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In den 80ern war HiFi viel einfacher!

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Forensischer
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 04. Mrz 2007, 13:57
ende der 70er und in den 80ern hatte man nen klasse vollverstärker so um die 2x100 watt,anständige boxen,geschlossenes system(no bassreflex)gutes vinyl und tape.und schon hatte man ruck zuck den fettesten sound zu hause.heute muß man unendlich viel mehr aufwand betreiben.klingt auch alles ganz anders.und unter 2x300 watt geht doch nix mehr.alles verschlimmbessert.oder seh ich das falsch????
Child_of_death
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 04. Mrz 2007, 14:15
Is Ansichtssache,würde ich sagen...
LogicDeLuxe
Stammgast
#3 erstellt: 04. Mrz 2007, 14:22

Forensischer schrieb:
klingt auch alles ganz anders.und unter 2x300 watt geht doch nix mehr.
Der andere Klang liegt wohl auch an den mieserablen Aufnahmen, die sich in letzter Zeit gehäuft haben. Und 2x300 Watt? Sicher daß da nicht PMPO im Kleingedruckten steht. Wenn das RMS sein sollen, ist das für ein Wohnzimmer auf jeden Fall mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Für den meisten Leuten sind schon 2x30 Watt mehr als genug. Vorrausgesetzt, das Netzteil ist passend dazu dimensioniert, woran es bei manchen Anlagen scheitert.

Bassreflexrohre kannte ich auch schon in den 80'ern. Sie wurden aus optischen Gründen wohl oft nach hinten rausgeführt, so daß sie nicht auffiehlen.

Daß sich einiges verkompliziert hat, möchtig ich aber auch nicht abstreiten. Besonders bei Surroundanlagen und der ganzen Digitalverkabellung, gibt es natürlich Dinge zu berücksichtigen, die es früher nicht gab.
Forensischer
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 04. Mrz 2007, 14:38
ja.wie gesagt.es bedarf viel mehr aufwand,heute den sound nach hause zu zaubern wie damals.ich hatte den tollen technics su-8088k vollverstärker mit 2x95watt an 8ohm nennleistung,die telefunken TLX33,120nenn230watt musikleistung an 8ohm,geschlossenes 4wegesystem mit ferrofluid(außer baß).dual platte und technics tape.und die anlage hatte richtig dampf.und gegenüber heutigen preisen regelrechtes schnäppchen(preisteuerung bis heute mit berücksichtigt)von der anlage träum ich heut noch.als die telefunken restlos hin waren,brauchte ich ein jahr und fast 10paar boxen zum probieren,um wieder was anständiges "NEUES" zu haben.von der anlage red ich erst garnicht
BossOhr
Stammgast
#5 erstellt: 04. Mrz 2007, 15:11

Forensischer schrieb:
:P ende der 70er und in den 80ern hatte man nen klasse vollverstärker so um die 2x100 watt,anständige boxen,geschlossenes system(no bassreflex)gutes vinyl und tape.
...


Und was ist da jetzt heute so viel komplizierter Vollverstärker und Lautsprecher ergeben auch heute noch eine Anlage oder etwa nicht?

Vinyl und Tape vermisse ich persönlich überhaupt nicht, die digitalen Medien sind doch meist viel simpler in der Handhabung - ich denke da nur an die Einmeßorgien am Tape gegenüber einer CD-Kopie (was nix damit zu tun hat, daß die saubere Einmessung eines Tapes Spaß machen kann)

OK, geschlossene LS gibt's wohl nicht mehr viele (oder?), aber ob das per se ein Qualitätsmerkmal darstellt?

Was ich in den letzten Jahren allerdings wirklich verwirrend fand war die Vielzahl an Medien die da kamen und gingen oder so unentschlossen vor sich hindümpeln: DAT, DCC, MD, SACD, DVD-Audio...

Grüße

Sebastian
Hörbert
Moderator
#6 erstellt: 04. Mrz 2007, 15:55
Hallo!

Einfacher oder nicht in den 70gern und frühen 80gern mußte man sehr tief in die Tasche greifen um eine Soundqualität zu erzielen die heute als Durchschnitt gilt, sicher gab es auch damals Geräte und Lautsprecher mit überragender Qualität, allerdings zu Preisen die für einen Durchschnittsverdiener der damaligen Zeit einfach illusorisch waren. Eine gute Vor-End- Kombi kostete ungefähr soviel wie ein Kleinwagen. Ein paar Lautsprecher mit Spitzenqualität etwa den Monatsgehalt eines Managers und ein guter Plattenspieler mit Tonarm und entsprechendem System nicht weniger. Nur war der durchschnittliche User damals eben mit weniger zufriedenzustellen und so mußten 2000-3000 DM (das waren ca. 2 netto Monatsgehälter eines Facharbeiters) eben ausreichen um eine komplette Stereroanlage mit Verstärker, Tuner, Tape, Plattenspieler und Lautsprechern zu erwerben. Dabei mußt man genau wie heute etwa 50-60% des Bugdets für die Lautsprecher einplanen. Das bedeutet daß pro Komponente etwa 250-300 DM verblieben. Wer sich jemals den Spaß gemacht hat und sich für relativ wenig Geld im Gebrauchthandel oder bei Ebay eine solche Anlage zusammengestellt hat und dieselbe mit einer heutigen Stereroanlage die den Namen auch verdient und die in der gleichen Preisregion liegt verglichen hat wird wissen das diese alten Anlagen nicht besser sondern eher schlechter waren als die heutigen.

MFG Günther
LogicDeLuxe
Stammgast
#7 erstellt: 04. Mrz 2007, 22:41

BossOhr schrieb:
Was ich in den letzten Jahren allerdings wirklich verwirrend fand war die Vielzahl an Medien die da kamen und gingen oder so unentschlossen vor sich hindümpeln: DAT, DCC, MD, SACD, DVD-Audio...
Auch zu Vinylzeiten gabs schon Exoten am Kommen und Gehen. An die erinnert sich nur kaum noch jemand. Kennt man nur noch aus dem Museum, und ich weiß selbst nichtmal, wie die so heißen.
Da gab es z.B. ein Vinylband, daß in einer Endlosschleife lief. Vorteil gegenüber der Schallplatte war klar die konstante lineare Geschwindigkeit.
Auch interessant war die Magnetschallplatte. Da war eine Schicht wie auf Tonband in einer vorgepressten Rille. Die konnte man immer wieder bespielen, und drauf zugreifen, wie auf einer Vinylplatte, ohne zu spulen. War allerdings mono.
Und eine Schallplatte, die mit 16 rpm läuft, hab ich auch noch nicht gesehen, wohl aber Plattenspieler, die soeine Einstellung haben.
Forensischer
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 04. Mrz 2007, 22:47
also günther.ich hoffe wir reden von den selben 70er,80er jahren.meine beschriebene anlage war schon richtig,richtig gut.die hatte wirklich einen bemerkenswerten klang und absolute pegelfestigkeit.richtiges langes lauthören war KEIN problem.und die preise kenn ich noch wie gestern.
technics verstärker 995DM
technics RS-M63Tape 450DM
Dual mit MC system 650DM
TLX33 Boxen 2.200DM
___________________________________
klasse anlage 4.295DM
und was gibts heut für 2100euro??1paar magnat quantum907 oder
ein paar JBL.und dann ist das geld weg und die boxen müßten es mindestens sein,um meinen TLX33 paroli zu bieten.mindestens.
BossOhr
Stammgast
#9 erstellt: 04. Mrz 2007, 23:08

