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Brauche Hilfe mit Plattendreher! Einstellung?

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Autor
Beitrag
trannoc
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 18. Dez 2007, 01:31
Hallo liebes HiFi-Forum!

Nach der Einkaufs-Beratung von euch, habe ich mir jetzt meine erste eigene „LP-Anlage“ zusammengekauft. Danke noch mal für die Beratung!
Setup:
- ProJect Debut III
- Onkyo Integra 8670
- Nubert NuBox 310

Jetzt gibt es aber ein paar Probleme mit dem Plattenspieler (gebraucht gekauft!). Ich hab mich schon ein wenig durchs Forum gelesen, doch die Beiträge sind teilweise unpassend bis verwirrend. Ein Anfänger fühlt sich überfordert und bräuchte eure Hilfe. Ja, ich kenne die SuFu…

1. Von der Platte selber hört man ein kratzendes Geräusch. Kein Vinyl-knistern, sondern ein… tja ein kratzen halt, als die Nadel über die LP kratzt. Es ist recht laut und klingt nicht wirklich normal!??
Die Platte ist absolut neu. (Die Nadel nicht). Was kann das sein?

2. Die Platte ist nach dem Abspiele so stark geladen, dass die Filzmatte an ihr „kleben“ bleibt. Hier im Forum stehen dazu Sachen wie „Luftfeuchtigkeit“ und „nass spielen“. Meine Bücher mögen es gern trocken. Würde der Austausch der Filz(?) Matte gegen eine Karbon- oder Kork-Matte was bringen?


Speziellere 3. Frage: Laut Bedienungsanleitung soll ich den Tonarm in die Waage bringen. Ich weiß nicht so recht wie ich das anstellen soll. Also, wie ich ihn justieren soll. Das Gegengewicht, was ich hinten aufgesteckt habe, lässt sich ja noch vor und zurück bewegen und auch um sich selbst drehen. Muss es ganz bis zur Markierung, also Richtung Nadel? Die 17,5g habe ich eingestellt. Viel mehr gibt die Anleitung aber nicht her.


Ohne Anfänger keine Profis…

Grüße,
Trannoc.


[Beitrag von trannoc am 18. Dez 2007, 01:33 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 18. Dez 2007, 01:51
Hallo!

"In die Waage bringen" bedeutet schlicht und ergreifen daß du den Tonarm erstmal durch Verdrehen des Gegengewichtes soweit bringst daß er quasi wie der Balken einer Waage im Gleichgewicht "schwebt". Nun erst kannst du die Auflagekraft exakt einstellen indem du das Gegengewicht nun um dem entsprechenden Betrag nach innen (zum Tonarmlager hin) schraubst. Dazu stellst du erstmal die vordere Scheibe mit den Zahlen am Gegengewicht so ein daß sich oberhalb der Markierung auf dem Tonarm die null befindet. Im übrigen sollte der von dir angegebene Wert wohl eher 1,75 Gramm lauten und nicht 17,5 das wäre -denke ich-, etwas zuviel, schließlich willst du die Platte ja abspielen und nicht Gravieren. Was das Kratzende Geräusch betrifft kann ich dir momentan nicht weiterhelfen, dazu ist deine Beschreibung dan doch etwas zu vage. Aufladung von diversen Filzmatten ist ein Ärgerniss mit dem man entweder leben muß oder man nimmt gleich eine Gummi oder Ledermatte die allerdings erheblich schwerer ist.

MFG Günther
trannoc
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 18. Dez 2007, 09:32
Danke für die schnelle Antwort!

Ja, "17,5" ist nur die Angabe auf dem Gewicht und das sind wohl keine Gramm angaben sondern (mN?...).

Wenn ich denn die Matte austauschen würde, ist neue Matte ja sicher nicht genau so dick wie die jetzige. Muss ich dann den Wert der Auflagekraft ändern?


Kratzen: Es kratzt. Ich weiß nicht so recht, wie ich das genauer beschreiben soll...

73newport
Stammgast
#4 erstellt: 18. Dez 2007, 09:47
Hallo trannoc,

bezüglich des Kratzens: ( vielleicht ist es ja wie mit: "mein Auto ist kaputt-hast du mal geschaut, ob überhaupt Benzin drin ist? "):

wenn man eine Platte abspielt, so hört man auch ganz leise die Musik direkt an der Nadel, also nicht über die Anlage, unter Umständen meinst du ja das mit Kratzen.

Ansonsten mal genau optisch prüfen, ob nicht irgendetwas vom System wirklich auf der Platte schleift.

Nur so ne Idee ...

Grüße

Tom
agrabah
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 18. Dez 2007, 10:06
Hallo!

Ich hatte auch Probleme den Tonarm in wage zu bringen. Aber dann habe ich Wortwörtlich der Anleitung gefolgt, und es klappte.

Also:

Erstmal das Anti-skating gewicht entfernen (das kleine gewicht auf der schnur) und den Plattenteller abnehmen, damit du mehr Platzt hast.

Das Gegengewicht auf den Tonarm anbringen. Wenn du jetzt das Gegengewicht drehst (hinten halten!), wirst du bemerken, das es sich bewegt entlang des Tonarmes bewegt. Also solltest du jetzt das gegengewicht solange drehen, bis der Tonarm von selbst waagerecht steht (und sich in diese Lage versetzt, wenn du in ein Bisschen bewegst). Wenn du siehst, dass du nahe der korrekten Einstellung bist, dan drehe das Gegengewicht nur noch um ein Achtel (oder so) der Umdrehung. Nimm dir zeit, es lohnt sich.
Ach, noch etwas... wenn du denn Project mit automatischer Endabschaltung besitzt, muss der Motor während der Prozedur unbedingt laufen.

Wenn der Tonarm Waagerecht steht, hallte dan dass gegengewicht mit einer Hand, und drehe die Scheibe mit den Zahlen bis die Null mit der weissen Markierung "im Einklang steht" (tut mir leid, Deutsch ist nicht meine Muttersprache, und ein besserer Ausdruck fällt mir jetzt nüscht ein :). Das Gegengewicht selbst darf sich nicht verstellen bzw. drehen!
Also: jetzt ist die Auflagekraft der Nadel gleich Null; die Markierungen auf der Scheibe mit Zahlen bedeuten g; ich habe die Anleitung jetzt nicht hier, aber irgendwo darin steht die "Korrekte" Auflagekraft für deinen Tonabnehmer. Drehe das Gegengewicht Auf die genannte einstellung (über 1,2,3g bis zum richtigen Wert). Meiner Erfahrung nach wirst du ein bisschen mehr einstellen müssen ( lesen).

