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Acryl- vs. Echtglasplattentellers / Plattenpucks / Mitlaufbesen/ Vorverstärker

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Autor
Beitrag
DeCan
Stammgast
#1 erstellt: 14. Okt 2010, 21:45
Hallo,

wie in einem anderen Beitrag erwähnt, betreibe ich einen Rega Planar 2 Plattenspieler mit Tonarm RB250 und Tonabnehmer Linn K9. Der Plattenspieler verfügt über einen Echtglasteller. Welche Vor- bzw. Nachteile hat das? Aus optischen Gründen würde ich gern auf einen Acrylglasteller umstellen.

Dann habe ich gesehen, dass es Plattendämpfer gibt. Auf was sollte man beim Kauf achten und was bringen diese tatsächlich.

Die gleiche Frage stelle ich mir bezüglich eines Mitlaufbesens. Ist es ratsam einen zu benutzen um den Tonabnehmer vor Staub und Schmutz zu schützen oder eher nicht? Falls ja, was sollte man beachten?

Ich bin neu auf dem Gebiet und versuche gerade die Unterschiede herauszufinden.

Vielen Dank vorab für Antworten und Hilfe.

Gruß,
Sebastian
MichiV
Stammgast
#2 erstellt: 15. Okt 2010, 17:51
Also ich habe mir mal den P3 gebraucht gekauft, dazu gab es weil es zum Angebot gehörte einen Acyrlteller und ein Plattengewicht Clear Audio Quadro Clamp

Zum Acrylteller: Vorteil:
Mag sein dass der den Motor schont, da der deutlich leichter ist.

Neutral:Akustisch habe ich nicht den aller geringsten Unterschied rausgehört.

Nachteil: Da der ohne Matte betrieben wird, liegt die Platte wenn sie nicht 100Prozent plan ist, nicht vollständig auf dem Teller, es ist also Luft zwischen Platte und Teller. Die Filzmatte passt sich dagegen an.

Außerdem kratzt/rutscht die Platte es wenn man während des Betriebs die Platte wechselt, da Glatt auf Glatt rutscht. Mit Glasteller und Filzmatte kann man dagegen problemlos die Platte während des Drehens wechseln, ohne dass da was kratzt/rutscht!

Zum Plattengewicht: Vorteil: sieht gut aus.
Nachteil: Beansprucht den Motor stärker und die Platte liegt im Gegensatz zu dem was versprochen wird WENIGER auf dem Teller. Ein Plattengewicht drückt ja in der Mitte, was zur Folge hat, dass die Platte außen abhebt. Wie bei einem Kissen wenn du in der Mitte drückst. Das tritt bei dem Acrylteller auf der OHNE Matte betrieben wird aber eine Vertiefung in der Mitte hat (für den Label) und dort wird die Platte reingedrückt, wodurch die Platte außen eben abheben. Auch bei der Filzmatte die ja weich ist und die auch in der Mitte nach unten gedrückt wird, hebt die Platte aßen ab, siehe Fotos. Wenn ein Plattenbeschwerer aus Optischen Gründen betrieben werden soll, dann darauf achtem , dass der AUF KEINEN FALL über 30g wiegt.
Beweis: als ich noch den Acrylteller hatte den ich dann verkauft habe:
IMG_0204

Mit Plattengewicht liegt die Platte außen nicht mehr auf den Teller auf:
Rega P3 MIT Plattengewicht

Ohne Plattengewicht liegt die Platte vollständig auf den Teller:
REGA P3 ohne Plattenbeschwerer

FAZIT: Aus akustischen Gründen solltest du es bei dem Glasteller OHNE Puck belassen und vor dem Abspielen einfach eine Carbonbürste nehmen. Einfach mir geschlossenem Dekcel abspielen, dann gibt es auch kein Staubproblem. Nicht auf den Quatsch hören dass es sich mit Deckel schlechter anhört, probier es einfach selber aus!

Die ganzen SchnickSchnacks sehen zwar geil aus, bringen aber nur Nachteile! Die Werbung nutzt die Emotionen aus: weil es geil aussieht denkt man auch, das muss sich geiler anhören. Da die Dinger NUR optische Vorteile, aber akustisch Nachteile gebracht haben, habe ich den Delta Dynamics Acrylteller und den ClearAudio Quadro Clamp verkauft!

