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Rega RP1 oder Pro-Ject Essential Premium

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Autor
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crischi2
Stammgast
#1 erstellt: 08. Feb 2011, 12:54
Hallo,

da ich so einen Thread noch nicht gefunden habe in der Suchfunktion, mache ich doch glatt einen auf.

Ein Freund möchte sich einen Plattenspieler anschaffen, preislich bis 350€, Vorverstärker hat er, Plattenspieler soll neu sein. Design auch eher stylisch.

Eingefallen sind mir spontan zwei Modelle, einmal der Rega RP1 und einmal der Pro-Ject Essential Premium. Sicherlich hat der Pro-Ject ne schlechtere Verarbeitung, aber entscheidend ist beim Premium dass ein 2M Blue angebaut ist, welches den TA vom RP1 wohl locker in die Tasche steckt.

Nun frag ich euch, was ihr denkt. Lieber einen bessere verarbeiteten Rega oder den Essential Premium mit dem 2M Blue?

Über Anregungen, Denkanstöße und Hilfen bin ich sehr dankbar.
Fhtagn!
Inventar
#2 erstellt: 08. Feb 2011, 13:04
Der Essential (Premium passt da wirklich nicht) ist ein Haufen Schrott. Den Rega sehe ich in der gleichen Liga, habe ihn aber noch nicht in natura gesehen.

Lieber den Debut III kaufen und das OMB 5 mit einer Nadel 10 oder besser Nadel 20 aufrüsten.
Damit ist er im Budget.

MfG
Haakon

PS: Wenn es "stylish" sein soll, schau dir mal den Numark TT-200 an.


[Beitrag von Fhtagn! am 08. Feb 2011, 13:13 bearbeitet]
crischi2
Stammgast
#3 erstellt: 08. Feb 2011, 13:24
Das mit der Nadel ist mal eine gute Anregung, danke!

Macht der Tausch der Nadel denn schon so einen Unterschied aus?

Nadel 20 kostet zwar etwas, aber wäre wohl noch drin.
Fhtagn!
Inventar
#4 erstellt: 08. Feb 2011, 13:29
Ja, der Unterschied ist sehr groß. Die Nadel 20 ist schon gut, in etwa vergleichbar mit einem Vinyl Master Red.

Kostet bei Thakker 85€:
http://www.williamth...0-13-80_p7337_x2.htm

MfG
Haakon
Musikfloh
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 08. Feb 2011, 13:55
Hier gibt's den Rega RP1 mit Ortofon 2M Red für 349,90€.
http://www.hifi-phon...--489_1144_1675.html
crischi2
Stammgast
#6 erstellt: 08. Feb 2011, 13:59
Danke für den Link, da könnte was gehen in die Richtung!
mkoerner
Stammgast
#7 erstellt: 08. Feb 2011, 22:38

da ich so einen Thread noch nicht gefunden habe


dann hast du dich nicht sehr angestrengt.

Anyhow: wenn nur die Wahl zwischen diesen beiden besteht würd ich hier klar den Rega bevorzugen, der ist "konsistenter" im Design. Mal davon abgesehen halte ich die Ortoföner in einem Einpunkt-Arm dieser Preisklasse wie beim Project für ne nicht sooo tolle Idee.

Tunig Tipp: Auf ein möglichst schweres, massives Möbel stellen (volle Kommode, gefüllter Bücherschrank). Und bei Gelegenheit im Baumarkt die fetteste verfügbare Multiplexplatte besorgen (25mm min.), drei Spaxe als Spikes durch und Player da drauf.

Mike


[Beitrag von mkoerner am 08. Feb 2011, 22:39 bearbeitet]
crischi2
Stammgast
#8 erstellt: 09. Feb 2011, 00:01
Danke,

er bzw. wir haben uns nun für den Essential Premium entschieden. Im Internet für 270€ bekommen mit kräftig Nachlass.

Der Händler meinte, dass die Verarbeitung bei Rega und Pro-Ject fast gleich ist bei den beiden Modellen. Rega soll wohl noch eher Probleme bereiten, schlechte unebene Plattenteller wurde da erwähnt.