LogicDeLuxe schrieb:

Auch zu Vinylzeiten gabs schon Exoten am Kommen und Gehen. An die erinnert sich nur kaum noch jemand.


Da haste recht, von den Dingern die du aufzählst habe ich wirklich noch nix gehört

Habe hier im Forum aber auch schon Leute getroffen, die mit DCC nichts anfangen können - so hat wohl doch jede Zeit ihre Exoten
Amperlite
Inventar
#10 erstellt: 04. Mrz 2007, 23:08

Forensischer schrieb:
klasse anlage 4.295DM
und was gibts heut für 2100euro??1paar magnat quantum907 oder
ein paar JBL.und dann ist das geld weg und die boxen müßten es mindestens sein,um meinen TLX33 paroli zu bieten.mindestens.

Für 2000 Euro bekommt man eine verdammt gute Anlage.
Man muss nur wissen, bei welchen Herstellern man saubere Qualitätsware bekommt, die nicht von sinnlosen "Voodoo-Features" durchzogen ist.
Dass auch dieses Forum bei der Suche oft genug sogar kontraproduktiv ist, wäre eine andere Sache.


[Beitrag von Amperlite am 04. Mrz 2007, 23:09 bearbeitet]
das_n
Inventar
#11 erstellt: 04. Mrz 2007, 23:15
4200 70er-jahre-DM sind aber nicht gleich 2100eur von heute, auf wert und arbeitszeiteinsatz gerechnet....

da kann man ja schon fast 4200 70er-DM = 4200heute-euros rechnen.
Forensischer
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 04. Mrz 2007, 23:29
na ja.wahrscheinlich habt ihr recht.ich sehs vielleicht zu melancholisch.ich mein, ich hab ja heut auch ne passable anlge. alles im leben hat eben immer zwei seiten!!
Hörbert
Moderator
#13 erstellt: 05. Mrz 2007, 01:55
Hallo!

Genau das meine ich ja, 4200 DM sind etwa der dreifache Nettomonatslohn eines Facharbeiters anfang der 80ger gewesen, wenn man diese Relation zugrunde legt und sich heutzutage für den Dreifachen Monatslohn eines Facharbeiters drei Stereogeräte (z.B. Verstärker, CDP und meinentwegen noch ein Standalonebrenner) nebst Lautsprechern zulegt hat man ganz gewiß keine schlechtere Qualität als damals. Selbstverständlich erscheint einem in der Rückschau alles viel einfacher, allerdings hatte man damals weiß Gott eigentlich anderes im Kopf als HiFi, ( nein, ich meine keine Drogen ) das diente nur der Abrundung eines gänzlich anderen Lebensgefühles als heutzutage.


MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 05. Mrz 2007, 01:56 bearbeitet]
mamü
Inventar
#14 erstellt: 05. Mrz 2007, 12:39
Hallo,

ich finde auch, dass es nicht unbedingt schlechter geworden ist. Auch heute bekommst du für kleines Geld schon ne gute Anlage. Der Vorteil heute noch, die Auswahl an Gerätschaften ist wesentlich größer geworden. Kann Fluch sein, aber auch Segen.

Gruß
DrNice
Inventar
#15 erstellt: 06. Mrz 2007, 18:09
Moin!

Auf jeden Fall zählte damals die pure Technik. Da war nichts mit Esoterik - weder herstellerseitig, noch in den Fachblättern, die heutzutage größtenteils zu Voodooblättchen verkommen sind. Ich halte mich daher an die alten Geräte, was naürlich auch eine Kostenfrage ist (Schüler). Deswegen war ich gezwungen, auf Gebrauchtgeräte zurückzugreifen und musste dann feststellen, dass man für qualitativ gleichwertige neue Komponenten wirklich sehr viel Geld investieren muss. Vor- und Endstufe (120 W sinus), optisch wie technisch tiptop, von qualifizierten Technikern konstruiert, verpackt in edlen Vollmetallgehäusen für 130 Euro. Wo ist das Problem?
Ich bin mir sicher, dass die Geräte auch heute noch eine sehr gute Figur machen. Außerdem wurde damals noch nicht durch Weglassen von teilweise sinnvollen Funktionen unter dem Deckmantel der technischen Optimierung (in Wirklichkeit Senkung der Herstellungs- und Entwicklungskosten) Fortschritt vorgegaukelt. Monitorschaltung, Rumpelfilter, kanalgetrenntes Klangregelnetzwerk und regelbare Phonoeingänge möchte ich nicht missen. Und merkbar rauschen tut's auch nicht.

Bei Plattenspielern das selbe Spiel: Keine Automatik und der Riemen muss von Hand umgelegt werden. Was denken die sich? Die kleinen Klitschen sind lediglich nicht in der Lage, gute Direkanriebe zu konstruieren, oder es würde sich in Kleinserie nicht rentieren. Bei Dual ist die Automatik während der Wiederabe komplett vom Tonarm getrennt, was das Klangschädigungsgeschwafel ad lorem ipsum führt. Mein Dual 721 ist jedenfalls besser als alle 28 Testschallplatten im damaligen Test. Das Gerät ist dem Medium überlegen. Was soll man dann mit hässlichen Acrylklötzen im Bohrinseldesign, das Fettflecken bekommt, sobald man nur ans Anfassen denkt?

Und gibt es heute noch im Hifi-Bereich geschlossene Lautsprecher? Lieber ein paar größere Lautsprecher verwenden, als durch den Bassreflex-Kompromiss stärkere Bässe zu erkaufen. Bassreflex habe ich bei mir jedenfalls nie in den Griff gekriegt und ein Test mit einem Tongenerator zeigte mir, dass der Tiefgang meiner Standlautsprecher mehr als ausreichend ist, zumal der Raum dann auch schon an seine Grenzen stößt.

