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V-Moda InEar: Erfahrungsbericht / Review

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Autor
Beitrag
maggoliman
Stammgast
#1 erstellt: 25. Feb 2007, 22:00
Hallo Leute,

ich lese nun schon seit einiger Zeit im Kopfhörer Forum und wollte nun mal was für die Community tun und mein erstes Review schreiben. Also habt ein wenig Nachsicht, bei Fehlern Dieses Review ist natürlich absolut subjektiv und muss/soll daher nicht für alle Zutreffen. Ich möchte mit dieser Review nur meine Erfahrungen mit den Lesern des Forums teilen.


InEar Neulinge, bitte beachten!:
Wichtig für die richtige Wiedergabe ist natürlich die Musikquelle und die Qualität der Aufnahmen, da schlechte Aufnahmen bei hochwertigeren Kopfhörern sofort hörbar werden insbesondere wenn bei Mp3s die Bitrate zu niedrig ist. Zu beachten ist auch, dass viele Quellen, insbesondere Mp3 Player, ein gewisses Maß an Grundrauschen haben können. Der Sitz der InEars ist extrem wichtig, d.h. dass sie so sitzen müssen, dass eine gute Isolation von Außengeräuschen besteht. Viele Kopfhörer brauchen einige Stunden oder gar Tage, bis sie sich eingespielt haben (auch burn in geanannt), bis sie ihren optimalen Klang erreicht haben. Also seid nicht gleich enttäuscht, wenn es beim ersteinmal nicht so toll klingt.


Vorwort:
Ich bin nun seid einigen Tagen stolzer Besitzer der hier in Deutschland noch relativ unbekannten V-Moda Vibe in der Farbe Chrome! Gekauft wurden sie über ein weltbekanntes Internet Auktionshaus für $89/ca.69€.

Mehr Farbvariationen und Infos gibt es auf der offiziellen Homepage: Link


Bild:



Lieferumfang:
Hellgoldene Tasche, die ein wenig an eine kleine Brillentasche ähnelt
Modawrap (ein Stück aus Silikon zum Aufwickeln des Kabels)
6 Paar transparente Aufsätze jeweils 2 Paar in den Größen S,M,L
2 Paar in Schwarz in der Größe S
V-Moda VIP Card (Zugang zum Content auf der Herstellerseite)

Ich finde den Lieferumfang sehr großzügig, auch wenn die Tasche vielleicht in einer anderen Farbe etwas besser gewesen wäre


Daten (Händlerangaben):
Frequenzbereich: 12 Hz – 22 kHz
Treiber: V-MASQUE dynamic technology, 9mm neodymium rare-earth magnet
Kabellänge: 32 inch vom 3,5mm Stecker zum "y-connector", 13.5 inch Kopfhörerkabel (symmetrisch)
Plug: 24k gold-plated, gerade, 3.5mm
Gewicht: 12 g
Impedanz: 16 ohms
Sensitivity: 92 dB (at 1kHz 1mW)
Rated Input Power: 2mW


Quellen:
Für den Test habe ich meinen iRiver H320 benutzt, da die Vibe wohl weitestgehend im mobilen Einsatz genutzt werden.
Als Testmusik habe ich Mp3s in VBR 192-320 benutzt, da das wahrscheinlich die meisten Normalverbraucher nutzen bzw. ich habe einfach nicht genug Platz für FLAC


Verarbeitung:
Die Verarbeitung ist sehr gut. Das Metallgehäuse fühlt sich sehr hochwertig an. Das Kabel ist nochmal von einem transparentem "Schlauch" umgeben, welches ein wenig die Kabelgeräusche mindert. Alles sitzt fest und wackelt nicht.


Sound:
Gleich vorweg: Frisch aus der Box klingen sie schrecklich spitz und bassarm. Daher ist die Enttäuschung am Anfang ziemlich groß, da man ja schließlich für ca. 70€ etwas mehr erwartet hatte.

ABER: Nach dem Einspielen von etwa 24 Std. an meinem iRiver H320 im Shuffle Modus veränderte sich der Sound sehr zum positiven. Die Höhen sind nun nicht mehr so schrill und auch der Bass nimmt auch zu.

Höhen: Mir scheinen die Höhen ein wenig angehoben, daher klingen sie sehr klar, können aber für einige vielleicht ein wenig zuviel sein. Noch sind sie mir ein wenig zu harsch, aber nach weiteren Stunden des Einspielens, sollte es sich noch weiter verbessern.

Mitten: Sind meiner Meinung nach klar und geben z.B. Gitarren und Stimmen gut wieder. Es fehlen etwas die oberen Mitten.

Bass: Der Bass ist knackig und schnell, fast schon zu schnell, was aber nicht unbedingt ein Nachteil sein muss, wenn man z.B. die Basstöne "hören" und nicht nur "fühlen" will. Es fehlt ein wenig Tiefbass, z.B. bei Stücken von den Fun Lovin Criminals ist der Bass genau richtig, bei den Strokes zu wenig

Was mich überrascht hat, ist das der Vibe als InEar eine gewisse Räumlichkeit besitzt und gar nicht soooo schlecht isoliert, wie von einigen beschrieben. In der Bahn oder im Bus höre ich kaum die anderen Fahrgäste oder Fahrgeräusche. Hört man sehr laut, kann es sein, dass die Umgebung was davon mibekommt.

Da sie vom Klang und Feeling her "luftig" sind, hat man nicht das Gefühl Ohropax in den Ohren zu haben. Man kann mit ihnen ohne Probleme mehrere Stunden lang hören


Höreindrücke

Der Vibe klingt sehr unterschiedlich je nach Aufnahme. Damit man sich ungefähr ein Bild machen kann mit was man die Vibe füttern kann habe ich hier einige Beispiele aufgeführt, die meinen persönlichen Eindrücken entsprechen:

Death Cab for Cutie - What Sarah said | klingt etwas dumpf, aber *

The Strokes - Is this it / Take it or leave it | Geht gar nicht, klingt irgendwie blechern.

Coldplay - In my place / Speed of Sound | Klingt in Ordnung, aber sonst nichts besonderes. *

Billy Talent - Devil in a midnight mass | Geht gut ab, der Anfangssound klingt wie ein Computerspiel.

Hurt - Rapture / Shallow | So soll es sein! Dynamisch und voller Klang der einen mitreißt.

Guns N' Roses - Welcome to the Jungle | Es klingt sehr dünn und auch der EQ bringt nicht viel.

Pearl Jam - World wide suicide | Rockt, Stimme aber etwas leise, Aufteilung der Gitarren sehr gut hörbar. *

Nirvana - Smells like teen spirit | Macht Spass, etwas mehr Bass wäre nicht schlecht.

Foo Fighters - Over and out (Unplugged) | Dafür wurden die Vibe gebaut, klingt kristallklar, man hat das Gefühl dabei zu sein.

Eric Clapton - Change the World (Clapton Chronicles) | Die Instrumente klingen toll und man wippt mit.

Fun Lovin Criminals - King of New York | Hier zeigt der Vibe, dass er auch Bass kann ohne den Rest zu überdecken.

Boys II Men - Yesterday | Sehr schön sind hier die verschiedenen Stimmen erkennbar, vor allem die Bassstimme ist sehr präsent.

Brian McKnight - Back at one | Schön klar und unaufdringlich, gut abgestimmt.

Usher - U remind me | Macht Spass zu hören und klingt sehr gut.

R. Kelly - Home alone | Kopf wackelt mit, ist aber kein Clubfeeling

50 Cent - In da Club | Bass vorhanden und macht Spass

Thievery Corporation - Lebanese Blonde | Klingt etwas dumpf, aber *

Gorillaz - Feel good Inc. | Macht Spass, groovy!

Christina Aguileira - Hurt | Schöne klare Stimme, Instrumente klingen gut

Diana Krall - Besame Mucho | Sehr stimmungsvoll, ihre Stimme kommt gut zur Geltung

Katie Melua - Nine milion bicycles | Ihre Stimme ist schön klar und die Instrumente wirken sehr lebendig.

* erhöht man die oberen Mitten ein kleines bißchen mit den EQ klingt es wieder gut.

