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Back to the roots - Kaufberatung Plattenspieler

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Peter_Ustinov
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 05. Feb 2011, 11:20
Nicht weil's gerade "schick" ist oder dem Trend hinterherhechelnd: habe den digitalen Medien weitgehend abgeschworen und möchte wieder voll auf Vinyl setzen. Die LP-Sammlung ist dementsprechend in letzter Zeit auch wieder angewachsen. Natürlich wollen die schwarzen Scheiben auch abgespielt werden - also flugs den alten Vollautomaten mit Tangential-Tonarm von Mitsubishi (hatten auch mal Audio im Angebot und nicht nur die vierrädrigen Kisten mit Verbrennungsmotoren ) und Shure V15 Type IV wieder aufgebaut. Doch leider hat der Zahn der Zeit an der Technik genagt: nix geht mehr, nur noch ein mechanisches Scheppern und Klappern, Tonarm- und abpsielmässig tut sich gar nicht mehr. Da eine Reparatur wohl aus Kostengründen ausscheidet und das Gerät schon damals nicht unbedingt up to date war:

Welche sehr guten und bezahlbaren Plattendreher könntet Ihr mir für einen Yamaha RX-V2600 und zwei Klipsch Heresey III empfehlen, System nicht zu vergessen? Eigentlich hätte damals auch 'n normaler Stereo-Receiver gereicht, aber man(n) wollte halt unbedingt zukunftsträchtig in moderne Surround-Medien investieren - bis heute ist daraus aber nix geworden Aber sooo schlecht soll der Yamaha-Phonoteil gar nicht klingen hab' ich mir sagen lassen....

Würde mich sehr über hilfreiche Antworten freuen. Schon mal besten Dank im Voraus!
afireinside1988
Stammgast
#2 erstellt: 05. Feb 2011, 11:43
Ein Budget wäre interessant zu wissen.
Und möchtest du einen neuen Plattenspieler oder darfs auch ein gebrauchter sein?
directdrive
Inventar
#3 erstellt: 05. Feb 2011, 11:50
Hallo,

was für ein Mitsubishi ist es denn?
Ich kenne da einige Spieler mit Tangentialarm, bei denen eine Reparatur/Überholung durchaus sinnvoll wäre - und wahrscheinlich kostengünstiger als eine Neuanschaffung.

Gruß, Brent
Peter_Ustinov
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 05. Feb 2011, 12:19

afireinside1988 schrieb:
Ein Budget wäre interessant zu wissen.
Und möchtest du einen neuen Plattenspieler oder darfs auch ein gebrauchter sein?


Zum Budget: schwierig, da ich absolut nicht auf dem Laufenden bin was aktuelle Plattendreher betrifft. Das was ein sehr gutes Gerät eben kostet, ohne jetzt in High-End-Preis-Gefilde vorzustossen. 10000 Euro wäre ich nicht bereit auszugeben, inkl. System denke ich so in etwa an max. 2500 bis 3000 Euronen.

Gebraucht ist immer so 'ne Sache. Hier kann man ganz schön reinrasseln, zumal wenn man selbst kein Experte ist. Daher würde ich da nur zugreifen, wenn eine Person meines Vertrauens da den Durchblick hat und mir sagen könnte, ob denn dieses oder jenes Angebot reell ist oder man lieber die Finger davon lassen sollte

Besser also Neupreise in Deinen Vorschlag einkalkulieren!
Peter_Ustinov
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 05. Feb 2011, 12:27

directdrive schrieb:
Hallo,

was für ein Mitsubishi ist es denn?
Ich kenne da einige Spieler mit Tangentialarm, bei denen eine Reparatur/Überholung durchaus sinnvoll wäre - und wahrscheinlich kostengünstiger als eine Neuanschaffung.

Gruß, Brent


Ein LT-20 PLL Quartz Logic Controlled. Schwer zu sagen, was die erwähnten Geräusche betrifft: dürfte ein Direkttriebler sein, also ohne Riemen. Aber sowohl nach Druck auf den "Start"-Button oder wenn ich den Tonarm mittels "Lift/Cue" anheben oder absenken möchte dringen mechanische Schleif- und Klappergeräusche aus dem Inneren, nix tut sich, d.h. der Tangential-Schlitten bewegt sich nicht und auch der Tonarm fährt nicht aus der Ruheposition nach oben.

Das Gerät war seit Beginn meines Umstiegs auf CD 1991 nur noch selten im Einsatz und stand gut verpackt in Folie und einem Pappkarton mindestens ca. 15 Jahre auf dem Dachboden!

Bliebe nur noch die Frage, welcher Elektro-Fachbetrieb da überhaupt noch in der Lage bzw. Willens wäre, eine Reparatur vorzunehmen!?
crischi2
Stammgast
#6 erstellt: 05. Feb 2011, 12:34
Bei 2500€ bis 3000€ gibts schon einige gute Sachen, möchte ich behaupten.

Ich schlag einfach mal den Transrotor Dark Star vor. Möge man mich steinigen, aber vom hören beim Händler fand ich den großartig.