Wenn es keine runde Sache ist, dann geht das Teil zurück.
Musikfloh
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 09. Feb 2011, 00:38
Berichte dann mal
Fhtagn!
Inventar
#10 erstellt: 09. Feb 2011, 07:35
Glückwunsch!

Der erfüllt nichtmal die alte HiFi Norm .

Und man fragt sich, wer solchen Kram kauft. Es gibt anscheinend genug Leute.....
akem
Inventar
#11 erstellt: 09. Feb 2011, 08:44
Der Holzteller von Rega klingt schlecht. Da darfst Du nochmal einen Acrylteller von Scheu einrechnen. Mein letzter Kenntnisstand war, daß der rund 80 Euro kostet. Die Delta Dynamics Teller sind auch nicht so gut, zumindest, wenn ich den dickeren als Maßstab nehme.
Dazu kommt der Fehler in der Masseführung der Rega-Tonarme, den man erstmal beheben muß, will man das Leben des Tonabnehmers nicht gefährden.
Also: viel schlechter kann der Project eigentlich auch nicht sein...

Gruß
Andreas
schlagerbummel
Stammgast
#12 erstellt: 09. Feb 2011, 11:02
hallo

Ich musste gerade herzlich schmunzeln, als ich diesen Thread las.

Der TE stellt die Frage ob Rega oder ProJect, wird einhellig von den Antwortenden in Richtung P1 geschickt, erhält sogar tolle Links (Seite kannte ich noch nicht, danke) mit wirklich tollem Angebot, Rega mit 2M Red, um dann zu schreiben...

... den ProJect gekauft.

Natürlich legitim, aber warum dann die lange Fragerei, wenn Hinweise, selten so eindeutig wie in diesem Thread, so ignoriert werden ???

Ich kenne beide Dreher nicht, fand eben nur die Entwicklung des Threads amüsant

LG, Armin
Musikfloh
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 09. Feb 2011, 11:09
Er bekam ein günstiges Angebot für den ProJect-Dreher und hat zugeschlagen. Geht doch voll in Ordnung
schlagerbummel
Stammgast
#14 erstellt: 09. Feb 2011, 11:18

Musikfloh schrieb:
Er bekam ein günstiges Angebot für den ProJect-Dreher und hat zugeschlagen. Geht doch voll in Ordnung :)


Hab seine Entscheidung auch nicht kritisiert, sondern wertfrei als legitim gehalten ...

In meinem Beitrag ging es inhaltlich um was anderes.

crischi2
Stammgast
#15 erstellt: 09. Feb 2011, 11:53
Ich finde 270€ für nen Plattenspieler mit nem 2M Blue ist schon eine Ansage.

Sicherlich hat sich die Mehrheit eher für Rega ausgesprochen, vll. auch einfach des Namens wegen. Die Anfrage beim Händler besagte zudem, dass beide Player gleich gut bzw. gleich schlecht sind, je nachdem von welcher Seite man das betrachtet. Verarbeitungstechnisch sind beide Player halt sehr einfach, der Essential Premium hat aber nen 2M Blue, was ihn doch vom RP1 absetzt.

Aber wie gesagt, wenn es nun nix ist, dann geht das Teil binnen 14 Tagen zurück.
bart1979de
Stammgast
#16 erstellt: 09. Feb 2011, 12:00
Hmm meiner Meinung nach hätte ich keinen von beiden gekauft.

Ich habe vor ca. 6 Wochen einen fast ladenneuen und kaum benutzten Rega P3-2000 mit dem Rega Elys gekauft und nur 200 Euro bezahlt. Im Moment ist wieder einer bei Ebay:

Rega P3 bei Ebay

Meiner Meinung nach wäre das die vernünftigste Alternative gewesen. Und ich denke, dass man den P1 nicht mit dem P3 vergleichen kann... das sind Welten.


ALso: Wenn der Project zurückgehen sollte... Vielleicht ist das dann noch eine Alternative.

MfG, Marcel
mkoerner
Stammgast
#17 erstellt: 09. Feb 2011, 12:42
Der Händler empfiehlt Project da dort der Hersteller & Vertrieb dem Händler größere Gewinnspannen einräumt (als bei Rega).

