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Pc-Schreibtisch Stereo- LS gesucht bis 400€

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Autor
Beitrag
Citrusitrone
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 18. Aug 2016, 12:13
Hallo liebe Hifi- Community!

Ich brauche wieder eure Hilfe.

Ich bin auf der Suche nach guten Stereo LS und falls erforderlich einem kleinen(!) Verstärker.

Aufstellungsort ist der Schreibtisch in einem ca. 11m^2 großem Zimmer. LS würden nahe der Wand aufgestellt werden. Gehört wird alles quer durch die Musik und hauptsächlich Videospiele über Pc. Lautstärke geht in der Regel nicht über Zimmerlautstärke hinaus. Alles zusammen sollte nicht mehr als 400€ kosten.

Da ich schon im Besitz von der Dali Zensor 1 Serie und sehr zufrieden damit bin hab ich mal geschaut ob Dali was hätte. Dabei fand ich die Zensor Pico. Ich weiß aber nicht ob diese sich für Nahfeld eignen.

Dann stellt sich die Frage welchen Verstärker ich verwenden soll? Einen Koloss alá Denon x1100 brauch ich am Schreibtisch wirklich nicht

Verwendet wurde bisher ein altes Teufel concept e Magnum 5.1 System das mir vom Klang her einfach nicht mehr gefällt. Einzig den Sub könnte man eventuell weiterverwenden. Da ich aber Platz sparen möchte und die Dali Zensor eigentlich auch schon recht gut nach unten gehen ist der Sub eher unwahrscheinlich.

Es muss aber nichts von Dali sein! Bin auch gerne offen für neues.

Bin gespannt auf eure Vorschläge!

LG

edit: was haltet ihr von den Edifier LS? wie z.B.: Edifier Studio R2000DB. würden die auch meinen Ansprüchen gerecht werden?


[Beitrag von Citrusitrone am 18. Aug 2016, 13:07 bearbeitet]
geek87de
Stammgast
#2 erstellt: 18. Aug 2016, 14:15
Dürfens auch aktive Monitore sein?

Dann würde ich mich bei den üblichen Verdächtigen umsehen...

JBL LSR 305 (wobei die wandnah evtl Probleme machen könnten)
Tannoy Reveal
Yamaha HS 5 / 7
Swissonic ASM 5 / 7
KRK RoKit 5

bei mehreren Quellen würde ich auch noch die Saxx AS 30 in den Raum werfen.

Falls dir die Dali so am Herzen liegen, könntest du natürlich auch einen kleinen passiven Verstärker nehmen, für Zimmerlautstärke reicht auch z.b. ein SMSL aus.
Citrusitrone
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 18. Aug 2016, 17:09
Danke für die schnelle Antwort!

Ja aktiv Boxen gehen auch. War viell. etwas undeutlich formuliert von mir... Falls es Passive werden sollten, dann müsste halt auch ein kleiner Verstärker her.

Sind ein paar interessante LS dabei. Muss ich mir mal genauer ansehen.
Fanta4ever
Inventar
#4 erstellt: 18. Aug 2016, 17:47
Hallo,

wenn es doch ein wenig mehr sein darf TUNE 4

LG
Citrusitrone
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 18. Aug 2016, 21:10
Soo... nach ein paar Recherchen kann ich folgendes sagen:

Äußerlichkeiten sind anscheinend wichtiger als gedacht. Weil die Studioboxen wie die KRK sind einfach optisch ein nogo

Aktive LS haben Priorität.

Das Budget wird etwas aufgestockt da die XTZ wirklich sehr interessant sind. Danke für den Tipp!

Eine Frage die mir jetzt noch sehr wichtig ist, ist: Wie beschallen die von euch Vorgeschlagenen? Also eher direkt oder streuen die sehr? Weil die Dali Zensor 1 (und somit warsch. auch die anderen) eignen sich leider doch nicht als stereo weil sie schon sehr stark streuen.
Fanta4ever
Inventar
#6 erstellt: 19. Aug 2016, 06:02
Hallo,

die Zensor 1 hatte ich schon hier, funktionieren am Schreibtisch mMn nicht wirklich gut. Zur Zeit höre ich mit den ASW Opus M14, die machen ihre Sache wirklich gut, ist aber auch eine andere Preisklasse.

Die XTZ Tune 4 haben aber durch die Dirac Software einen enormen Vorteil und da bei mir der PC die einzige Quelle ist bin ich schwer am überlegen ob ich nicht die ASW und den TEAC A-H01 verkaufe.

LG
Citrusitrone
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 20. Aug 2016, 11:53
edit: überflüssiges Vollzitat entfernt


Ok. Die XTZ sind wirklich sehr schön. Wenn sie klanglich auch so gut sind, werden es vermutlich wirklich die werden. Bei den Dali hätte ich wenn schon Zensor dann die Pico oder sonst die neuen Fazon ausprobiert. Aber die sind halt alle passiv...

Weiß man ob die XTZ einen direkten Sound haben oder eher streuen? Hab bisher nix genaues dazu gefunden...

LG


[Beitrag von detegg am 20. Aug 2016, 14:11 bearbeitet]
Fanta4ever
Inventar
#8 erstellt: 20. Aug 2016, 13:21
Hör sie dir zu Hause an, das ist der vernünftigste Weg.

LG
A_K_F
Stammgast
#9 erstellt: 20. Aug 2016, 13:33
In derselben Preisklasse wäre noch die Abacus C-Box 2. Da würde mich der Vergleich mit den XTZ auch interessieren.
Citrusitrone
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 22. Aug 2016, 18:49
Danke für den Tipp mit den Abacus! Schauen auch echt gut aus. Ich habe jetzt noch die Klipsch R-15PM gefunden. Die wären auch in der selben Preisklasse. Sind jedoch von den Abmessungen doch etwas größer... Hat jemand Erfahrungen?