Vor allem für Unplugged Alben scheinen die Vibe gut geeignet zu sein. Bei anderen Musikrichtungen gibt es vieles was passt, aber auch nicht. Wie schon erwähnt ist es je nach Aufnahme verschieden. Ist die Qualität gut genug und genug Bass vorhanden, klingen sie am Vibe gut. Sonst kann der Sound etwas dünn oder dumpf wirken. Wer viel Bass braucht für z.B. Hip Hop, kann auch mit dem EQ nachhelfen. Sie gehen ziemlich weit runter ohne die Höhen oder die Mitten zu überdecken. Die Lautstärke sollte man schon ein wenig aufdrehen, damit sich der Klang besser entfalten kann. Der Vibe ist auf jedenfalls nix für Bassheads oder Leute, die einen warmen Sound mögen.


Komfort:
Sie passen bei mir sehr gut ins Ohr und ich benutze die kleinsten Aufsätze. Es sind insgesamt 3 verschiedene Größen mitgeliefert (S M L). Beim Einsetzen brauche ich nicht länger als 5 Sek. (allerdings habe ich auch schon Erfahrung mit InEars) und das Rausnehmen geht noch schneller
Da sie so leicht sind (ca. 12g) merke ich kaum, dass sie im Ohr sind, sie sind also sehr bequem.
Kabelgeräusche gibt es schon ein wenig, aber ich empfinde sie nicht als störend.


Fazit:
Wer einen Mp3 Player besitzt und nicht soviel Geld für trotzdem gute InEars ausgeben möchte und einen leichten, bequemen InEar mit einem klaren Klang sucht, hat mit dem Vibe einen InEar, der viel für seinen Preis leistet. Es fehlt ihm allerdings ein wenig an subwoofermäßigem Tiefbass und Volumen und er ist anspruchsvoll was die Aufnahmen angeht, dafür besitzt er eine unglaubliche Klarheit, Räumlichkeit, Leichtigkeit und kann mit den richtigen Aufnahmen und minimalen EQ Einsatz seine Qualitäten ausspielen. Er hat, meiner Meinung nach, einen kühlen, aber doch spritzigen und lebendingen Klang.


Hoffe ihr könnt was damit anfangen ^^

Gruß

Mag


[Beitrag von maggoliman am 26. Feb 2007, 11:01 bearbeitet]
Andreas67
Inventar
#2 erstellt: 25. Feb 2007, 23:58
Hallo,

danke für das Review. Meine Vibes sind inzwischen knapp zwei Wochen unterwegs und ich hoffe das Sie auch bald eintreffen.

Interessant ist vielleicht noch, welche Vergleichbasis an anderen In Ears du für Deine Bewertung hast.

Andreas
cynric
Inventar
#3 erstellt: 26. Feb 2007, 02:31
hurra, ein erstes Review

da meine vibes zzt auf dem weg zu vmoda sind, kann ich zzt nur ein minimalreview abgeben bzw meine eindrücke nach 2 tagen burn in (cd porti im loop) abgeben:
zu den vibes:
nach einigen kleineren problemen mit dem ebay verkäufer habe ich meine vibes letzte woche auch bekommen und gleich angefangen, sie einzuspielen. Im Grunde stimme ich deinem review zu: am anfang ist der klang nicht wirklich toll, er ändert sich aber nach ~15h sehr zum besseren.
Anfangs hatte ich den eindruck, dass der bass und die etwas ungenauen höhen zu dominant sind.
Beim nächsten check (~12h) hatte sich hier schon einiges getan: bass auf normalniveau, höhen klarer. Leider hatte sich bei meinen vibes zusätzlich ein je nach song mehr oder weniger starkes kratzen und 'rumpeln' bei bass im rechten treiber eingestellt. Bei vielen Tracks war es nicht wahrnehmbar, bei anderen extrem störend (der anfang von katie's piece by piece war kaum zu ertragen...). Darum sind sie zzt auch unterwegs zu vmoda in die usa, die hier sofort einen austausch angeboten haben; bei headfi habe ich auch nichts über dieses problem gefunden, scheint also ein einzelfall zu sein.
trotzdem habe ich sie noch einen weiteren tag laufen lassen, um die klangentwicklung weiter zu verfolgen: nach ~30h (immernoch mit rumpelndem rechten bass) klangen die vibes richtig gut; gute, nicht aufdringliche bässe, (im vgl zu den MS1) etwas zurückgesetzte Mitten, erstaunlich klare höhen.

Sehr positiv ist mir die einfache handhabung aufgefallen: ist ohr schieben, evtl einmal nachdrücken, fertig. kein gefummel oder tip-geknete wie bei manch anderen.
zur isolierung: ohne musik hört man alles, wie mit einem offenen KH. mit musik sind außengeräusche immernoch wahrnehmbar, aber gedämpft. mein hd25-ife isoliert besser.

Wirklich aussagekräftig ist mein mini-review hier nicht; schließlich hatte ich einen defekten treiber und habe auch nicht wirklich viel damit gehört; für einen grobeindruck sollte es aber reichen. Ich hoffe mal, dass vmoda seine ankündigungen von wegen customer service von headfi wahr macht (in etwa "wir sind eine noch unbekannte marke und wollen das ändern, wir müssen alles daran setzen beste qualität und kundenservice zu bieten") und ich bald ein fehlerfreies paar habe... Wenn ich meine austauschgeräte habe, gibt es auch von mir ein richtiges review :). einen vergleich mit anderen IEMs werde ich aber nicht bieten können, das 'beste' im bekanntenkreis sind shure e2c...
pukfe1
Stammgast
#4 erstellt: 26. Feb 2007, 09:26
Hallo!

Wollte schon einen Thread bezüglich eines Reviews von meinen Vibes eröffnen, nun gebe ich also auch meine Erfahrungen der letzten beiden Monate wieder. Ein großes Dankeschön erst mal an maggoliman, sehr umfangreiche Berichterstattung.

Verarbeitung:
Spitzenklasse, echtes Alu, penibelst verarbeitet mit sehr hochwertigem Kabel. Kleine Macke: Beim Klinkenstecker geht das Kabel ohne Versteifung direkt aus dem Metall raus, da ist ein Kabelbruch bei mehrmaligem unvorsichtigem Umknicken vorprogrammiert. Eine klein Tülle rüberschieben, schon ist genügend Schutz da.

Passform:
Anfangs sehr gewöhnungsbedürftig, da sie nicht ergonomisch geformt sind. Hatte aber in kürzester Zeit den Dreh raus. Tief reinschieben, dabei sich nach dem Gehörgang richten. Dann gabs kein Drücken mehr an der Ohrmusche. Stundenlanges Hören war seither kein Problem mehr. Spielt keine Musik, sind die Umgebungsgeräusche etwas geämpft gut hörbar. Sobald Musik spielt, ist z.B. in der U-Bahn oder im Fitnesscenter von den Umgebungsgeräuschen nix mehr zu hören. Isolierung also mehr als ausreichend. Man fühlt sich richtig in eine andere Klangwelt versetzt.