Mike
KimH
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 09. Feb 2011, 12:56

mkoerner schrieb:
Der Händler empfiehlt Project da dort der Hersteller & Vertrieb dem Händler größere Gewinnspannen einräumt (als bei Rega).

Mike


Na, du musst die Motive des Händlers ja hervorragend kennen...dann stellt sich nur die Frage, warum er augenscheinlich beide Firmen anbietet.

Grüße
Kim
P.s.: Aus meiner kurzen Zeit als Verkäufer von Hifi habe ich die Erfahrung mitgenommen, das mir Pro-Ject besser gefällt.
Detektordeibel
Inventar
#19 erstellt: 09. Feb 2011, 13:27

Ich finde 270€ für nen Plattenspieler mit nem 2M Blue ist schon eine Ansage.


2MBlue auf nem Pro-Ject Essential ist wie ein Nagaoka MP500 auf nem 80€ Omnitronic.
crischi2
Stammgast
#20 erstellt: 09. Feb 2011, 14:13

Detektordeibel schrieb:

Ich finde 270€ für nen Plattenspieler mit nem 2M Blue ist schon eine Ansage.


2MBlue auf nem Pro-Ject Essential ist wie ein Nagaoka MP500 auf nem 80€ Omnitronic. :D


Ich weiß, dass ihr euch besser auskennt, aber hat schon jemand den Pro-Ject Essential mit nem 2M Blue gehört?

Wenn man viel auf Hifi-Zeitschriften geben würde, dann hätte man wohl den RP1 genommen, von Usern allerdings liest man in anderen Foren, dass der Rega von der Verarbeitung nicht so doll sein soll.


[Beitrag von crischi2 am 09. Feb 2011, 14:16 bearbeitet]
Detektordeibel
Inventar
#21 erstellt: 09. Feb 2011, 14:32
Der Tonabnehmer ist gar nicht das Problem, sondern das Laufwerk, Gleichlaufschwankungen über 2% sind durchaus hörbar wenn man nicht nur House&Tekno hört.

Die Optik und der Name des Sprittelholzdrehers soll zwar "Premium" suggerieren aber besseren gleichlauf bieten sogar manche 80€ chinesische Joghurtbecher. - Ist eigentlich eher peinlich das sowas überhaupt für soviel Geld auf dem Markt ist.
crischi2
Stammgast
#22 erstellt: 09. Feb 2011, 14:41
Also ich les bei Pro-Ject auf der Website ne maximale Gleichlaufschwankung von 0,25%.

Oder muss man den angegebenen Wert iwie umrechnen?
Fhtagn!
Inventar
#23 erstellt: 09. Feb 2011, 14:53
0,25% stimmt. Das ist aber sehr viel .
crischi2
Stammgast
#24 erstellt: 09. Feb 2011, 14:58
Das heißt doch aber, der Motor läuft mal 0,25% schneller und mal langsamer?

Bei nem Lied mit 180 Sekunden würde man das doch gar nicht bemerken, oder seh ich dabei iwas falsch?
Detektordeibel
Inventar
#25 erstellt: 09. Feb 2011, 15:09
Wenn du Klaviermusik oder akkustischen Jazz oder sowas -vielleicht noch in den Innenrillen - hörst dann "leiert" das schon so das man es merkt.

Ist aber kein Problem sich von dem Ding zu trennen, Ortofon Blue abmontieren, AT95 für 20€ drauf und dann ab das Ding in die E-Bucht.


[Beitrag von Detektordeibel am 09. Feb 2011, 15:11 bearbeitet]
crischi2
Stammgast
#26 erstellt: 09. Feb 2011, 15:18
Joa, das wäre dann Plan B.

Nächste Woche kommt der Plattenspieler, ich werde dann mal berichten.
mkoerner
Stammgast
#27 erstellt: 09. Feb 2011, 18:15
"Schnelle" Gleichlaufschwankungen machen sich in deutlich reduzierter Ortbarkeit und einem recht flächigen schwammigen Gesamtklangbild bemerkbar. Wer überwiegend Rock/Pop Mainstream hört kann damit u.u. leben...

