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Plattenspieler - welcher ist besser?

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jazzlife
Neuling
#1 erstellt: 15. Nov 2004, 23:52
Hallo, ich bin hier ein Neuling und habe nicht viel Ahnung von Schallplattenspielern, deswegen wende ich mich mit meiner Frage an euch:
Welcher der folgenden Plattenspieler (ich weiß es sind bestimmt nicht die Spitzengeräte der Zunft) ist besser: Lenco L 435 unekannten Jahrgangs oder Dual CS 410 Belt Drive, wird wohl der von 1989 sein?

Zur Information: Seit einigen Jahren habe ich den Lenco L 435 mit der Nadel Lenco M 300 und war recht zufrieden damit. Einzige Nachteile: Der Metallteller schleift ein wenig, was aber keine Auswirkungen auf Schwankungen im Klang (Gleichlaufschwankungen) hat. Das Geräusch nervt halt. Außerdem habe ich keinen Deckel, so daß er doch vollstaubt - aber ich habe ständig auf Sauberkeit geachtet. Jetzt habe ich einen Dual CS 410 Belt Drive mit der Nadel Dual DN 239. Hier habe ich das Gefühl, daß der Klang ein wenig rauscht und die Höhen scheinen mir an wenigen Stellen etwas verzerrt zu sein, ich glaube, eine neue Nadel ist fällig, wäre aber bereit das Geld dafür zu investieren.

Kann es sein daß man beim Dual weniger Möglichkeiten hat, den Tonarm optimal einzustellen? Empfehlt ihr mir (wenn der Dual besser ist) beim Kauf einer neuen Nadel einen Nachbau, oder ist es besser eine Original Dual-Nadel zu nehmen?

Ich hoffe ich habe euch nicht mit meinen Fragen genervt, aber es wäre toll, wenn ihr mir helfen könnt (insbesonders bei der Frage, welcher Plattenspieler die bessere Wahl ist).

Gruß

jazzlife
jazzlife
Neuling
#2 erstellt: 18. Nov 2004, 13:27
Kann mir wirklich niemand helfen?
wegavision
Inventar
#3 erstellt: 19. Nov 2004, 17:39
Ich kann dir antworten, aber helfen?
Du meinst so einen Lenco?



Meiner Meinung nach taugt der genau so wenig wie der Dual 410...
jazzlife
Neuling
#4 erstellt: 19. Nov 2004, 19:04
Ja, um genau den Lenco handelt es sich. Wenn du möchtest kannst du auch gerne antworten (denn eine Antwort hilft mir dann...).

Kannst du mir in deiner Antwort auch sagen, warum beide nicht taugen, bzw. in welchen Bereichen der Lenco und in welchen Bereichen der Dual nichts taugt?

Und kannst du mir was zur Nadel-Frage sagen?

Danke

jazzlife
Passat
Moderator
#5 erstellt: 19. Nov 2004, 23:32
Der Dual taugt leider gar nichts, es lässt sich mangels irgendwelcher Einstellmöglichkeiten am Arm kein anderes System montieren.
Der 410 ist ein Billigspieler, der den Namen Dual nicht verdient hat. Halbwegs brauchbar wirds erst mit dem 430, gut erst mit dem 505.

Auch der Lenco ist nicht toll, doch würde ich ihn dem 410 vorziehen.

Grüsse
Roman
directdrive
Inventar
#6 erstellt: 20. Nov 2004, 00:14
Moin jazzlife,

Roman hat schon recht, der Dual ist tendenziell eher Sondermüll - kein schönes Gerät. Die Investition in eine neue Nadel würde ich mir eher sparen, wenn es dann jedoch sein muß, bleibt die Frage, ob der Aufpreis für die - eigentlich vorzuziehende Originalnadel - das Geld wert ist...

Der Lenco ist - wie schon gesagt - auch nicht toll, lässt sich aber mit einem guten Tonabnehmer durchaus benutzen, wenn nicht das notorische Tellerproblem vorhanden wäre. Bei diesem wie auch vielen anderen Modellen aus Litovel, seinen es NADs, kleine Pro-jects oder eben Lencos, tritt der verzogene Teller mit schöner Regelmäßigkeit auf.

Ich würde beide Geräte entsorgen, gegebenenfalls bei eBay für kleines Geld verkaufen, und vom Erlös sowie dem gesparten Nadelpreis ein neues Gebrauchtgerät kaufen.