Das wichtigste - der Klang:
Kann mich nur zum Teil meinem Vorredner anschließen, wir beschreiten ja hier auch die subjektive Ebene, alles also eigene Ansichtssache.
Nach dem Auspacken, angeschlossen vorerst an einen iriver h120 (Klangreferenz), kein Vergleich zu den serienmäßigen Sennheiser Ear-Buds. Luftig, sehr hell spielten sie in den ersten Klangminuten auf. Auf Flat-Einstellung spielten sie auf der schrillen Seite mit überbetonten hohen Mitte, sehr feinen Höhen und eher bassärmeren Aufkommen. Bei diesen frequenten "Unarten" musste natürlich mit dem EQ nachgeholfen werden. Plötzlich nicht wieder zu erkennen. Während des Intros von Pink Floyd mit der Pendeluhr war ich etwas skeptisch was den Tiefbass anbelangt, da die Vibes auch nach Justierung des EQ immer noch sehr klar und luftig aufspielten. Als jedoch die Bassgitarre einsetzte, erschrak ich. Da kam ein Dampfhammer über mich, der mir die Gänsehaut aufsteigen ließ. Der Gedanke an einen Woofer war kurz existent. Wunderbar räumlich mit einer ungeahnten Bandbreite spielten sie nun auf.
Man muß die Vibes also druckvollen Bass vom Zuspielgerät aufzwingen, damit sie ihre volle Bassfähigkeit entfalten. Nach einer Einspielzeit von mehreren Tagen änderte sich das Klangbild nochmals deutlich. Der Klang der eher harschen Höhen und oberen Mitten verlor zwar nicht die Präzision, schmiegte sich aber wesentlich angenehmer in den Gehörgang. Die Mitten sind präsent und ausgewogen, da gibts nix mehr zu meckern. Der Bass spielt runter, dass es eine reine Freude ist. Kein Gedröhne, auch bei synthetischen Zuspielungen a la Wolfsheim und Trance. Exakter Kickbass, warmer spürbarer u. vor allem hörbarer Tiefbass.
Für den mobilen Einsatz legte ich mir noch den Meizu M6 zu. Dieser Player wurde offensichtlich für die Vibes oder umgekehrt konstruiert. Die beiden spielen nach kleineren Feinjustierungen eine Bandbreite von musikalischem Gefüge ins Ohr, dass es einem warm wird ums Herz. Noch einen Tick harmonischer als mit dem iriver h120. Sehr warm, keine Rede mehr von den anfangs harschen Höhen und Mitten. Ohne jegliche Präzision verloren zu haben, blasen die Vibes zum grenzgenialen Hörgenuss. Mit dem 10-Band-EQ konnte ich sehr genau eruieren, wie empfindlich die Vibes auf die Pegeleinstellung der einzelnen Frequenzen reagierten, spitze. Nelly Furtado ist mit ihrer spitzen Stimme sehr schwer EQ-mäßig einzufangen, um sie mit sehr hoher Lautstärke noch genießen zu können. OHne ein dumpfe Einstellung beim EQ vorgenommen zu haben, kann ich sie mit den Vibes bei hoher Lautstärke wunderbar genießen. So soll es sein.

Fazit: Natürlich werden Shure e500 oder Sf10 schon allein aus technischer Hinsicht perfekter aufspielen und ihren Preis rechtfertigen. Mit den Vibes mit 70€ hab ich jedoch für mich nach Probehören einiger Konkurrenten die für mich mit Abstand beste Lösung gefunden. Fast unglaublich, welch Performance für so wenig Geld sie an den Tag legen. Wenn sie mal hin sind, werdens sicher wieder Vibes werden.
maggoliman
Stammgast
#5 erstellt: 26. Feb 2007, 10:57
Hallo und Danke für das Lob

Ich kann mich auch nur noch zu euren Meinungen anschließen.
Nachdem ich den Vibe nochmal die ganze Nacht laufen gelassen habe, habe ich das Gefühl, dass der Bass einen Tick wärmer und voller geworden ist und die Höhen auch etwas angenehmer, so wie pukfe1 es beschrieben hat. Es macht einfach Spaß mit ihm zu hören und die Veränderungen im Klang wahrzunehmen.
Ich glaube der größte Unterschied zu anderen InEars ist die Räumlichkeit des Vibe! Man hat nicht das Gefühl absolut abgeschottet zu sein, aber trotzdem hört man nur die Musik. Es ist schwer zu beschreiben


Andreas67 schrieb:
Hallo,
Interessant ist vielleicht noch, welche Vergleichbasis an anderen In Ears du für Deine Bewertung hast.
Andreas


Ich habe als InEar noch den Sony EX71, den Panasonic RP-HJE50 und als Kopfhörer Sennheier 540 und 530 II, die man aber hier schlecht vergleiche kann

Vergleich mit Sony EX71
Der Sony ist viel anspruchsloser und gibt auch schlechte Aufnahmen gut anhörbar wieder, wäre da nicht nur sein extremer "Badewannen-Sound". Das bedeutet, die Höhen und die Bässe sind viel zu stark eingestellt. Man hört S-Laute, dass es auf Dauer in den Ohren wehtut und die Bässe sind extrem ungenu und schwammig. Für Black vielleicht noch in Ordnung. Dafür ist der Tragekomfort und die Isolation bei den Sonys besser, während die Verarbeitungsqualität auf jedenfall schlechter ist.

Panasonic RP-HJE50
Die Panasonic sind eine Mischung aus dem Vibe und dem Sony.
Sie sind klanglich dem Vibe ähnlich, haben aber eine etwas bessere Isolation. Die Panasonic haben allerdings etwas weniger Bass als die Vibe und sind von den Höhen her nicht so brilliant. Auch hier kann man mit ein wenig EQ Einsatz Wunder bewirken. Die Panasonic haben eine große Frequenzbandbreite mit der man experimentieren kann. Mir passen sie leider nur nich so gut wie die Sony oder die Vibe. Für 25€ sind sie meiner nach sehr zu empfehlen und vom Sound und von der Verarbeitung her auf jedenfall besser als die Sonys.

@ cynric: Es wird sicherlich ein Einzelfall bei dir sein, denn bei meinen gab es dieses Problem nicht. Katie Melua klingt himmlisch auf dem Vibe, da auch ihre Musik und Stimme von einer gewissen Leichtigkeit geprägt ist, die beim Vibe auch gut zur Geltung kommt.

@pukfe1: Danke für die gute Ergänzung!


[Beitrag von maggoliman am 26. Feb 2007, 16:07 bearbeitet]
pukfe1
Stammgast
#6 erstellt: 26. Feb 2007, 19:22
Hallo!

Gern geschehen, maggoliman!
Im Grunde sind wir einer Meinung über die Vibes.
Es muss nicht immer das teuerste und bekannteste Produkt sein um einen kleinen "Musikgourmet" über die Maßen zufriedenzustellen. War beim Meizu nicht anders.
Ich hoffe, auch andere Vibesbesitzer geben ihr Statement ab, so wenig könnens nun auch wieder nicht sein!
maggoliman
Stammgast
#7 erstellt: 28. Feb 2007, 10:40
V-Moda Vibe Besitzer erhebt euch

Also die Lieder, die ich getestet habe, habe ich immer ohne EQ gehört und dann beschrieben.
Danach habe ich ein wenig den Bass und die oberen Mitten einen Tick angehoben und siehe da: Es klingt einfach gut !!!
Jetzt nehme ich sie gar nicht mehr raus

Übrigens noch ein kleiner Tipp: Wenn man das Kabel unterm Pullover hintenrum, also am Rücken, entlanglaufen läßt, kann man den Mp3 Player bequem in die Hosentasche stecken und man hat kein nervendes Kabel vor sich hängen.

Daher finde ich eigentlich asymmetrische Kabel besser, aber man muß im Leben halt Kompromisse eingehen können
Andreas67
Inventar
#8 erstellt: 28. Feb 2007, 16:51
Hallo,

habe die Vibes seit gestern, von daher halte ich mich noch zurück.

Im Moment vermisse ich noch etwas den Bass, insbesondere bei geringer Lautstärke.

Gib es eine Empfehlung zu den Aufsätzen?

Andreas
maggoliman
Stammgast
#9 erstellt: 28. Feb 2007, 17:46

Andreas67 schrieb:
Im Moment vermisse ich noch etwas den Bass, insbesondere bei geringer Lautstärke.


Das ist ganz normal, ich war auch am Anfang ziemlich geschockt.
Am besten liest du dir meinen Beitrag ganz oben aufmerksam durch Eine gewisse Lautstärke (einen Tick mehr als normal, sollte reichen) muß schon gegeben sein, damit der Sound sich besser entfalten kann.

Ausserdem kann ein kleiner Eingriff mit dem Equalizer wahre Wunder bewirken.



Andreas67 schrieb:
Gib es eine Empfehlung zu den Aufsätzen?

Was meinst du genau mit Empfehlung zu den Aufsätzen?

Wie man die reinbekommt oder welche besser geeignet sind?
Man muß schon versuchen sie tief in den Ohrkanal reinzubekommen (natürlich darf es nicht wehtun, sonst hast du ganz andere Probleme ) Ist etwas ungewohnt für viele und drückt vielleicht ein wenig, ist aber wie Kontaklinsen tragen. Man gewöhnt sich schnell dran. Wenn du nun deine Umgebung dumpfer oder kaum noch hörst, hast du es richtig gemacht. Dann sollte auch mehr Bass zu hören sein.

