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Entzerrervorverstärker Phono brummt

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skidoo4stroke
Neuling
#1 erstellt: 19. Nov 2007, 09:41
Tach,

ich habe einen Rega Planar 2, den ich optisch umgebaut habe, dh Mechanik und Elektronik raus und in eine 8mm dicke Glasplatte eingebaut. Der Verstärker ist ein Denon XYZ (weiss die genaue Bezeichung nicht mehr!), aber mit Phono-Eingang. Ich habe also den Plattenspieler am Phono-Eingang angeschlossen. Das Ganze funktioniert, aber der Ton ist beim Umstellen von zB CD auf Phono ca um 30% leiser, die Tiefen fehlen völlig. Also habe ich mir einen Entzerrer-Vorverstärker angeschafft, der allerdings (auch wenn ich diesen Verstärker dann am AUX anschliesse) irrsinnig brummt. Unhörbar. Was tun? Einfach beim Schallplattenhören die Lautstärke und die Bässe hochdrehen?

Weiters läuft der Plattenspieler akteull zu schnell. Wie kann das sein? Es hat nach dem Umbau bereits funktioníert und Übersetzungsverhältnisse und Netz-Spannungen sind gleich geblieben? Hat jemand ev einen Motor für einen Plattenspieler (inkl Spannungsversorung), Welle 2 mm Durchmesser, 280min-1?

Ich habe von einem Schallplattenspieler gelesen, der das Vinyl mittels Laser abtastet. Weiss jemand etwas davon??

Mfg

s4s
lini
Inventar
#2 erstellt: 19. Nov 2007, 15:26
s4s: Dass der Plattenspieler leiser rüberkommt, kommt recht häufig vor und hängt von verschiedenen Faktoren ab, braucht Dich aber von der technischen Seite her auch nicht wirklich zu stören:

Die Ausgangsspannung von für einen MM-Eingang tauglichen Tonabnehmern fällt recht unterschiedlich aus - das geht ungefähr bei 1,5 mV los (High-Output-MCs liefern meist so 1,5 - 2,5 mV), weiter über 4 bis 6 mV (in dem Bereich liegen die meisten HiFi-MMs und -MIs) bis hinauf zu 8 mV und mehr (bei MMs/MIs für DJ-Zwecke). Zudem kommt's natürlich auch noch drauf an, mit welchem Verstärkungsfaktor die MM-Vorstufe arbeitet. Typischerweise sind das um 40 dB rum, sodass das verstärkte Phono-Singal halt wieder knapp bei den für Line-Quellen üblichen 1 - 2 V ankommt (Standalone-CDPs liefern eigentlich alle so um die 2 V max., portable dagegen meist nur so 0,3 - 0,7 V) - da ist dann auch noch ein bisschen Reserve drin, sodass die Vorstufe nicht gleich komplett übersteuert wird, wenn die Nadel mal etwas unsanfter aufkommt... Und dann kommt noch hinzu, dass CDs heutzutage im Vergleich typischerweise deutlich "heißer" (sprich: höher ausgesteuert) aufgenommen werden - der Aufnahmepegel spielt also auch noch mit rein.

Da sind also einige Variablen drin, die zu dieser Lautstärke-Differenz führen können. Macht aber nix, denn genau dafür ist ja der Lautstärkeregler da - denn der tut im Regelfall ja nichts anderes, als das von der Vorstufensektion gelieferte Signal entweder voll durchzulassen oder eben gemäß der gewünschten Lautstärke abzuschwächen. Sprich: Entgegen der landläufigen Vorstellung, verstärkt der Verstärker im Normalfall nicht umso mehr, je weiter der Lautstärkeregler aufgedreht wird - sondern der Verstärker verstärkt normalerweise immer mit dem gleichen Faktor, und der Laustärkeregler dämpft nur entsprechend den zur Endstufe durchgelassenen Signalpegel. Das heißt, wenn Du für Phono weiter aufdrehen musst als für CD, schadet das gar nichts (im Sinne von: der Verstärker muss deswegen nicht mehr schwitzen), sondern ist typischerweise eigentlich nur gut, denn umso weniger Poti-Schleifbahn liegt dann im Signalweg zum Endstufen-Eingang...

Grüße aus München!

Manfred / lini

P.S.: Zu den übrigen Problemen (Bass, Brumm, Geschwindigkeit) kann ich nichts sagen. Dazu gibt's zu viele Möglichkeiten bzw. sind Deine Beschreibungen zu ungenau.

P.P.S.: Und ja, da gibt schon seit einigen Jahren den ELP (http://www.elpj.com/), den aber hierzulande kaum jemand je in natura erlebt hat. Hat offenbar eh ziemlich gedauert, bis das Ding mal vernünftig funktioniert hat - und das Ergebnis ist auch nicht eben billig geraten... Naja, und der Jubel der High-Ender hält sich bei dem Ding auch eher in Grenzen - zumal es auch eher den Charme eines Fax-Gerätes versprüht. Also nicht wirklich ein Gerät, was einen besonders interessieren müsste.

Da fand ich einen anderen, mittlerweile aber leider auch wieder eingeschlafenen Ansatz deutlich lustiger: Da hat ein Typ eine Software-Lösung gestrickt, die das Signal einfach direkt aus einem High-Res-Scan errechnet hat. Aber das Problem waren wohl hinreichend große und hochauflösende Scanner, auf die man eine Platte klatschen könnte. Wenn ich mich recht entsinne, waren auch Parameter vorgesehen, sodass man die Abtasteigenschaften bestimmter Systeme simulieren konnte. Schade eigentlich, dass da nicht mehr draus geworden ist - Platten digitalisieren mal ganz anders...


[Beitrag von lini am 19. Nov 2007, 15:49 bearbeitet]
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