[Beitrag von crischi2 am 05. Feb 2011, 12:34 bearbeitet]
HausMaus
Inventar
#7 erstellt: 05. Feb 2011, 12:55
hallo

habe am rxv3800 einen TD 295 MK IV hängen mit einem at95 :Y.


ca 400 platten meist klassik verschiedener hersteller


das at95 wird mal ausgetauscht gegen ein anderes .

sonst bin ich mit dem teil sehr zufrieden.

toll finde ich die e-abschaltung .

http://www.pq-media....ni.html?from=froogle


wenn es etwas besser sein darf dann z.b. die grösseren thorens oder einen Pro-Ject.

preis so um die 1000,- euro die dreher sollten dich dann auch voll zufrieden stellen.
directdrive
Inventar
#8 erstellt: 05. Feb 2011, 13:56
Hallo nochmal,

der LT-20 ist eigentlich ein sehr anständiges Gerät. Ich hatte selbst 'mal ein Exemplar.
Beim Erhalt rappelte der Arm hier auch nur noch, ich kann mich aber leider nicht mehr recht erinnern, was die Ursache war.
Ich denke aber es handelte sich lediglich um Schmierprobleme und defekte Antriebsriemen.
Zumindest konnte ich das Gerät damals innerhalb kurzer Zeit in Ordnung bringen.

mlt20c

Eine Reparatur bei einem/r auf "Hifi-Klassiker" spezialisierten Fachmann/frau sollte möglich sein und erheblich unter dem angesetzten Budget für ein neues Gerät liegen.
Werkstatt-Tipps findest Du im Bereich "Hifi-Klassiker" hier im Forum. Die Service-Anleitung für den Mitsubishi ist hier kostenlos zu haben: Vinyl Engine

Grüße, Brent
mkoerner
Stammgast
#9 erstellt: 05. Feb 2011, 13:56
Hmm,

also in deiner Preisklasse sind wir hier ja nun eher selten unterwegs. Mir persönlich sind die Dreher von Nottingham Analogue ja sehr sympathisch.

Grundsolide Masselaufwerke mit "beschussfesten" Lagern in "viel hilft viel" Bauweise (hier nicht negativ gemeint und die haben trotzdem einige sehr raffinierte Details :-) ).

Auch das Motorkonzept ist einfach genial und dadurch fast unkaputtbar.

Ein AceSpace 294 mit Heavy-Duty Kit liegt in deiner Preisklasse. Das dürfte aller Voraussicht nach mein nächstes LW werden wenn nicht was grösseres (von NA) dazwischen kommt.

Klanglich ausgesprochen neutral, sehr ruhig, solides Bassfundament und ausgesprochen präzise Räumlichkeit. Für den Spass muss der TA und die Phonostufe sorgen (was imho besser ist, da man dann sehr viel flexibler bei der Abstimmung der Anlage ist, was bei Transrotor meist so nicht klappt).

Mike
Peter_Ustinov
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 05. Feb 2011, 14:43

directdrive schrieb:
Hallo nochmal,

der LT-20 ist eigentlich ein sehr anständiges Gerät. Ich hatte selbst 'mal ein Exemplar.
Beim Erhalt rappelte der Arm hier auch nur noch, ich kann mich aber leider nicht mehr recht erinnern, was die Ursache war.
Ich denke aber es handelte sich lediglich um Schmierprobleme und defekte Antriebsriemen.
Zumindest konnte ich das Gerät damals innerhalb kurzer Zeit in Ordnung bringen.

Eine Reparatur bei einem/r auf "Hifi-Klassiker" spezialisierten Fachmann/frau sollte möglich sein und erheblich unter dem angesetzten Budget für ein neues Gerät liegen.
Werkstatt-Tipps findest Du im Bereich "Hifi-Klassiker" hier im Forum. Die Service-Anleitung für den Mitsubishi ist hier kostenlos zu haben: Vinyl Engine

Grüße, Brent


Danke für die Tipps und das Bild - yepp, genau so sieht er aus. Hat eigentlich ganz gut geklungen, obwohl die damals zugehörige Anlage (alles ebenfalls Mitsubishi, inzwischen ausser dem LT20 alles über'n Jordan: abgeraucht oder unreparabel defekt) nicht unbedingt erste Sahne war.

Leider bin ich als "Landpommeranze" HIFI-mässig ganz schlecht versorgt: bis auf einen Fachhändler (setzt hauptsächlich auf Kenwood) nur Grossmärkte ohne Kompetenz und mit schlechter Beratung

Zum Vorschlag der Reparatur: Selbst Hand anlegen traue ich mich nicht, und bei Wahl eines "Spezialisten": Versand ohne Original-Karton ganz schlecht und hinfahren in die Grossstadt lohnt sich deshalb wohl kaum. Hatte leider schon einmal schlechte Erfahrungen mit einem Marantz CD-Gerät: in eine von Marantz empfohlene Fachwerkstatt geschickt wegen Antriebsproblemen -> kam mit absolut geräuschnervendem Laufwerk zurück (ganz sicher nicht Original Marantz) und ausserdem ist seitdem eine Punkt-Reihe der Display-Anzeige ausgefallen. Doch das nur am Rande.....
Peter_Ustinov
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 05. Feb 2011, 14:51

mkoerner schrieb:
Hmm,

also in deiner Preisklasse sind wir hier ja nun eher selten unterwegs. Mir persönlich sind die Dreher von Nottingham Analogue ja sehr sympathisch.

Grundsolide Masselaufwerke mit "beschussfesten" Lagern in "viel hilft viel" Bauweise (hier nicht negativ gemeint und die haben trotzdem einige sehr raffinierte Details :-) ).

Auch das Motorkonzept ist einfach genial und dadurch fast unkaputtbar.

Ein AceSpace 294 mit Heavy-Duty Kit liegt in deiner Preisklasse. Das dürfte aller Voraussicht nach mein nächstes LW werden wenn nicht was grösseres (von NA) dazwischen kommt.

Klanglich ausgesprochen neutral, sehr ruhig, solides Bassfundament und ausgesprochen präzise Räumlichkeit. Für den Spass muss der TA und die Phonostufe sorgen (was imho besser ist, da man dann sehr viel flexibler bei der Abstimmung der Anlage ist, was bei Transrotor meist so nicht klappt).

Mike


Nun ja, wie erwähnt keinen Schimmer was derzeitige Vinyl-Laufwerke so kosten. Die "Preisklasse" von 2500-3000 würde ich auch nur als wirklich absolute Obergrenze gelten lassen, falls es viel günstiger und genauso gut geht: umso besser !!!!