Wenn du andere probieren möchtest, dann nimm einfach welche von anderen InEars, wenn du welche hast. Die sollten passen.
Ich habe sonst beim Onlineauktionshaus mit den 4-farbigen Buchstaben, sogenannte Triflanges für den Vibe gesehen (sehen so aus wie kleine Tannenbäume), die man auch zu Biflanges stutzen kann. Ob die besser klingen oder sitzen kann ich dir leider nicht sagen.
xordron
Neuling
#10 erstellt: 28. Feb 2007, 22:03
Hallo,

habe die vibes in lamocha Ausführung. Sehen super aus und sind meiner Meinung vom Klang in der Preisklasse (99€ bei v-moda.de) mit das Beste was ich gehört habe-übertreffen die Bose Tripod und die Shure e2c bei Weitem.

Vom Styling her sind sie eh einmalig.

Viele Grüße

Daniel
hAbI_rAbI
Inventar
#11 erstellt: 28. Feb 2007, 22:09
Für 99€ hört sich das aber nicht sooooooooo attraktiv an. Die UM1 sollten eigentlich bei einem vergleichbaren Preis deutlich besser sein.

Gibt es eigentlich jemanden der UM1/DTX50/V-Moda vergleichen kann? Dann hätte man in dem Preisbereich bei bassbetonten InEars eine bessere Übersicht.
Peer
Inventar
#12 erstellt: 28. Feb 2007, 22:26

was ich gehört habe-übertreffen die Bose Tripod und die Shure e2c bei Weitem.

Können meine EP630 auch
maggoliman
Stammgast
#13 erstellt: 28. Feb 2007, 22:35

hAbI_rAbI schrieb:
Für 99€ hört sich das aber nicht sooooooooo attraktiv an. Die UM1 sollten eigentlich bei einem vergleichbaren Preis deutlich besser sein.

Gibt es eigentlich jemanden der UM1/DTX50/V-Moda vergleichen kann? Dann hätte man in dem Preisbereich bei bassbetonten InEars eine bessere Übersicht.


Die V-Moda gibts bei ebay für ca. 70€ und ohne Versandkosten !
Ausserdem sind sie nicht bassbetont, im Gegenteil man muss sogar den Bass ein wenig aufdrehen

Wenn alles klappt, bin ich beim KH meeting in Düsseldorf dabei und werde die V-Modas mitbringen. Dann könnt ihr sie mal testen.
hAbI_rAbI
Inventar
#14 erstellt: 28. Feb 2007, 22:46

maggoliman schrieb:

hAbI_rAbI schrieb:
Für 99€ hört sich das aber nicht sooooooooo attraktiv an. Die UM1 sollten eigentlich bei einem vergleichbaren Preis deutlich besser sein.

Gibt es eigentlich jemanden der UM1/DTX50/V-Moda vergleichen kann? Dann hätte man in dem Preisbereich bei bassbetonten InEars eine bessere Übersicht.


Die V-Moda gibts bei ebay für ca. 70€ und ohne Versandkosten !
Ausserdem sind sie nicht bassbetont, im Gegenteil man muss sogar den Bass ein wenig aufdrehen

Wenn alles klappt, bin ich beim KH meeting in Düsseldorf dabei und werde die V-Modas mitbringen. Dann könnt ihr sie mal testen.


Hm das widerspräche aber den ersten berichten, die ich hier gesehen habe. Ich dachte, dass gerade das eines der Vorteile der V-Moda sein soll. Mit einem dynamischen Treiber sollten sie ja deutlich mehr Bass abgeben können.
Andreas67
Inventar
#15 erstellt: 28. Feb 2007, 22:52

maggoliman schrieb:

Was meinst du genau mit Empfehlung zu den Aufsätzen?



Ich hatte bei meinen bisherigen KH immer die kleinen Aufsätze um einen guten Klang und Sitz zu erzielen. Bei den DTX ergaben diese genau den gegenteiligen Klangeffekt.

Von daher wollte ich mit der Frage einfach etwas weniger probieren

Mit dem Klang bin ich noch am Testen, aber in der S-Bahn lassen Sie deutlich zu viele Nebengeräusche zu - da muss man schon deutlich ggü. anderen KH die Lautstärke erhöhen.

Andreas
maggoliman
Stammgast
#16 erstellt: 28. Feb 2007, 23:07
Hmmmm, für neutrale Hörer wird er wohl schon etwas viel Bass haben.
Ich merke aber auch, dass der Bass nach einer Woche wieder ein wenig zugenommen hat.

Wie schon vorher gesagt, sie können viel Bass geben, aber sind von Haus aus schwächer als z.B. die Sony EX71 (die anderen habe ich leider noch nicht gehört).
Man kann den Bass in etwa mit den Panasonic RP-HJE50 vergleichen nur genauer.

Kann aber auch sein, dass ich vielleicht doch ein wenig Bassheadmäßig veranlagt bin
maggoliman
Stammgast
#17 erstellt: 28. Feb 2007, 23:16

Andreas67 schrieb:
Bei den DTX ergaben diese genau den gegenteiligen Klangeffekt

Juhuu ! Wir haben einen V-Moda vs DTX Tester !!! Bin gespannt auf dein Ergebnis


Andreas67 schrieb:
da muss man schon deutlich ggü. anderen KH die Lautstärke erhöhen.

Ja, die Erfahrung mußte ich auch machen, bei Kreuzungen waren einige Autogeräusche zuhören, aber in der Bahn war es bisher OK.
Aber deswegen hört sich der Vibe halt anders an als absolut dichte InEars, was mir persönlich besser gefällt, da die Musik nicht so "in den Kopf gepresst" wird, sondern ein wenig Raum vorhanden ist. Ein Kompromiss mit dem ich sehr gut leben kann.
pukfe1
Stammgast
#18 erstellt: 01. Mrz 2007, 08:00
Hallo!

Da ich meine Vibes schon über zwei Monate aufspielen lasse, möchte ich noch was zum Klang anfügen:
Wenn die Vibes nicht wirklich tief und fest drinnensitzen (bitte ohne Schmerz), nimmt ihre Bassfähigkeit gewaltig ab. Wenn ich kurz am Kabel zerrte, eventuell durch ein unbeabsichtigtes Hängenbleiben , merkt man sofort, dass der Klang und vor allem der Bass sofort abnimmt. Zusätzlich zu ihrer Sensibilität hinsichtlich korrektem Sitz kommt noch die Anspielquelle hinzu.
Der Player muss unbedingt ein ordentliches Fundament bereitstellen. Mein iriver 120 und der Meizu spielen die Vibes voll aus. Ein No-name-Player, diese Sony-Sticks oder sonstige eher klangschwache Player sind für die Vibes definitiv nicht geeignet. Viele schließen auf einen echt schlechten Player bessere In-Ears an und erreichen die für sie gewünschte "kleine" Verbesserung. Die Vibes sind da viel zu sensibel. Die brauchen einen Top-Player, dann bringen sie auch Top-Leistung. Nicht umsonst schrieb ein anerkannter amerikanischer Forenuser, dass er etwas angefressen war, als er seine UM2 mit den Vibes verglich. Er hätte sich am liebsten das Geld für die UM2 gespart.
Aus diesem Grund kann ich nur sagen, scheut euch nicht, bei der Verwendung der Vibes sich mit dem EQ länger zu beschäftigen. Bei einem perfekten Setup werdens euch die Vibes danken!
koniiz
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 14. Mrz 2007, 14:20
Hallo,

Ich habe diese OVC T25 aus China von einen Freund bestellt fur 25 Euros die den V-Moda sehr ahnlich aussehen. OVC ist eine sehr bekannte und grosse KH Firma in China die sich auf in ear monitors spezialisieren.

Link leider nur auf Chinesisch die ich auch nicht spreche.

