Sie sind bereits Community-Mitglied? Dann loggen Sie sich hier ein!

Auto-Login
Passwort vergessen?


Gehe zu Seite: |vorherige| Erste 2 3 4 5 6 7 . 10 . 20 . 30 . 40 .. Letzte |nächste|

BIG Radio's/Ghettoblaster

+A -A
Autor
Beitrag
Mary_1271
Inventar
#51 erstellt: 24. Nov 2007, 02:15

AK74>RetroKidz_Dresden< schrieb:

Back to Topic:
Hat Jemand ersatzteile für nen Sharp GF9000? oder weiß jemand wo ich am besten welche herbekomm?


Hallo

Das kommt darauf an was Du brauchst. Flachbandriemen, Vierkantriemen und Andruckrollen sollten kein Problem sein.

Liebe Grüße
Mary
classic.franky
Inventar
#52 erstellt: 24. Nov 2007, 13:32
ist das ding mit MIC?
DOSORDIE
Inventar
#53 erstellt: 24. Nov 2007, 16:10
Die alten Sharps haben ALLE 2 integrierte Kondensatormikrofone links und rechts über den Lautsprechern, die für Schnellaufnahmen durchaus gute Ergebnisse liefern, durch die meistens vorhandene Handaussteuerung sind sie sogar in der Lage unverzerrte Aufnahmen zu machen. Weiterhin hast du die Möglichkeit zum Anschluss eines externen Mono Mikrofons zum direkten Mischen (Micro Mixing)zu Playbackaufnahmen oder als Durchsageverstärker, wenn man ein gutes Mikrofon benutzt klingt das garnicht übel, diese Buchse befindet sich meist auf der Oberseite oder an der Front. Auf der Rückseite kann man zusätzlich noch ein externes Stereomikrofon oder eben 2 getrennte für links und rechts mit Fernbedienung anschliessen, die hält dann das Band an, für Diktierfunktion etc, diese Mikroeingänge werden nur beim Drücken der Aufnahmetaste geschaltet. Mit der Mischfunktion kann man dann von Radio/Line auf Miro überblenden, Echo ist auch zuschaltbar, ist hier aber sehr billig gelöst, mittels einer Echospirale und klingt dementsprechen plastisch. Ist halt Spielerei, war wohl für die Ghettokids auf der Straße gedacht für Rap Battles oder so.

Weiterhin haben die meisten dieser Geräte einen wirklich ziemlich guten Entzerrer Vorverstärker für Plattenspieler.

Bei europäischen ist der meist fest, zusätzlich gibts dann eine oder 2 DIN Buchsen die dann mit "Amp" und/oder "Dubbing" beschriftet sind, die beinhalten dann Line In und Line Out, sind aber nur wenn das Gerät auf Tape geschaltet wird, während der Aufnahme hörbar, das ist ein bisschen blöd. Wenn man das Gerät als Aux Verstärker benutzen will muss man es dann also auf Aufnahme schalten. Die japanischen/amerikanischen Versionen haben 4 Cinch Buchsen, Line in/Line Out, da gibts dann auf der Rückseite noch einen Schalter wo man Line in dann zusätzlich als Phono schalten kann. Beim GF777 habe ich so einen Schalter und 4 Cinchbuchsen.

Der GF777 hat sogar einen Tapefader, der von Deck A auf Deck B oder umgekehrt überblenden kann. Deck A hat eine zusätzliche Klinkenbuchse zum Anschluss eines Kopfhörers, während Deck B läuft und abspielt kann man Deck A dann über den Monitor abhören und mittels des Titelsuchlaufes den gewünschten Titel zurecht spulen, so kann man dann immer zwischen Deck A und Deck B hin und herfaden und hat immer das richtige Lied am Anfang. Deck B hat keinen Titelsuchlauf und auch keinen Monitor, nur cueing. Man kann das Deck aber auch auf Sequential Play Schalten, dann spielt immer nur ein Deck ab, drückt man beide auf Play Spielt erst das momentan laufende Deck ab, ist die Cassette zu Ende oder wird gestoppt läuft automatisch die im anderen Deck an. Vorteilhaft ist, dass immer nur der Motor des Decks an ist, das auch grad läuft, spart Batterie.

Alle Sharps die ich kenne haben auch Ausgänge an externe Lautpsrecher. Der GF777 hat ja sogar echtes BiAmping, pro Kanal sind dann 2 Lautpsrecherausgänge vorhanden, einer für die Subwoofer und einer für die Full Range Speaker, die Subwooferausgänge geben wirklich nur die tiefen Töne wieder, ich hab mal ganz leise gestellt und nen Kopfhörer reingesteckt, sind Klinkenbuchsen...

Der Anschluss einer externen Antenne ist auch fast immer möglich. Die Geräte, die ich habe, können das, die Tuner haben ganz hervorragende Empfangseigenschaften, nicht nur im UKW Bereich, die übertreffen wirklich nur sehr teure und aufwändige HiFi Tuner, beim Anschluss über Line Out an eine HiFi Anlage hört man sogar, dass sie ziemlich gut klingen.

Der Klang... nun es sind eben doch "nur" Plastikkisten, wenn auch hochwertige und die klingen auch dementsprechend, manche so, manche so, aber schon immer irgendwie nach Plastik. Sie sind NIEMALS mit einer HiFi Anlage zu vergleichen, vielleicht wenn man sie über externe Standboxen betreibt, aber dann stoßen sie leicht an ihre Grenzen, weil Standboxen einfach nicht den Wirkungsgrad der internen Lautsprecher haben, man muss dann schon ziemlich laut drehen, damit man gehobene Zimmerlautstärke erreicht, beim GF777 hab ichs noch nicht probiert. Wenn hier jemand sagt "Das Gerät klingt gut." oder "Sehr gut", oder "Ganz hervorragend.", dann wird damit sicher keiner eine HiFi Anlage vergleichen sondern immer nur andere Radiorecorder.

Ab einem gewissen Zeitpunkt in den 80er Jahren verfügen alle hochwertigeren Radiorecorder über HiFi Qualitäten in den Komponenten, die Verstärker sind aber eben Spannungsbedingt garnicht HiFi fähig. Die Geräte mussten ja über Zink Kohle Batterien einige Stunden laufen und dabei auch noch einigermaßen Lautstärke machen, mit modernen Alkalin Batterien laufen die ewig. Soweit ich weiß schafft ein TELEFUNKEN M1 HiFi Studio das auch einen HiFi Verstärkerteil integriert hat mit Batterien eine gute halbe Stunde, das ist nicht der Sinn der Sache, so viel Geld hat doch keiner. Ich hab das Ding mal gehört, der Klang ist wirklich gut und das Teil kann sich durchaus auch an HiFi Anlagen messen, es würde wohl verlieren, klingt aber nicht nach Plastik.

Der GF777 ist klanglich das Beste an Radiorecordern was bei mir so rumsteht, der Spielt die modernen Plastikkisten eindeutig haushoch an die Wand, bis auf den Boomblaster von JVC der ist vom Sound her besser. Auf Fahrten in den Urlaub oder an schönen Sommertagen bei Freunden im Garten, auf Wiesen und im Park ist er eigentlich immer dabei und ich bin dann immer erstaunt wie gut er klingt, vermisse eigentlich keine Frequenz, der Sound ist voll, klingt nicht matschig, die Höhen könnten etwas intensiver sein, vielleicht tausche ich mal irgendwann die Tweeter. Wenn ich aber nachhause komme und dann die Cassette die vorher im Ghetto Blaster steckte auf meiner Anlage abspiele merke ich wieder, dass der GF eben doch nur eine Plastikkiste ist, zwar eine sehr schöne, aber kein HiFi Anlagen Ersatz, aber darum gehts auch garnicht.

LG, Tobi

@ classic.franky das was da über dem Radiorecorder hängt und ein bisschen aussiet wie das Mikrofon eines CB Funkgerätes aus amerikanischen Filmen ist denke ich ein entweder sehr alter oder sehr billiger Kopfhörer.

@Mary mein GF777 bräuchte dringend neue Andruckrollen (wirklich neue, meine glänzen schon), neue Riemen und die Idler wheels die die Cassette im Playmodus ziehen sind auch abgenutzt, man hört dann immer so hässliche mechanische Geräusche. Spulen und Titelsuchlauf geht aber einwandfrei und die Cassetten leiern auch nicht, es ist eben nur das Geräusch und wenn man Play drückt, die Klappe auflässt und ohne Cassette testet, dann merkt man, dass die vorderen Spindeln nicht mehr besonders gut ziehen. Kannst du mir da weiterhelfen? Neue Tonköpfe wären vielleicht auch nicht schlecht, Deck A klingt schon etwas dumpfer als Deck B. Ich hab stundenlang justiert, aber ein kleiner Unterschied ist immernoch zu hören, ich denke auch das liegt daran, dass Deck A oft im Titelsuchlauf gefahren wurde.


[Beitrag von DOSORDIE am 24. Nov 2007, 16:14 bearbeitet]
AK74>RetroKidz_Dresd...
Stammgast
#54 erstellt: 24. Nov 2007, 19:16
Krasses Ding Tobi

@ classic.franky:

das ist, wie Tobi schon richtig erkannt hat, ein alter Kopfhörer.
Ich fand die Marke extrem Interessant Bassonic!


@Mary:

ich weiß noch nicht genau was ich alles brauche, das Gerät ist nämlich noch unterwegs. Auf jeden Fall brauche ich eine Batteriefachklappe und eine neue Scheibe für die TunerScala...
vllt auch neue Schiebe Regler...usw
man siehe:


[Beitrag von AK74>RetroKidz_Dresden< am 24. Nov 2007, 19:17 bearbeitet]
DOSORDIE
Inventar
#55 erstellt: 24. Nov 2007, 20:10
Man sieht selten ein GF9000 wo noch alles dran ist. Ich sehe schon von hier, dass die beiden Regler unterm Cassettendeck fehlen. Schade, dass der so runtergekommen ist, ist zwar viel Dreck dran, aber vieles wirst du auch einfach nich mehr hinbekommen, aber wenn du ihn billig bekommen hast und er technisch ok ist, dann beneide ich dich trotzdem ;-)

LG, Tobi
AK74>RetroKidz_Dresd...
Stammgast
#56 erstellt: 24. Nov 2007, 20:16
Technisch geht alles noch, muss nur kucken was die Riemen sagen aber Regler krieg ich noch hin, es gab ja mal einen Typen auf S2G der die Regler nachgearbeitet hat
oder ich finde hier jemanden, der mir weiterhelfen kann
Desweiteren sind keine brüche im Gehäuse...außer die Scheibe.
Wenn die Kratzer zu stark sind, wirds an den Stellen neu lackiert. Habe da einen Profi an der Hand, der das für mich übernimmt


[Beitrag von AK74>RetroKidz_Dresden< am 24. Nov 2007, 22:45 bearbeitet]
Mary_1271
Inventar
#57 erstellt: 26. Nov 2007, 04:20

DOSORDIE schrieb:

@Mary mein GF777 bräuchte dringend neue Andruckrollen (wirklich neue, meine glänzen schon), neue Riemen und die Idler wheels die die Cassette im Playmodus ziehen sind auch abgenutzt, man hört dann immer so hässliche mechanische Geräusche. Spulen und Titelsuchlauf geht aber einwandfrei und die Cassetten leiern auch nicht, es ist eben nur das Geräusch und wenn man Play drückt, die Klappe auflässt und ohne Cassette testet, dann merkt man, dass die vorderen Spindeln nicht mehr besonders gut ziehen. Kannst du mir da weiterhelfen? Neue Tonköpfe wären vielleicht auch nicht schlecht, Deck A klingt schon etwas dumpfer als Deck B. Ich hab stundenlang justiert, aber ein kleiner Unterschied ist immernoch zu hören, ich denke auch das liegt daran, dass Deck A oft im Titelsuchlauf gefahren wurde.



Hallo Dosordie

Schöne Homage an den 777er. Klar, die JVC-Boombox hat klar den besseren Baß........sieht aber um Welten häßlicher aus! Der 777er war seiner Zeit voraus bzw. setzte Maßstäbe. Der Telefunken M1 mag zwar sicherlich besser klingen, aber auch der sieht nicht wirklich schön aus.

Zu den Ersatzteilen:

Andruckrollen kann man z.B. hier bei Conrad-Elektronik kaufen. Antriebsrollen-Set, Bestell-Nr. 380075 - 62. Antriebsriemen verschiedener Größen gibt es auch bei Conrad. Bestell-Nr. 349097 - 62. Das sind allerdings nur Vierkantriemen, welche auf keinen Fall den Flachriemen ersetzen können.
Aber auch Flachriemen gibt es noch reichlich. Schau z.B. hier bei Ebay. Für den GF-9191 ist es z.B. ein Flachriemen der Größe 84.8 x 0.60 x 4.00 mm . Dieser Flachriemen sollte auch bei 9090 und 9292 passen. Flachriemen, Vierkant und Rundriemen und diverse andere Ersatzteile gibt es auch bei http://elektro-ersatzteile.eu.
Ausmessen kann man das wiefolgt:

Den alten Riemen auf ein Lineal legen und messen. So hat man den halben Umfang. Jetzt das Maß mal 2 nehmen (voller Umfang). Von dieser Zahl etwa 4% abziehen (der alte Riemen ist ja gedehnt). Diese Zahl jetzt durch "Pi" , also 3,1514 teilen und schon hat man den richtigen Durchmesser. Die Dicke und Breite kann man getrost vom alten Riemen abnehmen (Meßschieber). Jetzt einfach aus der Tabelle den annähernden Riemen entnehmen. Dabei gilt: Falls das errechnete Maß zwischen zwei Größen der zur Auswahl stehenden Riemen liegt, eher den kleineren Durchmesser wählen.

Idler Wheels:

Das ist soeine Sache. Die Sharp's haben ja robuste Zahnradlaufwerke. Idler-Gummiräder gibt es da eher selten. Wenn die Räder beim Spulen oder normalem Abspielen Geräusche machen, kann man probieren das Laufwerk zu zerlegen und vorsichtig die Wellen, auf denen die Räder stecken, leicht zu ölen oder besser mit Vaseline zu "benetzen".

Gummi-Idler und auch Andruckrollen kann man aber auch selbst wieder flottmachen. Man besorge sich feines Sandpapier (400er Körnung....Baumarkt) und kann jetzt die Andruckrolle/Idler aufrauhen. Das kann geschehen, indem man die Andruckrolle in einer Art Bogen über das Sandpapier zieht. Die Rolle sollte sich dabei etwas mitdrehen, damit ein gleichmäßiges Aufrauhen ermöglicht wird. Da ja durch das Aufrauhen eine Schicht Gummi abgetragen wird, kann es sonst passieren, daß die Rolle zu ungleichmäßig aufgerauht wird. Als Folge könnte sich der Gleichlauf geringfügig negativ verändern. Mir ist das allerdings noch nie passiert. Alle auf diese Art "aufgefrischten" Idler und Rollen funktionierten einwandfrei.

Da ja bei Conrad nur Rollen ohne Mechanik verschiedener Größen im Set angeboten werden, wird die Welle der Andruckrolle aus der Mechanik entfernt/gezogen und gewechselt. Der Stift wird wieder vorsichtig "eingeschlagen".

Bei fehlenden Batteriedeckel, zerkratzten Skalenscheiben usw. siehts eher schlecht aus. Da kann ich nicht weiterhelfen. Bei Ton-und Löschköpfen wüßte ich jetzt zwar auch nicht sofort, wo man da noch welche auftreiben kann. Möglich sollten es aber sein. Wenn man die Stromlaufpläne der Geräte hat, könnte man auch nach einem typengleichen Tonkopf Ausschau halten.


ich denke auch das liegt daran, daß Deck A oft im Titelsuchlauf gefahren wurde.


So ist es! Solche Schmankerl wie Musiksuchlauf habe ich selten benutzt......bestenfalls zu Vorführzwecken. Obwohl der Tonkopf beim Suchlauf etwas vom Band abgehoben wird, ist der Verschleiß gegenüber normalen Abspielens ungleich höher.

Liebe Grüße
Mary

Edit: Im Moment kann man bei Ebay Deutschland zwei 777er ersteigern.


[Beitrag von Mary_1271 am 26. Nov 2007, 04:27 bearbeitet]
DOSORDIE
Inventar
#58 erstellt: 26. Nov 2007, 18:46
@mary, danke für deine Tipps, ich werd mich mal drum kümmern. Jeder Sharp hat mehrere Idler Wheels, eins für Vor, eins Für Rücklauf und eins zum Abspielen, alle 3 sind aus Gummi, der Rest besteht ausschliesslich aus Zahnrädern, das stimmt, aber wenn diese 3 Gummis abgenutzt oder purös sind dann hilft auch kein Aufrauhen mehr. Als ich den 777 bekommen habe, habe ich einfach alle Riemen mit Alkohol gereinigt, die Riemen laufen jetzt wieder wunderbar und auch die beiden Idler Wheels die fürs Spulen und den Suchlauf zuständig sind funktionieren wieder, sie waren richtig verdreckt, wahrscheinlich ein Rauchergerät. Das Idler Wheel für die Wiedergabe aber will nich mehr so richtig, es zieht nicht mehr. Ich hatte das auch mal bei einem GF8787, da hab ich einfach Klebeband ums Plastikrädchen gemacht, dadurch hatte dann das Gummi wieder Kontakt, er läuft durch diese "Verdickung" bis heute noch einwandfrei, den richtigen Zug hatte er nicht mehr, weil das Gummi durch die Abnutzung auch nicht mehr richtig auflag, so ist es beim GF777 auch, zur Not würde der Isolierbandtrick also auch funktionieren, ob dann aber diese Geräusche weggehen weiß ich nicht, weil das Gummi ungleichmäßig abgenutzt ist, hatte ich den Eindruck, hörbar stärkere Gleichlaufschwankungen gibts aber dadurch nicht, es ist halt nur störend, wenn man leise damit hört, ein gleichmäßiges Motorengeräusch ist mir da lieber, das klingt gesünder.

Wenn ich die derzeitigen ebay Auktionen sehe, dann ist das ja der Hammer. Bin mal gespannt wieviel die bringen, gegen meinen sehen die zumindest auf den Fotos aus wie neu, meiner wirkt schon betagt. Vielleicht hätte ich etwas warten sollen, ich frage mich wo diese GF777 Flut derzeit herkommt, was Deutschland angeht. Ich ärgere mich etwas, so viel Geld für meinen bezahlt zu haben, wenn die beiden auch wieder für 250 oder 300 Euro weg gehen, dann habe ich eindeutig zu viel bezahlt. Im Sommer wo ich ihn gekauft habe, da sind die GFs in so einem Zustand für weit über 500 Euro weg gegangen, da war ich noch froh, so ein Schnäppchen gemacht zu haben.

LG, Tobi


[Beitrag von DOSORDIE am 26. Nov 2007, 23:14 bearbeitet]
Mary_1271
Inventar
#59 erstellt: 27. Nov 2007, 05:05
Kleiner Nachtrag:

Nach dem Aufrauhen der Gummiräder/Andruckrollen müssen diese gründlich mit reinen Alkohol gereinigt werden. Dazu ambesten ein Wattestäbchen aus der "Babyabteilung" verwenden! Es versteht sich von selbst, daß auch das Transmissionsrad am Motor und die Capstan-Schwungmasse (Lauffläche des Riemens) gründlich mit reinen Alkohol zureinigen sind.




DOSORDIE schrieb:
aber wenn diese 3 Gummis abgenutzt oder purös sind dann hilft auch kein Aufrauhen mehr.


Hallo Dosordie

Wenn wir es nicht schon öfters auf diese Art gemacht hätten, würde ich Dir rechtgeben. Aber.....da bei unserer Methode Idler und Andruckrollen aufzufrischen, mit den feinkörnigen 400er Sandpapier locker ein paar hundertstel Millimeter Gummi "abgetragen" werden, sehen die Gummis nach der Reinigung wieder wie neu aus und funktionieren auch beinahe so.

