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Plattenspieler? o Ja o Nein o Vielleicht

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A_Koch
Stammgast
#1 erstellt: 24. Nov 2014, 11:48
Hallo Gemeinde!

Vor nun schon längerer Zeit habe ich mich von meiner Heimkinoanlage getrennt und seit dem tauche ich immer tiefer ein in das Thema "Stereo" und geniesse meine Kette in jeder Minute, die sich dafür anbietet.

Meine genauen Komponenten entnehmt einfach der Signatur.

Auch der Geschmack der Musik hat sich in den letzten zwei Jahren geändert - ich höre sehr viel Jazz, gerne Pop aus den 70ern und 80ern und manchmal darf es (z.B. mit "Secret garden") auch etwas klassisch angehaucht sein.

Ich habe mich damals aus diversen Gründen für den Vollverstärker von NAD entschieden. Ein Grund dafür war aber auch die vorhandene Option, einen Plattenspieler, durch die Installation des entsprechenden Modules, betreiben zu können.

Nun stehe ich seit längerer Zeit vor ein paar Fragen, die sich mir in diesem Zusammenhang stellen:

1. Wie viel Geld "muss" ich in die Hand nehmen, um einen Plattenspieler zu erhalten, der qualitativ, optisch und (vor allem) akustisch empfehlenswert ist?

2. Es gibt die Dreher mit verschiedenen "Systemen" (oder auch ohne System) zu kaufen. Kann ich hier jeden Spieler mit jedem System kombinieren?

3. Gibt es Plattenspieler, die serienmäßig ein brauchbares System mitbringen? Offensichtlich wird hier oft Potential verschenkt(?)!

4. Ein Bekannter schwärmt von Drehern von "Technics" und hält nur was vom Direktantrieb. Aber ist Technics nicht eher was für den DJ in der Disco?

5. Ein mir bekannter Hersteller ist Thorens. Welches Modell ist hier besonders gut?

6. Was haltet ihr von dem DENON DP 300 F? Er ist günstig, sieht aber dennoch ansprechend aus und scheint viele Fans zu haben...

7. ...oder doch lieber der NAD C 556? Meine bisherigen NAD-Bausteine stimmen mich ja durch und durch glücklich!

8. Wie schliesse ich den Dreher an? Cinch?


Ich bin wirklich völlig unwissend und taste mich langsam nach vorne.
Zum Thema Budget: Ich habe (noch) keine einzige Schallplatte und werde (wenn überhaupt) hier langsam einsteigen.
Deshalb würde ich mich auch sehr freuen, wenn ich mit rund 500Euro auskäme, sofern es dafür überhaupt etwas "Brauchbares" am Drehern gibt.

Vielen Dank für die Beantwortung meiner acht Fragen!
8erberg
Inventar
#2 erstellt: 24. Nov 2014, 12:02
Hallo,

wenn Du noch kleine Platten hast: lass es - Plattenspieler & Co. reißen große Löcher im Budget, für den der alte Platten hat und seiner Jugendzeit etwas hinterhertrauert ideal, aber neu muss man das nicht haben.

Wenn Du allerdings den Elan mitbringst auch die schlechten Seiten von Vinyl zu ertragen - dann viel Spaß.

1. das kommt auf Deine Ansprüche an. Willst Du einfach nur "Musik" hören ist z.B. ein Hanpin-Direct-Drive-Dreher zwar kein High-End-Gerät, aber er funktioniert und ist günstig - brauchst Du einen "Markennamen" kostet das gleiche Gerät richtig Kohle
nicht wundern, die sind alle aus dem Baukasten von Hanpin, werden als "AT", "Dual", und viele viele andere Namen vertickt
günstig ist http://www.conrad.de...LER?ref=searchDetail

2. jein, es gibt zwar eine Halbzoll-Norm für Anschlüsse, aber ebenso gibt es Systeme nach anderen Normen
wichtig ist die Nadelnachgiebigkeit und das Gewicht - , ebenso gibt es Unterschiede wie das Signal "produziert" wird

3. brauchbar ist Definitionssache, auch das System im Mc-Crypt (BTW ein Audio Technica) liefert einen brauchbaren Klang, mit einer guten Nadel sogar nicht einmal übel

4. Direktantrieb hat schon Vorteile - kein Riemen der rumschlabbert, dafür Elektronik die auch mal spinnen kann

5. Thorens ist ein reiner Vertrieb, die Dreher kommen größtenteils von Fehrenbacher, der auch Dual-Plattenspieler der "CS"-Reihe produziert

6. auch ein brauchbares Gerät, er hat (wie der Zufall will) das gleiche System wie der Mc-Crypt dran, ist aber ein Riemendreher

7. nöh, den lieber nich, kann nix -

8. das kommt auf den Dreher an. Wenn dieser einen eingebauten Phono-Vorverstärker hat kann man einen normalen Hochpegel-Eingang mit RCA-Stecker (vulgo "Cinch") nutzen

Dein Verstärker hat einen Phonopre, also kann man den Dreher auch dort so direkt anschließen. Wichtig ist ein für einen Phonoeingang passendes niederkapazitives Kabel und kein Schwurbelkabel!