Der Name Thorens ist hier ja schon gefallen. Gäbe es weitere Möglichkeiten dort - und wie sieht's mit DUAL aus? Ganz früher hatte ich immer von deren Geräten geschwärmt und wollte mir irgendwann mal ein Laufwerk zulegen. Doch das hat nie geklappt und DUAL ging den Weg so vieler, deutscher HIFI-Firmen..... Inzwischen wie kürzlich "gegoogelt" nur noch über die Alfred Fehrenbacher GmbH existent. Taugen diese Geräte was?
Plankton
Stammgast
#12 erstellt: 05. Feb 2011, 14:55

crischi2 schrieb:
Ich schlag einfach mal den Transrotor Dark Star vor. Möge man mich steinigen, aber vom hören beim Händler fand ich den großartig.


Warum soll das jemand machen. Transrotor baut tolle Plattenspieler.
In der Preisklasse würde ich noch Clearaudio und Acoustic Solid ins
Rennen bringen. Alles wunderschöner Maschinenbau.
Peter_Ustinov
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 05. Feb 2011, 14:58

Plankton schrieb:

crischi2 schrieb:
Ich schlag einfach mal den Transrotor Dark Star vor. Möge man mich steinigen, aber vom hören beim Händler fand ich den großartig.


Warum soll das jemand machen. Transrotor baut tolle Plattenspieler.
In der Preisklasse würde ich noch Clearaudio und Acoustic Solid ins
Rennen bringen. Alles wunderschöner Maschinenbau.


Was haben die für 'ne Stellfläche? Mir stehen maximal 50x50 Zentimeter zur Verfügung......
crischi2
Stammgast
#14 erstellt: 05. Feb 2011, 15:04

Peter_Ustinov schrieb:
Was haben die für 'ne Stellfläche? Mir stehen maximal 50x50 Zentimeter zur Verfügung......


In der Breite sind es 46cm, Tiefe 34cm. Passt also.
leobärchen
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 05. Feb 2011, 15:05
Auch wenn ich auch das Bedrüfnis spüre, diverse Spieler vorzuschlagen, die ich mir auch so gerne leisten können würde,
Mir fallen bei dem hier geschriebenen spontan, n generalüberholter td 320 II oder 2001 ein.
Auch wenn ich die Maße nur schätzen kann, sollten diese doch auch wesentlich besser mit dem Platzangebot harmonieren, oder?

Nur als anregung gedacht, ich bin weit davon entfernt, hier ernstahft mitreden zu können.

freundliche Grüße,
leo
Peter_Ustinov
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 05. Feb 2011, 15:24

leobärchen schrieb:
Auch wenn ich auch das Bedrüfnis spüre, diverse Spieler vorzuschlagen, die ich mir auch so gerne leisten können würde,
Mir fallen bei dem hier geschriebenen spontan, n generalüberholter td 320 II oder 2001 ein.
Auch wenn ich die Maße nur schätzen kann, sollten diese doch auch wesentlich besser mit dem Platzangebot harmonieren, oder?

Nur als anregung gedacht, ich bin weit davon entfernt, hier ernstahft mitreden zu können.

freundliche Grüße,
leo :)


Gebrauchte Geräte würde ich persönlich aber nur bei einem Fachhändler holen - das Risiko, die Katze im Sack zu kaufen ist mir m.u. bei Ebay und Konsorten einfach zu gross.... !!!!
Fachhändler, die noch gebrauchte Plattendreher feilbieten, sind bei mir auf dem Lande aber so gut wie ausgestorben - bliebe mir nur die lange Anreise in die Großstadt!
Peter_Ustinov
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 05. Feb 2011, 15:30
So, einige Geräte wurde ja schon vorgeschlagen - vielen Dank dafür! Meine Anfrage bez. DUAL: vielleicht kennt sich da jemand aus.....

Noch was zum Abtast-System: müsste ein MM- bwz. ein hochpegeliges MC-System sein. Relativ ausgewogen für viele Arten von Musik, denn ich höre sehr vielseitig: neben ca. 240 Klassik-Scheiben warten noch etwa 1200 Platten aus dem Pop- und Rockbereich auf ihren Einsatz.
leobärchen
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 05. Feb 2011, 15:31

Gebrauchte Geräte würde ich persönlich aber nur bei einem Fachhändler holen


das meinte ich ja mit generalüberholt

und ein Fachhändler muss es gar nicht sein, hier im Forum gibt es doch 2 Thorens-Spezialisten/ ehem. Mitarbeiter, oder?
Hab selber in der Richtung keine Erfahrungen gemacht, aber ich meine das mal mitgelesen zu haben.
Würde dann wohl, wenn ihr nicht zufällig um die ecke wohnt, auf Versand hinauslaufen, aber mit Fachkenntnis ist das auch bombensicher ohne Originalverpackung möglich. Damit wiederum habe ich schon Erfahrungen sammeln können

Die Namen weiß ich nichtmehr, aber da können sicherlich andere vermitteln.

Grüße,
Leo
leobärchen
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 05. Feb 2011, 15:32
Nagaoka MP-500 hat einen ausgezeichneten ruf... aber dem TA kann man sich eigentlich erst widmen, wenn man weiß, welchen Dreher/Tonarm du hast
Plankton
Stammgast
#20 erstellt: 05. Feb 2011, 15:34
Das kann ich Dir auch nur anraten. Gerade bei Plattenspielern, die viele Verschleissteile
haben sollte man auf Nummer Sicher gehen. Meinen Acoustic Solid habe ich bei einem
Händler gebraucht gekauft und nach einer Woche war das Lager hinüber da der Vorbesitzer
es hat trocken laufen lassen. Es gab ohne Probleme und Kosten umgehend ein neues.
mkoerner
Stammgast
#21 erstellt: 05. Feb 2011, 15:49
Hmm,

was jetzt? Neu oder gebraucht?

Gebraucht kannst du sicher sehr viel weiter kommen vor allem in der unter-1000€ Vintage-Klasse.