Ich werde mir mitte September mal die XTZ und die Abacus bestellen und probehören (weil die weißen Tune 4 sind dann voraussichtlich wieder auf Lager ).
Sobald ich mich entschieden haben sollte werde ich euch davon berichten
Fanta4ever
Inventar
#11 erstellt: 23. Aug 2016, 07:13
Hallo,

ich kenne die aktiven Klipsch leider nicht, nur ihr passives Pendant. Hör sie dir mal an, kann ja nichts schaden
Freue mich auf deinen Bericht

LG
JULOR
Inventar
#12 erstellt: 23. Aug 2016, 07:17

Bei den Dali hätte ich wenn schon Zensor dann die Pico oder sonst die neuen Fazon ausprobiert. Aber die sind halt alle passiv...

Die aktive Variante Zensor 1 AX kennst du? http://www.dali-speakers.com/de/lautsprecher/zensor/zensor-1-ax/

Sind ebenfalls gute LS. Sonst würde ich auch den XTZ eine Chance geben.


[Beitrag von JULOR am 23. Aug 2016, 07:20 bearbeitet]
Citrusitrone
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 23. Aug 2016, 14:03

JULOR (Beitrag #12) schrieb:
Die aktive Variante Zensor 1 AX kennst du?


Ja hab ich gesehen. Hat aber mehrere Gründe warum die nicht in Frage kommen. Da ich die normalen Zensor 1 im Wohnzimmer hab kann ich sagen, dass ich sie nicht am Schreibtisch haben will . Vom Klang her gefallen sie mir aber sie "streuen" halt sehr. Also für reines "direktes" stereo gehen sie nicht. Außerdem sind sie mE zu groß für den Schreibtisch und der Preis würde auch das Budget sprengen

Wie von schon erwähnt, die Pico oder Fazon wären von der Größe interessant gewesen aber die Tune 4 und die Abacus sind derzeit meine Favoriten und die ersten die ich mir anhören möchte.

LG
A_K_F
Stammgast
#14 erstellt: 26. Aug 2016, 06:44
Wie der TE bin auch ich derzeit auf der Suche nach kleinen Aktivmonitoren für das Arbeitszimmer. Bei mir würden diese über eine Focusrite Scarlett Solo gespeist werden, die per USB am PC hängt.

Ich habe mir jetzt auch mal eine kleine Auswahl zusammengestellt und schicken lassen. Da der zur Verfügung stehende Platz begrenzt ist, habe ich nur Monitore mit einem TMT der 4''-Klasse berücksichtigt. Die derzeitigen Kandidaten sind:

* Yamaha MSP 3 (Paarpreis 400 €)
* XTZ Tune 4 (Paarpreis 480 €)
* Genelec 8020 CPM (Paarpreis 800 €)

Mit Yamaha bzw. Genelec sind typische Vertreter der Gattung professioneller Studiomonitor und mit XTZ ein Vertreter aus dem Hifi-Bereich vertreten. Eventuell würde ich auch noch ein Testexemplar der Abacus C-Box antreten lassen, mal sehen.

Da der Thread gut passt, werde ich mal nach und nach berichten. Hier schon mal ein erstes Bild:

Minimonitore
Barnburner
Stammgast
#15 erstellt: 26. Aug 2016, 07:17

A_K_F (Beitrag #14) schrieb:
Da der Thread gut passt, werde ich mal nach und nach berichten.

Da bin ich mal gespannt. Insbesondere auf die Tune 4.
Bontaku
Stammgast
#16 erstellt: 26. Aug 2016, 07:40
Und ich bin darauf gespannt wie sich die Genelec schlägt.
Wäre schön gewesen, wenn da noch eine C2 dabei gewesen wäre, aber man kann ja nicht alles haben.
A_K_F
Stammgast
#17 erstellt: 26. Aug 2016, 08:06
Ich wollte das Feld mal auf maximal 3 Kandidaten begrenzen. Man muss ja auch sehen, dass durch die Rücksendung ein wirtschaftlicher Schaden entsteht. Die Möglichkeiten des Fernabsatzgesetzes sollte man bei Möglichkeit auch nicht überstrapazieren. Außerdem blickt man irgendwann auch nicht mehr durch.

Die Auswahl war nicht einfach. Neben der Abacus hatte ich auch noch Eve Audio SC204 und Focal CMS40 auf der Liste. Mit Yamaha und Genelec habe ich jetzt 2 Studiomonitore unterschiedlicher Preisklasse. Auf die C2 habe ich erstmal verzichtet, weil sich Abacus als kleiner Hersteller mit Rücksendungen sicher schwerer tut (sonst würde Abacus nicht Testpakete übers WE anbieten, wobei es hier nur die C3 gibt). Sie hätte aber den Charme, dass sie nochmal kompakter baut.
DerRene
Neuling
#18 erstellt: 26. Aug 2016, 10:45
interessanter thread :3 vor allem da ich in der gleichen lage bin wie unser zitronen TE. :p

besonders die xtz stechen hervor, nur bin ich mir nicht sicher ob ich sie mir in schwarz oder weiß besorgen möchte. ;o
JULOR
Inventar
#19 erstellt: 26. Aug 2016, 10:48
In weiß klingen sie heller.
A_K_F
Stammgast
#20 erstellt: 26. Aug 2016, 13:11
Die Abacus gibt's ja in sieben oder acht verschiedenen Farben. Die sollte man dann möglichst alle zuhause haben, damit man immer die mit dem zum Gemütszustand passenden Klang parat hat.
A_K_F
Stammgast
#21 erstellt: 26. Aug 2016, 16:03
Ich starte mal mit den ersten Eindrücken nach dem Auspacken.