Natürlich gibt es auch heute noch sehr, sehr gute Komponenten aber manch einer wird überrascht sein, wenn er mal in den Genuss einer ordentlichen älteren Anlage kommt. Nur mag es für Einige nicht in Frage kommen, sich derart barock amutenden Kram ins Wohn- oder Hörzimmer zu stellen. Dann lieber doch Komponenten, die man mit den Unwörtern "high end" oder gar "unterstatement", wenn nicht sogar "lifesyle" verbindet.
Gelscht
Gelöscht
#16 erstellt: 06. Mrz 2007, 19:04

mamü schrieb:
Hallo,

...
Auch heute bekommst du für kleines Geld schon ne gute Anlage. Der Vorteil heute noch, die Auswahl an Gerätschaften ist wesentlich größer geworden. ...

Gruß


Das gab' es früher auch. Die Auswahl an Komponenten war damals meiner Meinung nach deutlich größer. Wenn man heute mal alles mehrkanalige (inkl. DVDPs) am Markt 'rausrechnet, was bleibt dann übrig? Früher gab es eine solide Verstäerkermittelklasse zwischen 699,-- und 899,-- DeEmm; jeder Anbieter war in dieser Klasse meist mehrfach vertreten. Nach oben war es immer offen und darunter gab es auch etliches.
Plattenspieler gab es in rauen Mengen in beliebigen Preisklassen; Tonabnehmer von 10 Mark Kristall bis mehrere Tausend als MC.
Tuner und Cassettendecks, Auswahl riesengroß. Such' heute mal einen vernünftigen Tuner .

Selbs CDPs gab's mehr als heute.

Gruß
Michael
schlusenbach
Inventar
#17 erstellt: 06. Mrz 2007, 19:50

Midrange schrieb:

... Tuner und Cassettendecks, Auswahl riesengroß. Such' heute mal einen vernünftigen Tuner .

Selbs CDPs gab's mehr als heute.

Gruß
Michael



Was willsde heute noch mit nem hochwertigen Tuner?
Bekomme regelmässig einen kotzreiz, wenn ich die meißten radiosender über meine wohnzimmeranlage hören muss. im büro isses noch erträglich...
Ebenso wie Digitalradio über Astra. Da hört sich jede alte leiernde Musikkasette besser an...


[Beitrag von schlusenbach am 06. Mrz 2007, 19:51 bearbeitet]
Gelscht
Gelöscht
#18 erstellt: 06. Mrz 2007, 20:21

schlusenbach schrieb:

Midrange schrieb:

... Tuner und Cassettendecks, Auswahl riesengroß. Such' heute mal einen vernünftigen Tuner .

Selbs CDPs gab's mehr als heute.

Gruß
Michael



Was willsde heute noch mit nem hochwertigen Tuner?
Bekomme regelmässig einen kotzreiz, wenn ich die meißten radiosender über meine wohnzimmeranlage hören muss. im büro isses noch erträglich...
Ebenso wie Digitalradio über Astra. Da hört sich jede alte leiernde Musikkasette besser an...


Du magst es nicht glauben, aber es gibt durchaus noch Menschen, die hören Radio. Und da ist ein guter Tuner nicht schädlich. Hier im Kabel sind jede Menge Sender und auch einige, die man durchaus unter den sogen. "audiophilen" Kriterien anhören kann (D-Kultur, DLF, WDR 3,...). Nebenbei hört sich selbst ein Dudelsender mit einem guten Tuner besser an, als mit einem miesen.
Natürlich zählen viele alten Tugenden des Tunerbaus, wie Trennschärfe, exakte Instrumente usw. bei Kabelbetrieb nicht mehr, eher schon Großsignalfestigkeit und eine möglichst hohe Anzahl Stationsspeicher.

BTW- Zum Glück hast Du im Wohnzimmer Laminat. Läßt sich feucht wischen

Gruß
Michael
schlusenbach
Inventar
#19 erstellt: 06. Mrz 2007, 20:26

Midrange schrieb:


BTW- Zum Glück hast Du im Wohnzimmer Laminat. Läßt sich feucht wischen

Michael


echtholz! ich hasse laminat
Hörbert
Moderator
#20 erstellt: 07. Mrz 2007, 00:44
Hallo!

@DrNice

Die Gurken die heutzutage teilweise unter der Bezeichnung Hig-End fungieren gab es damals ebenfalls für viel Geld und in anderer Verpackung, Hersteller die ihr Geld mit der Technik von Vorvorgestern machen gab es seit es HiFi gibt. Gute bezahlbare Geräte hingegen gibt es heute wie damals. Auch finde ich nicht das es wichtig ist daß die Auswahl zurückgegangen ist, man sollte einfach sehen daß der Stereromarkt auf einen winzigen Teil seiner einstigen Größe geschrumpt ist und eben bei den Konsumenten mehr und mehr von Surroundanlagen verdrängt wird die dem geänderten Zeitgeschmack Rechnung tragen. Trotz allem stellen Firmen wie z.B. Denon immer noch gute bezahlbare Vollverstärker her die auch nicht schlechter klingen als ihre 20 Jahre alten Gegenstücke und wenn man das Preis-Lohngefälle in Relation setzt sogar günstiger zu haben sind.

MFG Günther
Forensischer
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 09. Mrz 2007, 04:52
na ja!!
den aussagen hier kann ich nur bedingt zustimmen!!
die geräte heute sind bis zum gewissen preissegment
total billig gemacht.
mein 1000DM,500€ technics hatte zwei kräftige monoendstufen.
knapp 2x100watt sinus an 8-Ohm.und man konnte den vollverstärker durch brücken als vorverstärker nutzen,oder als reine endstufe oder als vollverstärker.vier boxen konnten angeschloßen werden.er wog fast 20Kg.ALSO.wo gibt es so
kräftige,solide technik heut????(frequenzgang 5-100.000Hz)UND phono eingänge hatte er sowohl MC als auch MM.von den mega boxen die ich anfang der 80er hatte fang ich garnicht erst an!:)
das_n
Inventar
#22 erstellt: 09. Mrz 2007, 09:51
viele verstärker waren früher auch irrsinnig schwer, das hat nix unbedingt mit solide zu tun, sondern einfach mit veralteter technik. nen 20kg schwerer alter pioneer meines kumpels wird schnell sauheiss (auch an 8Ohm) und knickt ein wenns lang mal lauter wird, da is alles was man heute ab 250eur bekommt leistungsfester.

und nen frequenzgang von 5-100.000Hz schreiben sich heute auch noch viele auf die fahnen, aber bei welchem klirr und welchem pegelunterschied zur norm steht da heute wie gestern auch noch nicht bei.

ich denk auch hier kann man nicht alles verallgemeinern, aber leidige thema, dass verstärker: schwerer=besser sind, insbesondere wenn 20-30jahre dazwischenliegen, kann man nicht komplett immer so stehen lassen.