Aber es muss einem einfach klar sein, dass diese Geräte oft 30+ Jahre alt sind, oft mehr als einen Vorbesitzer hatten (Vater, Sohn, und der Kumpel der Hobby-DJ war) und deshalb oft bei den Details die den Klang erst perfektionieren nicht mehr optimal sind. Sowohl das Plattentellerlager als auch die Lager der Tonarme sind zwar durchaus nicht unrobust, aber Beschädigungen machen sich oft im Verlust von Detailtreue, Spielfreude und Räumlichkeit bemerkbar. Darüberhinaus sind erhöhte Übergangswiderstände aufgrund von Oxidation oft für höhere Brummwerte und die fehlenden, weil damals kaum nötigen Abschirmungen für höhere Einstreungen zuständig. Erhöhte Vibrationslevel aufgrund der Lagerschäden machen sich darüberhinaus oft in zusätzlichem Klirr bemerkbar (daher kommen gerne die zischendeln Ssss, wenn sie nicht weggehen nachdem die Justage der Nadel eigentlich perfekt ist).

Fast alle dieser Probleme lassen sich beheben oder durch sorgfalt beim Einkauf vermeiden, aber wenn man nicht weiss was man tut kann das durchaus in die Hose gehen.

Also wohin beraten? Alt oder neu?

Und neu gibt es in der Preisklasse 1000€ +- 200€ einiges sehr brauchbares.

Mike


[Beitrag von mkoerner am 05. Feb 2011, 15:49 bearbeitet]
Peter_Ustinov
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 05. Feb 2011, 16:05

mkoerner schrieb:
Hmm,

was jetzt? Neu oder gebraucht?

Gebraucht kannst du sicher sehr viel weiter kommen vor allem in der unter-1000€ Vintage-Klasse.

Aber es muss einem einfach klar sein, dass diese Geräte oft 30+ Jahre alt sind, oft mehr als einen Vorbesitzer hatten (Vater, Sohn, und der Kumpel der Hobby-DJ war) und deshalb oft bei den Details die den Klang erst perfektionieren nicht mehr optimal sind. Sowohl das Plattentellerlager als auch die Lager der Tonarme sind zwar durchaus nicht unrobust, aber Beschädigungen machen sich oft im Verlust von Detailtreue, Spielfreude und Räumlichkeit bemerkbar. Darüberhinaus sind erhöhte Übergangswiderstände aufgrund von Oxidation oft für höhere Brummwerte und die fehlenden, weil damals kaum nötigen Abschirmungen für höhere Einstreungen zuständig. Erhöhte Vibrationslevel aufgrund der Lagerschäden machen sich darüberhinaus oft in zusätzlichem Klirr bemerkbar (daher kommen gerne die zischendeln Ssss, wenn sie nicht weggehen nachdem die Justage der Nadel eigentlich perfekt ist).

Fast alle dieser Probleme lassen sich beheben oder durch sorgfalt beim Einkauf vermeiden, aber wenn man nicht weiss was man tut kann das durchaus in die Hose gehen.

Also wohin beraten? Alt oder neu?

Und neu gibt es in der Preisklasse 1000€ +- 200€ einiges sehr brauchbares.

Mike


Hi Mike,

wenn Du aufmerksam gelesen hast bis hierher (nicht immer einfach, wenn zahlreiche Postings vorhanden sind ) wirst Du meinen Trend zum Neukauf nicht übersehen haben. Wie Du schon ganz richtig erwähnst: die Risiken, bei einem älteren, gebrauchten Plattenspieler auf die Nase zu fallen ist mir einfach zu gross!!!! Siehe mein Mitsubishi LT-20: der hat bevor ich ihn in Ruhestand schickte, noch ganz tadellos funktioniert. Nun, ca. 15 Jahre später auf dem nicht ganz temperaturressistenten Dachboden, hat die Technik ihre Segel streichen müssen: klarer Reparaturfall, Kosten ungewiss.....

Also: neues Gerät bitte, schliesslich soll der Spieler samt System und Arm ja wieder zahlreiche Jahre problemlos laufen
mkoerner
Stammgast
#23 erstellt: 05. Feb 2011, 17:04
Gute Optik und guter Klang in der 1000€ Klasse gibts vor allem bei Clearaudio. Ein Clearaudio Concept gibts als absolutes Schnäppchen gerade hier (OK, doch nicht neu ).

Ansonsten anschauenswert: Der kleine Acoustic Solid (leider grad gesehen dass die Preise über Weihnachten teils erheblich angezogen haben ) Classic Wood.

Bei Project gibt es einen recht günstigen guten Subchassis Player als Auslaufmodell: den Perspective Anniversary mit Rondo Red. Darüberhinaus gibt es bei Project noch die RPM Serie die ich den Brettspielern alles in allem vorziehe. Insbesondere die grossen sind richtig gut. Auch der Pespex ist ausgezeichnet.

Noch etwas durchdachter und aus dem Project Teilelager zusammengeklöppelt sind die MusicHall MMF (=MakeMoneyFast) Modelle. Machen optisch weniger her sind aber akustisch eher besser...

Auch wenn leider mittlerweile recht teuer als Auslaufmodell trotzdem noch konkurrenzfähig: der obligatorische Technics SL12x0. Sehr gut und sehr Robust, Reparatur und Ersatzteilversorgung voraussichtlich noch lange gesichert da in rauhen Massen verkauft. Darüber hinaus sogar recht nett aufrüstbar Link.

Kommt halt drauf an was dir auch optisch gefällt...