Fragen? Fragen!

Peter


[Beitrag von 8erberg am 24. Nov 2014, 12:06 bearbeitet]
Luke_Lime
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 24. Nov 2014, 12:02
Hier gibt es einen guten Überblick zu Thorens
http://www.thorens-info.de/html/kaufberatung.html
sandmann319
Inventar
#4 erstellt: 24. Nov 2014, 12:08
Da du bis jetzt keine Schallplatten hast
würde ich dir raten, lass es.
Bei deinen angepeilten 500,-€ bleibt es nicht,
die Qualität von gebrauchten Platten ist vor dem Kauf nicht abzuschätzen,
neue Platten sind auch sehr häufig von schlechter bis nicht brauchbarer Qualität
und ob und wie lange der Boom noch anhält ist fraglich.
Neue Schneid und Pressmaschienen werden nicht mehr gebaut und die alten sind wohl kurz vom Exitus.

Ist aber nur meine unmaßgebliche Meinung, jeder muss selber wissen wofür er sein Geld ausgibt,
ich würde heute nicht mehr damit anfangen.

Gruß Gerd

ps:
wenn einen Plattenspieler anschaffen, dann einen guten gebrauchten aus der Blütezeit der Dreher.
Informationen dazu findest du genug im Forum.
A_Koch
Stammgast
#5 erstellt: 24. Nov 2014, 12:43
Vielen Dank für die raschen und guten Antworten.

Dass ich noch keine einzige Platte habe, ist natürlich echt ein eventueller Grund, es sein zu lassen. Aber es gibt so viele "Freunde der Platte" und ich höre immer wieder davon, dass der "Klang" der Platte sich mit dem einer CD messen kann.

Ausserdem würde ich es geniessen, dass man bei der Platte doch recht gut hören UND sehen kann, wie die Musik abgespielt wird..

Alles in allem bin ich mir wirklich unsicher...
8erberg
Inventar
#6 erstellt: 24. Nov 2014, 12:54
Hallo,

klanglich ist die CD der LP weit überlegen, praktischer ist sie eh.

Natürlich hat das große Cover seine Vorteile, auch hat Vinyl seinen eigenen Charme.
Aaaber: wenn ich nicht soviele Schallplatten aus der Jugendzeit hätte - ich würde nie neu damit anfangen.

Peter
Holger
Inventar
#7 erstellt: 24. Nov 2014, 12:55
Wenn du's heute nicht tust, nagt es morgen doch wieder an dir - ich würde also mal den Sprung ins kalte Wasser wagen.

Einen gebrauchten, guten und schönen Dual inkl. System (würde ich im Dual-Forum kaufen und möglichst in einer Entfernung, wo Selbstabholung möglich ist) und einen Lyndahl/TEC TC 760 Phonovorverstärker bekommt man zusammen locker für 300 Euro.
Und sollte es nicht gefallen, kann man diese Bausteine im Normalfall mit nur wenig Verlust wieder verkaufen.
peacounter
Inventar
#8 erstellt: 24. Nov 2014, 12:57
ja, wenn man richtig investiert und auf- und einstellt kann der klang von vinyl schon recht nahe an cd rankommen.
dazu gehört dann aber auch eine penible pflege der platten und des drehers.
und bei klassik hört man die unterschiede imo dann immer noch recht deutlich.
ganz schlimm wirds bei hören über kopfhörer...

nein, wie oben schon empfohlen wurde: LASS ES!
plattenhören ist umständlich, aufwändig und teuer.
wer keine platten hat, schießt sich imo selbt in den fuß, wenn er mit dem museumskrams beginnt.
ich selber komm nicht drumrum, meine sammlung ist zu groß.
aber vorteile kann ich beim vinyl beim besten willen nicht finden, außer, dass die eine oder andere scheibe auf vinyl ein anderes und manchmal besser klingendes mastering aufweist.
aber die würde ich mir dann lieber irgendwo als digitalisierte version besorgen.
evtl sogar selber kaufen und digitalisieren lassen.
das ist unterm strich imo immer noch günstiger und weniger umständlich.
Holger
Inventar
#9 erstellt: 24. Nov 2014, 12:58