Eine gewisse Übung muß man natürlich schon haben! Nicht einfach draufzureiben.....sondern im "Kreisbogen" übers Sandpapier ziehen. Das Rad muß sich dabei leicht mitdrehen. Etwa so, als würdest Du mit dem Auto schnell in eine Kurve driften. Das Auto schleudert/driftet, die Reifen drehen sich aber und hinterlassen eine "Spur" auf der Straße. In unseren Fall ist es das Sandpapier. Das funktioniert 100%ig!
Neu ist natürlich neu....keine Frage.



DOSORDIE schrieb:
Als ich den 777 bekommen habe, habe ich einfach alle Riemen mit Alkohol gereinigt, die Riemen laufen jetzt wieder wunderbar und auch die beiden Idler Wheels die fürs Spulen und den Suchlauf zuständig sind funktionieren wieder, sie waren richtig verdreckt, wahrscheinlich ein Rauchergerät.


Wenn die Flachriemen noch etwas Spannung haben und nicht gleich beim Anpusten von der Capstan-Schwungmasse rutschen, können auch diese noch etwas aufgefrischt werden. Wir haben sie einfach mit Pril gereinigt und mit Wasser gründlichst ausgespühlt. Dann einfach den Flachriemen "umkrempeln". Also die Seite, die vorher innen war, ist jetzt außen. Allerdings funktioniert dieser Trick nur mit echten Zweimotorenlaufwerken einigermaßen vernünftig. Bei einen unechten Zweimotorenlaufwerk, also dort, bei dem der zweite Motor nur das Spulen erledigt und der Capstanmotor auch per Idler das Wickeln bei der Wiedergabe übernehmen muß, funktioniert es möglicherweise nicht richtig.

Ist es gar nur ein Einmotorenlaufwerk (GF_9090, 9191, 9292 usw.) klappt das Spulen auch kaum besser als vorher. Aber Flachriemen gibt es ja zum Glück noch in allen möglichen Größen zukaufen.



DOSORDIE schrieb:

Wenn ich die derzeitigen ebay Auktionen sehe, dann ist das ja der Hammer. Bin mal gespannt wieviel die bringen, gegen meinen sehen die zumindest auf den Fotos aus wie neu, meiner wirkt schon betagt. Vielleicht hätte ich etwas warten sollen, ich frage mich wo diese GF777 Flut derzeit herkommt, was Deutschland angeht. Ich ärgere mich etwas, so viel Geld für meinen bezahlt zu haben, wenn die beiden auch wieder für 250 oder 300 Euro weg gehen, dann habe ich eindeutig zu viel bezahlt. Im Sommer wo ich ihn gekauft habe, da sind die GFs in so einem Zustand für weit über 500 Euro weg gegangen, da war ich noch froh, so ein Schnäppchen gemacht zu haben.

LG, Tobi


Ich habe schon Auktionen beobachtet, bei denen ein 777er für 700!!!! Teuronen rausging. Das ist eindeutig zuviel! Bei der jetzigen Auktion steht schon einer bei 278,-€! Und dabei läuft die Auktion noch über 5 Tage!!! Manche lernen das Bieten nie!

Liebe Grüße
Mary
DOSORDIE
Inventar
#60 erstellt: 27. Nov 2007, 16:31
Ich finde das steht in keinem Verhältnis, ob Kult oder nicht Kult, für meine AKAI Bausteine, die ich bei ebay gekauft habe habe ich bezahlt:

Verstärker AM75, sieht aus wie neu: 250 Euro
Tapedeck GX75 sieht auch fast aus wie neu:75 Euro
Tuner AT57 bis auf ein paar Kratzer auf der Oberseite auch neuwertig 40 Euro
und für den CD Player CD57 der von vorne auch aussieht wie neu 50 Euro.

Da komm ich auf 415 Euro, dazu noch 2 nette Magnat Monitor 880 für 79 Euro im Ausverkauf, gut den Technics SL-Q2 habe ich vor Jahren mal geschenkt bekommen und ihm ein neues Grado System gegönnt... aber in welchem Verhältnis stehen diese Komponenten zu einem Ghetto Blaster? Vielleicht wären 200 Euro für den GF777 gerechtfertigt, aber für 400 bekommt man mittlerweile 2 JVC Boomblaster im Laden mit mp3 CD, Ipod Support und 2 Jahren Garantie. Bei einer ebay Auktion kauf ich die Katze im Sack. Ich finde das ne Frechheit. Der GF9797 ist auch mal ne Zeit für 260 Euro weggegangen, dann war Sommerloch und dann gabs ihn auf einmal für 60, den GF8787 hab ich vor Jahren mal für 80 Euro gekauft, im Sommerloch gabs ihn im besseren Zustand als ich habe für 18 Euro. GF9595 hab ich aufm Schrott gefunden, sieht neuwertig aus, das Endstufen IC war kaputt, hab ich für 80 Euro reparieren lassen, weil ich zuhause nicht rausfinden konnte was es war. In letzter Zeit gingen öfter voll funktionsfähige GF9595 bei ebay für 60 bis 80 Euro weg... ne Zeit lang haben die 150 bis 180 Euro gebracht.

GF9191 und GF9292 gabs früher für 70 oder 80 Euro im guten Zustand, jetzt erzielen die Preise jenseits von Gut und Böse.

Als ich angefangen habe mich damit zu beschäftigen kannte ich den GF9292 auch garnicht, mir kam immer nur der braune 9191 entgegen, wenn du nich genau hinguckst denkst du es ist genau das Gleiche. Mittlerweile bin ich so in den GF9292 verliebt, dass ich drüber nachdenke mir trotz GF8787 (den ich schon bei meinen Eltern untergebracht habe, weil ich hier gar keinen Platz hab), GF9595 und GF777 noch einen zu kaufen. Aber es ist halt nich einfach, ran zu kommen und dann auch was Anständiges zu haben. Diese Marktsituation gefällt mir garnicht. Vor ein paar Jahren waren 80 Euro für mich viel Geld, ich war stolz so eine alte Kiste zu haben die funktioniert, das war das Größte für mich, endlich von dem Hitachi 3D Mist Teil weg mit dem ich angefangen hatte, jetzt kann ich 80 Euro mal entbehren und es tut mir nich weh, aber trotzdem finde ich die Preise nicht gerechtfertigt.

LG, Tobi
Mary_1271
Inventar
#61 erstellt: 29. Nov 2007, 05:28
Hallo Dosordie

Hast Du Dir mal diese Auktion des 777er angeschaut! Der liegt im Moment bei 505,-€!!!!!! Allerdings mache ich jede Wette, daß an dieser Auktion etwas "getürkt" ist/wird. Da bietet doch der Verkäufer selbst kräftig mit!!! Und wenn Du mal lachen willst, lese Dir mal die Fragen an den Verkäufer durch. Die sollten wohl lieber erstmal einen Deutschkurs machen!








DOSORDIE schrieb:

...aber in welchem Verhältnis stehen diese Komponenten zu einem Ghetto Blaster? Vielleicht wären 200 Euro für den GF777 gerechtfertigt, aber für 400 bekommt man mittlerweile 2 JVC Boomblaster im Laden mit mp3 CD, Ipod Support und 2 Jahren Garantie. Bei einer ebay Auktion kauf ich die Katze im Sack. Ich finde das ne Frechheit.


Zumindest hat dieses "Ofenrohr" von JVC keinen Kultstatus. Aber Unklar ist es allemal. Für wenig Geld hast Du Dir ja eine schöne Anlage zusammengestellt. Bei Ebay kann man schon Schnäppchen machen, was?



DOSORDIE schrieb:

GF9191 und GF9292 gabs früher für 70 oder 80 Euro im guten Zustand, jetzt erzielen die Preise jenseits von Gut und Böse.


Wir hatten für unseren GF9191 auch einen "Hunni" bezahlt. Der Verkäufer schrieb damals, daß das Gerät im guten, beinahe neuwertigen Zustand ist! Naja, dann kam die Kiste. Kratzer und Abnutzungen hatte der 91er tatsächlich kaum. Trotzdem war er verdreckt. In jeder Ritze war der Siff!! Einige Schalter (Loudness, Mono-Stero-Wide, ) funktionierten nicht mehr richtig. Das Cassettenteil leierte. Das Spulen ging auch nicht richtig....Aufnahme? Fehlanzeige! Die Schieberegler für Lautstärke, Höhen und Tiefen funktionierte aber einwandfrei. Der UKW-Empfang war zwar in Ordnung....die Antennen waren aber nicht original.....zu kurz. Es gab also einiges zutun.

Mein Mann und ich haben die Kiste total zerlegt. Das Gehäuse wurde einer gründlichen Reinigung unterzogen. Sämtliche Laufwerksteile wurden ebenfalls gereinigt. Wir haben einen neuen Flachriemen, Andruckrolle und passende Antennen erneuert. Sämtliche Schalter wurden per Kontaktspray in mehreren Stufen gereinigt. Der Recorder läuft jetzt wieder wie neu. Er sieht auch fast so aus. Der UKW-Empfang ist wie gesagt gut. Auf Kurzwelle bekleckert er sich aber nicht mit Ruhm. Die geht trotz eingebauter Ferritantenne nur mit ausgezogenen Teleskopantennen einigermaßen. Da wir noch einen Sanyo M4500KE mit Kurzwelle haben, ist es kein Vergleich. Beim Sanyo ist die Kurzwelle sagenhaft stark. Wir vermuten einen Defekt. Kurzwelle ist zwar nicht so wichtig, trotzdem würde mich mal interessieren, wie bei Deinen Sharps die Kurz-Mittel-und Langwelle funktionieren.?




DOSORDIE schrieb:
Mittlerweile bin ich so in den GF9292 verliebt, dass ich drüber nachdenke mir trotz GF8787 (den ich schon bei meinen Eltern untergebracht habe, weil ich hier gar keinen Platz hab), GF9595 und GF777 noch einen zu kaufen.



Naja, der 92er ist beinahe wie der 91er, nur das der keinen analogen VU-Meter mehr hat, der 92er hat LEDs. Die Chromringe der großen Lautsprecher haben eine etwas andere Form....sieht besser aus als beim 91er. Auch die Hochtöner haben jetzt massive Chromringe. Sollte ich mal einen 92er superbillig ergattern, (kann ja ruhig defekt sein, Hauptsache die Front ist in Ordnung), könnte man da einfach die 92er Front mit der 91er tauschen. So gäbe es denn einen 92er mit analogen VU-Metern!


Ich bin gespannt, wie die 777er Auktionen enden.

Liebe Grüße
Mary
DOSORDIE
Inventar
#62 erstellt: 29. Nov 2007, 19:28
Aber alleine die 92er Optik is viel cooler, weil die Skala silber ist, wenn man die durch die vom 91er tauscht, dann ist sie ja schwarz und schon nicht mehr so schön...

Die Kurzwelle ist selbst beim GF8787 großartig, auch der UKW Empfang ist absolut spitze, sogar besser als bei meinem TELEFUNKEN Bajazzo TS, der GF777 übertrifft das nochmal um Einiges. Der GF9595 hat nur Mittelwelle und Langwelle, aber durch PLL sind naürlich auch dort beide sehr stark.

Der GF777 ist auf allen Bereichen der beste Empfänger, den ich habe. Übrigens funktioniert KW garnicht mit Ferrit, sondern jeweils ebenso wie UKW über die eingebauten Teleskopantennen, nur wenn man beide voll auszieht hat man den vollen KW Empfang, durch die Möglichkeit die Antennen zu drehen sind sie auch ideale Filter, wenn sich die Sender überlagern, das geht mit Ferritantenne nicht, das ist bei Kurzwelle alles noch viel schwieriger. Ich habe keinen Weltempfänger, also keinen Vergleich dazu, wie gut - verglichen mit einem guten Kurzwellenempfänger - der 777 noch arbeitet. Wenn man die Antennen nicht auszieht ist der Empfang aber schlecht. Ich habe das auch beim GF9595 bemerkt, die einfacheren Geräte funktionieren alle ohne die Antenne rauszuziehen, die meisten behaupten dann, das sei eine gute Eigenschaft, weil der Empfang ja ohne Antenne so gut ist, aber das stimmt nicht.

Die besseren Geräte sind abgeschirmt, je besser sie abgeschirmt sind umso schlechter ist der Empfang bei nicht ausgezogener Antenne, das hat aber überhaupt keine Aussage über die Qualität des Tuners, im Gegenteil es ist sogar besser, wenn er gut abgeschirmt ist, alleine wegen der Möglichkeit eine externe Antenne anzuschliessen, wir die durch Signale im Raum oder durch die interne Antenne gestört ist der Empfang ja insgesamt direkt schlechter.

Ich finde den AM Bereich aber nicht notwendig. Der Klang ist einfach zu schlecht um damit anständig über mehrere Stunden Radio zu hören. An der Arbeit wünsche ich mir die Sendervielfalt des AM Bereiches um die holländischen Rocksender zu hören, aber im Endeffekt sind die genau so schlimm wie unsere Oldiesender. Richtige Alternativen gibts nicht und ansonsten sind da ja auch nur so Weltweitprogramme von irgendwelchen öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten. Es is zwar nett, wenn man irgendwo in der Botanik Radio Russland empfängt, aber einen Nutzen hab ich da nich wirklich von, erstens kann ich kein russisch, zweitens finde ich die Programme uninteressant und dann eben noch die schlechte Klangqualität, dieser altbekannte Flanging Effekt... man kann manchmal alle paar Sekunden die Antennen neu ausrichten, das macht mich grantig.

Wichtig ist finde ich, dass UKW geht. Man muss auch bedenken, dass der AM Bereich seit Beginn der 80er Jahre insgesamt nur selten genutzt wurde, bei vielen Radios ist er kaputt, weil er einfach keine Beachtung gefunden hat. Scheiße finde ich, dass sowieso alle bis jetzt gebauten Empfangsteile in ein paar Jahren hinfällig sind und wir unsere Radiorecorder und Röhrenradios dann nur noch für Cassettenbetrieb und den Anschluss einer externen Quelle nutzen können. Ich höre aber sowieso selten Radio, weil hier in Kassel sowas wie RADIO EINS nicht existiert, ich zwar alte Musik mag, aber nicht wenn es jeden Tag die gleiche ist und ich die Schlagerberieselung von mdr1 Radio Sachsen Anhalt (was immer mein Geheimsender ist - den man hier wunderbar durch Überreichweiten empfangen kann - weil die Musikmischung da bis auf den modernen Drecksschlager und die volkstümlichen Auswüchse manchmal ziemlich genial ist und man auch ab und an mal den ein oder anderen Osttitel hört) auch nicht immer ertrage.

Wir bekommen hier viele Nachbarsender, ich habe den GF777 im Sommer mal mit an einen See genommen und Sonntag abend um 8 kamen die Songs an einem Sommerabend auf WDR5, mit einem schlechten Radio wäre man da verloren gewesen, aber der GF777 konnte den Sender ziemlich stark und störungsfrei empfangen, allerdings war Stereo etwas rauschig. Es war eine tolle Atmosphäre, Reinhard Mey und seinen Liedermacherkollegen am See zuzuhören, ich glaube ich mach das nächstes Jahr wieder. Für solche Spontanaktionen ist ein guter Tuner eine tolle Sache nur was nützt einem schon die Gewissheit einen zu besitzen, wenn das Band abgeschaltet wurde? Ich hoffe es gibt analoges UKW noch länger als vorrausgesagt wird.

Wir leben in einer merkwürdigen Zeit, die DVD ist jetzt auch schon wieder 10 Jahre alt, alles wird ständig abgelöst, die Medien mit denen wir groß geworden sind, sind längst nicht mehr aktuell, Leute, die mich nicht kennen und das Wort Cassette hören lachen meistens beherzt, denken als erstes an Bandsalat, lautes Rauschen, Leiern und dumpfen Sound, machen sich dann lustig "Ich hab noch irgendwo ein paar Bibi Blocksberg Cassetten, warum nimmste denn keinen mp3 Player, is doch viel einfacher und besser und überhaupt..." und dann ist mir klar, dass sie eigentlich wirklich schon tot ist und in den Kaufhäusern nur noch die letzten Überbleibsel einer langen Produktionszeit verweilen. Es ist wirklich traurig, ich glaube das einzige Medium, das ebenfalls 40 Jahre erreichen könnte ist die CD, weil sie den Leuten bis heute noch ausreicht und sicher das populärste Medium neben dem direkten Festspeicher für mp3s und Fotos ist. Ich hoffe zukünftige Geräte für Formate in Form einer Silberscheibe bleiben abwärtskompatibel. Komisch ist aber auch, dass in meiner Kindheit die CD die Schallplatte bereits vollkommen verdrängt hatte, es 1991 nur noch bestimmte Alben auf LP zu kaufen gab, aber schon gar keine Sampler mehr, aber wir und die meisten in unserem Bekanntenkreis noch gar keinen CD Player hatten.

Erst 1993 gab es bei uns den ersten CD Player. Davor nur Cassetten und Schallplatten. In den 90er Jahren war die Schallplatte so altbacken und rar, dass ich sie eigentlich nur durch die Plattensammlung meiner Eltern kannte. Plötzlich ist es wieder selbstverständlich, dass mainstreambehaftete Leute in den Plattenladen gehen und sich eine Joe Cocker Platte kaufen. Selbst im Mediamarkt oder im Saturn gibts Vinyl. Es ist wirklich eigenartig. Irgendwie Schitzophren.

Die Auktion ist wirklich strange, vor allem weil nicht nur die Leute, die mitbieten total sinnfreie Fragen stellen sondern auch der Besitzer absoluter Analphabet zu sein scheint oder gerade der... vielleicht hat er ja 5 Tage vor Auktionsende schon Schiss bekommen, dass sein geliebter Ghetto Blaster nicht den Wert erzielt, den er sich vorgestellt hat.

LG, Tobi
AK74>RetroKidz_Dresd...
Stammgast
#63 erstellt: 29. Nov 2007, 19:44

DOSORDIE schrieb:


Die Auktion ist wirklich strange, vor allem weil nicht nur die Leute, die mitbieten total sinnfreie Fragen stellen sondern auch der Besitzer absoluter Analphabet zu sein scheint oder gerade der... vielleicht hat er ja 5 Tage vor Auktionsende schon Schiss bekommen, dass sein geliebter Ghetto Blaster nicht den Wert erzielt, den er sich vorgestellt hat.



Ich bin der, der angefragt hat wegen Sofortkauf für 200 Euro.
Kann ja sein, das man vllt mal Glück hat
Weil 400-500 oder mehr sind nicht mehr normal
DOSORDIE
Inventar
#64 erstellt: 29. Nov 2007, 20:38
Nun wie gesagt, 350 bis 400 Euro ist der Durchschnittswert für diese Kisten. Du musst auf die mit der grauen Skala achten, die sind deutlich billiger, aber unter 250 is da nix zu machen.

LG, Tobi
AK74>RetroKidz_Dresd...
Stammgast
#65 erstellt: 29. Nov 2007, 21:33

DOSORDIE schrieb:
aber unter 250 is da nix zu machen

ich weiß, genau deswegen ist ebay für den 777 kein geeigneter ort zum kaufen jedenfalls
ich hoffe ja auf S2G
DOSORDIE
Inventar
#66 erstellt: 29. Nov 2007, 22:01
Wenn du so einen armen Wurm wie deinen GF9000 haben willst, für den du wahrscheinlich niemals ein Skalenglas findest und auch keine Ersatzregler, dann kriegst du vielleicht irgendwo einen für 150, ansonsten bleibt dir nichts anderes als ordentlich Kohle hinzulegen.

Woah Kinners ich hab grad einen Sony Walkman 7 für 25 Euro Sofortkauf inklusive Versand bei ebay geschossen. Göttlich das Gerät... wenn es funktioniert zumindest.

