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MM-Tonabnehmer mit Holz-Gehäuse

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Alpha78
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 02. Apr 2012, 18:06
Servus Gemeinde,

hab seit kurzem wieder nen Plattenspieler und schau mich jetzt nach nem neuen MM-Tonabnehmer um.

Im I-net hab ich jetzt gesehen, dass einige Hersteller Tonabnehmer mit Holz-Gehäuse herstellen. Beispiele sind Clearaudio Aurum, Clearaudio Maestro, Grado Reference usw.
Die Verkäufer werben damit, dass diese Bauweise das System etwas vom Tonarm entkoppelt und dadurch "weicher", "wärmer", satt im Bass, sanft in den Höhen usw. klingt.

Mich interessiert, ob diese Bauweise tatsächlich andere Charakteristika aufweist als Tonabnehmer mit Metal-Korpus.

Hat jemand von Euch Erfahrung mit einem MM-Tonabnehmer mit Holz-Gehäuse und kann mir diese mitteilen?

Vielleicht hat ja auch schon jemand einen Tonabnehmer der mit Holz- und mit Metal-Gehäuse erhältlich ist in beiden Ausführungen getestet und kann den Unterschied beschreiben?

Gruß und Dank

Marco
wastelqastel
Inventar
#2 erstellt: 02. Apr 2012, 19:07
Jedes Gehäuse eines TA hat eine eigene Charakteristika
Aber die Nadeln Spulen usw auch
Der Klang muss gefallen der Rest ist Bullshit
(Wie man im Dschungel so sagt)
Wenn ich ein gutes System in Pudding hülle klingt es dann schwabbelig?
Oder in ein Edelstahlgehäuse Klingt das härter



Normalerweise gehts hier um Resonanzen!!!!

Grüße Peter
Alpha78
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 02. Apr 2012, 19:31

Jedes Gehäuse eines TA hat eine eigene Charakteristika
Aber die Nadeln Spulen usw auch


Jo, ist klar. Aber manche Systeme, beispielsweise Clearaudio Aurum und Maestro, sind sowohl mit Holz-, wie auch mit Metallgehäuse erhältich. Mich hätte eben interessiert ob ein und das selbe System in unterschiedlichem Gehäuse signifikant anders klingt. Vor allem wie sich der Klang dann "verändert" .

Grundsätzlich haste natürlich Recht. Letztendlich muss es dem persönlichen Geschmack des Nutzers entsprechen.


Normalerweise gehts hier um Resonanzen!!!!


Kannst Du mir das erklären?
luckyx02
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 02. Apr 2012, 19:52
.....lies dir das hier nochmal durch , vor allen den ersten Abschnitt....

http://www.oyla.de/c...1365&userid=92470357
Pilotcutter
Administrator
#5 erstellt: 02. Apr 2012, 20:50
Servus,

grundsätzlich spielt bei analoger Wiedergabe und insbesonder bei Plattenspielern mit mechanischer Abtastung eigentlich die gesamte Aura und Peripherie eine Rolle und wirkt sich auf den Klang aus. Ob die Resonanzen der verschiedenen Materialien der Systemgehäuse jetzt so dermaßen an dem Klangbild und dem Charakter des Systems teilhaben, dass es sie zu unterscheiden wären, würde ich schwer bezweifeln. Auf gar keinen Fall gehören sie zum Auswahlkriterium bei Neukauf eines Systems.

Resonanzen an sich sind nichts anderes als Schwingungen im Material, die - im Instrumentenbau zum Beispiel - allerdings auch ein Stückweit das Klangbild prägen. Die exakt gleiche Gitarre aus Acryl, aus Holz, aus Carbon aus Plastik und aus Holz würde in der Tat jeweils wahrscheinlich sehr unterschiedlich klingen. Eben weil der Korpus bei den meisten Instrumenten zu einem Gutteil mit über den Klang entscheidet. Das ist aber auch ein anderes Prinzip, weil der Schall und der Klang dort durch die Resonanzen des Gehäuses und im Gehäuse mit gebildet wird

Bei Plattenspielern gilt es eigentlich die von der Nadel abgetasteten Signale und daraus gewonnene induktive Spannung möglichst ohne Beimengung irgendwelcher Resonanzen von Baumaterialien zu transportieren. Dafür eignen sich eben dort am besten resonanztote Materialien. Materialien und Werkstoffe die sich nicht durch den Abtastvorgang selber irgendwie in Schwingungen versetzen lassen. Daher werden auch schwere und massive Plattenspieler meist klanglich besser berwertet als billige und leichte. Leichtes Material neigt eher zu sog. Eigenresonanzen, die im Klang der Musik nichts verloren haben.

Ich habe noch von keinen Höreren gelesen, die das gleiche System in unterschiedlichen Gehäusematerialien mit den jeweiligen Materialresonanzen gehört haben (da es ohnehin nur einzelne Hersteller gibt die das anbieten). Und ob sich dann daraus geschmackliche Unterschiede festmachen lassen, halte ich für nahezu unmöglich. Zumindest unmöglich es zu einem bestimmten Klangbild zu definieren. Eben weil bei Plattenspielern alles eine klangliche Rolle spielt: Die Bauart des Spielers, der Tonarm, der Vorverstärker mit seiner Elektronik - mit den Widerständen und elektrischen Kapazitäten in den Siganlleitern usw. Das will sagen, ob ein System weich oder scharf oder ob der Tiefon presenter ist oder nicht, wird in den meisten Fällen von anderen Eigenschaften getragen als vom Material des Systemkorpus. Es gibt ein System, das Denon DL-103(R), für das es verschiedene eigens angefertigte Gehäuse zum Wechseln gibt. Von Ebenholz bis Bronze gefräst. Aber da halte ich persönlich nichts von.

Ich kenne die Marketingtexte von Clearaudio gut und habe auch schon das MM System "Maestro" Wood eine Weile verwendet. Das ist natürlich ein geniales System. Keine Frage. Aber ob das Wood nun ruhiger (was wäre "ruhiger" überhaupt) klingt als das Metall, mag sein. Aber ob das noch eine Rolle spielt? Zumindest nicht für die Systemauswahl.

Ich habe schon, Plastik, Holz und Ganzmetallsysteme gefahren und auf keinen Fall lassen sich die Systeme generell nach ihren Materialien unterscheiden. Und exakt gleiche Systeme mit verschiedenen Gehausematerialien bietet wohl nur Clearaudio. Und da kann ich in einem Nachsatz gleich nachschieben, dass die zu teuer sind für das was sie bieten.

Wenn Du ein Tonabnehmersystem suchst, richte dein Augenmerk nicht primär auf das Gehäusematerial, sondern auf die gängigen Empfehlungen in den jeweiligen Preisklassen und Musikrichtungen hier im Forum.

Gruß. Olaf


[Beitrag von Pilotcutter am 03. Apr 2012, 09:15 bearbeitet]
Alpha78
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 03. Apr 2012, 05:18
Danke
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