8erberg (Beitrag #6) schrieb:

klanglich ist die CD der LP weit überlegen


Sorry, Peter, aber dass dem nicht so ist, kann ich jederzeit bei mir zuhause nachweisen.
Es sei denn, du meinst die Nebengeräuschefreiheit (Stichwort "Lagerfeuer") - und selbst in diesem Bereich ist bei meinen gutgepflegten Platten kaum ein Unterschied auszumachen.
peacounter
Inventar
#10 erstellt: 24. Nov 2014, 13:01
in der praxis mag der unterschied manchmal kaum noch auffallen oder die fehler der platte sogar als angenehm empfunden werden.
rein technisch sieht vinyl aber eben gegen cd kein land.
und man muß erstmal die scheibe und die nadel inspizieren (und meist auch reinigen) und darf nach der hälfte der zeit dann auch nochmmal aufstehen
direkte titelanwahl ist auch nur bei topmodellen möglich und überhaupt ist der ganze prozess einfach furchtbar aufwändig!


[Beitrag von peacounter am 24. Nov 2014, 13:04 bearbeitet]
Holger
Inventar
#11 erstellt: 24. Nov 2014, 13:03
Das interessiert hier aber nicht - hier möchte jemand hören, nicht Datenblätter lesen oder Messgeräte-Monitore betrachten.
peacounter
Inventar
#12 erstellt: 24. Nov 2014, 13:05
aber warum soll er den umweg über ein teureres und umständlicheres medium gehen, wenn er "hören möchte", wie du schreibst.
dafür hat er doch schon alles.
Holger
Inventar
#13 erstellt: 24. Nov 2014, 13:14

peacounter (Beitrag #12) schrieb:
aber warum soll er den umweg über ein teureres und umständlicheres medium gehen


Weil er es ja offensichtlich mal Ausprobieren möchte.

Und da ich selbst gut genug weiß, wieviel Spaß das machen kann und wie günstig man es realisieren kann, ohne auf sehr guten Klang verzichten zu müssen, unterstütze ich solche Wünsche immer gerne.


[Beitrag von Holger am 24. Nov 2014, 13:16 bearbeitet]
peacounter
Inventar
#14 erstellt: 24. Nov 2014, 13:20
und ich hab schon zu oft gesehen, wie leute sich ganz ambitioniert so ein olles geraffel hingestellt haben und dann nach ein paar monaten die investition bereuten.
den dreher mag man noch gut und schnell loswerden, bei den dann gekauften platten sieht das schon wieder anders aus.
und deswegen warne ich lieber davor, als einen absoluten neuling auf dem gebiet auch noch zu ermutigen, sein geld zum fenster rauszuschmeißen.

für mich ist vinyl im vergleich zu cd wie teppichklopfen im vergleich zum staubsauger.
8erberg
Inventar
#15 erstellt: 24. Nov 2014, 13:22
Hallo,

wenn jemand einen seltenen Musikgeschmack hat (niederländischen Prog-Rock z.B.) dann kann er bei Vinyl schon leichter fündig werden, da etliche Sachen nie auf CD rauskamen.

Peter
peacounter
Inventar
#16 erstellt: 24. Nov 2014, 13:29
klar, und wer demo-tapes aus den 80ern sammelt, braucht auch ein tapedeck.
sowas scheint aber bisher beim te keine rolle zu spielen.
sandmann319
Inventar
#17 erstellt: 24. Nov 2014, 13:29
@Holger


Und da ich selbst gut genug weiß, wieviel Spaß das machen kann


das ist dann aber Mittel zum Selbstzweck und Freizeitbeschäftigung, Hobby.

Nichts gegen einzuwenden, wenn man wie du alles bereits zur Verfügung hat, aber damit neu anfangen?

Gruß Gerd
pelowski
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 24. Nov 2014, 13:29

Holger (Beitrag #13) schrieb:
...Weil er es ja offensichtlich mal Ausprobieren möchte.

Die Frage ist nur, ob sich für ihn fürs Ausprobieren die nicht geringe Investition lohnt.

...Und da ich selbst gut genug weiß, wieviel Spaß das machen kann...

Ich bin sehr froh, dass ich mir seit der CD den Spaß nicht mehr antun muss.