Mike


[Beitrag von mkoerner am 05. Feb 2011, 17:05 bearbeitet]
Dr.Schnucker
Stammgast
#24 erstellt: 06. Feb 2011, 01:55
In der von Dir genannten Preisklasse kann ich Dir den Clearaudio Performance SE mit Satisfy Carbon Tonarm wärmstens ans Herz legen. Den gibt es sowohl mit dem Clearaudio-eigenen MM-TA Maestro Wood als auch ohne TA. Ich hab hier ein Ortofon 2M Bronze dran. Der Dreher macht echt Spaß! Das fast reibungsfreie Magnetlager sorgt für absolute Ruhe, habe gerade "Kraftwerk - Die Mensch-Maschine" als Neuauflage darauf gehört. Wahnsinn! Absolut kein Geräusch in der Auslaufrille. Natürlich kann man in der Preisklasse auch Transrotor oder Roksan bedenkenlos empfehlen. Pro-Ject soll über 1000 Euro nicht so prima sein. Von Clearaudio gibt es auch noch den Concept, komplett für 1000 Euro. Den habe ich probeweise angehört, aber der Performance SE ist einfach besser.

Hoffe geholfen zu haben. Gruß Georg


[Beitrag von Dr.Schnucker am 06. Feb 2011, 01:58 bearbeitet]
johnny78
Stammgast
#25 erstellt: 06. Feb 2011, 03:00

gibt es bei Project noch die RPM Serie die ich den Brettspielern alles in allem vorziehe.


Ist ja interessant, die RPMs sind also keine Brettspieler? Kannst Du das bitte mal näher erläutern, was bitte verstehst Du unter einem Brettspieler und worin unterscheiden sich dabei die RPMs???


Pro-Ject soll über 1000 Euro nicht so prima sein


Diese Aussage ist ebenfalls interessant. Welche Pro-Ject Dreher über 1000 Euro sind damit konkret gemeint und was soll an denen nicht so prima sein???

Gruß
Christian
Detektordeibel
Inventar
#26 erstellt: 06. Feb 2011, 05:32

Ist ja interessant, die RPMs sind also keine Brettspieler?


http://www.hifi-forum.de/viewthread-26-7032.html
mkoerner
Stammgast
#27 erstellt: 06. Feb 2011, 10:20
Die grossen Projects sind als gesamtpakete durchaus sehr gut und konkurrenzfähig. Allerdings hat die Sache einen Haken.

Be Project sind die Arme die Stärke, Das Laufwerk und dort insbesondere der Motor sind der schwächere Part des Pakets.

Leider ist es nun so, dass es fast immer günstiger und einfacher ist den Tonarm zu tauschen und aufzurüsten, als das Laufwerk. D.h. den Bestrebungen nach oben sind deutlich früher Grenzen gesetzt als bei Drehern bei denen es andersrum ist.

Wer einigermassen sicher ist dass er nicht der Upgraderitis verfällt ist mit den grossen Projects auch nicht schlechter bedient als mit anderen Playern.

Allerdings hat Project früher seine Spitzenplayer etwas weniger selbstbewusst bepreist, da konnte man etwas gerner eine Empfehlung aussprechen. Mittlerweile würde ich bei den großen Projects eher in den sauren Apfel beissen und noch was drauflegen und dann nochmal einen deutlichen Sprung nach vorne machen (Acoustic Solid Wood Black, Nottingham Spacedeck oder AceSpace294, TW Raven 0.5 etc.). Denn meiner Ansicht nach ist das Laufwerk der entscheidende Teil, aus dem die Räumlichkeit, Impulsivität und Feindynamik kommt. Den Rest kann man mit passendem Arm und TA immer irgendwie hinbiegen (oft auch recht günstig).

Mike
HausMaus
Inventar
#28 erstellt: 06. Feb 2011, 10:58
@ mkoerner

die frage die sich doch stellt ist ob man auch etwas davon hat ?

1. klang ?

2. haltbarkeit ?

3. service ?

denn " Welche sehr guten und bezahlbaren Plattendreher könntet Ihr mir für einen Yamaha RX-V2600 und zwei Klipsch Heresey III empfehlen, System nicht zu vergessen? "

da kostet der dreher dann mehr als das ganze system !
Peter_Ustinov
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 06. Feb 2011, 11:11

HausMaus schrieb:

die frage die sich doch stellt ist ob man auch etwas davon hat ?

1. klang ?

2. haltbarkeit ?

3. service ?

denn " Welche sehr guten und bezahlbaren Plattendreher könntet Ihr mir für einen Yamaha RX-V2600 und zwei Klipsch Heresey III empfehlen, System nicht zu vergessen? "

da kostet der dreher dann mehr als das ganze system !


DANKE, dass Du diesen Aspekt erwähnt hast

Die hilfsbereiten Mitglieder hier haben eben teilweise meine erwähnten maximalen 2500-3000 Euronen zu wörtlich genommen. Das heisst jetzt nicht, das dieses Budget voll ausgeschöpft werden soll - meine Anlage gäbe sicher den Klang der erwähnten Super-Player gar nicht her.

Vielleicht nochmal zur Eingrenzung ein paar Features, die für mich notwendig und sinnvoll sind:
# Stellplatz maximal 50 x 50 Zentimeter
# wenn möglich Plastikabdeckung gegen Staub, der leider immer wieder in nicht zu geringen Mengen auftritt (Teppichboden)
# Komplettsystem, eingemessen - also Player, Tonarm und Tonabnehmersystem. Hab' hier selber keine Erfahrung und gute HIFI-Händler sind in meiner Umgebung rar gestreut!

