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was läuft zunehmend schief im Geschäftsfeld HIFI?+A -A |
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8erberg
Inventar |
#1306
erstellt: 04. Dez 2025, 08:52
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Tja, da bleibt es nur den Oskar in der Tonne zu spielen... Peter |
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sohndesmars
Inventar |
#1307
erstellt: 04. Dez 2025, 09:04
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Denn ma tou, @stoske, es liegt an dir, hier Leben rein zu bringen. Ständig mies machen ist natürlich einfacher als konstruktiv mitzuwirken. Und nicht wieder auf weit zurückliegende Antworten verweisen, liest eh Niemand mehr. Ich nehme an jetzt kommt wieder "es läuft nix schief... alles nur der normale Gang der Evolution.... Niemand hat die Absicht......" Alles schon an anderer Stelle gelesen. Aber es steht Jedem frei, einen eigenen Thread zu starten, vielleicht mit "was ist alles so toll beim Handeln mit HIFI....." |
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AusdemOff
Inventar |
#1308
erstellt: 04. Dez 2025, 09:24
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Wie das so im Broadcastumfeld aussieht? Nun, früher wurde überlegt, verglichen, ein Shoot-out organisiert und sogar Grundsätze formuliert. Meist wurde dies über das IRT abgewickelt. Hat ein Produkt die Hürde genommen wurde es nochmals vom RBT geprüft. Das IRT hat man abgeschafft und das RBT arbeitet nur noch auf Rechnung. Techniker in den eigenen Häusern, bis auf die Betriebstechniker, werden wegrationalisiert. Das Wissen schwindet und man versucht sich selbst, also jedes Individuum, technisch über Wasser zu halten. Wenn es dann zu Neubeschaffungen kommt wird erst mal abgefragt was die anderen so nutzen. Warum sie dieses oder jenes Produkt gewählt hatten? Nun, das steht in den Marketingbroschüren der Hersteller. Auch finden sich dort Specs und Messwerte. Weiß denn noch wie diese zustande gekommen sind? Nein. Werner, ich weiß, das wolltest du jetzt nicht lesen. Aber in der Profiwelt spielt sich ähnliches ab wie in der Konsumerwelt. Selbst wenn ein Produkt im Shoot-out besser abschneidet aber leider vom falschen Hersteller kommt, wird es abgelehnt. Man möchte ja nicht die alten Bekannten des bisherigen Zulieferers verlieren. Man müsste sich ja auf neue Prozesse einstellen, sozusagen Neuland erkunden. Nein, man bleibt bei dem was man kennt. So trägt man dann auch keine Verantwortung wenn mal etwas schief geht. |
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stoske
Inventar |
#1309
erstellt: 04. Dez 2025, 09:45
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Warum sollte ich ein totes Pferd besteigen? Wieso liegt es an mir, Leben in einen Beitrag zu bringen, den ich gar nicht erst gestartet hätte? Ein Beitrag, der von Anfang an tot war und auch nie eine Chance hatte jemals zu leben?
Ich mache gar nichts mies. Ich weise nur (wieder) darauf hin, das schon die zugrundeliegende Prämisse falsch ist und deshalb auch "konstruktiv" hier nie was zu erwarten war. Wie auf die Frage: Welche Form hat die Erde denn nun wirklich?
Und? Merkst du was? Wenn es hier nur um das Labern geht, um des labern Willens, dann ist doch alles gut? Dann spielt das Thema gar keine Rolle und ihr dürft bis ins Unendliche alte Muster durchspielen die hier schon tausendfach zu lesen sind. Ich finde das nur ermüdend und kicke den Beitrag aus meiner Liste. Viel Spaß noch. [Beitrag von stoske am 04. Dez 2025, 19:32 bearbeitet] |
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kölsche_jung
Moderator |
#1310
erstellt: 04. Dez 2025, 09:59
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das heißt, du hältst die These "HiFi befindet sich im Abwärtstrend" für falsch? |
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8erberg
Inventar |
#1311
erstellt: 04. Dez 2025, 10:08
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Na, beim RBT arbeiten aber fähige Mitarbeiter und ich glaube bis auf den NDR machen da noch alle mit. Es stimmt, meist greift man sich die "Haus und Hoflieferanten", gerne bei Neumann/Sennheiser wie mir ein Bekannter der viel fürs ZDF arbeitet sagte. Es gilt die alte Weisheit damals aus dem Computerbereich "Nobody ever got fired for buying IBM" OK, die Jungs von "Mother Blue" waren seinerzeit auch wirklich äusserst kundenorientiert. Aber dennoch: heute muss auch bei größeren Investitionen ausgeschrieben werden - und dafür evtl. nötige Fachkompetenz von aussen zugekauft werden. Peter [Beitrag von 8erberg am 04. Dez 2025, 10:11 bearbeitet] |
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jandus
Stammgast |
#1312
erstellt: 04. Dez 2025, 11:37
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Da wir hier ja in der Plauderecke des Forums sind...
https://aes2.org/publications/elibrary-page/?id=3799Auch sehr interessant
https://tu-dresden.de/ing/elektrotechnik/ias/aha/forschung |
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AusdemOff
Inventar |
#1313
erstellt: 04. Dez 2025, 11:47
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Es geht beim RBT nicht um das Mitmachen. Um deren guten Service nutzen zu können, bedarf es einer Order, die bezahlt werden muss. Externe Expertise wird im Falle von Ausschreibungen schon genutzt, aber nicht immer. Zu oft sind sogenannte Tender ein copy and paste aus der Vergangenheit mit einigen kleinen Anpassungen. Bis hin zu beinahe schon als impertinent zu nennenden Forderungen. Gerade das ZDF hat gerade eine Ausschreibung für Studiokameras am laufen. Copy and paste, zugeschnitten auf den bisherigen Zulieferer und absoluter Ignoranz bezüglich neuen Technologien. Da wird wieder einmal Geld verbrannt aufgrund der Engstirnigkeit, vielleicht auch Bequemlichkeit. Eigentlich sollten sie ja sparen. Gemacht wird das Gegenteil. Wo vielleicht ein Passat gereicht hätte, wünscht man sich den Porsche. Und das mit fragwürdigen "Vorteilen". Noch hat das ZDF eine eigene Planungsgruppe, also nix mit externer Expertise die am Ende sowieso nur das zurück liefert was der Auftraggeber im Sinn hatte. |
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8erberg
Inventar |
#1314
erstellt: 04. Dez 2025, 11:58
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Hallo, andersrum: erleb ich in meinem beruflichen Alltag ebenso. Es fehlt an Leuten im Einkauf, die können gerade das Arbeitsvolumen stemmen, erst recht für C-Artikel (also "sonstige Kosten"). Regelmäßige Neuausschreibungen oder Anfragen entfallen weil man muss jedesmal bei neuen Lieferanten das ganze Procedere (Audit, Prüfung der Konformität) neu machen - da lässt man einen Artikel einfach durchlaufen weil das ein Aufwand wäre den keiner mehr schafft... btw meldet sich dann auch das QM und will auch noch alles möglich wissen - das braucht keiner. Und wenn jemand meint dafür gäbe es doch Zertifizierungen: ja, die gibt es und da steht im Check auch alles drin und wird abgearbeitet. Aber ein QM will schließlich alles noch genauer wissen, sonst käme jemand auf den Gedanken... Also: ganz "normal". Peter |
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Werner_B.