"Langsame" machen sich als Jaulen bemerkbar. Da nicht angegeben wird mit welcher Geschwindigkeit und Intensität diese Schwankungen auftreten, kann über die klanglichen Auswirkungen nur geraten werden.

Darüberhinaus generieren die Gleichlaufschwankungen zusätzliche Intermodulationsverzerrungen (also quasi Klirr!).

Mike
crischi2
Stammgast
#28 erstellt: 24. Feb 2011, 16:46
So heute ist der Pro-Ject Essential Premium in weiß gekommen, zusammen mit einem Rega Fono Mini.

Wir haben den Plattenspieler zunächst an meiner Anlage aufgebaut, um mit meinem Pro-Ject Debut III Esprit zu vergleichen.

Erstmal zum Äußeren bzw. der Verarbeitung. Der Begriff "Ikea-Plattenspieler" passt in einem gewissen Maße schon, schaut man sich das Holz der Platte an, dennoch ist der Verarbeitung absolut okay, der Arm macht nen guten Eindruck, obwohl er beim Einstellen schon ein wenig wackelig wirkt. Hat man Gewicht aber eingestellt und Anti-Skating-Gewicht rangefummelt, so ist das Ganze schon ganz solide.

Der 2M Blue als TA war vormontiert und verglichen mit ner Justage-Schablone soweit auch richtig und gut.

Bis dahin einziger Punkt, der etwas sauer aufstößt ist der fummelige Riemen für den Plattenteller, das anbringen ist an sich noch okay, aber da der Riemen nur um den Plattenteller liegt und dieser keinerlei "Einbuchtung" hat, so passiert es schnell, dass der Riemen beim versehentlichen Gegenkommen abspringt, das ist beim Debut III besser gelöst.

Seis drum, der Klang ist was zählt.

Angeschlossen war alles, Platte rauf, in dem Fall das neue Album von Adele.

Was raus kam überrascht mich noch immer, denn eins kann ich sagen. Das Teil klingt besser als mein Debut III Esprit, ohne Witz, ist mein voller Ernst. Natürlich liegt das am 2M Blue, aber es klingt einfach wahnsinnig gut, für das Geld, was man ausgibt für den Essential Premium.

Der Klang ist sehr differenziert, sauber, tolle Höhen und kräftige Bässe. Instrumente lassen sich problemlos orten, der warme Klang begeistert wirklich.

Erstmal spielt das System ein, von Auswirkungen durch Gleichlaufschwankungen kann ich bisher nichts berichten.


Auf eines möchte ich hinweisen. Ich weiß, dass es hier viele gibt, die von Pro-Ject und speziell vom Essential nichts halten, für mich war das auch mehr oder weniger ein Experiment. Ich kann aber wirklich sagen, dass das Teil sehr gut klingt, ohne wenn und aber.

Die bezahlten 270€ sind aus meiner Sicht definitiv gut angelegt, wer Interesse an dem Teil hat, der sollte sich den Essential Premium ruhig mal bestellen, ich kann es empfehlen.
leobärchen
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 24. Feb 2011, 19:05

Die bezahlten 270€ sind aus meiner Sicht definitiv gut angelegt, wer Interesse an dem Teil hat, der sollte sich den Essential Premium ruhig mal bestellen, ich kann es empfehlen.


ich hab mir für knapp 200 öcken nen 621er Dual + neues vmred bezahlt und würde fast vermuten, dass ich damit glücklicher bin, als mit der ikea-lösung.

und, mal davon ausgegangen, dass du (oder vielleicht auch ich, habs noch nicht probiert) die absurd hohen gleichlaufschwankungen nicht hörst und zufrieden mit dem klang bist, find ich ne vollautomatik und eine geschwindigkeitsumstellung bei der man nur einen hebel, statt eines riemens umlegen muss, schon ziemlich beeindruckend für 70€ weniger.

Das argument mit dem stil bleibt natürlich, in meinen augen ist der 621 allerdings wesentlich stimmiger als die brett-varianten. Aber klar, hier entscheidet der individuelle geschmack.