Mir ist eine langweilige Optik und toller klang lieber als umgekehrt.

Bastell dir doch lieber für 3€ aus Filz eine anders farbige Filzmatte! Gibt es in jedem Bastelgeschäft! Die OriginalFilzmatte nimmst du als Schablone.


[Beitrag von MichiV am 15. Okt 2010, 18:37 bearbeitet]
DeCan
Stammgast
#3 erstellt: 15. Okt 2010, 21:09
Hallo MichiV.

Danke für die ausführliche Beschreibung und die Bilder. Ich bin gespannt. Habe einen 15mm Acrylteller und einen Puck von Device. Nun muss ich dazu sagen, dass ich vermutlich auch nicht gerade die geeignetste Musik höre. Sicher findet man bei mir Dire Straits, Alan Parsons Project, Eurythmics,... aber auch Eisbrecher und Nightwish.

Aus optischen Gründen würde ich sofort den Acrylteller und Puck drauf packen, aber mal im Ernst, wer steht in seiner Freizeit vor dem Plattenspieler und guckt ihn sich an?

Außerdem hat mein Planar 2 einen rauchfarbenen Deckel, da sieht man eh kaum was, zumal er derzeit im Regal steht.

Ich versuche hier mal Bilder hochzuladen. Natürlich liegt eine Filzmatte auf dem Glasteller und erst dann liegt die Platte drauf. Ich wechsle auch nicht bei laufendem Motor sondern stelle ihn vorher immer aus.

Was mich total anmacht ist, der Klang und dass ich Vynil abspielen kann und jeder denkt, es sei eine CD. Das ist für mich dann eine Bestätigung, dass Analog nicht zwangsläufig schlechter als digital sein muss. Leider treffe ich bei meiner Vorliebe für guten Klang (ist ja auch relativ), kaum auf Verständnis. Die meisten fragen immer nur, wie man für sowas so viel Geld ausgeben kann. Egal, mich freut es. Ich spare und wenn ich es mir zusammengespart und gekauft habe, freue ich mich. Wieder ein Stück weiter. Sollen die anderen doch zum Entspannen in den (teuren) Urlaub fahren. Ich kann das jeden Tag zu Hause indem ich den Klang meiner Anlage genieße.

Gruß,
Sebastianrega planar 2
Hayvieh
Stammgast
#4 erstellt: 16. Okt 2010, 07:42

se.hartwig schrieb:
.
Sollen die anderen doch zum Entspannen in den (teuren) Urlaub fahren. Ich kann das jeden Tag zu Hause indem ich den Klang meiner Anlage genieße.


hai sebastian

das trifft genau meine einstellung

und ich bin auch der meinung, das der ganze zubehör quatsch nicht besser ist wie die originalteile und wie bereits geschrieben nur der optik dient,

wer etwas für`s auge und ohr haben will, soll dann aber nicht gerade bei rega suchen
DeCan
Stammgast
#5 erstellt: 16. Okt 2010, 09:37
Hallo Sven,

ich suche immer da, wo ich für "kleines" Geld gute Qualität bekomme. Sicher gefällt mir ein Transrotor Enya 12 oder ein Opera Droplet LP 5.0 um ein vielfaches besser und ist auch qualitativ um Längen besser, nur ist das nicht meine Preisliga. Selbst gebraucht ist das für mich leider nicht machbar. Daher fiel die Wahl auf den rega, auch (nur) gebraucht. Ich traue es mich kaum zu sagen, aber ich hatte vorher einen Lenco L-76, weil er einen eingebauten Vorvertsärker hat und ich ihn an meine Harman & Kardon Anlage (AVR 435 und DV23) anschließen konnte. Ist eine ganz andere Klasse, das weiß ich. Aber zum Zeitpunkt des Erwerbs war das Preis-Leistungsmäßig das beste, was ich gefunden habe.