Ja, ich habe für meine vorhandenen Platten auch einen Dreher, kommt vielleicht zweimal im Jahr zum Einsatz.

Grüße - Manfred
peacounter
Inventar
#19 erstellt: 24. Nov 2014, 13:35

pelowski (Beitrag #18) schrieb:

Ja, ich habe für meine vorhandenen Platten auch einen Dreher, kommt vielleicht zweimal im Jahr zum Einsatz.
is bei mir auch so.
der aufwand schreckt mich dann doch meist ab und ich greif lieber ins cd-regal.
schon allein das suchen der entsprechenden platte nervt, weil man auf dem plattenrücken im gegensatz zur cd nichts erkennen kann.
dann die olle scheibe rausfingern, auflegen, reinigen, nadel inspizieren, 20 minuten hören, aufstehen, umdrehen, wieder reinigen...
und am ende wieder alles schön vorsichtig zurück in die hülle.
noch schlimmer is es, wenn man keinen vollautomaten sein eigen nennt!
Holger
Inventar
#20 erstellt: 24. Nov 2014, 13:41
Hi Gerd,


sandmann319 (Beitrag #17) schrieb:
@Holger


Und da ich selbst gut genug weiß, wieviel Spaß das machen kann


das ist dann aber Mittel zum Selbstzweck und Freizeitbeschäftigung, Hobby.


Ja was denn sonst bitte????


Nichts gegen einzuwenden, wenn man wie du alles bereits zur Verfügung hat, aber damit neu anfangen?


Nichts spricht dagegen, dem Hobby eine Facette hinzuzufügen, wenn man das möchte.
Das macht doch den Reiz eines Hobbys aus.
Holger
Inventar
#21 erstellt: 24. Nov 2014, 13:43

peacounter (Beitrag #19) schrieb:

der aufwand schreckt mich dann doch meist ab und ich greif lieber ins cd-regal.


Aber nicht jeder ist so faul wie du...
peacounter
Inventar
#22 erstellt: 24. Nov 2014, 13:47
aber eben viele.
und die wahrscheinlichkeit ist nicht gering, dass es dem te dann auch so geht.

mein hobby ist eben musik hören und nicht mit geräten rumzumachen.
und das kenne ich von vielen so.
da muß man es sich doch nicht schwerer machen als nötig...
Holger
Inventar
#23 erstellt: 24. Nov 2014, 13:53
Und hier bin ich der Meinung, dass man sowas jeden selbst entscheiden lassen sollte...
pelowski
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 24. Nov 2014, 13:57

Holger (Beitrag #23) schrieb:
Und hier bin ich der Meinung, dass man sowas jeden selbst entscheiden lassen sollte...

Vollkommen richtig!

Aber peacounter schrieb ja auch: "...die wahrscheinlichkeit ist nicht gering, dass es dem te dann auch so geht...

Grüße - Manfred
peacounter
Inventar
#25 erstellt: 24. Nov 2014, 14:04

Holger (Beitrag #23) schrieb:
Und hier bin ich der Meinung, dass man sowas jeden selbst entscheiden lassen sollte...

genau das tun wir.
wir geben nur tips.
so wie du auch.

aber wenn man erfahrung mit der materie hat, sollte man imo eben nicht nur ganz platt die fragen beantworten, sondern auch vor den negativen seiten der geschichte warnen.
alles andere halte ich für verantwortungslos.
dass die vinylfans es häufig so schwer ertragen, wenn man so handelt, finde ich sehr befremdlich....


[Beitrag von peacounter am 24. Nov 2014, 14:06 bearbeitet]
sandmann319
Inventar
#26 erstellt: 24. Nov 2014, 14:16

genau das tun wir.
wir geben nur tips.
so wie du auch.

aber wenn man erfahrung mit der materie hat, sollte man imo eben nicht nur ganz platt die fragen beantworten, sondern auch vor den negativen seiten der geschichte warnen.
alles andere halte ich für verantwortungslos.
dass die vinylfans es häufig so schwer ertragen, wenn man so handelt, finde ich sehr befremdlich.


@peacounter
Bin ganz deiner Meinung.

Ich bin nach wie vor ein Vinylfan , würde mir sogar bei vernünftigen Preisen und guter Qualität auch noch Schallplatten kaufen,
aber heute bei Null neu einsteigen, nie und nimmer.
Und das sollte man auch in aller Klarheit sagen dürfen,
vor allem dann, wenn der TE. sogar danach fragt. (siehe Titel dieses Freds)

Gruß Gerd


[Beitrag von sandmann319 am 24. Nov 2014, 14:19 bearbeitet]
A_Koch
Stammgast
#27 erstellt: 24. Nov 2014, 15:33


Vielen Dank für die vielen Anregungen!