Das könnte auch deine probleme mit dem Kratzen erklären...

Ich hoffe das war hilfreich.

mfG

Tine
fmx
Stammgast
#6 erstellt: 18. Dez 2007, 10:35
Das mit dem kleben bleiben der Filtzmatte könntest du mit einem (dünnem) Doppelklebeband beseitigen. Einfach die Filtzmatte am Plattenteller ankleben.
Wenn du eine andere Auflage verwendest und die eine andere Dicke hat solltest du darauf achten dass der Tonarm dann beim abspielen waagrecht steht. Dies war bei mir original auch nicht so, habe dann einfach eine dickere Filtzmatte genommen und das Problem mit dem kleben der Matte wurde auch wesentlich besser.

mfg fmx
MikeDo
Inventar
#7 erstellt: 18. Dez 2007, 13:24

2. Die Platte ist nach dem Abspiele so stark geladen, dass die Filzmatte an ihr „kleben“ bleibt. Hier im Forum stehen dazu Sachen wie „Luftfeuchtigkeit“ und „nass spielen“. Meine Bücher mögen es gern trocken. Würde der Austausch der Filz(?) Matte gegen eine Karbon- oder Kork-Matte was bringen?



und


Meine Bücher mögen es gern trocken.


Eben, die relative Luftfeuchtigkeit ist dermaßen gering in Deinem Hörraum, dass sich die Platte statisch auflädt.
Du kannst entweder mit Luftbefeuchter, die Du zB. an die Heizung anbringst die Luftfeuchtigkeit erhöhen, oder besorge Dir Pflanzen, die Du Dir ins Zimmer stellst.
Ein, oder zwei Ficus' und die Luftfeuchtigkeit wird erhöht und das Knistern, respektive die statische Aufladung ist weg.
Es hat originär etwas mit der Luftfeuchtigkeit zu tun und weniger, oder garnicht mit den verschiedenen Matten.
Von Nass abspielen ist abzuraten.




[Beitrag von MikeDo am 18. Dez 2007, 13:37 bearbeitet]
trannoc
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 18. Dez 2007, 23:24
Eine Odyssee…

Danke erstmal für die vielen netten Antworten!!

Ich denke, ich bin ein Stück weiter. Es hat ewig gedauert und ist leider nur ein Stück.

- Also das mit der Aufladung, nervt wirklich. Mal sehn ob ich was mit der Luftfeuchtigkeit machen kann. Dennoch überlege ich noch wegen einer Korkmatte. Die bleibt sicher nicht kleben.

- Das Kratzen ist weg! Diana Krall hat eine wunderbar weiche Stimmte und die war es nicht. Die Last auf dem Tonarm war zu hoch. Das Gewicht zu nah (in Richtung der Nadel).

- Es läuft ohne Kratzen, aber jetzt sind die höhen ziemlich übersteuert…

Ich tüftel weiter und bin für Tipps immer zu haben.

Anbei zwei Fotos vom Setup.
Das Alles für 530€. Find ich ganz gut, ihr auch?


P.S.: Audio Technica 110 E; wäre das angebracht?


http://img503.imageshack.us/img503/4271/44679983yq3.jpg

http://img177.imageshack.us/img177/6977/92733654pg0.jpg
agrabah
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 19. Dez 2007, 10:08
Ach du Schande! Der Schwarze lack ist sooo viel schöner als mein grauer Debut!
Sieht super aus.

Also wegen der übersteureung der Höhen - versuch ein kleines bisschen die Auflagekraft zu erhöhen. Hat bei mir etwas gebracht, doch die Verzerrungen im Hochtonbereich war ich nicht ganz los.
Vielleicht solltest du auch mal deine Platten säubern (lassen) - bei einem hifi Händler, der so eine Maschine besitzt, oder mit der Cheap-thrills methode (suche im forum).
Du wirst warscheinlich auch merken, dass die Verzerrungen gegen ende der Platte schlimmer werden. Dagegen kannst du nichts tun (außer einen besseren Tonabnehmer kaufen), den die Verzerrungen werden von der schrägen lage des Tonarmes relativ an die Rillen verursacht.


Statische Aufladung: benutzt du eine Carbon-bürste?

Tine
MikeDo
Inventar
#10 erstellt: 19. Dez 2007, 13:08

Dagegen kannst du nichts tun (außer einen besseren Tonabnehmer kaufen), den die Verzerrungen werden von der schrägen lage des Tonarmes relativ an die Rillen verursacht.



Stimmt so nicht. Die Kröpfung und das Antiskating sollten optimal eingstellt sein.

Bei meinem Drehern verzerrrt nichts am Ende der LP. Er sollte die Einstellungen grundsätzlich mal überprüfen, auch ob der Tonarm parallel zur Platte steht.(Je nachdem, ob die Basis höher- oder tiefer sitzt, kommt es zur Erhöhung, respektive zur Absenkung der Höhen). Wie ist das Antiskating eingestellt? Wie hoch ist die Auflagekraft? Ist der VTA korrekt? Dann wäre es auch mal gut zu wissen, mit welcher Einstellschablone er alles eingestellt hat, oder hat er es nur aufs Gradewohl justiert?? Wenn alles penibel eingstellt ist, verzerrt auch nichts.

Ich habe die Tage bei einem Forumsuser ein Audio-Technica AT33PTG auf einen Pro-Ject RPM 6.1 SB mit Pro-Ject 9c Tonarm istalliert. Die Sache wurde penibelst eingebaut und justiert (Mit Stadthaus Justiersystem). Da verzerrt nichts am Ende der LP. Die beiden Nullpunkte sollten nach Möglichkeit sehr genau passen beim einstellen.

Es ist sehr oft ein Problem der ungenauen Justage, als der angeblich "schlechte Tonabnehmer".


trannoc
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 19. Dez 2007, 13:16
Danke


Also die Platte ist wie gesagt ganz neu. Denke nicht, dass man die dann direkt reinigen lassen muss.
Eine Carbon-bürste o.ä. hab ich leider noch nicht. Ist wie gesagt meine erste LP-Anlage. Aber das wird wohl drigend nötig sein(!?).

"Kröpfung"??

- Wie ist das Antiskating eingestellt?
A: Mittig. Es gibt nur drei Einstellrillen und da ist es mittig.
- Wie hoch ist die Auflagekraft?
A: 17,5
- Ist der VTA korrekt?
A: ?? (Ja ich suche ja schon nach der Abkürzung...)