XTZ Tune 4: Die Verpackung ist für ein Paar Lautsprecher dieser Preisklasse sehr sorgfältig und edel gestaltet. Das beiliegende Zubehör ist üppig: Neben Netz- und Audiokabeln (Klinke, optisch) ist ein optisch und haptisch hochwertiges Lautsprecherkabel mit Bananensteckern enthalten. Außerdem liegt eine Fernbedienung aus Vollaluminium bei, die wirklich einen ganz hervorragenden Eindruck macht. Da habe ich bei wesentlich teureren Gerätschaften schon weitaus Einfacheres erlebt. Leider habe ich für meinen Einsatz als Nahfeldmonitor gar keinen Bedarf für eine FB, entsprechende Bedienelemente an den LS selbst wären für mich praktikabler. Die Tune 4 haben ein Master-Slave-Konzept, es handelt sich also nicht um zwei vollaktive Monitore (was den günstigen Preis etwas relativiert). Der linke LS enthält alle Anschlüsse und die komplette Elektronik, der rechte ist passiver Natur und wird über die erwähnten LS-Kabel gespeist. Da XTZ beim Gehäuse der Tune 4 von "massivem MDF mit mehreren Verstärkungen" spricht, war ich überrascht, dass insbesondere der Master-LS recht leicht ausfällt. Da wollen wir mal hoffen, dass das keinen Schluss auf die innere Qualität zulässt. Von der Verarbeitung scheinen mir die Gehäuse, zumindest äußerlich, erstklassig zu sein. Der Schleiflack mit den abgerundeten Kanten ist sauber verarbeitet. Die asymetrische Form und die nach hinten geneigte Front sehen auch live sehr stylish aus. Letztere Eigenschaft ist auch sehr praktisch für den Einsatz auf dem Schreibtisch. Eventuell reicht die Neigung bei mir noch nicht aus, um die akustische Achse optimal auszurichten, so dass ich die LS trotzdem erhöht platzieren werde. Was negativ auffällt, ist zum einen der kippelige Stand, da die LS jeweils nur auf drei Füßen stehen. Zum anderen sind die Chassis völlig offen und damit ungeschützt. Wenn man die XTZ mal kurz irgendwo mitnehmen möchte, sollte man schon höllisch aufpassen, dass dabei nichts kaputtgeht.

Yamaha MSP 3: Das komplette Gegenteil zur XTZ. Hier merkt man schnell, dass man es mit Arbeitsgeräten zu tun hat. Zubehör: Fehlanzeige. Das Gehäuse: Simpel quaderförmig. Dennoch: Von der Qualität macht das einen hervorragenden Eindruck. Man hat deutlich "mehr" in der Hand als bei den XTZ (gewichtsmäßig), und die Oberflächen sind sicher deutlich robuster als bei den XTZ. Die Chassis sind hinter Gitter geschützt, statt einer FB gibt's Regler auf der Vorderseite. Jeder Monitor ist vollaktiv und kann daher bei Bedarf auch mono eingesetzt werden. Da die Front gerade nach vorne zeigt, muss ich mir für die Platzierung auf jeden Fall etwas einfallen lassen.

Genelec 8020 CPM: Mit dem Aluminiumgehäuse haben die Genelecs in diesem Feld sicher ein Alleinstellungsmerkmal, insbesondere weil die Form mit den Rundungen sehr charakteristisch ist. Sicher für manchen gewöhnungsbedürftig; ich finde die Form gelungen. Obwohl die Genelecs nach den reinen Maßen auch nicht kleiner sind als die anderen, wirken sie durch die Formgebung schlanker und kompakter. Die LS stehen auf sogenannten Iso-Pod-Füßen, mit denen die Neigung einstellbar ist, was ich sehr praktisch finde. Außerdem ist noch ein Wandhalter mitgeliefert. Die Chassis sind wie bei den Yamahas durch ein Metallgitter geschützt. Selbstredend haben wir es auch hier mit zwei vollaktiven, autarken Monitoren zu tun. Insgesamt machen die Genelecs einen qualitativ außerordentlich wertigen Eindruck, was man angesichts des stolzen Preises aber auch erwarten kann.

Zusammenfassend: Die XTZ sind sicher optisch sehr gelungen, doch die anderen beiden wirken auf mich irgendwie robuster. Wenn man die XTZ sauber platziert und dann an Ort und Stelle lässt, kein Problem, doch als mobile Geräte zur gelegentlichen Mitnahme hätte ich so meine Bedenken. Die Genelecs machen auf mich so far den wertigsten Eindruck. Die Yamahas sind, bedenkt man den Preis, vielleicht trotzdem die positivste Überraschung.

Heute und morgen wird angeschlossen, dann geht's ans Eingemachte. Das Messequipment steht auch schon parat, um zu sehen, welche Frequenzgänge sich bei meinen Aufstellungsverhältnissen erzielen bzw. einstellen lassen. Zu gegebener Zeit folgt dann die Fortsetzung.
BernHer
Schaut ab und zu mal vorbei
#22 erstellt: 26. Aug 2016, 17:14

Ich starte mal mit den ersten Eindrücken nach dem Auspacken.

Danke für die Eindrücke. Das wird ja ein sehr interessanter Vergleich. Ich bin da schon sehr gespannt auf deine Höreindrücke!
Bei einem Vergleich gegen die JBL LSR 305 fand ich die Tune runder und präziser.
Den kippeligen Standfuß finde ich auch nicht sonderlich gelungen, da stimme ich dir zu. Allerdings stört mich das im Praxisbetrieb nicht.
Zu den ungeschützten Chassis: Den Hochtöner der XTZ kannst du unbesorgt eindrücken (natürlich nicht mit zu viel Kraft). Der beult sich selbst wieder aus ohne Schaden zu nehmen. Den Tip hatte mir zumindest ein XTZ-Mitarbeiter gegeben.
Die Genelec konnte ich mal bei einem Bekannten hören. Ich fand sie damals auch echt richtig gut, allerdings schon recht teuer.
Citrusitrone
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 26. Aug 2016, 19:14
Super, danke A_F_K! Bin auch sehr gespannt auf deinen Vergleich, speziell dann beim Sound. Ich muss mich noch ein wenig gedulden.

Ich werde, sobald ich zeitlich die Möglichkeit habe, mal bei Abacaus anfragen wie es mit einem Testgerät ausschaut. Derzeit sind die C-Box 2 nicht mehr als Testgeräte gelistet.