Natürlich bin ich mir im Klaren darüber, dass es nicht gerade vorteilhaft ist, keine Platte zu haben.

Andererseits: eine Plattensammlung würde mir ja ohne Dreher auch nix nutzen und es bleibt die Frage: Was war zuerst da: Das Ei oder das Huhn?

Ich glaube, ich werde meinen Wunsch erstmal "einfrieren". Mein Vorhaben ist ganz klar : Die Anschaffung hätte bei mir auch und besonders viel mit Lust zu tun. Ich bin das genaue Gegenteil vom MP3-Freund. Den "Aufwand" des LP-Hören nähme ich gerne in Kauf ..


[Beitrag von A_Koch am 24. Nov 2014, 15:34 bearbeitet]
Mister_McIntosh
Inventar
#28 erstellt: 24. Nov 2014, 15:37
Wenn du schon so ein schönes Hobby angehen möchtest kalkuliere mal mit 1000€ und hole dir direkt was gescheites.

Auf dem Flohmarkt bekommst du Top Platten schon manchmal für unter 5€, man muss ja nicht direkt mit MFSL anfangen.
sandmann319
Inventar
#29 erstellt: 24. Nov 2014, 15:38

Die Anschaffung hätte bei mir auch und besonders viel mit Lust zu tun. Ich bin das genaue Gegenteil vom MP3-Freund. Den "Aufwand" des LP-Hören nähme ich gerne in Kauf ..


Dann nur zu, wenn dir die Konsequenzen klar sind und du es als Hobby betreiben möchtest.
Am besten erst einmal hier einlesen und dann gezielt nach passendem Equipment suchen,
evt. bei einzelnen Produkten, hier noch mal nachfragen.
Viel Spaß dabei.

Gruß Gerd


[Beitrag von sandmann319 am 24. Nov 2014, 15:41 bearbeitet]
Soulbasta
Hat sich gelöscht
#30 erstellt: 24. Nov 2014, 15:43
ich habe knapp über 1000 platten (sogar noch dieses jahr welche wieder gekauft) und über 1000 cd's
drei dreher sind auch in der wohnung, musik hören ist – meistens vom meinem mac.
ich würde heute auch keinem raten mit platten anzufangen, höchstens er ist sich dessen bewusst was dahinter steckt und das geld keine rolle spielt.
Mister_McIntosh
Inventar
#31 erstellt: 24. Nov 2014, 15:47
Warum würdest du keinem mehr dazu raten?

Ich würde grade jetzt damit anfangen Platten zu sammeln, noch kann man die Schätzchen alle bekomme wenn man Zeit und Geld hat.
peacounter
Inventar
#32 erstellt: 24. Nov 2014, 15:54

Mister_McIntosh (Beitrag #31) schrieb:
Warum würdest du keinem mehr dazu raten?
zeit, geld komfort, platzbedarf...
Mister_McIntosh
Inventar
#33 erstellt: 24. Nov 2014, 15:57
Man schafft aber auch Werte ;-)

Habe vor kurzem erst angefangen LDs zu sammeln obwohl das Kapitel seit 15 Jahren geschlosse ist.
Soulbasta
Hat sich gelöscht
#34 erstellt: 24. Nov 2014, 16:01
wie gesagt, wenn es einem bewusst ist was dahinter steckt und das geld kaum eine rolle spielt dann nur zu.
sollte es eine art trend/cool sein wollen, dann lieber gleich lassen.

was sind für dich schätzchen?
das sieht jeder anders, ich habe viele platten wegen auflegen gekauft, vor 10 jahren gab es viel kram was ich wollte nur auf vinyl.
heute kommt so viel musik nur noch digital raus und es wird immer mehr, sogar viele kleine labels können sich vinyl nicht mehr leisten, wie gesagt man sollte sich dessen sehr bewusst sein und checken wie es mit eigenem musikgeschmack und vinyl aussieht.


[Beitrag von Soulbasta am 24. Nov 2014, 16:02 bearbeitet]
Mister_McIntosh
Inventar
#35 erstellt: 24. Nov 2014, 16:13
Schätzchen sind für mich z.B. UHQR Boxen oder alte Krautrock Klassiker á la Amon Düül, Kin Ping Meh etc.