[Beitrag von das_n am 09. Mrz 2007, 09:52 bearbeitet]
Elos
Inventar
#23 erstellt: 09. Mrz 2007, 10:06

das_n schrieb:
viele verstärker waren früher auch irrsinnig schwer, das hat nix unbedingt mit solide zu tun, sondern einfach mit veralteter technik. nen 20kg schwerer alter pioneer meines kumpels wird schnell sauheiss (auch an 8Ohm) und knickt ein wenns lang mal lauter wird, da is alles was man heute ab 250eur bekommt leistungsfester

Da bist du aber gewaltig auf dem Holzweg.
Ich sammle Klassiker Marantz Techniks oder Pioneer.
Schon alleine die Marantz haben ein besseres klangvolumen, wie die heutigen Plastikkisten, die werden nicht heiss, dafür sorgen alleine schon die grossen Kühlkörper, die sehr dick und stabil sind gegenüber den heutigen "Dünnblechheißleitern".
Was die Leistung betrifft bekommst du schon für 250 Euro auch einen Klassiker, der genug Leistung hat, da bricht nix ein, das weiß ich aus eigener Erfahrung
Gelscht
Gelöscht
#24 erstellt: 09. Mrz 2007, 10:35
Naja, ich denken wir können davon ausgehen, daß sich beim "Verstärkerklang" in den letzten 30 Jahren nix wesentliches getan hat. Schaltnetzteile hin oder her, solide Konstruktionen von Ende der 70er oder Anfang der 80er sind nicht veraltet. Wie auch ?
Auch früher konnte man Geräte bauen und wissen was man tut, muß man immer. Allerdings mußte man früher zu einem größeren Teil selber denken, es gab noch keine PC Simulationsprogramme, die das heute machen.... . Und Billigramsch aus China war auch noch nicht soooo verbreitet wie heute .

Genaus dasselbe bei Lautsprechern. Wobei hier allerdings mechanische Komponenten im Spiel sind und da spielt Alterung schon eine Rolle. Aber der große klangliche Fortschritt bei Komponenten, die es damals schon gab, seit den 80ern? Meiner Ansicht nach Fehlanzeige und zwar komplett.

Gruß
Michael
Hörbert
Moderator
#25 erstellt: 09. Mrz 2007, 16:34
Hallo!

Klanglich hat sich seit Anfang-Mitte der 80ger in den jeweiligen Preissegmenten nicht mehr allzuviel getan, daß die Geräte heute Leichter sind als Früher sehe ich nicht als Qualitätsentscheidendes Kriterium an, neuere Materialien, leichtere Transformatoren und den Massivere Einsatz Integrierter Schaltungen sind sehr wohl Veränderungen aber keine Verschlechterungen und da HiFi-Geräte auch nicht als Treppenstufen Verwendung finden sollten ist auch das Zeitgenössische dünnere Blech nicht unbedingt ein Killerkriterium sondern einfach eine Frage des Persönlichen Geschmacks. Im übrigen sind Endstufenzüge eigentlich stets Mono aufgebaut, damals wie heute sind nur im untersten Preissegment integrierte Stereroblöcke zu finden. Technicsverstärker der mittleren Preisklasse waren auch in den 80gern mit STK-Endstufen aufgebaut, so zum Beispiel der SU- 8088 der in ewta in den Preissegment 500-600 Euro lag und so um die 80 Watt an 8 Ohm leistete. Einen etwas kleineren Vertreter deg Baureihe der SU 8055 steht sogar unter anderem bei mir rum und wird ab und an auch mal für einige Zeit genutzt. Ich besitze unter anderem auch einige Denon, Sony, Harman/Kardon und Pioneergeräte aus der Zeit zwischen 1975 und 1990 und kann sie zu jeder Zeit mit Zeitgenössischen Geräten vergleichen, eine Klangliche Verschlechterung hat m.E. nicht stattgefunden.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 09. Mrz 2007, 16:35 bearbeitet]
Forensischer
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 10. Mrz 2007, 03:25
jaa!!der midrange ist wohl so auf meiner "wellenlänge"!!
und gewicht gleich gut ist doch bis heute so.meine NAD endstufe,die ich jetzt habe,hat über 30Kg.und ist sozusagen neu.die neue masters NAD endstufe hat 51Kg.McIntosh´s gehen bis 85 Kg.und ich glaube nicht,das da quarzsand drin ist
mein grundkonsens,oder aussage ist eigentlich.damals wars irgendwie einfacher.transparenter.die anlagen hatten mit recht moderaten leistungsdaten richtig ""bumms""!!
aaaach. weiß auch nicht,wie ich´s sagen soll!
vielleicht bin ich auch in der midlife crisies????
mahlzeit!
Hörbert
Moderator
#27 erstellt: 10. Mrz 2007, 11:21
Hallo!

Ich denke das ich verstehe was du meinst, aber die neueren Geräte müssen nicht mehr so groß und schwer sein um hohe Leistung an die Klemme zu bringen. Neue Materialien für Transformatoren und neuere Kühlkörperlegierungen machen da schon einiges aus (von Schaltnetzteilen ganz zu schweigen) Das die älteren Geräte mit ihrer Wuchtigen Verarbeitung und soliden Gehäuse ihren eigenen Optischen und Haptischen Charme haben gebe ich gerne zu und habe es auch nie Bestritten. Ganz im Gegenteil ich sammle sie. Das man damals die Mindestleistungen angegeben hat und heute teilweise mit unsinnigen Daten wirbt ist nicht die Schuld der modernen Geräte sondern Zeitgemäßes Werbeverhalten, wie würde es auch Klingen wenn ein Hersteller seinen neuen Tollen 7.1 Reciver mit " 2x20 Watt main und 5x 7 Watt plus Hochpegeltiefpassausgang" für Subwoofer bewerben wollte? Da redet man soch lieber von "500 Watt Spitze-Spitze Gesamt-Impulsleistungsabgabe auf allen Kanälen" klingt gleich viel besser. Aber das ändert nichts daran daß es heute wie damals gute Geräte zu vertretbaren Preisen gibt und man muß auch bedenken daß z.B der von mir als Beispiel herangezogene SU- 8088 immerhin beihnahe den damaligen Monatslohn eines Facharbeiters gekostet hat und wenn man die Damaligen Lebenshaltungskosten mit den Zeitgenössischen in Relation setzt heute etwa auf einem Preislevel von 1200 Euro läge, für das Geld kann ich auch aktuell gute Ware erwarten.