LG, Tobi
AK74>RetroKidz_Dresd...
Stammgast
#67 erstellt: 29. Nov 2007, 23:57

DOSORDIE schrieb:
Wenn du so einen armen Wurm wie deinen GF9000 haben willst, für den du wahrscheinlich niemals ein Skalenglas findest und auch keine Ersatzregler, dann kriegst du vielleicht irgendwo einen für 150, ansonsten bleibt dir nichts anderes als ordentlich Kohle hinzulegen.


stimmt net...gibt noch Sammler in Hong Kong...und wie man weiß gibts die 777er in China massenweise.
Mal gucken, hab einen der noch 3 Stück von 777 zu verkaufen hat.
Da kann ich bestimmt was raushandeln
DOSORDIE
Inventar
#68 erstellt: 30. Nov 2007, 08:44
Da bezahlst du aber auch 150 oder 200 Dollar Versand, es dauert bis zu 3 Monaten bis das Ding hier ankommt und du weißt nicht, ob es dann unbeschadet ist. Die Aktion ist Risikoreich, du kaufst die Katze im Sack, nicht weil der Anbieter dich übers Ohr hauen will sondern weil so ein Package über so viele KM auch ganz gern mal damaged wird und dann kannstes haken, würd ich nich machen, womöglich musste dann auch noch Zoll bezahlen und bist billiger dran, wenn du hier in Deutschland irgendwo einen für 350 oder 400 Euro kaufst. Wenns dich nich stört nimm doch einen mit grauer Skala, der is dann billiger, aber halt nicht so schön.

LG, Tobi
AK74>RetroKidz_Dresd...
Stammgast
#69 erstellt: 30. Nov 2007, 22:53

DOSORDIE schrieb:
Da bezahlst du aber auch 150 oder 200 Dollar Versand, es dauert bis zu 3 Monaten bis das Ding hier ankommt und du weißt nicht, ob es dann unbeschadet ist. Die Aktion ist Risikoreich, du kaufst die Katze im Sack, nicht weil der Anbieter dich übers Ohr hauen will sondern weil so ein Package über so viele KM auch ganz gern mal damaged wird und dann kannstes haken, würd ich nich machen, womöglich musste dann auch noch Zoll bezahlen und bist billiger dran, wenn du hier in Deutschland irgendwo einen für 350 oder 400 Euro kaufst. Wenns dich nich stört nimm doch einen mit grauer Skala, der is dann billiger, aber halt nicht so schön.

LG, Tobi


$350(240€) inklusive Versand und dazu top Zustand(man siehe hier):





Problem ist wirklich, das man nie weiß ob das gut geht...da hast du recht...aber wenn man den Verkäufer sagt das er das Gerät so sicher wie möglcih verpackt ist schon ein hohes Risiko genommen.
classic.franky
Inventar
#70 erstellt: 01. Dez 2007, 02:27

DOSORDIE schrieb:
Da bezahlst du aber auch 150 oder 200 Dollar Versand, es dauert bis zu 3 Monaten bis...

aber nicht bei dem preis
AK74>RetroKidz_Dresd...
Stammgast
#71 erstellt: 01. Dez 2007, 03:07

classic.franky schrieb:

DOSORDIE schrieb:
Da bezahlst du aber auch 150 oder 200 Dollar Versand, es dauert bis zu 3 Monaten bis...

aber nicht bei dem preis


versand aus china kostet per schiff 65USD und per Flugzeug 90USD....die verkäufer bei ebay wollen beim versand nochmal extra abkassieren
DOSORDIE
Inventar
#72 erstellt: 01. Dez 2007, 05:31
Wenn sie mal richtig gucken hat der ne Delle... am Skalenglas is ne Biegung im Plastik, sieht sonst wirklich toll aus, aber ob das reperabel oder eine Verformung durch Hitze ist kann man so ja nun leider nicht feststellen. Ich würds ungern rausbekommen.

LG, Tobi
Mary_1271
Inventar
#73 erstellt: 01. Dez 2007, 20:43
Hallo Dosordie

Danke für die Info zur Kurzwelle. Ohne ausgezogene Antennen ist diese nicht zugebrauchen, mit ausgezogenen Antennen ist es aber auch nicht berauschend. Als Weltempfänger ist unser 91er untauglich......aber egal.





DOSORDIE schrieb:


Ich finde den AM Bereich aber nicht notwendig. Der Klang ist einfach zu schlecht um damit anständig über mehrere Stunden Radio zu hören. An der Arbeit wünsche ich mir die Sendervielfalt des AM Bereiches um die holländischen Rocksender zu hören, aber im Endeffekt sind die genau so schlimm wie unsere Oldiesender. Richtige Alternativen gibts nicht und ansonsten sind da ja auch nur so Weltweitprogramme von irgendwelchen öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten. Es is zwar nett, wenn man irgendwo in der Botanik Radio Russland empfängt, aber einen Nutzen hab ich da nich wirklich von, erstens kann ich kein russisch, zweitens finde ich die Programme uninteressant und dann eben noch die schlechte Klangqualität, dieser altbekannte Flanging Effekt... man kann manchmal alle paar Sekunden die Antennen neu ausrichten, das macht mich grantig.



Na gut, für mich waren im AM-Bereich in den 80er Jahren hauptsächlich zwei Frequenzen interessant. Das war zum einen die Kurzwelle 49,26m = 6090khz , und die Mittelwelle 208m = 1440khz. Es waren zwei der vier fröhlichen Wellen von Radio Luxemburg. Das waren noch Zeiten! Abends auf Mittelwelle das englische Programm von Radio Luxemburg war absolutes Muß! Seit etwa meinem 5. Lebensjahr höre ich Radio. Mit acht Jahren, das war 1979, bekam ich von meinen Eltern ein kleines Russenradio mit Mittel-und Kurzwelle geschenkt. Der Kurzwellenempfang war beachtlich. Radio Luxemburg wurde gut empfangen. Es hatte nur eine Ferritantanne. Durch Drehen des Radios konnten auch störende Sender selektiert werden. Es gibt also auch eine Richtwirkung mit Ferrit.

Klar, das ewige Senderschwinden und 5khz-Pfeifen war manchmal belastend, aber Alternativen gab es ja nur auf UKW mit UKW-Antenne. Da auf 6085khz ebenfalls ein starker Sender sendete, mußten die KW-Radios insachen Trennschärfe Höchstleistungen vollbringen. Kurzwellenempfang ist recht aufwendig. Deswegen wurde er später auch oftmals weggelassen (GF9595/9797). Ich glaube, Radio Luxemburg war in der Ostzone der meistgehörteste Sender. Er konnte ja auf Kurzwelle auch im "Tal der Ahnungslosen" (Raum Dresden) empfangen werden.

1982 kaufte sich mein Papa einen der ersten Stereoradio-Cassettenrecorder der DDR, den SKR_500. Das Gerät war sehr gut. Wenn die Zone etwas gebaut hat, dann richtig......meistens. Und das Gerät hatte Kurzwelle, die natürlich selbst mit der eingebauten Ferritantenne hervorragend funktionierte. Eine absolute Besonderheit für die damalige Zeit hatte es für die Kurzwelle auch zubieten. Der SKR_500 hat eine 5khz-Sperre. Damit wurde das typische Kurzwellenpfeifen von zwei nebeneinanderliegenden Sendern wirkungsvoll unterdrückt. Radio Luxemburg ohne "Pfeifen" hören......eine Sensation. Sooft es ging, hörte ich nur noch über Papas Recorder Radio Luxemburg.

Da das Gerät aber an eine UKW-Antenne angeschlossen war, hatte ich damals auch schnell gemerkt, daß es auf UKW auch gute Westsender zu empfangen gab (z.B.Bayern_3 und RIAS). Da hatte dann die Kurzwelle ziemlich schnell abgegessen. Trotzdem........wenn ich an einem 80er Jahre Recorder die Mittel-oder Kurzwelle durchsuche........da kommen Erinnerungen auf. Da schwelge ich völlig in "Nostagie".!

Den (alten) SKR_500 habe ich dann 1986 zur Jugendweihe geschenkt bekommen. Mein Vater hatte sich derweil auf einen Westrecorder gefreut. Denn haben unsere Westverwandten mitgebracht. Es war ein Toshiba RT-7025 mit abnehmbaren Boxen und Dreiband-Equalizer. Die Kiste war aber absolut kein Vergleich zum SKR_500. Mein Vater war sichtlich enttäuscht, als er die Kiste getestet hat. Und ich......ich habe innerlich hämisch gelacht! Jetzt hatte ich ja den SKR_500......und wegnehmen konnte er mir diesen ja nicht wieder.

Der SKR_500 hatte auch eine Stereo-Basisbreitenreglung (Stereo-Wide). Diese funktionierte im Gegensatz zu denen, wie sie z.B. bei Sharp und Sanyo eingebaut sind, wesentlich besser. Schalte ich z.B. beim 91er auf "Wide", kann es bei einigen Titeln vorkommen, daß der Sänger deutlich leiser zu hören ist, oder wie aus einem Keller heraus singt. Das hatte "RFT" besser gelöst.





DOSORDIE schrieb:

Scheiße finde ich, daß sowieso alle bis jetzt gebauten Empfangsteile in ein paar Jahren hinfällig sind und wir unsere Radiorecorder und Röhrenradios dann nur noch für Cassettenbetrieb und den Anschluss einer externen Quelle nutzen können. Ich höre aber sowieso selten Radio, weil hier in Kassel sowas wie RADIO EINS nicht existiert, ich zwar alte Musik mag, aber nicht wenn es jeden Tag die gleiche ist und ich die Schlagerberieselung von mdr1 Radio Sachsen Anhalt (was immer mein Geheimsender ist - den man hier wunderbar durch Überreichweiten empfangen kann - weil die Musikmischung da bis auf den modernen Drecksschlager und die volkstümlichen Auswüchse manchmal ziemlich genial ist und man auch ab und an mal den ein oder anderen Osttitel hört) auch nicht immer ertrage.


UKW dürfte uns mindestens noch bis 2015 erhalten bleiben. Und wenn dann nur die Öffentlich-Rechtlichen ihr Programm einstellen, was oftmals keinen wirklichen Verlust bedeuten würde, möchte ich wetten, daß die Privaten länger auf UKW senden werden. Oder es wird Platz für gute "Piratensender"!!!

MDR_1 ist eigentlich ein Rentnersender! Den meide ich wie der Teufel das Weihwasser! Nichts gegen einen alten Schlager, aber der Schlagermist von heute..... da hast Du recht. Das kann man sich nicht antun. Bei uns wird oft "Sunshine Live" (Rave, Dance, Techno) über Schüssel gehört. Allerdings hat dieser Sender auch extrem nachgelassen. Der Müll dort ist manchmal nicht zu ertragen. Man wird ja (warscheinlich) auch älter. Wenn ich Dir einen recht guten Sender empfehlen darf, welcher wirklich ein gutes Programm für die unter Hundertjährigen macht und den wir selbst gern hören...... Bremen eins. Der ist z.B. via ADR (Astra Digital Radio) zu empfangen. Per ADR wird auch Titel und Interpret auf dem Display unserer "Volksbox" angezeigt. Per DVB ist er aber auch zu empfangen. Da wir auch öfter in der "Lüneburger Heide" (Schneverdingen) Urlaub machen, hatten wir damals dort diesen Sender auf unseren Recorder entdeckt.




DOSORDIE schrieb:


Wir leben in einer merkwürdigen Zeit, die DVD ist jetzt auch schon wieder 10 Jahre alt, alles wird ständig abgelöst, die Medien mit denen wir groß geworden sind, sind längst nicht mehr aktuell, Leute, die mich nicht kennen und das Wort Cassette hören lachen meistens beherzt, denken als erstes an Bandsalat, lautes Rauschen, Leiern und dumpfen Sound, machen sich dann lustig


Wir haben ja der analogen Kompakt-Cassette eigentlich auch schon ewig abgeschworen. CD ist ja so......viel bequemer. Aber der Kenner/ die Kennerin weiß, daß es sehr wohl hervorragende Cassettendecks gab, die beinahe CD-Qualität erreichten. Die hatten Gleichlaufschwankungen im nichthörbaren Bereich. Es war eine schöne Zeit.



DOSORDIE schrieb:

Komisch ist aber auch, dass in meiner Kindheit die CD die Schallplatte bereits vollkommen verdrängt hatte, es 1991 nur noch bestimmte Alben auf LP zu kaufen gab, aber schon gar keine Sampler mehr, aber wir und die meisten in unserem Bekanntenkreis noch gar keinen CD Player hatten.

Erst 1993 gab es bei uns den ersten CD Player. Davor nur Cassetten und Schallplatten. In den 90er Jahren war die Schallplatte so altbacken und rar, dass ich sie eigentlich nur durch die Plattensammlung meiner Eltern kannte. Plötzlich ist es wieder selbstverständlich, dass mainstreambehaftete Leute in den Plattenladen gehen und sich eine Joe Cocker Platte kaufen. Selbst im Mediamarkt oder im Saturn gibts Vinyl. Es ist wirklich eigenartig. Irgendwie Schitzophren.


Das stimmt! Bei Thema Schallplatte fällt mir immer nur Knistern, Rausch und Rumpelgeräusch ein. Wie kann man sich heutzutage sowas noch antun? Da kann man ja auch wieder Kurzwelle hören, was? Na gut, etwas besser ist Vinyl schon. Obwohl technisch völlig unmöglich haben sich wahrscheinlich auch viele Leute das Märchen vom besseren Klang der Schallplatte einreden lassen! Und es wird auch noch viele Ewiggestrige geben, die auf ihre Knack...ähhh Schallplatte schwören.
Wie gesagt, daß ein gutes Cassettendeck ordentlich klingt, steht außer Frage. Es wäre aber genauso vermessen zu behaupten: Cassette ist besser als CD! Cassetten unterliegen einem mehr oder weniger starken Verschleiß. Tonhöhenschwankungen gibt es bei einer CD nicht. Trotzdem lege ich ab und zu eine Cassette in den Recorder..........Erinnerungen!!!!


Liebe Grüße
Mary


Aus China würde ich niemals ein Ebay-Gerät kaufen. Wenn dann nämlich nur ein Haufen Schrott ankommt, wird man kaum etwas machen können. Der lacht sich gelb in seinen China. Dann lieber etwas warten und hier in Deutschland einen 777er ersteigern. Aber nicht für über 500,-€
DOSORDIE
Inventar
#74 erstellt: 02. Dez 2007, 06:35
Naja Vinyl mit der Kurzwelle zu vergleichen ist aber auch blöd. Es gibt schon High End Pressungen, die dann auch so klingen und der CD wirklich sehr nahe kommen. Erstaunlich, dass so ein primitves Medium so gut klingt. Und in der Tat, die Platte klingt manchmal besser, als die CD, aber das liegt einfach am Mastering. Aufgrund der Begrenzungen denen man eben in der Analogtechnik unterliegt sind viele Schallplatten anders abgemischt als die CD und klingen wesentlich angenehmer. Mit einem guten System ist das Rauschen und Knistern bei einer guten Pressung doch sehr gering.

Eine CD hat über 32.000 Pegelstufen, ein Tonband nur etwas über 1000. Studioaufnahmen wurden aber früher auf analogen Tonbändern getätigt, wenn man sich die Remasters anhört oder eine gut erhaltene Schallplatte aus dem audiophilen Sektor, weiß man, dass das völlig ausreicht. Durch den warmen Charakter alter Jazz Platten beispielsweise ist auch bewiesen, dass diese manchmal viel viel schöner klingen als eine moderne CD mit dem Remaster der selben Aufnahme, das ist natürlich oft auch Geschmacksache, ich würde niemals behaupten, dass die Analogtechnik der digitalen überlegen ist, vor allem nicht mit solch einfachen Mitteln.

Ich bin nur immer wieder baff darüber, dass ein Walkman DC2, DD, D6C, Walkman 7 oder sonst irgendwas "Teureres" aus dieser Zeit wesentlich besser klingt als ein Ipod oder irgendein anderer mp3 Player. Aber das ist ja auch kein wunder, es ist ja schon irre, dass so ein Gerät mit einem 3,6 Volt Akku 80 oder 160 GB mit hochauflösendem Videodisplay und mp3 Wiedergabe in einem Format das kleiner ist als der kleinste Walkman bewerkstelligen kann, die Endstufe vom neuen Ipod Classic soll vollständig linear sein. Problem ist die Ausgangsleistung. In audiophilen High End Zeitschriften werden öfter mal alte Walkmans getestet und gewinnen gegen Ipod und Co haushoch, einfach weil sie bessere Endstufen haben.

Ich werde für meine 80er Jahre Walkmans teilweise verspottet, weiß aber dass sie einfach besser klingen als ein Walkmanhandy, natürlich sind das auch nur spezifische Typen und sicher ist ein billiger mp3 Player einem günstigen Walkman haushoch überlegen, aber Consumerprodukte für den High End Bereich gibt es scheinbar nicht mehr. Ein Ipod der mit Sony Walkman DC2 oder D6C vergleichbar ist existiert nicht, wahrscheinlich werde ich die nächsten 10 Jahre vergeblich danach suchen und dann immernoch aus Verzweifelung Cassetten aufnehmen weil einfach nichts portables vergleichbar gut klingt und vor allem auch so laut geht wie ein alter Walkman. übrigens auch der völlig unmögliche Sony PS-F9 Flamingo klingt großartig, es sei denn die Platte ist nicht mittig zentriert oder unterschiedlich schwer, man mag es kaum glauben.

Schade finde ich an dieser Consumergeschichte, dass sich auch das Verhalten des Musikhörens ändert, eine Schallplatte kann man nicht so einfach durchskippen wie eine CD oder mp3s, die Liebe fehlt. Ich nehme meine Mixtapes einzeln auf, jedes Lied getrennt, es wird neu eingepegelt und so weiter, wenns mir nicht gefällt spule ich zum Ende des letzten Tracks zurück, eine mp3 CD wird durchgeskippt. Wenn sie alt ist kommt sie in den Müll. So ist es mit Cassetten nicht, die sind wie Fotoalben für mich, jede einzelne liebe ich und jede hat auch eine Bedeutung, mit CDs geht das nicht, allein schon weil sie in 3 Minuten gebrannt ist, da fehlt die Liebe.

LG, Tobi
AK74>RetroKidz_Dresd...
Stammgast
#75 erstellt: 02. Dez 2007, 14:32
Wir danken dir für diese Darstellung

Man wünsch sich die alten liebevollen Zeiten wieder, wo zwar nicht alles besser war als heute aber es war mit sehr viel Arbeit verbunden umso mehr erinnert sich man daran wieviel Bemühungen man reingesteckt hat. Und dann haben wir es gern getan
...Ohhh man, ich hab hier noch einige 10Jahre alte Tapes rumliegen, qualität kann man vergessen aber die Erinnerungen bleiben.

schöne Zeit
hifibrötchen
Inventar
#76 erstellt: 02. Dez 2007, 15:00
Walkmänner machen süchtig
meine kleine Sammlung
AK74>RetroKidz_Dresd...
Stammgast
#77 erstellt: 02. Dez 2007, 16:26
Yeah, der Walkman mit 2 fächern

Der is sowas von kultig...*auch haben will*
Da hast du bestimmt viel Geld gelegt
DOSORDIE
Inventar
#78 erstellt: 02. Dez 2007, 17:12
Oha nit schlecht. Ich mag eigentlich am meisten die alten DDs ausser DD9, am liebsten davon DC2, Walkman 7 und dann kommt noch TPS-L2 und Walkman 3 aber die klingen nich so gut. Am Besten klingt natürlich der D6C, mit dem bin heut nacht um 4 besoffen Nach hause gelaufen, nachdem ich mit meiner Freundin Schluss gemacht habe. Ich konnte die übertriebene melancholische Schönheit dieser Kirsty Mac Coll Cassette und den Harmonizer Weichspüleffekt in ihrem mehrstimmigen Gesang nicht ertragen obwohl ich auf sowas eigentlich voll abfahre und hab sie irgendwann ausgemacht, aber der Sound war wirklich gigantisch und vor allem auch wahnsinnig laut.

I don't want to change the world, I'm not looking for New England, are you looking for another girl... Mit Abstand ihr schönster Song, besser als Billy Braggs Fassung, schade, dass sie tot ist.