Ein 70er Jahre Pioneer oder Kenwood, alternativ ein OEM-Sanyo oder Sharp, wie sie von Telefunken , Siemens oder Universum in den frühen 80ern verkauft wurden oder eben ein besserer Dual sollte für unter 30,- Euro zu bekommen sein - dazu ein neuer Audio Technica AT-91 oder Shure M-35x Tonabnehmer - fertig.

Klingt garantiert besser und nimt weniger Platz weg als zwei mangelhafte Geräte

Viele Grüße von

Brent
jazzlife
Neuling
#7 erstellt: 22. Nov 2004, 18:42
Danke für eure Antworten.

Ich werde jetzt erstmal den Dual nutzen, wegen der Abdeckhaube und der automatischen Tonarmrückführung. Die neue Nadel lass' ich mal lieber sein, ich werde mich dann in Zukunft nach einem anderen Dreher umsehen...

Gruß

jazzlife
RealHendrik
Inventar
#8 erstellt: 23. Nov 2004, 09:36
Solltest Du aber nicht zu lange warten damit. Es ist eine Tatsache, dass abgenutzte Diamanten - und nach Deiner Schilderung ist Dein Teil ein solcher - Schallplatten auch beschädigen können... Dann wäre ein Nachbau allemal sinnvoller als die Schrapp-Nadel zu benutzen, und so gesehen eine gute Investition in die Zukunft Deiner Schallplatten.

Gruss,

Hendrik
Gelscht
Gelöscht
#9 erstellt: 23. Nov 2004, 09:48
Hi!

Wenn du einen guten und günstigen Dreher suchst, nimm einen Lenco L 75. Die bekommt man für recht wenig Geld und mit einem vernünftigen Tonabnehmer spielt der sogar einen teuren Pro-Ject an die Wand. Der Plattenteller ist mit 4 KG eine Wuchtbrumme und garantiert einen guten Gleichlauf. Achte aber darauf, daß die Lager in Ordnung sind und beim Transport die Sicherungsschrauben für den Motor reingedreht werden (sonst sind die Lager spätestens dann im Eimer)

Habe so ein Teil und bin mehr als zufrieden!!!
directdrive
Inventar
#10 erstellt: 23. Nov 2004, 10:26
Hallo Tamushad,

beachte doch bitte:
jazzlife schrieb:
Hallo, ich bin hier ein Neuling und habe nicht viel Ahnung von Schallplattenspielern


So gut der Lenco auch sein mag - die richtige Wahl für einen "Einsteiger" oder jemanden, der sich nicht intensiv mit der Technik auseinandersetzen will, ist der ja nun nicht gerade...

Die L-75s weisen regelmäßig die gleichen Probleme auf: zermatschte Tonarmlager, abgesacktes Gegengewicht, ausgeleierte Feder für's Reibrad, unruhiger Motorlauf und leider auch oftmals beschädigte Tellerlagerspiegel.

Motor zerlegen und fetten, Antriebswelle polieren und Tonarmlager ersetzen sind neben den üblichen Justagen obligatorisch.

So gern ich die Lencos selber mag - Deinem Tipp mag ich mich nicht anschliessen.

Viele Grüße sendet

Brent

PS: Welche Lager sollen denn kaputtgehen, wenn die Transportsicherungsschrauben nicht angezogen sind?


[Beitrag von directdrive am 23. Nov 2004, 10:27 bearbeitet]
Gelscht
Gelöscht
#11 erstellt: 23. Nov 2004, 12:43
Jau hast Recht! Obwohl ich nie Probleme mit meinem Lenco hatte...

Und mit dem Lager hast du auch recht! Hatte das falsch in Erinnerung. (Hab meinen alten Herrn nochmal gefragt) Man muß den Plattenteller abnehmen und die Gewichte abbauen, damit die Lager nicht kaputt gehen. Die Motorfixierung ist nur für die Aufhängung des Motors! Sorry!!! (Transportiere das Ding so selten!)
Django8
Inventar
#12 erstellt: 23. Nov 2004, 13:44
off topic:


OEM-Sanyo oder Sharp, wie sie von Telefunken , Siemens oder Universum in den frühen 80ern verkauft wurden


Was bedeutet "OEM"?
directdrive
Inventar
#13 erstellt: 23. Nov 2004, 14:26
Moin Django8,

OEM steht für "Original Equipment Manufacturer" - also der Originalhersteller.

Sehr viele Firmen (nicht nur im Hifibereich) ließen und lassen bei diesen OEMs fertigen, da Entwicklung und Produktion im eigenen Hause zu kostspielig wären.

Viele Grüße sendet

Brent
audioaficionado
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 28. Nov 2004, 03:05
Am besten Lenco 70 kaufen und man hat keine Sorgen mit Gummilagern.
Joh
jazzlife
Neuling
#15 erstellt: 04. Dez 2004, 16:06
Vielen Dank noch einmal für eure Tipps!