Ich weiß jetzt nur noch nicht, ob ich den Hartglasteller mit der filzmatte drauf lassen soll, oder den 15mm Acrylglasteller. Ich schalte den Motor zum Platten wechseln bzw. umdrehen immer ab. Als besteht da an sich keine große Gefahr des verkratzens, wenn ich auf den Acrylglasteller wechseln sollte. Wie sind Eure Erfahrungen? Wozu ratet Ihr mir?

Vielleicht ist es aber auch der kleinere Geldbeutel, der mich die Sachen so schätzen lässt. Einen für mich Luxus habe ich mir jetzt allerdings gegönnt. Ich habe mir ein Paar Thorens Canton Chrono 507 dc gegönnt. Freue mich schon riesig auf die Lieferung. Dafür kommen meine Yamaha NS 555 Frontlautsprecher weg.

Ich wünsche ein angenehmes Wochenende.

Grüße,
Sebastian
MichiV
Stammgast
#6 erstellt: 16. Okt 2010, 09:45

se.hartwig schrieb:

Was mich total anmacht ist, der Klang und dass ich Vynil abspielen kann und jeder denkt, es sei eine CD.

Habe ich auch so erlebt. Hab ja auch den Rauchfarbenden Deckel den ich beim Abspielen auch zu habe und man so nicht direkt sieht, dass Vinyl läuft. Als ich dann die Seite umgedreht habe, kam die Frage: "Hä, war das etwa Schallplatte?" Allerdings habe ich auch Schallplatten, die sich deutlich schlechter anhören als die CD. Vor allem Platten aus der Dire Straits Zeit können sich in Vinyl besser anhören als die CD Version. Jedoch hat das nichts mit der Schallplatte an sich zu tun, sondern mit der damaligen hochwertigen Produktion. Hör mal Pink Floyd auf Platte!
DeCan
Stammgast
#7 erstellt: 16. Okt 2010, 10:04
Hallo.

Habe mir gerade Pink Floyd "The Wall" bestellt. Die habe ich nämlich auch im Auto auf CD. Möchte das mal direkt vergleichen. Die LPs auf meinem Rega und dan die CDs im Denon DVD 2500BT. Bin gespannt.

Die Frage ist halt immer noch, ob ich den Hartglasteller mit der Filzmatte drauf lassen soll, oder den 15mm Acrylglasteller nehem. Ich schalte den Motor zum Platten wechseln bzw. umdrehen immer ab. Also besteht da an sich keine große Gefahr des Verkratzens, wenn ich auf den Acrylglasteller wechseln sollte.

Grüße,
Sebastian
MichiV
Stammgast
#8 erstellt: 16. Okt 2010, 10:21

se.hartwig schrieb:


Die Frage ist halt immer noch, ob ich den Hartglasteller mit der Filzmatte drauf lassen soll, oder den 15mm Acrylglasteller nehem. Ich schalte den Motor zum Platten wechseln bzw. umdrehen immer ab. Also besteht da an sich keine große Gefahr des Verkratzens, wenn ich auf den Acrylglasteller wechseln sollte.


Hast du evtl. einen HiFi Händler in der Nähe? Den kannst du ja Fragen ob du das Geld zurück bekommst wenn du damit nicht zufrieden bist. Wie gesagt, ich habe meinen Acrylteller verkauft:
Acrylteller verkauft

Denk daran, auf einen Teller ohne Matte (der Acrylteller ist ja 2mm höher, da der OHNE Matte betrieben wird) liegt die Platte nicht vollständig auf, da die wenigsten Platten 100% plan ist, eine Matte gleich Unterschiede von 1mm aus, da die sich ja anpasst!


