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Wonach richtet sich die ideale Höheneinstellung eines Tonarmes

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Beitrag
dr.matt
Inventar
#1 erstellt: 28. Dez 2003, 23:16
Hallo,
in der Bedienungsanleitung meines Thorens steht:

"Befindet sich der Tonarm im abgesenkten Zustand parallel zur Plattenoberfläche,ist die richtige Höheneinstellung erreicht."

Ist diese Aussage wirklich absolut so zutreffend ?

Grüße
Matt
Holger
Inventar
#2 erstellt: 28. Dez 2003, 23:38
Klar.
Wenn die Nadel in der Rille läuft, muss das Armrohr parallel zur Plattenoberfläche verlaufen.
dr.matt
Inventar
#3 erstellt: 28. Dez 2003, 23:52
Hallo Holger,
danke für die schnelle Antwort, wollte Dir eigentlich schon länger ein paar Fragen zum 320 MK3 stellen, nämlich:
1. Was für eine Nadel könntest Du empfehlen
2. Wie beurteilst Du persönlich Filzauflagen
3. Welche Modifikationen sind Deiner Meinung nach bei dem Thorens richtig sinnig ?

Grüße
Matt


[Beitrag von dr.matt am 28. Dez 2003, 23:53 bearbeitet]
Albus
Inventar
#4 erstellt: 29. Dez 2003, 11:06
Morgen dr. matt,

"absolut zutreffend" ist die Bedienungsanleitungs-Auussage nicht. Der Tonarm mag parallel zur Plattenoberfläche stehen, das Schwingsystem des Tonabnehmers verfehlt jedoch infolge einer schief befestigten Headshell oder infolge einer Besonderheit des Tonabnehmers den optimalen VTA (vertical tracking angel). Der Tonarm ist nicht das entscheidende Objekt der Beobachtung, sondern der Tonabnehmer im Verhältnis zur Platte - absolut gesehen. - Es gibt Platten mit und für 22 Grad VTA geschnitten, es gibt Platten (ältere) mit und für 30 Grad VTA geschnitten, es gibt Tonabnehmer mit 20 +5/-0 Grad VTA (DIN 45 500 und internationaler Standard), es gibt Tonabnehmer mit 30 Grad VTA, die sind dementsprechend 'schräger' einzusetzen, es gibt Tonabnehmer mit 20 Grad VTA (zB Ortofon). - Die absolut geringsten Verzerrungswerte stellen sich dann ein, wenn die VTA übereinstimmen (von anderen Parametern der Installation abgesehen). - Folge: Weshalb manche stets auf die Unterkante des Tonabnehmers sehen, auf die Kante des vorderen Polschuhes, ob dessen Kante in der richtigen Weise parallel zur Plattenoberfläche steht oder eben leicht angeschrägt. Welche Stelle am Tonabnehmer zu beobachten ist sollte in der Einbauanleitung des Herstellers des Tonabnehmers stehen. Auch der optimale VTA. So zB. bei Ortofon MC Nr. 2.

MfG
Albus
dr.matt
Inventar
#5 erstellt: 29. Dez 2003, 11:36
Danke für die Infos,
mein Problem bezieht sich praktisch darauf, das ich momentan ein Goldring Eroica LX für den 320 benutze und dieses nur "bescheiden" klingt.


Grüße,
Matt
Albus
Inventar
#6 erstellt: 29. Dez 2003, 15:38
Tag,

wenn 'bescheiden' heißt, weder grobdynamisch, feindynamisch annähernd natürlich noch ohne wirklich deutlichen Tonhöhencharakter (Tiefen-, Mitten-, Höhen-Definition), zB bei Klavier laut, dann stimmt etwas nicht. - Vielleicht sind die Ansprüche an den Tonabnehmer zu hoch angesetzt? Vielleicht ist der TA-Körper zu hoch für den PS, das Eroica ist ja ziemlich hoch? Vielleicht ist die Abschlußimpedanz nicht passend - man versuche einfach vergleichsweise mit 47 Kiloohm (also wie MM, der TA kommt damit zurecht, nur Volume ist bis ca. 12.00 Uhr-Stellung zu öffnen), das Eroica klingt dann anders, wann besser? Eingebaut ist der Abnehmer tipptopp, die Nadel ist ja recht scharf, also anfällig gegen Abweichungen. Wie steht es denn mit der Kanaltrennung, ist das Übersprechen symmetrisch oder etwas ungleich? Ist eine Testplatte zur Hand (Ortofon, Shure, CBS, DHFI o.ä.)?

MfG
Albus


[Beitrag von Albus am 29. Dez 2003, 15:39 bearbeitet]
Schnullimaus
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 29. Dez 2003, 20:25
Ich habe festgestellt, dass es scheinbar
auch Toleranzen gibt bei der Montage
der Headshell auf das Rohr beim TP16:


http://www.hifi-forum.de/viewthread-26-651.html

Ich habe mich dann auch daran orientiert,
dass die Unterkante des TA parallel
zur Plattenoberfläche ist.

Gruß
Stephan
Holger
Inventar
#8 erstellt: 29. Dez 2003, 22:26
Unterkante ? Nein, da gibt's verschiedene Ansätze.
Ich würde mich eher daran orientieren, dass die Oberfläche des Tonabnehmers parallel ist zur Plattenoberfläche verläuft.
Fast alle Tonabnehmer sind so gebaut, dass die Gehäuseoberkante der Massstab iat.
Albus
Inventar
#9 erstellt: 30. Dez 2003, 09:31
Morgen,

noch ein Wort zum bemerkten "bescheidenen Klang" des Eroica. Die Frage der passenden Abschlußimpedanz kommt auf, nämlich, es hat der TA einen noch niedrig liegenden Innenwiderstand, unter 10 Ohm; nicht unmöglich, dass ein Abschluß mit 220 oder 300 Ohm (Yamaha MC-Eingänge in den größeren Vollverstärkern) zu imperfekten Ergebnissen führt. Man probiere neben 47 Kiloohm (Stellung MM also) auch 100 Ohm zB. oder, was denn der Hersteller Goldring als Abschlußimpedanz empfiehlt.

Und noch zum Beobachtungspunkt des VTA; nach DIN 45500 wird der vertikale Abtastwinkel des Schwingsystems von unten her gesetzt.

MfG
Albus
dr.matt
Inventar
#10 erstellt: 30. Dez 2003, 21:26
Hallo Albus,
um so mehr ich über das von Dir gesagte nachdenke, desto mehr glaube ich, das Du in vielerlei Punkten Recht hast.
Nämlich das der TA einfach nicht mit der 1070 technisch perfekt harmoniert. Ich glaube auch, das ich mir einfach auch zu viel von der Eroica klanglich versprochen habe.
Nun gut, der Thorens ist jetzt beim Händler, um erst mal probeweise mit einer Benz L2 bestückt zu werden.
Da gleich bei der Gelegenheit eh alles neu eingerichtet wird, darf man auf die Klangergebnisse gespannt sein.
Bin auch so am überlegen, ob ich nicht bei evtl. Kauf des Benz Systems, auch gleich die Eingangsimpedanz der Yamaha (bisher 220 Ohm) optimal an den TA angleiche.
Danke für Deine sehr fachlichen und nachvollziehbaren Ratschläge.


Grüße,
Matt


[Beitrag von dr.matt am 30. Dez 2003, 21:26 bearbeitet]
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