- Dann wäre es auch mal gut zu wissen, mit welcher Einstellschablone er alles eingestellt hat, oder hat er es nur aufs Gradewohl justiert??
A: Ja, dass ist allerdings eine spannende Frage. Der Shock: Ich habs "geradewohl" justiert. Wenn man das dann noch justieren nnen kann. Aber: In der Anleitung zum Pro-Ject steht halt nichts dazu drin und woher (wenn ich nicht aus diesem Forum) soll ich dann wie wissen wie es geht?


- Audio Technica 110 E trotzdem angebracht? (Für ca. 40€ wäre das preislich auch interessant)
insoman
Stammgast
#12 erstellt: 19. Dez 2007, 13:28
Das AT ist gewiss kein schlechtes System - aber warum kleckern ?


Wie wäre es mit einem 97er Shure System ?

gibts schon um die 89 € im WWW und Du hast von Anfang an was einigermaßen gescheites
MikeDo
Inventar
#13 erstellt: 19. Dez 2007, 14:10
Hallo Trannoc.

VTA= Vertical Tracking Angle - zu deutsch: Vertikale Fehlspurwinkel. D.h. der Tonarm sollte bei abgesenkter Nadel in Rille vertikal zur Platte liegen. Wird im Grunde immer wieder diskutiert, weil unterschiedliche Dicken der Platten diesen wiederum "verfälschen", aber bei den meisten Schallplatten wirds schon passen. (200gr. Vinyl ist halt ein wenig dicker)

Bei der Gelegenheit ist vielleichzt noch das Azimut zu kontrollieren. D.h. Sitzt der TA genau vertikal in der Rille? Zu überprüfen mit einem Spiegel, auf den man den TA absenkt, um zu schauen, ob die Nadel und ihr spiegelbildliches Pendant genau "aufeinanderaufsetzen".

Du schreibst, dass Deine Auflagekraft 17,5 beträgt. Muss sicherlich ein Schreibfehler sein. Du meinst bestimmt 1,75gr. bzw.17,5mN. Dein AT110 E sollte mit 15 mN bzw 1,5gr gefahren werden.
Das Antiskating wird nach der Auflagekraft eingestellt. Siehe in der BDA des Project nach, wie Du es da händeln musst.

Ja, und das Einstellen aufs "Gradewohl" ist 'eh das Tödlichste, was man machen kann. Besorge Dir eine Einstellscheibe. Es muss keine Sauteure sein, aber die Schönscheibe zB. hilft Dir, den Dreher gut einzustellen.
Von den ganzen ausdruckbaren Versionen aus dem Internet halte ich per se nicht viel. Ungenauigkeiten durch den Drucker sind bei Einstellungen im Millimeterbereich unverzeihlich.

Schau mal hier, dort kann Du sie ordern:

Schönscheibe

Oder bei mir, ich habe noch eine im Schrank liegen.
Seit ich mit der Stadthaus "arbeite", hat die Schönscheibe ausgedient.

agrabah
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 19. Dez 2007, 14:23
MikeDo:

Das Debut III ist ein ganz einfaches System; es gibt nur eine fixe Einstellung für den Tonabnehmer (nur zwei Schraubenlöcher); man kann die Höhe des Tonarmes auch nicht verstellen.
Also gebe ich dir recht: bei deinen Drehern (warscheinlich ist kein debut III dabei) sind solche Einstellungen möglich, und es gibt warscheinlich keine (hörbaren) End-Verzerrungen.

Den Azimuth (Kröpfung?) kann man, der Einletung nach, verstellen - da ist was dran. Mit der Einstellung werde ich mich auch noch befassen müssen, den mein Debut verzerrt.

Oder ihre ich mich?
Danke für die Antworten!

Tine
fmx
Stammgast
#15 erstellt: 19. Dez 2007, 15:02
Den VTA kannst Du unter Umständen mit einer unterschiedlich dicken Tellermatte in groben Zügen "einstellen".

mfg fmx
schuscha
Stammgast
#16 erstellt: 19. Dez 2007, 17:31
das mit dem Einstellen ist nicht so einfach zu erklären..

Lies Dir mal das hier durch und du kannst auch die Schablone runterladen....beim A-Reader bloß Aufpassen das er auf 100 Prozent bei Ansicht gestellt ist beim Ausdrucken..die Schablone ist sehr genau.....Viel Glück

klick mich

mfg schuscha
Soulific
Stammgast
#17 erstellt: 19. Dez 2007, 17:44
Die Tonarmhöhe lässt sich verstellen. Guck mal in die Anleitung da steht beschrieben wie es geht. Es sind zwei Schrauben hinten an der Befestigung des Tonarmes.

Der Project steht da übrigens ziemlich schlecht. direkt neben dem Amp und auf einer Fläche mit den Lautsprechern. Das ist was Strahlung und Resonanzen angeht eine Katastrophe.

Lieben Gruß,
Sebastian


[Beitrag von Soulific am 19. Dez 2007, 18:03 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#18 erstellt: 20. Dez 2007, 01:37
Hallo!

@trannoc

Die Justage mit einer Schablone ist recht einfach, hier eine Page auf der du eine bebilderte Anleitung downloaden kannst, die stammt aus dem 80ger Jahren und wurde damals in der Zeitschrift "Audio" veröffentlicht. Dazu gibt es noch die passende Einstellschablone die damals der "Audio" zum Artikel beigegeben wurde: http://www.vono.ch/akustik/ersteHilfe/plattenspieler/index.html Viel Spaß damit.

MFG Günther
agrabah
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 20. Dez 2007, 08:43
Super! Wenn ich nach Hause komme, mache ich mich gleich auf die Arbeit.

Doch noch ist eine Frage offen: was ist Kröpfung? Ist das das selbe wie Azimuth?

Danke!


Tine
agrabah
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 20. Dez 2007, 09:44
Und jetzt hat sich noch eine Frage geöffnet... Ich habe den Debut III mit Endabschaltung. Das Bedeutet, dass man den Tonarm auf die Platte nicht herablassen kann, wenn der Motor nicht lauft.

Ich verstehe, dass der Tonarm auf der Platte sitzen muss, wenn man die Tonarmhöhe einstellt, und sich die Platte nicht drehen sollte. Wie mach ich dass jetzt?

Danke,

Tine
trannoc
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 20. Dez 2007, 10:36
Danke für die vielen Antworten!!