Ich kaufe heute fast nur noch Vinyl, zuletzt das neue Pink Floyd und Lady Gaga Album.

Die Qualität finde ich einfach besser und ich brauche die Musik auch nicht für unterwegs, obwohl ich ca. 3000 CD´s habe.
A_Koch
Stammgast
#36 erstellt: 24. Nov 2014, 16:26
Die Summe Eurer Ratschläge überzeugen mich schon.
Ich möchte die Faszination, die ein Dreher auf mich ausübt, nicht in Frage stellen.

Letzten Endes aber bliebe es aber ja nicht nur bei der Investition in den Spieler und in das System, sondern auch für die Platten müsste ich neben viel Barem auch Platz opfern.

So werde ich erstmal weiter der CD treu bleiben - ohne den Traum der LP ganz auszuträumen...


[Beitrag von A_Koch am 24. Nov 2014, 16:30 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#37 erstellt: 24. Nov 2014, 16:29
Hi,


A_Koch (Beitrag #1) schrieb:

4. Ein Bekannter schwärmt von Drehern von "Technics" und hält nur was vom Direktantrieb.
Aber ist Technics nicht eher was für den DJ in der Disco?


schau Dir mal diesen Thread an: http://www.hifi-foru...m_id=26&thread=18948
da werden viele deiner Fragen beantwortet.


u. zu den Kosten ... Du hast es schon bemerkt, die LPs kosten das Geld,
weniger der Dreher.
Wobei man hier bei ebay & Co. nette Schnapper machen kann.
Titanist
Stammgast
#38 erstellt: 24. Nov 2014, 16:52
Disclaimer:
Das nachfolgend Geschriebene stellt meine persönliche Meinung(!) dar und erhebt keinen Anspruch auf allgemeine Gültigkeit und ich will auch niemanden bekehren!
Meine Aussagen beziehen sich auf folgende Ketten:
Schallplatte: Dual 731Q mit Dual (Ortofon) M20E, Phono-Verstärker ProJect Tube Box DS
CD: Cambridge DV99
Im Falle von Kopfhörer-Wiedergabe beides direkt angeschlossen an einem Stax SRM-007TII KH-Verstärker, daran den Stax SR-007 Omega MKII.
Im Falle von Lautsprecher-Wiedergabe ein Anthem MRX 510 als Vorstufe, eine Vincent SP-993 als Endstufe und Lautsprecher ein Pärchen Quadral Titan MKVI.

Schallplatte?
Immer wieder gerne und sogar lieber als CD.
Und im Gegensatz zu einem meiner Vorredner bin ich gerade über Kopfhörer immer wieder hellauf begeistert, wie da die Platten gegenüber der CD klanglich häufig den Vergleich für sich entscheiden.
Ich habe mir extra mal das Stereo-Hörtest-Set mit identisch abgemischter Schallplatte und CD geholt, um Gewissheit zu erlangen.
Fazit daraus:
Da könnt ihr noch so mit technischen Daten um Euch schmeißen, für mich(!) ist vom Hörgenuss her die Platte der CD überlegen (ich kann mit technischen Daten übrigens durchaus was anfangen, weil ich 30 Jahre lang meine Brötchen mit Audiotechnik verdient habe).
Die Plattenwiedergabe kling einfach viel direkter, man ist irgendwie mehr "drin" in der Musik. Ich habe bei der Schallplatte viel mehr den Eindruck, dass die Musiker real vor mir stehen als bei der CD. Ich(!) mag es einfach lieber.
Und gerade das Drumherum, das Ritual des sauber machens vor dem Hören, die Pflege, die penible Einstellung der Abtastung usw. gehört für mich(!) einfach dazu. Ja, man muss durchaus die Bereitschaft mitbringen, sich damit auseinander zu setzen, um zu befriedigenden Ergebnissen zu kommen.
Kein Zweifel daran! Aber es macht Spaß!
Das ist ungefähr wie Fast Food gegen selber gekocht.
Es wird oben von jemandem geschrieben: als Hobby? Dann ist es OK.
Ja was ist denn Schallplatte, oder überhaupt Musik hören, (zumindest unter uns hier) anderes als Hobby?

Aber ich möchte nochmal betonen:
Dies ist mein persönliches Empfinden und ich habe kein Problem damit, wenn Andere das anders sehen!
Es möge bitte jeder nach seinen Vorlieben glücklich werden.