Ich dachte immer der SKR 500 is quasi 2 R4100 in einem, ich habe einen silbernen R4100 und einen grauen KR450, das Empfangsteil ist nun wirklich nicht sehr berauschend, für die Ortssender reichts, alles was weiter weg ist macht er nicht mit, meinen Opasender krieg ich damit nur total verrauscht drauf. Ich weiß aber, dass man das Empfangsteil anders abstimmen kann und der Empfang dann sicher genauso gut ist wie bei den Japanern oder westdeutschen Radios. Im Bad benutze ich einen SKR 700, viele loben diesen Recorder in den Himmel, für seine Größe klingt er sicher nicht schlecht, aber es ist unmöglich den Pegel fürs Cassettendeck anders abzustimmen, die eingebauten Lautsprecher fangen leicht an zu kotzen und ich bin mir sicher, dass man sie sogar zerschiessen kann, wenn man sie zu lange auf hohen Lautstärken laufen lässt, auch die Klangwaage kann diesem Effekt nicht stark genug entgegenwirken. Ich habe 2 Lautsprecherkabel rausgelegt, und verwende halb ausgeschlachtete Dualboxen als Subwoofer, an den Weichen habe ich an die Hoch/Mitteltonanschlüsse Kabel zurück ins Gerät gelegt und daran die internen SKR 700 Lautsprecher angeschlossen, nun kann man ihn bis hinten hin aufdrehen ohne dass er zerrt oder die Lautsprecher kotzen, der Sound ist sehr gut für ein so kleines Gerät, sehr stabil, allerdings ist die Gleichrichtung nicht gut, ich habe ein brummen auf den Lautsprechern, vielleicht ist aber auch einfach nur was kaputt weil er so lange stand. Die automatische Aufnahmeaussteuerung steuert immer zu hoch aus, selbst bei ORWO Cassetten trotz der geringen Sättigung ist die Aufnahme dann immer verzerrt, der R4100 liefert im Gegensatz dazu mit DDR Bändern ganz hervorragende Ergebnisse, die Aufnahme ist dann tatsächlich so, wie das was grad im Radio lief, zumindest wenn man sie direkt im R4100 abspielt, wenn das Cassettendeck einwandfrei funktioniert ist es ein hübscher Recorder fürs Kinderzimmer oder die Küche, klingt ja auch nicht schlecht.

Erst fand ich den SKR 550 am Schönsten, aber irgendwie langweilt er mich. Der SKR 501 ist schon ziemlich interessant, irgendwie pottenhässlich, aber irgendwie auch abgefahren, es kribbelt mir immer mehr in den Fingern einen zu besitzen. Was hat er für eine Leistungsaufnahme, wie viele Batterien kommen da rein? Ist er ähnlich laut wie die japanischen und Leistungsmäßig zu vergleichen oder ist er wie alle Ostgeräte ein bisschen schwach auf der Brust? Obwohl ich ein gebürtiger Kasseler bin und meine Eltern auch aus Kassel stammen habe ich mich viel mit der DDR beschäftigt, ich habe auch gut und gerne 50 AMIGA Platten und kenne mich mit der Musik in der DDR ziemlich gut aus, auch mit DT64 und dem Parocktikum habe ich mich lange beschäftigt, schade, dass nur noch so wenige Mitschnitte existieren. Über die anderen Radiosender der DDR findet man im Internet so gut wie garnichts. Wünsch dir doch mal Tanzmusik... *g* Scheiß Name aber gute Musikmischung.

Bremen Eins ist übrigens ähnlich wie hr1, Mainstream eben, zwar wiederholt sich nicht alles ständig, aber selten dass mal was kommt, was man noch nicht kennt, meistens bin ich irgendwann so angenervt weil das Programm so seicht ist, dass ich abschalte. Bei hr1 haben sie derzeit die Aktion jeden Tag ein anderes Jahr, damit wird sich dann über den ganzen Tag verteilt beschäftigt, neulich gings um das Jahr 1980, da kam dann zwischendurch auch mal Berlin von Ideal, das fand ich ziemlich extrem, hab dann gleich erstmal das Radio aufgedreht an der Arbeit, das war ein Happening, schön ist auch, dass die sich intensiv mit den Songs beschäftigen, zu vielen wird dann die Entstehungsgeschichte und die Chartplatzierung genannt und so, ich finde es auch blöd, dass so wenig deutsche Musik im Radio läuft, auf MDR1 läuft auch viel zu wenig Ostmusik, das sind dann halt die Hits die man immer und überall hört, Puhdys, Karat, Vernoika Fischer, Ute Freudenberg und so, aber dass wirklich mal was seltenes kommt, wenn dann halt im Oldiemarkt am Donnerstag, das hör ich ziemlich gern, da läuft aber auch viel viel Mist, Uli Schwinge kommt ziemlich oft. Keine Zeit zum Träumen. Man hört dort eben wirlich Sachen, die eigentlich tot sind, aber schön. Das Lied ist aus der Zeit, wo die DDR grad erst weg war und sich niemand mehr dafür interessiert hat, auch für Künstler von dort nicht, so hatten auch diese Titel nur mäßigen oder gar keinen Erfolg, das meiste war aber auch wirklich Rotz, nicht nur in Ostdeutschland, seit Anfang der 90er gibts keine guten Schlager mehr, finde ich. MDR1 würde ich dauernd hören, wenn dieser Neue Deutsche Schlagerscheiß komplett rausgenommen würde und nur die Schlager bis Anfang der 90er gespielt würden, dazu dann anständige alte Pop und Rocksachen, zwischendurch mal einige Auswüchse. Neulich in der Wunschsendung hat sich einer Ca plane pour moi von Plastic Bertrand gewünscht, er hat es so ausgesprochen wie man es schreibt, dann noch mit sächsischem Akzent, das war ziemlich lustig, aber der Song war auf jeden Fall ein geiler Auswuchs. Ich hab mal wieder das Radio lauter gedreht, die Omas haben bestimmt leiser gemacht oder ausgeschaltet.

Omafunk heißt hier in Hessen hr4 und das ist wirklich ganz furchtbar, da kommt ein hoher Volksmusikanteil, auch mal eine Operette oder irgendwelche Chorgesänge, eben auch so neuer deutscher Schlager, ab und an mal Evergreens, selten mal ein wirklich schöner Schlager oder Pop, Plastic Bertrand würde da auf jeden Fall nicht laufen und auch nicht Status Quo oder Nena.

LG, Tobi
hifibrötchen
Inventar
#79 erstellt: 02. Dez 2007, 18:12

Da hast du bestimmt viel Geld gelegt

Nö , alles so pro Gerät 1 Euro bis 2 Euro und 50Cent.
Flomi
AK74>RetroKidz_Dresd...
Stammgast
#80 erstellt: 02. Dez 2007, 18:19
krass...das selbe ding is schonmal für über 100euro bei ebay rausgegangen
Mary_1271
Inventar
#81 erstellt: 02. Dez 2007, 23:27

DOSORDIE schrieb:

Ich dachte immer der SKR 500 is quasi 2 R4100 in einem, ich habe einen silbernen R4100 und einen grauen KR450, das Empfangsteil ist nun wirklich nicht sehr berauschend, für die Ortssender reichts, alles was weiter weg ist macht er nicht mit, meinen Opasender krieg ich damit nur total verrauscht drauf. Ich weiß aber, daß man das Empfangsteil anders abstimmen kann und der Empfang dann sicher genauso gut ist wie bei den Japanern oder westdeutschen Radios.



Hallo Dosordie

Naja, der R4100 ist ja ein Monogerät. Es kann aber schon sein, daß er als Grundlage für den SKR_500/501 diente. Der R4100 kam ja bereits 1980 auf den Markt, der SKR_500 erst 1981. Die Empfangsteile waren eigentlich auf Maximum getrimmt. Man konnte aber den Empfangsbereich verstellen, damit er über die 104Mhz hinausging. Allerdings ging er dann nicht bei 87,5Mhz los. Der R4100 war eigentlich empfangsmäßig nicht ganz schlecht. Im Vergleich damals mit meinem Freund, der einen gebrauchten 4100er zur Jugendweihe bekam, war er mit der Teleskopantenne sogar empfangsstärker als mein SKR_500.



DOSORDIE schrieb:
Im Bad benutze ich einen SKR 700, viele loben diesen Recorder in den Himmel, für seine Größe klingt er sicher nicht schlecht, aber es ist unmöglich den Pegel fürs Cassettendeck anders abzustimmen, die eingebauten Lautsprecher fangen leicht an zu kotzen und ich bin mir sicher, dass man sie sogar zerschiessen kann, wenn man sie zu lange auf hohen Lautstärken laufen läßt, auch die Klangwaage kann diesem Effekt nicht stark genug entgegenwirken.


Einen SKR_700 hat mein Schwiegervater noch. Der Empfang ist recht ordentlich....aber sonst? Ich finde den Klang nicht berauschend. Der ganze Recorder waren mehrere Schritte, gegenüber des SKR_500/501, zurück. Nur 2 Lautsprecher, keine getrennte Höhen-und Tiefenreglung (die Klangwaage ist ein technischer Skandal!!!), keine Handaussteuerung, keine Feldstärkeanzeige, und und und. Häßlich sieht er außerdem aus. Zum SKR_550 kann ich leider nichts sagen.




DOSORDIE schrieb:

Erst fand ich den SKR 550 am Schönsten, aber irgendwie langweilt er mich. Der SKR 501 ist schon ziemlich interessant, irgendwie pottenhäßlich, aber irgendwie auch abgefahren, es kribbelt mir immer mehr in den Fingern einen zu besitzen. Was hat er für eine Leistungsaufnahme, wie viele Batterien kommen da rein? Ist er ähnlich laut wie die japanischen und Leistungsmäßig zu vergleichen oder ist er wie alle Ostgeräte ein bißchen schwach auf der Brust?



Also wenn, dann empfehle ich Dir einen SKR_500. Da werden zur Zeit bei Ebay zwei angeboten......SKR_501er allerdings auch. Der 500er hat zwar ein einfacheres Laufwerk, dafür aber analoge VU-Meter. Beim SKR_501 ist für die Feldstärke nur eine LED vorgesehen, hat dafür LED-VU-Meter....gefällt mir aber nicht. Die Skalenbeleuchtung ist im Netzbetrieb, wie bei vielen Ostgeräten üblich, permanent an.
Das Gerät läuft mit 8 Monozellen (R20), also 12 Volt. Im Batteriebetrieb hat er eine Leistung von 2x2Watt, und bei Netzbetrieb 2x4Watt. Das zweiwege Lautsprechersystem bietet dabei eine ordentliche Wiedergabe (mit einem 700er nicht zu vergleichen). Die Lautstärke ist schon auch ordentlich. Vielleicht nicht ganz so laut wie z.B. der 9191er, dafür klingt er aber vielleicht etwas sauberer......soweit ich mich erinnere. Einen A-B_Vergleich kann ich mangels SKR_500 nicht mehr machen. Meinen habe ich verkauft.

Allerdings halten die Batterien nicht allzulange. Bei hoher Lautstärke ist nach etwa 90 - 120min. Schicht!!!! Wenn überhaupt solange.
Der SKR_500/501 bietet auch noch eine Besonderheit: Er hat eine sogenannte Computer-AFC. Das bedeutet, bei zugeschalteter AFC wird diese, wenn Du am Senderrad drehst, außer Kraft gesetzt. Nachdem Du den Sender eingestellt hast, schaltet sie nach etwa 3 Sekunden wieder zu. Stellst Du einen Sender nicht optimal ein, kannst Du dann am Zeigerindikator sehen, wie der Zeiger ins "Grüne Bereich" wandert. An externen, wirkungsgradstarken Boxen macht er ordentlich Rabatz. Ein Rauschminderungssystem besitzt er nicht.



DOSORDIE schrieb:
Obwohl ich ein gebürtiger Kasseler bin und meine Eltern auch aus Kassel stammen habe ich mich viel mit der DDR beschäftigt, ich habe auch gut und gerne 50 AMIGA Platten und kenne mich mit der Musik in der DDR ziemlich gut aus, auch mit DT64 und dem Parocktikum habe ich mich lange beschäftigt, schade, dass nur noch so wenige Mitschnitte existieren. Über die anderen Radiosender der DDR findet man im Internet so gut wie garnichts. Wünsch dir doch mal Tanzmusik... *g* Scheiß Name aber gute Musikmischung.


Man soll es nicht glauben, ein Wessi mit einem Fabel für Ostmusik. Für mich war die Zonenmusik immer eine Kriegserklärung. Den Käse habe ich mir nie angetan. Die paar Titel an guter Ostmusik paßten auf eine 120min.-Cassette! Bei DDR-Musik kenne ich mich eigentlich garnicht aus. Ich habe zwar die meisten Titel sicherlich mal gehört, aber ich könnte sie wahrscheinlich nicht, oder nur teilweise den Gruppen und Sängern zuordnen. Bei mir lief wiegesagt Radio Luxemburg, RIAS_2 oder Bayern_3.
Bei Sendungen wie:"Wünsch Dir doch mal Tanzmusik" war ich aber auch OnAir. ........wegen der Westtitel in voller Länge!
Amiga-Platten hatte ich auch. Allerdings nur die West-Lizenzplatten.



DOSORDIE schrieb:

Bremen Eins ist übrigens ähnlich wie hr1, Mainstream eben, zwar wiederholt sich nicht alles ständig, aber selten dass mal was kommt, was man noch nicht kennt, meistens bin ich irgendwann so angenervt weil das Programm so seicht ist, dass ich abschalte.



Als "Mainstream" würde ich Bremen_1 nicht bezeichnen. Da kommen z.B. auchmal so 50er Jahre-Schinken von Buddy Holly oder so. Erst heute habe ich einen Titel von Johnny Cash gehört, den ich noch nicht kannte. Aber sehr Vieles wiederholt sich natürlich.....das stimmt.



DOSORDIE schrieb:
Bei hr1 haben sie derzeit die Aktion jeden Tag ein anderes Jahr, damit wird sich dann über den ganzen Tag verteilt beschäftigt, neulich gings um das Jahr 1980, da kam dann zwischendurch auch mal Berlin von Ideal, das fand ich ziemlich extrem, hab dann gleich erstmal das Radio aufgedreht an der Arbeit, das war ein Happening, schön ist auch, daß die sich intensiv mit den Songs beschäftigen, zu vielen wird dann die Entstehungsgeschichte und die Chartplatzierung genannt und so,


Das haben die beim sächsischen "RSA" (Oldiesender) geklaut. Die hatten im Sommer etwas ähnliches laufen. Die Top 100 von 1970-1989. Da waren auch ein paar echte Raritäten dabei. Vom Feinsten.


DOSORDIE schrieb:
MDR1 würde ich dauernd hören, wenn dieser Neue Deutsche Schlagerscheiß komplett rausgenommen würde und nur die Schlager bis Anfang der 90er gespielt würden, dazu dann anständige alte Pop und Rocksachen, zwischendurch mal einige Auswüchse. Neulich in der Wunschsendung hat sich einer Ca plane pour moi von Plastic Bertrand gewünscht, er hat es so ausgesprochen wie man es schreibt, dann noch mit sächsischem Akzent, das war ziemlich lustig, aber der Song war auf jeden Fall ein geiler Auswuchs. Ich hab mal wieder das Radio lauter gedreht, die Omas haben bestimmt leiser gemacht oder ausgeschaltet.


Ca Plane Pour Moi Ein absolut geiler Titel!!! Das ist wirklich kein Oma-Lied. Schon möglich, daß MDR_1 Thüringen oder Sachsen-Anhalt ein besseres Programm wie MDR_1-Sachsen bietet. Für die neudeutschen Schlager sollten die lieber die Neue-Deutsche-Welle spielen, was?


Liebe Grüße
Mary
DOSORDIE
Inventar
#82 erstellt: 03. Dez 2007, 02:21
Sachsen Anhalt ist am Besten. Sachsen ist stark volkstümlich angehaucht und Thüringen liegt so dazwischen. Nachts gibts die MDR 3 Länder nacht, da kommts dann immer drauf an aus welchem Funkhaus die kommt.

Die Ostmusik ist natürlich meist Musik die versuchte an westliche Verhältnisse anzuknüpfen. Das gelang aber nicht, man hatte in den 60er/70er, es wurde einfach ganz anders abgemischt, aufgrund dessen, dass man bei AMIGA bis in die späten 80er Berufsmusiker mit Schein sein musste um eine Platte zu machen hatte die Rock und Pop Musik und sogar der Schlager meist ein viel höheres Niveau als im Westen und war auch ganz anders wesentlich Facettenreicher arrangiert. Sowas wie "Berührungen" hätte es im Westen niemals gegeben, man hört aber auch dass die meisten großen Ostmusiker bei sogut wie allen Bands irgendwie den Finger im Spiel hatten, nicht nur am Arrangement, der Melodie und den Texten, sondern auch vom Sound her. Die Ostmusik der 70er hat einen sehr trockenen getragenen Charakter. Dadurch hat sich in der DDR eine sehr eigene Musik entwickelt. Das macht es interessant und sympatisch.

Bei den Rockbands ist das meistens Konzeptmusik mit, sie klingt aus heutiger Sicht sehr warm, weil sie ziemlich mittenbetont ist, das macht das ganze sehr gemütlich. Ich höre bei vielen Dingen schnell ob sie aus dem Osten oder von hier kommen, weil der Sound einfach irgendwie anders ist.

Wenn eine Band nicht ein ganz großer Act war wie Silly, City oder Karat war es auch nicht so einfach einen Synthesizer zu organisieren, oftmals hatten die Bands bis in die 80er ein Harmonium, eine elektrische Rock Orgel oder sowas in der Art. Als 1983 die Revolution aus Japan kam sah das dann etwas anders aus, plötzlich spielten alle Bands einen DX7, in alten Ostsendungen und Videos ist der DX7 und DX7 II oft zu sehen. Erstaunlich ist, dass die Entwicklung im Westen ähnlich aussah, und die Ostmusik aber trotzdem immernoch ganz anders klang obwohl ja auch die elektronischen Schlagzeuge ausschliesslich aus dem Westen kamen.

Viele Konzeptrock Bands, die in den 70ern eher getragenen Progressivrock machten wie Lift, Stern Meissen oder ähnliches wechselten in den 80ern ihren Sänger, legten die Querflöte beiseite und wurden elektronisch. Synthesizer und E-Drums, die Musik wurde einfacher und klang teilweise ziemlich billig, für heutige Verhältnisse ziemlich trashig, so klang kein Popsong in der BRD, Lift Platten aus den 80ern sind teilweise durch übertrieben trashige E-Drum Sounds so verhunzt, dass ich sie mir nicht anhören kann obwohl die eigentliche Komposition meist immernoch sehr niveauvoll ist. Ich habe übrigens einen DX7 II, ich habe es noch nie geschafft ihn so klingen zu lassen, dass er diesen Ostsound macht. Gern wurde auch der Fender Rhodes mit Effekten angereichert benutzt, Veronika Fischer Band z.B. und später dann eben 4PS... Sehr sehr tolle Sachen, der DX7 ist für Glöckchen und E Piano Sounds bekannt kann deshalb den Fender Rhodes fast 100 Prozentig imitieren, ähnliche Sounds hört man deshalb oft in 80er Jahre Balladen.

Ich glaube die Ossis haben einfach nur Abneigung gegen diese Musik, weil sie eben aus diesem System kommt und alles abgestossen wurde, weil drüben alles besser war... naja alles auch nicht. Ich will auch um Gottes Willen nicht sagen, dass Ostmusik besser ist, aber es gibt viele Sachen die ich genauso mag, wie die Westmusik, weil sie eben ihren eigenen Charakter hat und etwas was mich sehr berührt und obwohl sie nicht aus meiner Heimat kommt fühle ich mich immer sehr geborgen und zuhause, wenn ich eine AMIGA Platte auflege.