Bis dahin, bitte weiterberichten A_K_F

LG


[Beitrag von Citrusitrone am 26. Aug 2016, 19:25 bearbeitet]
A_K_F
Stammgast
#24 erstellt: 27. Aug 2016, 13:22
So, hab nun mal alle Probanden angeschlossen. Die gute Nachricht: Alle funktionieren einwandfrei.

Erste Disziplin: Frequenzgangmessung freistehend auf Lautsprecherständern. Das bedeutet natürlich nicht, dass ich dabei die Eigenschaften des Raums ausblenden kann, aber die LS stehen so frei, wie es der Raum zulässt. Dabei habe ich ein Stereodreieck von ca. 1 m aufgebaut. Die Messung erfolgt mit REW, als Messmikrofon verwende ich ein Behringer ECM8000. Alle Kandidaten laufen auf neutraler Einstellung.
Nachfolgend das Ergebnis (mit hoher 1/6 Glättung):

Frequenzgang Nahfeldmonitore

Im Bereich von 100 bis 220 Hz kann man charakteristische Berge und Täler erkennen, die bei allen Messungen auftreten und daher offensichtlich den akustischen Eigenschaften des Raumes geschuldet sind. Im Oberbassbereich zeigen sich, zumindest bei neutralen Einstellungen, Unterschiede im Schalldruck. Die XTZ erreicht hier die höchsten Pegel, regt dabei aber auch die Raummoden am meisten an. Am unteren Ende, mit 5-6 db weniger, liegt die Yamaha. Der letztendliche Abfall der Kurven im Bassbereich liegt bei allen etwa im selben Bereich (70 Hz). XTZ spricht im Datenblatt von 52 Hz, das ist wohl etwas "optimistisch". Yamaha gibt 65 und Genelec 66 Hz an, das passt viel besser.

Nachfolgend nochmal die Ergebnisse einzeln mit der originalen Zielkurve von REW für Vollbereichslautsprecher.

XTZ Tune 4:

XTZ_Tune4

Im Höhenbereich ausgewogen, in den Mitten ein wenig wellig (wie gesagt wohl durch Anregung der Raummoden). Sieht für mich ganz gut aus.

Yamaha MSP3:

Yamaha MSP3

Hier sieht man, dass die LS, zumindest in dieser Messung, etwas höhenbetont sind. In der Mitte könnte etwas Körper fehlen.

Genelec 8020C:

Genelec 8020C

Recht ähnlich zur XTZ, eventuell einen Tick ausgewogener, regt die Raummoden etwas weniger an. Vielversprechend.

Ich hab natürlich auch jeweils eine kurze Hörprobe gemacht. Nach wie vor neutrale Einstellung ohne Anpassungen. Das war sicher zu wenig, um schon ein profundes Urteil abzugeben. Außerdem wird das ja gar nicht endgültige Aufstellung sein, so dass ich dem noch keine große Bedeutung zumesse. Trotzdem kann ich schon sagen, dass es deutliche Unterschiede gibt. Mehr möchte ich an dieser Stelle aber noch nicht verraten.
A_K_F
Stammgast
#25 erstellt: 01. Sep 2016, 12:51
So, heute mal ein wieder ein Update. Hat sich etwas hingezogen: Erstens war es am WE zu heiß, um sich ins Arbeitszimmer zu setzen, zweitens wollte ich unbedingt noch einen parametrischen Equalizer zum Laufen kriegen, um die LS perfekt entzerren zu können.

Nachdem ich die Probanden schon mal im Freifeld vermessen und probegehört habe (siehe vorigen Beitrag), geht's jetzt an die Zielposition. Diese ist auf dem Schreibtisch, welcher wiederum an einer Wand steht. Das ist natürlich doppelt schwierig. Einerseits kann man sich einen dröhnenden Bass einhandeln, andererseits handelt man sich Reflektionen von der Schreibtischoberfläche ein. Letzteres ist entschärft, da ich die LS sowieso höher positionieren muss, um die akustische Achse auf Ohrhöhe zu bringen. Momentan tut's dafür jeweils ein Stapel Bücher.

Alle Modelle bringen Einstellmöglichkeiten mit, um auf die Aufstellsituation zu reagieren. Die Yamahas haben klassische Bass- und Höhenregler, die Genelecs Dip-Schalter auf der Rückseite und XTZ arbeitet mit einer DSP-Software (Dirac DAP). Ich war und bin wirklich gespannt, wie gut sich die LS damit jeweils Richtung Neutralität einstellen lassen.

Angefangen habe ich mit den Genelecs. Diese also auf Position gebracht, alle Dip-Schalter auf neutral und mit REW vermessen:

Genelec mit Dip-Einstellungen

Wie zu befürchten war, eine Berg-und Talfahrt mit Gradienten von bis zu 13 dB (rote Kurve). Das dürfte durchaus normal sein, und das Gehör zeigt sich demgegenüber zum Glück auch tolerant. Optimal können die Schallwandler damit aber sicher nicht aufspielen. Zum Glück gibt's dafür die Einstellmöglichkeiten mittels winziger, fummlig zu bedienender Dip-Schalterchen, z.B. eine sogenannte Nahfeldeinstellung bzw. eine Wandeinstellung mit laut BDA -4 bzw. -6 dB Bassabsenkung. Die sieht man in der grünen bzw. blauen Kurve. Tja, der Bassbereich ist tatsächlich abgesenkt, was evtl. Abhilfe bei übermächtigem Bass bringen kann, aber von Neutralität ist man weiterhin meilenweit entfernt. Der Abfall im Bassbereich ist übrigens gegenüber der freien Aufstellung von 70 in Richtung 45 Hz runtergewandert. Das ist der große Vorteil wandnaher Positionierung bei kleinen Lautsprechern. Noch eine Anmerkung: Den hin zu 20 kHz stark ansteigenden Frequenzgang kann man ignorieren. Diese Messungen habe ich noch mit der Onboard-Soundkarte gemacht, die in diesem Bereich verrückt spielt, so dass ich auch der durchgeführten Kalibrierung nicht über den Weg traue.