Inventar |
#1315
erstellt: 04. Dez 2025, 22:20
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Stimmt, wollte ich nicht lesen, hab's aber befürchtet. Ich war früher in der Beratung tätig, da war es dann eben SAP und nichts anderes ... Die Abschaffung des IRT hatte ich so am Rande mitbekommen - leider. Also ist im professionellen Umfeld die Entscheidungsqualität auch nicht (mehr) besser. Gleichwohl bleibt es sehr unbefriedigend. Ich stelle mir vor, ich träte einem Kunden gegenüber und würde ihm raten, einen "vernünftig konstruierten" Verstärker zu kaufen, oder die "well-designed modern components" aus dem AES-Paper 65-1563 (@jandus, #1312 oben). Was wäre die erste Nachfrage des Kunden? Vielleicht: Was ist das? Was bedeutet vernünftig? Wie kann ich herausfinden, ob ein Verstärker vernünftig konstruiert ist? Können Sie mir einen vernünftig konstruierten Verstärker empfehlen, und zeigen, und mir auch zeigen, was ihn positiv von schlecht konstruierten abhebt? Im Grunde bleibt damit doch eine hohle Worthülse, ohne Inhalt, nichts *). Welchen Ausweg, welche Lösung gibt es? Amir und audiosciencereview.com? Anselm Görtz früher in Sound&Recording oder Production Partner? Es fehlt also eigentlich an neutraler Testinstanz-Kapazität? *) Das ist nicht angriffig gemeint. Gruss, Werner B. |
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AusdemOff
Inventar |
#1316
erstellt: 05. Dez 2025, 01:19
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Interessant ist, das bei Geräten in denen ein Verstärker sitzt, dieser als solches nicht erkennbar ist, kein Mensch nach Specs oder Konstruktionsmerkmalen fragt. Höchstens vielleicht bei Subs und der Leistung des verbauten Verstärkers. Aber nur, weil man wissen möchte wieviel zu erwartenden Bumms er machen könnte. Als Einzelgerät, da einfach austauschbar wird ein Verstärker plötzlich zum Problem. Nun ja. Ich versuche einmal einen Ansatz: - In jedem Betriebsmodus darf der Verstärker nicht so heiß werden das man nicht mehr die Hand darauf legen kann - Er darf, auch bei hohen Lautstärken, nicht clippen oder sich angestrengt anhören (komprimieren) - Bedienelemente sollten sauber verarbeitet sein und nicht wackeln, eiern oder sonst was - Das Gehäuse sollte solide erstellt sein, er darf sich also nicht verziehen wenn man ihn an einer Ecke leicht anhebt - Im Betrieb sollte er keine Geräusche von sich geben Trafobrummen oder ähnliches) - Hohe Frequenzen sollten nicht hart klingen oder gar anfangen zu klingeln - Tiefe Frequenzen, eben so weit die LS hier mitspielen, müssen druckvoll wiedergegeben werden - In der Nähe, also unter 30 cm, sollte kein Rauschen bei der zu erwartenden oder üblichen Lautstärke auftreten - Evtl. eingebautew Lüfter dürfen nicht hörbar werden - Mittlerweile Standard, aber der Vollständigkeit halber: es dürfen keine Ein- und Ausschaltgeräusche über den LS hörbar werden Halten wir einmal dagegen, was die DIN 45500 sagte: - Übertragungsbereich: 40 - 16 kHz - Pegelabweichung, bezogen auf 1 kHz: +/- 1,5 dB (Phono: +/- 2 dB) - THD (40 - 12,5 kHz , Vollausteuerung bis -20 dB): <1 % - Übersprechdämpfung: 1 kHz: 40 dB 250 - 10 kHz: 30 dB - Intermodulation: <3 % Alles Dinge die Verstärker seit mindestens 50 Jahren mit Leichtigkeit können. Sollte man diese Eckdaten nun neu spezifizieren? Vielleicht in der Art: - Übertragungsbereich: 20 - 60 kHz - Pegelabweichung, bezogen auf 1 kHz: +/- 0,5 dB (Phone: +/- 2 dB) - THD (20 - 60 kHz , Vollausteuerung bis -20 dB): < 0,05 % - Übersprechdämpfung: 1 kHz: 75 dB - Intermodulation: < 0,5 % Aber selbst das, würde uns keinen Schritt weiter bringen. Geht man jetzt noch weiter verlassen wir den Bereich des hörbaren. Unterschiede machen sich erst dann hörbar bemerkbar wenn man den Verstärker mit unrealistischen Signalen wie Impulsen oder Rechtecksignalen malträtiert. Unrealistisch deshalb, da sie im Musik- oder Sprachbereich nicht vorkommen. |
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8erberg
Inventar |
#1317
erstellt: 05. Dez 2025, 06:55
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Hallo, kann man so unterschreiben. Die Standards sind eben recht hoch, will sagen: es wäre finanziell überhaupt nicht lukrativ Dummbatz zu fertigen oder auf den Markt zu werfen. Wir hatten ein aktives Billigpärchen an Lautsprechern offen, der Verstärker war mit IC-Endstufen aufgebaut - eins zu eins aus dem Datenblatt übernommen. So ein Verstärker hätte vor 30 Jahren "alleine" das doppelte des Preises der Aktivboxen gekostet. Na gut, die einfachen Tröten relativierten den guten Eindruck. Belegt aber wieder das eine lausige Wiedergabequalität nur äußerst selten am Verstärker liegt. Peter |
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skorpi1211
Stammgast |
#1318
erstellt: 05. Dez 2025, 08:30
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Kann dem zweiu Vorschreibern auch nur zustimmen. Wir haben auch schon Endstufentests durchgeführt. Man kann leicht getäuscht werden... Wenn der verstärker nicht vom Hersteller gesoundet ist, und der Verstärker in der Lautstärke angepasst wurde.... kannste vergessen... Was ab und an Vorkommt, dass Verstärker mit LS nicht so harmonieren. Oder was sehr oft passiert, dass der Verstärker zu schwach gewählt wurde. Und dem Verstärker die Luft aus geht. Die Angaben im Prospekt sind ja auch nur geschönt... Ich habe für meine Front LS die Endstufe für Mittel und Hochton selber gebaut. Und das günstigste Modul war das geeignetste Daher weiß ich was man im Verstärkerbau zu beachten hat. Und die Phono Vorstufe für den Plattenspieler hat ein Kumpel entwurfen und gebaut. Auch da ist viel Fachwissen vorhanden. |
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jandus
Stammgast |
#1319
erstellt: 05. Dez 2025, 08:54
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http://www.hifi-foru...8&postID=26403#26403Ich hoffe dieser Thread wird nicht geschlossen... Die letzten drei Beiträge ![]() Nachtrag: Wir sollten Werner B. weiter zweifeln lassen...Es damit belassen [Beitrag von jandus am 05. Dez 2025, 08:59 bearbeitet] |