Nur zur Info: Ich habe für den Dual einen neue Nadel gekauft, einen Nachbau (bei einigen von euch klappen jetzt wahrscheinlich die Fußnägel hoch...) für knapp unter 15 € von Conrad. Ich war doch erstaunt was die neue Nadel für eine Verbesserung gebracht hat, obwohl es sich um einen Nachbau handelt.

Eine Frage habe ich dennoch: Der Dual CS 410 (Modell Ende der 80er) hat ja nun keine Möglichkeiten, am System etwas zu verstellen oder zu verändern. Ist das der einzige Nachteil des Gerätes? Ich habe in den Beitragen gelesen, daß der Dreher nicht empfehlenswert sei, er sei "nicht schön", "Sondermüll", man solle die Finger davon lassen etc., mehr Details (abgesehen vom Tonabnehmer) habe ich allerdings nicht gefunden. Was ist denn an dem CS 410 Belt Drive so furchtbar?
jazzlife
Neuling
#16 erstellt: 26. Nov 2013, 23:28
Hallo,

nach nunmehr 9 Jahren wollte ich nur sagen, dass ich noch immer den Dual CS-410 besitze und er nach wie vor treue Dienste leistet. Seit damals habe ich in diesem Jahr nur zwei Dinge gewechselt, der Plattenspieler hat einen neuen Riemen von Thakker erhalten, außerdem habe ich dem Dual eine neue Nadel von Audio Technica gegönnt. Ich habe den Spieler regelmäßig benutzt, und trotz seiner Nachteile zu anderen Plattenspielern (nicht einstellbarer Tonarm) bin ich mit dem Gerät zufrieden und von der Qualität des Gerätes überzeugt. In den letzten Jahren hat die Nutzungsintensität sogar zugenommen...
Detektordeibel
Inventar
#17 erstellt: 27. Nov 2013, 02:30
Schön schön.
Der "neuere" Dual 410 ist baugleich mit dem Dual 210 von heute. Die sind wirklich müllig.

An deinem 80er Jahre Dreher ist eigentlich nix wirklich "furchtbar" im Sinne von hifi-tauglich Platten hören können.
Töne kommen raus, und er dreht die Platte gleichmäßig im Kreis.
Das Gerät gibts fast baugleich immernoch neu als Dual 415.

Klar wäre schön wenn man anderen Tonabnehmer dranmachen könnte etc.
aber Tonabnehmer Dual 239 ist bekanntlich ein Audio Technica 91 und das ist bis auf den Mangel an Auflösung eigentlich gar nicht schlecht.
Dafür bekommste sogar bessere elliptische Nadeln (ATN 3652E bei Cleorec oder DN 251E bei Thakker) und die würde sich auch bei deinem noch lohnen. Antiskating kann man zwar nicht einstellen aber das wird praktisch kaum eine Rolle spielen. Probiers aus, wird sich nach 10 jahren gleich um Welten besser klingen.

Aus den USA gibts sogar ne Shibata noch die Passen würde, die bauen sogar speziell eine für noch schlechtere Plattenspieler für 4G auflagekraft - aber was die kostet bekommste schon anderen Spieler.
jazzlife
Neuling
#18 erstellt: 23. Jul 2014, 21:44
Hallo Detektordeibel,

vielen Dank für Deine Antwort vom November, habe jetzt erst wieder einen Blick ins Forum geworfen. Der Dual spielt immer noch und erfreut mich an der stetig wachsenden Plattensammlung. Weil ich auch viele gebrauchte Platten höre, denke ich, dass ich mit dem 80er Jahre - Dual und dem Audio Technica 91 recht gut fahre. Habe ich nun auch 10 Jahre im Besitz, da hat man sich mit dem Plattenspieler mehr als angefreundet.

Wenn die Audia Technica - Nadel Verschleißerscheinungen zeigt, komme ich gerne auf Deine Nadeltipps zurück!
jazzlife
Neuling
#19 erstellt: 30. Jul 2014, 16:08
Und so schnell kann es gehen - habe einen CS 430 geschenkt bekommen, dazu eine neue original-Nadel DN 245 gekauft, das Ortofon-System (hoffentlich richtig nach Anleitung) eingestellt, einen neuen Riemen eingesetzt und werde in den nächsten Tagen "hören", was die Unterschiede sind. Auf jeden Fall scheint es so, dass der Dreher bei kritischen Passagen (Klavier) weniger wimmert.
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