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Rega-Klangtuning durch Heavyweight?

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Boxenbastler
Stammgast
#1 erstellt: 24. Mrz 2008, 13:33
Hallo Leute,

für die Rega Tonarme 250, 300 und 600 werden sowohl von Rega als auch von verschiedenen Zulieferern sogenannte "Heavyweights" angeboten, die angeblich die Basskontrolle verbessern und somit ein Klangtuning darstellen.
Wie wirken diese Tonarm-Gewichte? Lohnt sich die Anschaffung für einen 300er? Gibt es Klangunterschiede zwischen den angebotenen Gewichten?

Gruß
Boxenbastler
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 24. Mrz 2008, 15:44
Hallo!

Eventuell solltest du deine Frage eher im AAA-Forum stellen, da sind die User etwas Esoterischer angehaucht. Technisch gesehen gibt es keine nachvollziehbaren Gründe warum eine Formänderung eines Kontergewicht eine Klangänderung zur Folge haben soll. Selbst bei einem recht großen Gewichtsunterschied ändert sich so zum Beispiel die eff. Masse des betroffenen Tonarmes nur um Bruchteile eines Gramms (Hebelgesetz) Allerdings spricht auch nix gegen den Erwerb eines solchen Kontergewichtes falls es einem Optisch gefällt, schließlich hört das Auge ja mit.

MFG Günther
Capitol
Stammgast
#3 erstellt: 24. Mrz 2008, 17:52
Hallo Boxenbastler! Ich habe zwei Rega 250 Arme im Einsatz. Normalausführung und ein von Transroter getunten.(TR 2.6). Und da ist so ein Vodoogewicht dran. Den habe ich günstig gebraucht gekauft. Aber ich kann nicht behaupten dass so ein Gewicht eine Klangverbesserung ist. Sieht besser aus aber sonst kein Vorteil. Gruss Uwe
Boxenbastler
Stammgast
#4 erstellt: 24. Mrz 2008, 19:35
Hallo Uwe, hallo Günther,

danke für Eure Antworten.

Beim Mitchel-Austauschgewicht wird damit argumentiert, dass durch den tieferliegenden Massenschwerpunkt (das Gewicht wird unter dem Tonarmrohr angebaut) das Auflösungsvermögen des derart "getunten Tonarmes" verbessert wird.
Auch Clearaudio scheint mit seinem "tropfenförmigen" Gewicht, dessen Massenschwerpunkt deutlich unterhalb des Tonarmrohres liegt, in diese Richtung zu gehen.

Frage: Könnt Ihr hierin einen Ansatz sehen, der einer Überprüfung standhält? Das auch "das Auge mithört" ist klar, dass meine ich aber nicht.

Von Rega selbst ist ein Tungsten/Wolfram-Gewicht als Zubehör erhältlich, dass aufgrund des höheren spezifischen Gewichtes einen kleineren Durchmesser als das Original-Stahlgewicht hat. Die Montage dieses Tungsten-Gewichtes erfolgt über eine im Zentrum/mittig angebrachte Bohrung. Der Massenschwerpunkt wird somit nicht nach unten verlagert, lediglich der Durchmesser wird verkleinert. Wieso?

Gruß
Christian
peteroli
Stammgast
#5 erstellt: 24. Mrz 2008, 22:30
Hallo,

m.W. wird das Trägheitsmoment anders als das Gleichgewicht bezüglich Masse und Abstand gerechnet. Daher kann physikalisch ein Unterschied vorhanden sein. Also höhere Masse entspricht näher am Lager und damit weniger Trägheit (vielleicht mehr Höhen? Schneller?). Ob das hörbar ist, weiß ich nicht. Jedenfalls könnte die Kehrseite der Medaille einen höheren Lagerverschleiss wegen des höheren Gewichtes zur Folge haben.
Hörbert
Moderator
#6 erstellt: 24. Mrz 2008, 23:11
Hallo!

@Boxenbastler

Die Regaarme sind Kardanarme mit separaten Horizontal- und Vertikallagern, somit hast du 4 starre Bewegungsrichtungen, diese Assymetrischen Gewichte können somit gar keine Auswirkungen haben, etwas anderes wäre es bei Unipivotarmen, da diese Einpunktarme gerne zum Taumeln neigen und Assymetrische Gewichte eine zusätzliche Stabilisierung darstellen sind diese da sinnvoll. Weiterhin kann ich mir keine Auswirkung eines kleineren, gleich schwereren Kontergewichtes vorstellen die eine merkliche Auwirkung auf den längeren Hebelarm hat. Es wäre da von Rega wohl sinnvoller verschieden schwere Gewichte anzubieten, oder wie zur Hochzeit des Plattenspielers zusätzliche Schraubgewichte um auch sehr Leichte oder sehr schwere Systeme ohne Klimmzüge verwenden zu können. Zwar ändert sich Theroretisch das Trägheitsverhalten wenn ich das Kontergewicht weiter aussen anbringe aber in anbetracht der Hebelmaße die hier eine Rolle spielen ist diese Änderung dermaßen marginal daß selbst eine Meßbarkeit in Frage gestellt ist. Ebenfalls als marinal kann man die Wirkung auf das Resonanzverhalten des Tonarmes an sich bezeichnen, da wirkt sich das (ebenfalls marginale) unterschiedliche Verschrauben des Systems links und rechts mehr aus. (Es sei denn du ziehst deine Headshellschrauben mit dem Drehmomentschrauber an.)

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 24. Mrz 2008, 23:29 bearbeitet]
TommiS
Stammgast
#7 erstellt: 25. Mrz 2008, 00:49
Moin,

die kleinen Rega-Arme profitieren von der Gegengewichtsmodifikation hörbar.
Ich habs bei einem RB 300 einmal ausprobiert.
Hab damals ein von TNT empfohlenes Gegenwicht von Expressimo Audio druntergeschraubt, was optisch dem von Clearaudio ähnlich sieht.
Ein Bekannter hat ein Mitchel - Gegengewicht druntergeschraubt und ist total begeistert.
Warum das so ist? Keine Ahnung, aber es funktioniert...

Viele Grüße

Tom
raphael.t
Inventar
#8 erstellt: 25. Mrz 2008, 07:23
Hallo Leute!

Der einzige wirkliche Beweis, dass etwas anders (nicht unbedingt besser...) klingt, wäre ein Blindtest.
Und da sind schon Favoriten gestorben...

Aber, wenn´s gefällt...!

Grüße Raphael
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