Ich habe die V-Moda vor ein paar Monate kurz ausprobiert und aus erinnerung horen sie sich nicht unterschiedlich aus. Ich habe mal in Headfi gelesen dass V-Moda ihre produkte designen aber in China mit OVC anfertigen lassen. Dann hat OVC diese modelle T25 genannt und in China als modelle fur Handy mit 2.5mm anschluss verkauft aber danach hat V-Moda sich beschwert und der T25 ist nicht mehr produziert. In der OVC website gibt den T25 es jetzt auch nicht mehr. Nur ein paar Handler haben noch ubrige produkte.

maggoliman
Stammgast
#20 erstellt: 17. Mrz 2007, 14:29
Interessant!
Vor allem hätte ich gerne welche mit einem 2.5mm Ausgang für mein Smartphone !!!
koniiz
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 17. Mrz 2007, 18:36
Wenn es dich interessiert habe ich eine zweite neue unbenutzte model und auch eine neue Xtra X1 KHV.

http://www.hifi-foru...m_id=110&thread=4667

Ich mochte lieber die beide fur 110 Euros zusammen verkaufen, inklusiver versand. Ich habe hier schon an eine langzeit Mitglied (Iter_Impius) meine Grados ohne probleme verkauft. Fragen und Interesse, bitte PM.
Badduck
Schaut ab und zu mal vorbei
#22 erstellt: 20. Mrz 2007, 07:45
Hallo,

ich hab mir auch die Vibes in der Bucht bestellt,und warte jetzt schon satte 20 Tage
Der Verkäufer meinte "usually 4-7 days ", es sei denn die Kopfhörer seien dem Zoll in die Hände gefallen
Das gefällt mir nun auch wieder nicht ... wie lange hats denn bei Euch gedauert ? Langsam habe ich das Gefühl diese Bestellung war keine so gute Idee.

Grü0e
Badduck


[Beitrag von Badduck am 20. Mrz 2007, 07:56 bearbeitet]
Class_B
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 20. Mrz 2007, 08:05
Falls sie beim Zoll gelandet sind bekommst du Post von denen.

Thomas


[Beitrag von Class_B am 20. Mrz 2007, 08:12 bearbeitet]
Badduck
Schaut ab und zu mal vorbei
#24 erstellt: 20. Mrz 2007, 08:12
Hi tontom,

danke für die schnelle Antwort.
Ne die kommen aus USA , wenn sie denn kommen
tilljo
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 20. Mrz 2007, 13:06

Badduck schrieb:
Ne die kommen aus USA , wenn sie denn kommen :.



tontom meinte, dass wenn Deine v-moda beim örtlichen Postamt angekommen sind (was nicht unwahrscheinlich ist), dann bekommst Du eine Postkarte, auf der draufsteht, dass Du sie beim Zollamt abholen musst.

Mit welchem Paketdienst wurden sie denn verschickt? Per USPS kanns afaik schon mal vier Wochen dauern.
Badduck
Schaut ab und zu mal vorbei
#26 erstellt: 20. Mrz 2007, 15:34
Hi tilljo,

meine Vodas kommen mit USPS.
Ich wusste nicht das es solange dauern kann.
Rhosgobel
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 24. Mrz 2007, 09:31
Moin,

hat jemand von Euch die V-Modas mal mit Klassik getestet?
Ausserdem habe ich gehört, dass die Soundqualität der 4 verschiedenen Modelle unterschiedlich sein soll, z.B. der RedRoxx soll einen furchtbar starken Bass haben. Ist da etwas dran ?


Die V-Modas gibt es übrigends bei meinem Blödmarkt direkt um die Ecke zu einem konkurrenzfähigen Preis. Es geschehen noch Zeichen und Wunder.

Grüsse
maggoliman
Stammgast
#28 erstellt: 25. Mrz 2007, 20:24

Rhosgobel schrieb:
Die V-Modas gibt es übrigends bei meinem Blödmarkt direkt um die Ecke zu einem konkurrenzfähigen Preis. Es geschehen noch Zeichen und Wunder.

Wäre toll, wenn du uns noch sagen kannst wo und für wieviel sie angeboten werden
Rhosgobel
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 25. Mrz 2007, 21:55
Biete:

Zürich: Sihlcity 129,- CHF

Vielleicht hilft es Dir ja weiter.
cynric
Inventar
#30 erstellt: 27. Mrz 2007, 21:24
knapp 80€, ohne Zoll oder Auslandsbestellung; wirklich guter Preis!

Ich habe inzwischen meine Austausch Vibes bekommen und sie mittlerweile eingespielt (96h+); diese Zeit brauchen sie auch wirklich. Jeden Tag hörten sie sich bislang unterschiedlich an; von ganz ok über basslastig, dann bassarm, dann gut, danach wieder basslastig und höhenarm bis mittlerweile zur guten Mischung mit präsenten, detailierten Höhen, etwas zurückgesetzten Mitten und klaren Bässen. Erstaunlich guter Klang soweit.
Die Isolation ist ohne Musik wirklich 0, mit Musik ist sie besser, kommt aber nicht an 'versiegelnde' IEMs ran; dafür sitzen die Vibes sehr angenehm im Gehörgang, es entsteht kein Druckgefühl beim Einsetzen (wie zB bei den EP630).
Detailierteres Review kommt, wenn ich sie einige Zeit benutzt habe, New-toy-syndrom sollte möglichst gering gehalten werden..
Peer
Inventar
#31 erstellt: 27. Mrz 2007, 21:27

cynric schrieb:


Ich habe inzwischen meine Austausch Vibes bekommen und sie mittlerweile eingespielt (96h+); diese Zeit brauchen sie auch wirklich. Jeden Tag hörten sie sich bislang unterschiedlich an; von ganz ok über basslastig, dann bassarm, dann gut, danach wieder basslastig und höhenarm bis mittlerweile zur guten Mischung mit präsenten, detailierten Höhen, etwas zurückgesetzten Mitten und klaren Bässen. Erstaunlich guter Klang soweit.

Ich wette EINIGES, dass das nicht an den Modas lag.
Andreas67
Inventar
#32 erstellt: 27. Mrz 2007, 21:35

cynric schrieb:
knapp 80€, ohne Zoll oder Auslandsbestellung; wirklich guter Preis!

Ich habe inzwischen meine Austausch Vibes bekommen und sie mittlerweile eingespielt (96h+); diese Zeit brauchen sie auch wirklich. Jeden Tag hörten sie sich bislang unterschiedlich an; von ganz ok über basslastig, dann bassarm, dann gut, danach wieder basslastig und höhenarm bis mittlerweile zur guten Mischung mit präsenten, detailierten Höhen, etwas zurückgesetzten Mitten und klaren Bässen. Erstaunlich guter Klang soweit.


Also meine haben noch keine 96h, klangen aber eigentlich immer gleich, zumindest beim identischen Song


dafür sitzen die Vibes sehr angenehm im Gehörgang, es entsteht kein Druckgefühl beim Einsetzen (wie zB bei den EP630).


Sehe ich auch etwas anders, denn die Vibes sind ja nicht schmaler, sondern gehen etwas tiefer. Ich merke sie daher mehr als die EP.

Andreas
cynric
Inventar
#33 erstellt: 28. Mrz 2007, 09:16

p32r schrieb:
Ich wette EINIGES, dass das nicht an den Modas lag.

möglich, das mein hirn und meine ohren bzw deren tagesform maßgeblich an diesem eindruck beteiligt waren; dennoch schreibe ich ihnen jetzt einen anderen klang zu, als noch vor ein paar tagen...

@andreas: ich finde, dass die EP zumindest beim einsetzen eine art druck im gehörgang erzeugen (jedenfalls beim kurzen test mit denen meiner mutter), der mir sehr unangenehm auffiel.

noch habe ich die vibes nicht lang genug in gebrauch, um objektiv darüber zu berichten; seht also alle meine aussagen mit vorsicht
abalamahalamatandra
Hat sich gelöscht
#34 erstellt: 28. Mrz 2007, 09:58
Dass die vibes beim Einsetzen angenehmer wirken, ist sehr wahrscheinlich, sofern das Gehäuse dem der OVC T25 entspricht. Bei denen ist auf dem Bild sehr schön ein kleines Loch im Gehäuse zu sehen (linker Hörer). Es bewirkt unter anderem beim Einsetzen einen Druckausgleich, das Luftvolumen im Ohr zwischen Trommelfell und Treiber wird nicht hermetisch abgeschlossen, es verbleibt eine Verbindung nach außen. Deswegen isolieren die Vibes auch nicht so stark.


[Beitrag von abalamahalamatandra am 28. Mrz 2007, 09:59 bearbeitet]
Andreas67
Inventar
#35 erstellt: 31. Mrz 2007, 22:21

abalamahalamatandra schrieb:
Dass die vibes beim Einsetzen angenehmer wirken, ist sehr wahrscheinlich, sofern das Gehäuse dem der OVC T25 entspricht. Bei denen ist auf dem Bild sehr schön ein kleines Loch im Gehäuse zu sehen (linker Hörer). Es bewirkt unter anderem beim Einsetzen einen Druckausgleich, das Luftvolumen im Ohr zwischen Trommelfell und Treiber wird nicht hermetisch abgeschlossen, es verbleibt eine Verbindung nach außen. Deswegen isolieren die Vibes auch nicht so stark.