Ich werde die Sachen mal ausprobieren und dann berichten, wie es geklappt hat. Das kann aber ein wenig dauern...

Das einzige was schon mal ganz gut klappt: Abspielen ohne Filz-Matte. Klingt auf jeden Fall besser.


Was Luftfeuchtigkeit und Aufstellungsort angeht: Ich wohne in einer 1-Zimmerwohung mit weniger als 25m². Da ist es schwer die HiFi-Produkte in einem extra Raum aufzustellen u.ä.

Wenn ich es vorher nicht mehr schaffe: Jetzt schon ruhige(...) Feiertage!


[Beitrag von trannoc am 20. Dez 2007, 10:37 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#22 erstellt: 20. Dez 2007, 11:02
Hallo!

@agrabah

Der Effekt mit der Endabschaltung bei der Justage lässt sich recht einfach umgehen, Riemen abziehen und Plattenspieler einschalten. Der laufende Motor während der Justage sollte dich nicht weiter stören. Zu deiner Frage nach der Kröpfung, die Zusammenhänge werden in dem von mir verlinken Artikel aus der "Audio" recht gut erklärt, bitte Lesen.

MFG Günther
MikeDo
Inventar
#23 erstellt: 20. Dez 2007, 12:41

Zu deiner Frage nach der Kröpfung, die Zusammenhänge werden in dem von mir verlinken Artikel aus der "Audio" recht gut erklärt, bitte Lesen.


Danke Günther, dann muss man nicht zum 500sten mal die Sache erklären


agrabah
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 20. Dez 2007, 13:41
Günther:

Danke! Auf die Lösung mit dem Riemen bin ich 'ne Stunde Später selber gekommen. Also noch ein Beispiel, dass der Mund schneller arbeitet als der Kopf...

Tine
Tannhaeuser
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 21. Dez 2007, 13:55

MikeDo schrieb:

Zu deiner Frage nach der Kröpfung, die Zusammenhänge werden in dem von mir verlinken Artikel aus der "Audio" recht gut erklärt, bitte Lesen.


Danke Günther, dann muss man nicht zum 500sten mal die Sache erklären


:prost

Insofern wäre es vielleicht nicht schlecht, diesen oder einen vergleichbaren Strang bei den FAQs unterzubringen ; ich habe vergleichbare Probleme und könnte mir vorstellen, daß auch andere User sich mit so etwas herumzuschlagen haben...
schuscha
Stammgast
#26 erstellt: 21. Dez 2007, 14:09

Tannhaeuser schrieb:

MikeDo schrieb:

Zu deiner Frage nach der Kröpfung, die Zusammenhänge werden in dem von mir verlinken Artikel aus der "Audio" recht gut erklärt, bitte Lesen.


Danke Günther, dann muss man nicht zum 500sten mal die Sache erklären


:prost

Insofern wäre es vielleicht nicht schlecht, diesen oder einen vergleichbaren Strang bei den FAQs unterzubringen ; ich habe vergleichbare Probleme und könnte mir vorstellen, daß auch andere User sich mit so etwas herumzuschlagen haben...


Auf der ersten Seite dieses Trieds hat Hörbert einen sehr guten Link Eingestellt....da wird alles Haarklein mit Bilder dargestellt...

Wäre aber vielleicht nicht schlecht wenn das Thema mit dem Link mal Gepinnt würde,damit Einsteigen es gleich finden...

mfg schuscha


[Beitrag von schuscha am 21. Dez 2007, 14:14 bearbeitet]
agrabah
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 22. Dez 2007, 17:17
Zur Ergänzung...

In der Anleitung zur meinen Debut III e (so in 2006 gebaut) steht nichts über die Einstellung der Höhe des Tonarmes. Ich hab' auch ein Bisschen geforscht, und habe keine zwei Schrauben entdeckt, die das bezwecken könnten.

In der Anleitung steht, dass man den Azimuth einstellen kann (was nicht der Kröpfungswinkel ist, wie ich jetzt weiß).

Und noch etwas: Es scheint mir eigentlich nicht, dass man den Kröpfungswinkel einstellen könnte, den auf dem Tonarmkopf sind nur zwei Schraubenlöcher (die nur eine Lage des Tonabnehmers genehmigen) und es sieht nicht so aus, als ob mann den Tonabnehmer vor oder nach hinten bewegen könnte. Aber eine Schablone ist mit dem Plattenspieler mitgekommen, also denke ich, dass das irgendwie doch gehen muss.

Hat noch jemand erfahrung mit diesem Plattenspieler? Habe ich etwas übersehen?

Danke,

Tine
MikeDo
Inventar
#28 erstellt: 22. Dez 2007, 17:57

agrabah schrieb:
Zur Ergänzung...

In der Anleitung zur meinen Debut III e (so in 2006 gebaut) steht nichts über die Einstellung der Höhe des Tonarmes. Ich hab' auch ein Bisschen geforscht, und habe keine zwei Schrauben entdeckt, die das bezwecken könnten.

In der Anleitung steht, dass man den Azimuth einstellen kann (was nicht der Kröpfungswinkel ist, wie ich jetzt weiß).

Und noch etwas: Es scheint mir eigentlich nicht, dass man den Kröpfungswinkel einstellen könnte, den auf dem Tonarmkopf sind nur zwei Schraubenlöcher (die nur eine Lage des Tonabnehmers genehmigen) und es sieht nicht so aus, als ob mann den Tonabnehmer vor oder nach hinten bewegen könnte. Aber eine Schablone ist mit dem Plattenspieler mitgekommen, also denke ich, dass das irgendwie doch gehen muss.

Hat noch jemand erfahrung mit diesem Plattenspieler? Habe ich etwas übersehen?