Der weiter oben erwähnte Thorens TD 295 MK IV wäre schon mal nicht schlecht und läge preislich schon mal sehr attraktiv


[Beitrag von Peter_Ustinov am 06. Feb 2011, 11:12 bearbeitet]
HausMaus
Inventar
#30 erstellt: 06. Feb 2011, 11:16
Hab' hier selber keine Erfahrung und gute HIFI-Händler sind in meiner Umgebung rar gestreut!


das finde ich schade !


du solltest dich aber darum kümmern .
Dr.Schnucker
Stammgast
#31 erstellt: 06. Feb 2011, 11:36
Wenn Du deutlich unter dem genannten Budget bleiben wäre z.B. der Clearaudio Concept mit TA für 1000 Euro eine gute Wahl. Der passt auf Deine 50 x 50 und der Tonarm ist vollmagnetisch (sehr schwingungsunempfindlich) aufgehängt. Ein sehr feines Paket für diesen Preis. Auch ein Roksan Radius V Mk II mit tollem Nima-Tonarm (klein und sehr fein!) liegt unter Deinem Budget und gibt visuell deutlich mehr her als der o.g. Thorens. Es gäbe ja auch noch den Thorens 309, der ebenfalls fetzig aussieht, wenn man unbedingt Thorens möchte.
Otimov
Hat sich gelöscht
#32 erstellt: 06. Feb 2011, 11:42

Dr.Schnucker schrieb:
Pro-Ject soll über 1000 Euro nicht so prima sein.


Wurde oben bereits angesprochen: Begründung?

Gruß

Otimov
Plankton
Stammgast
#33 erstellt: 06. Feb 2011, 11:47
Ich schliesse mich dem Vorschlägen von mkoerner und Dr.Schnucker an und empfehle
Dir ebenfalls den Clearaudio Concept. Auspacken, anschliessen, fertig!
Er wird komplett eingestellt ausgeliefert, das erspart Dir die ganzen Einstellarien.
Das einzige Manko ist die Haube die als Zubehör extra geordert werden muss.
Das Ganze gibt es zu einem fairen Preis von ca. € 1100,-.
NoldiNairolf
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 06. Feb 2011, 12:13
1000 Euro für ein Gerät ohne Endabschaltung...?
Jedem das seine, aber für diesen Betrag würde ich mir schon eine Endabschaltng der sogar einen Vollautomat wünschen.

Weiss nicht ob ichs übersehen habe, aber Manuell/Halbautomat/Vollautomat wurde hier glaub ich noch nicht disktiert.
Und da der TE früher einen Vollautomat hatet, sollte man mal fragen ob ein Umstieg auf Manuell wirklich gewünscht ist.


Gruss,
Noldi
HausMaus
Inventar
#35 erstellt: 06. Feb 2011, 12:33



eine end abschaltung ist schon wichtig !


@ Dr.Schnucker

der von mir genannte thorens wurde mir als austeller der niemals gelaufen ist für 399,- verkauft.

hätte ich nein sagen sollen ?

tolle optik ,endabschaltung und anti-skating hat er auch .

das at95 werde ich bei gelegenheit tauschen lassen .

johnny78
Stammgast
#36 erstellt: 06. Feb 2011, 15:21

Detektordeibel schrieb:

Ist ja interessant, die RPMs sind also keine Brettspieler?


http://www.hifi-forum.de/viewthread-26-7032.html


Danke für den Link, das bringt Aufklärung bzgl. eines differenzierten Aufbaus innerhalb der RPM Serie.



mkoerner schrieb:
Denn meiner Ansicht nach ist das Laufwerk der entscheidende Teil, aus dem die Räumlichkeit, Impulsivität und Feindynamik kommt.


Würdest Du dem Laufwerk wirklich solche klangentscheidenden Auswirkungen zuschreiben?
Sofern bestimmte Mindestanforderungen erfüllt sind, wird es meiner Erfahrung nach doch sehr schwer bei gleicher TA Ausstattung Klangunterschiede herauszuhören???
Da ist es dann doch eher die Frage wieviel mir Haptik und Optik wert sind bzw. ich diesbezüglich bei dem ein oder anderen Hersteller entsprechend mehr fürs Geld bekomme.

Gruß
Christian
mkoerner
Stammgast
#37 erstellt: 06. Feb 2011, 16:12
das Problem mit der Abschaltung ist, daß die Laufwerke die man noch mit Abschaltung kaufen kann, alle nicht der Weisheit letzter Schluss sind. Zu wenig Laufruhe um die vorgenannten Aspekte vernünftig zur Geltung zu bringen. Darüberhinaus sind die Arme oft auch sehr bescheiden. Wenns denn unbedingt ein Vollautomat sein muss, dann ist der Thorens 240-2 ja zumindest akzeptabel.

@johnny78: ja da bin ich mir sehr sicher. Warum dies so ist habe ich hier auch versucht darzulegen. Leider sind die gennanten Punkte bei vielen Anlagen auch im Rest der Kette eher nicht so optimal "betreut". Viele Verstärker kriegen ja einen geraden Frequenzgang und eine ordentliche Impulsleistun gerade noch so hin, aber schon bei Klirr wird es oft problematisch. Und der entscheidende Punkt für die gennanten Aspekte, nämlich eine Frequenzunabhänge identische Signallaufzeit ohne "verschmieren" wird so gut wie nie gemessen oder getestet (ist auch schwerer und schwerer zu erklären). Wer sich etwas stärker mit Lautsprechern beschäftigt kennt vielleicht das "Wasserfalldiagramm". Letztlich brauchts für den Verstärker hier die selben Kriterien, was viele aber nicht hinbekommen. (Stichwort Impuls & Rechteck-Antwort)

Ich schwurbel jetzt mal wieder ein bisschen da ich das Setup nicht wirklich so kenne um mich zu trauen das nachfolgende geschriebene bis aufs Blut zu verteidigen:

Die Klipsch sind sehr schnelle Lautsprecher, die sehr gut Auflösung, Feindynamik und Räumlichkeit können. Vielleicht nicht ganz klirrfrei und nicht topfeben im Frequenzgang aber in den anderen Aspekten mal ziemlich sicher mindestens genauso gut wie meine, wahrscheinlich besser. Beim angeschlossenen Verstärker hingegen würde ich jetzt stark vermuten das er in dieser Hinsicht ein Nadelöhr ist. (Das können übrigens witzigerweise gleichteure Röhrenschaltungen meist besser). Zumindest höre ich da bei meinem in der selben Liga spielenden Denon 3806 klar seine Grenzen...