Das ist bei den V-Modas auch so, jedoch spüre ich in meinen Ohren keinen Unterschied beim Einsetzen.

Heißt das, dass durch das Schließen der Löcher die Isolierung besser wird?

Andreas
maggoliman
Stammgast
#36 erstellt: 04. Apr 2007, 06:13
Ich glaube ich habe gelesen, dass es nicht viel bringt, da sich dann der Klang ein wenig verschlechtert.
Aber probieren geht über studieren
Einfach mal mit Tesa abdichten oder so. Habe gerade keins da, aber wäre auch gespannt ob es was bringt.
Inzwischen habe ich mich an die Offenheit sehr gut gewöhnt und fühle mich sicherer wenn ich zu Fuß über Straßen laufe.
maggoliman
Stammgast
#37 erstellt: 16. Apr 2007, 13:05
Wow, mein Review hat die 1000 Klicks erreicht *einwenigstolz*
So, nach gut fast 2 Monaten intensiver Benutzung der Vibe bin ich nun auf folgendes Ergebnis gekommen:

1. Klang: Insgesamt scheint er mir etwas wärmer und auch etwas musikalischer, als noch in den ersten Wochen, geworden zu ein.
Kann damit zusammen hängen, dass ich mich nun an sie gewähnt habe und seid mehreren Monaten Sony EX71 clean bin.

2. Isolation:
Habe nun doch die mittleren Aufsätze drin und die dichten bei mir ein wenig besser ab als die kleinen. Zwar immer noch recht offen, aber immer noch genug für Bahn und man ist sicherer im Straßenverkehr.

3. Tragekomfort: Auch nach längerem Tragen und Hören, dass längste waren 4 Stunden am Stück, saßen die noch bequem und haben nicht ermüdet. Inzwischen schalte ich einfach den Sleeptimer am iriver ein und schlummer mit ihnen im Ohr ein.

4. Kabelgeräusche:
Sind doch ein wenig nerviger als am Anfang gedacht. Aber mit einer guten Kabelführung kann man es ganz gut umgehen.

5. Säuberung: Sollte man am besten mit einem Wattestäbchen angehen und dabei darauf achten den Dreck nicht in die Hörer reinzudrücken.

6. Quellen: Die Vibes sind sehr von Aufnahme und Quelle verschieden. Da hilft wohl nur Probieren. Ich bin fest der Meinung, dass mein iriver H320 sehr gut mit dem Vibe harmoniert, da der KH-Ausgang von Haus aus ein wenig im Bass angehoben ist und so den Klang wärmer und "runder" klingen läßt.

Insgesamt bin ich mit ihnen sehr zufrieden für den Preis.
Zum Schluß wollte ich nur nochmal anmerken, dass ich weder Geld von V-Moda bekomme oder Werbung für sie mache. Habe in anderen Reviews öfter diesen Satz mal gelesen und wollte den zur Sicherheit auch mal einbauen
Andreas67
Inventar
#38 erstellt: 16. Apr 2007, 19:09
Hi,

auch wenn ich einige Punkte minimal anders sehe, kann ich der Empfehlung nur zustimmen. Für ca. 60,- Euro (Versandkosten etc. mal außer vor) bekommt man gute In Ears mit gutem Lieferumfang an Zubehör.

Andreas
cynric
Inventar
#39 erstellt: 18. Apr 2007, 18:45
Nachdem ich heute mit den Vibes zwei lange Busfahrten (je 3h+) hinter mich gebracht habe, würde ich jetzt auch gern mein Review abgeben; New-Toy-Syndrom sollte sich mittlerweile gelegt haben (werde mich hier an maggoliman's Schema halten):

Eins vorweg: mir fehlt ein guter anderer InEar zum Vergleich; hier kann ich lediglich meine 'großen' MS1 als Anhaltspunkt nehmen.

Klang: Die Vibes klingen erstaunlich gut; Höhen und Bässe sind schön ausgeprägt und recht präzise. Unangenehm überbetont werden sie jedoch nicht. Die Mitten sind (i Vgl z MS1) etwas zurückgesetzt; Stimmen bringt der MS1 z.B. kräftiger zur Geltung. Die Höhen sind gut aufgelöst (fast auf MS1 Niveau) und die Vibes liefern jede Menge Details; manchmal wirken die Höhen allerdings ein klein wenig blechern. Insgesamt bringen die Vibes mit den etwas schwächeren Mitten eine minimale Badewanne mit, klingen aber trotzdem in allen Bereichen sehr ordentlich.
Meine Sennheiser HD 25 IFE/SP ziehen im Vergleich den Kürzeren, an die Klangstärke des MS1 kommen aber beide nicht heran.
Eine wirkliche Bühne können die VModas natürlich nicht liefern, totale im-kopf-lokalisation ist aber auch nicht angesagt; die Räumlichkeit lässt sich gut mit der des MS1 vergleichen: Man kann, wenn man sich etwas Mühe gibt, sehr gut die Positionen der Instrumente verteilen, an das plastische Bild das z.B. Boxen erzeugen reicht die Räumlichkeit aber bei weitem nicht.
Achja: Die Vibes profitieren (zumindest an meinem iPod Mini) merklich von einem KHV; damit klingen sie runder und voller.

Isolation: Ohne Musik hört man alles und kann sich problemlos unterhalten. Mit Musik wird sie je nach Lautstärke besser, aber die angetrunkenen Kommolitonen im hinteren Teil des Buses bekommt man mit den Vibes nicht weg...

Tragekomfort: Die Vibes sitzen bequem und drücken nirgends (ebenfalls mittlere Aufsätze, schwarz). Wenn sie richtig eingesetzt sind spürt man sie kaum.
Nach 2,5 Stunden wurden sie mir allerdings zunehmend unangenehm. Das gleiche Phänomen habe ich vor ein Paar Wochen (mit den kleinen Aufsätzen) auf einer Lan auch gehabt, genauso vor Jahren mit den Koss - The Plugs. Mein Ohrenarzt hat mir letzten aber eröffnet, dass ich chronisch gereizte Gehörgänge habe (woher auch immer, nutze normalerweise keine IEMs), ich füchte also das es daran liegt und ich folglich inkompatibel zu InEars bin...

Kabelgeräusch: Habe die ganze Fahrt gesessen, daher keine Dauererfahrung. Aber wenn man am Kabeln zupft / kratzt gibt es deutliche Geräuschübertragung. Durch Führen der Kabel über die Ohren lassen sie sich verhinden, allerdings verrutschen dann die Hörer gerne mal.


Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit den Vibes, der Klang errinnert an den MS1, wenn auch nicht ganz so detailiert und mit etwas zurückgesetzten Mitten; die geringere Isolation hat je nach Situation Vor- und Nachteile. Zum Sitz muss ich bei der nächsten längeren Nutzung nochmal schauen, sollte ich wirklich IEM-unfähig sein, werde ich die Vmodas wohl wieder abstoßen und statt dessen lieber anderweitig aufrüsten.
maggoliman
Stammgast
#40 erstellt: 19. Apr 2007, 12:46
Hi cynric,
sehr gute Zusammenfassung und vor allem ein netter Vergleich mit den immer beliebter werdenden MS1, den ich mir auch gerne holen möchte.

Schade, dass du diese gereizten Gehörgänge hast, da InEars natürlich unauffälliger als normale KH sind und einem so viele seltsame Blicke ersparen. Beim Lesen oder einschlafen kann man sich dann auch auf die Seite legen, was mit großen KH schwieriger ist.

Hoffe, dass du vielleicht doch noch InEar-Kompatibel bist oder es vielleicht nur am Material der Aufsätze lag, dann könnte man vielleicht andere probieren.

In diesem Sinne toitoitoi
keep_it_slim
Schaut ab und zu mal vorbei
#41 erstellt: 15. Aug 2007, 19:08
Die Höreindrücke-Liste finde ich super!
Die würde ich gerne im UM1-Vergleich sehen.

...weil "warm" ist irgendwie so relativ
Mr._Bean
Inventar
#42 erstellt: 18. Aug 2007, 16:30
Hier also mein erster Testeindruck:

Ich betreibe die Kopfhörer an meinem Samsung YH-J 70 MC.