Danke,

Tine



Wenn kein Langloch vorhanden ist wie es scheint, lässt sich die Kröpfung über den TA nicht variieren. Dann ist die Kröpfung fix und man wird offenbar damit leben müssen.
Eine charakteristische Erscheinung beim Hören einer Schallplatte mit einem Drehtonarm sind nunmal zu- und abnehmende Verzerrungen. Geometrisch bedingt entstehen diese durch die falsche (nicht tangentiale) Lage der Nadel zur Tonrille. Weniger störend empfunden wird der Fehlwinkel kurz nach der Einlaufrille, da hier die Umfangsgeschwindigkeit höher ist. Beim einstellen, respektive justieren des Tonabnehmers wäre in diesem Falle der innere Nullpunkt Xo eher zu berücksichtigen. Bei mir ist er bei 65,61mm. Übrigens ist das der Grund, dass die meisten Leute immer darüber klagen, dass am Ende der Platte Verzerrungen, zischeln etc. auftreten.images/smilies/insane.gif




Azimuth ist der vertikale Winkel der Nadel in der Platte.
Beim justieren einen Spiegel drunterlegen und schauen, ob die Nadelspitze im Spiegel "seitlich" wegläuft. Die Nadelspitze und ihr spiegelbildliche Pendant müssen/sollten exakt "übereinanderstehen"






[Beitrag von MikeDo am 22. Dez 2007, 18:13 bearbeitet]
HerEVoice
Stammgast
#29 erstellt: 23. Dez 2007, 05:25
Hi

Bitte zu bedenken das dies ein "Plug and Play" Plattenspieler für kleines Geld ist bei dem die Einstellmöglichkeiten doch sehr beschränkt sind, der also auch ohne zusätzliche Investition in eine Schablone verzerrungsfrei zum laufen gebracht werden muß/kann.
Die An-Verwendung der beigelegten Schablone sollte eigentlich aus der BDA hervorgehen. Würde mich mal interessieren für was die da ist.



Wenn kein Langloch vorhanden ist wie es scheint, lässt sich die Kröpfung über den TA nicht variieren. Dann ist die Kröpfung fix und man wird offenbar damit leben müssen.


Kröpfungswinkel: Gibt den Winkel zwischen der Achse des Tonabnehmers der Verbindungslinie Abtastspitze zur Schwenkachse an, ist fix, läßt sich nicht verstellen. Es sei denn die Schrauben sind zu klein für die Löcher und der Abtaster ließe sich somit in sich verdrehen. Wäre auch durch schiefen Einbau des Abtasters in Headshells mit Langloch möglich. Der Abtaster soll von oben gesehen gerade im Kopf sitzen bzw. die "Linie" der Kröpfung mit dem überstehenden Teil des Körpers fortsetzen. Nicht Verkanten. Mir wäre auch kein Tonarm bekannt bei dem man hier selbst, außer durch verbiegen desselben, Hand anlegen könnte. Soll aber nichts heißen. Die Kröpfung wird durch verschiedene Arten der Bauform erreicht: J,S- Tonarm, beim geraden durch die Einwinkelung des Kopfes, der Bohrlöcher zur TA Aufnahme.
Überhang: Der bestimmt den Abstand der Abtastspitze über die Plattentellermitte hinaus, ließe sich durch Langlöcher oder Verschieben der Tonarmbasis(SME) verstellen. Verstellmöglichkeit für mich aus den Fotos nicht ersichtlich. Daher meine Frage nach dem Sinn der beigefügten Schablone.
Kröpfung und Überhang sind somit nicht vergleichbar.

VTA: Paralleler Abstand des Tonarms über der Schallplatte/Teller gleich der Bauhöhe des Tonabnehmers... Macht auf dem schönen Foto des Themenerstellers auch aus diesem Blickwinkel heraus auf mich einen guten Eindruck. Passt also.
Azimuth: Wenn dieser bei dem Tonarm verstellbar ist müßte die Vorgehensweise diesbezüglich auch aus der BDA hervorgehen. Beschreibt den lotrechten Stand der Nadel in der Rille. Spiegelchen wäre sicher hilfreich, ich würde mich aber eher an den Seiten des Abtasters orientieren die mit dem Spiegelbild fluchten müssen. Für den korrekten Sitz der Nadel im Träger sollte der Hersteller schon gesorgt haben. Weiterer Vorteil dieser Vorgehensweise: Man guckt sich keine Froschaugen aus dem Kopf.
Tonarmhöhe: Hätte mich auch gewundert dieses Feature bei einen Plattenspieler dieser Preisklasse vorzufinden.
Bliebe noch die Lautsprecher aus der unmittelbaren Nähes des Drehers zu entfernen. Mal gucken/hören was dann passiert.
Verzerrt es dann immer noch würde ich den Abtaster tauschen und das "gesparte" Geld für eine Schablone hier investieren.
Hier ruhig etwas mehr reinstecken.

Grüße
Herbert


[Beitrag von HerEVoice am 23. Dez 2007, 11:16 bearbeitet]
schuscha
Stammgast
#30 erstellt: 23. Dez 2007, 11:23
Verstehe ich hier jetzt alles nicht so richtig....in der Bedienungsanleitung wird ganz klar beschrieben wie ich den Azimut einstellen kann....genau so wird die Justierung des Tonabnehmers beschrieben...im Headshell sind kurze Langlöcher zum verschieben des Systems für die Einstellung des Überhangs ,bis es eine Linie mit den Hilfslinien am Punkt A oder wie der auch immer auf der jeweiligen Schablone heißen mag bildet..danach noch die Kröpfung an Punkt B einstellen...

bei dem Link von Hörbert ist alles ganz genau Erklärt und ist auch eine Schablone bei die man sich Ausdrucken (beim A-Reader auf Ansicht 100 Prozent achten )kann...beim Project sind Punkt A und B relevant...System danach Ausrichten...und wie gesagt...in der BD steht auch wie man den Azimut einstellen kann wenn nötig....wer lesen kann ist klar in Vorteil

mfg schuscha
HerEVoice
Stammgast
#31 erstellt: 23. Dez 2007, 11:52
Hi schuscha

So ist das wenn man den Plattenspieler nur von den Bildern her "kennt". und ihn sich nicht genauer betrachten kann. Das da kurze Langlöcher (witzig formuliert) sind ist auf diesen für mich von oben nicht ersichtlich. Bin daher davon ausgegeangen das da nur Bohrungen sind. Daher auch meine Frage nach der Verwendung der beigelegten Schablone.
Und daher auch der Hinweis das alles der BDA zu entnehmen sein müßte die mir natürlich nicht vorliegt. Das man die Kröpfung bei Langlöchern einstellen kann habe ich denke ich erwähnt hatte dabei aber Headshells im Kopf wo diese der Überhangjustierung dienen und weniger zur Einstellung der Kröpfung die hier vorgegeben ist, der Abtaster nur noch gerade eingeschraubt werden muß. Das diese hier durch doch vorhandene Langlöcher feineingestellt werden kann entzog sich meiner Kenntis.
Insofern bitte ich um Entschuldigung für meine Ausführung diesbezüglich und die Verwirrung die diese auslöste. Das mit dem schreiben und lesen klappt eigentlich ganz gut.
Werd mir mal den Link von Hörbert anschauen. Das habe ich versäumt.