Diese Ablehnung von gebrauchtgeräten will ich auch nicht so richtig verstehen, meiner zumindest, den ich hier aus dem Forum hab, macht den Eindruck als würde er die hier diskutierten kandidaten weit überleben.

meine 2 pfennig.

grüße,
leo


[Beitrag von leobärchen am 24. Feb 2011, 19:05 bearbeitet]
Detektordeibel
Inventar
#30 erstellt: 24. Feb 2011, 19:33

aber es klingt einfach wahnsinnig gut, für das Geld, was man ausgibt für den Essential Premium.


Den Tonabnehmer hätte es einzeln billiger gegeben.

Als Packungsbeilage find ich den Essential bisschen arg teuer.
Musikfloh
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 24. Feb 2011, 20:19
Hauptsache ihr habt was zu meckern
Detektordeibel
Inventar
#32 erstellt: 24. Feb 2011, 20:29
Ey, es ist doch nicht unsere Schuld das das Ding nix taugt.

Es gibt selbst billigste Chinaplastikteile die nen Gleichlauf unter 0,2% und weniger hinbekommen, und das sogar mit per Knopfdruck verstellbarer Geschwindigkeit OHNE das der Riemen da jemals abspringen würde weil der geschützt im Plastegehäuse versteckt wird.

200€ und mehr für ein Gerät das nichtmal da mithalten kann ist doch ein schlechter Scherz.
8bitRisc
Stammgast
#33 erstellt: 24. Feb 2011, 21:31
Meiner Meinung nach gibt es nur zwei neue empfehlenswerte Plattenspieler in der Preisklasse 300€-700€.

A: Technics SL-1210
B: Dual 505-4

Es handelt sich hier um ehemalige Großserien-Laufwerke

Ich weiß jetzt allerdings nicht, was es bei Thorens so gibt. Ich meine aber, daß die preislich ziemlich abgedriftet sind.

Ich glaube, daß Denon noch einen recht empfehlenswerten Vollautomaten um 400€ im Programm hat.

Viele weitere Hersteller lasse ich nicht gelten. Die verstehen vom Plattenspielerbau in unteren Preisklassen nichts. Hat es überhaupt schon mal jemand von diesen Herstellern geschafft einen Plattenspieler mit Endabschaltung und automatischer Tonarmanhebung zu bauen. Ich glaube nicht!!
Noch schlimmer ist es, wenn man zur Drehzahlumschaltung den Riemen von Hand umlegen muß. Tut mir leid, aber das ist wirklich die allerletzte Scheiße.

Ich würde bis zu einem Budget von 500€ immer zu einem guten gebrauchten Plattenspieler raten (z.B.: Thorens TD160, 147, Dual 6er und 7er Serie, diverse Technics und Denon)

Gruß Johannes
crischi2
Stammgast
#34 erstellt: 24. Feb 2011, 22:14
Ich vertraue meinen Ohren und höre meist eher auf meine eigene Meinung. Mit dieser kann ich definitiv sagen, dass der Essential besser klingt, als der Debut III Esprit.

Ein paar Scheiben liefen bis jetzt durch, so etwa 3 Stunden. Von Pop über Jazz eigentlich alles, außer Klassik.

Von den genannten Auswirkungen durch Gleichlaufschwankungen höre ich nichts, wirklich nichts. Der Wert, den Pro-Ject angibt, ist ja nur das Maximum, ich schätze die Schwankungen aber doch unter 0,25%

Ärgerlich ist nach wie vor die Fummelei mit dem Riemen, der rutscht viel zu leicht vom Teller, keine Ahnung was sich die Ingenieure dabei gedacht haben.

Der 2. Punkt ist der Tonarm, er macht seine Arbeit gut, läuft alles wunderbar, ein bisschen wackelig ist das ganze aber dennoch, war aber bei einer Einpunkt-Lagerung zu erwarten, ist aber vll Gewöhnungssache.

Zum Thema Design, der Plattenspieler haut mich nicht vom Hocker, er ist eher funktionell, doch mit einem Ikea-Aussehen hab ich keine Probleme, meine Studentenbude besteht zu 95% daraus

So hier wird weitergehört,

abschließende Frage: Wie lange dauert das Einspielen des Tonabnehmers?
habe.fastalles
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 24. Mai 2011, 22:59
Ich weiss der Beitrag ist schon etwas älter aber aus gegebenen Anlass möchte ich das gelesene kommentieren.