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Yamahaphilist
Stammgast |
#1320
erstellt: 05. Dez 2025, 08:58
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Süßer die Verstärker nie klingen… (Adventliche Satire ) |
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8erberg
Inventar |
#1321
erstellt: 05. Dez 2025, 09:22
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Hallo, so ein Fall wurde ja auch im Johannes-Evangelium des neuen Testament erwähnt (der ungläubige Thomas). Natürlich ist es besser zu zweifeln weil einem jemand irgendeinen Bockmist erzählen könnte. Ich zweifel auch extrem an der wundersamen Wirkung von informierten Aufklebern, Kabeldummfug o.ä... Peter |
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sohndesmars
Inventar |
#1322
erstellt: 05. Dez 2025, 09:44
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Darauf werden wir keine Antwort bekommen, stoske kickt diesen Beitrag ja nun aus seine Liste. Tut mir ja Leid, dass er da so viel erwartet hatte, denn sonst hätte er ja nicht mitgelesen. Also anscheinend reitet er gerne mit auf toten Pferden. Aber weiter zum gerade aktuell hier diskutierem Thema "wie kann ich erkennen, ob ein Verstärker gut konstruiert ist?" Für mich als ehemaliger Selbstbauer mit später fundierter wissenschaftlicher Ausbildung dazu: wenn er das macht, was er machen soll, und das möglichst sicher, preiswert und ohne zuviel Ressourcen zu verbrauchen. Und das bekommt man heute für wenig Geld. Über Verstärker in der HIFI-Kette mache ich mir am wenigsten Gedanken. |
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skorpi1211
Stammgast |
#1323
erstellt: 05. Dez 2025, 10:40
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Zum Thema zurück zu kommen.... Es liegt doch nicht am Verstärker, dass die Branche dernieder geht... Das Hobby hat sich eben verändert. Und der Fachhandel hat sich nicht dahin gehend ausgerichtet. Mit Dicken LS, inkl. dicken Kabel, teuren Verstärkern, und Playern, ist der Kuchen eben deutlich kleiner geworden. Die Technik ist auch voran geschritten, und um den gleichen Klang/ Leistung zu bekommen, ist das oben eben nicht mehr nötig. Auch die wohngewohnheiten haben sich geändert. Das "Wohnzimmer" dunkel mit Eicheschrankwand ist nun groß, offen und Hell. Da passt es dem Partner nicht mit großen schwarzen Brickets mit Kupfermembran ... Und auch die Interessen sind andere geworden. Heute hat man einen 75Zoll TV mit ner Atmos Soundbar und ist eben ausreichend zufrieden. in der Ecke steht ein weißer Subwooferwürfel in weiß. Unsichtbare LS integriert. Musikserver Vernetzt Schön und aber unauffällig. Dazu dann ein Heimkino.-... Ja, jetzt rümpfen einige hier die Nase.... Und nun mein Spruch am Freitag, Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.... |
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flexiJazzfan
Inventar |
#1324
erstellt: 05. Dez 2025, 11:04
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Wenn man die oben genannten Kriterien für einen „vernünftigen“ Verstärker liest, wird auffallen, dass der Arbeitsbereich (was ist „laut“?) dort nicht vorkommt. (ist nicht die alte Hifi –Norm eigentlich für Aufnahmegeräte gedacht gewesen?) Mir scheint jedoch wichtig, mit der Ehrlichkeit der Beratung bei der Definition und auch der Einschränkung des Einsatzbereichs eines Verstärkers zu beginnen. Hier wird auch am meisten Mist in der Werbung veröffentlicht, obwohl bekannt ist, dass an den Ränder des Arbeitsbereichs eben Abweichungen und unerwünschte Effekte auftreten. Dazu muss allerdings der Kunde wissen, was er will und der Berater muss auch fragen z.B. nach Einsatzgebiet und Raum. Nicht jeder Verstärker passt überall, das ist trivial. Für die logarithmischen Zusammenhänge von Leistungs- und Energiegrößen haben wir leider kein „Bauchgefühl“, da muss genau gerechnet werden. Wer alte Lautsprecher geerbt hat, die im Tieftonbereich nahe am Kurzschluss arbeiten, muss das sagen, wer am Waldrand wohnt und gerne Party macht, muss das sagen, wer nur klassische Kammermusik hört, muss das sagen … - dann kann es eine Verstärkerempfehlung geben und eine Vorführung von „gut“ und „schlecht“, ganz ohne Messwerte. Persönlich bin ich allerdings frustriert und entsetzt, in welchem Maß sich unwissenschaftliche, vorwissenschaftliche und magische Weltbilder verbreitet haben. Ich hatte mir dieses Jahrtausend als ein „aufgeklärtes“ vorgestellt/gewünscht. Ich kann nachvollziehen, dass es schwer ist mit jemandem, der selbst von den Hebelgesetzen (Plattenspieler) weniger versteht als Leonardo da Vinci, über „Klirr“ zu sprechen. Gruß Rainer |
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hifi_raptor
Inventar |
#1325
erstellt: 05. Dez 2025, 11:17
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Morgen Nun, jedwede Art Geräte sind nicht mehr an der Wiedergabequalität beteiligt. Jetzt bleibt nur noch der Raum / LS. Also muss der Handel darauf sein Hauptaugenmerk legen. Das bedeutet aber reine Dienstleistung. Die will aber auch finanziert werden! Und wer heute nur 100€ für Equipment ausgeben will / oder auch kann, wird kaum in Dienstleistung investieren. Und nicht zu vergessen, wenigstens ein Verkäufer und der Chef müssen Wissen darüber haben. Also man kauft quasi eine kompetente Beratung und Aufbau / Einmessung Raum / LS ein. Die Geräte gibt es dann dazu. Schönes Wochenende |
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AusdemOff
Inventar |
#1326
erstellt: 05. Dez 2025, 11:57