VG
Günter
pelowski
Hat sich gelöscht
#39 erstellt: 24. Nov 2014, 17:12

Titanist (Beitrag #38) schrieb:
...Und gerade das Drumherum, das Ritual des sauber machens vor dem Hören, die Pflege, die penible Einstellung der Abtastung usw. gehört für mich(!) einfach dazu...

Die Fummelei sei dir gegönnt. Ich(!) höre lieber Musik.

...für mich(!) ist vom Hörgenuss her die Platte der CD überlegen (ich kann mit technischen Daten übrigens durchaus was anfangen, weil ich 30 Jahre lang meine Brötchen mit Audiotechnik verdient habe).
Die Plattenwiedergabe kling einfach viel direkter, man ist irgendwie mehr "drin" in der Musik. Ich habe bei der Schallplatte viel mehr den Eindruck, dass die Musiker real vor mir stehen als bei der CD...

Wenn das von mir Markierte so war, dann muss es für dich doch ein Leichtes sein, das auch technisch/physikalisch zu begründen.
Oder gilt für die technischen Unzulänglichkeiten: It's not a bug it's a feature. ?

Grüße - Manfred
Weischflurst
Gesperrt
#40 erstellt: 24. Nov 2014, 17:20
Nach 30 Jahren Audiotechnik mag auch - je nach Aufgabe - das Gehör gelitten haben. Meine Erfahrung im Freundeskreis besagt, dass Vinyl und auch Röhre gerade bei angegriffenem Gehör als angenehmer empfunden wird.
Titanist
Stammgast
#41 erstellt: 24. Nov 2014, 17:25

pelowski (Beitrag #39) schrieb:

Wenn das von mir Markierte so war, dann muss es für dich doch ein Leichtes sein, das auch technisch/physikalisch zu begründen.
Oder gilt für die technischen Unzulänglichkeiten: It's not a bug it's a feature. ?

Grüße - Manfred


Dann erklär mir mal, wie man eine Empfindung(!) technisch/physikalisch begründen sollte
Wie kannst du in Messwerten oder physikalisch begründen, dass dir z. B. ein bestimmtes Bild besser gefällt als ein anderes und bei mir ist es dann z. B. genau andersrum?

VG
Günter


[Beitrag von Titanist am 24. Nov 2014, 17:29 bearbeitet]
peacounter
Inventar
#42 erstellt: 24. Nov 2014, 17:27

pelowski (Beitrag #39) schrieb:

Titanist (Beitrag #38) schrieb:
...Und gerade das Drumherum, das Ritual des sauber machens vor dem Hören, die Pflege, die penible Einstellung der Abtastung usw. gehört für mich(!) einfach dazu...

Die Fummelei sei dir gegönnt. Ich(!) höre lieber Musik.



Titanist (Beitrag #38) schrieb:
Das ist ungefähr wie Fast Food gegen selber gekocht.
da bist du jetzt aber gewaltig auf dem holzweg!
fastfood kommt qualitativ ja schließlich bei ordentlichem selbstgekochten nicht mit.
der unterschied ist eher wie selbstgekocht zu noch besser im guten restaurant gegessen!
bessere qualität bei weniger arbeit also!
nur dass der vergleich deswegen hinkt, weil das restaurant mehr kostet als das selberkochen, bei vinyl und cd verhält es sich eben genau andersrum!


[Beitrag von peacounter am 24. Nov 2014, 17:27 bearbeitet]
Holger
Inventar
#43 erstellt: 24. Nov 2014, 17:27
Hallo Manfred,

Nur weil etwas von der technischen/physikalischen Seite her betrachtet bessere Messwerte hat, muss man es doch noch lange nicht dem vermeintlich Schlechteren bevorzugen.
Besonders dann nicht, wenn dieses vermeintlich Schlechtere im wirklichen Leben, d. h. im normalen Hör"betrieb" keinen Deut schlechter ist.

So ist es bei Günter und bei mir.

Bei dir und anderen ist es eben anders.

Vielleicht sollte man das einfach mal als Tatsache akzeptieren und nicht ständig physikalisch/technische Begründungen verlangen.
peacounter
Inventar
#44 erstellt: 24. Nov 2014, 17:32
und da der klang von vinyl ja durchaus seinen charme haben kann, wünsche ich mir schon lange eine wirklich gut gemachte und aufwändige digitale simulation von analogem equipment.
samt tonabnehmer-wechsel per drop-down-menue und nachvollziehbaren auswirkungen von veränderungen an der auflagekraft, dem antiskating usw...
dann hätte man "best of both worlds" und könnte sich alles so stricken, wie's gefällt.
ganz ohne den aufbau einer sammlung von schwarzen scheiben...
das ginge dann nämlich auch mit allem, was man so in itunes oder sonstwo virtuell rumliegen hat.
Titanist
Stammgast
#45 erstellt: 24. Nov 2014, 17:35

Weischflurst (Beitrag #40) schrieb:
Nach 30 Jahren Audiotechnik mag auch - je nach Aufgabe - das Gehör gelitten haben. Meine Erfahrung im Freundeskreis besagt, dass Vinyl und auch Röhre gerade bei angegriffenem Gehör als angenehmer empfunden wird.


