lies sich das nicht ein einziges mal nachweisen.
Davon abgesehen ist MBL als Firma gar nicht so groß um richtig mit Geld um sich schmeißen zu können und Rundumstrahler von anderen Firmen wurden in der Presse auch gut bewertet wenn deren Hersteller wenig bis gar nicht inserieren.

Grüße,

uwe


du darst ja deine Rundumstrahler lieben. Sie sind m.M. aus den erwähnten Gründen trotzdem nicht fürs ernsthafte Musikhören geeignet. Leider gibt es A.H, den LS-Papst hier nicht mehr, der könnte dir es genauer erklären, warum man das nicht wirklich ernstnehmen muß. Aber es trifft deinen Geschmack, ist doch o.K.....


[Beitrag von gambale am 24. Nov 2010, 11:58 bearbeitet]
Highente
Inventar
#49 erstellt: 24. Nov 2010, 11:58
jeder gute Deutsche hat halt seine Verschwörungstheorie.

Highente
gambale
Hat sich gelöscht
#50 erstellt: 24. Nov 2010, 12:06

Highente schrieb:
jeder gute Deutsche hat halt seine Verschwörungstheorie.

Highente


du verwechselst da was, ist kein Politikforum


[Beitrag von gambale am 24. Nov 2010, 12:07 bearbeitet]
Boettgenstone
Inventar
#51 erstellt: 24. Nov 2010, 12:09
Hallo,

Dilbert schrieb:
Bei Rock und Pop hingegen kann natürlich ein Horn unglaublichen Spass vermitteln....hat aber streng genommen dann nichts mit hoher wiedergabetreue zu tun.

bei modernen Hoernern oder Waveguides(also keine Klipsch Heritage) laesst sich das absolut nicht halten. Ich wuerd sogar noch weiter gehen und sagen, dass die meisten duennen Boexlein heutzutage im Sinne der hohen Wiedergabetreue eher schlechter da stehen als ein modernes Horn/Waveguide Konstrukt.
Die breite Flachbox, also Halbraumstrahler, ist ja jetzt nicht gerade beliebt...

http://www.stereophi...array-bg-loudspeaker
Da ist auch noch Luft nach oben.



gambale schrieb:


du darst ja deine Rundumstrahler lieben. Sie sind m.M. aus den erwähnten Gründen trotzdem nicht fürs ernsthafte Musikhören geeignet. Leider gibt es A.H, den LS-Papst hier nicht mehr, der könnte dir es genauer erklären, warum man das nicht wirklich ernstnehmen muß. Aber es trifft deinen Geschmack, ist doch o.K..... :prost

Ich bin alles andere als ein Freund von Rundstrahlern aber wenn man Raum und Rundstrahler entsprechend abstimmt ist damit auch hohe Wiedergabetreue moeglich.
Der Aufwand vor allem im Raum ist halt nochmal ein ganzes Eck hoeher und man verschwendet einen ganzen Haufen Schallleistung.
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