Aus meinen Ausführungen könnte man jetzt schliessen, dass bei beibehaltung des Rest der Anlage das Laufwerk eher keine allzugrosse Rolle spielen wird, sondern Tonabnehmer, Arm und Phonopre um möglichst verfärbungsarm und klirrfrei zu spielen...

Sollte der Herr aber mit dem Gedanken spielen seine LS mal an einen zeitgemässen 1200-1700€ Röhrenvollverstärker zu hängen (und dann vermutlich die Kinnlade wieder einrenken zu müssen) dann könnte es sein dass er sich über sein Laufwerk anfängt zu ärgern.

Mike
HausMaus
Inventar
#38 erstellt: 06. Feb 2011, 16:19
Sollte der Herr aber mit dem Gedanken spielen seine LS mal an einen zeitgemässen 1200-1700€ Röhrenvollverstärker zu hängen (und dann vermutlich die Kinnlade wieder einrenken zu müssen) dann könnte es sein dass er sich über sein Laufwerk anfängt zu ärgern.


meinst du ?

ich meine , je nach typ und modell gibt es zwischen transistor und röhre vom lang her bei der preis klasse keine unterschiede !

ev. wird eine gute phono-box mehr bringen !
Detektordeibel
Inventar
#39 erstellt: 06. Feb 2011, 16:25

Sofern bestimmte Mindestanforderungen erfüllt sind, wird es meiner Erfahrung nach doch sehr schwer bei gleicher TA Ausstattung Klangunterschiede herauszuhören???


Ist es auch, bei Project besonders den "einfacheren" ist das Problem aber nicht schlechte Gleichlaufschwankungen.

Hörbares Rumpeln, Trittschallempfindlichkeit aufgrund es Aufbaus (sollte mit einem RPM weniger Anfällig sein, sollte, in der Praxis schaut es anders aus).
Schneller Riementod ohne Speedbox, und wenn man Pech hat brummt sich der Motor einen mit Speedbox - oder auch schon ohne. Wenn man noch mehr Pech hat kommt der Teller mit Höhenschlag. Solang man aber kein Problem wegen Reklamationen sollten sich die Qualitätsprobleme alle irgendwo regeln lassen. Was konstruktionsbedingt nicht besser geht natürlich nicht. Dafür bietet Project dann teure Tuningteile an die das verhindern sollen. Marketingtechnisch sicher schlau. Fiat macht es mit dem 500er ja so ähnlich.

Was man da an der Haptik findet da bin ich tlw. auch überfragt. In nem Planetenmarkt bin ich mal in Kontakt mit nem RPM 5.1 gekommen, erst war ich neugierig, dann erstaunt, dann belustigt nachdem ich das Preisschild gesehen habe.

Wenn einem die Optik soweit zusagt das man über all das hinwegsieht und man ein gut funktionierendes Modell erwischt kann man damit sicher genausogut hören wie mit anderen Plattenspielern. Empfehlenswert finde ich sie aus oben genannten Gründen nicht. Verglichen mit nem Technics 1210 oder den schweren Geräten vor 30 Jahren bekommt man da erstmal nen Kulturschock.


[Beitrag von Detektordeibel am 06. Feb 2011, 16:34 bearbeitet]
Dr.Schnucker
Stammgast
#40 erstellt: 06. Feb 2011, 18:17
Ich finde, nach der Lektüre mehrerer solcher Diskussionen hier im Forum, Kaufempfehlungen funktionieren in Foren grundsätzlich nicht. Wäre ich der TO, wüsste ich nicht, was ich jetzt machen soll. Die Ansprüche, Geschmäcker und Erfahrungen sind einfach zu verschieden und jeder dieser Aspekte hat seine Berechtigung. Zu guter letzt wird sogar über Verstärker schwadroniert. (Bitte, das war keine Wertung!) Und je mehr man fragt und diskutiert, desto weniger klar ist das Ergebnis.

Daher lauten meine simplen Empfehlungen (unter der Prämisse, dass der TO nicht zum Probehören fahren kann):

1.) Surf zu Phonophono.de. Dort findest Du sehr gute (!), schriftliche Einsteigerberatung/Informationen. Man kann da auch anrufen. Ich habe die persönliche Beratung dort als sehr angenehm empfunden. Dabei bekommt man auch gleich ein Gefühl für Preislagen. Fono.de wäre auch ne gute Möglichkeit. Ich will hier keinen Händler bevorzugen.

2.) Kläre folgende Punkte (Reihenfolge ist keine Wichtung):
- neu/gebraucht?
- manuell/Halbautomat/Vollautomat?
- mit/ohne Geschwindigkeitswahl (33/45/78)?
- modernes oder klassisches Design?
- Aufrüstbarkeit (falls wichtig)?
- MM/MC?
- Schwingungsdämpfung (Masselaufwerk/Subchassis und Tonarmaufhängung)?

3.) Gleiche Deine Vorstellung mit dem Gelernten ab. Such Dir was aus, was Dir visuell gefällt und was Deinen technischen Anforderungen sowie Deinem Budget entspricht.

4.) Freue Dich daran und höre Musik!

5.) Verändere schrittweise und moderat einzelne Komponenten Deiner Phono-Kette.

6.) Freue Dich daran und höre Musik!