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Rainer, die DIN 45500 ist in Blätter aufgeteilt. Eines, ja tatsächlich ein Blatt (oder Seite), für - Radioempfänger (UKW) - Phonogeräte - Magnetaufzeichnungsgeräte. - Mikrophone - Verstärker - Lautsprecher - Kombinationen Die Norm gibt zwar keine Definition was "laut" ist, doch soll der LS in 1 m Entfernung einen Schalldruck von mindestens 96 dB und in einer Entfernung von 3 m noch 86 dB erzeugen können. Hierfür ist die sogenannte Betriebsleistung, also die abgegebene Leistung am Verstärker dahingehend zu ändern. Ein Schalldruck von 86 dB in 3 m Entfernung ist schon ziemlich laut. Nachdem wir nun wissen wie einmal der Klirr eines Verstärkers auszusehen hatte, hier einmal die Definition für LS: Es wird im Bereich 250 - 5 kHz gemessen. Die Betriebsleistung ist so einzustellen, wie oben beschrieben. Dann darf der LS nicht schlechter sein als: 250 - 1 kHz: 3 % 1 - 2 kHz: von 3 % stetig fallend auf 1 % über 2 kHz: 1 % Klirrfaktorspitzen werden nicht berücksichtigt. Übrigens: Der Scheinwiderstand eines LS darf bei keiner Frequenz (100 - 4 kHz) eine Toleranz von 20 % unter dem angegebenen Nennwert liegen. Bei einer 4 Ohm Box wären das dann 3,2 Ohm. Hier wird es deshalb interessant weil selbst heute noch viele LS diese "einfachen" Specs nicht einhalten, also gar kein Hifi sind, bzw. nach damaliger Betrachtung wären. Wenn also ein LS einen Klirr zwischen 1 und 3 % aufweisen darf, macht es sicherlich keinen Sinn mehr über Klirrfaktoren heutiger Verstärker nachzudenken. Übrigens: die DIN 45 500 ist frei im Netz downloadbar. |
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flexiJazzfan
Inventar |
#1327
erstellt: 05. Dez 2025, 12:44
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Danke! Gar nicht so blöd die ganzen Grenzwerte. Gruß Rainer |
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8erberg
Inventar |
#1328
erstellt: 05. Dez 2025, 13:00
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Hallo, die naturwissenschaftlichen Gesetze halten sich nun einmal nicht an "menschliche Vorstellungen"... Man bekommt oft genug von Highendlern zu hören das ihr Verstärker weiß genau wie der Verstärken muss und sie hören ja eh linear von 0 dB bis 120 dB. Dieser ganze Mist von Frequenzbewertung gilt doch nicht für ihr dolles Ohrwerk.Es gibt schon Wunderwerke in Gottes Schöpfung... Mich wundert nur warum die nicht kirre werden vom eigenen Herzschlag und den Strömungsgeräuschen des eigenen Bluts in den Adern... Peter |
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Werner_B.
Inventar |
#1329
erstellt: 05. Dez 2025, 22:22
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Danke für Dein unermessliches Verständnis. Es ist schon so, dass ich an sehr vielem zweifle, u.a. auch an meiner eigenen Hörfähigkeit ... und das wohl mit Recht wie ja auch zahllosen Threads hier im Forum zu entnehmen ist, die die Überschätzung eigenen Hörvermögens kritisieren ... Auch wenn man um die psychologischen Bedingungen, die Beeinflussbarkeit weiss, macht einen das nicht notwendigerweise immun.
Ich bin durchaus bei Dir. Grobe Fehler, die Du qualitativ auflistet, fallen schnell auf, nur ...
Je nach Ausmass würde ich meinem Hörsinn nicht unbedingt vertrauen, das herauszuhören, möglicherweise erst nach einiger Zeit würde mir vielleicht etwas (eher unbewusst) merkwürdig erscheinen und erst nach gezielterer Musikauswahl (Verdeckungseffekte ...) auffallen *). Komparative Vergleiche erscheinen ebenso sinnlos wegen Umbau-/Umschaltzeiten und mangelhafter Einpegelung. Also bleiben doch nur Messungen (da Herstellerangaben soweit überhaupt verfügbar mangels Dokumentation der Messbedingungen ohnehin nicht vergleichbar sind)? Für Messungen sind die allermeisten nicht ausgerüstet (ich auch nicht). Also bleiben doch nur Amir, Anselm Görtz ...? Ich sehe es eben so: Einerseits erscheinen in der überwiegenden Mehrzahl Verstärker heutzutage problemfrei und gut genug. Andererseits: Wie kann ich vermeiden, auf z.B. ein gesoundetes Gerät hereinzufallen? *) Das nachfolgende Beispiel stufe ich als groben Fehler ein, aber er trat nur in einem sehr spezifischen Betriebszustand auf, den ich erstmal reproduzierbar erreichen musste. Es war ein CD-Recorder mit zwei Laufwerken (als die noch chic waren), nur auf dem zweiten Laufwerk war nach einer bestimmten vorhergehenden Umschaltung ein Klicken im Audiosignal wahrzunehmen (vermutlich eine fehlende Synchronisation auf der digitalen Ebene). Das Gerät ging schlussendlich zurück zum Importeur und in dessen Werkstatt (als es sowas noch gab). Erst nach viel hin und her konnten sie das nachvollziehen, und haben die Rückgabe des Gerätes akzeptiert, da es sich um einen Konstruktionsmangel handelte, also nicht reparaturfähig. Es ist manchmal verdammt mühsam, die korrekte Funktionsfähigkeit festzustellen. Wie viel schwerer wäre das wohl gesoundete Verstärker zu identifizieren? Gruss, Werner B. |
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AusdemOff
Inventar |
#1330
erstellt: 05. Dez 2025, 23:16
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Wenn man auf der grünen Wiese anfangen würde, wird es schwierig. Es sei denn, man kennt ein Musikstück in- und auswendig. Ersetzt man einen Verstärker gegen einen gesoundeten in einer bestehenden Konfiguration, sollte einem das sofort auffallen. Wenn aber bereits der alte Verstärker gesoundet war und der neue nun eben nicht, wird es schwierig. Unterschiede sollten auffallen. Die Benennung, welcher nun gesoundet ist würde nur ein dritter Verstärker aufzeigen. Jetzt muss ich auch mal die Schwarmintelligenz bemühen: Wer kennt gesoundete Verstärker und kann sie mit Hersteller/Typenbezeichnung benennen? Lassen wir jetzt aber mal die Röhrenverstärker beiseite. Ich wage zu behaupten das es eher die LS sind, die einen charakteristischen Klang produzieren als ein simpler Verstärker. |
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Yamahaphilist
Stammgast |
#1331
erstellt: 06. Dez 2025, 07:09
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Klingt irgendwie nach vor dem Stimmbruch |
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sohndesmars
Inventar |
#1332
erstellt: 06. Dez 2025, 08:44