Ich mag z.B. auch die Propagandamusik aus Ostdeutschland auch teilweise. Nicht weil ich mich mit den Texten identifizieren kann, über die lache ich dann meistens, oder schaue über den Inhalt wenn er gar zu schaurig ist halt hinweg, aber die Musik ist eben einfach gut. Damit meine ich sowohl Bands wie Oktoberklub, Dialog und Berluc als auch welche bei denen sich das Blatt irgendwann gewendet hat wie z.B. der Jahrgang 49, auf den ersten Platten hört man doch dass sie dem System sehr zugewandt waren, später werden aber auch Tabuthemen angesprochen "... Es ist schon wahr, ich stoß' mir die Gedanken an den Grenzen unseres kleinen Landes...", "... aber die Stille, der Schwäche wenn es nötig wär, dass einer spricht, die Stille muss man brechen, die Stille mag ich nicht..." von denen es mich schon stark wundert, dass sie in den End 70ern bei AMIGA veröffentlicht wurden, vielleicht interpretiere ich sie aber auch einfach nur völlig falsch, ich hoffe es ist nicht so, denn wenn man den Hintergrund kennt, dann berühren einen diese Texte doch ein bisschen (sofern ich das richtig interpretiere). Es ist hier in Kassel allerdings unmöglich an Propagandazeugs zu kommen, ich hätte gern Platten vom Jahrgang 49, die findet man aber nicht mal bei ebay und auch bei speziellen Plattenversandgeschichten siehts sehr dünne aus, ich hab die Musik nur über Umwege herunterladen können, ob das ganz legal war weiß ich nicht, einen Großteil der Musik gibts aber bislang auch nicht auf CD, vielleicht ändert sich das durch den 60. Geburtstag von AMIGA ja noch, trotzdem wären die Originalplatten doch interessanter.

Am schönsten sind aber die Balladen und Liebeslieder aus der DDR, es gab da viel Schnulzenkrams, wahrscheinlich weils auch einfach unpolitisch war und durch keine große Zensur musste, die meisten Lieder erzählen auch eine Geschichte, was den Text dann noch toller macht. Die frühen Werke von Veronika Fischer ist eine meiner Lieblings LPs, es sind fast alle guten Titel von ihr auf der LP enthalten und obwohl ich alle 4 Ostalben von ihr komplett habe, habe ich zusätzlich diese Best Of LP, weil ich sie von vorn bis hinten hören kann.

So jetzt war ich aber total Off Topic...

Ich glaube vieles geht in der Erinnerung auch kaputt und Batterien sind besser geworden. Mein kleiner Hitachi TRK 3D5E hielt mit 8 Zink Kohle Batterien vielleicht 4 Stunden und fing dann an zu leiern, mit Alkalin Batterien lief er gut und gern 24 Stunden. Diese Beobachtung habe ich auch mit allen anderen Geräten gemacht, der GF777 läuft mit seinen 10 Mono Zellen soweit es denn Alkalins sind bei sehr hohen Lautstärken auch ewig. Ich habe seit Sommer die gleichen Batterien drin, langsam gehen sie leer, aber ich höre fast täglich damit auch über Batterien, zwar nur ein paar Minuten, aber die Anzeige ist immernoch im roten Bereich.

Ein SKR 500 wird wohl mit neuen Batterien auch länger halten, der R4100 lief mit 6 auch schon ziemlich lang, als ich das mal ausprobiert habe. Der SKR 700 läuft mit Babyzellen, die sind sehr schnell leer. Viele Westdeutsche Geräte laufen auf 9, oder 12 Volt, also mit 6 oder 8 Batterien, wo Japaner schon mit 8 oder 10 Batterien arbeiten, da sind die Batterien sehr schnell leer.

Wozu der SKR 700 eine Pegelanzeige hat weiß ich allerdings nicht. Sie schlägt ja eh immer bis zur letzten LED an und hat eigentlich keinen Sinn. Eine wirkliche Weiterentwicklung ist das finde ich nicht. Die ersten SKRs in silber waren besser, die hatten Metallgitter und geschraubte Lautsprecher, ausserdem hatte die LED Kette mehr Farben und die beiden Kanäle wurden aufwändig einzeln auf die Anzeige geleitet, bei der neueren Variante gab es von vorn herein nur eine Monokette und Plastiklautsprechergitter die inklusive Lautsprecher festgeklemmt waren. löst man die Klammern kriegt man sie nicht mehr richtig fest, man kann die Gitter von vorne auch ins Gerät reindrücken, wenn die Klammern schon ausgeleiert sind, muss man das Gerät aufschrauben und sie dann irgendwie wieder festmachen, total billig, billiger als jeder Fernostkrempel. Die Begründung das Cassettendeck sei besser, weil es kleiner ist finde ich auch voll albern. Grobmechanische Cassettendecks sind in Radiorecordern viel besser, weil sie einfach wesentlich weniger anfällig sind und solange ich die Gleichlaufschwankungen nicht höre und nur auf dem Blatt erkenne, ist es mir egal wie stark da was abweicht.

Der R4100 leiert jedenfalls nicht hörbar, ich hatte mal einen KR450 der leierte, habe mir dann sagen lassen, dass die erste Generation vom KR450 das so an sich hatte. Für mich unverständlich, denn das Gerät ist ja zu 100 Prozent baugleich mit den letzten R4100 die dieses Manko nicht hatten, vor allem musste man damit leben, wenn man so ein Gerät zur Jugendweihe bekam, die Gleichlaufschwankungen nahmen ja zu, wenn man damit aufnahm und auf dem selben Gerät wieder abspielte, ein Recorder für diesen Preis sollte doch zumindest Fehlerfrei funktionieren, ansonsten ist der R4100 aber sehr wartungsarm und wenn er läuft dann läuft er ohne Probleme lange Jahre, übrigens haben die beim Cassettendeck mächtig bei Philips geklaut, die Teile aus einem EL3300/3301/3302 aus den 60er Jahren passen 1 zu 1 in das Cassettendeck rein inklusive Andruckrolle und Spindeln. Krass oder? Ich glaube auch dass der SKR 500/501 das gleiche Deck wie der R4100 hat, sieht zumindest von den Tasten her stark danach aus.

Wie gesagt, so wahnsinnig vom Hocker hauen mich die Empfangsteile meiner bisherigen Ostgeräte nicht. Der R4100 ist mit nemodischen Westgeräten vergleichbar, der SKR700 geht eher in Richtung gute Japaner zumindest auf UKW, AM habe ich nie ausprobiert, wenn du sagst der R4100 empfängt besser als der SKR500 wird es wohl daran liegen, dass er Mono ist und ein Stereosignal 10 mal stärker sein muss, wahrscheinlich hat der SKR 500 in Mono mindestens die gleichen Empfangseigenschaften wie der R4100.

So nu hab ich aber wieder nen Haufen geschrieben. Soll für heute erstmal reichen. Gute Nacht.

LG, Tobi
DOSORDIE
Inventar
#83 erstellt: 03. Dez 2007, 02:57
Übrigens ist die einzige HiFi Anlage aus der DDR die mich anspricht die HMK 200, schade nur, dass sie nur 39 cm breit ist und so schon rein äusserlich garnicht kompatibel zu den meisten West HiFi Komponenten. Die Werte des Tapedecks sind trotz umfangreicher komfortfunktionen allerdings ziemlich dürftig und es ist ziemlich schwierig an den passenden Plattenspieler zu kommen. Der dann auch fernbedienbar ist.

LG, Tobi
Mary_1271
Inventar
#84 erstellt: 03. Dez 2007, 22:52
Hallo Dosordie

Hut ab. Du kennst Dich ja bestens aus mit der Ostmusik. Wie gesagt, mein Ding war/ist sie nicht, obwohl es natürlich auch Osttitel gibt, die selbst ich sehr gut finde. Übrigens, wenn ich Westmusik sage, dann meine ich natürlich die Musik aus England usw. Westdeutscher (deutschgesungener) Rock hat mich auch nicht vom Hocker gehauen......bis zur Neuen Deutschen Welle.......die war Spitze. Was mich an der Ostmusik so angekotzt hat, war der oftmals politsche Beigeschmack. Gruppen wie "Schicht", die da sangen: "Und früh um fünf, da gingen sie zur Arbeit....." oder der Werkstattsong.....Gruppe weiß ich nicht....... da ging mir der Zopf hoch! Das war das Letzte! "Grusinischer Tee von Kreis" war ja vom Klang her garnicht schlecht, aber die hätten lieber "Schottischer Wisky" singen sollen! Aber es mußte ja die (Ost)Deutsch-Sowjetische-Freundschaft besungen werden.

Natürlich gab es auch Titel, welche beim genauen Hinhören systemkritisch waren. Z.B. Berluc--Glaube an Dich




"Nicht jeder Tag, gibt dir genug
manchmal steckt man ein Stückchen zurück
manchmal ist Glück nur Selbstbetrug
manchmal aber ein wirkliches Glück.

Glaube an Dich........


Bete nicht an, was man Dir zeigt
wäge, prüfe in deiner Brust
ob man in Ehrfurcht sich verneigt
oder in Furcht nur vor Schmerz und Verlust

Glaube, glaube glaube an Dich
Glaube an die Wahrheit....

Paßt was Du glaubst, auch nicht hinein
in das Mosaik um dich her
möglich du hast den falschen Stein
möglich auch, das Bild stimmt nicht mehr....."

Das hatten "die Parteikader" bestimmt nicht gerafft. Das Lied erzeugt bei mir eine Gänzehaut. Das sind Texte, was? Bei dem Lied stimmt auch der Sound.....Klasse.

Berluc--No Bomb

Guter Sound....aber

Hey Mister Präsident of America........

Da hätten die genausogut die Russen ansprechen können. Denen ihre Bomben waren/sind ja auch nicht mit Zuckerplätzchen gefüllt! Diese politischen Hetzlieder gegen den Westen kotzten mich an.

Die Phudys..... das Flaggschiff der DDR hatten auch ganz gute Titel. City......das schreckliche "Am Fenster" fand und finde ich belastend....so ein Müll!!! Veronika Fischer fand ich auch schrecklich. Lift, Stern Meißen.......ein Alptraum!!!
Allerdings.....der heutige HipHop und Rap-Scheiß ist zehnmal schlimmer als die gesamte Zonenmusik....absolut unhörbar!

Naja, wenn ich alle Osttitel aufzählen würde die ich gutfinde, wäre ich relativ schnell fertig. Mehr als bestenfalls 40 Titel kämen vermutlich nicht zusammen.


DOSORDIE schrieb:
Sachsen Anhalt ist am Besten. Sachsen ist stark volkstümlich angehaucht und Thüringen liegt so dazwischen. Nachts gibts die MDR 3 Länder nacht, da kommts dann immer drauf an aus welchem Funkhaus die kommt.


Guck an. Dank drehbarer UKW-Antenne ist natürlich bei uns auch der Empfang von MDR-Sachsen-Anhalt möglich. 94,6Mhz vom Brocken hä? Da werde ich mal reinhören.



DOSORDIE schrieb:

Ich glaube die Ossis haben einfach nur Abneigung gegen diese Musik, weil sie eben aus diesem System kommt und alles abgestoßen wurde, weil drüben alles besser war...


Da hast Du garnicht so unrecht! Zum Spaß haben wir immer gesagt: Im Westen ist das Gras grüner, scheint die Sonne heller...usw. Verrückt was? Heute weiß ich, daß dieses BRD-System genauso krank und verlogen ist wie das DDR-System gewesen ist.....vielleicht sogar noch schlimmer! Aber lassen wir das.



DOSORDIE schrieb:

So jetzt war ich aber total Off Topic...

Ich glaube vieles geht in der Erinnerung auch kaputt und Batterien sind besser geworden. Mein kleiner Hitachi TRK 3D5E hielt mit 8 Zink Kohle Batterien vielleicht 4 Stunden und fing dann an zu leiern, mit Alkalin Batterien lief er gut und gern 24 Stunden. Diese Beobachtung habe ich auch mit allen anderen Geräten gemacht, der GF777 läuft mit seinen 10 Mono Zellen soweit es denn Alkalins sind bei sehr hohen Lautstärken auch ewig. Ich habe seit Sommer die gleichen Batterien drin, langsam gehen sie leer, aber ich höre fast täglich damit auch über Batterien, zwar nur ein paar Minuten, aber die Anzeige ist immernoch im roten Bereich.

Ein SKR 500 wird wohl mit neuen Batterien auch länger halten, der R4100 lief mit 6 auch schon ziemlich lang, als ich das mal ausprobiert habe. Der SKR 700 läuft mit Babyzellen, die sind sehr schnell leer. Viele Westdeutsche Geräte laufen auf 9, oder 12 Volt, also mit 6 oder 8 Batterien, wo Japaner schon mit 8 oder 10 Batterien arbeiten, da sind die Batterien sehr schnell leer.


Genau. Kommen wir wieder zum Thema.
Also es gab schon auch in der Ostzone gute R20-Batterien. Dafür mußten wir damals pro Stück 1,20-Ostmark berappen. Die waren dann sogar auslaufsicher. Alkali waren es aber nicht. Ein R4100 hatte mit einem Satz guter Batterien auch ewig gehalten. Der SKR_500 war aber ein Batteriefresser! Zumindest bei hoher Lautstärke war im Cassettenbetrieb sehr bald Ruhe im Karton! Einen Stereorecorder (SKR_700) für Babyzellen auszulegen ist strafbar! Die halten ja wirklich nicht lange.
Wir haben noch einen Sanyo M-4500_KE. Den gab es 1980 in der DDR für 2700!!!!!Ostmark zukaufen! Unserer ist allerdings erst nach der Wende gekauft worden. Da gehen 6 Monozellen rein. Das Gerät läuft damit ewig! Daß Dein 777er mit Batterien ewig läuft erstaunt mich etwas. Ich habe den 91er mit 10 Akkus bestückt. Die Laufzeit kann man vergessen. Es sind aber auch Billigakkus! Ich werde bei Gelegenheit mal den Ruhestrom des 91ers messen. Der sollte ja bei Radiobetrieb einen zweistelligen Milliamperewert haben. Etwa 20-30 Milliampere....mal sehen.

Wenn Du jetzt gute alkalische Batterien kaufst, wird man ja arm!!! Da kostet das Zweierpack locker 3-4 Euro! Dann lieber Preiswertere die nicht ganz solange halten.



DOSORDIE schrieb:

Wozu der SKR 700 eine Pegelanzeige hat weiß ich allerdings nicht. Sie schlägt ja eh immer bis zur letzten LED an und hat eigentlich keinen Sinn. Eine wirkliche Weiterentwicklung ist das finde ich nicht. Die ersten SKRs in silber waren besser, die hatten Metallgitter und geschraubte Lautsprecher, ausserdem hatte die LED Kette mehr Farben und die beiden Kanäle wurden aufwändig einzeln auf die Anzeige geleitet, bei der neueren Variante gab es von vorn herein nur eine Monokette und Plastiklautsprechergitter die inklusive Lautsprecher festgeklemmt waren.


Das war komischerweise öfter so. Jedes Gerät wurde schlechter. Das hing wahrscheinlich damit zusammen, daß Alles immer rarer wurde. Vieles mußte warscheinlich importiert werden. Vielleicht waren ja manche Laufwerke tatsächlich Lizenzbauten.



DOSORDIE schrieb:

Der R4100 leiert jedenfalls nicht hörbar, ich hatte mal einen KR450 der leierte, habe mir dann sagen lassen, daß die erste Generation vom KR450 das so an sich hatte. Für mich unverständlich, denn das Gerät ist ja zu 100 Prozent baugleich mit den letzten R4100 die dieses Manko nicht hatten,


Das kann ich Dir sagen. In der Zone gab es mal eine zeitlang keinen richtigen Gummi für die Andruckrollen. Innerhalb kürzester Zeit waren die Andruckrollen verschlissen und mußten ausgetauscht werden. Der KR_450 war doch der R4100 mit LED anstelle analogem S-Meter, oder? Das "Mäusekino" fand ich blöd.


DOSORDIE schrieb:
Wie gesagt, so wahnsinnig vom Hocker hauen mich die Empfangsteile meiner bisherigen Ostgeräte nicht. Der R4100 ist mit neumodischen Westgeräten vergleichbar, der SKR700 geht eher in Richtung gute Japaner zumindest auf UKW, AM habe ich nie ausprobiert, wenn du sagst der R4100 empfängt besser als der SKR500 wird es wohl daran liegen, dass er Mono ist und ein Stereosignal 10 mal stärker sein muss, wahrscheinlich hat der SKR 500 in Mono mindestens die gleichen Empfangseigenschaften wie der R4100.



Mußte das Signal für Stereo nicht blos 8x stärker sein? Egal. Ein schwacher Sender kam eh bloß in Mono. Von daher war natürlich ein Monosignal gemeint. Und da kam auf dem R4100 ein schwacher Westsender besser als auf meinen SKR_500. Natürlich kann mein SKR auch nur etwas schlecht abgeglichen gewesen sein......oder Serienstreuung der elektronischen Bauteile.

Die HMK_200 Anlage ist eigentlich das Beste, was es in der Zone gab. Allein das Cassettendeck kostete, glaub ich, 2190,-Ostmark. Direkt schlecht war es aber nicht. Der Digitaltuner kam sagenhafte 1680,-Ostmark, war aber recht gut. Abstimmung in 10Mhz!!!!-Schritten. Beste Westtuner hatten allenfalls Abstimmung in 25Mhz-Schritten. Trennschärfe war 65db. Der Verstärker war für Ostverhältnisse sehr gut. Der würde sicherlich auch heute noch einige Billigheimer locker in die Tasche stecken.


Liebe Grüße
Mary
DOSORDIE
Inventar
#85 erstellt: 04. Dez 2007, 02:05
Die HMK200 hat einen sehr guten Ruf, aber ich glaube eher dass das Propaganda ist. Da sind Leute drauf festgefahren, wie es früher auch in der BRD war. "Jaja die alten Grundigs... das war noch Qualität..." oder halt Dual und so, was weiß ich. Natürlich war das alles nicht schlecht, aber die Deutschen Geräte kamen auch erst in den 80ern an die japanischen ran, so richtig Oberklasse wie dann eben Sony, Denon, AKAI und wie sie alle heißen waren die aber meistens nicht. Schau dir die Deutschen Geräte der 70er an, der Fachmann sagt "Die waren halt mehr auf Klang abgestimmt, als die Japanischen Monster...", sehe ich ganz und garnicht so, wenn man die Werte miteinander vergleicht sind die japanischen Geräte immer besser, sie haben in Wirklichkeit nicht nur mehr Leistung sondern auch den besseren Klirrfaktor, die bessere Kanaltrennung und aufgrund der DIN Norm die durch Zig Widerstände und Krams und die eng beieinanderliegenden Pins wahrscheinlich auch weniger Grundrauschen und blah...

Die Verarbeitung war meistens bei den Japanern auch besser. Es gibt vielleicht 2 3 motorige Tonbandgeräte von Grundig, die Japaner haben sogut wie nur 3 motorige Laufwerke gebaut. Die Tonbandgeräte von Grundig klangen super, keine Frage, aber wehe es ist irgendwas in der Mechanik, es ist so als fiele das ganze Gerät in sich zusammen. Ich hatte mal ein TK745 HiFi, natürlich man kann jetzt sagen es war 30 Jahre alt, das schafft heute keiner mehr, aber meine Japaner sind wartungsfrei und bis auf die Andruckrolle und den Capstanriemen geht da nix kaputt dank GX Köpfen, dann halt noch typische Kontaktschwierigkeiten, aber das kann man mit Kontaktspray oder Kontakte abkratzen beheben, wobei die Grundigköpfe für ihr Alter noch sehr gut aussahen, waren also auch sehr hart.

Naja erst ging der Riemen kaputt, ok, den hab ich ausgewechselt, dann fing sie an wenn die Spulen am Ende waren zu leiern, plötzlich war der eine Kanal bei der Aufnahme lauter als der andere, es stimmte irgendwas mit der Aussteuerung nicht mehr, die Maschine hatte aber auch nur ein VU Meter also konnte ich das schlecht kontrollieren, wollte auch nicht darin rumpfuschen, dann fing sie an zu quietschen und spulte nicht mehr richtig und das alles unmittelbar wenige Tage nach wechseln des Riemens... komisch oder? Und das ist nicht die einzige Deutsche Maschine bei der ich sowas erlebt habe. Unglaublich umständliche Mechanik, diese furchtbaren TELEFUNKEN Consumergeräte kannst du auch in die Tonne kloppen. Schlechte Verarbeitung, schlechter Klang und das Design hing auch immer nach, wo die Japaner einen professionellen Touch mit Alufront hatten waren die Deutschen voll auf Plastik, natürlich waren die Japaner auch teurer, aber verglichen mit der Leistung wäre das bei Deutschen Firmen wahrscheinlich garnicht realisierbar gewesen. Die Uher Geräte waren da ganz gut, aber eben auch keine Schönheiten.