Gleich zum Wichtigstem: dem Klang.

Der Höhrer hat einen aufgeblähten Baß und Oberbaßbereich/Grundtonbereich. Druckvoller Tiefbaß ist nicht vorhanden. Obwohl, wenn man mit dem Equalizer Baß und Oberbaßbereich/ Grundtonbereich fast ganz absenkt, Tiefbaß vorhanden ist. Aber leider total ohne Punch. Basedrums fehlt jegliche Wucht. Was genauso schlimm ist: Es fehlen Höhen. Das Klangbild ist dumpf. Dazu gesellen sich gepresste und metallische obere Mitten und untere Höhen. Das ganze Klangbild ist verschleiert, so das es nicht luftig klingt. Eine natürliche Klangbühne stellt sich nicht ein.

Durch die Verzerrungen kann man auch am Equalizer schrauben und drehen wie man will: Verzerrungen und fehlende Luftigkeit kann man damit nicht korrigieren…
Wenn ich den Hörer mit meinem alten Sony MDR60II (den ich z.Zt. unterwegs höre) vergleiche, liegen dazwischen Welten. Der Sony klingt schon fast nach High-End. Zur Kontrolle habe ich auch meinen Bayer DT880S benutzt. Auch der klingt an dem Samsung super. Absolut glaubwürdig natürlich mit einem schönen weitem Raum.

Wenn ich das Klangbild von den Bose In Ears nach richtig im Kopf habe, klangen die rel. ähnlich wie die beiden. Ich habe sie auch, wie ich jetzt in der Stereoplay gelesen habe, nicht 100% dicht im Ohr gehabt. Auch hier hat mich sofort eine Natürlichkeit überzeugt. Die Höhen kamen zwar sanft, aber entspannt rüber. Fürs langzeithören gut geeignet. Der Tiefbaß kam druckvoll und mit dem nötigen Punch. Im Baß und Oberbaß sowie dem Grundtonbereich war tendenziell zwar etwas zu viel Pegel, störte aber nicht. Die Klangfarben im wichtigen Mitten- bis Hochtonbereich waren natürlich und luftig. Die Räumlichkeit war gut. Es breitete sich eine weite Klangbühne im Kopf aus.

Ich lasse nun die Vibe bis morgen durchspielen. Klingen sie immer noch so, muß ich zusehen, das ich sie mit Verlust wieder zurückgeben kann…

Da ich nicht denke, das die Ursache für den miesen Klang an meinem Samsung liegt (er klingt ja mit dem Sony, dem Bayer und dem Bose gut), frage ich mich, wie die ganzen super Testergebnisse hier und sonst im Netz zu Stande kommen …



Einzig die Lautstärke war rel. leise (aber noch ausreichend laut). Da könnt ihr jetzt über Bose wettern wie ihr wollt: Man sollte realistisch und unvoreingenommen an die Klangbeurteilung herangehen


Übrigens hört man extreme Kabelgeräusche.

Meine anfängliche Befürchtung, das die Lautstärke nicht ausreichen würde, war unbegründet: Der Kopfhörer spielt mehr als ausreichend laut an meinem Gerät.


[Beitrag von Mr._Bean am 18. Aug 2007, 16:32 bearbeitet]
Tebasile
Inventar
#43 erstellt: 18. Aug 2007, 18:09
Danke für Dein Review, Mr._Bean.

Das klingt ja ganz schön ernüchternd. Vor allem die lauten Kabelgeräusche erstaunen mich. Immerhin haben hier mittlerweile einige user die vibes als Sport-KH empfohlen. Das hast Du jetzt wieder relativiert. Auch Deine Klangbeschreibungen schrecken ab. Bisher war immer die Rede von ganz tollem Klang für's Geld. Hui... jetzt wäre es interessant, wenn eine Diskussion zustande käme, zwischen Dir und einem vibe-Beführworter. Ich würde so einen Fred jedenfalls gerne lesen.

Schöne Grüße,
Tebasile
Mr._Bean
Inventar
#44 erstellt: 19. Aug 2007, 09:03
Ich habe nun den Hörer von gestern abend bis heutemMorgen durchlaufen lassen. Also rund 12 Stunden. In der Klangeinstellung des Samsung habe ich Baßboost eingestellt. Die Lautstärke war so laut, dass man die Hörer ohne weiteres in ruhiger Umgebung hören konnte. Natürlich nicht so laut, dass ich sie überlastet hätte …

Der Klang hat sich wirklich etwas geändert. Er klingt jetzt nicht mehr ganz so aufgebläht und gepresst. Allerdings ist die Klangtendenz noch immer sofort hörbar. Auf Dauer würde mich das so nerven, dass ich das Gerät, also den Player, nicht mehr benutzen würde. Ich werde sie nun also wohl oder übel mit Verlust zurückgeben.
Nichts ist schlimmer, als wenn man schon mit dem ersten Ton dieses unnatürliche enge, gepreßte und resonanzbehaftete Klangbild zu hören bekommt. Der erste Eindruck täuscht nicht. Das Hirn hat mit den Jahren gelernt, Klangbilder zu analysieren und hat Klangfarben gespeichert. Unnatürliche Klangbilder hört man sofort. Allenfalls lernt das Hirn, sich an das schlechte Klangbild zu gewöhnen, was auch bei längerem Hören mit diesen Hörern der Fall ist. Aber wenn man zu sich ehrlich ist, sollte man sich schon eingestehen, dass man sich was schönhört. Ich für meinen Teil vergleiche die Klangbilder immer mit der Realität, der Natur. High-End eben … Und es zählt nur das Gesamtergebnis. Wenn der Baß gut ist und der Rest Mist, dann ist das Gesamtergebnis auch Mist. So ist das bei allen Teilergebnissen.
Wenn ich lese, dass der vibe viel Höhen machen soll, frage ich mich, wie wenig Höhen dann erst ein UM-1 machen muß.

Ich für meinen Fall bin Realist und sage, dass das nichts war. Wenn der Hörer jetzt schon so gut bei euch wegkommt, so würde mich mal interessieren, wie die hochgelobten UM-1 / UM-2 in der Wirklichkeit klingen.

Ich für meinen Teil werde jetzt wohl den Bose noch mal unter die Lupe nehmen. Da man ja die anderen Hörer wie den Sony MDR EX85LP oder Sony MDR EX90LP, sowie die Etymonic ER 6i und die Shure SE310 oder den Shure E3C als auch den Creative Zen Aurvana nirgends probehören kann. Somit müssen die Hersteller bzw. Händler Wohl oder Übel auf mein Geld verzichten. Ich bin nicht bereit, weiteres Geld zu versenken. Bei Produkten unter 40Euro kann man natürlich damit rechnen , das man die nicht Probehören kann. Aber darüber hört für mich der Spaß auf. Ich kaufe jedenfalls die Katze nicht mehr im Sack. Und bei Summen über 100Euro sollte wohl jeden klar sein, das man die nicht ungehört kauft.

Hier übrigens mal Auszüge aus der Stereoplay, von denen ich annehme, das sie noch ordentliche Ohren haben und den Klang richtig beurteilen können sollten:

Bose In Ear:
Klanglich ist es beim Bose besonders wichtig, das passende Silikonstück zu verwenden (das, wo noch etwas „Luft“ beleibt, der Kanal also noch nicht ganz verschlossen ist). Dann gefällt er mit sanften Höhen, angenehmen Kangfarben und sattem Baß. Diese Klangtendenz ermöglicht auch ermüdungsfreies langzeithören. 35 von 48 maximal vergebenen Klangpunkten. 70Punkte sind max. möglich. Die 48 Punkte hat der Ulitimate Ears Fi 10Pro bekommen.

Sony MDR EX85LP:
Ob des günstigen Preises war es geradezu sensationell, wie offen und frei sowie lebendig der Sony musizierte. Er war sogar dem Creative Zen Aurvana überlegen, da er im Bass satter klang und farbenreichere Mitten präsentierte. So errang der MDR EX85LP mit seiner minimal einschmeichelnder tonalen Tendenz Tendenz souverän ein stereoplay Highlight. 35 Klangpunkte

Somit muss ich mich auch mal auf die Suche mach dem Sony machen …


[Beitrag von Mr._Bean am 19. Aug 2007, 09:05 bearbeitet]
sai-bot
Inventar
#45 erstellt: 19. Aug 2007, 10:17
Sag mal, wo hast du die Teile gekauft?