[Beitrag von MichiV am 16. Okt 2010, 10:28 bearbeitet]
Hayvieh
Stammgast
#9 erstellt: 16. Okt 2010, 10:44
bei mir läuft auch der glasteller mit filzmatte und zum wechseln lass ich die maschiene laufen...mit etwas gefühl bekommste die platte auch ohne eventuelle kratzer hoch...so machen es ja auch tausende andere leute ohne probleme.
MichiV
Stammgast
#10 erstellt: 16. Okt 2010, 10:53

Hayvieh schrieb:
bei mir läuft auch der glasteller mit filzmatte und zum wechseln lass ich die maschiene laufen...mit etwas gefühl bekommste die platte auch ohne eventuelle kratzer hoch...so machen es ja auch tausende andere leute ohne probleme.
Mit Filzmatte zerkratzt da auch nichts, Filz kratzt nicht. Ich wechsle auch bei laufendem Motor. Aber als ich den Acrylteller noch hatte, habe ich festgestellt, dass das Wechseln bei laufendem Motor nicht so gut für die Platte ist.
DeCan
Stammgast
#11 erstellt: 31. Okt 2010, 22:58
Hallo,

ich überlege, ob ich mir einen Mitlaufbesen zulegen soll. Ich habe jetzt einige Male gelesen, dass er das gelegentliche Knistern verringern soll.

Würde mich über Erfahrungen und / oder Tips freuen. Gibt es Dinge, auf die ich bei einer eb´ventuellen Anschaffung achten sollte?

Danke vorab für Antworten.

Gruß,
Sebatian
DeCan
Stammgast
#12 erstellt: 01. Nov 2010, 13:32
Hallo,

ich habe eine weitere Frage. Was macht es für einen Unterschied, den Plattenspieler direkt an meinen Denon AVR 2308 mit Phono-Eingang oder vorher über einen Vorverstärker anzuschließen? Und wenn ein Vorverstärker (Entzerrer) zwischengesteckt werden sollte, wo liegen da die Unterschiede und auf was sollte ich bei einem evtl. Kauf achten?

Grüße,
Sebastian
Holger
Inventar
#13 erstellt: 01. Nov 2010, 14:04
Hi Sebastian,

Was den Plattenbesen angeht - Knistern kommt eher von fester sitzendem Dreck in der Rille, den kriegt auch ein Mitlaufbesen nicht weg. Und die leicht aufliegendenn Staub-Partikel, die er mitnimmt, kann man auch durch vorher-mit-einer-Karbonbürste-drübergehen wegkriegen, das ist gründlicher und kostengünstiger.
Zum externen Phonovorverstärker - da gibt es billige und teure Vertreter, meine Pearl (und erst recht die Brinkmann) z. B. dürfte jede in einem AV-Vollverstärker eingebaute Phonovorstufe locker schlagen. Bei einem Billigheimer für unter 50 Euro sieht das dann aber vielleicht ganz anders aus, da ist die eingebaute Phonovorstufe des AVR möglicherweise gleichwertig oder sogar besser, wer weiss...
DeCan
Stammgast
#14 erstellt: 01. Nov 2010, 15:07
Hallo Holger,

danke für die Info. Ich bin bei meiner Suche inzwischen auch auf Bürsten gestoßen. Aber auch da gibt es ja zig verschiedene. Besonders preislich gehen die von 4,50 Euro über um die 10 - 20 Euro bis hin zu 100 Euro für eine Furutech SK-2 Anti-Statik-Plattenbürste. Was muss ich da beim Kauf beachten?

Dann habe ich gesehen, es gibt auch Kork- bzw- Lederauflagen, die man statt der Filzauflage verwenden kann. Warum sollte man diese Kaufen? Aus optischen Gründen? Aber die meiste Zeit liegt bei mir eh eine Platte auf dem Teller und man würde die Auflage eh nicht sehen. Aus klanglichen Gründen? Wie machen sich die ggfs. bemerkbar?

Gruß,
Sebastian
DeCan
Stammgast
#15 erstellt: 04. Nov 2010, 20:44
Hallo,

für mich gibt es immer noch offene Fragen als Analog - Neuling.


Vom Plattenbesen (Mitlaufbesen) wurde mir ja nun abgeraten. Auf der Suche nach Plattenbürsten musste ich preisliche Spannen von 4,50 Euro bis 100 Euro feststellen. Welche ist nun aber die Richtige bzw. auf was muss ich beim Kauf achten?

Mein Rega Planar 2 wird nun von einem Pro-Ject RPM 5 mit Ground Deluxe 2 abgelöst. Auch hier gibt es einige Frage. Was für einen Vorverstärker soll ich nehmen nzw. wie gut mag der im Denon AVR 2308 verbaute sein?