Wenn man so bei Oma, Opa und Papa guckt dann stehen da aber nur deutsche Geräte, bei Opa Schneider (sei jetzt mal dahin gestellt ob das was taugt), bei Papa Grundig und so weiter. Aber das liegt auch daran, dass diese ganzen kleinen Renomierten Radio und Fernsehgeschäfte, die es seit den 60er Jahren gibt, die mittlerweile alle irgendwelchen Ketten angehören Red Zac, EP, SP, Master's... auch nur deutsche (naja mit Philips) Geräte vertrieben haben, fast ein wenig sozialstisch, das Zeug hatte halt einen guten Ruf. Früher dachte ich das auch, aber als ich dann die ausländischen Geräte gesehen habe und feststellen musste dass die aus dem gleichen Zeitraum stammen, war ich ziemlich enttäuscht von dem Deutschen Krams. REVOX is ja auch Schweiz, produziert oder hat zumindest im Schwarzwald produziert. Bis auf einige High End Special Interestsfirmen hat Deutschland so im Nachhinein nix großes zu bieten. Und in der DDR sahs da noch düsterer aus. Klar gabs da auch gute Geräte, aber das beste Cassettendeck der DDR ist zweifelsohne das HMK 200 Deck

Es schafft bei Ferrobändern einen Frequenzgang bis 14 kHz, bei Chrom bis 16, Metallband ist garnicht möglich, es verfügt über RMS B, was wohl mit Dolby B kompatibel ist. Der Tonkopf ist ein Kombikopf, Hinterbandkontrolle ist nicht möglich, ich glaube auch nicht, dass der Tonkopf was besonderes ist, wahrscheinlich ist es der selbe billige Standartkopf wie im SKR700, man hätte ja mal die Maße auf 43 cm erweitern können und bei den technischen Features wären sicher auch bessere Werte realisierbar gewesen. Das war zu der Zeit im Westen schon lange bei besseren Kompaktanlagen Standart und wurde auf der Herbstmesse in Leipzig als absoluter Knüller und Neuheit vorgestellt... Supi... Wenn ich mir den Verstärker ansehe 4 Anschlüsse und soweit ich weiß alles DIN, toll dass sie an den CD Player gedacht haben, es sollte auch ein Sat Receiver folgen, mal angenommen ich habe nun beides oder will ein zweites Cassettendeck anschliessen oder hat noch ein Tesla Tonbandgerät oder einen Videorecorder aus dem Intershop... wie soll das gehen? Doll dann stehste da. Also beim Besten Gerät müssten doch mindestens 6 oder 7 Anschlüsse möglich sein und wenigstens zwei davon mit Tape Out, ne Monitorschaltung hat er auch nich, bringt ja auch nichts wenn man kein 3 Kopf Tapedeck hat.

Klirrfaktor 0,5 %, meine Kompaktanlage von JVC in der 800 Marks Klasse von 1996 hat weniger als 0,9 % und 2x25 Watt sinus, ist also nicht viel schlechter, alles etwas dünn. Das Design könnte Anfang der 80er entstanden sein, so sah zu der Zeit kein Westgerät mehr aus, nicht mal die westdeutschen, klingt an den RFT Boxen sicherlich klasse aber ich glaube nicht, dass die Anlage was besonderes ist, ich würde mal sagen Einstiegs bis untere Mittelklasse. Der Tuner scheint wirklich richtig richtig gut zu sein, der Plattenspieler soll mittelmäßig sein, hat zwar viele tolle technische Spielereien mit LCD Display und allem Krams, der Vorverstärker ist aber wohl eher dünn wie mir zu Ohren gekommen ist. Wenn der SKR 500 (Betonung liegt auf WENN) schlechter empfängt als ein R4100, dann hat er definitiv kein besonders gutes Empfangsteil. Sicherlich immernoch besser als so ein neumodischer Ufo Blaster, aber den guten Japanern und Westdeutschen kann er dann nicht das Wasser reichen. Du musst bedenken, dass es in der DDR nur eine begrenzte Anzahl an Westgeräten gab, High End waren die nie.

Das von deinem Vater war dann wohl eher ein kleineres einfacheres Gerät, was für DDR Verhältnisse sicherlich ziemlich teuer aber im Westen eher günstig verscherbelt wurde, wenn ihr so viele Japaner habt dann kennst du dich ja Bestens aus, auch JVC hat ganz tolle Geräte gebaut.

Nicht dass du denkst ich will jetzt alles mies machen, ich wollte nur sagen ich mag die DDR Geräte, aber es gibt Besseres, durch diesen Osthype wird das nur alles wieder hochgeputscht. Dämlich. Ständig ist irgendwas anderes ja ach so kultig und dann voll in und lustig, aber die Wahrheit will keiner wissen. Vielleicht laufen ja in 50 Jahren alle mit Wehrmachtsuniformen rum und lachen sich über das dritte Reich kaputt.

Der Werkstattsong ist von Pankow aus dem Rockspektakel Paule Panke, eine Art ostdeutsche einstürzende Neubauten aber nicht so aggressiv und experimentell sondern halt mainstreamig, lief im Fernsehen der DDR und wurde Musicalartig live vor Publikum aufgeführt, ich glaube das war so 1982 oder 83, es gibt auch eine AMIGA LP wo die Songs enthalten sind. Pankow ist nicht schlecht, es ist aber doch eine starke Ironie in deren Texten... Bekanntes Beispiel ist auch Rock'n'Roll im Stadtpark, soweit ich weiß war es verboten mit Cassettenrecordern in Parks zu tanzen "Die Kneipe is uns heut zu teuer, das Kino is uns nich geheuer, die Disco die is übervoll aber wir ham ne Idee und die is toll... Die Jungs und Mädels aus unser'm Block die ham heut alle Bock auf Rock, es kostet uns nicht eine Mark, heut gibts Rock'n'Roll im Stadtpark... Zum Tanzen braucht man keine Disco, du wirst schon seh'n es geht auch so, Recorder gibt's wie Sand am Meer und WAS DA LÄUFT BESTIMMTEN WIR... da hinten kommt der ABV mit seiner Frau, sie finden die Idee ganz stark, heut gibts Rock'n Roll im Stadtpark..." Pankow ist mit Silly und Karat sicherlich eine der am westlichst klingenden Ostbands. Die Puhdys klingen typisch östlich, finde ich, aber das besondere an der Musik ist im Vergleich zu heute dass sie auf jeden Fall ihren eigenen Stil haben, musikalisch gefallen mir die vorher genannten Bands aber alle besser als die Puhdys, City mag ich auch nicht besonders.

Berluc hingegen war übrigens eine Politschleimscheißerband und wohl auch ganz gern ein Stimmrohr für die Stasi, hab ich mir mal sagen lassen, so auch die Gruppe Dialog. Pankow hingegen war 1989 Mitunterzeichner der Rockerresolution, wo viele große Ostrockbands mit unterzeichnten, ich glaube sogar Tamara Danz hat das ins Leben gerufen. So, nu aber genuch, gute Nacht.

LG, Tobi
AK74>RetroKidz_Dresd...
Stammgast
#86 erstellt: 04. Dez 2007, 19:55
Um hier ein bisschen mehr Ontopic zu kommen, kündige ich jetzt mal an was ich am Wochenende erwarte:

DEN GF 9292!!!!!!!! für 130 Euro
Foto's folgen

Demnächst kommt noch ein GF 575
und so weiter

bleibts gespannt
Zweck0r
Moderator
#87 erstellt: 05. Dez 2007, 00:49
Gestern ein unerwartetes Schnäppchen geschossen:

http://cgi.ebay.de/w...=1&item=120187782562



Grüße,

Zweck
DOSORDIE
Inventar
#88 erstellt: 05. Dez 2007, 00:51
Meine Fresse... Wo haste denn nu nen GF9292 her? *träumauchhabenwill* Glückwunsch auf jeden Fall, ich hoffe ihm gehts gut!

LG, Tobi
Mary_1271
Inventar
#89 erstellt: 05. Dez 2007, 01:03

AK74>RetroKidz_Dresden< schrieb:
Um hier ein bisschen mehr Ontopic zu kommen, kündige ich jetzt mal an was ich am Wochenende erwarte:

DEN GF 9292!!!!!!!! für 130 Euro
Foto's folgen

Demnächst kommt noch ein GF 575
und so weiter

bleibts gespannt :prost


Hallo AK74

Gratuliere zum 92er. Ich hoffe, wir sehen bald Bilder.

GF_575?? Ich kenne nur den 555er. Da bleiben wir wirklich gespannt.



DOSORDIE schrieb:
Die HMK200 hat einen sehr guten Ruf, aber ich glaube eher dass das Propaganda ist. Da sind Leute drauf festgefahren, wie es früher auch in der BRD war. "Jaja die alten Grundigs... das war noch Qualität..." oder halt Dual und so, was weiß ich.


Hallo Dosordie

Freilich, wer immernoch an seinem HMK-V100/200 klebt, ohne jemals ein ordentliches japanisches Gerät erlebt zuhaben.....dem ist nicht zuhelfen. Trotzdem war er recht gut. Ehrliche 2x30Watt Sinus, kaum Eigenrauschen, recht gute Loudness-Funktion.......der war besser als alles andere in der Zone.
Ich bin auch der Meinung, daß die Japaner die besseren und schöneren Geräte in jeder Beziehung gebaut haben......aber haben nicht die Deutschen die Grundlage für das elektronische Japanwunder gelegt? Die sind doch nicht von sichaus zum Elektronikriesen geworden! Die haben meines Wissens Technologien billig bekommen......und genutzt.

Servicefreundlich sind die "Japaner" jedenfalls. Die Sharp-Recorder lassen sich jedenfalls spielend zerlegen........auch wenn sie eigentlich in Belgien zusammengeschraubt worden und somit garkeine waschechten Japaner sind!



DOSORDIE schrieb:

Wenn man so bei Oma, Opa und Papa guckt dann stehen da aber nur deutsche Geräte, bei Opa Schneider (sei jetzt mal dahin gestellt ob das was taugt), bei Papa Grundig und so weiter.


Mein Papa schwört ebenfalls auf die Japaner (Onkyo). Seine HMK-Anlage war bereits wenige Monate nach der Währungsunion Geschichte.



DOSORDIE schrieb:
Und in der DDR sahs da noch düsterer aus. Klar gabs da auch gute Geräte, aber das beste Cassettendeck der DDR ist zweifelsohne das HMK 200 Deck

Es schafft bei Ferrobändern einen Frequenzgang bis 14 kHz, bei Chrom bis 16, Metallband ist garnicht möglich, es verfügt über RMS B, was wohl mit Dolby B kompatibel ist. Der Tonkopf ist ein Kombikopf, Hinterbandkontrolle ist nicht möglich, ich glaube auch nicht, daß der Tonkopf was besonderes ist, wahrscheinlich ist es der selbe billige Standartkopf wie im SKR700, man hätte ja mal die Maße auf 43 cm erweitern können und bei den technischen Features wären sicher auch bessere Werte realisierbar gewesen.



Stimmt, stimmt, stimmt und stimmt. Da zumindest das HMK-100 keinen BIAS-Regler hatte (nur einen Tape-Selektor für 2 verschiedene Chrom-und Normalcassetten), mußte man sich das Deck z.B. auf 2 verschiedene Chromcassettentypen im Deck-Inneren einstellen (lassen).....z.B. Chromdioxid-Ost und BASF. Dann war das Deck mit Dolby_B in der Wiedergabe sehr gut. 16khz reichen da LOCKER aus. UKW geht eh bloß bis 15khz, und Vinyl....da ist ja noch eher Schluß. Außerdem.....nenne mir ein Musikinstrument, welches Schwingungen von 16khz erzeugt! Außerdem ging es sehrwohl über 16khz! Die Kurve fiel eben dann ein paar db ab. Natürlich klingt es marketingmäßig besser, wenn ein Deck bis 22khz geht. 15khz reichen aber i.d.Regel locker. Selbst DSR ging nur bis 15khz bei einer Abtastrate (Semplingfrquenz) von 32khz.
Spätestens jetzt wird auch klar, daß die sogenannte SuperAudio-CD mit stark erhöhtem Frequenzgang der totale Schwachsinn ist!!!



DOSORDIE schrieb:
Wenn der SKR 500 (Betonung liegt auf WENN) schlechter empfängt als ein R4100, dann hat er definitiv kein besonders gutes Empfangsteil. Sicherlich immernoch besser als so ein neumodischer Ufo Blaster, aber den guten Japanern und Westdeutschen kann er dann nicht das Wasser reichen. Du musst bedenken, dass es in der DDR nur eine begrenzte Anzahl an Westgeräten gab, High End waren die nie.


Soweit ich mich noch an den Test erinnere, standen die beiden Recorder (SKR_500 R4100) etwa zwei Meter auseinander. Bei sehr schwachen Sendern können diese zwei Meter entscheidend sein (inhomogenes Empfangsfeld). Sehr deutlich beim Autoradio festzustellen. Bei schwachem Sender reicht es oftmals mit dem Auto einen Meter vorzufahren und schon ist der Sender wieder besser empfangbar. Das (inhomogene Empfangsfelder) hatte ich früher nicht gewußt. Möglich, daß genau das der Grund für den scheinbar besseren Empfang des R4100 war. Alles andere wäre ja eigentlich auch ein Witz.



DOSORDIE schrieb:

Das von deinem Vater war dann wohl eher ein kleineres einfacheres Gerät, was für DDR Verhältnisse sicherlich ziemlich teuer aber im Westen eher günstig verscherbelt wurde, wenn ihr so viele Japaner habt dann kennst du dich ja Bestens aus, auch JVC hat ganz tolle Geräte gebaut.

Nicht daß du denkst ich will jetzt alles mies machen, ich wollte nur sagen ich mag die DDR Geräte, aber es gibt Besseres, durch diesen Osthype wird das nur alles wieder hochgeputscht. Dämlich.


Ja, das Gerät meines Vaters, also der Cassettenrecorder, den er bekommen hat als ich den SKR_500 geschenkt bekam, war wirklich nur ein einfaches Ding......höchstens 180,-Westmark.
Wir haben tatsächlich schon einige Japaner gehabt/gesehen. Ein JVC-Radiorecorder war aber noch nicht dabei. Einen kleinen Verstärker von JVC (A-K200) hatten wir mal für den Partykeller. Das Ding war aber nichts wert.
Dann haben wir noch ein Cassettendeck von JVC (KD-A7).



Daß Du nichts miesmachen willst, weiß ich doch. Du besitzt ein Wissen z.B. über die "Musiklandschaft" der DDR......wie gesgagt.....Hut ab. Den Titel von Pankow--Rock'n Roll im Stadtpark....sowie das meiste von denen kenne ich als geborene Ossi garnicht. Sollte ich wohl mal nachholen. Das "Berluc" eine "Politschleimscheißerband" was, wußte ich auch nicht. Naja, ich habe mich auch wirklich nicht mit Ostmusik auseinander gesetzt.

So, für heut erstmal genug.

Die zwei 777er sind für 535 und 348,-€ rausgegangen.......zuviel!

Liebe Grüße
Mary
DOSORDIE
Inventar
#90 erstellt: 05. Dez 2007, 03:58
Das JVC Tapedeck ist krass. Ob es nur gut leuchten kann oder dieser Analyzer auch ne Bewandnis hat weiß ich aber nicht, ausserdem scheint es wesentlich breiter zu sein als 44 cm, schade, ansonsten siehts verdammt cool aus, was ich auch blöd finde ist dass die Lade auf der rechten anstatt auf der Linken Seite ist. Was kann denn das Viech alles so?

Wie gesagt, das mit Berluc kann ich nicht bestätigen, ich habs mir nur mal sagen lassen, aber die haben auch so Songs die arbeiterkampfmäßig klingen und mir ein bisschen Angst machen, rockt aber ähnlich wie No Bomb, ich hab sogar die LP wo das drauf ist "... denn nur gradaus hin zur Sonne keimt die Saat.."

94,6 stimmt übrigens. Der Sender hat deutschlandweit die gleiche Frequenz und ist fast flächendeckend empfangbar. Irre oder? Scheint wohl mit einer der reicheweitenstärksten Sender in Deutschland zu sein. MDR1 Radio Sachsen Anhalt - So... klingts nur bei uns! Stimmt aber auch wirklich, die sind einzigartig, wenn auch nicht immer gut.

Aber die meisten Moderatoren und Aktionen mag ich, die sind so gemütlich, da gibts z.B. morgens immer "Findet Mücke", Moderator Lutz Mücke ist in irgendeinem Kaff unterwegs und man muss anhand der Hinweise die er gibt rausfinden wo er ist, wenn es das Heimatkaff ist dann sollte man ihn suchen weil man dann nämlich n Haufen Geld gewinnen kann. Dabei gestalten die das immer so aufregend dass man manchmal Hummeln im Arsch kriegt, wenn man zuhört. Man kriegt dann ein Losungswort im Radio gesagt, wenn man sich das aufschreibt, den Mann findet und das ins Mikro sagt oder liest kriegt man schonmal 500 Euro glaub ich, wenn man dann noch die Leute aus dem Kaff dazu bewegen kann eine Tagesaufgabe zu erfüllen dann kriegt man nochmal 1000 Euro für das Kaff dazu, die dann für einen guten Zweck investiert werden, was weiß ich... Spielzeug für den Kindergarten oder so. Find ich hübsch, is nich son großes Kommerz flieg in den Urlaub und gewinn nen fetten Audi Privatsendernervspiel. Die Tagesaufgabe is meistens wie ein albernes Kinderspiel. Neulich waren die in irgendeinem Ort der Brücken hieß und dann mussten die irgendein bekanntes Volkslied umdichten dass Brücken und Mücke drin vorkommt und das dann vorsingen AUF EINER BRÜCKE vortragen, hat geklappt, fast der ganze Ort stand versammelt auf der Brücke und hat das Lied geträllert, süß irgendwie, solche Aktionen hab ich im Dudelfunk schon lang nich mehr gehört, da gibts immer nur sowas mit Aufkleber vom Sender aufs Auto und dann sagen die das Kennzeichen durch und dann ruft man da an und darf sich einen von 10 Schlüsseln aussuchen und hat dann wenn man Glück hat nen Sportwagen gewonnen, Standart, langweilig oder sie blättern von irgend nem Ort das Telefonbuch durch und du musst dann wenn der Sender dran ist "HALLO ICH HÖRE HITRADIO FFH..." und den Werbeslogan - den ich mittlerweile vergessen hab weil es zu viele Sender gibt die ähnliche Sprüche haben und wo auch die selbe Musik kommt - sagen und dann hat man was gewonnen, weiß aber nich mehr was, natürlich is das dann 100.000 Euro oder so und halt nich nur 500 oder 1000.

Früher hieß das Radio FFH - Wir kommen rüber... Hit für Hit ein Hit... ob das Wir kommen rüber auf den Mauerfall bezogen war? Auf jeden Fall war der Sender da noch cool und nich so nervig wie jetzt. Früher als Kind war ich auch immer froh wenn ich mit meinem Grundig Radiorecorder einen Sender von weiter weg eingefangen hatte, Radio Antenne oder ffn, NDR2 aus Niedersachsen, Radio Hochstift aus Warburg oder, eine Zeit lang auch mal BFBS auf der 103,0 aus Frankfurt oder so... da war ich so 6 Jahre alt, da unterschieden sich die Sender, heute ist es egal was man hört es läuft überall das Gleiche. Die Oldiesender spielen auch alle immer nur den selben Top 20 Rotz. 10 mal am Tag die Beatles und Abba... is ja alles schön und gut aber doch nich jeden Tag immer und immer wieder der selbe Scheiß. Wenn ich die mp3s auf meinem Notebook die Dudelfunktauglich wären alle aneinanderreihe komme ich schon über mehrere Tage Musik ohne dass sich was wiederholt und das sind dann alles mal irgendwann Hits gewesen, da sind ja dann noch nicht die Nachrichten dazwischen und Werbung und das Gequatsche von den Moderatoren, sagen wir mal ne halbe Stunde Musik pro Stunde, dann verdoppelt sich die Zeit die ich dann an Musik in digitaler Form hätte schon.