MFG Günther
audiomac
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 12. Mrz 2007, 13:20
kennen wir das nicht alle - ach war es damals schön, und vor allem viel besser? sicher ist wir waren damals viel jünger...

damals wie heute wurde mit werbetechnischen mitteln der potentielle kunde gejagt. damals wie heute gabe es dinge die WIRKLICH WICHTIG waren und an die glaub(t)en alle.

damals wie heute war der markt ähnlich aufgebaut.

da gab es die produkte, über die hat man als 14-18 jahriger nicht mal gesprochen. dann die kategorie die konnte man sich knapp leisten. dann die ebene unserer träume die sich mit etwas glück und sparwille erfüllten. und auch damals der markt der unerreichbar war.

und auch voodoo gabs und ein-tagesfliegen

ist der tangentialplattenspieler besser?
muss der motor vom gehäuse getrennt sein?
spielt man nass (lenco clean) oder trocken?
wieviele motoren braucht ein tapedeck? 1,2 oder 3?
wieviele tonköpfe? ist autoreverse mit hifi vereinbar?
echtes hifi geht nur mit spulentonband?
muss jede komponente in ein eigenes gehäuse?
hat ein receiver guten empfang?

wer erinnert sich noch an begriffe wie kunstkopf, quadrophonie und an die schrägaufzeichnenden tapedecks mit eigenen kasettenformaten oder doppelte geschwindigkeit?

welche stecker sind die richtigen um geräte zu verbinden?

heute geht es auch um formate, um datenformate.
heute geht es um datenraten.
heute geht es um effizienz und wirkungsgrad.

glücklich ist der, der sich für eine anlage begeistert, die in seinem finanziellen rahmen liegt und die auch in sein wohnumfeld passt. der wird mit freude seine musik geniessen und viele schöne stunden verbringen.

gruss in die runde - audiomac
Forensischer
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 13. Mrz 2007, 01:36
hey audiomac!!
nunja.ich bin mit meiner ""neuen""anlage SEHR
zufrieden.ist und war eben nur ein unrealistisch
hoher aufwand,bevor ich das fand was auch nur
annähernd gut klang!!
wenn ich an die odysee denk,ehe ich die richtigen
boxen hatte,als meine megamäßig guten TELEFUNKEN TLX 33
nach über 20 jahren den geist aufgaben.
und dann ging das weiter bei verstärkereinheit,system
für plattenspieler und noch´n tape deck mit dolby S!
na ja!!jetzt passt´s.
damals war´s ein vielfaches einfacher.ehrlicher.oder wie
auch immer man´s nennen will.
und bei dir??zufrieden mit deiner??
gruß wolfgang
Forensischer
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 13. Mrz 2007, 01:47

und wenn ich dran denk,das es technics praktisch nicht mehr gibt!!!
TECHNICS!!ein eldorado in den 80ern.der jahreskatalog war interessanter als alles andere gedruckte. über ein dutzend tape decks.technisch suuper gestaffelt vom einsteiger bis zum wahren high end tape.und dann die vollverstärker...
und das ganze in hochglanz mit foto zu jedem teil!!ich hab noch einige jahrekataloge.
und jetzt.gibt es die marke nicht mehr.wie einige andere gute marken.und die,die es noch gibt haben stark abgespecktes sortiment.
na ja..ich kanns nicht ändern...leider.
Passat
Moderator
#31 erstellt: 13. Mrz 2007, 02:06
Früher war das keineswegs einfacher.
Was nimmt man, Vollverstärker mit Tuner oder Receiver oder gar getrennte Vor- und Endstufe mit Tuner?
Welchen Tuner? Analog mit Skala oder mit Digitalanzeige oder gleich einen Synthesizer-Tuner?

Welches Aufnahmegerät, Kassette, Elcaset oder doch Tonband?
Und wenn Tonband, 2 Spur oder 4-Spur?
Wenn Kassette, mit Dolby oder mit HighCom?
Normal oder Autoreverse?
2 Kopf oder 3 Kopf?
Single oder Doppel?

Beim Plattenspieler, Wechsler, Vollautomat, Halbautomat oder doch einen ganz manuellen Dreher?
Und welches Antriebskonzept, Reibrad, Riemen oder Direktantrieb, evtl. gar mit Quartzregelung?
Masselaufwerk oder Subchassis?
Tangentialtonarm oder normaler Tonarm?

Und welchen Tonabnehmer montiert man da und bei den Geräten, die ohne Tonarm angeboten wurden, welchen Tonarm?

Oder kauft man doch lieber eine Kompaktanlage, da hat man dann Receiver, Plattenspieler und Kassette in einem Gerät?

Reicht Stereo oder kauft man eine Quadro-Anlage?

Selbst solche Exoten wie Kassettenwechsler gabs.

Später bei den CD-Playern:
Single, Karussellwechsler oder Magazinwechsler?
Mit oder ohne Fernbedienung?
usw. usw.

Baßreflex-Lautsprecher sind übrigens keine neuzeitliche Erfindung, sondern die gabs auch schon in den 70ern zu Hauf.
Nur haben viele deutsche Hersteller damals auf geschlossene Lautsprecher gesetzt.