Da ich offen gesagt nichts anderes erwartet habe, habe ich mich im Vorfeld schon nach Möglichkeiten umgesehen, den Frequenzgang zu entzerren. Ich bin dabei auf ein Tool gestoßen namens Equalizer APO (Diskussion im Forum siehe hier). Dieses ist wirklich genial, vor allem in Zusammenarbeit mit REW, weil sich dort generierte optimierte parametrische Filtereinstellungen per Export direkt in Equalizer APO einbinden lassen. Der Equalizer setzt sich dann vor die Windows Audio-Engine, so dass jedes Signal zuvor die Filter durchläuft. Ausnahme: Bei Verwendung von z.B. ASIO-Treibern wird das Windows Audio komplett umgangen. Deshalb hatte ich einige Zeit mit meinem Focusrite Scarlett USB-Interface zu kämpfen, das standardmäßig ASIO-Treiber verwendet (darum auch die Messungen über Onboard-Sound oben). Dann habe ich entdeckt, dass ich die Scarlett in REW auch über Java-Treiber betreiben kann, und jetzt flutscht es auch mit der Scarlett. Die folgenden Messungen sind folglich auch über das USB-Interface erzeugt. Einmal nochmal die Genelecs in Neutralstellung (lila), dazu die Entzerrung über REW / Equalizer APO. Ich habe dabei Filter bis zu 500 Hz angewendet, darüber sollte man vorsichtig sein, weil dies nicht nur die Raumeinflüsse korrigiert, sondern sich zunehmend auf den Direktschall auswirkt (Stichwort Schröderfrequenz). Das Verfahren hat keine 5 Minuten gedauert, das Ergebnis ist absolut überzeugend.

Genelec neutral und entzerrt mit Equalizer APO

Wenn man schon LS über den PC laufen lässt, dann ist dies etwas, was ich jedem nur dringend ans Herz legen kann, weil es so unkompliziert ist. Das einzige, was man braucht, ist ein vernünftiges Messmikrofon, idealerweise kalibriert. Die Software ist Freeware. Zum Vergleich: Die Genelecs gibt es auch in einer Version mit integrierten DSP-Filtern (8320). Das Bundle mit 2 Boxen, Software und Mikrofon bekommt man für 1300 €, also 500 € mehr als ein Paar 8020. Da finde ich die hier verwendete Alternative sehr attraktiv, vor allem da man sie auf beliebige Lautsprecher anwenden kann, natürlich in den folgenden Tagen dann auf die Yamaha und XTZ.

Zum Abschluss natürlich noch ein paar Statements vom Probehören. Nach der Mess- und Einstellungsorgie bin ich noch nicht besonders viel zum Hören gekommen, das werde ich in den kommenden Tagen nachholen. Ich möchte mir auch viel Zeit zum Vergleichen der Probanden nehmen. Dennoch: wie klingt die Genelec denn nun?
Kurz und knapp: Absolut faszinierend. Es ist unvorstellbar, was diese kleinen Dinger kaum einen Meter von einem entfernt an Räumlichkeit erzeugen können, sowohl in der Breite als auch der Tiefe. Ich empfinde einen hohen Grad an Detailauflösung, ohne dass die Höhen in irgendeiner Weise überbetont wären. Der Bassbereich ist schön straff (hier erntet man die Früchte der Einmessung) und reicht erstaunlich tief. Ich verstehe, dass in Verbindung der Genelecs oft von "analytisch" und "ehrlich" gesprochen wird. Trotzdem macht das Hören auch einfach nur Spaß. Ja, es treten dabei deutliche Unterschiede zwischen guten und schlechten Aufnahmen zutage. Die Zeit wird zeigen, ob dies eher Vorteil oder Nachteil ist, aber genau das hatte ich mir für die Zweitanlage gewünscht. Puh, diese Genelecs sind definitiv ein harter Gegner für die Konkurrenz. Ich bin gespannt, was diese dagegenstellen können.


[Beitrag von A_K_F am 01. Sep 2016, 12:55 bearbeitet]
Fanta4ever
Inventar
#26 erstellt: 01. Sep 2016, 13:13

A_K_F (Beitrag #25) schrieb:
Puh, diese Genelecs sind definitiv ein harter Gegner für die Konkurrenz. Ich bin gespannt, was diese dagegenstellen können.

Ich auch und vielen Dank für den schönen Bericht

LG
Youwaste
Stammgast
#27 erstellt: 02. Sep 2016, 10:20
Danke für die Eindrücke. Das deckt sich auch mit meinen Eindrücken von den Genelec. Bin schon auf den Rest gespannt.
A_K_F
Stammgast
#28 erstellt: 02. Sep 2016, 10:31
Bin jetzt erst mal ein paar Tage unterwegs. Danach geht's weiter.
Citrusitrone
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 05. Sep 2016, 13:54
Vielen Dank A_K_F für deine Eindrücke und Ergebnisse!

Auch ich verfolge deine Tests mit Spannung!

Bei mir wird demnächst eine große Bestellung aufgegeben. Viell. schaffe ich es nächste oder übernächste Woche.

LG


[Beitrag von Citrusitrone am 05. Sep 2016, 18:25 bearbeitet]
Henrik22
Stammgast
#30 erstellt: 06. Sep 2016, 16:05
Ich bin auch sehr gespannt

Ein Vergleich zwischen den XTZ Tune 4 und den Saxx Airplay AS-30 fände ich noch sehr interessant. Also wieviel MEHR die XTZ bei dem Aufpreis bringen. Falls du also die SAxx mal gehört haben solltest wäre ich um 1-2 Sätzchen dazu sehr dankbar
A_K_F
Stammgast
#31 erstellt: 06. Sep 2016, 18:13
Über die Saxx kann ich leider nichts sagen. Die waren mir dann doch etwas zu klein. Von der Ausstattung her sind sie zu diesem Preis auf jeden Fall schon mal ganz weit vorn. Wenn der Klang einigermaßen passt, kann man da eigentlich nichts falsch machen.
A_K_F
Stammgast
#32 erstellt: 08. Sep 2016, 15:44
So, es geht weiter: Yamaha MSP 3 (400 € / Paar).