Grüße
Herbert


[Beitrag von HerEVoice am 23. Dez 2007, 12:08 bearbeitet]
MikeDo
Inventar
#32 erstellt: 23. Dez 2007, 12:20

HerEVoice schrieb:
Hi schuscha

So ist das wenn man den Plattenspieler nur von den Bildern her "kennt". und ihn sich nicht genauer betrachten kann. Das da kurze Langlöcher (witzig formuliert) sind ist auf diesen für mich von oben nicht ersichtlich. Bin daher davon ausgegeangen das da nur Bohrungen sind. Daher auch meine Frage nach der Verwendung der beigelegten Schablone.
Und daher auch der Hinweis das alles der BDA zu entnehmen sein müßte die mir natürlich nicht vorliegt. Das man die Kröpfung bei Langlöchern einstellen kann habe ich denke ich erwähnt hatte dabei aber Headshells im Kopf wo diese der Überhangjustierung dienen und weniger zur Einstellung der Kröpfung die hier vorgegeben ist, der Abtaster nur noch gerade eingeschraubt werden muß. Das diese hier durch doch vorhandene Langlöcher feineingestellt werden kann entzog sich meiner Kenntis.
Insofern bitte ich um Entschuldigung für meine Ausführung diesbezüglich und die Verwirrung die diese auslöste. Das mit dem schreiben und lesen klappt eigentlich ganz gut.
Werd mir mal den Link von Hörbert anschauen. Das habe ich versäumt.

Grüße
Herbert


Tröste Dich, ich ging auch davon aus das keine Langlöcher vorhanden wären. Ich orinetiete mich auch an das Bild oben. Drum auch der kurze knackige Beitrag.
Aber wenn welche vorhanden sind dann ist doch gut. Dann sollte das Thema doch gelutscht sein?!

schuscha
Stammgast
#33 erstellt: 23. Dez 2007, 13:13
also ich habe an meinem Project Debüt 3 absolut keine Schwierigkeiten das System einzustellen....beim Azimut ist das ein bisschen pucklig...man muss den Bolzen an dem das Gewicht für das Antiscating hängt rausdrehen...dahinter ist die Madenschraube zum einstellen...aber wenn man ein Ortofon System nimmt braucht man das nicht...ich hab bei mir ein Ortofon 520 MK2 drunter und bin damit sehr zu frieden. Überhang und Kröpfung kann man durch Verschieben an Punkt A und B Einstellen indem man es so lange hin und her schiebt bis die Hilfslinien an beiden Punkten paralell zum System sind...wenn das nicht ganz Hundertprozentig hinkommt kann man die Kröpfung auch durch leichtes Verdrehen des Systems Einstellen...Punkt A muß aber immer genau stimmen...bei mir Verzerrt nichts ...nicht am Anfang und auch nicht am Ende...der Project Debüt ist zwar bloß ein Einsteiger Dreher aber mit einem halbwegs guten System kann man mit ihm schön Musik hören...

mfg schuscha


[Beitrag von schuscha am 23. Dez 2007, 13:16 bearbeitet]
HerEVoice
Stammgast
#34 erstellt: 23. Dez 2007, 16:35
Hi

MikeDo schrieb:

Aber wenn welche vorhanden sind dann ist doch gut. Dann sollte das Thema doch gelutscht sein?!



schuscha schrieb:

der Project Debüt ist zwar bloß ein Einsteiger Dreher aber mit einem halbwegs guten System kann man mit ihm schön Musik hören...


Der Hinweis auf die Preisklasse bezüglich der fehlenden Höhenverstellung des Arms und das dies ein Plug and Play Dreher ist sollte nicht abwertend gemeint sein. Sollte nur als Hinweis dazu dienen das es nur wenig Aufwand benötigt um diesen zufriedenstellend zum Laufen zu bringen. Das man mit ihm schön Musik hören kann sehe ich genau so.


beim Azimut ist das ein bisschen pucklig...man muss den Bolzen an dem das Gewicht für das Antiscating hängt rausdrehen...dahinter ist die Madenschraube zum einstellen


Da haben wirs doch. Auch das war aus den Bildern nicht ersichtlich. Habe mich schon gewundert wie das machbar sein sollte denn der Kopf gibt diese Möglichkeit nicht her.

Grüße
Herbert


[Beitrag von HerEVoice am 23. Dez 2007, 17:07 bearbeitet]
schuscha
Stammgast
#35 erstellt: 23. Dez 2007, 17:20
@ Herbert

ich meinte auch nicht Dich mit.....wer lesen kann ist klar im Vorteil....sondern die beiden Fragesteller.

in der Bedienungsanleitung des PL und dazu noch Hörberts Link ist das wirklich gut Erklärt....

als ich wieder mit Vinyl angefangen habe , habe ich mir jemanden gesucht der sich mit den Einstellungen am System und PL auskannte....wenn man es ein mal gesehen und erklärt bekommen hat ist es echt kein Problem mehr wenn man es nacher alleine macht.

mfg schuscha
agrabah
Ist häufiger hier
#36 erstellt: 23. Dez 2007, 18:07
Also jetzt habe ich die zwei Schrauben am Tonarmkopf gelockert, und: es bewegt sich!

Also werde ich heute Abend mal mit der Schablone herumspielen, und morgen berichten.

Tine
schuscha
Stammgast
#37 erstellt: 23. Dez 2007, 18:22
@ agrabah

Wenn du ein Ortofon System hast brauchst du den Azimut nicht einstellen....wenn nicht dann musst du die Nadel auf ne Platte setzen und mit dem Lineal....besser noch Geodreieck den Azimut kontrollieren (ob der Tonarm parallel zur Platte verläuft).

mfg schuscha
agrabah
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 23. Dez 2007, 21:33
Bin jetzt bei der Justage...

Also Nadel auf Punkt A (ich benutze die beigelegte Pro-ject Schablone). Nach "Audio" soll ich jetzt den Tonabnehmer nach Hinten oder Vorne bewegen solange bis die Bleistiftmine parallel zur Linien auf der Schablone sind. Ekhm?? Ich kann sie nur so "paralellisieren", wenn ich den Tonabnehmer um seine vertikale Achse drehe. Also wie weiß ich jetzt, wo genau der Tonabnehmer liegen muss? Wenn ich den ganzen Tonabnehmer nach Vorne oder Hinten bewege, verlagert sich nur der Punkt, wo sich Punkt A und die Nadel treffen.