Der Verfasser (Der meiner Meinung nach selbst der Käufer des Essential ist und nur aus Scham vorgegeben hat das ein Freund dieses LW kaufte) wird nicht müde zu betonen wie gut doch sein (der) Essential im vergleich zum Debut III Esprit klingt.

ich hatte heute die Gelegenheit folgende Laufwerke im vergleich zu hören:
1. Essential mit VM Red
2. Debut III Esprit mit VM Red
3. RPM 1.3 mit VM Red
Kette: Cambridge Azur 840A und 640p an Cabasse lautsprechern.

Der Essential schied bereits im ersten Hördurchgang aus.
Klang war anspringend ,leicht überzeichnend in den Höhen und sehr ,sehr (ich sach ma) "Vordergründig und Effekthaschend".

Eine Pattsituation stelte sich bei den beiden anderen Drehern heraus.

Während der RPM 1.3 sehr detailverliebt zu werke ging und einen eher analytischen Charakter aufwies zeigte sich doch das er in einer anderen Klasse als der Essential spielt.
Da er als etwas aufstellungskritisch gilt kann es natürlich sein das die verwendete Unterlage suboptimal war und dem 1.3 nicht gerecht wurde.

Der Debut III Esprit spielte dagegen sonorer und ganzheitlicher ,durchaus mit audiophilen Genen.

Auch wenn natürlich der Klang bei Hifi Geräten im Vordergrund steht so ist doch der optische und haptische Faktor nicht zu vernachlässigen.
Und ganz ehrlich ,neben einen Debut III Esprit sieht der Essential wie ein Relikt aus alter Zeit aus.
Die optische Abmutung ist mehr als bescheiden und mehr als die aufgerufenen gut 200 Euro ist er auch nicht wert.

Der optische und klangliche unterschied dieser beiden Dreher ist jeden Cent wert den der Esprit mehr kostet.

ich beschäftige mich seit über 25 Jahren mit HiFi und im laufe der Zeit hatte ich schon einige Plattenspieler (gute und auch schlechte ,Audio Linear ,Linn ,Thorens ,Mythology)
Doch wenn man den Preis zugrunde legt und die technische weiterentwicklung so ist der Esprit eigentlich ein Megaschnäppchen.
Der Essential klingt für den Preis gut, mehr nicht.
crischi2
Stammgast
#36 erstellt: 25. Mai 2011, 10:06
An sich müsste ich mich überhaupt nicht rechtfertigen, aber ich möchte Dir die Geschichte gerne erläutern. Ich hab einen Händler, man kennt sich mittlerweile recht gut, da ich hier den größten Teil meiner Anlage gekauft habe. Aus diesem Grund bekomm ich für die meisten Artikel einen ganz guten Preis. Hab das nem guten Freund erzählt und ihn mit meinem Hifi-Hobby ein wenig angesteckt. Da er nun wusste, dass er da ein paar Euro sparen kann, hat er mich gebeten, den Essential zu bestellen, ich selber besaß zu der Zeit einen gelben Debut III Esprit.

Bestellt war das Teil, er selber war aber schon nach kurzer Zeit nicht zufrieden mit dem Plattenspieler, allerdings aus meiner Sicht eher aufgrund seiner schlechten und nicht gereinigten Platten. Bevor er den aber nun bei Ebay reinstellt, wollte ich den Ortofon 2M Blue für mich haben. So hab ich ihm das Teil für 150€ wieder abgekauft und selber entsprechend lange darauf selber gehört. Meine Plattensammlung umfasst wenige, aber dafür sehr gut erhaltene Platten, so um und bei etwa 50 Platten die ich regelmäßig hörte. Hierbei konnte ich mir schon die Meinung bilden, dass der Essential mit dem 2M Blue gemessen am Preis sehr gut klingt. Daran hatte der TA natürlich den Löwenanteil.