Die LS haben keinen Fuß zum Verstellen der Neigung wie die Genelec und auch keine nach schräg oben gerichtete Front wie die XTZ. Deshalb musste ich mir einen höheren Turm aus Büchern bauen, um die akustische Achse aus Höhe zu bringen. Für den ständigen Gebrauch bräuchte ich ein kleines Stativ.

Vermessung und Einmessen: Die Yamahas haben klassische Höhen- und Bassregler. Die finde ich bei weitem praktikabler als dieses Mäuseklavier auf der Rückseite der Genelec, außerdem bekommt man damit eine unabhängige, stufenlose Einstellung von Höhen und Tiefen.
Aber auch in diesem Fall kann man nicht erwarten, den Frequenzgang linearisieren zu können. Ich habe diesmal die Bässe etwas angehoben, so dass der Grundpegel im Oberbassbereich (ohne Überhöhungen) ungefähr auf dem Referenzpegel liegt. Den Rest erledigt dann wieder Equalizer-Apo in Zusammenarbeit mit REW.

Yamaha MSP 3

Während ich bei der Genelec im Bereich zwischen 1 und 2 kHz ein Loch hatte, zeigt sich bei der Yamaha eine Überhöhung. Um diese zu killen, habe ich diesmal bis 2 kHz eingegriffen. Damit erhält man einen schön linearen Frequenzgang. Im Bassbereich geht die Yamaha bei wandnaher Aufstellung nicht so weit runter wie die Genelec, die erst bei 40 Hz aufgibt.

Hörtest: Hhmmm ja, klingt im ersten Moment nicht unausgewogen, aber etwas zurückhaltend. Die Musik springt einen nicht gleich an wie bei der Genelec. Vielleicht ist das auch gut in Richtung stress- und ermüdungsfreiem Hören. Aber irgendwie will auch bei längerem Hören der Funke nicht so richtig überspringen. Im Bass fehlt deutlich etwas, dafür scheinen die Mitten ein wenig zu präsent. Da man manchmal auch nur einen schlechten Tag hat, setze ich für die nächsten 2 Tage weitere Hörsessions an. Leider setzt sich der Eindruck durch, dass sich die Yamahas in meinen Hören schlicht und einfach langweilig anhören. Kurz umgestöpselt und die Genelecs drangehängt: Yep, jetzt passt's wieder. Im direkten Vergleich kurz hintereinander offenbart sich, dass die Genelecs deutlich ausgewogener sind, zumindest in meinen Ohren. Bassläufe (hier ist der Unterschied am größten), Mitten und Höhen bilden eine Einheit, die Musik kommt lebendiger rüber und die Räumlichkeit ist wie schon beschrieben sensationell. Da ich ein Paar Aktivboxen für intensives Hören als Zweitanlage suche, kann mich da auch der doppelte Preis der Genelecs nicht abschrecken. Wenn ich nur ein Pärchen zur Nebenherbeschallung suchen würde, könnte das etwas anders aussehen. So werden die Yamahas aber die Rückreise zum Händler antreten müssen.

Als nächstes sind dann die XTZ an der Reihe. Vorschusslorbeeren gibt's ja genug, umso neugieriger bin ich.
A_K_F
Stammgast
#33 erstellt: 16. Sep 2016, 09:13
@Citrusitrone: Und, was macht die Bestellung? Testfeld schon ausgewählt?

Bei mir laufen gerade die XTZ Tune 4. Soviel schon mal vorweg: Die sind klasse.Ausführlicherer Bericht folgt.
Youwaste
Stammgast
#34 erstellt: 16. Sep 2016, 10:05
Danke für den Bericht über die Yamaha, die hatte ich bisher nicht hören können. Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, was du mit "langweiliger" meinst.
Jetzt bin ich mal auf deinen Bericht zur Tune 4 gespannt!
Citrusitrone
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 16. Sep 2016, 17:33

A_K_F (Beitrag #33) schrieb:
@Citrusitrone: Und, was macht die Bestellung? Testfeld schon ausgewählt?


Leider macht sie noch nicht viel . Die Bestellung wird aber spätestens nächste Woche aufgegeben. Bestellt werden die XTZ Tune 4, Abacus C-Box 2 und die Klipsch R-15PM. Wobei die Klipsch derzeit keine so wichtige Rolle einnehmen, möchte aber nicht die Chance auf eine Überraschung verpassen .

Ich würde gern ähnliche Testbedingungen wie du aufbauen. Ich habe aber kein vernünftiges Mikro, am ehesten viell. das Einmessmikro vom Denon x1100. Aber k.A. ob das so einfach funktioniert wie man sich das vorstellt, also Mikro am Eingang der Soundkarte anstecken und das Programm im REW starten?


[Beitrag von Citrusitrone am 16. Sep 2016, 17:33 bearbeitet]
A_K_F
Stammgast
#36 erstellt: 18. Sep 2016, 15:48
Doch, im Prinzip geht das so einfach. Das Denon-Mikro ist vielleicht nicht optimal, aber zum Ausprobieren sollte es gehen. Alles andere zur Konfiguration findest Du in der REW-Hilfe.
A_K_F
Stammgast
#37 erstellt: 18. Sep 2016, 16:41
So, der Testmarathon neigt sich dem Ende zu. Als Letztes also die XTZ Tune 4.

Die XTZ weisen mit der Dirac Software eine Besonderheit auf. Es gibt keine Regler an den LS selbst, Anpassungen erfolgen über die Software. Dabei wird der Dirac Audio Prozessor als primäres Ausgabegerät gewählt, in der Dirac Software kann man dann wählen, an welches Device der Output nach Anpassung weitergeleitet wird. Im Prinzip ähnlich wie bei Equalizer APO, nur dass das Ganze auch mit ASIO-Treibern funktioniert. Die Software stellt eine Reihe von Filtern zur Verfügung, wobei sechs davon für die Tune vorgesehen sind.