Und das wären dann nur ein paar mp3s, die Rechte können sich die großen doch alle leisten... da muss doch was zu machen sein...

Mit der Frequenzgangbeschneidung hast du natürlich recht, aber man merkt das schon, wenn die Frequenzen fehlen, wenn eine Ferro Cassette nur bis 14 kHz kommt, dann klingt die unpräziser als eine Chromcassette, wenn das Falldown aber schon bei 14 anfängt, dann kann man die Kurve nicht ausgleichen, weil mit dem BIAS Regler auch die Frequenzen davor angehoben werden wodurch dann der Dolby Pegel nicht mehr stimmt... Der Nachteil ist auch dass der Höhenschwund viel schneller einsetzt, weil er ja auch viel schneller im hörbaren Bereich ist, 14 kHz reicht natürlich aber die Platte kommt höher, sie hört nur in der Innenrille bei 12,5 kHz auf und wird in den höheren Frequenzen empfindlicher, aber davon ist bei guten Pressungen nichts zu hören, vielleicht kann man dem irgendwie gegenwirken. Es sind ja auch nicht nur Frequenzen, die wir bewusst wahrnehmen sondern auch Resonanzen, die jedes Instrument abgibt und die wir bei S Lauten erzeugen, die über 15 kHz gehen und deshalb trotzdem wahrgenommen werden und die Chromcassetten der DDR können zwar auch gut klingen, sind aber im Endeffekt Verarsche, weil die Sättigung so gering ist, dass sie mindestens genau so laut rauschen wie ein Ferroband und die sind von Orwo nicht schlecht. Aber dann lieber 2 kHz weniger.

Beim KR450 waren es nicht die Andruckrollen, sonst hätte das aufgehört wo ich meine gewechselt habe. Der R4100 war zuletzt ein KR450, man hat nur den Namen geändert um ihn den restlichen Geräten anzugleichen. Übrigens soll es den R4100 kurz als R4300 gegeben haben bevor man ihn endgültig in KR450 umbenannt hat. Der Fehler mit dem Leiern muss innerhalb des Capstanantriebs entstanden sein, irgendwas hat da nicht gestimmt, vielleicht saß die Capstanwelle auch nicht mittig, davon war ein ganzer Haufen betroffen, möglicherweise waren es auch mal die Andruckrollen, bei meinem jedenfalls nicht, das Laufwerk war wie neu, ich habe dann die Andruckrolle von einem R4100 genommen, der nicht geleiert hat, der KR450 leierte trotzdem, irgendwann hab ichs aufgegeben und mich nur noch mit R4100 beschäftigt, sieht eh schöner aus mit der beleuchteten Skalenscheibe statt einer LED, am Schönsten ist der mit dem "Mäusekino" und der beleuchteten Skala, finde ich, am Besten in silber, ich habe nen silbernen, ganz selten, sogar im guten Zustand und alles funktioniert, allerdings ist er mit analogem Zeiger, ich will ihn umrüsten auf LED Kette, aber ich brauche erst so ein Skalenglas mit Riffelung, allerdings darf sie auch nicht die Beschriftungen des KR 450 und den neueren Modellen des R4100 haben, denn da sind ja die Zahlen direkt auf dem Skalenglas und werden dann von hinten durch die LED beleuchtet, beim R4100 ist aber das Skalenglas an den Stellen der Frequenzanzeige blank und dafür die Skala von hinten beschriftet... Nur die mittleren Versionen haben Riffelung und blankes Skalenglas, vor der Skala ist aber auch da schon Beschriftung, diese ist bei der schwarzen Version weiß, bei der silbernen Version aber schwarz... ich bräuchte also eine mit schwarzer Schrift. Weil die aber so selten sind würde ich auch eine mit weißer Schrift nehmen, hauptsache ich kann da die LED Kette endlich reinbauen. Hat die Erklärung nu irgendeiner verstanden?

Ich geh mal pennen, gute Nacht.







Ich hatte hier übrigens noch ein Posting wo ich was beifügen wollte aber nie abgeschickt hab, ich glaub das war an dich Mary, vielleicht hab ichs auch abgeschickt, es ist ziemlich lang, ich poste es hier trotzdem nochmal, irgendwer hat neulich die Schallplatte mit der Kurzwelle verglichen:

Naja Vinyl mit der Kurzwelle zu vergleichen ist aber auch blöd. Es gibt schon High End Pressungen, die dann auch so klingen und der CD wirklich sehr nahe kommen. Erstaunlich, dass so ein primitves Medium so gut klingt. Und in der Tat, die Platte klingt manchmal besser, als die CD, aber das liegt einfach am Mastering. Aufgrund der Begrenzungen denen man eben in der Analogtechnik unterliegt sind viele Schallplatten anders abgemischt als die CD und klingen wesentlich angenehmer. Mit einem guten System ist das Rauschen und Knistern bei einer guten Pressung doch sehr gering.

Eine CD hat über 32.000 Pegelstufen, ein Tonband nur etwas über 1000. Studioaufnahmen wurden aber früher auf analogen Tonbändern getätigt, wenn man sich die Remasters anhört oder eine gut erhaltene Schallplatte aus dem audiophilen Sektor, weiß man, dass das völlig ausreicht. Durch den warmen Charakter alter Jazz Platten beispielsweise ist auch bewiesen, dass diese manchmal viel viel schöner klingen als eine moderne CD mit dem Remaster der selben Aufnahme, das ist natürlich oft auch Geschmacksache, ich würde niemals behaupten, dass die Analogtechnik der digitalen überlegen ist, vor allem nicht mit solch einfachen Mitteln.

Ich bin nur immer wieder baff darüber, dass ein Walkman DC2, DD, D6C, Walkman 7 oder sonst irgendwas "Teureres" aus dieser Zeit wesentlich besser klingt als ein Ipod oder irgendein anderer mp3 Player. Aber das ist ja auch kein wunder, es ist ja schon irre, dass so ein Gerät mit einem 3,6 Volt Akku 80 oder 160 GB mit hochauflösendem Videodisplay und mp3 Wiedergabe in einem Format das kleiner ist als der kleinste Walkman bewerkstelligen kann, die Endstufe vom neuen Ipod Classic soll vollständig linear sein. Problem ist die Ausgangsleistung. In audiophilen High End Zeitschriften werden öfter mal alte Walkmans getestet und gewinnen gegen Ipod und Co haushoch, einfach weil sie bessere Endstufen haben.

Ich werde für meine 80er Jahre Walkmans teilweise verspottet, weiß aber dass sie einfach besser klingen als ein Walkmanhandy, natürlich sind das auch nur spezifische Typen und sicher ist ein billiger mp3 Player einem günstigen Walkman haushoch überlegen, aber Consumerprodukte für den High End Bereich gibt es scheinbar nicht mehr. Ein Ipod der mit Sony Walkman DC2 oder D6C vergleichbar ist existiert nicht, wahrscheinlich werde ich die nächsten 10 Jahre vergeblich danach suchen und dann immernoch aus Verzweifelung Cassetten aufnehmen weil einfach nichts portables vergleichbar gut klingt und vor allem auch so laut geht wie ein alter Walkman. übrigens auch der völlig unmögliche Sony PS-F9 Flamingo klingt großartig, es sei denn die Platte ist nicht mittig zentriert oder unterschiedlich schwer, man mag es kaum glauben.

Schade finde ich an dieser Consumergeschichte, dass sich auch das Verhalten des Musikhörens ändert, eine Schallplatte kann man nicht so einfach durchskippen wie eine CD oder mp3s, die Liebe fehlt. Ich nehme meine Mixtapes einzeln auf, jedes Lied getrennt, es wird neu eingepegelt und so weiter, wenns mir nicht gefällt spule ich zum Ende des letzten Tracks zurück, eine mp3 CD wird durchgeskippt. Wenn sie alt ist kommt sie in den Müll. So ist es mit Cassetten nicht, die sind wie Fotoalben für mich, jede einzelne liebe ich und jede hat auch eine Bedeutung, mit CDs geht das nicht, allein schon weil sie in 3 Minuten gebrannt ist, da fehlt die Liebe.

LG, Tobi
AK74>RetroKidz_Dresd...
Stammgast
#91 erstellt: 05. Dez 2007, 08:44

Mary_1271 schrieb:

AK74>RetroKidz_Dresden< schrieb:
Um hier ein bisschen mehr Ontopic zu kommen, kündige ich jetzt mal an was ich am Wochenende erwarte:

DEN GF 9292!!!!!!!! für 130 Euro
Foto's folgen

Demnächst kommt noch ein GF 575
und so weiter

bleibts gespannt :prost


Hallo AK74

Gratuliere zum 92er. Ich hoffe, wir sehen bald Bilder.

GF_575?? Ich kenne nur den 555er. Da bleiben wir wirklich gespannt.


Moin Mary

zum GF 575...das ist ein sehr seltenes teil und auch beliebt.
hab jetzt nur ein vorab Foto von ihm, hier:



DOSORDIE schrieb:
Meine Fresse... Wo haste denn nu nen GF9292 her? *träumauchhabenwill* Glückwunsch auf jeden Fall, ich hoffe ihm gehts gut!

LG, Tobi


Kenn einen Kumpel von Fresh'n'Attack(eine bekannte Künstlergruppe/Breakdance usw)
...der ist absoluter 80er Freak und sammelt alles im Bezug zur HipHop Kultur der 80er Jahre insbesondere alles von Beatstreet!
Achso, er hat auch einen GF777
Naja...auf jedenfall hat er auch ne kleine Blastersammlung und wollte die etwas verkleinern.
Übringens...er hat auch noch einen GF 500 im Angebot
für 80Euro könnt ihr ihn haben.
Zum GF 9292...Voll Funktionstüchtig.
Doch leider sind am Gehäuse kleine Flecken drauf.
Vielleicht schaff ich es sie so lackschonend wie möglich weg zu bekommen.


Mary_1271 schrieb:

Die zwei 777er sind für 535 und 348,-€ rausgegangen.......zuviel!


Zumal ich 347 geboten habe
Mary_1271
Inventar
#92 erstellt: 08. Dez 2007, 02:45

DOSORDIE schrieb:
Das JVC Tapedeck ist krass. Ob es nur gut leuchten kann oder dieser Analyzer auch ne Bewandnis hat weiß ich aber nicht, ausserdem scheint es wesentlich breiter zu sein als 44 cm, schade, ansonsten siehts verdammt cool aus, was ich auch blöd finde ist dass die Lade auf der rechten anstatt auf der Linken Seite ist. Was kann denn das Viech alles so?


Hallo Dosordie

Ja, das Deck sieht nicht nur geil aus, es macht auch gute Aufnahmen. Die Spektral-Pegelspitzenanzeige dient zur Auspegelung und Darstellung der Frequenz-Charakteristik um eine optimale Einstellung des Aufnahmepegels zusammen mit den VU-Metern zu ermöglichen. Das Deck besitzt einen Aufnahme-Entzerrer (Record-Equalizer). Damit kann man gezielt die unterschiedlichsten Frequenzgangkennlinien unterschiedlichster Bandtypen im hohen Frequenzbereich beeinflussen. Da das Deck aber kein Dreikopfdeck ist, hat man einige Mühe durch z.B. UKW-Zwischensenderrauschen aufnehmen.....abspielen und vergleichen usw., bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist. Hat man diese Hürde erklommen, wird das Ergebnis dem jeweiligen Bandmaterial zugeordnet und stellt's halt bei nächstenmal einfach so wieder ein.

Das Gerät hat ein 440mm Rastermaß.....ist also normal breit. Daß die Cassettenklappe auf der rechten Seite ist, paßt schon.....da die Tür des HiFi-Rack's nach links öffnet. Es besitzt ANRS und Super-ANRS.....sicherlich vergleichbar mit Dolby_B und C. Es verbessert den Frequenzgang und den Signal-Rauschabstand. Es "frißt" vier Bandsorten nach IEC-Norm 1-4, also Normal, Chrom, Eisenchrom und Reineisenbänder. Das Deck ist ein logicgesteuertes echtes Zweimotoren-Cassettendeck.

Frequenzgang laut Bedienungsanleitung:

Bei 0 VU
Metallband: 25 - 12500Hz (Typisch)
SA / Chromband: 25 - 8000Hz (Typisch)

-20 VU
Metallband: 15 - 18000Hz (Nennwert)
25 - 17000Hz (Typisch)
SA / Chromband: 15 - 18000Hz (Nennwert)
25 - 17000Hz (Typisch)
SF / Normalband: 15 - 17000Hz (Nennwert)
25 - 16000Hz (Typisch)


Gleichlaufschwankungen: 0,04%
Klirrfaktor: 0,4% THD: 1,0%

Das Gerät wurde eigentlich nur wegen der Optik des Anylizers gekauft. Es ist ein echter Blickfang im HiFi-Rack. Unser AL_85 von Alpine war besser. Das hatte beinahe linealglatte Frequenzgänge von 20 - 23000Hz!!! bei Metallcassetten.....vermutlich aber auch nicht bei 0_db. Ich weiß nicht genau, bei welchen Pegel das eigentlich gemessen wird.



DOSORDIE schrieb:

Wie gesagt, das mit Berluc kann ich nicht bestätigen, ich habs mir nur mal sagen lassen, aber die haben auch so Songs die arbeiterkampfmäßig klingen und mir ein bißchen Angst machen, rockt aber ähnlich wie No Bomb, ich hab sogar die LP wo das drauf ist "... denn nur gradaus hin zur Sonne keimt die Saat.."


Gerüchte kamen in der Zone genauso gern auf wie im Westen. Wer weiß! Daß bei den Zonengruppen selbstverständlich auch "Roter Müll" gesungen wurde, ist ja klar. Sonst hätten die in unseren schönen Stasi-Staat sicherlich keinen Boden unter den Füßen gekriegt.




DOSORDIE schrieb:

94,6 stimmt übrigens. Der Sender hat deutschlandweit die gleiche Frequenz und ist fast flächendeckend empfangbar. Irre oder? Scheint wohl mit einer der reicheweitenstärksten Sender in Deutschland zu sein. MDR1 Radio Sachsen Anhalt - So... klingts nur bei uns! Stimmt aber auch wirklich, die sind einzigartig, wenn auch nicht immer gut.


Den MDR auf 94,6Mhz hier in Chemnitz empfangenzukönnen, stellt für unseren Tuner, einen Kenwood KT-1100SD, eine echte Herausforderung dar. Er hat zwar einen Schieberegler, mit dem man die Trennschärfe des Tuner wirkungsvoll in 4 Stufen von Wide auf Narrow ändern kann (80db Trennschärfe), da aber auf 94,7Mhz MDR-Info sendet, würde vermutlich ein billiger Tuner kläglich versagen. Da wir eine drehbare 8-Element UKW-Antenne besitzen, welche sich ganz bequem per Rotorsteuerung aus der "guten Stube" um bis zu 345 Grad drehen läßt, geht es aber. Dazu bin ich dem "Störsender" sogar bis auf 94,65Mhz "auf die Pelle" gerückt und habe im Wide-Betrieb die Antenne so exakt Richtung Brocken ausgerichtet, daß quasi der MDR-Info so schwach wie möglich störte. Danach wieder zurück auf 94,6Mhz und den Regler auf "Narrow" gestellt....und voila MDR_1-Sachsen-Anhalt war OnAir. Aber nicht ganz störungsfrei. Das macht aber nichts. Ich habe nämlich festgestellt, daß der MDR auch via DVB-S empfangen werden kann. Scheint ja dort recht lustig zuzugehen, was? Nach einer ersten "Hörsession" gefällt mir aber "Bremen eins" besser.

Da der Sender auf dem zweithöchsten Berg der Zone steht (Brocken, 1142m), ist die Reichweite enorm. Selbst den NDR
aus Niedersachsen können wir hier empfangen. (92,1Mhz NDR_2 und 98,0Mhz war glaub ich NDR_1)


DOSORDIE schrieb:

oder sie blättern von irgend nem Ort das Telefonbuch durch und du musst dann wenn der Sender dran ist "HALLO ICH HÖRE HITRADIO FFH..."


Das haben die von Radio Luxemburg geklaut. Die hatten sowas schon in den 80er Jahren!



DOSORDIE schrieb:

Mit der Frequenzgangbeschneidung hast du natürlich recht, aber man merkt das schon, wenn die Frequenzen fehlen, wenn eine Ferro Cassette nur bis 14 kHz kommt, dann klingt die unpräziser als eine Chromcassette, wenn das Falldown aber schon bei 14 anfängt, dann kann man die Kurve nicht ausgleichen, weil mit dem BIAS Regler auch die Frequenzen davor angehoben werden wodurch dann der Dolby Pegel nicht mehr stimmt... Der Nachteil ist auch dass der Höhenschwund viel schneller einsetzt, weil er ja auch viel schneller im hörbaren Bereich ist, 14 kHz reicht natürlich aber die Platte kommt höher, sie hört nur in der Innenrille bei 12,5 kHz auf und wird in den höheren Frequenzen empfindlicher, aber davon ist bei guten Pressungen nichts zu hören, vielleicht kann man dem irgendwie gegenwirken. Es sind ja auch nicht nur Frequenzen, die wir bewusst wahrnehmen sondern auch Resonanzen, die jedes Instrument abgibt und die wir bei S Lauten erzeugen, die über 15 kHz gehen und deshalb trotzdem wahrgenommen werden und die Chromcassetten der DDR können zwar auch gut klingen, sind aber im Endeffekt Verarsche, weil die Sättigung so gering ist, dass sie mindestens genau so laut rauschen wie ein Ferroband und die sind von Orwo nicht schlecht. Aber dann lieber 2 kHz weniger.



Ich hatte hier übrigens noch ein Posting wo ich was beifügen wollte aber nie abgeschickt hab, ich glaub das war an dich Mary, vielleicht hab ichs auch abgeschickt, es ist ziemlich lang, ich poste es hier trotzdem nochmal, irgendwer hat neulich die Schallplatte mit der Kurzwelle verglichen:

Naja Vinyl mit der Kurzwelle zu vergleichen ist aber auch blöd.


Vinyl mit Kurzwelle verglichen? Das war ich. Das war aber mehr ironisch gemeint. Natürlich kann Vinyl auch gutklingen. Trotzdem..... im Vergleich zur CD ist das wie AM vs.UKW Naja, natürlich nicht ganz so kraß.

Beim SKR_500 hatte ich bei Chromcassetten per Tape-Selector zwar immer in Stellung "Chrom" aufgenommen, aber in Stellung "Ferro" abgespielt. Der (scheinbare) Höhengewinn war enorm. Auch später, bei Decks mit BIAS hatte ich es immer so eingestellt, daß die Wiedergabe etwas heller klingt als das Original. Somit habe ich dem schleichenden Höhenverlust der Magnetbänder wirkungsvoll vorgebeugt. Ich habe auch nie ein Band "bis zum Anschlag" ausgesteuert. Immer etwa 1-2db unter Maximalpegel. Also z.B. bei Ferro -2 bis -1db ,niemals 0db! Damit wollte ich eine Übersättigung verhindern. Manche mögen es, wenn eine Aufnahme leicht übersättigt klingt. Es gibt z.B. für "Steinbergs Wavelab" ein Plug_in, welches "Magneto" heißt. Es kann nachträglich bei einer Digitalaufnahme diese Übersättigung einmischen. Das versaut aber den astreinen Digitalklang!!!