Durchaus nicht auszuschließen. Leute mit einem bestimmten Hörschaden hören z. B. auch sehr deutlich den Unterschied zwischen MP3 und CD, der von so vielen verleugnet wird. Der Grund dafür ist, dass bei bestimmten Formen eines Hörschadens der Verdeckungseffekt nicht funktioniert.
Und deswegen möge bitte keiner versuchen, dem anderen seine persönliche Wahrnehmung auszureden.

VG
Günter


[Beitrag von Titanist am 24. Nov 2014, 17:36 bearbeitet]
peacounter
Inventar
#46 erstellt: 24. Nov 2014, 17:39
und genau deswegen ja so eine simulation!
dann könnnte sich jeder seinen wunschsound einstellen, ohne erst ein dipl. ing. in schallplattentechnik zu machen bzw unsummen für olle mechanik investieren zu müssen!
Titanist
Stammgast
#47 erstellt: 24. Nov 2014, 17:44

peacounter (Beitrag #46) schrieb:
und genau deswegen ja so eine simulation!
dann könnnte sich jeder seinen wunschsound einstellen, ohne erst ein dipl. ing. in schallplattentechnik zu machen bzw unsummen für olle mechanik investieren zu müssen!


Mal zur Verdeutlichung aus einem anderen Bereich:
Ich kann mir entweder einen Modellbahnsimulator kaufen oder selbst eine Modelleisenbahn bauen.
Wieso bauen manche (auch ich) zeit- und geldaufwändig die Modellbahn und andere sind mit dem Simulator zufrieden?
Da stehen sich halt auch unterschiedliche Mentalitäten gegenüber. Und das ist doch gut so, dass jeder seine individuellen Marotten hat.

VG
Günter


[Beitrag von Titanist am 24. Nov 2014, 17:45 bearbeitet]
Holger
Inventar
#48 erstellt: 24. Nov 2014, 17:48
Also 'ne Simulation ist gegenüber einem richtigen Plattenspieler doch wie Cybersex gegenüber...

Titanist
Stammgast
#49 erstellt: 24. Nov 2014, 17:49

Holger (Beitrag #48) schrieb:
Also 'ne Simulation ist gegenüber einem richtigen Plattenspieler doch wie Cybersex gegenüber...

:angel


Oder so, ja

VG
Günter
peacounter
Inventar
#50 erstellt: 24. Nov 2014, 17:51

Mal zur Verdeutlichung aus einem anderen Bereich:
Ich kann mir entweder einen Modellbahnsimulator kaufen oder selbst eine Modelleisenbahn bauen.
gutes beispiel.
der modelleisenbahnbauer will ja meist auch garnicht mit der bahn spielen!
der will aufbauen und machen und tun und freut sich wenn alles funktioniert.
ab dann sucht er sich ein neues projekt.

ich will aber MUSIK HÖREN !
das wäre gleichbedeutend mit einem modelleisenbahner, der wirklich damit spielt und solche kann ich mir eigentlich garnicht vorstellen.


Holger (Beitrag #48) schrieb:
Also \'ne Simulation ist gegenüber einem richtigen Plattenspieler doch wie Cybersex gegenüber...

:angel

für dich vielleicht. wenns aber ums ERGEBNIS geht, ist die simulation vermutlich sogar überlegen.
denn sie könnte einem in viel kürzerer zeit den gewünschten klang bieten und man hätte mehr zeit, das zu tun, um das es imo bei unserem hobby geht.


[Beitrag von peacounter am 24. Nov 2014, 17:53 bearbeitet]
Titanist
Stammgast
#51 erstellt: 24. Nov 2014, 17:52

peacounter (Beitrag #50) schrieb:


ich will aber MUSIK HÖREN !
das wäre gleichbedeutend mit einem modelleisenbahner, der wirklich damit spielt und solche kann ich mir eigentlich garnicht vorstellen.


Dann bin ich wohl die große Ausnahme unter den Modellbahnern...

VG
Günter
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