Ich danke schon einmal vorab für Antworten.

Grüße,
Sebastian


[Beitrag von DeCan am 04. Nov 2010, 20:58 bearbeitet]
joerghag
Stammgast
#16 erstellt: 08. Nov 2010, 00:36
Hallo Sebastian,

habe auch einen RPM 5.2 an einem Denon 4308. Der Phonoeingang ist schlicht und einfach schlecht. Habe mir einen Music Fidelity Phono-Vorverstärker dazugekauft und bin damit zufrieden.

Gruß Jörg
DeCan
Stammgast
#17 erstellt: 08. Nov 2010, 09:23
Guten Morgen Jörg,

ich danke DIr für Deine Antwort. Du schreibst, Du hast auch einen RPM 5.2. Was ist der Unterschied zwischen RPM 5, RPM5.1 und RPM 5.2? Auf dem Karton meines RPM steht nur RPM5.

Ich habe das gegoogelt,... aber keine Antwort gefunden und die online Bildersuche ergab auch keinen sichtbaren Unterschied.

Wie macht sich der externe Phono Vorverstärker (klanglich) bemerkbar? Mir wurde der Cambridge 640P empfohlen und der hat ja auch super Testergebnisse erzielt. Hast DU den Vorverstärker dann am AUX Eingang Deines Denon angeschlossen oder gehst Du trotzdem über Phono-In? Ich habe auch noch die Project Phone Box III im Auge wegen dem USB Anschluss, den ich nutzen könnte, meine LPs zu digitalisieren.

Grüße,
Sebastian


[Beitrag von DeCan am 08. Nov 2010, 09:30 bearbeitet]
joerghag
Stammgast
#18 erstellt: 09. Nov 2010, 00:07
Hallo Sebastian,

der RPM5 unterscheidet sich vo 5.2 nur im verbauten System.
Der 5.2 hat ein ortofon 2m red verbaut. Die ersten RPM5 sollen noch ungedämpfte Füße haben. Auf dem Karton steht immer nur RPM5.
Habe bei mir aber auf das ortofon 2m bronce gewechselt. Damit macht Der RPM einen deutlichen Sprung nach oben.

Mit dem Vorverstärker am AUX-Eingang klingt es weniger "harsch" und meines Erachtens dynamischer. Der MusicFidelity verzichtet halt auf "Aussehen", bietet dafür aber einen wertigeren Innenaufbau als Preisgleiche Geräte. Wie der Cambridge ist, weiß ich aber nicht.

Gruß Jörg
DeCan
Stammgast
#19 erstellt: 10. Nov 2010, 05:17
Hallo Jörg,

danke für den Tip und die Erklärung. Dann wird meiner wohl ein 5.1 sein, da er nicht mit dem 2M red ausgestattet ist, sondern mit einem OMB 5E. Ich habe aber bereits ein Ortofon 2M Blue geordert. Das soll mich klanglich etwas voran bringen.

Grüße,
Sebastian
No_Fun
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 10. Nov 2010, 06:47
siehe: Hinweis

Zitat:...Die auffälligsten Änderungen belaufen sich auf 25 € Preisanstieg und Austausch des alten Ortofon 510 System gegen ein kürzlich eingeführtes 2M Red...


[Beitrag von No_Fun am 10. Nov 2010, 06:48 bearbeitet]
DeCan
Stammgast
#21 erstellt: 10. Nov 2010, 07:30
Dankeschön, nun weiß ich es auch... Und ich dachte schon, ich habe eine alte Version gekauft...


Grüße,
Sebastian

So schaut meine neuste Errungenschaft aus Project RPM 5 mit Ground Deluxe 2 und im United Kindom bestellten Unicover als Staubschutz:

P1000662

P1000663

P1000691

P1000696
Osyrys77
Inventar
#22 erstellt: 10. Nov 2010, 07:45
Hi DeCan,

erst mal herzliche Glückwünsche zum neuen Dreher!!!

In wie weit würdest du die Unterschiede zwischen dem Project und deinen alten Rega bewerten?