Was du beschreibst, deckt sich nicht im mindesten mit dem, was ich gehört habe. Allenfalls eine leicht "künstliche" Grundtendenz würd ich mir gerade noch als Beschreibung gefallen lassen.
Der Bass war etwas matschig, aber deutlich besser als der eines ep630 und auch besser als bei den älteren Sony-InEars. Höhen fehlten überhaupt nicht, ich fand ihn sogar etwas höhenlastig. Da der Bass auch ein wenig aufgebläht war, würde ich ihm eine kleine Badewanne attestieren.

Insgesamt kann ich mich cynric's Beschreibung anschließen. Vielleicht liegt es daran, dass ich auch seinen V-Moda gehört habe?

Ich hab auch schon gehört, dass es ziemlich Schwankungen zwischen verschiedenen Serien-"Abschnitten" geben soll bei den V-Modas. Einige der absolut euphorischen Testberichte hier kann ich zwar nicht nachvollziehen, aber deinen Verriss ebenso wenig. Vielleicht unterscheidet sich deiner wirklich derart von den anderen? Ist schon sehr merkwürdig...

Ich hechel das nochmal ein wenig durch:

Mr._Bean schrieb:
Nichts ist schlimmer, als wenn man schon mit dem ersten Ton dieses unnatürliche enge, gepreßte und resonanzbehaftete Klangbild zu hören bekommt.

Also im Vergleich zu so einigen geschlossenen InEars macht der V-Moda vibe eine erstaunlich "gute" Bühne. Ich führe das auf die offene Bauart zurück, damit bekommt man offenbar gut ein "luftiges" Klangbild hin - ähnlich z.B. bei den Sony EX90.

Mr._Bean schrieb:
Unnatürliche Klangbilder hört man sofort. Allenfalls lernt das Hirn, sich an das schlechte Klangbild zu gewöhnen, was auch bei längerem Hören mit diesen Hörern der Fall ist. Aber wenn man zu sich ehrlich ist, sollte man sich schon eingestehen, dass man sich was schönhört. Ich für meinen Teil vergleiche die Klangbilder immer mit der Realität, der Natur.

Ich musste mir die V-Modas nicht "schönhören", immerhin hab ich sie mir nicht gekauft. Aufgrund der teils super-euphorischen Testberichte war ich sogar eher etwas skeptisch, allerdings musste ich nach dem Probehören wirklich sagen, dass die Teile nicht so schlecht waren. Absolut euphorisch war ich ja auch nicht, aber die klangen absolut OK. In der Preisklasse habe ich schon schlimmeres gehört. Auch wenn ich mit dem Vergleich "mit der Realität, der Natur" nicht allzu viel anfangen kann (klassische Musik mal ausgenommen), würde ich mir doch einbilden, Klangbilder so einigermaßen beurteilen zu können. Und was du beschreibst (dumpf, gepresst, keine Höhen), kann ich eben überhaupt nicht nachvollziehen. Allenfalls den aufgeblähten Oberbass kann ich bestätigen. Der war auch etwas wummerig. Aber Perfektion ist in der Preisklasse eh nicht drin.

Mr._Bean schrieb:
Wenn ich lese, dass der vibe viel Höhen machen soll, frage ich mich, wie wenig Höhen dann erst ein UM-1 machen muß.

In meinen Ohren deutlich weniger.

Mr._Bean schrieb:
Wenn der Hörer jetzt schon so gut bei euch wegkommt, so würde mich mal interessieren, wie die hochgelobten UM-1 / UM-2 in der Wirklichkeit klingen.

Die lobt hier nicht jeder hoch. Ich z.b. mag weder die UM1 (zu viel Mitten, zu wenig Bass und Höhen) noch die UM2 (wenig Höhen, viel Bass, seltsame Mitten) so wirklich und würde mir auch keinen von beiden kaufen.
tainacher
Stammgast
#46 erstellt: 19. Aug 2007, 10:20
Interessant finde ich das Zitat aus der Stereoplay. Ich hab den Artikel damals auch gelesen und hab mich immer gewundert, warum die Sony MDR EX85LP hier im Forum nie genannt werden, nachdem sie in dre Stereoplay ja doch extrem gut weggekommen sind...
sai-bot
Inventar
#47 erstellt: 19. Aug 2007, 10:29

tainacher schrieb:
Ich hab den Artikel damals auch gelesen und hab mich immer gewundert, warum die Sony MDR EX85LP hier im Forum nie genannt werden, nachdem sie in dre Stereoplay ja doch extrem gut weggekommen sind...

2 Vermutungen:
1. Keiner von den "Etablierten" hat sich rangetraut, weil Sony jahrelang nur Schrott gebaut hat im InEar-Bereich. Daher haben die hier keinen guten Ruf, obwohl die wenigsten sie gehört haben. Ich zumindest finde die EX90 ganz gut, wenn die EX85 denen ähneln, dann dürften die ihren Preis durchaus wert sein.
2. Die Stereoplay-Tests sind nicht sonderlich gut. Die Tests der "großen" Kopfhörer letzten Winter waren jedenfalls nicht sonderlich ausgereift. Das hat die Stereo besser gemacht.
lorenz4510
Inventar
#48 erstellt: 19. Aug 2007, 10:59
@Mr.Bean

man sollte halt auch mit einem sehr guten player kopfhöhrer testen!!!!!!!
wenn du schreibst das du mit einem samsung getestet hast....

nimm einen player von: iaudio oder meizu
dan wirst sehen was die vibes leisten.


ein guter KH setzt einen guten Player voraus
NoXter
Hat sich gelöscht
#49 erstellt: 19. Aug 2007, 11:10
Wenn ihm der V-Moda nicht gefällt wird auch ein anderer Player nichts daran ändern.
Davon abgesehen ist der Samsung ein guter Player.
inferno1200
Ist häufiger hier
#50 erstellt: 19. Aug 2007, 12:35
@ Mr. Bean

Auch ich kann die angegebene Kritik nicht wirklich nachvollziehen. Man sollte eventuell nicht damit rechnen, dass die modas nach einer Nacht schon eingespielt sind. Ich empfand den Klang nachdem ich sie mit folgender CD:

http://binkster.net/extras.shtml

eingespielt habe als deutlich verbessert. Out of the box waren sie mir ebenfalls zu dumpf und unausgewogen. Meine anfänglichen Equalizereinstellungen an meinem d2 spiegeln dies wider. Durch besagtes Einspielen konnte ich aber den equalizer wieder etwas entschärfen und habe mittlwerweile nurnoch eine Senkung um 4 db bei 230 Hz und eine Anhebung um 4 db bei 3,2 khz. Hierzu haben ebenfalls die Verwendung von UE Bi-Flangles beigetragen. In dieser Kombination und mit diesen Einstellungen empfinde ich sie als klar und detailliert. Zum Vergleich dient mir nur mein AKG 501, dessen analytischen Klang ich sehr schätze.

Vielleicht beisst sich ja auch die Kombination der modas mit deinem Player. Bevor du sie zurück schickst oder weiter verkaufst, würde ich sie ruhig noch ein bißchen einspielen lassen und den einen oder anderen Aufsatz (UE Aufsätze passen wunderbar) ausprobieren.


[Beitrag von inferno1200 am 19. Aug 2007, 12:40 bearbeitet]
Mr._Bean
Inventar
#51 erstellt: 19. Aug 2007, 14:57
Der Klang deckt sich mit dieser Kurve:

http://www.headphone...n=Compare+Headphones

Auf der Seite gibt es übrigens noch viele andere Frequenzangkurven diverser Hörer ...

Die Resonanzen im Hochton bzw. oberen Mittenbereich der wohl den gepreßten Klang ausmacht, werden wohl auch 100 Stunden einspielzeit nicht wegmachen

Ich habe nun für 7,5Euro Erfahrungen gesammet. Das Ergebnis auf den Player zurück zu schieben ist lächerlich, zumal er mit anderen Hörern absolut einwandfrei klingt ...

Gekauft habe ich ihn hier: http://www.hifi-foru...m_id=110&thread=5665


Wer möchte, kann den eingespielten Hörer natürlich auch von mir haben. Abzüglich der 7,50Euro ...


[Beitrag von Mr._Bean am 19. Aug 2007, 15:00 bearbeitet]
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