Hilfe!


Tine
agrabah
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 24. Dez 2007, 08:13
Und noch etwas... Wenn ich den Tonabnehmer auf Punkt A eingestellt habe, und ich in auf Punkt B bewege, darf sich die Schablone bewegen?


Tine
schuscha
Stammgast
#40 erstellt: 24. Dez 2007, 09:55
Die Bleistiftmine(so du eine Angeklebt hast)muß mit der geschrägten Kante am Hydshell parallel und mit den Hilfslinien auf der Schablone parallel Verlaufen...so lange mußt du es Bewegen....natürlich mußt sich Punkt A und auch Punkt B dabei Bewegen....Lade Dir mal die Schablone aus Hörberts Link runter...beim A-Reader auf Ansicht 100 Prozent achten...damit geht es Wunderbar...es sind für den Project Punkt A und Punkt B relevant....Punkt C und D kannst du Vernachlässigen...

mfg schuscha
agrabah
Ist häufiger hier
#41 erstellt: 25. Dez 2007, 01:33
Letzten Endes...

habe ich den Tonabnehmer eingestellt (mittels der Pro-ject Schablone). Die Verzerrungen haben sich deutlich veringert, doch ganz sind sie nicht verschwunden (das wird besonders gegen Ende der Platte hörbar).
Das Klangbild hört sich jetzt mehr offen an, also man hört mehr Details und auch die Bühne scheint größer. Also in der Hinsicht war die Einstellung ein Erfolg.

Aber trotzdem noch ein paar Fragen (wenn jemand noch Geduld mit mir hat... ):
- also irgendwie kapier ich denn Überhang nicht... ist da nur eine korrekte Einstellung des Überhanges möglich oder ist es egal, wo (entlang der achse des Tonarmes) der Tonabnehmer liegt, nur das die Nadel den punkt A auf der Schablone erreicht?
- könnte eine bestimmte einstellung der Kröpfung vielleicht Einfluss auf die wiedergabe der niedrigen Frequenzen (ich dachte ich hörte gestern mehr Bässe, dann habe ich die einstellung geändert, und das Gefühl ist heute weg.)?

Danke



Tine
HerEVoice
Stammgast
#42 erstellt: 25. Dez 2007, 03:34
Hi


Wenn du ein Ortofon System hast brauchst du den Azimut nicht einstellen....wenn nicht dann musst du die Nadel auf ne Platte setzen und mit dem Lineal....besser noch Geodreieck den Azimut kontrollieren (ob der Tonarm parallel zur Platte verläuft).


Habe den Eindruck das hier etwas verquer läuft.
Die Einstellung des Azimuth ist unabhängig vom Abtaster.

Der Abtaster und somit die Nadel sollten von vorne betrachtet lotrecht zur Rille/Platte stehen, nicht schräg. Ein Spiegelchen ist hierbei sicher hilfreich, wird daraus doch besser ersichtlich ob der Abtaster und sein Spiegelbild auch eine Linie (Flucht) ergeben. Habe ein sehr schönes Foto aus meiner SME BDA, weis aber nicht wie ich das hier einstellen kann. Was damit gemeint ist, ist auch aus dem zweiten Bild von MikeDo erkennbar. Mein Bild wäre aber besser.
Wenn man mit der Madenschraube die sich unter dem Bolzen des Antiskatinggewichtes befindet doch die Tonarmhöhe variieren könnte (Würde auch Sinn machen), könnte ich mir einen Reim aus o.g. Aussage machen. Das Ortofon würde in diesem Falle dann zufällig in der richtigen Höhe bauen um Parallelität herzustellen. Ist bei der Madenschraube in der BDA explizit von der Einflußnahme auf den Azimuth die Rede?
Mit dem parallelen Verlauf des Arms zur Platte wird der VTA(Vertical tracking Angle = Vertikaler Spurwinkel) eingestellt. Dieser beträgt, den Abtaster von der Seite betrachtet 20°+-5%. Auf diesen Winkel haben sich mal Schallplattenindustrie und Tonabnehmerhersteller geeinigt.


@ trannoc
Vielleicht zu spät:
Das klebenbleiben der Filzmatte an der Platte beim Abheben derselben kann durch überschieben eines straff sitzenden Gummi O-Ringes über die Plattentellerachse verhindert werden. Die statische Aufladung durch ein Antistatikspray eingedämmt werden.
Die Verwendung von Antistatikinnenhüllen (Nagaoka No 102) kann ich nur empfehlen, obwohl deren Handhabung etwas gewöhnungsbedürftig ist. Man gewöhnt sich aber schnell dran.

Grüße
Herbert


[Beitrag von HerEVoice am 25. Dez 2007, 09:28 bearbeitet]
agrabah
Ist häufiger hier
#43 erstellt: 25. Dez 2007, 09:51
HerEVoice:


Ist bei der Madenschraube in der BDA explizit von der Einflußnahme auf den Azimuth die Rede?



Ja, es is tatsächlich von Azimuth die Rede.

Nirgendwo in der BDA steht irgendetwas über die Höhe des Tonarmes. Aber die BDA lässt viel zu wünschen übrig... den meiner Meinung nach steht da enschieden zu wenig über die diverse Einstellmöglichkeiten des Plattenspielers...

Tine
schuscha
Stammgast
#44 erstellt: 25. Dez 2007, 10:55
oh...ich hab da ein bisschen Blödsinn geschrieben....Asche auf mein Haupt.. ...natürlich kann man durch die Madenschraube nur den AZIMUT ( System waagerecht zur Platte ) einstellen....ich meinte er sollte nur mal die Tonarmhöhe kontrollieren....bei Ortofonsystemen braucht man da nichts unternehmen da die Tonarmhöhe auf Ortofon abgestimmt ist....wenn die Tonarmhöhe nicht stimmt muß man mit Unterlegscheiben am System oder Tonarm arbeiten....daher wäre es beim Project von Vorteil , wenn man ein Ortofon System wählt....ich kann das 520 MK2 empfehlen....spielt genau so gut wie das Red System ist aber fast um die Hälfte billiger...

wenn du am Ende der Platte noch Verzerrungen hast ist das System noch nicht optimal Eingestellt...das System muß an den Punkten A und B immer parallel zu den Hilfslinien verlaufen...man bekommt es hin....beim ersten mal ist es halt ein Geduldsspiel...

mfg schuscha
MikeDo
Inventar
#45 erstellt: 25. Dez 2007, 12:53
So, noch zwei kleine Bildchen, wie eine Nadel in der Rille sitzen sollte:

Richtig!