Mittlerweile besitze ich gar keinen Plattenspieler mehr, da mir das Thema Schallplatte doch ganz ehrlich gesagt zu mühsam ist. Sicherlich macht es Spaß Schallplatten-Schnäppchen zu suchen, diese dann zu Hause zu reinigen und dann gefühlvoll auf den Plattenteller zu legen, aber Themen wie Verschleiß, das ewige Staubproblem, damit konnte ich mich letztendlich nicht anfreunden. Von der Klangqualität im Vergleich zu guten CDs ganz zu schweigen. Platten haben ihren Charme, aber auch finanziell reißt es recht große Löcher in den Geldbeutel eines Studenten. Zudem haben die Plattenspieler noch ganz gut Geld gebracht.

Ich finde gut, dass du für dich getestet hast, welcher Plattenspieler besser klingt. Verarbeitungstechnisch ist der Esprit natürlich weit vorne, ich selber hatte aber nie etwas gegen den Ikea-Look des Essential. Einzig wirklich gestört hatte mich am Essential der Tonarm mit den Einpunkt-Lagerung. Die Konstruktion war mir deutlich zu wackelig. Ich befürchte aber, dass dieser Tonarm bei Pro-Ject in Zukunft verstärkt Verwendung findet, da er u.a. in Zeitschriften recht gelobt wurde.

Zwischenzeitlich habe ich noch mal andere Plattenspieler aus Interesse gehört und für mich festgestellt, dass wenn es noch mal ein Plattenspieler sein soll, ich deutlich mehr Geld ausgeben werde. Bis das aber zusammengespart ist, werden noch einige Jahre vergehen, vielleicht steig ich bis dahin aber komplett auf Streaming und 24/96 Dateien um, sodass Plattenspieler für mich nicht mehr in Frage kommen.

Ich möchte betonen, dass ich recht jung bin, das Thema Hifi so etwa seit 4 Jahren betreibe, also seitdem ich 18 Jahre war. Ich besitze absolut keine High-End Komponenten, denke aber ganz sicher, dass ich schon hören und beurteilen kann, wenn etwas gut klingt und wenn nicht.

Würde ich einen Kauftipp geben könne, so wäre es ein Esprit mit nem 2M Blue, aber das mag hier jeder natürlich anders sehen
habe.fastalles
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 25. Mai 2011, 20:00
Erstmal danke das du dir die Mühe gemacht hast zu antworten.
ich will und wollte hier niemanden zunahe treten.
Auch finde ich es persönlich Schade das dich die gute alte alte Vinylscheibe nicht überzeugt hat.
Jeder möge das hören bzw. kaufen was ihm persönlich gefällt.
Ich wollte nur aufzeigen ,da ich nun mal die Gelegenheit hatte bei meinem Hifi Dealer diesen Vergleich zu hören, wie groß (unter gleichen voraussetzungen) doch die Unterschiede der einzelnen laufwerke sind.
Das sich ein LW wie der Essential durch aufrüstung eines besseren TA natürlich noch steigert ist ja eigentlich klar.
Da ich HiFi Geräte auch immer als Einrichtungsgegenstand gesehen habe hat mich die haptische Anmutung nicht überzeugt.
Natürlich kostet der Dreher nur 200 Euro und klingt dafür wirklich nicht schlecht aber man sieht schon wo der Rotstift angesetzt wurde.
Und ja ,man sollte im Bereich HiFi nur auf eine Meinung hören und zwar auf die eigene.
Kein Fachmagazin ,kein Forum und kein noch so kompetenter Fachberater kann die eigenen Ohren ersetzen.

Von daher ,nichts für ungut und noch viel Spass beim Hobby.

P.S. Das ein CD Player besser klingt als ein (guter) Plattenspieler würde ich nicht zu laut sagen.
Nicht das Ivor Tiefenbrun das liest.
lynott
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 03. Dez 2012, 01:15
SORRY - GELÖSCHT - SORRY - AUSFALL MEINERSEITS


[Beitrag von lynott am 03. Dez 2012, 10:55 bearbeitet]
boozeman1001
Inventar
#39 erstellt: 03. Dez 2012, 09:20
Schön, dass Du diesen über 1 Jahr alten Thread für diese Feststellung nochmal aus der Versenkung geholt hast...
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