XTZ Dirac

Der "Tune 4 On Wall" dürfte der sein, der für meine Aufstellung vorgesehen ist. Leider ist auch dieser (wie alle anderen Filter) nicht in der Lage, die sich einstellenden Raummoden auch nur einigermaßen in den Griff zu bekommen. Das Dirac ist ein nettes Spielzeug, solange man aber keine eigenen Filter definieren kann, für mich nicht weiter interessant. Schade.

Zum Glück gibt es ja auch noch E-APO. Das folgende Bild zeigt den Frequenzgang vor und nach Einmessung/Entzerrung:

XTZ Tune 4

An dieser Stelle möchte ich noch einmal meine Begeisterung für das Freeware-Duo REW und Equalizer APO kundtun. Ich denke, dass man sich gut vorstellen kann, wie suboptimal sich die Tune (wie auch die anderen Kandidaten) ohne die Entzerrung der Bassmoden anhören. Das kann man während des Betriebs testen, indem man die FIlterdatei rein- bzw. rausnimmt. Nach dem Einmessen stellen sich die XTZ im ganzen Testfeld als diejenigen raus, mit denen man den saubersten Frequenzgang hinbekommt. WIe auch die Genelec reichen die XTZ für eine Box dieser Größe erstaunlich weit in den Frequenzkeller hinunter, bis ca. 40 Hz.

Und so rund, wie sich die Tune messen, klingen sie dann auch. Starkes Fundament und sehr ausgewogen bis in die Höhen. Längere Hörsessions waren wirklich eine reine Freude, die XTZ kommen meinem Ideal offenbar sehr nahe. Einfach klasse, da braucht man nicht viele Worte verlieren.

Nachdem ich schon meine Begeisterung für die Genelec zum Ausdruck gebracht habe, war jetzt natürlich erstmal Ratlosigkeit angesagt. Ein Shootout musste die Entscheidung bringen. Dazu habe ich beide Paare so angeschlossen, dass ich direkt zwischen ihnen umschalten konnte. Und da tun sich schon große Unterschiede auf. Die XTZ klingen deutlich "fülliger", die Bühne tritt weiter zurück, wird dafür aber deutlich breiter. Der Sound der Genelec ist deutlich enger, man sitzt dafür aber gefühlt mittendrin. Der Gesamteindruck ist schlanker, das Geschehen wird eindeutiger seziert. Das sind wohl diese analytischen Eigenschaften, die man von einem ausgesprochenen Abhörmonitor erwarten durfte. Die XTZ klingen dagegen mehr nach Hifi.

Nach einiger Zeit ist nun eine Entscheidung herangereift. Ich habe ja eine Lösung gesucht, die toll klingt, sich aber deutlich von meiner Erstanlage mit Dynaudio Lautsprechern unterscheidet. Und da sind die Genelec nun einfach die bessere Wahl. Sie sind zwar deutlich teurer, das Preis-/Leistungsverhältnis sehe ich aber gleichauf. Mit dem Metallgehäuse und den Schutzgittern sind sie um einiges wertiger und robuster, als echte Aktive sind sie auch mal solo nutzbar. Bei den XTZ müsste man höllisch aufpassen, dass nichts kaputt geht, wenn man sie mal irgendwohin mitnimmt. Die Genelec dürfen somit bleiben, die XTZ müssen leider wieder zurück. Trotzdem kann ich für die Tune 4 ebenfalls eine dicke Kaufempfehlung aussprechen.

Jetzt bin ich gespannt, wie die Sache bei Citrusitrone ausgeht.
JULOR
Inventar
#38 erstellt: 19. Sep 2016, 08:42
Superschöner Vergleichstest. Danke!
Youwaste
Stammgast
#39 erstellt: 19. Sep 2016, 11:43
Auch von mir herzlichen Dank für den Vergleichstest und die ausführliche Dokumentation.
Bei mir ist es damals die Tune 4 geworden .
A_K_F
Stammgast
#40 erstellt: 19. Sep 2016, 12:41
Was waren bei Dir die Alternativen?
Citrusitrone
Ist häufiger hier
#41 erstellt: 19. Sep 2016, 13:20
Vielen Dank A_K_F für den super Vergleich!

Meine Ungeduld wird dadurch leider nicht weniger Ich warte eigentlich nur auf die weißen XTZ. Ich hatte damals angefragt wann sie wieder auf Lager wären und sie sagten Mitte September. Müsste also bald soweit sein, dann gehts bei mir los!
Bin am überlegen ob ich mir nicht auch so ein Behringer Messmikro kaufe, so teuer wäre es nicht. Oder soll ich bei dem bleiben dass beim Denon X1100 dabei war?
Youwaste
Stammgast
#42 erstellt: 19. Sep 2016, 15:27

Was waren bei Dir die Alternativen?

Ich hatte damals noch die Nubert NuPro A-100 und die JBL LSR 305 zum Test hier und da hatten die Tune 4 die Nase vorne.
lorik
Neuling
#43 erstellt: 19. Sep 2016, 19:24
@Citrusitrone
Die weißen sollen in zwei Wochen wieder auf Lager sein. Ich habe heute eine E-Mail von XTZ diesbezüglich bekommen.
A_K_F
Stammgast
#44 erstellt: 20. Sep 2016, 07:57

Citrusitrone (Beitrag #41) schrieb:
Bin am überlegen ob ich mir nicht auch so ein Behringer Messmikro kaufe, so teuer wäre es nicht. Oder soll ich bei dem bleiben dass beim Denon X1100 dabei war?