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Und genau um gsoundete HIFI-Geräte zu outen bedarf es brauchbarer Messtechnik, Personen die damit umgehen können und die Messdaten interpretieren können. Ich bildete viele Jahre Lehrlinge zu Radio- und Fernsehtechniker aus. Ich hatte diese Messmöglichkeiten (habe sie heute noch). Es gibt spezielle Messtöne, mit denen man recht einfach identifizieren kann, was ein Gerät mit den Signalen macht. Ausgehend von einem Vierpol mit Eingang und Ausgang erwartet man von einem Verstärker, dass das was rein geht verstärkt raus kommt. Gebe ich ein Sweep von 20Hz bis 20kHz mit 0dB rein, erwarte ich z.B. den gleichen Sweep mit +20dB am ausgang. Ohne Phasenverschiebung und ohne Abweichung bei einer bestimmten Frequenz. Ich kann auch einzelne Sinussignale eingeben und am Ausgang eine Fourieranaylse machen. Da erwarte ich genau diesen Sinus ohne Harmonische. Und ich kann zwei Sinussignale unterschiedlicher Frequenz einspeisen. Und erwarte genau diese beiden, ohne Intermodulationsartefakte. Wo also ist das Problem, gesoundete Verstärker zu identifizieren? Gesoundete Lautsprecher sind unser Problem bezüglich HIFI. Gerade aktuell findet sich kaum mehr ein Bluetooth-Brüller, der nicht Loudness unabschaltbar verwendet. |
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Zaianagl
Inventar |
#1333
erstellt: 06. Dez 2025, 09:06
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Das ist Zielgruppen bzw Nutzungsprofil orientiert. KEINER will nen linearen Frequenzgang aus ner Boom-Box. Das muss knallen. Es soll ja auch im Freifeld einigermaßen funktionieren, und da würde ein linearer Frequenzgang völlig abstinken, das würde nahezu niemand kaufen. Es gibt aber andere Konzepte für andere Anwendungen. Wenn man sich einfach mal andere Produktlinien anschaut, nur mal als Beispiel: https://www.nubert.d...kEAAYASAAEgK7y_D_BwEÄhnliches gibt es von vielen gängigen Herstellern.
Das ist ja definitiv so. Und die Frage nach gesoundeten Verstärkern kann dir nahezu jeder Goldohrenfred beantworten, da ist ja nahezu jedes Gerät gesoundet, da nahezu jedes über einen spezifische "Klangsignatur" verfügt.
Ich denke wenn man sich an die üblichen Verdachten hält ist das Risiko eher gering. Nimmt man zB Marantz, welche zur Zeit wieder mit typischen Marantz Sound werben: Man kann es sich imho nicht leisten auffällige Frequenzgänge zu produzieren. So schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe: Das Gerät misst sich unauffällig, wird somit gut getestet und gekauft von Leuten die darauf wert legen. Was die in ihrem Werbeblättchen labern ist diesem Kundestamm egal. Umgekehrt verhält es sich mich den "Hörenden": Diese bevorzugen zT eine spezifische "Klangsignatur" aus unterschiedlichen Gründen idR aber immer spezielle Eigenschaften des Gerätes. Denen wiederum sind Frequenzgänge (die dem gar widersprechen könnten) völlig egal. [Beitrag von Zaianagl am 06. Dez 2025, 09:16 bearbeitet] |
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Werner_B.
Inventar |
#1334
erstellt: 07. Dez 2025, 00:52
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Also geht es nur mit Messungen zuverlässig. Das Problem für "Otto Normalo" ist, dass er/sie die Messtechnik nicht hat. Unabhängige Testinstanzen sind rar gesät. Stiftung Warentest: zu oberflächlich. Audio/Stereoplay, Stereo: Messtechnik wird stiefmütterlich behandelt (nur wenige veröffentlichte Daten) und in den Texten mehr verschwurbelt als aufgeklärt. stereophile.com fand ich sehr brauchbar (Messtechnik-Sektion), da habe ich aber schon sehr lange nicht mehr reingesehen, ich weiss nicht, wie die heute sind. Und eben audiosciencereview.com, die allerdings ebenfalls USA-fokussiert sind, und Anselm Görtz mit eher professionellen Produkten. Für die Normalsterblichen sieht es also bezüglich der Markttransparenz sehr trübe aus.
Ein noch weiteres Feld, das ich lieber nicht auch noch aufmache ...
Es ist eben komplexer als nur Frequenzgänge. Angefangen hat diese Subdiskussion ja mit der Nennung eines Fezz-Audio-Verstärkers, der THD 0,25% nach Herstellerangaben aufweist. Diese Angaben sind Durchschnittswerte. Wenn jemand sehr zielgerichtet konstruiert, dann könnte ich mir vorstellen, dass eben gleichwohl im empfindlichen Hörbereich von 1...3 kHz die THD einen Ticken höher liegen, bevorzugt mit geradzahligen Harmonischen, so dass es eben gerade so wahrnehmbar wird ... Es ist m.E. nicht auszuschliessen ohne den Beweis durch Messungen. Genauso wenig will ich in Abrede stellen, dass @sohndesmars und seine Probanden bei ihren Untersuchungen THD 0,25% nicht durch Hören identifizieren konnten. Es könnte sein, dass eben @sohndesmars bzw. die HAW insofern diskriminiert haben, dass sie nur marktgängige, weitgehend solide Produkte untersucht haben, während "Goldohren" bevorzugt in exotischem Terrain "fischen", ohne jegliche Beachtung technischer Randbedingungen. Viele Möglichkeiten, Vermutungen, weshalb ich da vorsichtig bin mit eindeutigen Befunden. Gruss, Werner B. |
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8erberg
Inventar |
#1335
erstellt: 07. Dez 2025, 02:44
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Hallo, tja. Da müssen wir ganz stark und mutig sein und eben mit FUD leben... Die glücklichen Goldöhrchen können sich "dagegen" sooo sicher fühlen. Boah, da werd ich fast schon neidisch Hat da vielleicht Super-Ingo ein paar Aufkleber? Peter |
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Yamahaphilist
Stammgast |
#1336
erstellt: 07. Dez 2025, 05:14
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Das Goldohrentum besteht also darin, einfach nur ein paar mehr Verzerrungen als andere zu hören? Na, dann bin ich ja beruhigt. Und ich dacht immer , welch Wunder da Dinge gehört werden, die es gar nicht gibt. Aber Verzerrungen…. Tja, wenn’s das nur ist… sei es gegönnt. |
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ZeeeM
Inventar |
#1337
erstellt: 07. Dez 2025, 08:12