Bei meinem Dreikopfdeck AL_85 habe ich per Hinterbandkontolle die manuelle Einmessung so beeinflußt, daß die Aufnahme auch etwas heller aber keinesfalls verzerrt klingt. Entgegen allen Warnungen der Hersteller habe ich fast ausschließlich C-120er Cassetten benutzt. Seltsamerweise hatte ich damals weder Probleme im Autoradio oder in den Decks selbst. Benutzt habe ich die D-120 von TDK. Da das Alpine AL_85 selbst bei Ferro bis 20khz ging, war also selbst da (mit Dolby C) kaum ein Unterschied zur CD usw. zu hören. Ein traumhaftes Deck. Besser waren vielleicht nur noch Cassettendecks vom Schlage eines Nakamichi Dragon. Die 120er Cassetten habe ich immernoch. Sie werden staubsicher und kühl gelagert.



DOSORDIE schrieb:

Beim KR450 waren es nicht die Andruckrollen, sonst hätte das aufgehört wo ich meine gewechselt habe. Der R4100 war zuletzt ein KR450, man hat nur den Namen geändert um ihn den restlichen Geräten anzugleichen. Übrigens soll es den R4100 kurz als R4300 gegeben haben bevor man ihn endgültig in KR450 umbenannt hat. Der Fehler mit dem Leiern muss innerhalb des Capstanantriebs entstanden sein, irgendwas hat da nicht gestimmt, vielleicht saß die Capstanwelle auch nicht mittig, davon war ein ganzer Haufen betroffen,


Capstanwelle/Schwungrad.......das wäre durchaus möglich.

Einen R4300 habe ich nie gesehen. Es gab aber ganz kurze Zeit den R4000. Der hatte ein Bandzählwerk. Da diese Zählwerke aber für "Westgeld" importiert werden mußten, wurden nur wenige Recorder davon gebaut. Begründet wurde es natürlich mit mechanischen Unzulänglichkeiten der Zählwerke!



DOSORDIE schrieb:

irgendwann hab ichs aufgegeben und mich nur noch mit R4100 beschäftigt, sieht eh schöner aus mit der beleuchteten Skalenscheibe statt einer LED, am Schönsten ist der mit dem "Mäusekino" und der beleuchteten Skala, finde ich, am Besten in silber, ich habe nen silbernen, ganz selten, sogar im guten Zustand und alles funktioniert, allerdings ist er mit analogem Zeiger, ich will ihn umrüsten auf LED Kette, aber ich brauche erst so ein Skalenglas mit Riffelung, allerdings darf sie auch nicht die Beschriftungen des KR 450 und den neueren Modellen des R4100 haben, denn da sind ja die Zahlen direkt auf dem Skalenglas und werden dann von hinten durch die LED beleuchtet, beim R4100 ist aber das Skalenglas an den Stellen der Frequenzanzeige blank und dafür die Skala von hinten beschriftet... Nur die mittleren Versionen haben Riffelung und blankes Skalenglas, vor der Skala ist aber auch da schon Beschriftung, diese ist bei der schwarzen Version weiß, bei der silbernen Version aber schwarz... ich bräuchte also eine mit schwarzer Schrift. Weil die aber so selten sind würde ich auch eine mit weißer Schrift nehmen, hauptsache ich kann da die LED Kette endlich reinbauen. Hat die Erklärung nu irgendeiner verstanden?


Ich denke schon! Da hast Du Dir ja etwas vorgenommen!!! Maximale Erfolge dabei.



DOSORDIE schrieb:
Es gibt schon High End Pressungen, die dann auch so klingen und der CD wirklich sehr nahe kommen. Erstaunlich, dass so ein primitves Medium so gut klingt. Und in der Tat, die Platte klingt manchmal besser, als die CD, aber das liegt einfach am Mastering. Aufgrund der Begrenzungen denen man eben in der Analogtechnik unterliegt sind viele Schallplatten anders abgemischt als die CD und klingen wesentlich angenehmer. Mit einem guten System ist das Rauschen und Knistern bei einer guten Pressung doch sehr gering.


Naja, also bei Schallplatten von HighEnd zusprechen, ist ja schon Blasphemie ! Klar gibt es gute Pressungen. Überspiele ich aber eine Schallplatte auf CD (Rechner, Wave-Datei), ohne diese Aufnahme digital aufzumotzen, klingt die CD haargenauso wie die Schallplatte! Und wenn man einem Medium eine andere als die Originalabmischung zuführen muß, damit es halbwegs klingt, zeigt es doch nur die Unzulänglichkeiten dieses unperfekten und antiquierten Mediums auf. Unsere Schallplatten verstauben schon seit etlichen Jahren auf dem Dachboden. Da sind bestimmt echte Raritäten dabei, die ich vielleicht für viel Geld in die "Bucht" (Ebay) stellen könnte. Vielleicht mache ich das auch.



DOSORDIE schrieb:

Schade finde ich an dieser Consumergeschichte, daß sich auch das Verhalten des Musikhörens ändert, eine Schallplatte kann man nicht so einfach durchskippen wie eine CD oder mp3s, die Liebe fehlt. Ich nehme meine Mixtapes einzeln auf, jedes Lied getrennt, es wird neu eingepegelt und so weiter, wenns mir nicht gefällt spule ich zum Ende des letzten Tracks zurück, eine mp3 CD wird durchgeskippt. Wenn sie alt ist kommt sie in den Müll. So ist es mit Cassetten nicht, die sind wie Fotoalben für mich, jede einzelne liebe ich und jede hat auch eine Bedeutung, mit CDs geht das nicht, allein schon weil sie in 3 Minuten gebrannt ist, da fehlt die Liebe.



Ich hatte mir auch immer sehr sehr viel Mühe mit meinen Aufnahmen gemacht. Ich war (bin?) regelrecht besessen von guter Musik. Spätestens als ich damals zur Jugendweihe den SKR_500 geschenkt bekam, drehte sich eigentlich alles bei mir nur noch ums Mitschneiden. Andere in meinen Alter haben sich Sonnabends für die Disco zurechtgemacht....stundenlang geschminkt usw., wie eben Weiber so sind. Ich hingegen saß vor meinen SKR_500 und hörte den RIAS-Treffpunkt (16-18 Uhr). Danach schaltete ich auf NDR_2. Da kam von 18 - 20 Uhr die Club-Hitparade. Die durfte ich natürlich auf keinen Fall verpassen. Mein damaliger Freund (der mit dem R4100) hatte dafür bald kein Verständnis mehr und somit trennten sich unsere Wege!

Mit meinen Cassetten war ich sehr penibel. Es kam z.B. niemals vor, daß eine Cassette ohne Hülle rumlag. Musik wurde bei mir nach Genres getrennt aufgenommen. Es kam z.B. niemals vor, daß z.B. nach "Kiss" Roland Kaiser folgte. Cassetten wurden getrennt in englische-und deutsche Musik. Dabei war es nochmal getrennt in Punk, Rock, Country, Deutschrock, Deutsche Schlager und Neue Deutsche Welle. Es lagen also immer mehrere Cassetten bereit. Wurde z.B. erst ein englischer-und danach deutscher Titel angesagt die mich interessierten, mußte ich blitzschnell die Aufnahme beenden...Cassette wechseln und wieder Aufnahme drücken. Das war vielleicht ein Streß!! Hörte ich eine Musiksendung und hatte die Cassette für englischen "Mainstream" eingelegt, aber es kam plötzlich ein deutscher Titel, den ich haben wollte, fehlte dann oftmals der Anfang. Da ich auch noch Chrom-und Ferrobänder benutzte, mußte ich auch noch daran denken, den Tape-Selector auf die richtige Bandsorte umzustellen. Hatte ich's bei Chromcassetten mal vergessen, war es nicht ganz so tragisch. Die Aufnahme war eben dann noch eine Idee heller. War aber auf Chrom gestellt und es wurde ein Eisenband bespielt, war es zu dumpf und die Aufnahme damit unbrauchbar. Jeder Titel wurde von mir in einem Buch archiviert. Ich schrieb sogar noch den Zählwerksstand hinter jeden Titel. Somit war ein bestimmtes Lied leicht gefunden.

Irgendwann lernte ich meinen jetzigen Mann kennen. Der war genauso verrückt wie ich. Wir paßten (passen) perfekt zusammen. Nach der Währungsunion kauften wir uns ein sehr gutes Doppelcassettendeck mit Quickreverse-Laufwerke. Die Tonköpfe drehten sich bei Erkennen des Vorspielbandes in 0,3 Sekunden. Da beide Laufwerke Aufnahme-und das Deck Timerfähig waren, war eine neue Ära eingeläutet. Per 2x110er TDK-Metallcassetten wurden jetzt entsprechende Sendungen einfach komplett mitgeschnitten und dann gezielt rausgepickt. Eine enorme Verbesserung. Später kauften wir noch das AL_85 und einen Stereo-Videorecorder. Jetzt konnten wir 10 Stunden am Stück mit dem Videorecorder in beinahe perfekter Qualität aufnehmen und verlustfrei auf das AL_85 überspielen.

Da sich aber ein Videorecorder bei kritischen Material per Kopfumschaltgeräusche bemerkbar macht (Rauschfahnen), kamen später zwei DAT-Recorder dazu. Das war absolut perfekt........bis etwa 1998. Dann wurde ein leistungsstarker Rechner zusammengebaut. Es war damals ein 350er K6-2 AMD-Przessor......der Schnellste für Sockel_7, die schnellste und größte (10_GB) Festplatte, CD-Brenner usw. Fortan wurde mit dem Rechner aufgenommen und per Wave-Editor bequem geschnitten, bei Bedarf aufgemotzt und gebrannt. Das mache ich heute noch. Der Rechner ist allerdings heute Pentium-Doppelkerner mit 2x3Ghz, 1,5 Terrabyte Speicherplatzt usw.
CDs kaufen wir kaum. Es werden Sendungen per Harddiscrecording vom SAT-Receiver oder UKW-Tuner aufgenommen und die Rosinen rausgepickt.

Übrigens......unsere "Hochbit"-mp3-CDs werden liebevoll per LightScribe mit Schrift und Bildern verziert. Vielleicht stelle ich mal eins hier rein. Also: Es ist heute zwar sehrviel bequemer als es mit den Cassetten war, aber die CDs werden trotzdem mit Liebe und Aufwand erstellt. Einen absolut riesigen Vorteil gegenüber der Cassette ist nämlich die Verschleißfreiheit.

Es ist mir noch kein einziger grobmechanischer Cassettenrecorder untergekommen, der nicht irgendwann Spurprobleme hatte. Die ersten Aufnahmen meines SKR_500 hatten nämlich nach einem Jahr oder so deutlich weniger Höhen! Das lag aber nicht am Abrieb der Cassetten oder der Abnutzung der Köpfe (die wurden regelmäßig gereinigt). Es hatte sich schlicht und einfach die Spur/der Tonkopf verstellt. Also wurde ein kleines Loch ins Cassettenfach gebohrt, damit man "am Tonkopf drehen" konnte. Und schon ertönten meine Aufnahmen im alten Glanz. So mußte ich nun ständig den Azimuth verändern. Das Problem haben aber fast alle Cassettengeräte. Sehr hochwertige, logicgesteuerte Decks blieben davon aber weitestgehend verschont. Der Nakamichi Dragon hatte sogar eine Azimuthwinkel-Korrektur eingebaut. Den Tonkopf des Decks konnte man ganz bequem auf Fremdcassetten eintaumeln. Der Dragon kostete aber auch die Kleinigkeit von 4500,-DM (Listenpreis) und sah dabei relativ häßlich aus.


Hallo AK74

Danke fürs Bild vom GF575. So richtig kultig sieht er aber für mich nicht aus. Er ist für meinen Geschmack schon zu neumodisch.

Den Fleck auf Deinen 92er bekommst Du vielleicht mit guter Autopolitur weg. Ein Versuch ist es wert.

Möglicherweise sollte es nicht sein, daß Du den GF_777 für 347,-€ ersteigerst. Ärgere Dich nicht. Es kommen mit Sicherheit noch weitere 777er.
Sehen wir bald Bilder vom 92er?

Liebe Grüße
Mary
AK74>RetroKidz_Dresd...
Stammgast
#93 erstellt: 08. Dez 2007, 04:15

Mary_1271 schrieb:

Hallo AK74

Danke fürs Bild vom GF575. So richtig kultig sieht er aber für mich nicht aus. Er ist für meinen Geschmack schon zu neumodisch.

Den Fleck auf Deinen 92er bekommst Du vielleicht mit guter Autopolitur weg. Ein Versuch ist es wert.

Möglicherweise sollte es nicht sein, daß Du den GF_777 für 347,-€ ersteigerst. Ärgere Dich nicht. Es kommen mit Sicherheit noch weitere 777er.
Sehen wir bald Bilder vom 92er?

Liebe Grüße
Mary


Jopp, du hast recht auf den ersten blick sieht er nicht so kultverdächtig aus, dachte ich auch...aber dieser Ghettoblaster hat in einigen Filmen mitgewirkt, die auch schon Kult sind...

Ohhhja, ich hoffe ich krieg noch einen GF767/GF777/GF909/GF999/GF1000

Bilder vom 92er kommen am Sonntag, da erwarte ich ihn...

und hier hab ich für euch noch ein kleines NikolausGeschenk:
http://www.youtube.com/watch?v=MhcJk3W9P9U
Mary_1271
Inventar
#94 erstellt: 08. Dez 2007, 21:36

AK74>RetroKidz_Dresden< schrieb:

und hier hab ich für euch noch ein kleines NikolausGeschenk:
http://www.youtube.com/watch?v=MhcJk3W9P9U



Hallo AK74

Ein schöner, beleuchteter Recorder. Die Musik zum Video dürfte aus dem Film "Beat Street" sein! Richtig? Am besten sieht so ein Recorder mit den schönen Spulencassetten aus. Das macht was her. Wielange halten denn bei der Partybeleuchtung die Batterien des Recorders? Dürfte ja bestimmt beizeiten schicht sein im Batteriebetrieb.

Ich bin gespannt auf Deinen 92er.

Liebe Grüße
Mary
AK74>RetroKidz_Dresd...
Stammgast
#95 erstellt: 08. Dez 2007, 23:06
Yeah, Hundert Punkte!!!!
Beatstreet...
oder besser gesagt The Treacherous Three mit Santas Rap.

Jopp, du hast recht...nach ca 4-5stunden spielzeit sind die batterien leergesogen

was die Tapes angeht...hab gestern ne Ladung bekommen
AK74>RetroKidz_Dresd...
Stammgast
#96 erstellt: 09. Dez 2007, 19:00
heut wars soweit...der GF 9292

so sieht er aus(wie aus dem Ei gepellt)
und alles funktioniert ohne einschränkungen

viel spaß beim angucken
sry für die schlechten fotos...hier is einfach ne schlechte beleuchtung, das isses besser das im sonnenlicht zu machen, doch sonne is ja so schnell weg







Mary_1271
Inventar
#97 erstellt: 09. Dez 2007, 22:09

AK74>RetroKidz_Dresden< schrieb:
heut wars soweit...der GF 9292

so sieht er aus(wie aus dem Ei gepellt)
und alles funktioniert ohne einschränkungen

viel spaß beim angucken
sry für die schlechten fotos...hier is einfach ne schlechte



Hallo AK74

Na, so schlecht sind die Fotos ja nun wirklich nicht. Das Gerät ist ja wirklich im traumhaften Zustand. Da gratuliere ich Dir. Astreines Gerät. Ist er in den Ritzen recht verdreckt? Da setzt sich ja meistens zwangsläufig der meiste Staub ab und ist nur mühsam zu reinigen. Spult er noch richtig? Wenn er sich etwas schwer damit tut, braucht er einen neuen Flachbandriemen in der Größe 84.8 x 0.60 x 4.00 mm. Dazu muß aber das komplette Gerät zerlegt werden.

Die Chromringe um die Lautsprecher sehen zusammen mit den Chromringen um den Hochtönern etwas kultiger aus als bei unseren 91er. Schade das der 92er keine analogen S-Meter mehr hat. Dann sähe er beinahe perfekt aus. Vielleicht ergattere ich ja mal ein 92er Schrottgerät, bei dem die Front noch in Ordnung ist. Dann bekommt der 91er die 92er Front verpaßt. Sollte ja probelmlos passen.
Na dann, viel Spaß mit Deinem neuen Recorder.


AK74>RetroKidz_Dresden< schrieb:

was die Tapes angeht...hab gestern ne Ladung bekommen :prost


Woher beziehst Du denn diese Tapes? Aus der Bucht (Ebay)?


Liebe Grüße
Mary
AK74>RetroKidz_Dresd...
Stammgast
#98 erstellt: 09. Dez 2007, 22:33
Zu der Funktion des GF 9292
...tadellos!!! Riemen sind alle Okay.
Ich musste lediglich bissl Kontaktspray nutzen weil die Poti's ein wenig kratzten.
Joar...das is ein bissl Staub und Dreck dazwischen...muss ich noch reinigen

alles nullo problemo


Nein, ich beziehe die Tapes aus Sammlerbekanntschaften aus Amerika.
AK74>RetroKidz_Dresd...
Stammgast
#99 erstellt: 11. Dez 2007, 01:12


Zweck0r
Moderator
#100 erstellt: 11. Dez 2007, 01:25
Und noch ein neuer netter Fang:

http://cgi.ebay.de/w...=1&item=270192666997

Grüße,

Zweck
Mary_1271
Inventar
#101 erstellt: 11. Dez 2007, 02:12

Zweck0r schrieb:
Und noch ein neuer netter Fang:

Grüße,

Zweck


Hallo

Gratuliere. Vielleicht ist ja nur die Sicherung kaputt. Aber ein schönes Gerät ist es leider für meinen Geschmack nicht. Dann eher den RR 1140 SL, oder eben den "Blaster Of The Month" von AK74.

Aber.......Geschmackssache.

Liebe Grüße
Mary
Suche:
Gehe zu Seite: |vorherige| Erste 2 3 4 5 6 7 . 10 . 20 . 30 . 40 .. Letzte |nächste|
Das könnte Dich auch interessieren:
Radiorecorder Sharp GF 8686
d_8450 am 04.11.2007  –  Letzte Antwort am 04.11.2007  –  2 Beiträge
Ghettoblaster
greenfrogger am 12.01.2009  –  Letzte Antwort am 12.01.2009  –  3 Beiträge
Zeigt eure (Röhren-)Radios
Elos am 17.02.2007  –  Letzte Antwort am 18.02.2007  –  20 Beiträge
SHARP GF - MD Player Anschluss?
jozen am 21.09.2006  –  Letzte Antwort am 27.09.2006  –  7 Beiträge
Suche Tipps zu Roehren-Radios
Sonntagsfahrer am 22.09.2004  –  Letzte Antwort am 29.09.2004  –  13 Beiträge
Sharp GF 9191, was kann man erwarten?
Goodi am 02.08.2010  –  Letzte Antwort am 21.08.2010  –  18 Beiträge
Der Klassiker Tausch Thread
P.W.K._Fan am 31.10.2010  –  Letzte Antwort am 27.05.2011  –  26 Beiträge
2 x 50er (?) Jahre Radios
borgzimm am 16.11.2009  –  Letzte Antwort am 17.11.2009  –  5 Beiträge
(Sharp) OPTONICA Stammtisch und Bilder-Thread
Mo888 am 22.11.2010  –  Letzte Antwort am 07.03.2017  –  836 Beiträge
Der Hifi-Jugend Sammler-Thread
-Fabio- am 16.02.2011  –  Letzte Antwort am 24.01.2012  –  1356 Beiträge

Anzeige

Aktuelle Aktion

Hersteller in diesem Thread Widget schließen

  • Philips
  • Bose
  • Koss
  • Magnat
  • Monitor Audio
  • Lasonic
  • JBL
  • Yamaha
  • Logitech

Forumsstatistik Widget schließen

  • Registrierte Mitglieder816.206 ( Heute: 3 )
  • Neuestes MitgliedQueerdenker
  • Gesamtzahl an Themen1.361.983
  • Gesamtzahl an Beiträgen17.942.351