Ich weiß ja nicht, wie oft Du es nutzen würdest. Zum ersten Ausprobieren würde ich es mal beim Denon Mikro belassen.
JULOR
Inventar
#45 erstellt: 20. Sep 2016, 08:48
Gibt es vielleicht eine Korrekturkurve für das Audyssey-Mikro und REW?
Für das Behringer gibt es die ja. Und die AVRs haben die integriert.
A_K_F
Stammgast
#46 erstellt: 20. Sep 2016, 09:17
Wohl eher nicht.

Ich verwende für mein Behringer die Kalibrierung von Hometheatershack, die als Mittelwert aus vielen Kalibrierungen gewonnen wurde. Besser wäre natürlich eine individuelle Kalibrierung des Mic, aber so wichtig sind mir die letzten Zehntel-dB auch wieder nicht. Die Abweichungen treten dann ohnehin bei sehr niedrigen oder hohen Frequenzen auf, wo ich sowieso nicht mehr korrigierend eingreife. Sehr kompetent hier nachzulesen.

Das AVR-Mikro sollte mal ausreichen, um die Hauptraummoden zu identifizieren. Wenn man's dann genauer haben will, kann man immer noch ein hochwertigeres Mikro anschaffen.
Citrusitrone
Ist häufiger hier
#47 erstellt: 20. Sep 2016, 16:02
@lorik

Danke für die Info! Schade dass es sich noch weiter verzögert...

@A_K_F

Ich würde auch gern mein Wohnzimmer mal vernünftig einmessen und schauen wo da so die Raummoden sind. Also hätte ich eigentlich zwei Anwendungszwecke. Wobei ich gerade immer mehr merke dass man für das Mikro noch einiges dazu kaufen muss. Aber ich hab ja laut lorik noch zwei Wochen zeit zum überlegen...
A_K_F
Stammgast
#48 erstellt: 20. Sep 2016, 17:12

Citrusitrone (Beitrag #47) schrieb:
Wobei ich gerade immer mehr merke dass man für das Mikro noch einiges dazu kaufen muss.

Was denn?
Citrusitrone
Ist häufiger hier
#49 erstellt: 20. Sep 2016, 20:53
Ok muss mich korrigieren: nicht einiges aber etwas

Was ich für das Behringer ECM8000 bräuchte, wäre ein Vorverstärker und halt die notwendigen Kabel, je nachdem wie man das ganze löst. Die praktischte Variante die ich jetzt gefunden habe ist das Behringer U-Phoria UM2 dazu zu nehmen. Dann würde nur das Mikrofonkabel fehlen.
A_K_F
Stammgast
#50 erstellt: 21. Sep 2016, 06:02
Ja natürlich, da hast Du recht. Idealerweise sollte man auch noch ein Pegelmessgerät haben.
Citrusitrone
Ist häufiger hier
#51 erstellt: 20. Okt 2016, 20:15
Hallo!

Tut mir leid wenn ich das Thema so anstauben hab lassen! Nur hat sich leider alles wegen den Tune 4 verzögert. Jetzt hab ich aber meine drei Paare beieinander.

Es wurden alle schon ein wenig Probe gehört und es sind auch jetzt schon klare Unterschiede zu erkennen.

Das Testumfeld ist der Schreibtisch. Angeschlossen wird an den Pc und bespielt über die Sound Blaster Z Soundkarte.

Aber beginnen werde ich mit den Packungsinhalt:

Klipsch R-15PM:

Das schwerste Paket, aber auch für die größten LS. Am Paket gibts nichts auszusetzen. Die Verarbeitung der LS wirkt sehr gut, einzig die doch sehr scharfen Kanten möchten mir nicht so gefallen. Aber das ist Geschmackssache...

1x Passiver linker LS
1x Aktiver rechter LS
1x sehr dünnes optisches Kabel
1x 3.5 male Klinke/3.5 male Klinke Kabel
1x normales dünnes Kupferkabel zum verbinden der zwei LS (ohne Bananenstecker)
1x male/male Cinch Kabel (rot und weiß)
1x Stromkabel passend für Mitteleuropa
1x Stromkabel für Großbritannien
1x Fernbedienung (Plastik und nichts besonderes, Batterie wechselbar)
1x Anleitung
8x kleine runde Plättchen zum entkoppeln (wirken recht hart)

Abacus C-Box 2:
Das Kleinste Paket für die kleinsten LS. Auch hier gibts nichts auszusetzen, außer dass wirklich nicht viel dabei ist. Die Verarbeitung wirkt auch hier sehr gut.
2x Aktive LS
2x Stromkabel
1x Adapter für die zwei Stromkabel, damit nur ein Steckplatz verbraucht wird
1x lächerlich kurzes 3.5 male Klinke/ rot und weiß Cinch male
1x Anleitung

XTZ Tune 4:
Die am schönsten verpackten LS. Sogar ein Stoffsack pro LS. Die mitgelieferten Kabel und sonst auch alles wirkt hier am hochwertigsten.
1x Aktiver linker LS
1x Passiver rechter LS
1x recht dickes Kupferkabel mit Bananenstecker zum verbinden der zwei LS
1x Stromkabel
1x Optisches Kabel
1x 3.5 male Klinke/3.5 male Klinke Kabel
1x Anleitung
1x Fernbedienung (sehr hochwertig aus Alu, am Anfang dachte ich die Batterie könne nicht gewechselt werden weil man keine Möglichkeit sieht das Gehäuse zu öffnen, aber man muss nur mit einem spitzen Gegenstand in die Gehäuseunterseite fahren)
2x extra Beine damit die LS auch gerade stehen können (hierbei werden die bereits vorhandenen hinteren Füßchen ausgetauscht)

Die LS werden noch bis nächste Woche getestet und Probe gehört. Ich werde versuchen auch alles schön einzumessen. Aber ich muss mich noch ein wenig einarbeiten. Die ersten Messungen sind etwas seltsam ausgefallen bzw. wirken nicht sehr "sauber". Aber die Tests sind ja erst am Anfang.
Es wird demnächst ein Zwischenfazit geben wie die LS ohne Messung klingen.

Also stay tuned!

LG
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