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Das Goldohr kann noch viel mehr, es hört jeden Bestandteil der gesamten Kette und sogar Dinge, die heute, es ist ja bekannt, dass die Wissenschaft chronisch in den Kinderschuhen steckt, sich komplett einer Messung entziehen. Dazu noch ein phänomenales auditives Langzeitgedächtnis. Es gibt kein Luftigkeitsmesser, kein Durchhörbarkeitsmesser und auch kein Fußwipp-o-meter. Ich bin mir aber recht sicher, dass man eine KI trainieren kann, die sowas leistet. Vermutlich stellt man feste, dass sie eher schwurbelt und auch keine Korrelationen zu Messdaten liefert, was natürlich als Beleg für das überlegene Hören der Goldohren gewertet wird. Während die Welt sich weiter dreht, wird der Diskussion nie das Futter ausgehen. |
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sohndesmars
Inventar |
#1338
erstellt: 07. Dez 2025, 09:45
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Wir damaligen Unternehmer in der UE-Geschäftswelt unterhielten eine kleine Interessengemeinschaft, kann man sich als Club der inhabergeführten Radio-, HIFI- und TV-Geschäfte vorstellen. Es bildete sich da irgendwann eine kleine Gruppe heraus, die durch speziellen Zynismus blendete. Da immer wieder der Ingo genannt wird, versucht diesen Typus eines Unternehmers mal mit anderen Augen zu sehen. Die typische HighEnd-Klientel mit viel Geld, die auch spezielle Kunst, lange gelagerte Weine, sehr teure Uhren und vieles mehr zur Abgrenzung vom Pöbel brauchen, achten sehr darauf, kein Cent zuviel an Steuern oder Sozialabgaben zu bezahlen. Lassen sich aber mittels ganz tolle Geschichten und viel blendenden Blingbling zu für uns nicht nachvollziehenden "Investitionen" verleiten. So mancher Zyniker sieht da die Chance für Schabernack. Und ab einem bestimmten Punkt greift dann auch der Spruch "ist der Ruf erst ruiniert, lebts sich völlig ungeniert." Und dann gibt es immer auch noch die Entwickler, die technisch ganz andere Wege gehen wollen und überzeugt sind, einzig und alleine auf dem richtigen Weg zu sein. Sie entwickeln z.B. HIFI-Geräte unabhängig vom Marketing völlig losgelöst jeder Vernunft. Nur will das ja irgendwie bezahlt werden. Welchen Mehrwert der Käufer oder Protegé davon hat, weiß nur dieser. Aber er muss unbedingt davon überzeugt sein und bleiben, dass das Invest absolut lohnend ist. Und so verteidigt er sein Objekt der Begierde mit allem, was er hat. Würde er doch andernfalls zugeben, sich grundsätzlich geiirt zu haben. Und der alte weiße Mann ist gilt nicht umsonst als borniert und kritikresistent. Wobei der Charakter eines alten weißen Mannes erstaunlicherweise auch schon mal bei jungen, weiblichen Influenzern zu beobachten ist. Und umgekerrt einige alte weiße Männer ab und an sehr wandlungsfähig sind. Wer von uns will da schon behaupten, den Durchblick zu behalten und jeden Charakter genau analysieren zu können. |
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flexiJazzfan
Inventar |
#1339
erstellt: 07. Dez 2025, 11:51
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Die „Schabernack-Theorie“ gefällt mir. Das erinnert mich an die Homöopathen, die dem alten Spruch der Physiker, Ingenieure und Chemiker … : „Viel hilft viel!“, die Maxime : „Die Verdünnung bringts.“ entgegensetzt haben und damit ein Milliardengeschäft gegründet haben. Gruß Rainer |
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hifi_raptor
Inventar |
#1340
erstellt: 07. Dez 2025, 11:56
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Morgähn "Alte weiße Männer" entwickelt sich langsam zum Schimpfwort. Eigendlich ist das schon diskriminierend. Oder auch Goldohr gehört dazu. Auch ich habe "alte" Weine. Dem Finanzamt gegenüber bin ich aber absolut gläsern. Also gibt es da nix zu sparen. Im Jahr 2025 ist die Technik so weit das man schnell über die Hörfähigkeiten des Menschen kommt. Insofern wäre das für den normal unwissenden, schwierige Thema LS / Raum das einzig verbleibende Thema. Bleibt allerdings die Frage wer da echte Kompetenz hat, und wie man an so einen Menschen dann im Bedarfsfall kommt. Vielleicht ist der dann auch zu teuer. Leider kann auch DIRAC und Co. nicht alles erschlagen. Und wenn ich das Geld hätte - man darf ja noch träumen - würde ich mir auch eine Naim Statement liefern lassen. Als Händler würde ich sowas verkaufen wollen. Ob man als Händler von 4 Stck. verkauften im Jahr (über)leben kann? Bei solchen Teilen muss man als Händler auch keine Diskussion um Wiedergabequalität führen. Sondern tatsächlich nur noch über geeignete Verkabelung, natürlich ohne Klangdiskussion. Na ja mit Klingeldraht schließt man da keine Boxen an. Allerdings ist es mir auch völlig schnuppe ob jemand 100€ Teile zu einer Anlage zusammenstellt. Als Händler sollte man jeden als Kunde König behandeln, denn auch Altwein trinkende, alte weiße Männer mit Goldohren lassen die Kasse klingen! Vielleicht liegt hier das Problem? Jeden Kunden gleich(berechtigt) behandeln. Entweder will ich verkaufen oder lass' es. Und für Cum Ex gibt es Staatsanwälte. An den verwendeten Typisierungen kann man die recht niedrige Toleranzgrenze der Diskutierenden erkennen. Schönen Sonntag |
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Yamahaphilist
Stammgast |
#1341
erstellt: 07. Dez 2025, 12:06
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Die Dosis macht das Gift. Paracelsus, 1538 |
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sohndesmars
Inventar |
#1342
erstellt: 07. Dez 2025, 12:28