Es freut mich immer wieder, dass es doch immer wieder Leute gibt die dem Vinyl verfallen!

Ich gehe mal kurz auf deine Fragen ein, obwohl die eine oder andere schon beantwortet worden ist.

Wegen Mitlaufbesen:
Sparr dir das! Eine einigermassen hochwertige Carbonbürste macht Ihre Arbeit hervorragend und aus Erfahrung kann ich sagen, wenn man die Platte per Hand am Anfang gründlich von frei liegenden Staubpartikeln befreit, dass dies vollkommen ausreicht. Ich konnte keine Unterschiede feststellen, als ich mal für eine kurze Zeit einen Mitlaufbesen benutzt habe.

Ich habe mir die hier geholt:
http://www.amazon.de...d=1289369176&sr=8-11

Wegen Matten, ob Filz, Kork, Leder etc.:
Hier gibt es halt wie immer vor und Nachteile. Bei Kork und Leder habe ich die Erfahrungen gemacht, dass es so gut wie nie zu statischen Aufladungen kam. Bei Filz (hängt natürlich auch davon ab welcher Filz), waren zum Teil die statischen Aufladungen hören, was man beim Abziehen der Platte immer wieder festgestellt hat, doch durch einen etwas höheren Dämpfungsfaktor, hatte ich zumindest subjektiv das Gefühl, dass die Platte "satter" drauf lag und vor allem ältere Platten störungsfreier abgespielt worden sind.
So entschied ich mich für eine Filzmatte. Vielleicht können noch andere hier für dich Ihre Erfahrungen posten.

Wegen Plattengewicht:
Du kannst ja das Gewicht benutzen, welches du zur Zeit an deinen Dreher schon hast. Bezüglich Formveränderungen der Platte, wie das Abheben an den Rändern, kannst du das ja einfach mal beobachten. Hier hängt es stark davon ab, welche Matte man benutzt, welches Gewicht das Plattengewicht hat und wie die Platte die man abspielen möchte tatsächlich aussieht. Bei Platten welche in sehr guten Zustand sind und von vornherein plan draufliegen, wirkt sich das Plattengewicht eher negativ aus. Ältere Platten die schon etwas verformt sind, wie z.B. nach Innen gewölbt oder gar, von der Seite betrachtet die Form einer leichten Acht aufweisen, profitieren von einem zusätzlichen Gewicht, was sich vor allem dann bemerkbar macht, wenn Unterlagen wie Kork oder Leder benutz werden, die selbst nur wenig nachgeben. Ja ich weiss, aber es ist halt eine Wissenschaft für sich!

Wenn man sich neue Platten holt, so kann ich nur empfehlen, sich gleich Hochqualitative Platten mit hohen Eigengewicht zu holen. Die liegen durch das höhere Eigengewicht plan auf dem Teller und neigen auch weniger zur Formveränderungen.

Die Seiten kennst du wahrscheinlich schon, doch hier bestelle ich oft selbt meine Platten oder halt im Plattenladen im Ort:
http://www.ars-music.de/
oder
http://www.jpc.de/

Wegen Phonovorverstärker:
Die notwendigen Antworten hast du eigentlich schon bekommen. Die Phono-Vorstufen in den Receiver sind nicht gerade für Ihre Qualität bekannt und setzen in den meisten Fällen voraus, dass man auch nur MM-Abnehmer benutz.

Wenn du einer der vorgeschlagenen Vorstufen holst, sei es Cambridge 640P oder die Project Phono Box III, so wirst du ein deutlich besseres Ergebnis (Dynamik und Auflösung) erzielen als mit der eingebaut PP im Receiver. Mehr als €200 würde ich hier jedoch nicht ausgeben, da der Rest der Elektronik dann wahrscheinlich die begrenzende Einheit ist.

Hier noch paar Infos zum Cambridge:
http://www.audio.de/testbericht/cambridge-640-p-333216,904.html

und noch ein anderer Kandidat (Clearaudio Nano:
http://www.audio.de/testbericht/clearaudio-nano-331366.html

Schöne Grüße und viel Spass mit dem neuen Dreher.