Grüsse
Roman
Forensischer
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 13. Mrz 2007, 02:49
hallo passat!!!hast jetzt natürlich von allen komponenten sämtliche ""spielarten"-exotische,modellvarianten aufgezählt!
es gab aber schon klare ausstattungsmerkmale, die sich sowohl von der vielfalt der geräte,als auch vom nutzen und klang,klar behauptete.es war so....einfach
Tape Deck!3head mit metall tauglichkeit(z.bsp.Technics M63)
Plattenspieler,halbautomat,direktantrieb(Dual 604)
System:das serienmäßige spielte schon recht heftig,ansonsten ein günstiges Movin Coil:Ortofon MC 10 z.bsp
Vollverstärker ganz klar zu der zeit Technics Su8055,oder 8088,8099. je nach geldbeutel
tonband...nun ja das war ne sache für sich.ich hatte nie eins.
Boxen.anfang der 80er gab es wie gesagt bei telefunken echt mördermäßig gute teile.die TLX reihe.fing bei tlx10,20,33.
das waren 2,3 oder 4 wege,geschlossenes system bis 230 watt an 8Ohm.und das besondere damals.von telefunken eingeführt,war,das außer beim bass die chassis mit MAGNETOFLUID-technik bestückt waren.das machte ihren einzigartigen klang aus.absolute auflösung und nahezu LINEARER frequenzgang.ab dem kleinsten modell.die frequenzkurve ging praktisch von 20-20.000Hz durchgehend auf null.wahnsinn!
da hatte man dann schon eine sehr sehr gute anlage für anständiges geld.nicht im geringsten überteuert.auch nach heutigem gesichtspunkt.würde auch heute noch im vergleich absolut mithalten können
wenn ich dir ne platte auflege oder die auch auf cassette mit metallband überspiele,würdest dich wundern,wie klar,transparent und differenziert das klingt.
die art von klang hört man heut recht selten.
fängt schon an das viele cd´s ultrahoch ausgesteuert sind und extrem bassüberzogen sowie überzogene,metallische höhen.
NUN JA:::könnt hier bis zum sk. nimmerleins tag weiter lamentieren.
es war wie gesagt sehr einfach und die qualität war in den preisklassen bei den meisten herstellern ziemlich identisch.man mußte nicht zu sehr vergleichen.(pioneer,denon,hitachi,sony,technics,marantz)die gaben sich gegenseitig nicht viel an unterschied in qualität und leistung.
heut ist ein so unüberschaubares angebot und unterschied an qualität!!!furchtbar!


[Beitrag von Forensischer am 13. Mrz 2007, 02:58 bearbeitet]
Danezz
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 07. Sep 2007, 21:40
to forensik:

Wird sich bei Deiner alten Telefunken doch wohl nicht um die Gleiche oder auch ähnliche Anlage wie bei meiner Schwägerin handeln???
Ist so ne silberne mit vorne zuim Teil Plastikglas u sonst schon ne Aluhaube u alles,eher schmale Bausteine und vom Kasten her gar nicht soo große LSPeaker,aber schon ganz ordentlich von dem Chassis/Membranfläche her mit breiten Gummisicken und die "Pupille" aus Alu glaub usw...

Jedenfalls wirklich ein sehr verblüffendes Teil u laut Angabe meiner Schwägerin ( sie selber ist so um die 38 - die Schwägerin) eben auch nichtmal so teuer gewesen etc.!
Bis jetzt noch nichts vergleichbares gefunden- zumindest schon gar nicht in der Preisklasse eben!
Dann eben auch noch so unscheinbar im Auftritt u sowieso Telefunken usw, erwartet man ja nicht gerade u weißt wie ich mein!
Schon zu hart datt Dingen!Mittlerweile jedoch im HiFi - Himmel...
Wenn ich das nächste mal bei ihr vorbeischaue,schau ich mal genauer hin, welche Serie es denn von Telef ist u eventuell kann ich auch ein Photo von ihr machen,weil:Steht auf´m Speicher wie ich weiß..)
macyork
Stammgast
#34 erstellt: 08. Sep 2007, 15:14

Hörbert schrieb:
Hallo!

Einfacher oder nicht in den 70gern und frühen 80gern mußte man sehr tief in die Tasche greifen um eine Soundqualität zu erzielen die heute als Durchschnitt gilt, sicher gab es auch damals Geräte und Lautsprecher mit überragender Qualität, allerdings zu Preisen die für einen Durchschnittsverdiener der damaligen Zeit einfach illusorisch waren. Eine gute Vor-End- Kombi kostete ungefähr soviel wie ein Kleinwagen. Ein paar Lautsprecher mit Spitzenqualität etwa den Monatsgehalt eines Managers und ein guter Plattenspieler mit Tonarm und entsprechendem System nicht weniger. Nur war der durchschnittliche User damals eben mit weniger zufriedenzustellen und so mußten 2000-3000 DM (das waren ca. 2 netto Monatsgehälter eines Facharbeiters) eben ausreichen um eine komplette Stereroanlage mit Verstärker, Tuner, Tape, Plattenspieler und Lautsprechern zu erwerben. Dabei mußt man genau wie heute etwa 50-60% des Bugdets für die Lautsprecher einplanen. Das bedeutet daß pro Komponente etwa 250-300 DM verblieben. Wer sich jemals den Spaß gemacht hat und sich für relativ wenig Geld im Gebrauchthandel oder bei Ebay eine solche Anlage zusammengestellt hat und dieselbe mit einer heutigen Stereroanlage die den Namen auch verdient und die in der gleichen Preisregion liegt verglichen hat wird wissen das diese alten Anlagen nicht besser sondern eher schlechter waren als die heutigen.

MFG Günther


... der zitierte Text bringt meine Meinung zum Thema genau auf den Punkt ...

Ergänzend möchte ich hinzu fügen, dass ich - wenn ich heute bereit bin etwas mehr Geld hinzulegen - eine klangliche Qualität erhalte, die damals noch nicht verfügbar war.

Grüße
CarstenO
Inventar
#35 erstellt: 08. Sep 2007, 22:10

forensischer schrieb:
alles verschlimmbessert.oder seh ich das falsch????



das_n schrieb:
4200 70er-jahre-DM sind aber nicht gleich 2100eur von heute, auf wert und arbeitszeiteinsatz gerechnet....


Hallo zusammen,

ich sehe das gar nicht so kritisch. Meine erste Anlage war diese:

Thorens TD 166 V mit Yamaha MC 9 (730,00 DM)
Technics SL-P 212 (550,00 DM)
Aiwa AD-F 700 (700,00 DM)
Technics ST-G 570 (500,00 DM)
Yamaha AX-500 (600,00 DM)
IQ Max 3 (800,00 DM/Paar)

Zusammen: 3880,00 DM

Für 1981,00 EUR bekäme ich heute

Project Debut XPression (375,00 EUR)
Project Phonobox II (90,00 EUR)
NAD C 325 BEE (450,00 EUR)
Denon TU-1500 AE (200,00 EUR)
NAD C 315 (350,00 EUR)
Epos ELS 3 (350,00 EUR)

und hätte nach meinem Geschmack eine bessere Anlage als 1991, da ich den Plattenspieler nicht mehr so stark gewichte. Den Rest von 166,00 EUR könnte ich für Zubehör oder CDs ausgeben.

Einfacher finde ich es heute deshalb, weil die Auswahl im genannten Preisrahmen eher geringer ist. Die Chance, ein wirklich schlechtes Gerät dazwischen zu haben, ist auch nicht mehr groß. Damals wuselten noch Marken wie hgs Altus, Tristar, elite, Schneider InConcert oder Hanseatic herum, die wie "echte" Komponenten aussahen.