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Alter, weißer Mann ist tatsächlich mittlerweile ein Schimpfwort. Da stecken sehr viele frustierte besonders jüngere, besonders oft weibliche Personen ihren Hass rein. Und, ja, ich bin tatsächlich rein objektiv betrachtet ein alter, weißer Mann. Ich bin nativ Deutsch, meine Großältern mussten es einer früheren Regierung mal beweisen, bin damit offenbar, aber auch sichtbar weiß. Und ich stehe sehr kurz vor der Rente, also tatsächlich auch nach heutigen Gesichtspunkten alt. Und? Drauf ges....... Es ist das Problem der Hater. Und nicht "denn auch Altwein trinkende, alte weiße Männer mit Goldohren lassen die Kasse klingen! ". Sondern: "gerade Altwein trinkende, alte weiße Männer mit Goldohren lassen die Kasse klingen!" Und genau die werden bevorzugt bedient. Die anderen rauben einem gewinnorientierten Verkäufer nur die Zeit. Mein Vater war ein Pretender wie er im Buche steht und hat das reichlich genutzt. Er hatte seine reine Freude dran. Auch Frauen aller Klassen waren davon beeindruckt. Ein ehemaliger Mitgesellschafter von mir, mit sehr viel Geld, machte seinen umgekehrten Spaß damit. Er kam mit abgerissenen Klamotten in die teuersten Läden, wurde natürlich übelst abgecheckt. Und hat dann doch mit Charm und kontrollierter Stimme sein Geschäft gemacht. Irgendwann war er bekannt wie der bunte Hund und konnte nur in fremden Städten seinen Spaß befriedigen. Tja, jeder Jeck ist anders. Aber wie kann ich heute noch mit einem Ladengeschäft mein Hobby HIFI erfolgreich vermarkten? Sicher nicht, indem ich mit Beratung an den richtigen Stellen (Raum, Akustik, Einmessung, DSP....) oder gar kundengerechtem Service die Kosten einfahren kann. Sondern leider nur mit der Gewinnspanne an dem Zeuge, was ich in reichlicher Menge an den Kunden bringe. Das nur, damit der unbedarfte Kunde mal versteht, was ihn erwartet. Ich gönne dem stationären Händler nicht diese Gewinnspanne? Dann kaufe ich Online und recherchiere bis die Augen tränen. Und kann ich so auch handeln? Natürlich, drop shipping z.B. verzichtet auf Lagerhaltung und direktem Kundenkontakt. Leider konkuriere ich dann immer mehr mit TEMU, Shein, Alibaba...... Und dann kommen da auch noch paar neue, alte Handelseinschränkungen namens ZÖLLE! Trotzdem, die Globalisierung, z.Zt. etwas gehemmt, dazu die Digitalisierung im Handel und immer öfter KI, die hohen Nebenkosten, besonders Raumkosten, machen es faktisch unmöglich neben den bestehenden Läden, selbst noch aktiv zu werden. [Beitrag von sohndesmars am 07. Dez 2025, 12:30 bearbeitet] |
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rat666
Inventar |
#1343
erstellt: 07. Dez 2025, 12:47
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Das Fezz Audio Zeug habe ich eh nie verstanden, das Zeug bekommt man günster in gleicher Qiualität von anderen Herstellern.
man will halt auch irgendwelches elitäres Zeug haben und dafür gibt man Geld aus (man hat es ja), daran ist ja auch erstmal nicht schlimmes (die charakterliche Bewertung lasse ich mal aus), warum muss man es mit Klang rechtfertigen? Warum reicht es nicht z.B. einen handgefertigten, optisch und haptisch überragenden, massiven, zuverlässigen und für die Ewigkeit gebauten Verstärker zu haben? Nein, er muss klanglich auch noch allen anderen überlegen sein und genau hier beginnt die Lüge. Dazu kommt dann noch die absolute Ablehnung neuer Technologien durch die Highend Gemeinde und ein generell schwindendes Interesse in der Bevölkerung. Zudem bricht der Mittelstand immer mehr weg. Nach meiner Meinung ist klassisches Hifi in 20 Jahren nahezu tot und ob Heimkino noch existiert ist fraglich. Das Objekt der Begierde für gesteigerte Audiowiedergabe ist dann vermutlich die HIghend Soundbar oder eine komplett unsichtbare Technologie. |
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hifi_raptor
Inventar |
#1344
erstellt: 07. Dez 2025, 12:51
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Morgen Soll in der Vergangenheit schon mehr Geschäftsmodelle gegeben haben die mangels Nachfrage verschwunden sind. Wenn hauptsächlich nur noch bei Temu gekauft wird, und nur noch wenige Kunden teureres klassisches HiFi kaufen wollen, na dann war's das halt. Keiner wird dem dann eine Träne nachweinen. Eine Zeitlang floriert dann noch der Second Hand Markt. Und gut ist. Aber von Second Hand wird man eher nicht leben können. Und auch als Önologe wird man in Zukunft nicht mehr leben können! Der Zahn der Zeit nagt an allem. Schönen Sonntag |
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Beaufighter
Inventar |
#1345
erstellt: 07. Dez 2025, 12:54
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Moin,
Ja und? Die alte weiße Frau an meiner Seite ist ja noch da. So schlimm kann es wohl nicht sein. Wenn Menschen nichts besseres einfällt, als das gleiche Leid reziprok aufzuwärmen, kann ich sie eh nicht für voll nehmen. Klar gehört es in der Geschäftswelt dazu dem Kunden seinen Ureigen Willen zu lassen, ein Problem wird es wenn dieser Wille als Wahrheit kommuniziert wird. Ich kann ja hingehen und dem Kunden die Kabel verkaufen und ihn damit glücklich werden lassen. Fange ich nun an dem unentschlossenem diese Kabel unter dergleichen Prämisse anzubieten wird es kribbelig. [Beitrag von Beaufighter am 07. Dez 2025, 12:55 bearbeitet] |
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skorpi1211
Stammgast |
#1346
erstellt: 07. Dez 2025, 13:05
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Mal ganz ehrlich, Werner_B., Es ist noch einfacher... Dein Otto Normal, kann sich 98% der Geräte kaufen und zusammenstellen, OHNE sich über deine Dinge, wie du es beschreibst, Gedanken machen zu müssen. Weil die Faktoren zu klein sind! Einige meinen einen Unterschied zu hören. aber bei genauer betrachtung, und beim suchen, warum die Unterschiede sind, kommt man bei anderen Punkten raus, die für das Gehörte! Oder es ist reicne Kopfsache, men denkt etwas zu hören. Meine Hörerfahrung zeigt mir, die Unterschiede sind oft sehr gering. Richtig falsch ist ganz selten, und auch nicht auf einzelne Geräte (wenn kein Defekt vorliegt) zurück zu führen ist. Raum, Raumakustik, Aufstellung und Sitzplatz, ebenso wie höre ich, Höre ich alleine auf einem Masterplatz oder will ich den ganzen Raum beschallen weil mehrere Hörer gut beschallen will? Was für Musik höre ich, wie? laut oder leise oder auch mal Referenzpegel.Höre ich Jazz, Pop, Klassik, oder andere.... Viele sagen, ein LS muss alle Musikarten beherrschen. Meine Erfarung ist, nicht muss, sondern kann. Es gibt LS die sind für manche Musikrichtung nicht optimal. bzw. andere Systeme besser in derAnwenung. |
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hifi_raptor
Inventar |
#1347
erstellt: 07. Dez 2025, 13:08