Osyrys


[Beitrag von Osyrys77 am 10. Nov 2010, 07:57 bearbeitet]
DeCan
Stammgast
#23 erstellt: 10. Nov 2010, 10:38
waow, eine sehr ausführliche Antwort. Das freut mich. Danke dafür.

Ja, ich habe so langsam die Zusammenhänge erkannt und werde sicher in Kürze eine Kaufentscheidung bezüglich eines Vorverstärkers treffen. Mich reizt ja immer noch ein Röhren Vorverstärker und ich weiß noch nicht genau, was für mein System besser geeignet ist. Zum Beispiel tendiere ich zwischen der Phono Box II und der Tube Box II, die mich optisch mehr reizt. Sollte die Entscheidung aus irgendwelchen Gründen gegen die Tube Box fallen, wird es vermutlich ein Cambridge 640P. Die Testberichte sprechen für ihn.

Ich hoffe auf zahlreiche Antworten.

Grüße,
Sebastian
DeCan
Stammgast
#24 erstellt: 15. Nov 2010, 19:20
Hallo,

bei mir ging es heute weiter voran. Heute kam er endlich, der Cambridge 640P. Ich habe ihn gleich ausgepackt und angeschlossen. Nun läuft mein Plattenspieler nicht mehr über den Phono Eingang meines Denon AVR2308, sondern über den Cambridge 640P Vorverstärker und dann über den AUX-In des Receivers. Es liegen Welten zwischen dem Klangbild vorher-->nachher. Es klingt nun voller und lebendiger. Ich bin vollstens zufrieden.

Grüße,
Sebastian
Osyrys77
Inventar
#25 erstellt: 15. Nov 2010, 21:08
Hi Sebastian,

freut mich zu hören, dass sich die Anschaffung gelohnt hat. Ich bin selbst am überlegen ob ich mir auch den Cambridge hole.

Ich werde den wohl im Netz bestellen und zu Hause gegen die NAD PP2 gegen testen.

Viel Spass mit deinen neuen Komponenten!
Killwalz
Hat sich gelöscht
#26 erstellt: 24. Nov 2014, 01:08
Ist zwar ein alter Thread, aber wird trotzdem gefragt. Deshalb:


Nachteil: und die Platte liegt im Gegensatz zu dem was versprochen wird WENIGER auf dem Teller. Ein Plattengewicht drückt ja in der Mitte, was zur Folge hat, dass die Platte außen abhebt.


Dem kann ich nur bedingt zustimmen. Ich habe einige Scheiben die auf der einen Seite sehr gut aufliegen auf der Anderen dagegen nicht. Die Platten sind zur Mitte hin leicht gewölbt. Liegen die mit der Wölbung nach unten auf, dann ist alles in Ordnung, wahrscheinlich weil die originalen Matten ja oft um die Mitte herum etwas flacher sind. Liegen die Platten mit der Wölbung nach oben, liegen sie so lose auf der Gummimatte, dass bei einer Staubentfernung mit Kohlefaserbürste die Scheiben stehen bleiben (anfangs dachte ich der Motor macht schlapp). Lege ich dann ein Gewicht auf, ist alles OK. Das hört man auch. Eine weichere bzw. bessere Matte kann ich nicht nehmen, damit setze ich die Automatik und Sicherheitsfunktionen (versehendliches starten ohne Platte)des Gerätes ausser Betrieb. Sinn machen die Dinger also manchmal schon. Es genügt ja sie bei Bedarf einzusetzen.


Wenn man sich neue Platten holt, so kann ich nur empfehlen, sich gleich Hochqualitative Platten mit hohen Eigengewicht zu holen. Die liegen durch das höhere Eigengewicht plan auf dem Teller und neigen auch weniger zur Formveränderungen.


Das ist in meinen Augen Mumpe. Die neuen Platten sind zum großen Teil zwar schwer und gerade, aber ansonsten extrem schlecht gefertigt. Alle Neuen die ich angeschafft habe knistern und knastern und rauschen wesentlich mehr als meine dünnsten uralten Platten (25 - 40 Jahre alt, maschinengewaschen). Wäsche hilft bei den Neuen kaum. Ausgenommen davon sind Japanpressungen.
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