Auch früher sorgten halbwahre Herstelleraussagen für Fehlinformationen. Telefunken konnte die Physik nicht überlisten und aus kleinen Gehäusen ehrliche 20 Hz herausholen, mit Magnetofluid den Klang verbessern oder gar mit analoger Magnetbandaufzeichnung die Transparenz des Ausgangstonträgers erhalten.

Ich vermute, die Maßstäbe sind einfach in der Zwischenzeit gewachsen ...

Nach meinen Erfahrungen halten aber einzelne Geräte von damals heute noch mit.

Carsten
MusikGurke
Hat sich gelöscht
#36 erstellt: 08. Sep 2007, 23:35
für 40 euro gibts heute nen dvd-player mit vollaustattung. klingt mit cds besser als jeder plattenspieler, ist einfacher zu bedienen - ersetzt ausserdem noch den videokassettenplayer, und ist beim bild ebenfalls deutlich besser.

ein guter verstärker sollte für 150-200 euro zu organisieren sein (yamaha, denon, pioneer, etc) und hat genug reserven um auch mal ein bißchen lauter zu hören. das wird früher kaum billiger gewesen sein.

dazu nen einstiegs-regallautsprecher von nem markenhersteller (magnat quantum, canton gle, nubert nubox,...) sind ebenfalls nochmal 200-300 euro. mit diesen alten schukartons von braun können die boxen problemlos mithalten. inzwischen haben sogar reflexboxen aufgehört übermäßig zu dröhnen.

das anschließen schafft ein dreijähriger. das ist dann etwa ein drittel monatsgehalt eines arbeiters.

für 2000-3000 euro bekommt man heute ein komplettes 5.1 heimkino inklusive beamer.
delta-sigma
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 08. Sep 2007, 23:44

MusikGurke schrieb:
für 40 euro gibts heute nen dvd-player mit vollaustattung. klingt mit cds besser als jeder plattenspieler


*räusper*
CHILLOUT_Hünxe
Inventar
#38 erstellt: 08. Sep 2007, 23:53
Man muss nicht immer was früher war schlecht reden.
Da war einfach Schallplatte das Vovum und erlebt gerade eine Renesance.

Wenn ich zurück denke ,mein erster Verstärker war der Harman 645 vxi und dazu noch die Canton irgendwas mit 200.

Ich weiss ,das noch viele diesen Harman habe.
Ich habe damals noch 1500 Mark bezahlt und das ist schon fast 20 Jahre her.
Und man sagt nicht umsonst ,das altes nicht schlecht sein kann.Man sagt ja auch ,und das machen auch viele Hifi Zeitschriften,sie geben ja Noten oder Klang prozente an.
Und ich denke wenn man z.b einen Verstärker hat der 80 prozent erreicht ,wird ein neuer der 80 prozent hat genauso klingen,odert seht ihr das anders.

Einen schönen gruss in die Runde,es gab so schöne Anlagen und Lautsprecher,wie die JBl 5000 und usw.
Hyperlink
Inventar
#39 erstellt: 09. Sep 2007, 02:48

delta-sigma schrieb:

MusikGurke schrieb:
für 40 euro gibts heute nen dvd-player mit vollaustattung. klingt mit cds besser als jeder plattenspieler


*räusper* ;)


... der Satz sollte sicher noch weitergehen.

[...] klingt mit cds besser als jeder plattenspieler für 40 Euro (80 DM), egal ob neu oder gebraucht.

So machts dann auch wieder Sinn.


[Beitrag von Hyperlink am 09. Sep 2007, 02:49 bearbeitet]
MusikGurke
Hat sich gelöscht
#40 erstellt: 09. Sep 2007, 12:06
nennt mir bitte einen plattenspieler der ENTWEDER beim frequenzgang ODER beim klirr ODER beim übersprechen ODER beim Dynamikberreich mit dem billigsten dvd player vom discounter mithalten kann.
LeDude
Hat sich gelöscht
#41 erstellt: 09. Sep 2007, 12:21
Ich denke mal CD Player und Dreher lassen sich nicht
so einfach vergleichen. Im Endeffekt muss man wissen
wozu man sich mehr hingezogen fühlt, jeder hat seine
Gründe dafür
CarstenO
Inventar
#42 erstellt: 09. Sep 2007, 13:22

LeDude schrieb:
Im Endeffekt muss man wissen
wozu man sich mehr hingezogen fühlt,


Zur Musik. Das ist heute so einfach wie damals.

Carsten
Hörbert
Moderator
#43 erstellt: 09. Sep 2007, 13:32
Hallo!

@MusikGurke

Wie so oft ist das eine Frage des vorhandenen Tonträgermaterials und nicht der jeweiligen Maschienen selbst, der beste Frequenzgang, u.s.w. nutzt dir gar nix wenn das entsprechende Tonträgermaterial nicht zur verfügung steht, was also nutzt z.B. bei einem CDP der verfügbare Dynamikumfang wenn deine Tonträger ihn nicht ausreizen? War nutzt dir ein gutes Übersprechverhalten wenn dein Vor- b.z.w. Vollverstärker dieses wieder zunichte macht? Oder ein Klirrarmes Gerät dessen Vorteil durch deine Lautsprecher gar nicht zum Tragen kommen kann? Die Werte die gute Tonabnehmer-Abtastsysteme bringen sind durchaus Praxisgerecht und gehen teilweise weit über das diesbezüglich nutzbare hinaus, Die Systemimmanenten Fehler von CDPs und Schallplattenspielern gegeneinander aufzurechnen erscheint mir ziemlich sinnlos in Anbetracht der Faktoren die von der gesamten Kette produziert werden.

MFG Günther
Curd
Hat sich gelöscht
#44 erstellt: 09. Sep 2007, 13:51

Forensischer schrieb:
..heute muß man unendlich viel mehr aufwand betreiben.