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Morgen Anbieten kann man mir viel, aber ich muss es mir ja nicht kaufen! Kann mir ja auch keine Statement leisten. Selbst wenn sie.mir mit 50% Rabatt angeboten werden. Was ich aber nachvollziehen kann, ist wenn ein faktisches Mehr an Wiedergabequalität verkauft wird. Aber wo ist da die Grenze? Darf ich da den AIO Bluetooth Plattenspieler von Tchibo guten Gewissens empfehlen? Schönen Sonntag |
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Beaufighter
Inventar |
#1348
erstellt: 07. Dez 2025, 13:24
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Moin
Anbieten unter der Ehrlichkeit das dann doch eine Hörbare Unterschwelle durchschritten wird. Klar warum nicht. Auch die Haptik wird einen Unterschied machen. Was will der Kunde, ist er Beratungsoffen und will er überhaupt beraten werden. |
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hifi_raptor
Inventar |
#1349
erstellt: 07. Dez 2025, 13:36
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Morgen Na gut so ein Teil würde ich tatsächlich nicht empfehlen. Wäre gegen meine Überzeugung. Aber wer sowas kauft tut das ganz ohne Beratung. Hat entweder nicht das Geld für Mehr, dann geht es halt nicht. Oder es fehlt jeder Bezug zur UE. Dann eventuell auch besser nicht kaufen. Oder nur einmalig für eine Party. Schönen Sonntag |
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Beaufighter
Inventar |
#1350
erstellt: 07. Dez 2025, 13:48
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Moin, zwischen anbieten (auf nachfrage) und empfehlen würde ich auch noch unterscheiden. Eigentlich sollte der Kunde von der Fachberatung eine ehrlich Antwort bekommen. Man sollte aber auch immer davon ausgehen, dass nicht jeder den gleichen Anspruch an Produkte hat. Sonst würden so Konzepte wie Kick nicht funktionieren. |
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EiGuscheMa
Inventar |
#1351
erstellt: 07. Dez 2025, 18:50
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Per Zufall entdeckt: Das war dann mal wegHi-Fi, Stereo usw. ab 8:00. Gleich nach der Lavalampe. ![]() Sehenswert u.a. Jürgen Weisser, der bei PE von Anfang an dabei war. |
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Werner_B.
Inventar |
#1352
erstellt: 07. Dez 2025, 23:12
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"Ich kenne nur HiFive ..." Gruss, Werner B. |
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sohndesmars
Inventar |
#1353
erstellt: 08. Dez 2025, 06:20
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Das war dann mal weg, das triffts doch genau. Musikwiedergabe funktioniert bei den Meisten aktuell wie zuletzt beschrieben. Da sind überall kleine, nicht immer feine WLAN-Lautsprecher, die ich per App mit der Musik versorgen kann, die mir gerade genehm ist. Kein korrektes Stereo? Keine eindeutige Phantomschallquelle zwischen den Boxen? Und? Wem störts? Ja, es gibt sie noch, die Einzelkämpfer des genussvollen, korrekten Stereohörens. Die dann allein genau im Spot der Lautsprecher sitzen und lauschen. Aber darauf kann man doch kein Geschäftsfeld mehr aufbauen. Die aktuellen HIFI-Geschäfte, die ich in den letzten Monaten so beobachte, errichteten mit ihren Ausstellungsstücken mit absurden Preisen eine Hürde, die bei der Laufkundschaft eine Schwellenangst erzeugt, die vielleicht gewollt ist. Dem gegenüber die Lockangebote, Black Friday, Cyber Weeks.... der lokalen und der Online-Kistenschieber. Das haben wir hier nun mehrfach beschrieben, es heißt ja, wiederholen, wiederholen, wiederholen, dann kommt es irgendwann an. Und ja, manch einer will uns erklären, dass das nur eine Lüge ist und nicht der Realität entspricht. Dumm nur, dass es genaue Statistiken gibt, die über die Umsätze genau informieren. Ansonsten kann sich aber Jeder selbst überzeugen, wo es gerade besonders läuft mit den Verkäufen. Und was schenkt ihr so euren Angehörigen zu Weihnachten? Content (CDs, DVDs, BRs)? HIFI-Geräte? Lehrnbausätze Elektronik? Nein! Wahrscheinlich eher Spielekonsole (ist auch nicht mehr der Hype), neue Smart Phones (die gehen immer), vielleicht noch Kopfhörer (sind ja nicht so teuer), aber auch moderne Computer (als Notebook oder Pad). Wenn denn mal ein Plattenspieler an junge Leute geht, dann oft aus dem Fundus von Opa, Onkel oder Vatern. [Beitrag von sohndesmars am 08. Dez 2025, 06:22 bearbeitet] |
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Zaianagl
Inventar |
#1354
erstellt: 08. Dez 2025, 06:51
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Ein Erlebniswochenende Fürs Weib (Husky Trekking oä) und nen Satz Winterräder (inkl Montage) fürs Buzzi. Ich bekommen wahrscheinlich Socken. Oder Körperpflege. Oder die 3te Wolldecke (weil den Weibern immer kalt ist). |
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EiGuscheMa
Inventar |
#1355
erstellt: 08. Dez 2025, 06:59
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Kennt Ihr noch den aus den 60ern -> Oma zur Enkelin: "Ihr jungen Dinger wisst doch schon gar nicht mehr wozu man eine Nadel braucht" Enkelin: "Aber Oma! Für einen Plattenspieler natürlich!" |
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Yamahaphilist
Stammgast |
#1356
erstellt: 08. Dez 2025, 07:00
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Butter, kauft mehr Butter, ist gerade billig. (99Cent) Kaffee und Schokolade sind immer noch überteuert. … Lebenshaltungskosten, Mieten, Tanken, Urlaub…. Da bleibt vielerorts nicht mehr viel im Geldbeutel. Da liegt das Sparen an Unwesentlicheren Dingen (wie HiFi, Musik, ….) nahe. Lassen wir uns überraschen, was so geschenkt wird. Wenn man bei Amazon als Spiegel der Gesellschaft mal schaut, dort steht unter vielen Artikeln oft: >mehr als xy mal verkauft <, interessant die Verkaufszahlen von Denon, Marantz, Yamaha und co. Verdoppelt oder verdreifacht man einfach diese Angaben, dürfte man inetwa die Zahlen für ganz D haben. Dann haben diese Firmen nicht ganz so schlecht abgeschnitten, oder anders herum, es wird noch Geld für Musik ausgegeben. Das lässt hoffen. |
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