Falsch!




HerEVoice
Stammgast
#46 erstellt: 25. Dez 2007, 15:35
Hi


ich meinte er sollte nur mal die Tonarmhöhe kontrollieren....bei Ortofonsystemen braucht man da nichts unternehmen da die Tonarmhöhe auf Ortofon abgestimmt ist....wenn die Tonarmhöhe nicht stimmt muß man mit Unterlegscheiben am System oder Tonarm arbeiten....daher wäre es beim Project von Vorteil , wenn man ein Ortofon System wählt....ich kann das 520 MK2 empfehlen....spielt genau so gut wie das Red System ist aber fast um die Hälfte billiger...


Da wird ein Schuh draus! VTA Einstellung!

@MikeDo
Hast gewonnen. Aber um den Azimuth so beurteilen/einstellen zu können glotzt du dir einen Exophtalmus wie bei M. Basedow. Meins wäre aber auch ganz gut da man den Systemkörper und die Verwendung des Spiegelchens schön ersehen kann. Könntest du es für mich einstellen?

@agrabah
Was steht denn in der BDA zur Azimutheinstellung geschrieben? Man muß diese ja auch optisch beurteilen können.

Grüße
Herbert


[Beitrag von HerEVoice am 25. Dez 2007, 16:59 bearbeitet]
agrabah
Ist häufiger hier
#47 erstellt: 25. Dez 2007, 16:58
An HerEVoice: Zur Azimuth-einstellung muss man den anti-skating Kolben herausschrauben, dann sollte da noch eine Schraube drunter sein. Die soll ein Bisschen gelockert werden, und dann kann man den Tonarm drehen. Ich habe mich damit noch nicht befasst, denn Azimuth scheint optisch OK; ich habe aber jetzt keinen Spiegel zur Hand.

Und noch etwas... die Endverzerrungen: ich habe aufgepasst, dass der Tonabnehmer auf punkt A und B parallel zu den Hilfslinien ist, doch die Endverzerrungen haben noch ein bisschen zugenommen (vielleicht war ich nich genau genug). Aber in vollem und ganzen wurden die Verzerungen veringert.

Und was ist jetzt mit dem Überhang... nur eine korrekt Einstellung, oder mehrere?

Danke!

Und schöne Weihnachten!


Tine
HerEVoice
Stammgast
#48 erstellt: 26. Dez 2007, 02:57
Hi agrabah

Es gibt nur eine korrekte Einstellung.

Ohne jetzt zu wissen was genau auf dieser Schablone aufgedruckt ist und ob diese über die Plattentellerachse zu schieben und somit in Position zu bringen ist?, was Punkt A und B bedeuten... Ist auf dieser ein Gitterartiger Aufdruck?
Ist dort ein Punkt (Stylus Point) aufzeichnet auf den die über den Absenkhebel des Arms abgesetzte Nadel (Stylus) aufgesetzt werden/ihre Position finden soll? Genau hierum geht es bei der Überhangjustage. Wenn ja, was ich annehme, wäre es doch die übliche Vorgehensweise, ist die Nadel zuerst durch vorsichtiges Verschieben und drehen des Abtasters in den Langlöchern auf diesen Punkt zu bringen. Dann erst ist der Tonabnehmer entlang der Hilfslinien parallel auszurichten. Dabei aber nicht wieder den Aufsetzpunkt aus den Augen verlieren. Muß alles zusammenpassen. Kann mir vorstellen das dies bei dieser Art Tonarm (mit festem Kopf) etwas "tricky" ist.

In der Hoffnung das es sich so verhält...Nicht das tricky

Und schöne Weihnachten!
dito.

Grüße
Herbert
agrabah
Ist häufiger hier
#49 erstellt: 26. Dez 2007, 11:02
Ja, tatsächlich handelt es sich um so eine Schablone. Nur ist die Problematik diese: sagen wir mal ich bewege den Tonabnehmer ganz nach worne. Dan Setze ich ihn auf Punkt A ab. Drehe ihn so, dass er parallel zu den Hilfslinien liegt. Alles schön und gut.
Dann bewege ich den Tonabnehmer ganz nach hinten. Wenn ich ihn jetzt auf Punkt A absetzte, wird der Punkt anderswo liegen, aber ich kann den Tonabnehmer wieder so drehen, dass er parallel zu den Hilfslinien liegt.

Also kann ich so eigentlich keine einzige, absolute Überhang einstellung ermitteln. Oder was sehe ich falsch?

Danke!

Tine
Hörbert
Moderator
#50 erstellt: 26. Dez 2007, 12:12
Hallo!

Für gewöhnlich geht man so vor daß man zum einstellen des Überhanges das System entweder vor oder zurückschiebt ohne es zu verdrehen bis es mit den Linien auf der Schablone deckungsgleich ist, danach stellt man die Kröpfung am zweiten Punkt durch verdrehen des Systems ein und kontrolliert wiederum den Überhang u.s.w. bis die Justage stimmt. ( Hättest du die Anleitung die ich verlinkt habe gelesen wäre diese Frage nicht aufgetaucht da dort alles ausführlich erklärt wird ). Den ungefähren Wert für den Überhang kannst du mit Hilfe eines Lineals schon vorab einstellen, dazu schwenkst du den Tonarm zur Plattentellerachse und legst dort das Lineal an, die Spitze der Nadel sollte um den in der GA des Plattenspielers für den jeweiligen Tonarm genannten Wert über den Mittelpunkt der Pattentellerachse hinausragen. (Das ist der besagte Überhang, falls das dir bis dato noch nicht klar war.)

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 26. Dez 2007, 12:13 bearbeitet]
agrabah
Ist häufiger hier
#51 erstellt: 26. Dez 2007, 13:43
OK, Hörbert, danke. Ich HABE die Anleitung gelesen, und zwar auch mehrmals. Und jetzt: nein, ganz borniert bin ich auch nicht. Ich tuhe aber das dass erste mal (bis vor einer Woche wusste ich gar nicht, dass das geht) Es ist mir einfach nicht gelungen, den Anweisungen zu Folgen. Auf Punkt A konnte ich einfach durch hin und her schieben des Tonabnehmers keine Parallele zur Hilfslinien Bekommen.
Also wollte ich sicher sein, dass ich die Anleitung richtig verstehe, sodass ich damit nicht Zeit verliere.

Danke für die Auskunft... ich werde es jetzt so machen.

Und nicht böse sein

Tine
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