7.) Bemerkst Du dabei Unterschiede, rechne damit, dass Du sowieso irgendwann (vermutlich in Kürze) etwas besseres findest und gehe zurück zu 5.). Falls nicht: Freue Dich daran, höre Musik und

uriel9
Ist häufiger hier
#41 erstellt: 06. Feb 2011, 18:55
Hallo,
ich habe die letzten 3 Monate damit verbracht, mich um einen optisch und guten Plattenspieler zu bemühen (Preis: um ca. 1000€).
Nach und nach bin ich im Preis immer höher gestiegen (zum Schluss lag ich sogar bei einem Transrotor Zet 1).
Nach dem ich wieder zur Vernunft gekommen bin, habe ich mir letzte Woche den Pro-ject 6.1 mit einem Goldring 2200 zugelegt.
Ich muss sagen, das ich absolut zufrieden bin und das dies eine hervorragende Wahl war (optisch und klanglich).
Grüsse
uriel9
johnny78
Stammgast
#42 erstellt: 06. Feb 2011, 20:00

Dr.Schnucker schrieb:
Ich finde, nach der Lektüre mehrerer solcher Diskussionen hier im Forum, Kaufempfehlungen funktionieren in Foren grundsätzlich nicht.


Dazu gibt es sogar schon einen ganzen Thread

http://www.hifi-foru...um_id=32&thread=6942


uriel9 schrieb:

Nach dem ich wieder zur Vernunft gekommen bin, habe ich mir letzte Woche den Pro-ject 6.1 mit einem Goldring 2200 zugelegt.
Ich muss sagen, das ich absolut zufrieden bin und das dies eine hervorragende Wahl war (optisch und klanglich).
Grüsse
uriel9


Vernunft und Hifi (als Hobby) schließen sich nach meinen Erfahrungen sowieso aus.

Trotzdem Glückwunsch zum neuen Dreher.

Ich persönlich habe mit Pro-Ject auch nur gute Erfahrungen gemacht.
Aber, wie Du hier lesen kannst, sind die Erfahrungen und Ansprüche zum Teil sehr verschieden, zum Glück, sonst wäre es hier wohl sehr langweilig

Gruß
Christian
vn72com
Stammgast
#43 erstellt: 06. Feb 2011, 20:05
Ich habe mich die letzten Jahre durch div. Plattentellerhersteller gekämpft und bin schlußendlich ein Technics 1210 MKII mit Ortofon Concord Pro hängen geblieben.

Preis/ Leistung/ Handling und nicht zuletzt der Klang haben mich voll überzeugt.

MfG VN
mkoerner
Stammgast
#44 erstellt: 06. Feb 2011, 20:46

HausMaus schrieb:
meinst du ?


Nee natürlich nicht. Ich schwurbel, ääh nö, schwadronier nur gern und wollte den TE etwas verwirren.

Mike
mkoerner
Stammgast
#45 erstellt: 06. Feb 2011, 20:55

johnny78 schrieb:
Ich persönlich habe mit Pro-Ject auch nur gute Erfahrungen gemacht.


Project hat in den letzten vier Jahren einige Fortschritte bei der Qualitätssicherung gemacht, die Produkte sind mittlerweile Fertigungstechnisch ziemlich ok. (Sonst dürfte der Tonarm auch nicht auf den LP12).

Da Fachhandel und Vertrieb (insbesondere dieser) aber auch gut leben wollen sind vor allem die günstigeren Modelle wirklich "stark optimiert", quasi Ikea.... (Stichwort Holzteller).

Der 6.1 ist übrigens was den Holzteller angeht eine recht geschickte Lösung. Es ist trotz Holzteller ein "Massedreher", der die Masse clever nach aussen legt wo sie zu hohem Trägheitsmoment führt, was ja das eigentliche Ziel eines Massedrehers ist, gleichzeitig die Resonanzprobleme die Metall-Setups haben ignoriert. Einen Dreher mit ähnlicher Massenträgheit in "massiv" wird da deutlich teurer und hat ansonsten kaum Vorteile.

Mike


[Beitrag von mkoerner am 06. Feb 2011, 20:56 bearbeitet]
Peter_Ustinov
Hat sich gelöscht
#46 erstellt: 19. Mrz 2011, 21:11
FAZIT:
Nach gründlicher Recherche im Netz und vorbildlicher Beratung durch PhonoPhono in Berlin bin ich seit kurzem stolzer Besitzer eines Rega P2 mit Goldring G1012 System.
Rega Planar 2 mit Tonarm - ohne System
Über einen Gram Amp 2 SE Phono-Vorverstärker...
GSP audio Gram Amp 2 SE - Vorderseite
GSP audio Gram Amp 2 SE - Rückseite
...mit der Anlage verbunden geniesse ich nun endlich wieder Perlen vergangener Vinyl-Herrlichkeit. Klang der Rega schon ohne den PreAmp über den Phono-Eingang des Yamaha RX-V2600 nicht schlecht, erblühte das Klangbild nach Anschluss des Gram Amp erst so richtig: kräftigerer Bass, luftigeres Stereo-Bild - schlecht aufgenommene Platten werden aber dadurch leider schonungslos offengelegt. Insgesamt bin ich sehr zufrieden, so macht Musikhören wieder richtig Spass...
johnny78
Stammgast
#47 erstellt: 20. Mrz 2011, 01:52

Peter_Ustinov schrieb:
schlecht aufgenommene Platten werden aber dadurch leider schonungslos offengelegt


Erstmal Glückwunsch zum neuen PS.

Ja, das kann ich bestätigen (obwohl ich seit einer Woche nur den Gram Amp 2 ohne SE besitze). Aber dies ist wohl generell die Schattenseite des "echten Hifi-Vergnügens".

Trotzdem erstaunlich, inwiefern der Gram Amp das Klangbild bei guten Aufnahmen positiv beeinflußt. Hätte nie gedacht, dass zu meiner bisher benutzten Pro-Ject Phono-Box MM so ein eklatanter Hörunterschied wahrzunehmen ist

Gruß
Christian
HausMaus
Inventar
#48 erstellt: 20. Mrz 2011, 08:13
@ Peter_Ustinov


meinen glückwunsch zum neuen spielzeug.

crischi2
Stammgast
#49 erstellt: 20. Mrz 2011, 14:49
Hast du den Rega P2 günstiger bekommen??

Ist ja mittlerweile ein Auslaufmodell und wird nicht mehr hergestellt.

UVP ist ja so 440 oder 450€.
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