Nö - kaufste eben gebauchte Klassiker - für einen Bruchteil des damaligen Preises - mit Garantie ein bissel mehr. Und fertig.
MusikGurke
Hat sich gelöscht
#45 erstellt: 09. Sep 2007, 14:24
@hörbert: es gibt gute aufnahmen auf cd und auf schallplatte. und es gibt schlechte aufnahmen auf cd und auf schallplatte.

meine anlage hat genug flaschenhälse (hauptsächlich akustik & boxen), warum einen weiteren zulassen? ich höre problemlos den unterschied zwischen plattenspieler und cdplayer.

ich habe einen plattenspieler, das hören mit ihm macht spaß, einige sachen habe ich auch nur auf vinyl. und wenn jemand spaß an seinem plattenspieler hat freut mich das für ihn. aber cds sind technisch eindeutig besser. und billiger.
CHILLOUT_Hünxe
Inventar
#46 erstellt: 09. Sep 2007, 14:31
Das ist keine Kunst ,den unterschied zu hören.
Das ist dasselbe wenn man sich die kompressionen bei MP3 anhört ,von unten 128kb nach 320kb,das liegt doch auf der Hand.

Und ausserdem ist CD mit Schallplatte garnicht zu vergleichen.Schallplatte ist nicht CD.
Die CD kannst du besser mit DVD-A und SACD vergleichen.Die Medien aus einer Entwicklung sind.

Und Schallplatte kann man eher mit Grammophon Platten vergleichen,ha,ha.

Ich bin gespannt auf die Resonanzen von euch.
Argon50
Inventar
#47 erstellt: 09. Sep 2007, 15:24

CHILLOUT_Hünxe schrieb:

Und ausserdem ist CD mit Schallplatte garnicht zu vergleichen.

Ganz genau!

Es liegt immer am Hörenden, was für ihn besser bzw. angenehmer klingt.

Mir gefallen manche Alben auf Schallplatte besser und andere von CD.

Eben so wenig würde man auf einen gemeinsamen Nenner kommen, wenn man einen Transportunternehmer und einen Rennfahrer nach den für sie brauchbarsten Fahrzeug fragt.


Grüße,
Argon

Ueli
Inventar
#48 erstellt: 09. Sep 2007, 20:25
Obwohl es in den Achtzigern schon Platte und CD gab, war HiFi damal meines Erachtens einfacher. Man konnte sich auf zwei Kanäle und zwei Speichermedien konzentrieren.

Seit die Heimkinowelt die Szene beeinflusst hat, sind die Dinge deutlich komplizierter geworden. Zudem veralten die Geräte schneller.

Mit Einführung von BluRay bzw. HD-DVD als Musikträger dürften zusätzliche Veränderungen und Investitionen auf den HiFi-Freund zukommen.

Ueli
CHILLOUT_Hünxe
Inventar
#49 erstellt: 09. Sep 2007, 20:41
Ja das stimmt ,seit den Einzug der Cd in die Hifi Welt ,verlieren die Anschaffungen die man sich für viel geld gemacht hat ,fast genauso wie bei den Autos.
Früher waren sie viel wert beständiger als heute.
Ich denke die meisten jüngeren hier wissen garnicht ,was gute Anlagen noch sind .
Sie meinen einfach ,was viel kostet ist das beste ,und haben meines erachtens ,wenig oder so gut wie garnicht ,Ahnung von klang .

Wo wir angefangen haben mit Hifi ,gab es nicht soviel,aber heute muss ich sagen gibt es 1000sende davon.
Und was auch eine grosse rolle spielt ,das die heutige Generation,nur auf Konsum ausgeht und das Geld garnicht mehr zu schätzen wissen,hätte man heute noch die D mark,und würde sagen der Verstärker hat 5000 Mark gekostet hätten sie dicke augen gemacht.
Aber sagst du 2500 euro ,bekommt man nur ein aha zu hören.

Ich denke, da liegt das Problem drin,das Hifi immer mehr zur geldfrage wird ,und das der klang in der heutigen Jugend nicht mehr so einen hohen stellenwert hat wie wir ihn haben und schätzen.Sie hören lieber MP3 oder schlecht gesampelte CDs.
CarstenO
Inventar
#50 erstellt: 09. Sep 2007, 20:57

CHILLOUT_Hünxe schrieb:
Ich denke, da liegt das Problem drin,das Hifi immer mehr zur geldfrage wird ,und das der klang in der heutigen Jugend nicht mehr so einen hohen stellenwert hat wie wir ihn haben und schätzen.Sie hören lieber MP3 oder schlecht gesampelte CDs. :prost


Das betrifft nach meinen Beobachtungen nicht nur die Jugend, sondern auch die ab 40-Jährigen. Die sagen, früher hätten Sie auf HiFi mehr Wert gelegt. Aber jetzt mit Familie ...

Ein HiFi-Turm war ja auch irgendwie ein Statussymbol und musste seinen Stellenwert zu diesem Anschaffungspreis nur mit TV und Urlaub teilen. Heute ist die Auswahl an Abspielmöglichkeiten in vergleichsweise hoher Qualität auf CarFi, Handy, Mobileplayer und PC breiter gestreut. Die wirklich hochwertige Wiedergabe begann doch im Auto und über Kopfhörer unterwegs erst mit Einführung der CD.

Carsten
CHILLOUT_Hünxe
Inventar
#51 erstellt: 09. Sep 2007, 21:12
Ich gehe langsam auch auf die 40 zu,und sehe das etwas anders.
Ich denke in diesen alter legt man einfach mehr wert auf Qualität ob neu oder alt,man sucht sich die sachen sorgfältiger aus,die man sich anschafft und schmeisst sie nicht alle 2 Jahre raus.

Und im Auto hat defenitiv Hifi nicht angefangen.
Sondern mit dem Dampfradios und Röhren Radios.

Dazu möchte ich sagen ,das gerade die Hersteller es ausnutzen die Jugend mit Design zu verblenden.

Nur ein Beispiel von Harman.
mei Reciever ist der AVR 5500 ,ist schon gut ,aber die neuen haben höchstens 2-3 Formate mehr und HDMI dabei,aber die klangkomponenten sind dieselben geblieben.Nur das Design ist verjüngt worden.
Zu Handys sag ich nichts mehr ,das sind die Anbieter selbst schuld das sie ihre elektronik so anbieten,wieder nur design ,aber wirkliche Vorteile hat man nicht damit ,und kommt mir nicht mit I POD.Das ist genauso wie mit Mac Computern.

Und zum SChluss noch wegen HIFI TURM.
Das stimmt nicht,früher haben nicht alle soviel Wert gelegt auf klang und war kein Status Symbol.
Es waren einfach Leute, die wert auf klang gelegt haben.Und Hifi zu dem Gemacht haben was es eigentlich heute nicht so sein werden sollte.

Der eigentliche klang ist in den letzten 7 jahren ziemlich in den Keller gegangen,weil viele nur Formate ,Design und jede menge blinkende leuchten haben möchten ,damit sie richtig kompleziert aussieht die Anlage.Damit sie besser Protzen können.
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